Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 75400
Vorher
Instrumentation Laboratory GmbH
Eingetragen
17.2.1999
Branche
Erbringung von Dienstleistungen von medizinischen LaboratorienHerstellung von pharmazeutischen GrundstoffenGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Gegenstand
Herstellung von, Vertrieb von und Serviceleistungen für medizinische und wissenschaftliche Laborinstrumente und geräte, chemische Reagenzien und Lösungen

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Robin Döring
seit 11.7.2025
Geschäftsführer
Lars Kalfhaus
seit 28.12.2022
Geschäftsführer
Juan Oporto Espuelas
seit 21.10.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
WERFEN ITALY INVESTMENTS S.R.L.ITA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
WERFEN ITALY INVESTMENTS S.R.L.
Italy
500.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Werfen GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

1. Das Unternehmen Werfen GmbH

Werfen GmbH ist ein Unternehmen der „Werfen Gruppe“ und als Niederlassung in Deutschland tätig. Der Schwerpunkt der Unternehmensgruppe liegt in der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb von Invitro-Diagnostika, hier speziell in den Bereichen Hämostaseologie, Acute Care Diagnostik, Autoimmundiagnostik, Transfusionsdiagnostik, Transplantdiagnostik und Klinische Chemie. Die Produktion, Forschung und Entwicklung, welche durch Konzerngesellschaften durchgeführt werden, befinden sich in den USA an den Standorten Bedford, Orangeburg, Norcross und San Diego, in Italien am Standort Ascoli Piceno, in Spanien in der Provinz Barcelona sowie in Deutschland am Standort München. Die Werfen GmbH selbst ist jedoch eine reine Vertriebsgesellschaft.

2. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Laut dem aktuellen „World Economic Outlook Update“ des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Januar 2025 wird das Wachstum der Weltwirtschaft in den Jahren 2025 und 2026 jeweils auf 3,3 % prognostiziert. Damit bleibt das globale Wachstum unter dem historischen Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2019 von 3,7 %. Die Entwicklung wird insbesondere durch die geldpolitische Straffung der vergangenen Jahre, geopolitische Spannungen sowie eine anhaltend schwache Industrieproduktion beeinflusst.

Die globale Verbraucherpreisinflation wird für 2025 auf 4,2 % und für 2026 auf 3,5 % geschätzt. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften nähert sich die Inflation zunehmend den Zielmarken der Zentralbanken an, während in Schwellen- und Entwicklungsländern der Inflationsrückgang langsamer verläuft.

Für Deutschland erwartet der IWF nach einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von -0,3 % im Jahr 2023 und -0,2 % im Jahr 2024 ein moderates Wachstum von 0,3 % im Jahr 2025 sowie 1,1 % im Jahr 2026. Die Erholung bleibt aufgrund struktureller Herausforderungen in der Industrie und politischer Unsicherheiten verhalten.

Im Euroraum insgesamt wird für 2025 ein Wachstum von 1,0 % und für 2026 von 1,4 % prognostiziert. Unterstützt wird diese Entwicklung durch sinkende Inflation, eine allmähliche Verbesserung des Vertrauens und eine Lockerung der Finanzierungsbedingungen.

Zusammenfassend bleibt das wirtschaftliche Umfeld durch moderates Wachstum, einen Rückgang der Inflation sowie anhaltende Unsicherheiten geprägt.

3. Der Markt

Der deutsche Markt für In-vitro-Diagnostik (IVD) entwickelte sich im Jahr 2024 stabil. Laut VDGH wird für das Jahr 2024 ein nahezu unverändertes Marktniveau im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Der IVD-Markt ohne COVID-19-Testungen weist lediglich einen minimalen Rückgang von -0,2 % auf. Besonders Teilsegmente wie Immunchemie (+4,2 %) und Mikrobiologie (+3,7 %) zeigen im Jahr 2024 ein solides Wachstum.

Die Marktdynamik bleibt weiterhin von einer fortschreitenden Konsolidierung geprägt. Der Trend zur Bildung großer Krankenhausketten und die zunehmende Europäisierung des Labormarktes setzen sich unverändert fort. Dies führt zu einer stärkeren Verhandlungsmacht großer Kunden und anhaltendem Preisdruck für die Industrie.

Langfristig wird der deutsche Markt für In-vitro-Diagnostik im Prognosezeitraum durch strukturelle Faktoren positiv beeinflusst. Es wird eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 5,6 % erwartet​. Treiber dieser Entwicklung sind die zunehmende Prävalenz chronischer Erkrankungen wie Krebs und Diabetes, die Alterung der Bevölkerung sowie Innovationen im Bereich der molekularen Diagnostik.

Insbesondere die Onkologie bleibt ein bedeutendes Wachstumsfeld. Krebs war laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2023 einer der häufigsten Behandlungsgründe in deutschen Krankenhäusern. Neue diagnostische Verfahren und Kooperationen der führenden Marktteilnehmer unterstützen diese Entwicklung.

Trotz positiver Wachstumsaussichten wird das Marktwachstum weiterhin durch regulatorische Herausforderungen und komplexe Erstattungsprozesse gebremst. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an das Gesamtangebot, das die Industrie zu stabilen Endpreisen bereitstellen muss, kontinuierlich an, was die Kostenbelastung erhöht und den wirtschaftlichen Druck zusätzlich verstärkt.

4. Umsatzentwicklung

Im Geschäftsjahr 2024 konnte die Gesellschaft den Umsatz gegenüber dem Vorjahr steigern. Diese positive Entwicklung ist sowohl auf organisches Wachstum in den wichtigsten Geschäftsbereichen als auch auf anorganisches Wachstum infolge der Übernahme der Geschäftsbereiche Transfusions- und Transplantationsdiagnostik durch eine Abspaltung von der Immucor Medizinische Diagnostik GmbH zurückzuführen. Insbesondere im Bereich der Acute Care Diagnostik sowie Autoimmundiagnostik wurde ein deutlicher Umsatzanstieg verzeichnet. Auch in den übrigen Geschäftsbereichen zeigte sich eine insgesamt stabile bis positive Umsatzentwicklung, während in einzelnen Bereichen Herausforderungen durch verstärkten Wettbewerb und Kostendruck im Gesundheitssektor zu beobachten waren.

Die Umsatzerlöse beliefen sich im Geschäftsjahr 2024 auf TEUR 74.398 (Vorjahr: TEUR 59.349)

5. Wirtschaftliche Lage

Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens ist positiv zu beurteilen, da ein Wachstum in fast allen und insbesondere in allen wichtigen Geschäftsfeldern verzeichnet werden konnte. Des Weiteren konnte der Jahresüberschuss, trotz wachsender Ausgaben, deutlich gesteigert werden.

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind der Umsatz (TEUR 74.398,

Vorjahr TEUR 59.349) und das Ergebnis vor Steuern (TEUR 3.492, Vorjahr TEUR 2.699). Zur Erläuterung der Umsatzentwicklung im Vorjahresvergleich wird auf Abschnitt 4 verwiesen.

Der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2024 betrug TEUR 2.334 bzw. 3,1 % der Umsatzerlöse. Der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2023 betrug TEUR 1.740 bzw. 2,9 % der Umsatzerlöse.

Für die Steuerung der Gesellschaft werden keine nicht finanziellen Leistungsindikatoren verwendet.

6. Investitionen in Forschung und Entwicklung

Die Werfen Group investiert derzeit rund 8,0 % des Gesamtumsatzes in den Bereich Forschung und Entwicklung, hier schwerpunktmäßig in die Bereiche Gerinnung, Acute Care Diagnostics (bzw. Blutgas, PBM, WBH), Transfusionsdiagnostik, Transplantdiagnostik und die Autoimmundiagnostik. Die Investitionen in F&E nehmen kontinuierlich zu, da durch den zunehmenden Verdrängungswettbewerb und ein milderes Marktwachstum Innovationen erforderlich sind, um sich erfolgreich von Mitbewerbern differenzieren zu können. Dabei ist die Innovation selbstverständlich nur als ein wesentlicher Punkt in der Differenzierung zu sehen. Die Werfen GmbH betreibt keine eigene Forschung und Entwicklung.

7. Investitionen in das Anlagevermögen

Die Gesamtinvestitionen in Höhe von TEUR 7.082 resultieren insbesondere aus TEUR 6.957 in technische Anlagen und Maschinen und TEUR 115 in andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung.

8. Vermögenslage

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Vermögenslage des Geschäftsjahres sowie eine Übersicht der Vermögenslage des Vorjahres vor und nach Abspaltung der Geschäftsbereiche Transfusions- und Transplantationsdiagnostik:

Aktiva

2024 2023 nach Abspaltung 2023 vor Abspaltung
EUR % EUR % EUR %
Anlagevermögen 15.883.280 38,50 15.212.101 48,27 12.293.044 43,66
Umlaufvermögen 25.202.550 61,09 16.168.143 51,30 15.721.131 55,85
Rechnungsabgrenzungsposten 171.383 0,41 136.690 0,43 136.691 0,49
Summe 41.257.213 100,00 31.516.934 100,00 28.150.866 100,00

Die Veränderung im Anlagevermögen ist einerseits auf die Investitionen in Mietgeräte an Kunden sowie andererseits auf die Übernahme der Geschäftsbereiche Transfusions- und Transplantationsdiagnostik zurückzuführen.

Die Veränderung im Umlaufvermögen ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 5.997 auf TEUR 9.280 im Zusammenhang mit der Ausweitung des Geschäftsbetriebs sowie den gestiegenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 6.393 auf TEUR 11.281 aufgrund von stichtagsbedingten Schwankungen zurückzuführen.

9. Finanzlage

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Finanzlage des Geschäftsjahres sowie eine Übersicht der Finanzlage des Vorjahres vor und nach Abspaltung der Geschäftsbereiche Transfusions- und Transplantationsdiagnostik:

Passiva 2024 2023 nach Abspaltung 2023 vor Abspaltung
EUR % EUR % EUR %
Eigenkapital 25.543.079 61,91 23.208.755 73,64 19.842.687 70,49
Rückstellungen 3.227.208 7,82 2.238.951 7,10 2.238.951 7,95
Verbindlichkeiten 11.490.863 27,85 5.648.667 17,92 5.648.667 20,07
Rechnungsabgrenzungsposten 996.063 2,42 420.561 1,34 420.561 1,49
Summe 41.257.213 100,00 31.516.934 100,00 28.150.866 100,00

Zwischen Werfen GmbH und Werfen S.A. besteht eine Cash-Pooling Vereinbarung. Damit soll eine flexible Finanzierung innerhalb der Gruppe erreicht werden. Die Liquidität ist jederzeit sichergestellt. Es bestehen keine Bankverbindlichkeiten.

Auf der Passivseite der Bilanz hat sich das Eigenkapital um TEUR 5.700 erhöht. Grund für die Erhöhung ist der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres sowie die Abspaltung und Übernahme der Geschäftsbereiche Transfusions- und Transplantationsdiagnostik, welche zu einer Erhöhung der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 3.366 geführt hat. Die Eigenkapitalquote beträgt 61,9 % (Vorjahr: 70,5 %). Der Rückgang der Eigenkapitalquote ist dabei auf die überproportional gestiegene Bilanzsumme zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten steigen aufgrund von stichtagsbedingten Schwankungen um TEUR 265 auf TEUR 397. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Stichtag TEUR 9.621 (Vorjahr: TEUR 3.947). Dies entspricht einer Steigerung von +143,7 %. Dieser Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus dem Erwerb von Mietgeräten sowie der zum Jahresende erfassten Verrechnungspreisanpassung.

Zum Stichtag werden sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.472 (Vorjahr: TEUR 1.569) ausgewiesen. Bei der größten Position mit TEUR 1.166 (Vorjahr: TEUR 1.070) handelt es sich um Steuerverbindlichkeiten, wobei der Betrag im Wesentlichen auf Umsatzsteuerverbindlichkeiten zurückzuführen ist.

Werfen S.A., Barcelona, Spanien, schloss am 18. November 2022 mit vier Banken einen Darlehensvertrag über einen Höchstbetrag von 1,89 Mrd. EUR. Das komplette Darlehen wurde am Anfang 2023 abgerufen, um die Akquisition der Immucor Group zu finanzieren. Es wurde vereinbart, dass bestimmte Werfen Unternehmen, unter anderem auch Werfen GmbH, als Sicherungsgeber für das Darlehen auftreten, um die Zahlungsverpflichtungen der Muttergesellschaft gegenüber den Finanzinstituten zu garantieren. Aufgrund der stabilen wirtschaftlichen Lage der gesamten Gruppe wird mit einer Inanspruchnahme nicht gerechnet.

Die finanzielle Lage der Gesellschaft kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

10. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2024 betrug der Umsatz des Unternehmens TEUR 74.398 (Vorjahr: TEUR 59.349), was einem Wachstum von 25,4 % entspricht. Die Erwartungen des Vorjahres hinsichtlich Umsatzerlösen auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 konnten damit deutlich übertroffen werden. Das Wachstum ist insbesondere auf die Übernahme der Geschäftsbereiche Transfusions- und Transplantationsdiagnostik zurückzuführen, die im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von rund TEUR 13.554 beitrugen. Zusätzlich konnte durch organisches Wachstum insbesondere im Geschäftsbereich Hämostaseologie durch die Gewinnung eines strategischen Kunden, weiteres Umsatzwachstum erzielt werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich leicht um TEUR 9 auf TEUR 566 (Vorjahr: TEUR 557) erhöht.

Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 8.316 gestiegen und beträgt im aktuellen Geschäftsjahr TEUR 39.873 (Vorjahr: TEUR 31.557). Der Anstieg ist primär auf die Übernahme der Geschäftsbereiche Transfusions- und Transplantationsdiagnostik zurückzuführen, die im Geschäftsjahr 2023 Materialaufwendungen in Höhe von rund TEUR 6.601 verursachten. Darüber hinaus ist der Anstieg auf das Umsatzwachstum sowie auf einen veränderten Platzierungsmix bei Neugeräten im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Die Materialaufwandsquote belief sich im Geschäftsjahr auf 53,6 % (Vorjahr: 53,2 %). Die Veränderung der Materialaufwandsquote resultiert im Wesentlichen aus einem veränderten Produktmix beim Absatz von Produkten.

Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.828 auf TEUR 16.830 erhöht. Der Anstieg ist insbesondere auf die gestiegene Mitarbeiteranzahl infolge der Übernahme von Mitarbeitenden aus den Geschäftsbereichen Transfusions- und Transplantationsdiagnostik sowie auf organisches Mitarbeiterwachstum und das gestiegene Lohnniveau zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr um TEUR 2.201 auf TEUR 9.569 gestiegen (Vorjahr: TEUR 7.369). Der Anstieg ist insbesondere auf die Übernahme der Geschäftsbereiche Transfusions- und Transplantationsdiagnostik sowie auf inflationsbedingte Kostensteigerungen zurückzuführen.

Im Geschäftsjahr 2024 beträgt das Ergebnis vor Steuern TEUR 3.492 (Vorjahr: TEUR 2.699), was einer Steigerung von 29,4 % entspricht. Die Erwartungen des Vorjahres hinsichtlich eines Ergebnisses vor Steuern auf Niveau des Geschäftsjahres 2023 konnten damit übertroffen werden, was insbesondere auf die Übernahme der Geschäftsbereiche Transfusions- und Transplantationsdiagnostik zurückzuführen war.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind um TEUR 199 auf TEUR 1.158 (Vorjahr: TEUR 959) angestiegen. Der Anstieg steht in direktem Zusammenhang zu dem gestiegenen zu versteuernden Einkommen. Damit ergibt sich eine Steuerquote von 33,2 % (Vorjahr: 35,5 %).

Im Geschäftsjahr 2024 erzielt das Unternehmen einen Jahresüberschuss von TEUR 2.334 (Vorjahr: TEUR 1.740), was einem Wachstum von 34,2 % entspricht.

11. Personalbestand und -entwicklung

Werfen GmbH beschäftigte im Jahresdurchschnitt rund 136 Mitarbeiter (Vorjahr: 121). Der Großteil der Mitarbeiter ist im Außendienst beschäftigt in den Bereichen Verkauf, Applikation und technischer Service.

Werfen ist sich seiner Rolle als verantwortungsvoller Arbeitgeber bewusst und nimmt seine Aufgaben in der Aus- und Fortbildung aktiv wahr. So finden in regelmäßigen Abständen individuell zugeschnittene Fortbildungsveranstaltungen statt, wobei der aktuelle Fortbildungsbedarf im Rahmen von jährlich stattfindenden Mitarbeitergesprächen ermittelt wird.

12. Risikomanagementsystem

Die Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem der Werfen mit Sitz der Muttergesellschaft in Spanien eingebunden. Das implementierte System bedient sich geeigneter Steuerungsinstrumente und Kennzahlen in den wesentlichen Bereichen Umsatz- und Ergebnisentwicklung, Materialwirtschaft, Vertriebs- und Produktionssteuerung, Personalmanagement sowie Finanzierung und Liquiditätssicherung.

Das Risikomanagement ist darauf ausgerichtet, frühzeitig Geschäftsrisiken zu identifizieren, zu analysieren und zu klassifizieren, um bestandsgefährdenden Sachverhalten rechtzeitig begegnen zu können. Auf Basis regelmäßiger Berichterstattung und Hochrechnungen für das laufende Geschäftsjahr werden in regelmäßigen Besprechungen mit der Geschäftsführung alle wesentlichen Entwicklungen von den Bereichsverantwortlichen vorgestellt und eingehend erläutert, die aktuelle Risikosituation thematisiert und geeignete Maßnahmen zur Steuerung der Unternehmensentwicklung beschlossen.

Die Bedeutung einzelner Chancen und Risiken ermittelt sich aus der Eintrittswahrscheinlichkeit und der voraussichtlichen Auswirkung auf die Prognosen und Zielerreichung, wobei eine Kategorisierung der Risiken und Chancen als gering, mittel oder hoch vorgenommen wird.

Risikomatrix für Einzelrisiken
Eintrittswahrscheinlichkeit 80% bis 99% L M H
60% bis 79% L M H
40% bis 59% L M H
20% bis 39% L L M
1% bis 19% L L M
Gering Moderat Erheblich
Schadensausmaß

H = Hohes Risiko / Chance

M = Mittleres Risiko / Chance

L = Geringes Risiko / Chance

Risiken

1) Gesetzliche Rahmenbedingungen

Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen im deutschen Gesundheitswesen können dazu führen, dass der Kostendruck weiter zunimmt. Um diesem Risiko zu begegnen, wird insbesondere versucht, die Risiken durch eine stetige Optimierung des Produktportfolios zu streuen. Aus dem Erlass neuer Richtlinien im Gesundheitswesen könnten weitere nicht absehbare Risiken entstehen. (Risikobewertung: M)

2) Konsolidierung am Markt

Die anhaltende Konsolidierung sowie die Angliederung freier Kliniken an Klinikketten führen zu einer Veränderung der Marktbedingungen mit stärkerem Fokus auf konsolidierte Marktteilnehmer. Diese Entwicklung birgt sowohl Risiken als auch Chancen. Werfen versucht, mit qualitativ hochwertigen und neuen Produkten ihre Marktanteile auszubauen. (Risikobewertung: M)

3) Retouren-Risiko

Produktprobleme, welche zu einer Rückrufaktion eines Produktes führen, könnten zu ungeplanten Umsatzeinbußen und Reputationsschäden führen. (Risikobewertung: L)

4) Ausfallrisiken

Ausfallrisiken aufgrund der Kundenstruktur bestehen nur in geringem Maße. Diesen wird durch Bildung entsprechender Wertberichtigungen bilanziell Rechnung getragen. (Risikobewertung: L)

5) Konjunkturelle Schwankungen

Konjunkturelle Schwankungen können zu einer Minderung der Umsatzerlöse und der operativen Ergebnisse führen. Dieses Risiko wird von der Geschäftsleitung allerdings als gering eingeschätzt, da die Produkte der Werfen überwiegend unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung in der medizinischen Anwendung nachgefragt werden. Preisänderungsrisiken bestehen insofern, als die konzerninternen Verrechnungspreise verändert werden könnten. Darüber hinaus könnten auch Labormarkt- und Krankenhausreformen oder strukturelle Veränderungen im deutschen Gesundheitswesen einen Einfluss auf die Preisgestaltung und die Verrechnungspreise haben. (Risikobewertung: L)

6) Würdigung der Risikolage

Andere als die vorgenannten Risiken sind derzeit nicht in Sicht. Wir sehen insbesondere gegenwärtig und auch für die nahe Zukunft keine Risiken mit nennenswerter Wahrscheinlichkeit, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Die beschriebenen Risiken sind gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert. Sie liegen wie die Chancen im normalen wirtschaftlichen Rahmen.

Chancen

1) Marktposition

Der Markt für Analysesysteme wird sich aufgrund des weiter steigenden Kostendrucks im öffentlichen Krankenhaus- und Laborsektor, begleitet von weiter fallenden Verkaufspreisen, weiter konsolidieren. Dennoch werden wir stets sicherstellen, dass auch künftig nur profitable Geschäfte abgeschlossen werden. Werfen ist im Bereich Labordiagnostik nicht als Generalanbieter der kompletten Labordiagnostik zu sehen, sondern eher als der Spezialist in derzeit fünf Bereichen: Hämostase, Acute Care Diagnostik, Autoimmun, Transfusions- und Transplantdiagnostik. Laut unserer Auffassung sind wir in den ersten drei Segmenten derzeit eine der wohl innovativsten Firmen am Markt und haben uns über die letzten Jahre mit einem wachsenden Marktanteil, etabliert. (Chancenbewertung: M)

2) Breite Produktpallette und Organisationsstruktur

Durch unsere Spezialisierung in den vorgenannten Bereichen verfügen wir über das notwendige Know-how, verbunden mit der entsprechenden praktischen Erfahrung, die es unseren Kunden ermöglicht, optimale Diagnostikkonzepte in ihre tägliche Arbeit integrieren zu können.

Die Produktpalette in den zuvor genannten Bereichen wird stets weiterentwickelt und so stehen uns auch im Jahr 2025 wesentliche Produktneuheiten im Bereich Gerinnung, Blutgas und Autoimmun zur Verfügung. In 2023 haben wir eine strategische Akquisition mit der Firma Immucor getätigt, um unser Produktportfolio in der Transfusions- und Transplantdiagnostik anbieten zu können. Außerdem haben wir in 2017 weitere strategische Akquisitionen der Firma TEM und Accriva getätigt, um unser Produktportfolio in der Gerinnungsdiagnostik weiter auszubauen und somit die Thrombelastometrie sowohl im Labor als auch im Bereich Point of Care anbieten zu können. (Chancenbewertung: L)

3) Qualifikation der Mitarbeiter

Wir sehen es als unsere Aufgabe, unsere Mitarbeiter weiterzuentwickeln und die Organisationsstruktur den neuen Marktstrukturen anzupassen. Um die Fähigkeiten unserer Mitarbeiter im Kommerziellen und Technischen Bereich (bspw. Sales, Marketing, Technischer Service, Systemberatung) weiter auszuprägen und so den Marktentwicklungen Rechnung tragen zu können, werden interne Fortbildungsmaßnahmen regelmäßig durchgeführt. (Chancenbewertung: L)

4) Würdigung der Chancenlage

Andere als die vorgenannten Chancen sind derzeit nicht in Sicht. Die beschriebenen Chancen sind gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert.

13. Ausblick

Die Planung für die kommenden Jahre sieht ein Wachstum von Marktanteilen in den fünf Kernbereichen vor und lässt für die Folgejahre eine positive Ergebnisentwicklung erwarten. In seinen Kernbereichen ist Werfen „der“ Spezialist am Markt und wird auch künftig seinen Kunden ein hochinnovatives Produktportfolio und exzellenten Service und Support liefern können und damit schließlich auch künftiges Wachstum in allen Bereichen sicherstellen.

Für 2025 erwarten wir eine leichte Steigerung der Umsatzerlöse und des Ergebnisses vor Steuern im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024.

Die Beurteilung und Erläuterung der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken erfolgt nach bestem Wissen und Gewissen unter Zugrundelegung der aktuell zur Verfügung stehenden Erkenntnisse über Branchenaussichten, zukünftigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen und Entwicklungstrends sowie deren wesentlichen Einflussfaktoren. Diese Aussichten, Rahmenbedingungen und Trends können sich naturgemäß in Zukunft verändern, ohne dass dies bereits jetzt vorhersehbar ist. Insgesamt können daher die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft und deren Ergebnisse wesentlich von den Prognosen abweichen.

 

München, den 23. April 2025

Israel Garcia Crespo

Lars Kalfhaus

Bilanz zum 31. Dezember 2024

AKTIVA

31.12.2024
EUR
31/12/2023 (nach Abspaltung)
EUR
31.12.2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 733.936,00 880.430,92 381.281,02
2. Geschäfts- oder Firmenwert 78.499,71 109.899,75 109.899,75
812.435,71 990.330,67 491.180,77
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 14.886.592,29 14.106.585,13 11.686.678,53
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 184.252,00 115.184,84 115.184,84
15.070.844,29 14.221.769,97 11.801.863,37
15.883.280,00 15.212.100,64 12.293.044,14
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Waren 4.138.654,59 3.477.345,50 3.030.334,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.280.101,20 5.997.099,11 5.997.099,11
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.281.154,57 6.392.540,38 6.392.540,38
3. Sonstige Vermögensgegenstände 502.639,32 301.157,52 301.157,52
21.063.895,09 12.690.797,01 12.690.797,01
25.202.549,68 16.168.142,51 15.721.131,01
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 171.383,04 136.690,55 136.690,55
41.257.212,72 31.516.933,70 28.150.865,70

PASSIVA

31.12.2024
EUR
31/12/2023 (nach Abspaltung)
EUR
31.12.2023
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 255.645,94 255.645,94 255.645,94
II. Kapitalrücklage 25.390.053,15 25.390.053,15 22.023.985,15
III. Verlustvortrag -2.436.944,51 -4.176.454,51 -4.176.454,51
IV. Jahresüberschuss 2.334.324,79 1.739.510,00 1.739.510,00
25.543.079,37 23.208.754,58 19.842.686,58
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 1.147.893,44 471.776,66 471.776,66
2. Sonstige Rückstellungen 2.079.313,95 1.767.174,08 1.767.174,08
3.227.207,39 2.238.950,74 2.238.950,74
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 397.489,97 132.481,44 132.481,44
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.620.997,05 3.947.180,93 3.947.180,93
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.472.376,28 1.569.004,84 1.569.004,84
- davon aus Steuern: EUR 1.165.538,66 (Vorjahr: EUR 1.070.348,36)
11.490.863,30 5.648.667,21 5.648.667,21
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 996.062,66 420.561,17 420.561,17
41.257.212,72 31.516.933,70 28.150.865,70

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

2024
EUR
2023 Pro-Forma*
EUR
2023
EUR
1. Umsatzerlöse 74.397.673,59 72.902.932,61 59.348.704,21
2. Sonstige betriebliche Erträge 565.962,06 660.717,43 557.402,53
davon aus der Währungsumrechnung EUR 0,00 (Vorjahr EUR 86,86)
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren 39.872.780,23 38.157.476,70 31.556.763,49
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 14.342.893,87 15.463.145,54 12.191.359,20
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.487.483,78 2.371.239,92 1.811.364,06
davon für Altersversorgung EUR 142.633,56 (Vorjahr EUR 102.676,94)
16.830.377,65 17.834.385,45 14.002.723,26
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.771.645,27 4.901.475,94 4.313.248,94
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.569.460,20 9.309.685,98 7.368.858,95
davon aus der Währungsumrechnung EUR 516,27 (Vorjahr EUR 121,82)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 573.593,71 205.349,73 44.651,97
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 573.593,71 (Vorjahr: EUR 44.651,97)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 709,31 10.651,29 10.651,29
davon an verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 10.651,29)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.157.931,91 1.302.996,47 959.002,78
10. Ergebnis nach Steuern 2.334.324,79 2.252.327,94 1.739.510,00
11. Jahresüberschuss 2.334.324,79 2.252.327,94 1.739.510,00

* Pro-Forma Zahlen unter Berücksichtigung der durch Abspaltung erfolgten Geschäftseinbringung

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024

Allgemeine Erläuterungen

Die Werfen GmbH hat ihren Sitz in München und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (HR B-Nr. 75400). Der Jahresabschluss der Werfen GmbH wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Werfen GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unverändert gegenüber dem Vorjahr. Der Jahresabschluss wird unter den Prämissen der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Wesentliche Geschäftsvorfälle

Mit Datum vom 10. Juni 2024 und mit Wirkung zum 1. Januar 2024 hat die Gesellschaft mit der Immucor Medizinische Diagnostik GmbH einen Spaltungs- und Übernahmevertrag unterschrieben. Der Vertrag sieht vor, dass der Geschäftsbereich Transfusions- und Transplantationsdiagnostik Deutschland an die Gesellschaft durch Abspaltung übertragen wird.

Für eine angemessene Nachvollziehbarkeit der Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurde die Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung um eine dritte Spalte ergänzt. Die dritte Spalte in der Bilanz zum 1. Januar 2024 zeigt die übernommenen Vermögenswerte und Schulden. In der Gewinn- und Verlustrechnung 2023 wird der Effekt des übertragenen Geschäftsbetriebs dargestellt, um die Ertrags- und Aufwandsstrukturen dieses Geschäftsbereichs inkl. dem bestehenden Geschäftsbetriebs für das gesamte Geschäftsjahr 2023 abzubilden.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden gemäß § 253 Abs. 3 HGB zu ihren Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden planmäßig und unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode ermittelt. Selbständig nutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- und Herstellungskosten bis EUR 250 werden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit einem Zugangswert über EUR 250 bis EUR 1.000 werden in einen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzliche außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung vorgenommen. Geleistete Anzahlungen werden jeweils zu ihren Nominalwerten angesetzt.

Als Geschäfts- oder Firmenwert wurde der Unterschiedsbetrag angesetzt, um den die Gegenleistung der Wert der einzelnen Vermögensgegenstände abzüglich der Schulden im Zeitpunkt der Übernahme übersteigt. Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten des Geschäfts- und Firmenwertes. Diese repräsentieren insbesondere das „Know-how“ (Mitarbeiter, Prozesse), die in Rahmen des Erwerbs des Geschäftsbetriebes übernommen wurden.

Die Abschreibungsdauer kann wie folgt klassifiziert werden:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 5
Geschäfts- oder Firmenwert 10
Technische Anlagen und Maschinen 3 - 5
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 20

Vorratsvermögen

Waren werden zu Anschaffungskosten oder sofern erforderlich zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Für schwergängige Bestände werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine Pauschalwertberichtigung von 0,5 % berücksichtigt. Sind die Gründe für die Vornahme einer in der Vergangenheit berücksichtigten Wertberichtigung weggefallen, ist diese Wertberichtigung aufzulösen (Wertaufholung).

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Innerhalb des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit diese Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist zu Nennwerten bilanziert und ist voll eingezahlt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Innerhalb des passiven Rechnungsabgrenzungspostens sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit diese Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls gültigen Brief- bzw. Geldkurs umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Latente Steuern

Latente Steuerforderungen beruhen auf unterschiedlichen Bewertungssätzen des Geschäfts- oder Firmenwerts sowie sonstiger Rückstellungen. Die Bewertung erfolgt mit einem Steuersatz von 32,98%.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden mit dem Gefahrenübergang an den Kunden erfasst. Sie werden nach Abzug von Rabatten und Preisnachlässen ausgewiesen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Bezüglich der Zusammensetzung des Sachanlagevermögens und dessen Entwicklung im Geschäftsjahr verweisen wir auf den Anlagenspiegel.

Bei den technischen Anlagen und Maschinen handelt es sich im Wesentlichen um medizinische Geräte, die an Kunden verliehen werden.

Vorratsvermögen

Zum Stichtag weist die Gesellschaft einen Warenbestand in Höhe von TEUR 4.139 (Vorjahr: TEUR 3.030). Hierin enthalten sind die Wertberichtigungen für schwergängige Bestände in Höhe von TEUR 403 (Vorjahr: TEUR 353).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 1.967 (Vorjahr: TEUR 782) sowie aus dem Cash-Pool Effekt in Höhe von TEUR 9.314 (Vorjahr: TEUR 5.611).

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten belaufen sich auf insgesamt TEUR 171 (Vorjahr: TEUR 137).

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede zu den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aufgrund eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt DM 500.000,00; ausgewiesen wird der in Euro umgerechnete Betrag von EUR 255.645,94.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12. 2024
TEUR
31.12. 2023
TEUR
Personalbezogenen Rückstellungen 1.358 1.265
Rückstellung für ausstehende Rechnungen 588 399
Rückstellung Verpflichtungen aus Garantieleistungen 133 103
Sonstige Rückstellungen Gesamt 2.079 1.767

Verbindlich keiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen. Sie beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter Instrumentation Laboratory S.p.A., Mailand, Italien, in Höhe von TEUR 6.850 (Vorjahr: TEUR 3.447).

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.472 (Vorjahr: TEUR 1.569) betreffen im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 869 (Vorjahr: TEUR 807) und Lohnsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 297 (Vorjahr: 263).

Alle Verbindlichkeiten haben im Geschäftsjahr und im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen setzen sich wie folgt zusammen:

2024
TEUR
2023
TEUR
Geräte 5.543 6.142
Reagenzien & Verbrauchsmaterialien 65.337 50.948
Service 3.512 2.259
Übrige 6 0
Umsatzerlöse Gesamt 74.398 59.349

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen erfolgt aufgrund einer abweichend internen Steuerung in einer neuen Struktur.

Die Umsatzerlöse entfielen vollumfänglich im Inland (Deutschland).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen im Wesentlichen aus Erträgen im Rahmen der PKW-Überlassung (Versteuerung von Sachbezügen) in Höhe von TEUR 494 (Vorjahr: TEUR 443).

Materialaufwand

Der Materialaufwand besteht ausschließlich aus Aufwendungen für bezogene Waren. Im Geschäftsjahr 2024 beträgt der Wert insgesamt TEUR 39.873 (Vorjahr: TEUR 31.557). Aufgrund Retouren, veralteter Lagerware wurde eine Wertberichtigung in Höhe von TEUR 131 (Vorjahr: TEUR 10) durchgeführt. Die Materialaufwandsquote beläuft sich im Geschäftsjahr auf 54% (Vorjahr: 53%). Die Veränderung der Materialaufwandsquote steht im Zusammenhang mit einem veränderten Produktmix beim Absatz von Produkten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Konzernumlagen mit TEUR 3.950 (Vorjahr: TEUR 3.037), Beratungskosten, Reisekosten und sonstigen Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.433 (Vorjahr: TEUR 3.168) und aus Aufwendungen für Wartung TEUR 314 (Vorjahr: TEUR 304) und Leasing TEUR 872 (Vorjahr: TEUR 859).

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Es liegen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 50) vor. Im Jahr 2024 sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 10 entstanden (Vorjahr: TEUR 0).

Zinsen

Die „Zinsen und ähnliche Erträge“ ebenso wie die „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“ entfallen fast ausschließlich auf Zinserträge und -aufwendungen aus Cash-Pooling und stellen somit Erträge von TEUR 574 (Vorjahr: TEUR 45) und Aufwendungen von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 11) gegenüber verbundenen Unternehmen dar.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Im Dezember 2021 veröffentlichte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) Modellregelungen zur Einführung einer globalen Mindestbesteuerung. In Deutschland wurde die Pillar 2-Gesetzgebung im Dezember 2023 beschlossen und tritt ab dem 1. Januar 2024 in Kraft. Werfen fällt in den Anwendungsbereich der OECD-Pillar 2-Modellregelungen.

Auf die Werfen GmbH wird zukünftig grundsätzlich keine Steuermehrbelastung aus der nationalen Ergänzungssteuer entfallen, da sie weder oberste Muttergesellschaft noch Gruppenträgerin der Mindeststeuergruppe im Sinne der § 3 MinStG ist.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 1.227 (Vorjahr: TEUR 852). Die finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen und Leasingverträgen weisen dabei folgende Fälligkeit auf:

davon fällig 2025: TEUR 621

davon fällig 2026 bis 2028: TEUR 606

Haftungsverhältnisse

Die Werfen S.A., Barcelona, Spanien, schloss am 23. Juli 2021 mit bestimmten Banken einen Kreditrahmenvertrag zu über einen Höchstbetrag von 250 Millionen Euro. Am 7. Juli 2021 wurde vereinbart, dass bestimmte Werfen Unternehmen, unter anderem auch Werfen GmbH, als Sicherungsgeber für diesen Kredit auftreten, um die Zahlungsverpflichtungen der Muttergesellschaft gegenüber den Finanzinstituten zu garantieren. Am 9. Februar 2023 wurde ein Nachtrag zu dieser Vereinbarung unterzeichnet, mit dem die Kreditlinie um weitere 50 Millionen auf insgesamt 300 Millionen erhöht wurde. Zum 31. Dezember 2024 besteht keine Inanspruchnahme aus dieser Kreditlinie. Aufgrund der stabilen wirtschaftlichen Lage der gesamten Gruppe wird mit einer Inanspruchnahme nicht gerechnet.

Werfen S.A., Barcelona, Spanien, schloss am 18. November 2022 mit vier Banken einen Darlehensvertrag zu über einen Höchstbetrag von 1,89 Mrd. Euro. Das komplette Darlehen wurde am Anfang 2023 abgerufen, um die Akquisition der Immucor Group zu finanzieren. Es wurde vereinbart, dass bestimmte Werfen Unternehmen, unter anderem auch Werfen GmbH, als Sicherungsgeber für das Darlehen auftreten, um die Zahlungsverpflichtungen der Muttergesellschaft gegenüber den Finanzinstituten zu garantieren. Zum 31. Dezember 2024 besteht hinsichtlich des Darlehens Haftungsverhältnis in Höhe von 0 EUR. Aufgrund der stabilen wirtschaftlichen Lage der gesamten Gruppe wird mit einer Inanspruchnahme nicht gerechnet.

Abschlussprüferhonorar

Das Abschlussprüferhonorar einschließlich Auslagenersatz beinhaltet folgende Leistungen:

2024
TEUR
2023
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 62 58

Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsjahr 2024 136 Arbeitnehmer bei der Gesellschaft beschäftigt, davon 22 in Verwaltung und 114 in Vertrieb/Service (Vorjahr: 121 Arbeitnehmer, davon 19 Verwaltung und 102 Vertrieb/Service).

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

 

Israel Garcia Crespo, München, Deutschland, Geschäftsführer Deutschland und Österreich

 

Lars Kalfhaus, Barcelona, Spanien, Geschäftsführer Deutschland und Österreich sowie Vicepresident für die Region Europa

Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung werden aufgrund der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB nicht offengelegt.

Konzern- und Beteiligungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Werfen Italy Investments Sr.l, Mailand, Italien, die ihrerseits zum Konzernverbund der Werfen S.A., Barcelona, Spanien, gehört.

Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen zu Werfen S.A., Barcelona, Spanien, und ihren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. Die Werfen Italy Investments Sr.l, Mailand, Italien, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen. Die Werfen S.A., Barcelona, Spanien, erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen. Der Konzernabschluss der Werfen S.A., Barcelona, Spanien, ist beim Registro Mercantil Barcelona erhältlich.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, dass der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.334 (Vorjahr: TEUR 1.740) in voller Höhe mit dem Verlustvortag verrechnet wird.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

München, 23. April 2025

Israel Garcia Crespo

Lars Kalfhaus

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

- Anlage zum Anhang -

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2024
EUR
Zugänge
EUR
Zugänge aus Spaltung
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.271.601,47 9.400,00 767.922,84 0,00 2.048.924,31
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.048.331,46 0,00 0,00 0,00 1.048.331,46
2.319.932,93 9.400,00 767.922,84 0,00 3.097.255,77
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 43.250.881,24 6.907.968,50 4.378.615,87 3.067.013,45 51.470.452,16
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.075.947,57 114.941,23 95.286,06 49.747,25 1.236.427,61
44.326.828,81 7.022.909,73 4.473.901,93 3.116.760,70 52.706.879,77
46.646.761,74 7.032.309,73 5.241.824,77 3.116.760,70 55.804.135,54
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2024
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zugänge aus Spaltung
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 890.320,45 155.894,92 268.772,94 0,00 1.314.988,31
2. Geschäfts- oder Firmenwert 938.431,71 31.400,04 0,00 0,00 969.831,75
1.828.752,16 187.294,96 268.772,94 0,00 2.284.820,06
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 31.564.202,71 5.489.517,86 1.958.709,27 2.428.569,97 36.583.859,87
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 960.762,73 94.832,45 45.911,73 49.331,30 1.052.175,61
32.524.965,44 5.584.350,31 2.004.621,00 2.477.901,27 37.636.035,48
34.353.717,60 5.771.645,27 2.273.393,94 2.477.901,27 39.920.855,54
Buchwerte
Stand 31.12.2024
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 733.936,00 381.281,02
2. Geschäfts- oder Firmenwert 78.499,71 109.899,75
812.435,71 491.180,77
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 14.886.592,29 11.686.678,53
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 184.252,00 115.184,84
15.070.844,29 11.801.863,37
15.883.280,00 12.293.044,14

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Werfen GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Werfen GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Werfen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 23. April 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian König, Wirtschaftsprüfer

ppa. Andreas Sulzer, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2024 wurde am 11.07.2025 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

60 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.