Evangelisches Hilfswerk gGmbH
Selbe AdresseAmbulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Schröder seit 8.4.2025 | Geschäftsführer |
Sarah-Kristin Eickert seit 20.3.2023 | Prokura |
Jörn Henning seit 10.7.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Stiftung Johannesstift | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Johanneswerk proService gGmbHBielefeldJahresabschluss zum 31. Dezember 2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Organisatorische und rechtliche Struktur Am 09. Dezember 2002 wurde die Johanneswerk proService gGmbH (im Folgenden kurz "proService") als Gesellschaft mit beschränkter Haftung in das Handelsregister Bielefeld unter der Nummer HRB 37650 eingetragen. Mit Eintragung vom 22.12.2022 ist die Gesellschaft mit Wirkung zum 01.01.2023 in eine gemeinnützige Gesellschaft umgewidmet worden. Im Zuge dessen wurde im Berichtsjahr eine Namensänderung der Gesellschaft von ehemals "proService Gesellschaft für Verwaltungs- und Serviceleistungen im sozialen Bereich mbH" zu "Johanneswerk proService gGmbH" beschlossen (Eintragung vom 22.09.2023). Die Evangelisches Johanneswerk gGmbH ist die alleinige Gesellschafterin der proService. 1.2 Darstellung der Geschäftstätigkeit Die proService handelt im wirtschaftlichen Interesse der Ev. Johanneswerk gGmbH und erbringt als sogenannte Servicegesellschaft größtenteils für die gesamte Unternehmensgruppe Lieferungen und Leistungen organisatorischer, wirtschaftlicher, administrativer und technischer Art zuzüglich der Lieferung von Medien wie beispielsweise Strom. Das Leistungsspektrum der Unternehmensgruppe konzentriert sich insgesamt im Kern auf die Sozial- und Gesundheitswirtschaft. Im Vordergrund stehen dabei im Wesentlichen die Bereiche Altenhilfe, Teilhabe sowie der auf psychosomatische, psychotherapeutische und psychiatrische Medizin spezialisierte Bereich der seelischen Gesundheit. Im Folgenden werden die einzelnen Geschäftsbereiche der Johanneswerk proService gGmbH näher skizziert. Allgemeine Verwaltung Die Leistungen in der Allgemeinen Verwaltung umfassen insbesondere das Forderungs- und Mobilitätsmanagement sowie die Postverteilung. Das Mobilitätsmanagement beinhaltet dabei die Entwicklung und Gestaltung von Rahmenbedingungen und Maßnahmen für Mitarbeitende und Kund*innen zu den Themen wie Parken, Anreisen und Dienstreisen. Darunter fallen auch Tätigkeiten wie beispielsweise die Parkraumbewirtschaftung und die Verwaltung der Jobtickets mit vorwiegend organisatorischen und administrativen Aufgaben. Personalwesen Der personalService der proService übernimmt sämtliche Aufgaben der Personalverwaltung und der Lohn- und Gehaltsabrechnung bis hin zur Abwicklung aller Meldungen für Steuer- und Sozialversicherungsangelegenheiten. Die Leistungen werden für alle Personalfälle in der Diakonischen Unternehmensgruppe Johanneswerk aber auch für Mandant*innen außerhalb des Konzernverbundes erbracht. Finanzwesen Der finanzService gliedert sich in die Bereiche Leistungsabrechnung und Rechnungswesen. Das Leistungsangebot des Teams Rechnungswesen erstreckt sich von der Finanz- und Anlagenbuchhaltung bis zur Vorbereitung der Jahres- bzw. Konzernabschlüsse für die Gesellschaften der Unternehmensgruppe. Das Team der Leistungsabrechnung übernimmt die gesamte Abrechnung von erbrachten Leistungen in den Einrichtungen des Johanneswerks, angefangen bei der Rechnungserstellung bis hin zum außergerichtlichen Mahnwesen. Die taggenaue Abrechnung von ambulant erbrachten Leistungen gehört ebenfalls zum Leistungsspektrum der proService. Immobilienwesen immobilienService und Malerei Der Schwerpunkt des immobilienServices liegt in der Betreuung sämtlicher Gebäude und Liegenschaften der Diakonischen Unternehmensgruppe Johanneswerk. So unterstützt das Architektenteam der proService insbesondere bei der Planung, Ausschreibung, Vergabe und Errichtung von Neu- und Ersatzbauten in den Geschäftsfeldern des Konzerns. Zum Leistungsspektrum der Malerei gehören die Raum- und Fassadengestaltung, Tapezier- und Dekorationsarbeiten, Wärme- und Innendämmung sowie die Beschichtung von Böden oder Verlegung von Bodenbelägen. Hausverwaltung Die Hausverwaltung befasst sich schwerpunktmäßig mit der Bewirtschaftung sowie der An- und Vermietung sämtlicher Wohnimmobilien der Unternehmensgruppe. Dabei werden sämtliche Leistungen der kaufmännischen und haustechnischen Verwaltung erbracht. Darüber hinaus ist die Hausverwaltung in der Wohnungseigentums- und Mietverwaltung für externe Kunden tätig und begleitet Transaktionen von Wohnimmobilien im Rahmen der Maklertätigkeit. Energiemanagement Das Energiemanagement fungiert als Lieferant von Strom, Gas und Fernwärme insbesondere für die Gesellschaften der Unternehmensgruppe. Darüber hinaus erfolgt die Beratung zu unterschiedlichen Themen der Energieversorgung, primär betreffend die Planung, Umsetzung und Finanzierung von Projekten zur Energie- und Medienversorgung sowie zu Energieeffizienzmaßnahmen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Lage In dem weiterhin krisengeprägten wirtschaftlichen Umfeld konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 nicht weiter von der coronabedingten Rezession des Jahres 2020 erholen. So sank das im Berichtsjahr nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % Prozent gegenüber dem Vorjahr. Verantwortlich dafür waren einerseits der durch die hohen - wenn auch rückläufigen - Inflationsraten verursachte allgemeine Nachfragerückgang sowie andererseits der infolge der inflatorischen Entwicklung initiierte Leitzinsanstieg durch die Europäische Zentralbank, welcher die Finanzierungstätigkeit hemmte. Weitere dämpfende Effekte bestanden in der relativ geringen Wachstumsdynamik der weltweiten Konjunktur sowie der weiterhin bestehenden und global wirkenden geopolitischen Konflikte. Analog zu der Entwicklung der Wirtschaftsleistung entwickelten sich auch die Arbeitsmarktverhältnisse leicht negativ. So lag die Arbeitslosenquote mit 5,7 % leicht oberhalb des Vorjahreswerts (5,3%). Branchenbezogene Entwicklungen Aufgrund der kontinuierlich steigenden Lebenserwartung bei gleichzeitig anhaltend niedriger Geburtenrate kommt es zu einer zunehmenden Alterung der Gesellschaft, die durch die sogenannten geburtenstarken Jahrgänge in naher Zukunft an Dynamik gewinnt. Schätzungen des Statistischen Bundesamtes gehen davon aus, dass die Bevölkerungsgruppe ab 65 Jahren weiter stark zunehmen und im Laufe der nächsten Jahrzehnte bereits etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung ausmachen könne. Allein durch diese demographischen Effekte stellen die Märkte rund um die Gesundheits- und Sozialbranche nahezu ausnahmslos Wachstumsmärkte dar. Dies lässt nicht nur eine weiterhin steigende Nachfrage nach den direkten Dienstleistungen dieser Märkte erwarten, sondern geht implizit auch mit einem zunehmenden Bedarf an darauf ausgerichteten administrativen Unterstützungsleistungen entsprechend beispielsweise des Dienstleistungsportfolios der proService einher. Die Leistungen im Bereich des Finanz- und Personalwesens sind dabei in besonderem Maße durch den digitalen Strukturwandel gekennzeichnet, der wiederum durch die Corona-Pandemie zusätzlich beschleunigt wurde. Die Realisierung von Effizienz- und damit letztendlich Wettbewerbsvorteilen durch die Automatisierung bis dato analoger und manueller Prozesse prägen aktuell die strategische Ausrichtung in diesen Leistungsbereichen. Weiterhin charakteristisch für die Gesundheits- und Sozialbranche ist eine anhaltend hohe Bauaktivität. Diese umfasst in Reaktion auf die demographiebedingt steigende Nachfrage einerseits den Neubau von Einrichtungen sowie andererseits den Umbau und die Modernisierung von Bestandseinrichtungen. Neben allgemeinen Modernisierungsbedarfen spielen in diesem Zusammenhang auch gesetzliche Anforderungen an die bauliche Ausstattung von Pflegeheimen wie bspw. durch das Wohn- und Teilhabegesetz NRW eine wesentliche Rolle. Die im Zuge der Corona-Krise sowie des Kriegs Russlands gegen die Ukraine entstandenen Lieferkettenprobleme haben sich wieder entspannt, so dass sich auch wieder die Versorgung mit Baumaterialien verbessert hat. Die Preise für Baumaterialien bleiben im Berichtsjahr zu einem großen Teil jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Energiepreise sind wieder deutlich gesunken, liegen aber nach wie vor über dem Niveau vor der Energiekriese 2022. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das Dienstleistungsportfolio der proService auf einen Zielmarkt ausgerichtet ist, der ein steigendes Marktvolumen aufweist. Anderseits bestehen in den verschiedenen Leistungsbereichen unterschiedliche Herausforderungen, angefangen von Prozessautomatisierungen bspw. im Finanz- und Personalwesen bis hin zu einer nach wie vor bestehenden Ressourcenknappheit bezogen auf den Personal-, Material- sowie den Energiebedarf. 2.2 Geschäftsverlauf 2.2.1 Vermögens- und Finanzlage Vermögenslage Das Anlagevermögen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf T€ 1.854 (VJ: T€ 1.846), wobei die Sachanlagen mit T€ 1.845 (VJ: T€ 1.831) den umfangreichsten Anlageposten darstellen. Das Sachanlagevermögen wird betragsmäßig wiederum zu einem großen Teil von den insbesondere in den letzten Jahren aktivierten Blockheizkraftwerken und Heizungsanlagen determiniert. Mit einem Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen in Höhe von knapp 45,00 % ist fast die Hälfte des Gesellschaftskapitals im Anlagevermögen gebunden. Die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens setzten sich aus dem Vorratsvermögen (T€ 40), den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (T€ 1.252) sowie den liquiden Mitteln (T€ 627) zusammen. In dem zu verzeichnenden Anstieg des Umlaufvermögens um T€ 293 gegenüber der Vorperiode spiegeln sich vor allem gestiegene Forderungen im Konzernverbund wider. Die liquiden Mittel des Umlaufvermögens betragen zum Bilanzstichtag T€ 627 und liegen damit um T€ 13 geringfügig über dem Vorjahreswert. Das Eigenkapital der proService beläuft sich zum Abschluss des Berichtsjahres auf insgesamt T€ 276 (VJ: T€ 294) und setzt sich aus dem Gezeichneten Kapital (T€ 225), einem Gewinnvortrag in Höhe von T€ 69 sowie einem Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 17 zusammen. Die Eigenkapitalquote errechnet sich am Abschlussstichtag zu 6,7 % und liegt damit geringfügig unter derjenigen des Vorjahres. Unter Berücksichtigung von Sonderposten beträgt das wirtschaftliche Eigenkapital zum Bilanzstichtag 2023 7,5 % und bewegt sich damit ebenfalls leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Rückstellungen werden im Wesentlichen determiniert durch die dort subsummierten Rückstellungen für nicht in Anspruch genommene Urlaubstage (T€ 85), für geleistete Mehrarbeit (T€ 222) sowie für Jubiläen (T€ 48) und die tariflich verankerten Jahressonderzahlungen (T€ 321). Insgesamt sind die Rückstellungen der Gesellschaft gegenüber der Vorperiode um T€ 140 angestiegen. Mit einem Volumen in Höhe von T€ 2.932 übersteigen die Verbindlichkeiten den Vorjahreswert um T€ 158. Ein Zuwachs ist insbesondere bei den innerkonzernlichen Verbindlichkeiten gegenüber der Stiftung Johannesstift als Steuerschuldner der umsatzsteuerlicher Organschaft zu konstatieren. Dies liegt unter anderem darin begründet, dass bei den hohen Einkaufsvolumina des Energiebereichs die sog. "Umkehr der Steuerschuld" greift. Finanzlage Die Liquiditätslage der proService weist zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres eine Unterdeckung von T€ 1.139 aus. Das kurzfristig realisierbare Schuldendeckungspotenzial reicht demnach nicht aus, um das kurzfristige Fremdkapital vollständig abzudecken. Die Liquiditätsgrade I und II stellen sich zum 31.12.2023 wie folgt dar:
Trotz rechnerischer Unterdeckung in den Liquiditätsgraden, die durch die kurzfristig finanzierten Investitionen der letzten Jahre geprägt sind, konnte die Gesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen zu jedem Zeitpunkt nachkommen. 2.2.2 Ertragslage Die Umsatzerlöse belaufen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt T€ 17.466 und verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Geschäftsbereiche:
Gegenüber dem Vorjahr erzielt die Gesellschaft ein Umsatzwachstum in Höhe von T€ 2.057 bzw. 13,3 %. Die Umsatzerlöse im Bereich personalService sind um T€ 576 auf T€ 2.915 gestiegen, worin sich im Wesentlichen die Gewinnung von externen Kunden widerspiegelt. Der immobilienService konnte seine Umsatzerlöse von T€ 1.179 auf T€ 1.231 steigern, da in der Unternehmensgruppe weiterhin ein erhöhter Bedarf hinsichtlich der Begleitung von Bauprojekten zu verzeichnen war. Ein weiterer Anstieg von T€ 5.157 auf T€ 5.774 ist im Bereich Energiemanagement zu konstatieren, welcher in der Anbindung weiterer Lieferstellen begründet liegt. Mit T€ 8.769 stellen die Personalaufwendungen den größten Aufwandsposten der proService dar. Gegenüber dem Vorjahr liegt ein Mehraufwand in Höhe von T€ 1.432 und damit von über 19,5 % vor. Diese Veränderung ist im Wesentlichen auf eine tarifliche Steigerung von 5,20 % ab dem 01.01.2023 sowie auf Neueinstellungen zur Reduzierung des Bedarfs an fremden Honorarkräften zurückzuführen. Die Anzahl der durchschnittlichen Vollzeitstellen beläuft sich im Berichtsjahr auf 126,31 und stellt im Vergleich zum Vorjahr eine Mehrung von durchschnittlich 13,05 Stellen dar. Insgesamt waren zum Abschlussstichtag 147 Mitarbeitende (VJ: 131 Mitarbeitende) in der Gesellschaft beschäftigt. Der Materialaufwand setzt sich aus den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Leistungen zusammen. Die Materialaufwendungen liegen mit T€ 7.276 über dem Vorjahresniveau (VJ: T€ 6.327). Hierbei entfallen T€ 5.350 auf Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, wobei der Stromeinkauf die weitaus größte Position darstellt. Insgesamt ergibt sich im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 17 (Vorjahr: Jahresüberschuss i.H.v. T€ 82). Verantwortlich für die Abweichung von der im Vorjahr getroffenen Ergebnisprognose sind neben über den Erwartungen liegende Personalaufwendungen insbesondere unerwartet hohe Implementierungskosten einer neuen Personalwirtschafts-Software seitens des personalServices. 2.2.3 Gesamtaussage Die Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens ist stabil und solide. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Im Rahmen ihrer Ergebnisprognose für das Wirtschaftsjahr 2024 erwartet die Geschäftsführung ein deutlich positives Geschäftsergebnis. Die erwartete Verbesserung gegenüber dem Vorjahr basiert unter anderem darauf, dass sich die Belastungen des Geschäftsbereichs personalService durch die Implementierung der neuen Abrechnungssoftware aufgrund der inzwischen bereits weit fortgeschrittenen Integration zunehmend reduzieren und gleichzeitig Erlöszuwächse in diesem Geschäftsfeld abzusehen sind. Korrespondierend dazu zeichnet sich im Rahmen der Liquiditätsplanung für das Jahr 2024 ein deutlich positiver Cashflow ab, auch aufgrund von geringeren kurzfristig finanzierten Investitionen. Auf der Grundlage der ersten Hochrechnung des Jahres 2024 bestätigt sich das geplante positive Ergebnis. So leitet sich hieraus bereits ein positiver Cash-Flow ab. Grundlage der Ergebnisprognose bildet der im Berichtsjahr erstellte Wirtschaftsplan für das folgende Geschäftsjahr, in welchem insbesondere nachstehende Annahmen getroffen wurden: Im Bereich der Personalkosten wird für die zweite Jahreshälfte 2024 eine tarifliche Steigerung in Höhe von 5,2 % (gem. Tariferhöhung AVR DD) zuzüglich der ratierlichen Auszahlung der Inflationsausgleichprämie in Höhe insgesamt T€ 3 pro Mitarbeitendem angenommen. Für die Sachkosten wird eine Preissteigerung in Höhe von 5,0 % erwartet, wobei in Bezug auf die Preisentwicklung im Energiebereich von Preissteigerungen bis zu 15,0 % ausgegangen wird. Erlösseitig wird je nach Geschäftsfeld mit Preissteigerungen zwischen 5,0 % und 8,0 % zuzüglich teilweiser Leistungserweiterungen gerechnet. 3.2 Chancen- und Risikobericht 3.2.1 Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken Der Zielmarkt der proService richtet sich insbesondere auf die Marktsegmente der Sozial- und Gesundheitswirtschaft, welche aufgrund der demographiebedingt zunehmenden Alterung der Gesellschaft ein steigendes Marktvolumen aufweisen und allenfalls indirekt konjunkturellen Einflüssen unterliegen. Indirekte Einflussfaktoren wie allgemeine oder branchenspezifische Preisentwicklungen oder die Stabilität von Lieferketten können jedoch die Steuerung der Geschäftstätigkeit in den entsprechenden Geschäftsfeldern durchaus maßgeblich beeinflussen. So bergen die anhaltenden globalen Krisen und damit zusammenhängenden geo- und wirtschaftspolitische Entwicklungen aktuell nach wie vor Risiken wie kurzfristige Preisanstiege oder Materialengpässe. In Bezug auf die allgemeine Inflation versprechen Prognosen aktuell zumindest jedoch eine deutliche Entspannung. Insgesamt werden Risiken im Zusammenhang mit gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen aus Sicht der Geschäftsführung infolgedessen zwar derzeit als eher gering bewertet, mittelfristig sind jedoch die gesamtgesellschaftlichen und politischen Entwicklungslinien in den sozialen Sicherungssystemen und deren unmittelbare Einflüsse auf die Unternehmensgruppe Johanneswerk weiterhin aufmerksam zu beobachten. 3.2.2 Branchen- und gesellschaftsspezifische Chancen und Risiken Als wesentliche Chance im Hinblick auf die Geschäftstätigkeit der proService bewertet die Geschäftsführung die Einbindung der Gesellschaft in die Unternehmensgruppe Johanneswerk, da sich diese mit ihren Kerngeschäftsfeldern in einem bisher relativ krisensicheren und durch kontinuierliches Wachstum gekennzeichneten Marktumfeld bewegt. Auch wenn die Zahl der Insolvenzen in der nordrhein-westfälischen Pflegebranche in der jüngeren Vergangenheit bedeutend angestiegen ist, so können große Träger die aktuellen Herausforderungen beispielsweise in Form stark ansteigender Personalkosten noch weitestgehend bewältigen. Für die proService ist damit ein relativ hohes Maß an wirtschaftlicher Stabilität und Planungssicherheit verbunden. Die ausschließliche Fokussierung auf administrative Unterstützungsleistungen in der Sozialwirtschaft birgt weiterhin die Chance, die entsprechenden Dienstleistungen mit einen hohen Professionalisierungsgrad anzubieten, so dass auch immer die Möglichkeit besteht, Wettbewerbsvorteile zu generieren und weitere Mandanten außerhalb der Unternehmensgruppe zu gewinnen. So wird insbesondere auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen in Phasen steigenden Wettbewerbs- und Optimierungsdrucks u.a. die Auslagerung von Aufgaben oder Prozessen häufig als strategische Option bewertet, woraus Wachstumspotenziale für die Gesellschaft entstehen. Das Marktumfeld der Sozial- und Gesundheitsbranche unterliegt weniger konjunkturellen Einflüssen, wird dafür aber teilweise erheblich von rechtlichen und regulatorischen Änderungen beeinflusst. In diesem Kontext beispielhaft zu erwähnen sind etwa die Definition von Anforderungen an die bauliche Ausstattung von Pflegeeinrichtungen sowie zunehmend auch energetische Vorgaben. So hat die Bundesregierung mit der Änderung des Klimaschutzgesetzes das Ziel verankert, bis zum Jahr 2045 klimaneutral sein. Die Diakonie in Deutschland verschärft diese Klimaschutzvorgaben und fordert Treibhausgasneutralität bereits ab dem Jahr 2035, wodurch in den kommenden Jahren teilweise erhebliche Investitionen in Immobilien erforderlich sein werden. Für die Sozial- und Gesundheitsbranche stellen diese Vorgaben ein hohes finanzielles Risiko dar. Aus Sicht der proService gehen diese Entwicklungen jedoch mit der Chance einer weiterhin hohen und darüber hinaus zunehmenden Nachfrage nach immobilienbezogenen Dienstleistungen sowie Energiedienstleistungen einher. Mittelfristig ist auch die proService mit dem Risiko konfrontiert, den internen Personalbedarf nicht mehr decken zu können. So nimmt der Mangel an qualifiziertem Personal seit Jahren zu und zeichnet sich mittlerweile nicht mehr nur im Gesundheitswesen, der IT-Branche sowie den MINT-Berufen ab, sondern dehnt sich zunehmend auch auf das Handwerk und Architekten sowie auf kaufmännische Berufsfelder aus. Die Geschäftsführung bewertet das Personalrisiko als zu beobachtendes Unternehmensrisiko insbesondere der kommenden Jahre und räumt den entgegenwirkenden Maßnahmen eine entsprechend hohe Priorität ein. Aufgrund des aktiven Personalmanagements und einem derzeit weitgehend gedeckten Personalbedarf werden die Risiken im Bereich Personal aktuell allerdings noch nicht als wesentlich eingestuft. Unternehmensinterne Risiken bestehen darüber hinaus grundsätzlich durch die komplexen Herausforderungen im Zusammenhang mit sämtlichen Aufgaben der Unternehmenssteuerung. Die Geschäftsführung managt diese Steuerungsrisiken mithilfe eines funktionsfähigen Risikomanagements als integralem Bestandteil der Geschäftsführung. So bilden eine umfassende Wirtschaftsplanung mit monatlicher Ergebniskontrolle und rollierender Anpassung der Einflussfaktoren zusammen mit einem differenzierten kennzahlengestützten Berichtswesen die Basis für eine effiziente Steuerung sämtlicher Unternehmensaktivitäten. Planungs-, Berichts- und Steuerungsinstrumente werden dabei aus einem Management-Informationssystem generiert, welches eine zeitgerechte und valide Informationsbereitstellung garantiert. Darüber hinaus erfolgt engmaschig die Aufbereitung der jeweils aktuellen Liquiditätssituation. Potenzielle Fehlentwicklungen oder Schwachstellen können dadurch rechtzeitig identifiziert und substanziell gefährdende Situationen durch geeignete operative oder strategische Maßnahmen vermieden werden. Chancen vor allem im Wettbewerbsvergleich ergeben sich auch hier durch die Einbindung der Gesellschaft in den Konzern der Unternehmensgruppe Johanneswerk aufgrund der dadurch entstehenden Verbundeffekte wie die Nutzung zentralisierter Steuerungsinstrumente oder die Generierung von Kostenvorteilen. Insgesamt werden die Risiken im Kontext branchen- und gesellschaftsspezifischer Entwicklungen aus Sicht der Geschäftsführung als moderat bewertet. 3.2.3 Gesamtaussage Aus einer Gesamtbetrachtung der verschiedenen Risikofelder lässt sich aus Sicht der Geschäftsführung der proService schlussfolgern, dass derzeit keine Risiken erkennbar sind, die den Fortbestand der Gesellschaft wirtschaftlich oder rechtlich nachhaltig gefährden.
Bielefeld, am 28. März 2024 Burkhard Bensiek, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231 Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss 10 Allgemeine Angaben Die Johanneswerk proService gGmbH, Bielefeld (vormals: proService Gesellschaft für Verwaltungs- und Serviceleistungen im sozialen Bereich mbH) ist unter der Nummer HRB 37650 in das Handelsregister beim Amtsgericht Bielefeld eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wird nach handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und den Vorschriften des GmbHG aufgestellt und gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt die Größenkriterien einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Wertansätze in der Bilanz zum 31. Dezember 2022 wurden unverändert übernommen. 11 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und bei voraussichtlich dauernder Wertminderung um außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer für die Gebäude liegt zwischen 25 und 50 Jahren. Die Nutzungsdauer der weiteren Vermögensgegenstände des Anlagevermögens richtet sich im Regelfall nach den amtlichen steuerlichen Abschreibungstabellen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen € 250,00 und € 1.000,00 werden im Jahr des Zugangs nach § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über fünf Jahre abgeschrieben. In den Finanzanlagen werden Genossenschaftsanteile ausgewiesen, die zu Anschaffungskosten angesetzt sind. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Zweifelhafte Forderungen werden in Abhängigkeit von ihrer Altersstruktur wertberichtigt. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sind mir ihren Nominalbeträgen bewertet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Erhaltene Zuwendungen für Investitionen werden auf der Passivseite der Bilanz als Sonderposten aus Zuweisungen und Zuschüssen entsprechend der Stellungnahme IDW HFA 1/1984 ausgewiesen, soweit diese Zuschüsse für Anlagevermögen eingesetzt wurden. Die Sonderposten werden nach Maßgabe der Abschreibungen auf die mit den Zuschüssen finanzierten Anlagegüter aufgelöst. Mittelbare Versorgungszusagen gegenüber der Arbeitnehmerschaft bestehen bei der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse Dortmund (KZVK). Die KZVK ist eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts. Zweck der Anstalt ist es, Arbeitnehmern der Beteiligten im Wege privatrechtlicher Versicherung eine zusätzliche Alters-, Berufsunfähigkeits-, Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenversorgung zu gewähren. Die Anstalt ist keine im Wettbewerb stehende Einrichtung. Auf eine Bilanzierung der mittelbaren Pensionsverpflichtungen wurde in Ausübung des Wahlrechts des Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB verzichtet. Die Altersversorgung wird durch Beiträge finanziert. Der Beitrag ist in Höhe von 6,0 % (Vorjahr: 6,0 %) des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts zu zahlen. Im Berichtsjahr betrug die Höhe der verbeitragten Löhne und Gehälter T€ 6.737. Zusätzlich erhebt die KZVK ab dem Jahr 2019 bis zum Jahr 2043 einen vom Arbeitgeber zu zahlenden Stärkungsbeitrag. Als Vorauszahlung auf diesen Stärkungsbeitrag wurde im Jahr 2018 eine Einmalzahlung in Höhe von T€ 422 geleistet, die als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten bilanziert wird. Die Auflösung des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt entsprechend dem Zeitraum des zu zahlenden Stärkungsbeitrages zu jeweils 1/25 pro Jahr. Im Berichtsjahr betrug der zu zahlende Stärkungsbeitrag T€ 20. Die Rückstellungen enthalten alle bekannten Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgte mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag im Rahmen einer kaufmännischen Beurteilung. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit Erfüllungsbeträgen bilanziert. 2 Angaben und Erläuterungen zur Bilanz Das Gliederungsschema der Bilanz enthält unter Bezugnahme auf § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB zur Darstellung der bisher erhaltenen und verwendeten Investitionskostenzuschüsse auf der Passivseite die Sonderposten aus Zuweisungen und Zuschüssen. 20 Aktivseite Zu A. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im folgenden Anlagennachweis dargestellt:
Zu A. Eigenkapital Das ausgewiesene Stammkapital der Gesellschaft beträgt T€ 225. Der Gewinnvortrag beträgt T€ 69. Es wird ein Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 17 ausgewiesen. Zu D. Verbindlichkeiten Ergänzende Angaben zu den Verbindlichkeiten:
Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beläuft sich auf (T€ 318). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Bürgschaften gesichert (T€ 31). Die Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 642 bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. 3 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die im Rohergebnis enthaltenen sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten außergewöhnliche Erträge in Höhe von insgesamt T€ 121. Diese betreffen mit T€ 59 Erstattungen von Krankenkassen für Aufwendungen für Mutterschutz, mit T€ 13 Versicherungsleistungen sowie mit T€ 48 die Auflösung von Rückstellungen. Davon entfallen T€ 45 auf die Auflösung einer nicht mehr benötigten Rückstellung für ausstehende Rechnungen. Die im Rohergebnis enthaltenen periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 171 (Vorjahr: T€ 93) sind im Geschäftsjahr im Wesentlichen für Rückvergütungen von Lieferanten für vorherige Geschäftsjahre angefallen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 135 (Vorjahr: T€ 118). Diese beinhalten im Wesentlichen Lieferantenrechnungen für vorherige Geschäftsjahre. 4 Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat diverse kurz- und mittelfristige Miet- und Leasing-, Wartungs- und Versicherungsverträge sowie sonstige Dienstleistungsverträge abgeschlossen. Im Jahr 2024 werden auf Grund der zum 31. Dezember 2023 bestehenden Verträge Zahlungen in Höhe von rd. T€ 1.118 fällig. Unter Hinzurechnung der Folgejahre summieren sich die zukünftigen finanziellen Verpflichtungen auf insgesamt T€ 2.264 bis 2026. Von den gesamten Verpflichtungen betreffen T€ 1.904 verbundene Unternehmen bzw. Gesellschafter. Arbeitnehmer Die jahresdurchschnittliche Anzahl der in 2023 beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 147 und stellt sich wie folgt dar:.
Beteiligungsverhältnisse Die Johanneswerk proService gGmbH, Bielefeld, hat ihre Beteiligung an der Johanneswerk proTeam gGmbH (vormals: proTeam Gesellschaft für Zeitarbeit und Services mbH) per 01.01.2023 an die Evangelisches Johanneswerk gGmbH zum Buchwert veräußert. Organe der Gesellschaft Gemäß § 4 des Gesellschaftsvertrages sind die Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung Die Geschäftsführung wurde im Berichtsjahr durch Herrn Burkhard Bensiek wahrgenommen. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis und den Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Es haben keine berichtspflichtigen Ereignisse nach dem 31. Dezember 2023 stattgefunden. Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Evangelisches Johanneswerk gGmbH, Bielefeld, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister elektronisch veröffentlicht.
Bielefeld, am 28. März 2024 Burkhard Bensiek, Geschäftsführer Vorstehender zur Offenlegung bestimmter und nach § 327 HGB verkürzter Jahresabschluss nebst Lagebericht entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Dem vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der proService Gesellschaft für Verwaltungs- und Serviceleistungen im sozialen Bereich mbH, Bielefeld, haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Johanneswerk proService gGmbH, Bielefeld Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Johanneswerk proService gGmbH, Bielefeld - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Johanneswerk proService gGmbH, Bielefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Münster/Westf., 2. Mai 2024 Beratungs-
und Prüfungsgesellschaft BPG mbH
Reinhold Jucks, Wirtschaftsprüfer Sven Homm, Wirtschaftsprüfer In der Gesellschafterversammlung vom 20. August 2024 wurde folgendes beschlossen:
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