Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 140105
Eingetragen
4.12.2001
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieIngenieurbüros für TragwerksplanungErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Ausführung von technischen Dienstleistungen, insbesondere technische Entwicklungen, Konstruktionen, CAD-Design, Erstellung von Musterteilen, Projektunterstützung, Handel mit Computer und Zubehör.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Peter Freivogel
seit 18.8.2021
Prokura
Siegfried Bugl
seit 4.12.2001
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
70.40%
26.60%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
BuHo Investment Holding GmbH
Germany
17.600 €
70.40%
Peter Hödl
85716 Unterschleißheim
6.650 €
26.60%

Beteiligungen
Beta

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EVO GmbH

Oberschleißheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 79.680,00 61.567,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 1.274,00
79.680,00 62.841,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 570.082,00 462.368,00
2. Geleistete Anzahlungen 3.421,82 0,00
573.503,82 462.368,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 154.433,55 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 308.833,33 0,00
463.266,88 0,00
1.116.450,70 525.209,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 7.479.622,69 8.504.784,71
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.000,00 3.290,80
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -6.470.384,12 -7.209.859,30
1.010.238,57 1.298.216,21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.090.376,41 4.249.193,79
2. Sonstige Vermögensgegenstände 41.202,14 425.491,83
6.131.578,55 4.674.685,62
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.118.289,12 2.468.315,92
9.260.106,24 8.441.217,75
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 93.599,42 110.519,43
10.470.156,36 9.076.946,18

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 4.274.755,54 3.657.029,37
III. Jahresüberschuss 756.907,66 617.726,17
5.056.663,20 4.299.755,54
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN 10.298,62 16.764,30
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 26.801,43 316.143,26
2. Sonstige Rückstellungen 707.508,51 968.610,52
734.309,94 1.284.753,78
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.876.922,04 1.870.929,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.775.737,43 509.237,74
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.016.225,13 1.095.505,82
- davon aus Steuern: EUR 1.016.115,13 (Vorjahr: EUR 1.061.882,76)
4.668.884,60 3.475.672,56
10.470.156,36 9.076.946,18

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 23.534.298,08 18.224.601,23
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Leistungen -1.027.457,67 373.496,85
3. Sonstige betriebliche Erträge 145.422,83 179.684,49
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -29.300,58 -27.467,53
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -6.557.880,83 -3.619.787,66
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.870.685,10 -10.255.587,89
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.221.994,25 -2.015.895,49
- davon für Altersvorsorge: EUR 99.205,28 (Vorjahr: EUR 116.158,92)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -220.484,77 -199.004,29
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.693.287,99 -1.709.713,33
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.656,80 739,11
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -25.881,06 -36.765,32
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -284.813,04 -294.540,05
11. Ergebnis nach Steuern 758.592,42 619.760,12
12. Sonstige Steuern -1.684,76 -2.033,95
13. Jahresüberschuss 756.907,66 617.726,17

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der EVO GmbH, Oberschleißheim

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die EVO GmbH hat ihren Sitz in Oberschleißheim und ist unter der Nummer HRB 140105 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von bis zu 3 Jahren linear abgeschrieben.

2. Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen werden linear entsprechend den folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen:

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 13 Jahre

Die geringwertigen Gegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis netto EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang berücksichtigt.

3. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden bei Zugang zu Anschaffungskosten bilanziert. Eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgt bei voraussichtlich dauernder Wertminderung.

4. Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

Die unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Abschreibungen berücksichtigt werden.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen sind mit dem Nennbetrag ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihren Nominalwerten aktiviert. Für das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand sowie für erkennbare Einzelrisiken wurden angemessene Wertberichtigungen gebildet.

6. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt.

7. Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

8. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Im Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen werden Zuschüsse für Leasinggeschäfte für elektrisch betriebene Neufahrzeuge nach Ziffer 2 der Richtlinie zur Förderung des Absatzes elektrisch betriebener Fahrzeuge ausgewiesen. Der Sonderposten wird im Hinblick auf die Erfüllung der Zuschussbedingungen über die vertragliche Laufzeit von 24 bis 36 Monaten aufgelöst.

9. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

10. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. ANGABEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel auf der folgenden Seite dargestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.005.459,75 58.508,54 1.274,00 0,00 1.065.242,29
2. Geleistete Anzahlungen 1.274,00 0,00 -1.274,00 0,00 0,00
1.006.733,75 58.508,54 0,00 0,00 1.065.242,29
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.500.926,68 286.529,23 0,00 0,00 1.787.455,91
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 3.421,82 0,00 0,00 3.421,82
1.500.926,68 289.951,05 0,00 0,00 1.790.877,73
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 154.433,55 0,00 0,00 154.433,55
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 308.833,33 0,00 0,00 308.833,33
0,00 463.266,88 0,00 0,00 463.266,88
2.507.660,43 811.726,47 0,00 0,00 3.319.386,90
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 943.892,75 41.669,54 0,00 985.562,29
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
943.892,75 41.669,54 0,00 985.562,29
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.038.558,68 178.815,23 0,00 1.217.373,91
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.038.558,68 178.815,23 0,00 1.217.373,91
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.982.451,43 220.484,77 0,00 2.202.936,20
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 79.680,00 61.567,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 1.274,00
79.680,00 62.841,00
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 570.082,00 462.368,00
2. Geleistete Anzahlungen 3.421,82 0,00
573.503,82 462.368,00
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 154.433,55 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 308.833,33 0,00
463.266,88 0,00
1.116.450,70 525.209,00

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, ebenso im Vorjahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 48), die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen (circa 68 %) und noch zu erbringende Leistungen (circa 13 %).

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten, gegliedert nach Restlaufzeiten, setzen sich wie folgt zusammen:

Restlaufzeiten bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre ab 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
gegenüber Kreditinstituten 879 893 105 1.877
Vorjahr (402) (1.218) (250) (1.871)
aus Lieferungen und Leistungen 1.776 0 0 1.776
Vorjahr (509) (0) (0) (509)
Sonstige 1.016 0 0 1.016
Vorjahr (1.096) (0) (0) (1.096)
3.670 893 105 4.669
Vorjahr (2.007) (1.218) (250) (3.476)

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen mit einer Restlaufzeit bis zu 60 Monaten betragen TEUR 828, davon sind TEUR 56 Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge mit einer Restlaufzeit bis zu 42 Monaten betragen TEUR 183. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 1.011.

6. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

IV. SONSTIGE ANGABEN

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 159 Mitarbeiter, davon 138 Vollzeit und 21 Teilzeit. Zusätzlich waren im Durchschnitt 11 Auszubildende beschäftigt.

2. Gesellschaftsorgane

Zum Geschäftsführer der Gesellschaft ist bestellt:

Herr Siegfried Bugl, Ingenieur

3. Anteilsbesitzliste

Im Folgenden werden die Angaben zu Unternehmen zusammengefasst, soweit es sich um Beteiligungen im Sinne des § 271 Absatz 1 HGB handelt.

Anteil in Eigenkapital Letztes Jahresergebnis
% TEUR Jahr TEUR
Amitronics Angewandte Mikromechatronik GmbH, Deutschland 100 163 2021 40

4. Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 756.907,66 auf neue Rechnung vorzutragen.

5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

 

Oberschleißheim, den 21. Juni 2024

EVO GmbH

Geschäftsführung

Siegfried Bugl

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der EVO GmbH, Oberschleißheim

1. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftstätigkeit

Die EVO GmbH hat ihren Hauptsitz in Oberschleißheim, sowie einen weiteren Sitz in München.

Unternehmensgegenstand ist die Komponenten-, Modul- und Derivateentwicklung von Industrieprodukten mit Schwerpunkt in der Automobilbranche. Zusätzlich werden Entwicklungsprojekte mit Abbildung der Koordination und kompletten Schnittstellenbetreuung durchgeführt. Angefangen vom Konzept in der frühen Phase der Entwicklung bis zum Detail bilden wir den gesamten Produktentstehungsprozess im Bereich der Automobilzulieferbranche ab.

Die Entwicklungstätigkeiten werden grundsätzlich an den Unternehmensstandorten ausgeführt. Zusätzlich werden Dienstleistungen bei den Auftraggebern vor Ort erbracht.

Absatzmärkte

Die Kunden befinden sich überwiegend in Deutschland und zusätzlich im europäischen Binnenmarkt sowie teilweise in den USA.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Wirtschaftsrückgang 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 weiter geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie u. a. der Energiepreiskrise. Weiterhin üben verschärfte Material- und Lieferengpässe, der Fachkräftemangel sowie die anhaltende Krise des Bundeshaushalts großen Druck auf die deutsche Wirtschaft aus.

Der in Folge von gesunkener Inflation und höheren Löhnen angekurbelte private Konsum wird 2024 und vor allem 2025 voraussichtlich positive Auswirkungen auf die Wirtschaftsentwicklung haben. Aufgrund der restriktiven Fiskalpolitik der Bundesregierung und der zunächst weiterhin hohen Zinsen wird aus der leichten Erholung jedoch kein Aufschwung. Vor allem die anhaltend hohe Unsicherheit über die zukünftigen Spielräume bei öffentlichen Investitionen und der staatlichen Förderung von privaten Investitionen bremsen die Wirtschaftsentwicklung. Als Folge davon wird das Bruttoinlandsprodukt Prognosen zufolge 2024 um 0,3 % sinken und 2025 um 0,8 % steigen.

Nach einer Prognose der Weltbank wird 2024 das dritte Jahr in Folge sein, in dem die Weltwirtschaft wegen hoher Zinsen, globaler Krisen und geringer Investitionen langsamer wachsen wird. So habe das durchschnittliche weltweite Wirtschaftswachstum in den Jahren vor der Covid19-Pandemie bei 3,1 % gelegen, 2023 bei 2,6 % und 2024 voraussichtlich bei nur 2,4 %. Immerhin soll es 2025 mit einem Wirtschaftswachstum von 2,7 % wieder etwas aufwärts gehen.

Die Inlandsproduktion von Personenkraftwagen konnte sich von 2022 auf 2023 um 18 % auf ca. 4,1 Mio. Pkw steigern. Deutschland war 2023 hier führend im Vergleich zu den Wettbewerbsländern (+ 12 % Gesamt-Europa, + 5 % USA, +10 % China).

Auch die Anzahl der Neuzulassungen für Pkw legte im Jahr 2023 um 7 % zu (ca. 2,8 Mio. Neuzulassungen). Dabei führte bei den deutschen Konzernen Volkswagen die Liste der Neuzulassungen von Pkw an - mit einem Wert von 519.000 Neuzulassungen - gefolgt von Mercedes, Audi und BMW. Allerdings verzeichnete VW lediglich einen Zuwachs von 8 %, während die anderen genannten deutschen Konzerne jeweils 2-stellige Zuwachsraten verzeichnen konnten.

b) Geschäftsverlauf

Die Gesamtleistung konnte im Vergleich zum Vorjahr um 21,0 % gesteigert werden auf 22,5 Mio. €. Somit konnte der geplante Umsatzkorridor von 20,0 bis 20,5 Mio. € deutlich übertroffen werden. Weiterhin konnte trotz der Vielzahl von weltpolitischen Schwierigkeiten das im Lagebericht 2022 avisierte Jahresergebnis vor Steuern i. H. v. 0,7 bis 0,9 Mio. € mit ca. 1,1 Mio. € ebenfalls übertroffen werden.

Der Materialaufwand (+ 80,6 %) und der Personalaufwand (+7,0 %) stiegen gegenüber dem Vorjahr an, jedoch konnte die höhere Gesamtleistung die gestiegenen Personalkosten und Materialaufwände größtenteils kompensieren.

c) Ertragslage

Folgende Kennzahlen zur Ertragslage werden wie folgt dargestellt:

Kennzahl Kennzahlendefinition
Umsatzrentabilität Jahresergebnis vor Ertragssteuern / Gesamtleistung
Gesamtkapitalrentabilität Jahresergebnis vor Ertragsteuern / Gesamtkapital
Materialintensität Materialaufwand / Gesamtleistung
Personalintensität Personalaufwand / Gesamtleistung
Kennzahl 2023 2022 2021
Umsatzrentabilität 4,7 % 4,9 % 1,5 %
Gesamtkapitalrentabilität 9,9 % 10,1 % 2,9 %
Materialintensität 29,3 % 19,5 % 15,2 %
Personalintensität 58,2 % 66,0 % 72,3 %
EBITDA 1.279 T€ 1.147 T€ 423 T€
EBIT 1.059 T€ 948 T€ 257 T€

Im Geschäftsjahr wurde ein Umsatz in Höhe von 23,5 Mio.€ (Vorjahr 18,2 Mio.€) erzielt sowie eine Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen fertiger und unfertiger Erzeugnisse) in Höhe von 22,5 Mio.€ (Vorjahr 18,6 Mio.€) erbracht. Die Leistungen wurden wie in den Vorjahren fast ausschließlich aus dem Verkauf der Komponenten- und Modulentwicklung für die Automobilindustrie im europäischen Währungsraum erbracht. Die Gesamtleistung ist im Berichtsjahr um 21,0 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Die zwei größten Auftraggeber generierten knapp über 88 % der Umsätze, die restlichen Umsätze verteilen sich auf weitere 48 Auftraggeber.

Die Auftragslage hat sich auch 2023 sehr gut entwickelt und der Auftragsbestand 2023 war zum Stichtag um 28,2 % höher als im Vergleich zum Vorjahr. Die Summe der Auftragseingänge des Geschäftsjahrs 2023 konnte im Vergleich zum Vorjahr um 30,5 % gesteigert und die Planung 2023 somit um 14,8 % übertroffen werden.

Die Gesamtkapitalrentabilität konnte trotz dieser Steigerung nicht weiter verbessert werden und lag um 0,2 % unter dem Vorjahr, jedoch immer noch auf einem guten Niveau von 9,9 %.

Der Personalbestand zum 31.12.2023 erhöhte sich um ca. 11,7 % auf 160 Mitarbeiter/innen in Festanstellung (inkl. Geschäftsführung, ohne Auszubildende und Aushilfen) im Vergleich zum Vorjahr. Der Personalaufwand ist um 7,0 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Es wurden im Jahr 2023 gezielte Investitionen in die IT-Struktur vorgenommen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten konstant gegenüber dem Vorjahr gehalten werden. Hierbei wirken sich insbesondere die Reduzierung der Rückstellungen für noch nicht erbrachte Leistungen positiv aus und konnten somit die im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Werbe- und Reisekosten, IT-Kosten (Lizenzen) und Fortbildungskosten für die Qualifizierung des Personals komplett kompensieren.

d) Finanzlage

d1) Kapitalstruktur

Vergleich der Bilanzen zum 31.12.2023 und 31.12.2022

31.12.2023 31.12.2022
T€ % T€ %
AKTIVA
Anlagevermögen 1.116 11 525 6
Vorräte 1.010 10 1.298 14
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.132 59 4.675 52
Guthaben bei Kreditinstituten 2118 20 2.468 27
Umlaufvermögen 9.260 88 8.441 93
Rechnungsabgrenzungsposten 94 1 111 1
10.470 100 9.077 100
PASSIVA
Eigenkapital 5.057 48 4.300 47
Sonderposten 10 0 17 0
Rückstellungen 734 7 1.285 14
Verbindlichkeiten 4.669 45 3.475 38
Schulden 5.403 52 4.760 52
10.470 100 9.077 100
Veränderung
T€ %
AKTIVA
Anlagevermögen 591 113
Vorräte -288 -22
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.457 31
Guthaben bei Kreditinstituten -350 -14
Umlaufvermögen 819 10
Rechnungsabgrenzungsposten -17 -15
1.393 15
PASSIVA
Eigenkapital 757 18
Sonderposten -7 -41
Rückstellungen -551 43
Verbindlichkeiten 1.194 34
Schulden 643 14
1.393 15

Aus rechnerischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (€, % usw.) auftreten

Das Eigenkapital ist durch den Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr um 757 T€ gestiegen und das Fremdkapital ist in Summe um 643 T€ gestiegen. Die Eigenkapitalquote ist leicht auf 48,3 % (VJ: 47,4 %) gestiegen.

d2) Investitionen

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betreffen im Wesentlichen Betriebs- und Geschäftsausstattung und Büroeinrichtung bzw. -erweiterungen (212 T€), die der Erweiterung und Innovation der Geschäftsausstattung und der Räume dienten, sowie von Softwarelizenzen (56 T€).

Weiterhin wurde in die Erweiterung der Geschäftstätigkeit, durch den Erwerb der Amitronics Angewandte Mikromechatronik GmbH mit einem Kaufpreis von 150.000 € sowie der Ausgabe eines Darlehens an die Amitronics in Höhe von TEUR 300, investiert. Es wurden 100 % der Anteile erworben und das Unternehmen wird als eigenständige Tochtergesellschaft weitergeführt. Die gegenseitigen Dienstleistungen werden über einen Dienstleistungsvertrag, der erstmals in 2024 in Anspruch genommen wird, verrechnet. Durch den Erwerb können in der Zukunft, zusätzlich zu den Kernkompetenzen der EVO GmbH, über die Tochtergesellschaft Amitronics die Themenfelder Fahrwerk, Testing, Validierung und Akustikmessungen mit einem eigenen Akustiklabor abgebildet und somit ein breiteres Kundenfeld bedient werden.

Die notwendigen Investitionen konnten aus dem vorhandenen Cash-Flow, ohne zusätzliches Fremdkapital finanziert werden.

d3) Jahresüberschuss

Kapitalflussrechnung 2023 2022
T€ T€
1. Jahresüberschuss 757 618
2. + Abschreibungen auf das Anlagevermögen 220 199
3. +/- Abnahme/Zunahme der Vorräte 1.027 -373
4. +/- Abnahme/Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -1.841 -960
5. +/- Abnahme/Zunahme der sonstigen Vermögensgegenstände 384 -302
6. +/- Abnahme/Zunahme der Rechnungsabgrenzungsposten 17 -62
7. +/- Zunahme/Abnahme des Sonderposten für Investitionszuschüsse -6 -1
8. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -550 632
9. +/- Zunahme/Abnahme der erhaltenen Anzahlungen -739 470
10. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.266 378
11. +/- Zunahme/Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten -79 181
12. = Mittelzufluss /-abfluss aus der lfd. Geschäftstätigkeit 456 781
13. - Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -812 -181
14. + Anlagenabgänge (Restbuchwerte) 0 0
15. = Mittelzufluss /-abfluss aus der Investitionstätigkeit -812 -181
16. +/- Aufnahme/Tilgung von Gesellschafterdarlehen 0 0
17. +/- Aufnahme/Tilgung von Bankkrediten 6 -410
18. = Mittelzufluss /-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit 6 -410
19. = Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -350 190
20. + Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 2.468 2.279
21. = Finanzmittelbestand am Ende der Periode 2.118 2.468

Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist trotz der Tilgung von Bankkrediten nach wie vor als gut zu bezeichnen. Es bestehen Verträge bei Banken mit einer langfristigen Laufzeit. Weiterhin tragen Abschlagszahlungen von Kunden zur Absicherung der Liquidität bei. Zur weiteren Absicherung bei kurzfristigen Liquiditätsengpässen steht zusätzlich eine Kreditlinie in Höhe von 250 T€ und seit Oktober 2023 bei einer zweiten Bank von weiteren 500 T€ zur Verfügung. Weiterhin wurden im Herbst 2023 Bankgespräche über die langfristige Finanzierung der EVO aufgenommen und im April 2024 zum Abschluss gebracht. Damit wurde ein zusätzliches Kreditvolumen von 1000 T€ als Gegenfinanzierung zu den in Tilgung befindlichen Krediten aufgenommen und ein vorhandener Kredit in Höhe von 750 T€ langfristig neu vereinbart.

e) Vermögenslage

Siehe dazu auch die Darstellung unter d1) Kapitalstruktur.

Die Bilanzsumme hat sich zum Bilanzstichtag weiter erhöht um 1,4 Mio. € auf 10,5 Mio. €. Der Ausweis der erhaltenen Anzahlungen erfolgt, wie im Vorjahr, offen abgesetzt bei den Vorräten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auf Grund des gestiegenen Geschäfts sowie zum Jahresende erfolgter Schlussrechnungen im Jahresverlauf deutlich um 1,8 Mio. € gestiegen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind deutlich um 384 T€ gesunken und beinhalten hauptsächlich noch Mitarbeiter-Darlehen und Kautionen.

Das Eigenkapital hat sich aufgrund des Jahresüberschusses im Jahr 2023 um 17,6 % erhöht.

Die sonstigen Rückstellungen sind deutlich um 27,0 % gefallen im Vergleich zum Vorjahr. Die Reduzierung resultiert hauptsächlich aus dem Rückgang der Nacharbeiten für abgerechnete Leistungen.

Die stichtagsbezogene Erhöhung der Verbindlichkeiten um 1,2 Mio. € beruht wesentlich auf dem allgemeines Geschäftswachstum und der Umstellung der Lieferanten von Monatsrechnungen auf Quartalrechnungen. Durch die veränderten Zahlungsmodalitäten bei den Kreditoren erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung zum Stichtag 31.12.2023 im Vergleich zum Vorjahr deutlich.

f) Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung) sowie das Jahresergebnis vor Steuern stellen die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft dar.

Trotz der weiterhin schwierigen Wirtschaftslage, immer noch starken Inflation und den anhaltenden weltweiten Konflikten, konnte die betriebliche Gesamtleistung für 2023 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um ca. 3,9 Mio. € gesteigert werden. Um das weiterhin starke Wachstum zu generieren, wurden hauptsächlich die Fremdleistungen im Verhältnis zu der Gesamtleistung um 9,7 % erhöht- Dagegen konnten die Personalkosten im Verhältnis zu der Gesamtleistung 2022 um 7,8 % reduziert werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten auf dem Niveau von 2022 gehalten werden, sodass das ursprünglich geplante Ergebnis vor Steuern für 2023 (0,7 bis 0,9 Mio. €) mit einem Ergebnis vor Steuern von 1,1 Mio. € überschritten werden konnte.

3. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

a) Chancenbericht

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Innovationen und ein hohes Maß an Qualität begegnen. Die permanente Weiterbildung unserer Arbeitskräfte sowie die Investition in neue Technologien macht es uns möglich, unseren Kunden als zuverlässiger und langfristiger Partner zur Verfügung zu stehen. Weiterhin geht die Erweiterung unseres Lieferantenstamm mit qualifizierten Lieferanten in best cost countries als auch vor Ort weiter, um die Wettbewerbsfähigkeit abzusichern. Durch den Erwerb der Tochtergesellschaft Amitronics GmbH und das somit erweiterte Leistungsspektrum sehen wir gute Chancen in der Diversifikation unseres Produkt-/Kundenportfolio.

b) Risikobericht

Die EVO GmbH steht als Partner der Automobilbranche im täglichen Geschäft einer Reihe unterschiedlichster Risiken gegenüber.

Marktrisiken

Ein sehr großer Anteil der Umsätze, über 95 %, entfallen auf Kunden aus der Automobilbranche, der größte Kunde generiert nahezu 55 %. Dadurch haben die Marktentwicklung in dieser Branche sowie die mittelfristige Bindung unseres wichtigsten Kunden einen wichtigen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung und damit auf das Unternehmensergebnis. Durch den Ukraine-Krieg sind die bereits stark belasteten Lieferantenketten weiterhin stark unter Druck geblieben. Weiterhin belastet die Inflation mit einem Wert in Deutschland von 5,9 % allein im Jahr 2023 die ganze Kostenstruktur und die Verkaufspreise. Die Fahrzeugproduktion in Deutschland von Januar bis März 2024 sank im Vergleich zum Vorjahr um 9 % auf nur noch 1,04 Mio. Fahrzeuge und der darauf anfallende Exportanteil sank ebenfalls um 5 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Neuzulassungen konnten um 7 % von 2,65 Mio. Fahrzeugen im Jahr 2022 auf 2,84 Mio. Fahrzeuge im Jahr 2023 gesteigert werden. Entgegen den sinkenden Zahlen der letzten Jahre wird der Anstieg der Neuzulassungen in 2023 von Autos mit Benzinmotoren von im Vergleich zum Vorjahr 13 % und von Autos mit Dieselmotoren von 3 % direkte Auswirkungen auf die auf die Neuentwicklung von Fahrzeugen speziell mit Verbrennungsmotor haben. So wurde auch bei unseren Hauptkunden bei der Entwicklung von Fahrzeugmodellen eine Korrektur vorgenommen.

Mittels Lean Management, der Spezialisierung unserer Mitarbeiter und der weiteren Digitalisierung unserer Prozesse sehen wir uns gegenüber den Herausforderungen und dem verstärkten Wettbewerb bzw. dem damit verbundenen Preisdruck gut gerüstet. Weiterhin bringt unsere strategische Ausrichtung auf Elektronik-Umfänge, Sitzentwicklung und Simulation schon gute Erfolge mit sich, die sich im Jahr 2024 weiter verstärken werden.

Personalrisiken

Im Berichtsjahr betrug die Quote der Kündigungen, die von Arbeitnehmern eingereicht wurden, ca. 11,3% und war deutlich über dem Niveau der letzten beiden Jahre. Das resultierte hauptsächlich daraus, dass unser größter Kunde verstärkt in bestimmten von uns betreuten Bereichen Personal aufgebaut und dieses unter anderem bei der EVO GmbH abgeworben hat. Dieser Trend ist in den ersten 4 Monaten des Jahres 2024 komplett zum Erliegen gekommen. Der in der Branche seit längerem vorherrschende Mangel an sehr gut ausgebildeten Fachkräften, speziell im Elektronikbereich, erschwert die Suche nach geeignetem Personal, jedoch konnten wir dem mit geeigneten Recruiting Maßnahmen durch unsere HR-Abteilung entgegenwirken. Dadurch konnten wir den geplanten Hochlauf für die neuen Projekte erreichen. Die verstärkte Nachfrage bei OEMs nach Fachpersonal mit speziellem Wissen hat sich im Jahr 2023 noch stärker erhöht und somit ist auch das Risiko für EVO deutlich gestiegen, gut ausgebildete Mitarbeiter/-innen an Kunden zu verlieren.

Die Qualifikation und die Kompetenz unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind auch weiterhin für die EVO GmbH die wichtigste Säule für eine erfolgreiche Zukunft.

Deshalb ist die Förderung unserer Mitarbeiter wesentlicher Eckpfeiler und wurde durch den Ausbau sowohl interner als auch externer Schulungsangebote durch den EVO-Campus weiter gestärkt. Um dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzutreten, wurden in 2023 die vorhandenen Recruiting Maßnahmen erweitert und vom EVO-Campus das nächste EVO-Nachwuchsprogramm Ende 2023 gestartet und zusätzlich ein spezielles Entwicklungsprogramm für unsere Produktentwickler mit dem Entwicklungsziel Teilprojektverantwortlicher. Es wurden bereits über 50 % der Absolventen des Nachwuchsprogramms aus dem Sommer 2022 in Schlüsselpositionen bei der EVO eingebunden und auch die bei der EVO ausgebildeten Produkt-Designer nach ihrem Abschluss übernommen.

IT-Risiken

Die EVO GmbH arbeitet sowohl im kommerziellen als auch im operativen Bereich stetig an der Optimierung der IT und es wird die Digitalisierung der Prozesse kontinuierlich weiterentwickelt. Die Anschaffung von neuen Lizenzen, IT-Lösungen, aber auch alle Investitionen in Hardware werden in Hinblick der zukünftigen Anforderungen getätigt.

Eine komplette Redundanz des Rechenzentrums bei der EVO GmbH erfolgt mittels gespiegelter Daten auf einem zweiten Server. Zudem sichern Zugangsbeschränkungen den kontrollierten System- und Datenzugang.

Preisänderungsrisiken

Die Herstellungskosten werden laufend überwacht und an Veränderungen angepasst, um Kostensteigerungen frühzeitig in Preisänderungen in Angebote einfließen zu lassen. Preisänderungsrisiken werden dadurch reduziert. Aufträge in Fremdwährung werden nicht getätigt.

c) Prognosebericht

Der Prognosebericht gibt eine Abschätzung der konjunkturellen Entwicklung der Gesellschaft wieder.

Aufgrund der weiterhin schwierigen Wirtschaftslage speziell in Deutschland, den aktuell weltweiten Konflikten, der Energiepreisentwicklung und der hartnäckig verharrenden Inflation, beurteilt die EVO GmbH die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens im Jahr 2024 als angespannt und herausfordernd. Der Grund hierfür ist die Korrektur der Prognosen und Beauftragungen unseres größten Kunden und die erneute Senkung des prognostizierten deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) für 2024 durch den Sachverständigenrat der Wirtschaftsweisen auf nur noch 0,2 %. Darüber hinaus ist die Wachstumsprognose der EU-Kommisision mit 0,8 % für die Eurozone und 0,1 % für Deutschland in 2024 ebenfalls verhalten. Diese Entwicklung konnten wir bereits bei den Auftragseingängen und dem Auftragsbestand der EVO GmbH in den ersten Monaten des Jahres 2024 feststellen. So liegt der Auftragseingang zum 30.04.24 um 22,8 % niedriger im Vergleich zum Vorjahr und auch der Auftragsbestand liegt im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 % niedriger. Der Auftragsbestand hat in den ersten 4 Monaten nur 61 % der geplanten Gesamtleistung für das Geschäftsjahr 2024 erreicht, während in den ersten 4 Monaten des Jahres 2023 bereits 70 % realisiert wurden. Es werden zum Erreichen der gesteckten Ziele entsprechende Maßnahmen vom Management ergriffen und umgesetzt werden.

Trotz der aktuellen Unsicherheiten mit den Konflikten auf der Welt und der damit verbundenen weiterhin unsicheren Wirtschaftslage gehen wir aufgrund des geplanten Auftragseingangs und Auftragsbestands für 2024 von einer weiterhin zumindest leicht positiven Entwicklung aus. Wir planen daher für 2024 mit einer betrieblichen Gesamtleistung zwischen 23-25,5 Mio. € und mit einem Jahresergebnis vor Steuern in Höhe von 0,4-0,6 Mio. €.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den in der Gesellschaft bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Ausfallrisiken entstehen grundsätzlich durch die mögliche Nichterfüllung von vertraglichen Verpflichtungen seitens der Geschäftspartner. Das Zahlungsausfallrisiko von Kunden unterliegt der ständigen Überwachung und wird durch sorgfältige Bonitätsprüfungen der Geschäftspartner im Vorfeld reduziert. Zudem werden zeitgerecht Abschlagszahlungen gegenüber den Auftraggebern eingefordert. Soweit Ausfall- oder Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Im Berichtsjahr traten keine Forderungsausfälle auf.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele bezahlt. Das Risiko von Zahlungsstromschwankungen wird durch die Überwachung der vereinbarten Zahlungsziele sowie durch die bestehenden Kreditlinien reduziert.

Das Zinsrisiko ergibt sich im Wesentlichen aus der variabel verzinslichen Anlage von flüssigen Mitteln und Finanzschulden. Das Zinsrisiko ist als gering einzustufen, da lediglich langfristige, zinsfixierte Darlehensverträge abgeschlossen wurden und nur über die Kontokorrent-Linie kurzfristige variable Zinsen beansprucht werden.

Bei dem Finanzmanagement verfolgt die Gesellschaft, wie auch schon in den vergangenen Jahren, eine sehr konservative Risikopolitik. Jegliche spekulative Geldanlage wird seitens der Geschäftsführung streng vermieden. Zur Sicherung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, welcher permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird.

 

Oberschleißheim, im Juni 2024

Der Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die EVO GmbH, Oberschleißheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EVO GmbH, Oberschleißheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EVO GmbH, Oberschleißheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss insgesamt die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 24. Juni 2024

GKK PARTNERS Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Alexander Streidl, Wirtschaftsprüfer

Patricia Kraushaar, Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir verweisen insbesondere auf § 328 HGB.

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