VSP 57 GmbH & Co. KG
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniel Sebastian Müller seit 28.1.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 70.00% | |
| 30.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VISPIRON GmbHMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernbilanz zum 31.12.2021AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Befreiungstatbeständen Die VISPIRON GmbH hat nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) für große Kapitalgesellschaften einen Einzelabschluss und als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss aufgestellt. Die Ausweiswahlrechte wurden weitgehend zugunsten des Konzernanhangs ausgeübt. Sofern Tochter- bzw. Enkelunternehmen der VISPIRON GmbH die Voraussetzungen der §§ 264 Abs. 3, 264b HGB erfüllen, wird von den Erleichterungsmöglichkeiten Gebrauch gemacht. Die betroffenen Gesellschaften werden in den Konzernabschluss der VISPIRON GmbH nach den Vorschriften des zweiten Abschnitts des dritten Buches des HGB einbezogen und sind in den nachfolgenden Angaben zum Konsolidierungskreis kenntlich gemacht. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Die Muttergesellschaft VISPIRON GmbH mit Sitz in München ist beim Amtsgericht München unter der Registernummer HRB 176891 in das Handelsregister eingetragen. II. Angaben zum Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden folgende Gesellschaften nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen:
3) Die Anteile werden mittelbar von der VISPIRON
ECO INVESTMENT GmbH gehalten.
Bei den folgenden aufgeführten Gesellschaften, der VSP 33 GmbH & Co. KG, der VSP 35 GmbH & Co. KG, der decentraliced AG mit Sitz in Herisau, Schweiz und der CHARGE BEST GmbH & Co. KG, handelt es sich um erstmals in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen (Vollkonsolidierung) die im Wege der Bargründung entstanden. Die Gesellschaft VSP 29 GmbH & Co. KG wurde im Jahr 2021 nicht mehr in den Konzernabschluss einbezogen, da sich die Beteiligungsverhältnisse insoweit geändert haben, dass keine Einbeziehung per Vollkonsolidierung als auch per Quote mehr stattfindet. Die Gesellschaft VSP 32 GmbH & Co. KG wurde im Jahr 2021 veräußert. Das vollkonsolidierte Enkelunternehmen, die VPS AIY One GmbH, hat außerdem eine Tochtergesellschaft (Maxsun Dehshir New Energies Development) im Iran, an der sie mit 74,99 % beteiligt ist. Die Maxsun Dehshir New Energies Development wurde nach § 296 Abs. 1 Nr. 2 HGB nicht in die Konsolidierung einbezogen, da dies nicht ohne erheblichen Aufwand und ohne unverhältnismäßige Verzögerungen für die Erstellung der Konzernbilanz möglich gewesen wäre. Als assoziierte Unternehmen werden Beteiligungsunternehmen angesehen, bei denen die VISPIRON GmbH direkt bzw. indirekt auf Grund eines Anteilsbesitzes von 20 % bis 50 % einen bedeutenden Einfluss auf die Unternehmenstätigkeit des Beteiligungsunternehmens ausübt. Folgende assoziierte Unternehmen waren zum Bilanzstichtag vorhanden:
Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen sind für die Vermittlung eines tatsächlichen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Auf eine Bewertung nach der Equity-Methode wird nach § 311 Abs. 2 HGB verzichtet. Der Bilanzwert der assoziierten Unternehmen setzt sich danach wie folgt zusammen:
Gemeinschaftsunternehmen: Im Geschäftsjahr 2015 wurden 50 % der Anteile an der VEM Neue Energie Muldental GmbH & Co. KG, Markkleeberg erworben. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsunternehmen, da es von den Beteiligten gemeinsam geführt wird. Für diese Gesellschaft wurde eine Quotenkonsolidierung nach § 310 HGB mit 50 v. H. durchgeführt. Die Anteile an der DSW 17 GmbH & Co. KG, München und an der VSP 25 GmbH & Co. KG, München haben sich im Geschäftsjahr 2018 auf 50 % vermindert. Für diese Gesellschaften wurde daher ebenso eine Quotenkonsolidierung nach § 310 HGB mit 50 v. H. durchgeführt, da es sich ebenfalls um gemeinsam geführte Gemeinschaftsunternehmen handelt. Im Jahr 2021 haben sich die Anteile an dem bisher vollkonsolidierten Enkelunternehmen VPS BATTERY PARK 1 GmbH & Co. KG von 100% auf 50% vermindert und es erfolgte für das aktuelle Geschäftsjahr eine Quotenkonsolidierung mit 50 v. H. in die Teilkonzernbilanz der VISPIRON ECO INVESTMENT GmbH. Es handelt sich ebenfalls um ein gemeinsam geführtes Gemeinschaftsunternehmen. Unter der Bilanzposition Beteiligungen sind folgende Anteile ausgewiesen:
III. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung bei vollkonsolidierten inländischen Tochterunternehmen wurde zum 01.01.2012 bzw. zum Erwerbs- oder Gründungszeitpunkt gemäß § 301 HGB durchgeführt. Die sich aus der Verrechnung der Beteiligungswertansätze mit den auf sie entfallenden Eigenkapitalanteilen ergebenden passiven Unterschiedsbeträge haben Rücklagencharakter und wurden im Eigenkapital des Konzerns als Gewinnrücklagen ausgewiesen. Die Schuldenkonsolidierung erfolgte nach § 303 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Gemäß § 305 HGB wurde die Aufwands- und Ertragskonsolidierung in der Form durchgeführt, dass die Umsatzerlöse und andere Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwandspositionen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen verrechnet wurden. Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen wurden gemäß § 304 Abs.1 HGB eliminiert. Dabei wurden die Konzernherstellungskosten nach § 308 HGB angesetzt und abgeschrieben. IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen werden in den Konzernabschluss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der VISPIRON GmbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu drei Jahren bewertet. Unter den immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens sind Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung (01.01.2012) sowie aus der Erstkonsolidierung der VISPIRON MOBILITY GmbH (01.07.2018) von vollkonsolidierten Unternehmen in Höhe von T€ 679 ausgewiesen. Die Firmenwerte werden über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Die gegenüber der gesetzlichen Regelabschreibung von 5 Jahren verlängerte Nutzungsdauer ergibt sich aus Erfahrungswerten im Zusammenhang mit langjährig bestehenden Kundenbindungen und Vertriebsstrukturen. Vom Ansatzwahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurde Gebrauch gemacht. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten im Jahr 2021 betrugen T€ 2.575, wovon T€ 1.566 auf den Bereich CARSYNC, T€ 151 auf den Bereich ROTEC und T€ 858 auf den Bereich CHARGE-V entfallen. Die im Jahr 2021 angefallenen Kosten wurden vollständig als Entwicklungskosten aktiviert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen mit einer Nutzungsdauer zwischen 3 und 30 Jahren bewertet. Die Anschaffungskosten für geringwertige Wirtschaftsgüter werden (Anschaffungswert bis zu € 800,00) teilweise zu 100 % abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Ausleihungen an Gesellschafter betragen zum Bilanzstichtag T€ 3.657. Sie wurden mit einem marktüblichen Zinssatz von 2,0 v. H. verzinst. Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Bei Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Infolge der Unterschiede zwischen steuerrechtlichen und handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften ergeben sich latente Steuern. Aktive und passive latenten Steuern wurden miteinander saldiert, die latenten Steuern gemäß § 306 HGB wurden mit den latenten Steuern gemäß § 274 HGB zusammengefasst. Die ausgewiesenen latenten Steuern wurden mit einem Steuersatz in Höhe von 15 % für Körperschaftsteuer zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag sowie 16,1 % für Gewerbesteuer berechnet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Erfüllungsbetrag wurde nach dem modifizierten Teilwertverfahren gemäß den Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck und einem Zinssatz von 1,87 % (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre) sowie einer Lohn-, Gehalts- und Rentendynamik von jeweils 0,00 % ermittelt. Bei Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre (1,35 %) ergibt sich ein um T€ 13 höherer Rückstellungsbetrag. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II 1 HGB). Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. V. Erläuterungen zur Bilanz Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten mit ihren historischen Anschaffungskosten und den kumulierten Abschreibungen sind in einem Konzernanlagespiegel gemäß § 268 Abs. 2 HGB als Anlage zum Anhang dargestellt. Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) der VISPIRON GmbH beträgt T€ 150. Die sich aus der Erstkapitalkonsolidierung (01.01.2012) der inländischen Gesellschaften ergebenden passivischen Unterschiedsbeträge in Höhe von T€ 3.468 wurden unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Ebenso wird der passive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung der VISPIRON ECO INVESTMENT GmbH in Höhe von T€ 1.240 unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Unter Einbeziehung des Stammkapitals der Muttergesellschaft in Höhe von T€ 150, der Gewinnrücklagen in Höhe von T€ 4.708, des Gewinnvortrages mit T€ 18.869, der Kapitalanteile der Fremdgesellschafter in Höhe von T€ 1.754 und des Konzerngewinns mit T€ 530 ergibt sich ein erwirtschaftetes Konzerneigenkapital in Höhe von T€ 26.011. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitsspiegel zusammengefasst:
Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen die Finanzierung langlebiger Wirtschaftsgüter, im Wesentlichen sind dies die Photovoltaikparks. Insgesamt sind Verbindlichkeiten i. H. v. 33,4 Mio. € mit Buchgrundschulden, Abtretung von Einzelforderungen und Pachtverträgen, Raumsicherungsübertragungen, persönlichen Dienstbarkeiten und durch Verpfändung von Guthaben besichert. Zum Stichtag 31.12.2021 wurden latente Steuern passiviert. Die passiven latenten Steuern aus den Einzelbilanzen, die in erster Linie auf steuerliche Sonderabschreibungen bei den PV-Parks sowie auf aktivierte Entwicklungskosten zurückzuführen sind, wurden mit aktiven latenten Steuern aus Pensionsrückstellungen und Verlustvorträgen verrechnet. Die saldierten latenten Steuersalden entwickelten sich wie folgt:
Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung erfolgen im Lagebericht. VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse (T€ 41.383), sowie die Gesamtleistung des Konzerns (T€ 52.251) verteilen sich wie folgt auf einzelne Tätigkeitsbereiche:
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 697 beinhalten u.a. Rückstellungsauflösungen (T€ 37), Erträge aus Anlagenabgang (T€ 74), Sachbezüge (T€ 196) sowie sonstige Erträge (T€ 291). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von T€ 21 enthalten. Der Personalaufwand ist um T€ 638 Zuwendungen der Bundesagentur für Arbeit vermindert, die den Konzernunternehmen VISPIRON SYSTEMS und VISPIRON ROTEC durch die Inanspruchnahme von Kurzarbeit gewährt wurden. VII. Sonstige Angaben Zum Abschlussstichtag bestanden, neben den in der Bilanz ausgewiesenen, folgende weitere Haftungsverhältnisse:
Wir schätzen das Risiko der Inanspruchnahme aufgrund der finanziellen Situation als gering ein. Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Versicherungs-, Pacht und Leasingverträgen bestehen für das Jahr 2022 in Höhe von T€ 700 und für die Folgejahre in Höhe von 2,7 Mio. €. Der Wert für die Folgejahre beinhaltet u. a. Verpflichtungen aus Pachtverträgen i. H. v. 2,3 Mio. €. Die Höhe wurde geschätzt basierend auf den Werten des Jahres 2021. Teilweise wird die Pacht prozentual zur jährlichen Einspeisevergütung errechnet, die die Gesellschaften mit den PV-Anlagen auf den gepachteten Flächen erwirtschaften. Die Pachtverträge haben teilweise Laufzeiten bis ins Jahr 2042. Aus Mietverträgen bestehen derzeit jährliche finanzielle Verpflichtungen i. H. v. 1,4 Mio. €. Bis zum voraussichtlichen Laufzeitende bestehen Verpflichtungen von 12,6 Mio. €. Im Jahresdurchschnitt 2021 wurden insgesamt 445 Mitarbeiter beschäftigt. Davon 381 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und 63 sonstige wie Auszubildende, Praktikanten, Werkstudenten sowie geringfügig oder kurzfristig Beschäftigte, sowie ein Geschäftsführer. Die Schutzklausel gemäß § 314 Abs. 3 i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen. Die zur Finanzierung aufgenommenen Darlehen enthalten teilweise Vereinbarungen über die Zahlung von variablen Zinsen. Zur Sicherstellung einer gleichbleibenden bzw. planbaren zukünftigen Zinsbelastung wurden mit den jeweiligen Kreditinstituten Zinsswap-Geschäfte abgeschlossen, die die variable Verzinsung in eine feste Verzinsung umwandeln. Zum 31.12.2021 sind variabel verzinsliche Darlehen in Höhe von 12,9 Mio. € durch korrespondierende Zinsswaps abgesichert. Der beizulegende Zeitwert (Marktwert) der abgeschlossenen Zinsswap-Geschäfte beläuft sich zum 31.12.2021 auf T€ 518. Die Bewertung der Zinsswaps erfolgte nach § 255 Abs. 4 S. 2 HGB durch die Kreditinstitute, mit denen die Zinsswap-Geschäfte geschlossen wurden bzw. durch von diesen beauftragten Kreditinstituten. Die Bewertungen basieren auf den am Bilanzstichtag bei Handelsschluss vorherrschenden indikativen Marktzinssätzen sowie indikativen Volatilitätsangaben und repräsentieren den Wert, zu dem das jeweilige Kreditinstitut den jeweiligen Zinsswap zurückkaufen oder verkaufen würde. Es wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, die Sicherungsbeziehungen durch die Bildung von Bewertungseinheiten (BWE) zur Absicherung der Zinsänderungsrisiken bilanziell nachzuvollziehen. Die Mikro-BWE zwischen den Zinsswaps (Sicherungsgeschäfte) und Finanzierungsdarlehen (Grundgeschäfte) beziehen sich auf Zinszahlungen in einem Zeitraum bis zum September 2029. Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 57 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach dem Schluss des Konzerngeschäftsjahres sind die Energiepreise sehr stark angestiegen. Der Konzern ist von der Preisentwicklung sowohl umsatz- als auch kostenmäßig betroffen. Im Geschäftsbereich ENERGY-Betrieb werden höhere Einnahmen als ursprünglich für das Geschäftsjahr 2022 geplant erwartet, da die Strompreise an den Börsen deutlich gestiegen sind. Der VISPIRON Konzern bezieht seinen Strom bereits seit einigen Jahren aus den eigenen Solarparks. Hierdurch ist der Strompreis für die kommenden Jahre auf Vorkrisenniveau vertraglich vereinbart. Dieser Zustand stärkt die Liquidität und hält die Stromkosten stabil. Die Wärmeversorgung am Standort München erfolgt über Gas. Hier wird das Unternehmen höhere Kosten haben. Durch eine Reduzierung der Vorlauftemperatur bei der Heizung und weiteren Einsparungen wird der Kostenanstieg so gut wie möglich reduziert. Insgesamt wird der Anstieg der Energiekosten für die Unternehmensgruppe als nicht kritisch bewertet, da die VISPIRON kein energieintensives Unternehmen ist. Ergebnisverwendung des Mutterunternehmens: Der Geschäftsführer der VISPIRON GmbH, Herr Amir Roughani, schlägt der Gesellschafterversammlung vor, das Jahresergebnis 2021 auf neue Rechnung vorzutragen.
München, den 31. Oktober 2022 VISPIRON GmbH, München Amir Roughani, Geschäftsführer Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021A. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell des Konzerns Die VISPIRON GmbH bietet ihre Dienstleistungen und Produkte über ihre Tochterunternehmen an Kunden aus insbesondere der Automobilindustrie und Energiewirtschaft an. Unter dem Dach der Muttergesellschaft VISPIRON GmbH werden fünf Segmente konsolidiert. Dabei handelt es sich um die Sparten SYSTEMS, CARSYNC, ROTEC, ENERGY-Bau und ENERGY-Betrieb. Die Sparten SYSTEMS und ROTEC sind durch eine Zwischenholding, die VISPIRON TECHNOLOGY GmbH als 100%ige Tochter der VISPIRON GmbH, als separater Haftungskreis zusammengefasst. Der Bereich SYSTEMS beinhaltet das Geschäft der VISPIRON SYSTEMS GmbH, eine 100%ige Tochtergesellschaft der VISPIRON TECHNOLOGY GmbH. Die VISPIRON SYSTEMS GmbH ist ein F&E-Dienstleister mit Kunden aus den Bereichen Automotive und Informationstechnologie und dabei deutschlandweit aktiv. Die Firma hat ihren Hauptsitz in München und unterhält eine weitere Niederlassung in Ingolstadt. Die VISPIRON SYSTEMS GmbH bietet Entwicklungs-, Beratungs- und Trainingsdienstleistungen für Future Mobility, Future Energy und Digital Transformation an. Der Bereich ROTEC wird repräsentiert durch die VISPIRON ROTEC GmbH, ebenfalls eine 100%ige Tochtergesellschaft der VISPIRON TECHNOLOGY GmbH. Die ROTEC ist seit über 30 Jahren ein weltweit etablierter Anbieter bei der Messung, Analyse und Überwachung von Drehschwingungen. Die Anwendungsgebiete reichen von Antriebsstrang und Getrieben bis hin zu Turbinen, Dämpfern, Walzen/Zylinder sowie der Verzahnungsprüfung. Die ROTEC-Messtechnik wird in den Branchen Automotive, Maschinenbau und Großmotoren sowie der Energieindustrie eingesetzt. Durch das breite Vertriebsnetz und die Zusammenarbeit mit internationalen Vertriebspartnern ist die VISPIRON ROTEC GmbH weltweit aktiv. Der Geschäftsbereich CARSYNC bestehend aus der CARSYNC GmbH mit ihren Sparten CONNECTED und SERVICES sowie der mobility first GmbH bietet mit der Kombination aus Fuhrparkdigitalisierung, Fuhrpark- & Schadenmanagement eine All-In-One-Lösung für Selbstständige und Unternehmen an. Das Segment ENERGY-Bau wird repräsentiert durch die VISPIRON ENERGY GmbH & Co. KG sowie die VISPIRON EPC GmbH & Co. KG. Die VISPIRON GmbH ist mit 75% an beiden Gesellschaften beteiligt. Die VISPIRON ENERGY GmbH & Co. KG ist für den Bereich der Wartung und Betriebsführung von konzerneigenen und Kundenkraftwerken verantwortlich. Die VISPIRON EPC GmbH & Co. KG bietet den Solar-Kraftwerksbau an. Die Sparte ENERGY-Betrieb umschließt die VISPIRON ENERGY PARKS GmbH und ihre Tochtergesellschaften. Die VISPIRON ENERGY PARKS GmbH ist eine 100%ige Tochter der VISPIRON GmbH. Dieser Bereich beinhaltet die im Eigenbestand gehaltenen Solarkraftwerke der VISPIRON Gruppe. Die Dienstleistungen und Produkte für die Automobilindustrie kommen in den F&E-Bereichen der Kunden zum Einsatz. Dadurch gibt es keinen direkten Zusammenhang zwischen den Umsatzerlösen des VISPIRON Konzerns sowie dem Produktionsabsatz der Kunden. Allerdings sind die F&E-Budgets sowie die Preise für die Dienstleistungen und Produkte der jeweiligen Konzernunternehmen von dem wirtschaftlichen Erfolg der Kunden abhängig. Dementsprechend ist das Unternehmenswachstum der VISPIRON GmbH auch mit einer positiven Entwicklung des Kunden- und Weltwirtschaftswachstums verbunden. Die GREEN IT GmbH (Beteiligungshöhe der VISPIRON GmbH: 70%) und Klimahelden GmbH (Beteiligungshöhe der VISPIRON GmbH: 60%) sind seit 2020 jüngere Beteiligungen mit folgenden Geschäftsmodellen: GREEN IT erbringt Dienstleistungen für IT-Betrieb, IT-Security und IT-Beratung. Klimahelden entwickeln und betreiben eine Plattform, mit der sie die CO 2 -Emissionen von KMUs messen, reduzieren und ausgleichen. Neben der Sparte ENERGY-Bau erbringen die folgenden weiteren Unternehmen Dienstleistungen im Energiebereich: Durch die CHARGE-V GmbH (vormals VISPIRON CHARGE-V GmbH, Beteiligungshöhe der VISPIRON GmbH: 51%), der SEtrade GmbH (Beteiligungshöhe der VISPIRON GmbH: 34,49%) und VISPIRON ECO INVESTMENT GmbH (vormals VISPIRON POWER SOLUTIONS GmbH, Beteiligungshöhe der VISPIRON GmbH: 53,11%) kann das Produktportfolio um die Themen Finanzierung, Ladeinfrastruktur, Batteriespeicher sowie Stromhandel ausgebaut werden. Perspektivisch wird die Sparte ENERGY-Bau mit diesen Firmen zu einem Eco System Energy ausgebaut. 2. Forschung und Entwicklung Innerhalb der VISPIRON Gruppe sind Mitarbeitende in den Geschäftsbereichen SYSTEMS, CARSYNC, ROTEC und CHARGE-V im Bereich der Forschung und Entwicklung tätig. CHARGE-V und Klimahelden erzielen noch keine nennenswerten Umsätze und sind als Start-Ups mit dem Aufbau des Geschäftsmodells beschäftigt. Daher wird ihre Geschäftsentwicklung mit Ausnahme der Beschreibung der Tätigkeiten im Bereich Forschung und Entwicklung der CHARGE-V in diesem Lagebericht nicht näher erläutert. Die Sparte SYSTEMS beschäftigt Techniker (m/w/d), Ingenieure (m/w/d), Softwareentwickler (m/w/d) und Projektmanager (m/w/d), die ihre F&E-Leistungen im Kundenauftrag erbringen. Die Beauftragung erfolgt hauptsächlich im Rahmen von Werkverträgen; vereinzelt finden ebenfalls noch die Formen der Arbeitnehmerüberlassung und Dienstverträge Anwendung. Die interne Struktur besteht aus vier Business Units (BUs): Die BU ENGINEERING mit Schwerpunkt Test & Absicherung sowie Funktionsentwicklung von Elektrik- & Elektronikkomponenten, die BU PROJECT SOLUTIONS mit ihren Kernkompetenzen Projektmanagement, -steuerung und -koordination sowie Prozessdigitalisierung und Qualitätsmanagement, die BU MOBILITY & ENERGY mit Fokus auf nachhaltige Mobilitäts- und Ladekonzepte sowie Beratung zu Nachhaltigkeit in Unternehmen und die BU DIGITAL SOLUTIONS (zuvor AGILE IT genannt) mit Lösungen für individuelle Softwareentwicklung und Data Analytics. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine eigenen Entwicklungsleistungen aktiviert. Auch im Jahr 2021 lag der Fokus bedingt durch die Unsicherheiten und Auswirkungen der Corona-Pandemie vollständig auf der Durchführung und Aufrechterhaltung der Kundenprojekte. In der BU ENGINEERING beispielsweise konnten aufgrund der Auftragslage keine personellen Ressourcen für interne Entwicklungsprojekte allokiert werden, wonach auch keine Wiederaufnahme bereits begonnener Projekte wie beispielsweise der Entwicklung eines Testracks zur Durchführung von Dienstleistungen als Full-Service-Provider stattfand. Mit dem im Jahre 2019 selbst entwickelten und in Betrieb genommenen Systemprüfstand für Hochvolt-Tests der Leistungselektronik ist es der VISPIRON SYSTEMS GmbH gelungen, sich in einer Nische zu positionieren und Testdienstleistungen für Antriebselektronik und Ladeinfrastruktur anzubieten. Aufgrund der sehr zufriedenstellenden Auslastung der Anlage sowie der hohen Nachfrage nach Tests auf Kundenseite wurde im vergangenen Jahr eine Erweiterung der Testinfrastruktur umgesetzt, dank welcher die Testkapazitäten verdreifacht werden können. In Teilen konnte die Anlage bereits im vergangenen Geschäftsjahr in Betrieb gehen, die vollständige Inbetriebnahme findet Anfang 2022 statt. Daneben wurde mit der Planung einer weiteren Testanlage im Bereich des Batteriezell-Testing begonnen. Dieses neue Prüflabor wird zusammen mit einem Kooperationspartner errichtet und Mitte des Jahres 2022 den Betrieb aufnehmen. Im Bereich CARSYNC wurde im Jahr 2021 weiterhin intensiv in die Entwicklung investiert: Insbesondere die Entwicklung der CARSYNC Plattform ECO forderte weitere Investitionen. Mit CARSYNC ECO werden digitale Lösungen sowie ein Partnernetzwerk für die Transformation von klassischen Fuhrparks in die neue Generation der Businessmobilität - intermodal, grün, vernetzt und geteilt - ermöglicht. Vor allem bei KMUs sollen die manuellen Workflows automatisiert werden. Die Entwicklung der Plattform soll im Jahr 2023 abgeschlossen werden. Das ROTEC Messsystem wurde im Jahre 2021 erfolgreich bei E-Antriebssträngen und Kraftwerksüberwachungen eingesetzt. Die Neu- und Weiterentwicklungen der letzten Jahre mit Fokus auf E-Mobilität zahlt sich in neuen Umsätzen aus. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden folgende Produkte entwickelt: Monitoring-System Aquila mit Cloud-Anbindung zur Dauerüberwachung von Maschinen, Anlagen und Schiffen (erste Anwendungsphase bei Kunden Anfang 2022), neue Sensor-Elektroniken mit O-LED und einheitlichem Design für Lasersensoren, Inkrementalgeber und Magento-Resistiv-Sensoren zur Drehzahlerfassung, Entwicklung eines hochgenauen Drehzahlsensors für sehr große Wellendurchmesser z.B. im Bereich Vermessung von Windkraftgetrieben sowie ein Produkthandbuchs für Software und Messsystem. Die CHARGE-V entwickelt intelligente Ladesysteme, welche durch die Vernetzung von Elektromobilität und Energiewirtschaft nachhaltige Geschäftsmodelle ermöglichen. Im Jahre 2021 stand insbesondere die Fertigstellung der Serienentwicklung sowie die Vorbereitung der TÜV-Zertifizierung im Mittelpunkt. Folgende Entwicklungskosten wurden im Jahr 2021 aktiviert:
B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft konnte ihr reales Wachstum im Geschäftsjahr 2021 i.H.v. 6,02 % im Vergleich zum Vorjahr steigern (Quelle: Statista, Wachstum des weltweiten realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1980 bis 2023, Oktober 2022). Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum von 2,6% und betrug somit einen Wert von 3,6 Billionen EUR. Dies ist zurückzuführen auf eine Erholung der Wirtschaft, nachdem sich der Indikator im Vorjahr aufgrund der Folgen der Corona-Pandemie abwärts entwickelte (Quelle: Statista, Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland von 1991 bis 2021, April 2022). Auch der deutsche Außenhandel entwickelte sich im Jahr 2021 wieder positiv und erreichte mit einem Wachstum von 47,4% im Vergleich zum Vorjahresmonat im April 2021 seinen höchsten Wert (Quelle: Statista, Veränderung des deutschen Exportvolumens im Vergleich zum Vorjahresmonat von März 2020 bis Januar 2022, April 2022). Entsprechend der Erholung der wirtschaftlichen Lage normalisierte sich auch der Arbeitsmarkt in Deutschland. Zwar spiegeln sich die Folgen der Corona-Krise in der Erhöhung der Langzeitarbeitslosigkeit wider, jedoch sank die Inanspruchnahme von Kurzarbeit sukzessive zum Jahresende hin. Des Weiteren stieg die Anzahl an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (m/w/d) per Dezember 2021 deutlich an. In Zahlen ausgedrückt erhöhte sich die Erwerbstätigkeit gegenüber dem Vorjahr um 1,1% auf 45,34 Mio. (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Monatsbericht zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt, Januar 2022). Die Arbeitslosenquote sank im vergangenen Geschäftsjahr leicht auf 5,7% und bewegt sich tendenziell wieder auf Vorkrisenniveau zu (Quelle: Statista, Arbeitslosenquote in Deutschland im Jahresdurchschnitt von 2005 bis 2022, April 2022). Die Anzahl der sich in Kurzarbeit befindenden Arbeitnehmer (m/w/d) erreichte im Februar für das Geschäftsjahr 2021 mit rund 3,8 Mio. ihren Höhepunkt. Im Jahresverlauf ist jedoch eine deutliche Abnahme der Kurzarbeit zu beobachten, wobei eine Rückkehr zum Vorkrisenwert noch nicht in unmittelbarer Reichweite erscheint (Quelle: Statista, Anzahl der Kurzarbeiter in Deutschland von 1991 bis 2020 (Jahresdurchschnittswerte) und in den Monaten von Januar 2021 bis Februar 2022, April 2022). Für das neue Geschäftsjahr 2022 wird weiterhin mit einem leichten Wachstum gerechnet. Die aktuellen Prognosen zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland für das Jahr 2022 reichen von 1,2% (IMF) bis hin zu 2,5% (Ifo). Für die Weltwirtschaft wird ebenfalls eine eher konservative Steigerung des BIP von maximal 3,2% (IMF) vorhergesagt (Quelle: Statista, Corona Krise: Aktuelle Prognosen führender Organisationen und Wirtschaftsinstitute zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in ausgewählten Ländern im Jahr 2022, Oktober 2022). 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen a) Markt Bereich SYSTEMS Im Jahre 2021 setzte sich der Transformationsprozess der Elektrifizierung in der Automobilindustrie weiterhin fort und spiegelte sich in einer Vielzahl adäquater Projektausschreibungen. Die damit einhergehenden Entwicklungen und Serienanforderungen erfordern bei den Lieferanten eine entsprechende Entwicklungsinfrastruktur, ohne die eine Leistungsvergabe nicht erfolgt. Die Megatrends Mobilitätsdienste und autonomes Fahren sind im Vergleich zu der Elektrifizierung unterpriorisiert. Die Dynamik der Elektrifizierung bietet der F&E-Dienstleistungsbranche weiterhin neue Chancen. Die F&E-Budgets der Original Equipment Manufacturer (OEM) und die damit verbundenen Umsatzchancen für die Dienstleister im Umfeld der Fahrzeugelektrifizierung wurden durch die globale Pandemie, dem Brexit und ungelösten Handelsstreitigkeiten nicht weiter getrübt. In 2021 ließen sich kaum noch Auswirkungen der Pandemie sowie des Brexits auf Umsatz und Projektausschreibungen verzeichnen und in den Handelsbeziehungen fand eine weitestgehende Beruhigung statt. Die Nachfrage ist dank staatlicher Förderungen bei der Elektromobilität und des sich abzeichnenden Ausbaus der Ladeinfrastruktur noch stärker als zuvor und sorgt für eine Beschleunigung des Innovationszyklus. Für die Entwicklungsdienstleister (EDL) bedeutet diese Marktveränderung weiterhin starken Investitionsbedarf und Kompetenztiefe, um die neuen spezifischen Anforderungen dieser Zukunftsthemen anbieten zu können. Des Weiteren werden Kooperationen mit Wettbewerbern eingegangen, um die von den Kunden geforderte Breite an Kompetenzen im Rahmen von großen Projektpaketen anbieten zu können. Eine Fortsetzung der Konsolidierung von EDLs wird den Markt ebenfalls beeinflussen. Unabhängig von der Größe finden auf allen Ebenen Zukäufe und Fusionen statt. Die Transformation schlägt sich inzwischen auch über Zusammenschlüsse und Kooperationen zwischen IT-Unternehmen und Engineering- Anbietern nieder. Es ist davon auszugehen, dass sich der Wettbewerb zwischen den EDLs verschärfen und sich der Umsatz konstant oder leicht rückläufig entwickeln wird. Denn auch bei den EDLs kommen neue spezialisierte Anbieter auf den Markt, um die Themenvielfalt zu bedienen. Durch die Spezialisierung auf infrastrukturintensive F&E-Projekte können EDLs trotz dieser Entwicklung ihre Ertragskraft im Verhältnis zu den Vorjahren verbessern. Im Rahmen der Durchführung dieser Projekte kann von Automatisierungs- und Skalierungseffekten ohne entsprechenden Aufbau personeller Ressourcen profitiert werden. b) Markt Bereich ROTEC Der Bereich ROTEC ist mit seinen Messsystemen weltweit ein etablierter Anbieter bei der Messung und Analyse von Drehschwingungen. Die Messgeräte sowie die dazugehörige Software und Sensorik werden hauptsächlich in der Automobilentwicklung, aber auch bei der Entwicklung von Schiffen, Flugzeugen und Turbinen sowie Getrieben eingesetzt. Auch hier ist die Entwicklung des Marktes stark abhängig von der Entwicklung des Automobilmarktes bzw. deren Investitionen für Fertigung und Entwicklung. ROTEC hat mit neuen Produkten den technologischen Wandel erkannt und reagiert. Mit neuen Anwendungen wie z. B. Monitoring von Anlagen der Energieerzeugung oder der Elektromobilität erzielt die ROTEC zunehmend Erträge aus der Prüfung von Getrieben und Zahnrädern und entwickelt Soft- und Hardware-Lösungen zur End-Off-Line-Prüfung in der Fertigung. c) Markt Bereich CARSYNC Der Geschäftsbereich CARSYNC bietet Hard- und Softwareprodukte sowie Dienstleistungen in Bezug auf Fahrtenbuch, Fuhrparkdigitalisierung und Fuhrparkmanagement an und zielt mit ihrem All-In-One-Ansatz auf KMUs und Unternehmen als Kundengruppen ab. Der Markt für den Bereich CARSYNC entwickelt sich weiterhin positiv. Das Thema Mobilität ist in der öffentlichen Wahrnehmung inzwischen sehr präsent. Nach Einschätzung der Geschäftsführung wünschen sich immer mehr Kunden ein ganzheitliches System, mit dem alle Daten und Prozesse für Fuhrparkmanagement und Mobilität behandelt werden können. Die Transformation der fossilen Fuhrparks in elektrisch betriebene Fahrzeuge mit der entsprechenden Ladeinfrastruktur, Ökostromlieferung und neue Mobilitätsansätze wie Carsharing halten zunehmend Einzug. Die Geschäftsführung erwartet, dass sich in Zukunft vor allem die Anbieter durchsetzen können, die das Thema ganzheitlich bedienen und alle Anforderungen (Datenschutz, Privatsphäre, aber auch eine technische All-In-One Lösung mit Services aus einer Hand) gesamthaft abdecken. d) Markt Bereich ENERGY-Bau Im Geschäftsbereich ENERGY-Bau werden Photovoltaik-Kraftwerke im Bereich der Megawattklasse als Generalunternehmer gebaut. Des Weiteren werden Entwicklungsdienstleistungen für Photovoltaik-Kraftwerke angeboten. Der Photovoltaikmarkt hat sich in Deutschland auch im Jahre 2021 mit einem Zubau i.H.v. 5,3 Gigawatt weiterhin positiv entwickelt (Quelle: pv-magazine.de, https://www.pv-magazine.de/2022/01/31/photovoltaik-zubau-in-deutschland-2021-brutto-bei-52632-megawatt/). Die kumulierte installierte Leistung aller Photovoltaikanlagen in Deutschland liegt damit bei knapp 59 Gigawatt (Quelle: Statista, https://de.statista.com/statistik/daten/studie/13547/umfrage/leistung-durch-solarstrom-in-deutschland-seit-1990/). Auch die Aussichten für das Jahr 2022 sind durchaus positiv: bereits im ersten Halbjahr 2022 beläuft sich der Zubau auf 3,2 Gigawatt (https://www.solarserver.de/2022/08/01/juni-2022-photovoltaik-zubau-steigt-windenergie-zubau-sinkt/). e) Markt Bereich ENERGY-Betrieb Der Bereich ENERGY-Betrieb umfasst die selbst erbauten und im Eigenbestand gehaltenen Photovoltaikkraftwerke. Einflussfaktoren für eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung dieser Sparte sind neben dem technischen Zustand und damit der "Performance Ratio" der Anlage zum einen ausreichend Sonneneinstrahlung und zum anderen die Entwicklung des Strompreises. Im Jahr 2021 konnte ein deutlicher Anstieg des Strompreises an der Leipziger Strombörse verzeichnet werden. Die Photovoltaikanlagen werden entsprechend ihrer langen Laufzeit langfristig finanziert. Dadurch kurz- und mittelfristige Zinsveränderungen keine Rolle. Die neue Phase der Energiewende sieht die Digitalisierung und Flexibilisierung (Speicherkraftwerke) vor. Erweiterungen der Bestandsanlagen um Batteriespeicherkraftwerke wurden im vergangenen Geschäftsjahr bereits erfolgreich umgesetzt. 3. Geschäftsverlauf Vor Konsolidierung ergab sich für die Teilbereiche folgende wirtschaftliche Entwicklung: Die VISPIRON SYSTEMS GmbH hat das Geschäftsjahr 2020 mit einem Umsatz von 18,5 Mio. EUR (Vj. 23,0 Mio. EUR) abgeschlossen. Damit verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang von ca. 19%. Die Hauptursache liegt darin begründet, dass im Rahmen einer Neuausschreibung eines Projektes lediglich ein mittlerer zweistelliger Prozentsatz des ursprünglichen Umsatzvolumens erneut gewonnen werden konnte. Bei einer Gesamtleistung von 18,6 Mio. EUR (Vj. 22,9 Mio. EUR) lag das EBIT bei einem zufriedenstellenden Wert von knapp 1,4 Mio. EUR (Vj. 1,7 Mio. EUR). Im Bereich CARSYNC reduzierte sich der Umsatz um 9% auf 9,3 Mio. EUR (Vj. 10,2 Mio. EUR). Das EBIT lag bei knapp -1,7 Mio. EUR (Vj: -1,3 Mio. EUR); das negative Ergebnis liegt in den folgenden Umständen begründet: Die CARSYNC GmbH investierte auch im vergangenen Geschäftsjahr in der Sparte CONNECTED weiterhin stark in die Entwicklung der eingangs beschriebenen Mobilitätsplattform. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie zeigten sich zudem im Bereich der Kundenpotenziale: Durch den Wegfall von Messen im Jahr 2020 ging ein wichtiger Baustein in der Kontaktakquise verloren, welcher sich aufgrund langfristiger Sales-Zyklen durch andere offline-Lead-Generierungsaktionen nicht kompensieren ließ. Mit Beginn des dritten Quartals führten des Weiteren die mangelnden Halbleiter in der Fahrzeugfertigung dazu, dass Fahrzeuge nicht mehr im Jahr 2021 ausgeliefert wurden, sondern erst in 2022 in den Flottenbestand aufgenommen werden konnten. Daraus resultierten umfangreiche Umsatzverschiebungen in das Jahr 2022. In der Sparte SERVICES begleitete die Übernahme und erfolgreiche Integration der operativen Prozesse der mobility first GmbH auch noch das Jahr 2021. Ebenfalls zogen sich die bereits im Vorjahr eingeleiteten Stabilisierungsmaßnahmen der Geschäftsprozesse nach den heftigen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Geschäft der Sparte SERVICES auch noch bis in das erste Halbjahr 2021 hinein. Ab dem dritten Quartal konnte jedoch erfolgreich die Geschäftsstabilität wiederhergestellt werden. Insgesamt aber entwickelte sich das Geschäft der Sparte SERVICES wie zu Anfang des Jahres geplant. Seitens der Akquise wurden weitere gemeinsame Kunden gewonnen, die sowohl CONNECTED- als auch SERVICES-Leistungen beziehen. In der mobility first GmbH konnte dank der im Vorjahr eingeleiteten Übernahme der operativen Aufgaben durch die SERVICES-Sparte der CARSYNC GmbH die geplante externe Abwicklungsinfrastruktur für die operativen Dienstleistungen erfolgreich aufgebaut werden. Dies spiegelte sich auch im positiven Ergebnis der mobility first GmbH für das Jahr 2021 wider. Der Bereich ROTEC konnte das Jahr 2021 als das profitabelste Geschäftsjahr der vergangenen drei Jahre abschließen. Der Umsatz konnte auf 3,1 Mio. EUR (Vj: 2,1 Mio. EUR) und das EBIT auf 0,6 Mio. EUR (Vj: -0,1 Mio. EUR) gesteigert werden. Begründet wurden die erfreulichen Umsatzzahlen zum einen mit einer stabilen Abnahme von Messgeräten durch Kunden aus der Automobil- und Automobilzuliefererbranche. Zum anderen trug die Abkündigung der vorigen ROTEC-Gerätegeneration zum guten Umsatz bei. Mit Blick auf die verschiedenen Märkte und Regionen der ROTEC zeigte sich eine deutliche Stabilisierung der europäischen und nicht europäischen Absätze. Die im vergangenen Geschäftsjahr eingetretene Chip-Krise betraf jedoch auch Komponenten und Produkte der ROTEC. Ein Ressourcenengpass konnte aber für das Jahr 2021 durch frühzeitige Bestellungen sowie eine relative große Bestandsmenge anfertigen und unfertigen Erzeugnissen abgewandt werden. Die Sparte ENERGY-Bau bestehend aus den Firmen VISPIRON EPC GmbH & Co. KG und VISPIRON ENERGY GmbH & Co. KG realisierte einen um 123% deutlich gesteigerten Umsatz i.H.v. knapp 14,4 Mio. EUR (Vj: 6,5 Mio. EUR). Das EBIT belief sich auf knapp 0,9 Mio. EUR (Vj: -0,4 Mio. EUR). In der VISPIRON EPC GmbH & Co. KG konnten PV-Projekte planmäßig im vierten Quartal 2021 abgeschlossen werden. Weiterhin konnten auch sehr gute Fortschritte bei der Entwicklung und Umsetzung von netzgekoppelten Speichern bei PV-Freiflächen erzielt werden. Die Projektierung und der Bau der ersten Batteriespeicherprojekte konnten im vergangenen Geschäftsjahr erfolgreich realisiert werden. Die VISPIRON ENERGY GmbH & Co. KG konnte die Wartungen und technischen Betriebsführungen an den PV-Anlagen der Kunden sowie an den im Eigenbestand der VISPIRON-Gruppe gehaltenen Solarparks planmäßig durchführen. Im Geschäftsbereich ENERGY-Betrieb wurde ein Gesamtumsatz von 6 Mio. EUR (Vj. 6,6 Mio. EUR) sowie ein EBIT i.H.v. knapp 1,9 Mio. EUR (Vorjahr: 2,3 Mio. EUR) erzielt. Nach Konsolidierung ergaben sich für den Konzern Umsatzerlöse i.H.v. 41,4 Mio. EUR (Vj. 46,5 Mio. EUR) sowie eine Gesamtleistung von 46,6 Mio. EUR (Vj. 51 Mio. EUR). Das EBIT verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 45% und lag bei 1,2 Mio. EUR (Vj. 2,1 Mio. EUR). Der Rohertrag (Gesamtleistung abzgl. Materialaufwand) verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 35,7 Mio. EUR (Vj. 38,8 Mio. EUR). Gemessen an der Gesamtleistung liegt der Rohertrag damit bei 68% (Vj. 76%) der Gesamtleistung. 4. Mitarbeitende (m/w/d) Im Konzern waren zum 31.12.2021 insgesamt 445 Mitarbeitende (m/w/d) (Vj. 455 Mitarbeitende (m/w/d)) beschäftigt. Die Zahlen gliedern sich wie folgt auf:
5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage a) Vermögenslage Die Bilanzsumme liegt zum Ende des Berichtszeitraums bei 91 Mio. EUR (Vj. 81,5 Mio. EUR). Abschreibungen in Höhe von 4,9 Mio. EUR standen Investitionen in Höhe von 13,2 Mio. EUR gegenüber, welche hauptsächlich in den selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen und neu errichteten Photovoltaikanlagen zu verzeichnen sind. Im Umlaufvermögen wurden 6 Mio. EUR (Vj. 4,3 Mio. EUR) in Arbeit befindliche Aufträge bilanziert. Dies ist stichtagsbezogen auf ein höheres Volumen an nicht fertiggestellten Bauleistungen der Sparte ENERGY-Bau zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich aufgrund konsequentem Forderungsmanagement auf 4,7 Mio. EUR (Vj. 5,3 Mio. EUR). Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Mieterzuschüsse für Büroausstattung. Das Eigenkapital blieb mit 26 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Die Eigenkapitalquote reduziert sich bei gleichzeitig gestiegener Bilanzsumme auf 28,6% (Vj. 32%). Der Eigenfinanzierungsgrad im langfristigen Anlagevermögen sinkt im Vergleich zum Vorjahr und beläuft sich auf 44,1% (Vj. 51,2%). Zusammen mit den langfristigen Finanzkrediten ist das Anlagevermögen fristenadäquat finanziert. Die Rückstellungen erhöhten sich um knapp 37% auf 5,2 Mio. EUR (Vj. 3,8 Mio. EUR), davon entfallen auf Steuerrückstellungen 1,2 Mio. EUR (Vj. 0,6 Mio. EUR) und auf sonstige Rückstellungen 3,8 Mio. EUR (Vj. 2,9 Mio. EUR). Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf Rückstellungen für ausstehende Rechnungen zurückzuführen. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden zum 31.12.2021 in Höhe von 41,1 Mio. EUR (Vj. 39,7 Mio. EUR). Der Großteil der Verbindlichkeiten (31,8 Mio. EUR) besteht aus langfristigen Darlehen mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren und dient der Finanzierung der Photovoltaikkraftwerke. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen erhöhten sich auf 7,4 Mio. EUR (Vj: 2,3 Mio. EUR) und sind auf ein höheres Volumen von Anzahlungen für noch nicht fertiggestellten Bauaufträgen der Sparte ENERGY-Bau zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich mit 4,6 Mio. EUR um knapp 42% über dem Vorjahreswert (Vj: 3,2 Mio. EUR). Dies ist größtenteils auf stichtagsbezogene Schwankungen zum Jahreswechsel zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die passiven Rechnungsabgrenzungsposten auf knapp 0,7 Mio. EUR, hauptsächlich resultierend aus der Abgrenzung von Kundenrechnungen vor dem Bilanzstichtag, welche erst nach dem Bilanzstichtag ertragswirksam werden. b) Finanzlage Die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes der Gesellschaft erfolgt überwiegend durch Eigenkapital sowie durch bei verschiedenen Banken bestehende Kontokorrentlinien. Die Investitionen in die Photovoltaikanlagen werden durch langfristige Kredite finanziert. Folgende Zahlen ergeben sich aus der Kapitalflussrechnung (Angaben in TEUR):
Im Jahr 2021 wurde der Jahresüberschuss in Höhe von 0,2 Mio. EUR und nicht zahlungswirksame Abschreibungen in Höhe von 4,9 Mio. EUR durch eine Erhöhung des working capital in Höhe von 5,1 Mio. EUR ergänzt. Insgesamt wurde ein positiver operativer Cashflow in Höhe von 10,9 Mio. EUR erzielt. Es wurden im Jahr 2021 insgesamt 1,1 Mio. EUR Ertragssteuern gezahlt. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit beruht zum größten Teil auf angeschafftem Sachanlagevermögen sowie auf Entwicklungskosten. Im Geschäftsjahr 2021 wurden insgesamt 1,2 Mio. EUR Zinsen gezahlt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit war in Höhe von 18 TEUR negativ und enthält mit 6,4 Mio. EUR Zuflüsse aus Kreditaufnahmen und mit 5 Mio. EUR Kredittilgungen. Der Finanzmittelfonds zum 31.12.2021 betrug 4,8 EUR (Vj. 6,8 Mio. EUR) und setzt sich aus den vorhandenen Finanzmitteln (Guthaben bei Kreditinstituten) und Kontokorrentverbindlichkeiten zusammen. c) Ertragslage Der Umsatz im VISPIRON Konzern sank im Jahr 2021 um 11% auf knapp 41,4 Mio. EUR (Vj. 46,5 Mio. EUR). Im Wesentlichen ist dies auf den Umsatzrückgang im Bereich SYSTEMS zurückzuführen. Hier konnte im Rahmen einer Neuausschreibung eines Großprojekts nur noch ein Teil des bisherigen Bestellvolumens gewonnen werden. Weiterhin entwickelten sich die Umsätze im Bereich CARSYNC und im Segment ENERGY-Betrieb im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich auf 0,7 Mio. EUR (Vj. 1,4 Mio. EUR). Im Vorjahr waren in den sonstigen betrieblichen Erträgen Einmaleffekte i.H.v. 0,5 Mio. EUR aus der (teilweisen) Endkonsolidierung von verbundenen Unternehmen sowie Erträge i.H.v. 0,3 Mio. EUR aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten. Des Weiteren wurden Eigenleistung hauptsächlich für Entwicklungskosten und PV-Anlagen in Höhe von 3,3 Mio. EUR aktiviert (Vj. 2 Mio. EUR). Der Materialaufwand reduzierte sich auf 10,9 Mio. EUR (Vj. 12,3 Mio. EUR) und damit wie die Umsatzerlöse um 11%. Die Personalaufwendungen sanken um 7% auf knapp 24 Mio. EUR (Vj. 25,7 Mio. EUR). Dies ist zum einen auf die verringerte Mitarbeitenden-Anzahl sowie zum anderen auf den Einsatz von Kurzarbeit in den Bereichen SYSTEMS und ROTEC i.H.v. 0,6 Mio. EUR zurückzuführen. Die Abschreibungen reduzierten sich um 9% auf 4,9 Mio. EUR (Vj. 5,4 Mio. EUR) und entfallen zu einem wesentlichen Teil auf die Abschreibung von PV-Anlagen. Im Vorjahr waren außerplanmäßige Abschreibungen im Bereich SYSTEMS i.H.v. 408 TEUR zu verzeichnen. Die im Geschäftsjahr 2021 errichteten PV-Anlagen wurden erst Ende des Jahres in Betrieb genommen und wirken sich in den Abschreibungen erst im Folgejahr aus. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 6,4 Mio. EUR um knapp 7% unter dem Vorjahreswert (Vj. 6,8 Mio. EUR). Das Ergebnis (EBIT) des Konzerns sank im Vergleich zum Vorjahr um 45% auf 1,2 Mio. EUR (Vj. 2,1 Mio. EUR). Die einzelnen Geschäftsbereiche trugen (nach Konsolidierung) wie folgt dazu bei:
Der Bereich SYSTEMS erzielte ein um 17% gegenüber dem Vorjahr verringertes Ergebnis i.H.v. 1,4 Mio. EUR. Die Hauptursache liegt im Umsatzrückgang aufgrund der Neuausschreibung eines Großprojektes begründet, welches lediglich zu einem mittleren zweistelligen Prozentsatz des ursprünglichen Umsatzvolumens erneut gewonnen werden konnte. Das Ergebnis im Bereich ROTEC verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich und lag bei einem Wert i.H.v. 0,3 Mio. EUR; sehr gute Absatzzahlen bei Kunden im In- und Ausland trugen führten zu einem äußerst profitablen Geschäftsjahr. Für die CARSYNC ergab sich aufgrund anhaltend hoher Investitionen in die Produktentwicklung, weiterhin Corona-bedingten entgangenen Umsätzen im Neukundengeschäft sowie Umsatzverschiebungen durch Verzögerungen in der Fahrzeugauslieferung und dadurch zeitlich verlagerte Onboarding-Prozesse ein negatives Ergebnis i.H.v. -1,7 Mio. EUR. Der Bereich ENERGY-Bau erzielte im Berichtsjahr ein positives Ergebnis i.H.v. 0,4 Mio. EUR. Ursächlich hierfür sind die termingerecht im Geschäftsjahr abgeschlossenen PV- und Batteriespeicherprojekte. Der Bereich ENERGY-Betrieb erzielte im Vergleich zum Vorjahr witterungsbedingt geringere Umsätze. Ebenso verschlechterte sich das Ergebnis auf 1,7 Mio. EUR. 6. Steuerungssystem und Steuerungsgrößen Die konsequente Ausrichtung auf die Konzernziele spiegelt sich auch im internen Steuerungssystem der VISPIRON Gruppe wider, welches sowohl auf finanziellen als auch auf nichtfinanziellen Steuerungskennzahlen beruht. Unterjährig wird der Konzern nicht als eine Einheit gesteuert, sondern lediglich die einzelnen Geschäftsbereiche monatlich separat überprüft. Bedeutende finanzielle Steuerungsgrößen Zu den bedeutendsten finanziellen Steuerungskennzahlen der VISPIRON Gruppe zählen die wertorientierten Kennzahlen Umsatz und EBIT, welche unmittelbaren Einfluss auf die Wertschöpfung der VISPIRON Gruppe haben:
Alle finanziellen Steuerungsgrößen werden in den Konzerngesellschaften geplant und fortlaufend überwacht. Abweichungen zwischen geplanten und tatsächlich erreichten Zielen werden monatlich verfolgt. Die detaillierte Geschäftsplanung wird regelmäßig auf Basis der vorliegenden Monats- und Quartalsergebnisse und unter Annahme verschiedener Szenarien prognostiziert. Bezüglich der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren wird auf die Tätigkeiten im Bereich Forschung und Entwicklung verwiesen (siehe 2. Forschung und Entwicklung). 7. Gesamtaussage Auf Konzernebene vor Konsolidierung wurde im Vergleich zum Vorjahr eine moderate Umsatzsteigerung im unteren zweistelligen Prozentbereich sowie eine EBIT-Steigerung im mittleren zweistelligen Prozentbereich prognostiziert. Nach Konsolidierung ergaben sich per Plan 2021 im Vergleich zum Vorjahr eine Planumsatz auf Vorjahresniveau sowie ein gesteigertes EBIT im unteren zweistelligen Prozentbereich. Der Umsatz konnte nach Konsolidierung jedoch nicht in dem geplanten Maße erzielt werden, sondern lag im geringen unteren zweistelligen Prozentbereich unter Plan. Auch das EBIT-Ziel konnte nicht erreicht werden und lag deutlich unter den Erwartungen. Ursächlich für die Planabweichung nach Konsolidierung waren zum einen geringere Umsätze hauptsächlich im Bereich ENERGY-Bau und geringfügig in den Bereichen SYSTEMS und ROTEC sowie niedrigere EBIT-Ergebnisse in den Segmenten CARSYNC und ROTEC sowie in den sonstigen Gesellschaften (insbesondere CHARGE-V GmbH und VISPIRON ECO INVESTMENT GmbH). Für das Jahr 2021 wurde für die VISPIRON SYSTEMS GmbH mit einem rückläufigen Umsatz im unteren zweistelligen Prozentbereich gerechnet. Für das EBIT wurde aufgrund der unsicheren Auslastungs- und Projektsituation mit einem deutlichen Rückgang im mittleren zweistelligen Prozentbereich geplant. Der Umsatz verfehlt den geplanten Wert nur knapp um wenige Prozente. Das EBIT reduzierte sich weniger stark gegenüber 2020 als zunächst erwartet. Die positive Abweichung vom Planwert im mittleren zweistelligen Prozentbereich resultiert zum einen aus geringeren Personalkosten aufgrund der höheren Anwendung von Kurzarbeit sowie verringerten sonstigen betrieblichen Kosten im Vergleich zum Plan. Im Bereich ROTEC wurde nach guten Akquise-Gesprächen und bereits einigen eingetroffenen Bestellungen mit Auslieferungsterminen im zweiten und dritten Quartal 2021 für das Geschäftsjahr 2021 mit einer deutlichen Umsatz- und EBIT-Steigerung gegenüber dem Vorjahr geplant. Nach Geschäftsjahresschluss liegt der Umsatz im unteren zweistelligen Prozentbereich unter den Erwartungen, was sich vor allem auf einen Rückgang der Umsätze in China sowie in den USA zurückführen lässt. Durch die bis einschließlich viertem Quartal 2021 bestehende Einreisesperre aus Deutschland in die USA verliefen die Umsätze auch hier nicht ganz wie erwartet. Das EBIT nach Konsolidierung verfehlte den Planwert im unteren zweistelligen Prozentbereich aufgrund der fehlenden Ergebnisbeiträge durch die geringeren Umsätze. Für die Sparte CARSYNC wurde ursprünglich für das Geschäftsjahr 2021 mit einem leicht rückläufigen Umsatz und einem leicht positiven EBIT geplant; jedoch mussten die Planzahlen nach unten korrigiert werden, sodass mit einem reduzierten Umsatz im unteren zweistelligen Prozentbereich sowie einem leicht verbesserten, aber weiterhin negativen EBIT im Vergleich zum Vorjahr gerechnet wurde. Die CARSYNC konnte den Umsatz im Vergleich zum Plan knapp nicht erreichen und auch beim EBIT wurde der Planwert im unteren zweistelligen Prozentbereich verfehlt aufgrund weiterhin hoher Investitionen in die Entwicklung der Plattform ECO. Im Segment ENERGY-Bau wurde für das Jahr 2021 neben klassischen Projekten mit EEG-Vergütung und der Realisierung von größeren Photovoltaikanlagen über Ausschreibungen auch mit Projekten mit einem PPA-basierten (Power Purchase Agreement) Vergütungsmodell unabhängig von den EEG-Rahmenbedingungen sowie der Umsetzung der ersten Projekte mit Speicherkraftwerken und Hochvoltladesäulen geplant. Dabei wurde mit einem im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigerten Umsatz sowie EBIT gerechnet. Das Umsatz-Ziel wurde jedoch im mittleren zweistelligen Prozentbereich verfehlt, da zunächst geplante Projekte teilweise nicht umgesetzt werden konnten. Das EBIT verzeichnete eine Planabweichung im unteren zweistelligen Prozentbereich. Für die Sparte ENERGY-Betrieb wurden weiterhin solide positive Ergebnisse erwartet. Für das Jahr 2021 wurde witterungsbedingt mit leicht rückläufigen Umsatz- und EBIT-Ergebnissen geplant. Der Umsatz belief sich auf Planungsniveau bei einem gleichzeitig aufgrund gestiegener sonstiger betrieblicher Kosten geringerem EBIT im niedrigen unteren zweistelligen Prozentbereich. C. Prognosebericht Die Auswirkungen der Corona-Krise haben die Konzerngesellschaften der VISPIRON nach Einschätzung der Geschäftsführung gut gemeistert. Nichtsdestotrotz wurden die Plan- bzw. Prognosezahlen für das kommende Jahr konservativ angesetzt, da auch für das Geschäftsjahr 2022 die Planungen von Unsicherheit behaftet sind. Die im Bereich SYSTEMS zum Jahreswechsel 2020/2021 erforderlichen und eingeleiteten Maßnahmen bezogen auf Schärfung der Kernkompetenzen, Effizienzsteigerung und konsequente Kostenreduktion und -kontrolle haben im Geschäftsjahr die erhoffte Wirkung gezeigt. Diese Handlungen haben die bereits im Vorjahr zurückgewonnene Ertragsstärke fortgesetzt und insbesondere dafür gesorgt, dass sich das Kompetenz- sowie Angebotsportfolio stringent an der Umsetzung der "Green-Tech Strategie" orientiert. Insbesondere in der BU PROJECT SOLUTIONS wurden Maßnahmen zu Kompetenz-Aufbau und -Fokussierung erfolgreich eingeleitet und größtenteils umgesetzt. Das deutlich an der Strategie abgebildete Angebotsportfolio unterstützt die Neukundenakquise in den gewünschten Branchen und bedient die Bedarfe in nachgefragten Bereichen wie der Prozessdigitalisierung. Mit der neu geschärften Strategie 2022-2024 mit klarer Ausrichtung auf Green-Tech, Projektrealisierung auf eigener Infrastruktur und Mitarbeitergewinnung und -bindung sowie einem kompetenten Growth- und Leadership-Team wird der Weg bereitet, sowohl bei Bestandskunden als auch Neukunden im Bereich der Elektromobilität zu wachsen. Angesichts der Wachstumspotenziale wird für das Jahr 2022 mit einem gesteigerten Umsatz im unteren zweistelligen Prozentbereich sowie einem steigenden EBIT im mittleren zweistelligen Prozentbereich gerechnet. Im Bereich ROTEC ist der Ausblick auf das neue Geschäftsjahr eher unsicher. Die Null Covid Politik in China erschwert den Absatz in dem wichtigen Markt. Daher wird im kommenden Jahr ein herausforderndes Geschäftsjahr erwartet. Erst nach dem Ende des Lock-Downs in China werden Umsatz- und EBIT-Steigerungen erwartet. Für das Geschäftsjahr 2022 wird im Umsatz ein leichter Rückgang im unteren einstelligen Prozentbereich und im EBIT eine Verringerung im mittleren zweistelligen Prozentbereich erwartet. Der Fokus für das Geschäftsjahr 2022 im Segment CARSYNC liegt auf der Weiterentwicklung der CARSYNC ECO Plattform als All-in-One-Lösung für Geschäftsmobilität. Das Bestandsgeschäft zeichnet sich als sehr stabil ab und langfristige Verträge sichern die monatlich wiederkehrenden Umsätze. Mit der geplanten Entwicklung werden neben der Umsetzung von Kundenfunktionen Zug um Zug auch eigene manuelle Workflows automatisiert, um Automatisierungspotenziale zu schöpfen, Arbeitsprozesse zu digitalisieren und Effizienzen zu heben. Die Entwicklungsarbeiten werden sich über das Jahr 2022 ziehen und voraussichtlich in 2023 finalisiert sein. Geplant wird für das kommende Geschäftsjahr mit einem leicht gesteigerten Umsatz und einem verbesserten EBIT im mittleren zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zum Vorjahr. Im Segment ENERGY-Bau werden zunehmend Projekte angeboten, die mit einem PPA-basierten (Power Purchase Agreement) Vergütungsmodell unabhängig von den EEG-Rahmenbedingungen realisiert werden. Des Weiteren wird für das Geschäftsjahr 2022 verstärkt mit Projekten aus der Kombination von Photovoltaikanlagen und netzgekoppelten Batteriespeichern sowie Hochvoltladesäulen geplant. Der Umsatz sowie das EBIT in diesem Geschäftsbereich sollen gegenüber dem Berichtsjahr 2021 deutlich gesteigert werden. Für die Sparte ENERGY-Betrieb werden weiterhin solide positive Ergebnisse erwartet. Da es sich um in den letzten neun Jahren errichtete Photovoltaik-Parks handelt, werden diese nach und nach eine attraktive Eigenkapitalrendite erwirtschaften. Bei neu installierten Anlagen ist die Phase nach der Errichtung gekennzeichnet durch eine etwas geringere Rendite, da in diesem Zeitraum relativ hohe Rückstellungen für Kapitaldienst und möglichen Ausfall von Komponenten gebildet werden. Für das Jahr 2022 wird mit leicht gesteigerten Umsatz- und EBIT-Ergebnissen geplant. Der Einfluss der Strompreisentwicklung lässt sich zahlenmäßig noch nicht abschätzen. In diesem Segment sind auch zukünftig keine Mitarbeiter beschäftigt. Für die VISPIRON ECO INVESTMENT mit ihrer Tochterfirma VPS BATTERY PARK 2 GmbH & Co. KG und dem Gemeinschaftsunternehmen VPS BATTERY PARK 1 GmbH & Co. KG werden die aktuell erwarteten Umsätze und Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2022 aufgrund von genehmigungsrechtlichen Verzögerungen und technischen Anlaufschwierigkeiten deutlich unterhalb der ursprünglichen Planwerte liegen. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 werden dennoch deutlich gesteigerte Umsätze sowie ein im mittleren zweistelligen Prozentbereich verbesserter negativer Ergebnisbeitrag prognostiziert. Vor dem Hintergrund, dass das Geschäft mit Batteriespeicherkraftwerken völlig neu ist, werden im Jahr 2022 sehr wertvolle Erfahrungen gesammelt und daraus Verbesserungsmaßnahmen eingeleitet. Für das Geschäftsjahr 2023 geht die Geschäftsführung davon aus, dass die technischen Herausforderungen gelöst sind und die Anlagen mit einer deutlich höheren und ursprünglich geplanten Verfügbarkeit laufen werden. In der CHARGE-V GmbH wurde für das Jahr 2022 nach erfolgreicher Zertifizierung des Ladesystems durch den TÜV mit dem Vertriebsstart der Systeme geplant, was sich entsprechend in der Umsatz- und EBIT-Planung widerspiegelt. Jedoch mussten aufgrund von Verzögerungen bei der Zertifizierung die Terminschiene nach hinten verschoben und damit die Planzahlen nach unten korrigiert werden. Somit wird für das Jahr 2022 mit einem deutlich verringerten Umsatz im Vergleich zum ursprünglichen Plan und einem gegenüber 2021 deutlich gesteigerten negativen Ergebnisbeitrag gerechnet. Auf Konzernebene wird insgesamt im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung im Umsatz im mittleren zweistelligen Prozentbereich sowie ein deutlich gesteigertes EBIT prognostiziert. D. Chancen- und Risikobericht 1. Angaben zu Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Die VISPIRON Gruppe ist mit den verschiedenen Geschäftsbereichen breit aufgestellt und kann negative Marktentwicklungen einzelner Sparten gut auffangen. Die VISPIRON SYSTEMS GmbH erntete auch in diesem Geschäftsjahr die Früchte für den frühzeitig eingeleiteten Wandel im Zusammenhang mit eigener Test- und Prüfinfrastruktur sowie einer agileren Organisationsstruktur. Der fortgesetzte Ausbau der eigenen Testsysteme in der BU ENGINEERING sowie der Aufbau der Data Analytics Kompetenzen in der BU DIGITAL SOLUTIONS haben sich nicht nur im Jahre 2021 positiv ausgewirkt, sie werden nach Einschätzung der Geschäftsführung auch in den Folgejahren für stabile Einnahmen sorgen. Die Führungsstruktur des Unternehmens zeichnet sich durch zügiges Handeln und konsequente Anpassungen aufgrund von Marktveränderungen aus. Dadurch gelingt es dem Unternehmen, Krisen und Marktveränderungen erfolgreich zu meistern. Der sehr starke Anteil von OEMs am Kundenkreis der VISPIRON SYSTEMS GmbH stellt bei entsprechender Marktentwicklung weiterhin eine große Chance dar. Bei einer Marktverschlechterung der OEMs steigt das Risiko von Preisreduzierungen und Projektstreichungen. Zudem ist das Ausmaß der Auswirkungen auf die fehlenden Halbleiter in der Automobilbranche schwer abschätzbar. Die Folgen des Ukraine-Kriegs mit Hinsicht auf eine unterbrochene Gasversorgung deutscher Unternehmen könnten im schlimmsten Fall mittelbar Einschränkungen und Reduzierungen in den Projekten mit sich bringen, sofern diese bei den OEMs zu Stopps in der Fahrzeugentwicklung und in weiterer Konsequenz zu massiven Kosteneinsparungen in den F&E-Budgets führen würden. Das komplette Ausmaß der Auswirkungen auf die Wirtschaft im Allgemeinen und auf die Automobilbranche im Speziellen lässt sich aktuell noch nicht abschätzen. Die Geschäftsführung sowie das Leadership-Team beobachten intensiv die Entwicklungen im Markt und beim Kunden, um sofort entsprechende Maßnahmen zu evaluieren und umzusetzen. Rund 77% des Umsatzes der VISPIRON SYSTEMS GmbH im Jahr 2021 stammen aus Projekten bei den größten deutschen OEMs. Die Wahrscheinlichkeit eines kurzfristigen Zahlungsausfalls oder einer Insolvenz dieser Kunden wird als sehr gering eingeschätzt. Ein erhöhtes Risiko stellt der immer stärker werdende Fachkräftemangel und das deutlich steigende Gehaltsniveau von Ingenieuren (m/w/d) und Informatikern (m/w/d) dar. Diese Entwicklung erschwert zum Teil den vollständigen Abruf der ausgereichten Bestellrahmen. Eine Preiserhöhung ist aufgrund laufender Rahmenverträge und langfristigen Bestellungen dagegen sehr schwer möglich. Der Geschäftsführer und das Leadership-Team sind sehr markterfahren und stellen sich auf die neuen Marktanforderungen gut ein. Im Bereich ROTEC Engineering entsteht eine einzigartige Kombination aus Dienstleister und eigens entwickelter Messtechnik. Dadurch konnte die ROTEC nach eigenen Angaben rund 80% dieses Nischenmarktes gewinnen. Zugleich ist aber das Risiko vorhanden durch die E-Mobilität weniger Komponenten zu entwickeln und somit auch weniger Tests und Prüfstände einzusetzen. Das Risiko wird insgesamt als gering eingestuft, wenn es der ROTEC gelingt, den begonnenen Weg in den E-Antriebsstrang und den Absatz der Monitoringsysteme für Kraftwerke fortzusetzen. Im Bereich CARSYNC bietet die Neuentwicklung des Business Mobility Eco Systems eine hohe Chance bei KMUs und Bestandskunden die Transformation von Fahrzeugen in die Mobilität der nächsten Generation zu meistern. Zusätzlich bieten neue Geschäftsmodelle wie der Partner Marktplatz als Erweiterung enorme Chancen. Die finanzielle Ausstattung für die gesteckten Ziele ist aufzubessern. Zudem muss die Gesellschaft auch die interne Transformation mit einer agil geprägten Organisation und automatisierten Prozessen meistern, um die kundenzentrierte und effiziente ECO-System-Entwicklung zum Erfolg zu führen. Der Bereich ENERGY-Bau bietet große Chancen durch die Flexibilisierung und Digitalisierung der Energiewende. Sowohl bei Bestandsanlagen als auch bei neuen Anlagen werden auf Basis neuer Vergütungsmodelle - ohne EEG-Restriktionen - zusätzliche Aufträge realisiert. Dieser Trend wird zusätzlich durch die politischen Rahmenbedingungen im Heimatmarkt beschleunigt. Ein potenzielles Risiko bleibt die Verfügbarkeit von erforderlichen Grundstücken und der langwierige Genehmigungsprozess von Projekten, deren Genehmigungsdauer weiterhin deutlich zu lange dauert. Zudem ist die ausreichende und pünktliche Komponentenlieferung eine wichtige Voraussetzung für das angestrebte Wachstum. Durch die Wartung und Betriebsführung der im Eigenbestand der Gruppe befindlichen Anlagen ist eine konstante Einnahmequelle vorhanden. Das Gesamtrisiko wird als moderat angesehen. Die Wartung und Betriebsführung erster Speicherkraftwerke zeichnen sich ab, um ab dem neuen Geschäftsjahr weitere Einnahmequellen zu erschließen. Die Sparte ENERGY-Betrieb erzielt weiterhin konstante Einnahmen, da die Anlagenerträge sehr gut sind und kaum technische Störungen vorliegen. Schlechte Sonnenstrahlung oder rückwirkende Änderungen der EEG-Förderung könnten Risiken bergen, die aber als gering angesehen werden. Die Strompreisentwicklung am Strommarkt beeinflusst die Umsatzerlöse der Solarparks, die über PPA-Verträge vermarktet werden. Dies bietet die Chance von Umsatzsteigerungen. Durch auslaufende Finanzierungen können günstigere Zinskonditionen zu höheren Renditen führen. Die Risiken für die gesamte VISPIRON Gruppe werden als moderat eingestuft. Die Investitionen der vergangenen Jahre in nachhaltige Geschäftsmodelle, wie Ladeinfrastruktur, Ökostromhandelsplattform, Speicherprojekte und Crowdfunding für Speicher und Ladeinfrastruktur, stellen ein diverses und vielversprechendes Portfolio dar. Die Gruppe hat ein breites Angebot an Produkten und Lösungen, um die dringend benötigte Transformation fossiler Energie- und Automobil-Geschäftsmodelle zu begleiten. Als Herausforderung kann das für das Wachstum der jeweiligen Unternehmen benötigte Kapital dargestellt werden. 2. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die VISPIRON Gruppe tätigt ihre operativen Geschäfte vorwiegend in Deutschland. Ausnahmen sind der Geschäftsbereich ROTEC, der weltweit Kunden bedient, sowie seit dem Jahr 2014 auch der Bereich ENERGY-Bau. Dieser bietet im Ausland technische Planung und Beratung für die Realisierung von Solarkraftwerken an. Im Folgenden werden die Risiken, bestehend aus Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus zukünftigen Zahlungsstromschwankungen und das Risikomanagement näher beschrieben: Preisänderungsrisiken Preisänderungsrisiken umfassen Währungsrisiken, Zinsrisiken sowie Marktrisiken. Währungsrisiken bestehen nicht, da die Konzerngesellschaften ihre Finanztransaktionen ausschließlich in der EUR-Währung abwickeln. Marktrisiken, d. h. Wertveränderungen der Finanzinstrumente (Fair Value Risiko) bzw. Zinsrisiken auf Grund von Marktzinssatzänderungen liegen nicht vor. Zinsrisiken bestehen aufgrund der Inanspruchnahme von Darlehen sowie bestehender Kontokorrentlinien. Bei der Finanzierung einiger Solarkraftwerke wurden zur Absicherung gegen Zinsschwankungen SWAP Geschäfte abgeschlossen. Das Risiko steigender Zinsen bzw. deren Auswirkungen werden allerdings für den Konzern aufgrund langfristig laufender Kreditlinien, die über diverse Hausbanken verteilt sind, insgesamt als gering angesehen. Ausfall- und Liquiditätsrisiken, Risiken aus Zahlungsstromschwankungen Um Ausfallrisiken bei Kundenforderungen vorzubeugen, werden Geschäfte nur mit Kunden mit guter Bonität bzw. unter Einhaltung von vorgegebenen Risikolimits eingegangen. Geschäfte im Ausland werden über Vorauskasse oder ggfs. Zahlungssicherungsmittel abgesichert. Wir beobachten und analysieren Forderungen und Verbindlichkeiten und halten sie nach. Das Risiko wird daher als gering angesehen. Für das Jahr 2022 sind die Liquiditätsrisiken überschaubar zu bewerten. Der benötigte Kapitalbedarf wird aus dem Cash-Flow der Konzerngesellschaften sowie über bei den Hausbanken bestehenden Kreditlinien abgedeckt. Zusätzlich dazu werden für den Ausbau neuer Produkte und Dienstleistungen in manchen Sparten externe Investoren angesprochen, um die Finanzierung zu ergänzen. Bei auftretenden Engpässen kann eine mögliche Deckungslücke durch die Aufnahme von weiterem Kapital (Fremd- oder Eigenkapital), durch eine Veränderung der Rückzahlungsmodalitäten von Darlehen, durch eine zeitliche Verschiebung der geplanten Investitionen oder durch eine Mischung der drei vorgenannten Maßnahmen geschlossen werden. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sind derzeit nicht ersichtlich.
München, 31. Oktober 2022 VISPIRON GmbH, München Amir Roughani, Geschäftsführer Der Konzernabschluss zum 31.12.2021 wurde am 15.12.2022 gebilligt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die VISPIRON GmbH, München VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der VISPIRON GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2021 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der VISPIRON GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 31. Oktober 2022 Akanthus
GmbH
Dr. Andreas Koller, Wirtschaftsprüfer Johanna Inzenhofer, Wirtschaftsprüferin |
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