Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 161963
Vorher
PayNet AGPayment Network AG
Eingetragen
24.4.2006
Branche
Wagniskapital-BeteiligungsgesellschaftenKreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit Sonderaufgaben
Gegenstand
Entwicklung und Vertrieb von Zahlungs-, Inkasso- und Bonitätsprüfungssystemen.

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Prokura
Caroline Sabine Jenke
seit 15.9.2014
Prokura
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied
Georg Schardt
seit 6.4.2010
Vorstandsmitglied
Jens Dr. Lütcke
seit 3.8.2009
Vorstandsmitglied

Konzern- und Jahresabschlüsse

SOFORT AG Entwicklung u. Vertrieb von Zahlungssystemen

Gauting

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012

HANDELSBILANZ zum 31. Dezember 2012

SOFORT AG Entwicklung u. Vertrieb von Zahlungssystemen Gauting

AKTIVA

31.12.2012 31.12.2011
Euro Euro
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 156.135,89 79.204,89
II. Sachanlagen    
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 828.121,00 545.647,00
B. Umlaufvermögen    
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.017.199,35 1.346.889,62
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 127.443,93 137.599,17
3. sonstige Vermögensgegenstände 113.078,04 197.552,70
  2.257.721,32 1.682.041,49
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.816.781,32 1.304.724,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten 57.764,67 86.505,34
  5.116.524,20 3.698.123,62

PASSIVA

   
  31.12.2012 31.12.2011
  Euro Euro
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 79.140,00 79.140,00
II. Kapitalrücklage0 4.044.460,00 4.044.460,00
III. Verlustvortrag -1.790.909,77 -2.527.363,99
IV. Jahresüberschuss 638.331,39 736.454,22
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 202.646,15 112.696,47
2. sonstige Rückstellungen 988.256,98 527.018,61
  1.190.903,13 639.715,08
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 403.265,79 271.336,68
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 403.265,79 (Euro 271.336,68)    
2. sonstige Verbindlichkeiten 551.333,66 454.381,63
  954.599,45 725.718,31
- davon aus Steuern Euro 511.998,22 (Euro 431.322,37)    
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 11.784,29 (Euro 3.505,00)    
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 551.333,66 (Euro 454.381,63)    
  5.116.524,20 3.698.123,62

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2012

SOFORT AG Entwicklung u. Vertrieb von Zahlungssystemen, Gauting

Anschaffungs-, Herstellungs-
kosten 01.01.2012
Zugänge Abgänge Umbuchungen
Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 194.895,51 99.891,11 2.128,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 194.895,51 99.891,11 2.128,00 0,00
II. Sachanlagen        
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.030.148,23 579.245,01 28.300,32 0,00
Summe Sachanlagen 1.030.148,23 579.245,01 28.300,32 0,00
Summe Anlagevermögen 1.225.043,74 679 136,12 30.428,32 0,00
kumulierte Abschreibungen 31.12.2012 Abschreibungen Zuschreibungen Buchwert 31.12.2012 Buchwert 31.12.2011
Euro Euro Euro Eure Euro
A. Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 136.522,73 22.959,11 0,00 156.135,89 79.204,89
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 136.522,73 22.959,11 0,00 156.135,89 79.204,89
II. Sachanlagen          
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 752.971,92 296.757,01 0,00 828.121,00 545.647,00
Summe Sachanlagen 752.971,92 296.757,01 0,00 828.121,00 545.647,00
Summe Anlagevermögen 889.494,65 319.716,12 0,00 984.256,89 624.851,89

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2012 bis 31.12.2012

SOFORT AG Online Zahlungssystem, Gauting

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Rohergebnis   14.559.126,43 10.264.544,78
2. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 7.250.942,34   5.039.201,17
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.031.141,28   710.767,72
    8.282.083,62 5.749.968,89
- davon für Altersversorgung Euro 37.880,41 (Euro 18.740,57)      
3. Abschreibungen      
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   319.716,12 222.252,75
4. sonstige betriebliche Aufwendungen   5.027.431,44 3.439.544,16
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Euro 3.940,60 (Euro 2.340,11)      
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   8.684,06 7.622,52
- davon Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen Euro 0,00 (Euro 542,50)      
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   128,86 18,32
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   938.450,45 860.383,18
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 290.644,98   118.872,54
9. sonstige Steuern 9.474,08   5.056,42
    300.119,06 123.928,96
10. Jahresüberschuss   638.331,39 736.454,22

ANHANG

A) Allgemeine Angaben

Die Handelsbilanz der SOFORT AG wurde auf der Grundlage der deutschen Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Befreiungen nach § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.

B) Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden bei Anschaffungskosten- oder Herstellungskosten bis 410,00 Euro als geringwertige Vermögensgegenstände erfasst und in voller Höhe abgeschrieben.

Für bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögen mit Anschaffungskosten von mehr als 150,00 Euro aber nicht mehr als 1.000,00 Euro wurde in den Vorjahren ein Sammelposten gebildet und auf 5 Jahre abgeschrieben.

Die Mietereinbauten wurden in 3 bis 4 Jahren, die sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend in 5 Jahren abgeschrieben. Die Zusammensetzung und die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Bei den Forderungen handelt es sich um solche aus Lieferungen und Leistungen sowie um Forderungen gegen verbundenen Unternehmen. Die Forderungen wurden mit dem Nennbetrag angesetzt.. Soweit erforderlich wurden unter Berücksichtigung erkennbarer Risiken Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Das latente Ausfallrisiko wurde über eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Bank- und Kassenguthaben wurden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Stichtag der Schlussbilanz, die Aufwand für eine bestimmte Zeit diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurde vorsichtig bewertet und alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen, die für länger als ein Jahr zu bilden waren, wurden entsprechend den Vorjahren nach § 253 Abs. 2 HGB für deren voraussichtliche Dauer abgezinst.

Bei den Verbindlichkeiten handelt es sich um solche aus Lieferungen und Leistungen, um Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen sowie um sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten wurden jeweils zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

C) Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Brutto-Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Geschäftsjahresabschreibung

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angaben zu den Forderungen

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00).

Art der Forderung zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2012 31.12.2012 kleiner 1 Jahr größer 1 Jahr
TEuro TEuro TEuro
aus Lieferungen und Leistungen 2.017,2 2.017,2 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 127,4 127,4 0,0
Summe 2.144,6 2.144,6 0,0

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, hauptsächlich aus Umlagen.

Der Ausweis als Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen hat Vorrang.

Sonstige Vermögensgegenstände

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im wesentlichen um Kautionen und Steuerforderungen.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Der Posten enthält Rückstellungen im wesentlichen für

Sonstiges 287.344,32 Euro
Prozessrisiken (Namensrechtstreit) 246.000,00 Euro
Nicht genommenen Urlaub 145.611,66 Euro
Boni für Vorstände und Führungskräfte 309.301,00 Euro

Dabei wurden alle erkennbaren Risiken in Höhe der Beträge gebildet, die nach kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Die Rückstellungen für die Rückbau- und Aufbewahrungspflichten haben eine Laufzeit von länger als einem Jahr.

Latente Steuern

Der sich nach der Steuerbilanz ergebende Steueraufwand ist höher als derjenige, der sich nach der Handelsbilanz ergibt. Von dem Wahlrecht in § 274 Abs.1 Satz 2 HGB, die sich ergebende steuerliche Entlastung als aktive latente Steuern anzusetzen und in der Bilanz auszuweisen wurde nicht Gebrauch gemacht.

Angabe zu Verbindlichkeiten

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt Euro 954.599,45 (Vorjahr: Euro 725.718,31).

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2012 31.12.2012 kleiner 1 J. 1 bis 5 J. größer 5 J.
TEuro TEuro TEuro TEuro
aus Lieferungen und Leistungen 403,3 403,3 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 551,3 551,3 0,0 0,0
Summe 954,6 954,6 0,0 0,0

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren sowie durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherte Verbindlichkeiten bestehen nicht.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten nach § 251 HGB

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten nach § 251 HGB.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB

Die künftigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich auf 1.990.894,36 Euro. Die Verpflichtungen aus den Verträgen wurden mit der Summe der Beträge ausgewiesen, die bis zum frühesten Kündigungstermin anfallen. Ausgewiesen sind Nominalwerte.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden ausschließlich marktübliche Geschäfte abgeschlossen.

Angaben gem. § 158 Abs. 1 AktG Betrag
Euro
1. Jahresüberschuss 638.331,39
2. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -1.790.909,77
3. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0,00
4. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 0,00
5. Einstellungen in Gewinnrücklagen 0,00
6. Bilanzverlust -1.152.578,38

D) Sonstige Pflichtangaben

Einbeziehung in einen Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist nicht in einen Konzernabschluss einbezogen. Angaben nach § 285 Nr. 14 HGB waren daher nicht zu machen.

Anzahl der Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren im Durchschnitt 119 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 26 Arbeitnehmer im Vertrieb, 38,25 Arbeitnehmer in der Verwaltung und 41 Arbeitnehmer in der Entwicklung.

Gesamtbezüge von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Gesamtbezüge des Vorstandes beliefen sich auf 1.114.206,75 Euro, die des Aufsichtsrates beliefen sich auf 85.502,73 Euro.

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Christoph Klein bis zum 31.08.2012 ausgeübter Beruf: CEO Chief Executive Officer
Dr. Gerrit Rene Seidel ab dem 01.10.2012 ausgeübter Beruf: CEO Chief Executive Officer
Dr. Jens Lütcke ausgeübter Beruf: CFO Chief Finance Officer
Georg Schardt ausgeübter Beruf: Vorstand internationale Märkte

Vorsitzender des Vorstandes ist Herr Dr. Gerrit René Seidel.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen dem Aufsichtsrat an:

Dr. Michel Riemenschneider ausgeübter Beruf: Geschäftsführer Reimann Investory Advisory GmbH
Dr. Wolfgang Arnold ausgeübter Beruf: Geschäftsführer Arnold GmbH
Josef Süß ausgeübter Beruf: Präsident a.D. Deutsche Post
Jan Hendrikx seit dem 13.09.2012 ausgeübter Beruf: Geschäftsführer J. HX Beteiligungsgesellschaft mbH
Nicholas Denissen seit dem 09.08.2012 ausgeübter Beruf: Bereichsvorstand E-Commerce DOUGLAS Holding AG
Prof. Dr. Angelo Cardani bis zum 17.07.2012 ausgeübter Beruf: Hochschullehrer
Prof. Dr. Franz-Christoph Zeitler seit 01.02.2012 ausgeübter Beruf: Rechtsanwalt und Vizepräsident a.D. Deutsche Bundesbank

Bestehen einer Beteiligung nach § 20 Abs. 4 AktG

Die Reimann Investors GmbH & Co. Pay-Net KG mit Sitz in Grünwald hält an der Gesellschaft mehr als 50 % des Aktienkapitals.

Weitere Angabepflichten nach dem Aktiengesetz

Zum 31.12.2012 waren keine eigenen Aktien im Bestand.

Angaben über die Gattung der Aktien

Das Grundkapital von 79.140,00 Euro ist eingeteilt in 79.140 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 Euro je Aktie.

Angaben über das genehmigte Kapital

Die Satzung der Gesellschaft enthält keine Regelungen zum genehmigten Kapital.

Angaben über die Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Die Gesellschaft ist nicht börsennotiert. Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Corporate Governance Kodex brauchte nicht abgegeben zu werden.

Unterschrift der Geschäftsleitung

 

Gauting, 30.03.2013

Dr. Gerrit Seidel, Vorsitzender des Vorstands

Georg Schardt, Stellvertretender Vorsitzender

Dr. Jens Lütcke, Vorstand (CFO)

Christian Mangold, Vorstand

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2012

Der Lagebericht umfasst den Zeitraum vom 01.01.2012 bis 31.12.2012 sowie wesentliche Entwicklungen im ersten Quartal 2013.

INHALT

I.
Grundlagen des Unternehmens
A.

Geschäftsmodell des Unternehmens

B.

Forschung und Entwicklung

II.
Wirtschaftsbericht
A.

Rahmenbedingungen

B.

Geschäftsverlauf 2012

C.

Lage des Unternehmens

III.

Nachtragsbericht

IV.

Risikobericht

V.

Prognosebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

A. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die SOFORT AG bietet Produkte und Dienstleistungen für das sichere Kaufen von Waren und digitalen Gütern im Internet an. Dazu gehört unter anderem das Zahlungsverfahren SOFORT Überweisung, mit dem das Unternehmen Marktführer unter den Direktüberweisungsverfahren in Deutschland und Österreich ist. Seit 2010 kooperiert die SOFORT AG mit der Deutschen Kontor Privatbank AG. Die Deutsche Kontor Privatbank AG bietet unter der Marke SOFORT Bank in Zusammenarbeit mit der SOFORT AG ein Portfolio von speziell für den E-Commerce entwickelten Finanzlösungen an. Derzeit kann SOFORT Überweisung in zehn Ländern genutzt werden: Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Frankreich, Niederlande, Großbritannien, Italien, Spanien und Polen. Ziel ist es, mittelfristig in allen relevanten Märkten in Europa vertreten zu sein. Die regionale Ausweitung geht einher mit einem Anstieg der Mitarbeiter um 32 %, so dass die SOFORT AG per Ende 2012 113,6 Mitarbeiter (FTE) hatte.

B. Forschung und Entwicklung

Stetige Weiterentwicklung der eingesetzten Technologien und die Beobachtung der technologischen Entwicklung des Marktes ist für ein Technologieunternehmen wie die SOFORT AG von großer Bedeutung. Der wichtigste Pfeiler der Innovationskraft ist ein Team hochqualifizierter Mitarbeiter. Die technische Entwicklung sitzt am Standort Wetzlar. Insgesamt stieg die Mitarbeiterzahl am Standort Wetzlar im Jahr 2012 um 16,75 Mitarbeiter (FTE) auf 48,75 (31.12.2012).

Die technologische Weiterentwicklung ist für die SOFORT AG ein zentraler Bestandteil bei zukünftigen Planungsüberlegungen. Dieser Kurs wird durch zahlreich abgeschlossene bzw. laufende Projekte bestätigt, z.B. die Integration des neuen Personalausweises in das Produkt SOFORT Ident.

II. Wirtschaftsbericht

A. RAHMENBEDINGUNGEN

Die wirtschaftliche Entwicklung der SOFORT AG verlief losgelöst von der allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und konnte die hohen Wachstumsraten im europäischen E-Commerce sogar noch übertreffen.

Allgemeine Konjunkturentwicklung

Das schwierigere internationale Umfeld belastete in 2012 die konjunkturelle Entwicklung in Europa. Angesichts der zögerlichen Entwicklung der Weltwirtschaft und insbesondere der rezessiven Tendenzen im Euroraum schwächte sich das Wachstum der deutschen Wirtschaft im Jahresverlauf ab, während sich andere europäische Volkswirtschaften sogar negativ entwickelten.

Das beherrschende Thema am Finanzmarkt blieb weiterhin die vorherrschende Schuldenkrise in Europa. Die Auswirkungen der Euro-Schuldenkrise beeinflussen die wirtschaftliche Entwicklung in ganz Europa.

Erfreulicherweise konnte sich die SOFORT AG von dieser Entwicklung frei machen und weiter stark wachsen.

Entwicklung Branchen

Die Entwicklung von E-Commerce- und Online-Geschäftsmodellen - bei traditionellen Unternehmen wie auch Startups und Marktplätzen - verlief im Jahre 2012 grundsätzlich sehr positiv. Laut eCommerce Europe ist der E-Commerce in Europa in 2012 um 22 % auf 305 Milliarden Euro gewachsen. Die ost- und südeuropäischen Länder sind Wachstumsspitzenreiter mit Wachstumsraten von 25 bis 30 %. Auch in den bereits gesättigten E-Commerce-Märkten zeigt sich weiterhin deutliches Wachstum. So waren in 2012 in Frankreich 20%, in den Niederlanden 10 %, in Deutschland 25 %, in Belgien 20 %, in Italien und Spanien jeweils 19 % Wachstum zu verzeichnen. 1

Die SOFORT AG ist mit SOFORT Überweisung in Deutschland, Schweiz, Österreich, Niederlande, Belgien, UK, Polen, Frankreich, Italien und Spanien aktiv und kann somit von dieser Entwicklung profitieren. In 2012 wurden die Aktivitäten zur Internationalisierung von SOFORT Überweisung ausgeweitet. In Belgien und Polen wurden Vertriebsbüros eröffnet. Frankreich wurde aktiv in den Vertrieb aufgenommen und Spanien bereits ausgewählten Händlern als Beta-Land angeboten. Eine Kooperation mit einem spezialisierten Fremdwährungskonversions-Anbieter und der SOFORT Bank soll es Endkunden erlauben auch über Währungsgrenzen hinweg mit Ihrem Online-Banking-Konto zu bezahlen.

1http://www.ecommerce-europe.eu/press/2012/12/european-e-commerce-to-reach-over-300-billion-in-2012

B. GESCHÄFTSVERLAUF 2012

Die SOFORT AG kann erneut auf ein erfolgreiches Wirtschaftsjahr zurückblicken und das dritte Jahr hintereinander ein positives Geschäftsergebnis ausweisen.

Mit dem Kernprodukt SOFORT Überweisung konnte die SOFORT AG in 2012 weiter stark wachsen.

Die Umsatzerlöse mit SOFORT Überweisung konnten in Deutschland insgesamt um 47,10 cio gesteigert werden. Die Märkte außerhalb von Deutschland wuchsen mit 67,79 °Ao prozentual noch stärker als der deutsche Markt. Der Auslandsanteil liegt bei SOFORT Überweisung inzwischen bei ca. 11 %. Die Tendenz ist weiter steigend und es soll in den nächsten Jahren ein Auslandsanteil von über 20 % angestrebt werden.

Die Nebenprodukte SOFORT Ident und SOFORT Check wachsen weiter, spielen bezogen auf den Gesamtumsatz aber eher eine untergeordnete Rolle.

In Kooperation mit der Deutschen Kantor Privatbank AG bietet die SOFORT AG unter der Marke "SOFORT Bank" ein Portfolio von speziell für den E-Commerce entwickelten Finanzlösungen an.

Das Gemeinschaftsprodukt SOFORT Rechnung wuchs in 2012 zwar um ca. 740 %, blieb aber dennoch hinter den Erwartungen zurück. Im Vergleich zum Planungszeitpunkt hat sich allerdings auch die Marktsituation bei den Rechnungsanbietern stark verändert. Mehrere große Anbieter streiten um den Markt, was dazu geführt hat, dass teilweise auch nicht kostendeckende Angebote an Händler von einzelnen Anbietern abgegeben werden. Die SOFORT AG beobachtet diese Marktentwicklung weiter eng, um hierauf entsprechend strategisch reagieren zu können.

Im September/Oktober 2012 wurde das Logo und Corporate Design der SOFORT AG überarbeitet. In diesem Zusammenhang wurde auch der Firmenname von Payment Network AG auf SOFORT AG geändert, da der Markt weniger die Payment Network AG als deren SOFORT-Produkte wahrgenommen hat. Die Logoumstellung war ein erster Schritt, um einen höheren Bekanntheitsgrad der Produkte der SOFORT AG am Markt, insbesondere beim Endkunden zu erreichen.

Im Oktober 2012 wurde im Rahmen eines Projektes die strategische Ausrichtung der SOFORT AG parallel zur Neu-Ausrichtung der SOFORT Bank für die nächsten drei Jahre erarbeitet. Fokus war hierbei insbesondere die Optimierung von Vertriebs-, Produkt- und Organisationsstrukturen.

Zur Beurteilung des Geschäftsverlaufs verwendet die SOFORT AG die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren:

Detaillierte Planung des Geschäftsvolumens auf Ebene von Produktbereichen

Monatliches Berichtswesen getrennt nach Geschäfts- und Produktbereichen inklusive Plan-Ist Vergleich

Monitoring von Neu- und Bestandskunden

Überwachung der Entwicklung von Transaktionsvolumina

Das Geschäftsjahr 2012 schließt die SOFORT AG mit einem Jahresüberschuss von EUR 638.331 ab.

Organisatorische Änderungen

Im ersten Halbjahr 2013 wird die SOFORT AG eine Vertriebs GmbH in Österreich gründen.

Mitarbeiter

Zum Stichtag 31. Dezember 2012 waren 113,6 Mitarbeiter (FTE) in der SOFORT AG beschäftigt. Die personelle Kapazität ist entsprechend dem Wachstum ausgerichtet. In 2013 wird mit weiteren Einstellungen geplant, um den Wachstums- und Expansionskurs fortzusetzen.

Die Mitarbeiter stellen einen wesentlichen Erfolgsfaktor für das weitere organische Wachstum der SOFORT AG dar. Um weiterhin die hohe Qualität und effizienten Arbeitsabläufe durch motivierte und qualifizierte Mitarbeiter gewährleisten zu können, legt die SOFORT AG auch zukünftig großen Wert auf die fachliche Schulung und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter.

Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht

Gemäß § 312 AktG hat der Vorstand eine Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht abzugeben. Diese wurde wie folgt vorgenommen:

" Wir erklären, daß die Gesellschaft nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen, oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, daß die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt wurden bzw. entsprechende Ausgleiche geschaffen wurden."

C. LAGE DES UNTERNEHMENS

Ertragslage

Die SOFORT AG erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2012 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 14.368.820 (Vorjahr: EUR 10.258.394) und sonstige Erträge in Höhe von EUR 702.939 (Vorjahr: EUR 380.868). Damit verbunden sind Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von EUR 512.633 (Vorjahr: EUR 374.717) angefallen.

Die Kosten im Personalbereich stiegen aufgrund der Internationalisierung und des Ausbaus des Geschäftsmodells gegenüber dem Vorjahr auf EUR 8.282.083 (Vorjahr: EUR 5.749.968).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Jahr 2011 auf EUR 3.439.544; im Jahr 2012 betrugen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen EUR 5.027.431.

Für das Geschäftsjahr 2012 ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 638.331 (Vorjahr: EUR 736.454). Der Rückgang erklärt sich aus höheren steuerlichen Belastungen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist von EUR 860.383 auf EUR 938.450 gestiegen.

Vermögenslage

Zum 31. Dezember 2012 lag die Bilanzsumme der SOFORT AG bei EUR 5.116.524 (Vorjahr: EUR 3.698.123). Der Anstieg spiegelt die positive Geschäftsentwicklung der SOFORT AG wieder.

Die Rückstellungen erhöhten sich um EUR 551.188 auf EUR 1.190.903 (Vorjahr: EUR 639.715). In den Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 954.599 (Vorjahr: 726 TEUR ) sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 403.265 (Vorjahr: EUR 271.336) enthalten.

Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag TEUR 2.971 (Vorjahr: TEUR 2.333)

Finanzlage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt zum Stichtag TEUR 1.153(Vorjahr: TEUR 1.042).

Die liquiden Mittel stiegen um TEUR 473 (Vorjahr: 846 TEUR ), so dass am Jahresende Finanzmittel in Höhe von TEUR 1.881 (Vorjahr: TEUR 1.408) ausgewiesen werden.

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Oberstes Ziel ist die finanzwirtschaftliche Planung, Steuerung und Kontrolle der SOFORT AG. Die Kontrollmechanismen als Frühwarnsysteme sind die laufende Überwachung der Bankkonten sowie der Einnahmen und Ausgaben.

Die SOFORT AG stellt eine laufende Überwachung der Wachstums- und Ertragsentwicklung auf Gesamtgesellschaftsebene als auch dezidiert für die einzelnen Produkte sicher. Durch Analysen werden Abweichungen von den avisierten Plangrößen frühzeitig identifiziert sowie durch angemessene Maßnahmen zeitnah korrigiert. Für die laufende Überwachung des genehmigten Budgets wurden Budgetverantwortlichkeiten implementiert.

Ferner hat die SOFORT AG eine rollierende 3-Jahres-Planung aufgesetzt. Der Kooperationspartner SOFORT Bank wurde bei der Planung eng eingebunden, da ein Teil der geplanten Einnahmen aus Gemeinschaftsprodukten stammt.

Liquidität

Da die SOFORT AG über ausreichende Barreserve verfügt, war ihre Fähigkeit zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen im Geschäftsjahr 2012 jederzeit gewährleistet. Per 31. Dezember 2012 betrug die Barreserve TEUR 1.881 (Vorjahr: TEUR 1.408).

Investitionsanalyse

Das Jahr 2012 war geprägt durch die weitere Stärkung der Marktdurchdringung von SOFORT Überweisung im deutschen Markt und den deutlichen Ausbau des Auslandsgeschäfts. Damit verbunden waren im Wesentlichen Investitionen in die Entwicklung neuer Bankschnittstellen, die Optimierung der Systeme für die verschiedenen Sprachen, die Schaffung der Möglichkeit währungsüberschreitender Transaktionen, den Aufbau ausländischer Vertriebsbüros und die Rekrutierung neuer Mitarbeiter.

Zusätzlich wurde die Kooperation mit der SOFORT Bank ausgeweitet. Der Ausbau dieser Geschäftsaktivitäten erforderte weitere Investitionen, insbesondere für Schnittstellen zu Shopsystemen im Bereich Kauf auf Rechnung.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der SOFORT AG

Die SOFORT AG erzielte im Jahr 2012 einen operativen Gewinn und konnte das deutliche, jährliche Umsatzwachstum weiter fortsetzen. Die steigenden Erlöse werden weiter in den Ausbau der Geschäftstätigkeit investiert.

III. NACHTRAGSBERICHT

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der SOFORT AG haben, sind bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts nicht eingetreten.

IV. RISIKOBERICHT

Die Risikopolitik der SOFORT AG entspricht dem Bestreben nach nachhaltigem und ertragreichem Wachstum, wobei die Gesellschaft versucht, unangemessene Risiken weitestgehend zu vermeiden und zu steuern. Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Planung und Ausführung der Geschäftsstrategie. Die Risikostrategie wird, in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat, vom Vorstand vorgegeben.

Eine Risikobewertung wurde im November und Dezember 2012 durchgeführt, um mögliche Risiken für die weitere Geschäftsentwicklung zu identifizieren.

Nachfolgend werden die mit den spezifischen Gegebenheiten der SOFORT AG und ihrer Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, dargestellt.

Dies sind nicht notwendigerweise die einzigen Risiken. Es handelt sich vielmehr um die derzeit als wesentlich eingeschätzten Risiken.

Branchenspezifische Risiken

Die Prognosen für das zukünftige Wachstum im E-Commerce sind weiter positiv. Eine gesamtwirtschaftliche Verschlechterung auf Grund der Euro-Krise und den weltweiten Turbulenzen an den Finanzmärkten ist allerdings nicht auszuschließen, was auch zu einer Abschwächung des Wachstums im E-Commerce führen könnte. Hieraus könnten sich dann auch Umsatz- und Ergebnisrisiken für die SOFORT AG ergeben. Allerdings hat sich die E-Commerce-Entwicklung bisher sehr robust gegenüber der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung gezeigt, insbesondere da durch Krisensituationen ausgelöster Preisdruck tendenziell den E-Commerce begünstigt.

Ertragsorientierte Risiken

Der Wettbewerb ist im Bereich der Zahlungsdienste nach wie vor hoch. Große Wettbewerber wie PayPal, die nun auch in den stationären Handel (Point-of-Sale-Geschäft) drängen, profitieren - wie die SOFORT AG auch - von den Skaleneffekten, die der Zahlungsverkehr bietet. Eine weitere Konzentration im Zahlungsverkehr erscheint wahrscheinlich, insbesondere dürfte es für rein nationale Anbieter schwieriger werden, sich am Markt zu behaupten. Für die SOFORT AG ist daher das weitere Wachstum und eine erfolgreiche Internationalisierung wichtig, um im Wettbewerb zu bestehen. Sofern dies nicht gelingt, ergeben sich leistungswirtschaftliche Risiken. Angesichts der starken Wachstumszahlen gerade im Ausland sind diese Risiken im Vergleich zum Vorjahr rückgängig.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Auf Grund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation der SOFORT AG sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten.

Regulatorische Risiken und Risiken aus Klagen

Derzeit ist immer noch eine wettbewerbsrechtliche Klage eines kleineren Konkurrenten, dem bankeigenen Direktüberweisungsverfahren "giropay", vor dem LG Köln anhängig. Das Verfahren ist allerdings seit 2010 ausgesetzt, da das Bundeskartellamt sich in das Verfahren eingeschaltet und ein Kartellverwaltungsverfahren gegen die Bankverbände der Deutschen Kreditwirtschaft sowie giropay eingeleitet hat. In einer ersten Stellungnahme des Bundeskartellamts an das LG Köln hat dieses ausgeführt, dass es die dem Verfahren vor dem LG Köln zugrundegelegten AGB der Banken für kartellrechtswidrig und damit nichtig ansieht. Das Verfahren dauert noch an. Die derzeitigen Erfolgsaussichten sind positiv.

Versuche auf europäischer Ebene das Geschäftsmodell SOFORT Überweisung durch eine Standardsetzung seitens des European Payment Council (EPC; eine Vereinigung europäischer Banken) zu behindern, waren Anlass für die Eröffnung eines weiteren Kartellverwaltungsverfahrens durch die EU-Wettbewerbskommission (DG Comp). Das insoweit durch die DG Comp gegen den EPC eingeleitete Verfahren hat dazu geführt, dass der EPC sein Ziel eines ePayment-Frameworks endgültig aufgegeben hat.

Die Europäische Kommission plant, im Rahmen der anstehenden Überarbeitung der Zahlungsdiensterichtlinie Direktüberweisungsverfahren wie SOFORT Überweisung zu regulieren. Sofern diese Pläne umgesetzt werden, wäre für den Betrieb von SOFORT Überweisung eine entsprechende Lizenz erforderlich. Diese Entwicklung wird von der SOFORT AG grundsätzlich positiv gesehen.

V. PROGNOSEBERICHT

In den folgenden Prognosen sind Annahmen enthalten, deren Eintritt nicht sicher ist. Sofern eine oder mehrere Annahmen nicht eintreffen, können die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen wesentlich von den dargestellten Prognosen abweichen.

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick

Der Zahlungsverkehrs-Markt für Firmen- und Geschäftskunden ist weiterhin stark durch nationale Unterschiede und technologische sowie regulatorische Entwicklungen geprägt. Aufgrund der besonderen ökonomischen Rahmenbedingungen im Zahlungsverkehr und den sich nur langsam ändernden Zahlungsgewohnheiten sind vor allem in den entwickelten Zahlungsmärkten wie Deutschland revolutionäre Anderungen mittelfristig eher nicht zu erwarten. Trotz Globalisierung und einer steigenden Bedeutung international tätiger Anbieter, die ihre hohe Marktpräsenz und große Finanzkraft für eine Expansion auch in nationalen Märkte nutzen könnten, werden im Zahlungsverkehr Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen in der Welt bestehen bleiben.

Obwohl sowohl der elektronische als auch der mobile Zahlungsverkehr immer stärker zunehmen wird, haben traditionelle Zahlarten wie Lastschrift, Kauf auf Rechnung oder Vorkasse noch immer einen großen Anteil am bargeldlosen Zahlungsverkehr. Die rasche Verbreitung von Smartphones und neuer technischer Standards sowie das Auftreten neuer Anbieter lässt das Interesse an mobilen Zahlungslösungen weiter steigen. Global werden der Nutzung von Mobile Payments Lösungen hohe Wachstumsraten prognostiziert. Dies kann auch Einfluss auf den E-Commerce haben. Allerdings dürften Auswirkungen erst 2015 oder später zu erwarten sein.

Für den E-Commerce als unmittelbares Umfeld für die Produkte der SOFORT AG gibt es weiterhin zweistellige Wachstumsprognosen.

Einen zentralen Stellenwert für die künftige Entwicklung des Zahlungsverkehrs in Deutschland und Europa hat die Vollendung des Binnenmarkts im Zahlungsverkehr (Single Euro Payments Area: SEPA). Vor diesem Hintergrund haben Innovationen mittelfristig nur eine Erfolgschance, wenn sie europaweit genutzt werden oder eine europaweite Nutzung zumindest möglich wird. Hierbei bleibt abzuwarten, ob die SEPA Lastschrift zu einer Zunahme der Lastschriftnutzung führt oder auf Grund ihrer größeren Komplexität auch in den Ländern, in denen die Lastschrift bisher verwendet wurde, zu einer Verdrängung der Lastschrift beiträgt.

Konjunktureller Ausblick

Die konjunkturellen Perspektiven haben sich in Deutschland eingetrübt. Neben den zum Teil schweren Anpassungsrezessionen im Euro-Gebiet spielt dabei auch die Verlangsamung der globalen Konjunktur eine Rolle. Es gibt jedoch die begründete Aussicht, dass die wirtschaftliche Schwächephase nicht allzu lange anhalten wird und Deutschland bald wieder auf einen Wachstumspfad zurückkehrt. Dazu gehört, dass die Weltwirtschaft wieder Fahrt aufnimmt, der Reformprozess im Euro-Raum weiter voranschreitet und größere negative Überraschungen ausbleiben. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Teilen des Euro-Raums und der weit verbreiteten Verunsicherung dürfte das Wirtschaftswachstum in 2013 allerdings geringer ausfallen als bisher angenommen. Die positive Entwicklung von Online- und E-Commerce Geschäftsmodellen wird dadurch aber nicht grundsätzlich umgekehrt oder kommt dadurch zum Erliegen.

Alle Prognosen stehen stets unter dem Vorbehalt, dass die Schuldenkrise nicht weiter eskaliert.

Entwicklung der SOFORT AG

Die SOFORT AG strebt im Jahr 2013 ein weiteres Wachstum von ca. 35 % im Umsatz an. Hauptumsatztreiber ist dabei der Zahlungsdienst SOFORT Überweisung, der im Ausland prozentual überproportional wachsen soll. Daneben sollen die Gemeinschaftsprodukte mit der SOFORT Bank verstärkt in den Markt gebracht werden.

Das erwartete Jahresergebnis soll in etwa in der Größenordnung des Vorjahres liegen, da die zusätzlichen Umsätze in die Expansion investiert werden sollen.

Bis dato ist von einem planmäßigen Geschäftsverlauf auszugehen, auch wenn die Gemeinschaftsprodukte mit der SOFORT Bank bisher hinter den Planungsannahmen liegen. Dies konnte aber durch Mehreinahmen in anderen Bereichen kompensiert werden.

Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, wird weiterhin in den Personalaufbau investiert.

Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

 

Gauting, den 30.03.2013

Dr. Gerrit Seidel, Vorsitzender des Vorstands

Georg Schardt, Stellvertretender Vorsitzender

Dr. Jens Lütcke, Vorstand (CFO)

Christian Mangold, Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

Im Sinne einer guten Corporate Governance hat der Aufsichtsrat der SOFORT AG die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und sich eingehend mit der Entwicklung der SOFORT AG befasst. Der Aufsichtsrat wurde im Geschäftsjahr 2012 seitens des Vorstandes regelmäßig über den Gang der Geschäfte und über die Lage des Unternehmens informiert. Im monatlichen Rhythmus werden die aktuellen Geschäftszahlen durch den Vorstand zur Verfügung gestellt. Die strategische Ausrichtung der SOFORT AG wurde im Rahmen von offenen Diskussionen zwischen dem Vorstand und dem Aufsichtsrat inner- und außerhalb von Sitzungen besprochen.

Im Geschäftsjahr 2012 gab es vier Aufsichtsratssitzungen, die in Gauting stattfanden. In diesen Aufsichtsratssitzungen wurden u.a. folgende Themen beschlossen bzw. Beschlüsse gefasst:

Sitzung vom 25.01.2012:

Genehmigung des Budgets 2012

Regelung der Aufsichtsratsvergütung

Erörterung und Diskussion zum Bericht des Vorstands zur allgemeinen Lage und Entwicklung der Gesellschaft unter Einbeziehung der vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2011

Ausarbeitung von Änderungsvorschlägen in der Satzung der SOFORT AG

Sitzung vom 24.04.2012:

Wahl von Dr. Wolfgang Arnold zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates

Erörterung und Diskussion zum Bericht des Vorstands zur allgemeinen Lage und Entwicklung der Gesellschaft unter Einbeziehung der aktuellen Entwicklung im 1. Quartal 2012

Genehmigung des Umzugs im Rechenzentrum in Frankfurt am Main sowie die Kapazitätserweiterung

Sitzung vom 11.07.2012:

Beschluss zur Beauftragung der Schaffer WP Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg zum Prüfer der freiwilligen Prüfung des Abhängigkeitsberichtes zum 31. Dezember 2011

Billigung des Jahresabschluss zum 31.12.2011 unter der Bedingung, dass der noch zu prüfende Abhängigkeitsbericht einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhält

Erörterung und Verabschiedung des Berichts des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung unter der Bedingung, dass der noch zu prüfende Abhängigkeitsbericht einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhält.

Erörterung und Beschluss über das neue Markenkonzept

Genehmigung des Abschlusses der Änderungsvereinbarung mit Christoph Klein

Sitzung vom 28.11.2012:

Erörterung und Diskussion zur Strategie und Business Case "Fit for Growth" 2015

Genehmigung des vorläufigen Budgets 2013

Zusätzlich wurden in schriftlichen Umlaufverfahren folgende Beschlüsse gefasst:

27.02.2012: Zustimmung zum Abschluss eines Mietvertrages zum 1. Mai 2012 über die Räume im 1. OG am Standort der SOFORT AG

06.08.2012: Genehmigung des Abschlusses der geänderten Änderungsvereinbarung mit Christoph Klein; Berufung von Dr. Gerrit Seidel zum Vorstand der SOFORT AG; Genehmigung des detaillierten Markenkonzeptes und Zustimmung zur Beauftragung des Vorstandes mit der Umsetzung des neuen Markenkonzeptes; Genehmigung der Umfirmierung von Payment Network AG in SOFORT AG

21.08.2012: Verabschiedung des Berichts des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung und Billigung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2011 nachdem die freiwillige Prüfung des Abhängigkeitsberichtes zu keinen Beanstandungen geführt hat.

19.12.2012: Berufung von Christian Mangold zum Vorstand der Gesellschaft ab 1. Januar 2013; Zustimmung zum Vorstandsdienstvertrag von Christian Mangold; Zustimmung zum Vertragsabschluss mit der uvensys GmbH für eine DDOS Protection Lösung

Die Beschlüsse wurden unter Verzicht auf alle durch Gesetz und Satzung für die Einberufung und Abhaltung einer Aufsichtsratsitzung geltenden Form- und Fristvorschriften ohne Stimmenthaltungen und ohne Gegenstimmen gefasst.

Die Prüfung des vorliegenden Jahresabschlusses und des Abhängigkeitsberichtes für das Geschäftsjahr 2012 wurde durch die Schaffer WP Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg vorgenommen. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 14. März 2013 Schwerpunkte für die Prüfung vorgegeben und in seiner Sitzung am 29. Mai 2013 erörtert. Diese Prüfung hat nach ihrem abschließenden Ergebnis zu keinen Beanstandungen Anlass gegeben, sodass der Abschlussprüfer einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat. Der Aufsichtsrat hat in mehreren Sitzungen den Management Letter des Wirtschaftsprüfers zum Jahresabschluss 2011 diskutiert und hierbei insbesondere auf die durchgehende Anwendung des 4-Augen-Prinzips Wert gelegt.

Die Prüfung des Abhängigkeitsberichts hat zu keinen Beanstandungen geführt. Es bestehen demgemäß keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Abhängigkeitsbericht sowie den Jahresabschluss 2012 geprüft und gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt.

Der Vorstand empfiehlt, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Der Aufsichtsrat schließt sich dieser Empfehlung an die Hauptversammlung an.

Abschließend möchten wir uns beim Vorstand sowie bei allen Mitarbeitern für ihr vorbildliches Engagement in einem für die Gesellschaft dynamischen Jahr mit vielen positiven Entwicklungen bedanken.

 

Gauting, im Mai 2013

Für den Aufsichtsrat

Dr. Michael Riemenschneider, Vorsitzender

8.1.5 Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SOFORT AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmüßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes dar Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.

Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Nürnberg, den 26. April 2013

Schaffer WP Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Horst Schaffer, Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

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