Praxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
alldrink GmbH
Im Breitspiel 5, 69126 Heidelberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sabrina Claudia Winter seit 11.9.2024 | Prokura |
Sophia-Loreen Lauer seit 11.9.2024 | Prokura |
Christoph Herbert Klein seit 6.3.2023 | Prokura |
Marinko Kovacevic seit 9.12.2009 | Prokura |
Adriano Bove seit 14.8.2009 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
alldrink GmbHHeidelbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
ANHANGA. Allgemeine Angaben Die alldrink GmbH hat Ihren Sitz in Heidelberg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim unter der Nummer HRB 704606. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung erstellt. B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Über die angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden berichten wir wie folgt: Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer der einzelnen Anlagengegenstände wurde unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Der Geschäft- oder Firmenwert wird linear über 15 Jahre abgeschrieben, da von einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 15 Jahren ausgegangen wird. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Umlaufvermögen Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit den jeweiligen Nominalbeträgen unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde für das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko und den Zinsverlust eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2 % auf den Nettoforderungsbestand vorgenommen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind u. a. Pfandforderungen in Höhe von TEUR 3.350,4 und nachschüssige Lieferantenkonditionen in Höhe von TEUR 4.400,0 enthalten. Die liquiden Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Ausgewiesen werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Passivposten Das gezeichnete Kapital ist vollständig eingezahlt und zum Nennbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen:
Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten sind in dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.
Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern betragen insgesamt TEUR 190,0. In diesem Betrag sind passive latente Steuern aus sich ergebenden Steuerbelastungen und aktive latente Steuern aus sich ergebenden Steuerentlastungen verrechnet. Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 245,8 beruhen aus Unterschieden bei der Bewertung des Geschäfts- und Firmenwerts. Aktive latente Steuern resultieren mit einem Betrag von TEUR 55,8 aus der unterschiedlichen Bewertung der Rückstellung für Wiederherstellungsverpflichtung. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte pauschal auf Basis eines Ertragssteuersatzes in Höhe von 30 % und berücksichtigt Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. Eventualverbindlichkeiten Zum Bilanzstichtag besteht eine gesamtschuldnerische Mithaftung für Leasingverpflichtungen eines verbundenen Unternehmens mit einem Gesamtwert von TEUR 110,8. Die Geschäftsführung geht nicht von einer Inanspruchnahme aus, da das verbundene Unternehmen in der Vergangenheit sämtliche Verpflichtungen erfüllt hat und die aktuellen Zahlen für die ersten Monate 2024 im Planungskorridor liegen. C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse entfallen mit TEUR 116.520,7 auf Erlöse aus Warenverkäufen und mit TEUR 173,2 auf Erlöse aus Vermietungen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außerordentliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 395,3 enthalten. Sie betreffen Verluste aus Firmenwertabgängen aufgrund von Standortschließungen. D. Ergebnisverwendung
werden auf neue Rechnung vorgetragen. E. Sonstige Angaben Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der alldrink GmbH durch die Geschäftsführer
Sie sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die nach § 285 Nr. 9 HGB verlangten Angaben unterbleiben mit Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen jährlich aus:
Die Angaben des Abschlussprüferhonorars gemäß § 285 Nr. 17 HGB unterbleiben, da sie im Konzernabschluss der LGH Liquit Getränkehandel GmbH, Heidelberg, offengelegt werden. Angaben zu Finanzinstrumenten Die Gesellschaft hat im Vorjahr ein Bankdarlehen in Höhe von TEUR 8.660,0 über drei Jahre mit variablen Zinsen auf Basis der 3-Monats-Euribor durch einen Zinscap abgesichert. Dieser Zinscap hat wie das Darlehen einen Nominalbetrag in Höhe von TEUR 8.660,0. Das Darlehen valutiert zum Bilanzstichtag bei TEUR 6.700,0. Der Strike liegt bei einem 3 Monats-Euribor bei 2,75 %. Das Zinsderivat hat zum Bilanzstichtag einen Buchwert von TEUR 78,8. Der beizulegende Zeitwert beträgt TEUR 50,8. Der Ausweis erfolgt unter den sonstigen Vermögensgegenständen. Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich nachstehende Mitarbeiter:
Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der LGH Liquit Getränkehandel GmbH, Heidelberg mit einbezogen. Die LGH Liquit Getränkehandel GmbH ist im Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim unter der Nummer HRB 704049 eingetragen.
Heidelberg, im März 2024 gezeichnet Frank Meierhoff, Geschäftsführer Adriano Bove, Geschäftsführer Feststellung des Jahresabschlusses Die Gesellschafterversammlung vom 15. Juli 2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt. AnlagespiegelDie Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich wie folgt:
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens 2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen 2.1. Wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland 2.2. Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr 2.3. Entwicklung der alldrink GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr 3. Lage des Unternehmens 3.1. Vermögenslage 3.2. Finanzlage 3.3. Ertragslage 4. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit wesentlichen Chancen und Risiken 4.1. Voraussichtliche Entwicklung 4.2. Chancen 4.3. Risiken Unterschriften 1. Grundlagen des Unternehmens Die alldrink GmbH hat ihren Firmensitz in Heidelberg und ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister B unter der Nummer 704606 eingetragen. Das Unternehmen besteht seit 1987 und unterhielt 2023 bis zu 149 unselbstständige Niederlassungen in Form von Getränkefachmärkten. Diese befinden sich in den Bundesländern Hessen, Baden- Württemberg, Rheinland-Pfalz, im Saarland und Bayern. Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit sind die Metropolregionen "Rhein-Main" und "Rhein-Neckar". Mit dem Umsatz des Geschäftsjahres 2023 ist die alldrink GmbH im Ranking der größten Getränkefachmarktunternehmen in Deutschland auf Platz 7 (Quelle: Sachon Verlag Jahreserhebung 2023). Die Gesellschaft ist in alle wichtigen Kooperationen und Verbände der Branche eingebunden und hat auch als eigenständiger Verhandlungspartner bei der Getränkeindustrie erhebliche Bedeutung. 2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen 2.1. Wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag 2023 laut Destatis um 0,3% unter dem des Vorjahres, nachdem es 2022 noch ein Plus von 1,8% gab. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam in einem krisengeprägten Umfeld stark ins Stocken. Hohe Preissteigerungen auf allen Wirtschaftsstufen, hohe Tarifabschlüsse und ein ungünstiges Finanzierungsumfeld bei hohen Zinsen, sowie einer geringeren Nachfrage im In- und Ausland verhinderten eine weitere Erholung der Wirtschaft auf das Vor-Corona-Niveau. Der Fortgang des Russlandkrieges gegen die Ukraine trug zu einer weiteren Verunsicherung der Wirtschaft bei. Die privaten Konsumausgaben stiegen im Jahr 2023 nominal um 5,6% (Statista) im Vergleich zum Vorjahr, preisbereinigt gaben diese um 0,6% nach. Die Inflationsrate in Höhe von 5,9% (Statista) war im Vergleich zum Vorjahr (6,9%) zwar leicht rückläufig, führte jedoch zu einer weiteren Kaufzurückhaltung der Konsumenten. Bei der Lohnentwicklung gab es im Jahr 2023 sowohl bei den Bruttolöhnen eine deutliche Erhöhung um 6,1%, als auch bei den Nettolöhnen in Höhe von 8,1%. Die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 €, eine Reihe neuer Tarifabschlüsse, sowie steuer- und abgabenfreie Inflationsprämien wirken sich hier aus. Diese Lohnentwicklung wurde jedoch durch die hohe Inflation zum erheblichen Teil aufgefressen. Die Nettoreallöhne sind schließlich nur um 2% gestiegen und konnten damit das Vorjahresminus von 4% nicht ausgleichen. Bei der Zahl der Erwerbstätigen gab es im Jahr 2023 einen weiteren Anstieg von 0,6% gegenüber dem Vorjahr und es wurde mit 46,19 Mio. (VJ 45,89 Mio.) Erwerbstätigen abermals ein Rekordwert erreicht. Der Zuwachs beruht allein auf ausländischen Arbeitskräften. Die Quote der Erwerbslosen lag im Jahr 2023 bei nur 2,8 % und damit auf Vorjahresniveau. Die Zahl der Erwerbslosen betrug im Jahresdurchschnitt 1,3 Mio. Menschen. Die staatlichen Haushalte erzielten lt. Destatis ein Haushaltsdefizit von 87,4 Mrd. €. Das Defizit verringerte sich gegenüber dem Vorjahr, da die Einnahmen des Staates mit 4,4% stärker stiegen als die Ausgaben mit 3,7%. Die Defizitquote betrug 2,1% und hält damit den Referenzwert des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspaktes in Höhe von maximal 3% ein. 2.2. Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr Die Ausgaben privater Haushalte in Deutschland für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren betrug 2023 14,8% (Vorjahr 14,7%). In diesem Marktsegment gab es eine überproportional hohe Preissteigerung von 12,4%, was zu erheblichen Veränderungen im Kaufverhalten führte. Konsumenten griffen zu preiswerten Alternativprodukten (Handelsmarken) oder wechselten ihre Einkaufsstätte zum Discount. Unterm Strich ging der reale Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel gegenüber dem Vorjahr um 3,9% zurück. Seit dem coronabedingten Rekordzuwachs von 5,4% im Jahr 2020 sanken die realen Umsätze in den folgenden drei Jahren kontinuierlich (2021: -1,6%, 2022: -4,6%) Im Gegensatz dazu stieg der nominale Umsatz 2023 um 5,9% gegenüber 2022. (Quelle Destatis, Statistisches Bundesamt). Die Ursache dafür sind die stark gestiegenen Nahrungsmittelpreise, die sich in der hohen Inflationsrate widerspiegeln. Die Datenlage für den Vertriebskanal Getränkefachmärkte (GFM) hierzu ist aufgrund der unterschiedlichen Grundgesamtheiten traditionell uneinheitlich: Nielsen meldet ein nominales Plus von 0,4%, die GFK -6,8% und der Verband des Deutschen Getränke- Einzelhandels meldet für seine Mitglieder, zu denen auch die alldrink GmbH gehört, ein Plus von 1,5%. 2.3. Entwicklung der alldrink GmbH Die alldrink GmbH weist in der G&V 2023 einen Umsatz von 116,7 Mio. € aus und liegt damit 0,7 Mio. € unter dem Vorjahr. Darin enthalten sind fünf Standorte, die im Laufe des Jahres 2023 aufgrund ihres negativen Ergebnisbeitrags geschlossen wurden. Flächenbereinigt hat die alldrink ein Umsatzplus von 0,4% gegenüber dem Vorjahr erzielt und sich damit im Markt gut behaupten können (bei dieser Berechnung wurden alle Märkte, die im Laufe des Jahres 2022 / 2023 ausgeschieden oder neu hinzugekommen sind, herausgenommen). Zum Ende des Jahres 2023 betrieb die alldrink GmbH 143 Getränkefachmärkte. Im Rahmen des Investitionsprogrammes "Getränkemarkt der Zukunft" wurden im Laufe des Jahres 2023 weitere sechs Standorte umgebaut und grundsaniert. 3. Lage des Unternehmens 3.1. Vermögenslage Im Vergleich zum Vorjahr ist die Bilanzsumme von 41,7 Mio. € auf 40,9 Mio. € leicht gesunken. Größere Veränderungen sind bei den Geschäfts- oder Firmenwerten zu erwähnen, die durch Abschreibungen um 1,3 Mio. € reduziert wurden. Ferner der Anstieg der Betriebs- und Geschäftsausstattungen um 628 T€, der die Investitionen zur Modernisierung des Filialnetzes widerspiegelt. Die liquiden Mittel liegen mit 5,1 Mio. € leicht unter Vorjahresniveau. 3.2. Finanzlage Das Eigenkapital der Gesellschaft erhöht sich mit dem aktuellen Ergebnis auf 8,05 Mio. € auf eine Eigenkapitalquote von 19,6%. Die Rückstellungen liegen leicht über Vorjahresniveau, die Verbindlichkeiten wurden um 2,7 Mio. € reduziert. Insbesondere die Bankverbindlichkeiten sind durch Tilgung auf 14,9 Mio. € reduziert worden. 3.3. Ertragslage Die alldrink GmbH schließt für das Geschäftsjahr 2023 mit einem Umsatz von 116,7 Mio. € und einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.759 T€ (Vorjahr 2.331 T€) ab. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 4.880 T€. Das abgelaufene Jahr war durch erhebliche Kostensteigerungen in allen Kategorien gekennzeichnet, die an die Kunden durchgereicht werden mussten. Die damit verbundenen Preissteigerungen, die im Bereich Getränke noch vergleichsweise moderat ausfielen, führten zu einer erheblichen Kaufzurückhaltung der Verbraucher, die zusätzlich durch den andauernden Krieg Russlands gegen die Ukraine verunsichert waren. In dieser extrem schwierigen Gemengelage konnte die alldrink GmbH ihr Vorjahresergebnis zwar nicht ganz erreichen, liegt aber erheblich besser als es die Planung erwarten ließ. Das Ergebnis konnte durch eine geschickte Preis- und Aktionspolitik erreicht werden. Darüber hinaus trägt die Modernisierung des Filialnetzes und der weitere Konsolidierungskurs zum Ergebnis bei. 4. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit wesentlichen Chancen und Risiken 4.1. Voraussichtliche Entwicklungen Nach einem extrem turbulenten Geschäftsjahr 2023 erwarten wir eine leichte Normalisierung der Verhältnisse. Sofern keine Eskalation des russischen Angriffskrieges stattfindet, sollten sich die Verbraucher an die neuen Preisbilder im Einzelhandel "gewöhnt" haben und zum Teil wieder in ihr früheres Kaufverhalten zurückfinden. Die Energiepreise haben sich auf ein verträgliches Maß eingependelt, umfangreiche Lohnsteigerungen gleichen die sich abschwächende Inflation zumindest teilweise aus. Der Fachkräfte- und Wohnungsmangel werden uns weiter begleiten, ebenso ein bedenklich niedriges Wirtschaftswachstum in Deutschland. Der alldrink GmbH ist es gelungen, die Kostensteigerungen für Personal, Mieten, Energie, Logistik und den Wareneinsatz weitestgehend über Preiserhöhungen am Markt zu platzieren, ohne die eigene Preiswürdigkeit aufs Spiel zu setzen. Für 2024 planen wir mit einem leichten Umsatzminus aufgrund der reduzierten Anzahl Filialen. Flächenbereinigt wird ein Umsatz und Absatz auf Vorjahresniveau erwartet. Verschiedene Kostensteigerungen, die im Laufe des Vorjahres realisiert wurden, belasten das komplette Ergebnis 2024. Es wird weiter daran gearbeitet, auch diese Kostensteigerungen über die Preise umzulegen, auf Basis kaufmännischer Vorsicht rechnen wir mit einer reduzierten Umsatzrendite von 1,5% bis 2,0% (VJ 2,4%). Die Geschäftsstrategie der alldrink GmbH hat weiterhin Bestand, wir werden im Rahmen der Konsolidierungsprozesse weitere einzelne Standorte planmäßig schließen und es werden Übernahmen von Wettbewerbern verhandelt, soweit sich diese anbieten. Die Modernisierung des Filialnetzes hat weiterhin die oberste Priorität. Nach dem Einrichtungskonzept "Getränkemarkt der Zukunft" werden wir auch 2024 weitere Umbauten durchführen. Ein erheblicher Teil der Investitionen des Unternehmens fließt weiterhin in diese Modernisierung des Filialnetzes. 4.2. Chancen Getränkefachmärkte werden auch zukünftig eine relevante Marktbedeutung haben. Entscheidendes Erfolgskriterium für die alldrink GmbH wird dabei nach wie vor eine profilierte Abgrenzung von anderen Formen des Lebensmitteleinzelhandels sein. Mit einem modernen und frischen Marktkonzept lassen sich auch zukünftig Zielgruppen erschließen, die das Sortiment und die Convenience-Vorteile eines Getränkefachmarktes schätzen. Nicht profilierte Märkte, die den Marktgegebenheiten nicht mehr entsprechen, werden zunehmend aus dem Markt ausscheiden. Die Zahl der Getränkefachmärkte in Deutschland insgesamt wird sich aus diesem Grund auch in den nächsten Jahren reduzieren. Die richtige Standortwahl der Getränkemärkte hat zunehmend an Gewicht gewonnen. Standorte in ländlichen Regionen und in strukturschwachen Gebieten werden weiter verlieren. Der zukünftige Fokus wird somit weiterhin auf strukturstarke Gebiete und städtische Regionen gelegt und weniger auf ein flächendeckendes Filialnetz. 4.3. Risiken Die Hauptrisiken für die alldrink GmbH bestehen, wie bisher, im Wettbewerb. Den nationalen Discountketten ist es aufgrund ihrer Verpackungsstrategie (nur Einweg) im Segment Bier bisher nicht gelungen, substantielle Marktanteile zu generieren. Wenn hier ein Umdenken stattfinden sollte, würden sich die Marktanteile neu verteilen. In welchem Umfang Getränkefachmärkte betroffen sein werden, ist allerdings schwer abzuschätzen.
Heidelberg, im März 2024 Frank Meierhoff, Geschäftsführer Adriano Bove, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die alldrink GmbH, Heidelberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der alldrink GmbH, Heidelberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der alldrink GmbH, Heidelberg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Heidelberg, den 13. Juni 2024 HSG
Treuhand Heidelberg GmbH
Dipl.-Kfm. Siegfried Ries, Wirtschaftsprüfer Dipl.-Kfm. Siegfried Grupp, Wirtschaftsprüfer |
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