Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 15379 HL
Vorher
DS Invest Verwaltungsgesellschaft mbH
Eingetragen
11.12.2015
Branche
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und KörperpflegemittelnGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und Stahlhalbzeug
Gegenstand
der Erwerb, die Verwaltung, die Verwertung sowie Finanzierung von Beteiligungen an Unternehmen gleich welcher Rechtsform im In- und Ausland sowie deren strategische Beratung; der Großhandel sowie der Im- und Export und die Herstellung von Waren aller Art, ausgenommen solche Waren, deren Herstellung oder Handel einer besonderen Genehmigung bedarf

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Philipp Fliegner
seit 28.6.2024
Geschäftsführer
Marcel Dümmel
seit 1.2.2024
Geschäftsführer
Stefan Haßdenteufel
seit 28.3.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
DS Holding GmbH
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DS Holding GmbH

Stapelfeld

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Inhaltsverzeichnis

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

ANLAGEN

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DS Holding GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der DS Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DS Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter-falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt, den 7. Juli 2022

RSM GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr Stefan Grabs, Wirtschaftsprüfer

Arno Kramer, Wirtschaftsprüfer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.579.854,58 1.739.540,48
2. Geschäfts- oder Firmenwert 24.209.409,56 24.844.079,26
3. geleistete Anzahlungen 8.624,82 0,00
27.797.888,96 26.583.619,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.895.454,91 11.347.247,28
2. technische Anlagen und Maschinen 42.938,99 51.807,89
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.561.693,02 5.716.473,06
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.500,00 6.448,00
15.512.586,92 17.121.976,23
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 176.604,44 169.665,44
2. Beteiligungen 1.200.728,36 2.365.734,46
1.377.332,80 2.535.399,90
44.687.808,68 46.240.995,87
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. fertige Erzeugnisse und Waren 72.506.312,92 26.446.002,66
2. geleistete Anzahlungen auf Vorräte 4.526.140,05 1.039.876,87
77.032.452,97 27.485.879,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 57.027.567,01 54.667.694,96
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 409.064,43 1.814.662,02
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 237.937,94 100.366,64
4. Sonstige Vermögensgegenstände 15.187.109,17 12.827.012.15
72.861.678,55 69.409.735,77
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.603.988,96 2.053.952,35
154.498.120,48 98.949.567,65
C. Rechnungsabgrenzungsposten 421.842,25 293.285,02
D. aktive latente Steuern 70.576,25 0,00
199.678.347,66 145.483.848,54

PASSIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 16.000.000,00 16.000.000.00
II. Kapitalrücklage 32.306.584,39 32.306.584,39
III. Andere Gewinnrücklagen 50.000,00 50.000,00
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung - 51.953,03 -160.282,04
V. Konzernbilanzgewinn 1.172.754,14 32.401,72
VI. Nicht beherrschende Anteile 95.003,30 66.867,46
49.572.388,80 48.295.571,53
B. Passivischer Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung 209.800,27 0,00
C. Rückstellungen
1 Steuerrückstellungen 1.585.099,81 1.230.119,11
2. Sonstige Rückstellungen 15.640.498,87 13.778.836,69
17.225.598,68 15.008.955,80
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 87.048.323,90 47.826.041,43
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 29.661,41 2.459,48
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 33.799.238,68 30.484.156,69
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.081.336,63 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 7.633.394,14 3.843.863,61
davon aus Steuern EUR 1.865.180,94 (Vi.: EUR 1.300.502,23)
davon aus sozialer Sicherheit: EUR 0,00 (Vj.: EUR 13.532,43)
132.591.954,76 82.156.521,21
E. Rechnungsabgrenzungsposten 78.605,15 22.800,00
199.678.347,66 145.483.848,54

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

2021 2020
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 321.986.897,45 296.009.756,46
2. Sonstige betriebliche Erträge 14.457.369,54 9.071.078,29
davon aus der Währungsumrechnung EUR 3.212.228,48 (Vj.: EUR 3.671.302,36)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 220.572.615,22 196.278.872,11
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.274.806,28 3.171.521,22
223.847.421,50 199.450.393,33
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 24.817.640,04 21.925.643,59
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.091.920,16 3.576.297,54
28.909.560,20 25.501.941,13
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8.152.317,48 7.561.446,08
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die im Konzern üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 20.328,57
8.152.317,48 7.581.774,65
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 58.095.062,66 58.764.008,99
davon aus der Währungsumrechnung EUR 3.605.360,06 (Vj.: EUR 3.784.547,34)
7. Erträge aus Beteiligungen 188.102,02 393.728,15
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 662.389,69 557.561,37
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.066.431,38 1.916.486,27
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 1.145.073,31 0,00
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.389.933,63 6.068.148,76
12. Ergebnis nach Steuern 9.688.958,54 6.749.371,14
13. Sonstige Steuern 35.033,20 12.686,67
14. Jahresüberschuss 9.653.925,34 6.736.684,47
Ergebnisanteil Gesellschafter DS Holding GmbH 7.415.045,15 6.736.684,47
Ergebnisanteil Minderheiten 2.238.880,19 0,00

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

(1) Allgemeines

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die Vorschriften der §§ 290 ff. HGB angewendet worden.

Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht.

Die DS Holding GmbH hat ihren Sitz in Stapelfeld und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Lübeck (HR B Reg. Nr. 11907 HL).

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss der DS Holding GmbH einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Im Einzelnen wird nach folgenden Grundsätzen bewertet:

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben.

Die sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen bewertet. Es werden keine Zinsen für Fremdkapital in die Herstellungskosten einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.

Bei den deutschen Gesellschaften werden geringwertige Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu € 250 im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben. In Anlehnung an den § 6 Abs. 2a EStG wurden Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als € 250 bis € 1.000 in einem Sammelposten zusammengefasst und pauschal über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Ist der Sammelposten nicht von untergeordneter Bedeutung, wird der Posten auf eine evtl. bestehende Überbewertung überprüft. Die Abschreibung auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Wareneinkäufe in Fremdwährungen werden mit dem Kurs des Rechnungsdatums bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag bewertet. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% von den Forderungen gebildet. Erkennbare Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Währungsumrechnungen von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden gemäß § 256a HGB zu dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt, soweit diese in Fremdwährungen waren, wurden diese zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Eigenkapital wird zu Nennwerten bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Anschaffungskurs bzw. zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Differenzen ergeben sich aus Unterschieden in den Wertansätzen von Verbindlichkeiten und dem Ansatz von Drohverlustrückstellungen. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 26 % (Vorjahr 26 %) zugrunde.

(3) Konsolidierungskreis

Der Kreis der einbezogenen Unternehmen ergibt sich aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes. Im Geschäftsjahr 2021 wurden die Tochtergesellschaften DS Care 4 U GmbH, Lüttow-Valluhn zum 01.04.2021 sowie die Landmann Germany GmbH, Stapelfeld und Landmann International GmbH, Stapelfeld, mit den Beteiligungen Landmann Hungäria Kft, Landmann Ltd UK, Landmann Polska Sp. z o.o. per 01.01.2021 in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

Im Geschäftsjahr 2021 gab es eine wesentliche Veränderung des Konsolidierungskreises. Zum 1. Januar 2021 wurden 49 % der Anteile an der Landmann Germany GmbH erworben. Aufgrund der zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Beherrschung wurden diese Anteile erstmals zum 1. Januar 2021 vollkonsolidiert. Die weiteren Anteile an der Landmann Germany GmbH (51 %) wurden zum 1. Juli 2021 erworben. Daraus resultiert ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von T€ 5.315, der über 10 Jahre abgeschrieben wird.

Im Konzernabschluss der DS Holding GmbH zum 31. Dezember 2021 sind insbesondere folgende Vermögensgegenstände und Schulden der Landmann-Gruppe enthalten:

Im Anlagevermögen sind T€ 3.700 aktiviert (Werkzeuge, Tools und Sachanlagen). Das Umlaufvermögen betrifft zum 31.12.2021 mit T€ 27.000 die Landmann-Gruppe. Die Finanzierung wird durch Bankkredite in Höhe von T€ 20.400 und T€ 4.400 Lieferantenkredite sichergestellt.

Aus der Bewertung der zum 1. Januar 2021 durch den Erwerb von Landmann übernommenen Vorräte ergab sich ein passivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 510. Durch den Abgang von erworbenen Vorräten wurden im Geschäftsjahr 2021 davon T€ 301 realisiert. Zum Stichtag 31. Dezember 2021 verbleiben Vorräte mit stillen Reserven in Höhe von T€ 210. Diese werden als passivischer Unterschiedsbetrag ausgewiesen.

Ohne die Umsatzerlöse der Landmann-Gruppe des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von T€ 21.598 würden sich die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres des Konzern DS Holding GmbH auf T€ 300.389 belaufen.

Ohne den Materialaufwand der Landmann-Gruppe des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von T€ 7.160 würden sich der Materialaufwand des Geschäftsjahres des Konzern DS Holding GmbH auf T€ 216.688 belaufen.

Der Konzernabschluss umfasst die DS Holding GmbH sowie dreizehn inländische und fünf ausländische Tochterunternehmen. Die Umrechnungen erfolgen zu folgenden Kursen:

Eigenkapital zu historischen Kursen

Vermögenswerte und Schulden zu Stichtagskursen

Erträge und Aufwendungen zu Durchschnittskursen

Aufgrund von untergeordneter Bedeutung wurde darauf verzichtet, folgende Firmen in den Konzernabschluss einzubeziehen:

Exzellenz Verdon Ltd.

Exzellenz Verdon Trading Co. Ltd.

BEEM Asia Ltd.

(4) Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs erstmals konsolidiert werden, wird nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Ein nach Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Konzernunternehmen werden gegeneinander aufgerechnet (Schuldenkonsolidierung).

Zwischenergebnisse aus Warenlieferungen und Lieferungen von Anlagengegenständen zwischen den einbezogenen Gesellschaften wurden eliminiert.

In der Gewinn- und Verlustrechnung werden konzerninterne Umsätze und andere konzerninterne Erträge entsprechend § 305 Abs. 1 HGB mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet (Aufwands- und Ertragskonsolidierung).

(5) Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der jeweiligen Erstkonsolidierung ergeben sich wie folgt:

 

Kapitalkonsolidierung DS Holding GmbH

Beteiligungswert € Eigenkapital € Anpassung € Geschäftswert €
DS 62.225.887,04 30.954.951,18 142.466,69 31.128.469,17
DSMT 61.590,40 25.000,00 0,00 36.590,40
DS Q 90.127,96 78.947,75 -52.024,27 63.204,48
DSI 60.000,00 60.000,00 0,00 0,00
PTC 1.219,57 -506,40 0,00 1.725,97
DSM 25.235,90 25.000,00 0,00 235,90
BEEM 528.000,00 525.000,00 0,00 3.000,00
DS AV 28.699,00 25.000,00 0,00 3.699,00
INT 27.044.163,60 1.520.235,75 0,00 25.523.927,85
VISION 154.661,18 100.717,55 0,00 53.943,63
DSL 25.000,00 25.000,00 0,00 0,00
DSC4U 110.873,50 102.283,69 0,00 8.589,81
LAG 247.500,00 247.500,00 0,00 0,00
LAI 25.388,20 25.002,00 0,00 386,20
LAI-HU 5.914,37 41.221,25 0,00 -35.306,88
LAI-PL 5.914,37 1.096.563,37 0,00 -1.090.649,00
LAI-UK 5.914,37 389.308,48 0,00 -383.394,11
90.646.089,46 35.241.224,62 90.442,42 55.314.422,42

Angaben zum Anteilsbesitz:

Konsolidierungskreis:

1) DS Produkte GmbH, Stapelfeld ("DS") 100,00%
2) DS MEWITEC GmbH, Stapelfeld ("DSMT") 100,00%
3) DSQ Honkong Ltd., Hong Kong ("DS Q") 87,55%
4) DS Select GmbH, Stapelfeld ("DSL") 100,00%
5) DS Impact GmbH, Stapelfeld ("DSI")
(DS Invest Verwaltungsgesellschaft mbH)
100,00%
6) Pacific Trade Connection Ltd., Hong Kong ("PTC") 100,00%
7) DS Marketing GmbH, Stapelfeld ("DSM") 100,00%
8) DS Aviation GmbH, Stapelfeld ("DS AV") 100,00%
9) BEEM Germany GmbH, Stapelfeld ("BEEM") 100,00%
10) In-trading GmbH, Bad Segeberg ("INT") 100,00%
11) DS Care 4 U GmbH, Lüttow-Valluhn ("DSC4U") 100,00%
12) Landmann Germany GmbH, Stapelfeld ("LAG") 100,00%

Die DS Produkte GmbH ist ihrerseits beteiligt an:

DS Direct GmbH, Stapelfeld ("DSDC") 100,00%

Die DS Marketing GmbH ist ihrerseits beteiligt an:

Vision Personalservice GmbH, Valluhn ("VISION") 100,00%

Die Landmann Germany GmbH ist ihrerseits beteiligt an:

Landmann International GmbH, Stapelfeld ("LAI") 100,00%

Die Landmann International GmbH ist ihrerseits beteiligt an:

Landmann Hungäria Kft. ("LAI-HU") 100,00%
Landmann Ltd. UK ("LAI-UK") 100,00%
Landmann Polska Sp. z.o.o. ("LAI-PL") 100,00%

Alle Gesellschaften werden vollkonsolidiert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Laufzeit bis 1 Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 234.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Retouren sowie die Personalrückstellungen.

Die Retourenrückstellungen werden aufgrund von Umsätzen und Retourenquoten ermittelt. Hier bilden Umsätze und Gutschriften der letzten Monate die Grundlage und die daraus resultierenden Roherträge wurde zurückgestellt. Größte Position stellt hier eine Lieferung aus 2020 dar, für die eine komplette Retoure unterstellt wurde.

Die Personalrückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen auf Grundlagen der Zielvereinbarungen mit Führungskräften sowie zum Stichtag noch bestehende Urlaubsansprüche der Mitarbeiter.

Darüber hinaus betreffen die sonstigen Rückstellungen zum Stichtag noch nicht abgerechnete Werbekostenzuschüsse sowie Lizenzgebühren.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:

Verbindlichkeitenspiegel 31.12.2021

davon Restlaufzeit
In T€ Total bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahre
- gegenüber Kreditinstituten 87.048 73.826 6.793 6.429
(- gegenüber Kreditinstituten VJ) (47.826) (24.423) 0 (23.403)
- erhaltene Anzahlung auf Bestellungen 30 30 0 0
(- erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen VJ) (2) (2) (0) (0)
- aus Lieferungen und Leistungen 33.799 33.799 0 0
(- aus Lieferungen und Leistungen VJ) (30.484) (30.484) (0) (0)
- gegenüber verbundenen Unternehmen 4.081 4.081 0 0
(- gegenüber verbundenen Unternehmen VJ) (0) (0) (0) (0)
- Sonstige Verbindlichkeiten 7.633 7.633 0 0
(- Sonstige Verbindlichkeiten VJ) (3.844) (3.532) (312) (0)
Total 132.591 119.369 6.793 6.429
(Total VJ) (82.156) (58.441) (0.312) (23.403)

Insgesamt betragen die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 120 Mio. €. Der Gesamtbetrag aller Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahre beträgt 6 Mio. €.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 87 Mio. € sind unter anderem besichert durch Forderungsabtretungen, Sicherungsübereignung von Vorräten und Sachanlagen, Sicherungsabtretung von Geschäftsanteilen, Verpfändung von Bankkonten sowie Grundschulden auf dem Grundbesitz der Gesellschaft.

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen betreffen vollständig Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter.

Zum Bilanzstichtag der Organschaft ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern i.H.v. T€ 71. Der Ansatz des Aktivüberhangs wird in der Bilanz ausgewiesen. Die aktiven latenten Steuern betragen zum Bilanzstichtag T€ 278 (Vorjahr T€ 569), die passiven latenten Steuern T€ 207 (Vorjahr T€ 102). Für die Gesellschaften die nicht in die Organschaft einfließen wurden die Befreiungsvorschriften in Anspruch genommen.

Berechnungsschema latenter Steuern per 31.12.2021

Bilanzposten Wert lt. Handelsbilanz in € Wert lt. Steuerbilanz in € Differenz in € latente Steuer in € Steuerlatenz
Drohverluste (Organschaft) -78.974,05 0,00 -78.974,05 -20.533,25 A
Forderungen (Organschaft) 58.893.782,79 58.851.563,17 42.219,62 10.977,10 P
Verbindlichkeiten (Organschaft) -29.984.265,72 -30.048.016,40 63.750,68 16.575,18 P
Sekundäre latente Steuern (Zwischenergebniseliminierung) 0,00 858.650,94 -858.650,94 -257.775,28 A
Sekundäre latente Steuern (Schuldenkonsolidierung) 0,00 -600.000,00 600.000,00 180.000,00 P
Summe 28.830.543,02 28.803.546,77 26.996,25 -70.756,25
Summe aktive latente Steuer per 31.12.2021 € -278.308,53
Summe aktive latente Steuer per 31.12.2020 € -569.187,39
Summe aktive latente Steuer Veränderung € 290.878,86
Summe passive latente Steuer per 31.12.2021 € 207.552,28
Summe passive latente Steuer per 31.12.2020 € 101.586,79
Summe passive latente Steuer Veränderung € 105.965,49

(6) Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse der DS Holding GmbH setzen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt zusammen:

T€
Inlandsumsätze 271.509
Auslandsumsätze 65.146
abzgl. Erlösschmälerungen -14.668
321.987

Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen mit Handelswaren erwirtschaftet.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von T€ 1.601 (Vorjahr T€ 405), Erträge aus der Währungsumrechnung von T€ 3.212 (Vorjahr T€ 3.671) sowie sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 1.057 (Vorjahr T€ 443).

(7) Derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzinstrumente, die zur Abdeckung der Marktpreisänderungsrisiken im Zins- und Währungsbereich eingesetzt und zum Teil in die handelsrechtlichen Bewertungseinheiten nach § 254 HGB n. F. einbezogen sind:

Anhangsangaben zu den Finanzinstrumenten 31.12.2021

DS Konzern

Nominalvolumen Beizulegender Zeitwert (Marktwert)
Derivate in einer Bewertungseinheit Derivate freistehend Derivate in einer Bewertungseinheit Derivate freistehend
Absicherung von Fremdwährungsrisiken
Devisen: Swap/ FX Forwards / FX Spot 10.659.178,46 0,00 90.945,07 -6.238,23
Devisenoptionen 0,00 51.582.472,96 0,00 1.021.814,78
FX Swap/ FX Optionen
Strukturierte Devisentermingeschäfte 0,00 33.777.682,13 0,00 434.080,68
Cancell Forward/Callable Forward 0,00 346.320,35 0,00 0,00
Total Return Swap 0,00 0,00 0,00 0,00
Tarif mit Vorteilsfeststellung und Schutzkorridor 0,00 734.048,63 0,00 9.372,67
10.659.178,46 86.440.524,07 90.945,07 1.459.029,91
Drohverlustrückstellung Gebuchte Prämie
Derivate in einer Bewertungseinheit Derivate freistehend Derivate in einer Bewertungseinheit Derivate freistehend
Absicherung von Fremdwährungsrisiken
Devisen: Swap/ FX Forwards / FX Spot 0,00 149.058,33 0,00 0,00
Devisenoptionen 0,00 31.716,50 0,00 0,00
FX Swap/ FX Optionen
Strukturierte Devisentermingeschäfte 0,00 45.047,28 0,00 0,00
Cancell Forward/Callable Forward 0,00 0,00 0,00 0,00
Total Return Swap 0,00 0,00 0,00 0,00
Tarif mit Vorteilsfeststellung und Schutzkorridor 0,00 9.549,35 0,00 0,00
0,00 235.371,47 0,00 0,00

Die Nominalvolumina werden als absolute Summe angegeben, d. h. die Kauf- und Verkaufsverträge werden als absolute Beträge addiert. Umrechnung in EUR mit dem Stichtagkurs per 31.12.2021.

Das Nominalvolumen der in der obigen Tabelle dargestellten Sicherungsgeschäfte wird unsaldiert angegeben und ergibt sich aus der Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge. Die Höhe des Nominalvolumens erlaubt Rückschlüsse auf den Umfang des Einsatzes von Derivaten, gibt aber nicht das Risiko des DS Holding Konzerns aus dem Einsatz von Derivaten wieder.

Die der Marktwertermittlung der Derivate zugrunde liegenden Bewertungsmethoden stellen sich wie folgt dar: Devisentermingeschäfte und Instrumente zur Sicherung der Zinsrisiken werden durch Diskontierung der zukünftigen Cashflows bewertet. Devisenoptionen werden entsprechend ihrer Ausgestaltung mit Black-Scholes-Mo- dellen bewertet.

Aus dem Saldo der Marktwerte der Grund- und Sicherungsgeschäfte resultiert das Bewertungsergebnis der Bewertungseinheit. Nach handelsrechtlichen Bewertungsgrundsätzen führt ein negatives Bewertungsergebnis zur Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, während ein positives Bewertungsergebnis unberücksichtigt bleibt. Die DS Produkte GmbH bilanziert die Bewertungseinheiten entsprechend der Einfrierungsmethode.

Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte wurden zur Absicherung der hochwahrscheinlichen geplanten Vorratsbeschaffungsgeschäfte in USD im Rahmen des üblichen Liefer- und Leistungsverkehrs der Gesellschaft abgeschlossen.

Im Rahmen der jeweiligen Mikro-Bewertungseinheit sichern sich die DS Produkte, DS Direct, BEEM Germany und Landmann Germany gegen das Risiko variabler Zahlungsströme aufgrund einer Veränderung von Wechselkursen. Das Nominalvolumen in Summe über alle hochwahrscheinlichen erwarteten Beschaffungsgeschäfte betrug am Stichtag T€ 97.100. Die Nominalvolumina wurden mit Devisenkassakursen für USD am Abschlussstichtag in EUR umgerechnet. Zum 31. Dezember 2021 sind geplante Beschaffungsgeschäfte mit einer maximalen Laufzeit von einem Jahr in entsprechenden Bewertungseinheiten erfasst. Zum Stichtag ergab sich kein negativer Überhang der Marktwerte der in die Bewertungseinheit einbezogenen Geschäfte. Für den negativen Marktwert, der nicht in die Bewertungseinheiten einbezogenen Derivate wurde eine sonstige Rückstellung in Höhe von T€ 235 (Vorjahr: T€ 2.189) gebildet.

Die in die Bewertungseinheiten zusammengefassten Grundgeschäfte weisen hochgradig homogene Risiken auf. Entsprechend ist zu erwarten, dass sich die gegenläufigen Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte in der Zukunft für das jeweils gesicherte Risiko nahezu vollständig ausgleichen und die Sicherungsbeziehungen hoch effektiv sind.

Die Bewertung der Effektivität erfolgt mittels der Critical-Terms-Match-Methode, da die wesentlichen Parameter für die jeweils einbezogenen Instrumente identisch sind. Die Zinskomponente der in die Bewertungseinheiten eingeschlossenen Devisentermingeschäfte ist aus der Bewertungseinheit ausgeschlossen. Die Effektivität wird mit der Spot-to-Spot-Methode gemessen.

(8) Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften

Die nachgenannten GmbH-Gesellschaften sind unmittelbar oder mittelbar durch einen Ergebnisabführungsvertrag mit der DS Holding GmbH verbunden bzw. besteht eine Patronatserklärung seitens der DS Holding GmbH:

DS Produkte GmbH

in-trading GmbH

BEEM Germany GmbH

DS Aviation GmbH

DS MEWITEC GmbH

DS Marketing GmbH

DS Direct GmbH

DS Impact GmbH (vormals: DS Invest Verwaltungsgesellschaft mbH)

Vision Personalservice GmbH

DS Select GmbH

Die oben genannten Gesellschaften nehmen Befreiungsregelungen des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch.

(9) Sonstige Angaben

Es sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erfasst sind, bestehen aus:

bis 1 Jahr über 1 Jahr
T€ T€
Miete/Pachtvertrag 3.042 38.974
Leasingverträge 829 1.703
3.871 40.677

Es bestehen zum Stichtag folgende Haftungsverhältnisse:

Die DS Holding GmbH und Ihre Tochtergesellschaften haften in Höhe von T€ 50.000 für ein Darlehen der TSCDS Holding GmbH.

Die DS Holding GmbH, Stapelfeld, stellt, unter Einbezug des gesamten Konsolidierungskreises, den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser Teilkonzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Die DS Holding GmbH und Ihre Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der The Social Chain AG, Berlin, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt.

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers beträgt ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen T€ 190.

Zum Bilanzstichtag 31.12.2021 betrug die Anzahl der im Konzern beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 536. Davon sind 44 Mitarbeiter Auszubildende. Im Jahresdurchschnitt 2021 waren 521 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und weitere 44 Auszubildende beschäftigt.

Angaben zum Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2021 des Mutterunternehmens DS Holding GmbH in Höhe von 13.243.206,95 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Es sind keine Ereignisse nach dem Abschlussstichtag eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnten.

Die Folgen des Einmarschs der russischen Streitkräfte in die Ukraine im Februar 2022 auf die Weltwirtschaft und die Entwicklung der daraus resultierenden Chancen und Risiken für die DS Holding bzw. deren Tochtergesellschaften sind aktuell nicht abschließend erkennbar, jedoch wird vorsorglich darauf hingewiesen, dass sich daraus Risiken bzw. Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben können.

Geschäftsführung und Vertretung

Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:

 

Herr Ralf Dümmel, Kaufmann, Hamburg

 

Herr Andreas Schneider, Betriebswirt, Hamburg

 

Herr Dr. Hanno Hagemann, Dipl. Kaufmann, Bad Segeberg (bis 8. Dezember 2021)

Die Gesellschaft hat einen oder mehrere Geschäftsführer. Ist ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, wird die Gesellschaft gemeinschaftlich durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Alleinvertretungsbefugnis kann erteilt werden.

Zur Prokuristin war im Berichtsjahr bestellt:

 

Frau Bettina Krüger

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. In Bezug auf die Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

 

Stapelfeld, den 5.07.2022

DS Holding GmbH

gez.

Ralf Dümmel, Geschäftsführer

gez.

Andreas Schneider, Geschäftsführer

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2021 Währungsänderung Veränderung des Konsolidierungskreises Zugänge
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.505.738,95 0,37 1.401,52 2.409.312,89
2. Geschäfts- oder Firmenwert 40.739.841,49 0,00 5.315.390,38 8.590,81
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 182.915.09 -174.290,27
46.245.580,44 037 5.499.706,99 2.243.613,43
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.611.047,42 0,00 0,00 11.509,34
2. Technische Anlagen und Maschinen 114.258,91 0,00 0,00 0,00
3. Andere Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.093.051,33 1.257,86 1.964.726,55 1.864.888,54
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.448,00 0,00 0,00 12.500,00
22.824.805,66 1.257,86 1.964.726,55 1.888.897,88
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 105.940,11 12.639,00 -23.443,11 -3.363.089,10
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 -13.264,93 0,00 12.211,53
3. Beteiligungen 2.365.734,46 0,00 -224.059,89 3.597.945,03
2.471.674,57 -625,93 -247.503,00 247.067,46
71.542.060,67 632,30 7.216.930,54 437957877
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abgänge Umbuchungen 31.12.2021
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -471.511,78 0,00 7.444.941,95
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 -1,00 46.053.821,68
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 8.624,82
-471.511,78 -1,00 53.517.388,45
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -6,17 -21.271,90 13.601.278,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 114.258,91
3. Andere Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung -5.256.857,23 21.271,90 7.688.338,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -6.448,00 0,00 12.500,00
-5.263.311,40 0,00 21.416.376,55
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 3.380.832,21 112.879,11
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.053,40 0,00 0,00
3. Beteiligungen -12.986,72 -3.380.831,21 2.345.801,67
-11.933,32 1,00 2.458.680,78
-5.746.756,50 0,00 77.392.445,78
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2021 Währungsänderung Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -3.766.198,47 0,00 -554.951,92 456.063,02 -3.865.087,37
2. Geschäfts- oder Firmenwert -15.895.762,23 0,00 -5.958.649,89 0,00 -21.854.412,12
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
-19.661.960.70 0,00 -6.513.601,81 456.063,02 -25.719.499,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -2.263.800,14 0,00 -442.028,81 5,17 -2.705.823,78
2. Technische Anlagen und Maschinen -62.451,02 0,00 -8.068,90 0,00 -71.319,92
3. Andere Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.376.578,27 -6.268,94 -1.187.817,96 1.444.019,24 -3.126.645,93
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
-5.702.829,43 -6.268,94 -1.638.715,67 1.444.024,41 -5.903.789,63
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 63.725,33 0,00 0,00 0,00 63.725,33
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 -1.145.073,31 0,00 -1.145.073,31
63.725,33 0,00 -1.145.073,31 0,00 -1.081.347,98
-25.301.064,80 -6.268,94 -9.297.390,79 1.900.087,43 -32.704.637,10
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.579.854,58 1.739.540,48
2. Geschäfts- oder Firmenwert 24.209.409,56 24.844.079,26
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 8.624,82 0,00
27.797.888,96 26.583.619,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.895.454,91 11.347.247,28
2. Technische Anlagen und Maschinen 42.938,99 51.807,89
3. Andere Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.561.693,02 5.716.473,06
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.500,00 6.448,00
15.512.586,92 17.121.976,23
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 176.604,44 169.665,44
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Beteiligungen 1.200.728,36 2.365.734,46
1.377.332,80 2.535.399,90
44.687.808,68 46.240.995,87

Konzern-Kapitalflussrechnung für 2021

2021 2020
EUR EUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) vor außerordentlichen Posten 9.653.925,34 6.736.684,47
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 8.152.317,48 7.581.774,65
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen 1.534.356,07 7.164.690,77
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) -243.858,46 42.027,20
Gewinn (-)/Verlust (+) aus Anlageabgängen -1.004.156,39 -466.933,29
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -47.783.589,06 -27.462.632,42
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 20.344.760,66 -11.073.449,73
Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) 2.547.465,75 1.358.924,90
Sonstige Beteiligungserträge (-) -188.102,02 -393.728,15
Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) 5.389.933,63 6.068.148,76
Ertragsteuerzahlungen (-) -5.112.997,24 -4.927.544,08
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -6.709.944,24 -15.372.036,92
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 3.920.000,00 -76.528,70
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.897.522,70 -894.413,43
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 15.448,76 2.829,50
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -2.235.022,62 -315.794,26
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 915.376,70 1.241.815,54
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -3.610.156,56 -567.391,84
Auszahlungen (-) aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten -2.309.059,77 -25.000,00
Erhaltene Zinsen (+) 664.254,19 557.561,37
Erhaltene Dividenden (+) 188.102,02 393.728,15
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -4.348.579,98 316.806,33
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 113.779,15 25.000,00
Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an Gesellschafter des Mutterunternehmer -1.238,59 0,00
Einzahlungen (+) aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 32.359.477,85 10.006.581,18
Auszahlungen (-) aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -14.078.886,94 -1.637.813,06
Gezahlte Zinsen (-) -2.066.646,63 -1.916.486,27
Gezahlte Dividenden (-) -6.850.528,62 -13.345.203,18
Einzahlung aus der Aufnahme von sonstigen Darlehen 4.092.466,67 0,00
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 13.568.422,89 -6.867.921,33
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1 - 3) 2.509.898,67 -21.923.151,92
Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 40.137,94 -66.675,59
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 2.053.952,35 24.043.779,86
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.603.988,96 2.053.952,35

Konzern-Eigenkapitalspiegel für 2021

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Andere Gewinnrücklagen
EUR EUR EUR
Stand am 01.01.2020 16.000.000,00 32.306.584,39 50.000,00
Kapitalerhöhung/ -herabsetzung 0,00 0,00 0,00
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklage 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Änderung des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2020 16.000.000,00 32.306.584,39 50.000,00
Stand am 01.01.2021 16.000.000,00 32.306.584,39 50.000,00
Kapitalerhöhung/ -herabsetzung 0,00 0,00 0,00
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklage 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Änderung des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2021 16.000.000,00 32.306.584,39 50.000,00
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzernbilanzgewinn/-verlust, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
EUR EUR EUR
Stand am 01.01.2020 -37.051,86 6.659.551,03 54.979.083,56
Kapitalerhöhung/ -herabsetzung 0,00 0,00 0,00
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklage 0,00 0 0,00
Ausschüttung 0,00 -13.352.274,50 -13.352.274,50
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Änderung des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen -128.803,99 0,00 -128.803,99
Konzernjahresüberschuss 5.573,81 6.725.125,19 6.730.699,00
Stand am 31.12.2020 -160.282,04 32.401,72 48.228.704,07
Stand am 01.01.2021 -160.282,04 32.401,72 48.228.704,07
Kapitalerhöhung/ -herabsetzung 0,00 0,00 0,00
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklage 0,00 0 0,00
Ausschüttung 0,00 -6.250.000,00 -6.250.000,00
Währungsumrechnung 114.773,46 114.773,46
Änderung des Konsolidierungskreises -6.444,45 0,00 -6.444,45
Sonstige Veränderungen 0,00 -24.692,73 -24.692,73
Konzernjahresüberschuss 0,00 7.415.045,15 7.415.045,15
Stand am 31.12.2021 -51.953,03 1.172.754,14 49.477.385,50
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne / Verluste Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand am 01.01.2020 60.210,75 671,24 0,00 60.881,99
Kapitalerhöhung/ -herabsetzung 0,00 0,00 0,00 0,00
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklage 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderung des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 11.559,28 -5.573,81 0,00 5.985,47
Stand am 31.12.2020 71.770,03 -4.902,57 0,00 66.867,46
Stand am 01.01.2021 71.770,03 -4.902,57 0,00 66.867,46
Kapitalerhöhung/ -herabsetzung 0,00 0,00 0,00 0,00
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklage 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 -601.828,72 -601.828,72
Währungsumrechnung 0,00 6.123,64 0,00 6.123,64
Änderung des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 -1.615.039,27 -1.615.039,27
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 2.238.880,19 2.238.880,19
Stand am 31.12.2021 71.770,03 1.221,07 22.01220 95.003,30
Summe
EUR
Stand am 01.01.2020 55.039.965,55
Kapitalerhöhung/ -herabsetzung 0,00
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklage 0,00
Ausschüttung -13.352.274,50
Währungsumrechnung 0,00
Änderung des Konsolidierungskreises 0,00
Sonstige Veränderungen -128.803,99
Konzernjahresüberschuss 6.736.684,47
Stand am 31.12.2020 48.295.571,53
Stand am 01.01.2021 48.295.571,53
Kapitalerhöhung/ -herabsetzung 0,00
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklage 0,00
Ausschüttung -6.851.828,72
Währungsumrechnung 120.897,10
Änderung des Konsolidierungskreises -1.621.483,72
Sonstige Veränderungen -24.692,73
Konzernjahresüberschuss 9.653.925,34
Stand am 31.12.2021 49.572.388,80

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

DS - Konzern, Stapelfeld

DS Holding GmbH, Stapelfeld

DS Produkte GmbH, Stapelfeld

DS Direct GmbH, Stapelfeld

DS MEWITEC GmbH, Stapelfeld

DSQ Limited, Hong Kong

DS Impact GmbH, Stapelfeld

DS Marketing GmbH, Stapelfeld

PTC Limited, Hong Kong

BEEM Germany GmbH, Stapelfeld

DS Aviation GmbH, Stapelfeld

DS Select GmbH, Stapelfeld

DS Care 4 U GmbH, Lüttow-Valluhn

in-trading Handelsgesellschaft mbH, Bad Segeberg

Landmann Konzern, Stapelfeld

Vision Personalservice GmbH, Valluhn

Inhalt

1. Konzernlagebericht

1.1 Grundlagen des Konzerns

1.2 Ertragslage, Wirtschaftsbericht und finanzielle Leistungsindikatoren

1.3 Vermögenslage Konzern

1.4 Finanzlage sowie Investition und Finanzierung

1.5 Zusammenfassung der Lage des Konzerns

1.6 Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

1.7 Zusammenfassung der Risiken des Konzerns

1.8 Ausblick 2022

1.9 Nachtragsbericht

1. Konzernlagebericht

1.1 Grundlagen des Konzerns

Der Konzernabschluss umfasst neben der DS Holding GmbH, Stapelfeld, weitere, überwiegend in Deutschland ansässige Tochtergesellschaften. Der DS Konzern ist ein international agierendes Handelsunternehmen mit 49 Jahren Markterfahrung. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Produktion, den Import und Vertrieb innovativer Produkte der Konsumgüterbranche. Als einer der europaweit größten Entwickler und Lieferanten von Non-Food-Artikeln beliefert die Gruppe mit über 4000 Artikeln den Lebensmitteleinzelhandel, Discounter, Drogerien, Baumärkte, Fachhandel, Cash & Carry, SB-Warenhäuser, Versandhäuser, Homeshopping sowie Online-Marktplätze.

Erstmals seit Januar 2021 gehören die Landmann Germany GmbH, Stapelfeld, sowie ihre Tochtergesellschaften (im Folgenden Landmann Konzern) mit 49 % zum Konzern der DS Holding GmbH. Zum 01.07.2021 wurden die Anteile am Landmann Konzern vollständig erworben (verbleibende 51 %). Landmann ist ein Händler für Grills und Grillzubehör, aktuell mit 100%igen Tochtergesellschaften in Polen, Ungarn, Großbritannien und weiteren internationalen Vertriebspartnern.

Zum 8. Dezember 2021 (Kaufvertrag vom 19. Oktober 2021) wurde die DS Gruppe vom TSC Konzern zu 100% übernommen und ab diesem Zeitpunkt in den Konzern mit einbezogen. Sämtliche Anteile der DS Holding GmbH werden von der im Geschäftsjahr 2021 neu gegründeten TSCDS Holding GmbH, Berlin, gehalten.

Die The Social Chain AG ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft mit Sitz in Berlin. Die Aktien der TSC AG sind seit dem 12. November 2021 zum Handel im Prime Standard (reguliertes Marktsegment mit zusätzlichen Folgepflichten) der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen.

1.2 Ertragslage, Wirtschaftsbericht und finanzielle Leistungsindikatoren

Das Jahr 2021 ergab für den relevanten Absatzmarkt Europa insgesamt ein im Jahresverlauf sehr uneinheitliches Bild. Während sich die Verbraucherstimmung zum Jahresbeginn aufgrund der steigenden Impfquote und sinkenden Corona-Neuinfektionen aufhellte, schreibt die GfK in der Pressemitteilung vom 22.12.2021 u. a.: "Die Konsumstimmung wird auch zum Jahresende von zwei Seiten stark unter Druck gesetzt. Hohe Inzidenzen durch die vierte Welle der Corona-Pandemie mit weiteren Beschränkungen sowie deutlich gestiegene Preise setzen dem Konsumklima mehr und mehr zu. Vor allem die 2G-Regel für weite Teile des Einzelhandels versetzen dem Weihnachtsgeschäft einen schweren Schlag [...] Auch die Aussichten für den Beginn des kommenden Jahres sind vor dem Hintergrund der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante gedämpft." 1

Aus Konzernsicht ist der Geschäftsverlauf im Jahr 2021 äußerst positiv zu bewerten. Die im letzten Lagebericht angeführte Prognose von 222,0 Mio. € für den Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2021 wurde deutlich übertroffen.

Im Jahr 2021 beträgt der Konzernumsatz 322,0 Mio. € und liegt damit um 26,0 Mio. € über dem Vorjahr. Dieser Erfolg ist auf die Entwicklung im Grundgeschäft, inklusive hoher Umsätze mit Covid-19-Sortimenten sowie die erfolgreiche Integration des Landmann Konzerns zurückzuführen.

Das EBITDA 2 liegt im Jahr 2021 bei 25,5 Mio. € und übertrifft damit das Vorjahr um 4,5 Mio. €. Der Personalaufwand stieg insbesondere durch die Integration des Landmann Konzerns von 25,5 Mio. € auf 28,9 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sinken leicht um 0,7 Mio. € auf 58,1 Mio. € im Geschäftsjahr 2021.

DS Handel
Umsatz
in Tausend Euro 01.01.2020 - 31.12.2020 01.01.2021 - 31.12.2021
DS Handel 271.475 288.693
Δ z. VJ. absolut 17.218
Δ z. VJ. relativ 6,3%

(Unkonsolidierte Darstellung)

1 Quelle: GfK Pandemie und Inflation schwächen Konsumklima: (https://www.gfk.com/de/presse/Pandemie-und-Inflation-schwaechen-Konsumklima)
2 Gemäß BWA

Der Unternehmensbereich DS Handel, welcher die Tochtergesellschaften DS Produkte GmbH, DS Direct GmbH, DS MEWITEC GmbH, PTC Limited und DSQ Limited beinhaltet, verzeichnet im Jahr 2021 eine Umsatzsteigerung von 6,3 % (unkonsolidierte Darstellung). Getrieben wird das Wachstum durch eine starke Geschäftsfeldentwicklung im Discount-Segment bei DS Direct und Aufträge von Corona-Antigen-Schnelltests bei DS MEWITEC. DS Produkte verzeichnet im Betrachtungszeitraum einen Umsatzrückgang, der auf den im Jahr 2021 fehlenden Umsatz mit FFP2-Masken zurückzuführen ist.

in-trading
Umsatz
in Tausend Euro 01.01.2020 - 31.12.2020 01.01.2021 - 31.12.2021
in-trading 33.707 43.926
- z. VJ. absolut 10.219
Δ z. VJ. relativ 30,3%

(Unkonsolidierte Darstellung)

Die Ertragslage von in-trading entwickelt sich im Jahr 2021 äußerst positiv. Der Umsatz wächst absolut um 10,2 Mio. €. Vor allem mit den Marketplace Großkunden wird der Umsatz des Vorjahres deutlich übertroffen.

Landmann Konzern
Umsatz
in Tausend Euro 01.01.2020 - 31.12.2020 01.01.2021 - 31.12.2021
Landmann Konzern - 23.899

(Unkonsolidierte Darstellung)

Der neu integrierte Landmann Konzern erwirtschaftet im Jahr 2021 einen Gesamtumsatz in Höhe von 23,9 Mio. €.

BEEM Germany
Umsatz
in Tausend Euro 01.01.2020 - 31.12.2020 01.01.2021 - 31.12.2021
BEEM Germany 5.895 7.190
Δ z. VJ. absolut 1.296
Δ z. VJ. relativ 22,0%

(Unkonsolidierte Darstellung)

Die BEEM Germany GmbH steigert ihren Umsatz im Kaffee-, Tee- und Samowar-Geschäft im Jahr 2021 um 1,3 Mio. € auf 7,2 Mio. €.

1.3 Vermögenslage Konzern

Die Vermögenslage ist auf der Aktivseite insbesondere durch das Vorratsvermögen mit 38,6 % (Vorjahr 18,9 %) der Konzernbilanzsumme sowie den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 28,6 % (Vorjahr 37,6 %) der Konzernbilanzsumme geprägt. Weiterhin beinhaltet die Aktivseite den Geschäfts- oder Firmenwert mit 11,9% (Vorjahr 17,1%) der Konzernbilanzsumme, der im Wesentlichen auf die DS Produkte GmbH sowie die in-trading Handelsgesellschaft mbH entfällt. Zum Bilanzstichtag betrug die Eigenkapitalquote 24,6 %.

Das Fremdkapital beläuft sich zum Stichtag auf insgesamt rd. 149,8 Mio. € und betrifft vor allem Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (87,0 Mio. €, Vorjahr 47,8 Mio. €), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (33,8 Mio. €, Vorjahr 30,5 Mio. €), sonstige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten (7,7 Mio. €, Vorjahr 3,9 Mio. €) sowie Rückstellungen (17,2 Mio. €, Vorjahr 15,0 Mio. €). Zum Bilanzstichtag betrug die Fremdkapitalquote 75,2 %.

DS - Konzern
in Tausend Euro 31.12.2020 Ist 31.12.2021 Ist % z. Vj. Verä. z. Vj.
Vorräte 27.486 77.032 180,3% 49.547
Forderungen aus L.u L. 54.668 57.028 4,3% 2.360
Verbindlichkeiten aus L.u.L. -30.484 -33.799 10,9% -3.315
Σ WC 51.669 100.261 94,0% 48.591

Insgesamt erhöht sich das Working Capital deutlich um 94,0 % gegenüber dem Vorjahr. Die Vorräte sind im Vorjahresvergleich um 180,3 % angestiegen. Der deutliche Anstieg ergibt sich hauptsächlich aus der Integration des Landmann Konzerns und dem Einfluss aus dem Saisongeschäft des Grillbereichs auf die Vorräte. Verstärkt wird der Effekt durch längere Vorlaufzeiten aufgrund gestiegener Transportzeiten aus Fernost. Damit einhergehend steigt der Umfang an Unterwegsware im gesamten Konzern zum Bilanzstichtag um 14,5 Mio. € auf 22,7 Mio. € (VJ 8,3 Mio. €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 % erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen steigen um 10,9 %.

1.4 Finanzlage sowie Investition und Finanzierung

Die für die gesamte Geschäftstätigkeit im Jahr 2021 notwendige Liquidität war in sicherem und ausreichendem Umfang durch entsprechende Kreditrahmen bei der DZ Bank AG, der Commerzbank AG, der Unicredit Bank AG, der Landesbank Baden-Württemberg, der Bayern LB, der Volksbank in Schaumburg und der Kreditanstalt für Wiederaufbau vorhanden.

Die Kapitalflussrechnung ist nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Die Ermittlung des Cashflows erfolgt nach der indirekten Methode.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt -6,7 Mio. €. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beläuft sich nach Abgängen aus dem Anlagevermögen (3,9 Mio. €) insbesondere aufgrund der Akquisition der Landmann Germany GmbH (7,3 Mio. €) und der Investition in ein neues ERP System (1,1 Mio. €) auf -4,3 Mio. €. Aus der Finanzierungstätigkeit resultiert ein Cashflow von rd. +13,6 Mio. €, was sich hauptsächlich aus der Aufnahme von Darlehen (DZ Bank, Bayern LB und der Muttergesellschaft TSCDS Holding GmbH) ergibt. Insgesamt hat sich der Finanzmittelfonds im Jahr 2021 um 2,5 Mio. € erhöht.

1.5 Zusammenfassung der Lage des Konzerns

Insgesamt ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des DS Konzern als stabil zu betrachten. Die Gesellschaft verfügt über ausreichend Liquidität und eine gesicherte Finanzierung. Alle Konzerngesellschaften tragen zur positiven Entwicklung des Konzerns bei.

1.6 Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Eintrittswahrscheinlichkeiten der möglichen Chancen und Risiken bezogen auf die zugrunde gelegte Jahresplanung für das Geschäftsjahr 2022 sind wie folgt klassifiziert:

Gering: Die Eintrittswahrscheinlichkeit beträgt bis zu 25 Prozent
Mittel: Die Eintrittswahrscheinlichkeit liegt zwischen 25 Prozent und 50 Prozent
Hoch: Die Eintrittswahrscheinlichkeit beträgt mehr als 50 Prozent

Mögliche Auswirkungen auf das Konzernergebnis lassen sich nur schwer quantifizieren, da den Risiken oft auch positive Auswirkungen gegenüberstehen. Als Richtlinie wird für das Geschäftsjahr 2022 wie folgt klassifiziert werden:

Gering: Auswirkungen bis zu 0,5 Mio. €
Mittel: Auswirkungen zwischen 0,5 Mio. € und 1,0 Mio. €
Hoch: Auswirkungen über 1,0 Mio. €

Wesentliche Risiken:

# Risiko Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche Auswirkungen
R1 Steigende Inflation Mittel Hoch
R2 Corona Mittel Hoch
R3 Werthaltigkeit des Lagerbestands Mittel Hoch
R4 Abschwächung des € Mittel Hoch
R5 Steigende Zinsen Mittel Mittel
R6 Änderung regulatorischer Anforderungen Mittel Mittel
R7 Bedrohung der Cybersicherheit Mittel Gering
R8 Risiken aus Produktmängeln Mittel Gering
R9 Forderungsausfall Mittel Gering

Wesentliche Chancen:

# Chance Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche Auswirkungen
C1 Sortimentsausbau Hoch Hoch
C2 Neukundengewinnung Mittel Mittel
C3 Internationalisierung Mittel Gering

Die Entwicklung der Umsatzerlöse und der Wareneinstandskosten werden auf Kunden- und Artikelebene regelmäßig überwacht. Ebenso werden alle Kostenpositionen laufend kontrolliert. Regelmäßig werden Abweichungen der tatsächlichen von der geplanten Ertragslage identifiziert und analysiert. Hieraus resultierende Chancen und Risiken können zeitnah erkannt und hierauf entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.

Für das Jahr 2022 wird mit einem weiteren temporären Inflationsanstieg gerechnet, der sich breitflächig über viele Produktgruppen verteilen wird, insbesondere aber auf die Energie- und Lebensmittelausgaben. Ggfs. könnten die Löhne in diesem Umfeld in den jeweiligen Branchen steigen und so reale Einkommensverluste auffangen. Dies könnte jedoch auch zu höheren Personalkosten im DS Konzern führen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für das Risiko eines weiteren Inflationsanstieges wird auf "Mittel" eingestuft, da die Erhöhung im zweiten Halbjahr 2021 auch durch Basiseffekte (hervorgerufen durch niedrigere Preise im zweiten Halbjahr 2020, Mehrwertsteuersenkung) beeinflusst worden ist. 3

Eine flächendeckende Konsumzurückhaltung aufgrund gestiegener Lebenshaltungskosten könnte zu Umsatzeinbußen im DS Konzern führen. Zusätzlich führen hohe Energiepreise zu erhöhten Fracht-, Speditions- und Paketkosten, die der DS Konzern erst zeitverzögert an seine Kunden in Form von Preissteigerungen weitergeben kann.

Ein weiterer Risikofaktor ist der globale Lieferkettenengpass aufgrund der Corona-Pandemie, von dem der DS Konzern als Importeur besonders betroffen ist. Beschränkte Produktionskapazitäten bei Lieferanten, anhaltend hohe Rohstoffpreise und knappe Transportkapazitäten können zu Lieferverzögerungen, geringeren Margen und Umsatzausfällen führen. Durch ein breites Netzwerk an Lieferanten in Fernost und dem sukzessiven Ausbau von Lieferanten in Europa reduziert der DS Konzern das Lieferkettenrisiko. Eine Entspannung der Situation wird jedoch erst für das zweite Halbjahr 2022 erwartet.

3 Quelle: Statistisches Bundesamt https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/01/PD22_025_611.html#

Zur Sicherstellung des Geschäftsbetriebes während der Corona-Pandemie wurden verschiedene Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus umgesetzt. Das Angebot des mobilen Arbeitens wurde erweitert und der Zutritt zu den Büro- und Lagerräumen wurde eingeschränkt. Ein Angebot für von Fachpersonal durchgeführten Corona-Antischnelltests wurde für Mitarbeiter und externe Gäste eingerichtet.

Dem mittleren Risiko der Verkaufsfähigkeit bestehender Lagerbestände wurde durch entsprechende Abwertungen der Bestände gefährdeter Artikel Rechnung getragen. Dies ist die Grundherausforderung eines Handelsunternehmens und wird durch laufende Prognose- und Dispositionsverfahren gesteuert.

Das Risiko einer Abschwächung des Euro gegenüber dem US-Dollar unter dem internen Kalkulationskurs für Wareneinkäufe ist durch Devisentermin- und Optionsgeschäfte gedeckt. Zum Bilanzstichtag waren maximal 80,3 % des zu erwartenden Bedarfs an US-Dollar der nächsten zwölf Monate abgesichert. Auf eine Absicherung gegenüber steigenden Zinsen wird aktuell verzichtet. Die Entwicklung der Zinsen wird konstant überwacht, um bei erhöhten Risiken adäquate Absicherungsmaßnahmen zu ergreifen.

Aufgrund der Geschäftsaktivitäten in verschiedenen Ländern können sich Risiken aus sich ändernden regulatorischen Anforderungen ergeben. Änderungen des regulatorischen Rahmenwerks können Anpassungen von Prozessen und Geschäftsaktivitäten erfordern, die Kostensteigerungen oder Umsatzminderungen nach sich ziehen können. Potenzielle Risikoszenarien beinhalten Zusatzkosten in Verbindung mit Zöllen, Produktsicherheit, Arbeitsbedingungen, Produktangebot, Verbraucherschutz, Änderungen bei der Nutzung von Social Media-Inhalten, Kennzeichnungspflichten bei Werbung und neuen Verpackungsmaterialien. Aktuelle Risikotreiber ergeben sich aus den geplanten regulatorischen Anpassungen, wie beispielsweise der DBM-Initiative (Digitaler Binnenmarkt), der geplanten Platform-to-Business-Verordnung (P2B) sowie den erwarteten "Neuen Rahmenbedingungen für Verbraucher". Zudem zählen insbesondere der Brexit sowie verschärfte Umweltvorschriften, wie das Verbot von Einwegplastik, zu den aufkommenden regulatorischen Herausforderungen.

Als Handelsunternehmen muss der DS Konzern Kundendaten, einschließlich persönlich identifizierender Informationen, erheben und verarbeiten, um Bestellungen abzuschließen, Zahlungen zu vereinnahmen und effektiv mit Kunden interagieren zu können. In dieser Hinsicht unterliegt der Konzern zahlreichen Gesetzen und Regularien basierend auf der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit persönlicher Daten, darunter insbesondere sämtliche Aspekte des Datenschutzes und des Schutzes der Privatsphäre (z.B. DSGVO). Verstöße gegen die DSGVO als bekanntes Beispiel können zu erheblichen Strafen führen. Zur Minderung dieser Risiken überwachen die Rechtsabteilung, der Datenschutz-Beauftragte und das IT-Team fortlaufend die Datenschutzanforderungen und -entwicklungen, unterstützen bei der Erstellung und Einführung entsprechender Dokumentation und Prozesse und bieten geeignete Beratung, Expertise und Schulungen. Diese Kontrolle umfasst auch die enge Zusammenarbeit und Abstimmung, insbesondere mit IT Security-Teams, um durch die Umsetzung geeigneter technischer und organisatorischer Maßnahmen zum Schutz der Kundendaten beizutragen. Der DS Konzern überwacht das regulatorische Umfeld und informiert sich fortlaufend über erwartete und umgesetzte regulatorische Änderungen.

Cybersicherheitsrisiken aus internen oder externen Angriffen sowie Schwachstellen der internen Kontrollen können wesentliche Aspekte unserer kundenbezogenen Anwendungen, Lager-IT-Systeme, Zahlungssysteme und internen IT-Systeme beeinträchtigen. Prominente Cybersicherheitsrisiken betreffen u.a. Ausfälle aufgrund von Distributed-Denial-of-Service (DDoS) / Ransomware-Angriffen, Datenverlust aufgrund von Sicherheitsverletzungen, fehlerhafte Prozessabläufe aufgrund von Integritätsverletzungen oder eine Kombination daraus. Der DS Konzern bietet als wachsendes und bekanntes Unternehmen aufgrund seiner Größe, seinen wertvollen Daten und seiner Abhängigkeit von IT-Systemen ein potenzielles Ziel. Um den Bedrohungen der Cybersicherheit entgegenzuwirken, erhöht der Konzern die Sicherheits- und Compliance-Bemühungen durch Investitionen in neue Technologien und spezialisierte interne Ressourcen (ISMS). Die zentrale IT überwacht relevante Bereiche kontinuierlich und hält Prozesse zur Gewährleistung der Datensicherheit aufrecht. Cybersicherheitsrisiken sind außerdem über eine entsprechende umfassende Versicherung soweit sinnvoll abgedeckt.

Der Erfolg des Handelsgeschäfts hängt von der Qualität, dem Preis und der Einhaltung zugesagter Produkteigenschaften der verkauften Produkte ab. Die Einhaltung von ESG-Standards ist heute ebenfalls eine wichtiger Erfolgsfaktor. Es kann nicht komplett ausgeschlossen werden, dass im Einzelfall fehlerhafte Produkte verkauft werden und hierdurch Reputationsschäden, Haftungsansprüche oder auch Bußgelder entstehen. Der DS Konzern hat geeignete organisatorische Maßnahmen umgesetzt, um die vorbeschriebenen Risiken zu reduzieren. Hierzu gehören unter anderem die verpflichtende Einhaltung von code of conducts bei Lieferanten, Qualitätskontrollen in den Produktionsstätten, Wareneingangskontrollen und Qualitätsprüfungen mit unseren Vertriebspartnern. Zur Absicherung gegenüber Haftungsansprüchen verfügen die Handelsgesellschaften über eine umfangreiche Produkthaftpflichtversicherung.

Ein Ausfallrisiko kann aus dem möglichen Ausfall eines Schuldners einer Forderung resultieren. Zur Reduzierung dieses mittleren Risikos besteht eine Kreditausfallversicherung bei der Atradius AG, durch die insgesamt ca. 90 % der Nettoforderungen abgesichert sind. Insofern besteht nur noch ein geringes Ausfallrisiko aufgrund der Zahlungsunfähigkeit eines Debitors. Diesem verbleidenden Risiko ist durch Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen Rechnung getragen.

Insgesamt ergibt die Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation, dass keine über die allgemeinen markt- und branchentypischen Einflüsse hinausgehenden, den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen bzw. erkennbar sind.

Für den DS Konzern bestehen in Deutschland geringe bis mittlere Chancen für weiteres Umsatzwachstum durch Gewinnung von Neukunden sowie hohe Chancen für den Sortimentsausbau der Geschäfte mit bestehenden Kunden in allen Einzelhandelsbranchen.

Durch die Übernahme der Aktivitäten des Grillgeräteherstellers Landmann und den damit verbundenen internationalen Vertriebsgesellschaften ergeben sich für die übrigen Gesellschaften und Marken des DS Konzerns neue Absatzmärkte. Durch die Bündelung der Nachfrage aller Vertriebsgesellschaften können zudem Einkaufsvorteile erzielt werden.

Im Vergleich zur Prognose aus dem Vorjahr sind aufgrund aktueller politischer und wirtschaftlicher Entwicklungen die Eintrittswahrscheinlichkeiten für eine Schwächung des Euros, steigender Zinsen sowie des Umsatzausfall durch Corona gestiegen. Bei den Chancen hingegen bleiben die bisherigen Einschätzungen bezüglich eines Sortimentsausbaus und Neukundengewinnung weiterhin mit gleichbleibender Eintrittswahrscheinlichkeit bestehen.

1.7 Zusammenfassung der Risiken des Konzerns

Insgesamt sind die steigende Inflation, die Corona-Pandemie sowie die Auswirkungen der Ukraine-Krise als wesentliche Risiken anzusehen. Die genannten Risiken und deren Auswirkungen werden durch das Controlling und die Geschäftsleitung laufend überwacht und analysiert, um relevante Entwicklungen schnell zu erkennen und notwendige Gegenmaßnahmen zeitnah einleiten zu können. Damit werden die Auswirkungen auf die Ertragslage begrenzt.

1.8 Ausblick 2022

Die Perspektiven für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sind für das Geschäftsjahr 2022 und die Folgejahre weiterhin von erhöhter Unsicherheit geprägt.

Der Internationale Währungsfonds hat seine Prognose zur Entwicklung des globalen BPI zuletzt im Januar 2022 nach unten korrigiert. Demnach erwarte der IWF nur noch eine moderate Erholung der Weltwirtschaft für das Jahr 2022 mit einem Wachstum von 4,4 %. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen die anhaltenden Lieferkettenprobleme, die steigende Inflation, Rekordschulden sowie die Omikron-Welle. 4

Während die Dauer der Corona-Pandemie und globale Lieferkettenprobleme in der Prognose des IWF enthalten sind, muss aufgrund der Invasion russischer Truppen in die Ukraine inzwischen von einer weiteren Dämpfung des wirtschaftlichen Wachstums ausgegangen werden, insbesondere für Deutschland und den europäischen Raum.

Das Deutsche Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr angesichts der Folgen des Ukrainekriegs auf 2,1 % gesenkt. Im Dezember 2021 war das DIW noch von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 4 % ausgegangen. Die Inflationsrate in Deutschland ist im März 2022 laut Statistischem Bundesamt auf 7,3 % gestiegen, ein Höchstwert seit über 40 Jahren. 5

Laut GFK SE sind: "Die Aussichten für die Konsumkonjunktur für das kommende Jahr[...] in erster Linie vom weiteren Verlauf der Pandemie abhängig. Erfolgt die Pandemiebekämpfung rasch und erfolgreich, werden Beschränkungen in größerem Umfang gelockert und der Konsum wird sich zügig erholen. Sollte sich jedoch im weiteren Verlauf das Infektionsgeschehen wieder verstärken, wird sich der Aufschwung weiter verzögern". 6

Der Ausblick für 2022 ist für den DS Konzern aufgrund gedämpfter Konsumerwartungen in Europa nur bedingt positiv. Auf Basis der aktuellen Auftragslage wird mit einem Gesamtkonzernumsatz von deutlich unter 300 Mio. € gerechnet. Durch die geringeren Umsätze mit margenarmen Covid- Sortimenten im Jahr 2022 wird erwartet, dass die relativen Roherträge trotz hoher Frachtraten und Rohstoffpreise auf Vorjahresniveau liegen werden. Das EBITDA wird signifikant unter dem Niveau des Vorjahres prognostiziert. Chancen bestehen unter anderem durch Etablierung neuer Marken, stetiger Weiterentwicklung von Produktlistings auf Marktplätzen und Internationalisierung.

4 Quelle: IWF https://blogs.imf.org/2022/01/25/a-disrupted-global-recovery/
5 Quelle: Statistisches Bundesamt https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1045/umfrage/inflationsrate-in-deutschland-veraenderung-des-verbraucherpreisindexes-zum-vorjahresmonat/
6 Quelle: GfK Pandemie und Inflation schwächen Konsumklima: (https://www.gfk.com/de/presse/Pandemie-und-Inflation-schwaechen-Konsumklima)

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind sowohl der Rohertrag (in %) sowie das EBITDA. Der Umsatz und der daraus resultierende Rohertrag werden jährlich im Rahmen der Budgetplanung ermittelt. Dieser Planungsprozess läuft in enger Zusammenarbeit zwischen dem Controlling und dem Vertrieb ab. Hierfür wird zum einen die Performance aller größeren Kunden im aktuellen Wirtschaftsjahr, zum anderen die Erwartungen für die kommenden Monate des Jahres betrachtet. Unter Berücksichtigung weiterer Einflussfaktoren, wie erwartetes Konsumverhalten, der Entwicklung des Produktportfolios sowie den Retourenquoten je Kunde, wird die Planung der Umsätze für das folgende Jahr abgeleitet.

Der Rohertrag wird prozentual zum Nettoumsatz geplant. Neben den zu erwartenden Verkaufspreisen und dem Rohertrag des aktuellen Auftragsbestands werden weitere Einflüsse, wie steigende Rohstoff-/Einkaufspreise sowie die zu erwartenden Frachtraten berücksichtigt. Die entsprechenden Preise werden über einen Mix aus den Einkaufspreisen der sich im Lager befindlichen Waren sowie der Einkaufspreise für neu einzukaufende Waren ermittelt.

Alle weiteren Kosten (z.B. Personalkosten) werden in den entsprechenden Fachabteilungen geplant und mit den jeweiligen Geschäftsführern abgestimmt. Im letzten Schritt werden alle Kosten der Konzerngeschäftsführung vorgestellt und final bestätigt.

Für das Geschäftsjahr 2022 wird ein konstantes Working Capital (Vorratsvermögen zzgl. Forderungen aus L&L abzgl. Verbindlichkeiten aus L&L) im Konzern prognostiziert. Durch Störungen der Lieferketten (Rohstoff- und Warenknappheit) gewinnt die Warenhaltung vermehrt an Bedeutung und es wird nicht mit einer Reduzierung des Vorratsbestandes gerechnet.

Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung sind keine Sondereinflüsse erkennbar, die den Zeitraum nach dem Geschäftsjahr 2022 betreffen.

1.9 Nachtragsbericht

Als außerordentliches Ereignis (nach Bilanzstichtag) kann der Ukrainekrieg zur weiteren Eintrübung der Verbraucherstimmung führen. "Steigende Verunsicherung sowie die Sanktionen gegenüber Russland haben vor allem die Energiepreise explosionsartig in die Höhe schnellen lassen und drücken damit spürbar auf die allgemeine Verbraucherstimmung", erläuterte GfK-Experte Rolf Bürkl in der GfK-Konsumklimastudie vom 29. März 2022.

Die Prognose für die Geschäftsentwicklung des Konzerns ist aufgrund der weiterhin anhaltenden Corona-Pandemie sowie insbesondere aufgrund der aktuell nicht abschließend erkennbaren Folgen des Einmarschs der russischen Streitkräfte in die Ukraine im Februar 2022 auf die Branche des Einzelhandels und die Wirtschaft insgesamt von einer signifikanten Unsicherheit geprägt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Preis- und Kostensteigerungen in Folge der Ukraine-Krise, vor allem für Energie und Lebensmittel, sowie die Lieferkettenproblematik aufgrund der Corona-Pandemie auf die Verfügbarkeit der Waren einerseits und die Nachfrage der Kunden andererseits mittel- und langfristig auswirken werden. Aufgrund des rückläufigen Konsumklimas in Europa, steigender Kosten in den Beschaffungsmärkten und des Wegfalls von Umsätzen mit Covid-19-Sortimenten erwartet die Geschäftsleitung ein schwächeres Geschäftsjahr als im Jahr 2021. Die Geschäftsleitung hält trotz der Unwägbarkeiten aus den derzeitigen Belastungen und Unsicherheiten für die Wrtschaft an der bisherigen Prognose für den DS Konzern fest. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Prognosegenauigkeit aufgrund der genannten Einflüsse eingeschränkt ist.

 

Stapelfeld, den 5. Juli 2022

gez. Ralf Dümmel, Geschäftsführer

gez. Andreas Schneider, Geschäftsführer

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