RD Beteiligung 24 GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Philipp Fliegner seit 28.6.2024 | Geschäftsführer |
Marcel Dümmel seit 1.2.2024 | Geschäftsführer |
Stefan Haßdenteufel seit 28.3.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DS Holding GmbHStapelfeldKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Inhaltsverzeichnis BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS ANLAGEN Bilanz zum 31. Dezember 2021 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 Anhang für das Geschäftsjahr 2021 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die DS Holding GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der DS Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DS Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt, den 7. Juli 2022 RSM
GmbH
Dr Stefan Grabs, Wirtschaftsprüfer Arno Kramer, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021(1) Allgemeines Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die Vorschriften der §§ 290 ff. HGB angewendet worden. Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht. Die DS Holding GmbH hat ihren Sitz in Stapelfeld und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Lübeck (HR B Reg. Nr. 11907 HL). (2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss der DS Holding GmbH einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Im Einzelnen wird nach folgenden Grundsätzen bewertet: Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Die sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen bewertet. Es werden keine Zinsen für Fremdkapital in die Herstellungskosten einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Bei den deutschen Gesellschaften werden geringwertige Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu € 250 im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben. In Anlehnung an den § 6 Abs. 2a EStG wurden Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als € 250 bis € 1.000 in einem Sammelposten zusammengefasst und pauschal über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Ist der Sammelposten nicht von untergeordneter Bedeutung, wird der Posten auf eine evtl. bestehende Überbewertung überprüft. Die Abschreibung auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Wareneinkäufe in Fremdwährungen werden mit dem Kurs des Rechnungsdatums bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag bewertet. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% von den Forderungen gebildet. Erkennbare Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Währungsumrechnungen von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden gemäß § 256a HGB zu dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt, soweit diese in Fremdwährungen waren, wurden diese zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das Eigenkapital wird zu Nennwerten bilanziert. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Anschaffungskurs bzw. zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Differenzen ergeben sich aus Unterschieden in den Wertansätzen von Verbindlichkeiten und dem Ansatz von Drohverlustrückstellungen. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 26 % (Vorjahr 26 %) zugrunde. (3) Konsolidierungskreis Der Kreis der einbezogenen Unternehmen ergibt sich aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes. Im Geschäftsjahr 2021 wurden die Tochtergesellschaften DS Care 4 U GmbH, Lüttow-Valluhn zum 01.04.2021 sowie die Landmann Germany GmbH, Stapelfeld und Landmann International GmbH, Stapelfeld, mit den Beteiligungen Landmann Hungäria Kft, Landmann Ltd UK, Landmann Polska Sp. z o.o. per 01.01.2021 in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Im Geschäftsjahr 2021 gab es eine wesentliche Veränderung des Konsolidierungskreises. Zum 1. Januar 2021 wurden 49 % der Anteile an der Landmann Germany GmbH erworben. Aufgrund der zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Beherrschung wurden diese Anteile erstmals zum 1. Januar 2021 vollkonsolidiert. Die weiteren Anteile an der Landmann Germany GmbH (51 %) wurden zum 1. Juli 2021 erworben. Daraus resultiert ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von T€ 5.315, der über 10 Jahre abgeschrieben wird. Im Konzernabschluss der DS Holding GmbH zum 31. Dezember 2021 sind insbesondere folgende Vermögensgegenstände und Schulden der Landmann-Gruppe enthalten: Im Anlagevermögen sind T€ 3.700 aktiviert (Werkzeuge, Tools und Sachanlagen). Das Umlaufvermögen betrifft zum 31.12.2021 mit T€ 27.000 die Landmann-Gruppe. Die Finanzierung wird durch Bankkredite in Höhe von T€ 20.400 und T€ 4.400 Lieferantenkredite sichergestellt. Aus der Bewertung der zum 1. Januar 2021 durch den Erwerb von Landmann übernommenen Vorräte ergab sich ein passivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 510. Durch den Abgang von erworbenen Vorräten wurden im Geschäftsjahr 2021 davon T€ 301 realisiert. Zum Stichtag 31. Dezember 2021 verbleiben Vorräte mit stillen Reserven in Höhe von T€ 210. Diese werden als passivischer Unterschiedsbetrag ausgewiesen. Ohne die Umsatzerlöse der Landmann-Gruppe des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von T€ 21.598 würden sich die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres des Konzern DS Holding GmbH auf T€ 300.389 belaufen. Ohne den Materialaufwand der Landmann-Gruppe des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von T€ 7.160 würden sich der Materialaufwand des Geschäftsjahres des Konzern DS Holding GmbH auf T€ 216.688 belaufen. Der Konzernabschluss umfasst die DS Holding GmbH sowie dreizehn inländische und fünf ausländische Tochterunternehmen. Die Umrechnungen erfolgen zu folgenden Kursen:
Aufgrund von untergeordneter Bedeutung wurde darauf verzichtet, folgende Firmen in den Konzernabschluss einzubeziehen:
(4) Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs erstmals konsolidiert werden, wird nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Ein nach Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Konzernunternehmen werden gegeneinander aufgerechnet (Schuldenkonsolidierung). Zwischenergebnisse aus Warenlieferungen und Lieferungen von Anlagengegenständen zwischen den einbezogenen Gesellschaften wurden eliminiert. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden konzerninterne Umsätze und andere konzerninterne Erträge entsprechend § 305 Abs. 1 HGB mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet (Aufwands- und Ertragskonsolidierung). (5) Erläuterungen zur Konzernbilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der jeweiligen Erstkonsolidierung ergeben sich wie folgt:
Kapitalkonsolidierung DS Holding GmbH
Angaben zum Anteilsbesitz: Konsolidierungskreis:
Die DS Produkte GmbH ist ihrerseits beteiligt an:
Die DS Marketing GmbH ist ihrerseits beteiligt an:
Die Landmann Germany GmbH ist ihrerseits beteiligt an:
Die Landmann International GmbH ist ihrerseits beteiligt an:
Alle Gesellschaften werden vollkonsolidiert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Laufzeit bis 1 Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 234. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Retouren sowie die Personalrückstellungen. Die Retourenrückstellungen werden aufgrund von Umsätzen und Retourenquoten ermittelt. Hier bilden Umsätze und Gutschriften der letzten Monate die Grundlage und die daraus resultierenden Roherträge wurde zurückgestellt. Größte Position stellt hier eine Lieferung aus 2020 dar, für die eine komplette Retoure unterstellt wurde. Die Personalrückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen auf Grundlagen der Zielvereinbarungen mit Führungskräften sowie zum Stichtag noch bestehende Urlaubsansprüche der Mitarbeiter. Darüber hinaus betreffen die sonstigen Rückstellungen zum Stichtag noch nicht abgerechnete Werbekostenzuschüsse sowie Lizenzgebühren. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt: Verbindlichkeitenspiegel 31.12.2021
Insgesamt betragen die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 120 Mio. €. Der Gesamtbetrag aller Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahre beträgt 6 Mio. €. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 87 Mio. € sind unter anderem besichert durch Forderungsabtretungen, Sicherungsübereignung von Vorräten und Sachanlagen, Sicherungsabtretung von Geschäftsanteilen, Verpfändung von Bankkonten sowie Grundschulden auf dem Grundbesitz der Gesellschaft. Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen betreffen vollständig Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter. Zum Bilanzstichtag der Organschaft ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern i.H.v. T€ 71. Der Ansatz des Aktivüberhangs wird in der Bilanz ausgewiesen. Die aktiven latenten Steuern betragen zum Bilanzstichtag T€ 278 (Vorjahr T€ 569), die passiven latenten Steuern T€ 207 (Vorjahr T€ 102). Für die Gesellschaften die nicht in die Organschaft einfließen wurden die Befreiungsvorschriften in Anspruch genommen. Berechnungsschema latenter Steuern per 31.12.2021
(6) Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse der DS Holding GmbH setzen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt zusammen:
Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen mit Handelswaren erwirtschaftet. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von T€ 1.601 (Vorjahr T€ 405), Erträge aus der Währungsumrechnung von T€ 3.212 (Vorjahr T€ 3.671) sowie sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 1.057 (Vorjahr T€ 443). (7) Derivative Finanzinstrumente Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzinstrumente, die zur Abdeckung der Marktpreisänderungsrisiken im Zins- und Währungsbereich eingesetzt und zum Teil in die handelsrechtlichen Bewertungseinheiten nach § 254 HGB n. F. einbezogen sind: Anhangsangaben zu den Finanzinstrumenten 31.12.2021 DS Konzern
Die Nominalvolumina werden als absolute Summe angegeben, d. h. die Kauf- und Verkaufsverträge werden als absolute Beträge addiert. Umrechnung in EUR mit dem Stichtagkurs per 31.12.2021. Das Nominalvolumen der in der obigen Tabelle dargestellten Sicherungsgeschäfte wird unsaldiert angegeben und ergibt sich aus der Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge. Die Höhe des Nominalvolumens erlaubt Rückschlüsse auf den Umfang des Einsatzes von Derivaten, gibt aber nicht das Risiko des DS Holding Konzerns aus dem Einsatz von Derivaten wieder. Die der Marktwertermittlung der Derivate zugrunde liegenden Bewertungsmethoden stellen sich wie folgt dar: Devisentermingeschäfte und Instrumente zur Sicherung der Zinsrisiken werden durch Diskontierung der zukünftigen Cashflows bewertet. Devisenoptionen werden entsprechend ihrer Ausgestaltung mit Black-Scholes-Mo- dellen bewertet. Aus dem Saldo der Marktwerte der Grund- und Sicherungsgeschäfte resultiert das Bewertungsergebnis der Bewertungseinheit. Nach handelsrechtlichen Bewertungsgrundsätzen führt ein negatives Bewertungsergebnis zur Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, während ein positives Bewertungsergebnis unberücksichtigt bleibt. Die DS Produkte GmbH bilanziert die Bewertungseinheiten entsprechend der Einfrierungsmethode. Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte wurden zur Absicherung der hochwahrscheinlichen geplanten Vorratsbeschaffungsgeschäfte in USD im Rahmen des üblichen Liefer- und Leistungsverkehrs der Gesellschaft abgeschlossen. Im Rahmen der jeweiligen Mikro-Bewertungseinheit sichern sich die DS Produkte, DS Direct, BEEM Germany und Landmann Germany gegen das Risiko variabler Zahlungsströme aufgrund einer Veränderung von Wechselkursen. Das Nominalvolumen in Summe über alle hochwahrscheinlichen erwarteten Beschaffungsgeschäfte betrug am Stichtag T€ 97.100. Die Nominalvolumina wurden mit Devisenkassakursen für USD am Abschlussstichtag in EUR umgerechnet. Zum 31. Dezember 2021 sind geplante Beschaffungsgeschäfte mit einer maximalen Laufzeit von einem Jahr in entsprechenden Bewertungseinheiten erfasst. Zum Stichtag ergab sich kein negativer Überhang der Marktwerte der in die Bewertungseinheit einbezogenen Geschäfte. Für den negativen Marktwert, der nicht in die Bewertungseinheiten einbezogenen Derivate wurde eine sonstige Rückstellung in Höhe von T€ 235 (Vorjahr: T€ 2.189) gebildet. Die in die Bewertungseinheiten zusammengefassten Grundgeschäfte weisen hochgradig homogene Risiken auf. Entsprechend ist zu erwarten, dass sich die gegenläufigen Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte in der Zukunft für das jeweils gesicherte Risiko nahezu vollständig ausgleichen und die Sicherungsbeziehungen hoch effektiv sind. Die Bewertung der Effektivität erfolgt mittels der Critical-Terms-Match-Methode, da die wesentlichen Parameter für die jeweils einbezogenen Instrumente identisch sind. Die Zinskomponente der in die Bewertungseinheiten eingeschlossenen Devisentermingeschäfte ist aus der Bewertungseinheit ausgeschlossen. Die Effektivität wird mit der Spot-to-Spot-Methode gemessen. (8) Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften Die nachgenannten GmbH-Gesellschaften sind unmittelbar oder mittelbar durch einen Ergebnisabführungsvertrag mit der DS Holding GmbH verbunden bzw. besteht eine Patronatserklärung seitens der DS Holding GmbH:
Die oben genannten Gesellschaften nehmen Befreiungsregelungen des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch. (9) Sonstige Angaben Es sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erfasst sind, bestehen aus:
Es bestehen zum Stichtag folgende Haftungsverhältnisse: Die DS Holding GmbH und Ihre Tochtergesellschaften haften in Höhe von T€ 50.000 für ein Darlehen der TSCDS Holding GmbH. Die DS Holding GmbH, Stapelfeld, stellt, unter Einbezug des gesamten Konsolidierungskreises, den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser Teilkonzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Die DS Holding GmbH und Ihre Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der The Social Chain AG, Berlin, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt. Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers beträgt ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen T€ 190. Zum Bilanzstichtag 31.12.2021 betrug die Anzahl der im Konzern beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 536. Davon sind 44 Mitarbeiter Auszubildende. Im Jahresdurchschnitt 2021 waren 521 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und weitere 44 Auszubildende beschäftigt. Angaben zum Ergebnisverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2021 des Mutterunternehmens DS Holding GmbH in Höhe von 13.243.206,95 € auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Es sind keine Ereignisse nach dem Abschlussstichtag eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnten. Die Folgen des Einmarschs der russischen Streitkräfte in die Ukraine im Februar 2022 auf die Weltwirtschaft und die Entwicklung der daraus resultierenden Chancen und Risiken für die DS Holding bzw. deren Tochtergesellschaften sind aktuell nicht abschließend erkennbar, jedoch wird vorsorglich darauf hingewiesen, dass sich daraus Risiken bzw. Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben können. Geschäftsführung und Vertretung Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:
Die Gesellschaft hat einen oder mehrere Geschäftsführer. Ist ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, wird die Gesellschaft gemeinschaftlich durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Alleinvertretungsbefugnis kann erteilt werden. Zur Prokuristin war im Berichtsjahr bestellt:
Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. In Bezug auf die Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.
Stapelfeld, den 5.07.2022 DS Holding GmbH gez. Ralf Dümmel, Geschäftsführer gez. Andreas Schneider, Geschäftsführer Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung für 2021
Konzern-Eigenkapitalspiegel für 2021
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021DS - Konzern, Stapelfeld DS Holding GmbH, Stapelfeld DS Produkte GmbH, Stapelfeld DS Direct GmbH, Stapelfeld DS MEWITEC GmbH, Stapelfeld DSQ Limited, Hong Kong DS Impact GmbH, Stapelfeld DS Marketing GmbH, Stapelfeld PTC Limited, Hong Kong BEEM Germany GmbH, Stapelfeld DS Aviation GmbH, Stapelfeld DS Select GmbH, Stapelfeld DS Care 4 U GmbH, Lüttow-Valluhn in-trading Handelsgesellschaft mbH, Bad Segeberg Landmann Konzern, Stapelfeld Vision Personalservice GmbH, Valluhn Inhalt 1. Konzernlagebericht 1.1 Grundlagen des Konzerns 1.2 Ertragslage, Wirtschaftsbericht und finanzielle Leistungsindikatoren 1.3 Vermögenslage Konzern 1.4 Finanzlage sowie Investition und Finanzierung 1.5 Zusammenfassung der Lage des Konzerns 1.6 Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung 1.7 Zusammenfassung der Risiken des Konzerns 1.8 Ausblick 2022 1.9 Nachtragsbericht 1. Konzernlagebericht1.1 Grundlagen des Konzerns Der Konzernabschluss umfasst neben der DS Holding GmbH, Stapelfeld, weitere, überwiegend in Deutschland ansässige Tochtergesellschaften. Der DS Konzern ist ein international agierendes Handelsunternehmen mit 49 Jahren Markterfahrung. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Produktion, den Import und Vertrieb innovativer Produkte der Konsumgüterbranche. Als einer der europaweit größten Entwickler und Lieferanten von Non-Food-Artikeln beliefert die Gruppe mit über 4000 Artikeln den Lebensmitteleinzelhandel, Discounter, Drogerien, Baumärkte, Fachhandel, Cash & Carry, SB-Warenhäuser, Versandhäuser, Homeshopping sowie Online-Marktplätze. Erstmals seit Januar 2021 gehören die Landmann Germany GmbH, Stapelfeld, sowie ihre Tochtergesellschaften (im Folgenden Landmann Konzern) mit 49 % zum Konzern der DS Holding GmbH. Zum 01.07.2021 wurden die Anteile am Landmann Konzern vollständig erworben (verbleibende 51 %). Landmann ist ein Händler für Grills und Grillzubehör, aktuell mit 100%igen Tochtergesellschaften in Polen, Ungarn, Großbritannien und weiteren internationalen Vertriebspartnern. Zum 8. Dezember 2021 (Kaufvertrag vom 19. Oktober 2021) wurde die DS Gruppe vom TSC Konzern zu 100% übernommen und ab diesem Zeitpunkt in den Konzern mit einbezogen. Sämtliche Anteile der DS Holding GmbH werden von der im Geschäftsjahr 2021 neu gegründeten TSCDS Holding GmbH, Berlin, gehalten. Die The Social Chain AG ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft mit Sitz in Berlin. Die Aktien der TSC AG sind seit dem 12. November 2021 zum Handel im Prime Standard (reguliertes Marktsegment mit zusätzlichen Folgepflichten) der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. 1.2 Ertragslage, Wirtschaftsbericht und finanzielle Leistungsindikatoren Das Jahr 2021 ergab für den relevanten Absatzmarkt Europa insgesamt ein im Jahresverlauf sehr uneinheitliches Bild. Während sich die Verbraucherstimmung zum Jahresbeginn aufgrund der steigenden Impfquote und sinkenden Corona-Neuinfektionen aufhellte, schreibt die GfK in der Pressemitteilung vom 22.12.2021 u. a.: "Die Konsumstimmung wird auch zum Jahresende von zwei Seiten stark unter Druck gesetzt. Hohe Inzidenzen durch die vierte Welle der Corona-Pandemie mit weiteren Beschränkungen sowie deutlich gestiegene Preise setzen dem Konsumklima mehr und mehr zu. Vor allem die 2G-Regel für weite Teile des Einzelhandels versetzen dem Weihnachtsgeschäft einen schweren Schlag [...] Auch die Aussichten für den Beginn des kommenden Jahres sind vor dem Hintergrund der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante gedämpft." 1 Aus Konzernsicht ist der Geschäftsverlauf im Jahr 2021 äußerst positiv zu bewerten. Die im letzten Lagebericht angeführte Prognose von 222,0 Mio. € für den Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2021 wurde deutlich übertroffen. Im Jahr 2021 beträgt der Konzernumsatz 322,0 Mio. € und liegt damit um 26,0 Mio. € über dem Vorjahr. Dieser Erfolg ist auf die Entwicklung im Grundgeschäft, inklusive hoher Umsätze mit Covid-19-Sortimenten sowie die erfolgreiche Integration des Landmann Konzerns zurückzuführen. Das EBITDA 2 liegt im Jahr 2021 bei 25,5 Mio. € und übertrifft damit das Vorjahr um 4,5 Mio. €. Der Personalaufwand stieg insbesondere durch die Integration des Landmann Konzerns von 25,5 Mio. € auf 28,9 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sinken leicht um 0,7 Mio. € auf 58,1 Mio. € im Geschäftsjahr 2021.
(Unkonsolidierte Darstellung)
1 Quelle: GfK Pandemie und Inflation
schwächen Konsumklima:
(https://www.gfk.com/de/presse/Pandemie-und-Inflation-schwaechen-Konsumklima)
Der Unternehmensbereich DS Handel, welcher die Tochtergesellschaften DS Produkte GmbH, DS Direct GmbH, DS MEWITEC GmbH, PTC Limited und DSQ Limited beinhaltet, verzeichnet im Jahr 2021 eine Umsatzsteigerung von 6,3 % (unkonsolidierte Darstellung). Getrieben wird das Wachstum durch eine starke Geschäftsfeldentwicklung im Discount-Segment bei DS Direct und Aufträge von Corona-Antigen-Schnelltests bei DS MEWITEC. DS Produkte verzeichnet im Betrachtungszeitraum einen Umsatzrückgang, der auf den im Jahr 2021 fehlenden Umsatz mit FFP2-Masken zurückzuführen ist.
(Unkonsolidierte Darstellung) Die Ertragslage von in-trading entwickelt sich im Jahr 2021 äußerst positiv. Der Umsatz wächst absolut um 10,2 Mio. €. Vor allem mit den Marketplace Großkunden wird der Umsatz des Vorjahres deutlich übertroffen.
(Unkonsolidierte Darstellung) Der neu integrierte Landmann Konzern erwirtschaftet im Jahr 2021 einen Gesamtumsatz in Höhe von 23,9 Mio. €.
(Unkonsolidierte Darstellung) Die BEEM Germany GmbH steigert ihren Umsatz im Kaffee-, Tee- und Samowar-Geschäft im Jahr 2021 um 1,3 Mio. € auf 7,2 Mio. €. 1.3 Vermögenslage Konzern Die Vermögenslage ist auf der Aktivseite insbesondere durch das Vorratsvermögen mit 38,6 % (Vorjahr 18,9 %) der Konzernbilanzsumme sowie den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 28,6 % (Vorjahr 37,6 %) der Konzernbilanzsumme geprägt. Weiterhin beinhaltet die Aktivseite den Geschäfts- oder Firmenwert mit 11,9% (Vorjahr 17,1%) der Konzernbilanzsumme, der im Wesentlichen auf die DS Produkte GmbH sowie die in-trading Handelsgesellschaft mbH entfällt. Zum Bilanzstichtag betrug die Eigenkapitalquote 24,6 %. Das Fremdkapital beläuft sich zum Stichtag auf insgesamt rd. 149,8 Mio. € und betrifft vor allem Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (87,0 Mio. €, Vorjahr 47,8 Mio. €), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (33,8 Mio. €, Vorjahr 30,5 Mio. €), sonstige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten (7,7 Mio. €, Vorjahr 3,9 Mio. €) sowie Rückstellungen (17,2 Mio. €, Vorjahr 15,0 Mio. €). Zum Bilanzstichtag betrug die Fremdkapitalquote 75,2 %.
Insgesamt erhöht sich das Working Capital deutlich um 94,0 % gegenüber dem Vorjahr. Die Vorräte sind im Vorjahresvergleich um 180,3 % angestiegen. Der deutliche Anstieg ergibt sich hauptsächlich aus der Integration des Landmann Konzerns und dem Einfluss aus dem Saisongeschäft des Grillbereichs auf die Vorräte. Verstärkt wird der Effekt durch längere Vorlaufzeiten aufgrund gestiegener Transportzeiten aus Fernost. Damit einhergehend steigt der Umfang an Unterwegsware im gesamten Konzern zum Bilanzstichtag um 14,5 Mio. € auf 22,7 Mio. € (VJ 8,3 Mio. €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 % erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen steigen um 10,9 %. 1.4 Finanzlage sowie Investition und Finanzierung Die für die gesamte Geschäftstätigkeit im Jahr 2021 notwendige Liquidität war in sicherem und ausreichendem Umfang durch entsprechende Kreditrahmen bei der DZ Bank AG, der Commerzbank AG, der Unicredit Bank AG, der Landesbank Baden-Württemberg, der Bayern LB, der Volksbank in Schaumburg und der Kreditanstalt für Wiederaufbau vorhanden. Die Kapitalflussrechnung ist nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Die Ermittlung des Cashflows erfolgt nach der indirekten Methode. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt -6,7 Mio. €. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beläuft sich nach Abgängen aus dem Anlagevermögen (3,9 Mio. €) insbesondere aufgrund der Akquisition der Landmann Germany GmbH (7,3 Mio. €) und der Investition in ein neues ERP System (1,1 Mio. €) auf -4,3 Mio. €. Aus der Finanzierungstätigkeit resultiert ein Cashflow von rd. +13,6 Mio. €, was sich hauptsächlich aus der Aufnahme von Darlehen (DZ Bank, Bayern LB und der Muttergesellschaft TSCDS Holding GmbH) ergibt. Insgesamt hat sich der Finanzmittelfonds im Jahr 2021 um 2,5 Mio. € erhöht. 1.5 Zusammenfassung der Lage des Konzerns Insgesamt ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des DS Konzern als stabil zu betrachten. Die Gesellschaft verfügt über ausreichend Liquidität und eine gesicherte Finanzierung. Alle Konzerngesellschaften tragen zur positiven Entwicklung des Konzerns bei. 1.6 Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Die Eintrittswahrscheinlichkeiten der möglichen Chancen und Risiken bezogen auf die zugrunde gelegte Jahresplanung für das Geschäftsjahr 2022 sind wie folgt klassifiziert:
Mögliche Auswirkungen auf das Konzernergebnis lassen sich nur schwer quantifizieren, da den Risiken oft auch positive Auswirkungen gegenüberstehen. Als Richtlinie wird für das Geschäftsjahr 2022 wie folgt klassifiziert werden:
Wesentliche Risiken:
Wesentliche Chancen:
Die Entwicklung der Umsatzerlöse und der Wareneinstandskosten werden auf Kunden- und Artikelebene regelmäßig überwacht. Ebenso werden alle Kostenpositionen laufend kontrolliert. Regelmäßig werden Abweichungen der tatsächlichen von der geplanten Ertragslage identifiziert und analysiert. Hieraus resultierende Chancen und Risiken können zeitnah erkannt und hierauf entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Für das Jahr 2022 wird mit einem weiteren temporären Inflationsanstieg gerechnet, der sich breitflächig über viele Produktgruppen verteilen wird, insbesondere aber auf die Energie- und Lebensmittelausgaben. Ggfs. könnten die Löhne in diesem Umfeld in den jeweiligen Branchen steigen und so reale Einkommensverluste auffangen. Dies könnte jedoch auch zu höheren Personalkosten im DS Konzern führen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für das Risiko eines weiteren Inflationsanstieges wird auf "Mittel" eingestuft, da die Erhöhung im zweiten Halbjahr 2021 auch durch Basiseffekte (hervorgerufen durch niedrigere Preise im zweiten Halbjahr 2020, Mehrwertsteuersenkung) beeinflusst worden ist. 3 Eine flächendeckende Konsumzurückhaltung aufgrund gestiegener Lebenshaltungskosten könnte zu Umsatzeinbußen im DS Konzern führen. Zusätzlich führen hohe Energiepreise zu erhöhten Fracht-, Speditions- und Paketkosten, die der DS Konzern erst zeitverzögert an seine Kunden in Form von Preissteigerungen weitergeben kann. Ein weiterer Risikofaktor ist der globale Lieferkettenengpass aufgrund der Corona-Pandemie, von dem der DS Konzern als Importeur besonders betroffen ist. Beschränkte Produktionskapazitäten bei Lieferanten, anhaltend hohe Rohstoffpreise und knappe Transportkapazitäten können zu Lieferverzögerungen, geringeren Margen und Umsatzausfällen führen. Durch ein breites Netzwerk an Lieferanten in Fernost und dem sukzessiven Ausbau von Lieferanten in Europa reduziert der DS Konzern das Lieferkettenrisiko. Eine Entspannung der Situation wird jedoch erst für das zweite Halbjahr 2022 erwartet. Zur Sicherstellung des Geschäftsbetriebes während der Corona-Pandemie wurden verschiedene Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus umgesetzt. Das Angebot des mobilen Arbeitens wurde erweitert und der Zutritt zu den Büro- und Lagerräumen wurde eingeschränkt. Ein Angebot für von Fachpersonal durchgeführten Corona-Antischnelltests wurde für Mitarbeiter und externe Gäste eingerichtet. Dem mittleren Risiko der Verkaufsfähigkeit bestehender Lagerbestände wurde durch entsprechende Abwertungen der Bestände gefährdeter Artikel Rechnung getragen. Dies ist die Grundherausforderung eines Handelsunternehmens und wird durch laufende Prognose- und Dispositionsverfahren gesteuert. Das Risiko einer Abschwächung des Euro gegenüber dem US-Dollar unter dem internen Kalkulationskurs für Wareneinkäufe ist durch Devisentermin- und Optionsgeschäfte gedeckt. Zum Bilanzstichtag waren maximal 80,3 % des zu erwartenden Bedarfs an US-Dollar der nächsten zwölf Monate abgesichert. Auf eine Absicherung gegenüber steigenden Zinsen wird aktuell verzichtet. Die Entwicklung der Zinsen wird konstant überwacht, um bei erhöhten Risiken adäquate Absicherungsmaßnahmen zu ergreifen. Aufgrund der Geschäftsaktivitäten in verschiedenen Ländern können sich Risiken aus sich ändernden regulatorischen Anforderungen ergeben. Änderungen des regulatorischen Rahmenwerks können Anpassungen von Prozessen und Geschäftsaktivitäten erfordern, die Kostensteigerungen oder Umsatzminderungen nach sich ziehen können. Potenzielle Risikoszenarien beinhalten Zusatzkosten in Verbindung mit Zöllen, Produktsicherheit, Arbeitsbedingungen, Produktangebot, Verbraucherschutz, Änderungen bei der Nutzung von Social Media-Inhalten, Kennzeichnungspflichten bei Werbung und neuen Verpackungsmaterialien. Aktuelle Risikotreiber ergeben sich aus den geplanten regulatorischen Anpassungen, wie beispielsweise der DBM-Initiative (Digitaler Binnenmarkt), der geplanten Platform-to-Business-Verordnung (P2B) sowie den erwarteten "Neuen Rahmenbedingungen für Verbraucher". Zudem zählen insbesondere der Brexit sowie verschärfte Umweltvorschriften, wie das Verbot von Einwegplastik, zu den aufkommenden regulatorischen Herausforderungen. Als Handelsunternehmen muss der DS Konzern Kundendaten, einschließlich persönlich identifizierender Informationen, erheben und verarbeiten, um Bestellungen abzuschließen, Zahlungen zu vereinnahmen und effektiv mit Kunden interagieren zu können. In dieser Hinsicht unterliegt der Konzern zahlreichen Gesetzen und Regularien basierend auf der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit persönlicher Daten, darunter insbesondere sämtliche Aspekte des Datenschutzes und des Schutzes der Privatsphäre (z.B. DSGVO). Verstöße gegen die DSGVO als bekanntes Beispiel können zu erheblichen Strafen führen. Zur Minderung dieser Risiken überwachen die Rechtsabteilung, der Datenschutz-Beauftragte und das IT-Team fortlaufend die Datenschutzanforderungen und -entwicklungen, unterstützen bei der Erstellung und Einführung entsprechender Dokumentation und Prozesse und bieten geeignete Beratung, Expertise und Schulungen. Diese Kontrolle umfasst auch die enge Zusammenarbeit und Abstimmung, insbesondere mit IT Security-Teams, um durch die Umsetzung geeigneter technischer und organisatorischer Maßnahmen zum Schutz der Kundendaten beizutragen. Der DS Konzern überwacht das regulatorische Umfeld und informiert sich fortlaufend über erwartete und umgesetzte regulatorische Änderungen. Cybersicherheitsrisiken aus internen oder externen Angriffen sowie Schwachstellen der internen Kontrollen können wesentliche Aspekte unserer kundenbezogenen Anwendungen, Lager-IT-Systeme, Zahlungssysteme und internen IT-Systeme beeinträchtigen. Prominente Cybersicherheitsrisiken betreffen u.a. Ausfälle aufgrund von Distributed-Denial-of-Service (DDoS) / Ransomware-Angriffen, Datenverlust aufgrund von Sicherheitsverletzungen, fehlerhafte Prozessabläufe aufgrund von Integritätsverletzungen oder eine Kombination daraus. Der DS Konzern bietet als wachsendes und bekanntes Unternehmen aufgrund seiner Größe, seinen wertvollen Daten und seiner Abhängigkeit von IT-Systemen ein potenzielles Ziel. Um den Bedrohungen der Cybersicherheit entgegenzuwirken, erhöht der Konzern die Sicherheits- und Compliance-Bemühungen durch Investitionen in neue Technologien und spezialisierte interne Ressourcen (ISMS). Die zentrale IT überwacht relevante Bereiche kontinuierlich und hält Prozesse zur Gewährleistung der Datensicherheit aufrecht. Cybersicherheitsrisiken sind außerdem über eine entsprechende umfassende Versicherung soweit sinnvoll abgedeckt. Der Erfolg des Handelsgeschäfts hängt von der Qualität, dem Preis und der Einhaltung zugesagter Produkteigenschaften der verkauften Produkte ab. Die Einhaltung von ESG-Standards ist heute ebenfalls eine wichtiger Erfolgsfaktor. Es kann nicht komplett ausgeschlossen werden, dass im Einzelfall fehlerhafte Produkte verkauft werden und hierdurch Reputationsschäden, Haftungsansprüche oder auch Bußgelder entstehen. Der DS Konzern hat geeignete organisatorische Maßnahmen umgesetzt, um die vorbeschriebenen Risiken zu reduzieren. Hierzu gehören unter anderem die verpflichtende Einhaltung von code of conducts bei Lieferanten, Qualitätskontrollen in den Produktionsstätten, Wareneingangskontrollen und Qualitätsprüfungen mit unseren Vertriebspartnern. Zur Absicherung gegenüber Haftungsansprüchen verfügen die Handelsgesellschaften über eine umfangreiche Produkthaftpflichtversicherung. Ein Ausfallrisiko kann aus dem möglichen Ausfall eines Schuldners einer Forderung resultieren. Zur Reduzierung dieses mittleren Risikos besteht eine Kreditausfallversicherung bei der Atradius AG, durch die insgesamt ca. 90 % der Nettoforderungen abgesichert sind. Insofern besteht nur noch ein geringes Ausfallrisiko aufgrund der Zahlungsunfähigkeit eines Debitors. Diesem verbleidenden Risiko ist durch Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen Rechnung getragen. Insgesamt ergibt die Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation, dass keine über die allgemeinen markt- und branchentypischen Einflüsse hinausgehenden, den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen bzw. erkennbar sind. Für den DS Konzern bestehen in Deutschland geringe bis mittlere Chancen für weiteres Umsatzwachstum durch Gewinnung von Neukunden sowie hohe Chancen für den Sortimentsausbau der Geschäfte mit bestehenden Kunden in allen Einzelhandelsbranchen. Durch die Übernahme der Aktivitäten des Grillgeräteherstellers Landmann und den damit verbundenen internationalen Vertriebsgesellschaften ergeben sich für die übrigen Gesellschaften und Marken des DS Konzerns neue Absatzmärkte. Durch die Bündelung der Nachfrage aller Vertriebsgesellschaften können zudem Einkaufsvorteile erzielt werden. Im Vergleich zur Prognose aus dem Vorjahr sind aufgrund aktueller politischer und wirtschaftlicher Entwicklungen die Eintrittswahrscheinlichkeiten für eine Schwächung des Euros, steigender Zinsen sowie des Umsatzausfall durch Corona gestiegen. Bei den Chancen hingegen bleiben die bisherigen Einschätzungen bezüglich eines Sortimentsausbaus und Neukundengewinnung weiterhin mit gleichbleibender Eintrittswahrscheinlichkeit bestehen. 1.7 Zusammenfassung der Risiken des Konzerns Insgesamt sind die steigende Inflation, die Corona-Pandemie sowie die Auswirkungen der Ukraine-Krise als wesentliche Risiken anzusehen. Die genannten Risiken und deren Auswirkungen werden durch das Controlling und die Geschäftsleitung laufend überwacht und analysiert, um relevante Entwicklungen schnell zu erkennen und notwendige Gegenmaßnahmen zeitnah einleiten zu können. Damit werden die Auswirkungen auf die Ertragslage begrenzt. 1.8 Ausblick 2022 Die Perspektiven für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sind für das Geschäftsjahr 2022 und die Folgejahre weiterhin von erhöhter Unsicherheit geprägt. Der Internationale Währungsfonds hat seine Prognose zur Entwicklung des globalen BPI zuletzt im Januar 2022 nach unten korrigiert. Demnach erwarte der IWF nur noch eine moderate Erholung der Weltwirtschaft für das Jahr 2022 mit einem Wachstum von 4,4 %. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen die anhaltenden Lieferkettenprobleme, die steigende Inflation, Rekordschulden sowie die Omikron-Welle. 4 Während die Dauer der Corona-Pandemie und globale Lieferkettenprobleme in der Prognose des IWF enthalten sind, muss aufgrund der Invasion russischer Truppen in die Ukraine inzwischen von einer weiteren Dämpfung des wirtschaftlichen Wachstums ausgegangen werden, insbesondere für Deutschland und den europäischen Raum. Das Deutsche Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr angesichts der Folgen des Ukrainekriegs auf 2,1 % gesenkt. Im Dezember 2021 war das DIW noch von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 4 % ausgegangen. Die Inflationsrate in Deutschland ist im März 2022 laut Statistischem Bundesamt auf 7,3 % gestiegen, ein Höchstwert seit über 40 Jahren. 5 Laut GFK SE sind: "Die Aussichten für die Konsumkonjunktur für das kommende Jahr[...] in erster Linie vom weiteren Verlauf der Pandemie abhängig. Erfolgt die Pandemiebekämpfung rasch und erfolgreich, werden Beschränkungen in größerem Umfang gelockert und der Konsum wird sich zügig erholen. Sollte sich jedoch im weiteren Verlauf das Infektionsgeschehen wieder verstärken, wird sich der Aufschwung weiter verzögern". 6 Der Ausblick für 2022 ist für den DS Konzern aufgrund gedämpfter Konsumerwartungen in Europa nur bedingt positiv. Auf Basis der aktuellen Auftragslage wird mit einem Gesamtkonzernumsatz von deutlich unter 300 Mio. € gerechnet. Durch die geringeren Umsätze mit margenarmen Covid- Sortimenten im Jahr 2022 wird erwartet, dass die relativen Roherträge trotz hoher Frachtraten und Rohstoffpreise auf Vorjahresniveau liegen werden. Das EBITDA wird signifikant unter dem Niveau des Vorjahres prognostiziert. Chancen bestehen unter anderem durch Etablierung neuer Marken, stetiger Weiterentwicklung von Produktlistings auf Marktplätzen und Internationalisierung.
4 Quelle: IWF
https://blogs.imf.org/2022/01/25/a-disrupted-global-recovery/
Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind sowohl der Rohertrag (in %) sowie das EBITDA. Der Umsatz und der daraus resultierende Rohertrag werden jährlich im Rahmen der Budgetplanung ermittelt. Dieser Planungsprozess läuft in enger Zusammenarbeit zwischen dem Controlling und dem Vertrieb ab. Hierfür wird zum einen die Performance aller größeren Kunden im aktuellen Wirtschaftsjahr, zum anderen die Erwartungen für die kommenden Monate des Jahres betrachtet. Unter Berücksichtigung weiterer Einflussfaktoren, wie erwartetes Konsumverhalten, der Entwicklung des Produktportfolios sowie den Retourenquoten je Kunde, wird die Planung der Umsätze für das folgende Jahr abgeleitet. Der Rohertrag wird prozentual zum Nettoumsatz geplant. Neben den zu erwartenden Verkaufspreisen und dem Rohertrag des aktuellen Auftragsbestands werden weitere Einflüsse, wie steigende Rohstoff-/Einkaufspreise sowie die zu erwartenden Frachtraten berücksichtigt. Die entsprechenden Preise werden über einen Mix aus den Einkaufspreisen der sich im Lager befindlichen Waren sowie der Einkaufspreise für neu einzukaufende Waren ermittelt. Alle weiteren Kosten (z.B. Personalkosten) werden in den entsprechenden Fachabteilungen geplant und mit den jeweiligen Geschäftsführern abgestimmt. Im letzten Schritt werden alle Kosten der Konzerngeschäftsführung vorgestellt und final bestätigt. Für das Geschäftsjahr 2022 wird ein konstantes Working Capital (Vorratsvermögen zzgl. Forderungen aus L&L abzgl. Verbindlichkeiten aus L&L) im Konzern prognostiziert. Durch Störungen der Lieferketten (Rohstoff- und Warenknappheit) gewinnt die Warenhaltung vermehrt an Bedeutung und es wird nicht mit einer Reduzierung des Vorratsbestandes gerechnet. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung sind keine Sondereinflüsse erkennbar, die den Zeitraum nach dem Geschäftsjahr 2022 betreffen. 1.9 Nachtragsbericht Als außerordentliches Ereignis (nach Bilanzstichtag) kann der Ukrainekrieg zur weiteren Eintrübung der Verbraucherstimmung führen. "Steigende Verunsicherung sowie die Sanktionen gegenüber Russland haben vor allem die Energiepreise explosionsartig in die Höhe schnellen lassen und drücken damit spürbar auf die allgemeine Verbraucherstimmung", erläuterte GfK-Experte Rolf Bürkl in der GfK-Konsumklimastudie vom 29. März 2022. Die Prognose für die Geschäftsentwicklung des Konzerns ist aufgrund der weiterhin anhaltenden Corona-Pandemie sowie insbesondere aufgrund der aktuell nicht abschließend erkennbaren Folgen des Einmarschs der russischen Streitkräfte in die Ukraine im Februar 2022 auf die Branche des Einzelhandels und die Wirtschaft insgesamt von einer signifikanten Unsicherheit geprägt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Preis- und Kostensteigerungen in Folge der Ukraine-Krise, vor allem für Energie und Lebensmittel, sowie die Lieferkettenproblematik aufgrund der Corona-Pandemie auf die Verfügbarkeit der Waren einerseits und die Nachfrage der Kunden andererseits mittel- und langfristig auswirken werden. Aufgrund des rückläufigen Konsumklimas in Europa, steigender Kosten in den Beschaffungsmärkten und des Wegfalls von Umsätzen mit Covid-19-Sortimenten erwartet die Geschäftsleitung ein schwächeres Geschäftsjahr als im Jahr 2021. Die Geschäftsleitung hält trotz der Unwägbarkeiten aus den derzeitigen Belastungen und Unsicherheiten für die Wrtschaft an der bisherigen Prognose für den DS Konzern fest. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Prognosegenauigkeit aufgrund der genannten Einflüsse eingeschränkt ist.
Stapelfeld, den 5. Juli 2022 gez. Ralf Dümmel, Geschäftsführer gez. Andreas Schneider, Geschäftsführer |
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