Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 738140
Vorher
Futurum XLIII Vermögensverwaltungs-GmbH
Eingetragen
18.7.2011
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Herstellung und Vertrieb von Transportband Verbindesystemen und Montagegeräten sowie sonstigem Zubehör für Förderanlagen aller Art. Ferner Erwerb und Halten von Beteiligungen an anderen Unternehmen im In- und Ausland, Übernahme der Geschäftsführung anderer Unternehmen im In- und Ausland sowie Unternehmensberatung, soweit diese keine besonderen behördlichen Erlaubnis bedarf.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Patrick Schlotter
seit 31.7.2025
Geschäftsführer
Raphael Lüdtke
seit 24.6.2024
Prokura
Markus Scheffold
seit 24.6.2024
Prokura
Hans-Peter Stooß
seit 1.7.2013
Prokura
Glen Charles Paradise
seit 31.10.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Flexible Steel Lacing Company, USAUSA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

ANKER Lacing Systems GmbH
Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Flexco Europe GmbH

Rosenfeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT ZUM 31. DEZEMBER 2023

Flexco Europe GmbH

Gliederung:

I. Grundlagen des Unternehmens

I.1. Geschäftsmodell des Unternehmens

I.2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

II.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

II.2. Geschäftsverlauf

II.3. Lage

II.3.1. Ertragslage

II.3.2. Finanzlage

II.3.3. Vermögenslage

II.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

III. Nachtragsbericht

IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

IV.1 Prognosebericht

IV.2 Risikobericht

IV.3 Chancenbericht

V. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

I. Grundlagen des Unternehmens

I.1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Flexco Europe GmbH ("Gesellschaft") befasst sich mit der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Transportband-Verbinde-Systemen, Bandreinigungssystemen und Lösungen für Förderanlagen. Die Produkte werden weltweit vertrieben, die Hauptabsatzmärkte liegen in Europa (ohne UK und Irland).

Das Unternehmen ist Teil der weltweit agierenden Flexco-Gruppe mit Hauptsitz in Downers Grove (IL, USA).

Die Gesellschaft hat mit der Alleingesellschafterin, ANKER Lacing Systems GmbH, Rosenfeld, einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Die Gesellschaft betreibt ihre Geschäftstätigkeit von ihrem gemieteten Standort in Rosenfeld aus.

Von Oktober bis Dezember 2023 wurden vier Tochtergesellschaften in Spanien, Italien, Frankreich und Polen gegründet, die die Vertriebstätigkeiten in diesen Regionen übernehmen werden.

I.2 Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft verfügt über ein Portfolio von mehreren 100 eigenen Produkten sowie den Zugriff auf mehrere 1.000 weitere Produkte der Flexco-Gruppe. Die Gesellschaft arbeitet stetig an der Fortentwicklung der bestehenden Produkte sowie der Entwicklung neuer Produkte und Verfahren. Sie wird maßgeblich von der Entwicklung der Abnehmerbranchen beeinflusst. Im Geschäftsjahr 2023 fielen wie im Vorjahr keine nennenswerten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen an.

II. Wirtschaftsbericht

II.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Corona-Pandemie und die Energiekrise haben in Europa und insbesondere in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen. Die deutsche Wirtschaftsleistung liegt derzeit nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie vor knapp vier Jahren. Deutschland verzeichnet damit seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro-Raums. Zwar kam Deutschland zunächst noch gut durch die Corona-Pandemie. Während der Energiekrise entwickelte sich die deutsche Wirtschaft jedoch sehr schwach. Gegenüber dem Vorjahr dürfte die Wirtschaftsleistung im aktuellen Jahr (2024) schrumpfen und im kommenden Jahr (2025) deutlich langsamer wachsen als in den 2010er-Jahren.

Die aktuelle Entwicklung ist angesichts der im vergangenen Jahr stark gestiegenen Energiepreise und des hohen Anteils der energieintensiven Industriezweige an der deutschen Bruttowertschöpfung nicht überraschend. Ein noch tieferer Einbruch konnte durch die umfangreichen wirtschaftspolitischen Maßnahmen zur Umstellung der Energieversorgung und zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiekrise verhindert werden. Zudem zeigten sich die Unternehmen und privaten Haushalte anpassungsfähig. Allerdings deutet die im Frühjahresgutachten präsentierte Mittel- und Langfristprojektion des deutschen Produktionspotenzials, unabhängig von der aktuellen konjunkturellen Schwäche, auf deutliche Wachstumshemmnisse für die kommenden Jahrzehnte hin (sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/frühjahresgutachten-2024).

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung im Inland verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energie-intensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 % (destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811).

Im dritten Quartal 2023 beschleunigte sich die gesamtwirtschaftliche Produktion der Welt, weil sowohl in China als auch in den USA die Expansionsdynamik zulegte. Die globale Industrieproduktion stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal, ein nachhaltiger Aufschwung zeichnete sich aber noch nicht ab. Der weltweite Warenhandel sank hingegen das vierte Quartal in Folge, hat sich aber am aktuellen Rand stabilisiert. Die Konsumstruktur der privaten Haushalte hat sich nach dem Ende der Pandemie in vielen Ländern normalisiert und anstelle von Waren werden wieder vermehrt Dienstleistungen nachgefragt, was den Welthandel belastet. Zudem haben die Unternehmen nach Auflösung der Lieferkettenprobleme ihre teils hohen Lagerbestände an Zwischenprodukten wieder abgebaut, statt neue anzuschaffen (ifo Konjunkturprognose Dezember 2023).

Verglichen mit 2023 geht die OECD insgesamt von einer Abschwächung des weltweiten Wirtschaftswachstums aus. Der Weltwirtschaft prognostiziert sie in diesem Jahr einen Zuwachs von 2,9 Prozent, etwas mehr als die Organisation im Herbst annahm. 2023 waren es 3,1 Prozent. Die Folgen angespannter Finanzbedingungen schlügen sich auf den Immobilien- und Kreditmärkten nieder, hieß es von der OECD (Süddeutsche Zeitung, 05.02.2024, OECD: 2024 geringes Wirtschaftswachstum in Deutschland).

Insgesamt wächst die Wirtschaft in Europa schwächer als erwartet. Die Europäische Kommission hat ihre Prognosen bereits nach unten korrigiert. Das Wirtschaftswachstum in der EU und im Euroraum lag im vergangenen Jahr (2023) bei 0,5 Prozent (tagesschau.de, 27.05.2024, Melanie Böff, Kann Europa im globalen Standortwettbewerb mithalten?).

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 in Deutschland nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 Prozent (bundesbank.de 15.01.2024, Destatis: Deutsches Bruttoinlandsprodukt sinkt 2023 um 0,3 Prozent).

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %).

Die Wirtschaftsleistung Polens wuchs im Jahr 2023 um 0,2 Prozent, die in Tschechien sank, um 0,1 Prozent ab (WKO Europas-Wirtschaftswachstum, Aktualisierung Mai 2024).

Die Wirtschaftstätigkeit in Frankreich ist letzten Prognosen zufolge im Berichtsjahr 2023 um 0,9 Prozent gestiegen. Italiens reales Bruttoinlandsprodukt wuchs gleich schnell mit 0,9 Prozent. Im Vergleich dazu konnte Spaniens Wirtschaft um 2,5 Prozent zulegen (WKO Europas-Wirtschaftswachstum, Aktualisierung Mai 2024).

Die türkische Wirtschaft hatte 2023 um 4,5 Prozent zugelegt, trotz einer konjunkturellen Verlangsamung bei den wichtigsten Handelspartnern und den Folgen des starken Erdbebens im Februar 2023 (tagesschau.de, 31.05.2024, Inlandsnachfrage kurbelt türkische Wirtschaft an).

Im Dezember 2023 ist die ohnehin schon hohe Inflation in der Türkei weiter gestiegen. Die Verbraucherpreise stiegen 2023 im Jahresvergleich um 64,77 Prozent, wie das nationale Statistikamt in Ankara mitteilte, gegenüber 62 Prozent im November. (tagesschau.de, 03.01.2024, türkische Inflationsrate steigt auf 65 Prozent). Die Arbeitslosenquote hat sich leicht vermindert auf 9,4 Prozent (WKO-Länderprofil Türkei).

Der globale Markt für Fördersysteme, zu dem auch Förderbänder gehören, ist größer und umfassender und umfasst verschiedene Arten von Förderbändern, die in unterschiedlichen Branchen eingesetzt werden. Dieser Markt wurde im Jahr 2023 auf rund 7,73 Milliarden USD geschätzt und soll mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von etwa 4,5 % wachsen und bis 2032 12,18 Milliarden USD erreichen.

In Europa wird ein stetiges Wachstum erwartet, das durch den technologischen Fortschritt und die Nachfrage nach effizienten Materialhandhabungslösungen in verschiedenen Branchen angetrieben wird (gramconveyor.com, Förderbandmarktgröße, Anteil, Wachstumsbericht (2024-2032).

Der Rückgang in der Briefbeförderung blieb weiterhin bestehen, während die beförderten Pakete um 3,8% zugenommen haben und sich das Aufleben der Wäscheindustrie fortsetzte (Zeit Online, 06.03.2024 Briefgeschäft der Post ist 2023 deutlich geschrumpft), (mordorintelligence.com, Chemische Reinigung und Wäscherei Markt-Trends). Dennoch wird die Zukunft der Förderbänder geprägt sein von Automatisierung, Anpassung, Flexibilität und umweltfreundlichen Förderlösungen.

Im Jahr 2023 stieg die Produktion von Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen um 5 % auf 16,5 Mrd. Euro - ein Spitzenwert. Besonders der Verpackungsbereich legte mit 10 % mehr als deutlich zu (neue-verpackung.de, 19.06.2024, VDMA: Verpackungsmaschinen sind die Wachstumstreiber).

II.2. Geschäftsverlauf

Der Auftragseingang und Umsatzverlauf konnten im Berichtsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr nicht gesteigert werden. Sie blieben hinter den optimistischen Erwartungen des Vorjahres zurück. Insgesamt blieben die Umsatzerlöse 2023 mit 24,9 Mio. EUR um rd. 6% hinter der Prognose (26,5 Mio. EUR) zurück. Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung erreichte im Jahr 2023 ca. 718.400 EUR und konnte damit die Prognose (1,0 Mio. EUR) nicht erreichen.

Das reale BIP in der Europäischen Union (EU-27) ist im Jahr 2023 um rund 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, in der Eurozone hat das Wirtschaftswachstum ebenfalls rund 0,4 Prozent zugelegt. Das Inlands-BIP ist 2023 um 0,3% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Innerhalb des produzierenden Gewerbes gab es deutliche Rückgänge im Baugewerbe mit einem Minus von 2.6% in Inland. Nach wie vor ist die Türkei mit einem Wachstum von 4,6% des BIP gegenüber 2022 ein starker Markt mit Wachstumspotenzial. Mit unserem Produktportfolio im Bereich Bandreinigung konnten wir weiter stetige Umsatzzuwächse verzeichnen und konnten damit die in anderen Bereichen zu verzeichnende Nachfragerückgänge, kompensieren. Unter Berücksichtigung des Umsatzausfalles, verursacht durch den Russland-Ukraine Krieg, beurteilen wir die Gesamtentwicklung 2023 nach wie vor positiv. Der damit verbundene Umsatzrückgang konnte durch Intensivierung in andere Märkte und Länder kompensiert werden.

Insgesamt reduzierten sich die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 1,5% auf TEUR 24.918. Das Ergebnis 2023 (vor Gewinnabführung) verbesserte sich auf TEUR 718.

Die Entwicklung der Flexco Europe GmbH im Jahr 2023 ist unter den gegebenen Voraussetzungen als noch immer zufriedenstellend anzusehen.

Am 31.12.2023 waren 85 (VJ 86) Personen im Unternehmen beschäftigt (einschließlich Auszubildenden und Geschäftsführer).

II.3 Lage

II.3.1 Ertragslage

Die Ergebnissituation konnte im Berichtsjahr 2023 leicht verbessert werden. Sie blieb aber hinter den Erwartungen zurück, dafür waren die unterschiedlichsten Belastungen zu deutlich ausgefallen.

Die Umsatzerlöse verschlechterten sich im Berichtsjahr 2023 von im Vorjahr 25.292 TEUR auf 24.918 TEUR (./. 1,5%); die Gesamtleistung sank um 5,7 % auf 24.206 TEUR (VJ 25.660 TEUR). Dabei reduzierte sich der Materialaufwand aufgrund verändertem Produktmix, verbesserten Wechselkursen und bei leicht erhöhten Fremdleistungen von im Vorjahr 46,4% auf 43,7% der Gesamtleistung, so dass der Rohertrag im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr leicht auf 13.634 TEUR zurückging (- 128 TEUR: -0,9%).

Die Personalaufwendungen reduzierten sich von 7.031 TEUR im Vorjahr auf 6.891 TEUR im Geschäftsjahr 2023 (./. 2,0%). Ursächlich für diese Reduktion waren trotz der üblichen Entgeltsteigerungen insbesondere der Wegfall einmaliger Aufwendungen für die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses. Die Personalaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung stieg dabei deutlich von 27,4% im Vorjahr auf 28,5% im Jahr 2023. Der Anstieg der Personalaufwandsquote und die weitere Vorhaltung von Kapazitäten erfolgte dabei zur weiteren konsequenten Fortführung der Wachstumsstrategie.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023 haben sich im Vergleich zum Vorjahr leicht um 4,2% auf 746 TEUR ermäßigt, spielen jedoch mit 3,0% (Vj. 3,0%) der Gesamtleistung weiterhin keine wesentliche Rolle.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich im Jahr 2023 von 6.099 TEUR im Vorjahr auf nunmehr 5.636 TEUR (./.7,6%). Dabei erfolgten Steigerungen insbesondere im Bereich der Raumkosten (+86 TEUR) und der Kosten der Warenabgabe (+38 TEUR), während andere Posten wie die Werbe- und Reisekosten (./. 153 TEUR) und die verschiedenen betrieblichen Kosten (./. 256 TEUR) sich deutlich reduzierten. Durch den reduzierten Rohertrag und die oben beschriebenen Entwicklungen beim Personalaufwand, den Abschreibungen sowie den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhte sich das Betriebsergebnis im Jahr 2023 um 513 TEUR auf 572 TEUR (VJ 59 TEUR).

Das Finanzergebnis des Geschäftsjahres 2023 (Zinserträge bzw. -aufwendungen von bzw. an verbundene Unternehmen) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 82 TEUR auf 153 TEUR.

Als Effekt aus Betriebs- und Finanzergebnis sowie sonstigen Steuern ergab sich für das Geschäftsjahr 2023 ein Jahresergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von 718 TEUR nach 124 TEUR im Vorjahr (+480,1%). Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags belief sich der Jahresüberschuss 2023 wie im Vorjahr auf 0 TEUR.

Das EBITDA (vor Gewinnabführung) betrug im Jahr 2023 1.311 TEUR nach 831 TEUR im Vorjahr. Für das Geschäftsjahr 2023 beträgt die Eigenkapitalrentabilität (vor Gewinnabführung) 4,5% nach 0,8% im Vorjahr und die Umsatzrentabilität (vor Gewinnabführung) 2,9% (VJ. 0,5%).

II.3.2. Finanzlage

Die Kapitalstruktur ist geordnet. Die Gesellschaft finanziert sich zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 80,6% (VJ 79,8%) aus Eigenkapital. Langfristige Finanzierungsinstrumente bestehen nicht.

Im Jahr 2023 erfolgten laufende Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in Höhe von 228 TEUR. Diese entfielen überwiegend auf den Maschinenpark sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 bestand ein offenes Bestellobligo für Anlageninvestitionen von 0 TEUR (Vorjahr 0 TEUR). Neben den Sachanlageninvestitionen erfolgten im Geschäftsjahr 2023 Investitionen in vier ausländische Tochterunternehmen (TEUR 47).

Die liquiden Mittel betrugen zum Bilanzstichtag 2023 1.548 TEUR nach 1.156 TEUR im Vorjahr. Dabei betrug im Geschäftsjahr 2023 der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit +1.952 TEUR nach +4.392 TEUR im Vorjahr. Ursächlich für diesen deutlichen Rückgang waren dabei vor allem der Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Konzernverbund. Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich im Jahr 2023 auf -123 TEUR nach -2.611 TEUR im Vorjahr; davon entfielen -123 TEUR (Vj. -1.991 TEUR) auf die Ergebnisabführung an die Alleingesellschafterin und 0 TEUR (Vj. -620 TEUR) aufgrund der Rückzahlung eines erhaltenen Darlehens. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit belief sich im Jahr 2023 auf -1.437 TEUR nach -1.181 TEUR im Vorjahr; davon betreffen 1.660 TEUR (Vj. 801 TEUR) ein an ein verbundenes Unternehmen ausgegebenes Darlehen.

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 wie im Vorjahr jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Das Unternehmen verfügte darüber hinaus über gewährte Kreditlinien in Höhe von 900 TEUR bei den Hausbanken, die am Bilanzstichtag nicht genutzt wurden.

II.3.3. Vermögenslage

Die Vermögenslage war sowohl am Bilanzstichtag 31.12.2023 als auch im Berichtsjahr 2023 stets geordnet. Dabei beträgt das Anlagevermögen 14,8 % (VJ 17,0%) der Bilanzsumme und ist zu >100% durch Eigenkapital gedeckt (Anlagendeckungsgrad).

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht um 204 TEUR ermäßigt (-1,0%).

Ursächlich für diesen leichten Rückgang waren auf der Aktivseite zum einen der Rückgang des Anlagevermögens um 474 TEUR, im Wesentlichen bedingt durch die Neuinvestitionen übersteigenden Abschreibungen des Geschäftsjahres. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände stiegen im Jahr 2023 um 1.206 TEUR. Im Wesentlichen waren um 1.015 TEUR niedrigere Forderungen gegen die Alleingesellschafterin und eine kurzfristige Darlehensausreichung mit 1.660 TEUR an ein verbundenes Unternehmen für diesen Anstieg verantwortlich. Ein Anstieg bei den laufenden Kundenforderungen von 546 TEUR und ein Rückgang bei den sonstigen Vermögensgegenständen um 144 TEUR standen dem gegenüber. Die Vorräte reduzierten sich dagegen zum Bilanzstichtag 2023 um 1.310 TEUR, vor allem bedingt durch einen Rückgang im Bereich der fertigen Erzeugnisse und Waren.

Auf der Passivseite ergaben sich bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit einem Rückgang von 360 TEUR die deutlichsten Veränderungen gegenüber dem Vorjahresstichtag, so dass sich die Nettoforderung gegen Konzernunternehmen zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 1.164 TEUR erhöhten (4.062 TEUR; VJ 2.898 TEUR, d.h. 40,2 %). Auf der Passivseite erhöhten sich die Rückstellungen im Geschäftsjahr 2023 um 68 TEUR. Diese beruhen weiterhin im Wesentlichen auf personalbezogenen Rückstellungen. Stichtagsbedingt erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 288 TEUR gegenüber dem Vorjahresstichtag. Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich dagegen um TEUR 157 gegenüber dem Vorjahr.

Zum Anstieg der liquiden Mittel im Jahr 2023 um 392 TEUR verweisen wir auf die Erläuterungen zur Finanzlage.

Bei aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags konstantem Eigenkapital (15.790 TEUR) und bei reduzierter Bilanzsumme stieg die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 von 79,8% im Vorjahr auf 80,6% zum 31. Dezember 2023.

Insgesamt stellt sich die wirtschaftliche Lage der Flexco Europe GmbH zum 31.12.2023 wie auch zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts als grundsolide dar.

II.4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen Leistungsindikatoren stellen sich zusammengefasst wie folgt dar:

2023
TEUR
% 2022
TEUR
% 2021
TEUR
%
Umsatzerlöse 24.918 100,0 25.292 100,0 25.049 100,00
Jahresüberschuss (vor Gewinnabführung) 718 2,9 124 0,5 1.991 7,9
Eigenkapital 15.790 15.790 15.790
Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 82 83 81

III. Nachtragsbericht

Mit Wirkung zum 15. Januar 2024 legte Herr Jörg Schairer sein Amt als Geschäftsführer nieder. Mit Beschluss vom 20.06.2024 wurde Herr Bernd Hartkorn mit Wirkung zum 01.07.2024 zum neuen Geschäftsführer bestellt.

Der Geschäftsführung sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, bekannt.

IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

IV.1. Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

In Deutschland setzte sich die wirtschaftliche Stagnation des Jahres 2023 (BIP -0,3 %) auch im Jahr 2024 fort. Im Frühjahr 2024 gingen die OECD, der IWF und der Sachverständigenrat noch von einem geringen Wirtschaftswachstum 2024 von +0,2 %, die Bundesregierung von +0,3 % und die EU-Kommission von +0,1 % aus (OECD 2.5.2024, EU-Kommission 15.5.2024, BMWK 24.4.2024, IWF 16.7.2024, Sachverständigenrat 15.5.2024). Im Herbst 2024 gehen die aktualisierten Prognosen von einem Rückgang des preisbereinigten deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus, so die fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute und der Sachverständigenrat um 0,1 % und die Bundesregierung um 0,2 % (Gemeinschaftsdiagnose 26.9.2024, Sachverständigenrat 13.11.2024; BMWK 9.10.2024). Für 2025 wird für Deutschland lediglich eine schwache Erholung mit einem Wirtschaftswachstum in der Größenordnung von 0,4 % bis 1,1 % erwartet (Gemeinschaftsdiagnose 26.9.2024, Sachverständigenrat 13.11.2024; BMWK 9.10.2024; OECD 25.9.2024, EU-Kommission 15.11.2024).

Für die Weltwirtschaft wird (wie in 2023) auch für das Jahr 2024 und 2025 von nur verhaltenem Wachstum in Höhe von jeweils 3,2 % (OECD 25.9.2024) bzw. jeweils 2,6% (Sachverständigenrat 13.11.2024) ausgegangen.

Noch schwächer wird das Wirtschaftswachstum für das Jahr 2024 in der EU mit 0,9 % und für den Euro-Raum mit 0,8 % bzw. 0,7 % erwartet. Auch für 2025 werden in der EU (+1,5 %) bzw. im Euro-Raum (+1,3 %) keine wesentlichen Wachstumsimpulse prognostiziert (EU-Kommission 15.11.2024, Sachverständigenrat 13.11.2024).

Die Inflation hat im Jahr 2024 in Deutschland angehalten, wird jedoch mit erwarteten 2,2 % deutlich geringer sein als im Vorjahr (5,9 %), ebenso im Jahr 2025 mit erwarteten 2,0-2,1 %. Im Euro-Raum wird die Inflation 2024 mit 2,4 % und für 2025 mit 2,1 % erwartet (Sachverständigenrat 13.11.2024, EU-Kommission 15.11.2024, Gemeinschaftsdiagnose 26.9.2024)

Die Stimmung der Unternehmen in Deutschland hat sich eingetrübt. Der ifo Geschäftsklimaindex sank im November 2024 auf 85,7 Punkte, nach 86,5 Punkten im Oktober 2024. Dies war vor allem auf die schlechtere Beurteilung der aktuellen Lage zurückzuführen. Die Erwartungen sanken geringfügig. Der deutschen Wirtschaft fehlt es an Kraft. Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima verschlechtert. Die Unternehmen waren wieder etwas skeptischer für die kommenden Monate. Mit dem Status quo waren sie hingegen etwas zufriedener. Trotzdem wird die derzeitige Situation häufig als schwierig beschrieben. Die Aufträge waren rückläufig. Im Dienstleistungssektor ist der Geschäftsklimaindex deutlich gesunken. Die Unternehmen schätzen die aktuelle Lage erheblich schlechter ein. Auch die Erwartungen fielen pessimistischer aus. Im Handel konnte der Index erneut zulegen. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Lage besser. Zudem nahm der Pessimismus bei den Erwartungen ab. Dies galt sowohl für den Groß- als auch den Einzelhandel. Von einer positiven Stimmung sind die Unternehmen aber noch sehr weit entfernt. Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima merklich verschlechtert. Die Firmen zeigten sich weniger zufrieden mit den laufenden Geschäften. Auch die Erwartungen fielen wieder skeptischer aus (ifo Institut 25.11.2024).

Zukünftige Entwicklung der Gesellschaft

Trotz der trüben gesamtwirtschaftlichen Entwicklung gehen wir auch im Jahr 2024 von einer stabilen Unternehmensentwicklung mit einem angemessenen Wachstum aus. Das Wachstumspotential in fast allen Ländern in unserem Vertriebsgebiet liegt nach wie vor in einer möglichen höheren Marktdurchdringung. Nach wie vor ist es unser Ziel, der wertvollste Partner für unsere Kunden zu sein, um Lösungen im gesamten Bereich der Band- und Förderertechnik zu schaffen.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt 26,3 Millionen EUR sowie ein Jahresergebnis 2024 vor Gewinnabführung von 1,1 Million EUR bei konstantem Eigenkapital und konstanter Mitarbeiterzahl.

IV.2. Risikobericht

Um Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung frühzeitig zu erkennen, passt die Gesellschaft ihr Risikomanagement laufend den wachsenden Anforderungen an. Potenzielle Risiken, die den Bestand des Unternehmens durch einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gefährden könnten, werden damit rechtzeitig erfasst, analysiert und bewertet. Darüber hinaus ist die Gesellschaft in das Risikomanagement der Flexco-Gruppe eingegliedert.

Risiken der künftigen Entwicklung bestehen durch den Einfluss volatiler Rohstoffpreise sowie durch die bei konjunktureller Unsicherheit rückläufige Instandhaltungs- und Investitionstätigkeit der maßgeblichen Industriezweige. Bestandsgefährdende Risiken bestehen weder bei Einzel- noch bei summarischer Betrachtung. Die pandemische Krisensituation hat sich während 2023 vollends aufgelöst. Seit Ende Februar 2022 dauert der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine mit erheblichen globalen Risiken. Weiterhin war das Jahr 2023 geprägt von den Risiken knapper Rohstoffe und kritischer Lieferketten - nun jedoch nicht mehr auf Grundlage der Pandemie, sondern stetig aufflammender Krisenherde in Russland, im Nahen Osten und in Israel.

Zwar plant Flexco hier weltweit entsprechend vorausschauend, das Risiko der Nichtverfügbarkeit notwendiger Materialien bleibt jedoch vorhanden und ist nicht zu unterschätzen. Ein steigendes und wahrnehmbares Risiko stellt der Fachkräftemangel dar, ebenso die zunehmende Wasserknappheit, welche durchaus die Energieversorgung in südwesteuropäischen Ländern negativ beeinflussen könnte.

Im Umfeld der Gesellschaft sind ansonsten keine konkreten Risiken zu erkennen. Wettbewerber werden als bekannte Marktteilnehmer gesehen. Außereuropäische Wettbewerber entwickeln mittlerweile spürbar großen Preisdruck, deren Produktqualität hat sich verbessert, ist jedoch weiterhin von meist deutlich geringerer Qualität.

Insgesamt sind der Geschäftsführung keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

IV.3. Chancenbericht

Neben den dargestellten Risiken sieht die Geschäftsführung für die nächsten Geschäftsjahre insbesondere folgende Chancen:

Weiterhin besteht in Europa ein großes Wachstumspotential für unsere mechanischen Transportband- Verbinde- Systeme in allen Branchen, wenn auch im Jahr 2023 die Gesamtwirtschaftslage die Nachfrage eingebremst hat und ein Umsatzrückgang zu verzeichnen war. Unsere Produkte für Endlosverbindungen sind zwischenzeitlich am Markt etabliert. Wie in den vergangenen Jahren erwarten wir in diesem Produktbereich ein stetiges angemessenes Wachstum im Jahr 2024.

Mit unseren qualitativ hochwertigen Produkten im Bereich der Bandreinigung und Bandführung konnten wir einen deutlichen Umsatzzuwachs verzeichnen. Durch verstärkte eigene Produktion konnten wir wesentlich schneller auf die Anforderungen unserer Kunden reagieren. Auch im Jahr 2024 sind unsere Erwartungen für den Umsatzzuwachs in diesem Bereich am größten. Unabhängig davon, welche Produkte die Kunden derzeit einsetzen, wird unsere Beratungsleistung zur möglichen Produktivitätssteigerung und Arbeitssicherheit mehr und mehr geschätzt. Mittlerweile werden wir von unseren Kunden und Interessenten als wichtiger Partner in diesem Bereich gesehen. Der Umsatzausfall in den Ländern, die vom russischen - ukrainischen Krieg und dem Embargo beeinflusst sind, konnte durch starke Umsatzzuwächse in anderen Ländern kompensiert werden.

Um noch stärker auf den Markt und dem Bedarf unserer Kunden reagieren zu können, werden auch die Tochtergesellschaften in Frankreich, Italien, Polen und Spanien beitragen, welche ab 2024 die Vertriebsaufgaben in diesen Ländern noch zielgenauer und direkter vornehmen werden.

Stärkere Kundenbeziehungen konnten wir auch durch unsere Produktschulungs- und Trainingsprogramme, die wir beim Kunden vor Ort aber auch an unserem Standort in Rosenfeld anbieten, erzielen. Dies wollen wir auch im Jahr 2024 sowohl bei uns im Haus wie auch online weiter ausbauen.

Auch im Jahr 2023 waren unsere Mitarbeiter in allen Unternehmensbereichen der wesentliche Bestandteil für unser Unternehmen. Wir wollen auch im Jahr 2024 unsere Mitarbeiter weiterentwickeln, damit unsere Kunden weiterhin bestens beraten und wir unseren hohen Qualitätsstandard noch weiter ausbauen können.

V. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst auch die Risikosteuerung in Bezug auf Finanzinstrumente. Ziel des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente ist es, diesbezügliche Risiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll, zu beseitigen, wobei der Geschäftsführung bewusst ist, dass bestimmte Risiken nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand zu vermeiden sind.

Dabei wird durch die fortlaufende Risikoidentifikation, -bewertung und -bewältigung insbesondere hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten das Ziel verfolgt, Risiken bei den Finanzinstrumenten zu minimieren. Die Forderungen bestehen gegenüber einer Vielzahl von voneinander unabhängigen Kunden mit kurzen Zahlungszielen, die Ausfallrisiken werden als gering eingeschätzt. Die Gesellschaft fakturiert ihre Umsätze überwiegend in EURO, so dass bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kaum Währungsrisiken bestehen. Dasselbe gilt für die Materialbeschaffung, d.h. für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Da die Gesellschaft kaum verzinsliche Verbindlichkeiten hat, wird das Zinsänderungsrisiko diesbezüglich als gering angesehen. Je nach Veränderung der Verzinsung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ändert sich das Zinsergebnis. Im Berichtsjahr 2023 bestanden weder Währungssicherungsgeschäfte noch Sicherungsgeschäfte gegen Zinsänderungsrisiken.

 

Rosenfeld, den 10. Dezember 2024

Flexco Europe GmbH

Die Geschäftsführung

Glen C. Paradise, Geschäftsführer

Bernd Hartkorn, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.895.535,57 3.369.444,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 27.326,00 46.781,00
II. Sachanlagen 2.821.154,55 3.322.663,00
1. technische Anlagen und Maschinen 1.378.192,00 1.605.266,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.416.558,00 1.717.397,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 26.404,55 0,00
III. Finanzanlagen 47.055,02
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 47.055,02
B. Umlaufvermögen 16.629.121,79 16.341.497,73
I. Vorräte 6.252.148,48 7.562.114,21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.829.342,30 7.623.605,93
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.441.461,15 5.637.398,06
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.387.881,15 1.986.207,87
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.547.631,01 1.155.777,59
C. Rechnungsabgrenzungsposten 56.024,81 73.574,75
Aktiva 19.580.682,17 19.784.516,48

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 15.790.000,00 15.790.000,00
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 15.690.000,00 15.690.000,00
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 490.077,29 421.732,74
C. Verbindlichkeiten 3.300.604,88 3.572.783,74
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.379.088,61 2.739.248,31
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.379.088,61 2.739.248,31
2. sonstige Verbindlichkeiten 921.516,27 833.535,43
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 921.516,27 833.535,43
Passiva 19.580.682,17 19.784.516,48

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.844.751,86 13.967.776,38
2. Personalaufwand 6.890.740,79 7.031.133,36
a) Löhne und Gehälter 5.666.564,83 5.902.749,83
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.224.175,96 1.128.383,53
3. Abschreibungen 745.639,21 778.009,27
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 745.639,21 778.009,27
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.636.402,11 6.099.182,88
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 0,00 8.152,38
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 152.611,00 89.898,00
davon aus verbundenen Unternehmen 152.611,00 89.898,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 19.074,11
7. Ergebnis nach Steuern 724.580,75 130.274,76
8. sonstige Steuern 6.176,00 6.423,00
9. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 718.404,75 123.851,76
10. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

ANHANG zum 31. Dezember 2023

Flexco Europe GmbH, Rosenfeld

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 der Flexco Europe GmbH ("Gesellschaft") wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in EUR erstellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft entsprechend der Eintragungen beim Registergericht:

Firmenname: Flexco Europe GmbH
Firmensitz: Rosenfeld
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Stuttgart
Register-Nr.: HRB 738 140

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Als Nutzungsdauer werden 3 bis 10 Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum z. B. aufgrund der Laufzeit eines Patents ergibt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vermindert. Die Abschreibungen werden bei Betriebsvorrichtungen linear über eine Nutzungsdauer von 15 bis 20 Jahren, beim übrigen beweglichen Anlagevermögen linear über Nutzungsdauern von 3 bis 14 Jahren vorgenommen.

Abnutzbare, bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu 250 EUR werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird. Er werden die Regelungen des § 6 Abs. 2 EStG analog angewendet. Dementsprechend wird für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über 250 EUR bis zu 1.000 EUR pro Jahr ein Sammelposten gebildet, der jährlich mit einem Fünftel abgeschrieben wird, wobei der Abgang nach Ablauf der fünf Jahre unterstellt wird.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Von der Möglichkeit der Einbeziehung von Zinsen für Fremdkapital in die Herstellungskosten wurde nicht Gebrauch gemacht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1 % (i.Vj. 1 %) gebildet.

Flüssige Mittel sind zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Tageswerten bewertet.

Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung findet aufgrund der bestehenden Organschaft keine Anwendung. Latente Steuern werden ggfs. auf Ebene des Organträgers gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens und die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz sind aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2023 Beteiligungen i.S.v. § 271 Abs. 1 HGB an den folgenden Unternehmen:

Name Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital 31.12.2023 Ergebnis des Geschäftsjahres 2023
Unmittelbare Beteiligungen
FLEXCO FRANCE SAS Oberhausbergen, Frankreich 100% EUR 10.000,00 * EUR 0,00 *
FLEXCO ITALIA SRL Bozen, Italien 100% EUR 10.000,00 * EUR 0,00 *
FLEXCO IBERIA S.L. Barcelona, Spanien 100% EUR 5.000,00 * EUR 0,00 *
Flexco Polska Sp.z.o.o. Warschau, Polen 100% PLN 50.000,00 * PLN 0,00 *

* Für die gegen Jahresende 2023 neu gegründeten Gesellschaften liegen keine Jahresabschlüsse zum 31.12.2023 vor. Insofern ist unter Eigenkapital das satzungsmäßige Gesellschaftskapital und unter Ergebnis Null angegeben.

Fremdwährungskurs 31.12.2023: 1 EUR = 4,3405 PLN

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen den Gesellschafter mit 3.636.042,17 EUR enthalten (Vj. 4.651.341,92 EUR), die sonstige Vermögensgegenstände betreffen. Von den übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen 344.923,98 EUR (Vj. 185.067,14 EUR) den Liefer- und Leistungsverkehr und 2.460.495,00 EUR (Vj. 800.989,00 EUR) sonstige Vermögensgegenstände.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Wertansätze für interne und externe Abschluss- und Prüfungskosten (105 TEUR), Personalaufwendungen (303 TEUR), Gewährleistungen (24 TEUR) sowie sonstige Posten (58 TEUR).

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeitengliedern sich wie folgt:

Art Gesamt
Euro
Bis 1 Jahr
Euro
1-5 Jahre
Euro
Über 5 Jahre
Euro
Davon besichert
Euro
Über
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 69.565,37 69.565,37 0,00 0,00
(Vorjahr) (112.460,03) (112.460,03) (0,00) (0,00) max. 587.825,66 EV
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 587.825,66 587.825,66 0,00 0,00
(Vorjahr) (300.038,78) (max. 300.038,78)
(300.038,78) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.379.088,61 2.379.088,61 0,00 0,00 max. 2.379.088,61 EV
(Vorjahr) (2.739.248,31) (2.739.248,31) (0,00) (0,00) (max. 2.739.248,31)
Sonstige Verbindlichkeiten 264.125,24 264.125,24 0,00 0,00 max. 2.966.914,27 EV
(Vorjahr) (421.036,62) (421.036,62) (0,00) (0,00)
3.300.604,88 3.300.604,88 0,00 0,00 (max. 3.039.287,09)
(Vorjahr) (3.572.783,74) (3.572.783,74) (0,00) (0,00)

* Sicherheiten: EV = Eigentumsvorbehalt

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen ggfs. branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von 2.379.088,61 EUR den Liefer- und Leistungsverkehr (Vj. 2.739.248,31 EUR) sowie in Höhe von 0,00 EUR sonstige Verbindlichkeiten (Vj. 0,00 EUR).

Gewinn- und Verlustrechnung

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 74 TEUR (Vj. 86 TEUR) aus der Veräußerung von Anlagevermögen und in Höhe von 0 TEUR (Vj. 5 TEUR) aus Versicherungsentschädigungen enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 0 TEUR (Vj. 16 TEUR) aus dem Abgang von Anlagevermögen sowie von 1 TEUR (Vj. 2 TEUR) aus Wertberichtigungen und Forderungsverlusten auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

IV. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat zugunsten eines verbundenen Unternehmens für dessen Bankverbindlichkeiten eine Bürgschaft gegenüber einem deutschen Kreditinstitut in Höhe von 1.500.000 Euro übernommen. Das verbundene Unternehmen ist finanziell ausreichend ausgestattet und kommt seinen Verpflichtungen uneingeschränkt nach, mit einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft ist nicht zu rechnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungenaus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf rund 10.080.000 Euro, die in Höhe von 1.440.000 Euro auf das Folgejahr entfallen. Die Verpflichtungen betreffen in voller Höhe verbundene Unternehmen.

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer waren im Berichtsjahr die Herren:

Glen C. Paradise, zugleich Chief Financial Officer der Flexible Steel Lacing Company, Illinois, USA;

Bernd Hartkorn, Geschäftsführer in Deutschland (ab 1. Juli 2024);

Jörg Schairer, Geschäftsführer in Deutschland (bis 15. Januar 2024).

Mitarbeiter

Im Berichtsjahr 2023 wurden durchschnittlich 82 (Vj. 83) Arbeitnehmer beschäftigt.

2023 2022
Angestellte 41 39
Gewerbliche Arbeitnehmer 41 44
82 83

Ergebnisverwendung

Das Jahresergebnis wurde im Rahmen des mit der ANKER Lacing Systems GmbH, Rosenfeld, bestehenden Ergebnisabführungsvertrags an diese abgeführt.

Nachtragsbericht

Mit Wirkung zum 15. Januar 2024 legte Herr Jörg Schairer sein Amt als Geschäftsführer nieder. Mit Beschluss vom 20.06.2024 wurde Herr Bernd Hartkorn mit Wirkung zum 01.07.2024 zum neuen Geschäftsführer bestellt.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, ergaben sich nicht.

Konzernabschluss, Mutterunternehmen

Die Flexible Steel Lacing Co., Downers Grove, Illinois, USA, erstellt einen Konzernabschluss gemäß den Vorschriften nach US GAAP für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen, in den der Abschluss der Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss der Flexible Steel Lacing Co. ist an deren Sitz erhältlich.

 

Rosenfeld, den 10. Dezember 2024

Flexco Europe GmbH

Die Geschäftsführung

Glen C. Paradise, Geschäftsführer

Bernd Hartkorn, Geschäftsführer

Anlagenspiegel

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 188.400,25 0,00 0,00 0,00 188.400,25
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.798.863,61 50.805,46 29.625,03 0,00 4.820.044,04
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.377.738,61 150.303,75 57.690,85 0,00 3.470.351,51
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 26.404,55 0,00 0,00 26.404,55
8.176.602,22 227.513,76 87.315,88 0,00 8.316.800,10
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 47.055,02 0,00 0,00 47.055,02
8.365.002,47 274.568,78 87.315,88 0,00 8.552.255,37
Abschreibungen Änderungen der
Stand 1.1.2023
EUR
des Geschäftsjahres
EUR
Zuschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abschreibungen i.Zsg. mit Abgängen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 141.619,25 19.455,00 0,00 161.074,25
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.193.597,61 277.871,46 29.617,03 3.441.852,04
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.660.341,61 448.312,75 54.860,85 2.053.793,51
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4.853.939,22 726.184,21 84.477,88 5.495.645,55
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
4.995.558,47 745.639,21 84.477,88 5.656.719,80
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.326,00 46.781,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.378.192,00 1.605.266,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.416.558,00 1.717.397,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 26.404,55 0,00
2.821.154,55 3.322.663,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 47.055,02 0,00
2.895.535,57 3.369.444,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 10.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Flexco Europe GmbH, Rosenfeld

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Flexco Europe GmbH, Rosenfeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Flexco Europe GmbH, Rosenfeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 10. Dezember 2024

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