Biomasse-Kraftwerk Fechenheim GmbH

Alt-Fechenheim 32, 60386 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 55657
Eingetragen
18.10.2002
Branche
Wärme- und KältehandelElektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur VerteilungEnergetische Verwertung von Abfällen
Gegenstand
Die Errichtung und der Betrieb eines Biomasse-Heizkraftwerks in Frankfurt am Main Fechenheim, sowie die Lieferung von in diesem Heizkraftwerk erzeugten Dampf und elektrischen Strom an Dritte. Darüber hinaus ist Gegenstand des Unternehmens die Planung, Entwicklung, Errichtung und der Betrieb von Anlagen, die der Erzeugung von Energie aus regenerativen Energien dienen. Dies umfasst u. a. auch die Erstellung und Umsetzung von Energiekonzepten für Dritte und die Erbringung sonstiger Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem vorgenannten Geschäftszweck.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jonas Widzgowski
seit 24.3.2022
Prokura
Matthias Ertmer
seit 28.2.2018
Geschäftsführer
Dennis Harold Smith
seit 9.9.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Biomasse-Kraftwerk Fechenheim GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Biomasse-Kraftwerk Fechenheim GmbH (BKF), Frankfurt am Main, wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 12. Juli 2002 gegründet und am 18. Oktober 2002 in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter HRB 55657 eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung und der Betrieb eines Biomasse-Heizkraftwerks in Frankfurt am Main-Fechenheim sowie die Lieferung von in diesem Heizkraftwerk erzeugtem Dampf und elektrischem Strom an Dritte.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde gemäß den gesetzlich geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und den Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewandt. Erforderliche Zusatzangaben zu Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind im Anhang gesondert erläutert.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet. Gewinne sind nur berücksichtigt, soweit sie am Abschlussstichtag realisiert waren. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich nicht geändert.

1. Aktiva

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Preisnachlässe erfasst. Die Anlage wurde zum 01. Juli 2005 aktiviert. Die Abschreibung der Anlage erfolgt auf degressive Art. Die übrigen Anlagegüter werden linear entsprechend der gewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Für die geringwertigen Anlagegüter wird analog den steuerlichen Regelungen ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre linear abgeschrieben wird.

Bei den Vorräten werden Ersatzteile zu Anschaffungskosten und Hilfsstoffe zu fortgeschriebenen Durchschnittswerten angesetzt. Wertminderungen wird durch Abwertungen Rechnung getragen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, der Kassenbestand sowie die Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nominalwert angesetzt.

Hinsichtlich der Bilanzierung latenter Steuern wird von dem Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB Gebrauch gemacht und aktive und passive latente Steuern miteinander saldiert. Der sich ergebender Aktivüberhang wird gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt.

2. Passiva

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Bei der Bemessung der Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten berücksichtigt worden. Die Bildung erfolgt nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Bewertung berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Zugrundelegung des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten restlaufspezifischen Durchschnittszinssatzes abgezinst.

Die Rückstellung für Rückbauverpflichtungen betrifft die Erzeugungsanlage, die nach Ablauf des Pachtzeitraums von der Gesellschaft entfernt werden muss. Die Gesellschaft hat die Rückbaukosten mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und dabei eine jährliche Preissteigerung von 2,80 % berücksichtigt. Die erwarteten Ausgaben werden über die Laufzeit des Pachtvertrages in der Rückstellung ratierlich angesammelt. Aufgrund Verlängerung des Pachtvertrages im Berichtsjahr wurde der Ansammlungszeitraum von 2025 auf 2028 verlängert und die hieraus resultierende Überdotierung der Rückstellung aufgelöst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens zeigt die Anlage zum Anhang.

Bei den Zugängen (T€ 209,2; Vorjahr: T€ 120,5) handelt es sich im Wesentlichen um Nachaktivierungen der Anlage (T€ 22,4; Vorjahr: T€ 2,7), Betriebs- und Geschäftsausstattung (T€ 65,9; Vorjahr: T€ 3,6) und Anlagen im Bau (T€ 119,5; Vorjahr: T€ 109,5).

2. Umlaufvermögen

Unter den Vorräten sind die Hilfsstoffe (T€ 15,2; Vorjahr: T€ 10,6), Heizöl (T€ 14,6; Vorjahr: T€ 24,1) und Spezialreserveteile (T€ 991,4; Vorjahr: T€ 798,5) ausgewiesen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ebenso wie die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ausschließlich Forderungen gegen Gesellschafter. Bei ersteren handelt es sich hauptsächlich mit T€ 6.948 (Vorjahr: T€ 17.904) um Forderungen aus dem Cash Pooling, die mit der Verbindlichkeit in Höhe von T€ 794 (Vorjahr: T€ 13.701) (im Wesentlichen aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von T€ 729 (Vorjahr: T€ 13.315)) aufgerechnet wurden.

Die BKF hat mit Wirkung zum 1. Oktober 2017 mit der Mainova Aktiengesellschaft (Mainova), der Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH und der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale einen Vertrag über Cash Pooling und Kontokonzentration abgeschlossen. Auf Grund dieses Vertrags hat die BKF zum Bilanzstichtag keine eigenen Guthaben bei Kreditinstituten, sondern zeigt einen entsprechenden Saldo unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bzw. gegen Gesellschafter.

Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Zum Stichtag bestehen aktive Rechnungsabgrenzungsposten (T€ 7,7; Vorjahr: T€ 469,6).

4. Eigenkapital

Das Stammkapital ist vereinbarungsgemäß in Höhe von insgesamt T€ 6.378,0 voll einbezahlt.

T€
Mainova, Frankfurt am Main (90% des Stammkapitals) 5.740,2
WISA Wiederverwertungsgesellschaft für Sperrmüll und Altholz mbH (WISA), Alzenau (10% des Stammkapitals) 637,8
Stammkapital 6.378,0
Kapitalrücklage 808,2
Eigenkapital 7.186,2

Die Kapitalrücklage stammt aus der Einzahlung durch die Gesellschafter in Höhe von T€ 627,0 sowie aus der Anwachsung der BKF GmbH & Co. KG in Höhe von T€ 181,2 insgesamt T€ 808,2.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich aus einer Rückbauverpflichtung des Kraftwerkes (T€ 757,4; Vorjahr: T€ 899,0), ausstehenden Rechnungen (T€ 75,0; Vorjahr: T€ 74,0), Prüfungskosten (T€ 6,8; Vorjahr: T€ 6,0), Steuerberatungskosten (T€ 1,7; Vorjahr: T€ 1,7) und nicht genommenen Urlaub (T€ 17,5; Vorjahr: T€ 9,3) sowie im Vorjahr einer Zahlungsverpflichtung aus Abschöpfungsbeträgen (T€ 652,4) zusammen.

6. Verbindlichkeiten

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich wie im Vorjahr gleichzeitig um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Gesellschaftern (T€ 307,2; Vorjahr: T€ 9,7).

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen u.a. mit T€ 9,9 (Vorjahr: T€ 6,2) Steuern und mit T€ 5,1 (Vorjahr: T€ 10,2) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

V. Sonstige Pflichtangaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Zahlung jährlich (T€)
Pacht, Laufzeit bis 30.06.2031 24,5
Infrastrukturkosten, Laufzeit bis 30.06.2031 172,6
Betriebsführungsvertrag, Laufzeit bis 31.03.2025 379,6
Dienstleistungsvertrag 60,0
Gesamt 636,7

Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen entfallen aus abgeschlossenen Dienstleistungsverträgen T€ 60 (Vorjahr T€ 60) auf verbundene Unternehmen.

Für Investitions- und Instandsetzungsmaßnahmen bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen (Bestellobligo).

Geschäfte mit nahestehenden Personen:

Art des Geschäfts
Verkauf Kauf Bezug Dienstleistungen Zinserträge
Art der Beziehung T€ T€ T€ T€
Gesellschafter 6,7 965,4 243,6 267,4
Verbundene Unternehmen 166,4 0 0 0,0
Summe 173,1 965,4 243,6 267,4

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 6,8 (Vorjahr: T€ 6,0) ohne Umsatzsteuer und entfällt in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen. Andere Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen oder sonstige Leistungen wurden vom Abschlussprüfer nicht erbracht.

Organe der Gesellschaft:

Mitglieder der Geschäftsführung

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Matthias Ertmer, Maintal, Geschäftsführer

Dipl.-Betriebswirt Dennis Harold Smith, Mömbris, Geschäftsführer

Es wurden im Geschäftsjahr 2023 Bezüge in Höhe von insgesamt T€ 10,8 seitens BKF an die Geschäftsführer geleistet.

Mitglieder des Gesellschafterausschusses

Der Gesellschafterausschuss besteht aus 4 Mitgliedern. Die Gesellschafter Mainova Aktiengesellschaft und WISA entsenden je zwei Mitglieder. Der Gesellschafterausschuss setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Herr Martin Giehl - Vorsitzender - Mainova
Herr Winand Zeggel Mainova
Herr Helmut Haug WISA
Frau Tanja Werner-Völker WISA

Prokura

Herrn Jonas Widzgowski ist Gesamtprokura gemeinsam mit einem Geschäftsführer erteilt.

Beschäftigungszahl

Im Jahresdurchschnitt waren 1,25 Mitarbeiterinnen und 13 Mitarbeiter in Vollzeit bei der Gesellschaft beschäftigt.

Konsolidierungskreis

Die Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH erstellt einen Konzernabschluss, in den sie als Mutterunternehmen der Mainova Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, auch die Biomasse- Kraftwerk Fechenheim GmbH als Tochterunternehmen einbezieht. Der Konzernabschluss der Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH wird, der das Unternehmensregister führenden Stelle elektronisch zur Einstellung in das Unternehmensregister übermittelt.

 

Frankfurt am Main, 31. Januar 2024

Biomasse-Kraftwerk Fechenheim GmbH

Geschäftsführung

Matthias Ertmer

Dennis Smith

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Biomasse-Kraftwerk Fechenheim GmbH wurde am 16.10.2024 festgestellt.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.124,00 3.717,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 190.953,57 375.930,98
2. Technische Anlagen und Maschinen 249.538,73 487.133,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 72.903,46 14.986,71
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 254.088,40 139.616,05
767.484,16 1.017.667,55
769.608,16 1.021.384,55
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.021.288,48 833.256,27
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.093.188,15 2.940.196,22
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.155.256,73 4.206.124,23
- davon gegenüber Gesellschafter EUR 6.153.704,30
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.321,61 2.369,05
- davon gegenüber Gesellschafter EUR 1.321,61
4. Sonstige Vermögensgegenstände 15.827,67 9.904,94
7.265.594,16 7.158.594,44
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 213,82 176,50
8.287.096,46 7.992.027,21
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.652,00 469.587,24
9.064.356,62 9.482.999,00

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 6.378.000,00 6.378.000,00
II. Kapitalrücklage 808.178,96 808.178,96
7.186.178,96 7.186.178,96
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 170.213,45 163.075,00
2. Sonstige Rückstellungen 858.402,00 1.642.356,54
1.028.615,45 1.805.431,54
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 525.303,31 465.392,60
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 307.247,23 9.661,36
- davon gegenüber Gesellschafter 307.247,23
3. Sonstige Verbindlichkeiten 17.011,67 16.334,54
- im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 5.082,77
- davon aus Steuern EUR 9.896,18
849.562,21 491.388,50
9.064.356,62 9.482.999,00

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