Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 30932
Vorher
XBright GmbHFIT Nord GmbHFIT Prototyping GmbH
Eingetragen
13.8.2014
Branche
Herstellung von Maschinen für die additive FertigungHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Teilen, Modellen, Formen, Prototypen, Werkzeugen und Kleinserien, mit Hilfe von additiven und anderen Fertigungsverfahren, sowie die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Maschinen und Software zu diesem Zweck, sowie die Durchführung aller hiermit im Zusammenhang stehenden Maßnahmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Geitner
seit 15.3.2016
Geschäftsführer
Carl Johannes Fruth
seit 13.10.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
FIT AG
Germany
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FIT.technology GmbH

Lupburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der FIT.technology GmbH, Lupburg

INHALTSVERZEICHNIS LAGEBERICHT

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen

3. Geschäftsverlauf

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

5. Controlling und Risiko-Management

III. Nachtragsbericht

IV. Prognosebericht

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

2. Chancenbericht

3. Gesamtaussage

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

1.1. Geschäftsbereich

Die FIT.technology GmbH ("Gesellschaft"), ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der FIT AG, Lupburg, und daher in die FIT Additive Manufacturing Group ("FIT Gruppe") eingebunden.

Im Geschäftsjahr 2022 befasste sich die Gesellschaft mit dem Vertrieb von Prototypen und Modellen für die Entwicklung von Komponenten für die Industrie. Dabei konzentrierte sie sich auf die Nutzung der additiven Fertigung in Verbindung mit vielen anderen Technologien, um den Kunden hochqualitative Prototypen in kurzer Zeit zu liefern.

Die Kunden kamen aus verschiedenen Industriezweigen im Inland und deutschsprachigen Ausland, insbesondere aber aus der Automobilindustrie.

Um Kosten zu optimieren und die Kapitalbindung zu minimieren, stellt die FIT AG der Gesellschaft gegen Verrechnung Ressourcen, wie z.B. Produktions- und Geschäftsräume, additive Fertigungsmaschinen und Vertriebs- und Verwaltungskapazitäten, zur Verfügung. Die Gesellschaft selbst betrieb die Herstellung nur im geringen Umfang.

Der Vertrieb wurde durch einige Vertriebsmitarbeiter, Messeteilnahmen, Online-Marketing und Telefonverkauf durchgeführt.

Ende 2022 und anfangs 2023 wurde eine Umorganisation der FIT Gruppe durchgeführt. Alle Ressourcen und Mitarbeiter der Gesellschaft wurden in die FIT AG transferiert, die Firma der Gesellschaft in FIT.technology GmbH geändert und ihr Geschäftszweck erweitert, da die Gesellschaft den Geschäftsbereich Industrie von der mit ihr verbundenen FIT Production GmbH mit Wirkung zum 1.1.2023 übernommen hat. Die Gesellschaft fungiert demnach ab dem 1.1.2023 als reine Vertriebsgesellschaft für alle additiven Fertigungsleistungen der FIT Gruppe an Industriekunden.

Ebenso wurde im Geschäftsjahr 2022 ein Gewinnabführungsvertrag mit der FIT AG geschlossen, um die ertragsteuerliche Gesamtlage der Gruppe zu optimieren

1.2. Unternehmensstrategie

Die Gesellschaft war im Berichtsjahr im deutschsprachigen Rapid-Prototyping-Markt tätig. Ziel der Gesellschaft ist es, diesen Markt weiter zu bedienen und die Aktivitäten auf den Vertrieb von additiv gefertigten Bauteilen und Produkten auszuweiten. Dabei nutzt sie die Kostenvorteile und die Technologienentwicklungen der FIT AG.

2. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt keine Forschung und Entwicklung. Dies erfolgt durch die Muttergesellschaft. Diese arbeitet an der Weiterentwicklung von effizienten Auftragsabwicklungs- und Fertigungsverfahren sowie an der Verwendung neuer Materialien und Technologien für additive Fertigungsverfahren.

II. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft und die deutsche Wirtschaft waren während des gesamten Jahres 2023 von den Auswirkungen des Ukraine Krieges betroffen. Gemäß statistischem Bundesamt lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 0,3% unter dem Vorjahr. Ursächlich hierfür sind insbesondere hohe Preise, ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Automobilindustrie waren ebenfalls von diesen Entwicklungen betroffen, was sich negativ auf das Prototyping-Geschäft ausgewirkt hat.

2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Der in der additiven Fertigungsbranche viel zitierte Wohler's Report zur additiven Fertigungsindustrie besagt in seiner Ausgabe 2023, dass der weltweite Markt für additive Fertigungsdienstleistungen um 18,3% wachsen konnte und in 2022 einen Wert von US$ 18 Milliarden erreicht hat. In Ermangelung von länderspezifischen Daten ist es schwierig zu sagen, wie sich unser Markt in Deutschland im Jahr 2023 entwickelt hat.

Allerdings haben wir im Jahr 2023 einen Rückgang der Nachfrage nach unseren Prototyping-Dienstleistungen von unseren Kunden erfahren.

Der Wohler's Report 2023 geht von ähnlichen Wachstumsraten für die kommenden Jahre aus und die Geschäftsführung glaubt, dass diese Annahmen eines kräftigen globalen Wachstums in der Branche dadurch gerechtfertigt sind, da das additive Fertigungsverfahren den konventionellen Bearbeitungsverfahren in der industriellen Fertigung in einer Vielzahl von Aspekten technologisch überlegen ist.

Die Nachfrage nach Prototypen ist von der konjunkturellen Entwicklung und in Deutschland besonders von der Entwicklung in der Automobilbranche abhängig und schwankt daher stark. Daher ist die Gesellschaft an einer Ausweitung des Geschäftes auf die Lieferung von Bauteilen und Produkten interessiert, um die konjunkturelle Abhängigkeit von der Automobilebranche zu reduzieren.

3. Geschäftsverlauf

Der Verlauf des Geschäftes war im Berichtsjahr von den oben beschriebenen Entwicklungen geprägt. Die Ertragslage der Gesellschaft stuft die Geschäftsführung weiterhin als gut ein.

Die wesentlichen Eckpunkte und internen monetären Steuerungsgrößen haben sich wie nachfolgend beschrieben entwickelt.

3.1. Vermögens- und Finanzlage

Zum Bilanzstichtag betrug die Bilanzsumme der Gesellschaft TEUR 3.469 gegenüber TEUR 4.145 im Vorjahr.

Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten den im Geschäftsjahr 2023 vom verbundenen Unternehmen FIT Production GmbH übernommenen Kundenstamm inklusive Kundenverträge.

Den kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr TEUR 731) standen kurzfristige Aktiva in Höhe von TEUR 3.149 (Vorjahr TEUR 4.145) gegenüber.

Das gesamte Vermögen ist betriebsnotwendig und nicht mit Rechten Dritter belastet.

Die Eigenkapitalquote beträgt 98,4 % (Vorjahr 82,4 %).

Die Finanzlage ist zum Bilanzstichtag stabil. Die Finanzierung erfolgt über den operativen Cashflow.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Überschüssige liquide Mittel werden an verbundene Unternehmen weitergeleitet.

3.2. Ertragslage

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr ein EBITDA in Höhe von TEUR 1.099 erwirtschaftet (Vorjahr TEUR 6.090) und somit das prognostizierte positive EBITDA erreicht. Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft wurde der Gewinn wie im Vorjahr vollständig abgeführt.

Die Umsatzerlöse sind von TEUR 20.083 im Vorjahr auf TEUR 19.769 (entsprechend -1,6 %) im Berichtsjahr zurückgegangen. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr einen Teilgeschäftsbetrieb der Schwestergesellschaft FIT Production GmbH übernommen. Die Übernahme des Teilgeschäftsbetriebs führte in 2023 zu einem Mehrumsatz in Höhe von TEUR 3.773. Dieser konnte den Umsatzrückgang in den übrigen Geschäftsbereichen jedoch nicht kompensieren.

Der Anteil des externen Materialaufwands am Umsatz erhöhte sich von 22,7 % im Vorjahr auf 67,9 %. Die Gesellschaft bezieht das benötigte Material grundsätzlich über die Muttergesellschaft, die FIT AG. Der Aufwand hierfür betrug TEUR 13.429 (Vorjahr TEUR 4.548). Die Verrechnung von Kosten der Muttergesellschaft hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr wesentlich verändert, sodass sich der Aufwand stark erhöht hat. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den weiterberechneten Kosten der Herstellung von Kunststoff- und Metallteilen und der Erbringung von Produktentwicklungs- und -designleistungen (TEUR 13.429).

Die in 2022 beschäftigten Mitarbeiter wurden größtenteils von der Muttergesellschaft per 31.12.2022 übernommen und werden über die Holdingkosten von TEUR 18.501 an die Gesellschaft belastet welche unter den Positionen Materialaufwand (TEUR 13.429) und sonstige betriebliche Aufwendungen (TEUR 5.072) ausgewiesen werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 7.293 (oder 36,3 % vom Umsatz) auf TEUR 5.414 (oder 27,4 % vom Umsatz) gesunken. Im Berichtszeitraum betrugen die verrechneten Kosten TEUR 5.072 (Vorjahr TEUR 7.036). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus den Nachlaufkosten aus der Schließung des Betriebsteils "Socke", die im Vorjahr einmalig angefallen sind.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wichtigsten Ziele sind - entsprechend den Zielsetzungen der Muttergesellschaft -

1. die Wachstumsrate des Umsatzes (nach IFRS) und

2. das EBITDA (nach IFRS).

Die Wachstumsrate des Umsatzes ist für die Firmengruppe bedeutsam als Indikator des Marktanteils am additiven Fertigungsmarkt. Es ist strategisches Ziel der FIT Gruppe, während des Wachstums des Marktes für additive Fertigung ihren Marktanteil auszubauen bzw. im Mindesten zu halten. Der konsolidierte Umsatz der fortzuführenden Geschäftsbereiche nach IFRS ist im Berichtsjahr um 7,53 % auf TEUR 23.581 zurückgegangen und lag damit unter der Prognose. Für die FIT.technology liegt der IFRS Umsatz bei TEUR 19.769 und damit aufgrund geringerer Nachfrage um 1,6 % unter dem Vorjahr, trotz eines wachsenden Markts.

Das EBITDA ist definiert als das Jahresergebnis zuzüglich erfolgsabhängiger Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen inklusive Sonderabschreibungen und anderen nicht liquiditätswirksamen bzw. außerordentlichen Kosten. Diese Kennzahl (nach IFRS) beschreibt die Fähigkeit, Cash-Flows zu generieren. Das EBITDA der fortzuführenden Geschäftsbereiche der FIT Gruppe betrug gemäß IFRS im Berichtsjahr TEUR 926 oder 3,9 % vom Umsatz (Vorjahr TEUR 7.022 oder 27,5 % vom Umsatz) und lag damit unter der Prognose. Für die FIT.technology liegt der IFRS EBITDA bei TEUR 1.106 und damit um 81,8 % unter dem Vorjahr. Ursache hierfür ist insbesondere die Umstrukturierung der FIT Gruppe, die zu einer höheren Kostenbelastung bei der FIT.technology GmbH führt.

5. Controlling und Risiko-Management

Die Gesellschaft setzt das von der FIT Gruppe selbst entwickelte FISCH-System zur Kontrolle und Abwicklung der wesentlichen Produktionsprozesse ein. Dieses System gewährleistet in Verbindung mit der ISO 9001-Zertifizierung die Stabilität und die Qualität der Produktentwicklung und -herstellung und ist auch die Basis für die Kalkulation und Kostenkontrolle. Die Buchhaltung ist untervergeben und wird auf einem DATEV-System mit monatlicher Berichterstattung ausgeführt. Im Berichtsjahr hat die FIT Gruppe gruppenweit ein Risikomanagement mit Hilfe von Marsh Risk Consulting betrieben. Dieses System umfasst Maßnahmen zur Identifizierung und Bewertung von Risiken hinsichtlich ihres Einflusses auf den Jahres-/Konzernabschluss und entsprechende Maßnahmen zur Begrenzung erkannter Risiken. Im Berichtsjahr wurde ein Compliance Management System für Steuern betrieben.

III. Nachtragsbericht

Es sind keine wesentlichen Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag eingetreten.

IV. Prognosebericht

Sowohl die Weltwirtschaft wie die deutsche Wirtschaft als auch die Branche und die Gesellschaft sind einerseits durch die Erholung der Weltwirtschaft und den Rückgang der Inflation positiv beeinflusst. Auf Basis der aktuellen Zahlen und wegen der Übernahme des Geschäftsbetriebes von der FIT Production GmbH erwartet die Geschäftsführung einen moderaten Anstieg des Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr und einen moderaten Anstieg des EBITDA.

Die Gesellschaft hat im Jahr 2022 ihren Mitarbeiterstand auf die FIT AG übertragen. Es wird kein Personalzugang erwartet.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Allgemeine Unsicherheit von Annahmen und Prognosen für die Gesellschaft:

Der Krieg in der Ukraine, die Energiekrise, die Inflation, die sich ausweitenden Handels- und sonstigen Auseinandersetzungen mit China und die stark zunehmende Staatsverschuldung führen zu erheblichen politischen und ökonomischen Verwerfungen, die sich stark auf die Unsicherheit von Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen auswirken können.

Grundsätzlich basieren die Planungen der Gesellschaft auf der vom Internationalen Währungsfonds (IWF) in seinem Ausblick im April 2024 getätigten Annahme, dass weltweit mit einem gegenüber dem Berichtsjahr erhöhten Wachstumstempo für 2024 und einem weiteren Rückgang der Inflation zu rechnen ist.

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen stellen weiterhin hohe Unsicherheit für die künftige Geschäftsentwicklung dar, weshalb insbesondere die finanziellen Auswirkungen auf das Geschäftsjahr 2024 nicht verlässlich quantifizierbar sind. Für die mittelfristige Perspektive wird im Jahr 2024 eine weitere sukzessive Markterholung erwartet, die insbesondere durch ein Wachstum im Bereich Elektromobilität getrieben wird. Langfristig geht die Geschäftsführung von einer guten Marktlage aus.

Risiken aus dem Krieg in der Ukraine:

Der Krieg in der Ukraine kann nachhaltig negative Auswirkungen auf die Konjunktur in Deutschland, insbesondere die Automobilkonjunktur, haben und damit den Auftragseingang und Umsatz der Gesellschaft gefährden. Eine Einschätzung der Folgen einer dramatischen Ausweitung der Kampfhandlungen in der Ukraine kann nicht gegeben werden.

Risiken aus erhöhter Inflation:

Die Inflationsraten sind weltweit angestiegen. Die FIT Gruppe wird daher weiter eine Steigerung bei den Personal- und Beschaffungskosten erfahren, die an die FIT.technolgy GmbH weiterbelastet werden. Wir versuchen, diese Kostensteigerung an Kunden weiterzugeben, dies könnte aber zu einer Reduktion der Nachfrage oder zu einem Marktanteilsverlust führen

Operative Risiken:

Aufgrund des Tätigkeitsschwerpunkts auf dem Vertrieb von Leistungen der FIT Gruppe ist die Gesellschaft nur begrenzt operativen Risiken ausgesetzt.

Branchenspezifische Risiken:

Für das laufende Jahr sehen wir weiterhin Risiken für unsere Branche. Unsere Branche befindet sich zwar nachhaltig auf einem Wachstumspfad, der den starken technischen Fortschritt unserer Technologien und ihren von niedrigem Niveau steigenden Durchdringungsgrad in der industriellen Fertigung reflektiert. Sie ist aber keineswegs immun gegen plötzliche Änderungen der geopolitischen Lage oder schockartige Verschlechterungen der weltwirtschaftlichen Lage sowie der Entwicklung in wichtigen Absatzmärkten, wie der Automobilindustrie. Die FIT Gruppe bezieht einige Technologen von Lieferanten, die von anderen Gesellschaften übernommen werden könnten, was zu einer Änderung der Geschäftspolitik dieser uns gegenüber führen könnte. Die FIT Gruppe versucht, diese Risiken durch mehrere Bezugsquellen und in verstärktem Maß durch Eigenentwicklung von Technologien zu begrenzen. Die FIT Gruppe investiert laufend in neueste Technologien, deren kostengerechter Einsatz für unsere Kunden nicht sicher ist und die teilweise nach einer Erprobungsphase abgeschrieben werden müssen. Es wird versucht, solche Risiken durch Analysen zu verstehen und adäquate Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Leistungswirtschaftliche Risiken:

Die Gesellschaft nutzt von ihrer Muttergesellschaft eine breite Palette von additiven Fertigungstechnologien, aber auch konventionelle Fertigungstechniken, wie Werkzeugbau, Spritzguss, Feinguss und Modellbau sowie Software. Sie hat keinen anderen Lieferanten für diese Ressourcen. Für deren Betrieb, die technische Auftragsabwicklung, sowie für die Entwicklung unserer Software setzen wir in der FIT Gruppe komplexe Informationstechnologien ein. Die damit verbundenen Ausfall- und sonstigen Risiken grenzen wir durch kontinuierliche Risikoanalysen und Risikomanagement, zum Teil auch unter Einsatz externer Spezialisten, sowie den Abschluss von Versicherungen ein.

Strategische Risiken:

Die Anzahl der Wettbewerber und die Bedeutung einzelner Gesellschaften im Markt für additive Fertigung hat zugenommen. Die Geschäftsführung erwartet daher ein höheres Wettbewerbsniveau. Ein Großteil der Kunden in diesem Geschäftsbereich sind Automobilhersteller oder -zulieferer. Die Gesellschaft ist daher von der Nachfrage in diesem Bereich abhängig, die in den vergangenen Jahren Schwankungen unterlag. Ferner werden die steigenden Beschaffungsvolumen in diesem Bereich zunehmend von den Kunden gesammelt und in Ausschreibungen vergeben. Wir versuchen, solchen Entwicklungen durch die Einführung neuer Technologien für das Rapid-Prototyping und den Eintritt in neue Marktsegmente entgegenzutreten.

Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten:

Die Finanzinstrumente der Gesellschaft setzen sich auf der Aktivseite der Bilanz insbesondere aus den Vorräten, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen zusammen. Der Vorratsbestand enthält im Wesentlichen auftragsbezogen hergestellte Produkte ohne wesentliche Verwertungsrisiken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen auf werthaltige Lieferungen und Leistungen; wir haben aktuell keine Hinweise auf Bewertungsrisiken. Die genannten Aktivwerte übersteigen unserem Risikomanagement-Ziel entsprechend die im Vergleich dazu unwesentlichen kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Da die Gesellschaft weitestgehend in Euro fakturiert, sind Fremdwährungsrisiken von untergeordneter Bedeutung.

2. Chancenbericht

Durch die Einbindung in die FIT Gruppe und deren bereits über Jahre andauernde Anstrengungen, additives Fertigungs-Know-How und die Software zu verbessern, sieht die Geschäftsführung die Möglichkeit, langfristig auch bei schwierigen konjunkturellen Bedingungen die eigene Planung zu übertreffen.

3. Gesamtaussage

Die Geschäftsführung sieht derzeit wegen der Innovationskraft der FIT Gruppe positive Voraussetzungen für eine langfristige Entwicklung der Gesellschaft.

 

Lupburg, 15. Juli 2024

FIT.technology GmbH

Carl Fruth

Thomas Geitner

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 320.662,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 320.662,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 320.662,00
B. Umlaufvermögen 3.148.401,65 4.145.194,46
I. Vorräte 353.817,61 280.168,61
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 277.320,58 198.651,83
2. fertige Erzeugnisse und Waren 76.497,03 81.516,78
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.785.571,70 3.855.526,16
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.319.951,65 2.562.599,16
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 453.952,11 1.272.635,50
3. sonstige Vermögensgegenstände 11.667,94 20.291,50
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 9.012,34 9.499,69
C. Rechnungsabgrenzungsposten 165,00
Aktiva 3.469.228,65 4.145.194,46

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.413.886,18 3.413.886,18
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 47.629,48 47.629,48
III. Gewinnvortrag 3.316.256,70 3.316.256,70
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 31.907,59 568.775,00
1. Steuerrückstellungen 0,00 467.365,00
2. sonstige Rückstellungen 31.907,59 101.410,00
C. Verbindlichkeiten 23.434,88 162.533,28
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 336,97
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 1.335,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.823,53 13.227,42
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 113.128,29
5. sonstige Verbindlichkeiten 17.611,35 34.505,60
davon aus Steuern 0,00 16.956,12
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 911,87
Passiva 3.469.228,65 4.145.194,46

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 19.768.856,81 20.083.447,85
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 73.649,00 -156.742,61
3. sonstige betriebliche Erträge 128.065,64 101.613,14
4. Materialaufwand 13.429.414,95 4.548.284,09
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 13.429.414,95 4.548.284,09
5. Personalaufwand 28.147,81 2.097.322,89
a) Löhne und Gehälter 22.389,51 1.754.086,87
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.758,30 343.236,02
davon für Altersversorgung 6.728,88
6. Abschreibungen 56.591,80
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 56.591,80
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.414.236,28 7.293.364,85
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 85.821,20 101.282,16
davon aus verbundenen Unternehmen 85.821,20 101.282,16
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,49 2.086,93
davon an verbundene Unternehmen 2.086,93
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -78,43
11. Ergebnis nach Steuern 1.128.079,75 6.188.541,78
12. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 1.128.079,75 6.188.541,78
13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

der FIT.technology GmbH,

Lupburg

Amtsgericht Nürnberg, HRB 30932

I. Allgemeine Angaben

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:

Firmenname laut Registergericht: FIT.technology GmbH (vormals: FIT Prototyping GmbH)
Firmensitz laut Registergericht: Lupburg
Registergericht Amtsgericht Nürnberg
Register-Nummer: HRB 30932

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen des HGB gegliedert. Zum Vorjahr ergeben sich keine Abweichungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Für die Gesellschaft gelten die Rechnungslegungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Jahresabschlusses entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften und werden unverändert zum Vorjahr angewendet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und über fünf Jahre linear abgeschrieben; im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Vorräte wurden in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder zu einem niedrigeren Wert, der den Gegenständen am Abschlussstichtag beizulegen ist, bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert bilanziert.

Die Rückstellungen werden für alle ungewissen Verpflichtungen gebildet und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Posten in der Bilanz

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen/ Sonstige Vermögensgegenstände

Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben grundsätzlich Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 6 (Vj. TEUR 12) haben zum 31. Dezember 2023 eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus Lieferungen und Leistungen und haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 454 (Vj. TEUR 1.273). Diese werden unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 50 und ist voll einbezahlt.

Sonstige Rückstellungen

Der Posten enthält im Wesentlichen Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 25 (Vj. TEUR 26).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die im Vorjahr ausgewiesenen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 113 wurden im Berichtsjahr vollständig beglichen.

IV. Erläuterungen und Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages ergibt sich wie im Vorjahr kein wesentlicher Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.

V. Sonstige Angaben

Gewinnabführungsvertrag

Am 7.11.2022 hat die Gesellschaft mit ihrer alleinigen Gesellschafterin, FIT AG, Lupburg, einen Gewinnabführungsvertrag geschlossen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB und Haftungsverhältnisse

Soweit Haftungsverhältnisse bzw. sonstige finanzielle Verpflichtungen betriebs- oder branchenüblich sind, werden sie im Anhang nicht vermerkt. Gleiches gilt für Rückgriffsansprüche von Dritten (z.B. Banken) aus Avalkrediten. Nur wenn sich zum Zeitpunkt der Abschlussaufstellung konkrete Anhaltspunkte aus einer diesbezüglichen Garantieerklärung ergeben, wird den dafür vorgesehenen gesetzlichen Vermerkpflichten nach § 251 HGB bzw. nach § 285 Abs. 3a und Nr. 27 HGB Rechnung getragen, sofern nicht bereits eine Rückstellung oder eine Verbindlichkeit zu erfassen war.

Die Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen betragen zum Stichtag TEUR 13.354 (Vj. TEUR 3.325). Sie betreffen ausschließlich Mithaftungen aus Finanzierungen verbundener Unternehmen. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering eingeschätzt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen zurzeit nicht vor.

Das Bestellobligo zum Stichtag hat einen betriebsüblichen Umfang.

Arbeitnehmer

Im Durchschnitt war im Geschäftsjahr 1 Mitarbeiter (Vj. 54) im Unternehmen beschäftigt.

Marktunübliche Geschäfte mit nahestehenden Personen

Im Geschäftsjahr betrieb die Gesellschaft, wie in den Vorjahren, umfangreichen Warenverkehr mit der Muttergesellschaft FIT AG. Es fanden keine wesentlichen marktunüblichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen statt.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Das Jahresergebnis wurde aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages an die Gesellschafterin übertragen.

Organe der Gesellschaft

Namensaufstellung von Geschäftsführern:

• Herr Carl Fruth, Geschäftsleitung, Ingenieur

• Herr Thomas Geitner, Geschäftsleitung, Ingenieur

• Herr Oliver Cynamon, Geschäftsleitung, Kaufmann (von 15.3.2023 bis 30.06.2024)

Hinsichtlich der Angaben gemäß § 285 Nr. 9a HGB wird die Befreiungsmöglichkeit gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Uns sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt geworden, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Lupburg, den 15. Juli 2024

FIT.technology GmbH

Carl Fruth

Thomas Geitner

sonstige Berichtsbestandteile

 

Lupburg, den 15. Juli 2024

FIT.technology GmbH

Carl Fruth

Thomas Geitner

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.08.2024 festgestellt.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die FIT.technology GmbH, Lupburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FIT.technology GmbH, Lupburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FIT.technology GmbH, Lupburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 17. Juli 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft /snAWP/

Robert Aumann, Wirtschaftsprüfer

Andreas Deyhle, Wirtschaftsprüfer

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