JPM Beteiligungen GmbH
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Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wolfgang Stobbe seit 26.3.2008 | Vorstandsmitglied |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FXdirekt Bank AGOberhausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010LAGEBERICHT1. Geschäfts- und RahmenbedingungenRückblick auf 2010 Die Entwicklung an den Finanzmärkten war im vergangenen Jahr durch Stimmungsschwankungen geprägt. Die Turbulenzen haben auch im vergangenen Jahr nicht nachgelassen. Anleger wechselten zwischen Aktien und Staatsanleihen. Obwohl die Wirtschaftsleistung der meisten Länder noch nicht auf dem Niveau vor Ausbruch der Finanzkrise liegt, ist sie auf gutem Wege. Die Weltwirtschaft hat im dritten Quartal 2010 wieder Tritt gefasst, wobei die Impulse vor allem aus den Schwellenländern in Asien und Lateinamerika kamen. Die Erholung der meisten Industrieländer, auch der USA und Japan, hingegen verlief langsamer. Innerhalb der EU ist die deutsche Wirtschaft am stärksten gewachsen. In Deutschland konnte der Konjunktureinbruch fast vollständig aufgeholt werden, die Rohstoffländer Kanada, Australien und Neuseeland erreichten neue Höchstwerte beim inflationsbereinigten Bruttoinlandsprodukt. Im vergangenen Jahr rückten auch Rohstoffe, insbesondere Öl, Gold und Silber stärker in den Fokus. Die zuvor arg gebeutelte Rohölnachfrage der Industrieländer steigt seit März 2010 wieder und der Rohölpreis betrug Ende 2010 bereits über EUR 90,00. Der Goldpreis stieg in 2010 um über 26 %, Silber sogar um über 80 %.
Quelle: FEXtrader Pro Nachdem der EUR gegenüber dem USD im 1. Halbjahr 2010 zunächst deutlich an Wert verloren hat, erholte sich der EUR ab Juni 2010 und stabilisierte sich im 4. Quartal gegenüber dem USD. Ausblick Einflüsse wie die Schuldenproblematik vieler Industrienationen und unkonventionelle Maßnahmen der Zentralbanken werden auch im neuen Jahr für Unsicherheit sorgen und die Erholung weiterhin auf schwachen Beinen halten. Insbesondere die Konsolidierung der Staatsfinanzen, insbesondere der Länder Portugal, Griechenland, Spanien und Irland, dürfte den wirtschaftlichen Aufschwung in Europa bremsen. Sowohl der USD wie auch der EUR werden durch die prekären Staatsfinanzen geschwächt. Im Saldo dürfte der USD gegenüber dem EUR leicht schwächer werden, denn das Angebot an USD wird über das quantitative Easing der FED erhöht, während die Notenbanken der anderen Länder keine (weitere) Lockerung planen. Gegenüber dem CHF werden wohl beide Währungen schwach bleiben, denn die Staatsfinanzen der Schweiz sind wesentlich solider als jene der Amerikaner oder der Eurozone. Darüber hinaus kämpft die Eurozone weiterhin um einen griffigeren Stabilitätspakt, während die Schweiz mit der eingeführten Schuldenbremse gut gefahren ist. Produkte und Wettbewerbsposition Die FXdirekt Bank AG ist ein Spezialkreditinstitut für den Devisen- und CFD-Handel. Den Kunden wird die Möglichkeit geboten, auf einer professionellen Handelsplattform Devisenhandel in zahlreichen Währungspaaren sowie CFD-Geschäfte auf diverse Basiswerte zu tätigen. Hierfür werden durch die Bank entsprechende Margin- und Handelskonten geführt. Die von der Bank entwickelte Handelsplattform "FEXtrader Pro" bietet neben multiproduktfähigem Handeln diverse Chartanalysen und Steuerungsoptionen für den Anwender. Die Software wird laufend weiter entwickelt. Der "FEXtrader Pro" bietet dem Kunden den Handel für FX, CFD auf börsennotierten Wertpapieren, ETFs, Zinsen, Indizes sowie den Rohstoff- und Edelmetallhandel mit hohen Abwicklungsgeschwindigkeiten. Privatkunden haben somit die Möglichkeit, mit der zur Verfügung gestellten Software und den zur Verfügung gestellten Marktinformationen professionell zu handeln, sei es um Devisen- oder Aktienpositionen abzusichern oder auch um kurzfristige Kursveränderungen auszunutzen. Die Konditionen liegen unter denen von Geschäftsbanken, da durch die komplette Online-Abwicklung entstehende Kostenvorteile in die Kalkulation einfließen. In 2009 wurde mit der Bayerische Börse AG eine Kooperation geschlossen. Hierdurch hat der Kunde seitdem die Möglichkeit, neben dem OTC-Handel mittels der "Contrex" CFD auf Basiswerte abzuschließen, bei denen die Preisstellung durch die Mitarbeiter der Handelsüberwachungsstelle der Börse München geprüft wird. Der Wettbewerb hat sich jedoch auch in 2010 weiterhin verschärft, da verstärkt ausländische Anbieter an den deutschen Markt drängen und auch zunehmend klassische deutsche Banken CFD-Geschäfte in ihre Produktpalette aufnehmen. Mitarbeiter Im vergangenen Jahr waren durchschnittlich 85 (Vorjahr 88) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der FXdirekt Bank AG beschäftigt. Die Mitarbeiter werden in regelmäßig stattfindenden Fortbildungsmaßnahmen sowohl intern als auch durch externe Anbieter geschult. Die angebotenen Maßnahmen werden entsprechend genutzt. 2. ErtragslageDie Ertragslage der Bank hat sich im Geschäftsjahr 2010 rückläufig entwickelt. Diese Entwicklung ist durch verschiedene Faktoren geprägt. Zum einen hat die Finanz- und Wirtschaftskrise starken Einfluss auf unser Geschäft, zum anderen gestaltet sich das Marktumfeld immer schwieriger. Hinzu kamen regulatorische Einschränkungen wie z.B. das Verbot von Leerverkäufen. Dies führte zu einem Rückgang des Ertrages aus Tradeabwicklungen aufgrund geringerer Transaktionen. Aufgrund einer Änderung der Formblätter nach RechKredV wurde der GuV-Posten Nr. 7 in "Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands" (zuvor "Nettoertrag/-aufwand aus Finanzgeschäften") umbenannt. Da die im Vorjahr als Nettoergebnis aus Finanzgeschäften ausgewiesenen Beträge wirtschaftlich nicht aus Handelsbestand resultieren, wurden die Erträge und Aufwendungen ihrem wirtschaftlichen Charakter entsprechend dem Zins- bzw. Provisionsergebnis zugeordnet. Abweichend zum Vorjahr wurde der Zinsanteil aus den Finanzgeschäften in Höhe von TEUR 1.059 in dem Zinsergebnis ausgewiesen. Im Vorjahr belief sich dieser im Finanzergebnis ausgewiesene Betrag auf TEUR 1.682. Das Ergebnis aus den Sicherungsgeschäften, welches wirtschaftlich Provisionscharakter hat, wurde abweichend zum Vorjahr in Höhe von TEUR 7.973 als Provisionsergebnis ausgewiesen. Im Vorjahr belief sich dieses Ergebnis auf TEUR 16.232. Der Personalaufwand konnte durch anteiligen Gehaltsverzicht sowie durch geringere Prämienzahlungen von TEUR 6.208 auf TEUR 4.934 gesenkt werden. Der durchschnittliche Aufwand pro Arbeitnehmer reduzierte sich dabei von TEUR 70 auf TEUR 58. Die anderen Verwaltungsaufwendungen sanken von TEUR 11.218 auf TEUR 7.846. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf Einsparmaßnahmen insbesondere in den Bereichen Marketing und IT zurückzuführen. Des Weiteren ist das Ergebnis mit TEUR 150 durch Kursrückgänge der als Liquiditätsreserve gehaltenen Obligationen belastet. Der Jahresfehlbetrag beläuft sich unter Berücksichtigung von aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 436 auf TEUR 782 (Vorjahr Jahresüberschuss TEUR 587). 3. FinanzlageDie Zahlungsfähigkeit war im Jahr 2010 jederzeit gegeben. Aufgrund der derzeitigen Zinsstruktur und dem Marktumfeld werden Geldanlagen weiterhin grundsätzlich nur mit täglicher Verfügbarkeit getätigt. Neben den von uns unterhaltenen Tagesgeldern haben wir zum Bilanzstichtag Bundesobligationen im Nennwert von EUR 5,5 Mio. (Vorjahr EUR 6,0 Mio.) im Bestand. Die freie Liquidität der Bank nach Abzug der Kundenverbindlichkeiten liegt zum Bilanzstichtag bei EUR 4,7 Mio. (Vorjahr EUR 6,4 Mio.). 4. VermögenslageForderungen und Verbindlichkeiten sind fristenkongruent angelegt. Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 6.194 erhöht. Die Anzahl der offenen Kundenpositionen zum Bilanzstichtag lag über alle Produkte im Durchschnitt um ca. 10 % über dem Vorjahreswert, auf den Devisenbereich entfielen davon ca. 30 % (Vorjahr: ca.15 %). Die anderen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.913 beinhalten die in 2008 gebildete Risikovorsorge im Zusammenhang mit drohenden Sonderzahlungen der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW). Darüber hinaus wurden Rückstellungen im Personalbereich sowie für Jahresabschlusskosten und ausstehende Rechnungen gebildet. Alleiniger Aktionär ist Herr Wolfgang Stobbe. 5. NachtragsberichtDer Jahresfehlbetrag wird durch Entnahme aus den Gewinnrücklagen vollständig ausgeglichen. Nach Feststellung des Jahresabschlusses wird das Eigenkapital der Bank EUR 4,2 Mio. betragen. Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten. 6. Chancen- und RisikoberichtAdressenausfallrisiken Die FXdirekt Bank AG führt für ihre Kunden ausschließlich Konten, die auf den Devisenhandel und den Handel mit Edelmetallen sowie auf den Handel mit Differenzkontrakten für Wertpapiere, ETFs und Futures ausgerichtet sind. Aus diesem Grund verfügen die angebotenen Konten nicht über die Funktionen eines üblichen Girokontos. Verfügungen sind grundsätzlich nur auf ein fest hinterlegtes Referenzkonto des Kontoinhabers möglich. Geschäfte der Kunden werden nur bei entsprechenden Marginguthaben zugelassen. Unterschreitet das Marginguthaben 30 % der vereinbarten Margin auf Basis von Realtime- Kursen, wird die gesamte Kundenposition zwangsweise automatisiert liquidiert. Daneben sind systemtechnisch Maximalgrenzen zur Begrenzung der Kundenpositionen pro Produktgruppe hinterlegt. Kontrahentenrisiken sollten nahezu ausgeschlossen sein, da wir hier nur mit international anerkannten Banken zusammenarbeiten, deren Rating ständig überwacht wird. Hierbei wird darauf geachtet, dass für jede Produktgruppe jeweils zwei Banken angeschlossen sind, um jederzeitige Backuplösungen zur Verfügung zu haben. Daneben verringern sich die Kontrahentenrisiken durch Investition von nicht benötigten freien Mitteln in EU-Staatsanleihen. Liquiditätsrisiken Die FXdirekt Bank AG hat sich als Nichthandelsbuchinstitut eingestuft. Damit betreibt sie Eigenhandelsgeschäfte nur in überschaubarem Rahmen. Diese Geschäfte beschränken sich auf die Anlage von Kundengeldern und die Liquidität der Bank, sowie die aus abrechnungstechnischen Gründen notwendige Übernahme von Handelsspitzen aus Handelsgeschäften der Kunden. Die Überwachung der Liquidität der Bank erfolgt täglich. Die Anlage erfolgt fristenkongruent, um Zinsänderungsrisiken und ggf. Liquiditätsrisiken zu vermeiden. Marktpreisrisiken Die Bank deckt Kundenpositionen grundsätzlich sofort bei unterschiedlichen Banken automatisiert ein und trägt insoweit kein eigenes Kursrisiko. Ausnahmen bilden hier ausschließlich geringe kurzfristige Eigenhandelsbestände aus Handelsspitzen, die aus Kundengeschäften entstehen und aufgrund unterschiedlicher Granularität nicht am Markt direkt durchhandelbar sind. Die hieraus resultierenden Marktrisiken inklusive der Netto-Währungsgesamtposition sind äußerst gering und werden täglich überwacht. Bestätigungen für getätigte Marktgeschäfte erfolgen zeitgleich in elektronischer Form. Die Bewertung aller Positionen erfolgt zu aktuellen Kursen. Durch Einführung neuer Produkte im Zinsbereich kann es zu zusätzlichen Zinsänderungsrisiken kommen, die seitens der Bank jedoch eng überwacht werden, um eine nicht vertretbare Auswirkung auf das Risikodeckungspotenzial der Bank zu vermeiden. Operationelle Risiken Die FXdirekt Bank AG hat umfangreiche Sicherheits- und Kontrollmechanismen umgesetzt. Das IT-System ist redundant ausgelegt und zusätzlich noch durch eine separate IT-Landschaft für einen möglichen Offline-Betrieb abgesichert. Sämtliche Systeme und Module werden Online überwacht, so dass im Fall einer potenziellen Störung umgehend reagiert werden könnte. Die Systemverfügbarkeit liegt selbst unter Berücksichtigung von Servicezeiten, wie z.B. bei erforderlichen Updates im laufenden Betrieb, bei über 99,9 %. Zusätzlich besteht ein Notfallkonzept, das die jederzeitige Handlungsfähigkeit der Bank selbst bei Ausfall der eigenen Systeme sicherstellt und in regelmäßigen Abständen auf seine Funktionsfähigkeit überprüft wird. Geschäftsrisiko Das Geschäftsrisiko aus unerwarteten Verlusten wird bei relevanten Aufwands- und Ertragspositionen täglich und monatlich durch einen Abgleich mit Planzahlen und Vergangenheitsanalysen überwacht. Das gesamte Risikomodell der Bank wird zudem regelmäßig auf seine Tragfähigkeit auch in extremen Marktsituationen überprüft. Durch die Erweiterung um die CFD-Geschäfte haben wir die Abhängigkeit der Bank von negativen Entwicklungen an den Devisenmärkten reduziert und auf eine breitere Basis gestellt. Jedoch ist auch für die Zukunft eine weitere kontinuierliche Ausweitung der Produktpalette notwendig, um die allgemeinen Geschäftsrisiken durch Abhängigkeiten von bestimmten Märkten zu minimieren. Dennoch kann es in extremen Marktsituationen und beim Zusammentreffen verschiedener Risiken zu einer Situation kommen, die zu einer Unterschreitung des aufsichtsrechtlichen Anfangskapitals führen kann. Die Bank ist Mitglied der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW), Berlin. 7. PrognoseberichtDas abgelaufene Jahr verzeichnete eine erstaunliche Erholung der deutschen Volkswirtschaft. Auch wenn dies nicht in allen Branchen gleichmäßig erfolgte, so zeigen jedoch die grundlegenden Indikatoren eine erfreuliche Entwicklung. Die gute Binnennachfrage und kontinuierliche Reduktion der Arbeitslosenzahlen tragen neben der historisch guten Exportstärke Deutschlands nicht unerheblich zu dieser Entwicklung bei. Dennoch sind die seit Anfang 2011 zu verzeichnenden Unruhen in den arabischen Ländern und der damit verbundene Anstieg des Erdölpreises sowie die Katastrophen in Japan ein in ihrer Tragweite auf unsere Volkswirtschaft noch nicht abschließend zu beurteilender Risikofaktor. Ebenso stellt die weiterhin hohe Verschuldung einiger Mitgliedsstaaten des Euro-Raums eine erhebliche Belastung dar. Hier besteht die Gefahr, dass insbesondere der Finanzsektor und die Börsen negativ beeinflusst werden und sich damit auch auf unser Kerngeschäft auswirken. Die bereits in den Vorjahren erwartete Verschärfung des aufsichtsrechtlichen Rahmens im Finanzsektor hat zwar etwas an Fahrt verloren, jedoch wurden bereits höhere Anforderungen insbesondere in dem für unser Haus relevanten Wertpapier- und Derivatehandelsbereich umgesetzt. Hier sind stellvertretend neue verschärfte Regelungen im Bereich Compliance sowie die Einführung des Leerverkaufsverbots zu nennen. Insbesondere Letzteres hatte auch negative Auswirkungen für unsere Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr. Daneben sind die aktuellen Diskussionen auf nationaler Ebene bezüglich der Einführung einer Finanztransaktionssteuer ein weiterer Faktor, der unser angestammtes Geschäft nachteilig beeinflussen könnte. Daher ist es für unser Haus unerlässlich, nach neuen Produkten und Vertriebswegen zu suchen. Erste Schritte hierzu wurden bereits in 2010 eingeleitet und sollten in der nahen Zukunft erste Erfolge zeigen. Daneben sind unser spezifisches Know-How im Devisen- und Derivatebereich, sowie die damit zusammenhängende Fähigkeit, spezielle Entwicklungen auch technisch umsetzen zu können, Faktoren, die uns in die Lage versetzen, auch Lösungen für andere Teilnehmer im Finanzsektor zu erarbeiten und dies als weiteres Standbein unseres Hauses zu etablieren. Erste Erfolge hierin bestärken uns in dieser Entscheidung. Nach unserer Unternehmensplanung rechnen wir auf dieser Grundlage für das laufende und die darauf folgenden Geschäftsjahre wieder mit einem Wachstum an Kunden sowie Bruttoerträgen. Aufgrund unserer risikobewussten Geschäftspolitik sowie der installierten Instrumentarien zur Risikosteuerung und -überwachung dürften sich die hieraus ergebenden möglichen Risiken in einem überschaubaren und für unsere Bank tragbaren Rahmen halten. Die geschäftliche Entwicklung in 2011 zeigt, dass die im abgelaufenen Jahr eingeleiteten Maßnahmen greifen und wir für das laufende Geschäftsjahr wieder mit einem positiven Geschäftsergebnis rechnen können. Aufgrund der angesprochenen Unwägbarkeiten an den Finanzmärkten durch die aktuellen Entwicklungen sowie mögliche gesetzliche Änderungen können wir jedoch nicht ausschließen, dass dies auch künftig negative Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung haben kann. Der Vorstand bedankt sich bei den Mitgliedern des Aufsichtsrats sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die geleistete Arbeit. Wir hoffen, auch weiterhin auf ihre wertvolle Unterstützung zählen zu können. Auch bei unseren Kunden und Partnern möchten wir uns an dieser Stelle sehr herzlich für das uns entgegengebrachte Vertrauen bedanken.
Der Vorstand BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2010A. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der FXdirekt Bank AG, Oberhausen, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) erstellt. Die Gliederungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Formblättern der RechKredV. Die Ausweis- und Gliederungsbestimmungen wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften befolgt. Durch die erstmalige Anwendung der durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) geänderten Vorschriften kann es zu Änderungen der bisherigen Form der Darstellung und der bisher angewandten Bewertungsmethoden kommen. Die Vorjahreszahlen wurden gemäß Artikel 67 Abs. 8 S. 2 EGHGB nicht an BilMoG angepasst. Die FXdirekt Bank AG hat auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 290 HGB verzichtet, da die einzige Tochtergesellschaft gemäß § 296 Abs. 2 HGB für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBei der Aufstellung des Jahresabschlusses ergaben sich im Vergleich zu den im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften folgende Änderungen: Aufgrund einer Änderung der Formblätter nach RechKredV wurde der GuV-Posten Nr. 7 in "Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands" (zuvor "Nettoertrag/-aufwand aus Finanzgeschäften") umbenannt. Da die im Vorjahr als Nettoergebnis aus Finanzgeschäften ausgewiesenen Beträge wirtschaftlich nicht aus Handelsbestand resultieren, wurden die Erträge und Aufwendungen ihrem wirtschaftlichen Charakter entsprechend dem Zins- bzw. Provisionsergebnis zugeordnet. Durch den Wegfall des § 280 HGB und Neufassung des § 253 Abs. 5 HGB im Zuge des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) kam es zu einer Wertaufholungspflicht bei Finanzanlagen. Es wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, gemäß § 274 Abs. 1 HGB aktive latente Steuern auf körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge abzugrenzen. Die Barreserve und Forderungen an Kreditinstitute werden zum Nominalwert bilanziert. Forderungen an Kunden werden mit dem Nennbetrag gemäß § 340e Abs. 2 HGB angesetzt. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sind der Liquiditätsreserve zugeordnet und werden zum Anschaffungskurs zuzüglich bis zum Bilanzstichtag angefallener Stückzinsen bzw. einem niedrigeren beizulegenden Wert gemäß strengem Niederstwertprinzip angesetzt. Die Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere enthalten ausschließlich börsenfähige und -notierte Wertpapiere (Aktien und ETF's). Im Hinblick auf die Bewertungseinheit mit den entsprechenden Kundengeschäften erfolgt die Bewertung abweichend zum Niederstwertprinzip zum Tagesschlusskurs. Zwischen den Kundenhandelsgeschäften und den jeweiligen Sicherungsgeschäften werden bilanzielle Bewertungseinheiten gebildet, da grundsätzlich jedem Kundengeschäft in voller Höhe ein konkretes Sicherungsgeschäft zur Absicherung des Marktpreisrisikos zugeordnet ist (microhedging). Aus Devisen- und Edelmetallpositionen unserer Kunden bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 14.155 und Verbindlichkeiten in Höhe TEUR 14.181. In jeweils gleicher Höhe bestehen Bewertungseinheiten aus Sicherungsgeschäften mit Kunden oder Kreditinstituten. Bewertungseinheiten für CFD-Positionen unserer Kunden bestehen in Höhe von TEUR 5.469 mit Aktien (TEUR 1.137), ETF (TEUR 161), Short-Selling-Positionen gegenüber Kreditinstituten (TEUR 77) und Futurebeständen (TEUR 4.094). Durch die Bewertungseinheiten werden die Marktpreisrisiken für die Laufzeit (täglich fällig) der Kundenpositionen bei täglicher Bewertung (Durchbuchungsmethode) vollständig ausgeglichen. Das Ergebnis aus der Währungsbewertung ist den sonstigen betrieblichen Erträgen zugeordnet. Anteile an verbundenen Unternehmen werden gemäß § 253 Abs. 5 HGB zum Stichtag bewertet, der in der Vergangenheit durch Teilwertabschreibung unter den Anschaffungskosten liegende Wertansatz wurde um TEUR 230 aufgeholt. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibungen, in die Bilanz aufgenommen. Die Abschreibungen werden im steuerlich zulässigen Umfang nach der linearen Methode ermittelt. Für abnutzbare, bewegliche Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten im Einzelwert zwischen EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wird entsprechend den steuerlichen Vorschriften seit 2008 ein Sammelposten gebildet. Der Sammelposten wird über einen Zeitraum von 5 Jahren aufgelöst. Wirtschaftsgüter bis EUR 150,00 werden im Jahr der Anschaffung als Betriebsausgabe gewinnmindernd berücksichtigt. Sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten bilanziert. Die Rechnungsabgrenzungsposten nach § 250 Abs. 1 und Abs. 2 HGB wurden in Höhe der abzugrenzenden Ausgaben bzw. Einnahmen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, gebildet. Die gemäß § 274 HGB ausgewiesenen aktiven latenten Steuern i.H.v. TEUR 436 resultieren aus körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen der Bank. Bei der Bewertung wurde für die Körperschaftsteuer inkl. SolZ ein Steuersatz von 15,825 % und für die Gewerbesteuer ein Hebesatz von 490 % angesetzt. Der im Rahmen einer Ausschüttungssperre berücksichtigte Betrag entspricht den in der Bilanz ausgewiesenen aktiven latenten Steuern. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden werden mit dem Erfüllungsbetrag einschließlich der bis zum Bilanzstichtag aufgelaufenen Zinsen in der Bilanz ausgewiesen. Sonstige Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. In Fremdwährung geführte Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Stichtagskurs, Aufwendungen und Erträge mit dem Durchschnittskurs der Periode umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam behandelt. Die Umrechnung der im Jahresabschluss enthaltenen, auf Fremdwährung lautenden Vermögensgegenstände und Schulden sowie der Aufwendungen und Erträge in Euro erfolgt gemäß § 340h HGB. Fremdwährungspositionen zum Bilanzstichtag bestehen aufgrund von in USD, HUF und CHF gehaltenen Marginguthaben sowie aus dem Tagesgeschäft in weiteren Währungen. Es bestehen folgende auf ausländische Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden:
Die anderen Rückstellungen werden mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bilanziert. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Langfristige Rückstellungen wurden grundsätzlich entsprechend den Vorschriften des BilMoG abgezinst. Bei der Rückbauverpflichtung sowie der EDW-Rückstellung hat die Bank das Beibehaltungswahlrecht des Artikel 67 Abs. 1. Satz 2 EGHGB in Anspruch genommen, da der Differenzbetrag spätestens bis zum Jahr 2024 wieder zugeführt werden muss. Die Überdeckung beläuft sich auf insgesamt TEUR 62. C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und VerlustrechnungI. Bilanz Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden Die Forderungen sind mit Ausnahme eines Festgeldes täglich fällig. Das Festgeld in Höhe von EUR 53.560,00 hat eine Laufzeit von sechs Monaten. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Unter den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind börsenfähige und -notierte Obligationen mit einem Nennwert von EUR 5,5 Mio. ausgewiesen, die in voller Höhe bei der Deutsche Bundesbank, Düsseldorf, beleihbar sind. Im Geschäftsjahr 2010 wurden Obligationen im Nennwert von EUR 5 Mio. veräußert und eine österreichische Obligation im Nennwert von EUR 4,5 Mio. erworben. Die Restlaufzeiten betragen mehr als 1 Jahr. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere Bei den Aktien- und Fondsbeständen handelt es sich ausschließlich um Sicherungsgeschäfte für die unseren Kunden angebotenen CFD-Geschäfte. Es handelt sich um börsenfähige und -notierte Wertpapiere. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagengitter dargestellt: Eine außerplanmäßige Abschreibung von TEUR 21 ist in der kumulierten Abschreibung der Sachanlagen enthalten. Sonstige Vermögensgegenstände Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen in Höhe von TEUR 31 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Vorauszahlungen für eine Softwarenutzung sowie Miet- und Versicherungsvorauszahlungen. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und gegenüber Kunden Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist. Als Sicherheit für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus Währungsgeschäften besteht eine Aufrechnungsvereinbarung. Sonstige Verbindlichkeiten Die Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 594 beinhalten die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung in Höhe von TEUR 487 und Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 106 (Lohnsteuer, Kirchensteuer und Umsatzsteuer). Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 1. Die Sonstigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig und nicht besichert. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Vorauszahlungen aus der Zusammenarbeit mit einem deutschen Kreditinstitut. Rückstellungen Die anderen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen eine Rückstellung für einen Sonderbeitrag des EdW in Höhe von TEUR 893, Rückstellungen im Personalbereich sowie für Jahresabschlusskosten. Nachrangige Verbindlichkeiten Mit Vertrag vom 11. Januar 2006 gewährte ein ehemaliges Vorstandsmitglied der FXdirekt Bank ein nachrangiges Darlehen in Höhe von TEUR 20 mit einer Laufzeit bis zum 31. Januar 2011. Das Darlehen war mit 6 % p.a. zu verzinsen. Die Zinsen beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 1. Das Darlehen wurde fristgerecht am 31. Januar 2011 zurückgeführt. Fonds für allgemeine Bankrisiken Entsprechend § 340e Abs. 4 HGB wurde das Nettoergebnis des Handelsbestands um 10 % gekürzt und der Betrag dem Sonderposten zugeführt. Eigenkapital Das voll eingezahlte Grundkapital ist eingeteilt in nennwertlose auf den Namen lautende Stückaktien. Der rechnerische Wert einer Aktie beträgt EUR 1,00. Die Kapitalrücklage entwickelt sich wie folgt:
Der Jahresüberschuss 2009 in Höhe von EUR 586.938,22 wurde gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2010 in voller Höhe den Gewinnrücklagen zugeführt. Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus vertraglicher Soft- und Hardwarenutzung, dem Mietvertrag sowie Leasingraten für sonstige Mobilien betragen TEUR 4.982. Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Eventualverbindlichkeiten aus eingegangenen Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen bestehen nicht. II. Gewinn- und Verlustrechnung Zinsergebnis Abweichend zum Vorjahr wurde der Zinsanteil aus den Finanzgeschäften in Höhe von TEUR 1.059 in dem Zinsergebnis ausgewiesen. Im Vorjahr belief sich dieser im Finanzergebnis ausgewiesene Betrag auf TEUR 1.682. Die aus der Abzinsung langfristiger sonstiger Rückstellungen resultierenden Zinserträge wurden mit TEUR 22 entsprechend den Vorschriften für BilMoG unmittelbar in die Gewinnrücklagen eingestellt. Mit TEUR 1 (Vorjahr TEUR 0) entstanden Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger sonstiger Rückstellungen. Provisionsergebnis Das Ergebnis aus den Sicherungsgeschäften, welches wirtschaftlich Provisionscharakter hat, wurde abweichend zum Vorjahr in Höhe von TEUR 7.973 als Provisionsergebnis ausgewiesen. Im Vorjahr belief sich dieses Ergebnis auf TEUR 16.232. Ergebnis des Handelsbestands Das Ergebnis des Handelsbestands belief sich im Vorjahr auf TEUR 768. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten u. a. Mieteinnahmen, Kostenbeteiligungen sowie Erträge i.H.v. TEUR 786 aus der Auflösung von Rückstellungen. Des Weiteren beinhaltet dieser Posten Erträge i.H.v. TEUR 764 aus einem Projekt mit einem deutschen Kreditinstitut. Andere Verwaltungsaufwendungen Unter den anderen Verwaltungsaufwendungen werden EDV-Kosten, Kundenwerbung sowie sonstige Sachkosten ausgewiesen. Der im Geschäftsjahr 2010 für den Abschlussprüfer erfasste Honoraraufwand nach § 285 Nr. 17 HGB beträgt TEUR 131 und gliedert sich wie folgt:
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmten Wertpapieren resultiert i.W. aus Kursrückgängen der von uns als Liquiditätsreserve gehaltenen festverzinslichen Wertpapiere. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft Die Erträge aus Zuschreibungen zu bestimmten Wertpapieren resultieren aus realisierten Kursgewinnen durch den Verkauf einer Bundesobligation. D. Sonstige AngabenDerivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente bestanden in Form von Futuregeschäften, die als Gegengeschäfte für Kundenpositionen eingegangen wurden. Der Umfang belief sich zum Stichtag auf TEUR 4.094. Außerbilanzielle Geschäfte Das Rechenzentrum für Bankensoftware sowie der Betrieb der Handelsplattformen sind auf externe Unternehmen ausgegliedert. Die daraus resultierenden zukünftigen Liquiditätsbelastungen sind innerhalb der sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten, sofern die Laufzeiten ein Jahr übersteigen. Durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren 85 (Vorjahr 88) Mitarbeiter beschäftigt. Diese verteilen sich auf folgende Gruppen:
Organe der Gesellschaft Aufsichtsrat:
Vorstand:
Anteilsbesitz
Auf die Angabe der gewährten Bezüge des Vorstands sowie des Aufsichtsrats wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Oberhausen, 31.03.2011 FXdirekt Bank AG Wolfgang Stobbe Jörg Ernst Entwicklung des Anlagevermögens 2010
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERSWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der FXdirekt Bank AG, Oberhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, 31. Mai 2011 BDO
AG
gez. Meier, Wirtschaftsprüfer gez. Berndt, Wirtschaftsprüferin Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2010der FXdirekt Bank AGDer Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im abgelaufenen Geschäftsjahr beratend begleitet, überwacht und die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Kontroll- und BeratungsfunktionenIm Berichtsjahr fanden 2 Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Beschlüsse durch den Aufsichtsrat wurden sowohl in den Sitzungen wie auch schriftlich im Umlaufverfahren gefasst. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Berichtszeitraum im Rahmen der jeweiligen Sitzungen umfassend über die Geschäftsentwicklung, die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und der einzelnen Geschäftsbereiche sowie über die Finanz- und Investitionsplanung informiert. Darüber hinaus wurden ausführliche Quartalsberichte vorgelegt und zusätzlich über Vorgänge von besonderer Bedeutung berichtet. Themen der Berichterstattung und Erörterung waren unter anderem:
Des Weiteren hat sich der Aufsichtsratsvorsitzende in Einzelgesprächen von dem Vorstandvorsitzenden laufend über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen unterrichten lassen. Prüfung und Billigung des JahresabschlussesDen Jahresabschluss der FXdirekt Bank AG für das Geschäftsjahr 2010 und den Lagebericht hat die BDO Deutsche Warentreuhand AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Wir haben diese Unterlagen auch selbst geprüft. Der Bericht der BDO Deutsche Warentreuhand AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, über die Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichts lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in unserer Bilanzsitzung am 27.06.2011 ausführlich behandelt. In dieser Sitzung hat der Vorstand auch detailliert über Umfang, Schwerpunkte und Kosten der Abschlussprüfung berichtet. Wir hatten keine Einwendungen und stimmen dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt. PersonalienIm Geschäftsjahr 2010 wurde das Vorstandsmitglied Jörg Ernst für eine weitere Amtszeit von 5 Jahren bestellt. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat Herrn Hermann Plantenberg zu seinem Vorsitzenden und Herrn Dr. Klaus Buddee zu seinem stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Dank an Vorstand und MitarbeiterDer Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der FXdirekt Bank AG für ihren Einsatz und ihre Leistung im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Oberhausen, 27.06.2011 Für den Aufsichtsrat Hermann Plantenberg, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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