IDEEMATEC Deutschland GmbH
Neusling 9C, 94574 Wallerfing, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Till Dr. Merkel seit 26.2.2026 | Geschäftsführer |
Claudia Wentsch seit 22.5.2025 | Prokura |
Bernd Martin Ulrich Kiermeier seit 9.10.2024 | Geschäftsführer |
Mario Eckl seit 28.11.2017 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IDEEMATEC Deutschland GmbHWallerfingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSDer zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss wurde nach § 327 HGB verkürzt. Zu dem vollständi-gen Jahresabschluss, der in der Gesellschafterversammlung am 23. September 2024 festgestellt wurde, und dem Lagebericht wurde der nachfolgende Bestätigungsvermerk erteilt: An die Ideematec Deutschland GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der IDEEMATEC Deutschland GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IDEEMATEC Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Landshut, den 26. Juli 2024 dhpg
GmbH
Hahn, Wirtschaftsprüfer Dr. Gabelsberger, Wirtschaftsprüfer LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023A. Geschäft und Rahmenbedingungen 1. Geschäftstätigkeit IDEEMATEC Deutschland GmbH ist einer der weltweit Top 10-Anbieter von Trackingsystemen für Freiflächen-Photovoltaikanlagen im Kraftwerksmaßstab. Das Leistungsspektrum reicht von der Lizenzfertigung von Befestigungssystemen über Anlagenplanung, Flächenauslegung und projektspezifisches Engineering bis hin zur Erbringung von Logistik- und Serviceleistungen. Das Hauptsegment liegt bei Nachführsystemen für Freiflächenanlagen, die in solaren Großprojekten weltweit verbaut werden. Zielgruppe sind Energieversorger (EVU), Stromerzeuger (IPP), Projektentwickler und Installationsbetriebe (EPC), Emissionshäuser, private und institutionelle Investoren. 2. Entwicklung des Umfeldes Erneuerbare Energien und Klimaschutz Die Bekämpfung der Klimakrise bei einem weltweit steigenden Energiebedarf ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen 2023 in Dubai verpflichteten sich 130 Länder, die Kapazität erneuerbarer Energien zu verdreifachen. Im Jahr 2023 basierten nach Angaben der IRENA rund 43,2% (Vj: 40,4%) der weltweiten Stromproduktion auf erneuerbaren Energien. Die weltweit installierte Leistung stieg auf 3.870 GW (Vj. 3.396 GW; +13,9%). Im Photovoltaiksektor stieg die installierte Leistung um 346 GWp auf 1.412 GWp (Vj. 1,067 GWp; +32,4%). Davon entfallen 609 GWp auf China, 137 GWp auf die Vereinigten Staaten und 286 GWp auf Europa. Investitionen in erneuerbare Stromerzeugung Zur Erreichung der Klima- und Versorgungsziele wurden die Ausgaben für erneuerbaren Stromerzeugung deutlich erhöht. Weltweit wurden rund 622,5 Mrd. USD (Vj. 575,9 Mrd. USD, +8,1%) in die Errichtung von Erneuerbare-Energien-Anlagen investiert. Davon entfallen 273,2 Mrd. USD auf China, 92,9 Mrd. USD auf die Vereinigten Staaten und 134,4 Mrd. USD auf Europa. Solarenergie ist heute eine der kostengünstigsten und risikoärmsten Quellen für alternative Energieerzeugung. Die Investitionen in Photovoltaik verzeichneten mit 392,7 Mrd. USD (Vj. 349,2 Mrd. USD; +12,5%) einen Höchststand. Trackermarkt Tracker ermöglichen etwa 10% niedrigere Stromgestehungskosten für PV-Projekte im Vergleich zu Anlagen mit fester Neigung (Fixed-tilt). Besonders deutlich wird dies in Regionen mit hoher Sonneneinstrahlung, wo der Vorteil von Nachführsystemen bei der Stromerzeugung am stärksten ausgeprägt ist. Untersuchungen zeigten, dass der Markt für PV-Tracker noch schneller wächst als der Photovoltaiksektor insgesamt. Hinzu kommt, dass PV-Anlagen mit Trackersystem deutlich mehr Strom in den Morgen- und Abendstunden erzeugen als Fixed-tilt-Anlagen. Im Vergleich zur Strommenge im Mittagspeak kann der Morgen- und Abendstrom der zu höheren Preisen vermarktet werden. Im Weltmarkt dominieren einachsig nachgeführte Anlagen mit einem Marktanteil von ca. 67%, bei denen je Reihe ein Antrieb verbaut wird, gefolgt von zweiachsigen Trackern (2 Reihen/Antrieb; 19%) und zentralisierten Systemen mit mindestens 3 Reihen/Motor (14%). IDEEMATEC deckt inzwischen den gesamten Bereich der einachsig geführten Anlagen ab, seit es neben dem L:TEC ® 2P mit 2 Modulreihen (Two-in-portrait / 2P) auch den im Oktober 2022 entwickelten 1-reihigen Horizon-Tracker L:TEC ® 1P (One-in-portrait / 1P) zur Serienreife gebracht hat. Da bei den einachsigen Systemen weltweit 3 von 4 Trackern in der die 1P-Variante verbaut werden, hat die Fertigstellung des L:TEC ® 1P die Wettbewerbsfähigkeit deutlich erhöht. Zudem wurde im Vorjahr erstmals auch der L:TEC ® Agri PV verbaut und kann nun auch diesen exponentiellen wachsenden Markt bedienen. Die weltweiten Lieferungen von Solartrackern erreichten im Jahr 2023 94 GW (Vj. 73 GW), was einem Wachstum von 29% entspricht. Den größten Anteil haben die Vereinigten Staaten (38%), gefolgt von Spanien (12%), Brasilien (9%), Saudi-Arabien und Indien (je 7%) und China (6%). Nach Schätzungen von S&P Global sind im Prognosezeitraum von 2024 bis 2030 752 GW an Tracker-Installationen zu erwarten, davon 39% in Nord- und 8% in Südamerika, 31% in der EMEA-Region und 22% in APAC. Beschäftigungseffekte Nach den jüngsten verfügbaren Beschäftigungszahlen für das Jahr 2022 stiegen die Arbeitsplätze in der Solarbranche auf 4,90 Mio. (Vj. 4,29 Mio; +14,2%). Die meisten Arbeitsplätze verzeichnete China (2,76 Mio), gefolgt von der Europäischen Union (0,517 Mio), Indien (0,281 Mio.) und den USA (0,264 Mio). In Deutschland waren rund 84.100 Personen (Vj. 58.500; +43,8%) in der Solarbranche beschäftigt. 3. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 konnten im Vorjahresvergleich sowohl Umsatz als auch Ergebnis deutlich gesteigert und verbessert werden. Der Gesamtumsatz stieg im Jahr 2023 von 15.290 TEUR um 48.187 TEUR oder 315,2% auf 63.477 TEUR an. Die wesentlichen Gründe hierfür sind, dass der im Oktober 2022 zur Serienreife entwickelte Horizon-Tracker L:TEC ® 1P überaus erfolgreich am Markt etabliert werden konnte. Zudem konnten die Schwierigkeiten des Vorjahres wie kriegsbedingte Unsicherheiten mit Liefer-, Logistik-, Versorgungs- und Finanzierungsproblem überwunden werden. In den einzelnen Regionen entwickelte sich der Umsatz im Vergleich zum Vj wie folgt (siehe Tabelle 1): Tabelle 1: Umsatz in den Regionen:
Europa ermöglichte dem Unternehmen die besten Geschäftschancen (28.090 TEUR; Vj. 8.468 TEUR). Die meisten Umsätze wurden in Rumänien erzielt (17.628 TEUR; Vj. 0 TEUR), gefolgt von Bulgarien (7.523 TEUR; Vj. 36 TEUR), Italien (1.397 TEUR; Vj. 0 TEUR), Österreich (622 TEUR; Vj. 615 TEUR) und Spanien (282 TEUR; Vj. 128 TEUR). Weitere 181 TEUR wurden in Albanien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Portugal und der Türkei erlöst. In Deutschland konnten 458 TEUR (Vj. 103 TEUR) erlöst werden, die auf Kostenverrechnungen, Ersatzteillieferungen sowie Miet- und Pachterträgen beruhen. In Subsahara-Afrika stiegt der Umsatz um 26.618 TEUR auf 26.725 TEUR, was hauptsächlich auf Südafrika (23.510 TEUR; Vj. 0 TEUR) und Namibia (3.226 TEUR; Vj. 0 TEUR) zurückzuführen ist. Im Asien-Pazifik-Raum konnten mit 108 TEUR (Vj. 70 TEUR; -54%) kaum Geschäfte getätigt werden und in der MENA-Region (Middle East, North Africa) brach der Umsatz um 98% ein, was insbesondere durch Katar (25 TEUR; Vj. 2.834 TEUR) verursacht wurde. In Jordanien wurden 24 TEUR (Vj. 31 TEUR) und in Saudi-Arabien 8 TEUR (Vj. 0 TEUR) erwirtschaftet. Der in Nordamerika erwirtschaftete Umsatz entfiel ausschließlich auf die USA (4.693 TEUR; Vj. 225 TEUR) und enthält 3.909 TEUR an Lizenzgebühren von IDEEMATEC Inc. In Lateinamerika konzentriert sich die Tätigkeit auf Chile (3.796 TEUR; Vj. 3.278 TEUR). Die Analyse der Umsatzerlöse im Hinblick auf die Produkte zeigt, dass im Jahr 2023 ausschließlich solare Großkraftwerke in Form von Freiflächenanlagen beliefert wurden (siehe Tabelle 2): Tabelle 2: Umsatz nach Produkten:
Vom Schwesterunternehmen Ideematec Inc. wurden erstmals Lizenzgebühren vereinnahmt (3.909 TEUR). Die übrigen Umsatzerlöse sind zurückzuführen auf die Lieferung von Ersatzteilen (76 TEUR; Vj. 350 TEUR), sonstige Erlöse (57 TEUR; Vj. 41 TEUR) und auf Kostenverrechnungen zu Mutter- und Schwesterunternehmen (505 TEUR; Vj. 147 TEUR). Durch die Umsatzsteigerung konnte im Geschäftsjahr 2023 nicht nur den Umsatz, sondern auch die Ertragslage deutlich gesteigert und verbessert werden. Dabei wird darauf hingewiesen, dass aufgrund des im Jahr 2020 geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit dem Mutterunternehmen Ideemagroup Holding GmbH das Ergebnis stets 0 EUR beträgt. Für Analysezwecke wird daher auf die Ergebnisabführung (= Verlustübernahme) abgestellt. Wenn auch deutlich verbessert, schließt das Geschäftsjahr 2023 in Form einer Verlustübernahme von 1.919 TEUR (Vj. 8.188 TEUR) mit einem negativen Jahresergebnis ab. Dies stellt eine Verbesserung von 6.269 TEUR (76,6%) dar. Die EBIT-Marge bezogen auf die Gesamtleistung stieg wegen der Umsatz- und Ergebnisverbesserung von -49,2% auf -2,8%. Absolut verbesserte sich das EBIT auf -1.822 TEUR (Vj. -8.135 TEUR). Gleiches gilt für die Umsatzrendite nach Steuern, die sich ohne Berücksichtigung der Ergebnisabführung/Verlustübernahme von -49,5% auf -2,9% erhöhte. Die Wachstumsstrategie wurde konsequent weiterverfolgt, um die Produkte final zu entwickeln, die Produktpipeline weiterhin auszubauen und so die Marktposition weiterhin zu verbessern. Wegen dieser Investitionen in die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und Gewährleistungs-aufwendungen war trotz Erreichen der Umsatzziele kein positives Ergebnis erzielbar. 4. Logistik und Beschaffung Da in der Befestigungs- und Nachführtechnik ein hoher Kostendruck herrscht, ist die Entwicklung der Materialpreise eine große Herausforderung. Feuerverzinkter Bandstahl aus Süd- bzw. Nordeuropa (ab Werk) wurde zu Beginn der Berichtsperiode mit etwa 760 USD/t gehandelt und pendelte sich nach einem Anstieg auf bis zu 980 USD/t im I./II. Quartal 2023 zum Jahreswechsel 2023/24 bei etwa 800 USD/t ein. Dazu im Vergleich lag Bandstahl aus China (FOB Shanghai) bei 700 USD/t und aus Indien (EXW Mumbai) bei 660 USD/t. Das Unternehmen pflegt Geschäftsbeziehungen zu deutschen, europäischen sowie internationalen Stahl- und Komponentenherstellern, Händlern und Verarbeitungsbetrieben, aber auch Produzenten aus China, Indien, Saudi-Arabien, Türkei, USA, Brasilien, APAC. Dabei legt es Wert auf größtmögliche Unabhängigkeit. Neben langjährigen Hauptlieferanten werden regelmäßig auch neue Lieferanten beauftragt. Verarbeitungsbetriebe werden fortlaufend kontrolliert. Durch das Multiple-Supply Chain kann das Unternehmen flexibel auf Markterfordernisse, aber auch externe Störungen wie Lockdowns, Strafzölle, Local-Content-Vorgaben etc. reagieren und die Projekte wie geplant erfolgreich ausliefern. 5. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Im Berichtszeitraum wirken sich folgende Faktoren aus: Trackermarkt Im Segment der Befestigungstechnik ist seit langem ein enormer Wettbewerb und eine hohe Konzentration zu beobachten. Nach Einschätzung der Analysten von S&P Global haben die 10 führenden Hersteller in 2023 88% des Trackermarktes unter sich ausgemacht, wobei die vier größten Unternehmen nur noch einen Marktanteil von 59% (VJ. 70%) hatten. Hierbei steht das Unternehmen in weltweiter Konkurrenz zu großen Industrieunternehmen mit hoher Innovations- und Finanzkraft. Bei den einachsig nachgeführten Anlagen liegt der Marktanteil der 1P-Tracker, die nur eine Modulreihe tragen, inzwischen bei 75%. Sie sind im Vergleich zu 2P-Trackern über 25% leichter und verursachen entsprechend niedrigere Material- und Logistikkosten. Hierauf hat das Unternehmen konsequent reagiert und die in 2021 begonnene Entwicklung des L:TEC ® 1P bis Oktober 2022 zur Serienreife gebracht. Zudem wurden alle für den weltweiten Verkauf und eine größtmögliche Marktgängigkeit erforderlichen Zertifizierungen und Dokumentationen erstellt. Der L:TEC ® 1P als neues Flaggschiff von IDEEMATEC hat noch weniger Bauteile, ist kostengünstiger und leichter, schneller aufzubauen und wartungsärmer. Durch erheblich weniger Gewicht ist er wirtschaftlich deutlich resilienter bei volatilen oder steigenden Stahl- und Logistikkosten und verursacht daneben einen wesentlich geringeren CO 2 -Fußabdruck. Er ist einfacher konstruiert und leichter zu montieren als jedes bisherige Produkt, weshalb er gerade für solare Großkraftwerke ideal geeignet ist. Der L:TEC ® 1P übertrifft die in ihn gesetzten Erwartungen und zeigt, dass er dem Unternehmen einen deutlich breiteren Marktzugang verschafft: Seit Serienreife konnten Projekte im Umfang von 188 Mio. EUR bzw. 2 GWp realisiert oder unterzeichnet werden. Damit konnte IDEEMATEC seinen Marktanteil im Jahr 2023 auf 2% steigern und rangiert im weltweiten Vergleich der Unternehmen mit den höchsten Zuwächsen an Auslieferungen zwischen 2022 auf 2023 auf Rang 4. Gewährleistung Bei einem Projekt droht eine Gewährleistungsverpflichtung wegen elektrischer Leitfähigkeit des Untergrundes und dadurch verursachter Korrosionsschäden. Obwohl grundsätzlich Versicherungsschutz besteht, wurde höchst vorsorglich eine Rückstellung für drohenden Gewährleistungsaufwand über 2.000 TEUR gebildet. B. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 1. Ertragslage Unsere wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren sind klassisch Umsatz, Rohergebnis und Gewinn. Dabei konnte die Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr im Geschäftsjahr 2023 in allen Bereichen erhebliche Verbesserungen erzielen. Der Umsatz stieg von 15.290 TEUR im Jahr 2022 um 48.187 TEUR bzw. 315,2% auf 63.477 TEUR im Jahr 2023. Die Gewinn- und Verlustrechnung weist einen Jahresfehlbetrag von 1.919 TEUR aus, der von der Organträgerin Ideemagroup Holding GmbH übernommen wird. Dies bedeutet gegenüber der Verlustübernahme des Vorjahres (8.188 TEUR) eine Verbesserung um 6.269 TEUR bzw. 76,6%. Im Ergebnis sind keine außerordentlichen Erträge enthalten. Die Materialaufwandsquote (Materialeinsatz/Gesamtleistung) sinkt auf 81,4% (Vj. 83,5%). Hier wirken sich die im Geschäftsjahr niedrigen Rohstoffpreise positiv aus. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand/Gesamtleistung) sank auf 8,1% (Vj. 25,8%). Trotz einer Steigerung der Personalkosten von 990 TEUR auf 5.260 TEUR (Vj. 4.270 TEUR) hat der starke Anstieg der Gesamtleistung sich hier positiv ausgewirkt. Zur Verstärkung der Kapazitäten und um das geplante Wachstum erreichen zu können, wurde die Zahl der Arbeitnehmer von 56 auf 66 im Geschäftsjahr erhöht. Auch der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen bezogen auf die Gesamtleistung sank auf 12,1% (Vj. 38,4%), was wiederum trotz der absoluten Zunahme auf 7.788 TEUR (Vj. 6.348 TEUR) am Anstieg der Gesamtleistung lag. Der absolute Anstieg ist auf viele Einzelposten zurückzuführen. Als wesentlich zu nennen sind die Aufwendungen für Gewährleistungsrückstellungen von 1.921 TEUR. Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages ist ein Ertrag aus Verlustübernahme von 1.919 TEUR (Vj. 8.188 TEUR) zu berücksichtigen. Die Berichtsperiode schließt mit einem Jahresergebnis von 0 TEUR. 2. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um 12.256 TEUR von 23.978 TEUR auf 36.234 TEUR gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg von 51,1%. Auf der Aktiva-Seite sanken die Vorräte auf 2.947 TEUR (Vj. 4.965 TEUR), was am Rückgang des Lagerbestandes um 2.517 TEUR liegt. Die geleisteten Anzahlungen stiegen hingegen um 499 TEUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen steigen auf 10.956 TEUR (Vj. 1.655 TEUR), die Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf 4.516 TEUR (Vj. 193 TEUR) und die sonstigen Vermögensgegenstände auf 113 TEUR (Vj. 40 TEUR). Außerdem steigen die Forderungen gegen Gesellschafter auf 10.937 TEUR (Vj. 8.359 TEUR), wobei hier die Forderung aus Verlustübernahme von 10.108 TEUR (Vj. 8.188 TEUR) enthalten ist. Die liquiden Mittel sanken von 4.141 TEUR um 3.263 TEUR bzw. 78,8% auf 878 TEUR. Die Investitionstätigkeit war im Berichtsjahr mit 1.283 TEUR höher als im Vj (470 TEUR). Zugleich waren selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände von 1.148 TEUR (Vj. 1.240 TEUR) zu erfassen. Die Gesellschaft ist in gemieteten Räumen tätig. Die aktive Rechnungsabgrenzung stieg auf 1.001 TEUR (Vj. 460 TEUR). 3. Finanzlage Einen nennenswerten Finanzierungsanteil der IDEEMATEC stellt das Eigenkapital dar, das durch Gewinnthesaurierungen und Einlagen geschaffen wurde. Die darüber hinaus erforderliche Fremdfinanzierung ist auf mehrere Säulen verteilt. Den größten Anteil haben im Berichtsjahr die Lieferantenverbindlichkeiten mit 10.988 TEUR (Vj: 5.118 TEUR) und die erhaltenen Anzahlungen mit 8.699 TEUR (Vj. 17.568 TEUR), die jedoch anders als im Vorjahr nicht mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu saldieren waren (Vj. 9.409 TEUR). Außerdem zu nennen sind die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Ideemagroup Holding GmbH mit 7.432 TEUR (Vj: 2.658 TEUR). Dabei handelt es sich um ein mittelfristiges Gesellschafterdarlehen. Daneben bestehen sonstige Verbindlichkeiten mit 371 TEUR (Vj. 815 TEUR), Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 248 TEUR (Vj. 338 TEUR) und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit 14 TEUR (Vj. 20 TEUR). Insgesamt stiegen die Verbindlichkeiten (nach Saldierung der erhaltenen Anzahlungen) von 17.108 TEUR um 10.644 TEUR bzw. 62,2% auf 27.752 TEUR. Die Rückstellungen wurden von 1.384 TEUR um 1.616 TEUR bzw. 116,8% auf 3.000 TEUR erhöht. Die größten Einzelpositionen sind Rückstellungen für Gewährleistungen (2.145 TEUR), Personalkosten (413 TEUR), ausstehende Rechnungen (330 TEUR), und Beratungskosten (68 TEUR). Das Geschäftsjahr war durch eine negative Liquiditätslage geprägt. Der operative Cashflow war mit -5.936 TEUR negativ (Vj: 3.327 TEUR). Dies kommt aus der Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, um 14.905 TEUR und dem Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens von 1 TEUR. Dem steht eine Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, um 7.875 TEUR, der Zunahme der Rückstellungen um 1.616 TEUR, aus den Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens von 1.195 TEUR, den Zinsaufwendungen von 96 TEUR und sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen von 107 TEUR gegenüber. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war mit -1.915 TEUR (Vj. -2.007 TEUR) negativ, während der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit mit 4.588 TEUR (Vj. 645 TEUR) positiv abschloss. Im Ergebnis führte dies zu einer Abnahme des Finanzmittelbestandes von 4.141 TEUR im Vorjahr um 3.263 TEUR auf 878 TEUR zum Ende der Berichtsperiode. Letztlich konnte die Gesellschaft die Geschäftstätigkeit und den damit verbundenen Kapitalbedarf im Konzern jederzeit noch aus eigener Kraft decken. Wegen des hohen Finanzierungsbedarfes musste ein negatives Finanzergebnis verzeichnet werden. So stiegen die laufenden Zinsausgaben auf 96 TEUR (Vj. 51 TEUR), während die Zinserträge auf 0 TEUR (Vj. 2 TEUR) zurückgingen. Zum Stichtag standen Bürgschaften über 13.401 TEUR offen, wovon inzwischen 1.677 TEUR zurückgegeben wurden. Die Fähigkeit der Gesellschaft, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, wird weiterhin als stabil erwartet. Die Gesellschaft hat zum Ende des Geschäftsjahres wie bereits im Vorjahr ein positives Eigenkapital von 5.469 TEUR ausgewiesen. Der Jahresfehlbetrag von 1.919 TEUR wird vollständig von der Muttergesellschaft Ideemagroup Holding GmbH übernommen. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Gesellschaft sich - von Gewährleistungsaufwendungen abgesehen - wie erhofft entwickelt hat und im Berichtsjahr die Erwartungen überwiegend erfüllen konnte. C. Forschung und Entwicklungsbericht Gegenstand der F&E-Tätigkeit in der Berichtsperiode ist die neue Horizon-Trackergeneration in den Ausführungen L:TEC ® 1P, L:TEC ® 2P und L:TEC ® Agri PV. Ihre patentierte Verriegelungsfunktion vereint die Verfolgungsbewegung eines Trackers mit der Stabilität eines festen Gestellsystems, und zwar an jeder einzelnen Neigungsposition. Aufgrund der filigranen und zugleich hohen Bauweise des L:TEC wird der Untergrund weniger beschattet, weshalb er besonders geeignet ist für bifaziale Solarmodule. Die geringe Anzahl von Bauteilen erleichtert die Montage und Wartung und ermöglicht niedrigere Materialkosten. Im Weltmarkt dominieren einachsig nachgeführte Anlagen mit einem Marktanteil von ca. 67%, bei denen je Reihe ein Antrieb verbaut wird. IDEEMATEC deckt inzwischen den gesamten Bereich der einachsig geführten Anlagen ab, seit es neben dem L:TEC ® 2P mit 2 Modulreihen (Two-in-portrait / 2P) auch den im Oktober 2022 entwickelten 1-reihigen Horizon-Tracker L:TEC ® 1P (One-in-portrait / 1P) zur Serienreife gebracht hat. Da bei den einachsigen Systemen weltweit 3 von 4 Trackern in der die 1P-Variante verbaut werden, hat die Fertigstellung des L:TEC ® 1P die Wettbewerbsfähigkeit deutlich erhöht. Zudem wurde im Geschäftsjahr erstmals auch der L:TEC ® Agri PV verbaut und kann nun auch diesen exponentiellen wachsenden Markt bedienen. Der Gesamtbetrag der Entwicklungskosten belief sich auf 1.172 TEUR (Vj. 1.264 TEUR), davon 252 TEUR (Vj. 517 TEUR) für Materialkosten und die Inanspruchnahme von Dienstleistungen Dritter für F&E-Zwecke des Unternehmens. Die aktivierungsfähigen Personalkosten betrugen 920 TEUR (Vj. 746 TEUR). Im Berichtsjahr wurden ein Teilbetrag von 1.148 TEUR (Vj. 1.240 TEUR) der F&E-Kosten aktiviert. Dem steht aus der angelegten Nutzungsdauer von 5 Jahren eine vorgenommene Abschreibung von 794 TEUR (Vj. 364 TEUR) gegenüber. D. Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die Liquiditätslage zum Ende der Berichtsperiode war zufriedenstellend. Am Bilanzstichtag betrug der Bestand der liquiden Mittel 878 TEUR. Hinzu kommen projektbezogene Avallinien von insgesamt 43.500 TEUR, die zum Stichtag mit 1.422 TEUR durch Anzahlungsgarantien, mit 8.479 TEUR durch Vertragserfüllungsgarantien und mit 3.500 TEUR durch Gewährleistungsgarantien beansprucht wurden. Daneben besteht eine Betriebsmittelkreditlinie von 2.000 TEUR, die zum Stichtag nicht beansprucht wurde. Das Eigenkapital beträgt im Berichtsjahr unverändert 5.469 TEUR. Das Unternehmen steht zum Ende des Berichtsjahres vor Herausforderungen, hat jedoch zahlreiche Aufträge in Vorbereitung, so dass im Geschäftsjahr 2024 mit einem etwa gleich hohen Umsatz wie in der Berichtsperiode zu rechnen ist. Die Fortführung des Unternehmens ist auch gesichert, wenn die geplanten Ergebnisse nicht in dem erhofften Maße eintreten. Größere Planabweichungen dürften für unser Unternehmen vor dem Hintergrund der in 2023 realisierten Gesellschafterfinanzierung zu bewältigen sein. Wir sehen daher aktuell keine bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft. 1. Wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung Neben den Risiken aus der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung sehen wir für IDEEMATEC derzeit speziell nachfolgende Risiken: Umfeldrisiken Der Trackermarkt verfügt über hohe Produktions- und Kapitalreserven. Nach dem Ranking der Analysten von S&P Global haben die 10 führenden Hersteller im Jahr 2023 88% des Trackermarktes unter sich ausgemacht, wobei die vier größten Unternehmen nur noch einen Marktanteil von 59% (VJ. 70%) hatten. Durch Einbindung der ABN AMRO Sustainable Impact Fund PE B.V. haben wir auf diese Entwicklung reagiert, um so das Wachstum der Ideema-Gruppe abzusichern und zu beschleunigen. Es bleibt jedoch die größte Herausforderung für das Unternehmen, sich mit innovativsten Lösungen für Großkraftwerke Marktchancen zu erarbeiten und konsequent zu nutzen und so in dem sicherlich auch künftig wachsenden Photovoltaikmarkt mit den teils deutlich größeren und finanzstärkeren Konkurrenten Schritt zu halten und nicht abgehängt zu werden. Unternehmensstrategische Risiken Die Gesellschaft muss die Internationalisierung der Geschäftstätigkeit konsequent und zielgenau fortsetzen. Als kleinerer Marktteilnehmer ist es für das Unternehmen oft mühsam, sich auf neuen Märkten zu etablieren. Wegen der unterschiedlichen politischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen ist hier stets mit Verzögerungen und Rückschlägen zu rechnen. In der Vergangenheit ist es häufig nicht gelungen, in einzelnen Ländern über mehrere Jahre hinweg Aufträge zu generieren und Projekte umzusetzen, weshalb immer wieder neue Märkte erschlossen werden mussten. Dies lag unter anderem auch daran, dass die vorherigen Trackergenerationen bis hin zum safeTrack H4TM erheblich mehr Teile hatten, für die Generalunternehmer und Montagebetriebe deutlich schwerer zu handeln und montieren waren und rückwirkend betrachtet nur bedingt geeignet waren für solare Kraftwerks-Großbaustellen. Dieses Hemmnis wird mit dem L:TEC ® 1P endgültig beseitigt. Zu stärkeren Präsenz der Ideema-Gruppe und zur Erfüllung von Local-Content-Bestimmungen wurden Schwestergesellschaften in den USA, Spanien, Australien, Brasilien und Südafrika errichtet. Anders als in der Vergangenheit soll und wird es gelingen, durch für den jeweiligen Standort und Markt individuell konzipierte Geschäftsentwicklungspläne die Gesellschaften zu weitgehend autarken Einheiten in den Bereichen Verkauf und Projektentwicklung zu entwickeln, die das Stammhaus fördern und entlasten. Mit der Belieferung von Großsolarprojekten konzentriert sich das Risiko auf eine geringe Anzahl von Kunden bzw. Investoren mit hohen Finanzvolumina im Einzelfall. Diese Risikokonzentration wird durch Minderung der Ausfallwahrscheinlichkeit versucht zu kompensieren. So werden nur mit Kunden guter Bonität Verkaufsgeschäfte abgeschlossen und die Kaufpreisforderungen durch Bankbürgschaften, Rückversicherungen oder durch verlängerten und erweiterten Eigentumsvorbehalt gesichert. Niedrige Veräußerungspreise bei Photovoltaikprojekten einerseits und steigende Beschaffungspreise andererseits verringern die Margen und erhöhen den Kostendruck. Eine positive Rentabilitätsentwicklung ist nur bei optimalem Material- und Kostenmanagement, geschickter Vermarktung und hoher Effektivität möglich. Doch selbst wenn die Trackerpreise angesichts des wachsenden Marktes für Solar-PV-Tracker nicht wesentlich sinken sollten, ist zu erwarten, dass einzelne Anbieter aufgrund größerer Liefermengen günstigere Einkaufs- und Fertigungspreise verhandeln können oder sich auf die Verbesserung der Hardware, Software und Services konzentrieren, um einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Daher sind neben den laufenden Geschäftsabläufen neue Tendenzen und Techniken stets zu beobachten. Soweit erforderlich und möglich, müssen die Verbesserung und Weiterentwicklung der eingesetzten Produkte rechtzeitig vorbereitet und umgesetzt werden. Zu spät umgesetzte Verbesserungen belasten die Rentabilität und mindern Geschäftschancen. Absatz- und Beschaffungsrisiken Absatzrisiken bestehen dahingehend, dass komplexe Projekte monatelange Vorlauf- und Genehmigungszeiten haben, die im Vorfeld kaum seriös abgeschätzt werden können. Für die Vorplanungen und Verhandlungen ist oft ein hoher Arbeitsaufwand nötig. Dabei erhält das Unternehmen nur für einen Teil der bearbeiteten und angebotenen Projekte den Zuschlag. Dies liegt einerseits am hohen Wettbewerbsdruck, andererseits auch an dem Umstand, dass längst nicht alle angestoßenen Projekte finanziert bzw. genehmigt werden. Konkrete Risiken bestehen gerade bei großen Auftragsvolumina einzelner Projekte in den Unwägbarkeiten der Genehmigungs- und Finanzierungsverfahren sowie der Verfügbarkeit entsprechender Kapazitäten im Stromnetz und damit der geringen Planbarkeit des Bau- und Lieferbeginns. Nur durch terminorientierte Koordination des Materialeinkaufes, der stetigen Überwachung von Verarbeitungsbetrieben und der Beaufsichtigung der ordnungsgemäßen Montage wird eine termingerechte Abwicklung gewährleistet. Dadurch werden Liefer- und Leistungsverzug und Vertragsstrafen verhindert. Beschaffungsrisiken gibt es einerseits hinsichtlich der termingerechten Verfügbarkeit der bei Großprojekten erforderlichen hohen Materialmengen und freien Kapazitäten der Verarbeitungsbetriebe und andererseits wegen der oft erheblichen Preisänderungen in einem volatilen Marktumfeld. Kostenrisiken bestehen auf den Rohstoffmärkten, insbesondere bei Stahl. Aufgrund des starken Wettbewerbs können steigende Beschaffungskosten aber nur zum Teil an unsere Kunden weitergegeben werden. Nur bei planmäßiger Belieferung der Projekte können die Kunden zufriedengestellt und die kalkulierten Handling- und Frachtkosten eingehalten werden. Daher ist eine exakte und vorausschauende Beauftragung der Lieferbetriebe ebenso wichtig wie ständiger Kontakt zu allen Beteiligten und schnelle Behebung auftretender Probleme. Wie die Corona-Krise und der Ukraine-Krieg zeigten, können Lieferketten zusammenbrechen bzw. Kunden oder Lieferanten die Aufträge stornieren. Zudem muss mit weiterhin zum Teil stark steigenden oder äußerst volatilen Rohstoffpreisen gerechnet werden, wie sie am Stahlmarkt bereits zu beobachten waren. Beide Faktoren können zu Lieferengpässen und Preisspiralen führen. Hinzu kommen teils deutlich höhere Frachtkosten, die von den Redereien und Spediteuren mit einem gestörten Rücklauf der Frachtcontainer und mit steigenden Treibstoffkosten begründet werden. Gewährleistungsrisiken Die Gewährleistung der Gesellschaft als Hersteller wird dokumentiert durch unabhängige Abnahmen und Gutachten von Sachverständigen sowie durch Zertifizierungen anerkannter Institute. Für die verbauten Komponenten und in Anspruch genommenen Fremdleistungen wird die Gewährleistung, soweit rechtlich zulässig, auf die Vorlieferanten und ausführenden Verarbeitungsbetriebe abgewälzt. Zur Vermeidung von Standfestigkeitsproblemen werden künftig unabhängige Geologen und Statikingenieure hinzugezogen. Personal- und IT-Risiken Bei der weltweiten Belieferung von Großprojekten mit selbst entwickelten Produkten steigt der Anforderungsgrad an die Konstruktion, Planung, Überwachung und Abrechnung der einzelnen Baustellen sowie das Risiko von Fehlkalkulationen. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken neben dem Einsatz und der Einstellung von erfahrenen Konstrukteuren, Projektplanern und Lagerverwaltern auch durch ihre IT-gestützte Warenwirtschaft. Die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal stellt für die Gesellschaft einen wichtigen Faktor auch in der zukünftigen Entwicklung dar. Dabei ist stets abzuwägen zwischen den Erfordernissen, die strategische Entwicklung des Unternehmens auch personell abzudecken, zugleich aber keine zu hohen Personal- und Gemeinkosten zu verursachen. Die Gesellschaft hat durch eigen entwickelten Software-Lösungen die Produktivität gravierend verbessert, sodass eine Skalierung für mehrere Großprojekte ermöglicht wurde. Finanzwirtschaftliche Risiken Die schnelle und erfolgreiche Belieferung von Großprojekten beinhaltet die Fähigkeit der Gesellschaft, größere kurzfristige Finanzierungsvolumina zu nutzen, um Abschlagszahlungen an Lieferanten vorzufinanzieren. Dies ist Voraussetzung, um mit der Produktion beginnen zu können. Der Gesellschaft werden zu diesem Zweck zusätzlich zu den eigenen Mitteln und Kontokorrentlinien kurzfristige Projektkreditlinien durch Partnerbanken bereitgestellt. Am Bilanzstichtag wurden die Kontokorrent- bzw. die Projektkreditlinien nicht ausgeschöpft. Auf die immer größeren Finanzierungsvolumina wurde durch die Einbindung der ABN AMRO Sustainable Impact Fund PE B.V. reagiert. Damit konnte die Eigenkapitalausstattung des Mutterunternehmens gestärkt und das weitere Wachstum des Unternehmens gesichert werden. In der Berichtsperiode wurden Kapitalerhöhungen vollzogen, mit denen eine Verbesserung der Eigenkapitalausstattung von 7,65 Mio. EUR einhergeht. Als bereits eingetragenes genehmigtes Kapital können weitere 1,80 Mio. EUR von der Geschäftsführung eingefordert werden. Wegen der großen Nachfrage nach L:TEC-Trackern hat die Gesellschaft auch einen Prozess zur weiteren Erhöhung der Kreditlinien gestartet. Die Rentabilität von Beschaffungs- und Veräußerungsvorgängen kann durch schwankende Wechselkurse stark beeinflusst werden. Das Unternehmen versucht, dem soweit möglich dadurch zu begegnen, dass Geschäfte in Euro abgeschlossen werden oder durch Kursabsicherungen flankiert werden. 2. Wesentliche Chancen der zukünftigen Entwicklung Es wird erwartet, dass künftig deutlich mehr Freiflächenanlagen mit Trackern nachgeführt werden. Denn bei getrackten Anlagen kann im Vergleich zu Festaufständerungen in den Morgen- und Abendstunden deutlich mehr Strom erzeugt werden, der zu einem um 4- bis 10-fach höheren Preis vermarktet werden kann als etwa in der Mittagszeit. Dadurch kann die Kraftwerksrentabilität deutlich erhöht werden, insbesondere bei den zu erwartenden höheren Modulpreisen. Durch die strategische Ausrichtung auf innovative und kostengünstige Mounting- und Trackingsysteme für Freiflächenanlagen und die bereits vorhandene und weiterhin angestrebte Marktpräsenz in Europa, Amerika, Australien, Afrika und Asien wird die Unternehmensgruppe auch in Zukunft ein gefragter Partner der Projektentwickler, Generalunternehmer sowie der maßgeblichen Investoren wie private und institutionelle Anleger, Industriebetriebe, Finanzinstitute und Energieversorgungsunternehmen sein. Das Unternehmen verfügt über gute Kontakte und Referenzen in zahlreichen Ländern. Mit der langfristigen Einbindung der ABN AMRO Sustainable Impact Fund PE B.V. konnte die finanzielle Basis für die Bewältigung großer Auftragsvolumina und für ein nachhaltiges Wachstum des Unternehmens gelegt werden. Zur weiteren Stärkung wurden im Jahr 2023 Kapitalerhöhungen realisiert, mit denen die Eigenkapitalausstattung um 7,65 Mio. EUR verbessert wurde. Weitere 1,80 Mio. EUR können als genehmigtes Kapital von der Geschäftsführung eingefordert werden. Damit soll das weitere Wachstum der Ideema-Gruppe gesichert werden. Auf dem strategisch überaus wichtigen US-Markt konnte die Präsenz der Ideema-Gruppe deutlich erhöht und die US-amerikanische Schwestergesellschaft Ideematec Inc etabliert werden. Es wurde bereits ein Auftrag über 640 MWp, der sich gerade in Auslieferung befindet und darüber hinaus ein Rahmenvertrag über 8 GWp für die nächsten Jahre geschlossen. Außerdem wurde in Spanien, wo der größte PV-Wachstumsmarkt in Europa gesehen und erwartet wird, mit Ideematec Spain SL gestartet. Es wird erwartet, dass mit Ideematec Spain SL künftig der spanische Markt erfolgreich bedient werden kann. Darüber hinaus ist Spanien auch ein strategisch wichtiger Standort: Hier gibt es zahlreiche und namhafte global tätige EPCs, mit denen durch die lokale Präsenz enge Kontakte geknüpft werden sollen. Außerdem gibt es in Spanien hochqualifizierte Arbeitskräfte (FTS), deren Expertise für die Gruppe gewonnen werden soll. Mit Ideematec Australia Pty Ltd soll die in den letzten Jahren äußerst erfolgreiche Geschäftstätigkeit auf dem australischen Kontinent fortgesetzt werden, indem die dortigen Local-Content-Bestimmungen eingehalten und die Gesellschaft zu einer weitgehend autarken Einheit in den Bereichen Sales und Engineering entwickelt wird. Damit wird das Problem der unterschiedlichen Zeitzonen gelöst, so dass der lokale Markt deutlich besser bedient werden kann. Hohe Erwartungen werden in den neuen L:TEC ® 1P gesetzt, der im Jahr 2022 fertiggestellt wurde. Mit seinen permanent verriegelten Modulflügeln verspricht er noch mehr Windstabilität bei niedrigerem Material- und Teileaufwand und höchster Geländeanpassung. Der hochinnovative L:TEC ® 1P verspricht eine deutlich stärkere Marktpositionierung als der L:TEC ® 2P, da der Anteil der 1P-Tracker etwa dem dreifachen der 2P-Tracker im Bereich der einachsig geführten Tracker entspricht. Zusammen mit einer gestärkten Planung und Vertriebsabteilungen in regionalen Hubs (etwa in Australien, Brasilien, Spanien, Südafrika und den USA) wollen wir unsere Geschäftschancen weiter ausbauen. Ein Netzwerk an zertifizierten und regelmäßig auditierten Fertigungsbetrieben ermöglicht eine projektnahe Produktion, die den hohen Ansprüchen an die dauerhafte Qualität und Haltbarkeit der Technologie genügt. Mit einer schnittstellenfreien und projektbezogenen Systemintegration in allen Planungsphasen mit optionalen Serviceleistungen wird der Kunde über die gesamte Bauphase begleitet. Eine hauseigene Abteilung steuert die Produktion und sorgt mit einer reibungs- und lückenlosen Lieferkette von der Fertigung bis zur Baustelle für eine termintreue Belieferung. Die Neustrukturierung des Einkaufs und das integrierte Multiple-Supply Chain erschließen signifikante Preisvorteile und hervorragende Lieferanten, aktuell etwa im Asia-Pazifik-Raum. Mit geschulten Teams vor Ort als Know-how-Träger wird für die Anleitung und Supervision von lokalen Arbeitskräften gesorgt und das Projekt bis zur abschließenden Inbetriebnahme und Übergabe an den Betreiber begleitet. Danach unterstützen wir die Kunden mit einer Reihe nachgelagerter Services bei der technischen Betriebsführung. Auf Wunsch können Monitoring, Überwachung, Wartung und Instandhaltung mit maßgeschneiderten Wartungskonzepten übernommen werden. Das hohe Knowhow sowie das Engagement der Mitarbeiter werden mitentscheidend sein, die Effektivität auch in Zukunft zu steigern. Dies wird unterstützt durch die im Berichtsjahr weitgehend abgeschlossene Implementierung eines neuen ERP-Systems. Dadurch sollen interne Prozesse weiter verbessert und automatisiert werden, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Die Photovoltaik ist eine der wichtigsten Energiequellen der Zukunft, was der weltweite Rekordzubau von 346 GWp im Jahr 2023 und der für 2024 prognostizierte Zubau von über 500 GWp eindrucksvoll unterstreicht. Bei den getrackten Solarkraftwerken wird für 2024 ein Zubau von etwa 85 GWp (+ 41,7%) und bis 2030 insgesamt von 752 GWp erwartet. E. Voraussichtliche Entwicklung Eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit ist die Begrenzung der Erderwärmung und Bekämpfung des Klimawandels. Zur Vermeidung von CO 2 -Emissionen und Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern treiben viele Länder die Erzeugung erneuerbarer Energien voran, um die Versorgung der Haushalte und Betriebe sicherzustellen. Die Geschäftsführung geht daher davon aus, dass angesichts des weltweit steigenden Energiebedarfs und der erzielbaren Renditen die Konkurrenzfähigkeit für Solarstrom und die Investitionen in erneuerbare Energien weiter steigen. Mit unserem hohen Knowhow versprechen wir uns daran einen maßgeblichen Anteil. In der schnell wachsenden Trackerindustrie herrscht ein harter Wettbewerb mit hoher Konzentration und Wettbewerbskraft. Unsere globalen Referenzprojekte und die guten Kontakte zu Investoren und Projektplanern gewähren in Anbetracht der begrenzten Finanzkraft eine überdurchschnittliche Marktpräsenz und ermöglichen es dem Unternehmen, unsere neue Trackergeneration im Markt zu etablieren und neue Großkunden zu akquirieren. Diese Wettbewerbsvorteile lassen uns trotz des herausfordernden Marktumfeldes positiv in die Zukunft schauen. Im Vergleich zu vielen Mitkonkurrenten hat das Unternehmen eine höhere Spezialisierung in der Projektplanung und produktbegleitendem Service. Mit der neuen, wegweisenden Trackergeneration L:TEC ® 1P adressieren wir die Anforderungen zukünftiger Solarprojekte und erwarten uns künftig sehr gute Geschäftschancen im lukrativen und rasch wachsenden Markt der solaren Großkraftwerkemit deutlich höheren Margen. Zudem wird der L:TEC ® 2P vor allem in kleineren Projekten mit begrenzt verfügbarer Fläche oder mit schwierigen Bodenverhältnissen hauptsächlich in Europa weiterhin eine Rolle spielen und in Verbindung mit Agri-PV in Zukunft eine interessante Ergänzung sein. Da hierbei von deutlich schnelleren Vorlauf- und Beschaffungszeiten ausgegangen werden kann, könnte der 2P-Tracker auch helfen Umsatzschwankungen auszugleichen. Um das ganze Potential unseres L:TEC ® 2P ausschöpfen zu können, wird bis Mitte 2024 eine umfängliche Zertifizierung und Dokumentation erarbeitet. Nach dem grundsätzlich zufriedenstellenden Ergebnis 2023 sehen wir uns gut gerüstet und rechnen für das Geschäftsjahr 2024 mit einem operativen Umsatz von über 97.000 TEUR und einem positiven operativen Ergebnis.
Wallerfing, im Juli 2024 Mario Eckl, Geschäftsführer für die IDEEMATEC Deutschland GmbH BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023(Vorjahr zum Vergleich)AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023(Vorjahr zum Vergleich)
ANHANG für das Geschäftsjahr 2023IDEEMATEC Deutschland GmbH, WallerfingA. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist unter Firma "IDEEMATEC Deutschland GmbH" mit Sitz in Wallerfing beim Amtsgericht Deggendorf unter der Nummer HRB 2720 eingetragen. Der Jahresabschluss der IDEEMATEC Deutschland GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Im Geschäftsjahr wurden selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände gemäß § 248 Abs. 2 HGB aktiviert. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres betrug TEUR 1.172. Davon entfielen TEUR 1.148 auf die aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten ohne Wahlbestandteile nach § 255 Abs. 2 S. 3 HGB, die linear abgeschrieben werden. Die Nutzungsdauern sind auf fünf Jahre festgelegt. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Sachanlagen werden mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Zuschüsse werden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt. Selbständig nutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu 800,00 Euro werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Waren werden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren Verkaufspreisen am Bilanzstichtag bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Risiken werden mit den entsprechenden Wertkorrekturen berücksichtigt. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstbuchung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die flüssigen Mittel wurden zum Nennbetrag angesetzt. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag werden, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, aktivisch als Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Kosten- und Preissteigerungen wurden berücksichtigt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstbuchung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Währungsumrechnung: Die Währungsumrechnung für auf fremde Währung lautenden sonstige Vermögensgegenstände und Forderungen sowie Verbindlichkeiten erfolgt nach den oben genannten Methoden. Die Posten des Anlagevermögens sind mit den historischen Kursen umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum jeweiligen Stichtagskurs eingebucht. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag werden, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, passivisch als Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr nicht abgewichen. C. Weitere Angaben und Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im Anlagenspiegel dargestellt. ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS UND DER WERTBERICHTIGUNG IN DER ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind kurzfristig. 3. Eigenkapital Der Gesamtbetrag der nach § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrten Beträge lautet auf TEUR 3.039 (Vj. TEUR 2.684) und stammt aus der Aktivierung der selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 3.039 (Vj. TEUR 2.684). Unter Einbeziehung der Gewinnrücklage von TEUR 2.000 kommt die Ausschüttungssperre für den überschießenden Teilbetrag in Höhe von TEUR 1.039 zur Anwendung. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten nachfolgende Beträge:
5. Verbindlichkeiten Es bestehen kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 20.320 (Vj TEUR 14.450). Gegenüber der Gesellschafterin bestehen daneben mittelfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 7.432 (Vj TEUR 2.658). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Kontokorrentkreditlinien) sind durch persönliche Bürgschaften der Gesellschafterin Ideemagroup Holding GmbH, Globalzession der bestehenden Forderungen, Garantieabtretungen und Sicherungsübereignung des Warenbestands besichert. 6. Haftungsverhältnisse Die IDEEMATEC Deutschland GmbH haftet zum Stichtag mit Anzahlungsbürgschaften bei Auftraggebern über TEUR 1.422, als Vertragserfüllungsgarantien über TEUR 8.479 und als Gewährleistungsgarantien über TEUR 3.500. Diese sind teilweise durch Rückgriffforderungen in Form einer Bürgschaft gegenüber Ideemagroup Holding GmbH gesichert und wurden Zug um Zug mit der Auftragserledigung reduziert, so dass das Risiko einer Inanspruchnahme als gering eingeschätzt wird. D. Weitere Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge Die Erträge aus Währungsumrechnung betragen TEUR 273 (Vj. TEUR 0). Periodenfremden Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (Vj. TEUR 252) und aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen (Vj TEUR 78) sind nicht enthalten. 2. Personalaufwand Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 16) enthalten. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die periodenfremden Aufwendungen aus der Zuführung zu Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 1.921 (Vj. TEUR 2) und zu Wertberichtigungen auf TEUR 117 (Vj. TEUR 10). Die Aufwendungen aus Forderungsverlusten betragen TEUR 41 (Vj. 0 TEUR). Aufwendungen aus Währungsumrechnung (Vj. TEUR 1.391) und aus Anlagenabgängen (Vj. TEUR 6) sind nicht enthalten. 4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 69 (Vj. TEUR 43) verbundene Unternehmen. E. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestanden nach Fälligkeiten geordnete sonstige finanzielle Verpflichtungen:
2. Arbeitnehmerzahlen Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich beschäftigt:
3. Organe der Gesellschaft Während des Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 4. Honorar des Abschlussprüfers Die Gesellschaft macht vom Wahlrecht des § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch und verzichtet auf die Angaben bezüglich der Gebühren des Abschlussprüfers. 5. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Verlust in Höhe von TEUR 1.919 wird aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags von der Alleingesellschafterin Ideemagroup Holding GmbH übernommen.
Wallerfing, den 26. Juli 2024 Mario Eckl, Geschäftsführer |
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