Union Investment Services & IT GmbH
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Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Union Asset Management Holding AGFrankfurt am MainKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bericht des AufsichtsratsAufsichtsrat und PräsidiumDer Aufsichtsrat und das von ihm gebildete Präsidium haben im Geschäftsjahr 2023 die Geschäftsführung des Vorstands nach den gesetzlichen und satzungsgemäßen Vorschriften überwacht sowie über die vorgelegten zustimmungsbedürftigen Geschäfte entschieden. Zur Erfüllung seiner Aufgaben und in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften hat der Aufsichtsrat ein Präsidium gebildet, das insbesondere als Personalausschuss und Prüfungsausschuss tätig ist und die Beschlussfassungen des Aufsichtsrats vorbereitet. Das Präsidium tagte im Jahr 2023 dreimal. Der Aufsichtsrat wurde über seine Tätigkeit regelmäßig unterrichtet. Im Jahr 2023 gab es folgende Veränderungen in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats: Herr Jörn Nordenholz (bis zum Wechsel in den Ruherstand zum 31. Dezember 2023 Vorstandsvorsitzender der Volksbank Niedersachsen-Mitte eG) schied mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 23. Mai 2023 aus dem Aufsichtsrat aus. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Jörn Nordenholz für seine engagierte und wertvolle Unterstützung. Als Nachfolger im Aufsichtsrat wählte die Hauptversammlung am 23. Mai 2023 Herrn Ulf Brothuhn (Vorstandsvorsitzender der Bremische Volksbank eG). Die Mandatsperiode aller 15 Aufsichtsratsmitglieder reicht bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2027. Zusammenarbeit mit dem VorstandÜber die Lage und die Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns sowie über den allgemeinen Geschäftsverlauf wurde dem Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich und mündlich Bericht erstattet. Darüber hinaus hat der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig über das laufende Geschäft und die zukünftige Geschäftspolitik einschließlich der strategischen und organisatorischen Ausrichtung der Union Investment Gruppe unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat sich mit der Risikosituation der Gesellschaft und des Konzerns sowie weiteren wesentlichen für das Investmentgeschäft typischen Risiken auseinandergesetzt. Sitzungen des AufsichtsratsIm vergangenen Geschäftsjahr fanden vier Sitzungen statt. In diesen Sitzungen sowie anhand turnusmäßiger Berichte, insbesondere durch Quartalsberichte, wurde der Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über die aktuelle Lage der Gesellschaft, vor allem über die allgemeine Geschäftsentwicklung, wichtige Einzelvorgänge und die personelle Entwicklung, informiert. Die Unterrichtung des Aufsichtsrats über die Arbeit des Präsidiums erfolgte umfassend und kurzfristig. Darüber hinaus stimmte der Aufsichtsrat wesentlichen geschäftlichen Maßnahmen zu. Weitere Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen waren unter anderem die Budgetplanung, die Auswirkungen regulatorischer Veränderungen auf das Geschäft der Union Investment Gruppe sowie verschiedene Beteiligungsangelegenheiten. Zwischen den Aufsichtsratssitzungen informierte der Vorstand das Gremium in schriftlicher Form über wichtige Vorgänge wie beispielsweise Personalangelegenheiten. In dringenden Fällen stimmte der Aufsichtsrat wesentlichen Geschäftsvorfällen zwischen den Sitzungen im Wege des schriftlichen Beschlussverfahrens zu. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, zugleich Vorsitzender des Präsidiums, erörterte auch außerhalb der Sitzungen in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstandsvorsitzenden wichtige Entscheidungen und besondere Einzelvorgänge. Bericht gemäß § 289f Absatz 4 in Verbindung mit Absatz 2 Nr. 4 HGBDer Aufsichtsrat der Gesellschaft hat gemäß § 111 Absatz 5 AktG Zielgrößen bis zum 31. Dezember 2026 für den Frauenanteil in Aufsichtsrat und Vorstand der Gesellschaft festgelegt. Der für den Aufsichtsrat beschlossene Zielanteil beträgt 26,7 % (4 von 15). Im Berichtszeitraum betrug der Frauenanteil im Aufsichtsrat 26,7 % (4 von 15). Der für den Vorstand beschlossene Zielanteil beträgt 20 % (1 von 5). Im Berichtszeitraum betrug der Frauenanteil im Vorstand 20 % (1 von 5). Außerdem hat der Vorstand der Gesellschaft gemäß § 76 Absatz 4 AktG Zielgrößen bis zum 31. Dezember 2026 für die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festgelegt. Auf Bereichsleitungsebene (erste Ebene nach Vorstand) beträgt die Zielgröße 25 % (1 von 4). Sie wurde im Berichtszeitraum eingehalten. Auf Abteilungsleitungsebene (zweite Ebene nach Vorstand) beträgt die Zielgröße bis zum 31. Dezember 2026 7,14 % (1 von 14). Im Berichtszeitraum betrug der Frauenanteil 0 % (0 von 14). Aktuell liegt eine Unterschreitung der Zielgröße vor. Mangels Vakanzen konnte in 2023 die angestrebte Erhöhung des Frauenanteils auf Abteilungsleitungsebene nicht umgesetzt werden. Zusammenarbeit mit dem WirtschaftsprüferDurch die Hauptversammlung am 23. Mai 2023 war die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, zum Abschlussprüfer gewählt und anschließend vom Aufsichtsrat mit der Prüfung beauftragt worden. Die PricewaterhouseCoopers GmbH hat als Abschlussprüfer den vom Vorstand aufgestellten und vorgelegten Jahresabschluss der Gesellschaft sowie den vom Vorstand aufgestellten und vorgelegten Konzernabschluss unter Einbeziehung der Buchführung der Lageberichte für die Gesellschaft und den Konzern für das Geschäftsjahr 2023 sowie den Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen als mit den gesetzlichen Vorschriften in Übereinstimmung stehend befunden. Sie hat hierüber jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Im Zusammenhang mit der Prüfung des Berichts des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen hat die PricewaterhouseCoopers GmbH bestätigt, dass nach ihrer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung "1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war, 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen." Die Prüfungsberichte sind den Mitgliedern des Aufsichtsrats zugegangen und wurden umfassend beraten. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. Anknüpfend an die in § 107 Abs. 3 Satz 2 AktG kodifizierte Verpflichtung zur Überwachung der Qualität der Abschlussprüfung hat der Aufsichtsrat die PricewaterhouseCoopers GmbH um einen Qualitätsbericht gebeten, in dem die von der Prüfungsgesellschaft getroffenen Prozesse und Maßnahmen zur Qualitätssicherung, u. a. zur Auftragsannahme und -fortführung sowie zur unabhängigen auftragsbegleitenden Qualitätssicherung, erläutert werden. Außerdem beurteilte der Aufsichtsrat selbst die Qualität der Abschlussprüfung anhand der von ihm zuvor beschlossenen Indikatoren. Darüber hinaus hat sich das Präsidium des Aufsichtsrats zur Beurteilung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers in aggregierter Form über die im Jahr 2023 von den Einheiten des UMH Konzerns beim Abschlussprüfer oder bei Mitgliedern seines Netzwerks in Anspruch genommenen Nichtprüfungsleistungen informieren lassen. Feststellung des JahresabschlussesDer Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns eingehend ebenso geprüft wie das Präsidium des Aufsichtsrats (Prüfungsausschuss) unter Vorsitz von Herrn Dr. Cornelius Riese, das zur Vorbereitung der abschließenden Prüfung durch den Aufsichtsrat über diese Vorlagen in Anwesenheit des Abschlussprüfers ausführlich verhandelt hat. Es ergaben sich keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat darüber hinaus den Konzernabschluss und den Lagebericht für den Konzern umfassend geprüft und über diese Vorlagen in Anwesenheit des Abschlussprüfers ebenfalls ausführlich verhandelt. Auch hierzu ergaben sich keinerlei Einwendungen. Auch vom Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der Lageberichte für die Gesellschaft und den Konzern sowie des Berichts über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen durch den Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen. Mit dem Beschluss vom 22. Februar 2024 hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist. Dem Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an. Mit Beschluss vom heutigen Tag hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten und vorgelegten Konzernabschluss gebilligt. Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands in dem Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sind nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Aufsichtsrats nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im Jahr 2023 geleistete Arbeit.
Frankfurt am Main, 21. März 2024 Union Asset Management Holding AG, Frankfurt am Main Dr. Cornelius Riese, Vorsitzender des Aufsichtsrats Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023der Union Asset Management Holding AGHinweisDer nachfolgende Konzernlageberichtsteht im Kontext mit den geprüften Finanzdaten und den Anhangsangaben. Der Konzernlagebericht enthält auch in die Zukunft gerichtete Aussagen, die nicht auf historischen Tatsachen, sondern auf aktuellen Planungen, Annahmen und Schätzungen beruhen. Zukunftsaussagen sind immer für den Zeitpunkt gültig, zu dem sie gemacht werden. Die Union Asset Management Holding AG (UMH) übernimmt keine Verpflichtung, diese beim Auftreten neuer Informationen zu überarbeiten. Zukunftsaussagen unterliegen immer Risiken und Unsicherheiten. Diesbezüglich ist deutlich darauf hinzuweisen, dass eine Reihe von Faktoren die tatsächlichen Ereignisse dahingehend beeinflussen können, dass diese von den prognostizierten wesentlich abweichen. Aus aktueller Sicht wesentliche Faktoren sind im Prognose-, Chancen- und Risikobericht und in weiteren Teilen dieses Berichts beschrieben. Hinweis: Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben, usw.) auftreten. A Grundlagen des KonzernsDer Union Investment Konzern (im Weiteren "Union Investment Konzern" oder "Union Investment Gruppe" oder "Union Investment"), bestehend aus der Asset Management Holding AG (UMH) mit ihren Tochtergesellschaften, ist Teil der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Zielsetzung und Strategie von Union Investment orientieren sich daher am Förderauftrag innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe (Prinzip der Subsidiarität). Die lokale Einheit von Primärbank und ihren Mitgliedern soll durch spezialisierte Dienstleister auf überregionaler Ebene unterstützt werden (Bündelung der Kräfte). In ihrer Rolle als Asset Manager konzentriert sich Union Investment dabei auf die Anlagebedürfnisse sowohl von privaten als auch institutionellen Kunden. Im Retailgeschäft steht das Leistungsangebot von Union Investment exklusiv den Privatkunden der Partnerbanken zur Verfügung ("Verbund first"). Dabei verfolgt Union Investment einen zweistufigen Vertriebsansatz, das heißt die bedarfsorientierte Unterstützung des Beratungsprozesses der Partnerbanken. Durch Produkte und Dienstleistungen unterstützt Union Investment die Vertriebspartner entlang der Wertschöpfungskette und bietet diesen eine möglichst passgenaue Besetzung des Geschäftsfeldes Asset Management. Das Angebot von Union Investment reicht dabei von der privaten Altersvorsorge über Ansparlösungen bis zum Vermögensaufbau. Das Leistungsangebot des Geschäftsfelds Institutionelle Kunden richtet sich an institutionelle Anleger unterschiedlicher Größenklassen. Kunden aus dem Kreis der Genossenschaftlichen FinanzGruppe sind Primärbanken sowie die anderen Spezialinstitute, aber auch Firmenkunden der genossenschaftlichen Primärbanken. Darüber hinaus konkurriert Union Investment auch um Anlagegelder institutioneller Investoren außerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe, wie zum Beispiel Pensionskassen, Versorgungswerke oder Versicherungen. Als eine der größten deutschen Fondsgesellschaften ist Union Investment dabei in der Lage, eine große Bandbreite an verschiedenen Formaten anzubieten. Diese umfassen neben klassischen Spezialfonds und einer Vielzahl unterschiedlich konzipierter institutioneller Fonds auch Advisory- und Outsourcing-Mandate sowie die institutionelle Vermögensverwaltung. Die Kernregionen der Privatkunden-Geschäftsaktivitäten von Union Investment sind das Geschäftsgebiet der Genossenschaftlichen FinanzGruppe (Deutschland) sowie der Volksbanken in Österreich. Der regionale Fokus des Geschäfts mit institutionellen Kunden liegt schwerpunktmäßig ebenfalls auf Deutschland, ergänzt um eine selektive Auslandsmarktbearbeitung. Die wesentlichen Standorte der Asset Management-Einheiten von Union Investment sind dabei Frankfurt, Hamburg, Erlangen, Luxemburg, Wien und Paris. Der Union Investment Konzern besteht aus verschiedenen Einzelgesellschaften mit der UMH als Führungsgesellschaft. Der Konsolidierungskreis der UMH enthält aktuell 19 Beteiligungsunternehmen. 1 Die bedeutendsten Beteiligungen des UMH-Portfolios lassen sich untergliedern nach:
1 Umfasst die im Konsolidierungskreis des UMH
Konzerns enthaltenen Unternehmen, Stand 31.12.2023.
Im Einzelnen handelt es sich um folgende Gesellschaften:
Im Außenverhältnis erfolgt die Führung des Union Investment Konzerns über die einzelnen Gesellschaften als juristische Personen. Im Innenverhältnis ist das Steuerungskonzept von Union Investment durch eine durchgängige gesellschafts- und standortübergreifende Organisation nach Segmenten gekennzeichnet. Die Kernkompetenzfelder Marktbearbeitung und Portfoliomanagement sind jeweils in zwei Segmenten organisiert: Segmente Privatkunden und Institutionelle Kunden sowie Segmente Portfoliomanagement und Immobilien. Darüber hinaus gibt es die Segmente Fondsdienstleistungen (Fondsadministration, Investmentdepotgeschäft, Fondsbrokerage) und Infrastruktur (IT, Strategischer Einkauf, Business Services, Projektmanagement).
Die einzelnen Konzerngesellschaften werden grundsätzlich den Segmenten zugeordnet. Zum Teil erfolgt dabei die Aufteilung einzelner Einheiten einer Gesellschaft auf jeweils unterschiedliche Segmente. Ausnahmen hiervon bilden aufgrund ihrer Eigentümerstruktur nicht-integrierte Gesellschaften wie Joint Ventures (zum Beispiel BEA Union Investment) sowie Union Investment-Beteiligungen, bei denen aufgrund ihres Geschäftsmodells oder anderer Kriterien eine eigenständige Führung vorteilhaft ist (zum Beispiel die Unternehmen der ZBI-Gruppe). Diese Gesellschaften werden über das jeweilige Aufsichtsgremium gesteuert. Der Unternehmensgegenstand der UMH als Führungsgesellschaft umfasst im Wesentlichen den Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen, insbesondere an Kapitalverwaltungsgesellschaften im In- und Ausland, für eigene Rechnung. Ferner beinhaltet der Unternehmensgegenstand die Erbringung von sonstigen Dienstleistungen ausschließlich für Tochtergesellschaften, soweit diese nicht aufgrund eines Gesetzes einer besonderen Erlaubnis bedürfen, sowie die Vornahme von Rechtsgeschäften und Handlungen, die für die Erreichung des Unternehmensgegenstandes unmittelbar oder mittelbar erforderlich oder nützlich sind. B WirtschaftsberichtI. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen1. KapitalmärkteDie Schlüsselfaktoren Inflation, Geldpolitik, Finanzmarktstabilität und Konjunktur prägten das Marktumfeld im Verlauf des Jahres 2023. Nachdem viele Volkswirte mit einer Rezession in den USA und in Europa über die Wintermonate gerechnet hatten, zeigte sich die Wachstumsdynamik - unter anderem aufgrund des Ausbleibens von erwarteten Energieengpässen und der Aufhebung aller Covid-Restriktionen in China - zunächst unerwartet stark, schwächte sich dann aber über das Frühjahr ab. Im zweiten Halbjahr deuteten robuste Konjunkturdaten darauf hin, dass in den USA eine Rezession vermieden werden kann. Die anderen Regionen der Welt hinkten makroökonomisch jedoch hinterher. Im Euroraum bleibt die Wachstumsdynamik schwach und die Wintermonate dürften herausfordernd werden - gerade in Deutschland, unter anderem bedingt durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Haushaltsplanung des Bundes. Auch in China hat sich die Lage weiter eingetrübt. Die Herausforderungen für die Volkswirtschaft im Reich der Mitte - u.a. Abwärtstrend am Immobilienmarkt, sinkendes Konsumentenvertrauen, finanzielle Schieflage der Lokalregierungen und schwacher Bankensektor - wurden im Jahresverlauf zahlreicher und größer. Die bisherigen Reaktionen der chinesischen Führung sind bestenfalls halbherzig. Die Inflation hat den eingeschlagenen Abwärtspfad fortgesetzt. Sowohl in den USA als auch in Europa wurden die Höhepunkte nicht nur bei der Gesamt-, sondern auch bei der weniger schwankungsanfälligen Kernrate ohne die volatilen Nahrungs- und Energiepreise klar überschritten. Dadurch wurden die wichtigsten Zentralbanken nach letzten Zinserhöhungen im dritten Quartal in den Schlusswochen des Jahres überzeugt, dass der Zinsanhebungszyklus zu seinem Ende gekommen ist. Die Federal Reserve (Fed) hat die Leitzinsen in den USA nach Erhöhungen im Jahr 2022 von insgesamt 425 Basispunkte 2023 um weitere 125 Basispunkte angehoben. Die Europäische Zentralbank (EZB) ließ Anhebungen im Vorjahr um 250 Basispunkte weitere 200 Basispunkte im Jahr 2023 folgen. Deutliche Zugewinne bei Aktien und AnleihenWertentwicklung 2023 (in %)
Ein zunächst besser als befürchtetes und sich im weiteren Verlauf des Jahres abschwächendes Wirtschaftswachstum, eine hohe, aber rückläufige Inflation, Notenbanken zunächst im sich verlangsamenden geldpolitischen Straffungsmodus und schließlich im Sommer mit dem Erreichen des erhofften Zinsgipfels, eine Bankenkrise, die durch das entschlossene Eingreifen der Notenbanken und Finanzaufsichten zügig eingedämmt werden konnte und die Hoffnung auf Zinssenkungen im Jahr 2024 haben in Summe zu steigenden Kursen an den Aktien- und Anleihemärkten geführt. Ein zwischenzeitlich deutlicher Anstieg der Anleiherenditen bei langen Laufzeiten und die geopolitische Eskalation mit den Anschlägen der Hamas in Israel und dem darauffolgenden Einmarsch der israelischen Armee in den Gazastreifen lasteten zwar kurzfristig auf den Kursen, gerieten aber ab Anfang November wieder zügig in den Hintergrund. Als Treiber für Aktien wirkte zusätzlich die Perspektive auf Produktivitätsgewinne durch Künstliche-Intelligenz-Anwendungen. Technologiewerte feierten daher nach der schwachen Entwicklung im Jahr 2022 im vergangenen Jahr ein Comeback und zogen aufgrund ihrer hohen Gewichtung in vielen Indizes den Gesamtmarkt mit nach oben. Durch den nachlassenden Kursdruck der Zinsmärkte verzeichneten viele Aktienindizes und auch der Goldpreis kurz vor dem Jahresende neue Allzeithöchststände. Die schwache globale Wachstumsdynamik und das Ausbleiben eines chinesischen Wachstumsimpulses lasteten hingegen auf chinesischen Aktien und den Preisen der konjunktursensitiven Industriemetalle und Energierohstoffe. Angebotsverknappungen durch das Ölkartell OPEC und Russland ließen die Preise von Rohöl im dritten Quartal zwar um mehr als 25 Prozent anziehen, verhinderten aber nicht darauffolgende erneute Preisrückgänge durch die schwache Nachfrage. Geopolitische Risiken wie der Konflikt zwischen Israel und der Hamas, aber auch die Spannungen zwischen den USA und China sowie die US-Wahlen sind möglichen Herausforderungen für das Kapitalmarktjahr 2024. Bei den vier Schlüsselfaktoren für die Kapitalmärkte - Wachstum, Inflation, Geldpolitik und Finanzmarktstabilität - waren 2023 Fortschritte zu verzeichnen, auch wenn noch nicht alle Unsicherheiten beseitigt sind. Obwohl unsere Volkswirte über die Wintermonate durch auslaufende Pandemieprogramme, eine Normalisierung am Arbeitsmarkt und eine gedämpfte Investitionstätigkeit mit einer Verlangsamung der Wachstumsdynamik rechnen, dürfte der US-Volkswirtschaft die "sanfte Landung" glücken. In der zweiten Jahreshälfte 2024 sollten wieder anziehende Investitionen das Wachstum ankurbeln, unter anderem getrieben vom Inflation Reduction Act (IRA). Auf Jahressicht dürften die Vereinigten Staaten um rund 1,6 Prozent wachsen. Der Euroraum sollte hingegen wegen der straffen Finanzierungsbedingungen nur haarscharf an einer Rezession vorbeischrammen und durch eine anschließende, leichte Beschleunigung im Jahr 2024 um 0,3 Prozent wachsen. US-Wirtschaft robuster als erwartet - China und Europa schwächelnBIP-Prognosen (in %)
Quelle: Union Investment; Stand: 31. Dezember 2023. Inflationsprognosen (in %)
Quelle: Union Investment; Stand: 31. Dezember 2023. Die Inflation ist weiter rückläufig und dieser Trend dürfte 2024 durch die Entspannung bei den Energiepreisen und die Normalisierung des Güterangebots nach der Pandemie anhalten. Die einfachen Fortschritte bei der Inflationsbekämpfung sind aber vorüber und der weitere Weg zurück zu den Inflationszielen der Notenbanken wird mühsamer, vor allem wegen der in vielen Volkswirtschaften engen Arbeitsmärkte. In den USA dürfte der Preisauftrieb 2024 auf 2,5 Prozent zurückgehen, im Euroraum mit 2,7 Prozent nur geringfügig darüberliegen. Die nächsten Zinsschritte der Fed und der EZB werden Zinssenkungen sein. Zunächst werden die Notenbanken aber das aktuelle Zinsniveau noch auf die Realwirtschaft wirken lassen. Angesichts der nachlassenden Inflation dürften die beiden Zentralbanken ab Mitte des Jahres beginnen, die Zinsen zu senken. Von der Fed erwarten unsere Volkswirte ab dem Frühsommer Senkungen um bis zu 100 Basispunkte, von der EZB 75 Basispunkte. Diese Zinssenkungen stellen keine geldpolitische Lockerung im eigentlichen Sinne dar. In den USA führen sie dazu, dass der Realzins im Jahresverlauf etwas sinkt, im Euroraum verhindern sie angesichts der fallenden Inflationsraten einen weiteren Anstieg. Die Kombination aus graduell besseren Wachstumsaussichten, nachlassender Inflation und ersten Leitzinssenkungen sollte dazu führen, dass Aktien auf Jahressicht die besten Perspektiven aufweisen. Das Potenzial für Kursanstiege dürfte in etwa dem Wachstum der Gewinne entsprechen. Dieses sollte bis zu zehn Prozent auf Indexebene betragen und positive Beiträge aus nahezu allen Sektoren erhalten. Insofern spricht bei Sektoren und Stilrichtungen viel für eine ausgewogene Aufstellung, mit klarem Fokus auf die Aktienselektion. Die Leitzinssenkungen der Notenbanken dürften bei sicheren Staatsanleihen dazu führen, dass vor allem bei kurzlaufenden Papieren die Renditen sinken. Bei den längeren Laufzeitenbändern wirkt der bessere Wachstumsausblick und der hohe Refinanzierungsbedarf in den nächsten Jahren einem Rückgang jedoch teilweise entgegen. Wir erwarten 2024 einen Rückgang der Renditen bei zweijährigen US-Staatsanleihen auf 3,75 Prozent, während sie bei zehnjährigen Papieren nur auf lediglich 4,25 Prozent sinken dürften. Im Euroraum gehen wir per Ende 2024 von einem Renditeniveau von 2,3 Prozent bei zweijährigen und 2,5 Prozent bei zehnjährigen Bundesanleihen aus. Bei Staatsanleihen aus der europäischen Peripherie ist das Bild zweigeteilt: Während einige Länder wie Griechenland oder Portugal ihre fiskalische Position stabilisiert haben, steht Italien vor wachsenden Herausforderungen. Bei Unternehmensanleihen guter Bonität sind die Renditeaufschläge bei einer guten fundamentalen Situation der Unternehmen unverändert attraktiv. Dies gilt auch grundsätzlich für das High Yield-Segment, jedoch sind dort aufgrund der gestiegenen Refinanzierungskosten die Risiken erhöht, sodass eine besonders sorgfältige Titelauswahl gefragt ist. Im Rohstoffsegment sind Industriemetalle als strukturelle Gewinner der "grünen Transformation" die Favoriten im Jahr 2024. Der belastende Einfluss des schwachen chinesischen Immobilienmarkts auf die Nachfrage sollte abnehmen. Solange eine Eskalation im Nahen Osten ausbleibt, verfügen Energierohstoffe aufgrund der schwachen Nachfrage nur über ein begrenztes Aufwärtspotenzial. 2. ImmobilienmärkteDas Jahr 2023 war durch hohe Inflationsraten und infolgedessen Zinserhöhungen seitens der Zentralbanken geprägt. Dies war auch auf den Immobilienmärkten deutlich zu spüren. Investoren, die mit einem hohen Fremdkapitaleinsatz agieren, blieben dem Markt weiterhin fern. Eigenkapitalstarke Investoren verhielten sich sehr zurückhaltend, da die Kaufpreise im Jahresverlauf deutlich korrigierten. Im Gegensatz zu 2022 war nahezu eine Halbierung des Transaktionsvolumens zu beobachten. Die Mieten in fast allen Marktsegmenten zeigten sich aber weitgehend stabil. Für gute Objekte in attraktiven Lagen konnten sogar vielfach Mietpreissteigerungen registriert werden. Die Mieten in den Bestandsportfolios profierten weiterhin von den indexierten Mietverträgen. Auf den internationalen Büromärkten hat sich die Vermietungsleistung im Jahr 2023 zwar vielerorts leicht verbessert, sie blieb aber noch hinter den Flächenumsätzen der Jahre vor der Pandemie zurück. Dennoch verzeichnete die Mehrzahl der weltweiten Bürostandorte einen Anstieg der allgemeinen Leerstandsrate, weil das zum Teil hohe Angebot an neu fertiggestellten Büroflächen nicht vollständig vom Markt absorbiert wurde. In den innerstädtischen Top-Lagen war die Nachfrage nach modernen, ESG-konformen Flächen hingegen nach wie vor höher als das Angebot. Aus diesem Grund wurden in den meisten Immobilienhochburgen steigende Spitzenmieten registriert. Der konjunkturellen Eintrübung entsprechend hat sich auch die Nachfrage nach Logistikflächen im Jahr 2023 abgeschwächt. Der Energiepreisschock hat sich gerade auf das verarbeitende Gewerbe negativ ausgewirkt. Gleichzeitig ist auch der Einkaufsmanagerindex der Eurozone im Jahresverlauf spürbar zurückgegangen. Der Flächenumsatz im Logistikbereich lag somit deutlich unter dem Rekordwert des letzten Jahres. Dennoch konnte das Niveau, das vor der Pandemie im langjährigen Durchschnitt erzielt wurde, auch diesmal wieder in etwa erreicht werden. Da aber gleichzeitig weiterhin ein Angebotsmangel besteht, konnte sich der Mietpreiswachstumstrend weiter fortsetzen, wenn auch mit abgeschwächter Dynamik. Vor dem Hintergrund rückläufiger Inflationsraten und gesunkener Energiekosten hat sich die Stimmung bei den Konsumenten wieder verbessert. Die Sparquote ist rückläufig und die Einzelhandelsausgaben steigen wieder. Vor diesem Hintergrund sind die Einzelhandelsumsätze zumindest nominal deutlich gestiegen, was die Relation von Miete zu Umsatz für viele Händler deutlich verbessert hat. Die Spitzenmieten zeigten sich fast überall stabil. Vereinzelt war bereits Mietpreiswachstum zu beobachten. Der zinsbedingte Renditeanstieg ist weitgehend abgeschlossen. Die europäischen Hotelmärkte setzten ihren Erholungstrend im Jahr 2023 fort und zeigten sich bei allen wichtigen Hotel-Kennzahlen gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Insbesondere eine hohe Nachfrage im Bereich des Freizeittourismus sorgte flächendeckend für merklich höhere Übernachtungszahlen. Die Auslastungsraten der Hotelzimmer kletterten somit weiter und blieben europaweit nur noch leicht hinter dem Niveau des guten Hoteljahres 2019 zurück. Allerdings wurden bereits nahezu überall deutlich höhere durchschnittliche Zimmerpreise und auch Zimmererträge registriert als in 2019. Insgesamt haben sich die europäischen Hotelmärkte damit schneller wieder erholt als von den meisten Marktexperten zunächst angenommen worden war. Es ist zu erwarten, dass das Jahr 2024 in nahezu allen Weltregionen durch eine weitere Abkühlung der Wirtschaft geprägt sein wird. Dennoch sollte sich der Anstieg der Spitzenmietpreise in den meisten Nutzungsarten und Märkten voraussichtlich in abgeschwächter Form fortsetzen. Qualitativ hochwertige und flexibel nutzbare Flächen in zentralen Lagen sind weiterhin knapp und dürften auch zukünftig gefragt sein, zumal angebotsseitig durch die deutlich erhöhten Finanzierungskonditionen mit wenig Druck zu rechnen ist. Da für das Jahr 2024 die ersten Zinssenkungen prognostiziert werden, wird voraussichtlich auch dann der Anpassungsprozess bei den Immobilienrenditen abgeschlossen sein. Infolgedessen sollte sich der Transaktionsmarkt langsam wieder beleben und der Ankauf von attraktiven Immobilen zu guten Konditionen möglich sein. 3. Absatz und FondsvermögenBranchensituation PublikumsfondsDie deutsche Investmentbranche verzeichnete im Jahr 2023 bei den Wertpapier-Publikumsfonds insgesamt Nettomittelzuflüsse in Höhe von 12,5 Mrd. Euro. Besonders hohe Zuflüsse wiesen Rentenfonds (12,7 Mrd. Euro) und Aktienfonds (12,8 Mrd. Euro) aus, während zuvorderst Mischfonds mit -15,5 Mrd. Euro merkliche Nettomittelrückflüsse verbuchten. Die anderen Assetklassen im Bereich der Wertpapier-Publikumsfonds verbuchten per Saldo Nettomittelzuflüsse in Höhe von -2,5 Mrd. Euro. Die Offenen Immobilienfonds erreichten einen positiven Nettoabsatz in Höhe von 0,4 Mrd. Euro (Quelle: BVI Investmentstatistik Dezember 2023). Branchensituation SpezialfondsDie deutsche Investmentbranche erzielte im Jahr 2023 in den von ihr verwalteten offenen Wertpapierspezialfonds Nettomittelzuflüsse in Höhe von 33,7 Mrd. Euro (Stand: 31. Dezember 2023), die sich damit niedriger als im Vorjahr (31. Dezember 2022: 62,2 Mrd. Euro) bewegten. Das in offenen Wertpapierspezialfonds verwaltete Volumen lag Ende Dezember 2023 mit 2.079,5 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr (1.943,1 Mrd. Euro per Ende Dezember 2022) auf höherem Niveau (Quelle: BVI-Statistik). Branchensituation ImmobilienfondsHohe Inflationsraten, steigende Zinsen sowie eine weiter schwächelnde Weltwirtschaft waren im Jahr 2023 die marktbestimmenden Themen. Diese herausfordernden Rahmenbedingungen beeinflussten neben den Kapitalmärkten auch die Immobilienmärkte und führten zu einem verlangsamten Wachstum des Marktes für offene Immobilienfonds. Laut BVI erreichten die 63 offenen Immobilienfonds (ohne offene Spezialfonds) am deutschen Markt mit Stand November 2023 ein Fondsvolumen von 132,0 Mrd. Euro (Stand November 2022: 131,0 Mrd. Euro). Durch die aktiv am Markt vertriebenen Produkte flossen der Branche bis Ende November 2023 insgesamt 439,5 Mio. Euro netto an neuen Mitteln zu. II. Geschäftspolitische RahmenbedingungenDie Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) war in den vergangenen Jahren durch eine Niedrigzinspolitik geprägt. Die Corona-Pandemie und der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sorgten für eine steigende Inflation. Zinsen und Inflation beeinflussen sich gegenseitig. Im November 2023 hat die Europäischen Zentralbank (EZB) ihren Finanzstabilitätsbericht aktualisiert und vor einem fragilen Finanzsystem im Euroraum gewarnt. Auch die etwas rückläufige Inflationsentwicklung gibt einschätzungsgemäß keinen Grund zur Entwarnung. Um die Inflation in den Griff zu bekommen, hat die EZB ihre Leitzinsen im Zeitraum von Juli 2022 bis September 2023 insgesamt zehn Mal erhöht. Der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte sowie die Zinssätze für die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazilität liegen zum Jahresende bei 4,50 Prozent, 4,75 Prozent bzw. 4,00 Prozent. Aufgrund der hohen Zinssätze ergeben sich für Unternehmen und private Haushalte gestiegene Finanzierungskosten, was die Inlandsnachfrage reduziert. Die Indikatoren zum Wirtschaftswachstum deuten darauf hin, dass Konsumausgaben und Investitionen teilweise zurückgestellt werden, was sich negativ auf das Bruttoinlandsprodukt auswirkt. III. Geschäftsentwicklung im Einzelnen1. Assets under Management und Wertentwicklungen im Überblick1.1 Fondsgeschäft/Assets under ManagementDie Anzahl der aufgelegten beziehungsweise als Verwaltungsmandate übernommenen Produkte bei den Beteiligungsgesellschaften der UMH lag 2023 mit 1.177 Produkten (Vorjahr 1.196) leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Das Volumen der Assets under Management erhöhte sich 2023 von 413,1 Mrd. Euro (Stand per 31. Dezember 2022) auf 455,2 Mrd. Euro (+42,1 Mrd. Euro). Der Anstieg resultierte aus der positiven Wertentwicklung an den internationalen Kapitalmärkten und den positiven Nettomittelzuflüssen. Die Entwicklung der Assets under Management im Jahr 2023 lässt sich insgesamt wie folgt zusammenfassen: Das Volumen der Publikumsfonds erhöhte sich um +28,2 Mrd. Euro auf 263,4 Mrd. Euro. Das Volumen der Spezialfonds erhöhte sich um +12,2 Mrd. Euro auf 153,8 Mrd. Euro. Das Volumen der anderen Formate (Advisory-Mandate und Vermögensverwaltung) abzüglich der fremdvergebenen Mandate lag mit 37,9 Mrd. Euro über dem Vorjahresniveau (36,3 Mrd. Euro). Das Konzernergebnis ist im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr stark angestiegen. Dies resultierte im Wesentlichen aus einer starken Verringerung der bewerteten Garantieversprechen für Anlageprodukte sowie der Bewertung von Investmentanteilen der Eigenanlagen von Union Investment. Zusammengefasst verbesserte sich das Konzernergebnis gegenüber 2022 um +194,2 Mio. Euro auf 684,5 Mio. Euro (Vorjahr: 490,3 Mio. Euro). Volumen der Assets under ManagementDas Volumen der Assets under Management der Union Investment Gruppe stellt sich zum Stichtag wie folgt dar:
Unter dem Dach der UMH verwaltet die Union Investment Gruppe zum Berichtsstichtag insgesamt 455.152.025TEuro Assets under Management (Vorjahr: 413.115.339 TEuro). Das Fondsvermögen verteilt sich auf von ihr aufgelegte Aktienfonds, Rentenfonds, Geldmarktfonds, Mischfonds, Sonstige Wertpapierfonds, Wertgesicherte Fonds, Immobilienfonds, Alternative Anlagefonds und Hybridfonds. Daneben verwaltet die Union Investment Gruppe Assets im Rahmen von fondsgebundener Vermögensverwaltung, institutioneller Vermögensverwaltung, Advisory und Outsourcing sowie Private Banking. Als Abzugsposten wird das Fondsvolumen derjenigen Fonds berücksichtigt, die von der Union Investment Gruppe aufgelegt werden, deren Portfoliomanagement aber fremdvergeben ist. Die Definition der Assets under Management orientiert sich hierbei an der Gesamtstatistik des BVI Bundesverbands Investment und Asset Management e.V. (BVI), Frankfurt am Main. Nettoabsatz der Assets under ManagementDer Nettoabsatz der Assets under Management der Union Investment Gruppe verteilt sich wie folgt:
Der Nettoabsatz der Assets under Management ergibt sich als Saldo der Zu- und Rückflüsse in den zu den Assets under Management zählenden Produktformaten. Er beträgt im Geschäftsjahr 16.808.104TEuro (Vorjahr: 17.526.904TEuro). Volumen der FondsvermögenDas Volumen der Fondsvermögen der Union Investment Gruppe stellt sich zum Stichtag wie folgt dar:
1.2 Wertentwicklung der Fonds der Union Investment Gruppe 1Im Jahr 2023 stiegen alle Haupt-Composites aufgrund der positiven Entwicklung an den Aktien- und an den Rentenmärkten in der absoluten Betrachtung an. Aus relativer Sicht entwickelten sich nur die Balanced-Fonds schlechter als der Vergleichsindex. Die volumengewichtete Outperformerquote über alle Fonds lag im vergangenen Jahr bei 60,6 Prozent. Union Composites im Benchmark-Vergleich (1 Jahr) 2(Angaben in %)
Quelle: Union Investment auf Basis PEARL; Stand: 29. Dezember 2023.
1 Quelle: PFA GIPS-Composites und
Outperfomerquoten. Alle nachfolgenden
Wertentwicklungszahlen lauten auf Bruttoperformance, das
heißt auf kostenbereinigter Basis, und beziehen sich
auf das Jahr 2023.
Die verwalteten Aktienfonds gewannen absolut im Durchschnitt 18,3 Prozent und lagen damit 0,3 Prozentpunkte über dem Mittel ihrer Vergleichsindizes. Die höchsten Zugewinne verzeichneten die Fonds mit den Anlageschwerpunkten Aktien Nordamerika Blend (+21,8 Prozent) und Aktien Global (+19,8 Prozent). Die volumenstarken Composites Aktien Deutschland, Aktien Euroland und Aktien Europa legten mit 12,9 bis 14,1 Prozent ebenfalls zweistellig zu. Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Asien und Emerging Markets verzeichneten hingegen nur Gewinne im niedrig einstelligen Prozentbereich. In der Betrachtung gegenüber ihren Vergleichsindizes erzielten die Composites Aktien Nordamerika Blend und Aktien Global mit jeweils +1,4 Prozentpunkten ein positives Alpha. Die übrigen Composites konnten ihre Benchmarks nicht schlagen. Bei den Rentenfonds legten die wichtigen Composites Renten EUR Staatsanleihen und Renten EUR Aggregate im Jahresvergleich um 4,3 bzw. 6,2 Prozent zu. Aufgrund sinkender Risikoaufschläge fielen die Gewinne beim Composite Renten EUR Unternehmensanleihen IG (ohne Laufzeitbegrenzung) mit +8,7 Prozent noch deutlicher aus. Während der erstgenannte damit 0,1 Prozentpunkte vor seiner Benchmark lag, konnten die beiden anderen ihre Vergleichsindizes mit 0,7 und 0,8 Prozentpunkten deutlich hinter sich lassen. Auch die Rentenfonds mit Schwerpunkt Emerging Markets Hartwährung überzeugten sowohl aus absoluter (+6,0 Prozent) wie auch aus relativer Sicht (+0,4 Prozentpunkte). Die Geldmarkt- und Rentenfonds mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr profitierten von den gestiegen Zinsen und sinkenden Risikoaufschlägen und legten auf Jahressicht um 3,8 Prozent zu, womit sie 0,7 Prozentpunkte besser als ihre Benchmark abschnitten. Die gemischten Mandate gewannen im Schnitt 10,1 Prozent, 0,3 Prozentpunkte weniger als ihre Vergleichsindizes. Die asymmetrisch-dynamischen Wertsicherungsprodukte stiegen um 6,1 Prozent und lagen damit 1,0 Prozentpunkte vor ihren Benchmarks. Im Bereich Absolute Return verzeichneten die Mandate im Durchschnitt Gewinne von 5,3 Prozent -0,3 Prozentpunkte mehr als ihre Vergleichsindizes. Immobilienfonds für PrivatanlegerUnion Investment hat in einem herausfordernden Umfeld die konsequente Diversifizierung des Immobilienportfolios weiter vorangetrieben und ihre leistungsstarke Immobilien-Plattform optimiert. Das Immobiliengeschäft ist auch nach der Zinswende weitergewachsen. Die gute Eigenkapitalausstattung der Immobilienfonds hat Union Investment genutzt und gezielt in die konsequente Diversifizierung des Immobilienportfolios investiert - mit klarem Fokus auf Qualität und nachhaltige Ertragsstärke der Immobilien-Assets. Die Immobilienfonds von Union Investment haben sich auch in dieser Phase der Unsicherheit als stabiles Sachwertinvestment gezeigt und ihre solide Entwicklung fortgesetzt. Die Mittelzuflüsse sind im Jahr 2023 erwartungsgemäß niedriger ausgefallen als im Vorjahr. Sie verbuchen aber nach wie vor Zuflüsse und haben eine sehr stabile Absatzbasis aus Sparplanvolumen. Auch die Möglichkeit der automatischen Wiederanlage der Ausschüttung wurde von den Anlegern mit der Verwahrstelle UnionDepot genutzt. Mitte des Jahres 2023 wurde das bestehende Verfahren der Zuflusssteuerung adjustiert und die Steuerung der Zuflüsse vom Kontingentverfahren auf ein Ampelverfahren umgestellt. Grundsätzlich erfordert der Anlegerauftrag vor dem Hintergrund gestiegener Risiken an den Immobilienmärkten aktuell einen vorsichtigen Investitionskurs. Neuakquisitionen wurden bis auf Weiteres äußerst selektiv getätigt, mit Fokus auf wenige herausragende Opportunitäten in Europa. Gleichzeitig erfolgten selektive Verkäufe in Europa von Immobilien, die nicht mehr in die aktuelle Strategie passen.
Alle Angaben in Mio. EUR.
1 Hier: Unilmmo: Deutschland, Unilmmo: Europa,
Unilmmo: Global, immofonds 1, Unilmmo: Wohnen ZBI.
Immobilienfonds für Institutionelle AnlegerIn einem herausfordernden Marktumfeld haben die institutionellen Immobilienfonds von Union Investment im laufenden Geschäftsjahr weiter zugelegt - das Immobilienvermögen der Lösungen für institutionelle Kunden erreichte zum Ende des Jahres einen neuen Höchststand. Mit neuen Kapitalzusagen in Höhe von rund 380 Mio. Euro konnten sich die Fonds von Union Investment zudem dem allgemeinen Trend rückläufiger Zuflüsse in Offene Immobilienfonds entziehen. Das Lösungsangebot von Union Investment für institutionelle Immobilienkunden umfasst derzeit 39 Produkte, darunter 22 Service KVG-Mandate.
Alle Angaben in Mio. EUR.
1.3 Auszeichnungen, Ranking und Ratings 1Als einzige Kapitalanlagegesellschaft erhielt Union Investment im Februar 2023 zum nunmehr 21. Mal in Folge von der renommierten Finanzzeitschrift "Capital" die Höchstnote von fünf Sternen. Im April wurde Union Investment im TELOS ESG Company Check mit "Platin" ausgezeichnet. Jörg Schmidt erhielt im November von Citywire die Auszeichnung als "einflussreichster Fondsselektor Deutschlands". Im Rahmen der Scope Awards gewann Union Investment mit dem UniGlobal die Kategorie "Aktien Welt" und mit den UniNachhaltig Aktien Deutschland die Kategorie "Aktien Deutschland". Im Ranking der Kapitalverwaltungsgesellschaften von Scope liegt Union Investment per 31. Dezember 2023 mit einer Quote von 51,9 Prozent der Fonds mit Top-Rating auf Platz 6 und ist damit die zweitbeste deutsche KVG (Deka: Platz 5, 52,9 Prozent; DWS: Platz 18, 44,4 Prozent; Allianz Global Investors: Platz 31,36,8 Prozent). Bei der Ratingagentur Morningstar belegt Union Investment per 31. Dezember 2023 im Vergleich mit den inländischen Hauptwettbewerbern in der Betrachtung über ein Jahr den ersten sowie über drei Jahre den vierten und über fünf Jahre den dritten Platz. Die Quoten der Fonds in der oberen Hälfte der jeweiligen Vergleichsgruppe lagen auf Jahressicht bei 54,7 Prozent, in den längeren Betrachtungszeiträumen bei 39,5 bzw. 50,8 Prozent. 2. Absatz- und Fondsvermögensentwicklung2.1 Absatz und Fondsvermögen Union Investment Gruppe 2Zum 31. Dezember 2023 hatte die Union Investment Gruppe einen Bestand von 455,2 Mrd. Euro Assets under Management (2022: 413,1 Mrd. Euro). In der Investmentstatistik des Bundesverbandes Investment und Asset Management e.V. (BVI) erreichte sie per Ende 2023 einen Marktanteil an den branchenweiten Assets under Management von 14,8 Prozent (Dezember 2022: 14,7 Prozent). Damit liegt Union Investment, aktuell auf Position 2 im Gesamtmarkt, weiter nahezu gleichauf mit dem Marktführer (2022: Rang 2). Die Assets verteilen sich auf die zwei Geschäftsbereiche Privatkunden und Institutionelle Kunden.
1 Quellen: PFA Wettbewerbsvergleiche Morningstar
und Scope; Union Rating Portal.
Absatz- und Vermögensentwicklung im Geschäft mit PrivatanlegernAlle Fonds der Marke Union Investment werden Privatkunden ausschließlich über die genossenschaftlichen Partnerbanken angeboten. Mit diesem Vorgehen unterscheidet sich Union Investment von den meisten Wettbewerbern. Die rein auf die Genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken ausgerichtete Strategie war bereits in der Vergangenheit die Basis für die erfolgreiche Entwicklung der Union Investment Gruppe. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe bewährte sich auch im Jahr 2023. Der Bruttoabsatz im Privatkundengeschäft erreichte 36,9 Mrd. Euro (2022: 34,3 Mrd. Euro). Nach Berücksichtigung der Rückflüsse verblieb ein Nettoabsatz von 12,2 Mrd. Euro zu (2022: 10,7 Mrd. Euro). Dieser floss insbesondere in die Assetklassen der Renten- und Aktienfonds. Demgegenüber waren Mischfonds die einzige Assetklasse mit nennenswerten Nettomittelabflüssen. Die Assets under Management im Geschäft mit Privatkunden nahmen per 31. Dezember 2023 um 14,5 Prozent auf 218,0 Mrd. Euro zu (2022: 190,4 Mrd. Euro).
In der Investmentstatistik des BVI hatte die Union Investment Gruppe beim Bestand an gemanagten Publikumsfonds Ende 2023 einen Marktanteil von 23,2 Prozent (Dezember 2022: 22,3 Prozent). Union Investment belegte damit weiterhin den ersten Rang unter den größten Publikumsfonds-Managern Deutschlands (2022: Rang 1). Absatz- und Vermögensentwicklung im Geschäft mit institutionellen AnlegernDie Assets under Management bei institutionellen Anlegern nahmen im Jahr 2023 auf 237,2 Mrd. Euro zu (2022: 222,8 Mrd. Euro). Das darin enthaltene Vermögen in Spezialfonds erreichte 146,6 Mrd. Euro (2022: 134,5 Mrd. Euro). Die Assets under Management der weiteren Formate des institutionellen Geschäfts (Publikumsfonds, Advisory und institutionelle Vermögensverwaltung) beliefen sich auf 90,6 Mrd. Euro (2022: 88,2 Mrd. Euro). Im Jahr 2023 flössen dem institutionellen Geschäft 4,6 Mrd. Euro netto zu (2022: 6,8 Mrd. Euro). Der Nettoabsatz konzentrierte sich dabei in hohem Maße auf Spezialfonds. Aus dem Bereich Advisory flossen netto Mittel ab, die anderen Formate beendeten das Jahr ausgeglichen. In der BVI-Investmentstatistik hatte die Union Investment Gruppe per Ende 2023 beim Bestand an Spezialfonds einen Marktanteil von 13,7 Prozent (2022: 13,8 Prozent). Damit ist sie der zweitgrößte Spezialfonds-Manager in Deutschland (2022: Rang 1).
2.2 Depotgeschäft und FondsbrokerageDie Union Service Bank AG, die als Depotführer innerhalb der Union Investment Gruppe fungiert, hatte zum Jahresende 2023 5,4 Millionen (Vorjahr 5,3 Millionen) Kundendepots mit Bestand. Für diese Kunden wurden zum 31. Dezember 2023 13,5 Millionen (Vorjahr 13,0 Millionen) Fondsdepots mit Bestand verwaltet. Die Anzahl der Fondsdepots mit Beständen gruppeneigener Investmentfonds belief sich dabei auf 12,9 Millionen (Vorjahr 12,4 Millionen). Die Zahl der verwalteten Fondsdepots mit Drittfonds von gruppenfremden Investmentgesellschaften belief sich im Jahr 2023 auf rund 624.000 Depots (Vorjahr 603.000). Im Geschäftsfeld Fondsbrokerage betrug das für die Kunden der attrax verwahrte Bestandsvolumen zum Ende des Berichtszeitraums 81,9 Mrd. Euro (Vorjahr: 77,8 Mrd. Euro). Das im Jahr 2023 ausgezahlte Provisionsvolumen aus Kontinuitätsprovision (Auskehr) belief sich auf 161,8 Mio. Euro (Vorjahr: 155,4 Mio. Euro). Der Anstieg des Provisionsvolumens resultiert aus gestiegenen Durchschnittsbeständen der attrax. Entwicklung Stamm- und Fondsdepots mit Bestand Investmentdepotgeschäft Deutschland
IV. Lage des Konzerns1. Ertragslage
Der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge lag im Berichtsjahr mit 69,1 Mio. Euro stark über dem Niveau des Vorjahres. Dies resultierte im Wesentlichen aus höheren Erträgen aus in den Eigenanlagen gehaltenen Investmentanteilen sowie gestiegenen Zinserträgen. Der Provisionsüberschuss setzt sich im Detail wie folgt zusammen:
Wesentlicher Treiber des Provisionsüberschusses sind die Assets under Management des jeweiligen Geschäftsjahres. Ihre Entwicklung wird maßgeblich vom Nettoneugeschäft sowie der Kapitalmarktentwicklung bestimmt. 2023 erhöhten sich die Assets under Management bis zum Jahresende deutlich um 42,1 Mrd. Euro auf nunmehr 455,2 Mrd. Euro. Der Anstieg resultierte aus der positiven Wertentwicklung an den internationalen Kapitalmärkten und positiven Nettomittelzuflüssen. Über 90 Prozent des Provisionsüberschusses waren vom Volumen der Assets under Management abhängig, insbesondere der wesentliche Anteil der Provisionserträge aus Verwaltungsvergütungen (exklusive der erfolgsabhängigen Verwaltungsvergütung und der Transaktionsvergütungen aus den Immobilien-Investmentvermögen) und die Provisionsaufwendungen für volumenabhängige Provisionen (bestehend aus Kontinuitätsprovision, Vertriebsprovision und Sonstige). Per Saldo stiegen diese beiden Positionen leicht an (+45,8 Mio. Euro). Ursächlich hierfür war die aus Ertragssicht bessere Struktur der Assets under Management. Das durchschnittliche Volumen der Assets under Management lag auf dem Niveau des Vorjahres (+0,6 Prozent). Die Verwaltungsvergütungen aus den Immobilien-Investmentvermögen lagen auf dem Niveau des Vorjahres. Die Erträge aus erfolgsabhängigen Verwaltungsvergütungen lagen mit 12,3 Mio. Euro stark unter dem Vorjahr (25,9 Mio. Euro). Die Provisionserträge aus Absatzprovisionen enthalten im Wesentlichen den Bruttoausweis des erzielten Ausgabeaufschlags. Die daraus an die Vertriebspartner als Absatzprovision gezahlten Anteile sind in den Sonstigen Provisionsaufwendungen enthalten. Per Saldo lagen diese stark unter dem Niveau des Vorjahres. Der Anstieg im Ergebnis aus Finanzanlagen um 29,3 Mio. Euro auf -30,6 Mio. Euro (Vorjahr: -59,9 Mio. Euro) war im Wesentlichen in dem realisierten Ergebnis aus der Veräußerung von Investmentanteilen aus den Eigenanlagen von Union Investment begründet. Gegenläufig wirkte eine Wertminderung auf den Equity-Buchwert der BEA Union Investment Management Limited, Hongkong. Das Sonstige Bewertungsergebnis aus Finanzinstrumenten betrug 196,5 Mio. Euro nach -155,0 Mio. Euro im Vorjahr. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus einer starken Verringerung der bewerteten Garantieversprechen für Anlageprodukte. Des Weiteren verbesserte sich das Ergebnis aus der Bewertung von Investmentanteilen der Eigenanlagen von Union Investment kräftig. Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen lag mit 1,1 Mio. Euro stark unter dem Vorjahr (3,2 Mio. Euro) und beinhaltet den Ergebnisanteil der BEA Union Investment Management Limited, Hongkong. Die Verwaltungsaufwendungen lagen mit -1.231,1 Mio. Euro um -37,6 Mio. Euro leicht über dem Vorjahreswert (-1.193,5 Mio. Euro): Die Personalaufwendungen lagen mit -595,4 Mio. Euro um -28,9 Mio. Euro spürbar über dem Vorjahreswert (-566,5 Mio. Euro). Der Personalaufwand stieg im Wesentlichen aufgrund des Anstieges der Personalaufwendungen für Altersteilzeit und Altersversorgung. Weitere Abweichungen des Personalaufwands entstanden aufgrund der durchschnittlichen Gehaltsanpassungen in 2023. Die Sachaufwendungen lagen mit -535,9 Mio. Euro auf dem Vorjahreswert (-535,9 Mio. Euro).
Die Abschreibungen lagen mit -99,8 Mio. Euro um -8,7 Mio. Euro spürbar über dem Wert des Vorjahres (-91,1 Mio. Euro). Diese Abweichung lag im Wesentlichen an gestiegenen Abschreibungen auf Software. Das Sonstige betriebliche Ergebnis betrug im Berichtszeitraum -49,9 Mio. Euro und lag damit stark unter dem Vorjahreswert (54,0 Mio. Euro). Diese Abweichung resultierte im Wesentlichen aus Wertminderungen im Rahmen von IFRS 3 aktivierte Kundenstämme, Aufwendungen für Restrukturierung sowie einem geringeren Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen. Bei einem Konzernsteuersatz von 31,295 Prozent beträgt die Steuerquote im UMH-Konzern 29,69 Prozent (Vorjahr 29,31 Prozent). Der Ertragsteueraufwand stieg im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um -85,7 Mio. Euro auf -289,0 Mio. Euro. Er setzt sich aus -255,1 Mio. Euro laufendem Steueraufwand (Vorjahr: -278,7 Mio. Euro) und -33,9 Mio. Euro latentem Steueraufwand (Vorjahr: 75,4 Mio. Euro Steuerertrag) zusammen. Bei den laufenden Steuern erklärt sich die Zunahme im Wesentlichen durch den Anstieg des Konzernergebnis vor Steuern. Der latente Steueraufwand ergibt sich im Wesentlichen aus der Auflösung von aktiven Latenzen für negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten. Die beschriebenen Entwicklungen führten insgesamt im Vergleich zum Vorjahr zu einem starken Anstieg des Konzernergebnisses um 194,2 Mio. Euro auf 684,5 Mio. Euro (Vorjahr: 490,3 Mio. Euro). Des Weiteren zeugt der niedrige Wert der Cost Income Ratio (CIR) von 55,8 Prozent von einem weiterhin effizienten Ressourceneinsatz der Union Investment Gruppe. Im Vorjahresvergleich verringerte sich die CIR um -7,4 Prozentpunkte. Vergleich mit dem ursprünglich prognostizierten Ergebnis 2023Die ursprünglichen Erwartungen an das Konzernergebnis 2023 wurden stark übertroffen. Ursächlich für diese Entwicklung war der kräftige Anstieg des Finanzergebnisses - bestehend aus Zinsüberschuss, Ergebnis aus Finanzanlagen und Sonstigem Bewertungsergebnis aus Finanzinstrumenten. Im Wesentlichen war dies der starken Veränderung der Bewertung von Garantieversprechen für Anlageprodukte geschuldet sowie dem stark gestiegenen Wertbeitrag aus den Eigenanlagen. Zudem erhöhte sich der Provisionsüberschuss leicht. Ursächlich für diese Entwicklung war der leichte Anstieg des volumenabhängigen Provisionsüberschusses. Der Verwaltungsaufwand verringerte sich gegenüber der ursprünglichen Planung leicht. Der Personalaufwand erhöhte sich leicht gegenüber dem prognostizierten Ergebnis 2023; insbesondere aufgrund der angepassten Sonderzahlungen sowie der Altersversorgung. Die Sachaufwendungen verringerten sich spürbar, hauptsächlich aufgrund von geringeren Aufwendungen für Beratung, Öffentlichkeitsarbeit/Marketing und laufende Honorare. Gegenläufig stiegen die IT-Kosten an. Die Abschreibungen speziell auf Software, stiegen leicht an. Das sonstige betriebliche Ergebnis verringerte sich kräftig, im Wesentlichen resultiert dies aus Wertminderungen im Rahmen von IFRS 3 aktivierte Kundenstämme, Aufwendungen für Restrukturierung sowie einem geringeren Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen. Per Saldo führte dies zu einem starken Anstieg des Ergebnisses und einer deutlichen Verbesserung der CIR gegenüber der ursprünglichen Planung. AusschüttungDer Hauptversammlung im Mai 2024 wird eine Dividende in Höhe von 10,33 Euro je Aktie vorgeschlagen. Das Ausschüttungsvolumen beträgt demnach 300,0 Mio. Euro. Der Aufsichtsrat der UMH AG hat in seiner Sitzung am 22. Februar 2024 dem Gewinnverwendungsvorschlag zugestimmt. 2. Liquiditätssteuerung und Finanzlage2.1 LiquiditätssteuerungZiel der Liquiditätssteuerung ist sowohl die Sicherstellung einer permanenten Zahlungsfähigkeit der Gesellschaften in der Union Investment Gruppe als auch eine rendite- und risikoorientierte Anlage verfügbarer Finanzmittel. Basis der Steuerung sind die laufende Überwachung und Analyse sämtlicher Zahlungsströme und Finanzmittelbestände. Darauf aufbauend wird im Rahmen einer regelmäßigen Liquiditätsplanung die finanzielle Entwicklung der nächsten 15 Monate abgeleitet, welche die Grundlage für die Anlage von Finanzmitteln bildet. Die Anlagestrategie folgt einem konservativen Ansatz und sieht eine fortlaufende Risikoüberwachung aller Finanzmittelbestände vor. In die Anlageentscheidungen fließen planmäßige Stresstests zur Bewertung von Zinsänderungsrisiken ein. Die Finanzmittel werden im Rahmen der Liquiditätssteuerung den folgenden vier Finanzmittelklassen zugeordnet.
2.2 Finanzlage KonzernDer Gesamtbestand an finanziellen Mitteln ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:
Der Wertpapierbestand setzt sich wie folgt aus den vier Finanzmittelklassen zusammen:
Unter Berücksichtigung des Bestandes der verfügbaren finanziellen Mittel zum Abschlussstichtag und der auf Basis der rollierenden 15-Monats-Liquiditätsplanung erwarteten Liquiditätsentwicklung sind die Gesellschaften der Union Investment Gruppe zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichts bei plangemäßem Geschäftsverlauf jederzeit in der Lage, ihre im genannten Planungszeitraum fällig werdenden finanziellen Verpflichtungen aus liquiden Mitteln bedienen zu können. 3. Vermögenslage3.1 Übersicht über die VermögenslageIn der nachfolgenden Übersicht sind die einzelnen Posten der Konzernbilanz nach finanziellen Gesichtspunkten zusammengefasst. Aktiva
Die Konzernbilanzsumme ist mit 5.077,4 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahresstichtag um 7 Prozent angestiegen. Das für Kunden der Union Investment Gruppe verwaltete Vermögen - Investmentvermögen und sonstige Asset Management-Formate - schlägt sich branchentypisch nicht in der Bilanz nieder. Die Aktivseite der Konzernbilanz ist durch die finanziellen Mittel Bankbestände und Wertpapiere geprägt. Der Gesamtbestand an finanziellen Mitteln ist um 474,9 Mio. Euro auf 3.808,5 Mio. Euro angestiegen. Die Bankbestände sind in der Bilanzposition Forderungen an Kreditinstitute enthalten und verminderten sich um 547,1 Mio. Euro auf 1.330,8 Mio. Euro. Die Wertpapiere sind überwiegend in der Bilanzposition Finanzanlagen enthalten. Der Wertpapierbestand stieg um 1.022,0 Mio. Euro auf 2.477,7 Mio. Euro. Die Zusammensetzung der finanziellen Mittel wird im Abschnitt "Finanzlage" erläutert. Die Positiven Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten enthielten im Vorjahr Optionen, welche die UMH berechtigte, zukünftig Anteile an einem Unternehmen zu erwerben. Diese Optionen wurden im Geschäftsjahr nicht ausgeübt und wurden ausgebucht. Den Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 5,0 Mio. Euro standen Abschreibungen in Höhe von -7,4 Mio. Euro gegenüber. Einschließlich sonstiger Veränderungen verminderte sich der Restbuchwert des Sachanlagevermögens von 49,9 Mio. Euro im Vorjahr um -3,0 Mio. Euro auf 46,9 Mio. Euro. Für Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte wurden im Berichtsjahr 42,4 Mio. Euro aufgewendet, denen Abschreibungen in Höhe von -47,2 Mio. Euro und Wertminderungen in Höhe von -55,0 Mio. Euro gegenüberstanden. Einschließlich sonstiger Veränderungen verminderte sich der Restbuchwert der Immateriellen Vermögenswerte von 315,4 Mio. Euro im Vorjahr um -57,8 Mio. Euro auf 257,6 Mio. Euro. In den Übrigen Aktiva sind in Höhe von 208,0 Mio. Euro Forderungen an Sondervermögen (Vorjahr: 200,7 Mio. Euro) und in Höhe von 24,4 Mio. Euro Forderungen aus sonstigen Steuern (Vorjahr: 19,0 Mio. Euro) enthalten. Bei den Forderungen an Sondervermögen handelt es sich dabei im Wesentlichen um die abgegrenzten Forderungen aus der Verwaltungsvergütung und den Pauschalgebühren für den Monat Dezember. Die Nutzungsrechte verminderten sich um 36,8 Mio. Euro auf 364,2 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen um 32,3 Mio. Euro auf 128,9 Mio. Euro und resultieren im Wesentlichen aus Provisionsverbindlichkeiten aus dem Anteilscheingeschäft und Servicegebühren. Die Negativen Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten enthalten in Höhe von 103,2 Mio. Euro (Vorjahr: 262,4 Mio. Euro) bewertete Unterdeckungsbeträge aus Kapitalerhaltungszusagen nach AltZertG und aus Mindestzahlungszusagen im Rahmen von echten Garantiefonds. Der starke Rückgang resultiert aus der positiven Entwicklung der Kapitalmärkte, und insbesondere des Aktienfonds UniGlobal Vorsorge.
Die Rückstellungen entwickelten sich von 209,3 Mio. Euro um 45,3 Mio. Euro auf 254,6 Mio. Euro. Die Rückstellungen für Leistungsorientierte Verpflichtungen entwickelten sich von 79,5 Mio. Euro um 12,0 Mio. Euro auf 91,5 Mio. Euro. Der Rechnungszins beträgt 3,2 Prozent (im Vorjahr 3,7 Prozent). Die Rückstellungen für andere langfristige Leistungen an Arbeitnehmer stiegen von 108,4 Mio. Euro um 6,2 Mio. Euro auf 114,6 Mio. Euro. Die Rückstellungen für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses gehen auf Restrukturierungsrückstellungen zurück, die im Rahmen des Programms "FitForFuture" gebildet wurden. Die Anderen Rückstellungen stiegen von 21,4 Mio. Euro um 8,8 Mio. Euro auf 30,2 Mio. Euro. Ursächlich hierfür waren in Höhe von 5,6 Mio. Euro gebildete Restrukturierungsrückstellungen. Die Übrige Passiva erhöht sich insbesondere durch höhere abgegrenzte Schulden für Provisionen an die Vermittlerbanken. Diese entwickelten sich um 45,2 Mio. Euro auf 803,2 Mio. Euro. Des Weiteren erhöhten sich die sonstigen Steuerverpflichtungen um 17,9 Mio. Euro. Das Eigenkapital entwickelte sich von 2.594,7 Mio. Euro um 392,5 Mio. Euro auf 2.987,2 Mio. Euro. Der Anstieg ist hauptsächlich auf die im Geschäftsjahr gezahlte Dividende für das Vorjahr (250,1 Mio. Euro) im Vergleich zum Gesamtkonzernergebnis des Berichtsjahres (652,1 Mio. Euro) zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote beträgt 58,8 Prozent und liegt um 4,1 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert in Höhe von 54,7 Prozent. Aus Sicht des Konzerns ist die Vermögenslage geordnet. 3.2 Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenMitarbeitendeFür die Entwicklung und die Zukunftsfähigkeit der Union Investment Gruppe sowie für ihre Stellung im Wettbewerb sind die Mitarbeitenden der entscheidende Erfolgsfaktor. Das Leistungsvermögen und die Einsatzfähigkeit der Mitarbeitenden werden entsprechend ihrer Aufgaben und Potenziale im Rahmen einer innovativen und bedarfsorientierten Personalentwicklung bestmöglich gefördert. Im Geschäftsjahr 2023 wurden für Personalentwicklungsmaßnahmen insgesamt rund 4,3 Mio. Euro (Vorjahr: 4,8 Mio. Euro) investiert. Zielorientierte Mitarbeitendenführung sowie der Einsatz leistungsorientierter Vergütungsinstrumente bewirken, dass die Mitarbeitenden auf allen hierarchischen Ebenen eine unternehmerische Denk- und Handlungsweise entwickeln. Variable, an individuellen Leistungszielen bemessene Gehaltsbestandteile unterstützen zudem den Leistungswillen und die Zielorientierung der Mitarbeitenden. Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die UMH 354 Mitarbeitende (Vorjahr: 360 Mitarbeitende) mit einem durchschnittlichen Alter von 44,2 Jahren (Vorjahr: 43,4 Jahre) und einer durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit von 11,8 Jahren (Vorjahr: 11,1 Jahre). Die Union Investment Gruppe beschäftigte 4.371 Mitarbeitende (Vorjahr: 4.305 Mitarbeitende) zum Ende des Jahres 2023. Konzernweit betrugen das durchschnittliche Alter 43,4 Jahre (Vorjahr: 43,2 Jahre) und die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit 10,5 Jahre (Vorjahr: 10,2 Jahre). MarkenleistungDie Werte der klassischen Parameter zur Messung der Markenleistung haben sich 2023 auf hohem Niveau gehalten. Die gestützte Bekanntheit der Marke Union Investment stieg von 56,8 Prozent bevölkerungsweit im Dezember 2022 auf 60,7 Prozent per November 2023. Die gestützte Werbeerinnerung stieg von 27,8 Prozent im Dezember 2022 auf 31,7 Prozent per November 2023, die Kaufbereitschaft stieg im selben Zeitraum von 32,6 auf 35,9 Prozent. Letzterer Key Performance Indicator (KPI) darf nicht zu direkt bewertet werden, da die Angabe zur Kaufbereitschaft in einem anonymen Interview hochgradig unverbindlich ist, die Quote tatsächlicher Abschlüsse korreliert mit der Kaufbereitschaft nur gering. Dies gilt vor allem auch, da der Einfluss des Bankberaters bei der Kaufentscheidung hoch ist, dieser Einfluss in der Abfragesituation allerdings nicht abgebildet werden kann. Im Rahmen der aus der UMH heraus vorgenommenen strategischen Markenführung wird seit 2013 bei allen markenrelevanten Zielgruppen der sogenannte Markenstärkeindex erhoben. Er wird aus den gängigen Parametern der Markenführung gebildet und kann Werte zwischen 0 und 100 annehmen. Der aktuelle Wert des Markenstärkeindex fiel geringfügig bei Bankberatern im Privatkundengeschäft gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Punkte auf 87,6 Punkte. Bei Privatanlegern liegt der Wert des Markenstärkeindex 2023 gegenüber 2022 um 4,7 Punkte höher bei nun 73,4 Punkten. Bei institutionellen Anlegern stieg der im vorangegangenen Berichtsjahr 2023 ermittelte Indexwert auf 89,2 Zähler. Der letzte zuvor ermittelte Wert des Markenstärkeindex stammt aus 2021, dort wurden 87,5 Punkte gemessen. Der alternierend zweijährig erhobene Indexwert bei Immobilienmarktteilnehmern betrug im Jahr 2021 82,2 Punkte. Im Jahr 2022 wurde er nicht erhoben. Der aktuelle Indexwert beruht auf einer Marktbefragung, somit wurden auch Immobilienmarktteilnehmer befragt, mit denen die UIR nicht in Geschäftsbeziehung steht. Die aktuelle Welle fand vom 10. Januar bis 03. Februar 2023 bei 261 Markenkennern in Deutschland statt. Der Indexwert im Jahr 2023 betrug 84,3 Punkte und war 2,1 Punkte höher als im letzten Erhebungsjahr 2021 mit 82,2 Punkten. Bei Mietern wurde der Markenindex sowohl 2020, 2021 als auch 2022 aufgrund der bei den Kernmietergruppen - Mieter großer Büroflächen, Hotels und Einzelhandelsgeschäfte in Shopping-Centern - infolge der Corona-Pandemie schwierigen Lage nicht erhoben. Der Wert des Markenstärkeindex bei Mietern in Objekten der Union Investment Real Estate GmbH/Union Investment Institutional Property GmbH lag 2023 bei 68,4 Indexpunkten. Bei der Erhebung zuvor (2018) betrug der Wert für diese Zielgruppe 72,2 Punkte. Angesichts der in den verschiedenen Zielgruppen unterschiedlichen Relevanz der Marke im Entscheidungsprozess sind die aktuellen Werte aller Zielgruppen aus markenfachlicher Sicht positiv einzuwerten. Da Marke im Zug der Digitalisierung wichtiger wird, bei Union Investment einen hohen Stellenwert besitzt und zahlreiche Maßnahmen zur Stärkung der Marke verfolgt werden, erwarten wir perspektivisch, dass die vom Niveau her sehr guten Werte sich weiter verfestigen. In der Wettbewerbsbetrachtung bleibt das Bild der letzten Jahre stabil: Union Investment setzt sich in der Markenstärke deutlich von den meisten Mitbewerbern ab. Die Marke bildet somit nachhaltig ein klares Asset der Union Investment Gruppe. KundenzufriedenheitUnter den Kundengruppen von Union Investment liegen im Berichtsjahr lediglich für Vermittlerbanken und Privatanleger neue Werte zur Gesamtzufriedenheit mit der Geschäftsbeziehung vor, nicht aber für institutionelle Kunden und Mieter. Der im Berichtsjahr 2023 gemessene Durchschnittswert der Zufriedenheit mit Union Investment liegt bei Geno-Bankführungskräften bei 2,1. Für beide Zielgruppen der genossenschaftlichen Vertriebspartnerbanken sind diese Ergebnisse als stabil einzuordnen. Bei Privatanlegern beträgt der Durchschnittswert für die Kundenzufriedenheit 2023 wie im Vorjahr 2,2 auf der 5er-Skala von 1 = ,außerordentlich zufrieden' bis 5 = ,unzufrieden'. Für das Geschäftsjahr 2024 kann man davon ausgehen, dass es wie in den Vorjahren ambitioniert, aber durchaus möglich ist, die guten Werte bei den Vertriebspartnern und Privatanlegern halten zu können. Bei beiden Gruppen kommt es erfahrungsgemäß zu Abstrahleffekten in Abhängigkeit von der Kapitalmarktsituation kommen. Positiv ist zu vermerken, dass die im Jahresverlauf 2023 trotz mit Zinsanstieg und Inflation durchaus herausfordernden Rahmenbedingungen für das Fondsgeschäft noch nicht zu einer nennenswerten Stimmungsbeeinträchtigung geführt hat - weder bei Vertriebspartnerbanken und Privatanlegern noch bei institutionellen Anlegern. Bei institutionellen Kunden von Union Investment werden im zweijährigen Rhythmus eigene Zufriedenheitsbefragungen durchgeführt. Die Befragungen werden in Jahren mit ungeraden Jahreszahlen durchgeführt, daher fand im Berichtsjahr keine Befragungswelle statt. Auf einer Skala von 1 = ,außerordentlich zufrieden' bis 5 = ,unzufrieden' lag der Wert für die Gesamtzufriedenheit institutioneller Anleger mit der Geschäftsbeziehung im Jahr 2023 bei 1,72. Er verbesserte sich von bereits sehr hohem Niveau gegenüber der Befragung aus dem Jahr 2021 leicht, dort betrug der Gesamtzufriedenheitswert 1,75. Die Zufriedenheit von Mietern in deutschen Objekten der Union Investment Real Estate GmbH / Union Investment Institutional Property GmbH liegt 2023 auf der Basis von bisher 160 (von angestrebten 200) Interviews auf einer Skala von 1 = ,außerordentlich zufrieden' bis 5 = ,unzufrieden' liegt der Wert 2018 für die Zufriedenheit von wie zuvor bei 2,5 - nach 2,3 im Jahr 2018. Aufgrund des coronabedingt langen Zeitraums zwischen den beiden Erhebungen und den großen aktuellen Herausforderungen im gewerblichen Immobiliengeschäft (bspw. stark gestiegene Anforderungen an Flexibilität infolge der Effekte der Digitalisierung, Herausforderungen in der Baubranche bei Neu- und Umbauten) ist die Entwicklung nicht unbedingt als Verschlechterung zu interpretieren. Wie sich die Mieterzufriedenheit im Geschäftsjahr 2024 entwickelt, ist schwer zu prognostizieren. Unseres Erachtens sollte Union Investment über vielfältige Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sowie die ausgeprägte Qualitätsausrichtung ihrer Immobilien für die Mieter weiterhin ein geschätzter Vertragspartner bleiben und damit Impact auf stabile Mieterzufriedenheit geben. Nachhaltigkeitsmanagement in der Union Investment GruppeNachhaltigkeit ist fest im Wertegerüst und den Strukturen der Union Investment Gruppe verankert. Nachhaltigkeit ist Teil unseres Selbstverständnisses, welches wir in unserem Leitbild zum Ausdruck bringen. In unserem unternehmensweiten Nachhaltigkeitskodex sind die Grundprinzipien und Leitideen, nach denen sich Nachhaltigkeit in unserem Denken und Handeln widerspiegelt, verankert. Die Union Investment Gruppe veröffentlicht einen separaten Nachhaltigkeitsbericht außerhalb des Konzernlageberichts. Sie ist zudem in den Nachhaltigkeitsbericht der DZ Bank Gruppe einbezogen. NachhaltigkeitsstrategieUnion Investment verfolgt eine gruppenweite, vom Gesamtvorstand der Union Investment verabschiedete Nachhaltigkeitsstrategie, welche aus fünf strategischen Handlungsfeldern besteht: "Positionierung und Kommunikation", "Leistungen und Kompetenzen", "Vermarktung", "Produkte" sowie "Betrieb". Die Nachhaltigkeitsstrategie wird in regelmäßigen Abständen geprüft und bei Bedarf weiterentwickelt. Die Klimastrategie von Union Investment zielt auf eine Klimaneutralität im Geschäftsbetrieb bis 2045 und bei unseren durch die Produkte finanzierte Emissionen bis 2050 ab. Im Berichtsjahr 2023 wurde eine gruppenweite und umfassende Diversity & Inclusion-Strategie verabschiedet. 3.3 KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung dient der Ermittlung und Darstellung des Zahlungsmittelflusses, den die Union Investment Gruppe im Geschäftsjahr aus der betrieblichen Tätigkeit, aus der Investitionstätigkeit und aus der Finanzierungstätigkeit erwirtschaftet oder verwendet hat. Für Investmentgesellschaften ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt in der Union Investment Gruppe weder die Liquiditätsbeziehungsweise Finanzplanung, noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.
Als Zahlungsmittelbestand ist der Bilanzposten Barreserve definiert, der sich aus Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken sowie Schuldtiteln öffentlicher Stellen und Wechseln, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind, wenn die Restlaufzeit kürzer als drei Monate und der Bestand als Liquiditätshaltung zu sehen ist, zusammensetzt. Nicht einbezogen werden täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute, die wir der betrieblichen Tätigkeit zuordnen. Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit wurde nach der indirekten Methode ermittelt und gibt die Zahlungsströme aus den wesentlichen erlöswirksamen Tätigkeiten sowie aus der Veränderung von Bilanzpositionen aus dem operativen Geschäft der Union Investment Gruppe wieder, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzurechnen sind. Er kennzeichnet die Fähigkeit der Union Investment Gruppe, Zahlungsmittel aus eigener Kraft aus dem operativen Geschäft zu generieren, um Verpflichtungen nachzukommen, den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten, Dividenden zu zahlen und Investitionen zu tätigen, ohne dabei auf eine Außenfinanzierung zurückgreifen zu müssen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist im Berichtsjahr durch Einzahlungen in Höhe von 221,0 Mio. Euro aus dem Verkauf und in Höhe von 1.194,2 Mio. Euro Auszahlungen für den Erwerb von Finanzanlagen geprägt. Zudem wurden Auszahlungen aus dem Erwerb von Immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 42,4 Mio. Euro und Auszahlungen aus dem Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 5,0 Mio. Euro getätigt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit setzt sich (gemäß der Definition nach IAS 7.17) aus den Zahlungsströmen aus Transaktionen mit Eigenkapitalgebern und anderen Gesellschaftern konsolidierter Tochterunternehmen sowie Mittelveränderungen aus sonstigem Kapital, der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten, den Ein- und Auszahlungen aus Darlehen und anderen Ausleihungen zusammen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit entfällt überwiegend auf die Auszahlungen der durch die UMH gezahlten Dividende für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von 250,1 Mio. Euro und die auf nicht beherrschende Anteilseigner entfallenden Ausschüttungen von Tochterunternehmen der UMH in Höhe von 6,7 Mio. Euro. Die Auszahlungen für den Tilgungsanteil von Leasingverbindlichkeiten betragen 42,8 Mio. Euro und die Mittelveränderungen aus sonstigem Kapital 4,5 Mio. Euro. V. Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen UnternehmenDie UMH hat bei den in dem Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die dem Vorstand zum Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Die Gesellschaft ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen wurden, nicht benachteiligt worden. Eine Unterlassung von Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank (DZ BANK AG), Frankfurt am Main, oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens, die nach den dem Vorstand bekannten Umständen für die Gesellschaft einen Vorteil hätten haben können, erfolgte nicht. C Prognose-, Chancen- und RisikoberichtI. ChancenberichtUnion Investment verfolgt eine wertorientierte Unternehmenspolitik, das heißt das Ziel einer stetigen Steigerung des Unternehmenswertes. Erreicht werden soll diese Steigerung grundsätzlich durch dauerhaftes und profitables Wachstum unter Berücksichtigung von Rendite-Risiko-Gesichtspunkten. Im Einzelnen versteht es Union Investment als ihren Auftrag, das Vermögen der Kunden zu vermehren und Vertrauen zu gewinnen. Hierzu stellt sie sich den zentralen Herausforderungen an den Kapitalmärkten und entwickelt bedarfsorientierte Anlagelösungen. Die Geschäftsentwicklung der Union Investment Gruppe spiegelt sich in den Aufwendungen, Erträgen und dem Ergebnis im UMH-Konzernabschluss wider. In diesem Zusammenhang werden die folgenden Chancen gesehen: Das herausfordernde Marktumfeld der letzten Jahre bestand 2023 fort, folglich blieb auch das Sicherheitsbedürfnis der Privatanleger hoch. Zinsanlagen erwirtschafteten aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus und der allmählich rückläufigen Inflation zwar wieder eine moderat positive reale Rendite. Zur Sicherung des Lebensstandards im Alter wird es dennoch notwendig sein, dass Privatanleger auch zukünftig kontrollierte Risiken eingehen, um positive Renditen zu erzielen. 2024 werden Aktieninvestments eine vielversprechende Anlageklasse sein; die Kombination aus besseren Wachstumsaussichten und sinkender Inflation im Jahresverlauf lässt die Chancen an den Kapitalmärkten steigen. Marktaktuelle Fonds und Lösungen ergänzen die vorhandene Produktpalette, um situativ Mehrwert für die Anleger zu schaffen. Somit sieht Union Investment auch künftig die Möglichkeit, von ihrer Position als Lösungsanbieter im Privatkundengeschäft zu profitieren und das Fondsgeschäft weiter auszubauen. Daneben bietet auch der Trend zur Digitalisierung weiteres Potenzial für Privatkunden. Digitale Lösungen tragen dazu bei, Prozesse auf allen Wertschöpfungsstufen zu verbessern und damit den Kundennutzen insgesamt zu steigern. Im institutionellen Geschäft veränderte sich bei den genossenschaftlichen Banken in den letzten eineinhalb Jahren die Liquiditätslage deutlich, ausgelöst durch sinkende Einlagenüberschüsse bei gleichzeitig höheren Refinanzierungskosten. Genossenschaftliche Kunden ziehen in der Folge verstärkt Mittel aus Spezial- und Publikumsfonds ab und schwenken selektiv auf neue Anlageaktivitäten um, beispielsweise auf Alternative Investments. Nicht-genossenschaftliche Anleger hatten taktisch mehr Spielraum; aus heutiger Sicht bleiben höhere Renditen ein Treiber für Portfolioumschichtungen im weiteren Zeitverlauf. Für Union Investment bietet sich zum einen beim aktuell attraktiven Zinsniveau die Möglichkeit, Kernkompetenzen im Rentenbereich für die Fonds- und Direktanlage zu vermarkten. Zum zweiten erweitert Union Investment sukzessive ihre bestehende Produktpalette und Services im Bereich Alternative Investments, um den Diversifikations- und Administrationsbedarf der Anleger (selektiv bei genossenschaftlichen Banken) abzudecken. Zudem können mit Sonderthemen wie z. B. erneuerbare Energien höhere Ertragsmargen erwirtschaftet werden. Mit Blick auf nachhaltige Anlagestrategien zielt Union Investment auf eine stärkere Fokussierung ab, um sich weitestgehend einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Veränderungen bei gesetzgeberischen Maßnahmen, die das Wertpapiergeschäft beeinflussen, werden auch zukünftig erwartet. In diesem Rahmen sieht Union Investment sowohl bei Privat- als auch institutionellen Anlegern die Chance, individuelle lösungsorientierte Produkte zu entwickeln und die Kundenbindung zu stärken. Institutionellen Anlegern bietet Union Investment dabei spezifische Lösungen an, die die regulatorischen Erfordernisse und Meldeanforderungen abbilden. Auf diese Weise trägt Union Investment dazu bei, dass institutionelle Anleger ihren Aufwand für die Erfüllung regulatorischer Anforderungen bei der Erfassung in den eigenen Systemen reduzieren können. Durch die identifizierten Chancen strebt die Union Investment Gruppe im Geschäftsjahr 2024 einen durchschnittlich deutlich höheren Stand der Assets under Management an. Das Neugeschäft wird unter dem Niveau des Berichtsjahres und die Wertentwicklung im Geschäftsjahr 2024 leicht positiv erwartet. Zudem sieht Union Investment die Perspektive, den damit einhergehenden Provisionsüberschuss der Unternehmensgruppe weiter zu erhöhen. Des Weiteren arbeitet Union Investment kontinuierlich an der Verbesserung der Prozesse und damit einhergehenden Zeit- und Kosteneinsparungen. In Summe ergeben sich dadurch sowohl aufwands- als auch ertragsseitige Chancen für eine positive Ergebnisentwicklung. Union Investment hat darüber hinaus mit dem internen Programm "FitForFuture" auf die sich verändernden Rahmenbedingungen reagiert und damit die Basis für strategische Investitionsfelder der Zukunft geschaffen. II. RisikoberichtMit dem vorliegenden Risikobericht setzt die Union Asset Management Holding die für die Union Investment Gruppe geltenden risikobezogenen Transparenzanforderungen nach § 315 des Handelsgesetzbuches (HGB) um. Des Weiteren werden in dem vorliegenden Bericht die Anforderungen des IAS 1.134-136 und des IFRS 7.31-42 umgesetzt, ausgenommen von einzelnen Angaben, die bereits im Konzernanhang erfolgen. Dies betrifft insbesondere die Angaben zum Eigenkapitalmanagement des Konzernanhangs, zum Kreditrisiko gemäß IFRS 7.35A-38 des Konzernanhangs sowie zum Liquiditätsrisiko gemäß IFRS 7.39 des Konzernanhangs. Die quantitativen Angaben in diesem Risikobericht beruhen auf Informationen, die dem Vorstand vorgelegt und zur internen Steuerung verwendet werden (sogenannter Management Approach). Um einen gesamthaften Blick auf die Risikolage der Gruppe zu gewährleisten, schließt dies neben finanziellen Risiken auch nicht-finanzielle Risiken ein. Mit der Offenlegung dieser für den verständigen Adressaten wesentlichen Angaben soll die Entscheidungsnützlichkeit der externen Berichterstattung sichergestellt werden. 1. Bewährte Systeme zur Identifizierung und Steuerung von RisikenDie Union Investment Gruppe ist als Asset Manager in hohem Maße von der Entwicklung der Kapital- und Immobilienmärkte sowie dem Anlageverhalten der Fondsanleger abhängig. Sie handelt im Interesse der Fondsanleger und verfolgt eine wertorientierte Unternehmenspolitik mit dem langfristigen Ziel, den Unternehmenswert unter Berücksichtigung von Rendite und Risiko nachhaltig zu steigern. Die internen Steuerungssysteme sind dabei u. a. darauf ausgerichtet, Risiken zu identifizieren, regelmäßig zu überwachen und aktiv zu steuern. So sollen Risiken, die zu negativen Abweichungen vom prognostizierten Geschäftsverlauf führen können, möglichst frühzeitig erkannt und Maßnahmen zur Risikoreduzierung eingeleitet werden. Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass unternehmerische Chancen unter Beachtung von Risikotragfähigkeit und Profitabilität genutzt werden können. Das Risikomanagementsystem (RMS) der Union Investment Gruppe ist ein fortlaufender Prozess, der die Gesamtheit aller organisatorischen Maßnahmen und Regelungen zur Identifizierung, Bewertung, Überwachung und Steuerung von Risiken umfasst. Das RMS ist gemäß den aufsichtsrechtlichen Anforderungen organisiert. Als Konzerngesellschaft des DZ BANK-Konzerns ist die UMH in das Risikomanagement des Konzerns eingebunden. Die Verantwortung für die Risikosteuerung der Union Investment Gruppe obliegt dem Vorstand der UMH. Im Risikoappetitstatement (RAS) triff der Vorstand die wesentlichen Aussagen zum Risikoappetit. Es beinhaltet neben der Beschreibung des Geschäftsmodells und der Risiken insbesondere qualitative Vorgaben für das Eingehen von Risiken (risikopolitische Leitsätze) sowie Vorgaben zur deren quantitativen Steuerung. In der Risikostrategie sind die identifizierten wesentlichen Risikoarten abgegrenzt, die grundlegenden Verfahren zur Risikomessung festgelegt und konkrete Leitlinien für den Umgang mit dem jeweiligen Risiko vorgegeben. Die Risikostrategie steht im Einklang mit den Risikostrategien des DZ BANK-Konzerns. Für alle im Rahmen der Risikoinventur identifizierten wesentlichen Risikoarten, Risikokonzentrationen und Wechselwirkungen mit Investmentvermögen wurden Verfahren für die Risikomessung und Steuerung entwickelt. Das Risk and Data Quality Management Committee, als zentrales Risikokomitee der Union Investment Gruppe, diskutiert in seinen Sitzungen die Risikosituation der Gruppe und bereitet Entscheidungen für den Vorstand der UMH vor. Der Chief Risk Officer und die zentrale Einheit "Risikomanagement & BCM" sind vom Vorstand beauftragt, die Funktionsfähigkeit des gruppenweiten RMS sicherzustellen. Im Rahmen des regelmäßigen Berichtswesens werden für die UMH und die wesentlichen Gesellschaften der Gruppe quartalsweise Risikoberichte für die Geschäftsleitungen und Aufsichtsräte erstellt. Die Details zum RMS inklusive aller Richtlinien und Fachkonzepte sind im Risikohandbuch der Union Investment Gruppe dokumentiert. Die Interne Revision überprüft die Funktionsfähigkeit des RMS im jährlichen Rhythmus. Im Folgenden sind die wesentlichen Elemente des RMS der Union Investment Gruppe dargestellt: RisikotragfähigkeitsanalyseZur Sicherung des Fortbestandes der Gesellschaften und der Gruppe wird die Risikotragfähigkeit im Rahmen der ökonomischen Risiko- und Kapitalsteuerung regelmäßig überwacht. Die wesentlichen Risikoarten werden gemäß den Vorgaben der Risikostrategie und unter Beachtung der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse limitiert und mit Risikokapital unterlegt. Dabei wird, entsprechend der Risikoneigung, das maximal zulässige Risiko durch ein Gesamtlimit so begrenzt, dass die UMH und die Union Investment Gruppe nicht im Bestand gefährdet werden. Diversifikationseffekte zwischen den Risikoarten werden berücksichtigt. Die Ermittlung des Risikokapitalbedarfs und die Überwachung der Limite erfolgen nach marktüblichen Standards und Methoden durch eine unabhängige Stelle. Für die wesentlichen Risikoarten werden regelmäßig Stresstests durchgeführt. Die angewandten Methoden unterliegen einer jährlichen Angemessenheitsprüfung. FrühwarnsystemIn dem Frühwarnsystem werden Risikoindikatoren regelmäßig erhoben und zu verschiedenen Kategorien aggregiert. Sofern die vordefinierten Toleranzgrenzen überschritten sind oder das Risiko als erhöht eingestuft wird, wird ein Frühwarnimpuls ausgelöst, der eine Ursachenanalyse und Maßnahmen zur Risikobewältigung bei den für die Risikosteuerung Verantwortlichen auslöst. Die aus dem System generierten Steuerungsimpulse gewährleisten damit frühzeitige Steuerungsmaßnahmen. Das Risikoindikatorensystem umfasst operationelle Risiken, Geschäftsrisiken, Marktpreisrisiken sowie Risiken, die sich aus ausgelagerten Tätigkeiten ergeben können. Ergänzend hierzu besteht ein Ad-hoc-Meldewesen zur Früherkennung außerordentlicher Risikosituationen mit kurzfristigem Handlungsbedarf. RisikoberichtswesenDer Vorstand der UMH wird quartalsweise in schriftlicher Form über die Entwicklung der Risikolage in dem Berichtszeitraum informiert. Im Risikobericht wird die Gesamtrisikolage dargestellt und beurteilt. Es werden kritische Risikopotenziale aufgezeigt und bei Bedarf Handlungsempfehlungen zur Bewältigung der kritischen Risikopotenziale dargestellt. Auf Basis dieses Berichtes informiert der Vorstand den Aufsichtsrat. Außerhalb der regelmäßigen Risikoberichte werden unter Risikogesichtspunkten kritische Informationen unverzüglich an den Vorstand und bei Bedarf an den Aufsichtsrat eskaliert. 2. Darstellung der wesentlichen Risiken 1Die im Rahmen der jährlichen Risikoinventur identifizierten und als wesentlich bewerteten Risiken sind Gegenstand der Risikostrategie der Union Investment Gruppe. Auf Basis der in der Strategie festgelegten Leitlinien werden diese Risiken mit Hilfe des Risikomanagementsystems regelmäßig überwacht und gesteuert. Operationelles RisikoDas operationelle Risiko bezeichnet die Gefahr von Verlusten durch menschliches Verhalten, technologisches Versagen, Prozess- oder Projektmanagementschwächen oder durch externe Ereignisse. Das Rechtsrisiko ist in dieser Definition eingeschlossen. Diesem Risiko kommt im Vergleich zu den anderen Risiken große Bedeutung zu, da der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Gruppe in der Erbringung von Dienstleistungen für Dritte und nicht in der Übernahme von Risiken auf eigene Rechnung liegt. Die Quantifizierung des operationellen Risikos erfolgt zentral durch die DZ BANK AG mit einem ökonomischen Portfoliomodell. Zum 31. Dezember 2023 wurde für die UMH ein Risikobeitrag in Höhe von 178,4 Mio. Euro (Vorjahr 160,0 Mio. Euro) ermittelt. Das Limit belief sich auf 193,0 Mio. Euro (Vorjahr 192,0 Mio. Euro). Im Jahresverlauf lag der Risikobeitrag jederzeit unterhalb des Limits. Das ergänzend eingesetzte Risikoindikatorensystem setzte bestimmungsgemäß durch verschiedene Risikoindikatoren Impulse. Aus diesen leiteten sich Maßnahmen für die Risikosteuerung ab. Im Jahresverlauf gab es keine Hinweise auf eine unternehmenskritische Situation. In der Internen Verlustdatensammlung erfasst die Gruppe alle Verluste ab einem Betrag von 1.000 Euro brutto, die beim Eintritt von operationellen Risiken entstehen. Als Konsequenz aus dem Risikoeintritt kann es neben den entstandenen Verlusten auch zu Verzögerungen oder Unterbrechungen im Betriebsablauf oder in der Folge zu Reputationsrisiken kommen. Die Sammlung der Verlustereignisse ermöglicht es, die schlagend gewordenen operationellen Risiken zu analysieren sowie Trends und Konzentrationen zu erkennen. Somit können die im Weiteren dargestellten Maßnahmen zur Minderung oder Vermeidung des Risikoeintrittes gezielter ausgestaltet werden. Bei Verlusten ab einer Schadenshöhe von 500.000 Euro brutto wird ein standardisierter Maßnahmen Management-Prozess eingeleitet. Aufgrund von in Einzelfällen sehr geringen Eintrittswahrscheinlichkeiten für größere Schäden treten regelmäßig Schwankungen der Schadenverläufe im Zeitablauf auf. Der Schadenverlauf war im Berichtszeitraum in Bezug auf das Limit zu jeder Zeit unkritisch. In dem jährlichen Risk Self Assessment wird durch szenariobasierte Analysen das Risikoprofil aus operationellen Risiken geschärft. Dabei spielen gerade Worst-Case-Szenarien eine wesentliche Rolle. Sie geben steuerungsrelevante Hinweise auf den Umgang mit extremen Risikoausprägungen. Zur Minderung oder Vermeidung der Auswirkungen aus operationellen Risiken hat die Gruppe verschiedene organisatorische Vorkehrungen getroffen: Für alle wesentlichen Geschäftsvorgänge existieren Richtlinien und Prozesse in der Geschäftsprozesslandkarte, in denen Zuständigkeiten und Abläufe beschrieben sind. Die Angemessenheit und Aktualität der Richtlinien und Prozesse unterliegen der regelmäßigen Prüfung durch die interne Revision. Die in der Union Investment Gruppe praktizierte Bündelung von Aktivitäten und die damit verbundene Spezialisierung auf einzelne Wertschöpfungsstufen trägt elementar zur Reduktion operationeller Risiken bei. Beispielsweise werden IT-Dienstleistungen und damit verbundene Aufgaben auf einen spezialisierten IT-Dienstleister in der Gruppe ausgelagert. Die Back-Office-Tätigkeiten sind ebenfalls organisatorisch zusammengefasst. Zusätzlich zu der internen Aufgabenbündelung erfolgt die Auslagerung von Leistungen auf spezialisierte, externe Anbieter, beispielsweise im IT-Betrieb. Die wesentlichen IT-Dienstleister für die UMH sind die T-Systems, die Atruvia AG, die Ratiodata und die Computacenter AG & Co. oHG. Darüber hinaus wurden weitere Tätigkeiten, beispielsweise im Investmentdepotgeschäft oder im Portfoliomanagement, ausgelagert. Alle geplanten Auslagerungen durchlaufen dabei einen standardisierten Outsourcingprozess, der auch eine Risikoanalyse des Auslagerungsvorhabens umfasst. In Abhängigkeit vom Ergebnis der Analyse werden ausgelagerte Aktivitäten und Prozesse im Risikomanagementsystem berücksichtigt. Bestehende Auslagerungen werden überwacht und darüber regelmäßig an die Geschäftsleitungen berichtet. Bei Bedarf werden erforderliche Maßnahmen eingeleitet. Ergänzend sind verschiedene organisatorische, technische und personelle Maßnahmen umgesetzt, die die Prozessstabilität verbessern und Risiken reduzieren. Dieses sind beispielsweise die Implementierung eines internen Kontrollsystems, die Einrichtung einer zentralen Stelle zur Prävention strafbarer Handlungen, die Umsetzung der Funktionstrennung bis auf die Ebene des Vorstandes, die Einrichtung einer angemessenen technischen Infrastruktur, die Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Bereitstellung ausreichender Personalressourcen. Die Ausgestaltung der Vergütungssysteme unterliegt in der Union Investment Gruppe dem Bereich Konzern-Personal und ist in der Vergütungsrichtlinie verankert. Ziel der Vergütungssysteme ist es, die Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angemessen zu honorieren und wirksame Leistungsanreize zu setzen. Dabei sollen ausdrücklich keine Ziele vereinbart werden, die zum Eingehen unverhältnismäßig hoher Risiken verleiten. Dies trägt zur Minimierung der operationellen Risiken bei. Die Vergütungssysteme sind so ausgestaltet, dass sie den jeweils gültigen regulatorischen Vorschriften entsprechen. Für bestimmte Risiken, die sich zum Teil auch der Steuerung entziehen, werden Versicherungen abgeschlossen. Zur Verminderung der Auswirkungen von extern verursachten Risiken mit sehr hohen bis hin zu existenzbedrohenden Schadenspotenzialen besteht ein gruppenweites Konzept zur Notfall- und Krisenvorsorge. MarktpreisrisikoDas Marktpreisrisiko setzt sich aus dem Marktpreisrisiko im engeren Sinne und dem Marktliquiditätsrisiko zusammen. Das Marktpreisrisiko im engeren Sinne bezeichnet das Risiko von Verlusten aus Finanzinstrumenten beziehungsweise anderen Vermögenswerten, verursacht durch eine Veränderung der Marktpreise oder preisbeeinflussenden Parameter (zum Beispiel Zinsrisiko, Spread- und Migrationsrisiko, Währungsrisiko, Aktienrisiko, Fondspreisrisiko oder Asset Management-Risiko). Das Marktliquiditätsrisiko ist das Risiko eines Verlustes, der aufgrund nachteiliger Veränderungen der Marktliquidität, zum Beispiel durch Verschlechterung der Marktiefe oder durch Marktstörungen, eintreten kann. Das Marktliquiditätsrisiko hat nur geringe Bedeutung. Für die UMH und die Union Investment Gruppe sind insbesondere die Kategorien Fondspreisrisiko und Asset Management-Risiko von Bedeutung. Das Fondspreisrisiko ergibt sich aus der Anlage der eigenen Mittel der Gesellschaften. Die eigenen Mittel werden ihrer Struktur nach überwiegend konservativ, vornehmlich in Fonds der Union Investment Gruppe investiert. Als Folge von erhöhten Volatilitäten an den Finanzmärkten kann es zu Wertveränderungen der Fondsanlagen kommen, die sich in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen. Bei der Überwachung und Steuerung der Eigenanlagen durch ein Dispositionsgremium verfolgt die UMH keine kurzfristige Gewinnerzielungsabsicht durch eine gezielte Handelstätigkeit. Im allgemeinen Marktpreisrisiko werden neben dem Fondspreisrisiko auch die Zinsrisiken im Zusammenhang mit der Bewertung von Pensionsverpflichtungen erfasst. Das allgemeine Marktpreisrisiko wird zentral durch die DZ BANK AG ermittelt. Beim Asset Management-Risiko handelt es sich um das Risiko aus vertraglich vereinbarten Verpflichtungen zu Nachschusszahlungen an Fondsanleger bzw. Kunden. Die Relevanz dieser Risikokategorie ergibt sich aus möglichen Nachschusszahlungen bei den geförderten Altersvorsorgeprodukten (Riester Renten-Produkte, insbesondere UniProfiRente) und bei Garantiefonds. Solche Nachschusszahlungen an die Anleger würden sich als Aufwendungen für die Gesellschaft niederschlagen. Der Risikoquantifizierung der Altersvorsorgeprodukte liegt eine Simulation der erwarteten künftigen Nachschusspflichten zugrunde. Die Risikoquantifizierung der möglichen Nachschusszahlungen von Garantiefonds erfolgt in Abhängigkeit von der Produktgestaltung mit geeigneten Modellen und statistischen Verfahren. Die Entwicklung der Altersvorsorgeprodukte und der Garantiefonds unterliegen einer laufenden Überwachung. Das Marktpreisrisiko der UMH wird unmittelbar auf Ebene des Risikokapitalbedarfs gesteuert und durch ein Limit limitiert, das sowohl das allgemeine Marktpreisrisiko als auch das Asset Management-Risiko abdeckt. Die Quantifizierung des ökonomischen Risikokapitalbedarfs für das allgemeine Marktpreisrisiko und Asset Management-Risiko ergab zum 31. Dezember 2023 einen Risikokapitalbedarf in Höhe von 325,8 Mio. Euro (Vorjahr 392,1 Mio. Euro). Das Limit belief sich auf 700,0 Mio. Euro (Vorjahr 600,0 Mio. Euro). Im Jahresverlauf lag das Risiko jederzeit unterhalb des Limits. BeteiligungsrisikoDas Beteiligungsrisiko bezeichnet die Gefahr von Verlusten aufgrund negativer Wertveränderungen für den Teil des Beteiligungsportfolios, für den die Risiken nicht im Rahmen der anderen Risikoarten berücksichtigt werden. In das Beteiligungsrisiko werden nur solche Beteiligungen einbezogen, die nicht in die differenzierte Risikomessung mit einer Durchschau auf die Einzelrisiken integriert sind. Bei Eintritt des Risikos drohen Abschreibungen auf die Buchwerte der relevanten Beteiligungen. Die Quantifizierung des Beteiligungsrisikos erfolgt zentral durch die DZ BANK AG. Zum 31.12.2023 wurde für die UMH ein Risikobeitrag in Höhe von 29,0 Mio. Euro (Vorjahr 48,7 Mio. Euro) ermittelt. Das Limit belief sich auf 70,0 Mio. Euro (Vorjahr 70,0 Mio. Euro). Im Jahresverlauf lag der Risikobeitrag jederzeit unterhalb des Limits. GeschäftsrisikoDas Geschäftsrisiko bezeichnet das Risiko eines Verlustes aus Ergebnisschwankungen, die sich bei gegebener Geschäftsstrategie ergeben können und die nicht durch andere Risikoarten abgedeckt sind. Insbesondere umfasst dies das Risiko, dass aufgrund von Veränderungen wesentlicher Rahmenbedingungen (z. B. Wirtschafts- und Produktumfeld, Kundenverhalten, Wettbewerbssituation) den Verlusten rein operativ nicht begegnet werden kann. Somit würden die Gesellschaften bei Risikoeintritt einen operativen Verlust ausweisen. Die Ermittlung des ökonomischen Risikokapitalbedarfs erfolgt mit einem Earnings-at-Risk Ansatz als Value-at-Risk im 1-Jahres-Horizont zum Konfidenzniveau von 99,9 Prozent zentral durch die DZ BANK AG. Zum 31. Dezember 2023 wurde für die UMH ein Risikobeitrag in Höhe von Null Euro (Vorjahr Null Euro) ausgewiesen. Aufgrund des niedrigen Geschäftsrisikos und der Berechnungen der letzten Stichtage betrug das Limit für 2023 ebenfalls Null. Das ergänzend eingesetzte Risikoindikatorensystem setzte bestimmungsgemäß durch verschiedene Risikoindikatoren Impulse. Aus diesen leiteten sich Maßnahmen für die Risikosteuerung ab. Im Jahresverlauf gab es keine Hinweise auf eine unternehmenskritische Situation. ReputationsrisikoDas Reputationsrisiko bezeichnet das Risiko von Verlusten aus Ereignissen, die das Vertrauen in die Unternehmen der Union Investment Gruppe oder in die angebotenen Produkte und Dienstleistungen insbesondere bei Kunden, Distributoren, Anteilseignern, Mitarbeitenden, auf dem Arbeitsmarkt, in der allgemeinen Öffentlichkeit und bei der Aufsicht beschädigen. Aus dem Management der Investmentvermögen heraus können Reputationsrisiken für die Gruppe und die Gesellschaften entstehen. Der Eintritt von Reputationsrisiken könnte zum Abfluss von Kundengeldern und damit zu geringeren künftigen Erträgen führen. Die Auswirkungen aus Reputationsrisiken werden in der Risikomessung des Geschäftsrisikos berücksichtigt. Zusätzlich wird das Reputationsrisiko in der Union Investment Gruppe über einen stakeholderbasierten Ansatz erfasst und gesteuert. Für jeden Stakeholder wird anhand von quantitativen und qualitativen Indikatoren eine Einwertung des Reputationsrisiko-Niveaus vorgenommen. Quartalsweise wird im Rahmen des Risikoberichts über die Einwertung der Reputation für die relevanten Stakeholder sowie möglicher Reputationsereignisse an den Vorstand berichtet. Im Jahresverlauf gab es keine kritischen Reputationsereignisse. LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko ist der Verlust, der dadurch entstehen kann, dass Geldmittel zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt der Fälligkeit nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen (Liquiditätsrisiko im engeren Sinne) oder dass Geldmittel bei Bedarf nur zu erhöhten Konditionen beschafft werden können (Refinanzierungsrisiko). Bei den Positionen, aus denen Liquiditätsrisiken entstehen können, handelt es sich im Wesentlichen um die Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaften. Der Eintritt von Liquiditätsrisiken könnte zu Verzögerungen bei der Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaften führen. Um dies zu vermeiden, unterliegen die Liquiditätspositionen einem laufenden Liquiditätsmanagement. Dabei zielen die aktive Planung und Steuerung der Liquiditätspositionen darauf ab, die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaften jederzeit sicherzustellen. Im Berichtszeitraum war die Zahlungsfähigkeit zu keinem Zeitpunkt gefährdet. KreditrisikoDas Kreditrisiko bezeichnet das Risiko unerwarteter Verluste durch den Ausfall von Gegenparteien. Das Kreditrisiko der UMH ergibt sich im Wesentlichen aus Eigenanlagen in Fonds, Bankeinlagen/ Termingelder, Forderungen gegenüber Kunden und sonstigen Positionen. Das Risiko wird derzeit nicht auf UMH-Ebene limitiert, sondern im zentralen Pufferkapitalbedarf (zPKB) auf DZ BANK-Ebene berücksichtigt. Die Quantifizierung des Kreditrisikos erfolgt dabei halbjährlich durch die UMH auf Basis der Eigenkapitalanforderungen nach Kreditrisikostandardansatz (KSA). Hierbei werden alle kreditrisikorelevanten Positionen für die Kapitalpufferberechnung verwendet. Zum 31. Dezember 2023 belief sich der zentrale Pufferkapitalbedarf für das Kreditrisiko auf 163,1 Mio. Euro (Vorjahr: 121,7 Mio. Euro). LanglebigkeitsrisikoDas Langlebigkeitsrisiko resultiert aus Zusagen zu Pensionszahlungen bei Renteneintritt. Das Risiko besteht darin, dass sich der Wert der Rückstellungen für die Pensionsverpflichtungen aufgrund einer sich ändernden Lebenserwartung erhöhen kann. Das Langlebigkeitsrisiko wird derzeit nicht auf UMH-Ebene limitiert, sondern im zentralen Pufferkapitalbedarf (zPKB) auf DZ BANK-Ebene berücksichtigt. Die Ermittlung des Langlebigkeitsrisikos erfolgt mit den üblichen aktuariellen Methoden und Sterbetafeln. Zum 31. Dezember 2023 belief sich der zentrale Pufferkapitalbedarf für das Langlebigkeitsrisiko auf 12,1 Mio. Euro (Vorjahr: 20,8 Mio. Euro). NachhaltigkeitsrisikoNachhaltigkeitsrisiken werden im Sinne von Umwelt-, sozialen oder Governance-Risiken nicht als eigenständige Risikoart betrachtet, sondern als Treiber bestehender Risikoarten verstanden, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation eines Unternehmens haben kann. Dies schließt klimabezogene Risiken in Form von physischen Risiken und Transitionsrisiken ein, aber auch Risiken, die sich aus regulatorischen Anforderungen mit Klima- oder Nachhaltigkeitsbezug ergeben. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur werden Nachhaltigkeitsrisiken als Treiber der finanziellen und nicht-finanziellen Risikoarten berücksichtigt und eine Betroffenheitsanalyse durchgeführt. So können Nachhaltigkeitsrisikotreiber beispielsweise die operationellen Risiken beeinflussen, indem sich finanzielle Verluste aus nachhaltigkeitsbedingten Rechtsansprüchen oder im Fall von Klima- und Umweltereignissen auch aus der Beeinträchtigung der Geschäftskontinuität aufgrund extremer Wetterereignisse ergeben. Im Zusammenhang mit Governance-Risiken können unzureichend funktionsfähige interne Kontroll- und Risikomanagementsysteme einen Einfluss auf das Operationelle Risiko haben. Nachhaltigkeitsrisikotreiber können auch zu einer Veränderung der Ertragslage und der Reputationsrisiken führen, in dem sich beispielsweise eine negative Wirkung auf die Reputation durch Produkte oder Geschäftsbeziehungen ergibt, die hinsichtlich klima- und umweltschädlicher Einflüsse kontrovers von den Stakeholdern gesehen werden. Reputationsrisiken können darüber hinaus auch aufgrund eines aktiven nicht nachhaltigen Handelns entstehen oder auch, wenn sich die Union Investment Gruppe in der Wahrnehmung ihrer Stakeholder zu passiv verhält und nachhaltiges Handeln unterlässt. Die Nachhaltigkeitsrisikotreiber werden wie andere Risikotreiber implizit in der Risikomessung berücksichtigt. So werden nachhaltigkeitsgetriebene operationelle Risiken in den Instrumenten Verlustdatensammlung, szenariobasiertes Risk Self Assessment und Risikoindikatoren berücksichtigt und darüber gesteuert und überwacht. Auch im Geschäftsrisiko und Reputationsrisiko werden verschiedene Risikoindikatoren erhoben, die Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen. Art und Umfang der Prozesse zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken im Risikomanagementsystem werden vor dem Hintergrund der aktuellen Umfeldbedingungen kontinuierlich weiterentwickelt bzw. ergänzt. GesamtrisikoDas Gesamtrisiko wird auf Basis der einzelnen Risikoarten ermittelt. Bei der Aggregation werden Diversifikationseffekte berücksichtigt. Der zentrale Pufferkapitalbedarf wird dabei sowohl auf der Limit- als auch auf der Risikoseite zu dem korrelierten Wert addiert. Zum 31. Dezember 2023 belief sich der Gesamtkapitalbedarf auf 673,4 Mio. Euro (Vorjahr 701,2 Mio. Euro). Das Gesamtlimit betrug zum 31. Dezember 2023 1.078,5 Mio. Euro (Vorjahr 947,3 Mio. Euro). Im Jahresverlauf lag der Gesamtkapitalbedarf jederzeit unterhalb des Gesamtlimits. Die Risikodeckungsmasse wird gemäß den Vorgaben der DZ BANK quartalsweise ermittelt. Zum 31. Dezember 2023 betrug die Risikodeckungsmasse 2.310,2 Mio. Euro (Vorjahr 1.879,1 Mio. Euro). Damit entspricht die Auslastung der Risikodeckungsmasse durch das Gesamtlimit zum 31. Dezember 2023 46,7 Prozent (Vorjahr 50,4 Prozent). Die Risikotragfähigkeit der Union Investment Gruppe war im Jahresverlauf jederzeit gewährleistet. 3. Zusammenfassende Darstellung der Risikolage im BerichtszeitraumDie Ergebnisse der Risikoüberwachung wurden in den regelmäßigen Sitzungen des Risk and Data Quality Management Committees diskutiert und bei Bedarf Maßnahmen abgeleitet. Mit den quartalsweisen Risikoberichten und bei Bedarf durch die Ad hoc-Eskalation kritischer Sachverhalte wurde der Vorstand der UMH über die risikorelevanten Sachverhalte informiert. Auf Basis dieser Informationen hat der Vorstand Maßnahmen zur Risikosteuerung ergriffen und den Aufsichtsrat der UMH über die Risikolage in Kenntnis gesetzt. Einzelnen risikobehafteten Entwicklungen konnte durch gezielte Maßnahmen der Risikosteuerung begegnet werden. Die Analyse der Risikotragfähigkeit zeigt keine auffälligen Entwicklungen, die nicht mit den eingeleiteten Maßnahmen zu bewältigen waren. Die Risikotragfähigkeit der Union Investment Gruppe war jederzeit sichergestellt. Das Gesamtlimit wurde während des Berichtszeitraums durchgängig eingehalten. Für geschäftliche und steuerliche Risiken wurden im Jahresabschluss nach vernünftigem kaufmännischem Ermessen Rückstellungen gebildet. Die Zahlungsfähigkeit der UMH und der Gesellschaften der Union Investment Gruppe war zu keiner Zeit gefährdet. III. PrognoseberichtHinsichtlich der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wird auf die Ausführungen im Kapitel B V. 3.2. verwiesen. Das Kapitalmarktumfeld hat sich in den vergangenen Wochen verbessert. Der Trend zu einer niedrigeren Inflation hält 2024 an, allerdings mit geringerem Tempo. Abgesehen von den weiter erhöhten geopolitischen Risiken verbessert sich per Saldo das Kapitalmarktumfeld bei den Schlüsselfaktoren Wachstum, Inflation, Geldpolitik und Finanzmarktstabilität. Insofern wird ein herausforderndes, aber auch aussichtsreiches Kapitalmarktjahr 2024 erwartet. In diesem Umfeld plant die Union Investment Gruppe, auch im Geschäftsjahr 2024 den profitablen Wachstumspfad fortzusetzen und den Erfolg gegenüber der Konkurrenz auszubauen. Erreicht werden soll dieses Ziel durch die Stärkung der Agilität und Innovationskraft der Union Investment Gruppe. Auch die Digitalisierung der Angebote und Prozesse sowie der Einsatz künstlicher Intelligenz schreiten weiter voran. Gleichzeitig soll die Effektivität gestärkt werden. Hierzu wurde das Programm "FitForFuture" aufgesetzt, im Rahmen dessen Maßnahmen erarbeitet wurden, die auf der einen Seite zur Einstellung der weniger nutzenstiftenden Tätigkeiten und auf der anderen Seite zur Fokussierung der Ressourcen auf die erfolgversprechenderen Aufgaben führen sollen. Erste Maßnahmen sollen bereits im Geschäftsjahr 2024 zur Robustheit der Union Investment Gruppe beitragen. Die Union Investment Gruppe strebt im Geschäftsjahr 2024 einen durchschnittlich deutlich höheren Stand der Assets under Management an. Das Neugeschäft wird unter dem Niveau des Berichtsjahres und die Wertentwicklung im Geschäftsjahr 2024 leicht positiv erwartet. Der Provisionsüberschuss wird für das Geschäftsjahr 2024 auf dem Niveau des Berichtsjahres erwartet. Das Finanzergebnis - bestehend aus Zinsüberschuss, Ergebnis aus Finanzanlagen und Sonstigem Bewertungsergebnis aus Finanzinstrumenten - wird im Geschäftsjahr 2024 voraussichtlich stark sinken. Dies liegt im Wesentlichen an einem erwartungsgemäß rückläufigen Ergebniseffekt aus der Bewertung von Garantieversprechen für Anlageprodukte sowie dem starken Rückgang aus dem Wertbeitrag der in den Eigenanlagen gehaltenen Investmentanteile. Die Verwaltungsaufwendungen werden im Geschäftsjahr 2024 voraussichtlich leicht ansteigen. Der Personalaufwand der Union Investment Gruppe bleibt dabei plangemäß auf dem Niveau des Vorjahres. Aus heutiger Sicht erhöht sich der Sachaufwand spürbar, im Wesentlichen aufgrund höherer Aufwendungen für Beratung. Die Abschreibungen werden auf dem Niveau des Berichtsjahres erwartet. Beim Sonstigen betrieblichen Ergebnis wird ein starker Anstieg erwartet. Im Wesentlichen sind in der Planung keine Einmaleffekte, wie Einmalabschreibungen oder Aufwände für Restrukturierungen, mehr berücksichtigt. Aufgrund der beschriebenen Effekte wird für das Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Berichtsjahr ein leicht niedrigeres Ergebnis vor Steuern erwartet. Aus heutiger Sicht wird die Aufwand-Ertrags-Relation leicht steigen. D Nichtfinanzielle Erklärung 1Die UMH ist in den nichtfinanziellen Konzernbericht der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, einbezogen und damit von der Abgabe einer eigenen nichtfinanziellen Erklärung befreit. Der nichtfinanzielle Konzernbericht ist Bestandteil des Nachhaltigkeitsberichts der DZ BANK Gruppe und in deutscher Sprache auf der folgenden Internetseite abrufbar: www.dzbank.de/berichte Der Verweis auf die Nichtfinanzielle Berichterstattung der DZ BANK AG erfolgt auf freiwilliger Basis. Hiervon unbenommen ist die freiwillige Fortführung der auch bisher erfolgten Nachhaltigkeitsberichterstattung (Nachhaltigkeitsbericht). E Erklärung zur Unternehmensführung 2Bericht gemäß § 289f Absatz 4 in Verbindung mit Absatz 2 Nr. 4 HGBDer Aufsichtsrat der Union Asset Management Holding AG (UMH) hat gemäß § 111 Absatz 5 AktG Zielgrößen bis zum 31. Dezember 2026 für den Frauenanteil in Aufsichtsrat und Vorstand der UMH festgelegt. Der für den Aufsichtsrat beschlossene Zielanteil beträgt 26,7 % (4 von 15). Im Berichtszeitraum betrug der Frauenanteil im Aufsichtsrat 26,7 % (4 von 15). Der für den Vorstand beschlossene Zielanteil beträgt 20 % (1 von 5). Im Berichtszeitraum betrug der Frauenanteil im Vorstand 20 % (1 von 5). Außerdem hat der Vorstand der UMH gemäß § 76 Absatz 4 AktG Zielgrößen bis zum 31. Dezember 2026 für die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festgelegt. Auf Bereichsleiterebene (erste Ebene nach Vorstand) beträgt die Zielgröße 25 % (1 von 4). Sie wurde im Berichtszeitraum eingehalten. Auf Abteilungsleiterebene (zweite Ebene nach Vorstand) beträgt die Zielgröße bis zum 31. Dezember 2026 7,14 % (1 von 14). Im Berichtszeitraum betrug der Frauenanteil 0 % (0 von 14). Aktuell liegt eine Unterschreitung der Zielgröße vor. Mangels Vakanzen konnte in 2023 die angestrebte Erhöhung des Frauenanteils auf Abteilungsleitungsebene nicht umgesetzt werden.
Frankfurt am Main, den 8. März 2024 Union Asset Management Holding AG Hans Joachim Reinke, Vorsitzender des Vorstands Sonja Albers, Mitglied des Vorstands Dr. Frank Engels, Mitglied des Vorstands Giovanni Gay, Mitglied des Vorstands André Haagmann, Mitglied des Vorstands
1 Die Erklärung nach § 289b Abs. 2 S.
3 HGB wird in Einklang mit den deutschen gesetzlichen
Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Konzernabschluss nach IFRS der Union Asset Management Holding AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Als Zahlungsmittelbestand ist der Bilanzposten Barreserve definiert, der sich aus Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken sowie Schuldtiteln öffentlicher Stellen und Wechseln, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind, wenn die Restlaufzeit kürzer als drei Monate und der Bestand als Liquiditätshaltung zu sehen ist, zusammensetzt. Nicht einbezogen werden täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute, die der betrieblichen Tätigkeit zugeordnet werden. Die Kapitalflussrechnung zeigt die Zusammensetzung und Veränderung des Zahlungsmittelbestands des Geschäftsjahres. Sie ist aufgeteilt in die Positionen betriebliche Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit. Als Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit werden Zahlungsvorgänge (Zu- und Abflüsse) aus Forderungen an Kreditinstitute und Kunden, Anderen Aktiva, Positiven und Negativen Marktwerten aus derivativen Finanzinstrumenten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie Anderen Passiva ausgewiesen. Zins- und Dividendenzahlungen sowie tatsächliche Ertragsteuerzahlungen werden ebenfalls dem Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit zugeordnet. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit zeigt Zahlungsvorgänge zum Bestand an Finanzanlagen, Sachanlagen und Immateriellen Vermögenswerten. Dabei werden auch Effekte aus der Veränderung des Konsolidierungskreises berücksichtigt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit umfasst Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen, Einzahlungen aus der Aufnahme oder Auszahlungen aus der Rückzahlung von Ausleihungen, Dividendenzahlungen, der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten und Mittelveränderungen aus sonstigem Kapital. Für Gesellschaften der Asset Management-Branche ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Sie ersetzt im UMH Konzern weder die Liquiditäts- beziehungsweise Finanzplanung, noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt. AnhangAllgemeine Angaben[1] Grundlagen der KonzernrechnungslegungDie Union Asset Management Holding AG (UMH AG) ist die Holdinggesellschaft der Union Investment Gruppe. Sie ist ein Tochterunternehmen der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main (DZ BANK). Hauptzweck der von der UMH AG gehaltenen Beteiligungsunternehmen ist die Auflegung, der Vertrieb und die Verwahrung von Investmentanteilen sowie die Erbringung hiermit verbundener Dienstleistungen. Gleichzeitig ist die Union Investment Gruppe das Kompetenzzentrum für Asset Management in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe. Der Sitz der UMH AG befindet sich in der Bundesrepublik Deutschland in der Weißfrauenstraße 7 in 6031 1 Frankfurt am Main. Die Gesellschaft wurde am 16. Juni 1999 unter der Nummer HRB 47289 in das Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main eingetragen. Die Aktien der UMH AG werden nicht an einem öffentlichen Markt gehandelt. Der Konzernabschluss der UMH AG wird in den Konzernabschluss der DZ BANK einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis einzubeziehender Unternehmen auf und wird unter der Nummer HRB 45651 im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main geführt. Die Konzernabschlüsse der DZ BANK und UMH AG werden im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der vorliegende Konzernabschluss umfasst die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Gesamtergebnisrechnung, die Konzernbilanz, die Eigenkapitalveränderungsrechnung, die Kapitalflussrechnung sowie den Anhang (Notes). Er fasst die Abschlüsse der UMH AG und ihrer Tochterunternehmen zusammen (im Folgenden auch "UMH Konzern" oder "Union Investment Gruppe" genannt). Der Konzernabschluss ist zum Bilanzstichtag der UMH AG, dem 31. Dezember 2023, aufgestellt. Die Bilanzstichtage der einbezogenen Tochterunternehmen stimmen hiermit überein. Das vollkonsolidierte Sondervermögen UI Vario: 2, dessen Fondsgeschäftsjahr am 31. Mai endet, wurde mit einem Zwischenabschluss per 31. Dezember 2023 einbezogen. Nach international üblichen Gepflogenheiten werden die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und die Konzernbilanz in einer übersichtlichen Kurzform, die den Vorschriften des IAS 1 entspricht und durch zusätzliche Angaben im Anhang ergänzt. Die Konzernrechnungslegung erfolgt in Euro (EUR). Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird der Konzernabschluss, soweit nicht anders gekennzeichnet, in Tausend Euro (TEuro) dargestellt. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten. Die Bilanzierung und Bewertung wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) vorgenommen. Erträge und Aufwendungen werden zeitanteilig abgegrenzt und in der Periode erfolgswirksam, der sie wirtschaftlich zuzurechnen sind. Die Angaben zu Art und Ausmaß von Risiken, die sich aus Finanzinstrumenten ergeben (IFRS 7.31-42), sind mit Ausnahme der Angaben zum Kreditrisiko gemäß IFRS 7.35A-38 (Textziffern [6], [58] und [59]) sowie der Angaben zum Liquiditätsrisiko gemäß IFRS 7.39 (Textziffer [63]) im Risikobericht des Konzernlageberichts enthalten. [2] RechnungslegungsmethodenDer Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurden nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 315e Abs. 3 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Die Abschlüsse der in den UMH Konzern einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Rechnungslegungsmethoden erstellt. Änderungen der RechnungslegungsmethodenIm Geschäftsjahr 2023 erstmalig berücksichtigte Änderungen der IFRSIm UMH Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 werden der folgende neue Rechnungslegungsstandard sowie die aufgeführten Änderungen an den IFRS erstmalig berücksichtigt:
Der für am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnende Geschäftsjahre verpflichtend anzuwendende neue Standard IFRS 17 verfolgt das Ziel einer konsistenten, prinzipienbasierten Bilanzierung von Versicherungsverträgen und erfordert eine Bewertung von Versicherungsverbindlichkeiten mit einem aktuellen Erfüllungswert. Dies führt zu einer einheitlicheren Bewertung und Darstellung aller Versicherungsverträge. IFRS 17 ersetzt IFRS 4 Versicherungsverträge. Nach IFRS 17 werden Versicherungsverträge entweder nach dem allgemeinen Modell oder nach einer vereinfachten Methode, dem Premium Allocation Approach, bewertet. Das allgemeine Modell legt fest, dass ein Unternehmen eine Gruppe von Versicherungsverträgen bei erstmaligem Ansatz als die Summe aus (a) dem Betrag des Erfüllungswerts (Fulfilment Cashflows) und (b) der vertraglichen Servicemarge (Contractual Service Margin) zu ermitteln hat. Die Fulfilment Cashflows setzen sich zusammen aus der wahrscheinlichkeitsgewichteten Schätzung der zukünftigen Zahlungsströme, einer Anpassung hinsichtlich des Zeitwerts des Geldes und den finanziellen Risiken, die mit den zukünftigen Zahlungsströmen verbunden sind, sowie einer risikobedingten Anpassung in Bezug auf die nichtfinanziellen Risiken. Im UMH Konzern befinden sich weder Unternehmen, die über eine Zulassung als Versicherungsgesellschaft verfügen, noch hat der UMH Konzern Verträge in seinem Bestand identifiziert, aus denen signifikante Versicherungsrisiken im Sinne dieses Standards erwachsen. Aus diesem Grunde wird auf detailliertere Ausführungen zu den Inhalten dieses Standards verzichtet. Aus der Erstanwendung des IFRS 17 ergeben sich keine Auswirkungen auf den UMH Konzernabschluss. Die Änderungen an IAS 1 Darstellung des Abschlusses verlangen, dass Unternehmen ihre "wesentlichen" (material) anstatt wie bisher die "bedeutenden" (significant) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angeben. Gegenstand der Änderungen an IAS 8 Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler sind Klarstellungen zur Abgrenzung von Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Änderungen von Schätzungen. Die Änderung an IAS 12 Ertragsteuern - Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einem einzigen Geschäftsvorfall entstehen, sieht unter bestimmten Voraussetzungen eine Ausnahmeregelung vor, nach der im Zeitpunkt des Zugangs eines Vermögenswerts oder einer Schuld keine aktiven oder passiven latenten Steuern anzusetzen sind. Diese Ausnahmeregelung darf nicht auf die Bilanzierung von latenten Steuern im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen oder Stilllegungs- beziehungsweise Rückbauverpflichtungen angewendet werden. Die Änderungen an IAS 12 Ertragsteuern - Internationale Steuerreform - Säule-2-Mustervorschriften stehen in Zusammenhang mit der am 14. Dezember 2022 verabschiedeten Richtlinie (EU) 2022/2523 zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für multinationale Unternehmensgruppen und große inländische Gruppen in der Europäischen Union. Die DZ BANK AG ist als oberste Muttergesellschaft Steuerpflichtige im Sinne der Richtlinie. Der IAS 12 wurde um Vorschriften zur Erfassung und Darstellung von Aufwendungen im Zusammenhang mit der Erhebung von Ergänzungssteuern aufgrund der Richtlinie ergänzt. Demnach sind abweichend von den Anforderungen des Standards keine latenten Steuern zu den Ergänzungssteuern zu erfassen oder offenzulegen. Die Änderungen fordern jedoch zusätzliche Angaben, die in Textziffer [24] enthalten sind. Die Änderungen an IAS 1, IAS 8 und IAS 12 sind erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Es ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den UMH Konzernabschluss. Nicht angewendete übernommene Änderungen der IFRSVon einer freiwilligen vorzeitigen Anwendung der aufgeführten Änderungen der IFRS Rechnungslegungsstandards wird abgesehen:
Die Änderungen an IFRS 16 stellen klar, dass die Leaseback-Verbindlichkeit aus einer Sale and Leaseback-Transaktion mit variablen Zahlungen, die nicht auf einem Index oder Zinssatz basieren, eine Leasingverbindlichkeit gemäß IFRS 16 ist, dass die Erstbewertungsvorschriften in IFRS 16.100(a) für den Ansatz des Nutzungsrechts am Vermögenswert und des Gewinns oder Verlusts aus dem Sale- and Leaseback gelten, und dass der Verkäufer/Leasingnehmer das Nutzungsrecht am Vermögenswert aus dem Leaseback anschließend unter Anwendung der IFRS 16.29-35 bewertet. Aus dieser Änderung an IFRS 16 ergibt sich mangels im UMH Konzern bestehender Sale- and Leaseback-Transaktionen kein Anpassungsbedarf. Die Änderungen an IAS 1 präzisieren, wie ein Unternehmen Verbindlichkeiten und sonstige Schulden, bei denen der Erfüllungszeitpunkt ungewiss ist, in seiner Bilanz anzusetzen hat. Demnach sind solche Verbindlichkeiten oder sonstigen Schulden entweder als kurzfristig (wenn diese innerhalb eines Jahres zu erfüllen oder voraussichtlich zu erfüllen sind) oder als langfristig einzustufen. Die Änderungen verbessern auch die Angaben, die ein Unternehmen machen sollte, wenn sein Recht auf Verschiebung der Erfüllung einer Schuld um mindestens zwölf Monate Nebenbedingungen unterliegt. Die Änderungen an IAS 1 haben keine Auswirkungen auf den UMH Konzernabschluss, da dieser nicht nach Kurz- oder Langfristigkeit der Verbindlichkeiten unterscheidet. Die Änderungen an IFRS 16 und IAS 1 sind anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen, wobei eine frühere Anwendung zulässig ist. Bislang von der EU nicht übernommene verabschiedete Änderungen der IFRSFür die folgenden Änderungen an Rechnungslegungsstandards ist eine Übernahme durch die EU noch nicht erfolgt:
Derzeit werden die Auswirkungen aus den oben genannten Änderungen der IFRS auf den UMH Konzernabschluss geprüft. Freiwillige Änderungen von RechnungslegungsmethodenIm Geschäftsjahr erfolgten keine freiwilligen Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. [3] KonsolidierungskreisIn den UMH Konzernabschluss sind neben der UMH AG als Mutterunternehmen 18 Tochterunternehmen (Vorjahr: 18) einbezogen, an denen die UMH AG direkt oder indirekt mehr als 50 Prozent der Anteile oder Stimmrechte hält. Von diesen Tochterunternehmen haben 14 (Vorjahr: 14) ihren Sitz im Inland und vier (Vorjahr: vier) ihren Sitz im Ausland. 21 Tochterunternehmen (Vorjahr: 22), die von untergeordneter Bedeutung für den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des UMH Konzerns sind, wurden nicht konsolidiert, sondern als Anteile an Tochterunternehmen unter den Finanzanlagen ausgewiesen. Im UMH Konzernabschluss befinden sich keine Teilkonzerne, die einen eigenen Teilkonzernabschluss nach IFRS aufstellen. Im Geschäftsjahr wird ein Investmentfonds (Vorjahr: eins) gemäß IFRS 10 als konsolidiertes strukturiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Ein Joint Venture (Vorjahr: eins) - davon eins im Ausland (Vorjahr: eins) - wird nach der Equity-Methode bewertet. Ein assoziiertes Unternehmen (im Vorjahr: eins), das von untergeordneter Bedeutung für den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des UMH Konzerns ist, wird nicht nach der Equity-Methode bewertet, sondern als Anteile an assoziierten Unternehmen unter den Finanzanlagen ausgewiesen. Zum Berichtsstichtag werden sieben Investmentfonds (Vorjahr: zwei), bei denen die UMH AG in der Lage ist, Kontrolle auszuüben, "Zur Veräußerung gehalten" (Held for Sale). Eine vollständige Aufzählung der zum Abschlussstichtag in den UMH Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen, Joint Ventures sowie Investmentfonds kann der Anteilsbesitzliste (Textziffer [68]) entnommen werden. [4] KonsolidierungsgrundsätzeDie Konsolidierung von Tochterunternehmen und Investmentvermögen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Danach werden alle Vermögenswerte und Verpflichtungen des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt beziehungsweise zum Zeitpunkt der Erlangung des beherrschenden Einflusses mit ihrem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) angesetzt. Ein sich aus der Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem beizulegenden Zeitwert der Vermögenswerte und Verpflichtungen ergebender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) unter den Immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts wird mindestens jährlich, sofern Anzeichen für eine mögliche Wertminderung bestehen, auch unterjährig, auf Werthaltigkeit überprüft. Wenn eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts festgestellt wird, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Negative Unterschiedsbeträge werden sofort erfolgswirksam erfasst. Konzerninterne Vermögenswerte und Schulden sowie Erträge und Aufwendungen werden miteinander verrechnet. Zwischenergebnisse aufgrund konzerninterner Umsätze werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Joint Ventures und assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet und als Anteile an nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen ausgewiesen. Die Anschaffungskosten dieser Beteiligungen und die in den Folgeperioden in einer Nebenrechnung fortgeschriebenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss bestimmt. Dabei werden die gleichen Regeln wie bei Tochterunternehmen angewendet. Die Fortschreibung des Equity-Buchwerts basiert auf den nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten und auf IFRS übergeleiteten Abschlüssen der assoziierten Unternehmen und Joint Ventures. Der UMH Konzern hält von Zeit zu Zeit Dotationsbestände bei einer Anzahl von Investmentvermögen, bei denen er in der Lage ist, Kontrolle auszuüben. Diese Bestände werden - sofern Beherrschung vorliegt - vollkonsolidiert. Erfüllen die Dotationsbestände die Kriterien des IFRS 5, erfolgt der Ausweis wie in Textziffer [17] beschrieben. Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert werden, sowie Aktien und Sonstiger Anteilsbesitz sind mit ihrem beizulegenden Zeitwert in den Finanzanlagen ausgewiesen. [5] SchätzungenFür die Ermittlung der Buchwerte der im Konzernabschluss angesetzten Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen sind in Übereinstimmung mit den betreffenden Rechnungslegungsstandards Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen. Diese beruhen auf historischen Erfahrungen, Planungen und Erwartungen oder Prognosen zukünftiger Ereignisse. Annahmen und Schätzungen kommen vor allem bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten sowie der Erhebung der Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte zur Anwendung. Darüber hinaus haben Schätzungen einen wesentlichen Einfluss auf die Bestimmung der Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten sowie von Immateriellen Vermögenswerten, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden. Annahmen und Schätzungen wirken sich des Weiteren auf die Bewertung von Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer beziehungsweise für Andere Rückstellungen, sowie auf den Ansatz und die Bewertung von Ertragsteueransprüchen und Ertragsteuerverpflichtungen aus. Beizulegende Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller VerbindlichkeitenDie Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten ist mit Schätzungsunsicherheiten verbunden, wenn für die jeweiligen Finanzinstrumente keine Kurse aktiver Märkte verfügbar sind. Schätzungsunsicherheiten treten vor allem dann auf, wenn die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte mittels Bewertungstechniken erfolgt, in die wesentliche nicht am Markt beobachtbare Bewertungsparameter einfließen. Dies betrifft sowohl Finanzinstrumente, die mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als auch Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und deren beizulegende Zeitwerte im Anhang angegeben werden. Die der Bestimmung von beizulegenden Zeitwerten zugrundeliegenden Annahmen zu verwendeten Bewertungsparametern und Bewertungsmethoden sind in den Angaben zu Finanzinstrumenten in Textziffer [61] dargestellt. Wertminderungen finanzieller VermögenswerteBei der Ermittlung des Wertberichtigungsbedarfs finanzieller Vermögenswerte der Kategorien "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte" und "Zum beizulegenden Zeitwert im erfolgsneutralen Konzernergebnis bewertete finanzielle Vermögenswerte" sowie bei Forderungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen sind die erwarteten künftigen Zahlungsströme aus Zins- und Tilgungsleistungen sowie aus der Verwertung von Sicherheiten zu ermitteln. Unsicherheiten ergeben sich aus den hierfür erforderlichen Einschätzungen und Annahmen hinsichtlich der Höhe sowie des zeitlichen Anfalls der künftigen Zahlungsströme. Zu den Einflussfaktoren auf den Wertberichtigungsbedarf, die durch Ermessensentscheidungen festgelegt werden, gehören beispielsweise wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die finanzielle Performance des Kontrahenten sowie der Wert gehaltener Sicherheiten. Im Rahmen der Ermittlung des Wertberichtigungsbedarfs für Portfolios werden zudem mithilfe statistischer Modelle ermittelte Parameter, wie zum Beispiel die Ausfallwahrscheinlichkeit, in die Einschätzungen und Annahmen einbezogen. Geschäfts- oder Firmenwerte und Immaterielle VermögenswerteDer Ansatz von Geschäfts- oder Firmenwerten basiert im Wesentlichen auf zukünftig erwarteten positiven Erträgen und Synergieeffekten sowie nicht ansetzbaren Immateriellen Vermögenswerten, die sich aus Unternehmenszusammenschlüssen ergeben beziehungsweise im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben werden. Die Werthaltigkeit wird mittels Planungsrechnungen überprüft, die im Wesentlichen auf Schätzungen beruhen. Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene identifizierbare Immaterielle Vermögenswerte werden auf Basis ihres künftigen wirtschaftlichen Nutzens angesetzt. Dieser wird aufgrund angemessener und begründeter Annahmen durch das Management beurteilt. NutzungsrechteBei der Bewertung von Nutzungsrechten kommen Schätzungen und Annahmen insbesondere in Bezug auf die erwarteten künftigen Zahlungsströme, die Laufzeit und den Diskontierungszinssatz zur Anwendung. Darüber hinaus haben Schätzungen einen wesentlichen Einfluss auf die Bestimmung der Werthaltigkeit von Nutzungsrechten. Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer und Andere RückstellungenSchätzungsunsicherheiten im Zusammenhang mit Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer ergeben sich vor allem aus leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen, auf deren Bewertung versicherungsmathematische Annahmen wesentlichen Einfluss haben. Die versicherungsmathematischen Annahmen beinhalten zahlreiche langfristige, zukunftsorientierte Faktoren wie Gehalts- und Rententrends oder durchschnittliche künftige Lebenserwartungen. Zukünftig tatsächlich eintretende Mittelabflüsse aufgrund von Sachverhalten, für die Andere Rückstellungen erfasst wurden, können von der erwarteten Inanspruchnahme abweichen. Die Bewertungsgrundlagen sowie die der Ermittlung der Rückstellungen zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen werden in Textziffer [52] dargestellt. Zu den Sensitivitäten in Bezug auf Änderungen des Diskontierungszinssatzes von Pensionsverpflichtungen verweisen wir auf Textziffer [52]. Ertragsteueransprüche und -verpflichtungenDer Ermittlung der latenten Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen liegen Schätzungen zukünftiger zu versteuernder Einkommen der Steuersubjekte zugrunde, welche sich insbesondere auf die Beurteilung der Werthaltigkeit latenter Ertragsteueransprüche auswirken. Weiterhin erfordert die Berechnung der tatsächlichen Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen zum Zeitpunkt der Erstellung der handelsrechtlichen Abschlüsse Einschätzungen ertragsteuerrelevanter Sachverhalte (Textziffer [24]). Klimabezogene SachverhalteBei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten sowie für Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte sind im Geschäftsjahr keine expliziten Anpassungen aufgrund von klimabezogenen Sachverhalten erfolgt. Schätzung, ob variable Gegenleistungen im Sinne des IFRS 15 begrenzt sindDas Entgelt für die Asset Management-Leistung, das sich aus einer laufenden Vergütung, Teilen der Pauschalvergütung und der erfolgsabhängigen Verwaltungsvergütung zusammensetzt, ist grundsätzlich entsprechend über die Laufzeit in gleichen Beträgen für die Laufzeitintervalle der Leistungsserie zu vereinnahmen. Da es sich bei der laufenden Vergütung und der Pauschalvergütung um eine in Abhängigkeit von den Assets under Management variable Gebühr handelt, besteht für diese Unsicherheit über die Höhe der über die Laufzeit des Investmentvermögens oder eines Vermögensverwaltungsvertrags insgesamt anfallende Vergütung. Die Entwicklung der Assets under Management ist abhängig von der Entwicklung der beizulegenden Zeitwerte der verwalteten Vermögenswerte, von Einzahlungen beziehungsweise Auszahlungen an Anteilscheininhaber sowie Ein- oder Auszahlungen bei Vermögensverwaltungsmandaten. Aufgrund der Regelungen des IFRS 15 zur Begrenzung der Vereinnahmung variabler Gegenleistungen ist die variable Vergütung in diesem Fall nicht von Beginn an in voller Höhe in den Transaktionspreis einzubeziehen. Die Einbeziehung erfolgt erst zum Zeitpunkt, zu dem sich die Unsicherheit auflöst, was jeweils zu den Abrechnungszeitpunkten (in der Regel monatlich) der Fall ist. Soweit erfolgsabhängige Vergütungskomponenten vereinbart sind, werden diese unter anderem durch die Marktentwicklung und damit durch Faktoren beeinflusst, die außerhalb der Kontrolle der Gesellschaft liegen. Da diese Erträge wegen nicht auszuschließender erheblicher Rückschlagrisiken an den Kapitalmärkten einer großen Anzahl und einer breiten Spanne möglicher Ergebnisse unterliegen, können diese unter Berücksichtigung der Regelungen des IFRS 15 zur Begrenzung der Vereinnahmung variabler Gegenleistungen erst dann in die Höhe des Transaktionspreises einbezogen werden, wenn die vereinbarten Outperformance-Kriterien in Bezug auf eine definierte Benchmark und den vereinbarten Bemessungszeitraum erfüllt wurden, da erst zu diesem Zeitpunkt kein signifikantes Stornierungsrisiko mehr besteht. Soweit bei Immobilien-Investmentvermögen oder anderen AIF-Investmentvermögen Investitionsvergütungen vereinbart wurden, können diese aufgrund der Regelungen des IFRS 15 zur Begrenzung der Vereinnahmung variabler Gegenleistungen erst dann in die Höhe des Transaktionspreises einbezogen werden, wenn der Übergang von Nutzen und Lasten erfolgt ist beziehungsweise bei Bestandsentwicklungen, sobald gemäß Baufortschritt Zahlungen in die Investmentvermögen abgerechnet werden. [6] FinanzinstrumenteAlle finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einschließlich aller derivativen Finanzinstrumente werden gemäß IFRS 9 in der Bilanz erfasst. Sämtliche Finanzinstrumente werden beim erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der Ansatz von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt unter Berücksichtigung der direkt dem Erwerb zurechenbaren Transaktionskosten. Die Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten richtet sich danach, welchen Kategorien nach IFRS 9 sie zum Zeitpunkt ihres Zugangs zugeordnet wurden. Bei finanziellen Vermögenswerten ergibt sich die Kategorie durch das Geschäftsmodell und die Erfüllung des Zahlungsstromkriteriums. Kategorien von FinanzinstrumentenZum beizulegenden Zeitwert im erfolgswirksamen Konzernergebnis bewertete Vermögenswerte (Fair Value PL) (Financial Assets at Fair Value through Profit or Loss)Finanzielle Vermögenswerte, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert im erfolgsneutralen Konzernergebnis bewertet werden, sind als "Zum beizulegenden Zeitwert im erfolgswirksamen Konzernergebnis bewertete finanzielle Vermögenswerte" zu kategorisieren. Diese Kategorie setzt sich aus den folgenden Unterkategorien zusammen: Verpflichtend zur erfolgswirksamen Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert kategorisierte finanzielle Vermögenswerte (Financial Assets mandatorily measured at fair value through profit or loss)Die Unterkategorie "Verpflichtend zur erfolgswirksamen Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert kategorisierte finanzielle Vermögenswerte" umfasst finanzielle Vermögenswerte, welche die Zahlungsstrombedingung nach IFRS 9 nicht erfüllen oder mit der Absicht der kurzfristigen Weiterveräußerung erworben werden. Hierfür müssen diese finanziellen Vermögenswerte Teil eines Portfolios eindeutig identifizierter und gemeinsam gesteuerter Finanzinstrumente sein, für das in der jüngeren Vergangenheit Hinweise auf kurzfristige Gewinnrealisierungen bestehen, oder es muss sich um derivative Finanzinstrumente handeln, die nicht als Sicherungsinstrumente in effektiven Sicherungsbeziehungen designiert sind. Der UMH Konzern ordnet dieser Kategorie Investmentanteile und einen Teil der Forderungen an Kreditinstitute und Kunden zu. Ebenfalls in diese Kategorie fallen Fremdkapitalinstrumente, die in einem Halten- oder einem Halten- und Verkaufen-Geschäftsmodell gehalten werden, allerdings das Zahlungsstromkriterium nicht erfüllen. Derivative Finanzinstrumente fallen ebenfalls in diese Kategorie. Finanzielle Vermögenswerte aus bedingten Gegenleistungen im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen (Contingent considerations)Dieser Unterkategorie werden bedingte Gegenleistungen zugeordnet, die der Erwerber im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses oder bei analoger Anwendung des IFRS 3 bei Transaktionen auf Basis des IAS 28 als finanzielle Vermögenswerte klassifiziert hat. Aktuell bestehen im UMH Konzern keine Anwendungsfälle. Zur erfolgswirksamen Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert eingestufte finanzielle Vermögenswerte (Fair Value Option)Der Unterkategorie "Zur erfolgswirksamen Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert eingestufte finanzielle Vermögenswerte" dürfen durch Ausübung der Fair Value Option finanzielle Vermögenswerte zugeordnet werden, wenn hierdurch Ansatz- oder Bewertungsinkongruenzen (Rechnungslegungsanomalien) beseitigt oder erheblich vermindert werden. Im UMH Konzern wird von der Fair Value Option kein Gebrauch gemacht. Zum beizulegenden Zeitwert im erfolgsneutralen Konzernergebnis bewertete finanzielle Vermögenswerte (Fair Value OCI) (Financial assets measured at fair value through other comprehensive income)Die Kategorie setzt sich aus den folgenden Unterkategorien zusammen: Verpflichtend zur erfolgsneutralen Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert kategorisierte finanzielle Vermögenswerte (Financial assets mandatorily measured at fair value through other comprehensive income)Eine Klassifizierung in diese Kategorie erfolgt, sofern der finanzielle Vermögenswert im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten wird, dessen Zielsetzung sowohl in der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme als auch im Verkauf finanzieller Vermögenswerte besteht. Zudem müssen die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Diese finanziellen Vermögenswerte bestehen aufgrund der Zahlungsstrombedingung ausschließlich aus Schuldinstrumenten. Sie sind zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Sowohl Zinserträge, Wertberichtigungen als auch Effekte aus der Währungsumrechnung sind erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Unterschiede zwischen den fortgeführten Anschaffungskosten und dem beizulegenden Zeitwert werden im erfolgsneutralen Konzernergebnis berücksichtigt. Die im erfolgsneutralen Konzernergebnis erfassten Beträge sind bei Abgang in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern (sogenanntes Recycling). Im UMH Konzern werden zum Bilanzstichtag keine Schuldinstrumente zum beizulegenden Zeitwert im erfolgsneutralen Konzernergebnis bewertet. Zur erfolgsneutralen Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert eingestufte finanzielle Vermögenswerte (Fair Value OCI-Option)Für Eigenkapitalinstrumente besteht bei Zugang das unwiderrufliche Wahlrecht der Designation als "Zur erfolgsneutralen Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert eingestufte finanzielle Vermögenswerte" (Fair Value OCI-Option). Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts werden, bis auf nicht-kapitalrückführende Dividenden, im erfolgsneutralen Konzernergebnis erfasst. Eine spätere Umgliederung (Recycling) des kumulierten erfolgsneutralen Konzernergebnisses in die Gewinn- und Verlustrechnung - etwa aufgrund des Abgangs des Instruments - erfolgt nicht. Nach Abgang dieser Eigenkapitalinstrumente erfolgt die Umbuchung des kumulierten erfolgsneutralen Konzernergebnisses in die Gewinnrücklagen. Das generelle Wahlrecht zur Ausübung der Fair Value OCI-Option gilt nur für Eigenkapitalinstrumente, die weder zu Handelszwecken gehalten werden, noch eine bedingte Gegenleistung darstellen, die von einem Erwerber im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses gemäß IFRS 3 angesetzt wird. Der UMH Konzern prüft bei jedem Neuzugang von Eigenkapitalinstrumenten, ob das Wahlrecht ausgeübt werden soll. Aktuell wird das Wahlrecht für alle Eigenkapitalinstrumente ausgeübt. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte (Financial assets measured at amortised cost)Eine Klassifizierung in diese Kategorie erfolgt, sofern der finanzielle Vermögenswert im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten wird, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten. Die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen (sogenannte Zahlungsstrombedingung). Finanzielle Vermögenswerte in dieser Kategorie bestehen aufgrund der Zahlungsstrombedingung ausschließlich aus Schuldinstrumenten. Sie sind zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu bewerten. Sowohl Zinserträge, Wertberichtigungen als auch Effekte aus der Währungsumrechnung sind erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Der UMH Konzern ordnet dieser Kategorie den überwiegenden Teil seiner Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sowie der unter der Position Sonstige Aktiva ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu. Zum beizulegenden Zeitwert im erfolgswirksamen Konzernergebnis bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Fair Value PL) (Financial liabilities measured at fair value through profit or loss)Finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, sind als "Zum beizulegenden Zeitwert im erfolgswirksamen Konzernergebnis bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" zu kategorisieren. Die Kategorie setzt sich aus den folgenden Unterkategorien zusammen: Verpflichtend zur erfolgswirksamen Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert kategorisierte finanzielle Verbindlichkeiten (Financial liabilities mandatorily measured at fair value through profit or loss)Die Unterkategorie "Verpflichtend zur erfolgswirksamen Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert kategorisierte finanzielle Verbindlichkeiten" umfasst finanzielle Verbindlichkeiten, die mit der Absicht der kurzfristigen Rückzahlung ausgegeben werden. Hierfür müssen diese finanziellen Verbindlichkeiten Teil eines Portfolios eindeutig identifizierter und gemeinsam gesteuerter Finanzinstrumente sein, für das in der jüngeren Vergangenheit Hinweise auf kurzfristige Gewinnrealisierungen bestehen, oder es muss sich um derivative Finanzinstrumente handeln, die nicht als Sicherungsinstrumente in effektiven Sicherungsbeziehungen designiert sind. Im UMH Konzern sind regelmäßig nur derivative Finanzinstrumente verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert im erfolgswirksamen Konzernergebnis zu bewerten. Finanzielle Verbindlichkeiten aus bedingten Gegenleistungen im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen (Contingent considerations)Dieser Unterkategorie werden bedingte Gegenleistungen zugeordnet, die der Erwerber im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses oder bei analoger Anwendung des IFRS 3 bei Transaktionen auf Basis des IAS 28 als finanzielle Verbindlichkeiten klassifiziert hat. Zur erfolgswirksamen Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert eingestufte finanzielle Verbindlichkeiten (Fair Value Option)Der Unterkategorie "Zur erfolgswirksamen Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert eingestufte finanzielle Verbindlichkeiten" dürfen durch Ausübung der Fair Value Option finanzielle Verbindlichkeiten zugeordnet werden, wenn hierdurch Ansatz- oder Bewertungsinkongruenzen (Rechnungslegungsanomalien) beseitigt oder erheblich vermindert werden, diese als Portfolio auf Basis des beizulegenden Zeitwerts gesteuert werden oder ein oder mehrere trennungspflichtige eingebettete Derivate enthalten sind. Im UMH Konzern werden keine finanziellen Verbindlichkeiten zur erfolgswirksamen Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert eingestuft. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (AC) (Financial liabilities measured at amortised cost)Finanzielle Verbindlichkeiten sind für die Folgebewertung als "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" zu kategorisieren. Davon ausgenommen sind: "Zum beizulegenden Zeitwert im erfolgswirksamen Konzernergebnis bewertete finanzielle Verbindlichkeiten", finanzielle Verbindlichkeiten, die entstehen, wenn eine Übertragung eines finanziellen Vermögenswerts nicht die Bedingung für die Ausbuchung erfüllt oder die Bilanzierung unter Zugrundelegung eines anhaltenden Engagements erfolgt, Finanzgarantien, Kreditzusagen mit einem unter dem Marktzinssatz liegenden Zins und bedingte Gegenleistungen, die von einem Erwerber im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses gemäß IFRS 3 angesetzt werden. Der UMH Konzern ordnet dieser Kategorie seine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie die unter der Position Sonstige Passiva ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu. Erstmaliger Ansatz und Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte und VerbindlichkeitenDer erstmalige Ansatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt am Handelstag. Marktübliche Käufe und Verkäufe von nicht derivativen finanziellen Vermögenswerten werden am Erfüllungstag bilanziert. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts zwischen dem Handelstag und dem Erfüllungstag werden entsprechend der Kategorisierung der finanziellen Vermögenswerte erfasst. Unterschiedsbeträge zwischen Transaktionspreisen und beizulegenden Zeitwerten werden beim erstmaligen Ansatz erfolgswirksam vereinnahmt, wenn die beizulegenden Zeitwerte dem in einem aktiven Markt notierten Preis für einen identischen Vermögenswert beziehungsweise für eine identische Schuld entsprechen oder auf einer Bewertungstechnik basieren, die nur Daten aus beobachtbaren Märkten verwendet. Soweit der beizulegende Zeitwert zum Zugangszeitpunkt aus Transaktionspreisen abgeleitet wird und dieser darüber hinaus als Bewertungsmaßstab im Rahmen der Folgebewertung zur Anwendung kommt, werden Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts nur dann erfolgswirksam erfasst, wenn sie auf die Veränderung von beobachtbaren Marktdaten zurückgeführt werden können. Beim erstmaligen Ansatz nicht erfasste Unterschiedsbeträge werden über die Laufzeit der betreffenden Finanzinstrumente verteilt und entsprechend vereinnahmt. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungsströme aus diesen auslaufen oder diese auf Dritte übertragen wurden und keine substanziellen Chancen und Risiken aus den finanziellen Vermögenswerten verbleiben. Sind die Ausbuchungskriterien für finanzielle Vermögenswerte nicht erfüllt, wird die Übertragung an Dritte als besicherte Kreditaufnahme bilanziert. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen beziehungsweise aufgehoben wurden oder ausgelaufen sind. Wertberichtigungen und Wertaufholungen von finanziellen VermögenswertenWertberichtigungen nach IFRS 9 fallen ausschließlich bei finanziellen Vermögenswerten an, die Fremdkapitalinstrumente darstellen. Eigenkapitalinstrumente fallen nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 9 Wertberichtigungen. Wertberichtigungen sind für die folgenden finanziellen Vermögenswerte zu bilden:
Bei Zugang werden die vorgenannten finanziellen Vermögenswerte grundsätzlich der Stufe 1 zugeordnet, soweit diese im sogenannten Standardansatz für die Ermittlung von Wertberichtigungen im Rahmen des IFRS 9 geführt werden. Eine weitere Ausnahme bilden finanzielle Vermögenswerte mit bereits bei Erwerb oder Ausreichung beeinträchtigter Bonität, sogenannte "purchased or originated credit-impaired assets" (POCI). Der erwartete 12-Monats-Kreditverlust stellt für Vermögenswerte der Stufe 1 die Mindestbemessungsgröße für die Risikovorsorge dar. An jedem Bilanzstichtag wird das Ausfallrisiko der jeweiligen Instrumente ermittelt und geprüft, ob es sich seit dem letzten Bilanzstichtag signifikant erhöht hat. Wichtige objektive Hinweise bei Fremdkapitalinstrumenten sind finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten oder Schuldners, Ausfälle oder Verzug von Zins- und Tilgungszahlungen, die Nichteinhaltung von vertraglich vereinbarten Nebenabreden und der vertraglich vereinbarten Bereitstellung von Sicherheiten sowie erhebliche Herabstufungen des Ratings beziehungsweise Einstufung des Geschäftspartners in ein Ausfallrating. Makroökonomische Faktoren werden hierbei nicht berücksichtigt, da das Volumen der nicht täglich fälligen Forderungen von untergeordneter Bedeutung ist. Vermögenswerte, bei denen sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, jedoch keine objektiven Hinweise auf Wertminderung vorliegen, werden der Stufe 2 zugeordnet. Die Wertberichtigung ist für diese Vermögenswerte in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste zu bemessen. Vereinfachend kann davon ausgegangen werden, dass sich das Ausfallrisiko bei einem Finanzinstrument seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht hat, wenn ermittelt wird, dass bei dem betreffenden Finanzinstrument zum Abschlussstichtag ein niedriges Ausfallrisiko besteht (sogenannte low credit risk exemption). Dies sehen wir für alle Finanzinstrumente mit einem Investmentrating als gegeben an. Finanzielle Vermögenswerte, die aufgrund objektiver Hinweise als wertgemindert eingestuft werden, sind entsprechend der Stufe 3 zuzuordnen. Die Wertberichtigung ist für diese Vermögenswerte in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste zu bemessen. Finanzielle Vermögenswerte mit bereits bei Erwerb oder Ausreichung beeinträchtigter Bonität (POCI) sind bei Zugang mit ihrem um die für die Gesamtlaufzeit erwarteten Kreditverluste reduzierten Buchwert anzusetzen und entsprechend mit einem risikoadjustierten Effektivzinssatz zu amortisieren. Zum Abschlussstichtag sind nur die kumulierten Änderungen der seit dem erstmaligen Ansatz über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste als Wertberichtigung zu erfassen. Ein Stufentransfer ist für diese Vermögenswerte nicht vorgesehen. Der UMH Konzern verwendet eine vereinheitlichte Ausfalldefinition zur Beurteilung des "Credit-Impaired" Status eines finanziellen Vermögenswertes. Die Ausfalldefinition orientiert sich an Artikel 178 CRR. Nach dieser Definition gilt, dass nach 90 Tagen Zahlungsverzug ein Ausfallereignis eingetreten ist. Sofern ein finanzieller Vermögenswert mehr als 30 Tage überfällig ist, sehen wir eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos als gegeben an. Für Forderungen ohne Rating wird bei der Beurteilung auf Expertenschätzungen zurückgegriffen. Anderenfalls wird das verfügbare Rating des Kontrahenten in die Beurteilung mit einbezogen. Für im Standardansatz des IFRS 9 geführte Bestände der Stufen 1 und 2 werden die erwarteten Kreditausfälle parameterbasiert auf kollektiver Basis berechnet, für Bestände der Stufe 3 werden Discounted Cashflow-Szenarien herangezogen. Bei der Berechnung der erwarteten Kreditausfälle erfolgt die Ableitung der anzusetzenden Ausfallwahrscheinlichkeiten unter Zugrundelegung öffentlich verfügbarer Ratings von Moody's, S&P oder Fitch. Die verfügbaren externen Ratings werden auf eine von der DZ BANK vorgegebene Masterskala (VR Note) gemappt. Für jede der darin enthaltenen Ratingklassen werden Matrizen mit spezifischen Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet. Wird am Berichtsstichtag festgestellt, dass gegenüber früheren Stichtagen keine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos mehr vorliegt, werden die betroffenen finanziellen Vermögenswerte wieder in Stufe 1 transferiert und die Risikovorsorge wieder auf die Höhe des erwarteten 12-Monats-Kreditverlusts reduziert. Für einen Rücktransfer aus Stufe 3 wird der Ausfallstatus in Übereinstimmung mit der aufsichtsrechtlichen Definition erst nach einer entsprechenden Wohlverhaltensperiode aufgehoben. Im UMH Konzern kommt der sogenannte Vereinfachte Ansatz gemäß IFRS 9.5.5.15 zur Anwendung, wonach für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, auch für solche mit signifikanter Finanzierungskomponente, sowie für aktive Vertragsvermögenswerte im Anwendungsbereich des IFRS 15 bereits bei Zugang der erwartete Kreditverlust über die gesamte Laufzeit ermittelt wird. Bei Forderungen im Anwendungsbereich des Vereinfachten Ansatzes basieren die anzusetzenden Wertberichtigungsquoten auf Erfahrungen des UMH Konzerns in der Vergangenheit. Bei den Provisionsforderungen handelt es sich überwiegend um kurzfristige Forderungen nach IFRS 15, deren Werthaltigkeit nach Erfahrung des UMH Konzerns nicht von makroökonomischen Faktoren beeinflusst wird. Direkte Wertberichtigungen reduzieren die Buchwerte von Vermögenswerten unmittelbar. Direktabschreibungen werden vorgenommen, wenn davon ausgegangen wird, dass die Forderung uneinbringlich geworden ist. In der Regel handelt es sich dabei um unwesentliche Kleinstbeträge. Werden bei finanziellen Vermögenswerten substanzielle Vertragsanpassungen vorgenommen, werden diese ausgebucht und als Zugang eines neuen Vermögenswerts erfasst. Für die Beurteilung, ob eine substanzielle Modifikation vorliegt, wird neben diversen qualitativen Kriterien auch ein quantitatives Kriterium herangezogen. Als Schwellenwert gilt hier eine Veränderung des Barwerts der neu verhandelten vertraglichen Cashflows gegenüber dem Barwert der ursprünglichen vertraglichen Cashflows von mehr als 10 Prozent als substanziell. Eine substanzielle Modifikation sehen wir dann als gegeben an, wenn eine der folgenden Arten von Vertragsanpassungen vorliegt: Währungswechsel, Aufnahme oder Anpassung von Eigenkapital-Wandlungsrechten, Wechsel des Schuldners, Aufnahme von Nebenabreden, mit denen das Zahlungsstromkriterium des IFRS 9 nicht mehr erfüllt ist. Eine substanzielle Modifikation sehen wir auch dann als gegeben an, wenn durch andere vertragliche Anpassungen unter Würdigung der Gesamtumstände der Charakter eines finanziellen Vermögenswerts in einem solchen Umfang geändert wurde, dass ein neues Finanzinstrument im Sinne des IFRS 9 vorliegt. Für wertgeminderte Vermögenswerte (Stufe 3) gelten die Regelungen für POCI. Haben Vertragsanpassungen von finanziellen Vermögenswerten keine substanziellen Auswirkungen, werden diese infolgedessen auf eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos gegenüber dem ursprünglichen Zugangszeitpunkt überprüft. Bei Modifikationen, die nicht zur Ausbuchung des finanziellen Vermögenswerts führen (nichtsubstanzielle Vertragsanpassungen), werden die Anpassungen der vertraglich vereinbarten Zahlungsströme als Modifikationsergebnis in Höhe der Differenz zwischen den ursprünglich vereinbarten Zahlungsströmen und den mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz diskontierten modifizierten Zahlungsströmen erfasst. Im aktuellen Geschäftsjahr wurden für die Finanzinstrumente im Anwendungsbereich der Wertberichtigungsvorschriften des IFRS 9 keine Änderungen an den Annahmen zur Berechnung oder den Inputfaktoren der erwarteten Kreditausfälle vorgenommen. Eingebettete DerivateEin eingebettetes Derivat ist Bestandteil eines hybriden Vertrags, der auch ein nicht derivativen Basisvertrag enthält, mit dem Ergebnis, dass ein Teil der Zahlungsströme des zusammengesetzten Finanzinstruments ähnlichen Schwankungen unterliegt wie ein alleinstehendes Derivat. Ein Derivat, das mit einem Finanzinstrument verbunden, aber unabhängig von diesem vertraglich übertragbar ist oder mit einer anderen Vertragspartei geschlossen wurde, ist kein eingebettetes Derivat, sondern ein eigenständiges Finanzinstrument. Enthält ein hybrider Vertrag einen Basisvertrag, bei dem es sich um einen finanziellen Vermögenswert im Anwendungsbereich des IFRS 9 handelt, sind die Vorschriften der Kategorisierung finanzieller Vermögenswerte auf den gesamten hybriden Vertrag anzuwenden. Enthält ein hybrider Vertrag einen Basisvertrag, bei dem es sich nicht um einen finanziellen Vermögenswert im Anwendungsbereich des IFRS 9 handelt, ist ein eingebettetes Derivat dann vom Basisvertrag zu trennen und separat zu bilanzieren, wenn:
Sind diese Voraussetzungen nicht kumulativ erfüllt, darf das eingebettete Derivat nicht vom Basisvertrag getrennt werden. Wird ein eingebettetes Derivat getrennt, so ist der Basisvertrag nach den einschlägigen Standards zu bilanzieren. Wenn ein Vertrag ein oder mehrere eingebettete Derivate enthält und der Basisvertrag kein finanzieller Vermögenswert im Anwendungsbereich des IFRS 9 ist, kann der gesamte hybride Vertrag als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft werden. Davon ausgenommen sind Fälle, in denen eingebettete Derivate die vertraglich vorgeschriebenen Zahlungsströme nur insignifikant verändern, oder bei erstmaliger Beurteilung mit vergleichbaren hybriden Instrumenten ohne oder mit nur geringem Analyseaufwand ersichtlich ist, dass eine Abtrennung der eingebetteten Derivate unzulässig ist. Klassen von FinanzinstrumentenDie Klassen von Finanzinstrumenten entsprechen den Bilanzpositionen (Textziffer [57]). [7] Fair Value-Bewertung der FinanzinstrumenteDer Fair Value ist der Preis, den man in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag beim Verkauf eines Vermögenswerts erhalten würde oder bei der Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte. Die Ermittlung des Fair Value von Finanzinstrumenten erfolgt auf Basis von Marktkursen beziehungsweise beobachtbaren Marktdaten des Stichtags und anerkannten Bewertungsmodellen. Investmentanteile werden zum Rücknahmepreis bewertet, vermindert um einen Rücknahmeabschlag, sofern ein solcher nach den Vertragsbedingungen für den Anleger unabdingbar erhoben wird und die Rückgabe an die fondsauflegende Kapitalverwaltungsgesellschaft der Hauptmarkt für diese Wertpapiergattung ist. Sofern Wertpapiere und Derivate mit ausreichender Liquidität an aktiven Märkten gehandelt werden - somit Börsenkurse verfügbar sind - oder von aktiven Marktteilnehmern handelbare Kurse gestellt werden, bilden diese Kurse die Grundlage zur Bestimmung des Fair Value. In Fällen, in denen keine Preise von liquiden Märkten verfügbar sind, wird auf Methoden zurückgegriffen, deren Bewertungsparameter auf beobachtbaren Marktdaten beruhen. Täglich oder kurzfristig fällige Finanzinstrumente werden mit ihrem Nominalwert berücksichtigt. Zu diesen Instrumenten zählen der Kassenbestand, das Kontokorrentguthaben sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. [8] WährungsumrechnungSämtliche monetären Vermögenswerte und Schulden werden mit dem entsprechenden Stichtagskurs am Abschlussstichtag in die jeweilige funktionale Währung der Unternehmen des UMH Konzerns umgerechnet. Die Umrechnung nicht monetärer Vermögenswerte und Schulden richtet sich nach den für sie angewendeten Bewertungsmaßstäben. Soweit nicht monetäre Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, ist die Umrechnung mit dem historischen Kurs vorzunehmen. Mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete nicht monetäre Vermögenswerte werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Erträge und Aufwendungen sowie Gewinne und Verluste werden grundsätzlich mit dem Stichtagskurs zum Zeitpunkt ihrer erfolgswirksamen oder erfolgsneutralen Erfassung umgerechnet. Falls die funktionale Währung der in den Abschluss des UMH Konzerns einbezogenen Tochterunternehmen von der Konzernberichtswährung Euro abweicht, werden sämtliche Vermögenswerte und Schulden mit dem Kurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgt mit historischen Kursen. Die entstehende Differenz wird in der Rücklage aus der Währungsumrechnung ausgewiesen. Die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen erfolgt mit dem Durchschnittskurs. Die funktionale Währung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen entspricht überwiegend der Konzernberichtswährung Euro. [9] BarreserveAls Barreserve werden der Kassenbestand und die Guthaben bei Zentralnotenbanken und anderen staatlichen Institutionen ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zum Nominalwert. [10] Forderungen an Kreditinstitute und KundenAls Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sind sämtliche auf den Namen lautende Forderungen erfasst, die entweder als "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte", "Zum beizulegenden Zeitwert im erfolgswirksamen Konzernergebnis bewertete finanzielle Vermögenswerte", "Zum beizulegenden Zeitwert im erfolgsneutralen Konzernergebnis bewertete finanzielle Vermögenswerte" kategorisiert sind. Forderungen an Kreditinstitute und Kunden werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet, sofern sie das Zahlungsstromkriterium des IFRS 9 erfüllen und im Rahmen des Geschäftsmodells "Halten" geführt werden. Die Fair Value Option für Forderungsbestände wird im UMH Konzern nicht genutzt. Zinserträge aus Forderungen an Kreditinstitute und Kunden werden unter den Zinserträgen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften erfasst. Agio- und Disagiobeträge sowie Anschaffungsnebenkosten werden über das Zinsergebnis erfolgswirksam erfasst. Abgegrenzte Zinsen auf Forderungen sowie Agios und Disagios werden mit den jeweiligen Forderungen unter den entsprechenden Bilanzpositionen ausgewiesen. Agio- und Disagiobeträge werden nach der Effektivzinsmethode abgegrenzt. [11] RisikovorsorgeDie Risikovorsorge für Barreserve, Forderungen an Kreditinstitute und Kunden, Finanzanlagen und Sonstige Aktiva, die zu fortgeführten Anschaffungskosten kategorisiert beziehungsweise als Finanzierungs-Leasingverhältnisse eingestuft werden, wird als gesonderter Bilanzposten offen aktivisch abgesetzt. Zuführungen zur und Auflösungen von Risikovorsorge für diese Bilanzposten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Risikovorsorge erfasst. Uneinbringliche Forderungen werden direkt abgeschrieben, wobei Eingänge auf schon abgeschriebene Forderungen erfolgswirksam erfasst werden. Die Risikovorsorgebildung umfasst darüber hinaus Veränderungen von Rückstellungen für Finanzgarantien. Zuführungen zu und Auflösungen von Rückstellungen für Finanzgarantien gehen ebenfalls erfolgswirksam in die Risikovorsorge ein. [12] FinanzanlagenAls Finanzanlagen werden auf den Inhaber lautende Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie auf den Inhaber oder den Namen lautender sonstiger Anteilsbesitz an Unternehmen, bei denen kein maßgeblicher Einfluss besteht, ausgewiesen, sofern diese Wertpapiere beziehungsweise Unternehmensanteile nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Darüber hinaus umfassen die Finanzanlagen Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen sowie nicht nach der Equity-Methode bewertete Anteile an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen. Diese Bilanzposition enthält im Wesentlichen Investmentanteile. Diese umfassen kurzfristige Anlagen zur Liquiditätssteuerung (Liquidität), Startdotationen für neu aufgelegte Investmentvermögen (Dotationen), Anlagen in Altersvorsorge- und Mitarbeitendenbindungsprogrammen (Mitarbeitendenanlagen) sowie längerfristige Kapitalanlagen (Strategische Positionen). Der erstmalige Ansatz der Finanzanlagen erfolgt grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert. Die Folgebewertung dieser finanziellen Vermögenswerte richtet sich danach, welchen Kategorien nach IFRS 9 sie zum Zeitpunkt ihres Erwerbs zugeordnet wurden. Bewertungsergebnisse von Finanzanlagen, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, werden im Sonstigen Bewertungsergebnis aus Finanzinstrumenten ausgewiesen. Soweit es sich bei diesen Beständen um Eigenkapitalinstrumente handelt, sind diese grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert im erfolgswirksamen Konzernergebnis zu bewerten. Im UMH Konzern wurde das Wahlrecht zur Nutzung der Fair Value OCI-Option für alle Beteiligungen und nicht konsolidierten Tochter unternehmen, die sich zum 1. Januar 2018 im Bestand befanden, angewendet. Bei Neuzugängen von Eigenkapitalinstrumenten nach dem 1. Januar 2018 wird im Einzelfall über die Inanspruchnahme der Fair Value OCI-Option entschieden. Soweit es sich bei Beständen dieser Position um Schuldinstrumente handelt, was bei unseren Eigenanlagen in Investmentanteilen regelmäßig der Fall ist, sind diese zwingend zum beizulegenden Zeitwert im erfolgswirksamen Konzernergebnis zu bewerten, da das Zahlungsstromkriterium des IFRS 9 für diese Bestände grundsätzlich nicht erfüllt ist. [13] Anteile an nach der Equity-Methode bewerteten UnternehmenDie Anteile an assoziierten Unternehmen beziehungsweise an Joint Ventures werden zum Zeitpunkt der Erlangung eines maßgeblichen Einflusses beziehungsweise bei Gründung zu Anschaffungskosten in der Konzernbilanz angesetzt. In den Folgejahren wird der Equity-Buchwert um die anteiligen Eigenkapitalveränderungen fortgeschrieben. Erhaltene Dividendenzahlungen mindern den Equity-Buchwert. Das anteilige erfolgswirksame Jahresergebnis fließt als Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ein, das anteilige erfolgsneutrale Jahresergebnis wird im erfolgsneutralen Konzernergebnis gebucht. Bei Veräußerungen realisierte Gewinne und Verluste sowie Wertberichtigungen und Wertaufholungen von Anteilen an assoziierten Unternehmen und von Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, werden im Ergebnis aus Finanzanlagen berücksichtigt. [14] SachanlagenIn den Sachanlagen werden für eigene Zwecke genutzte Grundstücke und Gebäude, die voraussichtlich länger als eine Periode genutzt werden, sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen ausgewiesen. Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, die in den folgenden Geschäftsjahren um die kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertberichtigungen reduziert werden. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die Nutzungsdauer. Grundstücke werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Bestimmung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer wird unter Beachtung der voraussichtlichen physischen Abnutzung, der technischen Obsoleszenz sowie rechtlicher und vertraglicher Beschränkungen vorgenommen. Ergeben sich Anhaltspunkte für eine Wertminderung auf Vermögenswerte, wird der erzielbare Betrag ermittelt. Eine Wertminderung wird erfasst, wenn der erzielbare Betrag geringer als der Buchwert ist, zu dem der Vermögenswert bilanziert wird. Der erzielbare Betrag bemisst sich als der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Abschreibungen auf Sachanlagen werden als Verwaltungsaufwendungen erfasst. Wertminderungen und Wertaufholungen gehen in das Sonstige betriebliche Ergebnis (Textziffer [33]) ein. [15] Immaterielle VermögenswerteUnter den Immateriellen Vermögenswerten werden neben erworbener und selbsterstellter Software auch Vertriebs- und Exklusivitätsrechte, erworbene Kundenstämme und Marken sowie Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen. Die Immateriellen Vermögenswerte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Software, erworbene Kundenbeziehungen und sonstige immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden bei der Folgebewertung um kumulierte Abschreibungen und kumulierte Wertberichtigungen reduziert. Bestehen zum Abschlussstichtag Hinweise auf eine Wertminderung (sogenannte triggering events), werden die Immateriellen Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer, noch nicht nutzungsbereite Immaterielle Vermögenswerte sowie Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung. Sie sind jährlich durch einen Werthaltigkeitstest auf das Vorliegen von Wertberichtigungen zu prüfen. Darüber hinaus erfolgt für diese Vermögenswerte ein anlassbezogener Werthaltigkeitstest bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung. Die Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte sind in den Verwaltungsaufwendungen (Textziffer [32]) enthalten, Wertberichtigungen und Wertaufholungen sowie Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Immateriellen Vermögenswerten werden im Sonstigen betrieblichen Ergebnis (Textziffer [33]) erfasst. [16] NutzungsrechteUnter dieser Position werden die im Rahmen des IFRS 16 aktivierten Nutzungsrechte aus Miet- und Leasingvereinbarungen ausgewiesen (right of use assets). Die Zugangsbewertung der Nutzungsrechte erfolgt im UMH Konzern in Höhe der Leasingverbindlichkeiten (Textziffer [22]), gegebenenfalls korrigiert um den Betrag der für das Leasingverhältnis im Voraus geleisteten oder abgegrenzten Leasingzahlungen. Im Rahmen der Folgebewertung wird das Nutzungsrecht zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und (außerplanmäßigen) Wertminderungen sowie unter Berücksichtigung eventueller vorgenommener Neubewertungen der Leasingverbindlichkeiten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden gemäß IAS 16 vorgenommen und erfolgen linear über die voraussichtliche Dauer des Leasingverhältnisses. Die planmäßigen Abschreibungen werden in den Verwaltungsaufwendungen (Textziffer [32]) ausgewiesen. Für kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von nicht mehr als einem Jahr sowie für Leasingverhältnisse über Vermögenswerte mit geringem Wert wurde das Wahlrecht in Anspruch genommen, von der Aktivierung solcher Nutzungsrechte abzusehen. Ergeben sich Anhaltspunkte für eine Wertminderung auf Vermögenswerte, wird der erzielbare Betrag ermittelt. Eine Wertminderung wird erfasst, wenn der erzielbare Betrag geringer als der Buchwert ist, zu dem der Vermögenswert bilanziert wird. Der erzielbare Betrag bemisst sich als der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Wertminderungen und Wertaufholungen gehen in das Sonstige betriebliche Ergebnis (Textziffer [33]) ein. Zur Ermittlung der Wertminderungen sind die Vorschriften des IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten anzuwenden. [17] Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und SchuldenLangfristige Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten und Schulden, deren Veräußerung geplant ist, realisieren ihren Buchwert überwiegend durch das Veräußerungsgeschäft und nicht durch ihre fortgesetzte Nutzung. Sie sind daher bei Erfüllung der nachfolgend genannten Bedingungen als "Zur Veräußerung gehalten" (Held for Sale) zu klassifizieren. Die Klassifizierung als "Zur Veräußerung gehalten" setzt voraus, dass die Vermögenswerte oder die Gruppen von Vermögenswerten und Schulden im gegenwärtigen Zustand zu gängigen Bedingungen veräußerbar sind und die Veräußerung höchstwahrscheinlich ist. Eine höchstwahrscheinliche Veräußerung liegt vor, wenn der Plan für den Verkauf beschlossen wurde, die Suche nach einem Käufer und die Durchführung des Plans aktiv begonnen haben, der Vermögenswert oder die Veräußerungsgruppe aktiv zu einem Preis angeboten wird, der in einem angemessenen Verhältnis zum derzeitigen beizulegenden Zeitwert steht, und die Veräußerung erwartungsgemäß innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt der Klassifizierung abgeschlossen wird. Als "Zur Veräußerung gehalten" klassifizierte Vermögenswerte werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Ab dem Zeitpunkt der Klassifizierung als "Zur Veräußerung gehalten" wird die planmäßige Abschreibung der Vermögenswerte eingestellt. Für Finanzinstrumente erfolgt die Bewertung nach IFRS 9. Der Ausweis der als "Zur Veräußerung gehalten" klassifizierten Vermögenswerte beziehungsweise Veräußerungsgruppen erfolgt gesondert in den Bilanzposten Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Zur Veräußerung gehaltene Schulden. Das Ergebnis aus der Bewertung zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten sowie das Ergebnis aus der Veräußerung dieser Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen mit Geschäftsfeldqualität wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen erfasst. Das Ergebnis aus der Bewertung und Veräußerung von Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen ohne Geschäftsfeldqualität wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst (Textziffer [33]). Der UMH Konzern hält von Zeit zu Zeit Dotationsbestände bei einer Anzahl von Investmentvermögen, bei denen er in der Lage ist, Kontrolle auszuüben. Diese Bestände werden - sofern Beherrschung vorliegt - vollkonsolidiert. Erfüllen die Dotationsbestände die Kriterien des IFRS 5, werden sie als Veräußerungsgruppe der Kategorie "Zur Veräußerung gehalten" klassifiziert und auf der Grundlage des IFRS 5 ausgewiesen. Dies ist der Fall, wenn der UMH Konzern unmittelbar um eine Rückführung der Bestände durch aktiven Abverkauf bemüht ist und es sehr wahrscheinlich ist, dass diese Fondsbestände innerhalb eines Jahres nach dem Ersterwerb nicht mehr unter der Kontrolle des UMH Konzerns stehen. Die Bewertung erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert unter Anwendung des IFRS 9 gemäß IFRS 5.5(c). [18] Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und KundenAls Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden werden sämtliche auf den Namen lautende Verbindlichkeiten ausgewiesen, die nicht als "Zu Handelszwecken gehalten" eingestuft werden. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden werden grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Fair Value Option für finanzielle Verbindlichkeiten wird im UMH Konzern nicht angewendet. Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden werden gesondert im Zinsüberschuss erfasst. [19] Positive und Negative Marktwerte aus derivativen FinanzinstrumentenDerivative Finanzinstrumente mit positiven und negativen beizulegenden Zeitwerten werden den Bilanzpositionen Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten beziehungsweise Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten zugeordnet, auch wenn trotz ökonomischer Sicherungsabsicht die Voraussetzungen zu einer Bilanzierung als Sicherungsinstrument nicht gegeben sind. Bewertungsergebnisse aus diesen Finanzinstrumenten werden im Sonstigen Bewertungsergebnis aus Finanzinstrumenten ausgewiesen. Unter dem Bilanzposten Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten werden auch die Unterdeckungsbeträge aus Kapitalerhaltungszusagen nach § 1 Abs. 1 Nr. 3 Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz - AltZertG (Gesetz über die Zertifizierung von Altersvorsorge- und Basisrentenverträgen) des Produkts UniProfiRente der Union Investment Privatfonds GmbH ausgewiesen. Bei den passivierten Beträgen handelt es sich jeweils um die Differenz zwischen dem Barwert der nach § 1 Abs. 1 Nr. 3 AltZertG garantierten Altersvorsorgebeiträge und dem Marktwert des Kundendepots, sofern die Differenz positiv ist. Daneben werden unter der Bilanzposition Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten die Unterdeckungsrisiken aus Garantiefonds, die von konzernangehörigen Kapitalverwaltungsgesellschaften aufgelegt wurden, ausgewiesen. Der Wertansatz erfolgt jeweils in Höhe der Differenz zwischen dem Barwert der Garantiezusage zum nächsten Garantietermin eines Investmentvermögens und dem Net Asset Value dieses Investmentvermögens, sofern die Differenz positiv ist. Bei der Ermittlung der bilanziellen Wertansätze der Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten werden, soweit erforderlich, Bewertungsabschläge für das Kreditrisiko des Kontrahenten (CVA) beziehungsweise das eigene Kreditrisiko (DVA) berücksichtigt. [20] Rückstellungen für Leistungen an ArbeitnehmerDie Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer werden gemäß IAS 19 bilanziert. Für die betriebliche Altersversorgung wird zwischen beitrags- und leistungsorientierten Versorgungssystemen unterschieden. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen (Defined Contribution Plans) geht das Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an einen externen Versorgungsträger hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein. Die Union Investment Gruppe ist mit anderen Finanzinstituten in Deutschland Mitgliedsunternehmen des BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G., Berlin (BVV), BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e.V., Berlin (BVVeV) sowie der R+V Pensionsfonds Aktiengesellschaft, Wiesbaden (RVP). In Ergänzung zu den Direktzusagen des UMH Konzerns werden von diesen Versorgungsträgern Altersversorgungsleistungen an berechtigte Mitarbeitende in Deutschland geleistet. Sowohl Arbeitgeber als auch Mitarbeitende leisten hierbei regelmäßig Beiträge, die sich im Regelfall aus der Anwendung eines prozentualen Beitragssatzes auf das monatliche Bruttoeinkommen der aktiven Mitarbeitenden ergeben. Die Tarife der Versorgungsträger sehen sowohl feste Rentenzahlungen mit Überschussbeteiligungen als auch Kapitalzahlungen vor. Für die Erfüllung dieser zugesagten Leistungen der Versorgungsträger haften die Mitgliedsunternehmen, sowohl bei Anwartschaften der aktiven Belegschaft als auch Anwartschaften von bereits ausgeschiedenen Mitarbeitenden, subsidiär. Eine Haftung der Union Investment Gruppe für Zusagen anderer Mitgliedsunternehmen des jeweiligen Versorgungsträgers erfolgt nicht. Insgesamt wird aber momentan eine Inanspruchnahme der Subsidiärhaftung als unwahrscheinlich angesehen. Die Vermögenswerte beziehungsweise die auf die gegenwärtigen und ehemaligen Mitarbeitenden bezogenen Pensionsverpflichtungen werden dabei nicht den einzelnen Mitgliedsunternehmen zugeordnet. Dies liegt maßgeblich in der Tatsache begründet, dass die Versorgungsträger ihre Vermögensanlagen weder den Leistungsberechtigten noch den Mitgliedsunternehmen vollständig zuordnen. Informationen zu Unterdeckungen, die die künftigen Beiträge des Konzerns beeinflussen könnten, liegen aktuell nicht vor. Daher klassifiziert die Union Investment Gruppe die aufgeführten Pläne als leistungsorientierte gemeinschaftliche Pläne mehrerer Arbeitgeber und behandelt diese in der Rechnungslegung als beitragsorientierte Pläne. Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeitende zu erbringen (Defined Benefit Plans), wobei zwischen rückstellungs- und extern finanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Pensionsrückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeitende der Union Investment Gruppe sowie deren Hinterbliebene nach IAS 19 gebildet (arbeitgeber- und arbeitnehmerfinanziert). Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten an den einzelnen Standorten der Union Investment Gruppe bestehen dabei unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Vergütung der Mitarbeitenden basieren. Bei den arbeitgeberfinanzierten Pensionszusagen wurden zum 1. November 2007 Verpflichtungen über die VGUeV beziehungsweise über die RVP ausfinanziert. Dies betrifft sowohl unverfallbare Anwartschaften von aktiven und ausgeschiedenen Mitarbeitenden als auch Ansprüche von Rentnerinnen und Rentnern. Aufgrund der Ausfinanzierung dieser Verpflichtungen über externe Versorgungsträger bestehen keine direkten Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem betroffenen Personenkreis. Die Bewertung der leistungsorientierten Altersversorgungsverpflichtungen (Defined Benefit Obligation) der UMH Konzerngesellschaften erfolgt gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (The Projected Unit Credit Method) und basiert auf versicherungsmathematischen Gutachten. Der Berechnung liegen aktuelle Sterbe-, Invaliditäts- und Fluktuationswahrscheinlichkeiten, erwartete Gehalts-, Anwartschafts- und Rentensteigerungen sowie ein realitätsnaher Rechnungszins zugrunde. Der Rechnungszins orientiert sich an den Zinssätzen, die für langfristige Industrieanleihen von Emittenten bester Bonität gelten, und wurde mit 3,20 Prozent (Vorjahr: 3,70 Prozent) festgelegt. Als Rechnungsgrundlage für die Sterblichkeits- und Invaliditätsannahmen dienen die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Den arbeitgeberfinanzierten Pensionsverpflichtungen stehen die Vermögenswerte der VGUeV und der RVP gegenüber, die ausschließlich zur Bedeckung der erteilten Pensionszusagen verwendet werden dürfen und dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen sind. Die Vermögenswerte aus der VGUeV und der RVP sind Planvermögen im Sinne des IAS 19 und werden mit den Pensionsverpflichtungen saldiert. Übersteigt das Vermögen die Verpflichtungen aus den Pensionszusagen, wird nach IAS 19 ein Aktivposten ausgewiesen. Soweit das Vermögen die Verpflichtung nicht deckt, wird die Nettoverpflichtung unter den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen passiviert. Zur Abdeckung von Risiken aus den Pensionsverpflichtungen wurden in einigen Fällen in der Vergangenheit Rückdeckungsversicherungen, welche teilweise an die Arbeitnehmer verpfändet sind, abgeschlossen. Die Beiträge gehen zulasten der Union Investment Gruppe. Den aus der Entgeltumwandlung resultierenden arbeitnehmerfinanzierten Verpflichtungen stehen Anlagen in Investmentanteilen der Union Investment Gruppe gegenüber. Diese Investmentanteile werden seit September 2013 im Rahmen einer Treuhandstruktur ("Contractual Trust Arrangement", CTA) von der R+V Treuhand GmbH, Wiesbaden, gehalten. Sie stellen Planvermögen im Sinne des IAS 19 dar und werden mit den jeweiligen Pensionsverpflichtungen saldiert. Aus Erhöhungen oder Verminderungen entweder des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung oder des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens oder der Erstattungsansprüche können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste entstehen. Ursächlich dafür können etwa Änderungen der Berechnungsparameter, Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen und Abweichungen zwischen dem tatsächlichen und dem erwarteten Ertrag aus den Planvermögen und den Erstattungsansprüchen sein. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Verpflichtungen, Planvermögen und Erstattungsansprüchen werden gemäß IAS 19.120(c) erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst. Für Verpflichtungen im Zusammenhang mit Altersteilzeitregelungen werden Rückstellungen angesetzt. Die Investmentanteile zur Sicherung der Ansprüche aus Altersteilzeit werden seit 2015 im Rahmen einer Treuhandstruktur ("Contractual Trust Arrangement", CTA) von der R+V Treuhand GmbH, Wiesbaden, gehalten. Die Rückstellungen für Altersteilzeitregelungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert der Investmentanteile saldiert. [21] Andere RückstellungenDie Anderen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 bilanziert. Rückstellungen stellen Schulden dar, die bezüglich ihrer Höhe oder Fälligkeit ungewiss sind. Sie werden für gegenwärtige Verpflichtungen angesetzt, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, sofern ein Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen wahrscheinlich ist und die Höhe der Verpflichtung verlässlich geschätzt werden kann. Die Rückstellungen werden in Höhe der bestmöglichen Schätzung mit dem Barwert der zu erwartenden Inanspruchnahme angesetzt und bewertet. Dabei werden die mit dem jeweiligen Sachverhalt verbundenen Risiken und Unsicherheiten sowie künftige Ereignisse berücksichtigt. Rückstellungen für Finanzielle Garantien im Anwendungsbereich des IFRS 9 werden zum Zugangszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt mit dem höheren Wert einer gemäß IAS 37 zu bildenden Rückstellung oder dem ursprünglichen Betrag. [22] LeasingverbindlichkeitenUnter diesem Bilanzposten werden die nach IFRS 16 zu passivierenden Verbindlichkeiten aus Miet- und Leasingverhältnissen ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt in Höhe des Barwerts der verbleibenden Leasingzahlungen, abgezinst mit dem im Mietvertrag implizit enthaltenen Zinssatz oder, falls dieser Zinssatz nicht ohne weiteres bestimmt werden kann, mit dem unternehmensspezifischen Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers. Die Grenzfremdkapitalzinssätze werden unter Berücksichtigung der Laufzeit des Leasingvertrags auf der Basis beobachtbarer Swapkurven (Basiskurve) gleicher Währung, ergänzt um einen Credit Spread, bestimmt. Beim Erstzugang werden über die Grundmietzeit hinausgehende, vertraglich eingeräumte Verlängerungsoptionen berücksichtigt, soweit im Zugangszeitpunkt die Inanspruchnahme der Verlängerungsoption wahrscheinlich ist. Verlängerungsoptionen mit Verlängerungsmieten, die gleich oder höher als die Mieten während der Grundmietzeit des Leasingverhältnisses sind, werden als nicht hinreichend sicher für eine Ausübung der Verlängerungsoptionen betrachtet. Diese Annahme kann im Einzelfall widerlegt werden, wenn die wirtschaftlichen Konsequenzen für den Leasingnehmer bei Nichtausübung der Verlängerungsoption unter Berücksichtigung vertraglicher, vermögenswert- und unternehmensspezifischer sowie marktbasierter Faktoren signifikant wären. Ob die Inanspruchnahme von Verlängerungsoptionen wahrscheinlich ist, wird zum Zeitpunkt des Erstzugangs sowie für Zwecke der Folgebewertung in regelmäßigen Abständen mit den zuständigen Fachabteilungen auf einzelvertraglicher Basis überprüft. Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Leasingverbindlichkeiten werden im Zinsüberschuss (Textziffer [26]) ausgewiesen. [23] ErträgeZinsen und DividendenZinsen werden abgegrenzt und periodengerecht erfasst. Soweit für die Abgrenzung von Zinserträgen die Effektivzinsmethode angewandt wird, werden diese unter den nach der Effektivzinsmethode berechneten Zinserträgen ausgewiesen. Die zur Berechnung des Effektivzinses herangezogenen Cashflows berücksichtigen vertragliche Vereinbarungen im Zusammenhang mit den jeweiligen finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. Dividendeneinkünfte aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen und Beteiligungen sowie Ausschüttungen auf Investmentanteile werden zum Zeitpunkt der Entstehung des Rechtsanspruchs auf die Zahlung vereinnahmt. Erlöse aus Verträgen mit KundenIm UMH Konzern werden Verträge abgeschlossen, die die Erbringung mehrfacher Dienstleistungen beinhalten können. Die Erlöse daraus werden getrennt gebucht, soweit eine Dienstleistung als eigenständig abgrenzbare Leistungsverpflichtung einzustufen ist. Erlöse aus Verträgen mit Kunden werden berücksichtigt, wenn die zugrunde liegende Dienstleistung erbracht wurde, es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der ökonomische Nutzen zufließen wird, und der Ertrag zuverlässig bestimmt werden kann. Erträge werden somit entweder über den Zeitraum vereinnahmt, über den die zugrunde liegende Leistung erbracht wird, oder direkt nach der Leistungserbringung erfolgswirksam erfasst. Im Wesentlichen handelt es sich im UMH Konzern bei den Erlösen aus Verträgen mit Kunden um Provisionserträge. Zu den Provisionen, die über den Zeitraum der Leistungserbringung verdient werden, gehören insbesondere die Entgelte für die Verwaltung von Investmentvermögen beziehungsweise für die Vermögensverwaltung in anderen Formaten sowie für die Verwahrung von Wertpapieren ("UnionDepots"). Der UMH Konzern erhält aus manchen Vertragsverhältnissen erfolgsabhängige Verwaltungsvergütungen. Diese sind vom Übertreffen vereinbarter absoluter oder relativer Outperformance-Kriterien abhängig, die sich von Produkt zu Produkt unterscheiden und monatliche, quartalsweise, jährliche oder längere Bemessungszeiträume beinhalten können. Bei den erfolgsabhängigen Verwaltungsvergütungen erfolgt die Ertragsvereinnahmung, wenn die Höhe dieser Provision zuverlässig geschätzt werden kann und es hochwahrscheinlich ist, dass es bei den erfassten Erlösen nicht zu einer signifikanten Stornierung kommt, sobald die Unsicherheit nicht mehr besteht. Wegen der nicht auszuschließenden Rückschlagrisiken an den Kapitalmärkten werden diese Provisionen deshalb regelmäßig vereinnahmt, wenn die vereinbarten Outperformance-Kriterien in Bezug auf die definierte Benchmark und den Bemessungszeitraum erfüllt wurden, da erst zu diesem Zeitpunkt kein signifikantes Stornierungsrisiko mehr besteht. Bei manchen Verträgen mit Kunden haben die Kapitalverwaltungsgesellschaften des UMH Konzerns die Option, Dritte in die Erbringung von Leistungen an die Kunden einzubinden. Der UMH Konzern wird in diesen Fällen, von wenigen Ausnahmen abgesehen, grundsätzlich als Auftraggeber ("Prinzipal") dieser Vereinbarungen angesehen, weil er die Verfügungsgewalt über die den Kunden zugesagten Leistungen innehat. Die praktischen Behelfe Verzicht auf Anpassung der Gegenleistung um Auswirkungen aus einer Finanzierungskomponente (IFRS 15.63), Erfassung von Vertragsanbahnungskosten als Aufwand (IFRS 15.94) und Verzicht auf Angaben zu Leistungsverpflichtungen (IFRS 15.121) werden angewendet. [24] ErtragsteuernLaufende und latente Ertragsteueransprüche werden im Posten Ertragsteueransprüche, laufende und latente Ertragsteuerverpflichtungen im Posten Ertragsteuerverpflichtungen ausgewiesen. Laufende Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen wurden mit den aktuellen Steuersätzen berechnet. Für die deutschen Gesellschaften beträgt der Körperschaftsteuersatz 15,0 Prozent (Vorjahr: 15,0 Prozent) und der Solidaritätszuschlag 5,5 Prozent (Vorjahr: 5,5 Prozent) der Körperschaftsteuer. Der für die inländischen Gesellschaften angewendete lokale Gewerbesteuersatz beträgt zwischen 15,4 Prozent und 16,45 Prozent (Vorjahr: 15,4 Prozent bis 16,45 Prozent). Latente Steueransprüche und -verpflichtungen entstehen aus der unterschiedlichen Bewertung eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer Verpflichtung nach IFRS und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz. Hieraus resultieren in der Zukunft voraussichtliche Ertragsteuerbelastungs- oder -entlastungseffekte (temporäre Unterschiede). Sie wurden mit den landesspezifischen Ertragsteuersätzen des jeweiligen Sitzlandes bewertet, deren Gültigkeit für die entsprechende Periode ihrer Realisierung zu erwarten ist. Aktive latente Steuern auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge werden nur bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass in der Zukunft zu versteuernde Gewinne in der gleichen Steuereinheit anfallen. Tatsächliche Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen werden unsaldiert ausgewiesen. Eine Abzinsung erfolgt nicht. Die Bilanzierung der latenten Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen erfolgt in Abhängigkeit von der Behandlung des zugrunde liegenden Sachverhalts erfolgswirksam (Ertragsteuern) oder erfolgsneutral (Eigenkapital). In der Bilanz werden latente Ertragsteueransprüche beziehungsweise -verpflichtungen saldiert, sofern diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Sonstige, nicht ertragsabhängige Steuern werden im Sonstigen betrieblichen Ergebnis (Textziffer [33]) ausgewiesen. Es gab keine Änderungen von Steuersätzen oder Steuervorschriften nach dem Bilanzstichtag, die wesentliche Auswirkungen auf die Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen im UMH Konzern haben. Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresüberschuss aus der Gewinn- und Verlustrechnung, da es Aufwendungen und Erträge ausschließt, die in späteren Jahren oder niemals steuerpflichtig beziehungsweise steuerlich abzugsfähig sind. Die Verbindlichkeit des Konzerns für den laufenden Steueraufwand wird auf Grundlage der geltenden beziehungsweise bis zum Bilanzstichtag verabschiedeten Steuersätze berechnet. Der UMH Konzern ist in verschiedenen Ländern zur Entrichtung von Ertragsteuern nach jeweils unterschiedlichen Bemessungsgrundlagen verpflichtet. Die weltweite Steuerrückstellung wird auf Basis einer nach den lokalen Bestimmungen vorgenommenen Gewinnermittlung und den anwendbaren lokalen Steuersätzen gebildet. Es gibt aber gleichwohl Geschäftsvorfälle, bei denen die endgültige Besteuerung während des gewöhnlichen Geschäftsverlaufs nicht abschließend ermittelt werden kann. Die Höhe der Rückstellungen für diese Sachverhalte basiert auf Schätzungen, ob und in welcher Höhe zusätzliche Ertragsteuern fällig werden. Etwaige Risiken aus einer abweichenden steuerlichen Behandlung werden in angemessener Höhe zurückgestellt. Sofern die endgültige Besteuerung dieser Geschäftsvorfälle von der anfänglich angenommenen abweicht, wird dies in der Periode, in der die Besteuerung abschließend ermittelt wird, Auswirkungen auf die tatsächlichen und latenten Steuern haben. Daneben sind Schätzungen vorzunehmen, um bestimmen zu können, ob eine Wertberichtigung bei den aktiven latenten Steuern notwendig ist. Ausschlaggebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge, die zum Ansatz von aktiven latenten Steuern geführt haben. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Zeiträume, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Es bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der Auslegung komplexer Steuervorschriften und der Höhe und des Zeitpunkts künftiger zu versteuernder Einkünfte. Insbesondere vor dem Hintergrund der internationalen Verflechtungen können Unterschiede zwischen den tatsächlichen Ergebnissen und Annahmen oder künftigen Änderungen dieser Annahmen Änderungen des Steuerergebnisses in künftigen Perioden zur Folge haben. Der UMH Konzern ist Teil der DZ BANK Gruppe. In bestimmten Rechtsordnungen, in denen die DZ BANK Gruppe tätig ist, wurden Gesetze zur globalen Mindestbesteuerung (BEPS 2.0 Pillar 2) erlassen oder inhaltlich umgesetzt. In Deutschland erfolgt die Umsetzung im Rahmen des Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer Begleitmaßnahmen (MinStG), das am 27. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde. Das Gesetz tritt für das am 1. Januar 2024 beginnende Geschäftsjahr des Konzerns in Kraft. Der Konzern fällt in den Geltungsbereich der erlassenen oder materiell-rechtlich umgesetzten Rechtsvorschriften und hat eine Bewertung der potenziellen Betroffenheit des Konzerns von der globalen Mindestbesteuerung vorgenommen. Der UMH Konzern ist Teil der Mindeststeuergruppe gemäß § 3 Abs. 1 MinStG mit der DZ BANK AG als oberste Muttergesellschaft und Gruppenträger. Der Gruppenträger schuldet die Mindeststeuer nach dem MinStG und hat den Mindeststeuer-Bericht sowie die entsprechende Steuererklärung im Inland abzugeben. Die DZ BANK Gruppe erwartet aus Konzernsicht ein lediglich unwesentliches Ertragsteuerrisiko aus der globalen Mindestbesteuerung. [25] EventualschuldenEventualschulden sind mögliche Verpflichtungen, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren Existenz durch zukünftige Ereignisse noch bestätigt wird, die nicht unter der Kontrolle des UMH Konzerns stehen. Darüber hinaus stellen gegenwärtige Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen, jedoch aufgrund eines unwahrscheinlichen Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen nicht erfasst werden oder deren Höhe nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden kann, Eventualschulden dar. Die Angabe der Höhe der Eventualschulden erfolgt im Anhang, es sei denn, die Wahrscheinlichkeit des Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen ist äußerst gering. Eventualschulden werden mit der bestmöglichen Schätzung der möglichen künftigen Inanspruchnahme bewertet. Eventualschulden für Prozessrisiken werden ausgewiesen, wenn die Ansatzvoraussetzungen zur Bildung einer Rückstellung nicht vorliegen, jedoch die Möglichkeit, dass sich aus dem jeweiligen Rechtsstreit eine Zahlungspflicht für ein Unternehmen des UMH Konzerns ergibt, nicht unwahrscheinlich ist. Risiken aus Rechtsstreitigkeiten werden nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung[26] Zinsüberschuss
Die nach der Effektivzinsmethode vereinnahmten Zinserträge belaufen sich auf 26.396 TEuro (Vorjahr: 2.667 TEuro). [27] Risikovorsorge
Auf Forderungen aus Verträgen mit Kunden im Sinne des IFRS 15 entfällt ein Wertminderungsaufwand in Höhe von -8 TEuro (Vorjahr: -64 TEuro). [28] Provisionsüberschuss
Die Provisionserträge resultieren aus Verträgen mit Kunden einschließlich Investmentvermögen. Die beim Absatz von Investmentanteilen mit Ausgabeaufschlag erzielten, vom Transaktionsvolumen abhängigen Absatzprovisionen dienen unter anderem der Abdeckung von Vertriebs- und Marketingaufwendungen. Die Höhe des Ausgabeaufschlags bemisst sich jeweils nach einem in den Anlagebedingungen festgesetzten prozentualen Zuschlag auf den Nettoinventarwert der ausgegebenen Anteilscheine. Die Ausgabeaufschläge werden zum Absatzzeitpunkt vereinnahmt. Mit den Verwaltungsvergütungen wird die Verwaltung von Publikums- und Spezialfonds sowie individuellen Portfolios oder Portfolios im Rahmen institutioneller Advisory-Verträge vergütet. Verwaltungsvergütungen unterscheiden sich je nach den verwalteten Assetklassen und enthalten zum Teil erfolgsabhängige Anteile. Im Falle von erfolgsabhängigen Verwaltungsvergütungen erfolgt die Ertragsvereinnahmung, wenn die vereinbarten Outperformance-Kriterien in Bezug auf eine definierte Benchmark und den vereinbarten Bemessungszeitraum erfüllt wurden, da erst zu diesem Zeitpunkt kein signifikantes Stornierungsrisiko mehr besteht. Zum Teil werden zur Abdeckung vertraglich definierter Kosten Pauschalvergütungen erhoben. Die als Prozentsatz der Assets under Management vertraglich vereinbarten laufenden Verwaltungsvergütungen und Pauschalvergütungen werden zeitraumbezogen vereinnahmt, die Abrechnung erfolgt in der Regel monatlich. Unter den Verwaltungsvergütungen werden auch die bei der Verwaltung von Immobilien-Investmentvermögen oder bei anderen alternativen Investmentvehikeln vereinbarten Investitionsvergütungen ausgewiesen. Diese werden jeweils zum Zeitpunkt des Übergangs von Nutzen und Lasten beziehungsweise im Falle von Projektenwicklungen zum Zeitpunkt der gemäß Baufortschritt in die Investmentvermögen abgerechneten Zahlungen vereinnahmt. Die in obiger Tabelle ausgewiesenen Verwaltungsvergütungen beinhalten Provisionserträge, die die Kapitalverwaltungsgesellschaften des UMH Konzerns für die Durchführung von Wertpapierleihegeschäften für Rechnung der Kunden erhalten. Die hieraus entstehenden Erträge werden zeitraumbezogen über den Zeitraum der Leistungserbringung vereinnahmt. Die Provisionserträge aus Wertpapierleihegeschäften werden zwischen den Kapitalverwaltungsgesellschaften des Konzerns und den Investmentvermögen beziehungsweise den für Kunden in anderen Formaten verwalteten Vermögensmassen verteilt, aus denen die Wertpapiere verliehen werden. Die Erträge aus der Wertpapierverwahrung entfallen im Wesentlichen auf die zeitraumbezogene Vereinnahmung der Depotgebühren für die bei der Union Investment Service Bank AG, Frankfurt am Main, geführten UnionDepots. Diese Depotgebühren werden monatlich als Forderung abgegrenzt und in der Regel im Dezember eingezogen. Daneben sind darin Gebühren für sonstige im Rahmen der Depotführung erbrachten Dienstleistungen enthalten, die zum Zeitpunkt der Leistungserbringung vereinnahmt werden. Die sonstigen Provisionserträge beinhalten Erträge aus der Vermittlung von Investmentvermögen konzernfremder Kapitalverwaltungsgesellschaften. [29] Ergebnis aus Finanzanlagen
Die Wertberichtigung von Anteilen an Joint Ventures entfällt auf das nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen BEA Union Investment Management Limited, Hongkong. [30] Sonstiges Bewertungsergebnis aus Finanzinstrumenten
[31] Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen
[32] Verwaltungsaufwendungen
[33] Sonstiges betriebliches Ergebnis
Die UMH AG hat im Geschäftsjahr auf im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen der Vergangenheit identifizierte Immaterielle Vermögenswerte Wertminderungen in Höhe von insgesamt 51.575 TEuro und Wertaufholungen von 2.002 TEuro vorgenommen. Für die Zuführung zu Restrukturierungsrückstellungen im Rahmen des Programms "Fit-For-Future" wurden Aufwendungen in Höhe von -26.292 TEuro erfasst. Im Rahmen des Programms wird der Pfad des profitablen Wachstums fortgesetzt. Das Geschäftsmodell wird noch stärker fokussiert und das Betriebsmodell vereinfacht. In den Übrigen Sonstigen betrieblichen Erträgen sind in Höhe von 3.617 TEuro Erträge im Zusammenhang mit EDV-Dienstleistungen (Vorjahr: 3.823 TEuro) und 2.666 TEuro Erträge aus der Erstattung von geldwerten Vorteilen (Vorjahr: 2.374 TEuro) enthalten. [34] ErtragsteuernDie Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:
Die nachfolgende Überleitungsrechnung zeigt den Zusammenhang zwischen dem Konzernergebnis vor Steuern und den Ertragsteuern im Geschäftsjahr:
Der latente Steuerertrag, der auf das Entstehen beziehungsweise die Umkehrung temporärer Unterschiede zurückzuführen ist, die weder aus Verlustvorträgen noch aus Steuersatzdifferenzen resultieren, beläuft sich auf 33.216 TEuro (Vorjahr: 74.853 TEuro). Der latente Steueraufwand (Steuerertrag), der auf Steuersatzänderungen oder auf der Einführung neuer Steuerarten beruht, ist der Überleitungsrechnung zu entnehmen. Angaben zur Gesamtergebnisrechnung[35] Umgliederungen in die Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungIm Geschäftsjahr sowie im Vorjahr erfolgten keine Umgliederungen aus dem Erfolgsneutralen Konzernergebnis in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. [36] Erfolgsneutrale ErtragsteuernAuf die Bestandteile des Erfolgsneutralen Konzernergebnisses entfallen die folgenden Ertragsteuern:
Angaben zur Konzernbilanz[37] Barreserve
[38] Forderungen an Kreditinstitute
Der Buchwert stellt das maximale Ausfallrisiko der Forderungen dar. [39] Forderungen an Kunden
Bei allen Forderungen stellt der Buchwert das maximale Ausfallrisiko dar. Es bestehen keine gesicherten Forderungen (Vorjahr: keine). Die Forderungen an Kunden beinhalten in Höhe von 5.006 TEuro (Vorjahr: 4.742 TEuro) Forderungen aus abgegrenzten Depotgebühren für Anlagekonten nach dem Vermögensbildungsgesetz. [40] Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
Die Positiven Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten enthielten im Vorjahr Optionen, welche die UMH AG berechtigt, zukünftig Anteile an einem Unternehmen zu erwerben. Im Geschäftsjahr wurden die Optionen ausgebucht. [41] Finanzanlagen
Entwicklung der Finanzanlagen
[42] Anteile an nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen
Für die nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen liegen weder aktive Märkte vor, noch ist eine verlässliche Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte unter Verwendung einer Bewertungstechnik, die nicht auf Marktdaten basiert, möglich. Anderweitige Märkte existieren nicht. Die Anteile an nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen sind dazu bestimmt, dem Geschäftsbetrieb des UMH Konzerns dauerhaft zu dienen. Entwicklung der Anteile an nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen
Die erfolgsneutral erfassten Veränderungen aus der Equity-Bewertung der Anteile an Joint Ventures sind in Höhe von -1.640 TEuro (Vorjahr: 3.434 TEuro) auf die Währungsumrechnung und in Höhe von -2.785 TEuro (Vorjahr: -5.689 TEuro) auf Ausschüttungen zurückzuführen. [43] Sachanlagen
Entwicklung der Sachanlagen
Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt bei Betriebs- und Geschäftsausstattungen ein bis 23 Jahre. Die Position Grundstücke und Gebäude beinhaltet ausschließlich Einbauten in fremde Gebäude. Deren betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer orientiert sich an der jeweiligen Mietdauer. [44] Immaterielle Vermögenswerte
Die Übrigen Immateriellen Vermögenswerte enthalten in Höhe von 18.520 TEuro (Vorjahr: 21.984 TEuro) Rechte für den Vertrieb in Österreich. Mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts (Textziffer [71]) verfügen sämtliche Immateriellen Vermögenswerte über eine begrenzte Nutzungsdauer. Entwicklung der Immateriellen Vermögenswerte
Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Erworbene Software beträgt überwiegend fünf Jahre, für Erworbene Kundenbeziehungen zwölf beziehungsweise 20 Jahre und für Übrige Immaterielle Vermögenswerte 15 Jahre. Die Nutzungsdauer für Selbsterstellte Software beträgt fünf Jahre. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear. Bezüglich der Erläuterung der Wertberichtigungen und Wertaufholungen verweisen wir auf das Sonstige betriebliche Ergebnis (Textziffer [33]). [45] Ertragsteueransprüche
Die aktiven latenten Steuern, die erwartungsgemäß erst nach Ablauf von zwölf Monaten realisiert werden, betragen 97.508 TEuro (bezogen auf den Nettowert, Vorjahr: 138.646 TEuro). Aktive latente Steuern bilden die potenziellen Ertragsteuerentlastungen aus zeitlich begrenzten Unterschieden zwischen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz nach IFRS und den Steuerbilanzwerten nach lokalen steuerrechtlichen Vorschriften der Konzernunternehmen ab. Für Verlustvorträge in Höhe von 20.772 TEuro werden keine latenten Steuern angesetzt, da die Realisierung aus heutiger Sicht nicht als sicher angesehen werden kann. Die latenten Ertragsteueransprüche wurden im Zusammenhang mit folgenden Bilanzposten gebildet: Aktiva
[46] Sonstige Aktiva
Der Buchwert der Sonstigen finanziellen Forderungen stellt das maximale Ausfallrisiko der Forderungen dar. [47] Nutzungsrechte
Entwicklung der Nutzungsrechte
[48] Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
Bezüglich der Veränderung verweisen wir auf Textziffer [3]. [49] Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
[50] Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
[51] Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
Bezüglich der Veränderung verweisen wir auf die Textziffern [61], [67] und [70]. [52] Rückstellungen
Rückstellungen für leistungsorientierte PensionsverpflichtungenDie Rückstellungen für leistungsorientierte Pläne betreffen sowohl geschlossene Versorgungssysteme, in die keine neuen Teilnehmer mehr aufgenommen werden, als auch offene Systeme unter anderem für Vorstandsmitglieder oder andere Personen der Geschäftsleitung. Neu eintretenden Mitarbeitenden werden in Deutschland fast ausschließlich beitragsorientierte Versorgungspläne angeboten. Eine Rückstellung ist für diese Pläne nicht anzusetzen. Im Ausland zeigt sich das Bild der Versorgungspläne heterogener, da hier sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pläne bestehen, die einem kleinen Teil neuer Mitarbeitenden offenstehen. Insgesamt ist der Anteil der ausländischen Zusagen am gesamten konzernweiten Verpflichtungsumfang unwesentlich. Innerhalb des UMH Konzerns bestehen vereinzelt Altersversorgungszusagen über die R+V Pensionsversicherung a.G., Wiesbaden (RVPaG). Gemäß IAS 24.9(b)(v) handelt es sich bei der RVPaG um ein nahestehendes Unternehmen. Im Jahr 2021 wurde aufgrund der andauernden Niedrigzinsphase seitens der RVPaG ein erweiterter Gründungsstock nach § 178 Abs. 5 VAG eingerichtet, an dem sich der UMH Konzern beteiligt hat. In Folge wurde die bislang nach IAS 19.46 als beitragsorientierter Plan behandelte Versorgungszusage (treat as a Defined Contribution Plan) neu eingeschätzt. Durch die gestiegene Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme des Versorgungsträgers, bedingt durch Niedrigzinsphase und damit verbundener Gewährung des Gründungsstockdarlehens, werden die Zusagen als leistungsorientierter Plan eingestuft und entsprechend bilanziert. Die Bilanzierung erfolgt erfolgsneutral, da das Planvermögen grundsätzlich nicht an die Trägergesellschaften des erweiterten Gründungsstocks zurückfließen kann und die Bilanzierung der Leistungsverpflichtung mit Unsicherheiten verbunden ist, wird der rechnerische Überschuss nicht aktiviert, sondern im Rahmen des Asset Ceiling auf null Euro begrenzt. Der Aufwand für beitragsorientierte Versorgungspläne beträgt im Geschäftsjahr -7.100 TEuro (Vorjahr: -6.632 TEuro) und wird in den Verwaltungsaufwendungen unter den Aufwendungen für Altersversorgung erfasst. Der Barwert der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen lässt sich in folgende Risikoklassen einteilen:
Bei den endgehaltsabhängigen Rentenzusagen handelt es sich um Rentenzusagen des Arbeitgebers an Arbeitnehmer in Abhängigkeit von der Höhe des letzten Entgelts vor Eintritt des Versorgungsfalls. Es ist überwiegend von einer lebenslangen Zahlungsverpflichtung auszugehen. Die Rentenhöhe ist in Deutschland in der Regel nach § 16 Abs. 1 BetrAVG gemäß der Entwicklung des Verbraucherpreises oder der Nettolöhne alle drei Jahre anzupassen. Wesentliche Risikofaktoren bei den endgehaltsabhängigen Versorgungsplänen stellen somit die Langlebigkeit, die Gehaltsdynamik, das Inflationsrisiko sowie der Abzinsungszinssatz dar. Einen bedeutenden, vom Unternehmen nicht zu beeinflussenden, Risikofaktor stellt das Marktzinsniveau für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen dar, da der daraus abgeleitete Zins sowohl die Höhe der Verpflichtungen als auch die Bewertung des Planvermögens beeinflusst. Bei entsprechender Plangestaltung beziehungsweise Vermögensanlage kann durch Herstellung einer Kongruenz dieses Risiko eingeschränkt werden. Bei den leistungsorientierten Beitragsplänen handelt es sich mehrheitlich um Zusagen auf fixe Kapitalbeiträge beziehungsweise festverzinste Beiträge, die teilweise vom Arbeitnehmer und teilweise vom Arbeitgeber erbracht werden. Ein wesentliches Versorgungssystem wird hierbei durch die Mitarbeitenden über Entgeltumwandlung finanziert. Bei einem anderen maßgeblichen System sind die Beiträge bezügedynamisch und werden vom Arbeitgeber erbracht. Dieses Versorgungssystem ist jedoch für Neueintritte geschlossen. Die Pensionspläne in Deutschland unterliegen keinen Mindestfinanzierungsanforderungen. Die ausländischen Pensionspläne unterliegen teilweise nationalen Bestimmungen, die aber keine Vorgaben für eine Mindestdotierung enthalten. Der Barwert der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen hat sich wie folgt entwickelt:
Bei der Bewertung der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen wurden folgende versicherungsmathematischen Annahmen angewendet:
Für die Parameter Gehaltssteigerung beziehungsweise Rentenerhöhung ergeben sich auf der Grundlage des Barwerts der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen gewichtete absolute Prozentsätze in Höhe von 1,28 Prozent (Vorjahr: 1,30 Prozent) beziehungsweise 1,24 Prozent (Vorjahr: 1,24 Prozent). Der gewichtete absolute Prozentsatz der Fluktuationsquote beträgt 0,70 Prozent (Vorjahr: 0,74 Prozent). SensitivitätsanalyseDie nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen gegenüber den zentralen versicherungsmathematischen Annahmen. Die dargestellten Effekte beruhen dabei auf einer isolierten Betrachtung der Veränderung einer Annahme, bei der die übrigen Annahmen gleich bleiben. Korrelationseffekte zwischen einzelnen Parametern werden nicht berücksichtigt.
Die Duration der leistungsorientierten Verpflichtungen beträgt zum Ende des Geschäftsjahres im Inland 11 Jahre (Vorjahr: 11 Jahre), im Ausland 7 Jahre (Vorjahr: 8 Jahre). PlanvermögenDer Finanzierungsstatus der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen stellt sich wie folgt dar:
Das Planvermögen hat sich wie folgt entwickelt:
Das tatsächliche Ergebnis aus Planvermögen beträgt im Geschäftsjahr 25.636 TEuro (Vorjahr: -31.452 TEuro). Im folgenden Geschäftsjahr sind Einzahlungen in Planvermögen in Höhe von 16.258 TEuro (Vorjahr: 16.312 TEuro) geplant. Das Planvermögen besteht im Wesentlichen aus Ansprüchen aus Versicherungsverträgen und Investmentanteilen mit breit diversifizierten Portfolien. Die im Zusammenhang mit Ansprüchen aus Versicherungsverträgen bestehenden Risiken im Planvermögen werden von den Versorgungsträgern VGUeV und RVP regelmäßig überprüft, um den Deckungsgrad der Verpflichtung zu ermitteln. Die Pensionsverpflichtungen und das Planvermögen bestehen im Euro-Währungsraum. Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens verteilt sich auf folgende Anlageklassen:
Die Vermögensobergrenze (Asset Ceiling) entwickelt sich wie folgt:
Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen (netto)Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen (netto), bestehend aus dem Barwert der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen, Planvermögen und den Veränderungen der Vermögensobergrenze (Asset Ceiling), entwickeln sich wie folgt:
ErstattungsansprücheDie Erstattungsansprüche haben sich wie folgt entwickelt:
Das tatsächliche Ergebnis aus Erstattungsansprüchen beträgt im Geschäftsjahr -95 TEuro (Vorjahr: -704 TEuro). Entwicklung der Anderen Rückstellungen
Die Restlaufzeiten der Anderen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
[53] Ertragsteuerverpflichtungen
Rückstellungen für Ertragsteuern sind Steuerverpflichtungen, für die noch kein rechtskräftiger Steuerbescheid ergangen ist. Die Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern beinhalten Zahlungsverpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern gegenüber in- und ausländischen Finanzverwaltungen. Passive latente Steuern bilden die potenziellen Ertragsteuerbelastungen aus zeitlich begrenzten Unterschieden zwischen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz nach IFRS und den Steuerbilanzwerten nach lokalen steuerrechtlichen Vorschriften der Konzernunternehmen ab. Die passiven latenten Steuern, die erwartungsgemäß erst nach Ablauf von zwölf Monaten realisiert werden, betragen 4.267 TEuro (bezogen auf den Nettowert, Vorjahr: 18.001 TEuro). Die latenten Ertragsteuerverpflichtungen wurden im Zusammenhang mit folgenden Bilanzposten gebildet: Aktiva
[54] Sonstige Passiva
[55] Leasingverbindlichkeiten
[56] Eigenkapital
Gezeichnetes KapitalDas Gezeichnete Kapital entspricht dem Grundkapital der UMH AG. Dieses beträgt 87.130 TEuro (Vorjahr: 87.130 TEuro) und ist eingeteilt in 29.043.466 (Vorjahr: 29.043.466) voll eingezahlte und auf den Namen lautende Stückaktien. Zum Abschlussstichtag hat der UMH Konzern keine eigenen Aktien im Bestand. Vorzugsrechte oder Beschränkungen in Bezug auf die Ausschüttung von Dividenden liegen nicht vor. Im Geschäftsjahr wurde aufgrund des Hauptversammlungsbeschlusses vom 23. Mai 2023 eine Dividende in Höhe von 8,61 Euro je Aktie (Vorjahr: 12,06 Euro je Aktie) ausgeschüttet. Dies entspricht einer Dividendensumme in Höhe von 250.064 TEuro (Vorjahr: 350.264 TEuro). Der Hauptversammlung im Mai 2024 wird eine Dividende in Höhe von 10,33 Euro je Aktie vorgeschlagen. Das Ausschüttungsvolumen beträgt demnach 300.019 TEuro. Der Aufsichtsrat der UMH AG hat in seiner Sitzung am 22. Februar 2024 dem Gewinnverwendungsvorschlag zugestimmt. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage enthält die Agiobeträge aus der Ausgabe von Gesellschaftsanteilen. GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen beinhalten thesaurierte Gewinne aus Vorjahren, die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste nach IAS 19.120(c) aus leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen, den Planvermögen und den Erstattungsansprüchen nach IAS 19.116 sowie die Effekte aus der IFRS-Erstanwendung. Veränderung der Gewinnrücklagen durch erfolgsneutrale Ergebniskomponenten:
Fair Value OCI-RücklageDie Fair Value OCI-Rücklage enthält die erfolgsneutralen Fair Value-Bewertungseffekte aus Finanzinstrumenten der Kategorie "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet" nach Berücksichtigung der darauf entfallenden latenten Steuern. Eine erfolgswirksame Erfassung ist bei diesen Instrumenten nicht vorgesehen. Veränderung der Fair Value OCI-Rücklage durch erfolgsneutrale Ergebniskomponenten:
Rücklage aus der WährungsumrechnungIn der Rücklage aus der Währungsumrechnung werden Fremdwährungseffekte ausgewiesen, die im Zusammenhang mit der Umrechnung von auf Fremdwährung lautenden Abschlüssen der Konzerngesellschaften in Euro als Konzernberichtswährung entstehen. Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung durch erfolgsneutrale Ergebniskomponenten:
Nicht beherrschende AnteileDie Nicht beherrschenden Anteile beinhalten die nicht der UMH AG zustehenden Anteile am Eigenkapital von Tochterunternehmen. Veränderung der Nicht beherrschenden Anteile durch erfolgsneutrale Ergebniskomponenten:
Angaben zu den Finanzinstrumenten[57] Kategorien von Finanzinstrumenten
Für alle Beteiligungen in Form von Eigenkapitalinstrumenten und nicht konsolidierten Tochterunterunternehmen im Bestand des UMH Konzerns wurde die Fair Value OCI-Option ausgeübt. Der UMH Konzern hält den Ergebnisausweis aufgrund dieser Klassifizierung von strategischen Finanzinvestitionen für aussagekräftiger. Beim Zugang jeder neuen Beteiligung wird im Einzelfall entschieden, ob die Inanspruchnahme der Fair Value OCI-Option auch für diesen Erwerb sachgerecht ist. Im Geschäftsjahr wurden Dividenden in Höhe von1.606 TEuro aus diesen Finanzinstrumenten vereinnahmt (Vorjahr: 2.750 TEuro) sowie Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 121 TEuro (Vorjahr: 2 TEuro). Aufgrund der Veräußerung von einer (Vorjahr: zwei) Beteiligung beziehungsweise einer (Vorjahr: einer) Liquidation wurde die darauf entfallende aufgelaufene Fair Value OCI-Rücklage in Höhe von -2.118 TEuro (Vorjahr: -77 TEuro) in die Gewinnrücklagen umgebucht. Auf diese Beteiligungen entfiel keine Dividende (Vorjahr: keine).
[58] Kreditrisikoexposition
Forderungen mit einer Non-Investmentgrade Einstufung liegen im Geschäftsjahr und im Vorjahr nicht vor. Bei den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten stellt der Buchwert das maximale Ausfallrisiko dar. Für das maximale Ausfallrisiko der begebenen Finanzgarantie siehe Textziffer [73]. [59] Bruttobuchwerte und RisikovorsorgeZu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte:
Im abgelaufenen Geschäftsjahr und im Vorjahr wurde keine Risikovorsorge nach IFRS 9.5.5 erfasst, da der ermittelte Betrag nicht materiell war. Es bestehen keine Kreditverluste von Vermögenswerten mit bereits bei Erwerb oder Ausreichung beeinträchtigter Bonität (POCI). Die in den Tabellen enthaltenen Bruttobuchwerte der Stufe 2 entstammen vollständig den im Vereinfachten Ansatz geführten Beständen. [60] Ertrags-, Aufwands-, Gewinn- und VerlustpostenNettogewinne und -verlusteNettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten verteilen sich in der jeweils angegebenen Höhe auf die Kategorien des IFRS 9 für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten:
Die Nettogewinne und -verluste umfassen Ergebnisse aus der erfolgswirksamen Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert beziehungsweise Wertminderungen und Wertaufholungen sowie Ergebnisse aus der Veräußerung und vorzeitigen Tilgung der jeweiligen Finanzinstrumente. Darüber hinaus werden Zinserträge und -aufwendungen sowie laufende Erträge einbezogen. Zinserträge und -aufwendungenFür finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ergeben sich folgende Gesamtzinserträge und -aufwendungen:
[61] Beizulegende ZeitwerteSoweit für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten ein aktiver Markt vorliegt, werden die jeweiligen Börsenkurse am Abschlussstichtag als beizulegender Zeitwert zugrunde gelegt. Bei Investmentanteilen entsprechen die beizulegenden Zeitwerte den durch die Kapitalverwaltungsgesellschaften nach nationalen investmentrechtlichen Vorschriften veröffentlichten Rücknahmepreisen (Net Asset Value). Sehen die Vertragsbedingungen eines Investmentvermögens vor, dass ein Rücknahmeabschlag erhoben wird, ist der beizulegende Zeitwert um diesen Abschlag vermindert. Für nicht an einem aktiven Markt notierte Eigenkapitalinstrumente der Finanzanlagen erfolgt die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts grundsätzlich auf Basis von Ertragswertverfahren unter Verwendung von Parametern wie Planzahlen, ermittelten freien Cashflows, Betafaktoren oder risikoadjustierten und interpolierten Zinssätzen anhand der Basisdiskontkurve. Für Finanzmittel, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, Kontokorrent- und Tagesgeldeinlagen bei Kreditinstituten sowie für kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten, Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Kreditaufnahmen ohne oder mit kurzfristiger Zinsbindung wird aufgrund der kurzen Restlaufzeit der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwerts verwendet. Für die in der Tabelle enthaltenen finanziellen Vermögenswerte entsprechen die Buchwerte dem Betrag, der das maximale Ausfallrisiko am besten darstellt, dem das Unternehmen zum Abschlussstichtag ausgesetzt ist, wobei gehaltene Sicherheiten oder andere Kreditbesicherungen nicht berücksichtigt wurden. Die Negativen Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten resultieren im Wesentlichen in Höhe von 95.768 TEuro (Vorjahr: 248.976 TEuro) aus Kapitalerhaltungszusagen für das Altersvorsorgeprodukt UniProfiRente sowie in Höhe von 7.468 TEuro (Vorjahr: 13.410 TEuro) für Mindestzahlungszusagen aus den von konzernangehörigen Kapitalverwaltungsgesellschaften aufgelegten Garantiefonds. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt für alle Klassen von Finanzinstrumenten nach den oben dargestellten Bewertungsmethoden. Aktiva
[62] Hierarchie der beizulegenden ZeitwerteVermögenswerte und Schulden, die in der Bilanz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet werdenDie wiederkehrenden Bewertungen des beizulegenden Zeitwerts werden wie folgt in die Level der Bewertungshierarchie eingeordnet: Aktiva
Level 1-Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert sind solche, die sich aus notierten Preisen auf aktiven Märkten für identische finanzielle Vermögenswerte oder Schulden ergeben. Zur Eigenanlage gehaltene Investmentanteile, die täglich an die Kapitalverwaltungsgesellschaft zurückgegeben werden können, werden dieser Bewertungsstufe zugeordnet. Level 2-Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert sind solche, die auf Parametern beruhen, die nicht notierten Preisen für Vermögenswerte und Schulden wie in Level 1 entsprechen und entweder direkt oder indirekt abgeleitet werden. Level 3-Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert sind solche, die sich aus Modellen ergeben, welche Parameter für die Bewertung von Vermögenswerten oder Schulden verwenden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren. UmgruppierungenDie Methodik zur Einschätzung der Beobachtbarkeit von Inputfaktoren wurde im Geschäftsjahr 2023 verfeinert. Die hieraus resultierende Schätzungsänderung führt zu Umgruppierungen zwischen den Leveln der Bewertungshierarchie. Bei am Abschlussstichtag gehaltenen Vermögenswerten, deren beizulegender Zeitwert auf wiederkehrender Basis bewertet wird, fanden im Geschäftsjahr Umgruppierungen der Eigenanlagen in Investmentanteile von Level 2 nach Level 1 in Höhe von 2.293.605 TEuro (Vorjahr: keine) für diejenigen Gattungen statt, die täglich an die Kapitalverwaltungsgesellschaft zurückgegeben werden können. Umgruppierungen zwischen den Leveln 1 und 2 finden zu dem Zeitpunkt statt, an dem sich eine Veränderung der Inputfaktoren ergibt, die für die Einordnung in die Bewertungshierarchie relevant ist. Beizulegende Zeitwerte in Level 3Die wiederkehrenden Bewertungen des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten in Level 3 entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
Im Rahmen der Prozesse zur Bewertung des beizulegenden Zeitwerts wird zu jedem Abschlussstichtag überprüft, inwieweit die für die Bewertung eingesetzten Bewertungsmethoden weiterhin üblich und die in die Bewertungsmethoden eingehenden Bewertungsparameter am Markt beobachtbar sind. Auf Grundlage dieser Prüfung wird eine Zuordnung des beizulegenden Zeitwerts zu den Leveln der Bewertungshierarchie vorgenommen. Umgruppierungen zwischen den Leveln finden im UMH Konzern grundsätzlich statt, sobald sich eine Veränderung der Inputfaktoren ergibt, die für die Einordnung in die Bewertungshierarchie relevant ist. Bei allen Schritten dieses Prozesses werden sowohl die Besonderheiten der jeweiligen Produktart als auch die Besonderheiten in den Geschäftsmodellen der Konzernunternehmen berücksichtigt. Der für das Geschäftsjahr ausgewiesene Betrag des erfolgswirksamen Verlusts aus Vermögenswerten im Posten Forderungen an Kunden in Höhe von -52 TEuro (Vorjahr: -66 TEuro) wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Posten Sonstiges Bewertungsergebnis aus Finanzinstrumenten ausgewiesen. Die Call-Optionen auf Geschäftsanteile der aam2cred Debt Investments GmbH wurden im Geschäftsjahr wegen Insolvenz der Gesellschaft ausgebucht. Der daraus im Geschäftsjahr entstandene erfolgswirksame Verlust in Höhe von -1.184 TEuro ist in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Posten Sonstiges Bewertungsergebnis aus Finanzinstrumenten enthalten. Der für das Geschäftsjahr ausgewiesene Betrag des erfolgswirksamen Gewinns aus Vermögenswerten im Posten Finanzanlagen in Höhe von 5.641 TEuro (Vorjahr: 2.547 TEuro) wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in den Posten Sonstiges Bewertungsergebnis aus Finanzinstrumenten sowie Ergebnis aus Finanzanlagen ausgewiesen. Bei der Bemessung der beizulegenden Zeitwerte von Investmentanteilen, die nicht an aktiven Märkten gehandelt werden, entfällt seit dem zweiten Halbjahr 2023 die Berücksichtigung des Liquiditätsabschlags. Aus dieser Schätzungsänderung resultiert im Geschäftsjahr ein Ertrag in Höhe von 6.707 TEuro im Posten Sonstiges Bewertungsergebnis aus Finanzinstrumenten. Der Betrag des erfolgsneutral erfassten Verlusts in Höhe von -19.374TEuro (Vorjahr: -16.801 TEuro) wird in der Gesamtergebnisrechnung in dem Posten Gewinne und Verluste aus Eigenkapitalinstrumenten, die zur erfolgsneutralen Bewertung eingestuft wurden, ausgewiesen. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für Anteile an Tochterunternehmen in Level 3 erfolgt auf Basis von Ertragswertverfahren unter Verwendung der nicht beobachtbaren Inputfaktoren künftige Erträge und risikoadjustierte Zinssätze. Die risikoadjustierten Zinssätze bewegten sich in einer Spanne zwischen 10,1 Prozent und 36,8 Prozent (Vorjahr: zwischen 9,2 Prozent und 13,0 Prozent). Der Bilanzposten Finanzanlagen enthält Investmentanteile (Anteile an Private Equity Fonds und nicht an der Börse gehandelte Immobilien-Fonds). Der beizulegende Zeitwert entspricht den von den Kapitalverwaltungsgesellschaften nach nationalen investmentrechtlichen Vorschriften veröffentlichten Rücknahmepreisen (Net Asset Value). Die Ermittlung des Rücknahmepreises basiert im Wesentlichen auf den von den konzernfremden Verwaltern der Zielfonds übermittelten Discounted Cashflowbasierten Werten. In folgender Übersicht werden für zum beizulegenden Zeitwert bewertete Level 3 Finanzinstrumente die Bewertungstechnik, die nicht beobachtbaren Inputfaktoren sowie deren aggregierte Sensitivität mit der zugehörigen Bezugsgröße zum 31. Dezember 2023 dargestellt. Für Finanzanlagen, die anhand des Net Asset Values bewertet werden, erfolgt keine Angabe von Sensitivitäten:
In folgender Übersicht werden für zum beizulegenden Zeitwert bewertete Level 3 Finanzinstrumente die Bewertungstechnik, die nicht beobachtbaren Inputfaktoren sowie deren Spannen zum 31. Dezember 2022 dargestellt. Aufgrund der Erhöhung der Granularität bei der Darstellung der Sensitivitäten sind die Tabellen nicht miteinander vergleichbar:
Auf eine Angabe des Fair Value-Deltas bei minimaler und maximaler Auslenkung wird aufgrund der Unwesentlichkeit der Beträge verzichtet. Vermögenswerte und Schulden, die nicht mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet werdenWiederkehrende Bewertungen des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten und Schulden, die in der Bilanz nicht mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet werden, für die der beizulegende Zeitwert aber angegeben wird, werden wie folgt in die Stufen der Bewertungshierarchie eingeordnet: Aktiva
Bei den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden die Verbindlichkeiten aus Mietsoftware dem Fair Value Level 3 zugeordnet. Da es sich überwiegend um kurzfristige Verbindlichkeiten handelt, entspricht der bilanzierte Buchwert dem Fair Value. Unsicherheiten bei der Bewertung ergeben sich aus der zukünftigen Ausübung von Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. [63] Analyse der vertraglichen FälligkeitenIn der Fälligkeitsanalyse werden die vertraglich vereinbarten Zahlungsmittelzu- und -abflüsse dargestellt: Aktiva
In der voranstehenden Tabelle wurden unter den Negativen Marktwerten aus derivativen Finanzinstrumenten die undiskontierten vertraglichen Zahlungsverpflichtungen aus den Kapitalerhaltungs- und Garantiezusagen aller UniProfiRente-Verträge und Garantiefonds abzüglich der diesen Verträgen zum Bilanzstichtag zugeordneten Vermögenswerte ausgewiesen, soweit diese Verträge zum Bilanzstichtag einen negativen Marktwert der Kapitalerhaltungs- beziehungsweise Garantiezusagen aufwiesen.
Für Finanzielle Garantien werden Nominalbeträge angegeben, diese entsprechen nicht den erwarteten Zahlungsmittelabflüssen. [64] Darstellung der FremdwährungsvoluminaAktiva
Für Finanzielle Garantien wird der Nominalbetrag angegeben. Sonstige Angaben[65] EigenkapitalmanagementEinzelne Gesellschaften der Union Investment Gruppe unterliegen auf Einzelinstitutsebene aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen nach nationalen Vorschriften, die im Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt erfüllt waren. In der Bundesrepublik Deutschland ergeben sich aufsichtsrechtliche Kapitalanforderungen für Kapitalverwaltungsgesellschaften aus § 25 Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) und für die Union Investment Service Bank AG, die Quoniam Asset Management GmbH und die VisualVest GmbH aus Artikel 11 der Verordnung (EU) 2019/2033 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. November 2019 über Aufsichtsanforderungen an Wertpapierfirmen und zur Änderung der Verordnungen (EU) Nr. 1093/2010, (EU) Nr. 575/2013, (EU) Nr. 600/2014 und (EU) Nr. 806/2014 (Investment Firm Regulation beziehungsweise IFR). Für den UMH Konzern bestehen keine regulatorischen Eigenmittelanforderungen, da die Kriterien der IFR für das Vorliegen einer Wertpapierfirmengruppe nicht erfüllt sind. Der Vorstand der UMH AG überwacht die Angemessenheit der Eigenmittelausstattung der Union Investment Gruppe wie im Risikobericht des Konzernlageberichts beschrieben. Zur Zusammensetzung und Entwicklung des Eigenkapitals verweist der UMH Konzern auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung und ergänzend auf die Ausführungen zu bewährten Systemen zur Identifizierung und Steuerung von Risiken im Risikobericht des Konzernlageberichts, die somit Bestandteil dieses Anhangs sind. [66] Angaben zu den Erlösen aus Verträgen mit KundenAufteilung der Erlöse aus Verträgen mit Kunden
Aus den erbrachten Asset Management-Leistungen entstehen wegen der periodischen Abrechnungen typischerweise keine Vertragsvermögenswerte. Da von Kunden keine Vorauszahlungen geleistet werden, entstehen keine Vertragsverbindlichkeiten. In Bezug auf Verträge mit Kunden, bei denen die Erlöse signifikante Finanzierungskomponenten enthalten, wird der in IFRS 15.63 eingeräumte praktische Behelf angewendet, nach dem eine Anpassung der Transaktionspreise in Bezug auf die Effekte einer signifikanten Finanzierungskomponente unterbleiben kann, wenn der Kunde voraussichtlich spätestens innerhalb eines Jahres nach Übertragung der zugesagten Wirtschaftsgüter oder Dienstleistungen zahlen wird. Die vom UMH Konzern geschlossenen Verträge mit Kunden gewähren stets einen Anspruch auf eine von den Kunden zu zahlende Gegenleistung in einer Höhe, die direkt dem Wert der vom Unternehmen bereits für diese Kunden erbrachten Leistungen entspricht. Deshalb wird der in IFRS 15.121(b) eingeräumte praktische Behelf in Anspruch genommen und Umsätze in Höhe der Beträge erfasst, die das Unternehmen in Rechnung stellen darf. Dadurch entfällt die Verpflichtung zur Angabe der Gesamthöhe der Transaktionspreise, die den zum Bilanzstichtag noch nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen für den Vertragsbestand zugeordnet werden. Quantitative Angaben zu den noch nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen sind bei den für das Asset Management typischen Vertragsgestaltungen aufgrund der Regelungen des IFRS 15 zur Begrenzung der Vereinnahmung variabler Gegenleistungen nicht möglich. Angaben zu Verträgen mit KundenEin Teil der in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen wird unter Anwendung der Regelungen des IFRS 15 bilanziert.
[67] Angaben zu Anteilen an anderen UnternehmenMaßgebliche Ermessensausübung und AnnahmenBeherrschung von anderen UnternehmenDer Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er aus seiner Verbindung mit dem Unternehmen variablen Rückflüssen ausgesetzt ist und die Fähigkeit besitzt, diese Rückflüsse mittels seiner Verfügungsgewalt zu beeinflussen. Um festzustellen, ob ein Unternehmen zu konsolidieren ist, überprüft der UMH Konzern eine Reihe von Faktoren, unter anderem
Wenn Stimmrechte maßgeblich sind, beherrscht der Konzern ein Unternehmen, sofern er direkt oder indirekt mehr als die Hälfte der Stimmrechte an dem Unternehmen besitzt, ausgenommen es gibt Anzeichen, dass ein anderer Investor über die praktische Fähigkeit verfügt, die relevanten Tätigkeiten einseitig zu bestimmen. Bei der Beurteilung der Beherrschung werden auch potenzielle Stimmrechte berücksichtigt, soweit diese als substanziell erachtet werden. Ähnlich beurteilt der UMH Konzern das Vorliegen einer Beherrschung in Fällen, in denen er nicht die Mehrheit der Stimmrechte besitzt, aber die praktische Fähigkeit zur einseitigen Lenkung der relevanten Tätigkeiten hat. Diese Fähigkeit kann in Fällen entstehen, in denen der Konzern die Möglichkeit zur Beherrschung der relevanten Tätigkeiten aufgrund der Größe und Verteilung der Stimmrechte der Anteilseigner besitzt. Der Konzern überprüft mindestens zu jedem Quartalsabschluss die Angemessenheit zuvor getroffener Konsolidierungsentscheidungen. Entsprechend erfordern diejenigen Strukturveränderungen, die zu einer Veränderung eines oder mehrerer Kontrollfaktoren führen, eine Neubewertung, wenn sie eintreten. Dazu gehören Änderungen der Entscheidungsrechte, Änderungen von vertraglichen Vereinbarungen, Änderungen der Finanzierungs-, Eigentums- oder Kapitalstrukturen sowie Änderungen nach einem auslösenden Ereignis, das in den ursprünglichen Vertragsvereinbarungen vorweggenommen wurde. Der UMH Konzern geht grundsätzlich davon aus, dass er in Bezug auf die von den Kapitalverwaltungsgesellschaften des Konzerns verwalteten Investmentvermögen nach Würdigung ihrer Rolle nach den nationalen investmentrechtlichen Vorschriften
Vor diesem Hintergrund wird geprüft, bei welchen dieser Investmentvermögen der UMH Konzern die zur Vollkonsolidierung verpflichtende Rolle des Prinzipals einnimmt, beziehungsweise bei welchen er nur als Agent für konzernfremde Anleger tätig wird. Demnach hat der UMH Konzern bei diesen Investmentvermögen immer dann die Rolle eines Agenten inne, wenn
Der UMH Konzern geht wegen des Vorrangs der investmentrechtlichen Anlegerschutzvorschriften davon aus, dass er - solange die Schwelle zur Kontrolle im Sinne des IFRS 10 nicht überschritten wird - nicht über einen signifikanten Einfluss auf Sondervermögen im Sinne des IAS 28 verfügt, die von Kapitalverwaltungsgesellschaften des Konzerns verwaltet werden. Eigenanlagen in nicht vollkonsolidierten Sondervermögen werden deshalb nicht nach der Equity-Methode, sondern zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Assoziierte Unternehmen, gemeinschaftliche Führung und maßgeblicher EinflussAssoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, bei denen der UMH Konzern direkt oder indirekt über einen maßgeblichen Einfluss verfügt. Ein maßgeblicher Einfluss wird bei Stimmrechtsanteilen zwischen 20 und 50 Prozent vermutet. Der UMH Konzern ist mit 49 Prozent der Stimmrechte an der BEA Union Investment Management Limited, Hongkong (BU) beteiligt. Da die Beteiligung gemeinsam mit anderen Partnern beherrscht wird, die Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung aller Parteien erfordern und der UMH Konzern über Rechte am Nettovermögen verfügt, wurde diese Beteiligung als Joint Venture klassifiziert. Die Beteiligung wird unverändert seit dem Erwerbszeitpunkt nach der Equity-Methode in den UMH Konzernabschluss einbezogen. Anteile an TochterunternehmenAbweichende AbschlussstichtageIm Geschäftsjahr wurde, wie auch im Vorjahr, kein Unternehmen mit einem Abschluss in den UMH Konzern einbezogen, dessen Datum vom Abschlussstichtag des UMH Konzerns abweicht. Das vollkonsolidierte Sondervermögen UI Vario: 2, dessen Fondsgeschäftsjahr am 31. Mai endet, wird mit einem Zwischenabschluss per 31. Dezember 2023 einbezogen. Nicht beherrschende Anteile an den Tätigkeiten des UMH Konzerns und den CashflowsFür die Tochterunternehmen Union Investment Real Estate GmbH, Hamburg (UIR), Union Investment Institutional Property GmbH, Hamburg (UII), ZBI GmbH, Erlangen (ZBIG), Quoniam Asset Management GmbH, Frankfurt am Main (QAM), und Union Investment Real Estate Austria AG, Wien (URA), bestehen im UMH Konzern wesentliche Nicht beherrschende Anteile:
Union Investment Real Estate GmbH, HamburgDie UIR mit Sitz in Hamburg ist ein Asset Manager für Gewerbeimmobilien. Auf gewerblichen Immobilienmärkten ist die UIR als Investor und Verkäufer, als Bauherr und Entwickler sowie als Vermieter und Dienstleister rund um die Immobilie aktiv. Derzeit betreut die UIR Immobilien-Investmentvermögen mit einem Nettofondsvermögen von 40,6 Mrd. Euro (Vorjahr: 40,3 Mrd. Euro). Die UMH AG hält direkt 90,0 Prozent (Vorjahr: 90,0 Prozent) der Anteile an der UIR. Die Stimmrechtsquote entspricht der Beteiligungsquote. Die Nicht beherrschenden Anteile entfallen in Höhe von 5,5 Prozent (Vorjahr: 5,5 Prozent) auf die UIR Beteiligungs GmbH & Co KG, Düsseldorf, und in Höhe von 4,5 Prozent (Vorjahr: 4,5 Prozent) auf die DZ BANK. Die UMH AG hat mit der UIR im Januar 2014 auf unbestimmte Zeit einen Beherrschungsvertrag abgeschlossen, der mit einer Frist von sechs Monaten zum Ende eines jeden Wirtschaftsjahrs gekündigt werden kann. Der Beherrschungsvertrag garantiert den außenstehenden Gesellschaften einen Gewinnanteil (Bardividende) für die Dauer des Vertrags für jedes volle Geschäftsjahr. Für die UIR Beteiligungs GmbH & Co KG, die 5,5 Prozent der Gesellschaftsanteile hält, beträgt dieser 1.961 TEuro, für die DZ BANK, die 4,5 Prozent der Gesellschaftsanteile hält, beträgt die dieser 1.605 TEuro. Die außenstehenden Gesellschafter haben auf die Geltendmachung der Garantiedividende verzichtet, der Anspruch auf die ausgeschüttete Dividende gemäß Gewinnverwendungsbeschluss der UIR bleibt von diesem Verzicht unberührt. Im Geschäftsjahr wurden an die außenstehenden Gesellschafter der UIR Dividendenausschüttungen (Bardividenden) in Höhe von 5.580 TEuro (Vorjahr: 6.000 TEuro) geleistet. Zusammengefasste Finanzinformationen über die UIR:
Union Investment Institutional Property GmbH, HamburgDie UII mit Sitz in Hamburg und einer Niederlassung in London ist ein Asset Manager für Immobilien mit Schwerpunkt auf die Anlagebedürfnisse institutioneller Investoren. Derzeit betreut die UII ein Volumen von 15,0 Mrd. Euro (Vorjahr: 14,4 Mrd. Euro). Die UMH AG hält direkt 90,0 Prozent (Vorjahr: 90,0 Prozent) der Anteile an der UII. Die Stimmrechtsquote entspricht der Beteiligungsquote. Die Nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 10,0 Prozent (Vorjahr: 10,0 Prozent) werden von einem Kreditinstitut der Genossenschaftlichen FinanzGruppe gehalten. Die UMH AG hat mit der UII im Oktober 2013 auf unbestimmte Zeit einen Beherrschungsvertrag abgeschlossen, der mit einer Frist von sechs Monaten zum Ende eines jeden Wirtschaftsjahrs gekündigt werden kann. Dieser garantiert dem Außenstehenden für die Dauer des Vertrags für jedes volle Geschäftsjahr einen Gewinnanteil (Bardividende) in Höhe von zwölf Prozent des Geschäftsanteils im Nennbetrag von 620 TEuro, das sind 74 TEuro. Im Geschäftsjahr wurden an den außenstehenden Anteilseigner der UII Dividendenausschüttungen (Bardividende) in Höhe von 1.120 TEuro geleistet (Vorjahr: 1.700 TEuro). Zusammengefasste Finanzinformationen über die UII:
ZBI GmbH, ErlangenDie ZBIG mit Sitz in Erlangen wurde 2017 im Zuge einer strategischen Partnerschaft zwischen der ZBI-Gruppe und Union Investment gegründet. Die ZBI Gruppe verwaltet Wohnimmobilienfonds für private und institutionelle Anleger. Die UMH AG hält direkt 94,9 Prozent (Vorjahr: 94,9 Prozent) der Anteile an der ZBIG. Die Stimmrechtsquote entspricht der Beteiligungsquote. Die Nicht beherrschenden Anteile entfallen in Höhe von 5,1 Prozent (Vorjahr: 5,1 Prozent) werden von einem Kreditinstitut der Genossenschaftlichen FinanzGruppe gehalten. Zusammengefasste Finanzinformationen über die ZBIG:
Im Geschäftsjahr wurden auf im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen der Vergangenheit bei der ZBI identifizierte Immaterielle Vermögenswerte Wertminderungen in Höhe von insgesamt 49,7 Mio. Euro und Wertaufholungen von 2,0 Mio. Euro vorgenommen. Quoniam Asset Management GmbH, Frankfurt am MainDie QAM ist ein Wertpapierinstitut mit Sitz in Frankfurt am Main und einer Niederlassung in London. Die UMH AG hält direkt 97,6 Prozent (Vorjahr: 95,3 Prozent) der Kapitalanteile und sämtliche stimmberechtigten Anteile an der QAM. Auf die Nicht beherrschenden Anteile entfallen 2,4 Prozent (Vorjahr: 4,7 Prozent) der Kapitalanteile. Diese nicht stimmberechtigten Anteile werden durch das Management der QAM gehalten. Der Effekt aus der Veränderung der Beteiligungsquote auf das den beherrschenden Anteilen zugeordnete Eigenkapital beträgt im Geschäftsjahr 2,2 Mio. Euro (Vorjahr: 2,5 Mio. Euro). Im Geschäftsjahr wurde durch die QAM keine Dividende (Vorjahr: 819 TEuro (Bardividende) an Nicht beherrschende Anteile) gezahlt. Zusammengefasste Finanzinformationen über die QAM:
Union Investment Real Estate Austria AG, WienDie URA mit Sitz in Wien ist eine Kapitalanlagegesellschaft für Immobilien nach österreichischem Immobilien-Investmentfondsgesetz. Derzeit betreut die URA Immobilien-Investmentvermögen mit einem Volumen von 1,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,3 Mrd. Euro). Die UMH AG hält indirekt 94,5 Prozent (Vorjahr: 94,5 Prozent) der Anteile an der URA. Die Stimmrechtsquote entspricht der Beteiligungsquote. Die Nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 5,5 Prozent (Vorjahr: 5,5 Prozent) werden von einem Kreditinstitut der Genossenschaftlichen FinanzGruppe gehalten. Im Geschäftsjahr wurde durch die URA keine Dividende (Vorjahr: 72 TEuro (Bardividende) an Nicht beherrschende Anteile) gezahlt. Zusammengefasste Finanzinformationen über die URA:
Wesensart und Umfang maßgeblicher BeschränkungenNationale regulatorische Anforderungen und gesellschaftsrechtliche Bestimmungen schränken die Fähigkeit des UMH Konzerns ein, Vermögenswerte an oder von anderen Unternehmen innerhalb des Konzerns zu transferieren. Diese Beschränkungen lassen sich jedoch nicht konkret einzelnen Vermögensgegenständen oder Bilanzposten zuordnen. Zudem bestehen für Kapitalverwaltungsgesellschaften und Wertpapierinstitute beziehungsweise Wertpapierfirmen der Union Investment Gruppe aufgrund regulatorischer Bestimmungen Beschränkungen, Darlehen an andere Konzernunternehmen zu vergeben. Wesensart der Risiken, die mit Anteilen an konsolidierten strukturierten Unternehmen einhergehenIm UMH Konzernabschluss wird das Investmentvermögen UI Vario: 2 mit einem Net Asset Value zum Bilanzstichtag in Höhe von 1.660,3 Mio. Euro (Vorjahr: 1.463,5 Mio. Euro) vollkonsolidiert. Es handelt sich hierbei um einen Dachfonds, der als Vehikel zur Bündelung der strategischen Eigenanlagepositionen des UMH Konzerns aufgelegt wurde und dessen Anlageuniversum sich auf Investmentvermögen, die von der Union Investment Gruppe verwaltet werden, konzentriert. Sämtliche Anteilscheine dieses von der Union Investment Luxembourg S.A. verwalteten Investmentvermögens befinden sich im Eigentum von Unternehmen des UMH Konzerns. Der Anteilscheinerwerb ist ausschließlich Unternehmen des UMH Konzerns vorbehalten. Das maximale Verlustrisiko beschränkt sich auf das konsolidierte Nettovermögen dieses strukturierten Unternehmens. Anteile an gemeinsamen Vereinbarungen und assoziierten UnternehmenAbweichende AbschlussstichtageIm Geschäftsjahr wurde kein Unternehmen mit einem Abschluss in den UMH Konzern einbezogen, dessen Datum vom Abschlussstichtag des UMH Konzerns abweicht. Es wird der jeweils zuletzt verfügbare Jahresabschluss, gegebenenfalls mit Anpassungen, verwendet. Wesentliche bekannte Effekte des Geschäftsjahres werden in einer Überleitungsrechnung berücksichtigt. Art, Umfang und finanzielle Auswirkungen der Anteile an gemeinsamen VereinbarungenBEA Union Investment Management Limited, HongkongDie BEA Union Investment Management Limited (BU) ist ein Gemeinschaftsunternehmen der UMH AG mit der The Bank of East Asia Limited, Hongkong (BEA). Die Kapitalverwaltungsgesellschaft bietet Portfoliomanagement-Leistungen im Bereich Publikumsfonds und für "Mandatory Provident Fund Schemes" (MPF) - regulierte Altersvorsorgeprodukte - an, ebenso wie Vermögensverwaltungs- und Advisory-Leistungen für institutionelle Kunden. Der Vertrieb erfolgt über die BEA sowie zunehmend über Dritte und erstreckt sich schwerpunktmäßig auf Hongkong und China. Ende 2023 hat die Gesellschaft 40,5 Mrd. HKD Assets under Management (Vorjahr: 50,2 Mrd. HKD) in 78 Produkten (Vorjahr: 92 Produkte). Die Beteiligungsquote der UMH AG beträgt am Abschlussstichtag 49 Prozent (Vorjahr: 49 Prozent). Die übrigen Anteile in Höhe von 51 Prozent (Vorjahr: 51 Prozent) entfallen auf die BEA. Die Anteile an der BU werden im UMH Konzern nach der Equity-Methode bilanziert. Im Geschäftsjahr hat die BU eine Dividende in Höhe von 23,7 Mio. HKD beziehungsweise 2.785 TEuro (Vorjahr: 47,5 Mio. HKD beziehungsweise 5.690 TEuro) an die UMH AG ausgeschüttet. Zusammengefasste Finanzinformationen über die BU:
Überleitungsrechnung von den zusammengefassten Finanzinformationen zum Buchwert der Anteile an der BU:
Art, Umfang und finanzielle Auswirkungen der Anteile an assoziierten UnternehmenDie UMH bezieht aktuell kein nach der Equity-Methode bewertetes assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss ein. Wesensart und Umfang maßgeblicher BeschränkungenDas Gemeinschaftsunternehmen BU unterliegt in seinem Sitzland Hongkong regulatorischen Mindesteigenkapitalanforderungen und insoweit Beschränkungen bei Dividenden- und Kapitalauszahlungen. Risiken, die mit den Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen einhergehenVerpflichtungen in Bezug auf GemeinschaftsunternehmenJeder der beiden Anteilseigner der BU darf das Gemeinschaftsunternehmen ohne Angabe von Gründen beenden. In diesem Fall greift ein spezieller Mechanismus. Der kündigende Vertragspartner muss dem nicht-kündigenden Vertragspartner seine Anteile zu einem Preis je Anteil anbieten, den der Kündigende selbst bestimmt. Lehnt der nicht-kündigende Vertragspartner das Angebot ab, muss der kündigende Vertragspartner im Gegenzug die Anteile des nicht-kündigenden Vertragspartners zum zuvor genannten Preis je Anteil übernehmen. Diese Vereinbarung findet keine Berücksichtigung in den Bilanzansätzen des UMH Konzerns. Zum Bilanzstichtag hat der UMH Konzern Provisionsrückstellungen gegenüber der BU in Höhe von 560 TEuro (Vorjahr: 529 TEuro) passiviert. Nicht angesetzte VerlusteFür die im UMH Konzernabschluss unter Anwendung der Equity-Methode bewerteten Gemeinschaftsunternehmen bestehen keine nicht angesetzten Verluste. Anteile an nicht konsolidierten strukturierten UnternehmenStrukturierte Unternehmen sind Unternehmen, die derart ausgestaltet sind, dass Stimmrechte oder diesen vergleichbare Rechte nicht der dominierende Faktor für die Frage der Beherrschung über das Unternehmen sind. Im UMH Konzern werden ausgehend von deren Ausgestaltung sowie den damit verbundenen Risiken die folgenden Arten von Anteilen an nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen unterschieden:
Investmentvermögen, die von Unternehmen der Union Investment Gruppe aufgelegt wurdenDie im Rahmen der Berichterstattung nach IFRS 12 zu berücksichtigenden nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen umfassen im Wesentlichen Investmentvermögen, die von Unternehmen der Union Investment Gruppe nach dem Vertragsform-Modell ohne Stimmrechte und in geringerem Umfang in Gesellschaftsstrukturen mit eigener Rechtspersönlichkeit aufgelegt wurden. Die Kapitalverwaltungsgesellschaften des Konzerns gründen solche strukturierten Unternehmen, um unterschiedliche Kundenanforderungen in Bezug auf Investitionen in spezifische Assetklassen oder Investmentstile zu erfüllen. Der UMH Konzern erzielt für seine fondsbezogenen Investment-Management-Leistungen Einnahmen aus laufenden Verwaltungsvergütungen, zum Teil ergänzt um Erfolgsbeteiligungen (Performance Fees). Daneben erhält der UMH Konzern Auslagenersatz aus Investmentvermögen, zum Teil in Form von Pauschalvergütungen. Derivative Geschäfte zwischen Unternehmen des UMH Konzerns und von der Union Investment Gruppe verwalteten Investmentvermögen werden nicht getätigt. Eine Refinanzierung von Investmentvermögen durch Darlehen seitens Unternehmen der Union Investment Gruppe erfolgt nicht. Eigenanlagebestände in Investmentvermögen werden grundsätzlich zur erfolgswirksamen Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert klassifiziert, so dass die realisierten Bewertungserfolge im Ergebnis aus Finanzanlagen und die unrealisierten Bewertungserfolge aus diesen Positionen im Sonstigen Bewertungsergebnis aus Finanzinstrumenten enthalten sind. Die Investmentvermögen finanzieren sich grundsätzlich über die Ausgabe von Anteilscheinen an die Anleger. Eine darüber hinausgehende Finanzierung durch die Aufnahme von Fremdkapital erfolgt nur bei den Offenen Immobilien-Publikumsfonds, Immobilien-Spezialfonds und im Einzelfall bei sonstigen Investmentvermögen. Ein wesentliches Merkmal aller von der Union Investment Gruppe verwalteten Investmentvermögen ist die Risikodiversifikation nach nationalen investmentrechtlichen Vorschriften. Bestandteil dieser Geschäftsaktivität sind auch die von Unternehmen der Union Investment Gruppe aufgelegten Garantiefonds. Diese sind mit Marktwertgarantien versehen. Dabei wird ein bestimmter Betrag und/oder eine bestimmte Wertentwicklung dieser Anlagen bis zu einer bestimmten Höhe garantiert. Die Höhe der Marktwertgarantien und die Fälligkeitstermine variieren aufgrund der für die einzelnen Investmentfonds jeweils getroffenen Vereinbarungen. Die Leistung unter einer Marktwertgarantie wird ausgelöst, wenn der Marktwert der betroffenen Anteilscheine die garantierten Vorgaben an bestimmten Terminen nicht erreicht. Zum Bilanzstichtag verwaltet der UMH Konzern Garantiefonds mit einem Volumen von 282.108 TEuro (Vorjahr: 307.126 TEuro) (Net Asset Value) und einem Nominalbetrag der Mindestzahlungszusage in Höhe von 290.184 TEuro (Vorjahr: 331.858 TEuro). Die Garantiezusagen entsprechen ökonomisch eingebetteten Put-Optionen, die zum Bilanzstichtag mit 7.468 TEuro (Vorjahr: 13.410 TEuro) bewertet und als Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen werden. Anzahl der Anteilscheingattungen und das Volumen der vom UMH Konzern verwalteten Investmentvermögen dieser Geschäftsaktivität:
Im Zusammenhang mit den Anteilen dieser Geschäftsaktivität werden in der Bilanz des UMH Konzerns die unten aufgeführten Vermögenswerte und Schulden erfasst. Darüber hinaus ergibt sich gegebenenfalls eine sonstige Exponierung aus Eventualschulden sowie Finanzgarantien, Kreditzusagen und Sonstigen Verpflichtungen.
Finanzgarantien, Kreditzusagen und Sonstige Verpflichtungen sind mit ihren Nominalwerten angegeben. Die tatsächliche Höchstverlustexponierung wird im UMH Konzern als Bruttowert ohne Anrechnung vorhandener Sicherheiten ermittelt und entspricht für diese Geschäftsaktivität der in obiger Tabelle ausgewiesenen Exponierung. In Bezug auf die Angabe zu Garantiefonds ist zu berücksichtigen, dass die Höchstverlustexponierung für die Marktpreisgarantien der Garantiefonds nicht das ökonomische Risiko dieser Produktgattung darstellt, da bei diesem auch das zum Berichtsstichtag vorhandene Nettovermögen dieser Garantiefonds (282.108 TEuro, Vorjahr: 307.126 TEuro) sowie das zur Sicherung der Mindestzahlungszusagen verwendete Steuerungsmodell dieser Produkte zu berücksichtigen ist. Der UMH Konzern hat im Geschäftsjahr folgende Erträge durch strukturierte Unternehmen dieser Geschäftsaktivität erzielt:
Aus dieser Geschäftsaktivität entstanden dem UMH Konzern im Geschäftsjahr Verluste in Höhe von -3.748 TEuro (Vorjahr: -97.994 TEuro). Diese waren ausschließlich im erfolgswirksamen Konzernergebnis zu berücksichtigen. Bei der Ermittlung der Verluste je Investmentvermögen wurden die im Geschäftsjahr für das jeweilige Investmentvermögen bezogenen Ausschüttungen abgesetzt. Dem stehen Gewinne in Höhe von 77.739 TEuro entgegen (im Vorjahr: 10.917 TEuro). Anteile an Investmentvermögen, die von konzernfremden Unternehmen aufgelegt wurdenNeben der Verwaltung von Investmentvermögen, die von Kapitalverwaltungsgesellschaften der Union Investment Gruppe aufgelegt wurden, managen die Unternehmen des UMH Konzerns auch Portfolien von Investmentvermögen, die von konzernfremden Unternehmen aufgelegt wurden. Der UMH Konzern erzielt aus diesen Vertragsbeziehungen Management-Vergütungen und teilweise zusätzliche Erfolgsbeteiligungen (Performance Fees). Derivative Geschäfte zwischen Unternehmen des UMH Konzerns und diesen konzernfremden Investmentvermögen werden nicht getätigt. Eine Refinanzierung konzernfremder Investmentvermögen durch Darlehen seitens Unternehmen der Union Investment Gruppe erfolgt nicht. Volumen und Anzahl der Mandate dieser Geschäftsaktivität stellen sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:
Diese Geschäftsaktivität schlägt sich zum Bilanzstichtag ausschließlich in der Bilanzposition Forderungen an Kunden durch Provisionsforderungen in Höhe von 13.510 TEuro (Vorjahr: 17.858 TEuro) nieder. Eine sonstige Exponierung aus Eventualschulden sowie Finanzgarantien, Kreditzusagen und Sonstigen Verpflichtungen bestand zum Bilanzstichtag für diese Geschäftsaktivität nicht. Das maximale Verlustrisiko aus Vermögenswerten gegenüber nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen aus dieser Geschäftsaktivität entspricht den aktuellen Buchwerten dieser Positionen und beträgt 13.510 TEuro (Vorjahr: 17.858 TEuro). Aus dieser Geschäftsaktivität hat der UMH Konzern im Geschäftsjahr ausschließlich Provisionserträge in Höhe von 69.324 TEuro (Vorjahr: 75.733 TEuro) erzielt. Verluste aus dieser Geschäftsaktivität sind im Geschäftsjahr nicht entstanden. Förderung von nicht konsolidierten strukturierten UnternehmenWesensart der FörderungDer UMH Konzern wird als Sponsor eines Investmentvermögens gesehen, wenn Marktteilnehmer diese strukturierte Einheit mit dem UMH Konzern verbinden. Davon geht der UMH Konzern aus, wenn die Begriffe "Union Investment" oder "Union" für die Bezeichnung eines Investmentvermögens verwendet werden. Da die vom UMH Konzern an die von Unternehmen der Union Investment Gruppe verwalteten sowie an die von konzernfremden Unternehmen aufgelegten Investmentvermögen erbrachten Asset Management-Dienstleistungen regelmäßig den Tatbestand der Anteile in strukturierten Unternehmen erfüllen, sind diese Geschäftsbeziehungen bereits in den vorangegangenen Angaben zu Beziehungen zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen enthalten und weitere Angaben an dieser Stelle nicht erforderlich. [68] AnteilsbesitzlisteDer Anteilsbesitz der Union Asset Management Holding AG stellt sich zum Stichtag wie folgt dar: Einbezogene Tochterunternehmen
1 Für diese Gesellschaft beträgt der
Stimmrechtsanteil 100 Prozent.
Einbezogene Investmentfonds
Nach der Equity-Methode einbezogene Joint Ventures
Zur Veräußerung gehaltene Investmentfonds
Nicht einbezogene Tochterunternehmen
Nicht einbezogene assoziierte Unternehmen
[69] EventualschuldenWie im Vorjahr bestehen keine Eventualschulden zum Stichtag. [70] Sonstige VerpflichtungenIn der Union Investment Gruppe bestehen Kapitalerhaltungszusagen nach § 1 Abs. 1 Nr. 3 des Gesetzes über die Zertifizierung von Altersvorsorge- und Basisrentenverträgen (Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz - AltZertG) in Höhe von 19.143.504 TEuro (Vorjahr: 18.066.766 TEuro). Es handelt sich dabei um die Gesamtsumme der bisher von Anlegern in die einzelnen Produktvarianten UniProfiRente und UniProfiRente Select bei der Union Investment Privatfonds GmbH eingezahlten Altersvorsorgebeiträge, die nach den gesetzlichen Vorschriften zu Beginn der Auszahlungsphase mindestens zur Verfügung gestellt werden müssen sowie um die durch die Union Investment Privatfonds GmbH garantierten Auszahlungsbeträge für die Vertragsbestände, die sich bereits in der Depot-Auszahlungsphase befinden. Aus von konzernangehörigen Kapitalverwaltungsgesellschaften aufgelegten echten Garantiefonds bestehen Mindestzahlungszusagen in Höhe von 290.184 TEuro (Vorjahr: 331.858 TEuro). Der Fair Value aus der Unterdeckung dieser Garantiezusagen wird unter der Bilanzposition Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten (Textziffer [51]) ausgewiesen. Es bestehen zum Jahresende gegenüber sieben (Vorjahr: sechs) Fonds Zeichnungsverpflichtungen über insgesamt 12.541 TEuro (Vorjahr: 16.138 TEuro). [71] UnternehmenszusammenschlüsseDer Geschäfts- oder Firmenwert sowie die immateriellen Vermögenswerte aus Unternehmenszusammenschlüssen werden auf Basis der Zahlungsmittel generierenden Einheit (ZGE) auf Werthaltigkeit überprüft. Zu diesem Zweck wird der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbene Geschäfts- oder Firmenwert der identifizierten ZGE zugeordnet. Die Union Investment Gruppe verfügt über eine einzige ZGE, da der Konzern für Steuerungs- und Berichtszwecke als ein Geschäftssegment geführt wird. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird im vierten Quartal jedes Geschäftsjahres auf seine Werthaltigkeit überprüft. Sofern Anhaltspunkte für eine mögliche Wertminderung vorliegen, wird die Werthaltigkeit zusätzlich anlassbezogen überprüft. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwert tragenden Einheiten mit dem jeweiligen erzielbaren Betrag verglichen. Sofern der erzielbare Betrag den Buchwert übersteigt, besteht kein Wertberichtigungsbedarf für den Geschäfts- oder Firmenwert. Der Buchwert entspricht dem auf die Geschäfts- oder Firmenwert tragende Einheit entfallenden Eigenkapital. Als erzielbarer Betrag wird jeweils der Nutzungswert der Geschäfts- oder Firmenwert tragenden Einheit ermittelt. Basis hierfür ist die 4-Jahres-Planung für die Union Investment Gruppe, aus der erwartete zukünftige Zahlungsströme abgeleitet werden. Bei der Schätzung der über den 4-Jahres-Zeitraum hinausgehenden Zahlungsströme wurden konstante Wachstumsraten in Höhe von 0,5 Prozent berücksichtigt. Der Nutzungswert der Geschäfts- oder Firmenwert tragenden Einheit ergibt sich durch Abzinsung dieser Zahlungsströme auf den Zeitpunkt des Werthaltigkeitstests. Auf Basis des Capital Asset Pricing Model wurde im Geschäftsjahr ein Diskontierungsfaktor nach Steuern in Höhe von 11,5 Prozent (Vorjahr 11,0 Prozent) verwendet. Im Rahmen von Sensitivitätsanalysen werden die für die Ermittlung der Nutzungswerte besonders relevanten Parameter innerhalb plausibler Bandbreiten verändert. Die besonders relevanten Parameter sind die prognostizierten Zahlungsströme und die Diskontierungsfaktoren. In keinem der Szenarien ergäbe sich ein Wertberichtigungsbedarf auf den Geschäfts- oder Firmenwert. [72] LeasingUMH Konzern als LeasingnehmerDer UMH Konzern hat im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit Leasingverträge für Gebäude und Betriebs- und Geschäftsausstattungen (KFZ und Hardware) abgeschlossen. Leasingverträge für Gebäude werden üblicherweise mit Vertragslaufzeiten von bis zu 20 Jahren abgeschlossen und mit Verlängerungsoptionen versehen. Leasingverträge für Betriebs- und Geschäftsausstattungen haben Vertragslaufzeiten von bis zu neun Jahren. Es bestehen Leasingverträge mit Verlängerungs- und Kündigungsoptionen sowie variablen Leasingzahlungen. Der UMH Konzern nimmt die Anwendungserleichterungen des IFRS 16 für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte in Anspruch. Die Fälligkeitsanalyse der Leasingverbindlichkeiten erfolgt in Textziffer [63]. Die folgenden Aufwendungen und Erträge wurden im Geschäftsjahr in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:
Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse betrugen im Geschäftsjahr 64.866 TEuro (Vorjahr: 60.918 TEuro). Die nachfolgende Tabelle zeigt künftige Zahlungsmittelabflüsse, die bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten nicht berücksichtigt werden:
Es bestehen keine mit Leasingverhältnissen verbundenen Beschränkungen oder Zusagen. Im Geschäftsjahr erfolgten keine Sale-and-Leaseback-Transaktionen. UMH Konzern als Leasinggeber
Die im Geschäftsjahr erfassten Erträge aus Operating-Leasingverhältnissen betragen 366 TEuro (Vorjahr: 240 TEuro). Zusätzlich wurden variable Leasingzahlungen, die nicht von einem Index oder Zinssatz abhängen, in Höhe von 125 TEuro (Vorjahr: 70 TEuro) erfasst. Wesentliche Risiken ergeben sich hieraus nicht. [73] Finanzielle Garantien und KreditzusagenInfolge der Veräußerung der GVA GENO-Vermögens-Anlage Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main (GVA), hat die UMH AG im Geschäftsjahr 2011 eine Garantieerklärung zur Absicherung von Darlehensforderungen der Garantiebegünstigten gegenüber zwei von der GVA vertriebenen Geschlossenen Fonds gegenüber der DZ BANK und der WGZ BANK ausgesprochen. Nach der Fusion von DZ BANK und WGZ BANK zum 29. Juli 2016 besteht die Garantieerklärung in voller Höhe gegenüber der DZ BANK. Per 31. Dezember 2023 entspricht der Nominalbetrag der Garantieerklärung 20,0 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 30,0 Mio. US-Dollar) beziehungsweise 18,1 Mio. Euro (Vorjahr: 28,1 Mio. Euro). Der Umfang der Garantieerklärung reduzierte sich im Geschäftsjahr um 10 Mio. US-Dollar. Im Juli 2021 hat die Union Investment Institutional GmbH der R+V Pensionsversicherung a.G. vertraglich die Vergabe eines in Tranchen abrufbaren Gründungsstockdarlehens nach § 178 VAG bis zu einer maximalen Gesamthöhe von 1,9 Mio. Euro zugesagt. Die letzte Tranche kann am 31. Dezember 2045 abgerufen werden. Das Darlehen wird variabel verzinst und ist mit einem Zinscap und einem Zinsfloor versehen. Zum Bilanzstichtag waren 1,5 Mio. Euro (Vorjahr: 1,6 Mio. Euro) noch nicht abgerufen. [74] Anzahl BeschäftigteIm Geschäftsjahr betrug der nach § 267 Abs. 5 HGB berechnete durchschnittliche Personalbestand nach Gruppen:
[75] AbschlussprüferhonorarDer Honoraraufwand für den Abschlussprüfer setzt sich getrennt nach Dienstleistungsarten wie folgt zusammen:
Die Honorarleistungen für Abschlussprüfungen umfassen die Aufwendungen für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts der UMH AG, für die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der UMH AG, der prüfungspflichtigen Einzelabschlüsse und Lageberichte sowie der Konzernpackages der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und Investmentvermögen. Weiterhin werden in dieser Kategorie die Honorare für die prüferischen Durchsichten der unterjährigen verkürzten Konzernzwischenabschlusspakete ausgewiesen. In den Anderen Bestätigungsleistungen werden im Wesentlichen berechnete Honorare für die Prüfung nach § 89 Wertpapierhandelsgesetz sowie sonstige Bestätigungen und prüfungsnahe Dienstleistungen erfasst. Die Sonstigen Leistungen resultieren im Wesentlichen aus Beratungsdienstleistungen. [76] Ereignisse nach dem BilanzstichtagVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Geschäftsjahresabschluss haben sich nicht ereignet. [77] Angaben über Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDie DZ BANK hält zum Bilanzstichtag direkt 72,34 Prozent des Grundkapitals der UMH AG (Vorjahr: 72,33 Prozent). Demnach wird die UMH AG gemäß IFRS 10 von der DZ BANK beherrscht und somit gehört die DZ BANK zu den nahestehenden Unternehmen des UMH Konzerns. Weiterhin nahestehend sind die anderen zum Konsolidierungskreis der DZ BANK gehörenden Unternehmen, die nicht konsolidierten Tochterunternehmen, die assoziierten Unternehmen und die Joint Ventures der DZ BANK. Nahestehende Unternehmen, die vom UMH Konzern beherrscht werden oder auf die vom UMH Konzern ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, sind in der Anteilsbesitzliste (Textziffer [68]) verzeichnet. Als nahestehende Personen im Sinne des IAS 24.9 gelten im UMH Konzern der Vorstand und Aufsichtsrat der DZ BANK, der Vorstand und der Aufsichtsrat der UMH AG, die Segment-/Bereichsleiter und weitere Mitarbeitende in Schlüsselpositionen des UMH Konzerns sowie deren jeweilige nahe Familienangehörige. Zwischen der UMH AG und den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bestehen im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit umfangreiche Leistungsbeziehungen, die zu Marktpreisen beziehungsweise marktüblichen Konditionen abgewickelt werden. Die UMH AG und weitere in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen stehen in Ausübung ihrer normalen Geschäftstätigkeit in Beziehung zu anderen nahestehenden Unternehmen und Personen. Die Geschäftsbeziehungen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenAktiva
Bezüglich der Finanziellen Garantien und Kreditzusagen wird auf die Ausführungen in Textziffer [73] verwiesen. Der beizulegende Zeitwert des unter gemeinsamer Beherrschung der DZ BANK stehenden Unternehmens R+V Pensionsfonds Aktiengesellschaft, Wiesbaden, verwalteten Planvermögens beträgt zum Stichtag 25.115 TEuro (Vorjahr: 24.489 TEuro). Im Geschäftsjahr erfolgten Dotierungen in Höhe von 2.315 TEuro (Vorjahr: 753 TEuro). Die Bilanzposition Sonstige Aktiva enthält Versorgungspläne zugunsten der Arbeitnehmer in Höhe von 17.944 TEuro (Vorjahr: 16.029 TEuro). Darin enthalten ist der beizulegende Zeitwert der Erstattungsansprüche an die R+V Lebensversicherung AG, Wiesbaden, einem Unternehmen unter gemeinsamer Beherrschung der DZ BANK, in Höhe von 13.486 TEuro (Vorjahr: 12.048 TEuro). Im Geschäftsjahr erfolgten Dotierungen in Höhe von 1.853 TEuro (Vorjahr: 1.658 TEuro). Vergütungen an nahestehende PersonenAls Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen gelten im UMH Konzern der Vorstand und Aufsichtsrat der UMH AG, die Segment-/Bereichsleiter und weitere Mitarbeitende in Schlüsselpositionen des UMH Konzerns. Grundsätzlich besteht für Vorstände und AT Mitarbeitende, die keine Risikoträger sind, ein Vergütungssystem aus einem Grundgehalt (aufgeteilt auf zwölf Monate) sowie kurzfristig und langfristig orientierten variablen Vergütungsbestandteilen. Für Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen, die Risikoträger sind, besteht das Vergütungssystem ebenfalls aus einem auf zwölf Monate aufgeteilten Grundgehalt. Darüber hinaus erhalten sie neben dem Grundgehalt eine variable Vergütung nach dem "Risk-Taker Modell". Das Risk-Taker Modell beinhaltet einen mehrjährigen Bemessungszeitraum sowie eine zeitverzögerte Auszahlung der variablen Vergütung über mehrere Jahre. Ziel ist es, die Risikobereitschaft der Risikoträger zu reduzieren, in dem sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft langfristige Zeiträume für die Bemessung beziehungsweise Auszahlung einfließen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der UMH AG erhalten eine feste, nicht gewinnabhängige jährliche Vergütung sowie eine Reisekostenerstattung. Der Gesamtbetrag der Vergütung setzt sich zusammen aus der Grundvergütung und einem Sitzungsgeld. Das Sitzungsgeld ist abhängig von der Anzahl der wahrgenommenen Sitzungen im Geschäftsjahr und daher in der Höhe variabel. Für diesen Personenkreis werden entsprechend IAS 19.151 auch Angaben gemacht, soweit deren Arbeitsverhältnis beendet ist.
Die Mitglieder des UMH AG Aufsichtsrats erhalten für die Wahrnehmung ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat der UMH AG sowie weiterer Tätigkeiten bei Tochterunternehmen eine Vergütung im Geschäftsjahr in Höhe von 345 TEuro (Vorjahr: 345 TEuro). Die Vergütungen der Mitglieder des Vorstands der UMH AG betragen im Geschäftsjahr 6.941 TEuro (Vorjahr: 7.212 TEuro). Die Gesamtbezüge der ehemaligen Vorstände und ihrer Hinterbliebenen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6b HGB betragen 1.317 TEuro (Vorjahr: 1.091 TEuro). Es bestehen leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen für ehemalige Vorstände und ihre Hinterbliebenen in Höhe von 21.688 TEuro (Vorjahr: 17.524 TEuro). [78] Vorstand der Union Asset Management Holding AG
[79] Aufsichtsrat der Union Asset Management Holding AG
1 Zugleich Mitglied des Präsidiums des
Aufsichtsrats.
[80] Mandate von Vorständen und Mitarbeitenden in AufsichtsgremienZum 31. Dezember 2023 wurden Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien von großen Kapitalgesellschaften wahrgenommen. In den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften sind durch (*) kenntlich gemacht. Von Mitgliedern des Vorstands der Union Asset Management Holding AG:
Von Mitarbeitenden der Union Asset Management Holding AG:
Von Mitgliedern der Geschäftsführungen / Vorstände und Mitarbeitenden:
[81] Übrige sonstige AngabenDer vorliegende Konzernabschluss wurde am 8. März 2024 vom Vorstand unterzeichnet und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
Frankfurt am Main, 8. März 2024 Union Asset Management Holding AG Hans Joachim Reinke, Vorsitzender des Vorstands Sonja Albers, Mitglied des Vorstands Dr. Frank Engels, Mitglied des Vorstands Giovanni Gay, Mitglied des Vorstands André Haagmann, Mitglied des Vorstands Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Union Asset Management Holding AG, Frankfurt am MainPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Union Asset Management Holding AG, Frankfurt am Main, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich wesentlicher Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Union Asset Management Holding AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die von uns vor Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangte Erklärung zur Unternehmensführung nach 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Konzernlageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 8. März 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Stefan Peetz, Wirtschaftsprüfer ppa. Dinko Grgat, Wirtschaftsprüfer Aktionäre und Gremien der Union Asset Management Holding AGAktionäre
Stand: 1. April 2024 Vorstand der Union Asset Management Holding AG
Aufsichtsrat der Union Asset Management Holding AG
Stand: 1. April 2024
1 Zugleich Mitglied des Präsidiums des
Aufsichtsrats.
Beirat
Stand: 1. April 2024 GewinnverwendungsbeschlussAuf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat beschloss die Hauptversammlung der Union Asset Management Holding AG am 28. Mai 2024, den im Einzelabschluss 2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 303.126.008,32 Euro zur Ausschüttung einer Dividende auf die für das Geschäftsjahr 2023 gewinnberechtigten 29.043.466 Stückaktien wie folgt zu verwenden:
Inhalt und Ergebnis der Beschlussfassung wurden vom Vorsitzenden der Hauptversammlung ordnungsgemäß verkündet und festgestellt. |
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Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen