Goldkindchen GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von kosmetischen Erzeugnissen, Körperpflegemitteln, Putz- und Reinigungsmitteln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Svenja Eva Wortmann seit 14.8.2024 | Geschäftsführer |
Stuart Holman Burrows seit 20.12.2023 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 36.00% | |
| 9.00% | |
| 9.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DC Aviation GmbHStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens Geschäftstätigkeit Kerngeschäft der DC Aviation GmbH, Stuttgart, ist das Management von Mittel- und Langstrecken- Business Jets als gewerbliches Luftfahrtunternehmen. DC Aviation bietet hierbei alle Leistungen an, die für den Betrieb eines Luftfahrzeugs notwendig sind. Dies umfasst die Auswahl und das kontinuierliche Training der Flugbesatzungen, die Flugplanung und -durchführung, die administrative Abwicklung, die Versicherung sowie die laufende technische Überwachung, Instandhaltung und Reparatur der Flugzeuge. Neben der technischen Betreuung der durch DC Aviation selber betriebenen Business Jets bietet DC Aviation auch die Wartung für Flugzeuge von Drittkunden an, die nicht in Halterschaft der DC Aviation betrieben werden, sowie bei Bedarf deren Hangarisierung an. DC Aviation agiert ferner als Charterbroker und vermarktet gegen Kommission verfügbare Flugkapazitäten an Drittkunden. Dies verbessert die Wirtschaftlichkeit der von DC Aviation in Management-Verantwortung betriebenen Flugzeuge und stellt die Mobilität der Stammkunden sicher, falls diese, z. B. während technischer Liegezeiten, ein Ersatzflugzeug oder Zusatzfluggeräte benötigen. DC Aviation begleitet seine Kunden durch den kompletten Lebenszyklus einer Flugzeuginvestition. Dies umfasst im Rahmen der Flugzeugbeschaffung die Auswahl und Spezifikation neuer Flugzeuge bis hin zu deren technischer und flugbetrieblicher Über- und Inbetriebnahme. DC Aviation unterstützt ihre Kunden bei Flottenerneuerungen sowie beim Wiederverkauf und tritt hierbei als Broker auf. In Ergänzung eines eigenen Langstreckenflugzeugs vom Typ Falcon 2000 LXS, das DC Aviation seit Juli 2021 betreibt, tritt die Firma in Einzelfällen und interimsweise auch als Flugzeugeigner auf, um Flugzeuge als Handelsware und mit dem Ziel weiter zu vermarkten, dieses weiterhin im eigenen Management zu betreiben. Aufgrund langjährigen Knowhows hat DC Aviation bereits mehrfach beratend bei der Planung und Errichtung neuer flugbetrieblicher Infrastrukturen wie Flugzeughangars und VIP-Abfertigungsbereiche mitgewirkt, zuletzt an den Standorten Oberpfaffenhofen bei München und am Cote d'Azur Airport in Nizza. Ziel des Unternehmens ist ein sukzessives organisches Flottenwachstum. Die Marke "DC Aviation" hat sich international etabliert und steht für herausragenden Service, Zuverlässigkeit, Qualität und Sicherheit. Sie richtet sich gezielt an Unternehmen und Einzelpersonen, die weit überdurchschnittliche Standards und ein umfassendes Betreuungsangebot suchen und wertschätzen. Die DC Aviation-Gruppe gehört zu den renommiertesten europäischen Anbietern im Bereich der Business Aviation. Neben dem Stammsitz in Stuttgart ist die Gesellschaft international an den Standorten Dubai (49% JV-Anteil an der DC Aviation Al Futtaim LLC), als Tochter letzterer in San Marino, in Malta (99,998% Anteil an der DC Aviation Holding Ltd. Malta) und Nizza (50% Anteil an DC Aviation G-OPS) präsent. In Deutschland, Dubai, San Marino und Malta ist die DC Aviation Gruppe Inhaber eines eigenen AOC (Aircraft Operating Certificate), d. h. der nationalen Genehmigung zum Betrieb eines gewerblichen Luftfahrtunternehmens unter D-, A6-, T7 und 9H-Registrierungen. Die Lizenz, Privatflugzeuge im Rahmen eines sog. "FBO" (Fixed Base Operator) als Handling Agent abzufertigen und Bodendienstleistungen inklusive Betankung anzubieten, besitzt DC Aviation an den prestigeträchtigen Flughäfen Dubai World Central und Nice Cote d'Azur. Nizza zählt ganzjährig zu den zwei am stärksten frequentierten Business Jet Flughäfen in Europa, im Sommerhalbjahr sogar zum verkehrsreichsten. Technikleistungen im Rahmen einer "MRO"-Lizenz (Maintenance, Repair, Overhaul) werden in Deutschland an den Standorten Stuttgart, Schwäbisch Hall und Oberpfaffenhofen sowie innerhalb der Vereinten Arabischen Emirate in Dubai angeboten. Hierfür unterhält DC Aviation jeweils eigene Flugzeughangars für Park- und Instandsetzungsleistungen. Steuerungssystem Die Ergebnis- und Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens sind
II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Branchensituation 2023 war für die Business Aviation ein erfolgreiches Jahr. Im Vergleich zum außergewöhnlich verkehrsstarken Vorjahr reduzierte sich das Flugaufkommen von Business Jets in Europa zwar leicht um 6,5 %. Mit über 740.000 Flügen lag die Anzahl der Flüge jedoch nur geringfügig unter den Werten der beiden Spitzenjahre 2007 und 2022. Saisontypisch bestand das höchste Aufkommen in den Sommermonaten Juni bis September. Die rückläufige Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr lag ebenfalls in dieser Periode, während die Flugbewegungen in den übrigen Monaten auf dem Niveau von 2022 lagen, was darauf hinweist, dass sich konjunkturelle Eintrübungen weniger im Geschäftsreiseverkehr als im touristischen Sektor bemerkbar machten. Aufgrund des Ukraine-Kriegs zeichneten sich die stärksten regionalen Verwerfungen in Osteuropa ab. Neben der Ukraine selbst, in der der Flugverkehr ausgesetzt bleibt, verzeichneten Rumänien, das Baltikum und Österreich, das als Drehscheibe zu Osteuropa fungiert hatte, deutliche Rückgänge. Dagegen stiegt das Aufkommen im Nachbarstaat Moldawien, in Bulgarien und vor allem der Türkei deutlich an. Unter den Top 5 Flugstrecken befanden sich drei Routen, die ihren Ausgangs- oder Zielpunkt in Nizza hatten: die Strecken nach Paris, London Farnborough und Genf. Damit kam dem Standort Nizza nach der unbestrittenen Nummer eins, Paris le Bourget, mit über 37.000 Flugbewegungen eine auch für DC Aviation herausragende Bedeutung zu. Die breite geographische und funktionale Ausrichtung ermöglichte es der DC Aviation-Gruppe, zielgenau konjunkturelle und saisonale Bedarfe in Bezug auf Flugzeug-Management-, Charter-, Hangarisierungs-, Handling-, Storage- und Maintenance-Leistungen zu bedienen. So manifestierten sich beispielweise die beiden Joint-Venture-Beteiligungen in Dubai und Nizza dergestalt komplementär, dass mit DC Aviation G-OPS am Flughafen Nizza Cote d'Azur, dem am meisten frequentierten Flughafen der Business Aviation im Sommerhalbjahr, rund ein Drittel der dortigen Flugbewegungen abgefertigt werden konnten. DC Aviation Al Futtaim Inc. in Dubai wiederum profitierte von dem sich im Winterhalbjahr in diese Region massiv verlagernden Flugverkehrsaufkommen. Neben der neuen Präsenz in Nizza baute DC Aviation 2023 seinen im Vorjahr eröffneten Standort in Oberpfaffenhofen bei München mit zahlreichen Neukunden aus, verstärkte seine Management-Aktivitäten in Malta und gründete über seine Dubai-Gesellschaft ein weiteres, viertes AOC in San Marino; einem Standort, der aufgrund seiner luftrechtlichen Charakteristika verstärktes Interesse bei Flugzeugeignern für eine dortige Flugzeugregistrierung findet. Geschäftsverlauf Wie im Vorjahr konnte DC Aviation auch 2023 ein deutlich überplanmäßiges Umsatzvolumen und Geschäftsergebnis erzielen. Beigetragen hierzu haben neben den Kerngeschäftsfeldern des Flugzeug-Managements und deren Wartung diverse Flugzeughandelstransaktionen, die ertragsstarke Vermarktung von Blockcharterkontingenten sowie die Zurverfügungstellung von Shared-Services für die Auslandsgesellschaften der DC Aviation Gruppe. Im Geschäftsjahr 2023 wies die DC Aviation GmbH einen deutlich überplanmäßigen operativen Gewinn (EBIT/IFRS) von 2,8 Mio. EUR aus. Der Umsatz nach IFRS belief sich auf 106,7 Mio. EUR, davon entfielen rund 15 Mio. EUR auf Drittvercharterungen, d. h. Flugzeuge wurden an Nicht-Eigentümer von Flugzeugen vermarktet. Damit lag die Gesamtleistung um 16 % unter dem durch Sondereffekte (mehr Flugzeughandelstransaktionen) geprägten Vorjahresvergleichszeitraum (2022: 126,7 Mio. EUR). Die Tochtergesellschaft DC Aviation Al Futtaim LLC (Dubai) wies operativ einen Gewinn von 10,1 Mio. AED, i.Vj. 11,0 Mio. AED aus. Daraus resultierte ein DCA-Ergebnisanteil (49%) von rund 1,4 Mio. EUR. DC Aviation G-OPS in Nizza erzielte im ersten Jahr seiner Zugehörigkeit zur DC Aviation einen operativen Vorsteuergewinn von 1,2 Mio. EUR. Nach Steuern werden DC Aviation hieraus anteilig rund 0,5 Mio. EUR Finanzertrag zugerechnet. Der Gewinn der nicht konsolidierten DC Aviation Malta lag bei 0,3 Mio. EUR. Nach Berücksichtigung der beiden at equity bewerteten Auslandsbeteiligungen, Zinsen und Steuern konnte DC Aviation 2023 ein EAT nach IFRS von 2,8 Mio. EUR (i.Vj. 3,6 Mio. EUR) erzielen. Aggregiert konnten die vier Unternehmenseinheiten der DC Aviation Group (DCA GmbH 2,8 Mio. EUR, DCAF Dubai 1,4 Mio. EUR, DCA G-OPS Nizza 0,5 Mio. EUR und DCA Malta: 0,3 Mio. EUR) im Jahr 2023 formell einen operativen Gewinn von rund 5 Mio. EUR erwirtschaften.
Das Blockstundenaufkommen weiterberechenbarer Flugstunden lag im Jahr 2023 mit 5.930 Blockstunden um rund 23 % unter dem Vorjahresniveau von 7.659 Blockstunden sowie dem für 2023 geplanten Flugstundenvolumen von 7.690 Blockstunden. Gründe hierfür waren ein geringeres verfügbares Volumen für Chartergeschäfte längere Liegezeiten von Fluggeräten, die kalenderabhängigen Wartungsereignissen unterlagen und ein tendenziell niedrigerer Reisebedarf einzelner Halterschaftskunden. Das Geschäftsjahr 2023 schloss die Gesellschaft dennoch mit einem überplanmäßigen EBIT nach HGB in Höhe von 2,8 Mio. EUR (i.Vj. 3,3 Mio. EUR) ab. Auch das EBIT nach IFRS lag bei 2,8 Mio. EUR (i.Vj. 4,3 Mio. EUR) und damit deutlich über dem Planwert von 1,1 Mio. EUR. Im Flottenverbund der DC Aviation wurden zum 31. Dezember 2023 insgesamt 29 Luftfahrzeuge (davon 27 Business Jets und 2 Helikopter) betrieben. Das Flugzeug-Portfolio der DC Aviation-Gruppe inkl. der Tochtergesellschaften bzw. Beteiligungen in Malta, Dubai und San Marino beinhaltete dabei Halterschaftsverträge für folgende Flugzeugmuster: 3 Großraumjets: 1 Airbus A 320 neo, 1 Airbus A 319 in VIP-Konfiguration, 1 Airbus A 318 8 Langstreckenjets: 1 Gulfstream 650, 1 Gulfstream 550, 1 Global 7500, 1 Global XRS, 2 Global 5000/6000, 2 Falcon 7X 10 Mittelstreckenjets: 2 Falcon 900, 2 Challenger 604, 2 Challenger 350, 2 Falcon 2000, 1 Legacy 650, 1 Pilatus PC 12 6 Kurzstreckenjets: 6 Citation XLS 2 Helikopter: 1 Agusta Westland AW 139, 1 Eurocopter EC 155 Zwei der Luftfahrzeuge, eine Falcon 2000 LXS (seit Juni 2021) und eine Challenger 350 (als Handelsware seit Juli 2023) befinden sich im Eigentum der DC Aviation. Regional teilten sich die 29 Luftfahrzeuge zum Jahresende 2023 unter den Gesellschaften wie folgt auf:
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Belegschaft der DC Aviation reduzierte sich von 245 Mitarbeitern am 31.12.2022 um 4% auf 236 Mitarbeiter zum Jahresende 2023. Neben dem geringeren Crewpersonal infolge der Flottenreduzierung lag dies auch darin begründet, dass offene Stellen arbeitsmarktbedingt teilweise erst zeitverzögert wieder nachbesetzt werden können. Der Schulungsaufwand der Mitarbeiter, insbesondere in den Bereichen Flugbetrieb und Technik, reduzierte sich in 2023 auf 2,1 Mio. EUR (i. Vj. 2,7 Mio. EUR). Ertragslage EBIT Das EBIT in Höhe von 2,8 Mio. EUR lag infolge eines geringeren Verkehrsaufkommens sowie weniger Sondereffekte insbesondere aus Flugzeughandelstransaktionen zwar um 0,6 Mio. EUR unter dem Wert des Vorjahres (2022: 3,4 Mio. EUR), jedoch mit 1,7 Mio. deutlich über dem Planwert von 1,1 Mio. EUR. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 betrugen 106,7 Mio. EUR (2022: 129,8 Mio. EUR). Hiervon resultieren 18,9 Mio. EUR (2022: 21,0 Mio. EUR) aus Handelstransaktionen. Der Umsatz pro Flugstunde belief sich bei vergleichsweise geringerem Flugstundenaufkommen von 5.930 Stunden (Vorjahr: 7.659 Stunden) auf 14.822 EUR gegenüber 14.211 im Jahr 2022. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 2,9 Mio. EUR (2022: 1,9 Mio. EUR) und resultierten überwiegend aus der Auflösung von Rückstellungen, Versicherungsentschädigungen und Erträgen aus Währungsumrechnungen. 2023 verringerte sich die Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und sonstigen betrieblichen Erträge somit um rund 15 % von 128,8 Mio. EUR in 2022 auf 109,7 Mio. EUR in 2023. Materialaufwand Damit einhergehend reduzierte sich der Materialaufwand um 22 % auf 70,9 Mio. EUR (2022: 90,7 Mio. EUR) insbesondere infolge des um 23 % geringeren Flugaufkommen (Blockstunden) sowie mit 4,5 Mio. EUR aus geringeren Aufwendungen aus dem Ankauf von Handels-Flugzeugen. Personalaufwand Der Personalaufwand lag trotz Personalabbau mit 18,9 Mio. EUR um 2,2 % über dem Vorjahresniveau von 18,5 Mio. EUR, was auf die 2023 verstärkt einsetzenden Inflationseffekte sowie Personalstrukturmaßnahmen zurückzuführen war. Abschreibungen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie Sachanlagen bewegten sich mit 1,2 Mio. EUR auf dem Vorjahresniveau und enthielten mit 0,8 Mio. EUR als größten Einzelposten die dauerhaft gehaltene DCA eigene Falcon 2000 LXS. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (15,5 Mio. EUR) lagen um rund 3 % über dem Vorjahresniveau (2022: 15,1 Mio. EUR), was inflations- und wechselkursbedingte Gründe hatte. Der im Jahresverlauf starke US Dollar wirkte sich hierbei insbesondere auf Reise- und Simulatortrainingskosten erhöhend aus. Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte im Verlauf des Jahres 2023 über einen Darlehensvertrag von zu Jahresbeginn 7,25 Mio. EUR mit der Aton GmbH, wovon 2,25 Mio. explizit für ein 2021 gewährtes Darlehen an die Tochtergesellschaft DCAF Dubai bestimmt waren. In Summe betrugen die an DCAF Dubai ausgereichten Darlehen per Ende 2023 noch rund 3,5 Mio. EUR (2022: 4,7 Mio. EUR), nachdem die Gesellschaft 2023 aus operativen Mitteln rund je 1 Mio. EUR an die beiden finanzierenden Gesellschafter tilgen konnte. Zum Jahresende 2023 erhöhte sich die Gesamtsumme des von der Aton GmbH aufgenommenen Darlehens auf 12,25 Mio. EUR, da zur Zwischenfinanzierung der als Handelsware erworbenen Challenger 350 bis zu deren Verkauf 10 Mio. EUR aufgenommen wurden. Für evtl. zusätzliche unterjährige Kapitalbedarfe bestand zwischen der DCA GmbH und der Aton GmbH zusätzlich eine Rahmenkreditvereinbarung über 2,5 Mio. EUR, die jedoch nicht in Anspruch genommen wurde. Die Nettoverschuldung der Gesellschaft erhöhte sich durch diese Transaktion in 2023 vorübergehend auf 8,6 Mio. EUR (Vorjahr: 2,0 Mio. EUR). 2023 wurden Einzelwertberichtigungen über 0,1 Mio. EUR (2022: 0,006 Mio. EUR) und Pauschalwertberichtigungen über 0,04 Mio. EUR (2022: 0,06 Mio. EUR) vorgenommen. Das Zinsergebnis im Jahr 2023 lag, überwiegend resultierend aus dem Zinsaufwand der Flugzeugfinanzierung, bei -0,538 Mio. EUR (2022: -0,145 Mio. EUR), Die Kapitalflussrechnung der Gesellschaft setzt sich folgendermaßen zusammen:
Der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist vor allem durch den deutlichen Anstieg der Vorräte beeinflusst. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich aufgrund der zum Jahresende 2023 noch gehaltenen Challenger 350 auf 55,6 Mio. EUR (2022: 47,6 Mio. EUR). Der Anteil des Anlagevermögens in Höhe von 22,9 Mio. EUR (2022: 24,8 Mio. EUR) sank durch Abschreibungen (insbesondere der Falcon 2000 LXS) auf 41 % der Bilanzsumme (2022: 52 %). Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von 0,6 Mio. EUR (2022: 2,2 Mio. EUR) getätigt. Das Umlaufvermögen (Anteil an der Bilanzsumme 56 %, 2022: 45 %) stieg durch den Ausweis der im Juli 2023 erworbenen Challenger 350 in den Vorräten auf 31,1 Mio. EUR (2022: 21,4 Mio. EUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit Dritten lagen mit 7,9 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahresniveau von 8,1 Mio. EUR. Der Wert der sonstigen Vermögensgegenstände blieb mit 1,2 Mio. EUR (2022: 1,1 Mio. EUR) nahezu unverändert. Durch die zum 31.12.2023 vorgehaltene Handelsware in Form der Challenger 350 stieg der Bestand an Vorräten deutlich auf 17,8 Mio. EUR (2022: 6,6 Mio. EUR). Im Zuge der gestiegenen Vorräte verminderten sich die liquiden Mittel um 1,6 Mio. EUR. Zum Ende des Jahres 2023 verbesserte sich das Eigenkapital der Gesellschaft ergebnisbedingt auf 27,8 Mio. EUR (2021: 25,8 Mio. EUR). Die Eigenkapital-Quote betrug damit exakt 50% (2022: 54 %). Die Rückstellungen stiegen vor allem steuerbedingt auf 5,9 Mio. EUR (2022: 5,7 Mio. EUR), was einen Anteil von 11 % der Bilanzsumme ausmacht, und beinhalten im wesentlichen Ertragsteuerrückstellungen, Vorsorge für nachlaufende Aufwandsrechnungen, Abfindungen und Rückstellungen für Emissionszertifikate. Die Verbindlichkeiten stiegen durch Anzahlungen und Darlehensaufnahmen auf 21,7 Mio. EUR bzw. 39 % der Bilanzsumme (2022: 15,7 Mio. EUR). III. Chancen- und Risikobericht, Prognose Zum Jahreswechsel 2023/2024 kann DC Aviation auf eine 25-jährige Firmengeschichte verweisen. Die in einem Vierteljahrhundert etablierte Markenbekanntheit, seine internationale Marktpräsenz und die Vielzahl aktiv gemanagter Kundenkontakte ermöglichen DC Aviation beste Aussichten, sowohl die von den deutschen Standorten aus betriebene Flotte als auch die an den internationalen Stationen geplante Expansion organisch und profitabel weiterzuentwickeln. DC Aviation verfügt in der Business Aviation Branche über eine herausragende Reputation in Bezug auf Servicequalität und Sicherheitsstandards. Eine vergleichsweise geringe Abhängigkeit von osteuropäischen Marktteilnehmern ließ DC Aviation, verglichen mit zahlreichen Wettbewerbern, die Folgen des Ukraine-Konflikts weitgehend unbeschadet und wirtschaftlich hochsolide überstehen. Die erreichte Marktstellung und robuste Firmensubstanz bietet ferner die Grundlage, die Flottengröße durch Hinzugewinnung neuer Firmenkunden und Privatpersonen kontinuierlich weiter auszubauen. Chancen und Ziele des Unternehmens- und Flottenwachstums liegen in Größendegressionseffekten in Bezug auf die Zurverfügungstellung von Shared Services, Beschaffungsvorteilen und den Möglichkeiten, die in der Optimierung von Reiserouten-, Kapazitäts- und Fluggerätseinsätzen liegen. DC Aviation ist spezialisiert auf das Management und die Wartung von Geschäftsflugzeugen sowie auf das Charter-Geschäft im High-End Bereich. Die direkte Abhängigkeit der Business Aviation von der generellen Konjunkturlage schwindet, da die Branche am gestiegenen individuellen Wohlstand, den Folgewirkungen inflationärer Geldpolitik sowie dem Bedürfnis nach individuellerem Reisen im Sinne eines Luxusguts partizipiert. Da im Geschäftssegment des Flugzeugmanagements alle Fixkosten durch die jeweiligen Flugzeugeigentümer getragen werden und die Wartungsintervalle der Luftfahrzeuge unabhängig von wirtschaftlichen Zyklen einzuhalten sind, zeichnet sich das Geschäftsmodell als saisonal unabhängig und konjunkturresistent aus. Für 2024 plant DC Aviation ein Umsatzvolumen von rund 85 Mio. sowie ein positives Betriebsergebnis von rund einer Million EUR. Der Business-Planung liegt eine Netto-Flottenexpansion von einem neuen Fluggerät pro Geschäftsjahr zugrunde. Mit dem Ziel, die Ertragskraft des Unternehmens auch im Fall einer nicht planmäßigen Geschäftsentwicklung zu stabilisieren und dem anhaltenden Kostendruck in einem verschärften Wettbewerbsumfeld Rechnung tragen zu können, prüft DC Aviation kontinuierlich, ob fluktuationsbedingte Personalabgänge zu ersetzen sind oder Geschäftsprozesse durch Aufgabenverdichtungen neu strukturiert werden können. Die finanzielle Ausstattung der Gesellschaft wird sichergestellt durch einen positiven operativen Cashflow im gesamten Planungszeitraum sowie konzernintern zur Verfügung gestellte Darlehen und darüberhinausgehende Kreditzusagen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird der Liquiditätsbedarf permanent überprüft und konzernintern abgestimmt. Als Unternehmen der Luftfahrtbranche ist DC Aviation neben der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängig von Rohstoffpreisen, Änderungen der Umweltauflagen im Zuge einer sich wandelnden politischen und öffentlichen Wahrnehmung des Luftverkehrs sowie geopolitischen Krisen und daraus resultierenden Restriktionen bzw. Sanktionen. Umweltrisiken einer naturgemäß exponierten Branche wie dem Luftverkehr liegen in erster Linie in der Taxonomie des Emissionsaufkommens von Luftfahrzeugen. Durch den obligatorischen Erwerb von Emissionszertifikaten in Abhängigkeit vom Flugaufkommen ist die Branche in Europa bereits heute darauf eingestellt, einen im weltweiten Vergleich ungleich höheren Beitrag entrichten und erwirtschaften zu müssen. Insofern würde eine noch weitergehende, einseitige Verschärfung der Regularien in Europa die Resilienzfähigkeit von Akteuren im europäischen Markt noch weiter fordern. Lieferkettenengpässe, die sich zuletzt auch durch Störungen der Seeverkehrswege manifestierten, können Wartungsereignisse durch Ersatzteilmangel verzögern und Flugzeuge dadurch erst später als geplant wieder in Betrieb genommen werden. Technischen Betriebsrisiken, die dazu führen können, dass der Flugbetrieb nicht planmäßig durchgeführt werden kann, wird durch ein umfassendes Safety- und Compliance-Managementsystem begegnet. Umfangreiche, sowohl in- als auch externe Auditierungen sowie eine luftfahrttypische Just Culture, die ein sog. non punitive Reporting beinhaltet, stellen sicher, dass Risiken frühzeitig erkannt und Fehler vermieden werden können. Gefahren von Flugunfällen durch menschliche Einflüsse wird durch regelmäßige, deutlich über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehende Sicherheitstrainings der Crews entgegengewirkt. Wirtschaftliche Unfallrisiken werden durch Haftpflicht- und Kaskoversicherungen abgedeckt. Nicht unbetroffen ist auch die Flugbranche vom generellen Arbeits- und Fachkräftemangel insbesondere in Deutschland. Dem gestiegenen Wettbewerb um qualifizierte und motivierte Mitarbeiter begegnet DC Aviation durch ein verstärktes Rekrutierungs-Marketing, attraktive Arbeitsumfeldgestaltung und Strategien zur Digitalisierung personalintensiver Geschäftsprozesse. Wachstumsbezogene Risiken des Geschäftsmodells der DC Aviation GmbH bestehen im Verlust bestehender Kundenverträge bzw. einer Nichtrealisierung neuer Halterschaftsverträge im geplanten Ausmaß, die sich unmittelbar in den Leistungsindikatoren Flottengröße, Hangarisierungsverträgen und der Flugstundenzahl niederschlagen können. Auf politischer Ebene kann eine weitere, überregionale Eskalation des Ukraine-Konflikts zu sicherheitsbedingten Beeinträchtigungen des Flugaufkommens mit entsprechenden Umsatzfolgen führen. Wenngleich das Geschäftsmodell von moderaten Auslastungsschwankungen nur geringfügig beeinträchtigt wird, da DC Aviation - außer beim eigenen Flugzeug - keine operationellen Fixkostenrisiken trägt und nicht zwingend auf zusätzliche Drittchartereinnahmen angewiesen ist, brächte eine deutliche Reduzierung der Flugaktivitäten Ertragseinbußen mit sich, die daraus resultieren, dass neben den Charter-Vermittlungsgebühren auch variable Ertragskomponenten fehlen, die für Service-Leistungen der unterstützenden Bodendienstleistungen berechnet werden können.
Stuttgart, den 22. Juli 2024 Marc Ambrosius Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss, zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Allgemeine Angaben Die DC Aviation GmbH hat ihren Sitz in Stuttgart und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart (Reg.-Nr. HRB 19256). Der Jahresabschluss wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr fortgeführt. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear. Übersicht über die Nutzungsdauer des Anlagevermögens:
Die geringwertigen Anlagegüter werden bei Anschaffungskosten von bis zu EUR 250 sofort als Aufwand erfasst. Für Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 und höchstens EUR 1.000 wird gemäß §6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre mit jeweils 20% ergebniswirksam aufgelöst wird, da diese insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind. Die Finanzanlagen umfassen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie Ausleihungen an diese. Sie werden zu den Anschaffungskosten bilanziert. Die Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. zu Herstellungskosten bewertet. Soweit Bestandsrisiken vorliegen, sind angemessene Abschläge vorgenommen worden. Vorräte, die wiederholt ausgetauscht und generalüberholt werden (Rotables), werden über 15 Jahre auf einen Restbuchwert von 5% abgeschrieben. Bis zum Geschäftsjahr 2011 wurde für alle Rotables einer Mustergruppe eine Nutzungsdauer von 15 Jahren ab Erstzugang der Mustergruppe unterstellt. Wurden im Laufe dieser Nutzungsdauer Rotables angeschafft, wurde über die verbleibende Restnutzungsdauer der Mustergruppe abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag bilanziert. Bei den Forderungen werden Ausfallrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennbetrag bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, welche Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Diese sind periodengerecht abgegrenzt worden. Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt und sind zum notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, welche Erträge für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Diese sind periodengerecht abgegrenzt worden. 2. Erläuterungen zur Bilanz (1) Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung sind als Anlage zum Anhang im Anlagenspiegel ausgehend von den historischen Anschaffungskosten dargestellt. (2) Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen Die DC Aviation GmbH hält an ihrer Tochtergesellschaft DC Aviation Holding Limited, auf Malta, 99,998%, indirekt ist die DC Aviation an DC Aviation Limited mit 99,8% beteiligt.
Für das Jahr 2023 lagen zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses der DC Aviation GmbH noch keine festgestellten Jahresabschlüsse vor. Beteiligungen Die DC Aviation GmbH hält einen Beteiligungsanteil von 49% an dem in 2012 gegründeten Joint Venture mit der Al-Futtaim Services Company LLC, in Dubai, in Höhe von EUR 1.036.401,39 (AED 4.900.000,00). Des Weiteren hält die DC Aviation GmbH einen Beteiligungsanteil von 50% an dem in 2019 gegründeten Joint Venture mit der G-OPS SARL, in Frankreich, in Höhe von EUR 30.000,00. Das Joint Venture nahm seinen Betrieb im Januar 2023 auf.
Für das Jahr 2023 lag zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses der DC Aviation GmbH noch kein festgestellter Jahresabschluss vor. (3) Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu den Anschaffungskosten bilanziert, Bestandsrisiken werden durch angemessene Abschläge berücksichtigt. (4) Forderungen Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich mit EUR 419.885,46 (i. V. EUR 253.190,73) um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen mit EUR 192.934,07 (i. V. EUR 110.729,37) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie mit EUR 23.819,18 (i. V. EUR 17.013,70) Forderungen aus Darlehensgewährung und Finanzierung. Sämtliche Forderungen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (5) Latente Steuern Latente Steuern werden nach § 274 Abs. 1 HGB für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen. Zur Ermittlung der latenten Steuern wurden die Steuersätze angewendet, die nach der derzeitigen Rechtslage für den Zeitpunkt gültig oder angekündigt sind, zu dem sich die temporären Differenzen wahrscheinlich abbauen werden. Die Bewertung der Bilanzdifferenzen erfolgte mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 29,48 %. Soweit sich insgesamt eine Steuerentlastung (Aktivierungsüberhang) ergibt, wird das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgeübt. Die temporären Differenzen aus Latenzen von insgesamt TEUR 190 ergeben sich aus den Bilanzpositionen Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 23, Vorräte in Höhe von TEUR 10, Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen in Höhe von TEUR 149 und Rückstellungen in Höhe von TEUR 8. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge - vorbehaltlich deren Werthaltigkeit - werden nicht angesetzt. (6) Eigenkapital Der Bilanzgewinn hat sich somit wie folgt entwickelt:
(7) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die langfristigen Rückstellungen wurden laufzeitgerecht auf Basis des von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes gem. § 253 HGB auf den Barwert abgezinst. (8) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus der Inanspruchnahme eines Darlehens mit der ATON GmbH in Höhe von EUR 12.250.000,00 (i. V. EUR 7.250.000,00). Außerdem bestehen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 15.248,54 (i. V. EUR 28.565,70) und Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR 295.580,10 (i. V. EUR 0,00). Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren - wie im Vorjahr - aus Lieferungen und Leistungen. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 12.250.000,00 (i. V. EUR 7.250.000,00). Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von EUR 12.250.000,00 (i.V. EUR 7.250.000,00) haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr aber weniger als fünf Jahre. Sämtliche übrigen Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (9) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse über EUR 106.770.628,44 (i. V. EUR 129.835.870,36) setzen sich aus den folgenden Tätigkeitsbereichen zusammen:
Sie entfallen auf folgende geographische Märkte:
(10) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge von EUR 1.657.314,66 (i. V. EUR 34.848,95). (11) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 31.062,71 (i. V. EUR 65.791,11), die im Wesentlichen Nachzahlungen für Mietnebenkosten und Gebühren für das Luftfahrtbundesamt beinhalten. 4. Sonstige Angaben Beschäftigte (im Durchschnitt)
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus dem Mietvertrag über den Hangar einschließlich der Bürotrakte und Parkflächen auf dem Gelände des Stuttgarter Flughafens resultieren sonstige finanzielle Verpflichtungen von rd. EUR 14,6 Mio. Derivate Finanzinstrumente Die Gesellschaft hat Swap-Devisentermingeschäfte zur Absicherung von zukünftigen Währungseffekten auf das Darlehen zur Finanzierung der Challenger 350 abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2023 bestehen hierbei Geschäfte, die im Jahr 2024 zur Ausübung kommen, in einem Gesamtvolumen von Mio. EUR16,0. Der beizulegende Zeitwert beträgthierbei TEUR 0. Die Bewertung erfolgt auf Basis des Stichtagskurses zum Bilanzstichtag. Abschlussprüferhonorar Bezüglich der Honorare unseres Abschlussprüfers verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang unseres Mutterunternehmens. Vorschlag für die Verwendung des ErgebnissesDer Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen. Mutterunternehmen / Unternehmensverbindungen Der Abschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ATON GmbH, München, gleichzeitig Mutterunternehmen für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis, einbezogen. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger unter www.bundesanzeiger.de. Die Aufstellung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts erfolgt nach IFRS. Dieser Konzernabschluss hat für die Gesellschaft befreiende Wirkung gemäß § 291 Abs. 2 HGB. Geschäftsführung Herr Marc Ambrosius, Stuttgart, CFO Herr Michael Kurt Kuhn, Neustadt, CEO (bis zum 30. November 2023) Die Angabe der im Berichtsjahr gezahlten Gesamtbezüge der Geschäftsführer unterbleibt mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.
Stuttgart, den 22. Juli 2024 Marc Ambrosius Anlagespiegel der DC Aviation GmbH, Stuttgart zum 31.12.2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die DC Aviation GmbH, Stuttgart Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DC Aviation GmbH, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DC Aviation GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 22. Juli 2024 Deloitte
GmbH
Thomas Traub, Wirtschaftsprüfer Elke Bernhardt, Wirtschaftsprüferin |
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