SAERTEX Beteiligungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nils Dr. Füchtjohann seit 5.6.2020 | Prokura |
Kai Diecks seit 24.10.2019 | Geschäftsführer |
Stephan Raab seit 11.9.2019 | Prokura |
Bruno Lammers seit 7.6.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BRULA Holding GmbH & Co. KGEmsdettenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20221. Grundlagen des UnternehmensGeschäftsmodell Die BRULA Holding GmbH & Co. KG ist Mehrheitsgesellschafterin der SAERTEX Gruppe, welche in der Composite-Branche als Hersteller, Veredler und Weiterverarbeiter textiler Verstärkungsflächen aus Glas-, Carbon-, Aramid- und Naturfasern tätig ist. Mit ihren weltweiten Produktions- und Vertriebsstandorten nimmt sie eine bedeutende Marktstellung in diesem Segment ein. Ein Schwerpunkt der wirtschaftlichen Tätigkeit liegt in der Produktion von Glas- und Carbongelegen. Diese werden unter anderem in der Windkraft-, Luftfahrt-, Automotive-, Sportartikel-, Bootsbau- sowie Schienenfahrzeugindustrie eingesetzt. Ein weiteres Geschäftssegment ist die grabenlose Kanalsanierung von Abwasser-, Trinkwasser-, Gas- und Fernwärmeleitungen. Der Konsolidierungskreis besteht zum 31.12.2022 - neben dem Mutterunternehmen aus 11 inländischen und 17 ausländischen Unternehmen. Die OOO SAERTEX multiCom RUS, Moskau, welche gem. § 296 Abs. 2 HGB von untergeordneter Bedeutung ist und daher nicht in den Konzern einbezogen wird, befindet sich nach wie vor in Liquidation. Die wesentlichen Einflussfaktoren auf unser Geschäft sind Absatzmenge und -preis, Produktmix, Material- sowie Personalkosten. Die wichtigsten Kennzahlen, die im Geschäftsjahr 2022 zur Steuerung des Konzerns herangezogen wurden, sind Umsatz, Auftragseingang, Liquidität und EBITDA. Forschung und Entwicklung Die SAERTEX Gruppe betreibt intensive Forschung und Produktentwicklungen. Unsere Aktivitäten umfassen dabei sämtliche Bereiche unserer Wertschöpfungskette. Im Bereich Produktion sind wir kontinuierlich damit beschäftigt, durch die Weiterentwicklung der Maschinen die Produktivität und Qualität zu verbessern. Im Bereich der Herstellung von textilen Konstruktionen erfolgt stetig eine Weiterentwicklung. Um die Innovationskraft in der textilen Maschinentechnologie weiterzuforcieren, wurde Anfang 2021 die SAERTEX Engineering GmbH gegründet. Die im Konzern verwendeten Rohstoffe werden im konzerneigenen Labor strukturierten Versuchen unterzogen und so in Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten kontinuerlich weiterentwickelt. Im Bereich der Pultrusion finden wesentliche Entwicklungsaktivitäten statt. Das Neuprodukt SAERplanks wurde den Kunden zusätzlich zu weiteren Innovationen auf der Leitmesse JEC in Paris präsentiert. Durch diese Aktivitäten sind wir in der Lage, unseren bestehenden Kunden bedarfsgerechte neue Anwendungsmöglichkeiten zu bieten sowie Interesse bei Neukunden in verschiedenen Branchen zu generieren. 2. Wirtschaftliche RahmenbedingungenDie wirtschafltiche Entwicklung in Deutschland war im Geschäftsjahr 2022 maßgeblich beeinflusst vom russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine Ende Februar 2022. Trotz der hiermit einhergegangenen negativen Auswirkungen wie z.B. Unsicherheiten hinsichtlich der Energieversorgung, anhaltenden Lieferkettenengpässen, Rekordinflationsraten sowie Handels- und Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland hat sich die deutsche Wirtschaft mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 1,9 % als widerstandsfähig erwiesen. Die weltweite Wirtschaftsleistung steht auch im Jahr 2022 unter dem Einfluss der abklingenden COVID-19 Pandemie und ist laut dem "World Economic Outlook" des IWF vom April 2023 um 3,4 % gestiegen. In der Euro-Zone stieg das BIP insgesamt um 3,5 %, die USA verzeichneten einen Antieg des BIP von 2,1 %. Insbesondere in den südlichen Ländern der Euro-Zone stieg das BIP deutlich. In den Entwicklungs- und Schwellenländern zeigte sich laut IWF eine heterogene Entwicklung. Während die chinesische Wirtschaft in 2022 ein Wachstum von 3,0 % erreichte, verzeichnete Indien einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung um 6,8 %. 1 Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den für die SAERTEX Gruppe maßgeblichen Absatzbranchen haben sich unterschiedlich entwickelt. Die Windenergiebranche wächst weltweit durch den kontinuierlichen Neubau von Windenergieanlagen und den Ersatz von alten Anlagen, die ihren Lebenszyklus durchlaufen haben (Repowering). In Deutschland wird bezüglich des zuletzt stockenden Ausbaus der Windenergie ein klares politisches Signal durch die EEG-Novelle 2021 gesendet. Diese verankert das Ziel, 65 % der Stromversorgung bis 2030 aus erneuerbaren Energien zu gewinnen, als gesetzliche Grundlage. 2 Auch das "Wind-an-Land-Gesetz", welches einen ausgewiesenen Anteil von 2 % der Landflächen auf Länderebene für Windkraftenergie bis 2032 vorsieht, wird den Ausbau stärken. Die Rahmenbedingungen in Deutschland für den beschleunigten Ausbau der Windenergie wurden grundsätzlich verbessert. Dies betrifft insbesondere die komplexe Bürokratie zur Projektgenehmigung sowie zu Ausschreibungs- und Auktionsverfahren. Die Klimafreundlichkeit von Windstrom zeigt sich in geringen CO 2 -Emissionen und spielt in den Klimaschutzzielen der Europäischen Union, den USA und China als Schlüsselindustrie eine entscheidende Rolle. SAERTEX ist bei den führenden Herstellern von Windenergieanlagen und Rotorblättern weltweit platziert und zertifiziert. Die globale Bedeutung des Klimawandels und der regenerativen Energien wurden in ambitionierte Klimaschutzziele überführt, welche mit dem Europäischen "Green Deal" und dem Europäischen Klimagesetz, dem Beitritt der USA zum Pariser Klimaschutzabkommen und dem Klimagipfel von Präsident Joe Biden konkretisiert wurden. In den USA werden konkrete Investitionen in erneuerbare Energien im Rahmen des bereits in 2021 verabschiedeten "Infrastructure Law" sowie im "Inflation Reduction Act" von August 2022 vorgesehen beziehungsweise stark gefördert. Auch China hat sich zum Pariser Klimaschutzabkommen bekannt und baut insbesondere Kapazitäten in Offshore-Windparks aus. Diese werden als ein zentrales Element der "Green Recovery" nach der COVID-19 Pandemie angesehen. 3 Nach einer Analyse des Global Wind Energy Council (GWEC) wurden im Jahr 2022 global Windkraftanlagen mit einer Kapazität von 78 GW installiert. Dies entspricht einem Rückgang von 17,1 % gegenüber dem Vorjahr. Von der Gesamtinstallation entfallen auf das Wachstum im globalen Offshore-Windmarkt 8,8 GW. Ein Großteil der in 2022 installierten Windanlagen entfällt auf China, USA, Brasilien, Deutschland und Schweden. Für die kommenden Jahre bis 2027 wird von einem jährlichen Zuwachs von durchschnittlich mehr als 136 GW ausgegangen. 4 Die notwendigen Infrastrukturmaßnahmen in Abwasser- und Trinkwasserleitungen weltweit werden in Verbindung mit öffentlichen Ausschreibungen, welche verstärkt Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen, kontinuierlich weiter wachsen. 5 Im Absatzmarkt für zivile Luftfahrzeuge hat sich der Technologiewandel in Richtung Composite-Werkstoffe fortgesetzt und wird sich auch in den nächsten Jahren weiter beschleunigen. Die SAERTEX Gruppe begleitet Entwicklungen von Großprojekten im Bereich Composites für zukünftige Flugzeugbaureihen bei den weltweit führenden Herstellern von zivilen Luftfahrzeugen aktiv. Die SAERTEX Gruppe bedient neue Marktsegmente für industrielle Anwendungen im Bereich der E-Mobilität, des Transportwesen und des Leichtbaus in automobiler Serienproduktion. 3. Geschäftsverlauf und Lage der GesellschaftDie SAERTEX Gruppe ist weltweit mit Produktionsstandorten vertreten. Einer weiterhin voranschreitenden Kommoditisierung der Glasgelege begegnen wir aktiv durch bedarfsgerechte Verlagerungen unserer Aktivitäten in Niedriglohnstandorte. Dies spiegelt sich beispielsweise im Neuaufbau des Produktionsstandortes in Mexiko wider. Auf Gruppenebene kompensiert ein wachsender Anteil an Carbongelegen den zunehmenden Wettbewerbsdruck im Markt. Unser Produktportfolio wird konsequent durch technologische Weiterentwicklungen unserer Carbongelege angereichert. Die SAERTEX Gruppe verfolgt eine Lokalisierungsstrategie. Die Nähe zu den Produktionsstätten wird von unseren Kunden als Wettbewerbsvorteil - auch aus Nachhaltigkeitsgesichtspunkten - bewertet. Die wesentlichen Wertschöpfungsbestandteile werden auf Eurobasis fakturiert, wodurch ein Wechselkursrisiko im Wesentlichen vermieden werden kann. Die öffentlichen Auftraggeber im wichtigen Inlandsmarkt der SAERTEX multiCom GmbH waren bedingt durch die COVID-19 Pandemie in 2022 zunächst zurückhaltend in der Vergabe von Neuprojekten. Dies hat sich im Jahresverlauf relativiert und zu Nachholungseffekten geführt. Der vorliegende Auftragsbestand zum 31.12.2022 lag mit 99,2 Mio. EUR deutlich über dem Wert zum Vorjahresstichtag von 70,1 Mio. EUR, welches im diversifizierten Kundenportfolio begründet liegt. In 2022 konnten wir im Wesentlichen aus geopolitischen Gründen nicht mehr am starken Wachstum im chinesischen Markt partizipieren, welcher in den Vorjahren mit Carbongelegen für Offshore-Windanlagen beliefert wurde. Dies führte zu einem Umsatzeinbruch von über 90 %, einer Verlustsituation und fehlender Auslastung bei unserer chinesischen Tochtergesellschaft SAERTEX China, Dongying. Die Ergebnissituation bei der SAERTEX USA LLC gestaltete sich in 2022 weiterhin schwierig. Die Produktivität der SAERTEX USA LLC konnte in 2022 gegenüber dem Vorjahr erhöht werden, jedoch hat die Gesellschaft nur ein leicht positives EBITDA zu verzeichnen. Das Jahresergebnis liegt aufgrund der Zinsbelastung unter dem Vorjahr und ist weiterhin negativ. Die Planzahlen für das Berichtsjahr wurden durch die COVID-19 Pandemie und ihre schweren Auswirkungen in den USA nicht erreicht. Die geplante Teilverlagerung von Geschäftsaktivitäten der SAERTEX USA LLC zur SAERTEX Mexico S.A. de C.V. verzögerte sich und ist bis zur Mitte des Geschäftsjahres 2022 erfolgreich umgesetzt worden. Für 2023 gehen wir von einem positiven Ergebnisbeitrag (EBITDA) der SAERTEX USA LLC aus. Die mittelfristige Geschäftsplanung zeigt ebenfalls einen positiven Ergebnisbeitrag mit einem angepassten Kundenportfolio und einer Konzentration auf höherveredelte Produkte. Ein Brand bei der SAERTEX multiCom LP in den USA im Juli 2022, welcher im Wesentlichen die neue Imprägnierungsanlage betraf, führte zu einer verzögerten Marktbearbeitung und einer Umsatz- und Ergebnisentwicklung unter Plan. Wir gehen nach aktuellem Kenntnisstand von einer versicherungstechnischen Deckung aus. Die vollständige Geschäftstätigkeit war durch Hinzunahme von Fremdlieferanten jederzeit gewährleistet. Seit Mai 2023 ist die eigene Wertschöpfungstiefe wieder hergestellt und vollständig nutzbar. Grundsätzlich analysiert die SAERTEX Gruppe fortlaufend die Ergebnissituation sämtlicher Einzelgesellschaften und hinterfragt stetig die gesellschaftsrechtliche Notwendigkeit der derzeitigen Strukturen. Sofern Handlungsbedarfe erkennbar werden, werden Strukturen, Prozesse, Auslastungen oder die Organisationen entsprechend angepasst. 3.1 Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2022 wurden insgesamt 21,8 Mio. Euro investiert, vor allem in Sachanlagen. Das Anlagevermögen im Inland und Ausland hat sich im Wesentlichen durch die Werkserweiterung für die SAERTEX multiCom LP sowie den Erwerb von technischen Anlagen und Maschinen für die SAERTEX GmbH & Co. KG erhöht. Bei planmäßigen Abschreibungen auf Gebäude und auf technische Anlagen und Maschinen sowie Anlagenabgängen hat sich das Anlagevermögen um 9,2 % auf 102,2 Mio. Euro erhöht. Das Umlaufvermögen in Höhe von 171,6 Mio. Euro setzt sich aus 72,2 Mio. Euro Vorräten, 85,7 Mio. Euro Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sowie 13,7 Mio. Euro liquiden Mitteln zusammen. Der Anstieg der Vorräte gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen durch einen Aufbau des Rohstoffbestands um 3,6 Mio. EUR begründet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände steigen stichtagsbedingt um 16,4 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Der größte Teil der Kundenforderungen ist warenkreditversichert, zweifelhafte Forderungen wurden entsprechend wertberichtigt. Die sonstigen Vermögensgegenstände liegen mit 15,5 Mio. Euro um 4,4 Mio. Euro (+39,4 %) über Vorjahr. Eine wesentliche Position betrifft Forderungen aus Umsatzsteuer im Ausland. Die liquiden Mittel sinken stichtagsbedingt um 9,2 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Das Working Capital liegt bei 115,9 Mio. Euro und damit um 17,5 Mio. Euro (17,7 %) über Vorjahr. Bei einer um 7,3 % auf 275,2 Mio. Euro gestiegenen Bilanzsumme steigt die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag deutlich auf 29,1 % gegenüber 25,7 % im Vorjahr. Zum Stichtag beträgt das bilanzielle Eigenkapital 80,2 Mio. Euro (Vorjahr: 66,0 Mio. Euro), das wirtschaftliche Eigenkapital beträgt 117,4 Mio. Euro (Vorjahr 126,9 Mio. Euro). Die Rückstellungen liegen zum Stichtag mit 12,6 Mio. Euro um 1,3 Mio. Euro über dem Vorjahr. Dies liegt im Wesentlichen in einem Anstieg der Steuerrückstellungen begründet. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen liegen zum Stichtag durch angepasste Fakturabedingungen bei chinesischen Kunden bei 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro). Gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich die Verbindlichkeiten um 24,0 Mio. Euro auf 108,9 Mio. Euro. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der Finanzierung der Investitionen in das Anlagevermögen sowie aus der Bevorratungssituation zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sinken stichtagsbedingt auf 26,5 Mio. Euro (Vorjahr: 28,6 Mio. Euro) und betragen 9,6 % der Bilanzsumme. 3.2 Finanzlage Die Finanzlage war auch im Geschäftsjahr 2022 stabil. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Sichergestellt wurde dies durch fristenkongruente Finanzierungen und ein effizientes Debitorenmanagement. Die Finanzierung des operativen Geschäfts konnte durch den Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit abgedeckt werden. Zur Sicherstellung des kurzfristigen Finanzbedarfes stehen jederzeit ausreichend Kreditlinien zur Verfügung. Per 31.12.2022 waren innerhalb der SAERTEX Gruppe weltweit Kreditlinien im Gegenwert von 26,5 Mio. Euro (Vorjahr: 33,8 Mio. Euro) frei. Während der Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges, der abgeschwächten COVID-19 Pandemie, der Lieferkettenstörungen und Preisentwicklungen im globalen Umfeld in 2022 war die SAERTEX Gruppe jederzeit in der Lage, fällige Verbindlichkeiten zu bedienen. Die SAERTEX Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen operativen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 0,7 Mio. Euro (Vorjahr: 30,3 Mio. Euro) erwirtschaftet. Der deutliche Rückgang resultiert aus dem gesunkenen Konzernergebnis, dem Anstieg des working capitals sowie der Berücksichtigung eines zahlungsunwirksamen Forderungsverzichts. Dem steht ein Cashflow aus Investitionstätigkeit von -13,9 Mio. Euro (Vorjahr: -20,8 Mio. Euro) gegenüber. Die Entwicklung ist im Wesentlichen auf Investitionen ins Sachanlagevermögen im Zuge der Werkserweiterung für die SAERTEX multiCom LP in den USA zurückzuführen. Zur Finanzierung der Investitionen wurden Finanzkredite in Höhe von 25,7 Mio. Euro (Vorjahr: 20,1 Mio. Euro) aufgenommen. Gleichzeitig wurden langfristige Darlehen und kurzfristige Kredite mit 5,4 Mio. Euro getilgt. Insgesamt ist der Finanzmittelbestand deutlich gesunken:
3.3 Ertragslage Die Umsatzerlöse in der SAERTEX Gruppe betrugen im Berichtsjahr 312,2 Mio. Euro nach 357,2 Mio. Euro im Vorjahr und sanken damit um 12,6 %. Zu dieser Senkung haben insbesondere Umsatzrückgänge im chinesischen Absatzmarkt für Windenergie geführt, welche nur teilweise durch andere Industrieanwendungen sowie Kunden im Bereich Luftfahrt und Automobil kompensiert werden konnten. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung und der aktivierten Eigenleistungen betrug der Rückgang der Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr 12,1 %. Die Materialaufwendungen lagen im Berichtsjahr bei 195,1 Mio. Euro (Vorjahr: 225,3 Mio. Euro) und sind durch Veränderungen im Materialmix um 13,4 % gesunken. Der Anteil an der Gesamtleistung sank von 63,2 % auf 62,3 %. Die Personalaufwendungen steigen leicht auf 58,0 Mio. Euro nach 56,5 Mio. Euro im Vorjahr. Im Verhältnis zur Gesamtleistung hat sich der Anteil auf 18,5 % verschlechtert (Vorjahr: 15,8 %). Im Jahresdurchschnitt waren 1.248 (Vorjahr: 1.276) Arbeitnehmer im Konzern beschäftigt. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit 30,3 Mio. Euro um 18,1 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahr. Der Posten enthält im Wesentlichen Währungskursgewinne (14,9 Mio. Euro), einen Forderungsverzicht (7,6 Mio. Euro), einen Buchgewinn (2,9 Mio. Euro) aus dem Verkauf der Anteile an dem assoziierten Unternehmen ProKASRO Mechatronik GmbH sowie eine Versicherungserstattung (2,7 Mio. Euro) im Zusammenhang mit dem Brand bei der SAERTEX multiCom LP in den USA. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 21,6 % auf 58,0 Mio. Euro gestiegen. Ursächlich für den Anstieg sind im Wesentlichen gestiegene Aufwendungen aus Währungsumrechnungen und erhöhte Reise-, Messe- und vertriebsnahe Kosten. Das EBITDA liegt mit 32,5 Mio. Euro um 17,3 % unter dem Vorjahreswert von 39,3 Mio. Euro. Das EBITDA in Relation zur Gesamtleistung liegt bei 10,4 % (Vorjahr: 11,0 %). Unter Berücksichtigung eines erhöhten Zinsaufwands (+ 1,2 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr) wird ein Konzernjahresüberschuss von 13,8 Mio. Euro erreicht, welcher um 5,6 Mio. Euro unter dem Vorjahr liegt. 3.4 Zusammenfassende Beurteilung Insgesamt zeigt das Geschäftsjahr 2022 vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlich negativen Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges, der abgeschwächten COVID-19 Pandemie und der weiteren Diversifizierung einen zufriedenstellenden Geschäftsverlauf. Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die ambitionierten Budgetvorgaben konnten nicht erreicht werden, da die Absätze in einigen Auslandsmärkten (insbesondere China) durch verschiedene Effekte nicht auf konstant hohem Niveau gehalten werden konnten beziehungsweise zum Teil massiv eingebrochen sind. Das EBITDA liegt unter dem ambitionierten Budget und unter dem Vorjahresniveau. Der Brutto-Cashflow liegt deutlich unter Vorjahr. Der Auftragseingang liegt im monatlichen Durchschnitt über dem Vorjahresniveau, allerdings mit 30,1 Mio. Euro leicht unter Budget. 4. RisikoberichtAufgrund der steigenden Preise für fossile Brennstoffe und der politischen sowie gesellschaftlichen Entwicklungen hin zur nachhaltigen Energiegewinnung sehen wir weiterhin sehr hohe Chancen im Windenergiemarkt. Die weltweite Entwicklung zu regenerativen Energiequellen ist ungebrochen. Zudem weisen wir mit unseren Hochleistungs-Carbongelegen ein Differenzierungsmerkmal auf. Von SAERTEX verfügbare Technologien wie Pultrusion bieten hohe Marktchancen. Ebenso sehen wir für den Bereich der grabenlosen Kanalsanierung keine grundsätzlichen Marktrisiken. Der Sanierungsbedarf wächst und die öffentliche Haushaltslage sowie der Investitionsdruck sind weiterhin gut, so dass nicht von einem Rückgang der Sanierungsmaßnahmen auszugehen ist. Auch in den USA steigt die Akzeptanz der UV-aushärtenden glasfaserverstärkten Kunststoff-Liner gegenüber den dampfaushärtenden Filzlinern konstant, so dass der Anteil der GFK-Liner am Gesamtsanierungsmarkt in den USA steigen wird. Daher investieren wir konsequent in den Ausbau unseres Produktionsstandortes in den USA, um die Wertschöpfungstiefe, Marktpräsenz und Lieferfähigkeit weiter zu erhöhen. In einigen Marktsegmenten werden kundenseitig Standard-Glasgelege für Composite-Anwendungen als Commodities gesehen. Ausgehend von einem potentiellen Risiko der Marktverdrängung, insbesondere durch chinesische Marktbegleiter, ist es für die SAERTEX Gruppe umso wichtiger, über marktgerechte Innovationen die Marktposition zu behaupten und weiter auszubauen. Der globale Fußabdruck der SAERTEX Gruppe - auch in Ländern mit einem geringen Lohngefüge - wird konsequent durch Produktionsschwerpunktsetzung genutzt. SAERTEX betreibt intensiv Forschung und Produktentwicklungen. Die Geschäftsführung überwacht alle Aktivitäten in diesem Feld im Rahmen einer langfristig fixierten Strategie und koordiniert die Ziele gemeinsam mit den Fachbereichen. Auch im Bereich der Anwendungstechnologie werden zusätzlich von SAERTEX geschaffene Kapazitäten vom Markt sehr gut angenommen. Durch Risikodiversifizierung in neue aussichtsreiche Marktfelder wird die zukünftige Entwicklung der Gruppe für die nächsten Geschäftsjahre insgesamt auch weiterhin positiv bewertet. Wir gehen davon aus, dass die Rohstoffpreise auch zukünftig weiter kontiniuerlich steigen werden. Die SAERTEX Gruppe ist durch die Marktposition in der Lage, Preiserhöhungen aus dem Rohstoffeinkauf konsequent an die Kunden weiterzugeben. Risiken aus diesem Bereich sind begrenzt, da durch langfristige Kontrakte die Versorgungssituation sichergestellt ist. Politische Risiken durch protektionistische Maßnahmen haben auf unser Geschäft nur einen kleinen Einfluss, da unsere Produkte (Gelege, Liner) lokal hergestellt werden und auch die Rohstoffmärkte in der Regel lokal sind. Zwar sind protektionistische Maßnahmen grundsätzlich eine Herausforderung und mit Unsicherheit und Risiko verbunden. Da wir jedoch in allen wesentlichen Märkten mit einer lokalen Produktion vor Ort sind, sind wir in der Lage, durch entsprechende Produktionsverlagerungen und -ausweitungen aus einer möglichen Abschottung einzelner Märkte lokal Vorteile zu ziehen. Durch die EU-Durchführungsverordnung 2020/492, welche Anti-Dumping Maßnahmen gegen Glasfasern und -gelege mit Ursprung in China und Ägypten vorsieht und am 1. April 2020 in Kraft getreten ist, sehen wir weiterhin Marktchancen für SAERTEX, da Wettbewerber durch die EU-Durchführungsverordnung betroffen sein können. Risiken aus Derivaten oder anderen Finanzgeschäften bestehen nicht bzw. wurden durch Rückstellungen in ausreichender Höhe im Konzernabschluss berücksichtigt. Vor dem Hintergrund des aktuell hohen bzw. steigenden Zinsniveaus bestehen zukünftige Risiken aus erhöhten Ergebnisbelastungen infolge steigender Zinsaufwendungen unter anderem resultierend aus künftigen Refinanzierungserfordernissen sowie aus ggf. zusätzlichen Finanzierungsbedarfen im Zuge des weiteren Wachstums der SAERTEX Gruppe. Risiken durch Cyberbedrohungen werden im Rahmen unserer IT-Strategie identifiziert, bewertet und entsprechend bearbeitet. Risiken, die über das allgemeine wirtschaftliche Risiko einer unternehmerischen Betätigung hinausgehen, sind nicht erkennbar. Die Risiken aus COVID-19 sind nach den letztjährigen Entwicklungen und im Vergleich zu den Corona-Jahren 2020 und 2021 nach aktueller Einschätzung als abgeschwächt einzustufen. Bei einer Verschärfung der COVID-19-Situation bestehen potenzielle Risiken durch Abriegelung einzelner Märkte, der Unterbrechung von Lieferketten und Zahlungsströmen und erhöhtem Krankenstand in der eigenen Belegschaft. Zudem kann die Ausbreitung von COVID-19 Auswirkungen auf die Nachfrage und die Verfügbarkeit von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen haben. Hier sind insbesondere Maßnahmen zu nennen, die die globalen Lieferketten unterbrechen. Ein Beispiel sind die Coronamaßnahmen in China, welche zu Verwerfungen in Transporten führten und eine laufende Begleitung unserer Investition für die Tochtergesellschaft SAERTEX multiCom in Pinghu erschwerten. Durch die Lokalisierungsstrategie ist die SAERTEX Gruppe in Bezug auf Risiken aus COVID-19 grundsätzlich gut aufgestellt. Risiken aus Russlands anhaltendem Angriffskrieg in der Ukraine bestehen für die SAERTEX Gruppe durch die Verfügbarkeit und allgemeine Verteuerung von Vorprodukten im Wesentlichen mittelbar auf der Beschaffungsseite. Dies betrifft beispielsweise steigende Energiepreise für Lieferanten, welche energieintensive Produktionsprozesse haben. Eine direkte Beschaffung in Russland findet nach wie vor nicht statt. Wesentliche absatzseitige Risiken bestehen im russischen Markt nicht. Wertbegründende Entwicklungen sind hieraus für die Ziele der SAERTEX Gruppe auch in Zukunft nicht abzuleiten. Das Ziel einer europäischen Unabhängigkeit von russischer Energie wird zu einer Nachfragestärkung für erneuerbare Energien führen. In Summe sehen wir uns durch unser ausgewogenes Risikomanagement gegenüber den wesentlichen Risiken gut positioniert und sind grundsätzlich in der Lage, frühzeitig Entwicklungen zu erkennen und auf diese zu reagieren. Aus Sicht der Geschäftsführung gibt es derzeit keine Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. 5. PrognoseberichtDie Auftragslage gegen Ende des Geschäftsjahres 2022 war in verschiedenen Zielmärkten unterschiedlich zufriedenstellend. Die Umsatzentwicklungen werden regelmäßig im Rahmen eines Forecasts überprüft. Nach unserer heutigen Beurteilung sehen wir keinen nachhaltig negativen Einfluss auf die Geschäftstätigkeiten im Geschäftsjahr 2023 und darüber hinaus. Die in 2022 noch angespannte Lieferkettensituation wird keinen wesentlichen negativen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit in 2023 haben. Die Umsatz-, Ertrags-, Liquiditäts- und Auftragseingangslage liegt im ersten Quartal 2023 trotz der weltweiten Herausforderungen nur leicht unter Budgetniveau. Die Stabilisierung des weiterhin auskömmlichen Ertragsniveaus hängt auch von der Entwicklung sehr volatiler Rohstoffpreise sowie den wirtschafts- und geldpolitischen Rahmenbedingungen unter anderem zur Bekämpfung der Inflation in Europa, den USA und Asien ab. Vor dem Hintergrund der stabilen Wirtschaftslage für erneuerbare Energien erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023 für den Windbereich eine stabile Nachfrage über Vorjahresniveau und für den Bereich GFK-Kanalsanierung eine konstant hohe Nachfrage. Dies ist zum Teil durch staatliche Konjunktur- und Infrastrukturprogramme gestützt. Im US-Markt sehen wir derzeit gute Marktchancen für SAERTEX mit einer Fokussierung auf höherveredelte Produkte. Durch initiierte Investitionsprogramme für alternative Energieerzeugung sehen wir ein deutlich aufgehelltes Geschäftsklima für unsere Zielbranchen. Durch die immer größer werdenden Windkraftanlagen mit Blattlängen von bis zu 110 Metern steigt auch der Bedarf nach hochqualitativen Carbon-Gelegen. Für unsere wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz, Auftragseingang, Liquidität und EBITDA erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023 ein Niveau über dem des Jahres 2022. Für Umsatz und EBITDA erwarten wir einen deutlichen Anstieg, bei den Auftragseingängen sowie der Liquidität einen leichten Anstieg. Durch die nach wie vor nicht vorhersagbaren weiteren Entwicklungen im Zusammenhang mit geopolitischen Unsicherheiten, welche nach wie vor Einflüsse auf unsere Lieferketten und Rohstoffpreise und -verfügbarkeiten haben können, besteht eine Unsicherheit bezüglich der Quantifizierung unserer Prognosen.
Emsdetten, den 20.06.2023 Bruno Lammers
1
https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2023/04/11/world-economic-outlook-april-2023,
abgerufen am: 17.05.2023
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzernanhang zum 31. Dezember 20221. AllgemeinesDie BRULA Holding GmbH & Co. KG ist beim Amtsgericht Steinfurt unter der Handelsregister-Nummer HRA 6768 eingetragen. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen im Konzernanhang, soweit dies zur Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Konzernabschlusses erforderlich erscheint. Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen hinsichtlich der Gliederung § 298 HGB i.V.m. den §§ 266 und 275 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewandt. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt. Für den Einzelabschluss der BRULA Holding GmbH & Co. KG sowie für die folgenden inländischen Tochterunternehmen wurde von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB bzw. des § 264b HGB hinsichtlich der Aufstellung eines Anhangs und Lageberichtes sowie der Offenlegung der Jahresabschlüsse Gebrauch gemacht. SAERTEX GmbH & Co. KG, Saerbeck SAERTEX Germany GmbH, Saerbeck SAERTEX Management Beteiligungsgesellschaft mbH, Saerbeck SAERTEX Beteiligungsgesellschaft mbH, Saerbeck SAERTEX multiCom GmbH, Saerbeck SAERTEX Property GmbH & Co. KG, Saerbeck SAERTEX Stade Verwaltungs GmbH, Stade SAERTEX Holding GmbH & Co. KG, Saerbeck SAERTEX Holding GmbH, Saerbeck SAERTEX Engineering GmbH, Saerbeck TK Industries GmbH, Selbitz 2. KonsolidierungskreisDie BRULA Holding GmbH & Co. KG, Emsdetten, stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den sie als Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss der BRULA Holding GmbH & Co. KG wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Zum 31. Dezember 2022 werden neben der BRULA Holding GmbH & Co. KG, Emsdetten, die folgenden Tochterunternehmen, deren Anteile unmittelbar oder mittelbar vom Mutterunternehmen gehalten werden im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen:
Der Konsolidierungskreis setzt sich zum 31. Dezember 2022 neben dem Mutterunternehmen aus 11 inländischen und 17 ausländischen Unternehmen zusammen. Die am 2. Januar 2019 gegründete SAERTEX multiCom RUS, Moskau, welche gem. § 296 Abs. 2 HGB von untergeordneter Bedeutung ist und daher nicht in den Konzern einbezogen wird befindet sich in Liquidation. Die Anteile an der ProKASRO Mechatronik GmbH als assoziiertem Unternehmen wurden in 2022 veräußert. Daher schied das Unternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus. In Ausübung des Wahlrechts nach § 311 Abs. 2 HGB wird aus Gründen der Wesentlichkeit folgendes assoziierte Unternehmen nicht nach Equity-Methode sondern zu fortgeführten Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen:
3. KonsolidierungsmethodenDie erstmalige Einbeziehung der übernommenen Tochterunternehmen erfolgte 2015 unter analoger Anwendung der internationalen Regelungen zu "Transaktionen unter gemeinsamer Beherrschung" bzw. unter Berücksichtigung des nicht ins HGB umgesetzten Art. 25 der EU-Bilanzrichtlinie. Die Bewertung der übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden wurde damit abweichend von § 301 HGB und DRS 4 nach der Buchwertmethode vorgenommen. Ein sich bei der erstmaligen Einbeziehung aus der Aufrechnung des anteiligen Eigenkapitals mit dem Beteiligungsbuchwert ergebender aktiver oder passiver Unterschiedsbetrag wird den zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung vorhandenen Vermögensgegenständen und Schulden zugerechnet. Ein danach verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und gem. § 309 Abs. 1 HGB planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Ein verbleibender passiver Unterschiedsbetrag mit Fremdkapitalcharakter wird bei Anfall der Aufwendungen bzw. Verluste aufgelöst. Für Anteile fremder Gesellschafter an in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wird in der Konzernbilanz ein Ausgleichsposten in Höhe des Anteils der fremden Gesellschafter am Eigenkapital unter der Bezeichnung "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Schulden zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet oder so umgegliedert, wie sie aus der Sicht eines einheitlichen Unternehmens auszuweisen sind. Soweit in den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Vorräten Zwischenergebnisse aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr enthalten sind, werden diese gem. § 304 HGB erfolgswirksam eliminiert. Die Fremdwährungsumrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Jahresabschlüsse bzw. Handelsbilanzen II erfolgt nach § 308a HGB. Sämtliche Bilanzpositionen bzw. Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bzw. zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit historischen Kursen umgerechnet, die Währungsumrechnungsdifferenzen werden in der Position "Währungsausgleichsposten" innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. In Anlehnung an DRS 25 Tz. 80 werden in den Einzelabschlüssen ausgewiesene Erfolgsbeträge aus der Umrechnung und Bewertung von konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeit in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung belassen. Diese Erfolgsbeträge werden in der Konzern-Kapitalflussrechnung unter den sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen / Erträgen ausgewiesen. Latente Steuern werden gem. § 306 HGB ermittelt und ergeben sich im Geschäftsjahr aus der Zwischengewinneliminierung (aktive latente Steuern). 4. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen werden einheitlich nach den hier beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Bei der Annahme einer längeren Nutzungsdauer von mehr als fünf Jahren eines Geschäfts- oder Firmenwerts wird auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abgestellt. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und - soweit abnutzbar - abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Abschreibungen auf unterjährige Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von € 1.000,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau wurden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Finanzanlagen werden auf Basis der Anschaffungskosten, unter Berücksichtigung evtl. Wertminderungen nach § 253 Abs. 3 HGB, bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet, soweit nicht ein niedrigerer Wert anzusetzen ist. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Waren werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Bestandsrisiken bei den Vorräten werden durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt. Dabei wurde das strenge Niederstwertprinzip beachtet. Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Stichtag darstellen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt gemäß § 274 HGB mittels Betrachtung der Wertunterschiede von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, die aus unterschiedlichen Wertansätzen in der Handels- und Steuerbilanz resultieren und zukünftig steuerbe- oder -entlastend wirken. Aktive latente Steuern resultieren aus der Eliminierung von Zwischenergebnissen beim Sachanlagevermögen und bei den Vorräten (§§ 304, 306 HGB). Für Zwecke der Bewertung der abzugrenzenden Steuern wird auf den unternehmensindividuellen Steuersatz abgestellt, der voraussichtlich im Zeitpunkt der Umkehrung der zeitlichen Differenz Gültigkeit hat. Für die Bestimmung des Wertansatzes der latenten Steuern werden die individuellen Steuersätze der jeweiligen Gesellschaften zu Grund gelegt. Diese bewegen sich im Bereich von 14,7 % bis 30,2 %. In Ausübung des Ansatzwahlrechtes gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB erfolgte eine Bilanzierung des sich aus den Konzerngesellschaften in Summe ergebenden Aktivüberhangs an latenten Steuern. Die nach § 306 HGB ausgewiesenen aktiven latenten Steuern ergeben sich aus der Zwischengewinneliminierung. Die Posten des Eigenkapitals sind zum Nennwert bilanziert. Die Bildung und Bewertung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen erfolgt unter Bezugnahme auf das Gutachten des Hauptfachausschusses des Instituts der Wirtschaftsprüfer 1/1984. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst und nach der "Nettomethode" bilanziert. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Stichtag darstellen. Geschäftsvorfälle in fremder Währung sind grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Ersterfassung bewertet. Sofern Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr bestehen, werden diese zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Für die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung werden Jahresdurchschnittskurse zu Grunde gelegt. Vor dem Risiko der Hochinflation ist im Berichtsjahr nur die SAERTEX Turkey Tekstil Limited Sirketi betroffen. Diesem Szenario wird durch die Abwicklung aller wesentlichen Transaktionen in Euro vorgebeugt. 5. Erläuterungen der BilanzDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals in Anwendung des DRS 22 wird im Eigenkapitalspiegel dargestellt. Aus dem Erwerb der TK Industries GmbH durch die SAERTEX GmbH & Co. KG zum 3. Juli 2019 entstand im Konzernabschluss ein passiver Unterschiedsbetrag mit Fremdkapitalcharakter in Höhe von T€ 528, der auf erwartete künftige Aufwendungen oder Verluste zurückzuführen ist. Der passive Unterschiedsbetrag wird bei Anfall der Aufwendungen bzw. Verluste ergebniswirksam aufgelöst. Die Auflösung des Geschäftsjahres beläuft sich auf TEUR 35. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen aus dem Personalbereich, für Garantieerfüllungen, für Rechnungsnachlauf und für Drohverluste. Der Konzern ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit Zinsrisiken und Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt zum Teil durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Dazu gehören insbesondere Zinsswaps bzw. Devisentermingeschäfte. Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente wurden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Die Derivate setzen sich zum 31.12.2022 wie folgt zusammen:
Für die Derivate wurden Drohverlustrückstellungen in Höhe von T€ 1.543 gebildet. Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Die Verbindlichkeiten sind in Höhe von 16,9 Mio. EUR (Vorjahr: 19,9 Mio. EUR) durch Grundschulden besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind insbesondere aufgrund von Forderungsverzichten der Gesellschafter gesunken. 6. Erläuterungen der Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse verteilen sich geographisch auf folgende Märkte:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 4.111 enthalten (Vorjahr: T€ 1.996). Diese entfallen in Höhe von T€ 3.284 auf Erträge aus Anlagenverkäufen (Vorjahr T€ 1.259), in Höhe von T€ 325 auf Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen (Vorjahr T€ 391), in Höhe von T€ 449 auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (Vorjahr T€ 345) sowie in Höhe von T€ 53 auf sonstige periodenfremde Erträge (Vorjahr T€ 1). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 30 (Vorjahr T€ 25) enthalten. Diese entfallen in Höhe von T€ 29 auf Buchverluste aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens (Vorjahr T€ 20) sowie in Höhe von T€ 1 auf sonstige periodenfremde Aufwendungen (Vorjahr T€ 5). Die Finanzanlagen wurden in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 15) aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. von außergewöhnlicher Bedeutung i.S.d. § 314 Abs. 1 Nr. 23 HGB aus einem Forderungsverzicht (T€ 7.585), aus einem Anteilsverkauf (T€ 2.940) sowie aus einer Versicherungserstattung (T€ 2.684). In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind latente Steueraufwendungen in Höhe von T€ 175 (Vorjahr T€ 523) enthalten. 7. Sonstige Angabena) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich auf T€ 6.711 (Vorjahr T€ 8.803). Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften für fremde Dritte bestehen nicht. b) Arbeitnehmer Im Konzern wurden in 2022 im Durchschnitt 1.248 (Vorjahr: 1.257) Arbeitnehmer in folgenden Bereichen beschäftigt:
c) Honorar des Abschlussprüfers Das Abschlussprüferhonorar beträgt für das Geschäftsjahr 2022 T€ 432 und setzt sich wie folgt zusammen:
d) Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen, die der Angabepflicht des § 285 Nr. 21 HGB unterliegen würden, lagen im Geschäftsjahr 2021 nicht vor e) Geschäftsführung Geschäftsführer der geschäftsführenden Komplementärin, der BRULA-Verwaltungs GmbH, Emsdetten, war im Geschäftsjahr 2022:
Hinsichtlich der Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung wird die Schutzklausel gemäß § 314 Abs. 3 S. 2 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. f) Ergebnisverwendung/GewinnverwendungsvorschlagDer Jahresüberschuss des Mutterunternehmens wird entsprechend der Regelungen im Gesellschaftsvertrag den Rücklagen bzw. den Darlehenskonten der Gesellschafter zugwiesen. g) Nachtragsbericht Es ergaben sich keine besonderen Vorgänge, die nach dem Geschäftsjahr 2022 eingetreten sind und Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können.
Emsdetten, den 20. Juni 2023 Bruno Lammers Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2022
Konzernkapitalflussrechnung
Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes
Konzerneigenkapitalspiegel
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die BRULA Holding GmbH & Co. KG, Emsdetten Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der BRULA Holding GmbH & Co. KG, Emsdetten, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der BRULA Holding GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Osnabrück, den 21. Juni 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Norbert Niedenhof, Wirtschaftsprüfer ppa. Marcel Schmöcker, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 wurde am 27.06.2023 gebilligt. |
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