Kienle Automobiltechnik GmbH

Max-Planck-Straße 4, 71254 Ditzingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 203599
Eingetragen
14.2.1991
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörSonstige Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Gegenstand
Betrieb einer Kfz-Reparaturwerkstatt, die Restauration von Automobilen sowie der Handel mit Automobilen und Zubehör. Die Gesellschaft kann den Geschäftsgegenstand erweitern, sich an anderen Unternehmen beteiligen, solche erwerben oder veräußern sowie auch Komplementärin von Personengesellschaften werden und sonst alles unternehmen, was dem Gesellschaftszweck förderlich erscheint.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Klaus Kienle
seit 6.3.2006
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 4 angezeigt

71296 Heimsheim, Panoramastr. 21
302.500 €
60.50%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kienle Automobiltechnik GmbH

Ditzingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

A. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Kienle Automobiltechnik GmbH hat ihren Sitz in Ditzingen. Die Geschäftstätigkeit der Kienle Automobiltechnik GmbH ist spezialisiert auf die Veredelung und Restauration von Mercedes-Oldtimer-Fahrzeugen womit die Kienle Automobiltechnik GmbH einen weltweit bekannten Namen erlangt hat. Ständige Kontroll- und Qualitätssicherungsmaßnahmen auf allen Fertigungsstufen sichern den hohen Qualitätsstandard, der eine wesentliche Grundlage für den Markterfolg unserer Produkte bildet. Ihre führende Marktposition konnte die Kienle Automobiltechnik GmbH im vergangenen Geschäftsjahr festigen. Die Geschäftstätigkeit umfasst auch den Handel von historischen Fahrzeugen.

Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2020 nicht verändert.

B. Wirtschaftsbericht

B. I Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der gesamtwirtschaftliche konjunkturelle Aufschwung hat sich aufgrund der Corona Pandemie in 2020 deutlich abgeschwächt.

Die Nachfrage nach Produkten und Leistungen im Luxus-Segment ist aufgrund der Reisebeschränkungen durch die Corona Pandemie stark zurückgegangen.

B. II Geschäftsverlauf und Lage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Kienle Automobiltechnik GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2020 insgesamt deutlich verschlechtert.

Diese Entwicklung war im abgelaufenen Wirtschaftsjahr getragen von der stetigen Unsicherheit bedingt durch das Corona Virus und den daraus resultierenden Lockdowns.

Die Entwicklung im folgenden Geschäftsjahr 2021 war getragen von dem stetig wachsenden Anteil von Aufträgen ausländischer Kunden am gesamten Auftragsbestand. Die Unsicherheit bedingt durch das Corona Virus hat sich deutlich abgeschwächt und auf das Risiko beschränkt, dass der Auftragsbestand bedingt durch Covid-19 Erkrankungen von Mitarbeitern verspätet fertiggestellt werden kann.

Für das derzeit laufende Geschäftsjahr 2022 wird mit einer weiteren Erhöhung des wirtschaftlichen Wachstums gerechnet. Die Umsatz- und Auftragsentwicklung wird deutlich besser eingeschätzt als in den Jahren 2020 und 2021. Die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie und der daraufhin weltweit verhängten Gesundheitsschutzmaßnahmen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die Umsatz- bzw. Auftragsentwicklung der Kienle Automobiltechnik GmbH können weiterhin nur schwer eingeschätzt werden. Die internationale Kundschaft honoriert nachhaltig die hohe Qualität der erbrachten Leistungen und Produkte der Kienle Automobiltechnik GmbH.

B. II.1 Ertragslage

Die Gesamtleistung reduzierte sich von 26.760 TEUR um 49 % auf 13.520 TEUR. Der Rohertrag veränderte sich von 8.159 TEUR auf 5.904 TEUR. Die Personalkosten verminderten sich von 4.632 TEUR auf 3.983 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken von 2.802 TEUR um ca. 21 % auf 2.217 TEUR. Der Rückgang resultierte insbesondere aus einer Reduzierung der Werbe- und Repräsentationsaufwendungen für Werbung, Messeauftritte und Veranstaltungen (- 232 TEUR) sowie reduzierten Aufwendungen für KFZ-Kosten (- 109 TEUR). Ferner erhöhte sich der größtenteils einmalige Beratungsaufwand um TEUR 300 auf TEUR 437, während Einmalaufwand für Schadenersatz, Garantien und Vergleiche in der Größenordnung von TEUR 514 nicht mehr anfielen.

Auf dieser Grundlage wurde ein negatives Ergebnis vor Steuern in Höhe von -1.102 TEUR (Vj. 26 TEUR) erzielt.

B. II.2 Finanzanlage

Das Ersatzteillager (6.936 TEUR, VJ. 7.139 TEUR) nebst Fahrzeugbestand (5.046 TEUR, VJ. 3.980 TEUR) war am Bilanzstichtag durch kurz- und mittelfristige Darlehen von externen Personen (3.263 TEUR, VJ. 3.480 TEUR), Leasingverbindlichkeiten (1.739 TEUR, VJ. 2.087 TEUR), Kontokorrentkrediten der Hausbanken (3.470 TEUR; Linie 3.614 TEUR) sowie einem KFW-Darlehen (807 TEUR, Vj. 0 TEUR) finanziert.

Der Gesellschaft war es aufgrund hohen Kundenvertrauens möglich, die in Arbeit befindlichen Restaurationsaufträge vollständig über Anzahlungen und Vorkasseleistungen zu finanzieren.

Die Gesellschaft konnte ihre finanziellen Verpflichtungen im Geschäftsjahr erfüllen.

B. II.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Kienle Automobiltechnik GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf 16.977 TEUR (VJ. 18.424 TEUR). Die Eigenkapitalquote beträgt ca. -0,2 % (VJ. 5,9 %).

B. III Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist geordnet. Die Bestände mit historischen Ersatzteilen und Fahrzeugen sind in größerem Umfang kurzfristig finanziert.

C. Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken

Das in 2019 für das Jahr 2020 prognostizierte Ergebnis wurde in etwa erreicht.

In dem bereits abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 konnte die Gesamtleistung um mehr als 50 % gesteigert und aufgrund verschiedener Maßnahmen (Kosteneinsparung, Prozessoptimierung, Ertragsteigerung) sowie dem Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf der Betriebsimmobilie ein annähernd ausgeglichenes Ergebnis erzielt werden. Das Unternehmen plant für 2022 auf der Grundlage einer um ca. 6 % erhöhten Gesamtleistung und einem deutlich besseren Rohertrag gegenüber dem Vorjahr 2021 mit einem positiven Ergebnis vor Steuern.

Die Finanzierung des Unternehmens wird insbesondere durch Kundenzahlungen, Darlehen von Kunden und die langfristige Kreditierung von Fahrzeugankäufen gewährleistet.

Um die langfristige Unternehmensfinanzierung zu gewährleisten wurde in 2021 die im Eigentum der Kienle Automobiltechnik GmbH befindliche Immobilie an einen Investor verkauft und ein Veräußerungsgewinn von ca. 1,6 Mio. EUR erzielt.

Die M&A Immo GmbH hat darüber hinaus eine zweckgebundene Patronatserklärung bis zu einem Betrag von TEUR 500 abgegeben.

Zusätzlich wurde ein externer Investor gefunden der sich mit 10% an der Gesellschaft beteiligen will. Der Erwerb der Anteile wird voraussichtlich im 4. Quartal 2022 abgeschlossen sein.

Mit den finanzierenden Banken wurden jeweils Vereinbarungen getroffen, die jeweils gewährten Kreditlinien bis zum 31.12.2023 in quartalsmäßigen Raten von jeweils T€ 63 zurückzuführen (Valuta 31.08.2022 T€ 759).

Auf der Grundlage, dass die bestehenden Finanzierungen aufrechterhalten oder adäquat ersetzt werden können, die geplanten Maßnahmen umgesetzt und die Planergebnisse erreicht werden, ist das Unternehmen liquide und sieht darüber hinaus für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens keine wesentlichen wirtschaftlichen oder rechtlichen Bestandsgefährdungspotentiale mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

D. Risikobericht

D. I Risikobericht

D. I.1 Branchenspezifische Risiken

Die in den vergangenen Jahren beobachteten Preissteigerungen im Bereich historischer Fahrzeuge könnten weiter stagnieren und zurückgehen.

D. I.2 Ertragsorientierte Risiken

Es bestehen latente Risiken in der Kalkulation von langfristigen Restaurationsaufträgen für den Fall unerwarteter Kostenerhöhungen. Ferner bestehen Risiken darin, dass das Preisniveau für historische Fahrzeuge sinken könnte. Geplante Abnahmetermine für fertiggestellte Fahrzeuge verzögern sich aufgrund der durch die Covid19-Pandemie verhängten Reisebeschränkungen. Daraus kann sich bei betroffenen Aufträgen eine verzögerte Erstellung der Schlussrechnung ergeben.

D. I.3 Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Unternehmen ist neben kurz- und mittelfristigen Bankfinanzierungen insbesondere durch Kundenanzahlungen, Lieferantenkredite und private Kreditgeber fremdfinanziert. Aufgrund der überdurchschnittlichen und langfristigen Kapitalbindung in den Ersatzteil- und Fahrzeugbeständen ist die Durchfinanzierung des Unternehmens von der Aufrechterhaltung der bestehenden Finanzierungen, der nachhaltigen Erzielung von Ertragsüberschüssen in geplanter Höhe und der Mittelfreisetzung aus dem Abverkauf strategisch nicht notwendiger Ersatzteile abhängig.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

D. II Chancenbericht

Die Exklusivität und Qualität der Produkte sind wesentlicher Bestandteil des geschäftlichen Erfolgs der Kienle Automobiltechnik GmbH. Das Ziel der Gesellschaft ist, weltweit führend in Qualität und die darin begründete Ausnahmestellung beizubehalten, auszubauen und damit die Erzielung zukünftiger positiver Ergebnisse sicherzustellen.

Die Kienle Automobiltechnik GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Die Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter sichert die fachliche Kompetenz des Personals.

D. III Gesamtaussage

Neben den im Prognose- und Risikobericht aufgeführten Risiken, sind weitere Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, derzeit nicht bekannt.

 

Ditzingen-Heimerdingen, den 31.08.2022

Klaus Kienle

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2020

KIENLE AUTOMOBILTECHNIK GMBH, DITZINGEN

AKTIVA

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.636.089,80 1.542.646,99
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 1,00
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,50 0,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,50 0,50
II. Sachanlagen 1.635.588,80 1.542.145,99
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.464.994,00 1.302.213,00
2. technische Anlagen und Maschinen 67.195,00 78.798,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 103.399,80 121.479,30
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 39.655,19
III. Finanzanlagen 500,00 500,00
1. Genossenschaftsanteile 500,00 500,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 15.274.587,04 16.844.162,36
I. Vorräte 14.600.098,48 11.321.389,92
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.936.432,41 7.138.817,49
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.723.758,17 4.489.419,50
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 5.046.371,07 3.980.217,68
4. Geleistete Anzahlungen 2.617.295,00 0,00
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -3.723.758,17 -4.287.064,75
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 665.155,33 5.519.163,04
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 242.244,79 4.620.011,51
2. Forderungen gegen Gesellschafter 158.915,20 193.555,50
3. Sonstige Vermögensgegenstände 263.995,34 705.596,03
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 9.333,23 3.609,40
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 35.277,08 36.745,45
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 30.650,57 0,00
  16.976.604,49 18.423.554,80

PASSIVA

   
31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. EIGENKAPITAL 0,00 1.082.762,13
I. Gezeichnetes Kapital 255.645,94 255.645,94
II. Gewinnvortrag 827.116,19 784.390,64
III. Jahresfehlbetrag/-überschuss -1.113.412,70 42.725,55
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 30.650,57 0,00
B. RÜCKSTELLUNGEN 337.833,50 571.612,00
C. VERBINDLICHKEITEN 16.638.770,99 16.769.180,67
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.277.497,80 3.613.589,58
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.114.290,83 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.035.296,83 7.388.425,96
4. Sonstige Verbindlichkeiten 5.211.685,53 5.767.165,13
  16.976.604,49 18.423.554,80

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

2020
EUR
2019
EUR
1. Rohergebnis 6.027.262,81 8.181.527,49
2. Personalaufwand -3.983.469,05 -4.631.551,88
a) Löhne und Gehälter -3.310.284,16 -3.900.575,61
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -673.184,89 -730.976,27
- davon für Altersversorgung: EUR 29.830,69 (Vorjahr: EUR 32.138,60)    
3. Abschreibungen -128.544,77 -116.316,04
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -128.544,77 -116.316,04
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.217.187,10 -2.801.557,99
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.579,29 13.542,08
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -804.744,65 -619.401,75
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 27.047,87
8. Ergebnis nach Steuern -1.102.103,47 53.289,78
9. Sonstige Steuern -11.309,23 -10.564,23
10. Jahresfehlbetrag/-überschuss -1.113.412,70 42.725,55

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Kienle Automobiltechnik GmbH

Firmensitz laut Registergericht: Ditzingen

Registereintrag: Handelsregister

Registergericht: Stuttgart

Register-Nr.: 203599

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG erstellt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt.

Die im Geschäftsjahr 2016 erfolgten Wertabschläge auf Ersatzteilbestände im Rahmen des strengen Niederstwertprinzips in Höhe von ca. TEUR 1.600 wurden unverändert beibehalten.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Herstellungskosten von langfristigen Restaurationsaufträgen, die am Bilanzstichtag den realisierbaren Erlös überschritten hatten, wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgewertet.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Vorjahr oder Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB); gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Sachverhalte 2020
EUR
2019
EUR
Forderungen 158.915,2 193.555,50
Verbindlichkeiten 0,00 0,00

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden.

Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter.

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 3.470 TEUR (VJ. 3.614 TEUR).

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von 5.212 TEUR (VJ. 4.805 TEUR) durch Sicherungsübereignung des Ersatzteillagers und einzelner Kraftfahrzeuge besichert. Ein privater Kreditgeber hat bezüglich seiner Darlehensforderung in Höhe von TEUR 500 einen Rangrücktritt erklärt.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0 TEUR (Vorjahr: 8 TEUR).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt TEUR 11.572,2 (Vorjahr: TEUR 10.812,2).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt TEUR 5.066,6 (Vorjahr: TEUR 5.957,0).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31.12.2020 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sonstige finanzielle Verpflichtungen die im Wesentlichen aus folgenden Positionen bestehen:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen TEuro
Miet- und Pachtverträge 939,4
Leasing 77,4
Summe 1.016,8

Gewinn- und Verlustrechnung

Das Finanzergebnis enthält periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 190 aus der Einbuchung einer Rückstellung für drohende Verluste aus einem Zinssicherungsgeschäft (SWAP).

Nachtragsbericht

Die M&A Immo GmbH & Co. KG hat sich am 28.06.2021 im Wege einer harten Patronatserklärung dazu verpflichtet, der Gesellschaft ein Darlehen bis zu einer Höhe von TEUR 500 auszureichen, sofern dies zur Vermeidung oder Beseitigung eines Insolvenzgrundes notwendig sein sollte.

Die Gesellschaft hat das Betriebsgrundstück mit notariellem Kaufvertrag vom 30.11.2021 zum Kaufpreis von TEUR 2.950 veräußert und mit Wirkung ab 01.01.2022 zurück gemietet (Sale & Lease back).

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 43,25
Angestellte 15,75
leitende Angestellte 3
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 59,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 55,0
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 4,0

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Klaus Kienle ausgeübter Beruf: Kfz-Meister

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Ditzingen-Heimerdingen, 31.08.2022

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2020
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2020
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.593,60 0,00 0,00 0,00 10.593,60
Geschäfts- oder Firmenwert 10.650,21 0,00 0,00 0,00 10.650,21
  21.243,81 0,00 0,00 0,00 21.243,81
SACHANLAGEN          
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.152.266,50 196.491,44 39.655,19 0,00 2.388.413,13
technische Anlagen und Maschinen 284.344,10 0,00 0,00 0,00 284.344,10
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 728.063,06 25.496,14 0,00 5.788,14 747.771,06
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 39.655,19 0,00 -39.655,19 0,00 0,00
  3.204.328,85 221.987,58 0,00 5.788,14 3.420.528,29
FINANZANLAGEN          
Genossenschaftsanteile 500,00 0,00 0,00 0,00 500,00
  500,00 0,00 0,00 0,00 500,00
  3.226.072,66 221.987,58 0,00 5.788,14 3.442.272,10
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2020
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.593,10 0,00 0,00 10.593,10
Geschäfts- oder Firmenwert 10.649,71 0,00 0,00 10.649,71
  21.242,81 0,00 0,00 21.242,81
SACHANLAGEN        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 850.053,50 73.365,63 0,00 923.419,13
technische Anlagen und Maschinen 205.545,60 11.603,50 0,00 217.149,10
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 606.583,76 43.575,64 5.788,14 644.371,26
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.662.182,86 128.544,77 5.788,14 1.784.939,49
FINANZANLAGEN        
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  1.683.425,67 128.544,77 5.788,14 1.806.182,30
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2020
EUR
31. Dez. 2019
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,50 0,50
Geschäfts- oder Firmenwert 0,50 0,50
  1,00 1,00
SACHANLAGEN    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.464.994,00 1.302.213,00
technische Anlagen und Maschinen 67.195,00 78.798,50
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 103.399,80 121.479,30
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 39.655,19
  1.635.588,80 1.542.145,99
FINANZANLAGEN    
Genossenschaftsanteile 500,00 500,00
  500,00 500,00
  1.636.089,80 1.542.646,99

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 12.10.2022 festgestellt.

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Kienle Automobiltechnik GmbH, Ditzingen

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der Kienle Automobiltechnik GmbH, Ditzingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kienle Automobiltechnik GmbH, Ditzingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Die historischen Anschaffungskosten der eingelagerten historischen Ersatzteile betragen 8,6 Mio. €. Das Warenwirtschaftssystem hat in den Geschäftsjahren 2012 bis 2020 für Ersatzteile im Wertvolumen von bis zu 5,0 Mio. € Lagerbewegungen aus Zukäufen, Veräußerungen und/oder Verbräuchen für Restaurationen aufgezeichnet, davon entfallen auf das Geschäftsjahr 2020 Ersatzteile im Wert von ca. 1,5 Mio. €. Im Jahr 2016 erfolgte eine Wertberichtigung für fehlende Gängigkeit in Höhe von insgesamt ca. 1,64 Mio. €. Im Fahrzeugbestand zum Bilanzstichtag (Bilanzwert ca. 4 Mio. €) befinden sich restaurierte und nicht restaurierte Fahrzeuge mit Anschaffungskosten von TEUR 541 die vor dem Jahr 2016 erworben wurden und somit bereits erhebliche Standzeiten aufweisen.

Für die Beurteilung der Werthaltigkeit historischer Ersatzteile und Fahrzeuge sind die Kriterien Zukäufe, Verkäufe, Verbräuche oder auch aktuelles Nachfrageverhalten nur eingeschränkt geeignet. Das Unternehmen hat in der Vergangenheit einmalige Gelegenheiten genutzt, historische Ersatzteile in größeren Volumina vom Originalhersteller zu erwerben. Die Erwerbe dienten dem strategischen Ziel, Kundenwünsche sehr langfristig, nachhaltig und exklusiv bedienen zu können und weniger dazu, innerhalb eines kurzfristigen Zeitraums durch Abverkäufe eine hohe Umschlagshäufigkeit zu erzielen. Die Verfügbarkeit der in der Restauration benötigten Ersatzteile und historischer Fahrzeuge stellt aus Sicht des Unternehmens eine wesentliche Grundlage für die Reputation und das erfolgreiche Fortbestehen des Unternehmens dar.

Allerdings enthalten die Vorratsbestände auch Ersatzteile für Fahrzeugtypen, für die derzeit nicht regelmäßig Restaurationen stattfinden oder anderweitige Verwendung besteht. Diese Bestände sollen zukünftig gezielt in den Markt gebracht und veräußert werden.

Aufgrund der Langfristigkeit des Prognosezeitraums verbleibt eine Bewertungsunsicherheit, die dazu führt, dass wir trotz der im Jahr 2016 vorgenommenen Wertberichtigungen nach jetzigem Stand zumindest die Ersatzteilbestände und Fahrzeuge, für die in den vergangenen Jahren keine Lagerbewegungen bzw. seit der Anschaffung keine Verkaufsaktivitäten verzeichnet werden konnten, mangels Bewegungsdaten und mangels externem Wertenachweis nicht abschließend in und in voller Höhe als uneingeschränkt werthaltig bestätigen können. Für den Restbestand kann die systemseitig dokumentierte Artikelbewegung bzw. das Alter von < 5 Jahren zwar ein Indiz für die Werthaltigkeit sein, auch hier verbleibt jedoch eine Bewertungsunsicherheit, zumal einige Ersatzteile im Falle einer Verwendung zunächst aufzubereiten wären.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Sindelfingen, 7. Oktober 2022

KMZ Kullen Müller Zinser Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Kurz, Wirtschaftsprüfer

Sebastian Otten, Wirtschaftsprüfer

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