Acura Z MVZ GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexej Allmann seit 17.2.2025 | Prokura |
Peter Braunberger seit 14.1.2025 | Geschäftsführer |
Thies Harbeck seit 20.4.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 0.89% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Clinic Holdings (UK) Limited | 83.00% |
Clinic Holdings (UK) Limited | 10.79% |
b1 advisory AG | 4.44% |
Clinic Holdings (UK) Limited | 0.89% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Acura Zahnärzte GmbHFrankfurt am MainKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022KonzernbilanzAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022Acura Zahnärzte GmbHFrankfurt am MainI. Allgemeine Angaben Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften gemäß §§ 290 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes und den Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Konzernbilanz, in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang gemacht werden können, sind insgesamt im Konzernanhang aufgeführt. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
II. Konsolidierungskreis Angaben zu allen Konzernunternehmen In den Konzernabschluss wurden alle mittelbaren und unmittelbaren Tochterunternehmen einbezogen. In den Konsolidierungskreis wurden die folgenden Unternehmen einbezogen:
III. Konsolidierungsgrundsätze Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der Tochterunternehmen wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Acura Zahnärzte GmbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Angaben zum Konsolidierungsstichtag Der Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2022. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung wird gemäß § 301 Abs.1 HGB sowie unter Beachtung des DRS 23 nach der Neubewertungsmethode durchgeführt.
Zeitpunkt der Erstkonsolidierung Zeitpunkt der Verrechnung des konsolidierungspflichtigen Kapitals i.S.d. § 301 Abs. 2 HGB ist grundsätzlich der Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss. Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der dental.h MVZ GmbH (dental.h); Dent-Oral MVZ GmbH (Dent-Oral), Acura MVZ Rodgau GmbH (Rodgau) und der ZukunftZahn GmbH (AZZ) ist gemäß § 301 Abs. 2 HGB der Zeitpunkt, zu dem die Unternehmen Tochterunternehmen wurden. Dieser Zeitpunkt ist im Falle der Rodgau der 1. April 2022, im Falle der AZZ der 20. September 2022, im Falle der dental.h der 1. Oktober 2022 und im Falle der Dent-Oral der 31. Dezember 2022. Die Aufwendungen und Erträge der Gesellschaften in 2022 wurden vollständig einbezogen, da es sich um neugegründete Gesellschaften für die im Rahmen von "Asset Deals" erworbenen Vermögens- und Schuldposten ganzer Betriebe handelt. Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung Der beizulegende Zeitwert der in den Konzernabschluss einzubeziehenden Vermögensgegenstände und Schuldposten zum jeweiligen Erstkonsolidierungszeitpunkt entsprach dem Buchwert. Stille Reserven und Lasten waren somit im Rahmen der Kapitalkonsolidierung nicht aufzudecken. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstandene aktive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- und Firmenwert unter den Immateriellen Vermögensgegenständen gesondert aktiviert. Schuldenkonsolidierung Alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Bei der Schuldenkonsolidierung werden wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten der einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet und eliminiert. Bei den Pflichtangaben zu Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind die Positionen gegenüber einbezogenen Unternehmen eliminiert. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Konzerninterne Umsätze werden mit den entsprechenden konzerninternen Aufwendungen verrechnet. Aufwendungen und Erträge aus sonstigen Geschäftsvorfällen zwischen den einbezogenen Unternehmen werden ebenfalls aufgerechnet. Behandlung der Zwischenergebnisse Entstandene Zwischenergebnisse werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Latente Steuern In den Einzelabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften sowie im Konzernabschluss wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht und aktive latente Steuern gemäß §§ 274 Abs. 1 Satz 2 i. V. m. 298, 300 Abs 2 HGB nicht bilanziert. Auf Konzernebene sind gemäß § 306 HGB keine latenten Steuern angefallen. Der den Steuerverpflichtungen zugrundeliegende relevante unternehmensindividuelle Steuersatz beträgt 31,93 % (Körperschaftsteuer, einschließlich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer). Nicht beherrschende Anteile In der Konzernbilanz wird für nicht der Acura Zahnärzte GmbH gehörende Anteile an in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ein Ausgleichsposten für die Anteile der anderen Gesellschafter in Höhe ihres Anteils am Eigenkapital unter dem Posten "nicht beherrschende Anteile" innerhalb des Eigenkapitals sowie in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der im Jahresergebnis enthaltene, anderen Gesellschaftern zustehende Gewinn und der auf sie entfallende Verlust nach dem Posten "Konzernjahresfehlbetrag" unter dem Posten "Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis" gesondert ausgewiesen. IV. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die für den Konzernabschluss geltenden Vorschriften des § 298 HGB wurden beachtet. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern bemessen sich in Anlehnung an die von der Finanzverwaltung veröffentlichten Tabellen (drei bis fünf Jahre). Geschäfts- oder Firmenwerte aus dem Erwerb von Arztpraxen bei einbezogenen Tochterunternehmen wurden bis zum Vorjahr in Anlehnung an die von der Finanzverwaltung veröffentlichten Tabellen über einen Zeitraum von vier bzw. sechs Jahren linear abgeschrieben. Dabei wurde in den Vorjahren immer dann von einer Nutzungsdauer von vier Jahren ausgegangen, wenn der die Arztpraxis abgebende Zahnarzt aus der Gesellschafterstellung ausscheidet. Erfahrungswerte aus den Jahren 2019 bis 2022 haben gezeigt, dass aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte aus dem Erwerb von Zahnarztpraxen dem Unternehmen nachhaltiger dienen als bisher angenommen. Dieser Verlängerung der Wertschöpfung aus den genannten Praxiswerten wird durch eine korrespondierende Verlängerung der konzerneinheitlichen Nutzungsdauern von vier auf sechs Jahren Rechnung getragen. Bei im Jahr 2022 erworbenen Praxiswerten wird die Nutzungsdauer direkt auf sechs Jahre festgelegt. Für in den Vorjahren erworbene Praxiswerte wird die verbliebene Restnutzungsdauer um 2 Jahre verlängert und der Restbuchwert zum 31. Dezember 2021 über diese verlängerte Restnutzungsdauer abgeschrieben. Bleibt der Zahnarzt weiterhin als Minderheitsgesellschafter an einer Gesellschaft beteiligt, wird wie in den Vorjahren von einer Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwerts von sechs Jahren ausgegangen. Aus der Anpassung bzw. Vereinheitlichung der Nutzungsdauern hat sich insgesamt ein um 13.390 TEuro höherer Geschäfts- und Firmenwert und in gleicher Höhe geringere Abschreibungen sowie ein geringerer Konzernjahresfehlbetrag ergeben. Der entstandene aktive Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und unverändert über einen Zeitraum von sechs Jahren linear abgeschrieben, da in diesem Fall von einer entsprechenden Nutzungsdauer ausgegangen werden kann. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte werden nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Dabei wurden die im Rahmen von Praxiskäufen erworbenen Sachanlagen im Rahmen der Kaufpreisallokation neubewertet und zu geschätzten Markwerten zum Zeitpunkt des Erwerbs angesetzt. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern bemessen sich in Anlehnung an die von der Finanzverwaltung veröffentlichten Tabellen. Die geringwertigen Anlagegüter bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr aktiviert und vollständig abgeschrieben. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten mit dem gewogenen Durchschnittswert bewertet, soweit am Bilanzstichtag keine niedrigeren Wiederbeschaffungspreise vorliegen. Die unfertigen Leistungen werden von noch mit den KZV (kassenzahnärztliche Vereinigungen) bzw. über Dienstleister für Privatpatienten abzurechnenden Leistungen, die zum Bilanzstichtag bereits fertig gestellt waren, abgegrenzt. Hierfür wurde gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB ein gesonderter Posten innerhalb der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände hinzugefügt. Die noch abzurechnenden Leistungen werden zum Nennwert angesetzt. Der Gegenausweis erfolgt entsprechend bei den Umsatzerlösen. Im Krankenhausbereich (Acura Fachklinik GmbH) werden außerdem die am Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossenen stationären Krankenhausleistungen (sog. Überlieger) als unfertige Leistungen ausgewiesen. Die Wertansätze sind retrograd aus den Entgelten für DRG- Fallpauschalen einschließlich Zuschlägen für Überschreitungen der oberen Grenzverweildauer bzw. der vereinbarten Entgelte für Reha-Maßnahmen in Höhe der Einzelkosten unter Berücksichtigung angemessener Teile der Gemeinkosten sowie des Niederstwertprinzips angesetzt. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für Ausfall und allgemeine Kreditrisiken werden bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet. Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio als Differenz zwischen Ausgabe- und Erfüllungsbetrag einer Darlehensverbindlichkeit enthalten, der über die vereinbarte Laufzeit des Darlehens linear aufgelöst wird. Die aus dem Tochterunternehmen Acura Fachklinik GmbH herrührenden Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens wurden gemäß HFA 1/1984 idF. 1990 (Bilanzierungsfragen bei Zuwendungen, dargestellt am Beispiel finanzieller Zuwendungen der öffentlichen Hand) i.V.m. § 265 Abs. 5 HGB angesetzt und in Höhe des Buchwertes des mit Fördermitteln finanzierten Anlagevermögens ausgewiesen. Sie werden entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Vermögensgegenstände ratierlich ertragserhöhend aufgelöst. Die Auflösungen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht festgesetzten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Erfolgswirkungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Geschäftsjahresabschreibung Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Konzernbilanz ist aus dem Konzern-Anlagenspiegel zu entnehmen. Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 62.993 TEuro (Vorjahr: 33.471 TEuro) Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 95.234 TEuro (Vorjahr: 62.993 TEuro) In den Abschreibungen des Geschäftsjahres enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 945 TEuro (Vorjahr: 188 TEuro). Bruttoanlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Konzern-Anlagenspiegel zu entnehmen. Konzern-Anlagenspiegel
Aufgliederung und Entwicklung Geschäfts- oder Firmenwert Die Zusammensetzung und Entwicklung der ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte in 2022 ergibt sich wie folgt:
Die Umgliederungen resultieren aus den geleisteten Anzahlungen zum Stand 1. Januar 2022. Angaben zu Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind Beträge mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr in Höhe von 2.124 TEuro (Vorjahr: 1.826 TEuro) enthalten. Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen wie im Vorjahr sonstige Vermögensgegenstände gegenüber Gesellschaftern. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten: Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 4.708 TEuro (Vorjahr: 3.441 TEuro) Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 662 TEuro (Vorjahr: 629 TEuro) Rückstellungen für Jahresabschluss- und Prüfungskosten in Höhe von 438 TEuro (Vorjahr: 311 TEuro) Angabe zu Restlaufzeitvermerken
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 2.275 TEuro (Vorjahr: 2.785 TEuro) durch Grundschulden und in Höhe von 3.452 TEuro (Vorjahr: 4.036 TEuro) zusätzlich durch eine Globalzession der Forderungen gesichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von 67.700 TEuro (Vorjahr: 25.000 TEuro) durch Pfandrechte an Gesellschaftsanteilen und an Bankkonten gesichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen übliche Eigentumsvorbehalte. Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 1.029 TEuro (Vorjahr: 1.437 TEuro) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 84 TEuro (Vorjahr: 82 TEuro). Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Konzernbilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 30.554 TEuro (Vorjahr: 28.344 TEuro) sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen sind dies folgende finanzielle Verpflichtungen: Aus Mietverträgen in Höhe von 29.110 TEuro (Vorjahr: 27.405 TEuro) Aus Leasing- und Wartungsverträgen in Höhe von 1.444 TEuro (Vorjahr: 939 TEuro) VI. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB wie folgt aufgegliedert:
Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland erzielt. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens zur Finanzierung des Sachanlagevermögens in Höhe von 275 TEuro (Vorjahr: 254 TEuro) enthalten. Ebenfalls sind periodenfremde Erträge in Höhe von 982 TEuro (Vorjahr: 1.037 TEuro) enthalten, die im Wesentlichen aus den Auflösungen von Rückstellungen sowie erhaltenen Boni resultieren. Personalaufwand Aufwendungen für Altersversorgung sind in Höhe von 104 TEuro (Vorjahr: 101 TEuro) angefallen. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 725 TEuro (Vorjahr: 716 TEuro) enthalten, die im Wesentlichen aus nachgelagerten Abrechnungen resultieren. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Hierin sind Erträge aus der Abzinsung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von 5 TEuro (Vorjahr: 0 TEuro) enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Hierin sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von 3 TEuro (Vorjahr: 1 TEuro) enthalten. Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs 2022 wurden die Geschäfte der Acura Zahnärzte GmbH durch folgende Personen geführt:
VII. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Die ausgeübten Berufe entsprechen der Organstellung. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß §§ 314 Abs. 3 i.V.m. 286 Abs. 4 HGB abgesehen. Konzernzugehörigkeit Die Clinic Holdings (UK) Limited, London, Großbritannien, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konzernkreis auf. Er wird am Sitz des Unternehmens offengelegt. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 188 TEuro (Vorjahr: 138 TEuro) und gliedert sich wie folgt:
Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds betrifft den Bilanzposten Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten. Sonstige zahlungsunwirksame Erträge betreffen im Wesentlichen die Auflösungen des Sonderpostens aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Verluste aus Wertminderungen des Umlaufvermögens. Unterschrift der Geschäftsführung
Frankfurt am Main, 11. Mai 2023 Franz Maier Dr. Markus Neuhauser Konzerneigenkapitalspiegel
Konzernkapitalflussrechnung
Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2022Acura Zahnärzte GmbHFrankfurt am MainInhaltsverzeichnis Grundlagen des Konzerns Geschäftszweck Organisatorische Struktur des Konzerns Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Dentalmarkt Krankenhausmarkt Geschäftsverlauf und Lage Entwicklung der Acura Fachklinik GmbH Erwerb weiterer Partnerpraxen Ertragslage Finanzlage Investitionen Vermögenslage Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Risiko- und Chancenbericht Risiken Gesamt- und außenwirtschaftliche Unsicherheit Branchenrisiken Regulatorische Vorschriften Personalrisiken IT-Risiken Risiken aus Akquisitionen und Integrationen Compliance- und Governance-Risiken Finanzwirtschaftliche Risiken Chancen Chancen aus dem gesamtgesellschaftlichen Wandel Chancen aus Markt und regulativen Umfeld Chancen aus dem Geschäftsmodell Chancen durch Mitarbeiter Gesamtbild der Chancen- und Risikolage Prognosebericht Anl. Erwartete Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Erwartete Branchenentwicklung Erwartete Geschäfts- und Ertragsentwicklung Grundlagen des Konzerns Geschäftszweck Der Acura-Konzern ist ein deutschlandweit tätiger Anbieter zahnmedizinischer und medizinischer Behandlungsleistungen. Unser Ziel ist es, flächendeckend eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung anzubieten und somit insbesondere einen führenden zahnmedizinischen Praxisverbund in Deutschland zu etablieren. Das Behandlungsportfolio der Acura-Gruppe erstreckt sich über alle Teilbereiche der Zahnmedizin, inkl. Kieferorthopädie, Oralchirurgie, Prothetik, Parodontologie, Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie sowie die Bereiche Chirurgie, Orthopädie, Rehabilitation und Geriatrie, in der Acura Fachkliniken Albstadt und den zugeordneten orthopädischen medizinischen Versorgungszentren (MVZ). Die Acura-Gruppe besteht seit ihrer Gründung als mittelständische Unternehmensgruppe und deutschlandweiter Verbund von Partnerpraxen, welcher über Konsolidierung, Spezialisierung und Zentralisierung ihre Partner bei kaufmännischen, regulatorischen und administrativen Aufgaben entlastet. Wir setzen Qualitätsstandards und fördern Prozess- und Technologieinnovationen, erbringen Beratungen und Dienstleistungen für unsere Mitarbeiter und optimieren Prozesse, welche die Patientengesundheit verbessern und die Abläufe effizienter gestalten. Der Acura-Konzern beschäftigte per 31. Dezember 2022 1.219 (VJ.: 885) FTE (Vollzeitäquivalent) an Mitarbeitern. 1 Organisatorische Struktur des Konzerns Die Acura Zahnärzte GmbH wurde am 7. September 2017 gegründet und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Handelsrechtlich ist der Konzern mit der Acura Zahnärzte GmbH als Muttergesellschaft sowie dem Erwerb der Privatklinik Schloss Schellenstein, Olsberg, als zahnmedizinische Privatklinik und der Acura Fachklinik Albstadt am 31. März 2018 entstanden. Die Verpflichtung, nach den §§ 290 ff. HGB einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen, entstand mit dem Geschäftsjahr 2020. Der Konzern besteht zum Konzernbilanzstichtag am 31.12.2022 aus der Muttergesellschaft sowie insgesamt 22 (VJ.: 19) Tochtergesellschaften. Die rechtliche Struktur des Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2022 mit Ausnahme der hinzugekommenen Unternehmen nicht verändert. Innerhalb der Acura Gruppe fungiert das zugelassene Plankrankenhaus Acura Fachklinik GmbH ("AKA") als Trägergesellschaft, welches sich auf die medizinischen Schwerpunkte Endoprothetik, Wirbelsäulenchirurgie und Schulter- und Ellenbogenchirurgie fokussiert. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2 Im Jahr 2022 stieg das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) preisbereinigt und kalenderbereinigt um 1,8 % gegenüber dem Vorjahr. Nach den Einschränkungen und Herausforderungen, die durch die Corona-Pandemie verursacht wurden, erholen sich viele Branchen und Wirtschaftssektoren allmählich im Jahresverlauf und die Covid-19-Einschränkungen flachen kontinuierlich ab. So liegt das BIP erstmals wieder über dem Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie. Neben den auslaufenden Pandemiebeschränkungen wurden die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2022 insbesondere von den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sowie der einsetzenden Energiekrise geprägt. Die Inflationsrate in Deutschland stieg im vergangenen Jahr deutlich auf durchschnittlich 7,9 %. Im Gegensatz zu der zyklischen Entwicklung der Gesamtwirtschaft verzeichnet der Sektor der Gesundheitswirtschaft seit 2012 jährlich - ausgenommen wird das Krisenjahr 2020 - ein nominales Wachstum im Kern- als auch Erweiterten Bereich. Mit Blick auf die vergangenen Jahre hat zudem der Anteil an der Gesamtwirtschaft zugenommen, von 11,4 % im Jahr 2012 auf 12,1 % im Jahr 2021. Außerdem ist im Vergleich zum Jahr 2020 bei der Bruttowertschöpfung im Jahr 2021 ein Anstieg um 5,2 % erkennbar. Dentalmarkt 3 Mit Blick auf den Dentalmarkt wurde neben pandemiegeprägten Nachholeffekten im Jahr 2021 ein deutlicher Anstieg der Bruttowertschöpfung des Zahnärztlichen Systems im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Im Gesamtergebnis konnte die Zahnärzteschaft somit ein reales Wachstum der Bruttowertschöpfung von 4,8 % im Jahr 2021 verzeichnen, was einer direkten Wertschöpfung von 26,3 Mrd. EUR entspricht. Zahnarztpraxen erreichten in diesem Zusammenhang sogar ein Wachstum von 4,9 %. Auch bei Betrachtung der langfristigen Wertschöpfungsentwicklung im Dentalmarkt wird nach Angaben des ZSK ein Anstieg der realen Bruttowertschöpfung um 1,6 % p.a. sichtbar, was die jährliche Wachstumsrate der Gesamtwirtschaft (1,1% p.a.) übersteigt. Im internationalen Kontext kann der deutsche Dentalmarkt auch in diesem Jahr als stabil bezeichnet werden. In Bezug auf die Entwicklung der realen Ausgaben pro Kopf für Leistungen in Zahnarztpraxen zeigte Deutschland nach Angaben der OECD Health Statistics im Jahr 2020 den viertgrößten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr auf. Ebenso nahm Deutschland im Jahr 2020 einen Spitzenplatz mit einem Anteil am BIP für Leistungen in Zahnarztpraxen von 0,8 % ein. Der Dentalmarkt steht vor enormen strukturellen Veränderungen. Mit Blick auf die anhaltenden Herausforderungen im Zuge des demografischen Wandels und damit verbundener Nachfolgeprobleme stellt der aufsteigende Trend zur Konsolidierung von Zahnarztpraxen weitreichende Lösungspotentiale dar. Die Novelle des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes, ermöglicht dahingehend seit 2015 das Zusammenführen von Zahnarztpraxen mittels MVZ-Strukturen zu überregionalen Zahnarztverbänden. Krankenhausmarkt 4 Nur rund 6 % der Krankenhäuser in Deutschland beurteilen ihre aktuelle wirtschaftliche Lage als gut. Lediglich 20 % der Krankenhäuser erwarten für das Jahr 2022 ein positives Jahresergebnis. Mehr als jedes zweite Krankenhaus (56 %) geht für das Jahr 2023 von einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage aus. Laut Krankenhaus-Barometer lag die Investitionssumme der Häuser 2021 bei 6,8 Milliarden Euro. Aus öffentlichen Fördermitteln stammen 47 %, der restliche ist durch die Krankenhäuser selbst aufzubringen, was überwiegend über Verschuldung finanziert wird, da die Eigenmittel der Krankenhäuser dafür nicht ausreichen. Zwischen 2019 und 2021 haben nur 15 % der Krankenhäuser durchgängig ausreichend Gewinne für die erforderlichen Investitionen erzielt. Die von der Bundesregierung im Rahmen des Wirtschaftsstabilisierungsfonds angekündigten Finanzhilfen zum Ausgleich von Energiepreissteigerungen helfen diese auszugleichen, können aber das strukturelle Defizit und weitere inflationsbedingte Kostensteigerungen nicht ausgleichen. Auch im Jahr 2023 ist mit einem rapiden Anstieg die Krankenhauskosten zu rechnen, die doppelt so schnell steigen wie die staatlich festgelegten Preise. Das strukturelle Defizit wird sich dann auf rund 15 Milliarden Euro summieren. Zur Jahresmitte 2022 hatten fast 90 % der Krankenhäuser Probleme, offene Pflegestellen auf den Allgemeinstationen zu besetzen. In der Intensivpflege hatten drei von vier Krankenhäusern Stellenbesetzungsprobleme. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der offenen Pflegestellen um 43 % auf den Allgemeinstationen und um 20 % in der Intensivpflege gestiegen. Im Schnitt bleiben die Pflegestellen rund ein halbes Jahr unbesetzt. Die Zahl der offenen Arztstellen je Einrichtung hat sich durchschnittlich mit 7 Vollkräften nahezu verdoppelt. Durch den Wettbewerb steigt die Fluktuation weiter stetig an. Als wesentliche Handlungsempfehlungen für eine zukunftsorientierte Ausrichtung gelten die Nutzung des Potenzials der Ambulantisierung mit trägerübergreifenden Kooperationen im Gesundheitswesen, Voranbringen der Digitalisierung und neue Personal- und Vergütungsmodelle, um eine langfristige Personalbindung zu erreichen. Geschäftsverlauf und Lage Das Geschäftsjahr 2022 ist maßgeblich von den Auswirkungen des russischen Angriffskrieges und den regulatorischen Maßnahmen in Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie geprägt. Im Coronajahr 2020 konnten die Einflüsse auf Leistungserbringung durch Schutzmaßnahmen und -Vorrichtungen in den Standorten reduziert werden. Anhand von Impfungen und der in Kraft getretenen Impflicht für die meisten Mitarbeiter ab dem Frühjahr 2022 hat sich die Situation stabilisiert. Ebenso beeinflusst die anhaltend hohe Inflation in 2022 die Geschäftsentwicklung des Konzerns. Planungsgemäß war das organische Wachstum der Acura Gruppe im Geschäftsjahr 2022 durch den Erwerb bzw. Neugründung weiterer Gesellschaften und Dentalpraxen maßgeblich ergänzt. In diesem Zusammenhang wurden über 292 FTE (Vollzeitäquivalent) an Mitarbeitern und Führungskräfte übernommen und erfolgreich in den Konzern integriert. Auf der Leistungsseite ist gegenüber dem Vorjahresabschluss (98,2 Mio. EUR) in 2022 eine Steigerung von 38,5 % auf 136,0 Mio. EUR zu verzeichnen. Das Jahresergebnis (Konzernjahresfehlbetrag) belief sich im Geschäftsjahr 2022 für die Gruppe auf -20,2 Mio. EUR (VJ.: -20,2 Mio. EUR) und ist von hohen Einmaleffekten im Zusammenhang mit der Ausweitung unseres Beteiligungsportfolios sowie hohen Abschreibungen auf die durch Erwerb entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte geprägt. Das für die Steuerung des Konzerns maßgebliche Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) entwickelte sich weiter positiv und belief sich für die Gruppe auf 16,4 Mio. EUR (VJ.: 8,5 Mio. EUR) und konnte somit im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt (+ 92,4 %) werden. Entsprechend sind auch unsere im Vorjahr abgegebenen Prognosen für das Jahr 2022 zur Leistungsentwicklung eingetroffen. Die Ergebnisentwicklung blieb aufgrund der inflationären Einflüsse leicht hinter den Erwartungen zurück. Trotz aller regulatorischen und inflationären Herausforderungen des Jahres 2022 und der sich somit ergebenden Effekte auf die wirtschaftliche Entwicklung des Acura Konzerns bewertet die Geschäftsleitung den Geschäftsverlauf als zufriedenstellend. Entwicklung der Acura Fachklinik GmbH Die wirtschaftliche Lage der AKA war 2022, wie bereits im vergangenen Jahr 2021, von den Beschränkungen und Herausforderungen der Corona-Pandemie beeinflusst. Gegenüber dem Vorjahr konnten die Fallzahlen, bei anhaltenden personellen Beschränkungen im ärztlichen und pflegerischen Bereich, durch Umstrukturierungen in allen Abteilungen gesteigert werden und damit leistungsseitig an die Vorjahre angeschlossen werden. Weiterhin besteht die mögliche Rückzahlungsverpflichtung, aus Leistungen, welche unter einer regulatorischen Veränderung erbracht wurden gemäß G-BA Beschluss, wofür eine entsprechende Risikovorsorge vorgenommen wurde. Erwerb weiterer Partnerpraxen Im Geschäftsjahr 2022 konnten weitere Praxen als Partner gewonnen und erfolgreich in den Konzern integriert werden. Die Gruppe war zum Ende des Geschäftsjahres mit einer sehr hohen zweistelligen Anzahl an Standorten in Deutschland aktiv und ebenso konnte der Erwerb weiterer Standorte für 2023 im Jahr 2022 bereits vertraglich fixiert werden. Ertragslage Der Umsatz in Höhe von 136,0 Mio. EUR (VJ.: 98,2 Mio. EUR) wurde im Geschäftsjahr 2022 durch Klinikumsätze in Höhe von 16,4 Mio. EUR (VJ.: 15,2 Mio. EUR), ambulant orthopädische Leistungen von 1,1 Mio. EUR (VJ.: 1,2 Mio. EUR) und zahnärztliche Leistungen sowie sonstige Leistungen in Höhe von 118,5 Mio. EUR (VJ.: 81,8 Mio. EUR) erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 4,0 Mio. EUR beinhalten u.a. 1,0 Mio. EUR periodenfremde Erträge, aus der Auflösung des Sonderpostens zur Finanzierung des Sachanlagevermögens in Höhe von 0,3 Mio. EUR Erträge (KHG, Gesetz zur wirtschaftlichen Sicherung der Krankenhäuser und zur Regelung der Krankenhauspflegesätze) sowie 1,6 Mio. EUR Erstattungen aus dem Aufwandsausgleichsgesetz. Die Materialaufwendungen in Höhe von 26,6 Mio. EUR (VJ.: 21,4 Mio. EUR) stiegen mit der Ausweitung der Leistungen im Dentalbereich, jedoch aufgrund initiierter Effizienzsteigerungen und trotz Inflationsdruck unterproportional. Die Personalaufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 37,5 % von 53,0 Mio. EUR in 2021 auf 72,8 Mio. EUR. Der Anstieg resultiert zum einen aus der Ausweitung des Geschäftsbetriebs durch neuhinzuerworbene Praxen sowie durch tarifliche/außertarifliche Gehaltsanpassungen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von 32,3 Mio. EUR (VJ.: 27,9 Mio. EUR) spiegeln die fortlaufenden Akquisitionstätigkeiten und damit verbundenen ratierlichen Abschreibungen auf Investitionen in diesen Bereichen wider. Der - trotz der hohen Investitionen - vergleichsweise geringe Anstieg der Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte um 2,0 Mio. EUR auf 25,6 Mio. EUR ergibt sich aus der Vereinheitlichung der unterstellten Nutzungsdauern der Geschäfts- oder Firmenwerte auf sechs Jahre. Bis zum Vorjahr wurden Geschäfts- oder Firmenwerte auf erworbene Zahnarztpraxen, bei denen die ehemaligen Inhaber aus der Gesellschafterstellung ausscheiden, über vier Jahre abgeschrieben. Der Anstieg der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 5,8 Mio. EUR auf 24,1 Mio. EUR (VJ.: 18,3 Mio. EUR). Die Entwicklung ist zum einen durch die im Rahmen der Erwartungen durch gesteigerte Geschäftstätigkeit und zum anderen auf Kostensteigerungen zurückzuführen. Die Zinsaufwendungen stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 3,0 Mio. EUR auf 3,3 Mio. EUR (VJ.: 0,3 Mio. EUR) und resultieren im Wesentlichen aus dem in 2021 abgeschlossenen Kreditrahmenvertrag und den damit aufgenommenen Fremdkapital, laufenden Darlehensverträgen sowie angefallenen Bankgebühren. Für das Geschäftsjahr 2022 ergibt sich daher ein deutlich erhöhtes EBITDA von 16,4 Mio. EUR (VJ.: 8,5 Mio. EUR). Der Konzernjahresfehlbetrag beläuft sich auf 20,2 Mio. EUR (VJ.: 20,2 Mio. EUR). Finanzlage Einen Überblick über die Herkunft und über die Verwendung der finanziellen Mittel des Konzerns gibt die zusammengefasste Kapitalflussrechnung, welche die Zahlungsmittelflüsse nach der indirekten Methode darstellt und den Grundsätzen des vom Deutschen Standardisierungsrat DSR erarbeiteten Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 (DRS 21) entspricht. Die Finanzmittel im Konzern liegen um 4,34 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert und betragen EUR 14,73 Mio. (VJ.: 19,07 Mio. EUR) und bestehen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten.
Gegenüber Kreditinstituten bestehen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten mit unterschiedlicher Laufzeit in Höhe von 3,5 Mio. EUR (VJ.: 5,2 Mio. EUR). Um das Wachstum der Gruppe - sowohl organisch als auch durch Akquisitionen - auf sicherer finanzieller Basis realisieren zu können, wurde in 2021 ein erweiterter Finanzierungsrahmen abgeschlossen, der zum Bilanzstichtag in Höhe von 67,7 Mio. EUR (VJ.: 25,0 Mio. EUR) valutiert. Die Finanzierung der Gruppe wird somit aus Fremdkapital, Eigenkapital sowie dem operativen Cashflow sichergestellt. Ferner stehen kurzfristige Fremdmittel zur Finanzierung der laufenden Betriebsaufwendungen zur Verfügung. Das Finanzmanagement des Konzerns ist zentral organisiert. Die Funktionen Kapitalbeschaffung, Kapitalanlage, konzerninternes Liquiditätsmanagement sowie Finanzabwicklung werden durch die Konzernzentrale gesteuert und der Liquiditätsbedarf der einzelnen Konzerngesellschaften über interne Darlehen bzw. Kapitalerhöhungen gedeckt. Während des Geschäftsjahres 2022 waren alle Konzerngesellschaften jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Die Ausstattung des Konzerns mit liquiden Mitteln entspricht, auch vor dem Hintergrund des weiter angestrebten Wachstums der Gruppe, dem Bedarf der Konzerngesellschaften. Investitionen Investitionsentscheidungen werden auf Basis eines detaillierten Abstimmungs- und Evaluierungsprozesses getroffen. Dabei werden die Gesamtstrategie sowie Renditeanforderungen und -potentiale berücksichtigt. Entscheidungen werden ausgehend von Investitionsanträgen je nach Investitionsvolumen durch die Geschäftsführung oder über das Investmentkomitee getroffen. Im Berichtsjahr 2022 wurden wesentliche Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände getätigt. So beträgt die Summe der Zugänge zum Anlagevermögen 64,7 Mio. EUR (VJ.: 64,9 Mio. EUR). Dem standen Abschreibungen mit einem Volumen von 32,3 Mio. EUR (VJ.: 27,9 Mio. EUR) gegenüber. Der wesentliche Treiber der Investitionen waren Akquisitionen von Medizinischen Versorgungszentren und Investitionen in den Markenkern und das Risikomanagement des Acura Konzerns. Die Nettoinvestitionen in das Sachanlagevermögen betragen 7,7 Mio. EUR (VJ.: 9,4 Mio. EUR) und betreffen insbesondere die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Davon investierte die AKA rund 0,7 Mio. EUR (VJ.: 0,4 Mio. EUR) in den Ausbau der vorhandenen Kapazität und technischen Neuerungen. Vermögenslage Die Bilanzsumme beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 191,8 Mio. EUR (VJ.: 154,8 Mio. EUR) und hat sich gegenüber dem Geschäftsjahresbeginn um 23,9% (VJ.: 56,9 %) erhöht. Auf der Aktivseite sind die immateriellen Vermögensgegenstände wesentlicher Bestandteil des Anlagevermögens. Diese beinhalten mit 113,2 Mio. EUR (VJ.: 85,3 Mio. EUR) überwiegend Geschäfts- und Firmenwerte, der sich trotz der Abschreibungen in Höhe von 25,6 Mio. EUR (VJ.: 23,6 Mio. EUR) infolge der Investitionen des Geschäftsjahres um 27,9 Mio. EUR (VJ.: 32,0 Mio. EUR) bzw. 32,7 % (VJ.: 59,9%) erhöhte. Aufgrund der bei der Ertragslage beschriebenen Vereinheitlichung der unterstellten Nutzungsdauern der Geschäfts- oder Firmenwerte auf sechs Jahre ergeben sich um 13,4 Mio. EUR höhere Geschäfts- oder Firmenwerte. Daneben spiegelt sich die geplante und durchgeführte Investitionstätigkeit auch im Anstieg der Sachanlagen wider, die sich von 25,0 Mio. EUR auf 27,5 Mio. EUR erhöht haben. Die Anlagenintensität beträgt am Bilanzstichtag 76,0 % (VJ.: 73,3 %). Das Umlaufvermögen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 44,3 Mio. EUR (VJ.: 40,0 Mio. EUR) und umfasst betriebsnotwendiges und betriebsübliches Vermögen (insbesondere Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie noch abzurechnende Leistungen) sowie liquide Mittel in Höhe von 14,7 Mio. EUR (VJ.: 19,1 Mio. EUR). Die Acura-Gruppe hat mit 31,8 % (VJ.: 51,8 %) eine solide Eigenkapitalquote. Das Eigenkapital besteht überwiegend aus der Kapitalrücklage in Höhe 110,2 Mio. EUR (VJ.: 110,2 Mio. EUR) und dem kumulierten Konzernverlust von 60,3 Mio. EUR. In Hinblick auf die Verbindlichkeiten ergab sich eine wesentliche Erhöhung der Sonstigen Verbindlichkeiten um 55,4 Mio. EUR oder 97,8 %, welche in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Wachstum des Acura Konzerns und der damit verbundenen Aufnahme von Fremdkapital besteht. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung des Konzerns werden Planungs- und Kontrollprozesse genutzt und ein professionelles Berichtswesen geführt. Dieses umfasst die wichtigsten Kennzahlen im Konzern, welche monatlich auf Einzelgesellschafts wie Konzernebene aggregiert und durch die Geschäftsführung überwacht werden. Umsatz & EBITDA Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren im Acura Konzern stellen die Kennzahlen Umsatz und EBITDA dar, welche für die Steuerung fortlaufend ermittelt und überwacht werden. EBITDA ist definiert als der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen und beschreibt die operative Leistungsfähigkeit der Gruppe vor Investitionen. Zu den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren gehören FTE (Vollzeit Äquivalent der Mitarbeiterzahlen), Qualitätssicherung, DRG, Mitarbeiterförderung und -entwicklung und Themen der Energie und Umwelt (ESG). Belegung und Landesbasisfallwert Für die Acura Fachklinik Gmbh ist als nicht-finanzieller Leistungsindikator die Höhe der Bewertungsrelation (BWR) als Kennzahl zur Einstufung und Abrechnung medizinischer Leistungen relevant. Durch Multiplikation der Bewertungsrelation mit dem sogenannten Landesbasisfallwert wird der Betrag ermittelt, welcher dem Krankenhaus durch die Kostenträger vergütet wird. Für die AKA ist dieser Leistungsindikator sowohl für die Fallzahlen als auch die Beurteilung der Qualität und die Effektivität der Behandlungsleistung maßgeblich. Ein weiteren wichtigen nicht-finanzieller Leistungsindikator stellt die Bettenbelegung durch Patienten dar, wozu, eine tägliche Belegungsübersicht erstellt wird, die insbesondere einen Abgleich mit Vorjahres- und Planzahlen ermöglicht, um Schwankungen und Trends frühestmöglich zu erkennen und Kapazität entsprechend anzupassen. Ein monatlich (oder bei Bedarf häufiger) zirkuliertes sog. Management-Cockpit enthält alle wesentlichen Kennzahlen, insbesondere zu den finanziellen Leistungsfaktoren. Qualitätsmanagement Qualität, also bestmögliche Diagnostik und Therapie für eine qualifizierte medizinische Versorgung der uns anvertrauten Patienten, steht seit jeher im Mittelpunkt der Arbeit des Acura-Konzerns. Die Acura Fachklinik GmbH ist als einzige Klinik im Zollernalbkreis und damit als eine der wenigen in Baden-Württemberg als "EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung (EPZmax)" seit 2012 fortlaufend zertifiziert. Die AKA nimmt am Endoprothesenregister Deutschland teil und übermittelt daher an diese zentrale Stelle vorgegebene Kennzahlen bezüglich Behandlungsmaßnahmen der endoprothetischen Operationsverfahren. Ebenso ist die Acura Fachklinik GmbH für den Rehabilitationsbereich nach den Standards der QMS-Reha zertifiziert und Mitglied im Aktionsbündnis Patientensicherheit. Mithilfe des jährlichen, verpflichtenden strukturierten Qualitätsbericht, informiert die AKA über ihre Arbeit und Strukturen. Hierbei werden neben Personalkennzahlen auch das Leistungsspektrum und medizinisch-pflegerische Angebote berichtet. Für die Dentalsparte ist das Qualitätsmanagement als mehrstufiger Prozess für die einzelnen Standorte eingeführt und wird zentral wie dezentral überwacht. Hinzu kommen einheitliche Standards für Qualitätssysteme, Umweltschutz und Arbeitssicherheit die beim Acura-Konzern in einem integrierten Managementsystem kontrolliert werden. Veränderte gesetzliche Anforderungen werden im Rahmen der bereichsübergreifenden Projekte umgesetzt und integriert. Insbesondere die neue europäische Verordnung für Medizin Produkte - die Medical Device Regulation (MDR) - wirkt sich auf zahlreiche Unternehmensbereiche aus: Der Umfang der Validierungs- und Qualifizierungsprozesse wurde ebenso ausgeweitet wie die technische Dokumentation oder die Anforderungen an die Marktüberwachung. Der Acura Konzern engagiert sich darüber hinaus als Mitglied in diversen Netzwerken und Vereinigungen und kooperiert mit anderen Gesundheitseinrichtungen, um alle Aspekte einer qualitativ führenden Einrichtung zu gewährleisten und weiterzuentwickeln. Risiko- und Chancenbericht Aufgrund der Dynamik und der Komplexität unseres Geschäfts ist der Acura-Konzern einer Reihe von Risiken ausgesetzt. Die sich ändernden gesundheitspolitischen, strukturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen, die unsere Aktivitäten beeinflussen, gilt es, sicher einzuschätzen und in unser Handeln einfließen zu lassen. Bei Acura werden daher alle strategischen und operativen Entscheidungen unter Berücksichtigung der damit verbundenen Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten sowohl auf lokaler Ebene (Krankenhaus oder MVZ) als auch auf Ebene der Gesamtgruppe analysiert und getroffen. Risikomanagement und Controlling sind dabei zentrale Managementaufgaben und integrale Bestandteile der Konzernsteuerung sowie aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Wir folgen grundsätzlich einer umsichtigen Unternehmensstrategie und meiden unkontrollierbare Gefährdungspotentiale. Das umfassende Risikomanagement trägt dazu bei, dass Risiken überwacht und gesteuert werden können und dass die Konzernleitung wesentliche Risikofaktoren frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen kann. Risiken, die sich unmittelbar aus der Geschäftsentwicklung ergeben, werden durch unsere systematischen Controlling-Prozesse, die konzernweit in allen Geschäftsbereichen und Gesellschaften implementiert sind, identifiziert und bewertet. Auf Basis detaillierter monatlicher und quartalsweiser Finanzberichte werden Abweichungen von den Planwerten analysiert. Zum internen Überwachungssystem zählen des Weiteren die Anwendung einheitlicher Richtlinien und Arbeitsanweisungen, der Einsatz zuverlässiger Systeme, die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals, kontinuierliche Abweichungsanalysen, Regelungen zur Vertretungsvollmacht sowie Maßnahmen zur Funktionstrennung. Vervollständigt wird unser Risikomanagement durch die Jahresabschlusserstellung sowie deren Prüfung und Auditierung. Das Risikomanagement wird zudem regelmäßig überprüft und angepasst, damit wir den Veränderungen der Märkte frühzeitig begegnen können. Neben dem medizinischen Risikomanagement stehen ESG, Datenschutz- und IT-Risiken sowie die Integration erworbener Praxen im konzernweiten Risikofokus. Risiken Die im Folgenden genannten Risiken, welche Auswirkungen auf den Acura-Konzern haben können, umfassen nicht in jedem Fall alle Risiken, denen der Konzern ausgesetzt ist, beziehungsweise ausgesetzt sein kann. Risiken, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernlageberichts nicht bekannt sind oder als unwesentlich eingeschätzt werden, können jedoch die Ergebnisse in der Finanzlage des Acura-Konzerns zukünftig beeinflussen. Gesamt- und außenwirtschaftliche Unsicherheit Gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben sich für uns vor allem durch politische, rechtliche und steuerliche Entwicklungen. Insgesamt werden der Krankenhausmarkt und der Dentalmarkt in Deutschland kaum von konjunkturellen Zyklen beeinflusst, da er in hohem Maße reglementiert ist. Da wir nahezu ausschließlich auf dem inländischen Gesundheitsmarkt tätig sind, haben gesamt- wie außenwirtschaftliche Faktoren eine geringe Relevanz für die unmittelbare Entwicklung des Konzerns. Nichtsdestotrotz bestehen durch den Makroökonomischer Abschwung, Erhöhung der Lebensmittel- und Energiepreise sowie Unterbrechungen von Lieferketten und zunehmender Protektionismus Risiken, die im Jahr 2022 aufgrund der Auswirkungen von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine und Chinas strikter Null-Covid-Politik eingetreten sind. Die Höhe des Ausmaßes der Risiken in den nächsten Jahren wird weiterhin in großen Teilen von der Entwicklung des Krieges einschließlich seiner wirtschaftlichen Folgen, der weltweiten Entwicklung der COVID Pandemie, den Auswirkungen der hohen Teuerungsraten sowie restriktiver Kreditvergaben abhängig sein. Ebenso sind Einkaufskonditionen und Lieferketten zu beobachten und ggf. Anpassungen im Bestellverhalten vorzunehmen. Hauptrisiko für die wirtschaftlichen Aussichten ist eine hohe globale Inflation, begleitet von einem verhaltenen Wirtschaftswachstum. Dies führt zu einer deutlichen Straffung der Geldpolitik in den entwickelten Volkswirtschaften und zu finanziellem Druck in Schwellen- und Entwicklungsländern. Die Zentralbanken auf der ganzen Welt erhöhen gleichzeitig die Zinssätze als Reaktion auf die Inflation. Dies könnte eine globale Rezession und eine Reihe von Finanzkrisen in Schwellen- und Entwicklungsländern verursachen. Aufgrund ihrer großen Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ist die EU-Wirtschaft besonders anfällig für Preisentwicklungen an den Energiemärkten. Trotz der Bemühungen von der EU und nationalen Regierungen wird die Dynamik am Energiemarkt für Europa im Jahr 2023 herausfordernd bleiben. Es ist von weiterhin hohen Energiepreisen auszugehen, die sich negativ auf das Wirtschaftswachstum und die Wettbewerbsfähigkeit Europas auswirken können. Das Eintreten einer restriktiven Kreditvergabe könnte das Wachstum der Acura-Gruppe verlangsamen. Die durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19, welche insbesondere eine Infizierung von Mitarbeitern und/oder Patientinnen und Patienten bewirkte, stellte seitdem ein großes Risiko dar. Diesem begegnete der Konzern durch einen Krisenstab, der insbesondere bestehende Pandemiepläne aktualisiert und anpasst sowie diverse Präventionsmaßnahmen zur Verhinderung einer Ansteckung in Gang gesetzt hat. Bestandsgefährdende wirtschaftliche und rechtliche Risiken sowie Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind jedoch - nicht zuletzt aufgrund der weitreichenden Kreditrahmen und der Eigenfinanzierungskraft - nicht erkennbar. Branchenrisiken Die aktuelle Weltlage und die damit verbundenen Entwicklungen bedrohen auch die Entwicklung unserer Dental- und Orthopädiezentren. Insbesondere in den energieintensiven Bereichen ist von Einbußen auszugehen, weshalb die anhaltend hohe Inflation auch die Medizinbranche vor große Aufgaben stellt, da Preissteigerungen zumeist nicht an die Patienten weitergereicht werden können. Im Gesundheitswesen sind zudem zahlreiche Wettbewerber auf lokaler und regionaler Ebene tätig - insbesondere als Wettbewerber im Dentalmarkt. Es besteht das Risiko, dass wir durch Aktivitäten bestehender und neuer Wettbewerber unseren Marktanteil nicht wie geplant ausbauen können. Auch Fehleinschätzungen von wichtigen Entwicklungen auf verschiedenen Marktebenen können negative Auswirkungen auf unser Geschäft haben. Daneben nimmt der orthopädische Sektor des Konzerns auf der Grundlage landeskrankenhausplanerischer Feststellungsbescheide öffentlich-rechtliche Versorgungsaufgaben wahr und ist Vertragspartner der gesetzlichen Krankenkassen mit geringer marktlicher Unterwerfung. Ein Marktrisiko besteht jedoch durch den Qualitäts- und Effizienzwettbewerb, welcher infolge der zunehmenden Verdichtung des Versorgungsnetzes zu Standortschließungen führt. Außerdem geraten Kliniken unter Druck, deren Qualität nicht mit umliegenden Einrichtungen konkurrieren können. Mögliche Risiken bestehen auch in der naturgemäß schwankenden Belegung und Auslastung der betriebenen Standorte. Des Weiteren ist die Verfügbarkeit des Fachpersonals und die Steuerungsfähigkeit der jeweiligen Behandlung inklusive der notwendigen technischen Einrichtungen eine permanente organisatorische Herausforderung. Anhand erster vorliegender Eckpunkte für eine grundlegende Krankenhausreform ist mit einer strukturellen Veränderung der Krankenhauslandschaft in Deutschland zu rechnen. Wir begegnen diesen Risiken mit umfassenden Analysen der Wettbewerbssituation, der technologischen und regulatorischen Trends und des allgemeinen Marktumfelds. Die kontinuierliche Verbesserung unserer internen Prozesse ermöglicht es uns zudem, die Qualität unserer Leistungserbringung dauerhaft auf hohem Niveau zu halten, flexibel auf Nachfrageschwankungen zu reagieren und unsere Wettbewerbssituation zu sichern und auszubauen. Auf der Klinikseite begegnen wir dem Effizienzwettbewerb durch klinikindividuelle Zielplanungen, dem weiteren Ausbau der Abteilungen Schulter- und Wirbelsäulenchirurgie, der Geriatrie und der Schmerzambulanz mit einer multimodalen Schmerztherapie sowie aus einer Verzahnung vorambulanter und stationärer Dienste, die wir mit flexiblen Kooperationsangeboten aktiv fördern. Eine strukturierte Ablauforganisation, kontinuierliche Mitarbeiterschulungen und eine an den Bedürfnissen der Patienten ausgerichtete Arbeitsweise verbessert zudem nachhaltig die Qualitäts- und Marktposition unserer Einrichtung. Regulatorische Vorschriften 5 Das Gesundheitswesen allgemein und das Krankenhauswesen sowie die Dentalbranche im Besonderen sind hoch regulierte Wirtschaftsbereiche. Zudem erscheint die Gesetzgebung im medizinischen Bereich in vielen Teilen als wenig vorhersehbar und stark abhängig von tagespolitischen Strömungen. Änderungen in der Sozialgesetzgebung führen daher immer wieder zu einem oft nicht unerheblichen Anpassungsbedarf. Zuletzt wurden durch das Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) im Jahr 2016 erhebliche Änderungen eingeführt, deren Auswirkungen noch nicht vollständig absehbar sind. Insbesondere die Regelungen zur Mengensteuerung (u. a. durch den Fixkostendegressionsabschlag) haben zu einer erheblichen Belastung gerade für solche Krankenhäuser geführt, die in Zukunft stärker als der Markt wachsen wollen. Ebenso ist aufgrund des seit dem 23. Juli 2015 geltenden GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes das Geschäftsmodell der Acura-Gruppe erst möglich geworden. Regulatorische Änderungen an der derzeitigen "MVZ-Regelung" stellen auch künftig ein Risiko für die Acura-Gruppe dar. Das Terminservice- und Versorgungsgesetz ("TSVG"), welches am 11. Mai 2019 in Kraft getreten ist, enthält eine Quotenregelung, welche den Marktanteil von MVZs je nach Versorgungsdichte in den Planungsbereichen der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen prozentual - und damit auch strategische Investitionen - beschränkt. Die verabschiedete Quotenregelung beschränkt die Expansion der Acura-Gruppe regional vor allem in ländlichen Regionen. Aus dem TSVG ergibt sich für die Acura-Gruppe das Risiko in bestimmten Versorgungsgebieten limitiert wachsen zu können. Darüber hinaus kann ein potenzielles Risiko in der politisch diskutierten Reform gegen den Aufkauf von Arztpraxen durch Investoren gesehen werden. Ein von Gesundheitsminister Karl Lauterbach geplantes Gesetz ist derzeit zwar noch nicht auf den Weg gebracht worden, allerdings bleibt die weitere regulatorische Entwicklung dahingehend konsequent zu beobachten, um ihre Auswirkungen auf das Geschäftsmodell und den Konzernverbund zeitnah zu analysieren und Anpassungsmaßnahmen abzuleiten. Die strukturellen und regulatorischen Risiken für Unternehmen der Gesundheitsbranche haben weiterhin Bestand und können das Ergebnis von Acura belasten. Personalrisiken Eine wesentliche Basis des Erfolges des Acura-Konzerns sind die Mitarbeiter. Durch einen engen Markt besteht die Herausforderung, qualifizierte Mitarbeiter in ausreichender Zahl zu gewinnen und zu halten. Die Rekrutierung von qualifiziertem medizinischem Fachpersonal stellt somit eine zentrale Herausforderung dar. Dies betrifft in besonderem Maße die Suche nach Ärzten und (fachweitergebildeten) Pflegekräften. Wenn freiwerdende Stellen mangels geeigneter Bewerber nicht zeitnah nachbesetzt werden können, kann dies dazu führen, dass im Krankenhaus die Bettenkapazitäten reduziert werden müssen oder die Partnerpraxen nicht optimal ausgelastet werden können. Zudem verschärft die demografische Entwicklung in einem zunehmenden Wettbewerb die Gewinnung von geeigneten Fach- und Führungskräften. Der Acura-Konzern begegnet diesem Risiko durch einen Fokus auf die zentrale wie dezentrale Personalfindung und -entwicklung. Ein umfangreiches Angebot sowohl regionale als auch lokale Mitarbeiterentwicklungsprogramme bieten berufliche Entwicklungsperspektiven und ermöglichen eine frühzeitige Nachfolgeplanung. Die Entwicklung der Mitarbeiter wird zudem durch unterschiedliche Lernformen unterstützt. Dem generellen Mangel an Fachpersonal begegnen wir durch gezieltes Personalmarketing, u. a. auch durch verstärkte Nutzung neuer Medien. Neben der eigenen Ausbildung und der Einstellung neuer Mitarbeiter sind auch frühzeitige Nachfolgeplanung und Weiterentwicklung der Beschäftigten ein wichtiger Bestandteil der strategischen Personalplanung. Mit den vorhandenen innovativen, digitalen Personalprozessen und -initiativen begegnen wir den potenziellen Personalrisiken, sodass keine wesentliche Beeinträchtigung durch diese Risiken zu erwarten ist. Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens sieht keine den Bestand des Konzerns gefährdende Risiken. IT-Risiken Die starke Vernetzung im Rahmen der Digitalisierung sowie zunehmende Hackerangriffe insbesondere auf medizinische Einrichtungen führen zu einer Zunahme der IT-Risiken. Darüber hinaus kann ein Ausfall wesentlicher IT-Systeme oder ein größerer Datenverlust zu gravierenden Unterbrechungen des Geschäftsbetriebes bzw. zu signifikanten Reputationsverlusten führen. Diese Risiken werden durch beständige Investitionen in die IT-Infrastruktur, zentrales Monitoring und Berechtigungsstrukturen sowie eine redundante Systemarchitektur minimiert. Regelmäßige Datensicherungen und Schulungen der Mitarbeiter sind weitere Maßnahmen, um die Risiken zu reduzieren. Der Schutz vor Datenmissbrauch wird durch ein abgestimmtes Benutzerrechtekonzept gewährleistet, dessen Einhaltung durch den Datenschutzbeauftragten überprüft wird. Wir schränken zudem lokale Administratorenrechte auf Arbeitsplatzrechner bewusst ein, um die Installation von Schadsoftware zu minimieren. Der Einsatz von unterschiedlichen Schutzprogrammen unterstützt zudem die Abwehr von schädlichen Übergriffen. Durch Sicherungsmaßnahmen, Kontrollen und Prüfungen tritt der Konzern möglichen negativ wirkenden Faktoren entgegen. Zudem sind aufgrund der implementierten Schutzmaßnahmen und organisatorischen Vorkehrungen zurzeit keine überdurchschnittlichen Gefährdungen erkennbar. Risiken aus Akquisitionen und Integrationen Die Übernahme und Integration der Partnerpraxen in den Konzernverbund birgt Risiken, die sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der Acura- Gruppe auswirken können. Vollzugsbedingungen, wie beispielsweise die Zusicherung von Garantien, die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften sowie die Zulassung von medizinischen Versorgungszentren sind Bestandteil unserer vertraglichen Regelungen. Deren Nichterfüllung durch eine beteiligte Partei kann auch immer zu Rechtsstreitigkeiten zwischen den Parteien sowie mit Dritten und zu Ansprüchen gegen die Acura- Gruppe führen. Auch die auf eine Akquisition folgende Integration der Gesellschaft bzw. Partnerpraxis in den Konzernverbund kann negative Auswirkungen haben. Risiken aus Akquisitionen werden durch detaillierte und standardisierte Prozesse im Vorfeld minimiert. Integrationspläne sowie dezidiertes Projektmanagement stellen zudem sicher, dass Abweichungen frühzeitig erkannt werden, um durch geeignete Maßnahmen gegensteuern zu können. Chancen und Risiken, die mit einem potenziellen Investitionsobjekt einhergehen, werden im Rahmen eines abgestuften und definierten Due-Diligence-Prozesses analysiert und bewertet. Neben der Überprüfung von Finanzkennzahlen und der Würdigung steuerlicher Sachverhalte umfasst dies auch die Analyse rechtlicher und regulatorischer Rahmenbedingungen, die Qualität der vorhandenen medizinischen Ausstattung und Patientenversorgung, Knowhow des Personals und die Einhaltung von Gesetzen, Verordnungen und von Acura bzw. regulatorisch gesetzten Standards. Compliance- und Governance-Risiken Das Compliance-Risiko beschreibt die fehlende rechtliche und organisatorische Einhaltung aller für die Acura-Gruppe geltenden Gesetze und Normen. Aufgrund der Regelungsvielfalt besteht die Gefahr, dass die Vorgaben vorsätzlich oder fahrlässig nicht eingehalten werden. Daraus können rechtliche und wirtschaftliche Risiken für die Gruppe entstehen. Bei den Risiken kann es sich um Strafen, Schadensersatzforderungen oder ein Berufsverbot für medizinisches Personal handeln. Des Weiteren besteht in schnell wachsenden Konzernen wie bei der Acura-Gruppe das Risiko, dass Strukturen zur Führung des Konzerns und zur Etablierung von Kontrollsystemen nicht angemessen greifen bzw. die Etablierung dieser eine gewisse Zeit benötigen. Die Acura-Gruppe hat ein formelles Compliance-Management-System etabliert, um die daraus erwachsenden Risiken zu adressieren. Risiken, die sich im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten ergeben, werden innerhalb des Konzerns fortlaufend identifiziert, bewertet und kommuniziert. Darüber hinaus besteht ein ausreichender Haftpflichtversicherungsschutz. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Acura-Gruppe ist als Anbieter medizinischer Leistungen finanziellen Chancen in Form von Verhandlungen mit den Kassen, festgelegten und budgetierten Leistungen sowie finanziellen Risiken in Form von Liquiditäts- und Kreditrisiken ausgesetzt. Trotz eines beachtlichen Anteils an Privatpatienten, stammt der überwiegende Teil der Einnahmeseite aus dem Bereich der öffentlich-rechtlichen Kostenträger. Liquiditätsrisiken entstehen aus der möglichen Unfähigkeit des Konzerns bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen aufgrund einer unzureichenden Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln zu erfüllen. Forderungen bestehen im großen Umfang gegenüber den Sozialversicherungsträgern, bei denen das Ausfallrisiko gering eingeschätzt wird. Bestehende Risiken aus möglichen Forderungsausfällen gegenüber Privatpatienten wird durch Bonitätsprüfungen und Factoring begegnet. Zudem kann ein weiterer Anstieg des Zinsniveaus die Finanzierungssituation aller Akteure verschlechtern. Liquiditätsrisiken ergeben sich, wenn Finanzmittel nicht in ausreichendem Maß zur Verfügung stehen, um fällige Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich und fristgerecht bedienen zu können oder ungeplante Ereignisse ungünstigere Finanzierungskonditionen bedingen. Einem Liquiditätsrisiko begegnen wir mit dem Halten einer ausreichenden Reserve sowie kurz- und langfristig zugesagten Kreditlinien. Die Steuerung der kurzfristigen Liquiditäts- und längerfristigen Finanzierungsrisiken ist zentrale Zuständigkeit des Bereichs Finanzen. Die hierfür benötigte effiziente Steuerung der kurzfristigen liquiden Mittel wird über ein etabliertes Beteiligungs- und Risikomanagement gewährleistet. Chancen Neben den Risiken identifiziert und bewertet der Acura-Konzern regelmäßig die Chancen der Unternehmensgruppe. Grundsätzlich können sich Chancen sowohl durch die Weiterentwicklung des Marktes ergeben als auch durch den engen Dialog mit unseren Behandlern/innen und unseren Patienten/innen. Als Chancen werden Ereignisse und Entwicklungen verstanden, die sich positiv auf die Erreichung der gesetzten Unternehmensziele auswirken. Für die Wahrnehmung von Chancen müssen teilweise auch Risiken in Kauf genommen werden. Chancen aus dem gesamtgesellschaftlichen Wandel Unter diesen Chancen werden Entwicklungen verstanden, die sich aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen ergeben, und welche die Wachstumsstrategie der Acura-Gruppe positiv begünstigen. Aufgrund der Altersstruktur in den Dentalpraxen werden immer mehr Nachfolger für die Übernahme der Praxen gesucht. Immer weniger junge Absolventen sind jedoch bereit den Schritt in die Freiberuflichkeit zu gehen, sondern möchten als angestellte Zahnärzte mit sicheren Arbeitszeiten und Einkommen arbeiten. Die Nachfrage nach Anstellungsverhältnissen dieser Art begünstigt die weitere Entwicklung der Acura-Gruppe. Aus unternehmerischer Sicht kann die Acura-Gruppe so einen wichtigen Beitrag für die Versorgungssicherheit leisten und die zukünftige Versorgungslandschaft mitentwickeln. Chancen aus Markt und regulativen Umfeld Unter diese Chancen fallen positive Entwicklungen aus dem wirtschaftlichen oder regulatorischen Umfeld. Regulative Beschränkungen können sich positiv auf bestehende Marktteilnehmer auswirken, weil die Markteintrittsbarrieren für potenzielle Wettbewerber erhöht werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass sich das Preisniveau für zukünftige Erwerbe von Zahnarztpraxen aufgrund der geringeren Anzahl an Wettbewerbern nach unten entwickelt. Das dynamische Umfeld des deutschen Dentalmarktes ermöglicht die von der Acura-Gruppe angestrebte, konsequente Expansionsstrategie. Acura steigert die Attraktivität für zukünftige Partner durch eine kontinuierliche Verbesserung aller betrieblichen Abläufe und Strukturen und zentrale Unterstützungsangebote, die einen Wettbewerbsvorteil und damit eine qualitativ hochwertige Behandlung für die Patienten ermöglichen. Chancen aus dem Geschäftsmodell In einem fragmentierten Markt wie in der ambulanten zahnmedizinischen Versorgung ergeben sich Chancen aus dem operativen Geschäft. Diese betreffen Synergien die sich aus der Verbundgröße ergeben, beispielsweise in den Bereichen Abrechnungsprozesse, Digitalisierung, Einkauf sowie Verbesserungen der medizinischen Qualität, Technologien, Recruiting und Weiterbildung von Mitarbeitern. Bei der Integration der erworbenen Zahnarztpraxen stellen ein einheitliches Vertragsmanagement sowie die Integration von Finanz-, Personal- und Administrativprozessen wesentliche Potenziale dar. Hierzu werden regelmäßige Benchmarks zwischen den Zahnärzten der Partnerpraxen durchgeführt und der Austausch zwischen den Praxen gefördert. Daneben werden strategische Weiterentwicklungen zentral wie dezentral konzipiert, mit Praxen erprobt und innerhalb der Gruppe etabliert. Weitere Maßnahmen wie die Standardisierung und Optimierung der Dienstleistungsstruktur werden kontinuierlich seit Beginn des Konzernverbundes umgesetzt. Chancen durch Mitarbeiter Bei Acura ist es unser Ziel, Mitarbeiter zu motivieren, weiterzuentwickeln und langfristig an das Unternehmen zu binden. Das schaffen wir durch hybride Arbeitsformen, digitale Arbeitsprozesse und flexible Arbeitszeiten. Wir investieren in gezielte Trainings und Weiterbildungen, wobei die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Patientenversorgung für den Acura-Konzern höchste Priorität hat. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Schulung der Mitarbeiter auf der Grundlage neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden, die bereichs- und standortfunktional übergreifende Beratung und der interne Austausch sind konzernstrategische Schwerpunkte, welche die Basis der Wettbewerbsposition der Acura-Gruppe langfristig sichern und ausbauen. Hieraus können sich positive Effekte auf die Umsatz- und Ertragslage sowie die Cashflows ergeben. Gesamtbild der Chancen- und Risikolage Die Gesamtrisiko- und Chancensituation ergibt sich damit für die Acura-Gruppe aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken und -chancen. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken oder Abhängigkeiten erkennbar, welche den Fortbestand des Acura-Konzerns für die überschaubare Zukunft gefährden könnten. Nach den heute bekannten Informationen wird die Nettorisikoposition als niedrig eingestuft, wenngleich sich die Risikoposition durch den derzeit von Russland geführten Angriffskrieg sowie die damit eingehenden makroökonomischen Veränderungen sowie die Überlegungen im regulatorischen Umfeld erhöht hat. Trotz aller bestehenden Vorkehrungen können Risiken jedoch nicht ausgeschlossen werden, weshalb zur Deckung dieser Risikopotenziale ein angemessener und regelmäßig aktualisierter Versicherungsschutz besteht, der durch einen professionellen Versicherungsmakler permanent überwacht und angepasst wird. Prognosebericht Bei den hier getroffenen Aussagen über die Entwicklung der Gesamtwirtschaft und des Konzerns handelt es sich um zukunftsbezogene Aussagen. Die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich (in positiver als auch negativer Hinsicht) von den Erwartungen des Managements über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. Unsere Prognosen enthalten alle wesentlichen Ereignisse, die uns bei der Erstellung des Konzernlageberichts bekannt waren und die Geschäftsentwicklung des Acura-Konzerns beeinflussen können. Die Erwartungen basieren unter anderem auf der beschriebenen gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Entwicklung. Erwartete Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 6 Die Weltwirtschaft wird auch 2023 von mehreren kritischen Faktoren beeinträchtigt. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, unterbrochene Lieferketten und das Risiko einer Stagflation können zu einer langwierigen Phase schwachen Wachstums bei erhöhter Inflation führen. Die weltweite Wirtschaft soll 2023 um 2,6 % wachsen, die Inflation verringert sich Prognosen zufolge auf 5,9 %. In Deutschland wird für das Jahr 2023 ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent erwartet, Energiekosten und Inflationsniveau werden hoch bleiben. Ab Mitte 2023 ist wieder mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung zu rechnen. Trotz schwacher Konjunktur soll die Arbeitslosigkeit nur um 0,2 % auf 5,4 % steigen. Für den privaten Konsum sagen Prognosen einen Rückgang um 2,2 % voraus. Erwartete Branchenentwicklung 7 Gemäß den Prognosen der Vereinten Nationen wird die Weltbevölkerung bis 2050 um fast 21 % auf rund 9,7 Mrd. Menschen anwachsen. Gleichzeitig steigt der Anteil der Bevölkerung über 67 Jahre in Deutschland bis 2050 auf 26% an und der Anteil der 20- 66-Jährigen geht kontinuierlich zurück. Diese Entwicklung führt in den kommenden Jahren und insbesondere in Deutschland zu kontinuierlichem Wachstum in der Gesundheitsbranche, mit einem prognostiziertem Umsatzvolumen von über 110 Mrd. EUR in 2025. Nach Angaben der aktuellen BZÄK-Statistik konnte bereits in den vergangenen Jahren ein Anstieg der realen Bruttowertschöpfung um 1,6 % p.a. auf dem Dentalmarkt verzeichnet werden. Zusammengefasst ist daher auch weiterhin mit einer nachhaltigen Entwicklung im zahnmedizinischen Bereich zu rechnen. Die veränderte Demographie wird jedoch auch eine Veränderung des Talentpools aufgrund der alternden Belegschaft zur Folge haben und den zunehmenden Wettbewerb um qualifiziertes Pflege- wie Behandlungspersonal verschärfen. Dabei kommt uns entgegen, dass immer weniger Zahnärzte den Wunsch nach einer Niederlassung verspüren: In 2022 ging die Zahl der niedergelassenen sogar in 15 Bundesländern zurück. Dagegen stieg die Anzahl der angestellten Zahnärzte um rund ein Drittel. Als weiterer Trend wird die Digitalisierung von Gesundheitsinformationen zunehmen, welche die Qualität der medizinischen Versorgung bei gleichzeitig niedrigeren Kosten durch Effizienzsteigerungen im Rahmen von E-Health verbessert. Zudem ist davon auszugehen, dass der steigende Wohlstand der Bevölkerung die Ansprüche der Patienten und damit die Anforderungen an die öffentliche und private Gesundheitswirtschaft hinsichtlich qualitativ hochwertiger (zahn-)medizinischer Behandlungen erhöhen wird. Erwartete Geschäfts- und Ertragsentwicklung Der Konzern ist mit verschiedenen Alleinstellungsmerkmalen und seinem Markenkern sehr gut im Dentalmarkt positioniert und wird sein Geschäftsmodell entsprechend der Veränderungen im Gesundheitsmarkt weiterentwickeln sowie seine Marktposition im Sinne der Unternehmensstrategie festigen und ausbauen. Der demografische Wandel und die damit zu erwartende steigende Anzahl von Abgeberpraxen als auch die patientenseitig spürbare Veränderung hin zu qualitativ hochwertiger (Zahn-)Medizin, werden dabei wesentliche Treiber des weiteren Wachstums darstellen. Der Acura-Konzern befindet sich weiterhin in einer dynamischen Wachstumsphase. Durch die im laufenden Geschäftsjahr 2023 bereits abgeschlossenen und weiter zu erwartenden Neuakquisitionen und die Fortsetzung der erfolgreichen Behandlungskonzeption im Konzernverbund rechnen wir im Geschäftsjahr 2023 mit einem weiter steigenden Umsatz auf 160-190 Mio. EUR. Die Etablierung schlanker Administrationsstrukturen und unser innovativer IT-Einsatz wird nicht nur zu einer Entlastung unseres Klinik- und Praxenverbundes führen, sondern darüber hinaus auch zu einer Effizienzsteigerung im Gesamtkonzern. Für das Geschäftsjahr 2023 erwarten wir daher eine deutliche Steigerung des EBITDA und des normalisierten EBITDA (EBITDA vor Sonder- und Einmaleffekten). Ferner gehen wir auch über das Geschäftsjahr 2023 von einer Fortsetzung dieses Erfolges für den Acura Konzern aus. Durch unsere umfangreichen Investitionen können wir das dabei angestrebte Mengenwachstum realisieren und durch die kontinuierliche Verbesserung von Prozessen in Verbindung mit einer optimalen Auslastung werden wir unsere Profitabilität weiterhin verbessern. Zudem bietet uns die Zusammenarbeit mit verlässlichen Partnern die Möglichkeit, Chancen frühzeitig zu erkennen und notwendige Investitionen zu tätigen.
Frankfurt am Main, 11. Mai 2023 Acura Zahnärzte GmbH Franz Maier Dr. Markus Neuhauser An die Acura Zahnärzte GmbH, Frankfurt am Main PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der Acura Zahnärzte GmbH, Frankfurt am Main, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Acura Zahnärzte GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 11. Mai 2023 BDO
AG
Stephan, Wirtschaftsprüfer Preis, Wirtschaftsprüfer |
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