S-Immobilienverwaltung Osnabrück GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Fabian Sven Winkler seit 19.7.2023 | Vorstandsmitglied |
Andre´ Schüller seit 15.11.2018 | Vorstandsmitglied |
Johannes Hartig seit 16.8.2012 | Vorsitzender des Vorstands |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sparkasse OsnabrückOsnabrückJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2023Sitz: OsnabrückAmtsgericht OsnabrückHandelsregister-Nr.: HRA 62651. Grundlagen der Geschäftstätigkeit der SparkasseUnsere Sparkasse ist gemäß § 3 NSpG eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Sie ist Mitglied des Sparkassenverbandes Niedersachsen (SVN), Hannover, und über diesen dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband e. V. (DSGV), Berlin und Bonn, angeschlossen. Sie ist beim Amtsgericht Osnabrück unter der Nummer A 6265 im Handelsregister eingetragen. Träger unserer Sparkasse ist der Sparkassenzweckverband Osnabrück, der von der Stadt Osnabrück und dem Landkreis Osnabrück gebildet wird. Der Sparkassenzweckverband ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Osnabrück und ist ebenfalls Mitglied des SVN. Satzungsgebiet unserer Sparkasse sind die Gebiete der kreisfreien Stadt Osnabrück sowie des Landkreises Osnabrück, jedoch ohne die Gemeinden der ehemaligen Landkreise Melle und Bersenbrück. Organe unserer Sparkasse sind der Vorstand und der Verwaltungsrat. Unsere Sparkasse ist Mitglied im Sparkassenverband SVN und über dessen Sparkassen-Teilfonds dem Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe angeschlossen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat das institutsbezogene Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe als Einlagensicherungssystem nach dem Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) amtlich anerkannt. Das Sicherungssystem stellt im Entschädigungsfall sicher, dass den Kunden der Sparkassen der gesetzliche Anspruch auf Auszahlung ihrer Einlagen gemäß dem EinSiG erfüllt werden kann ("gesetzliche Einlagensicherung"). Darüber hinaus ist es das Ziel des Sicherungssystems, einen Entschädigungsfall zu vermeiden und die Sparkassen selbst zu schützen, insbesondere deren Liquidität und Solvenz zu gewährleisten ("freiwillige Institutssicherung"). Ergänzend zu den bestehenden Sicherungsmitteln wird ab 2025 ein zusätzlicher Fonds zum institutsbezogenen Sicherungssystem von den Instituten befüllt. Unsere Sparkasse bietet als selbstständiges regionales Wirtschaftsunternehmen zusammen mit ihren Partnern aus der Sparkassen-Finanzgruppe Privatkunden, Unternehmen und Kommunen Finanzdienstleistungen und -produkte an, soweit das Sparkassengesetz oder die Satzung keine Einschränkungen vorsehen. Der im Sparkassengesetz verankerte öffentliche Auftrag verpflichtet die Sparkasse, mit ihrer Geschäftstätigkeit in ihrem Geschäftsgebiet den Wettbewerb zu stärken und die angemessene und ausreichende Versorgung aller Bevölkerungskreise, der Wirtschaft - insbesondere des Mittelstands -und der öffentlichen Hand mit Bankdienstleistungen sicherzustellen. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen im Jahr 2023Weltkonjunktur und BundesgebietDas Jahr 2023 war weltweit von hoher Inflation geprägt, wenngleich im zweiten Kriegsjahr nach dem russischen Angriff auf die Ukraine die Preissteigerungsraten in den meisten Ländern nicht mehr ganz so hoch wie zu ihren Spitzenständen im Herbst 2022 waren. Die Kaufkraft war hierdurch weiterhin belastet und schwächte den Konsum. Zudem bremsten die in fast allen Währungsräumen fortgesetzten Zinssteigerungen die Nachfrage - beim Verbrauch als auch bei den Investitionen. Der Euroraum, der sich 2022 noch sehr gut erholt hatte, verlor 2023 dagegen stärker an Wachstumsdynamik und stagnierte im Jahresverlauf weitgehend - mit einigen Ausnahmen wie z.B. Spanien. Deutschland ist am anderen Ende des europäischen Länderfeldes einzuordnen. Hierzulande ist die Stagnation schon länger offenkundig. Insgesamt ergab sich nach der ersten Schnellschätzung des Statistischen Bundesamtes vom 15. Januar 2024 im abgelaufenen Jahr eine reale Veränderungsrate des deutschen BIP in Höhe von -0,3 Prozent, die sich im Wesentlichen auf einen negativen Überhang aus dem Jahr 2022 (Energiepreise auf Höchstständen, Gefahr einer Gasmangellage), einem negativen Arbeitstageeffekt, einer Stagnation über drei Quartale und einem rückläufigen Schlussquartal 2023 speist. Insbesondere die bis weit in das Jahr 2023 hinein auf hohem Niveau bleibende Inflation wirkte sich auf die Kaufkraft aus. Die Nominaleinkommensentwicklung lag im Jahresdurchschnitt bei einem nominalen Zuwachs des verfügbaren Einkommens von 5,9 Prozent annähernd genauso hoch wie der Anstieg der Verbraucherpreise. Mit -0,8 Prozent schrumpfte der private Verbrauch 2023 stärker als das BIP. Die Sparquote stieg leicht um zwei Promillepunkte auf 11,3 Prozent. Noch stärker rückläufig als der private Verbrauch war der staatliche Konsum; preisbereinigt schrumpfe er um -1,7 Prozent. Im Euroraum wurden die Leitzinsen in nur gut einem Jahr um 450 Basispunkte erhöht. Dieser Zinsanstieg prägte die Investitionen und bremste insbesondere die Bautätigkeit in Deutschland, vor allem im Wohnungsbau. Die Ausrüstungsinvestitionen wurden zwar ebenfalls vom Zins gebremst, konnten jedoch real um 3,0 Prozent zulegen, da sich hier mit der erforderlichen Erneuerung des Kapitalstocks bei den treibenden Themen Klimawandel und Digitalisierung eine Form der Sonderkonjunktur zeigt. Der Arbeitsmarkt ist robust; die Arbeitslosenquote hat sich in der Abgrenzung der Bundesagentur für Arbeit 2023 nur moderat um vier Promillepunkte auf 5,7 Prozent erhöht. Der Fachkräftemangel ist in vielen Branchen sichtbar und ist zu einer angebotsseitigen Beschränkung der Wirtschaftsentwicklung geworden. Die Zahl der Erwerbstätigen konnte dennoch um jahresdurchschnittlich 333 Tausend Personen auf einen neuen Rekordstand von 44,9 Mio. gesteigert werden. Noch nie waren in Deutschland so viele Menschen erwerbstätig wie 2023. GeschäftsgebietDie nachfolgenden Angaben zum Geschäftsgebiet basieren auf der Konjunkturumfrage der IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim zum 4. Quartal 2023. Die regionale Konjunktur in der Region Osnabrück-Emsland-Grafschaft-Bentheim ist stark durch die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen geprägt. Nach einer kurzen Zuversicht, die auf den besser als erwartet verlaufenden Winter 2022/2023 zurückzuführen war, nahm der IHK -Konjunkturklimaindex im weiteren Jahresverlauf ab, erreichte zum dritten Quartal seinen Jahrestiefststand und liegt mit 69 Punkten (Vorjahr 85 Punkte) zum Jahresende weiter deutlich unterhalb des langjährigen Durchschnitts von 104 Punkten. Während 14 Prozent der Unternehmen von einer schlechten Geschäftslage berichten, rechnen 45 Prozent mit einer nochmals schlechteren Konjunktur in den kommenden Monaten. Somit überwiegen die pessimistischen Einschätzungen sowohl hinsichtlich der aktuellen Lage als auch mit Blick auf die kommenden Monate weiter deutlich. Die Investitionspläne sind weiter auf niedrigem Niveau. 23 Prozent der Betriebe planen mit niedrigeren Investitionen in den kommenden Monaten. Die Exporterwartungen fallen besser aus als zuletzt - 12 Prozent rechnet mit rückläufigen Ausfuhren in den kommenden Monaten. Die Beschäftigungspläne bleiben unverändert auf niedrigem Niveau und trüben die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt ein. Aktuell sehen zwei von drei Unternehmen in den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen einen beträchtlichen Risikofaktor für die Geschäftsentwicklung in den kommenden 12 Monaten. Dies ist der höchste Wert, der seit Beginn der Erhebung vor mehr als zehn Jahren gemessen wurde. Angesichts der ungelösten Probleme in der Energiepolitik sind vor allem die energieintensiven Betriebe stark beunruhigt. Quer durch alle Branchen wird zudem die ausufernde Bürokratie als ein gravierender Standortnachteil bemängelt. Ebenfalls einen neuen Höchstwert erreicht die Sorge der regionalen Wirtschaft über steigende Arbeitskosten. So sind die Löhne infolge der hohen Inflation bereits im vergangenen Jahr kräftig gestiegen. Eine anhaltende Lohn-Preis-Spirale kann nicht ausgeschlossen werden. Infolgedessen sehen 58 Prozent der Unternehmen in den Arbeitskosten ein Risiko für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Steigende Zinsen und mehr Hürden auf dem Weg zu Fremdkapital führen dazu, dass die Finanzlage der Unternehmen weiterhin angespannt bleibt. Während sich die Finanzlage im Vorjahr noch für 75 Prozent der Unternehmen als unproblematisch dargestellt hat, sind es nun lediglich 62 Prozent. Zwei von fünf Betriebe schätzen ihre Finanzlage als problematisch ein. Eine große Herausforderung bei den Betrieben stellt nach wie vor der Eigenkapitalrückgang (19 Prozent nach 14 Prozent im Vorjahr) dar. Der Anteil von Unternehmen, die von Liquiditätsengpässen berichten, ist mit 15 Prozent ebenfalls bedeutend (Vorjahr: 11 Prozent). Stärker zugenommen hat der Anteil der Unternehmen, die sich Forderungsausfällen gegenübersehen (14 nach zuvor neun Prozent). Daneben steigt auch der Anteil der Betriebe, denen bereits eine hohe Fremdkapitalbelastung zu schaffen macht. Korrespondierend nimmt auch die Anzahl der Unternehmen zu, die über einen erschwerten Zugang zu Fremdkapital berichten (neun nach zuvor sieben Prozent). Zum Ende des Jahres 2023 bewerten die regionalen Industrieunternehmen sowohl ihre aktuelle Lage als auch den Ausblick auf die kommenden Monate mehrheitlich schlecht. Mehr als jedes zweite Unternehmen berichtet von rückläufigen Auftragseingängen und für 58 Prozent der Betriebe stellt sich der Auftragsbestand aktuell als zu klein dar. Neben einer schwächelnden Nachfrage aus dem In- und dem Ausland stellen die Energie- und Rohstoffpreise weiter das Hauptrisiko für die Betriebe dar. Lediglich 14 Prozent wollen stärker investieren, wohingegen 46 Prozent von rückläufigen Investitionsbudgets ausgehen. Im Oktober 2023 lagen die Gesamtumsätze (24,7 Mrd. Euro, aktueller Datenbestand) um zehn Prozent unter dem Vorjahr. Stark gestiegene Bauzinsen und nach wie vor hohe Preise für Baumaterialien trüben insgesamt im Baugewerbe die Geschäftslage ein. Lediglich 10 Prozent der Betriebe berichten von einer guten Geschäftslage. Mit Blick auf die kommenden Monate rechnet rund jeder dritte Betrieb mit einer nachlassenden Konjunktur. Die Mehrheit der Unternehmen sieht sich mit rückläufigen Auftragseingängen konfrontiert. Die Ertragslage hat sich zwar etwas verbessert, wird aber nach wie vor von der Mehrheit als schlecht eingestuft. Der Handel ist weiter mit den Folgen der gestiegenen Verbraucher- und Einkaufspreise sowie der schwachen Binnenkonjunktur konfrontiert. Im Einzelhandel verbessert sich die aktuelle Lage zwar leicht, allerdings liegen die Erwartungen für die kommenden Monate am Boden. Mehr als ein Drittel sind mit einem rückläufigen Umsatz konfrontiert und fast ebenso viele rechnen auch in den kommenden Monaten mit fallenden Umsätzen. Im Großhandel verbessern sich die Beurteilungen zur aktuellen sowie zur zukünftigen Lage zwar, fallen aber weiterhin überwiegend negativ aus. Im Dienstleistungssektor haben sich die Konjunkturindikatoren kaum verändert. Sowohl die Lage als auch die Erwartungen werden von der Mehrheit negativ beurteilt. Im Branchenvergleich wird die Konjunktur im Gastgewerbe am besten beurteilt. Ähnlich wie in den anderen Branchen blicken allerdings auch die Gastronomen negativ auf die kommenden Monate. Dies gilt insbesondere auch für das Verkehrsgewerbe, wo die Konjunktur mit Abstand am schlechtesten beurteilt wird. Alles in allem geht fast jedes zweite Dienstleistungsunternehmen von einer zukünftig schlechteren Geschäftslage aus. Während die Investitionspläne weiter rückläufig sind, stabilisieren sich die Beschäftigungspläne auf niedrigem Niveau und lassen eine Stagnation erwarten. Nach einer Veröffentlichung der Agentur für Arbeit Osnabrück lag die Arbeitslosenquote in der Osnabrücker Region per Dezember 2023 bei 4,6 Prozent (2022: 4,3 Prozent). Insgesamt waren zum Jahresende 14.016 Menschen ohne Arbeit (Vorjahr: 12.924). Kreditwirtschaft und Entwicklung ZinsniveauDie Kreditwirtschaft steht angesichts des sich stark ändernden Zinsniveaus, zunehmender Regulierung, intensiven Wettbewerbs und schnell fortschreitender Digitalisierung weiterhin vor großen Herausforderungen. Daneben wirken sich die politischen Unsicherheiten (u.a. Ukraine-Krieg) und die Anforderungen zum Thema Nachhaltigkeit auf den Geschäftsbetrieb in der Kreditwirtschaft stark aus. Das Drei-Säulen-System der deutschen Kreditwirtschaft, bestehend aus Sparkassen, Genossenschafts- und Privatbanken, hat in den vergangenen Jahrzehnten auch dazu beigetragen, dass sich alle Kreditinstitute den Anforderungen eines wachsenden Wettbewerbs und der Geldpolitik der EZB permanent anpassen mussten und weiterhin anpassen müssen. Dieses Bild zeigt sich auch am Finanzstandort Osnabrück. Die Vielseitigkeit und der Erfolg der meist mittelständisch geprägten Wirtschaft bieten weiterhin gute Voraussetzungen für unseren Geschäftsbetrieb. Die europäische Zentralbank (EZB) setzte im Jahr 2023 zunächst ihre restriktive Politik fort. Sie versuchte damit die deutlich zunehmende Inflation (in der Spitze bei + 8,6% per 9/23) unter Kontrolle zu bringen. Die Konjunkturentwicklung wurde in Folge der sehr schnellen Leitzinsstraffungen in allen Teilen der Welt sowohl regional als auch weltweit deutlich gebremst. Die Stimmung der Wirtschaftssubjekte als auch die tatsächliche BIP-Entwicklung zeigte in der Folge eine schwächer werdende Tendenz bis in den Bereich einer Rezession. Zusätzlich verschärfte der Ausbruch des Konflikts im Gaza-Streifen am 7.10.2023 die angeschlagene Situation. In diesem Umfeld stiegen der Zins für die Einlagenfazilität (von 2,00% auf 4,00%) und der Hauptrefinanzierungssatz (von 2,50% auf 4,5%) deutlich. Im Berichtsjahr wurden daher die Zinssätze am Geld- und Kapitalmarkt erneut auf ein deutlich höheres Niveau angehoben. Am Geldmarkt wirkte sich die Zentralbankpolitik unmittelbar aus. Der 3-Monats-Euribor stieg recht kontinuierlich von 2,17% auf in der Spitze 4,0% und stabilisierte sich im letzten Quartal des Jahres knapp unterhalb der 4,0%-Marke. Die langfristigen Kapitalmarktrenditen verzeichneten ebenfalls einen Anstieg von ca. 2,4% zu Jahresbeginn auf etwa 2,97% für 10jährige Bundesanleihen im September. Im weiteren Jahresverlauf ließen dann im deutlich schwierigeren wirtschaftlichen Umfeld und parallel signifikant nachlassenden Inflationsraten (von 8,6% auf zuletzt 4,5%) die langfristigen Renditen deutlich nach. Die 10jährigen Bundesanleihen schlossen das Jahr 2023 auf einem Niveau von rd. 2,0% ab. Die 10jährigen Swapsätze schwankten analog zwischen +3,52% und +2,38%, 5jährige Bundesanleihen zwischen 1,86% und +2,90%. Die EZB will nach eigenem Bekunden im weiteren Verlauf des Jahres 2024 die Staatsanleihekäufe reduzieren und stellt weitere Leitzinsschritte zunächst zurück, um die Wirkung ihrer bisherigen Notenbankpolitik abzuwarten. 2.2 Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2023Im Jahr 2023 wurden verschiedenste aufsichtliche Regelungen veröffentlicht oder in Kraft gesetzt, die vor allem durch die nationale Umsetzung des EU-Bankenpakets bestimmt wurden und entsprechende Umsetzungsmaßnahmen erforderten. Unter anderem handelt es sich um folgende Neuregelungen: Mit der im Januar 2023 in Kraft getretenen DORA-Richtlinie (Digital Operational Resilience Act) hat die EU länderübergreifende Vorgaben für den Schutz der Finanz-IT-Landschaft geschaffen um so das bestehende europäische und nationale Regelwerk zu vervollständigen. Alle Finanzdienstleister müssen nachweisen, dass ihre Organisation über alle Ebenen und Bereiche unterschiedlichsten IKT-Krisen (Informations- und Kommunikationstechnologie) gewachsen ist und die Betriebsstabilität digitaler Systeme jederzeit sichergestellt ist. Ende Juni 2023 hat die BaFin auf ihrer Internetseite eine novellierte Fassung ihres Rundschreibens "Mindestanforderungen an das Risikomanagement" veröffentlicht. Vorrangiges Ziel dieser siebten MaRisk-Novelle ist es, die Leitlinien der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) für die Kreditvergabe und -überwachung umzusetzen. Sie betreffen u. a. die Prozesse im Kreditgeschäft und die Risikomanagementmodelle der Institute. Darüber hinaus hat die BaFin folgende wesentliche Aspekte angepasst oder neu in die MaRisk integriert:
Nach der Taxonomie-VO (Verordnung (EU 2020/852) und der hierzu im Juni 2021 veröffentlichten Ergänzung (EU 2021/2139) müssen in den Anwendungsbereich der Non Financial Directive (NFRD) fallende Unternehmen in ihrer nichtfinanziellen Berichterstattung Angaben darüber aufnehmen, wie und in welchem Umfang die Tätigkeiten des Unternehmens mit Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind, die als ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten gemäß der Taxonomie-VO einzustufen sind. Die Umsetzung der Neuregelungen erfordert in der Kreditwirtschaft einen hohen Zeitaufwand und bindet Mitarbeiterkapazitäten. 2.3 Bedeutsamste finanzielle LeistungsindikatorenDie Kennziffern Kernkapitalquote nach CRR 1 , Bruttoertrag 2 , Cost-Income-Ratio 3 , Betriebsergebnis vor Bewertung 4 und Liquiditätsdeckungsquote (LCR) 5 , die der internen Steuerung dienen und in die Berichterstattung einfließen, wurden für das Berichtsjahr als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren definiert.
1 Kernkapitalquote nach CRR =Verhältnis des
Kernkapitals zu risikobezogenen Positionswerten
(Adressenausfall-, operationelle, Markt- und CVA-Risiken)
2.4 Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs
1 Geschäftsvolumen: Bilanzsumme zuzgl.
Eventualverbindlichkeiten
2.4.1 Bilanzsumme und GeschäftsvolumenDas Geschäftsvolumen und die Bilanzsumme sind im Berichtsjahr stärker als erwartet gesunken. Der Rückgang ist neben der planmäßigen Rückzahlung des längerfristigen Refinanzierungsgeschäfts Targeted longer-term refinancing operations III (TLTRO-III.) auch auf den tendenziellen Rückgang des Kundengeschäftsvolumens (Kredit- und Einlagengeschäft) zurückzuführen. Vor dem Hintergrund des unsicheren und dynamischen wirtschaftlichen Umfelds (u.a. Ukraine Krise, Nahost-Konflikt, Inflation) und den Auswirkungen der veränderten Zinspolitik der EZB ist die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 zufriedenstellend. 2.4.2 Aktivgeschäft2.4.2.1 Forderungen an KreditinstituteDie Forderungen an Kreditinstitute sind im Berichtsjahr sehr deutlich zurückgegangen (-278,6 Mio. EUR). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Reduzierung von Übernachtanlagen bei der Deutschen Bundesbank aufgrund der Rückzahlung des TLTRO-III. zurückzuführen. 2.4.2.2 Forderungen gegenüber KundenDie Forderungen gegenüber Kunden haben sich im Berichtsjahr leicht verringert (-10,4 Mio. EUR). Damit hat sich das Kundenkreditvolumen unserer Sparkasse entgegen unseren Erwartungen negativ entwickelt. Trotz der wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen konnte unsere Sparkasse im Berichtsjahr das Vorjahresniveau im Kreditgeschäft nahezu erreichen. Ein Bestandszuwachs erfolgte vor allem bei den Privatkunden und den öffentlichen Haushalten, wogegen sich die Kreditnachfrage der Unternehmen eingetrübt hat. Bei den Privatpersonen vollzog sich das Kreditwachstum schwerpunktmäßig im Bereich der mittel- und langfristigen Laufzeiten, davon überwiegend im Bereich der Wohnungsbaukredite. Bei den Unternehmen verringerte sich die Kreditnachfrage sowohl im kurzfristigen als auch im mittel- und langfristigen Bereich. Tendenziell hat sich die Nachfrage nach Krediten und Darlehen weiter eingetrübt. Die erteilten unwiderruflichen Kreditzusagen haben sich zum 31.12.2023 im Vergleich zum Vorjahr verringert (-99,4 Mio. EUR). 2.4.2.3 WertpapieranlagenDas Wertpapiervermögen besteht im Wesentlichen aus Anleihen öffentlicher Emittenten und Anleihen inländischer Kreditinstitute, die ein Rating aus dem Investmentgradebereich aufweisen. Darüber hinaus besitzt unsere Sparkasse Credit Linked Notes aus der Teilnahme an Kreditbasket-Transaktionen und Anteile an einem Spezialfonds, der mittelbar und unmittelbar in europäische und amerikanische Aktienwerte sowie in Immobilien investiert. Zudem hält unsere Sparkasse Anteile an einem Fonds, der das Fondsvermögen in Immobilien der sozialen Infrastruktur anlegt und Anteile in alternativen Investmentfonds zur langfristigen Kapitalanlage in Industriebeteiligungen. Die Wertpapieranlagen dienen sowohl der langfristigen Geldanlage als auch der Liquiditätsreserve. Das Wertpapiervermögen ist im Berichtsjahr aufgrund von Fälligkeiten von Anleihen öffentlicher Emittenten und Pfandbriefen insgesamt gesunken (-83,1 Mio. EUR). Den Fälligkeiten (-176,4 Mio. EUR) standen Investitionen (+93,3 Mio. EUR) entgegen. 2.4.2.4 AnteilsbesitzDer unter den Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen ausgewiesene Anteilsbesitz unserer Sparkasse ist gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant geblieben (-0,2 Mio. EUR). Im Berichtsjahr haben wir eine Hausverwaltungsgesellschaft gegründet, die unseren Kunden Dienstleistungen rund um das Thema Immobilien anbieten wird. Bei der Beratungsgesellschaft nawisio GmbH hat unsere Sparkasse vom Mitgründer Anteile zurückerworben und hält nun 100% der Gesellschaft. Mit nawisio bieten wir unseren Firmenkunden eine Nachhaltigkeitssoftware an, die nun in der Sparkassen-Finanzgruppe ausgerollt werden soll. Zusätzlich wurden Anteile an einer Immobilienobjektgesellschaft erworben. Bei einer Funktionsbeteiligung musste unsere Sparkasse im Berichtsjahr auf den niedrigeren Marktwert abschreiben. Zum 31.12.2023 entfiel der bilanzielle Anteilsbesitz mit 17,4 Mio. EUR auf Beteiligungen zur Förderung des Sparkassenwesens (strategische Beteiligungen), mit 10,3 Mio. EUR auf Beteiligungen zur Spezialisierung und Förderung betrieblicher Aufgaben (Funktionsbeteiligungen) und mit 18,8 Mio. EUR auf renditeorientierte Beteiligungen (Kapitalbeteiligungen und Immobilienobjektgesellschaften). 2.4.2.5 SachanlagenDas Sachanlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahr (96,1 Mio. EUR) leicht angestiegen und beträgt im Berichtsjahr 98,6 Mio. EUR. Im Rahmen der Umsetzung unserer Asset-Strategie investiert unsere Sparkasse verstärkt in Renditeimmobilien im Direktbestand, um hieraus langfristige Mieterträge zu erzielen. Vor diesem Hintergrund wurde im Berichtsjahr ein Gewerbeobjekt in Rastede fertiggestellt. Außerdem sollen in 2024 neben dem Bau eines Mehrfamilienhauses in Osnabrück, ein weiteres Wohnobjekt in Gellenbeck und ein gemischt-genutztes Objekt in Osnabrück entstehen. Für eine nachhaltigere Energieversorgung wurden im Geschäftsjahr u.a. weitere Photovoltaikanlagen und Elektro-Ladesäulen installiert, wodurch sich auch im Bereich der Betriebsvorrichtungen die Zugänge erhöhten. Ein weiterer Ausbau ist auch in 2024 vorgesehen. 2.4.3 Passivgeschäft2.4.3.1 Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert, da der TLTRO-III. im Berichtsjahr vollständig mit Fälligkeit zurückgeführt wurde (-227,1 Mio. EUR). 2.4.3.2 Verbindlichkeiten gegenüber KundenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (einschließlich verbriefter Verbindlichkeiten) haben sich im Berichtsjahr um 165,0 Mio. EUR verringert und konnten nicht wie von uns im Vorjahr prognostiziert auf konstantem Niveau gehalten werden. Die rückläufige Tendenz vollzieht sich fast in allen Kundengruppen, wobei die öffentlichen Haushalte dabei den Schwerpunkt des Ersparnisrückgangs bilden. Vor dem Hintergrund der Zinswende stehen nicht mehr täglich fällige Einlagen (-17,2%) im Mittelpunkt des Kundeninteresses, sondern es zeigt sich ein sehr starkes Interesse an Einlagen mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (+352,5%). Auf diese Entwicklung hat unsere Sparkasse auch mit der Erweiterung des Produktsortiments reagiert. Dagegen haben sich bei den Inhaberschuldverschreibungen weitere Rückgänge ergeben. 2.4.4 DienstleistungsgeschäftDas Geschäftsjahr 2023 war im Bereich der Dienstleistungen insbesondere durch das Wertpapier- und Verbundgeschäft geprägt. Insgesamt hat sich das Dienstleistungsgeschäft in den einzelnen Bereichen wie folgt entwickelt: Das Wertpapiergeschäft konnte im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr zwar deutlich gesteigert werden, konnte aber unsere Erwartungen nicht gänzlich erfüllen. Auch das Bruttoabsatzvolumen im Fondsgeschäft mit der DekaBank zeigt mit 183,7 Mio. EUR (Vorjahr 179,3 Mio. EUR) ein ähnliches Bild. Insgesamt ergibt sich nach Abzug der Wertpapierverkäufe weiterhin ein positiver Nettoabsatz. Das Bauspargeschäft ist im Geschäftsjahr rückläufig . An Bausparverträgen wurden im Geschäftsjahr insgesamt 2.334 Stück (Vorjahr: 2.394 Stück) mit einem deutlich niedrigerem Volumen von insgesamt 140,1 Mio. EUR (Vorjahr: 162,0 Mio. EUR) abgeschlossen. Das Versicherungsgeschäft hat sich gegenüber dem Vorjahr positiv entwickelt, liegt jedoch unter unseren Erwartungen., In Summe wurden 7.168 Verträge (Vorjahr: 6.375 Verträge) mit einem Beitragsvolumen von 52,4 Mio. EUR (Vorjahr: 50,3 Mio. EUR) an Sach-, Lebens- und Rentenversicherungen vermittelt. Im Berichtsjahr hat sich das Beitragsvolumen im Bereich der Lebens- und Rentenversicherungen (2023: 51,2 Mio. EUR, 2022: 49,3 Mio. EUR) erhöht. Die Sachversicherungen entwickelten sich sowohl in den Stückzahlen mit 3.498 vermittelten Verträgen (Vorjahr: 3.017 Verträge) als auch im Beitragsaufkommen mit 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR) positiv. Unsere Sparkasse vermittelt Immobilien in Kooperation mit der LBS Immobilien GmbH NordWest, die die Abwicklung des Maklergeschäfts übernimmt. Im Berichtsjahr konnte unsere Sparkasse 150 Objekte (ohne vermietbare Objekte) vermitteln. Mit rückläufiger Stückzahl gegenüber dem Vorjahr blieb auch das vermittelte Umsatzvolumen mit 47,8 Mio. EUR deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (62,7 Mio. EUR). Im internationalen Geschäft wurde im Berichtsjahr die sparkassenübergreifende Kooperation "S-International Nordwest" mit diversen Sparkassen erfolgreich fortgesetzt. Bei den abgeschlossenen Devisenhandelsgeschäften ist im Berichtsjahr sowohl die Anzahl der abgeschlossenen Geschäfte als auch das Volumen mit insgesamt 1.017,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1.132,9 Mio. EUR) deutlich gesunken. Dagegen sind die zum Jahresende noch nicht fälligen Devisentermingeschäfte deutlich gestiegen; das Volumen liegt im Berichtsjahr bei 342,1 Mio. EUR (Vorjahr: 296,4 Mio. EUR). Vor dem Hintergrund der weltweit gestiegenen Zinsen an den Geldmärkten konnte auch die Anzahl der Fremdwährungsanlagen unserer Kunden deutlich gesteigert werden: das Volumen stieg um mehr als das Vierfache von 45,2 Mio. EUR auf 189,8 Mio. EUR. Dagegen sind aufgrund eines spürbar veränderten Kundenverhaltens und der aktuellen Tendenzen zur Deglobalisierung im Dokumentengeschäft (Dokumentenakkreditive und -inkassi) sowohl die Stückzahlen (2023: 442, 2022: 593) als auch die Umsätze deutlich gesunken (2023: 26,4 Mio. EUR, 2022: 41,5 Mio. EUR). Ebenfalls rückläufig war die Stückzahl der abgewickelten Auslandsgarantien mit 107 im Berichtsjahr gegenüber 126 im Vorjahr. Das Finanzierungsvolumen bei den vermittelten Leasinggeschäften liegt mit 29,2 Mio. EUR im Berichtsjahr deutlich über dem Vorjahr (20,0 Mio. EUR). Auch die Stückzahl der vermittelten Leasinggeschäfte konnte im Berichtsjahr gesteigert werden und beläuft sich im Berichtsjahr auf 233 Stück (Vorjahr: 222 Stück). Unsere Sparkasse vermittelt das Konsumentenkreditgeschäft in einer Vollkooperation an den S-Kreditpartner GmbH. Im Berichtsjahr sind die Stückzahlen (2023: 2.178 Stück, 2022: 2.020 Stück) bei niedrigerem Finanzierungsvolumen (2023: 29,3 Mio. EUR, 2022: 30,6 Mio. EUR) gestiegen. Das Dienstleistungsgeschäft hat sich im Berichtsjahr unter Berücksichtigung der oben genannten Faktoren insgesamt zufriedenstellend entwickelt. Damit konnte das Dienstleistungsgeschäft weiterhin einen wichtigen Beitrag zum Bruttoertrag leisten. 2.4.5 DerivateDerivative Finanzinstrumente wurden zur risiko- und renditeorientierten Zinsbuchsteuerung eingesetzt. Ferner wurden Derivate zur Absicherung von Kundengeschäften gehalten. Zur Steuerung des Adressrisikos im Kundenkreditportfolio wurden erneut Kreditderivate im Anlagebuch abgeschlossen. Die Gliederung der Kontrakte nach Art und Umfang per 31.12.2023 ist dem Anhang zum Jahresabschluss zu entnehmen. 2.5 Bedeutsamste nichtfinanzielle Leistungsindikatoren2.5.1 Personal- und SozialbereichDie Gesamtzahl der Beschäftigten ist zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr mit 1.133 (+0,3%) nahezu unverändert. Von den Beschäftigten sind 618 vollzeitbeschäftigt, 451 teilzeitbeschäftigt sowie 64 in Ausbildung. Der Rückgang durch altersbedingte Fluktuation konnte in unserer Sparkasse bedarfsgerecht durch Neueinstellungen nahezu kompensiert werden. Ein besonderer Schwerpunkt bei Neueinstellungen liegt auf der Gewinnung von Nachwuchskräften, die durch unsere Ausbildungs- und Fortbildungsvielfalt gewährleistet wird. Unser Angebot umfasst unsere zertifizierte Ausbildung im klassischen Sinne, das ausbildungs- und berufsbegleitende Bachelor- und Studienprogramm sowie unsere Traineeprogramme für Hochschulabsolventen, die entweder generalistisch angelegt sind oder speziell auf den Einsatz in einer Fachabteilung vorbereiten. 11 Auszubildende haben wir nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss in ein Arbeitsverhältnis übernommen. Der strategische Zielwert von 1,5 qualifizierten Bewerbern je zu besetzendem Nachwuchsplatz (bedeutsamer nicht finanzieller Leistungsindikator) konnte im Berichtsjahr übertroffen werden. Ergänzend dazu wurden Fach- und Führungskräfte sowie Quereinsteigende eingestellt, wobei sich die Gewinnung von Fach- und Führungskräften aufgrund der Arbeitsmarktlage herausfordernd darstellt. Genauso wichtig wie die Gewinnung von neuen Mitarbeitenden ist es, diese zu halten und an unsere Sparkasse zu binden. Aus diesem Grunde sind wir aktuell dabei, sämtliche Aktivitäten rund um unser Onboarding weiterzuentwickeln. Zudem sind für unsere Mitarbeitenden umfangreiche Schulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen durchgeführt worden. Der Schwerpunkt lag im Jahr 2023 auf dem Erwerb und der Erweiterung digitaler Kompetenzen. Unsere flexiblen Arbeitszeitmodelle (u.a. Sabbatical, Kauf zusätzlicher Urlaubstage) und Teilzeit ermöglichen die bessere Vereinbarkeit von Privatem und Beruflichem. Zudem hat sich das mobile Arbeiten zu einem festen Bestandteil unserer Arbeitskultur entwickelt. Auch unser betriebliches Gesundheitsmanagement trägt zur Erreichung unseres geschäftsstrategischen Ziels eines attraktiven Arbeitgebers bei, beispielsweise durch eigene initiierte Impf- und Vorsorgeangebote oder durch das Firmenfitnessangebot EGYM Wellpass. Mit der Einführung des Deutschlandtickets als Jobticket mit Arbeitsgeberzuschuss fördern wir aktiv die Nutzung von Bus und Bahn durch unsere Beschäftigten. Auszubildende erhalten das Jobticket für die Zeit bis zum Berufsabschluss kostenfrei. Als Unterzeichnerin der Charta der Vielfalt ist unsere Sparkasse die Verpflichtung eingegangen, für ein vorurteilsfreies Arbeitsumfeld zu sorgen und dass alle Beschäftigten Wertschätzung erfahren - unabhängig von Alter, ethnischer Herkunft und Nationalität, Geschlecht und geschlechtlicher Identität, körperlichen und geistigen Fähigkeiten, Religion und Weltanschauung, sexueller Orientierung und sozialer Herkunft. Im Berichtsjahr hat unsere Sparkasse wieder eine Mitarbeiterbefragung in Form des SVN Personalbarometers (bedeutsamer nichtfinanzieller Leistungsindikator) durchgeführt. Die Gesamtzufriedenheit unserer Mitarbeiter liegt weiterhin über dem Durchschnitt der beteiligten niedersächsischen Sparkassen. 2.5.2 KundenbeziehungenDie Sparkasse Osnabrück stellt den Kunden noch stärker in den Mittelpunkt ihrer Aktivitäten als ohnehin schon in den vergangenen Jahren. Ein wichtiger Baustein in der Kundenbetreuung ist unser modulares Sparkassen-Finanzkonzept. Die damit verbundene ganzheitliche Sicht auf die finanzielle Situation des Kunden sorgt für eine an deren Wünschen und Bedürfnissen ausgerichtete Beratung und Betreuung und stärkt die Kundenbindung. Durch den neuen modularen Aufbau wird unsere Beratungsleistung noch zielgenauer auf den Kundenwunsch und -bedarf zugeschnitten. Die Bindung an die Sparkasse ist weiterhin abhängig von der Erfüllung der Erwartungen in Bezug auf Qualität bei Service, Beratung und Erreichbarkeit, insbesondere auch medial und digital. Daher haben wir unsere medialen und digitalen Angebote noch einmal ausgeweitet und noch enger mit der persönlichen Beratung und Begleitung in finanziellen Angelegenheiten verbunden. Auch im Jahr 2023 stieg die Nachfrage nach digitalen Leistungen weiter an. Ein bundesweiter Vergleich der umgesetzten Digitalisierung bei Sparkassen zeigt, dass wir alle wichtigen digitalen Angebote in hoher Qualität für unsere Kunden anbieten. Das im Vergleich sehr hohe Niveau bedeutet eine Topplatzierung der niedersächsischen Sparkassen und Platz 13 bundesweit von 352 teilnehmenden Sparkassen. Auch im Jahre 2023 war die Weiterempfehlungsbereitschaft als strategische Zielgröße (bedeutsamer nichtfinanzieller Leistungsindikator) im Haus der Sparkasse Osnabrück im permanenten Fokus. Das unter anderem hierfür in der Geschäfts- und Risikostrategie festgelegte Ziel einer überdurchschnittlichen Kundenbindung, gemessen am NPS, hat unsere Sparkasse im Geschäftsfeld Firmenkunden im gesamten Berichtsjahr erreicht. Die gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen, die Entwicklung auf dem Zinsmarkt und die weltweiten Krisen haben im Privatkundenbereich ihre Spuren hinterlassen und den NPS-Wert negativ beeinflusst; in der zweiten Jahreshälfte konnte der NPS Wert aber stabilisiert werden. Zum 31.12.2023 liegt die Kennzahl im Privatkundenbereich bei 10 (Vorjahr: 15) und im Firmenkundenbereich bei 25 (Vorjahr: 20). Unsere Anstrengungen zum Ausbau der digitalen Prozesse und deren Verbindung zu den Kontaktpunkten im Service und vor allem der Beratung macht uns zuversichtlich, dass der NPS sich 2024 weiter stabilisiert. Erkannte Verbesserungspotenziale werden zielgerichtet aufgearbeitet, Maßnahmen daraus abgeleitet und dann ins Geschäft mit unserer Kundschaft integriert. 2.6 Darstellung, Analyse und Beurteilung der Lage2.6.1 VermögenslageDie Vermögenslage unserer Sparkasse ist weiterhin durch einen überwiegenden Anteil bei den Forderungen gegenüber Kunden von 78,7% (Vorjahr 75,5%) und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden von 78,8% (Vorjahr 77,3%) bezogen auf unser Geschäftsvolumen gekennzeichnet. Aufgrund der vollständigen Rückführung vom TLTRO-III. und der damit verbundenen niedrigeren Anlage von Übernachtguthaben bei der Deutschen Bundesbank haben sich die Strukturanteile gegenüber dem Vorjahr auf der Aktivseite von den Forderungen gegenüber Kreditinstituten (-2,9%-Punkte) schwerpunktmäßig zugunsten der Forderungen gegenüber Kunden (+3,2%-Punkte) verschoben. Auf der Passivseite zeigt sich ein ähnliches Bild; die Verringerung der Strukturanteile bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (-2,2%-Punkte) führte zu einer Erhöhung der Anteile bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (+1,5%-Punkte). Sämtliche Vermögensgegenstände und Rückstellungen werden vorsichtig bewertet. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Einzelheiten sind dem Anhang zum Jahresabschluss, Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, zu entnehmen. Außerdem hat unsere Sparkasse zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweiges der Kreditinstitute zusätzlich Vorsorge getroffen. Die zum Jahresende ausgewiesene Sicherheitsrücklage erhöhte sich durch die Zuführung des Bilanzgewinns. Insgesamt weist die Sparkasse inklusive des Bilanzgewinns 2023 vor Gewinnverwendung ein Eigenkapital von 408,7 Mio. EUR (Vorjahr: 394,4 Mio. EUR) aus. Neben der Sicherheitsrücklage verfügt unsere Sparkasse über weitere aufsichtliche Eigenkapitalbestandteile. So wurde der Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB im Berichtsjahr von 299,8 Mio. EUR auf 331,9 Mio. EUR weiter erhöht. Die Gesamtkapitalquote gemäß Art. 92 CRR (Verhältnis der angerechneten Eigenmittel bezogen auf die anrechnungspflichtigen-Positionen) übertrifft am 31. Dezember 2023 mit 15,53% (im Vorjahr: 15,31%) die aufsichtlichen Mindestanforderungen von 8,0% gemäß CRR (zuzüglich SREP-Zuschlag, Kapitalerhaltungspuffer, antizyklischer Puffer sowie Systemrisikopuffer) deutlich. Die anrechnungspflichtigen Positionen zum 31. Dezember 2023 betragen 4.872,6 Mio. EUR und die aufsichtlich anerkannten Eigenmittel 756,6 Mio. EUR. Damit wurde der im Vorjahr prognostizierte Wert erreicht. Die harte Kernkapitalquote und die Kernkapitalquote (bedeutsamster Leistungsindikator) übersteigen die aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Werte deutlich. Die Kernkapitalquote beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 14,22% der anrechnungspflichtigen Positionen und ist gegenüber dem Vorjahr erwartungsgemäß leicht gestiegen (Vorjahr 13,96%). Die Verschuldungsquote (Verhältnis des Kernkapitals zur Summe der bilanziellen und außerbilanziellen Positionen) beträgt am 31. Dezember 2023 8,35% und liegt damit deutlich über der aufsichtlichen Mindestanforderung von 3,0%. Auf Grundlage unserer Kapitalplanung/ -vorschau bis zum Jahr 2026 ist auch weiterhin eine Erfüllung der aufsichtlichen Anforderungen an die Eigenmittelausstattung als Basis für die Umsetzung unserer Geschäfts- und Risikostrategie zu erwarten. Die Vermögenslage unserer Sparkasse ist geordnet. 2.6.2 FinanzlageDie Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund einer angemessenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben. Die Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio - LCR - als bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator) lag im Jahresverlauf mit 132,16% bis 165,56% oberhalb des Mindestwerts von 100,0%. Die LCR-Quote (31.12.2023: 148,31%) lag somit im Berichtsjahr erwartungsgemäß durchgängig über dem in der Risikostrategie festgelegten Mindestwert von 110,0%. Die strukturelle Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio - NSFR) lag innerhalb einer Bandbreite von 121,42 bis 125,19; damit wurde die aufsichtliche Mindestquote von 100% durchgängig eingehalten. Zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften wurden Guthaben bei der Deutschen Bundesbank unterhalten. Kredit- und Dispositionslinien bei der Norddeutschen Landesbank wurden teilweise in Anspruch genommen. Das Angebot der Europäischen Zentralbank zu Refinanzierungsgeschäften in Form von Offenmarktgeschäften wurde im Berichtsjahr teilweise genutzt. Das in Vorjahren eingegangene längerfristige Refinanzierungsgeschäft (TLTRO-III.) der Europäischen Zentralbank (EZB) wurde im Berichtsjahr vollständig zurückgeführt. Zudem nahm unsere Sparkasse im Berichtsjahr am elektronischen Verfahren "Mobilisation and Administration auf Credit Claims" (MACCs) der Deutschen Bundesbank zur Nutzung von Kreditforderungen als notenbankfähige Sicherheiten teil. Die gemeldeten Kreditforderungen dienen durch eine generelle Verpfändungserklärung als Sicherheiten für Refinanzierungsgeschäfte mit der Deutschen Bundesbank. Die Zahlungsfähigkeit ist nach unserer Finanzplanung gesichert. 2.6.3 ErtragslageDie wesentlichen Erfolgskomponenten der Gewinn- und Verlustrechnung laut Jahresabschluss sind in der folgenden Tabelle aufgeführt. Die Erträge und Aufwendungen sind nicht um periodenfremde und außergewöhnliche Posten bereinigt.
1 Zinsüberschuss: GuV-Posten Nr. 1 bis 4
Zur Analyse der Ertragslage wird für interne Zwecke und für den überbetrieblichen Vergleich der bundeseinheitliche "Betriebsvergleich" der Sparkassenorganisation eingesetzt, in dem eine detaillierte Aufspaltung und Analyse des Ergebnisses unserer Sparkasse in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme erfolgt. Zur Ermittlung eines Betriebsergebnisses vor Bewertung werden die Erträge und Aufwendungen um periodenfremde und außergewöhnliche Posten bereinigt, die in der internen Darstellung dem neutralen Ergebnis zugerechnet werden. Nach Berücksichtigung des Bewertungsergebnisses ergibt sich das Betriebsergebnis nach Bewertung. Nach Abzug des neutralen Ergebnisses und der Steuern verbleibt der Jahresüberschuss. Gegenüber unserer Planung hat sich der ordentliche Zinsüberschuss deutlich besser entwickelt als erwartet. Infolge der im Berichtsjahr fortgesetzten Zinswende der EZB konnte unsere Sparkasse bei den Erträgen im Kundengeschäft und bei den Eigenanlagen bei Kreditinstituten deutliche Zuwächse verzeichnen. Der Provisionsüberschuss liegt entgegen unserer Erwartungen leicht unter dem Vorjahreswert. Aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konnten im Wertpapiergeschäft und im Versicherungsgeschäft nicht die erwarteten Erträge erzielt werden. Darüber hinaus haben die Aufwendungen im Kreditgeschäft stärker als erwartet zugenommen. Aus der Kombination der oben genannten Faktoren und den sonstigen ordentlichen Erträgen ergibt sich im daraus ergebenen Bruttoertrag in Höhe von 231,6 Mio. EUR eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr (193,4 Mio. EUR). Unser bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator übertraf damit unser Planergebnis und unsere Erwartungen deutlich. Der ordentliche Verwaltungsaufwand (inkl. ordentlicher Aufwand) ist erwartungsgemäß aufgrund höherer Investitionen im Geschäftsbetrieb, steigenden regulatorischen Kosten und inflationsbedingt im Berichtsjahr gestiegen. Die Personalaufwendungen sind mit der tarifbedingten Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie im Berichtsjahr nicht so stark wie erwartet gestiegen. Nach Abzug dieser Aufwendungen vom Bruttoertrag beträgt das Betriebsergebnis vor Bewertung 106,9 Mio. EUR und liegt mit 1,27% (Vorjahr: 0,89%) der jahresdurchschnittlichen Bilanzsumme von 8,4 Mrd. EUR deutlich über dem Planwert. Damit hat sich das Betriebsergebnis vor Bewertung als bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator sehr positiv entwickelt. Diese Entwicklung zeigt sich auch für den auf Basis der Betriebsvergleichswerte weiteren bedeutsamen finanziellen Leistungsindikator Cost-Income-Ratio (CIR, Verhältnis von Aufwendungen und Erträgen). Im Berichtsjahr beträgt die CIR 53,0% (Vorjahr: 59,8%). Damit hat sich die Kosten-Ertrag-Relation im Verhältnis zum Unternehmensziel 2023 entgegen unserer Erwartung und gegenüber dem Vorjahreswert deutlich verbessert. Die wesentlichen Erfolgskomponenten unserer Gewinn- und Verlustrechnung haben sich gegenüber dem Vorjahr insgesamt wie folgt entwickelt: Im Geschäftsjahr hat sich der Zinsüberschuss gegenüber dem Vorjahr sehr positiv entwickelt (+28,6%). Ursächlich ist die im Berichtsjahr fortgeführte Zinswende in der Zinspolitik der EZB. Die Zinserträge aus Forderungen gegenüber Kunden und aus Forderungen gegenüber Kreditinstituten sind zinsbedingt im Jahresverlauf stark gestiegen. Der Zinsaufwand des Berichtsjahres ist ebenfalls deutlich gestiegen. Der Provisionsüberschuss leistet weiterhin einen bedeutenden Anteil am Gesamterlös unserer Sparkasse, ist jedoch im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken (-3,8%). Ursächlich für diese Entwicklung sind insbesondere niedrige vereinnahmte Provisionen im Darlehensgeschäft und aus der Vermittlung von Immobilien, die nicht durch höhere Erträge aus dem Girogeschäft kompensiert werden konnten. Zudem nahmen die Provisionsaufwendungen im Kreditgeschäft gegenüber dem Vorjahr zu. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen (+12,7%). Die Steigerung ist im Wesentlichen auf die Erhöhung von Erträgen aus den eigenen Immobilien im Rahmen der Asset-Strategie zurückzuführen. Der Personalaufwand ist im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen (+6,3%). Ursächlich hierfür war im Wesentlichen die tarifbedingte Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie, Arbeitgeberzuschüsse zu Mitarbeiterkapitalbeteiligungen sowie Zuführungen zu Pensionsrückstellungen. Der andere Verwaltungsaufwand ist im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen (+13,9%). Höherer IT- und Dienstleistungsaufwand, zunehmender Aufwand für die Bewirtschaftung und Instandhaltung von Gebäuden sowie weiterhin steigende regulatorische Kosten führen neben inflationsbedingten Faktoren zu einer Erhöhung des Sachaufwands. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahresniveau deutlich gestiegen (+16,3%). Dieses ist auf eine höhere Spendenaktivität zurückzuführen. Abschreibungen und Wertberichtigungen führen nach Verrechnung mit Erträgen insgesamt zu einem Aufwand aus Bewertung und Risikovorsorge, der leicht unterhalb des Niveaus des Vorjahres liegt (-6,1%). Der Bewertungsbedarf im Kreditgeschäft ist insbesondere von hohen Zuführungen bei einzelnen Kreditengagements geprägt. Insgesamt hat sich das Bewertungsergebnis positiver als erwartet entwickelt. Im Wertpapiergeschäft ergab sich nach zinsbedingten Wertberichtigungen des Vorjahres bei den Rentenwerten erwartungsgemäß eine Wertaufholung. Eine Funktionsbeteiligung musste zudem im Berichtsjahr marktbedingt wertberichtigt werden. Der Fonds für allgemeine Bankrisiken konnte in diesem Berichtsjahr erneut zur Stärkung des aufsichtsrechtlichen Kernkapitals aufgestockt werden. Unter Berücksichtigung der oben genannten Faktoren ergibt sich ein höheres Ergebnis vor Steuern gegenüber dem Vorjahr. Nach Abzug der Steuern weist unsere Sparkasse einen über dem Niveau des Vorjahres liegenden Jahresüberschuss in Höhe von 14,2 Mio. EUR aus. Der ausgewiesene Jahresüberschuss ermöglicht die Dotierung des Eigenkapitals für eine stetige Geschäftsentwicklung. Vor dem Hintergrund des unsicheren und dynamischen wirtschaftlichen Umfelds (u.a. Ukraine Krise, Nahost-Konflikt, Inflation) und den Auswirkungen der veränderten Zinspolitik der EZB ist unsere Sparkasse mit der Entwicklung der Ertragslage im Jahr 2023 sehr zufrieden. Die gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG offenzulegende Kapitalrendite, berechnet als Quotient aus Jahresüberschuss und Bilanzsumme, beträgt 0,17%. Bei Würdigung des wirtschaftlichen Umfeldes und unter Berücksichtigung der geordneten Vermögens- und Finanzlage ist die Lage unserer Sparkasse insgesamt sehr zufriedenstellend. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren haben sich besser als erwartet entwickelt und ermöglichen eine Stärkung unseres wirtschaftlichen Eigenkapitals. Damit sind die Voraussetzungen gegeben, dass unsere Sparkasse ihren Kunden auch künftig bei allen Finanzdienstleistungsgeschäften ein leistungsstarker Geschäftspartner sein kann. 3. NachtragsberichtSonstige Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben. 4. Risikobericht4.1 RisikomanagementsystemZur Sicherstellung der langfristigen Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf Basis der eigenen Substanz und Ertragskraft setzt unsere Sparkasse ein Risikotragfähigkeitskonzept mit einer regelmäßigen Berechnung der Risikotragfähigkeit (ökonomische Perspektive) und einer Kapitalplanung (normative Perspektive) ein. Die Risikotragfähigkeit wird ergänzt um Stresstests, und es erfolgt eine prozessuale Verknüpfung mit den Strategien, der Risikoinventur und der Risikoberichterstattung. Erstmals zum 31. März 2023 wurden damit fristgerecht die Anforderungen der am 24. Mai 2018 veröffentlichten aufsichtlichen Leitlinien an bankinterne Risikotragfähigkeitskonzepte umgesetzt. In der Geschäftsstrategie werden die Ziele unserer Sparkasse für jede wesentliche Geschäftstätigkeit sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele dargestellt. Die Risikostrategie umfasst die Ziele der Risikosteuerung der wesentlichen Geschäftsaktivitäten sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele. Ziel der Risikoinventur ist es, mindestens jährlich systematisch Risiken zu identifizieren, um deren Wesentlichkeit beurteilen zu können. Zudem werden regelmäßig quantitative und qualitative Analysen zur Bestimmung von Risiko- und Ertragskonzentrationen vorgenommen. Auf der Grundlage der zuletzt durchgeführten Risikoinventur wurden folgende Risiken in der ökonomischen und der normativen Perspektive als wesentlich eingestuft:
Für die frühzeitige Identifizierung von wesentlichen Risiken sowie von risikoartenübergreifenden Effekten wurden Indikatoren abgeleitet, die auf quantitativen oder qualitativen Merkmalen basieren. Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive ist die Gewährleistung des Gläubigerschutzes. Unsere Sparkasse ermittelte zum 31. Dezember 2023 ein ökonomisches Risikodeckungspotenzial von 1.017,3 Mio. EUR. Das daraus abgeleitete Gesamtlimit von 700,0 Mio. EUR wurde auf die wesentlichen Risiken verteilt und so bemessen, dass eine angemessene Steuerung der Risiken ermöglicht wird. Die wesentlichen Risiken werden vierteljährlich ermittelt und den Limiten gegenübergestellt. Die bereitgestellten Limite reichten sowohl unterjährig als auch zum Bilanzstichtag aus, um die wesentlichen Risiken abzudecken. Zur Berechnung des gesamtinstitutsbezogenen Risikos wurden für alle wesentlichen Risiken das Konfidenzniveau auf 99,9 % und der Risikobetrachtungshorizont auf ein Jahr rollierend festgelegt. Unsere Sparkasse berücksichtigt innerhalb des Adressenrisikos zwischen dem Kunden- und dem Eigengeschäft und innerhalb des Marktpreisrisikos zwischen den Risikofaktoren Zinsen und Spreads risikomindernde Diversifikationseffekte. Das auf der Grundlage des Gesamtlimits eingerichtete Limitsystem stellt sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:
Die zuständigen Organisationseinheiten steuern die Risiken im Rahmen der bestehenden organisatorischen Regelungen und der Limitvorgaben des Vorstands. In der normativen Perspektive sind alle regulatorischen und aufsichtlichen Anforderungen sowie die darauf basierenden internen Anforderungen zu berücksichtigen. Relevante Steuerungsgrößen sind die Kernkapitalanforderung, die Gesamtkapitalanforderung (SREP-Gesamtkapitalanforderung, die kombinierte Pufferanforderung und die Eigenmittelempfehlung) sowie die Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals, die Höchstverschuldungsgrenze und die Großkreditgrenze. Für den betrachteten Zeitraum von 3 Jahren können die aufsichtlichen Anforderungen im Planszenario vollständig erfüllt werden. Gleiches gilt im Falle der Betrachtung adverser Entwicklungen, in dem jedoch nur die harten Mindestkapitalanforderungen zwingend einzuhalten sind. Die der Risikotragfähigkeit zu Grunde liegenden Annahmen sowie die Angemessenheit der Methoden und Verfahren werden jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst (Validierung). Unsere Sparkasse setzt zur Steuerung der Zinsänderungsrisiken derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps) ein. Sie wurden in die verlustfreie Bewertung des Bankbuches einbezogen. Daneben ist die Sparkasse an vier Kreditbasket-Transaktionen der Sparkassen-Finanzgruppe beteiligt. Die hieraus resultierenden Kreditderivate halten wir sowohl in der Position des Sicherungsnehmers als auch als Sicherungsgeber. Dabei handelt es sich um in emittierte Credit Linked Notes eingebettete Credit Default Swaps. Ergänzend zur Risikotragfähigkeit werden von unserer Sparkasse regelmäßig bzw. anlassbezogen Stresstests durchgeführt. Ziel ist die Abbildung außergewöhnlicher aber plausibel möglicher Ereignisse über Szenario- und Sensitivitätsanalysen. Als Ergebnis dieser Simulationen ist festzuhalten, dass auch bei unerwarteten Ereignissen die Risikotragfähigkeit gegeben ist. Zusätzlich wird mindestens einmal jährlich ein inverser Stresstest durchgeführt. Hierbei wird untersucht, welche Ereignisse das Institut in seiner Überlebensfähigkeit unter den Gesichtspunkten der Risikotragfähigkeit und der Zahlungsfähigkeit gefährden könnten. Die Überlebensfähigkeit ist dann als gefährdet anzunehmen, wenn sich das ursprüngliche Geschäftsmodell als nicht mehr tragbar erweist. Die inversen Stresstests stellen eine Ergänzung der übrigen Stresstests dar. Aufgrund ihrer Konstruktion steht bei inversen Stresstests die kritische Reflexion der Ergebnisse im Vordergrund. Die turnusmäßige Risikoberichterstattung an den Vorstand umfasst den Gesamtbankrisikobericht und ergänzende Berichte zu den wesentlichen Risikoarten. Die Berichte enthalten neben quantitativen Informationen auch eine qualitative Beurteilung zu wesentlichen Positionen und Risiken. Auf besondere Risiken für die Geschäftsentwicklung und dafür geplante Maßnahmen wird gesondert eingegangen. Der Verwaltungsrat wird vierteljährlich über die Risikosituation informiert. Neben der turnusmäßigen Berichterstattung ist auch geregelt, in welchen Fällen eine Ad-hoc-Berichterstattung zu erfolgen hat. Der Sicherung der Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit von Steuerungs- und Überwachungssystemen (Interne Kontrollverfahren) dienen neben eingerichteten Funktionstrennungen bei Zuständigkeiten und Arbeitsprozessen auch die Tätigkeiten der Risikocontrolling-Funktion, der Compliance-Funktion und der Internen Revision. Die Risikocontrolling-Funktion, die aufbauorganisatorisch von Bereichen, die Geschäfte initiieren oder abschließen, getrennt ist, hat die Funktion, die wesentlichen Risiken zu identifizieren, zu beurteilen, zu überwachen und darüber zu berichten. Der Risikocontrolling-Funktion obliegt die Methodenauswahl, die Überprüfung der Angemessenheit der eingesetzten Methoden und Verfahren und die Errichtung und Weiterentwicklung der Risikosteuerungs- und -controllingprozesse. Zusätzlich verantwortet die Risikocontrolling-Funktion die Umsetzung der aufsichtlichen und gesetzlichen Anforderungen, die Erstellung der Risikotragfähigkeitsberechnung und die laufende Überwachung der Einhaltung von Risikolimiten. Sie unterstützt den Vorstand in allen risikopolitischen Fragen und ist an der Erstellung und Umsetzung der Geschäfts- und Risikostrategie maßgeblich beteiligt. Die Leitung der Risikocontrolling-Funktion obliegt dem Leiter der Organisationseinheit Gesamtbankcontrolling. Er ist direkt dem Überwachungs- und Fachvorstand unterstellt. Die zur Überwachung und Steuerung von Risiken erforderlichen Tätigkeiten werden im Wesentlichen durch die Mitarbeiter dieser Abteilung wahrgenommen. Die Compliance-Funktion wirkt auf die Implementierung wirksamer Verfahren zur Einhaltung der für die Sparkasse wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben und entsprechender Kontrollen hin. Ferner hat sie den Vorstand hinsichtlich der Einhaltung dieser rechtlichen Regelungen und Vorgaben zu unterstützen und zu beraten. Die Interne Revision prüft und beurteilt risikoorientiert und prozessunabhängig die Wirksamkeit und Angemessenheit des Risikomanagements im Allgemeinen und des internen Kontrollsystems im Besonderen sowie die Ordnungsmäßigkeit grundsätzlich aller Aktivitäten und Prozesse. Sie ist dem Vorstand unmittelbar unterstellt und ihm gegenüber berichtspflichtig. Verfahren zur Aufnahme von Geschäftsaktivitäten in neuen Produkten oder auf neuen Märkten (Neu-Produkt-Prozess) sind festgelegt. Zur Einschätzung der Wesentlichkeit geplanter Veränderungen in der Aufbau- und Ablauforganisation sowie den IT-Systemen bestehen Definitionen und Regelungen. 4.2 Strukturelle Darstellung der wesentlichen Risiken4.2.1 AdressenrisikoUnter dem Adressenrisiko wird ein Verlust in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position verstanden, der durch eine Bonitätsverschlechterung einschließlich des Ausfalls eines Schuldners bedingt ist. Dabei wird das Adressenrisiko in das Ausfall- sowie das Migrationsrisiko eines Schuldners unterteilt. Das Ausfallrisiko umfasst die Gefahr eines Verlustes, welcher aus einem drohenden bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines Schuldners entsteht. Das Migrationsrisiko bezeichnet die Gefahr eines Verlustes, der sich dadurch ergibt, dass sich die Bonitätseinstufung (Rating) des Schuldners verändert hat. Das Länderrisiko umfasst neben dem bonitätsinduzierten Länderrisiko auch das politische Risiko, z. B. aus einem Transferstopp. Das Länderrisiko im Sinne eines Ausfalls oder einer Bonitätsveränderung eines Schuldners ist Teil des Adressenrisikos im Kunden- und Eigengeschäft. Der Schuldner kann ein ausländischer öffentlicher Haushalt oder ein sonstiger Schuldner sein, der seinen Sitz im Ausland und somit in einem anderen Rechtsraum hat. 4.2.1.1 Adressenrisiko im KundengeschäftDas Adressenrisiko im Kundengeschäft umfasst einerseits die Gefahr eines Verlustes durch einen drohenden bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines originären Kredites sowie von Eventualverbindlichkeiten wie beispielsweise Avale (Ausfallrisiko). Andererseits umfasst es auch die Gefahr, dass Sicherheiten teilweise oder ganz an Wert verlieren und deshalb zur Absicherung der Kredite nicht ausreichen oder überhaupt nicht beitragen können (Sicherheitenverwertungs- und -einbringungsrisiko). Teil des Adressenrisikos im Kundengeschäft ist auch die Gefahr, dass sich im Zeitablauf die Bonitätseinstufung (Ratingklasse) des Kreditnehmers ändert und damit ein möglicherweise höherer Spread gegenüber der risikolosen Zinskurve berücksichtigt werden muss (Migrationsrisiko). Die Steuerung des Adressenrisikos im Kundengeschäfts erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer Berücksichtigung der Größenklassenstruktur, der Bonitäten, der Branchen, der gestellten Sicherheiten sowie des Risikos der Engagements. Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:
Zum 31. Dezember 2023 wurden rd. 63% der zum Jahresende ausgelegten Kreditmittel an Unternehmen und wirtschaftlich selbstständige Privatpersonen vergeben, rd. 31% an wirtschaftlich unselbstständige und sonstige Privatpersonen. Der übrige Anteil entfällt insbesondere auf öffentliche Haushalte und ist von untergeordneter Bedeutung. Die regionale Wirtschaftsstruktur spiegelt sich auch im gewerblichen Kreditgeschäft unserer Sparkasse wider. Den Schwerpunktbereich der Forderungen (inkl. Zusagen und nicht derivative außerbilanzielle Aktiva) bilden mit rd. 27% die Ausleihungen an das Grundstücks- und Wohnungswesen sowie mit rd. 11% an das Verarbeitende Gewerbe. Darüber hinaus entfallen rd. 10% auf die Branche Beratung, Planung, Sicherheit. Die Größenklassenstruktur auf Kundenverbundbasis lässt den bemerkenswerten Anteil größerer Kreditengagements erkennen. Bei der Wertung des Anteils ist allerdings zu berücksichtigen, dass hierbei auch Kreditgewährungen an Kommunen oder durch diese verbürgten Kredite enthalten sind, mit denen sich aufgrund der öffentlich-rechtlichen Haftung keine Kreditrisiken verbinden. Ansonsten zeigt sich insgesamt eine breite Streuung des Ausleihgeschäfts. 42,1% der Gesamtzusagen im Kundenkreditgeschäft (Inanspruchnahmen zzgl. offener Kreditlinien) entfallen auf Kreditengagements bis 1,5 Mio. EUR, 27,4% betreffen Kreditengagements von 1,5 bis 15 Mio. EUR. Auf Kreditengagements mit einer Größe von mehr als 15 Mio. EUR entfallen 30,5%. Die Kreditrisikostrategie ist ausgerichtet auf Kreditnehmer mit guten Bonitäten bzw. geringeren Ausfallwahrscheinlichkeiten. Dies wird durch die Neugeschäftsplanung unterstützt. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich im Kundengeschäft folgende Ratingklassenstruktur der Kunden:
Es bestehen folgende Risikokonzentrationen:
Spezifische Maßnahmen hat die Sparkasse derzeit nicht vorgesehen. Die Risikokonzentrationen werden akzeptiert. Insgesamt sind wir der Auffassung, dass unser Kreditportfolio sowohl nach Branchen und Größenklassen als auch nach Ratinggruppen gut diversifiziert ist. Allerdings entfällt auf Kredite an Unternehmen in der nach der Klassifikation der Wirtschaftszweige ermittelten Branchengliederung ein höheres Gewicht. Dabei treten insbesondere die Anteile des Grundstücks- und Wohnungswesens hervor. Zur Absicherung von Adressenausfallrisiken nehmen wir an Sparkassen-Kreditbasket-Transaktionen (über die Emission von Originatoren-Credit-Linked-Notes) teil. Zurzeit besteht eine aktive Absicherungswirkung für 10 Einzelkreditnehmer mit einem abgesicherten Kreditvolumen von insgesamt 43,0 Mio. EUR. Risikovorsorgemaßnahmen sind für alle Engagements vorgesehen, bei denen nach umfassender Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Kreditnehmer davon ausgegangen werden kann, dass es voraussichtlich nicht mehr möglich sein wird, alle fälligen Zins- und Tilgungszahlungen gemäß den vertraglich vereinbarten Kreditbedingungen zu vereinnahmen. Bei der Bemessung der Risikovorsorgemaßnahmen werden die voraussichtlichen Realisationswerte der gestellten Sicherheiten berücksichtigt. Für latente Risiken im Forderungsbestand haben wir Pauschalwertberichtigungen gebildet. Der Vorstand wird vierteljährlich über die Entwicklung der Strukturmerkmale des Kreditportfolios, die Einhaltung der Limite und die Entwicklung der notwendigen Vorsorgemaßnahmen für Einzelrisiken schriftlich unterrichtet. Eine Ad-Hoc-Berichterstattung ergänzt bei Bedarf das standardisierte Verfahren. Das Länderrisiko ist für unsere Sparkasse von untergeordneter Bedeutung. Entwicklung der Risikovorsorge:
Das Verfahren für die Bildung der Pauschalwertberichtigung ist im Anhang erläutert. 4.2.1.2 Adressenrisiko im EigengeschäftDas Adressenrisiko im Eigengeschäft umfasst die Gefahr eines Verlustes, der aus einem drohenden bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines Emittenten oder eines Kontrahenten (Ausfallrisiko) resultieren kann. Ebenso besteht die Gefahr, dass sich im Zeitablauf die Bonitätseinstufung (Rating) des Schuldners ändert und damit ein möglicherweise höherer Spread gegenüber der risikolosen Zinskurve berücksichtigt werden muss (Migrationsrisiko). Dabei unterteilt sich das Kontrahentenrisiko in ein Wiedereindeckungs-, ein Vorleistungs- und ein Erfüllungsrisiko. Zudem gibt es im Eigengeschäft das Risiko, dass die tatsächlichen Restwerte der Emissionen bei Ausfall von den prognostizierten Werten abweichen. Ferner beinhalten Aktien eine Adressenrisikokomponente. Diese besteht in der Gefahr einer negativen Wertveränderung aufgrund von Bonitätsverschlechterung oder Ausfall des Aktienemittenten. Die Steuerung des Adressenrisikos des Eigengeschäfts erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer Berücksichtigung der Größenklassenstruktur sowie der Bonitäten. Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:
Der Bestand der eigenen Wertpapiere (ohne anteilige Zinsen) entfällt auf Schuldverschreibungen und Anleihen (936,1 Mio. EUR) und einen Wertpapier-Spezialfonds (136,6 Mio. EUR). Die direkt durch unsere Sparkasse gehaltenen Pfandbriefe und Anleihen verfügen ausnahmslos über ein Rating im Bereich des Investmentgrades. Für die im Wertpapier-Spezialfonds gehaltenen Anlagen bestehen Anlagerichtlinien, die insbesondere das Anlageuniversum definieren. Darüber hinaus wird der Geschäftsumfang durch die vom Vorstand vorgegebene Marktpreisrisikostrategie begrenzt. Das Länderrisiko ist für unsere Sparkasse von untergeordneter Bedeutung. Risikokonzentrationen bestehen nach Analyse unserer Sparkasse nicht. 4.2.2 MarktpreisrisikoDas Marktpreisrisiko wird definiert als Verlust in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Risikofaktoren ergibt. Die Steuerung des Marktpreisrisikos erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer Berücksichtigung der festgelegten Limite und der vereinbarten Anlagerichtlinien für Spezialfonds. Der Treasury-Ausschuss hat die Aufgabe, den Vorstand bei der Umsetzung der Strategie zu unterstützen. 4.2.2.1 ZinsänderungsrisikoDas Zinsänderungsrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung der risikolosen Zinskurve ergibt. In einer periodischen Sicht bzw. der normativen Perspektive können sich ferner Veränderungen im Zinsüberschuss, im Bewertungsergebnis Wertpapiere sowie einer Bildung bzw. Veränderung einer Drohverlustrückstellung im Rahmen der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs gemäß IDW RS BFA 3 n.F. ergeben Schwankungen im Zinskonditionsbeitrag sind in die Betrachtung des Zinsänderungsrisikos in der normativen Perspektive integriert. Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:
Im Rahmen der Gesamtbanksteuerung wurden zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps in bedeutendem Umfang eingesetzt (vgl. Angaben im Anhang zum Jahresabschluss). Die Auswirkungen eines Zinsschocks um + bzw. - 200 Basispunkte auf den Barwert der zinstragenden Geschäfte des Anlagebuchs stellen sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:
Konzentrationen bestehen bei den Zinsänderungsrisiken nicht. Der stärkere Rückgang der Kapitalmarktzinsen im Jahr 2023 führte zu gestiegenen Bar- und Marktwerten zinstragender Geschäfte, die in die Bewertung des Zinsbuchs gemäß IDW RS BFA 3 n.F. eingehen. Ein erneuter Zinsanstieg, wie im Jahr 2022 gesehen, würde das Risiko eines Verpflichtungsüberschusses und damit das Risiko zur Bildung einer Drohverlustrückstellung in künftigen Jahresabschlüssen erhöhen. 4.2.2.2 SpreadrisikoDas Spreadrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Spreads bei gleichbleibendem Rating ergibt. Dabei wird unter einem Spread der Aufschlag auf eine risikolose Zinskurve verstanden. Der Spread ist unabhängig von der zugrunde liegenden Zinskurve zu sehen, d. h. ein Spread in einer anderen Währung wird analog einem Spread in Euro behandelt. Implizit im Spread enthalten ist auch eine Liquiditätskomponente. Demgegenüber wird eine Spread-Ausweitung durch Migration in eine schlechtere Ratingklasse dem Adressenrisiko zugeordnet. Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:
Konzentrationen bestehen bei den Spreadrisiken nicht. 4.2.3 BeteiligungsrisikoDas Beteiligungsrisiko umfasst die Gefahr eines Verlustes durch eine negative Wertänderung einer Beteiligung. Dieses Risiko umfasst auch die negative Abweichung zum erwarteten Ertrag (Ausschüttung). Je nach Beteiligungsart unterscheidet man nach dem Risiko aus strategischen Beteiligungen, Funktionsbeteiligungen und Kapitalbeteiligungen. Die Steuerung der Beteiligungsrisiken erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie. Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:
Wertansätze für Beteiligungsinstrumente zum 31.12.2023:
Es besteht folgende Risikokonzentration:
Spezifische Maßnahmen hat die Sparkasse derzeit nicht vorgesehen. Die Risikokonzentration wird akzeptiert. 4.2.4 LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko setzt sich aus dem Zahlungsunfähigkeits- und dem Refinanzierungskostenrisiko zusammen. Das Liquiditätsrisiko umfasst in beiden Bestandteilen auch das Marktliquiditätsrisiko. Dieses ist das Risiko, dass aufgrund von Marktstörungen oder unzulänglicher Markttiefe Finanztitel an den Finanzmärkten nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt und/oder nicht zu fairen Preisen gehandelt werden können. Das Zahlungsunfähigkeitsrisiko stellt die Gefahr dar, Zahlungsverpflichtungen nicht in voller Höhe oder nicht fristgerecht nachzukommen. Das Refinanzierungskostenrisiko bildet die Gefahr ab, dass die Refinanzierungskosten über der in der Planung angesetzten Höhe liegen. Dies kann auf der Schwankung des institutseigenen Spreads sowie aus der unerwarteten Veränderung der Refinanzierungsstruktur beruhen. Das Refinanzierungskostenrisiko in der ökonomischen Perspektive ergibt sich aus der negativen Veränderung des Liquiditätsbeitrages aufgrund von marktbedingten Spreadschwankungen. In der normativen Perspektive wird die GuV-Auswirkung des Refinanzierungskostenrisikos in Form höherer Zinsaufwendungen abgebildet. Aufgrund des Einflusses von Bilanzbeständen und der Zinsentwicklung wird das Refinanzierungskostenrisiko zusammen mit dem Zinsänderungsrisiko betrachtet. Die Steuerung der Liquiditätsrisiken erfolgt entsprechend der festgelegten Refinanzierungsstrategie. Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:
Unsere Sparkasse hat einen Refinanzierungsplan aufgestellt, der die Refinanzierungsstrategie und den Risikoappetit angemessen widerspiegelt. Der Planungshorizont umfasst den Zeitraum von 3 Jahren. Grundlage des Refinanzierungsplans sind die geplanten Entwicklungen im Rahmen der mittelfristigen Unternehmensplanung. Darüber hinaus wird auch ein Szenario unter Berücksichtigung adverser Entwicklungen durchgeführt. Unplanmäßige Entwicklungen, wie z. B. vorzeitige Kündigungen sowie Zahlungsunfähigkeit von Geschäftspartnern, werden dadurch berücksichtigt, dass im Rahmen der Risiko- und Stressszenarien sowohl ein Abfluss von Kundeneinlagen als auch eine erhöhte Inanspruchnahme offener Kreditlinien simuliert wird. Im kombinierten Stressszenario beträgt die Survival Period unserer Sparkasse zum Bilanzstichtag 4-5 Monate. Risikokonzentrationen bestehen bei dem Liquiditätsrisiko in Bezug auf das Gegenparteienrisiko mit dem Königreich Spanien, in der Fälligkeitenstruktur bei der Laufzeit bis 1 Woche und den Refinanzierungskosten bei der Stützstelle 10 Jahre. Spezifische Maßnahmen hat unsere Sparkasse derzeit nicht vorgesehen. Die Risikokonzentrationen werden akzeptiert. Die Zahlungsfähigkeit unserer Sparkasse war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben. 4.2.5 Operationelles RisikoUnter operationellen Risiken versteht unsere Sparkasse die Gefahr eines Verlustes durch Schäden, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder in Folge externer Einflüsse eintreten können. Die Steuerung der operationellen Risiken erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie. Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:
Konzentrationen bestehen bei den operationellen Risiken im Hinblick auf Auslagerungen an die Finanz-Informatik, die Sparkassen Rating und Risikosysteme GmbH sowie die Deutsche WertpapierService Bank AG (dwpbank). Insofern bestehen hohe Abhängigkeiten im Falle eines Ausfalls der IT. Risikokonzentrationen bei diesen Auslagerungen werden im Hinblick auf deren Notfallkonzepte, die Möglichkeit der Einflussnahme der Sparkassen-Finanzgruppe im Rahmen der Gremienarbeit sowie der regelmäßigen Überwachung der Leistungserbringung im Rahmen der Dienstleistersteuerung akzeptiert. 4.3 Gesamtbeurteilung der RisikolageUnser Haus verfügt über ein dem Umfang der Geschäftstätigkeit entsprechendes System zur Steuerung, Überwachung und Kontrolle der vorhandenen Risiken gemäß § 25a KWG. Mit den eingerichteten Risikosteuerungs- und -controllingprozessen können die wesentlichen Risiken frühzeitig identifiziert und gesteuert sowie relevante Informationen an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden. In 2023 bewegten sich die Risiken innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Limitsystems. Das Risikotragfähigkeitslimit (ökonomische Perspektive) war am Bilanzstichtag mit 79,9% ausgelastet. Die Mindestanforderungen an die Einhaltung aufsichtlicher Kenngrößen der normativen Perspektive der Risikotragfähigkeit wurden sowohl im Planszenario als auch unter der Berücksichtigung adverser Entwicklungen vollständig erfüllt. Demnach war und ist die Risikotragfähigkeit derzeit gegeben. Die durchgeführten Stresstests zeigen, dass auch außergewöhnliche Ereignisse durch das vorhandene Risikodeckungspotenzial abgedeckt werden können. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar. Potenzielle Risiken der künftigen Entwicklung bestehen beispielweise durch die Regulatorik und einen weiteren starken sowie kurzfristigen Zinsanstieg (u.a. Drohverlustrückstellung gemäß IDW RS BFA 3 n.F.). Unsere Sparkasse nimmt am Risikomonitoring des Sparkassenverbandes Niedersachsen teil. Die Erhebung erfolgt dreimal jährlich. Dabei werden die wichtigsten Risikomesszahlen auf Verbandsebene ausgewertet und die Entwicklungen beobachtet. Jede Sparkasse wird insgesamt bewertet und einer von vier Monitoringstufen zugeordnet. Unsere Sparkasse ist der zweitbesten Bewertungsstufe zugeordnet. Insgesamt beurteilen wir unsere Risikolage als ausgewogen. 5. Chancen- und Prognosebericht5.1 ChancenberichtUnser "Chancenmanagement" ist in den jährlichen Strategieüberprüfungsprozess integriert. Chancen sehen wir vor allem in einer besser als erwartet laufenden Konjunktur, insbesondere aufgrund der regen Nachfrage nach Wohnungen und Büroflächen, die die Bautätigkeit stärker als prognostiziert ankurbeln könnte. Dies würde zu einer stärkeren Kreditnachfrage und einem Anstieg des Zinsüberschusses führen. Zur Stabilisierung unserer Ertragskraft wollen wir unter anderem den Ausbau unseres Immobilien- und Aktienportfolios weiter fortsetzen. Darüber hinaus arbeiten wir laufend daran, unsere Prozesse zu optimieren. Außerdem sehen wir Chancen in unseren Investitionen in zukunftsweisende Informationstechnologien sowie in der Begleitung unserer Kunden bei der Transformation zu mehr Nachhaltigkeit. Chancen wollen wir nutzen, indem wir neben der Filialpräsenz in der Fläche und der flächendeckend angebotenen SB-Technik, das Multikanalbanking, Internetbanking-Angebote und digitale Vertriebskanäle weiter ausbauen. Darüber hinaus sehen wir durch eine weitere Intensivierung der Arbeitsteilung mit unseren Verbundpartnern in der Sparkassenorganisation die Möglichkeit, dem Wettbewerbs- und Rentabilitätsdruck zu begegnen. 5.2 PrognoseberichtDie folgenden Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung unserer Sparkasse im laufenden Jahr stellen Einschätzungen dar, die auf der Grundlage der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen werden. Prognosen sind naturgemäß mit Unsicherheit behaftet. Treten die zugrunde gelegten Annahmen nicht ein, können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen. Der Prognosezeitraum umfasst das auf den Bilanzstichtag folgende Geschäftsjahr. Als Risiken im Sinne des Prognoseberichts werden künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu einer für unsere Sparkasse negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Als Chancen im Sinne des Prognoseberichts werden künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu einer für unsere Sparkasse positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Die weiter andauernden potenziellen Auswirkungen aus geostrategischen und politischen Konflikten haben wir im Einklang mit unserem internen Reporting bei der Ermittlung der Prognosen für das Geschäftsjahr 2024 berücksichtigt. 5.2.1 RahmenbedingungenDer Jahresauftakt 2024 ist bereits u.a. durch Streiks im Personen- und Güterverkehr, Witterung sowie durch neuerliche Störungen der internationalen Lieferketten (u.a. Nah-Ost Konflikt) negativ beeinträchtigt. Die meisten Prognosen für das Gesamtjahr 2024 gehen dennoch vom Einsetzen einer Erholung im weiteren Jahresverlauf bei einer nachlassenden Inflation aus. Sollte sich der Preisauftrieb weiter planmäßig abschwächen und die Entwicklung der Einkommen die nominale Dynamik des Vorjahres nachholen, ist ein Wachstum bei gestärkter Kaufkraft wieder möglich. Diese Prognose setzt voraus, dass es nicht zu weiteren Verschärfungen bei den zahlreichen geostrategischen und politischen Konflikten kommt. Die Chefvolkswirte der S-Finanzgruppe halten für 2024 ein Wachstum in Deutschland in Höhe von 0,3 Prozent für möglich. Das Wachstum soll im laufenden Jahr vor allem von einer unterstellten Erholung des privaten Konsums getragen werden. Er könnte bereits 2024 preisbereinigt um 1,0 Prozent zulegen. Die Lage bei den Bauinvestitionen und im Außenhandel bleibt in der Prognose 2024 dagegen noch schwierig. Bei den Ausrüstungsinvestitionen gehen die Chefvolkswirte hingegen optimistischer von einer Fortsetzung der bereits 2023 zu verzeichnenden Sonderkonjunktur aus. Der weitgehend geräumte Arbeitsmarkt dürfte diese gesamtwirtschaftliche Entwicklung der Gütermärkte mit einer Seitwärtsbewegung bei der Erwerbstätigkeit begleiten. Bereits Ende 2023 war das Nachlassen des Preisauftriebs in den vorgelagerten Wertschöpfungsstufen, bei Importpreisen, Erzeugerpreisen und Großhandelspreisen deutlich zu beobachten. 2024 dürfte diese Entlastung auch zunehmend in den Verbraucherpreisen ankommen. Auch wenn das Inflationsziel noch nicht vollständig erreicht ist, dürften die bereits erzielten Teilerfolge den Notenbanken bald eine Neujustierung ihrer Instrumente erlauben. Die EZB will nach eigenem Bekunden im weiteren Verlauf des Jahres 2024 die Staatsanleihekäufe reduzieren und stellt weitere Leitzinsschritte zunächst zurück, um die Wirkung ihrer bisherigen Notenbankpolitik abzuwarten. Bei sich weiter zurückbildenden Inflationsraten könnten sich Reduzierungen beim Leitzins in der zweiten Jahreshälfte jedoch wieder ergeben. In der Region Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim rechnen mehr als 45 Prozent der Unternehmen mit einer nochmals schlechteren Konjunktur in den kommenden Monaten. Auch die Investitionspläne sind weiter pessimistisch: Mehr als 23% der Betriebe rechnen mit niedrigeren Investitionen in den kommenden Monaten. Die Exporterwartungen fallen besser aus als zuletzt - mit 12% rechnet aber weiter die Mehrheit mit rückläufigen Ausfuhren in den kommenden Monaten. Die Beschäftigungspläne bleiben unverändert auf niedrigem Niveau und trüben die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt ein. 5.2.2 GeschäftsentwicklungFür das Jahr 2024 rechnen wir mit einem geringen Wachstum für unser Kundenkreditgeschäft, vorrangig aus dem Darlehensgeschäft mit unseren Privat- und Firmenkunden sowie aus dem Wohnungsbaukreditgeschäft. Im Einlagengeschäft setzt sich der über Konditionen intensiv geführte Wettbewerb fort. Insbesondere vor diesem Hintergrund erwarten wir für das Jahr 2024 einen leichten Rückgang unserer Kundeneinlagen. Bei der Bilanzsumme erwarten wir aufgrund der vorgenannten Entwicklungen im Kredit- und Einlagengeschäft für das Folgejahr einen leichten Rückgang. Im Dienstleistungsgeschäft gehen wir für 2024 von stärkeren Zuwächsen im Wertpapiergeschäft und bei den Vermittlungen von Versicherungs- und Bausparprodukten aus. 5.2.3 FinanzlageAufgrund unserer vorausschauenden Finanzplanung gehen wir davon aus, dass auch im Prognosezeitraum die Zahlungsfähigkeit gewährleistet ist und die bankaufsichtlichen Anforderungen insbesondere für unseren bedeutsamen finanziellen Leistungsindikator Liquiditätsdeckungsquote (LCR) eingehalten werden können. Für das Jahr 2024 sind wiederum Investitionen in Immobilien sowie Aktien geplant. 5.2.4 Ertrags- und VermögenslageVor dem Hintergrund der prognostizierten Entwicklung für das Zinsniveau, welches von einer sinkenden Zinsstrukturkurve im kommenden Jahr ausgeht, sowie der getroffenen Annahmen zum Kredit- und Einlagengeschäft rechnen wir auf Basis von Betriebsvergleichszahlen im Folgejahr mit einem niedrigeren Zinsüberschuss. Beim Provisionsüberschuss gehen wir für das nächste Jahr von einem stärkeren Anstieg aus, wozu insbesondere die Erträge aus dem Wertpapier- und sonstigem Provisionsgeschäft beitragen sollen. Aus der Kombination der Entwicklung des Zins- und Provisionsüberschusses und des ordentlichen Ertrags gehen wir davon aus, dass sich unser Bruttoertrag leicht reduzieren wird. Trotz unseres Kostenmanagements wird der Verwaltungsaufwand (inkl. ordentlicher Aufwand) leicht steigen. Dem im Wesentlichen tarifbedingt stärkeren Anstieg des Personalaufwands steht dabei ein leichter Rückgang des Sachaufwands gegenüber. Insgesamt ergibt sich unter Berücksichtigung der vorgestellten Annahmen für das Jahr 2024 ein deutlich reduziertes Betriebsergebnis vor Bewertung gegenüber dem Allzeithoch 2023. Das Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft ist aufgrund der konjunkturellen Entwicklung nur mit großen Unsicherheiten zu prognostizieren. Bei der Risikovorsorge für das Kreditgeschäft erwarten wir trotz einer weiterhin verstärkt risikoorientierten Kreditgeschäftspolitik ein etwa gleichbleibendes negatives Bewertungsergebnis gegenüber dem abgelaufenen Berichtsjahr. Aus den eigenen festverzinslichen Wertpapieren sowie den weiteren Eigenanlagen in Spezialfonds rechnen wir für das Jahr 2024 mit keinen Belastungen. Das sonstige Bewertungsergebnis ist grundsätzlich von untergeordneter Bedeutung. Jedoch können auch künftig weitere Risiken in unserem Beteiligungsportfolio nicht ausgeschlossen werden. Bei der Cost-Income Ratio erwarten wir für 2024 einen deutlich erhöhten, aber immer noch zufriedenstellenden Wert gegenüber dem sehr guten Vorjahr. Die prognostizierte Entwicklung der Ertragslage ermöglicht eine weitere Stärkung der Eigenmittel. Wir planen, dass die Kernkapitalquote leicht über dem jetzigen Niveau liegen wird. Für die Gesamtkapitalquote erwarten wir einen Wert von ca. 15,9%. Dieser liegt damit über dem für 2024 vorgeschriebenen Mindestwert nach der CRR. Für die Verschuldungsquote (Verhältnis des Kernkapitals zur Summe der bilanziellen und außerbilanziellen Positionen) erwarten wir auch für das Jahr 2024 die Einhaltung der aufsichtlichen Mindestanforderung von 3,0 %. Weiterhin wollen wir unsere Kunden an unsere Sparkasse überdurchschnittlich binden. Die Kundenbindung ist weiterhin abhängig von einer Erfüllung der Kundenerwartungen in Bezug auf Qualität von Service, Beratung und Erreichbarkeit (insbesondere auch in digitaler Form). Daher werden wir unsere digitalen Angebote weiter optimieren und im Rahmen unserer Multikanalstrategie etablieren. Im Privatkunden- und Firmenkundenbereich gehen wir für das Jahr 2024 von einer Einhaltung der strategischen Zielsetzungen des Net Promoter Scores aus. Gut ausgebildete und zufriedene Mitarbeiter sind weiterhin die Grundlage unseres Geschäftserfolges. Unsere zertifizierte Ausbildungsqualität, unsere flexiblen Arbeitszeitmodelle, unser betriebliches Gesundheitsmanagement etc. sollen maßgeblich zur Erreichung unseres strategischen Zielwerts an geeigneten Bewerbern auf Ausbildungsplätzen / Hochschul-Trainee-Plätzen von 1,5 qualifizierten Kandidaten je zu besetzendem Platz sowie zur Mitarbeiterzufriedenheit beitragen. Insgesamt könnten sich insbesondere bei einer konjunkturellen Abschwächung gleichwohl weitere Belastungen für die künftige Ergebnis- und Kapitalentwicklung ergeben und sich negativ auf unsere Leistungsindikatoren auswirken. Des Weiteren können sich aufgrund regulatorischer Verschärfungen für die Finanzwirtschaft (Vereinheitlichung der Einlagensicherung, Basel III-Regelungen, Meldewesen) weitere Belastungen ergeben, die unsere Ergebnis- und Kapitalentwicklung der Sparkasse belasten können. 5.3 GesamtaussageUnsere Perspektiven für das Geschäftsjahr 2024 beurteilen wir in Bezug auf die aufgezeigten Rahmenbedingungen unter Berücksichtigung der von uns erwarteten Entwicklung der Rahmenbedingungen und unserer bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren zusammengefasst als positiv. Bei der prognostizierten Entwicklung der Ertragslage sollte eine weitere Stärkung des Eigenkapitals gesichert sein. Aufgrund unserer vorausschauenden Finanzplanung gehen wir daher davon aus, dass auch im Prognosezeitraum die Risikotragfähigkeit und die Einhaltung aller bankaufsichtsrechtlichen Kennziffern durchgängig gewährleistet sind. Die Auswirkungen aus den geostrategischen und politischen Konflikten können die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung hinsichtlich des Eintreffens der für die bedeutsamsten Leistungsindikatoren getroffenen Prognosen, ggf. über das bereits in unserem internen Reporting enthaltene Ausmaß hinaus negativ beeinflussen. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
AnhangAngaben und Erläuterungen zur BilanzAllgemeine AngabenDer Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB). Von dem Wahlrecht nach § 11 Satz 3 RechKredV, anteilige Zinsen und ähnliche das Geschäftsjahr betreffende Beträge nicht in die Fristengliederung einzubeziehen, haben wir Gebrauch gemacht. Insofern stimmen die Bilanzbestände nicht mit den Endbeträgen laut Fristengliederung überein. 1. Aktiva1.1 ForderungenDie Forderungen an Kreditinstitute und Kunden einschließlich Schuldscheindarlehen wurden mit ihrem Nennwert angesetzt, der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennwert und dem niedrigeren Auszahlungsbetrag wurde unter den Rechnungsabgrenzungsposten der Passivseite aufgenommen. Im Falle von Festzinsvereinbarungen erfolgt die Verteilung auf die Dauer der Festzinsbindung. Bei variabel verzinslichen Darlehen wird der Betrag grundsätzlich auf fünf Jahre verteilt. Bearbeitungsgebühren werden über die Gesamtlaufzeit der Forderung aufgelöst und dem Zinsergebnis zugerechnet. Dies gilt auch für Bearbeitungsgebühren und ähnliche Beträge im Zusammenhang mit sogenannten Weiterleitungsmitteln. Erkennbaren Risiken im Kreditgeschäft wird im Rahmen der turnusmäßigen bzw. anlassbezogenen Kreditüberwachung durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen Rechnung getragen. Die Höhe der Einzelwertberichtigung bemisst sich regelmäßig nach dem Unterschiedsbetrag zwischen der ausfallgefährdeten Kreditforderung und dem erwarteten Realisationswert der gestellten Kreditsicherheit. Den latenten Ausfallrisiken wird durch eine pauschale Risikovorsorge in Form von Wertberichtigungen und Rückstellungen Rechnung getragen, die wir auf Basis der Stellungnahme IDW RS BFA 7 bewertet haben. Dabei haben wir mit der in der internen Risikosteuerung eingesetzten Anwendung CreditPortfolioView (CPV) für das vorgenannte Kreditportfolio den erwarteten Verlust für einen 12-Monatszeitraum ohne Anrechnung einer Bonitätsprämie berechnet. Der erwartete Verlust wurde mit Hilfe eines Kreditrisikomodells mit den auf Basis der eingesetzten Risikoklassifizierungsverfahren bestimmten statistischen Ausfallwahrscheinlichkeiten ermittelt. Grundlage dieser Berechnung waren insbesondere die mit unseren Ratingverfahren auf Grundlage der Vergangenheit ermittelten Ausfallwahrscheinlichkeiten der Kreditnehmer für einen 12-Monatszeitraum und die im Rahmen der Kreditprozesse bewerteten Sicherheiten. Adressen, die im Rahmen der internen Risikosteuerung im Hinblick auf einen Ausfall als risikolos betrachtet werden, wurden auch für die handelsbilanzielle Betrachtung ausgeschlossen. Die im Rahmen der Berechnung der Pauschalwertberichtigung verwendeten Parameter spiegeln nach unserer Einschätzung die Risikosituation zum Abschlussstichtag ausreichend wider. Wir haben als Voraussetzung für die Anwendung der Bewertungsvereinfachung im Rahmen der Kreditvergabepraxis sichergestellt, dass die Konditionenvereinbarung bei Kreditausreichung unter Berücksichtigung einer risikoadäquaten Bonitätsprämie erfolgt, deren Höhe sich an dem erwarteten Verlust über die Restlaufzeit orientiert. Diese Ausgeglichenheitsannahme haben wir zum Bilanzstichtag überprüft. Dabei haben wir auch im Rahmen eines Stichtagsvergleichs die Entwicklung des mit CreditPortfolioView für die Restlaufzeit berechneten erwarteten Verlusts des Portfolios (sog. Lifetime Expected Loss) analysiert. Die Grundlagen der Berechnungen entsprechen im Wesentlichen der Ermittlung des erwarteten Verlusts für einen 12-Monatszeitraum. Danach kann die Ausgeglichenheit weiter angenommen werden. Der Ausweis der Pauschalwertberichtigungen erfolgt als Risikovorsorge zu den Forderungen an Kunden (Aktivposten 4). Die für Eventualverbindlichkeiten sowie unwiderrufliche Kreditzusagen ermittelten Pauschalwertberichtigungen werden an den Unterstrichpositionen abgesetzt und als Risikovorsorge bzw. pauschale Rückstellungen in den anderen Rückstellungen (Passivposten 7c) ausgewiesen. Für widerrufliche Kreditzusagen erfolgt allein der Ausweis als Risikovorsorge bzw. pauschale Rückstellungen in den anderen Rückstellungen (Passivposten 7c). Anteilige Zinsen aus Zinsswapgeschäften werden unter den Forderungen an Kreditinstitute ausgewiesen. 1.2 WertpapiereDie Bewertung der Wertpapiere erfolgte grundsätzlich zu den Anschaffungskosten (gewogener Durchschnittswert) bzw. den niedrigeren Börsenkursen oder den niedrigeren beizulegenden Zeitwerten (strenges Niederstwertprinzip). Bei Wertpapieren des Anlagevermögens werden Abschreibungen nur im Zusammenhang mit voraussichtlich dauernden Wertminderungen vorgenommen. Wertaufholungen berücksichtigen wir durch Zuschreibungen auf den höheren Kurswert, maximal aber bis zu den Anschaffungskosten. Für die Ermittlung des Bewertungskurses haben wir die festverzinslichen Wertpapiere daraufhin untersucht, ob zum Bilanzstichtag ein aktiver Markt vorliegt. Für die Abgrenzung, ob ein aktiver Markt vorliegt, haben wir die Kriterien zugrunde gelegt, die in der MiFiD II (Markets in Financial Instruments Directive-Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Mai 2014) für die Abgrenzung eines liquiden von einem illiquiden Markt festgelegt wurden. In den Fällen, in denen wir nicht von einem aktiven Markt ausgehen konnten (insgesamt 627,2 Mio. EUR Nominalvolumen der festverzinslichen Wertpapiere), haben wir die Bewertung anhand von Kursen externer Kursanbieter vorgenommen, denen unter Verwendung laufzeit- und risikoadäquater Zinssätze ein Discounted-Cashflow-Modell zugrunde liegt. Darüber hinaus weisen wir unter Aktiva 5 auch variabel verzinsliche Inhaberschuldverschreibungen mit einem Nominalwert von 43,0 Mio. EUR aus, die aus der Zerlegung der im Rahmen von Sparkassen-Kreditbasket-Transaktionen erworbenen Credit-Linked-Notes resultieren. Der beizulegende Wert wurde unter Verwendung der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Weitergehende Informationen enthalten die Erläuterungen zur Bilanzierung und Bewertung von Kreditderivaten. Die offenen Spezialfondsanteile sind der Liquiditätsreserve zugeordnet und wurden zum Anschaffungswert bzw. zum niedrigeren investmentrechtlichen Rücknahmepreis (strenges Niederstwertprinzip) angesetzt. Weitere Fondsanteile sind dem Anlagevermögen zugeordnet. Diesbezüglich ergab sich kein Bewertungserfordernis. Die unter Aktiva Posten 6 ausgewiesenen Anteile an Gesellschaften, die sich als AIF qualifizieren, haben wir zu Anschaffungskosten angesetzt. 1.3 HandelsbestandDie institutsinternen Kriterien für die Zuordnung von Finanzinstrumenten zum Handelsbestand wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht geändert. 1.4 Beteiligungen und Anteile an verbundenen UnternehmenDie Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten bzw. im Falle dauernder Wertminderungen zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Beteiligungsbewertung erfolgt grundsätzlich nach dem Ertragswertverfahren. Andere Bewertungsmethoden kommen dann zum Einsatz, wenn die Art beziehungsweise der betragliche Umfang der Beteiligung dies rechtfertigen. 1.5 Immaterielle Anlagewerte und SachanlagevermögenDie immateriellen Anlagewerte und das Sachanlagevermögen wurden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer angesetzt. Vermögensgegenstände von geringem Wert (Anschaffungskosten bis zu 250 EUR ohne Mehrwertsteuer) werden sofort als Sachaufwand erfasst; bei Anschaffungswerten der Vermögensgegenstände bis zu 800 EUR ohne Mehrwertsteuer und Software bis zu 800 EUR ohne Mehrwertsteuer erfolgt im Jahr der Anschaffung eine Vollabschreibung. Für in Vorjahren angeschaffte Vermögensgegenstände bis 1.000 EUR wurden Sammelposten nach § 6 Absatz 2a EstG gebildet, die linear zu einem Fünftel abgeschrieben werden. 1.6 Sonstige VermögensgegenständeDie sonstigen Vermögensgegenstände, die nicht dazu bestimmt sind dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, wurden nach den für das Umlaufvermögen geltenden Vorschriften bewertet. Die hier ausgewiesenen Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Abschreibungen werden nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. 2. Passiva2.1 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und KundenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Unterschied zwischen Rückzahlungs- und Ausgabebetrag wurde unter den Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Anteilige Zinsen aus Zinsswapgeschäften werden unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. 2.2 RückstellungenDie Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt; sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Beträgt die Zeitspanne bis zum erwarteten Erfüllungszeitpunkt mehr als ein Jahr, erfolgt eine Abzinsung mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Die bis zur voraussichtlichen Erfüllung zu erwartenden Kostensteigerungen wurden mit jährlich 2,50% angenommen. Die zu erwartenden Steigerungen der Personalkosten im Mehrjahresvergleich wurden mit 2,60% angesetzt. Die Lohnkostensteigerung für das Folgejahr wurden mit 11,21% berücksichtigt. Auf diese Lohnkosten wurde ein Sozialversicherungsanteil in Höhe von 19,00% berechnet. Die Erfolge aus der Aufzinsung werden im Falle von Rückstellungen für Bankprodukte im Zinsbereich, ansonsten unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Bei der Ermittlung der Aufzinsungserfolge haben wir unterstellt, dass eine Änderung des Abzinsungssatzes erst zum Ende der Periode eintritt. Nach IDW RS BFA 3 n. F. sind die zinsbezogenen Instrumente des Bankbuchs (Zinsbuch) einer verlustfreien Bewertung zu unterziehen. Zu diesem Zweck werden die zinsbezogenen Vermögensgegenstände und Schulden sowie derivative Finanzinstrumente, insbesondere Zinsswaps, des Bankbuchs einem Saldierungsbereich zugeordnet. Für diesen ist unter Berücksichtigung von voraussichtlich zur Bewirtschaftung des Bankbuchs erforderlichen Aufwendungen (Refinanzierungs-, Risiko- und Verwaltungskosten) zu prüfen, ob aus den noch zu erwartenden Zahlungsströmen bis zur vollständigen Abwicklung des Bestands ein Verlust droht. Die Sparkasse wendet die barwertige Berechnungsmethode an. Der Barwert ergibt sich aus den zum Abschlussstichtag abgezinsten Zahlungsströmen des Bankbuchs. Betrags- und Laufzeitinkongruenzen sind mittels fiktiver Geschäfte zu schließen. Auf der Passivseite ist dabei der angenommene individuelle Refinanzierungsaufschlag der Sparkasse zu berücksichtigen. Die künftigen für die vollständige Abwicklung des Bankbuchs benötigten Verwaltungskosten wurden aus statistischen Daten abgeleitet. Der ermittelte Verwaltungskostensatz wurde auch für den Einbezug sogenannter Overheadkosten berücksichtigt. Weiterhin wurden Gebühren und Provisionserträge, die direkt aus den Zinsprodukten resultieren, im Rahmen der verlustfreien Ermittlung des Bankbuchs berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich kein Verpflichtungsüberschuss. Mit Urteil vom 6. Oktober 2021 (Az. XI ZR 234/20) hat der BGH in einem Musterfeststellungsverfahren zur Wirksamkeit von Zinsänderungsklauseln in Prämiensparverträgen entschieden. Danach sind Zinsanpassungen monatlich unter Beibehaltung des anfänglich relativen Abstands zwischen Vertragszins und Referenzzins vorzunehmen. Die dreijährige Verjährung eines möglichen Zinsanspruchs beginnt erst ab Fälligkeit des Sparvertrags. Hinsichtlich der Bestimmung eines angemessenen Referenzzinssatzes hat der BGH das Verfahren an das OLG Dresden zurückverwiesen. Soweit das Ergebnis unserer Prüfung eine vergleichbare Ausgestaltung ergeben hat, haben wir nach einer Einschätzung der möglichen Betroffenheit von berechtigten Erstattungsansprüchen in unserem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 Rückstellungen gebildet. Hierbei haben wir den vom OLG-Dresden festgelegten Referenzzinssatz verwendet. Die Pensionsrückstellungen wurden nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter Zugrundelegung der Richttafeln Heubeck 2018 G bewertet. Bei der Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde der auf das Jahresende prognostizierte Durchschnittszins von 1,83% für die pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Im Vergleich zu dem von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2023 veröffentlichten Zinssatz von 1,82% ergaben sich lediglich geringfügige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse. Die bis zur voraussichtlichen Erfüllung zu erwartenden Gehalts- und Rentensteigerungen wurden mit jährlich 2,60% angenommen. Mittelbare AltersversorgungsverpflichtungenDie Sparkasse ist tarifvertraglich verpflichtet, für ihre Beschäftigten eine zu einer Betriebsrente führende Versicherung bei einer kommunalen Zusatzversorgungskasse abzuschließen. Sie erfüllt diese Verpflichtung durch Anmeldung der betreffenden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei der Emder Zusatzversorgungskasse für Sparkassen (ZVK-Sparkassen) mit Sitz in Emden. Die ZVK-Sparkassen ist eine kommunale Zusatzversorgungseinrichtung im Sinne des § 1 des Altersvorsorge-TV-Kommunal (ATV-K) vom 1. März 2002. Träger der ZVK-Sparkassen ist der Niedersächsische Sparkassen- und Giroverband in Hannover, der das Kassenvermögen der ZVK-Sparkassen als Sondervermögen getrennt von seinem übrigen Vermögen verwaltet. Die Versorgungsverpflichtungen werden von der ZVK-Sparkassen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung der Richttafeln Heubeck 2018 G mit 7jähriger Generationenverschiebung bewertet, um den kassenindividuellen Verhältnissen angemessen Rechnung zu tragen. Nachdem die Tarifvertragsparteien des Öffentlichen Dienstes sich mit Wirkung vom 1. Januar 2002 auf eine Abkehr vom seit 1967 bestehenden Gesamtversorgungssystem verständigt hatten, hat die ZVK-Sparkassen zum 1. Januar 2003 den Versicherten- und Rentnerbestand in zwei getrennte Abrechnungsverbände unterteilt, den Abrechnungsverband P für die zu diesem Zeitpunkt Pflichtversicherten bzw. den Abrechnungsverband R für die sogenannten Altrentner. Seit diesem Zeitpunkt ist der Abrechnungsverband P unter Zugrundelegung der Bewertungsparameter gemäß ATV-K vom 1. März 2002 kapitalgedeckt. Bei den aktiven Beschäftigten beträgt der Beitragssatz seit dem 1. Januar 2021 nach einer stufenweisen Anhebung in den Vorjahren 5,8%. Hiervon werden 5,4% durch die Sparkasse und 0,4% von den Arbeitnehmern getragen. Bemessungsgrundlage für den Beitrag sind die zusatzversorgungspflichtigen Entgelte; sie beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 55,7 Mio. EUR. Die ZVK-Sparkassen hat in 2022 die Kapitaldeckung im Abrechnungsverband R erreicht und diesen in 2023 rückwirkend zum 1. Januar 2023 auf den Abrechnungsverband P nach Genehmigung verschmolzen. Für den Abrechnungsverband R wurde bis zum Erreichen der Kapitaldeckung eine Umlage in Höhe von 2,2% und ein Sanierungsgeld in Höhe von 1,5% der zusatzversicherungspflichtigen Entgelte erhoben. Die Bewertung der Versorgungsverpflichtungen für die Altrentner berücksichtigt die zugesagte jährliche Erhöhung der Renten um 1%. Die Sparkasse hat die Deckungslücke beim Abrechnungsverband R bereits in früheren Geschäftsjahren ausfinanziert. 3. Gewinn- und Verlustrechnung3.1 Negative Zinserträge und positive ZinsaufwendungenFür die bei anderen Kreditinstituten unterhaltenen Guthaben sowie Forderungen an Kunden sind Zinsaufwendungen entstanden, die wir mit den unter GuV-Posten 1 a) ausgewiesenen Zinserträgen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften verrechnet haben. Für die bei anderen Kreditinstituten aufgenommenen Gelder und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden wurden uns Zinsen vergütet, die wir mit den unter GuV-Posten 2 ausgewiesenen Zinsaufwendungen verrechnet haben. 4. Angaben zu Derivaten und zur Fremdwährungsumrechnung4.1 DerivateIm Rahmen von Sparkassen-Kreditbasket-Transaktionen werden Kreditderivate als Sicherungsnehmer und Sicherungsgeber gehalten. Erworbene Credit Linked Notes (CLN) beabsichtigen wir bis zur Fälligkeit zu halten. Wir weisen unter den Wertpapieren eine Schuldverschreibung und für die übernommenen Adressenausfallrisiken eine Eventualverbindlichkeit (Credit Default Swap, CDS) unter dem Bilanzstrich aus, die wir getrennt voneinander bewerten. Das Wertpapier wird zum gemilderten Niederstwertprinzip angesetzt. Soweit erforderlich wird für drohende Ausfälle aus Credit Linked Notes eine Rückstellung in Höhe der erwarteten Ausgleichsleistung gebildet. Als Sicherheit erhaltene CDS werden nicht eigenständig bilanziert, sondern bei der Bewertung der abgesicherten Forderung, das heißt bei der Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie den Rückstellungen im Kreditgeschäft, berücksichtigt. Die erhaltene Prämie weisen wir unter den Provisionserträgen aus. Die von uns aus den CDS in der Sicherungsnehmer-Position gezahlte Prämie wird im Provisionsaufwand ausgewiesen. Die zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken und zur risiko- und renditeorientierten Zinsbuchsteuerung abgeschlossenen Zinsswapgeschäfte wurden in die Gesamtbetrachtung des Zinsänderungsrisikos einbezogen. Eine verlustfreie Bewertung des Zinsbuchs ist gewährleistet. Bei den strukturierten Produkten wurden die Festzinsdarlehen mit Zinslaufbeginn in späteren Jahren (Forwarddarlehen) einheitlich (ohne Abspaltung der Nebenrechte) bilanziert und bewertet. 4.2 FremdwährungsumrechnungDie auf Fremdwährung lautenden Vermögensgegenstände und Schulden sind mit dem zum Bilanzstichtag gültigen EZB-Referenzkurs in Euro umgerechnet worden. Für zum Bilanzstichtag noch nicht abgewickelte Termingeschäfte wurde der Terminkurs herangezogen. Von einer besonderen Deckung gemäß § 340h HGB gehen wir aus, soweit sich innerhalb einer Währung bilanzielle Geschäfte sowie Devisentermingeschäfte betragskongruent gegenüberstehen. Die Umrechnungsergebnisse aus besonders gedeckten Geschäften werden saldiert je Währung als sonstige betriebliche Erträge (GuV 8) bzw. als sonstige betriebliche Aufwendungen (GuV 12) ausgewiesen. AktivaPosten 3: Forderungen an KreditinstituteIn den Forderungen an Kreditinstitute sind Forderungen an die eigene Girozentrale in Höhe von 68.124 TEUR enthalten. Die unter Posten 3 b) ausgewiesenen Bestände (ohne anteilige Zinsen) gliedern sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt: bis drei Monate 23.467 TEUR mehr als drei Monate bis ein Jahr 25.198 TEUR Posten 4: Forderungen an KundenIn den Forderungen an Kunden sind Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 4.108 TEUR enthalten.
Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind in Höhe von 34.972 TEUR enthalten.
Die Forderungen an Kunden (ohne anteilige Zinsen) gliedern sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt:
Forderungen mit Nachrangabrede (einschließlich Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht) sind in Höhe von 29.731 TEUR enthalten.
Posten 5: Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Die Wertminderungen sind ausschließlich zinsinduziert und dürften daher nach unserer Auffassung nicht von Dauer sein. Posten 6: Aktien und andere nicht festverzinsliche WertpapiereIn diesem Posten sind Anteile an mehreren Spezial AIFs mit Buchwerten von insgesamt 181.587 TEUR enthalten. Zu diesen Anteilen an Sondervermögen im Sinn des § 1 Abs. 10 KAGB, an denen wir mehr als 10% der Anteile halten, geben wir folgende Informationen:
1 Der Gesellschaft bleibt vorbehalten, die
Rücknahme der Anteile auszusetzen, wenn
außergewöhnliche Umstände vorliegen, die
eine Aussetzung unter Berücksichtigung der Interessen
der Sparkasse Osnabrück erforderlich erscheinen
lassen.
Von den anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren wurden nicht mit dem Niederstwert bewertet (Buchwert) 6.584 TEUR Diese Wertpapiere verkörpern einen Marktwert von 5.594 TEUR Die Wertminderungen sind ausschließlich auf die Investitionsphase zurückzuführen und dürften daher nach unserer Auffassung nicht von Dauer sein. Posten 7: Beteiligungen/ Posten 8: Anteile an verbundenen UnternehmenVon den unter Posten 7 enthaltenen börsenfähigen Wertpapieren sind nicht börsennotiert 0 TEUR 1
1 Die im Posten enthaltenen Werte sind kleiner
0,1 TEUR.
Es besteht eine Beteiligung am Stammkapital des Sparkassenverbandes Niedersachsen, Hannover, mit einem Anteil von 6,56%. Angaben zum Eigenkapital und zum Jahresergebnis unterbleiben aufgrund von § 286 Abs. 3 Satz 2 HGB. Die Sparkasse ist an nachfolgendem Unternehmen als unbegrenzt haftender Gesellschafter beteiligt:
Weitere Angaben zum Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB entfallen, weil sie gemäß § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Sparkasse von untergeordneter Bedeutung sind. Aus demselben Grunde wurde auf die Erstellung eines Konzernabschlusses unter Einbeziehung der verbundenen Unternehmen verzichtet (§ 296 Abs. 2 HGB). Posten 9: TreuhandvermögenDas Treuhandvermögen besteht aus: Forderungen an Kunden Aktiva 4 (Posten 4 des Formblattes) 32.952 TEUR Posten 12: SachanlagenDie für sparkassenbetriebliche Zwecke genutzten Grundstücke und Bauten belaufen sich auf 31.173 TEUR Der Bilanzwert der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 9.673 TEUR Posten 13: Sonstige VermögensgegenständeIn den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 0 TEUR enthalten.
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind in Höhe von 161 TEUR enthalten.
Aus der Bankenabgabe bestehen unwiderrufliche Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 566 TEUR für die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene Barsicherheiten in gleicher Höhe gestellt sind.
Die Sparkasse ist an nachfolgendem Unternehmen als unbegrenzt haftender Gesellschafter beteiligt:
Posten 14: RechnungsabgrenzungspostenUnterschiedsbetrag zwischen dem Rückzahlungs- und dem niedrigeren Ausgabebetrag bei Verbindlichkeiten oder Anleihen 14 TEUR Bestand am 31.12. des Vorjahres 16 TEUR Posten 16: Aktiver Unterschiedsbetrag aus der VermögensverrechnungDer unter diesem Posten ausgewiesene Betrag in Höhe von 7 TEUR ergibt sich nach Verrechnung gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit gegenüberstehenden Schulden aus Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen. Der Erfüllungsbetrag der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 420 TEUR Als Deckungsvermögen dienen die nachstehend aufgeführten Vermögensgegenstände in folgendem Umfang:
Der beizulegende Zeitwert basiert auf Börsen- oder Marktpreisen nach § 255 Abs. 4 Satz 1 HGB. Der Gesamtbetrag der auf Fremdwährung lautenden Vermögensgegenstände beläuft sich auf 116.156 TEUR Anlagenspiegel
PassivaPosten 1: Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenIn den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Verbindlichkeiten gegenüber der eigenen Girozentrale in Höhe von 536.927 TEUR enthalten. Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Vermögensgegenstände mit einem Gesamtwert von 634.105 TEUR als Sicherheit übertragen worden. Diese Verbindlichkeiten stehen im Zusammenhang mit der Weiterleitung öffentlicher Fördermittel. Die unter Posten 1 b) ausgewiesenen Bestände (ohne anteilige Zinsen) gliedern sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt:
Posten 2: Verbindlichkeiten gegenüber KundenIn den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 3.633 TEUR enthalten.
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind in Höhe von 56.648 TEUR enthalten.
Die unter Posten 2 a) Unterposten ab) ausgewiesenen Bestände (ohne anteilige Zinsen) gliedern sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt:
Die unter Posten 2 b) Unterposten bb) ausgewiesenen Bestände (ohne anteilige Zinsen) gliedern sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt:
Posten 3: Verbriefte VerbindlichkeitenVom Unterposten 3 a) werden (ohne anteilige Zinsen) 5.000 TEUR in den auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr fällig. Posten 4: TreuhandverbindlichkeitenDie Treuhandverbindlichkeiten gliedern sich wie folgt: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Posten 1 des Formblattes) 32.952 TEUR Posten 5: sonstige VerbindlichkeitenIn den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von 30 TEUR enthalten.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 89 TEUR enthalten.
Posten 6: RechnungsabgrenzungspostenUnterschiedsbetrag zwischen Nennbetrag und niedrigerem Auszahlungsbetrag von Forderungen 400 TEUR Bestand am 31.12. des Vorjahres 575 TEUR Posten 7: RückstellungenIm Hinblick auf die Rückstellungen zur Erfüllung von Altersversorgungs- und anderen vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 319 TEUR Eine Ausschüttungssperre besteht nicht, da bereits in Vorjahren in diesem Zusammenhang entsprechende Beträge der Sicherheitsrücklage zugeführt wurden. In dem unter Posten 7 c) ausgewiesenen Bestand sind Rückstellungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 0 TEUR enthalten. Bestand am 31.12. des Vorjahres 15 TEUR Posten 9: Nachrangige VerbindlichkeitenFür nachrangige Verbindlichkeiten bestehen keine vorzeitigen Rückzahlungsverpflichtungen. Eine Umwandlungsmöglichkeit in Kapital oder andere Schuldformen ist nicht vereinbart. Für nachrangige Verbindlichkeiten sind im Berichtsjahr Aufwendungen in Höhe von 2.026 TEUR angefallen. Angaben zu den Mittelaufnahmen: Die nachrangigen Verbindlichkeiten sind im Durchschnitt verzinslich mit 2,43% Deren Ursprungslaufzeiten bewegen sich zwischen 8 und 15 Jahren. Hieraus werden im Folgejahr 5.451 TEUR fällig. Der Gesamtbetrag der auf Fremdwährung lautenden Schulden beläuft sich auf 116.234 TEUR Bilanzposten unter dem StrichDer Gesamtbetrag der auf Fremdwährung lautenden Eventualverbindlichkeiten beläuft sich auf 606 TEUR Sollten im Ausnahmefall aus den Bilanzposten unter dem Strich Verluste drohen, werden hierfür Rückstellungen gebildet und die unter der Bilanz ausgewiesenen Beträge entsprechend gekürzt. Posten 1 b): EventualverbindlichkeitenBei den unter Posten 1 b) unter der Bilanz ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten handelt es sich um übernommene Bürgschafts- und Gewährleistungsverpflichtungen. Auf Basis der regelmäßigen Bonitätsbeurteilungen der Kunden im Rahmen unserer Kreditrisikomanagementprozesse gehen wir für die hier ausgewiesenen Beträge davon aus, dass sie nicht zu einer wirtschaftlichen Belastung unserer Sparkasse führen werden. Auch haben sich im letzten Jahr nur unbedeutende Ansprüche Dritter ergeben. Für die Darlehensschuld eines Dritten mit unbestimmter Laufzeit haftet unsere Sparkasse anteilig für den Zinsdienst (derzeit 1,478% auf einen Kapitalbetrag von 10.393 TEUR) und für ggf. anfallende Steuern sowie ggf. anfallende Kosten. Posten 2 c): unwiderrufliche KreditzusagenDurch die künftige Inanspruchnahme der unter Posten 2c) ausgewiesenen unwiderruflichen Kreditzusagen entstehen nach den Erkenntnissen des Bilanzstichtages werthaltige Forderungen. Insoweit bestehen auch hier keine Anhaltspunkte dafür, dass sich mit einer Inanspruchnahme seitens der Kreditnehmer bereits Vermögensbelastungen unserer Sparkasse verbinden. In den unter dem Posten 2c) unter der Bilanz ausgewiesenen unwiderruflichen Kreditzusagen sind keine Einzelposten enthalten, die für die Beurteilung der Gesamttätigkeit der Sparkasse von wesentlicher Bedeutung sind. Gewinn- und VerlustrechnungIn der Gewinn- und Verlustrechnung haben wir folgende Verrechnungen vorgenommen:
Posten 8: Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Grundstückserträge in Höhe von 4.016 TEUR Posten 12: Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Spenden in Höhe von 4.984 TEUR BilanzgewinnDer Verwaltungsrat wird den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 in seiner für den 03. Juni 2024 vorgesehenen Sitzung feststellen. Der Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses sieht vor, den Bilanzgewinn in voller Höhe der Sicherheitsrücklage zuzuführen. Sonstige AngabenDie Gesamtbezüge des Verwaltungsrates betrugen im Geschäftsjahr 149 TEUR Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes und ihren Hinterbliebenen sind zum Bilanzstichtag 19.539 TEUR zurückgestellt; die laufenden Bezüge dieses Personenkreises betrugen im Geschäftsjahr 1.147 TEUR Die Kredite und Vorschüsse an den Vorstand sowie die zu seinen Gunsten eingegangenen Haftungsverhältnisse betragen 5.695 TEUR Die entsprechenden Kreditgewährungen an Mitglieder des Verwaltungsrates betragen 2.357 TEUR Für Abschlussprüfungsleistungen der Prüfungsstelle des Niedersächsischen Sparkassen- und Giroverbandes sind im Geschäftsjahr 2023 516 TEUR aufgewendet worden. Auf andere Bestätigungsleistungen (Prüfung des Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäftes, sowie die Bestätigung wegen Besicherung mit Kreditforderungen gem. Abschnitt V Nr. 11 (1) AGB/BBK (KEV) und Meldung für gezielt längerfristige Refinanzierungsgeschäfte des Eurosystems (GLRG-Geschäfte)) des Abschlussprüfers entfielen Aufwendungen in Höhe von 34 TEUR Angaben zu den TermingeschäftenDie am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten Termingeschäfte gliedern sich wie folgt:
Bei den Devisentermingeschäften handelt es sich um gedeckte Auftragsgeschäfte mit Dienstleistungscharakter. Die zinsbezogenen Termingeschäfte sind mit 467,7 Mio. EUR den Deckungsgeschäften im Zusammenhang mit Zinssicherungsgeschäften im Rahmen des Bilanzstrukturmanagements und mit 1.009,0 Mio. EUR der risiko- und renditeorientierten Zinsbuchsteuerung zuzuordnen. Die Zeitwerte dieser zinsbezogenen Termingeschäfte zeigen saldiert einen positiven Saldo in Höhe von 25,4 Mio. EUR. Bei den Kontrahenten der Termingeschäfte handelt es sich ausschließlich um deutsche Kreditinstitute. Zusätzlich wurden Devisentermingeschäfte mit Kunden abgeschlossen. Zu den Termingeschäften des Anlagebuches geben wir nachstehenden Überblick
Die ausgewiesenen Zeitwerte enthalten keine Zinsabgrenzungen und Kosten. Für die zinsbezogenen OTC-Produkte haben wir theoretisch ermittelte Werte als Zeitwerte angesetzt. Hierbei werden Zinsswaps in die Basisbestandteile Kuponanleihe und Floater zerlegt und unter Zugrundelegung entsprechender Zinsstrukturkurven getrennt bewertet. Der Barwert des Swaps ergibt sich dabei aus der Differenz der Barwerte der beiden Basisprodukte. Die Termingeschäfte in Fremdwährung betreffen gedeckte Auftragsgeschäfte im Kundeninteresse, saldiert weisen sie einen positiven Zeitwert von 0,6 Mio. EUR auf. In der Position der sonstigen Geschäfte sind Credit Default Swaps (Sicherungsnehmer) in Höhe von 43,0 Mio. EUR enthalten. Latente SteuernAufgrund abweichender Ansatz- und Bewertungsregelungen zwischen Handels- und Steuerbilanz inkl. des steuerlichen Ausgleichspostens des InvStG n. F. bestehen zum 31. Dezember 2023 Steuerlatenzen. Saldiert ergibt sich ein deutlicher Überhang aktiver latenter Steuern. Eine passive Steuerabgrenzung war demzufolge nicht erforderlich, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wurde verzichtet. Die künftigen Steuerbelastungen resultieren ganz überwiegend aus bilanziellen Ansatzunterschieden im Sachanlagevermögen. Die zum Ausgleich der künftigen Steuerbelastungen benötigten absehbaren künftigen Steuerentlastungen ergeben sich im Wesentlichen aus unterschiedlichen bilanziellen Ansätzen bei den Forderungen gegenüber Kunden und den Rückstellungen. Die Ermittlung der Differenzen erfolgte unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von 30,96%. Wir beschäftigten im Jahresdurchschnitt:
Organe der SparkasseVerwaltungsratVorsitzende:Katharina Pötter, hauptamtliche Oberbürgermeisterin Mitglieder:Volker Bajus, Dipl. Sozialwirt, Mitglied des niedersächsischen Landtags Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde, Generalsekretär a. D. Deutsche Bundesstiftung Umwelt (bis 01.07.2023) Martin Dälken, selbstständiger Drogist i. R. Johannes Eichholz, Rechtsanwalt und Notar Michael Hagedorn, Rentenberater Susanne Hambürger dos Reis, examinierte Krankenschwester Anne-Katrin Kebschull, hauptamtliche Landrätin (1. stv. Vorsitzende) Marius Keite, Justiziar (ab 04.07.2023) Heiko Panzer, technischer Angestellter Guido Pott, Sparkassenbetriebswirt, Mitglied des niedersächsischen Landtags Thomas Rehme, selbstständiger Rechtsanwalt Matthias Seestern-Pauly, Mitglied des Bundestages Beschäftigtenvertreter:Melanie Degen, Rechtssekretärin Sebastian Gottlöber, Realschullehrer Natali Häberle, Bankkauffrau/Individualkundenberaterin Frank Lewek, Personalratsvorsitzender, Bankkaufmann (2. stv. Vorsitzender) Jan Meyer, Sparkassenbetriebswirt, Dipl.-Kaufmann (FH) Mechthild Siemer, Sparkassenfachwirtin Vorstand:Johannes Hartig, Vorstandsvorsitzender Nancy Plaßmann, Vorstandsmitglied (bis 30.06.2023) André Schüller, Vorstandsmitglied Fabian Winkler, Vorstandsmitglied (ab 01.07.2023) Vorstandsvertreter:Im Falle der Verhinderung wird der Vorstand vertreten durch: Udo Hebbelmann Ralf Hellige Hartmut Licher (bis 31.12.2023) Zum Abschlussstichtag bestand folgendes Mandat in Aufsichtsgremien von Unternehmen sowie von Kreditinstituten und Versicherungsgesellschaften (§ 340 a Abs. 4 Nr. 1 HGB in Verbindung mit § 267 Abs. 3 HGB bzw. § 340 a Abs. 1 HGB):
Osnabrück, den 17. April 2024 Sparkasse Osnabrück Der Vorstand Hartig Schüller Winkler Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023("Länderspezifische Berichterstattung")Die Sparkasse Osnabrück hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Sparkasse in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Sparkasse Osnabrück besteht im Wesentlichen darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren. Die Sparkasse Osnabrück definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands (Erträge und Aufwendungen saldiert) und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 231.609 TEUR. Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt im Jahresdurchschnitt 856. Der Gewinn vor Steuern beträgt 38.331 TEUR. Die Steuern auf den Gewinn betragen 23.755 TEUR. Die Steuern betreffen laufende Steuern. Die Sparkasse Osnabrück hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Sparkasse OsnabrückVermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Sparkasse Osnabrück, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sparkasse Osnabrück für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Sparkasse unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. § 340k Abs. 3 HGB, dass alle von uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen gemäß Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des JahresabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar: Bewertung der Forderungen an KundenUnsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhaltes haben wir wie folgt aufgebaut: a) Sachverhalt und Problemstellung b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse c) Verweis auf weitergehende Informationen Bewertung der Forderungen an Kundena) Sachverhalt und Problemstellung Für die Sparkasse stellen die Forderungen an Kunden ein maßgebliches Geschäftsfeld dar. Durch Wertberichtigungen im Kundenkreditgeschäft können sich wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss, insbesondere auf die Ertragslage der Sparkasse, ergeben. Bei der Bewertung einzelner Kundenforderungen ist das Adressenausfallrisiko des Kreditnehmers, d. h. vor allem die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Kreditnehmer seinen vertraglichen Leistungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann (Ausfallwahrscheinlichkeit), maßgeblich. Dies gilt insbesondere für die von den wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Krise und des Krieges in der Ukraine betroffenen Kreditengagements. Die Sparkasse bewertet ihre Kundenforderungen mit den in der S-Finanzgruppe entwickelten Rating- und Scoringsystemen. Zur Bestimmung des Kreditrisikos werden die Kreditnehmer entsprechend ihrer individuellen Ausfallwahrscheinlichkeit einzelnen Ratingklassen zugeordnet. Bei der Beurteilung der Ausfallwahrscheinlichkeit bestehen allerdings Ermessensspielräume. Daneben ist die Bewertung der Sicherheiten von besonderer Bedeutung. Dabei haben einzelne Bewertungsparameter bedeutsame Auswirkungen auf den Ansatz der Sicherheiten und damit ggf. auf die Wertberichtigungen und die Höhe der Forderungen. b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse Wir haben im Rahmen unserer vorgezogenen Prüfung die von der Sparkasse eingerichteten Prozesse zur Bewertung der Kundenforderungen nachvollzogen. Die relevanten Kreditprozesse sowie die Ausgestaltung und Angemessenheit des Internen Kontrollsystems haben wir auf Basis der Organisationsrichtlinien beurteilt. Daneben haben wir Prüfungshandlungen zur Wirksamkeit dieser Prozesse vorgenommen. Bei einer risikoorientierten Einzelfallprüfung von Kundenkreditengagements haben wir anhand der vorliegenden Unterlagen die von der Sparkasse vorgenommene Beurteilung des kreditnehmerbezogenen Adressenausfallrisikos sowie die Bewertung von Kreditsicherheiten und der dabei zugrunde gelegten Bewertungsparameter gewürdigt. Im Rahmen der Prüfung des Jahresabschlusses haben wir insbesondere untersucht, ob der Kreditbestand Forderungen enthält, bei denen sich Ausfallrisiken abzeichnen oder bereits eingetreten sind. c) Verweis auf weitergehende Informationen Informationen zur Bewertung der Forderungen an Kunden sind im Anhang zum Jahresabschluss in den Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden enthalten. Darüber hinaus verweisen wir auf die Darstellung im Lagebericht (Abschnitt Darstellung, Analyse und Beurteilung der Lage; Ertragslage). Sonstige InformationenDer Vorstand bzw. der Verwaltungsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen
Der Verwaltungsrat ist für den Bericht des Verwaltungsrats verantwortlich. Im Übrigen ist der Vorstand für die sonstigen Informationen verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung des Vorstands und des Verwaltungsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDer Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Sparkasse zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit dem Verwaltungsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber dem Verwaltungsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Verwaltungsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir sind gemäß § 23 Abs. 2 Satz 1 des Niedersächsischen Sparkassengesetzes i. V. m. § 340k Abs. 3 Satz 1 HGB gesetzlicher Abschlussprüfer der Sparkasse.
Hannover, den 16. Mai 2024 Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem Prüfungsbericht gemäß Artikel 11 EU-APrVO im Einklang stehen. Verantwortliche WirtschaftsprüferinDie für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Frau Tanja Reiche.
Prüfungsstelle des Niedersächsischen Sparkassen- und Giroverbandes Tanja Reiche, Wirtschaftsprüferin Bericht des VerwaltungsratesDer Verwaltungsrat hat im Berichtsjahr die ihm per Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung übertragenen Aufgaben wahrgenommen. Die Mitglieder des Verwaltungsrates haben sich ausführlich anhand der schriftlichen, elektronischen und mündlichen Berichte laufend über die Lage und Entwicklung der Sparkasse unterrichtet. Der Verwaltungsrat überwachte die Geschäftsführung des Vorstandes in geeigneter Weise. Im Berichtsjahr fanden insgesamt sechs Sitzungen statt, in denen das Gremium über die aktuelle Geschäfts- und Ergebnisentwicklung, die Risikosituation sowie über die strategische Ausrichtung der Sparkasse vom Vorstand informiert wurde. Der Verwaltungsrat stimmte der durch den Vorstand vorgelegten Mittelfristplanung für die Jahre 2024 bis 2026 zu. Gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement von Kreditinstituten hat der Vorstand darüber hinaus über die Geschäfts- und Risikostrategien berichtet und diese mit dem Verwaltungsrat erörtert. Auch die Berichte zur Tätigkeit der Revision und der Compliance für das Geschäftsjahr 2022 wurden dem Verwaltungsrat vorgelegt. Der Verwaltungsrat hat sich regelmäßig über die Auswirkungen der Entwicklung an den Kapitalmärkten auf die Ertrags-, Liquiditäts- und Risikosituation der Sparkasse sowie über Steuerungsmaßnahmen des Vorstands berichten lassen. Weiterhin wurde der Verwaltungsrat über laufende Projekte informiert. In neun Sitzungen beschloss der gesetzlich vorgeschriebene Kreditausschuss die ihm vom Vorstand vorgelegten Kredite. Der Verwaltungsrat billigt den Lagebericht des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2023. Er hat von dem schriftlichen und in der Sitzung am 3. Juni 2024 zusätzlich vom mündlichen Bericht der Prüfungsstelle des Niedersächsischen Sparkassen- und Giroverbandes Kenntnis genommen und daraufhin den Jahresabschluss 2023 in der geprüften Fassung festgestellt. Der Verwaltungsrat hat beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von 14.217.327,72 EUR der Sicherheitsrücklage zuzuführen. Der Verwaltungsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sparkasse für die engagierte Arbeit im Jahr 2023.
Osnabrück, den 3. Juni 2024 Die Vorsitzende des Verwaltungsrates Katharina Pötter |
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