MAKOBA Verwaltung GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frederic Meistermann seit 12.1.2026 | Geschäftsführer |
Tobias Kleinschnitz seit 13.1.2023 | Prokura |
Stefan Meier seit 15.10.2012 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
EVOCA S.p.A. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EVOCA Germany GmbHRastattJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des Unternehmens Die EVOCA Germany GmbH in Rastatt ist die deutsche Niederlassung der italienischen Kapitalgesellschaft EVOCA SpA mit Sitz in Valbrembo/Italien. Das Artikelsortiment der EVOCA Germany GmbH besteht aus Snack- und Lebensmittelautomaten, Kaffeevoll- und halbautomaten, Siebträgermaschinen, sowie Zubehör- und Ersatzteile für die vertriebenen Maschinen. Das Vertriebsgebiet ist ganz Deutschland sowie die Niederlande. Der Markt in Österreich wird über die hundertprozentige Tochtergesellschaft EVOCA Austria GmbH abgedeckt. Das operative Geschäft unterteilt sich mit den Sparten Vending und HoReCa (Hotel/Restaurant/Catering) in zwei Geschäftsbereiche. Im Geschäftsbereich Vending liegt der Fokus auf den Vertrieb von hochwertigen und innovativen Verkaufsautomaten für die Ausgabe von Lebens- und Genussmitteln sowie die Vermarktung von Telemetrielösungen. Im Geschäftsbereich HoReCa steht der Absatz von qualitativ hochwertigen Kaffeemaschinen der verschiedenen Marken der EVOCA-Gruppe im Mittelpunkt. Zum Kundenklientel gehören neben Automatenaufstellern auch Großhändler für den Vertrieb von Kaffeeautomaten und -maschinen. B. Darstellung des Geschäftsverlauf Gesamtwirtschaftliche Lage Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise in allen Wirtschaftssegmenten dämpfen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom Einbruch im Corona-Jahr 2020 setzte sich nicht weiter fort. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des statistischen Bundesamtes zum Vorjahr um 0,3 % niedriger. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Das niederländische BIP stieg in 2023 nach Angaben des niederländischen Statistikamtes (CBS) minimal um 0,1 % an. Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland setzten im Jahr 2023 nach Mitteilung des statistischen Bundesamtes (Destatis) preisbereinigt (real) ca. 3,3 % weniger um als im Jahr 2022. Der Einzelhandelsumsatz in den Niederlanden verringerte sich gegenüber 2022 um -2,2 %. Entwicklung in der Branche Vending- und Kaffeemarkt Der Vending- und Kaffeemarkt hat sich 2023 unter wirtschaftlich schwierigen und verändernden Rahmenbedingungen behauptet. Die Entwicklung war insgesamt positiver als noch im Vorjahr. Die Lieferengpässe haben sich in 2023 weiter reduziert, Personalmangel ist in der Branche weiterhin ein großes Thema. Trotz der zum Teil schlechten Konsumentenstimmung und der noch immer hohen Inflation und Preiserhöhungen, ist zu beobachten, dass bei verschiedenen Marktsegmenten wie Betriebsverpflegung, Hotelbereiche und Public Vending ein besseres Konsumentenverhalten und ein gesteigertes Investitionsvolumen vorhanden war. Generell haben Distributoren aber Probleme am Markt Umsatz zu generieren. Die Bereitschaft in Anlagevermögen zu investieren ist rückläufig. Im Bereich der Verkaufsautomaten gibt es einen wachsenden Trend beim Direktverkauf durch Landwirte und Metzgereien. Betriebskantinen integrieren vermehrt Verkaufsautomaten, um den Veränderungen durch das hybride Arbeiten entgegen zu wirken. Wenngleich das allgemeine Investitions- und Kaufverhalten im Vergleich vor der Corona-Pandemie noch zögerlich ist, so gibt es zwar einen Anstieg in der Auftragslage aber nach wie vor keine Planungssicherheit in der Auftragsbearbeitung. Die Operatoren haben in Corona viele Maschinen vom Markt genommen, sodass primär der aktuelle Lagerbestand in den Markt gebracht und abgebaut wird. Insbesondere im Kaffeemarkt ist das Thema Nachhaltigkeit das zentrale Thema, da Verbraucher vermehrt drauf achten, wie der Kaffee produziert wird. Der Kaffeekonsum war in 2023 auf Rekordniveau. Die Verbrauchspreise stiegen in 2023 um 2,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Des Weiteren nimmt der Außer-Haus-Markt eine immer größere Bedeutung ein. Geschäftsverlauf Die EVOCA Germany GmbH vertritt als Lieferant von professionellen Kaffeemaschinen und Snack-Automaten unterschiedlicher Marken die EVOCA Group. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 erhöhte sich der Gesamtumsatz im Jahr 2023 um TEUR 3.197 auf TEUR 21.469, das ist ein Plus von 17,5 %. Damit lag der IST-Umsatz 2023 um TEUR 70 unter dem Planwert von TEUR 21.536. Der Jahresfehlbetrag hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR -1.095 auf TEUR -593 verbessert. Ursprünglich war für 2023 geplant wieder einen Jahresüberschuss zu erwirtschaften. Gestiegene Einkaufspreise, die Auslagerung des Ersatzeilgeschäfts sowie Restrukturierungskosten führten jedoch nochmals zu einem Jahresfehlbetrag. Lagerwirtschaft Die Vorräte waren zum Bilanzstichtag um TEUR 566 bzw. um 36,3 % niedriger als im Vorjahr. Dies hängt mit der Auflösung des Ersatzteillagers zusammen, da der Vertrieb der Ersatzteile seit diesem Geschäftsjahr über die REPA Deutschland GmbH abgewickelt wird und der Versand direkt aus Italien erfolgt. Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine wesentlichen Investitionen vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2024 sind bisher keine wesentlichen Investitionen geplant. Finanzierungsmaßnahmen Es besteht ein langfristiges, zu 7% p.a. verzinstes Darlehen bei der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 7.369, welches zurzeit nicht getilgt wird und im November 2026 endfällig ist. Für dieses Darlehen besteht eine Rangrücktrittserklärung seitens der Muttergesellschaft. Des Weiteren besteht ein Kontokorrentdarlehen bei der Muttergesellschaft. Personalentwicklung Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter lag im Geschäftsjahr 2023 bei 33 (Vj.: 37). Zum Stichtag 31. Dezember 2023 waren 31 Mitarbeiter beschäftigt. C. Darstellung der Lage Ertragslage Das Rohergebnis war um TEUR 595 höher als im Vorjahr. Die Rohertragsspanne ist hierbei jedoch von 27,2 % auf 25,9 % gesunken. Ursächlich hierfür waren neben gestiegenen Einkaufspreisen auch die Auslagerung des Ersatzteilgeschäfts. Die Personalaufwendungen stiegen um TEUR 141 bzw. um 5,4 %. Im Wesentlichen resultiert dies aus einer Lohnerhöhung. Die leicht reduzierte Mitarbeiterzahl durch die Auflösung des Ersatzteillagers wirkt sich finanziell erst im Jahr 2024 aus. Die Personalkostenquote hat sich bei steigenden Umsätzen aufgrund der vorstehend genannten Gründe von 14,3 % auf 12,8 % reduziert. Das Betriebsergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 502 verbessert. Grund hierfür ist der Anstieg des Rohergebnisses. Ergebnismindernd wirkte sich hingegen der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aufgrund von darin enthaltenen Restrukturierungskosten aus. Ferner belasten gestiegene Zinsaufwendungen das Jahresergebnis. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme erhöhte sich um TEUR 238 auf TEUR 16.994. Auf der Aktivseite steht dem ergebnisbedingten Anstieg des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags (TEUR 593) ein abschreibungsbedingter Rückgang des Firmenwertes und ein niedriger Lagebestand gegenüber. Auf der Passivseite haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen leicht erhöht. Die liquiden Mittel stiegen um TEUR 555, was auf den besseren Geschäftsverlauf zurückzuführen ist. Auf der Passivseite sind insbesondere die Steuerrückstellungen zurückgegangen. Diese wurden vorwiegend aufgrund der in 2021 und 2022 durchgeführten Betriebsprüfung der Wirtschaftsjahre 2014-2018 gebildet. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen resultiert aus dem Anstieg der Umsatzerlöse. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Insgesamt sind wir mit der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht zufrieden. Für das Jahr 2024 rechnen wir jedoch mit einem weiteren Anstieg des Umsatzes in Richtung des Niveaus von 2019. Der Personalkosteneffekt durch die Schließung des Ersatzteillagers wird im Jahr 2024 spürbar sein. Daher gehen wir von einer weiteren Verbesserung der Ertragslage im Jahr 2024 aus und streben ein positives Jahresergebnis an. Die Gründe hierfür liegen zum einen in der Einleitung von Marketingmaßnahmen und zum anderen durch die erfolgreichen Teilnahmen an Ausschreibungen mit hohem Umsatzvolumen und eine stärkere Fokussierung auf die Key Accounts. D. Risikobericht Wir haben organisatorische Regelungen und Maßnahmen getroffen, damit den Fortbestand des Unternehmens gefährdende und sonstige wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung früh erkannt werden. Die Risikofelder werden 1x-jährlich von der kaufmännischen Leitung und der Geschäftsführung analysiert und bewertet. Es wird geprüft, ob sich Risiken erhöht haben und, ob bestandsgefährdende Risiken bestehen. Nach unseren Erkenntnissen haben sich keine bestandsgefährdenden Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage der EVOCA Germany GmbH ergeben. Folgende Risikofelder wurden definiert: Liquiditätsrisiken: Durch angemessene Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit war eine ausreichende Liquidität stets gegeben. Risiken sind durch den Einbezug in bzw. Absicherung durch den Konzern als gering einzustufen. Beschaffungsrisiken: Den Risiken einer nicht ausreichenden Verfügbarkeit von Produkten begegnen wir durch eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unserer Muttergesellschaft. Die Abstimmung mit anderen Gesellschaften der EVOCA Group sichert die Lieferbereitschaft zusätzlich ab. Lieferengpässe einzelner Maschinentypen können auf Grund der angespannten Lieferketten bei einigen Komponenten nicht ausgeschlossen werden. Absatzrisiken: Die Nachfrage-, Angebots- und Wettbewerbssituation wird kontinuierlich überwacht. Unsere Außendienstmitarbeiter berichten regelmäßig über die Entwicklung im Verkaufsgebiet. Durch unser breites Angebot an verschiedenen Marken kann das Risiko von Absatzeinbrüchen gesenkt werden. Qualitätsrisiken: Durch die Prüfung der aus Italien gelieferten Automaten durch unsere Werkstattmitarbeiter bevor die Geräte zu den Kunden geliefert werden, wird dieses Risiko begrenzt. Betriebsrisiken: Risiken aus Betriebsunterbrechungen und Störfällen werden durch vorbeugende Wartung und - soweit wirtschaftlich vertretbar - durch entsprechenden Versicherungsschutz begrenzt. Forderungsausfallrisiken: Zur Forderungsüberwachung sind regelmäßige Kontrollen eingerichtet. So werden auffällige Forderungen sofort erkannt, Überschreitungen angezeigt und kurzfristig die erforderlichen Maßnahmen eingeleitet. Rechtliche Risiken: Nennenswerte rechtliche Risiken bestehen derzeit nicht. IT-Risiken: Die Sicherheit unseres EDV-Systems und des Datenbestandes ist durch betriebsinterne Maßnahmen und entsprechende Dienstleistungs- und Wartungsverträge gewährleistet. Gesamtrisiko: Rechtliche und wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotentiale, welche die Existenz der Gesellschaft in Frage stellen könnten, sind derzeit unter Berücksichtigung der finanziellen Unterstützung im Rahmen der konzerninternen Darlehensvergabe durch die Muttergesellschaft nicht erkennbar. Ziel der Geschäftsführung ist es, Risiken nur im überschaubaren Rahmen und adäquat zu den in Aussicht stehenden Geschäftschancen einzugehen. E. Chancenbericht Durch Markteinführung der neuen Maschine W100 für den Wittenborg Brand im 4. Quartal 2024 sehen wir Wachstumspotentiale auf den fokussierten Office Coffee Solutions-Markt. Die Schließung von Kooperationsverträgen für den Exklusivvertrieb von Maschinen aus dem Gaggia Milano Brand mit regionalen deutschen Vertriebspartnern soll weiter forciert werden. Aktuell gibt es 29 solcher Partner. Es ist geplant die Zahl im Laufe diesen Jahres auf mindestens 35 zu steigern. Durch diese Vorgehensweise erhoffen wir uns eine steigende Etablierung dieses Brands in Deutschland und eine Ausschöpfung von Umsatzpotentialen durch Verdrängung. Generell biete sich der EVOCA Germany GmbH immer Chancen bei Ausschreibungen für Großprojekte von Kunden den Zuschlag zu erhalten und größere Mengen an Maschinen mit einem Projekt abzusetzen. So konnte bereits in diesem Jahr eine Ausschreibung mit einem Umsatzvolumen von > 1 Mio. EUR bei einem Kunden für den Austausch von Altgeräten gewonnen werden. Durch die bestehende Vertriebskooperation Ersatzteilvertrieb mit der REPA Deutschland GmbH haben wir die Chance Umsätze zu steigern, weil es derzeit einen großen Trend Richtung Refurbishment und 2nd Life der Maschinen gibt. Ferner besteht die Chance die aktuell fehlende Lieferfähigkeit der Wettbewerber im Vendingbereich auszunutzen. Derzeit wird geprüft welche zusätzlichen Leistungen wir unseren Kunden im Bereich Customization anbieten können. In unseren E-Commerce-Shop gibt es seit Mitte 2024 die Möglichkeit für unsere Kunden Zubehörteile zu bestellen. Hierdurch erhoffen wir uns ebenfalls Umsatzsteigerungen. F. Prognosebericht In der Vending und HoReCa Branche ist generell eine gesteigerte Investitionsbereitschaft zum Vorjahr zu beobachten, wenn gleich das Niveau vor der Pandemie noch nicht erreicht ist. Wir gehen davon aus, den Umsatz des Vorjahres zu übertreffen. Außerdem versprechen wir uns Umsatzsteigerungen durch die Markteinführung der neuen Wittenborgmaschine W100, die dazu beitragen sollen das für dieses Jahr gesteckte Budgetziel zu erreichen. Insgesamt rechnen wir für 2024 mit einem Umsatz von TEUR 22.700 und gehen davon aus wieder ein leicht positives Jahresergebnis zu erwirtschaften. Der Verlauf der ersten acht Monate des laufenden Geschäftsjahres bestätigt diese Erwartungen.
Rastatt, den 8. Oktober 2024 EVOCA Germany GmbH Frank Rückl, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der EVOCA Germany GmbH, Rastatt, eingetragen im Handelsregister B des Amtsgerichts Mannheim unter der Registernummer HRB 522046, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde nach den gesetzlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne § 267 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Abweichend vom Vorjahr wird ab dem Geschäftsjahr 2023 die größenabhängige Erleichterung des § 276 S. 1 HGB, in der Gewinn- und Verlustrechnung die Posten nach § 275 Abs. 2 Nr. 1 bis 5 HGB zu einem Posten unter der Bezeichnung "Rohergebnis" zusammenfassen, zu einer besseren Darstellung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage nicht mehr angewandt. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst. Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Angaben Erleichterungen des § 288 HGB teilweise in Anspruch. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen und richten sich nach einer voraussichtlichen Nutzungsdauer zwischen drei und fünfzehn Jahren. Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Diese Einschätzung der Nutzungsdauer beruht auf dem Verwendungszeitraum des branchenspezifischen Know-hows, der durchschnittlichen Dauer von Lieferantenbeziehungen und durchschnittlichen Mitarbeiterfluktuationsraten. Die Zugänge der Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungspreis zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 wurden in einem Sammelposten eingestellt und einheitlich über fünf Jahre linear abgeschrieben. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten bewertet. Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung auf den beizulegenden Wert vorgenommen. Sofern der Grund für die Abschreibung weggefallen ist, erfolgt eine Zuschreibung. Die Bewertung der Waren erfolgte zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Auf nicht mehr voll verwertbare Bestände wurden Bewertungsabschläge unter Berücksichtigung der Umschlagshäufigkeit der Bestände in ausreichender Höhe vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigung (Einzelwertberichtigung), das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die liquiden Mittel sind mit dem Nennwert bewertet. In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Vorauszahlungen, die in künftigen Zeiträumen Aufwand darstellen, zeitanteilig abgegrenzt. Die Bewertung der Rückstellung für Pensionen erfolgt nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten "Projected-Unit-Credit-Methode" sowie der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Berechnungen basieren auf folgenden Rechnungsgrundlagen:
Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Unterschiedsbetrag bei Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten sieben Jahre (1,74%, Vj.: 1,44%) beträgt TEUR 1 (Vj.: TEUR 4), der grundsätzlich einer Ausschüttungssperre unterliegt. Die Auswirkungen aus Änderungen des Rechnungszinssatzes werden im Personalaufwand ausgewiesen. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Auf eine Abzinsung langfristiger Rückstellungen wird wegen Geringfügigkeit verzichtet. Sämtliche Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Abweichende steuerrechtliche Wertansätze im Wesentlichen bei Geschäfts- oder Firmenwerten und bei Pensionsrückstellungen führen - nach Verrechnung - insgesamt zu passiven latenten Steuern, die entsprechend § 274 Abs. 1 HGB in der Bilanz angesetzt werden. Der Steuersatz beträgt 29,5 %. Fremdwährungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalls bzw. nach Maßgabe des § 256a HGB bewertet. Zum Bilanzstichtag erfolgt die Währungsumrechnung bei einer Restlaufzeit von unter einem Jahr zum Devisenkassamittelkurs. Fremdwährungspositionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen unverändert nicht. Verbundene Unternehmen Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften berücksichtigt, die in den Konzernabschluss der EVOCA S.p.A./Italien, einbezogen werden. C. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung I. Angaben zu den Bilanzposten 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt (Anlage zum Anhang). 2. Anteile an verbundenen Unternehmen Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen werden folgende Anteile ausgewiesen:
Verwendete Umrechnungskurse: EUR/PLN: 4.3395 bzw. EUR/RUB: 98.670 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich Lieferungen und Leistungen. 4. Eigenkapital Das Stammkapital ist mit dem Nennwert in Höhe von EUR 26.000,00 (Vj.: EUR 26.000,00) angesetzt. Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet und weist zum 31. Dezember 2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 5.200 aus. Eine mögliche insolvenzrechtliche Überschuldung wird durch eine Rangrücktrittserklärung des Mutterunternehmens für ein ausgereichtes Darlehen in Höhe von Mio. EUR 7,4 verhindert. Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr jederzeit sichergestellt. Es wird davon ausgegangen, dass das Eigenkapital der Gesellschaft in den kommenden Geschäftsjahren wieder aufgefüllt werden kann. Der Jahresabschluss wurde daher trotz des bestehenden nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags auf der Grundlage einer positiven Fortbestehens- und Fortführungsprognose gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. 5. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Kundenboni in Höhe von TEUR 521 (Vj.: TEUR 326), Personalrückstellung in Höhe von TEUR 280 (Vj.: TEUR 338) und Garantierückstellungen in Höhe von TEUR 80 (Vj.: TEUR 80) sowie Rückstellungen für Abschlusskosten in Höhe von TEUR 86 (Vj.: TEUR 70). 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen - neben dem Gesellschafter-Darlehen von TEUR 7.369 (Vj.: TEUR 7.369) - Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus kurzfristiger Finanzdisposition in Höhe von TEUR 4.338 (Vj.: TEUR 3.851), mit TEUR 2.253 (Vj.: TEUR 2.528) solche aus Lieferungen und Leistungen und im Übrigen mit TEUR 369 (Vj.: TEUR 307) sonstige Verbindlichkeiten. Mit Ausnahme des Gesellschafter-Darlehens (Laufzeit bis November 2026) in Höhe von unverändert TEUR 7.369, welches nur nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger aus einem etwaigen frei verfügbaren künftigen Jahresüberschuss, Liquiditätsüberschuss oder aus dem die sonstigen Verbindlichkeiten der Gesellschaft übersteigenden freien Vermögen rückzahlbar ist, haben sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. II. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge enthalten - wie im Vorjahr - keine nennenswerten periodenfremden Bestandteile. Erträge und Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung sind unwesentlich, da nahezu alle Transaktionen in EUR erfolgen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Vorjahres betrafen mit TEUR 254 periodenfremde Steueraufwendungen. D. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB bestehen in Höhe TEUR 804 v.a. für Mietaufwendungen sowie Leasing von Pkws. Die Restlaufzeiten zum Bilanzstichtag betragen zwischen ein und fünf Jahren. Die Miet- und Leasingverträge wurden zur Reduzierung der Kapitalbindung und Schonung der Liquidität abgeschlossen. Nennenswerte Chancen und/oder Risiken bestehen hieraus nicht. Es bestehen keine nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage wesentlich sind. Es wurden keine nicht zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt. 2. Belegschaft Im Jahresdurchschnitt waren 33 Angestellte (Vj.: 37) beschäftigt. 3. Geschäftsführung Als Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023 bis zum 18. Juli 2024 Herr Oliver Garn, Sulz am Neckar, bestellt. Ab 23. Juli 2023 ist als neuer Geschäftsführer Herr Frank Rückl, Tübingen, bestellt. Die Gesellschaft macht von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. 4. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft selbst ist nach § 290 i.V.m. § 293 HGB nicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von verbundenen Unternehmen aufstellt, ist die EVOCA S.p.A./Italien. Der Konzernabschluss ist bei der EVOCA S.p.A. erhältlich. 5. Ereignisse nach dem Stichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.
Rastatt, den 8. Oktober 2024 EVOCA Germany GmbH Frank Rückl, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die EVOCA Germany GmbH, Rastatt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der EVOCA Germany GmbH, Rastatt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EVOCA Germany GmbH, Rastatt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 8. Oktober 2024 Deloitte
GmbH
Volker Schöck, Wirtschaftsprüfer Andreas Himmelsbach, Wirtschaftsprüfer |
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