JOPP
Automotive GmbH
Bad
Neustadt a.d. Saale
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Geschäftsfeld
Die Jopp Automotive GmbH fertigt in den
Produktbereichen Präzisionsdrehteile, Sinterteile
sowie mechatronische Baugruppen Produkte und Systeme
für die Automobilindustrie, für Landmaschinen und
den Maschinenbau. Die Hauptkunden sind Hersteller von
Kraftwagen sowie deren Zulieferer. Die Produkte von Jopp
werden im Fahrwerk, in der Lenkung, im Antriebsstrang und
im Innenraum von Kraftfahrzeugen verbaut. Daneben werden
auch Industriekunden mit Teilen beliefert.
Die Jopp Automotive GmbH ist in die JOPP-Gruppe
eingebunden, auf deren Geschäftsbericht wir für
ergänzende Informationen verweisen. Die Jopp
Automotive GmbH betreibt am Stammsitz in Bad Neustadt drei
Werke, wobei der Entwicklungs-CAMPUS im Werk 2 nur noch
eine untergeordnete Rolle für einen kleinen Teil der
Verwaltung spielt. Die Fertigungsbereiche sind auf die
Werke 1 und 3 verteilt.
Absatzmärkte
Das globale Wachstum laut IWF lag im Jahr 2023 bei
3,1% und damit deutlich hinter dem historischen
Durchschnitt von 3,8%. Die Prognose der IWF geht auch in
2024 und 2025 von einer seitlichen Bewegung aus. Die
Automobilproduktion in der für uns wichtigsten Region
EMEA stieg zwar um 9,0%, der Zuwachs ist aber
hauptsächlich auf leichte Nutzfahrzeuge
zurückzuführen.
Während sich die durch die Pandemie
unterbrochenen Lieferketten weitgehend erholt haben, war
die Weltwirtschaft in 2023 immer noch von der Ukraine-Krise
geprägt. Die Inflationsrate in der EU lag 2023 im
Jahresdurchschnitt bei 6,4% (2022: 9,2%).
Das Geschäftsumfeld in 2023 war schwächer
als im Jahr zuvor. Gerade im letzten Quartal sind die
Abrufe der Kunden stark zurückgegangen.
2. Lage des Geschäfts
Ertragslage
Der Umsatz sank von 61,9 Mio. EUR auf 58,1 Mio. EUR
und war damit ca. 7% unter unserer Planung.
Der Personalaufwand ging leicht von 18,1 Mio. EUR auf
18,0 Mio. EUR zurück. Der Materialaufwand stieg von
28,4 Mio. EUR auf 29,1 Mio. EUR.
Die Abschreibungen sanken von 3,7 Mio. EUR auf 3,5
Mio. EUR. Der sonstige betriebliche Aufwand sank deutlich
um 4,0 Mio. EUR, im Wesentlichen aufgrund deutlich
gesunkener Energiepreise.
Für das Gesamtjahr 2023 hat die Jopp Automotive
GmbH einen Verlust von 1,5 Mio. EUR vor Steuern erzielt. Im
Ergebnis sind Kostenbelastungen durch
Materialpreiserhöhungen enthalten, welche wir nur
zeitversetzt und teilweise nur anteilig an Kunden
weitergeben konnten. Weiterhin haben die
rückläufigen Abrufe der Kunden und die noch zu
hohe Krankenquote das Ergebnis belastet.
Finanz- und Vermögenslage
Die Bilanzsumme sank leicht von 35,8 Mio. EUR auf
33,4 Mio. EUR. Das Sachanlagevermögen sank von 11,2
Mio. EUR auf 8,3 Mio. EUR. Das Vorratsvermögen sank
von 10,3 Mio. EUR auf 8,4 Mio. EUR. Die Forderungen stiegen
von 10,9 Mio. EUR auf 14,5 Mio. EUR.
Die Pensionsrückstellungen für die
Betriebsrente sanken von 8,3 Mio. EUR auf 8,0 Mio. EUR.
Die Lieferantenverbindlichkeiten stiegen von 3,8 Mio.
EUR auf 4,1 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen sanken von 9,2 Mio. EUR auf 9,0
Mio. EUR. Die Bankverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag
lagen mit 9,3 Mio. auf Vorjahresniveau.
Es bestehen finanzielle und belieferungsseitige
Verflechtungen innerhalb der JOPP-Unternehmensgruppe,
weshalb wir für ergänzend auch auf die
Abschlüsse der gesamten JOPP-Gruppe hinweisen.
Die Firmengruppe verfügt über erhebliche
Liquiditätsreserven zum Bilanzstichtag und
darüber hinaus.
Die offenen Leasingverbindlichkeiten inklusive der
Restwerte betrugen zum Bilanzstichtag 1,7 Mio. EUR nach
zuvor 2,3 Mio. EUR.
Der Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr
847,50 TEUR (Vorjahr -511,6 TEUR). Der Cashflow aus der
Investitionstätigkeit betrug 15,90 TEUR (Vorjahr
-2.973,2 TEUR). Durch Tilgungen und Zinszahlungen betrug
der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -137,20
TEUR (Vorjahr 2.179,5 TEUR). Zusammenfassend betrug die
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds
726,10 TEUR (Vorjahr -1.305,3 TEUR).
Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren
Die Geschäftsführung der Jopp Automotive
GmbH steuert die Firma anhand von Kennzahlen, die monatlich
ermittelt und ausgewertet werden. Darüber hinaus wird
das integrierte Managementsystem aus Qualität, Umwelt,
Datensicherheit, Datenschutz, Personal, Finanzen,
Compliance sowie allen anderen Prozessen des Unternehmens
jährlich hinsichtlich Effektivität und Effizienz
bewertet und bei Bedarf angepasst.
Die Geschäftsführung sieht hinsichtlich der
operativen Performance der Jopp Automotive GmbH,
insbesondere hinsichtlich der Leistungsindikatoren der
Fertigung, deutliche Potentiale für Verbesserungen, um
die Ertragskraft künftig zu steigern.
Die operativen Leistungskennzahlen der Fertigung wie
OEE und Automatisierungsgrad lassen uns sehr hoffungsvoll
in die Zukunft blicken. Wir haben in der Fertigung an
vielen Stellen Prozesse optimiert mit neuester Technologie.
Wir sind in der Roboter-Automatisierung von
Mehrspindeldrehautomaten bestens aufgestellt. Über die
letzten 4 Jahre wurden in den direkten und indirekten
Produktionsbereichen über 200 Mitarbeiter durch diese
Effizienzsteigerung abgebaut. Im Jahr 2023 haben wir
zahlreiche Neuaufträge in der Drehtechnik erhalten,
welche sich in den Folgejahren positiv auf das Ergebnis
auswirken werden.
JOPP ist auf hochqualifizierte Fach- und
Führungskräfte angewiesen. Diese werden auf dem
Stand der Technik aus- und weitergebildet. Darüber
hinaus werden Mitarbeiter gefördert, die
berufsbegleitend Ingenieurstudiengänge absolvieren.
Hiermit wollen wir einem künftigen
Fachkräftemangel vorbeugen.
Nachdem die Geschäftsentwicklung im
Geschäftsjahr deutlich hinter der Planung
zurückgeblieben ist, sehen wir, wie beschrieben,
Verbesserungspotentiale u. a. im operativen Bereich, um
zukünftig wieder positive Ergebnisse zu erzielen. Wir
rechnen mit Kosteneinsparungen zwischen zwei und fünf
Prozent.
Ausblick
Das erste Quartal 2024 verlief für uns
zufriedenstellend. Es wurden Kostensenkungsmaßnahmen
definiert, um den niedrigeren Umsätzen Rechnung zu
tragen. Das Vorratsvermögen sank in 2023 um 1,9 Mio.
EUR. Auch in 2024 erwarten wir noch Effekte durch den Abbau
von Warenbeständen. Die Jopp Automotive GmbH hat
über die Jopp-Gruppe jederzeit Zugriff auf
zusätzliche Geldmittel, so dass eine jederzeitige
Finanzierung sichergestellt ist. Es sind in 2024 nur wenige
Neuinvestitionen geplant. Der Strompreis wurde aufgrund der
Erfahrungen aus 2022 anteilig für mehrere Jahre
abgesichert.
Wir erwarten, dass der Trend zur Nachhaltigkeit in
der Herstellung von industriellen Produkten zu
Veränderungen am Markt führen wird. Wir arbeiten
daher an der Umsetzung unser "Vision 2035" und haben im
Jahr 2023 drei große PV-Anlagen in unseren Werken in
Bad Neustadt in Betrieb genommen.
3. Risikobericht
Um Risiken des unternehmerischen Handelns
frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und zu
dokumentieren, besteht ein Risikomanagementsystem.
Investitionen werden sorgfältig geprüft und
überwacht. Sie beinhalten primär
Rationalisierungs- und Erweiterungsinvestitionen.
Wesentliche Engagements bei Derivaten bestehen nicht.
Unmittelbare Wechselkursrisiken sind zum Bilanzstichtag
nicht erkennbar.
Bankverbindlichkeiten sind in der Höhe von 9,3
Mio. EUR vorhanden. Es besteht weiterer Spielraum bei den
Kreditlinien der Hausbanken sowie innerhalb der
JOPP-Gruppe, so dass eine Finanzierung zusätzlicher
Projekte möglich ist. Es besteht gegenüber
Kreditinstituten teilweise eine Mithaft für
Verbindlichkeiten von Schwesterunternehmen.
Geschäftsrisiken bestehen primär durch den
Druck der Kunden auf die Preise und
Materialpreiserhöhungen auf den
Beschaffungsmärkten. Diese gehen jedoch nicht
über das Branchenrisiko hinaus. Zur Sicherstellung der
Kostendeckung von Produkten wird ein einheitliches
Controlling-System der Jopp-Gruppe eingesetzt. Das interne
monatliche Berichtswesen umfasst eine Vielzahl von
Kennzahlen aus allen Bereichen der Firma.
Debitorenrisiken bestehen dann, wenn Kunden aufgrund
von Insolvenz in der Zahlungsfähigkeit
beeinträchtigt sind. Dieses Risiko decken wir auch
durch eine Warenkreditversicherung ab.
Beschaffungsrisiken bestehen bei einem Ausfall von
Lieferanten aufgrund einer wirtschaftlichen Schieflage
derselben. Gefährdete Lieferanten werden deshalb aktiv
beobachtet. Zweilieferanten-Strategien werden eingesetzt,
wenn Wirtschaftlichkeit und Produktivität dies
gestatten.
Grundsätzlich vorhandene Risiken durch die
Lieferung sicherheitsrelevanter Bauteile werden relativiert
durch ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem
nach IATF 16949, durch interne und externe Schulungen der
Mitarbeiter und Führungskräfte sowie durch unser
Werkstoff- und Versuchslabor, in dem Bauteile unter
Extrembedingungen geprüft werden. Entsprechende
Versicherungen für Produkthaftpflichtschäden
bestehen und mindern dieses Risiko.
Ökologische Risiken werden analog hierzu durch
eine Zertifizierung nach dem Umweltstandard ISO 14001 und
ISO 50001 erkannt und behandelt.
Zur Absicherung rechtlicher Risiken setzen wir ein
System aus intensiver Vertragsprüfung,
Vertragsmanagement sowie Dokumentation und Archivierung
ein.
Die Jopp-Gruppe ist an den Hauptstandorten
zertifiziert nach der Norm für Datensicherheit TISAX.
Unsere internen Prüfungen und Analysen
gewährleisten, dass Sicherheitsregeln eingehalten
werden.
Die derzeit bestehenden Risiken üben unserer
Einschätzung nach keinen wesentlichen Einfluss auf die
künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus.
Eine ausreichende Vorsorge wurde getroffen.
4. Prognosebericht
Wir blicken positiv auf unsere Entwicklung in 2024,
insbesondere gehen wir davon aus, dass sich die
Produktionsstückzahlen normalisieren. Wir haben
interessante Neuaufträge, bei denen wir deutliche
Vorteile gegenüber dem Wettbewerb für uns sehen,
auch in Kombination mit unserem Schwesterwerk in
Tschechien. Wir sind weitgehend unabhängig vom
Pkw-Antriebsstrang.
Für das Jahr 2024 plant die Gesellschaft, trotz
eines geringeren Planumsatzes von ca. 10%, mit einem
positiven Ergebnis und Cashflow. Die bereits im Lagebericht
genannten Kostensenkungsmaßnahmen zeigen die ersten
Ergebnisse. Die Erreichung unser Planung ist dennoch
abhängig von konjunkturellen Einflüssen, die wir
nicht beeinflussen können.
Wir rechnen nach entsprechenden Branchenstudien
damit, dass es Umbrüche in der Automobilindustrie und
der Industrie generell geben wird. Hiervon sind die
Produkte in der Jopp Automotive GmbH aber vermutlich kaum
betroffen, da nur wenige Produkte im Antriebsstrang verbaut
werden.
Darüber hinaus gibt es einen Trend zur
Zurückverlagerung von Produktion nach Europa, wovon
wir profitieren könnten.
5. Fortführung der Geschäftstätigkeit
Das Eigenkapital der Gesellschaft war aufgrund der
Verluste negativ. Die Muttergesellschaft der Jopp
Automotive GmbH, die JOPP Holding GmbH, tritt weiterhin
für Darlehen in Höhe von 4 Mio. EUR im Rang
zurück.
Es sind aus unserer Sicht keine
bestandsgefährdenden Risiken erkennbar, die den
Fortbestand des Unternehmens gefährden oder die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig negativ
beeinträchtigen könnten.
6. Forschung und Entwicklung
Unsere Produktentwicklung haben wir in der Jopp
Holding GmbH, unserer Muttergesellschaft gebündelt.
Die Jopp Automotive GmbH entwickelt Prozesse nach
Spezifikation des Kunden und konzipiert entsprechende
Betriebsmittel und Werkzeuge. Hierfür werden
entsprechende Fachkräfte vorgehalten und
weiterentwickelt.
Bad Neustadt, den 11. Juni
2024
Martin
Büchs
Geschäftsführer
Joachim
Schmutz
Geschäftsführer
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
8.449.574,56 |
11.696.888,14 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
141.604,50 |
463.883,50 |
| 1.
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
141.604,50 |
463.883,50 |
| 2.
Geschäfts- oder Firmenwert |
0,00 |
0,00 |
| II.
Sachanlagen |
8.307.970,06 |
11.233.004,64 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
9.550,00 |
11.314,00 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
6.357.752,00 |
8.028.948,00 |
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
1.741.601,85 |
2.082.281,85 |
| 4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
199.066,21 |
1.110.460,79 |
| B.
Umlaufvermögen |
22.910.820,06 |
21.205.001,58 |
| I.
Vorräte |
8.402.912,24 |
10.307.082,05 |
| 1.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
3.598.752,09 |
3.820.482,46 |
| 2.
unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen |
4.178.661,64 |
3.969.052,44 |
| 3.
fertige Erzeugnisse und Waren |
2.030.420,31 |
2.517.547,15 |
| 4.
geleistete Anzahlungen |
110.250,00 |
0,00 |
| 5.
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen
abgesetzt |
1.515.171,80 |
0,00 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
14.504.318,75 |
10.893.354,00 |
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
2.341.110,46 |
2.357.127,49 |
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
10.627.792,43 |
7.925.481,43 |
| 3.
sonstige Vermögensgegenstände |
1.535.415,86 |
610.745,08 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
3.589,07 |
4.565,53 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
14.684,46 |
179.230,57 |
| D.
Aktive latente Steuern |
1.989.458,37 |
2.680.000,00 |
| E.
nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag |
1.580.958,94 |
0,00 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
34.945.496,39 |
35.761.120,29 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
0,00 |
680.785,01 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
1.000.000,00 |
1.000.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
6.836.442,30 |
6.836.442,30 |
| III.
Verlustvortrag |
7.155.657,29 |
7.790.958,05 |
| IV.
Jahresfehlbetrag |
2.261.743,95 |
-635.300,76 |
| V.
nicht gedeckter Fehlbetrag |
1.580.958,94 |
0,00 |
| B.
Rückstellungen |
10.031.858,57 |
10.667.641,15 |
| 1.
Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen |
8.031.469,42 |
8.262.772,78 |
| 2.
sonstige Rückstellungen |
2.000.389,15 |
2.404.868,37 |
| C.
Verbindlichkeiten |
24.909.935,82 |
24.406.987,23 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
9.257.744,66 |
9.205.094,06 |
| 2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
4.145.720,38 |
3.800.024,42 |
| 3.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
9.049.530,90 |
9.218.160,50 |
| 4.
sonstige Verbindlichkeiten |
2.456.939,88 |
2.183.708,25 |
| D.
Passive latente Steuern |
3.702,00 |
5.706,90 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
34.945.496,39 |
35.761.120,29 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
58.100.022,11 |
61.879.496,31 |
| 2.
Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an
fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
-178.806,10 |
1.040.074,17 |
| 3.
andere aktivierte Eigenleistungen |
89.980,24 |
403.279,79 |
| 4.
sonstige betriebliche Erträge |
455.044,14 |
625.878,29 |
| 5.
Materialaufwand |
29.122.340,62 |
28.445.492,33 |
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
23.032.750,26 |
25.581.492,75 |
| b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
6.089.590,36 |
2.863.999,58 |
| 6.
Personalaufwand |
17.999.247,97 |
18.055.776,88 |
| a)
Löhne und Gehälter |
14.616.173,89 |
14.585.557,52 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
3.383.074,08 |
3.470.219,36 |
| 7.
Abschreibungen |
3.517.847,59 |
3.707.967,78 |
| a)
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
3.517.847,59 |
3.707.967,78 |
| 8.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
8.449.449,52 |
12.375.815,31 |
| 9.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
145.021,63 |
78.176,07 |
| 10.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
1.068.859,54 |
761.856,93 |
| 11.
Steuern vom Einkommen und Ertrag |
688.536,73 |
48.031,42 |
| 12.
Ergebnis nach Steuern |
-2.235.019,95 |
631.963,98 |
| 13.
sonstige Steuern |
26.724,00 |
-3.336,78 |
| Jahresfehlbetrag |
2.261.743,95 |
-635.300,76 |
Anhang
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der
§§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der
ergänzenden Bestimmungen für große
Kapitalgesellschaften sowie des GmbHG aufgestellt.
Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn-
und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden
können, sind erstmalig insgesamt im Anhang
aufgeführt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem
Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut
Registergericht
Firmenname laut Registergericht: JOPP Automotive GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Bad Neustadt a. d.
Saale
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Schweinfurt
Register-Nr.: HRB 4412
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu
Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung
unterlagen, um planmäßige Abschreibungen
vermindert.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs-
bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
In die Herstellungskosten wurden neben den
unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige
Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste
Abschreibungen einbezogen.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach
der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear vorgenommen.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurden zu
gleitenden Durchschnittspreisen auf Basis der
Einkaufspreise bewertet.
Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden zu
Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten
wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten die
notwendigen Gemeinkosten, die durch die Fertigung
veranlassten Abschreibungen einbezogen. Abwertungen wegen
mangelnder Verwertbarkeit wurden mit einem Abschlag
vorgenommen, der auf der Grundlage der
Umschlagshäufigkeit ermittelt wurde.
Bei der Bewertung der unfertigen und fertigen
Erzeugnisse wurden die Grundsätze der verlustfreien
Bewertung beachtet.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände wurden unter
Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.
Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen wurde durch eine
Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für
eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Latente Steuern wurden gem. § 274 Abs. 1 S. 2
HGB angesetzt, sofern sich insgesamt eine zukünftige
Steuerdifferenz ergibt. Bei der Ermittlung latenter
Steuerentlastungen wurden bestehende steuerliche
Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der
nächsten fünf Jahre zu erwartenden
Verlustverrechnung berücksichtigt.
Für ungewisse Verbindlichkeiten aus
Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen
gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. §
253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Bewertung
der Pensionsverpflichtungen erfolgte unter Anwendung der
Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck nach der projected
unit credit (puc) Methode. Der zu Grunde gelegte
Rechnungszins für die Abzinsung der
Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum
Bewertungsstichtag 31. Dezember 2023 auf 1,82 % bzw. 1,83
%, der Rententrend auf 1,00 % und die Fluktuation auf 0,00
%.
Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe
des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages gem. § 253 Abs. 1
HGB passiviert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit
von mehr als einem Jahr sind entsprechend ihrer
Restlaufzeit mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der
vergangenen sieben Jahren abgezinst worden.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Beträge, die auf fremde Währungen lauten,
wurden zum Stichtagskurs unter Beachtung des
Niederstwertprinzips in der Bilanz angesetzt. In der
Gewinn- und Verlustrechnung wurden auf fremde Währung
lautende Beträge zu Durchschnittskursen angesetzt.
Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden
Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen
übernommen werden.
Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht
statt.
Angaben zur Bilanz
Anlagespiegel für die einzelnen Posten des
Anlagevermögens
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im
nachstehenden Anlagenspiegel dargestellt:
|
|
|
|
|
|
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
|
|
01.01.2023
|
|
|
|
31.12.2023
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
2.183.916,51
|
153.023,55
|
716.943,16
|
0,00
|
1.619.996,90
|
Geschäfts- oder
Firmenwert
|
50.000,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
50.000,00
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
2.233.916,51
|
153.023,55
|
716.943,16
|
0,00
|
1.669.996,90
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
17.634,60
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
17.634,60
|
technische Anlagen und
Maschinen
|
32.447.347,42
|
208.254,57
|
1.197.832,19
|
1.080.562,79
|
32.538.332,59
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
14.057.347,10
|
319.131,68
|
88.951,85
|
0,00
|
14.287.526,93
|
geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
1.110.460,79
|
202.388,21
|
33.220,00
|
-1.080.562,79
|
199.066,21
|
Summe Sachanlagen
|
47.632.789,91
|
729.774,46
|
1.320.004,04
|
0,00
|
47.042.560,33
|
Summe
Anlagevermögen
|
49.866.706,42
|
882.798,01
|
2.036.947,20
|
0,00
|
48.712.557,23
|
|
kumulierte
Abschreibungen
|
Abschreibungen
Geschäftsjahr
|
Abgänge
|
kumulierte
Abschreibungen
|
|
01.01.2023
|
|
|
31.12.2023
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
1.720.033,01
|
80.984,55
|
322.625,16
|
1.478.392,40
|
Geschäfts- oder
Firmenwert
|
50.000,00
|
0,00
|
0,00
|
50.000,00
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
1.770.033,01
|
80.984,55
|
322.625,16
|
1.528.392,40
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
6.320,60
|
1.764,00
|
0,00
|
8.084,60
|
technische Anlagen und
Maschinen
|
24.418.399,42
|
2.778.747,36
|
1.016.566,19
|
26.180.580,59
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
11.975.065,25
|
656.351,68
|
85.491,85
|
12.545.925,08
|
geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
36.399.785,27
|
3.436.863,04
|
1.102.058,04
|
38.734.590,27
|
Summe
Anlagevermögen
|
38.169.818,28
|
3.517.847,59
|
1.424.683,20
|
40.262.982,67
|
|
Buchwert
|
Buchwert
|
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
|
Euro
|
Euro
|
Anlagevermögen
|
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
141.604,50
|
463.883,50
|
Geschäfts- oder
Firmenwert
|
0,00
|
0,00
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
141.604,50
|
463.883,50
|
Sachanlagen
|
|
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
9.550,00
|
11.314,00
|
technische Anlagen und
Maschinen
|
6.357.752,00
|
8.028.948,00
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
1.741.601,85
|
2.082.281,85
|
geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
199.066,21
|
1.110.460,79
|
Summe Sachanlagen
|
8.307.970,06
|
11.233.004,64
|
Summe
Anlagevermögen
|
8.449.574,56
|
11.696.888,14
|
Angabe zu erhaltenen Anzahlungen
Von den erhaltenen Anzahlungen entfallen 1.487,9
TEuro (Vorjahr: 0,0 TEuro) auf erhaltene Anzahlungen auf
Bestellungen von verbundenen Unternehmen.
Angaben zu Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenständen
Die im Vorjahr unter dem Bilanzposten - Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen - ausgewiesenen Forderungen
gegen die Factoring-Gesellschaft werden zum 31. Dezember
2023 im Bilanzposten - sonstige
Vermögensgegenstände - in Höhe von 1.181,2
TEuro (Vorjahr: 673,9 TEuro) ausgewiesen. Der Vorjahreswert
wurde nicht angepasst.
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von
2.202,6 TEuro (Vorjahr: 2.735,5 TEuro) enthalten.
Angaben zu Forderungen gegenüber
Gesellschaftern
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind
Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 8.444,6
TEuro (Vorjahr: 5.364,0 TEuro) enthalten. Darin enthalten
sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in
Höhe von 19,4 TEuro (Vorjahr: 174,0 TEuro).
Ausschüttungssperre nach §268 Abs. 8 HGB
Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der
Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 1.985,8
TEuro.
Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie
folgt:
Gesamtbetrag gemäß
Ausschüttungssperre
|
TEuro
|
Aktivierung latenter
Steuern (übersteigender Betrag)
|
1.985,8
|
Pensionsrückstellungen
Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde
das Anwartschaftsbarwert- und das
Anwartschaftsdeckungsverfahren angewendet.
Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen
getroffen:
Zinssatz
|
1,82 % / 1,83
|
%
|
erwartete Lohn- und
Gehaltssteigerungen
|
0,00
|
%
|
zugrunde gelegte
Sterbetafel
|
Richttafeln 2018 G
|
|
Die Gesellschaft nimmt das Wahlrecht gemäß
Art. 67 Abs. 1 EGHGB in Anspruch und verteilt den
Zuführungsbetrag zu der Pensionsrückstellung aus
der Änderung der Bewertung nach dem
Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) über
maximal 15 Jahre. Gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB
beträgt der noch zuzuführende Betrag 40,3 TEuro.
Bei den Rückstellungen für
Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem
Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den
vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach
dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen
sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im
laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 129,8 TEuro.
In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre.
Verrechnung von Vermögensgegenständen und
Schulden
Im Rahmen des Bilanzausweises werden
Pensionsrückstellungen mit
Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller
Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d.
§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) und ausschließlich der
Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen,
verrechnet.
Für die Saldierung von Schulden aus
Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen
Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Verrechnung von Vermögensgegenständen
und Schulden
|
TEuro
|
Erfüllungsbetrag
der Schulden
|
8.139,5
|
Anschaffungskosten der
verrechneten Vermögenswerte
|
108,0
|
Zeitwert der
verrechneten Vermögenswerte
|
108,0
|
verrechnete Aufwendungen
|
152,1
|
verrechnete Erträge
|
5,1
|
Als beizulegender Zeitwert der verrechneten
Vermögenswerte wurde das Deckungskapital angesetzt,
welches dem steuerlichen Aktivwert entspricht.
Angaben und Erläuterungen zu
Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betragen 2.000,4
TEuro.
Davon entfallen auf:
|
|
TEuro
|
Rückstellung
für Urlaubsansprüche
|
|
685,4
|
Rückstellung
für Gewährleistungen
|
|
551,0
|
Rückstellung
für Prüfungskosten
|
|
35,0
|
Rückstellung
für Berufsgenossenschaft
|
|
34,2
|
Rückstellung
für Sozialversicherung
|
|
30,8
|
Rückstellung
für Lohn und Gehalt
|
|
280,0
|
Rückstellung
für ausstehende Rechnungen
|
|
373,9
|
Rückstellung
für Zinsen
|
|
3,1
|
Rückstellung
für Entsorgung
|
|
7,0
|
Angabe zu Verbindlichkeiten
Art der Verbindlichkeit
|
Gesamtbetrag
|
davon mit einer Restlaufzeit
|
zum 31.12.2023
|
|
kleiner 1 J.
|
1 bis 5 J.
|
größer 5 J.
|
|
TEuro
|
TEuro
|
TEuro
|
TEuro
|
gegenüber
Kreditinstituten
|
9.257,8
|
6.446,6
|
2.811,2
|
0,0
|
aus Lieferungen und
Leistungen
|
4.145,7
|
4.145,7
|
0,0
|
0,0
|
gegenüber
verbundenen Unternehmen
|
9.049,6
|
2.249,6
|
6.800,0
|
0,0
|
sonstige
Verbindlichkeiten
|
2.456,9
|
2.337,8
|
119,1
|
0,0
|
(davon aus Steuern
|
119,2)
|
|
|
|
(davon aus VGB Leistung
|
0,1)
|
|
|
|
|
Summe
|
24.910,0
|
15.179,7
|
9.730,3
|
0,0
|
Art der Verbindlichkeit
|
Gesamtbetrag
|
davon mit einer Restlaufzeit
|
zum 31.12.2022
|
|
kleiner 1 J.
|
1 bis 5 J.
|
größer 5 J.
|
|
TEuro
|
TEuro
|
TEuro
|
TEuro
|
gegenüber
Kreditinstituten
|
9.205,1
|
6.099,7
|
2.816,3
|
289,1
|
aus Lieferungen und
Leistungen
|
3.800,0
|
3.800,0
|
0,0
|
0,0
|
gegenüber
verbundenen Unternehmen
|
9.218,2
|
2.418,2
|
6.800,0
|
0,0
|
sonstige
Verbindlichkeiten
|
2.183,7
|
1.884,9
|
298,80
|
0,0
|
(davon aus Steuern
|
124,3)
|
|
|
|
(davon aus VGB Leistung
|
0,0)
|
|
|
|
|
Summe
|
24.407,0
|
14.202,8
|
9.915,1
|
289,1
|
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten
mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt
0,0 TEuro (Vorjahr: 289,1 TEuro). Dies betrifft
ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
sind in Höhe von 3.767,6 TEuro durch
Sicherungsübereignungen besichert.
Für die Lieferantenverbindlichkeiten gelten die
Eigentumsvorbehalte der Lieferanten.
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen in Höhe von 9.049,6 TEuro (Vorjahr:
9.218,2 TEuro) sind Verbindlichkeiten in Höhe von
2.249,6 TEuro (Vorjahr: 2.418,2 TEuro) aus Lieferungen und
Leistungen enthalten.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in
Höhe von 296,1 TEuro (Vorjahr: 0,0 TEuro) enthalten.
Dies betrifft ausschließlich Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen.
Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern in Höhe von 8.012,8 TEuro (Vorjahr:
7.737,0 TEuro) enthalten. Darin enthalten sind
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in
Höhe von 1.212,8 TEuro (Vorjahr: 937,0 TEuro). Von den
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind
4.000,0 TEuro mit einem Rangrücktritt versehen.
Latente Steuern
Temporäre Differenzen zwischen
handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bei
Vermögensgegenständen und Schulden bestehen wie
folgt:
- Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen: 4.242,7 TEuro (aktiv)
- Sonstige Rückstellungen: 5,5 TEuro (aktiv)
- Sachanlagevermögen: 12,3 TEuro (passiv)
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem
Steuersatz in Höhe von 30%.
Auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von
1.800,0 TEuro (körperschaftsteuerlich) und 3.050,0
TEuro (gewerbesteuerlich) wurden aktive latente Steuern
gebildet, weil eine Verlustverrechnung innerhalb der
nächsten fünf Jahre erwartet wird.
Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern
für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird
entsprechend § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB ausgeübt.
Die Veränderung der latenten Steuern im
abgelaufenen Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:
Veränderungen der latenten Steuern im
Geschäftsjahr 2023
|
|
Stand zu Beginn
|
Zugang
|
Verbrauch / Abgang
|
Stand am Ende
|
Aktive latente Steuern
|
2.680,0 TEuro
|
0,0 TEuro
|
690,5 TEuro
|
1.989,5 TEuro
|
Passive latente Steuern
|
5,7 TEuro
|
0,0 TEuro
|
2,0 TEuro
|
3,7 TEuro
|
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten
Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB
Neben den in der Bilanz aufgeführten
Verbindlichkeiten sind die folgenden
Haftungsverhältnisse zu vermerken:
Haftungsverhältnisse nach § 251
HGB
|
Betrag
|
|
TEuro
|
Begebung und
Übertragung von Wechseln, Bürgschaften,
Wechsel- und Scheckbürgschaften
|
1.908,3
|
davon
gegenüber verbundenen Unternehmen
|
1.908,3
|
davon
gegenüber Gesellschaftern
|
1.908,3
|
Gewährleistungsverträge
|
10.058,8
|
davon
gegenüber verbundenen Unternehmen
|
10.058,8
|
davon
gegenüber Gesellschaftern
|
1.572,1
|
Summe
|
11.967,1
|
Mit einer Inanspruchnahme aus den
Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen.
Als Gründe hierfür sind zu nennen:
Mit einer Inanspruchnahme aus den
Haftungsverhältnissen aus Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten ist wegen geordneter
wirtschaftlicher Verhältnisse der Verbundunternehmen
nicht zu rechnen.
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten
sonstigen finanziellen Verpflichtungen
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen
Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 6.009,3 TEuro
sonstige finanzielle Verpflichtungen.
Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen
folgende Sachverhalte:
Es handelt sich hierbei um zukünftige Miet- bzw.
Leasingraten für bewegliche und unbewegliche
Wirtschaftsgüter.
Im Gesamtbetrag der nicht bilanzierten sonstigen
finanziellen Verpflichtungen sind folgende Angaben
betreffend verbundener Unternehmen aufzuführen:
Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen neben
den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten
Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von
5.060,1 TEuro.
Außerbilanzielle Geschäfte
Seit 2022 nehmen wir am Factoring unserer Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen teil.
Das Factoring stärkt unsere Liquidität. Die
zugeflossenen Mittel verwenden wir zur Schuldentilgung, was
aufgrund der Bilanzverkürzung wiederum unsere
Eigenkapitalquote verbessert. Zum Abschlussstichtag
beträgt der Liquiditätsvorteil ca. 4.081,5 TEuro.
Das Bonitätsrisiko liegt beim Factor.
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse in Höhe von 58.100,0 TEuro
verteilen sich nach Tätigkeitsbereichen sowie nach
geographisch bestimmten Märkten wie folgt
(Zahlenangaben in TEuro):
|
Produktion
|
Dienstleistung
|
Umsatzerlöse
gesamt
|
Deutschland
|
37.107,4
|
1.349,5
|
38.456,9
|
EU
|
4.360,9
|
295,7
|
4.656,6
|
Ausland
|
12.136,8
|
2.849,7
|
14.986,5
|
Gesamt
|
53.605,1
|
4.494,9
|
58.100,0
|
Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind
Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von
0,3 TEuro (Vorjahr: 1,5 TEuro) enthalten.
Personalaufwand
In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung sind
Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von
-267,8 TEuro (Vorjahr: 98,1 TEuro) enthalten.
Die im Vorjahr unter dem GuV-Posten - sonstige
betriebliche Aufwendungen - ausgewiesenen Aufwendungen
für die Betriebsveranstaltungen werden zum 31.
Dezember 2023 im GuV-Posten - Personalaufwendungen -
ausgewiesen. Der Vorjahreswert wurde entsprechend
angepasst.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind
Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von
0,4 TEuro (Vorjahr: 0,6 TEuro) enthalten.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
In den sonstigen Zinsen und ähnlichen
Erträgen sind Zinsen aus der Abzinsung von
Rückstellungen in Höhe von 0,7 TEuro (Vorjahr:
0,0 TEuro) und Zinserträge aus verbundenen Unternehmen
in Höhe von 144,3 TEuro (Vorjahr: 56,1 TEuro)
enthalten.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind
Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellungen in
Höhe von 152,8 TEuro (Vorjahr: 161,3 TEuro) und Zinsen
an verbundene Unternehmen in Höhe von 173,3 TEuro
(Vorjahr: 195,1 TEuro) enthalten. Der Zinsanteil der
Altersversorgungsverpflichtungen beläuft sich auf
152,8 TEuro (Vorjahr: 160,7 TEuro).
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind
Erträge aus der Veränderung der latenten Steuern
in Höhe von 2,0 TEuro (Vorjahr: 23,9 TEuro) und
Aufwendungen aus der Veränderung der latenten Steuern
in Höhe von 690,5 TEuro (Vorjahr: 71,9 TEuro)
enthalten.
Sonstige Angaben
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren
während des Geschäftsjahres im Unternehmen
beschäftigt:
Arbeitnehmergruppen
|
|
Zahl
|
Arbeiter
|
|
288
|
Angestellte
|
|
65
|
Die Gesamtzahl der
durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer
beträgt damit
|
|
353
|
Prüfungshonorar
Das Honorar des Wirtschaftsprüfers beträgt
rund 25 TEUR.
Namen der Geschäftsführer
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs
wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende
Personen geführt:
Geschäftsführer:
|
Herr Martin Büchs
|
|
|
|
Herr Joachim Schmutz
|
|
|
Gebildete Rückstellungen für frühere
Geschäftsführer
Die Pensionsverpflichtungen gegenüber
früheren Geschäftsführern und deren
Hinterbliebenen sind voll durch Rückstellungen
abgebildet. Die Rückstellungen betragen 557,1 TEuro.
Konzernzugehörigkeit
Die JOPP Automotive GmbH wurde in den
Konzernabschluss der JOPP Holding GmbH, Bad Neustadt a. d.
Saale, einbezogen.
Die JOPP Holding GmbH stellt den Konzernabschluss
für den größten Konzernkreis auf.
Der offen gelegte Konzernabschluss ist im
Bundesanzeiger erhältlich.
Nachtragsbericht
Mit dem Betriebsrat wurden Personalmaßnahmen
vereinbart, durch die wir positive Auswirkungen auf die
Ergebnissituation in 2024 erwarten.
Auf die Ausführungen zur Fortführung der
Geschäftstätigkeit verweisen wir auf Abschnitt 5
im Lagebericht.
Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt in
Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende
Ergebnisverwendung vor:
Der Jahresfehlbetrag beträgt 2.261,7 TEuro. Er
wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Bad Neustadt, den 11. Juni
2024
Martin
Büchs
Geschäftsführer
Joachim
Schmutz
Geschäftsführer
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 28.06.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN
ABSCHLUSSPRÜFERS
An die JOPP Automotive GmbH
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der JOPP Automotive
GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und
der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der JOPP
Automotive GmbH für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.
Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023
und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3
Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung
zu keinen Einwendungen gegen die
Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des
Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung
der gesetzlichen Vertreter
für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-, und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
· gewinnen wir ein Verständnis von
dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der
von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und
Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die
zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und
Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage der Gesellschaft.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere
die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Konstanz, 28. Juni 2024
PKS
l KARRER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Christian
Pascu
Wirtschaftsprüfer
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