Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 725053
Eingetragen
9.6.2016
Branche
Herstellung von pharmazeutischen GrundstoffenHerstellung von Kautschuk, Kautschukmischungen und Halbzeug darausHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen berichtigt in: Die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von containerisierten chemischen Anlagen sowie chemischer Gesamtprozesse, u.a. auf Basis mikroverfahrenstechnischer Ansätze, und schlüsselfertige Lösungen für anspruchsvolle chemische Reaktionen. Hierzu zählen unter anderem, aber nicht ausschließlich, die Erzeugung von gasförmigen, flüssigen und festen Kohlenwasserstoffen, z.B. aliphatische Kohlenwasserstoffe sowie deren Derivaten, als Basismaterial für Kraftstoffe und die chemische, kosmetische und pharmazeutische Industrie

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Tim Dr. Böltken
seit 9.6.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (5)

Ungelöste Beteiligungen (18)

NameAnteil
INERATEC GmbHEigenbeteiligung
1.78%

Gesellschafter
Beta

5 von 23 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
PIV Fund II, L.P.
CYM
19.15%
P**** P**********
8.00%
T** B******
8.00%
Honda Motor Co., Ltd.
Japan
6.77%
P**** P******
6.77%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

INERATEC GmbH

Karlsruhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen 21.797.054,82 9.675.506,76
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 18.474,00 9.356,00
II. Sachanlagen 21.667.949,10 9.568.019,04
1. technische Anlagen und Maschinen 1.466.531,00 1.249.293,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 189.436,00 180.300,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.011.982,10 8.138.426,04
III. Finanzanlagen 110.631,72 98.131,72
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.500,00
2. Beteiligungen 98.131,72 98.131,72
B. Umlaufvermögen 51.056.580,62 10.197.575,87
I. Vorräte 770.328,75 1.997.268,68
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 766.729,37 1.060.822,05
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 49.519.522,50 7.139.485,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 146.565,67 334.502,24
Summe Aktiva 73.000.201,11 20.207.584,87

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital 59.079.445,46 10.253.261,71
I. Gezeichnetes Kapital 59.419,00 37.421,00
II. Sonderposten zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlagen zum gezeichneten Kapital 8.093,00 0,00
III. Kapitalrücklage 74.038.830,33 20.598.815,23
IV. Sonderposten zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlagen zur Kapitalrücklage 4.714.585,01 0,00
V. Verlustvortrag 10.382.974,52 1.763.325,79
VI. Jahresfehlbetrag 9.358.507,36 8.619.648,73
B. Rückstellungen 5.550.315,87 1.304.400,00
C. Verbindlichkeiten 6.929.139,59 8.571.538,67
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.056.162,96 3.783.662,96
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 727.500,00 727.500,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.328.662,96 3.056.162,96
2. sonstige Verbindlichkeiten 3.872.976,63 4.787.875,71
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.872.976,63 4.787.875,71
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.441.300,19 78.384,49
Summe Passiva 73.000.201,11 20.207.584,87

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023 1.1.2022 - 31.12.2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 5.932.431,50 3.610.241,76
2. Personalaufwand 7.549.779,59 5.361.881,24
a) Löhne und Gehälter 6.216.020,20 4.463.701,57
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.333.759,39 898.179,67
davon für Altersversorgung 12.766,78 6.241,92
3. Abschreibungen 626.997,40 2.738.427,96
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 626.997,40 538.427,96
davon außerplanmäßige Abschreibungen 94.307,60 41.712,00
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 2.200.000,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.083.893,52 4.086.946,90
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.077,02
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 149.394,89
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 140.352,27 42.231,39
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 38.907,97
8. Ergebnis nach Steuern -9.358.104,36 -8.619.245,73
9. sonstige Steuern 403,00 403,00
10. Jahresfehlbetrag 9.358.507,36 8.619.648,73

ANHANG zum 31. Dezember 2023

A. Allgemeine Angaben

Die INERATEC GmbH mit Sitz in Karlsruhe ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 725053 eingetragen.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt gemäß Handelsgesetzbuch, sowie den ergänzenden Bestimmungen des GmbHG.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz gewählt.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB auf.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten bilanziert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend ihrer Nutzungsdauern angesetzt. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend ihrer Nutzungsdauern angesetzt. Die Herstellungskosten der Sachanlagen werden in Höhe der handelsrechtlichen Untergrenze bemessen (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst). Einbeziehungswahlrechte werden nicht ausgeübt. Auch Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von 800,00 Euro wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen, bilanziert.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Herstellungskosten werden hierbei in Höhe der handelsrechtlichen Untergrenze bemessen (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die Sonderkosten der Fertigung und der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Risiken oder niedrigere beizulegende Werte werden in Form von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und sind mit einem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrag passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Die erstmalige Erfassung erfolgt nach der Nettomethode, wonach der Barwert als Rückstellung erfasst wird.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Beträgt die Restlaufzeit mehr als ein Jahr, wurden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt, eventuelle Kursgewinne jedoch nicht.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2023 entsprechend dem beigefügten Anlagenspiegel entwickelt, der Bestandteil des Anhangs ist.

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchung Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 62.620,81 17.975,00 32.728,51 0,00 47.867,30
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.279.832,49 137.068,75 0,00 511.369,11 2.928.270,35
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 332.540,25 104.042,94 96.170,42 0,00 340.412,77
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.180.138,04 12.488.763,37 145.550,20 -511.369,11 20.011.982,10
10.792.510,78 12.729.875,06 241.720,62 0,00 23.280.665,22
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 12.500,00 0,00 0,00 12.500,00
2. Beteiligungen 98.131,72 0,00 0,00 0,00 98.131,72
98.131,72 12.500,00 0,00 0,00 110.631,72
10.953.263,31 12.760.350,06 274.449,13 0,00 23.439.164,24
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 53.264,81 8.845,00 32.716,51 29.393,30
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.030.539,49 431.199,86 0,00 1.461.739,35
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 152.240,25 92.644,94 93.908,42 150.976,77
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 41.712,00 94.307,60 136.019,60 0,00
1.224.491,74 618.152,40 229.928,02 1.612.716,12
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.277.756,55 626.997,40 262.644,53 1.642.109,42
RESTBUCHWERTE
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.474,00 9.356,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.466.531,00 1.249.293,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 189.436,00 180.300,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.011.982,10 8.138.426,04
21.667.949,10 9.568.019,04
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.500,00 0,00
2. Beteiligungen 98.131,72 98.131,72
110.631,72 98.131,72
21.797.054,82 9.675.506,76

Angaben zu Finanzanlagen

Beteiligung % 31.12.2023 2023 Ergebnis
Eigenkapital TEUR TEUR
INERATEC Schweiz AG, Aarau, Schweiz 100 74 -11

Im Jahr 2023 wurde die INERATEC Frankfurt GmbH & Co. KG, Karlsruhe sowie die INERATEC Projektverwaltung GmbH, Karlsruhe gegründet. Die Anteile werden zu 100% von der INERATEC GmbH gehalten.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 33.425,00 enthalten.

Eigenkapital

Die von den Gesellschaftern bis zum Bilanzstichtag bereits geleisteten, jedoch nicht in das Handelsregister eingetragenen Einlagen werden als "Sonderposten zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleisteten Einlagen zum gezeichneten Kapital" bzw. "Sonderposten zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleisteten Einlagen zur Kapitalrücklage" ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben € 303.250,04 eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Es bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. Kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die im Voraus bezahlten Forschungszuschüsse werden in einen passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingebucht. Die Auflösung erfolgt nicht linear über die Laufzeit des Projektes, sondern nach Umfang der bereits durchgeführten Leistung.

Die für die Forschungsprojekte entstehenden Aufwendungen müssen seitens der Firma INERATEC gegenüber den Forschungsinstituten nachgewiesen werden. Die Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens und die Verbuchung als Ertrag erfolgen entsprechend.

D. Erläuterungen zur Gewinn und Verlustrechnung

Abschreibungen auf Sachanlagevermögen

Aufgrund von voraussichtlich dauernder Wertminderung wurden im Geschäftsjahr 2023 außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 94 vorgenommen.

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.185 enthalten.

E. Sonstige Erläuterungen und Angabepflichten

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, außerbilanzielle Geschäfte

Es bestehen Verpflichtungen aus Mietverträgen für Immobilien in Höhe von TEUR 173, die gleichzeitig auch als außerbilanzielle Geschäfte anzusehen sind. Die Mietverträge wurden anstatt des Erwerbs zur Schonung der Liquidität der Gesellschaft abgeschlossen.

Das Risiko einer Inanspruchnahme außerhalb der vereinbarten Zahlungsraten wird als gering eingeschätzt, da im Rahmen der Finanzplanung die erforderlichen Mittel bereitgestellt werden.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgen - de Personen als Geschäftsführer geführt:

 

Herr Dr.-Ing. Tim Böltken

 

Herr Philipp Engelkamp, Dipl. Wi-Ing.

 

Herr Caspar Schuchmann, Betriebswirt

Die Gesellschaft wird jeweils von zwei Geschäftsführern oder durch einen Geschäftsführer und einen Prokuristen gemeinsam vertreten.

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Zahl der Arbeitnehmer

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 132 Mitarbeiter beschäftigt, hiervon 39 in Teilzeit.

Ereignisse nach der Berichtsperiode

Im Dezember 2023 wurden Beschlüsse zu Kapitalerhöhungen der Gesellschaft gefasst. Die Umsetzung dieser Beschlüsse, insbesondere die Handelsregistereintragungen und die zugehörigen Einzahlungen, fanden teilweise erst im Jahr 2024 statt. Die Eintragungen in das Handelsregister erfolgten am 2. Januar sowie 16. Februar 2024. Das gezeichnete Kapital wurde in Höhe von € 5.650,00 erhöht.

 

Karlsruhe, den 5. April 2024

Dr. Tim Böltken

Philipp Engelkamp

Caspar Schuchmann

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die INERATEC GmbH, eingetragen beim Amtsgericht Mannheim unter der HRB 725053, wurde im Jahr 2016 gegründet.

INERATEC ist ein Pionier auf dem Gebiet der Power-to-Liquid Anwendungen. Das Unternehmen bietet innovative Lösungen für den Ersatz von Rohöl-basierten Kraftstoffen und chemischen Produkten mit nachhaltigen Alternativen. Mit der Entwicklung und Skalierung dieser Lösungen leistet INERATEC einen signifikanten Beitrag zur Erreichung der Pariser Klimaziele.

INERATEC entwickelt, produziert und vertreibt modulare chemische Anlagen für Power-to-Liquid ("PtL") und Gas-to-Liquid ("GtL") Anwendungen. Darüber hinaus entwickelt, baut und betreibt INERA- TEC derartige Anlagen mit dem Ziel die jeweiligen Endprodukte, z. B. e-Fuels oder synthetische Wachse, zu verkaufen.

Das Power-to-Liquid Verfahren wandelt grünen Wasserstoff und CO 2 in klimaneutrale synthetische Kraftstoffe, sogenannte e-Fuels, und synthetische Wachse um. Das Gas-to-Liquid Verfahren wandelt Synthesegas in dieselben nachhaltigen synthetischen Endprodukte um.

Klimaneutrale e-Fuels als Ersatz für fossile Kraftstoffe, wie z.B. Kerosin oder Diesel, können als Energieträger im Transportsektor (Luftfahrt, Schifffahrt und Schwerlastverkehr) und im Mobilitätssektor überall dort eingesetzt werden, wo eine direkte Elektrifizierung nicht oder nur sehr schwierig erreichbar ist. Synthetische Wachse stellen einen wertvollen Grundstoff und Rohölersatz für die chemische Industrie dar.

Die von INERATEC entwickelten Anlagen werden selbst am Standort Karlsruhe gefertigt.

2. FuE-Bericht - Forschung und Entwicklung

INERATEC ist in zahlreichen nationalen und internationalen Forschungsinitiativen involviert und konzentriert sich dabei auf die Verbesserung, Weiterentwicklung und Anwendung seiner Technologien sowie der Erschließung weiterer Potentiale in der Wertschöpfungskette.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach den jüngsten Berechnungen von IWF und OECD hat sich das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2023 abgeschwächt 1. Dies ist vor allem auf eine schwache Industrieproduktion und die in den meisten Weltregionen stark gestiegenen Zinsen zurückzuführen. Die Inflation ist von sehr hohem Niveau nur langsam gesunken. In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt um 0,3% gegenüber dem Vorjahr gesunken 2.

1 Quelle: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2023/12/11-weltwirtschaft.html

Die Themen Energieunabhängigkeit und Energiewende stehen weiterhin im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit in Deutschland, Europa und der Welt.

Als Unternehmen der Energiewende hat das nationale und internationale Vorgehen der Staaten in Bezug auf die Erreichung der Klimaziele herausragende Bedeutung für INERATEC.

Ein wichtiger Meilenstein für die Energiewende in Deutschland war die Aktualisierung der Nationalen Wasserstoffstrategie im Juli 2023, welche eine Beschleunigung der Produktion und Nutzung von E-Fuels in der Luft- und Schifffahrt beinhaltet. Im Jahr 2023 verabschiedete die EU weitreichende Regularien für die Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff 3 , in denen auch die Herstellung von erneuerbaren Kraftstoffen nicht-biologischen Ursprungs (RFNBO) bzw. e-Fuels geregelt werden.

Eine zentrale Rolle für den Markthochlauf von e-Fuels in der EU spielt die Revision der Erneuerbare- Energien-Richtlinie (RED III), welche verbindliche Ziele für RFNBOs im Verkehrssektor vorschreibt. In der "ReFuelEU Aviation"-Verordnung wurden Quoten von 2% für nachhaltigen Flugkraftstoff ab 2025 festgelegt, die bis 2050 schrittweise auf 70 % erhöht werden sollen, sowie eine Unterquote für RFNBOs von 1,2% ab 2030 mit entsprechender Steigerung in den folgenden Jahren. Die "FuelEU Maritime"- Verordnung für den Seeverkehr enthält Treibhausgas-Einsparungsziele und indikative Ziele für RFNBOs in der Größenordnung von 1% bis 2031 und 2% bis 2034.

Gleichzeitig ergreift die US-Regierung signifikante Maßnahmen, um das schnelle Wachstum von Sustainable Aviation Fuel (SAF) zu unterstützen. Der Inflation Reduction Act bietet Anreize auf fast allen Stufen der SAF-Wertschöpfungskette.

Die regulatorischen und gesetzlichen Maßnahmen in Deutschland, der EU und den USA schaffen zunehmend bessere Rahmenbedingungen für Investitionen in die Entwicklung, Produktion und Nutzung von e-Fuels.

2. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 hat INERATEC unter anderem folgende bedeutende technische und wirtschaftliche Meilensteine erreicht:

2 Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html#:~:text=WIESBADEN%20%E2%80%93%20Das%20preisbereinigte%20Bruttoinlandsprodukt%20(BIP,der%20Wirtschaftsleistung%200%2C1%20%25.
3 Delegierter Rechtsakt (EU) 2023/1184 über die Methodologie für erneuerbare Kraftstoffe nicht-biologischen Ursprungs und Delegierter Rechtsakt (EU) 2023/1185 über einen Mindestschwellenwert für die Treibhausgaseinsparungen bei Kraftstoffen aus wiederverwertetem Kohlenstoff.

Im April 2023 hat INERATEC offiziell den Spatenstich für die erste großindustrielle Powerto-Liquid-Anlage (PtL) in Frankfurt begangen. Die Anlage soll im Regelbetrieb jährlich bis zu 2.500 Tonnen nachhaltiges e-Fuel produzieren und somit einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele leisten.

Um die Produktion von e-Fuels in Chile zu entwickeln und zu skalieren, hat INERATEC im April 2023 eine strategische Kooperationsvereinbarung mit Ferrostaal Chile, einem renommierten Ingenieur- und Bauunternehmen geschlossen und im Juli 2023 eine öffentlich-private Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) begonnen. Darüber hinaus hat die Nationale Erdölgesellschaft (ENAP) im Oktober 2023 eine Absichtserklärung zur Prüfung von synthetischen Kraftstoffen in ihren Raffinerien unterzeichnet.

Im September 2023 hat INERATEC eine Fischer-Tropsch-Anlage zur Verflüssigung des vom Kunden Synhelion hergestellten Synthesegases ausgeliefert. Mit dieser Anlage zur Herstellung von nachhaltigen Treibstoffen leistet INERATEC einen signifikanten Beitrag zur Zukunft einer nachhaltigen Mobilität zu Lande, zu Wasser und in der Luft.

Im November 2023 haben Ergebnisse von Untersuchungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Rahmen des Projekts "PowerFuel" bestätigt, dass drop-in fähiges synthetisches Kerosin in einer Power-to-Liquid-Anlage von INERATEC gemäß den Anforderungen der ASTM 7566 hergestellt und geblendet als JET A1-Fuel eingesetzt werden kann. Das stellt einen Meilenstein im Aufbau der Wertschöpfungskette von "Sustainable Aviation Fuel" (SAF) aus CO 2 und Wasserstoff in der Luftfahrt dar. Hergestellt wurde der Kraftstoff in Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Zum Ende des Jahres hat INERATEC erfolgreich eine Series B Finanzierungsrunde abgeschlossen. Die Wagniskapitalfinanzierung wurde angeführt von dem US-amerikanischen Investor Piva Capital mit zusätzlicher internationaler Beteiligung von HG Ventures, TDK Ventures, Copec WIND Ventures, RockCreek, Emerald und Samsung Ventures sowie der verstärkten Unterstützung bestehender Investoren, darunter Großunternehmen wie EN- GIE New Ventures, Safran Corporate Ventures und Honda. Damit wurde ein wertvoller Grundstein für das weitere Wachstum der INERATEC GmbH gelegt.

Für die operative finanzielle Leistungsmessung von INERATEC stellt die Gesamtleistung einen bedeutsamen Leistungsindikator dar. Die Gesamtleistung ergibt sich aus den Umsatzerlösen, den Erhöhungen des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie den anderen aktivierten Eigenleistungen. Im Geschäftsjahr 2023 ist die Gesamtleistung um 17 % auf T€ 7.601 (Vorjahr: T€ 6.499) gestiegen.

Das Geschäftsergebnis hat sich mit einem Jahresfehlbetrag von T€ 9.359 gegenüber dem Vorjahr (T€ 8.620) verschlechtert.

III. Ertrags-, Finanz und Vermögenslage

1. Ertragslage

Die Gesamtleistung des Unternehmens ist um 17 % auf T€ 7.601 (Vorjahr: T€ 6.499) gestiegen was im Wesentlichen auf zwei Großprojekte zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen hauptsächlich die Erträge aus erhaltenen Zuschüssen.

Der Personalaufwand erhöhte sich um T€ 2.188 auf T€ 7.550, bedingt durch die gestiegene Mitarbeiterzahl im Rahmen der Wachstumsstrategie von INERATEC.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind auf T€7.083 (Vorjahr: T€4.087) gestiegen, bedingt durch die Wachstumsstrategie von INERATEC und erhöhte Kosten im Zusammenhang mit der Finanzierung des Unternehmens.

2. Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Geschäftsjahr im Wesentlichen durch geleistete Einlagen der Gesellschafter sowie Bankdarlehen.

Der Finanzmittelfonds, bestehend aus flüssigen Mitteln in Höhe von T€ 49.520 hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 42.380 erhöht. Die Veränderung des Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus dem negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ -2.326, dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit i.H.v T€ -12.611 sowie dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von T€ 57.317.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrifft mit T€ 12.489 Anlagen im Bau, was hauptsächlich auf zwei Großprojekte zurückzuführen ist.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich von T€ 20.207 um T€ 52.793 auf T€ 73.000 erhöht.

Das Anlagevermögen ist dabei um T€ 12.122 auf T€ 21.797 angestiegen, was im Wesentlichen auf die Zugänge beim Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 12.730 zurückzuführen ist, vermindert um Abschreibungen in Höhe von T€ 618.

Das Umlaufvermögen ist um T€ 40.860 auf T€ 51.057 angestiegen, was im Wesentlichen auf die Erhöhung der Bankbestände um T€ 42.381 auf T€ 49.520 zurückzuführen ist, bedingt durch Einzahlungen der Gesellschafter im Rahmen der im Geschäftsjahr durchgeführten Kapitalerhöhungen. Dieser Anstieg wurde durch eine Verminderung des Vorratsvermögens um T€ 1.227 teilweise kompensiert. Ferner haben sich die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände um T€ 294 vermindert, was hauptsächlich auf niedrigere Umsatzsteuerforderungen zurückzuführen ist.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten um T€ 1.643 auf T€ 6.929 ist hauptsächlich auf den Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 628, eine Verringerung der Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten um T€ 728 sowie die Reduzierung der erhaltenen Anzahlungen um T€ 344 zurückzuführen.

Das Eigenkapital hat sich um T€ 48.827 auf T€ 59.080 erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 80,9 %.

Der Verschuldungsgrad beträgt 23,6%. Die Finanzverschuldung enthält lang- und kurzfristige Bankverbindlichkeiten. Unter Berücksichtigung der liquiden Mittel beträgt das Nettofinanzguthaben T€ 46.464.

4. Gesamtaussagen zur Vermögens- Finanz- und Ertragslage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als befriedigend ein.

Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch die Einzahlungen der Gesellschafter und Bankdarlehen gesichert. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind durch die liquiden Mittel und kurzfristigen Vermögenswerte gedeckt.

IV. Prognosebericht

INERATEC hat im Geschäftsjahr 2023 wie prognostiziert eine deutliche Steigerung der Gesamtleistung erbracht. Das Ergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir von einem schwächeren Ergebnis wie im abgelaufenen Geschäftsjahr aus. Hintergrund hierfür ist eine Steigerung der Aufwendungen im Zuge der Wachstumsstrategie von INERATEC. Gleichzeitig erwarten wir eine weitere deutliche Steigerung der Gesamtleistung.

Im Bereich Anlagenverkauf erwarten wir im Geschäftsjahr 2024 einen erhöhten Auftragseingang für die Realisierung von Anlagen sowie weitere Engineering-Aufträge, die den Kundenaufträgen zur Realisierung von Anlagen typischerweise vorausgehen.

INERATEC wird das Projekt zum Bau einer kommerziellen Pionieranlage in Frankfurt-Höchst weiter vorantreiben und strebt einen modulweisen Betriebsstart im Jahr 2024 an. Wir erwarten hierdurch eine Steigerung der Umsätze, der anderen aktivierten Eigenleistungen, der Materialkosten sowie der Investitionen in das Sachanlagevermögen.

V. Chancen- und Risikobericht

INERATEC verfolgt das Ziel, durch einheitliche Prozesse sicherzustellen, dass Risiken und Chancen frühzeitig identifiziert, bewertet, gesteuert, überwacht und kommuniziert werden.

Als wachsendes Unternehmen im Energie- und Chemiesektor gilt es unter anderem regulatorische Risiken, technologische Risiken, Marktrisiken, finanzielle Risiken, Betriebsrisiken und Reputationsrisiken zu berücksichtigen. Operative Risikofaktoren wie Umweltrisiken, ausreichende Verfügbarkeit von Fachpersonal, zuverlässige Lieferketten und die Einhaltung von Kostenzielen sind vorhanden.

Synthetische Kraftstoffe spielen eine wichtige Rolle in den politischen und wirtschaftlichen Diskussionen zu den Themen Klimapolitik und Energiewende. Die Europäische Union hat sich klar zur Klimaneutralität positioniert. Im globalen Kontext nimmt die Nachfrage nach CO 2 -neutralen Produkten und Kraftstoffen stark zu. INERATEC spielt eine führende Rolle in der Technologie und kann in den kommenden Jahren den Umsatz durch industrielle Anlagenprojekte und die eigene e-Fuel Produktion vervielfachen.

Eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung des langfristigen Geschäftsplans wird eine hinreichende Kapitalausstattung sein. Die Gesellschaft ist dabei auf weitere Eigenkapital- und Fremdkapitalmaßnahmen sowie den Erhalt von Fördermitteln aus öffentlicher Hand angewiesen. Eine Verzögerung in der Kapitalbeschaffung kann sich negativ auf das Wachstum der Gesellschaft und den Fortschritt von Projekten auswirken.

Der Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Diese Aussagen sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ergebnisse können von den hierfür formulierten Aussagen abweichen.

 

Karlsruhe, 05. April 2024

Dr. Tim Böltken

Philipp Engelkamp

Caspar Schuchmann

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 08.05.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die INERATEC GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der INERATEC GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der INERATEC GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der An - gaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Karlsruhe, den 5. April 2024

PFLUGERPARTNER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Pirmin Schroff, Wirtschaftsprüfer

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