BFU Wohnprojekt GmbH
Selbe AdresseBauträger für Wohngebäude
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Salma Dr. Teimoori Zendehdel seit 18.8.2021 | Prokura |
Bernd Dr. Haase seit 3.8.2021 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
biotechrabbit GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023biotechrabbit GmbH, Berlin1. Grundlagen des Unternehmens und gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Geschäftsgegenstand der biotechrabbit GmbH (im folgenden "Biotechrabbit") ist die Herstellung und der weltweite Vertrieb molekularbiologischer, gentechnischer und diagnostischer Produkte und Verfahren nebst der Vergabe von Lizenzen und der Erbringung aller damit zusammenhängenden Dienstleistungen. Gesamtwirtschaftliche Lage Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland zeigt sich im Jahr 2023 deutlich schwächer als in den beiden Vorjahren. Neben den Auswirkungen des andauernden Krieges in der Ukraine und einer anhaltend hohen Inflation ist die Konjunktur insbesondere durch rückläufige Investitionen und eine abnehmende Konsumstimmung gekennzeichnet. Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) wird für 2023 nur ein verhaltenes Wirtschaftswachstum prognostiziert, was vor allem auf verschärfte Energiepreise und anhaltende Lieferkettenprobleme zurückzuführen ist.1 Zwar hat sich die Lage in Bezug auf die COVID-19-Pandemie weiter entspannt, doch führt das Auslaufen der Pandemieverordnungen und die sinkende Relevanz akuter COVID-19-Produkte zu einem spürbaren Rückgang in bestimmten Branchen. Insbesondere die Biotech-Branche, die in den Jahren 2021 und 2022 stark von Test- und Impfstoffentwicklungen profitierte, verzeichnet im Jahr 2023 eine deutlich gesunkene Nachfrage nach pandemiebezogenen Produkten und Dienstleistungen. Dies spiegelt sich in rückläufigen Umsätzen und zum Teil verschobenen Forschungsprojekten wider.2 Rahmenbedingungen der Branche Nach dem massiven Einbruch der Eigenkapitalfinanzierung im Jahr 2022 - rund 920 Mio. EUR gegenüber den Rekordjahren 2020/2021 - blieb die Biotechnologie-Branche in Deutschland auch 2023 in einer herausfordernden Lage.3 Im Jahr 2023 zeigen sich folgende Trends: • Reduzierte Nachfrage: Aufgrund der nachlassenden COVID-19-Pandemie verringert sich der Bedarf an diagnostischen Tests, Impfstoffen und Therapeutika, die speziell auf das SARS-CoV-2-Virus ausgerichtet sind. Wie aus dem BIO Deutschland Jahrbuch 2023/2024 hervorgeht, berichten zahlreiche Unternehmen im deutschen Biotech-Sektor von einem deutlichen Rückgang ihrer Umsätze in diesem Bereich. Diese Entwicklung wird insbesondere durch die abnehmende öffentliche Aufmerksamkeit und den reduzierten Förderbedarf für Pandemie-bezogene Produkte begünstigt.4 • Unsicherheit bei Investitionen: Da pandemiegetriebene Fördermittel für Forschung und Entwicklung im Zusammenhang mit COVID-19 stark zurückgefahren werden, herrscht bei vielen Biotech-Unternehmen eine vorsichtigere Investitionspolitik. Zudem belasten höhere Finanzierungs- und Betriebskosten die Profitabilität.5 • Veränderte klinische Prioritäten: Krankenhäuser und Forschungseinrichtungen nehmen verstärkt verschobene elektive Eingriffe und andere Studienprojekte wieder auf. Gleichzeitig wird das Personal in manchen Bereichen umstrukturiert, was den Zeitplan für neue klinische Studien und Marktzulassungen beeinflusst.6 • Positive Langfristperspektiven: Trotz des aktuellen Rückgangs bleiben die langfristigen Wachstumschancen in der Branche hoch. Die mRNA-Technologie und die Individualisierung von Therapien (Precision Medicine) gelten weiterhin als zentrale Innovationstreiber. Untersuchungen von EvaluatePharma prognostizieren, dass sich die globale Nachfrage nach hochspezialisierten Biotechnologieprodukten mittelfristig wieder erholen und zu einem überdurchschnittlichen Wachstum beitragen wird.7 Finanzielle Rahmenbedingungen: Die umfangreichen staatlichen Unterstützungsmaßnahmen der Vorjahre, die während der Hochphase der Pandemie gewährt wurden, sind größtenteils ausgelaufen. Zudem führt die Schuldenbremse zu einer angespannten Haushaltslage, welche die Finanzierung neuer Förderprogramme oder öffentlicher Investitionen in Forschung und Entwicklung einschränken könnte. Aus Sicht vieler Unternehmen fehlt es daher aktuell an Planungssicherheit, was die Anbahnung größerer Kooperations- und Entwicklungsprojekte erschwert.8 Trotz dieser Herausforderungen sehen zahlreiche Marktteilnehmer die Branche langfristig positiv, da die fortschreitende Digitalisierung im Gesundheitswesen, innovative Ansätze bei personalisierten Therapien und die weiterhin wachsende Bedeutung globaler Gesundheitsvorsorge stabile Fundamentaldaten bieten.9 2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Für das Geschäftsjahr 2023 wurde ein Umsatz von 6.286 TEUR sowie ein Jahresüberschuss von 870 TEUR im Wirtschaftsplan für 2023 anvisiert. Das Umsatzziel wurde aufgrund veränderter Bedingungen zur Corona-Pandemie mit einem Umsatz von 5.699 TEUR (Vj: 15.725 TEUR) unterschritten. Das Geschäftsjahr 2023 konnte mit einem Jahresfehlbetrag von 453 TEUR (Vj: ./. 6.298 TEUR) abgeschlossen werden. Die Unterschreitung resultierte aus einer grundlegenden Änderung der weltweiten Fiskalpolitik, die bereits ab Mai 2022 dazu führte, dass staatliche Finanzierungen für pandemiebezogene Maßnahmen, insbesondere für COVID-19-Tests, schrittweise reduziert oder vollständig eingestellt wurden. In vielen Ländern entfiel die Kostenübernahme für PCR- und Antigentests, sowohl für Einzelpersonen als auch für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Dies führte zu einem drastischen Rückgang der Nachfrage nach Testkits und diagnostischen Reagenzien, die in den Vorjahren noch eine zentrale Umsatzquelle für viele Biotech-Unternehmen darstellten. Im Jahr 2023 setzte sich dieser Trend weiter fort. Regierungen weltweit verlagerten ihre Budgetprioritäten von pandemiebedingten Maßnahmen hin zu wirtschaftlicher Stabilisierung und Inflationsbekämpfung. Förderprogramme für COVID-19-bezogene Diagnostik und Therapeutika wurden weiter zurückgefahren oder komplett eingestellt. Gleichzeitig fielen in nahezu allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern die letzten Regularien, die eine verpflichtende Testung - insbesondere durch PCR-Tests - für Reisende vorschrieben. Dies betraf unter anderem Einreisebestimmungen für industrielle Schlüsselregionen wie die USA, die EU, China und Japan. Zusätzlich sank die allgemeine gesellschaftliche Nachfrage nach COVID-19-Tests aufgrund der veränderten Risikowahrnehmung. Mit einer weitgehenden Immunisierung der Bevölkerung durch Impfungen und natürliche Infektionen wurden COVID-19-Tests zunehmend nur noch in spezifischen medizinischen oder industriellen Kontexten genutzt, was den Markt für diese Produkte erheblich verkleinerte. Viele Biotech-Unternehmen, die während der Hochphase der Pandemie stark auf Test- und Diagnostiklösungen fokussiert waren, mussten sich daher neu ausrichten oder Umsatzeinbußen in diesem Segment hinnehmen.10 a) Finanzielle Leistungsindikatoren Zu den relevanten finanziellen Leistungsindikatoren zählen wir die Umsatzrendite, sowie die EBITDA-Marge. b) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Ein wesentlicher nicht finanzieller Leistungsindikator ist das Wissen und die Kernkompetenzen der Mitarbeiter. Wesentliche Bereiche von Biotechrabbit sind Produktion, Forschung & Entwicklung, Vertrieb. Biotechrabbit ist in diesen Bereichen auf die Gewinnung und das Halten von Mitarbeitern fokussiert und das Knowhow hat sich nicht zuletzt darin gezeigt, dass das starke Umsatz- und Gewinnwachstum mit einem stabilen Team erreicht werden konnte. c) Forschung und Entwicklung Neben der operativen Produktion investiert Biotechrabbit in die Entwicklung der Produkte und des Marktes. Für die Produktentwicklung und die Gewinnung von Marktanteilen innerhalb und außerhalb von Europa, insbesondere im US-amerikanischen und asiatischen Markt ist eine hohe Marktkenntnis essenziell. Nur so ist es möglich innovative Entwicklung zu betreiben und marktnahe Lösungen zu entwickeln. 3. Vermögens- Finanz- und Ertragslage a) Ertragslage
In Folge der veränderten Marktbedingungen verzeichnete Biotechrabbit im Geschäftsjahr 2023 eine Umsatzminderung von rd. 63,7 % gegenüber dem Vorjahr. Der Materialaufwand ging im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück. Die Rohertragsmarge hat sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert, dies lag unteranderem an Preissteigerungen. Der Personalaufwand ist Vorjahresniveau, da im Geschäftsjahr trotz der verringerten Umsatzerlöse kein Personalabbau stattgefunden hat. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 348 TEUR gegenüber dem Vorjahr erhöht. Wesentliche Aufwandspositionen sind Rechts- und Beratungskosten 506 TEUR, Mietaufwendungen 336 TEUR. b) Vermögens- und Finanzlage
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 176 TEUR trotz rückläufigen Umsätze gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Ferner sind die Wertpapiere und der Finanzmittelbestand insgesamt um 9.248 TEUR geringer als im Vorjahr ausgefallen. Das Eigenkapital hat sich um 7.923 TEUR aufgrund des Periodenergebnisses und der Ausschüttung verringert. Die Übrigen Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten haben sich erheblich gegenüber dem Vorjahr verringert (347 TEUR), so dass diese Position nun nur noch 314 TEUR beträgt. Das langfristige Kapital, in erster Linie in Form von Eigenkapital, deckt zu weiten Teilen das langfristige und kurzfristige Vermögen. Zum 31. Dezember 2023 ist der Finanzmittelfonds im Vergleich zum Vorjahr um 5.522 TEUR verringert. Ursächlich hierfür ist der negative Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 7.470 TEUR. Dieser resultiert im Wesentlichen aus einer Bilanzgewinnausschüttung. Dem entgegen steht der positive Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von 4.027 TEUR. Ferner liegt ein negativer Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 2.079 TEUR vor. Die Liquidität ist zum Bilanzstichtag als ausgezeichnet zu bezeichnen. c) Fazit Die Geschäftsführung ist mit dem Geschäftsverlauf 2023 zufrieden. Die Lage des Unternehmens ist weiterhin als gut zu bezeichnen, die Liquiditätslage ist hervorragend. d) Chancen- und Risikobericht Chancen Biotechrabbit hat in den Geschäftsjahren 2020 bis 2022 eine solide Basis für eine nachhaltige Liquiditätsausstattung durch organisches Wachstum geschaffen. Diese finanzielle Stabilität ermöglicht es dem Unternehmen, langfristig unabhängig von Fremdfinanzierungen zu agieren und auch in einem herausfordernden Marktumfeld strategische Investitionen zu tätigen. Trotz der allgemein rückläufigen Marktentwicklung im Jahr 2023 konnte das Unternehmen weiterhin neue Kunden gewinnen und bestehende Geschäftsbeziehungen ausbauen. Aktuell umfasst das Produktportfolio von Biotechrabbit über 300 Produkte. Während in den Vorjahren insbesondere der Absatz von PCR-Kits, Enzymen und Antikörpern maßgeblich zur Profitabilität beigetragen hat, wurde im Jahr 2023 ein stärkerer Fokus auf neue Marktsegmente und innovative Anwendungen im Bereich Diagnostik und Life Sciences gelegt. Die nachlassende Nachfrage nach COVID-19-bezogenen Produkten wurde durch eine strategische Diversifizierung des Produktangebots abgefedert, sodass das Unternehmen auch weiterhin eine solide Ertragslage aufweist. Die Vertriebsstruktur von Biotechrabbit hat sich trotz der veränderten Marktbedingungen als widerstandsfähig erwiesen. Die hohe Flexibilität, mit der das Unternehmen frühzeitig auf Marktveränderungen reagieren konnte, war dabei ein entscheidender Faktor. Dank seines umfassenden Know-hows sowie der finanziellen Mittel ist Biotechrabbit gut aufgestellt, um die Vertriebsstrategie an zukünftige Markterfordernisse anzupassen und gezielt in zukunftsfähige Konzepte und Wachstumsbereiche zu investieren. Risiken Biotechrabbit schätzt die Risiken im Absatzmarkt als gering ein. Neue Mitbewerber müssen in der Regel eine ISO-Zertifizierung durchlaufen, was eine längere Vorbereitungszeit erfordert und signifikante Ressourcen bei auditierenden Unternehmen bindet. Dies stellt eine hohe Markteintrittsbarriere dar, wodurch kurzfristig kein massiver Wettbewerbsdruck zu erwarten ist. Ein Rückgang des Absatzes durch die sinkende Nachfrage nach COVID-19-PCR-Tests ist jedoch absehbar. Während die Produkte von Biotechrabbit in verschiedenen Diagnostik- und Forschungsbereichen einsetzbar sind, bleibt unklar, wie schnell Kunden neue nicht COVID-19-basierte PCR-Tests entwickeln und vermarkten werden. Zudem fehlt Biotechrabbit als Zulieferer die volle Einsicht in die Lagerbestände der Kunden. Viele Kunden hatten in den Vorjahren höhere Sicherheitsbestände aufgebaut, weshalb das Kaufverhalten in 2024 zurückhaltender ausfallen könnte. Das Risiko, Kunden durch die Marktkonsolidierung nach der Pandemie zu verlieren, wird als gering eingeschätzt. Biotechrabbit verfügt über langfristig stabile Kundenbeziehungen und eine diversifizierte Kundenstruktur, wodurch Abhängigkeiten von einzelnen Kunden reduziert werden. Ein potenzieller Lieferantenausfall stellt für das Unternehmen kein akutes Risiko dar, da Biotechrabbit über alternative, bereits identifizierte Lieferanten verfügt. Sollte es dennoch zu Lieferengpässen kommen, kann das Unternehmen kurzfristig auf neue Bezugsquellen umstellen. Biotechrabbit stuft die finanziellen Risiken als gering ein. Die Liquiditätslage ist weiterhin solide, sodass das Unternehmen in der Lage ist, aus eigener Kraft weiter zu wachsen. Kredite oder besondere Finanzierungsinstrumente werden nicht eingesetzt. Wechselkursrisiken bestehen kaum, da Zahlungen in Fremdwährungen nur eine untergeordnete Rolle spielen. Daher wurden auch keine Wechselkurssicherungsmaßnahmen ergriffen. Fluktuation in Schlüsselpositionen könnte sich als Risiko erweisen, weshalb Biotechrabbit diesem Risiko durch leistungsorientierte Vergütungssysteme, Stellvertretungsregelungen und gezielte Nachfolgeplanung entgegenwirkt. Das Unternehmen war zudem in der Lage, Vakanzen stets zeitgerecht mit qualifizierten Mitarbeitern zu besetzen, wodurch die betriebliche Kontinuität sichergestellt wurde. Die Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung haben sich als effektiv erwiesen und tragen dazu bei, dass Biotechrabbit auch in Zukunft über eine stabile und erfahrene Belegschaft verfügt. e) Prognosebericht Vor dem Hintergrund der geringeren Nachfrage im Biotech-Sektor, die sich im Jahr 2023 stärker ausgewirkt hat als erwartet, plant Biotechrabbit, ihre Marktanteile in anderen, langfristig aussichtsreichen Teilmärkten auszubauen. Die Geschäftsführung wird das Geschäftsmodell an die veränderten Rahmenbedingungen anpassen und dabei gezielt auf Wachstumsfelder setzen, die jenseits der pandemiebezogenen Produkte liegen. Obwohl die wirtschaftlichen Aussichten aktuell von Unsicherheiten geprägt sind - insbesondere durch den seit Februar 2022 andauernden Krieg in der Ukraine und dessen Folgen für Energieversorgung und Lieferketten - geht Biotechrabbit für die kommenden Perioden von einer Stabilisierung der Nachfrage aus. Eine anhaltend hohe Inflation und potenzielle Zinssteigerungen könnten jedoch das Investitionsverhalten der Kunden weiterhin dämpfen. Die Geschäftsführung rechnet damit, dass Biotechrabbit dank seiner guten Liquiditätsausstattung und flexiblen Vertriebsstruktur kurz- und mittelfristig erneut steigende Umsätze erzielen kann. Zwar können kurzfristige Prognosen angesichts der volatilen Lage nur mit Vorsicht getroffen werden, doch bleiben die Perspektiven durch neue, zukunftsträchtige Produkte, die Abkehr vom rein pandemiebezogenen Geschäft und eine konsequente Kundenfokussierung positiv. Vor dem Hintergrund der geringeren Nachfrage im Biotech-Sektor, die sich im Jahr 2023 stärker ausgewirkt hat als erwartet, plant Biotechrabbit, ihre Marktanteile in anderen, langfristig aussichtsreichen Teilmärkten auszubauen. Die Geschäftsführung wird das Geschäftsmodell an die veränderten Rahmenbedingungen anpassen und dabei gezielt auf Wachstumsfelder setzen, die jenseits der pandemiebezogenen Produkte liegen. Obwohl die wirtschaftlichen Aussichten aktuell von Unsicherheiten geprägt sind - insbesondere durch den seit Februar 2022 andauernden Krieg in der Ukraine und dessen Folgen für Energieversorgung und Lieferketten - geht Biotechrabbit für die kommenden Perioden von einer Stabilisierung der Nachfrage aus. Eine anhaltend hohe Inflation und potenzielle Zinssteigerungen könnten jedoch das Investitionsverhalten der Kunden weiterhin dämpfen. Die Geschäftsführung rechnet damit, dass Biotechrabbit dank seiner guten Liquiditätsausstattung und flexiblen Vertriebsstruktur kurz- und mittelfristig erneut steigende Umsätze erzielen kann. Zwar können kurzfristige Prognosen angesichts der volatilen Lage nur mit Vorsicht getroffen werden, doch bleiben die Perspektiven durch neue, zukunftsträchtige Produkte, die Abkehr vom rein pandemiebezogenen Geschäft und eine konsequente Kundenfokussierung positiv. Die Geschäftsführung plant für 2024 mit höheren Umsatzerlösen gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 9.000 TEUR, sowie einer Umsatzrentabilität in Höhe von 13,8 % und einer Rohertragsquote in Höhe von 76,8 %. Im Hinblick auf die personelle Entwicklung und der mangelnden Fachkräfte geht Biotechrabbit für das Jahr 2024 nicht von einem weiteren Anstieg der Personalaufwendungen aus. Für das Jahr 2024 wird im Vergleich zu 2023 ein stark steigendes Jahresergebnis erwartet.
Berlin, 14. Februar 2025 biotechrabbit GmbH gez. Dr. Bernd Haase, Geschäftsführer 1 Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), Konjunktur- und Jahreswirtschaftsbericht 2023 Seite 6 2 Vgl. BIO Deutschland e.V., Jahresreport 2023/2024, Seite 14 f. 3 Vgl. Ernst & Young (EY), Biotechnologie in Deutschland 2023, Seite 10 4 Vgl. BIO Deutschland e.V., Jahresreport 2023/2024, Seite 16 f. 5 Vgl. EvaluatePharma, World Preview 2023: Pharma's Age of Uncertainty, Seite 2-3, 5, 7-8, 13. 6 Vgl. EvaluatePharma, World Preview 2023: Pharma's Age of Uncertainty, Seite 10-11, 15 7 Vgl. EvaluatePharma, World Preview 2023: Pharma's Age of Uncertainty, Seite 18-20, 24 8 Vgl. EvaluatePharma, World Preview 2023: Pharma's Age of Uncertainty, Seite 6, 14, 22 9 Vgl. EvaluatePharma, World Preview 2023: Pharma's Age of Uncertainty, Seite 18-21, 25 10 Vgl. EvaluatePharma, World Preview 2023: Pharma's Age of Uncertainty, Seite 9, 14, 20. Vgl. BIO Deutschland e.V., Jahrbuch 2023/2024, Seite 16-17. Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), Jahreswirtschaftsbericht 2023, Seite 6 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Sitz der biotechrabbit GmbH ist Berlin. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 232169 B im Register des Amtsgerichts Charlottenburg eingetragen. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH Gesetzes angewandt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB angewendet. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden stetig angewendet. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals, sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert. Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet: 1. Immaterielle Vermögensgegenstände • Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßige Abschreibungsdauer beträgt zwischen drei und zehn Jahren. • Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden 15 Jahre festgelegt. Die Gründe für eine betriebliche Nutzung mit einer geschätzten Nutzungsdauer von 15 Jahren sind: das erworbene Know-How 2. Sachanlagen • Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. • Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. • Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen nach der linearen Methode vorgenommen. Die planmäßige Abschreibungsdauer beträgt zwischen drei und zehn Jahren. • Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 Euro wurden sofort abgeschrieben. 3. Vorräte • Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurden zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet und sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben. Zur Berücksichtigung von Wertminderungen wurden die Vorräte auf Gängigkeit untersucht und entsprechend abgewertet. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen erfolgte zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten. Bei den Herstellungskosten wurde das Wahlrecht gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB so ausgeübt, dass auf die Einbeziehung der allgemeinen Verwaltungskosten, den angemessenen Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung verzichtet wurde. • Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde berücksichtigt. • In die Herstellungskosten von Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens wurden keine Fremdkapitalzinsen einbezogen. 4. Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen u. sonst. Vermögensgegenstände • Die Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken oder niedrigere beizulegende Werte wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Alle Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs im Zugangszeitpunkt oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. 5. Sonstige Wertpapiere • Die sonstigen Wertpapiere wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. 6. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten • Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Fremdwährungskonten wurden am Stichtag mit dem Deviesenkassamittelkurs bewertet. 7. Rückstellungen • Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Schätzung in Höhe des Erfüllungsbetrages ausreichend berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. 8. Verbindlichkeiten • Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 576.998,55 EUR Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 774.742,32 EUR
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Gliederung, die Restlaufzeit und die Besicherung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen ist aus dem Forderungsspiegel ersichtlich.
Die Forderungen sind nicht besichert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von 804 TEUR gegen Gesellschafter. Zum 31. Dezember 2023 wurde eine Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 15 TEUR erfasst. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Mietkautionen in Höhe von TEUR 38 enthalten. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Zum 31. Dezember 2023 entfallen die Rückstellungen hauptsächlich auf Steuerrückstellungen in Höhe von 773 TEUR (Vj.: 1.012 TEUR), Personalrückstellungen in Höhe von 319 TEUR (Vj.: 381 TEUR) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 379 TEUR (Vj.: 384 TEUR). Verbindlichkeiten Die Aufgliederung, die Restlaufzeit und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind aus dem Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich. Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Im Jahresergebnis sind periodenfremde Erträge in Höhe von 4 TEUR enthalten. Sonstige betriebliche Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 134 (Vorjahr: TEUR 317). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 56 (Vorjahr: TEUR 123) enthalten. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Mitglieder der Unternehmensorgane Geschäftsführer der Gesellschaft ist: Dr. Haase, Dipl. Biochemiker Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Konzernverhältnis Die biotechrabbit GmbH, Berlin, ist ein Konzernunternehmen der Haase investments GmbH, Alfeld, (größter und kleinster Kreis von Unternehmen) und würde in deren Konzernabschluss einbezogen. Im Konzernabschluss werden die Größenkriterien des § 293 Abs. 1 HGB nicht überschritten, so dass die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses entfällt, und von der Muttergesellschaft kein Konzernabschluss aufgestellt wurden ist. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen. Haftungsverhältnisse und sonstige Verpflichtungen • Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB Am Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse • Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz auszuweisen und auch keine Haftungsverhältnisse i.S. von § 251 HGB sind, die für die Beurteilung der Lage des Unternehmens von Bedeutung sind, bestanden am Abschlussstichtag in Höhe von 1.053 TEUR aufgrund eines Mietvertrages mit einer Laufzeit von 36 Monaten beginnend zum Mai des laufenden Jahres. Aus KfZ-Leasingverträgen bestanden am Abschlussstichtag 19 TEUR. Unterschrift der Geschäftsführung
Berlin, 14.02.2025 gez. Dr. Bernd Haase sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 14.02.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkBESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die biotechrabbit GmbH, Berlin PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der biotechrabbit GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der biotechrabbit GmbH, Berlin für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da do lose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung fest stellen.
Berlin, 14. Februar 2025 IGW
GmbH
Ute Lerchenmüller, Wirtschaftsprüferin |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
18 nahegelegene Organisationen
Bauträger für Wohngebäude
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Wärme- und Kältehandel
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Herstellung von Prüfmaschinen
Herstellung von Turbinen
Fußboden-, Fliesen- und Plattenlegerei, Tapeziererei
Ingenieurbüros für Tragwerksplanung
Herstellung von Maschinen für die additive Fertigung
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Forschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Forschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Erbringung von Dienstleistungen von medizinischen Laboratorien
Vermittlung von Arbeitskräften
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Unternehmensberatung
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen