Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 15438
Vorher
Axel Semrau Verwaltungsgesellschaft mbH
Eingetragen
9.12.1987
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Gegenstand
Der Vertrieb, Import, Export und die Entwicklung von Geräten und Systemen sowie Software für instrumentelle chemische Analytik, die Handelsvertretung, Betreuung, Schulung und Consulting in diesem Bereich.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Robert John Lyon
seit 16.3.2026
Geschäftsführer
Prokura
Andreas Dr. Bruchmann
seit 20.11.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Trajan Scientific Australia Pty Ltd.AUS
100.00%

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

23738 Lensahn
18.200 €
70.00%
F**** S****
2.600 €
10.00%
A****** B********
2.600 €
10.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Axel Semrau GmbH

Sprockhövel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/24

Axel Semrau GmbH, Sprockhövel

I. Grundlagen der Gesellschaft

Gegenstand des Unternehmens Axel Semrau GmbH lautet "Der Vertrieb, Import, Export und die Entwicklung von Geräten und Systemen sowie Software und instrumentelle Analytik, die Handelsvertretung, Betreuung, Schulung und Consulting in diesem Bereich.

Der Gesellschafter ist die Trajan Scientific Germany Holdings GmbH. Mit Gesellschafterbeschluss vom 19. Juni 2023 wurde mit der Trajan Scientific Germany Holdings GmbH, Sprockhövel, als herrschendem Unternehmen ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen, welcher am 27. Juni 2023 in das Handelsregister eingetragen wurde und ab dem Geschäftsjahr 2022/23 gilt.

Die Gesellschaft vertreibt hochwertige Analysegeräte und Systeme für instrumentelle chemische Analytik im Bereich Chromatographie und Gasanalytik.

Die Produkte kommen in unterschiedlichen Branchen, wie Lebensmittelindustrie, Biotechnologie und Gas- und Energieversorgung zum Einsatz. Vertrieben werden die Produkte mit ca. 54 % Anteil im Inland.

Die Integration in den Trajan Konzern verstärkt die Zusammenarbeit mit anderen Geschäftsfeldern des Trajan Konzerns, nutzt neue Vertriebskanäle des Konzerns und stärkt die Liquiditätssituation.

II. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Branchenentwicklung

Axel Semrau ist Mitglied des Deutschen Industrieverbandes für Optik, Photonik, Analysen- und Medizintechnik (Spectaris).

Die SPECTARIS-Branchen erzielten im Jahr 2023 einen Gesamtumsatz von 89,8 Milliarden Euro. Der Inlandsumsatz lag bei 30,0 Milliarden Euro, der Auslandsumsatz betrug 59,8 Milliarden Euro. Das entspricht einer Exportquote von 66,5 %. Die Anzahl der Mitarbeiter der 2.692 Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten liegt bei 349.000 Menschen.

Der Umsatz der Gesamtbranche ist um 6,8 % gegenüber 2022 gestiegen. Die größte Steigerung erfolgte im Auslandsumsatz (7,7 %).

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Umsatz der Axel Semrau GmbH reduzierte sich im aktuellen Geschäftsjahr um 1,7 % auf 18,6 Mio. €. Der prozentuale Inlandsanteil erhöhte sich von 49,7 % auf 54,0 %. Dagegen verringerte sich der Auslandsumsatzanteil von 50,3 % auf 46,0 %.

Die Auftragseingänge erhöhten sich von 17,9 Mio.€ in 2023 auf 20,5 Mio.€ in 2024.

3. Investitionen

Die Investitionen bei den Sachanlagen betrugen im Geschäftsjahr 2023/24 217 T€. Investiert wurde in Betriebs- und Geschäftsausstattung.

4. Personal

Die durchschnittliche Belegschaftsstärke ohne geringfügig Beschäftigte betrug 57 Personen (Vorjahr: 53).

Für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter wurden im Geschäftsjahr 8 T€ investiert und sind Bestandteile unserer Unternehmenskultur.

III. Wirtschaftsbericht

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das EBIT. Diese lagen unter dem Vorjahr und unter dem Budget. Die Umsatzerlöse liegen 1,7 % unter dem Vorjahr. Aufträge sind in das nächste Geschäftsjahr verschoben worden. Die dadurch resultierte Erhöhung der Bestände der Fertigerzeugnisse führte zu einer Erhöhung der Gesamtleistung um 3,2 %.

Gestiegene Personalkosten führten zu einer Reduzierung des EBIT um 5,9 %.

1. Vermögenslage

Die nachfolgende Darstellung gibt eine Übersicht der Vermögenslage der Gesellschaft wieder:

30.06.2024 30.06.2023
T€ T€
Aktiva
Anlagevermögen 1.552 18,2% 837 10,5%
Vorräte 3.451 40,4% 3.270 41,2%
Flüssige Mittel 1.178 13,8% 829 10,4%
Übrige Aktiva 2.373 27,7% 3.010 37,9%
SUMME 8.554 100,0% 7.946 100,0%
Passiva
Eigenkapital 3.485 40,8% 3.485 43,9%
Rückstellungen 532 6,2% 593 7,5%
Verbindlichkeiten 4.538 53,0% 3.868 48,6%
SUMME 8.554 100,0% 7.946 100,0%

Die Bilanzsumme ist um 608 T€ erhöht. Der Reduzierung der Übrigen Aktiva stehen die Erhöhung des Anlagevermögens und der Flüssigen Mittel gegenüber. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 670 T€ bedingt durch den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

2. Ertragslage

Aus der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres ergibt sich folgende Ertragsübersicht:

01.07.2023- 30.06.2024 01.07.2022- 30.06.2023
T€ T€
Gesamtleistung 18.806 18.228
Deckungsbeitrag 3.643 3.680
Afa + So.betr.Aufwand -2.023 -2.045
So.betr.Erträge + Zinsen,Steuern 235 184
Jahresüberschuss vor EAV 1.855 1.819
EBIT 1.827 1.941

Die Gesamtleistung liegt 3,2 % über dem Vorjahr. Die Erhöhung resultiert aus der Steigerung der Bestandsveränderung.

Der Deckungsbeitrag (Gesamtleistung ./. Materialkosten ./. Personalkosten) reduzierte sich von 20,2 % der Gesamtleistung auf 19,4 % der Gesamtleistung. Hauptursache sind höhere Personalkosten. Die Materialkosten sind als Anteil der Gesamtleistung geringfügig geringer gegenüber dem Vorjahr.

Die Abschreibung und der sonstige betriebliche Aufwand sind geringfügig niedriger als im Vorjahr (- 22 T€).

Der Jahresüberschuss vor EAV verringerte sich von 10,0 % der Gesamtleistung (Umsatzrendite) im Vorjahr auf 9,9 % der Gesamtleistung im Berichtsjahr. Absolut erhöhte sie der Jahresüberschuss vor EAV um 36 T€.

Das EBIT verringerte sich von 10,6 % der Gesamtleistung auf 9,7 % der Gesamtleistung.

Die Geschäftsführung betrachtet die Entwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres als positiv.

3. Finanzlage

Die Liquidität war im Geschäftsjahr 2023/24 durch Kreditlinien in Höhe von 750 T€ immer gesichert. Zum Stichtag sind diese nur anteilig in Anspruch genommen worden. Die Gesellschaft ist allen Zahlungsverpflichtungen nachgekommen.

Die Liquiden Mittel (Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten) haben sich um 53 T€ erhöht.

IV. Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitssicherheitsmanagement

Den steigenden Anforderungen von Kunden, Markt und Gesellschaft begegnen wir mit einem integrierten Qualitäts- und Sicherheit-Gesundheits- und Umweltmanagementsystem, das auf den Forderungen der internationalen Norm ISO 9001 und der SCC**-Checkliste basiert.

Im Interesse unserer Kunden haben wir im Mai 2008 ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt und wurden von der DEKRA nach ISO 9001 zertifiziert. Die letzte Zertifizierung des Unternehmens Axel Semrau® im Mai 2023 erfolgte nach ISO 9001.

Die SCC-Zertifizierung ist für alle Unternehmen wichtig, die z.B. in der Erdgasbranche oder Petrochemie als Kontraktoren tätig werden wollen. Axel Semrau® hat diese spezielle Zertifizierung für den Geschäftsbereich Erdgas-Analytik und Odorierungskontrolle angestrebt und im Juni 2012 erlangt und Rezertifizierungsaudit erneut im Mai 2023 erreicht.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Grundzüge des Risikomanagement

Der Risikomanagement-Prozess unserer Gesellschaft ist ein integraler Bestandteil des Controlling- und Managementüberwachungssystems. Dabei liegt der Fokus sowohl in der Ergreifung sich bietender Chancen als auch in der Identifikation und Bewertung potentieller Risiken.

Die frühzeitige Erkennung von Risiken und die Veränderungen unserer internationalen Märkte sind für uns von besonderer Bedeutung, um darauf aufbauend notwendige strategische Entscheidungen einleiten zu können.

Es finden deshalb in verschiedenen, regelmäßig durchgeführten Managementmeetings Besprechungen über die rechtzeitige Erfassung und Bewertung von Risiken statt, um gegebenenfalls zeitnah gegensteuern zu können. Gleichzeitig werden Chancen analysiert und Umsetzungsmöglichkeiten geprüft. Es ist Ziel, flexibel und situativ auf Risiken zu reagieren bzw. diesen von vorneherein vorzubeugen.

2. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Aktivitäten im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit im Trajan Konzernverbund zeigen Potentiale zur Erweiterung bestehender Vertriebskanäle in Amerika und Süd-Amerika. Die Ausweitung des USA Geschäfts wird die vorhandene Präsenz verstärken. In der Region Süd-Ost Asien wird eine eigene Verkaufs- und Servicestruktur aufgebaut, die zusätzliches Umsatzwachstum generieren soll.

Neue Automatisierungsmethodiken und Verfahren werden die globale Marktposition verstärken und absichern. Der Ausbau von Biogasanlagen aufgrund gesetzlicher Vorgaben im Bereich erneuerbarer Energien ergibt zusätzliches Potential für unsere Messtechnik.

Das weitere Wachstum erfordert Investitionen in den Standort. Die Zugehörigkeit zu dem Trajan Konzern ermöglicht einfachen Zugang zu benötigtem Kapital.

Eines der größeren Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung der Gesellschaft liegt in der globalen Entwicklung der Weltwirtschaft. In Deutschland werden aufgrund von Marktsättigungseffekten weitere Innovationen erforderlich, die Kostensteigerungen nach sich ziehen können. Nicht unerheblich sind Währungskursrisiken und Steigerungen im Bereich Personalkosten.

Ein Fachkräftemangel ist auch bei Axel Semrau spürbar und wird seinen negativen Einfluss bei zukünftigem Wachstum haben.

Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos und zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis der Finanzdisposition dient. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein Mahnwesen.

Wesentliche operative Risiken sowie bestandsgefährdende Risiken werden derzeit nicht gesehen.

VI. Prognosebericht

Projekte, die in der Vergangenheit begonnen wurden, erzielten gute Ergebnisse und werden in Zukunft weiter intensiviert, um eine Umsatzausweitung und Profitabilitätsverbesserung in Zukunft sicherzustellen. Aus weiterem Wachstum, insbesondere in den USA und in der Region Süd-Ost-Asien, werden entsprechende Umsatz- und Profitabilitätssteigerungen in den folgenden Jahren erwartet.

Für das kommende Geschäftsjahr wird ein moderater Anstieg der Umsatzerlöse erwartet.

Die Erträge aus dem Wachstum werden die steigenden Kosten, wie z.B. Personalkosten, kompensieren und wir gehen daher von einer positiven, moderaten Entwicklung des Betriebsergebnisses und EBIT aus.

Die aktuelle Entwicklung des Geschäftsjahres 2024/25 erfüllte die Erwartungen an die geplanten Umsätze.

Aufgrund der Entwicklung der ersten Monate im Geschäftsjahr 2024/25 gehen wir von einer Erfüllung unserer Planzahlen aus.

 

Axel Semrau GmbH Sprockhövel, den 23. August 2024

Die Geschäftsführung

Andreas Bruchmann, Geschäftsführer

Frank Sasse, Geschäftsführer

Bilanz zum 30. Juni 2024

AKTIVA

30.06.2024 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 72.416,00 8.312,00
II. Sachanlagen 364.611,00 397.376,00
III. Finanzanlagen 1.115.000,00 431.128,23
1.552.027,00 836.816,23
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 3.450.577,95 3.269.738,06
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.346.861,22 2.971.099,12
- davon gegen verbundene Unternehmen ( 17.518,00 ) ( 66.307,45 )
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.178.449,34 829.313,00
6.975.888,51 7.070.150,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten 26.315,80 39.171,38
8.554.231,31 7.946.137,79

PASSIVA

30.06.2024 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 78.000,00 78.000,00
II. Kapitalrücklage 3.387.273,34 3.387.273,34
III. Gewinnvortrag 19.577,52 19.577,52
IV. Jahresüberschuss 0,00 0,00
3.484.850,86 3.484.850,86
B. Rückstellungen 531.523,52 593.285,00
C. Verbindlichkeiten 4.537.856,93 3.868.001,93
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ( 494.825,73 ) ( 198.545,37 )
- davon Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen ( 2.467.862,63 ) ( 2.430.470,37 )
8.554.231,31 7.946.137,79

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2023 bis 30. Juni 2024

01.07.2023 bis 30.06.2024 Vc Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 8.094.320,35 7.753.417,70
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.574.699,26 3.192.151,93
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 669.355,28 4.244.054,54 574.640,04 3.766.791,97
- davon für Altersversorgung ( 4.997,79 ) ( 4.740,15 )
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 160.013,83 134.426,79
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.863.029,38 1.910.912,01
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 41.473,51 5.002,97
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.007,09 119.785,34
- davon an verbundene Unternehmen ( 0,00 ) ( 105.229,16 )
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 652,00 652,00
8. Ergebnis nach Steuern 1.862.037,02 1.825.852,56
9. Sonstige Steuern 7.033,00 6.376,00
10. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 1.855.004,02 1.819.476,56
11. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/24

Axel Semrau GmbH, Sprockhövel

I. Angaben zur Gesellschaft

Die Axel Semrau GmbH mit Sitz in Sprockhövel ist beim Registergericht Essen im Handelsregister in Abteilung B unter der Nr. 15438 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. HGB und §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Aufgrund der Größenmerkmale gemäß § 267 Abs. 2 HGB gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Juli und endet am 30. Juni.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss wird in Euro erstellt.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde unter Beachtung des HGB und der rechtsformspezifischen Vorschriften aufgestellt.

Von den Erleichterungen nach §288 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Berichtsjahr wurden die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend bewertet. Software mit Anschaffungskosten bis 800 Euro wird als beweglicher Gegenstand des Anlagevermögens behandelt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Anschaffungsnebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt.

Die Abschreibungen werden unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und der steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu 250 Euro werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand verbucht; solche mit Anschaffungspreisen von mehr als 250 bis 800 Euro werden aktiviert und im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung zu dem niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet. Berichtigungen werden durchgeführt, soweit durch die körperliche Bestandsaufnahme Abweichungen zur Lagerbuchhaltung festgestellt worden sind. Erkennbare Risiken bei der Bewertung des Vorratsvermögens wie beispielsweise überdurchschnittlich lange Lagerdauer oder geminderte Verwendungsmöglichkeiten werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird im Bedarfsfall durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% des Forderungsbestandes nach Abzug der einzelwertberichtigten Forderungen gebildet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

In Fremdwährungen bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken und sind unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen in der Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind mit Erfüllungsbeträgen passiviert.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem diesem Anhang als Anlage beigefügten Anlagespiegel.

Die Zugänge in das Anlagevermögen betragen 971 T€. Darin enthalten sind 684 T€ Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Diese sind unter III. Finanzanlagen in der Bilanz dargestellt.

Die Abschreibungen betrugen 160 T€.

2. Vorräte

Die Vorräte betrugen 3.451 T€ und stellen Fertige Erzeugnisse dar.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben im Wesentlichen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4. Eigenkapital

Das Stammkapital (gezeichnetes Kapital) der Gesellschaft beträgt 78 T€ und wird von der Trajan Scientific Germany Holdings GmbH gehalten.

Die Kapitalrücklage beträgt 3,4 M€.

5. Rückstellungen

Die Rückstellungen in Höhe von 532 T€ beinhalten:

Steuerrückstellungen 59 T€ (VJ 59 T€)
Sonstige Rückstellungen 473 T€ (VJ 534 T€)

Die sonstigen Rückstellungen stellen sich folgt dar:

Bezeichnung 30.06.24 30.06.23
T€ T€
Gewährleistungsrückstellung 179 181
Personalrückstellungen 164 174
Ausstehende Eingangsrechnungen 126 175
Sonstige 4 4
Summe 473 534

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben zum Abschlussstichtag 30.06.2024 folgende Fälligkeiten:

Bezeichnung 30.06.24 30.06.23
T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 495 199
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 366 323
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.057 752
Verbindlichkeiten gegenüber verbund. Unternehmen 2.468 2.430
Sonstige Verbindlichkeiten 152 164
davon aus Steuern 65 57
davon soziale Sicherheit 8 8
Summe 4.538 3.868

Alle Verbindlichkeiten zum 30.06.2024 haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Geschäftsjahr 2023/24 im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Trajan Scientific Germany Holdings in Höhe von 1.855 T€.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen nicht.

7. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gem. § 251 HGB i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB:

Aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten ist zu vermerken, dass für an die australische Muttergesellschaft gewährte Darlehen von der HSBC Bank Australia die Berichtsfirma mit Vertrag vom 22.12.2021 ihren Schuldbeitritt erklärt hat. Da der Beitritt sich auf die Konzernmutter bezieht, ist sie in voller den Sicherheiten aus Verbundverbindlichkeiten zuzurechnen. Die Höhe des Haftungsverhältnisses besteht in Höhe von AUD 54.875.000,00 (zum Stichtagskurs EUR 34.128.366,19) sowie USD 446.000,00 (zum Stichtagskurs EUR 416.627,74). Nach Umrechnung mit dem Stichtagskurs ergibt sich daraus eine Gesamthöhe der Haftungssumme von EUR 34.544.993,93.

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen anzugebende finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB aus Miet- und Leasing-Verträgen:

a. Die finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen belaufen sich auf:

Jahre
bis 30.06.2025 146.487
bis 30.06.2026 295.904
bis 30.06.2027 377.104
bis 30.06.2028 415.308

Sämtliche Verpflichtungen aus Mietverträgen bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen.

b. Die finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen belaufen sich auf:

Jahre
bis 30.06.2025 165.728
bis 30.06.2026 411.488
bis 30.06.2027 448.195
bis 30.06.2028 529.636

Aus den oben genannten Verträgen bestehen somit insgesamt finanzielle Verpflichtungen von:

Jahre
bis 30.06.2025 312.215
bis 30.06.2026 707.392
bis 30.06.2027 825.299
bis 30.06.2028 944.944

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023/24 wurden zu ca. 54% im Inland getätigt. Hauptabnehmer waren externe Kunden.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind nachfolgend zusammengefasst.

Bezeichnung 30.06.2024 30.06.2023
T€ T€
Sachbezüge 101 125
Erträge aus der Währungsumrechnung 63 41
Sonstige 44 17
Auflösung Rückstellung 0 124
SUMME 208 307

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen.

3. Personalaufwand

Der Personalaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2023/24 auf 4.244 T€ (Vorjahr: 3.767 T€). Zum 01.07.23 fand eine Anpassung der Gehälter statt.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich folgendermaßen zusammen:

Bezeichnung 30.06.2024 30.06.2023
T€ T€
Verwaltungskosten 458 634
Reisekosten 353 334
KFZ Kosten 302 253
Marketingkosten 262 225
Frachtkosten 188 149
Aufwand Immobilien 156 130
Andere Kosten 85 119
Energiekosten 59 67
SUMME 1.863 1.911

Andere Kosten sind im Wesentlichen Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung (83 T€).

5. Zinsergebnis

Das Zinsergebnis betrifft im Wesentlichen Zinsertrag aus Darlehen gegenüber Trajan Property und Trajan Holdings.

6. Jahresüberschuss / Ergebnisverwendung

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Trajan Scientific Germany Holdings GmbH vom 19.06.2023, der am 27.06.2023 im Handelsregister eingetragen wurde, wurde der Jahresüberschuss von 1.855.004,02 € an die Trajan Scientific Germany Holdings GmbH übertragen und wird als Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen in der Bilanz gezeigt.

VI. Sonstige Angaben

1. Beschäftigte

Im Jahresdurchschnitt wurden folgende Arbeitnehmer beschäftigt:

2023/24
Angestellte 57

Die Gesellschaft Axel Semrau GmbH hatte im Vorjahr 53 Mitarbeiter.

Berechnet wurde der Durchschnitt aus dem vierten Teil der Summe aus den Zahlen der jeweils am Quartalsende beschäftigten Arbeitnehmern.

2. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers nach § 285 Abs. 17 HGB setzt sich wie folgt zusammen:

Abschlussprüfungsleistungen 32 T€

3. Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen

Im Rahmen der normalen Geschäfte unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu der Trajan Scientific Germany Holdings GmbH und der Trajan Scientific Germany Property GmbH.

Bezeichnung T€
Empfangene Lieferungen und Leistungen und sonstige Aufwendungen 117
Verbindlichkeiten zum 30. Juni 2024 0

Die Geschäfte erfolgten zu marktüblichen Preisen.

4. Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens von den Geschäftsführern Frank Sasse (Diplom-Ingenieur) und Dr. Andreas Bruchmann (Promovierter Chemiker) geführt. Alle Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und hauptberuflich als Geschäftsführer der Axel Semrau GmbH tätig.

Auf die Angabe der Vergütung der Geschäftsführung wird gemäß §286 Abs. 4 HGB verzichtet.

5. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft hat einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Trajan Scientific Germany Holdings GmbH. Diese wird in den Konzernabschluss der Trajan Group Holdings Ltd. in Australien (Melbourne) einbezogen (Kleinster und größter Konsolidierungskreis).

6. Nachtragsbericht

Besondere Ereignisse sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

 

Sprockhövel, den 23. August 2024

Axel Semrau GmbH

Die Geschäftsführung

Andreas Bruchmann, Geschäftsführer

Frank Sasse, Geschäftsführer

Bilanzposten Entwicklung der Anschaffungswerte
Anfangsbestand 01.07.2023 Zugänge Abgänge Endstand 30.06.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 60.601,48 69.861,37 0,00 130.462,85
60.601,48 69.861,37 0,00 130.462,85
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.106.749,53 217.392,46 113.396,56 1.210.745,43
1.106.749,53 217.392,46 113.396,56 1.210.745,43
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 431.128,23 683.871,77 0,00 1.115.000,00
431.128,23 683.871,77 0,00 1.115.000,00
1.598.479,24 971.125,60 113.396,56 2.456.208,28
Bilanzposten Entwicklung der Abschreibungen
Anfangsbestand 01.07.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Endstand 30.06.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 52.289,48 5.757,37 0,00 58.046,85
52.289,48 5.757,37 0,00 58.046,85
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 709.373,53 154.256,46 17.495,56 846.134,43
709.373,53 154.256,46 17.495,56 846.134,43
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
761.663,01 160.013,83 17.495,56 904.181,28
Bilanzposten Restbuchwerte
Stand am 30.06.2024 Stand am 30.06.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 72.416,00 8.312,00
72.416,00 8.312,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 364.611,00 397.376,00
364.611,00 397.376,00
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 1.115.000,00 431.128,23
1.115.000,00 431.128,23
1.552.027,00 836.816,23

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Axel Semrau GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Axel Semrau GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Axel Semrau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen

 

Düsseldorf, den 30. September 2024

Nexia GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Weyers, Wirtschaftsprüfer

Elpel, Wirtschaftsprüfer

Feststellungs- und Ergebnisverwendungsbeschluss

Die Gesellschafterversammlung vom 31. Januar 2025 hat beschlossen, den Jahresabschluss zum 30.06.2024 festzustellen.

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