Beckman Coulter Biomedical GmbH

Sauerbruchstraße 50, 81377 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 180222
Eingetragen
8.7.2009
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenErbringung von Dienstleistungen von medizinischen LaboratorienHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung, Vertrieb, Marketing von sowie Erbringung von Dienstleistungen im Bezug auf biochemische und chemische Erzeugnisse (einschließlich etwaiger Lizenzierungen von gewerblichen Schutzrechten) sowie Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Marketing von sowie Erbringung von Dienstleistungen in Bezug auf medizinische Analysegeräte und sämtliche damit zusammenhängende Erzeugnisse (einschließlich etwaiger Lizenzierungen von gewerblichen Schutzrechten).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Timea Zsiray
seit 21.8.2025
Geschäftsführer
Prokura
Alexandra Sonntag
seit 22.5.2025
Prokura
Prokura
Orlaith Anne Lawler
seit 13.4.2022
Geschäftsführer
Ross Michael Bell
seit 13.4.2022
Geschäftsführer
Colin Ernest Davis
seit 22.11.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
QHC Holding CompanyUSA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Beckman Coulter Biomedical GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Beckman Coulter Biomedical GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Beckman Coulter Biomedical GmbH, München bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Beckman Coulter Biomedical GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 28. Juni 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Timo Storz, Wirtschaftsprüfer

Katharina Müll, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 242.500,00 273
242.500,00 273
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.798.103,44 5.640
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.829.766,22 2.156
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.610.278,07 1.609
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.688,89 131
8.249.836,62 9.536
8.492.336,62 9.809
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 26.089.775,04 16.371
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 622.652,96 587
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 20.033.166,49 9.731
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0
46.745.594,49 26.689
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 21.423.350,27 12.427
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.317.993,14 2.058
23.741.343,41 14.485
70.486.937,90 41.174
C. Rechnungsabgrenzungsposten 39.376,12 59
79.018.650,64 51.042

Passiva

31.12.2022
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Kapitalrücklage 8.000.000,00 8.000
8.025.000,00 8.025
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 590.433,00 611
2. Sonstige Rückstellungen 11.814.808,10 8.316
12.405.241,10 8.927
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.054.052,99 6.816
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.852.976,88 12.313
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 36.681.379,67 14.588
4. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 373
davon aus Steuern EUR 0,00 (Vj. TEUR 25)
58.588.409,54 34.090
79.018.650,64 51.042

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 155.568.798,18 114.565
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 139.722.014,84 101.489
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 15.846.783,34 13.076
4. Allgemeine Verwaltungskosten 3.371.923,00 3.965
5. Sonstige betriebliche Erträge 3.249.973,75 454
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 1.692.041,48 (Vj. TEUR 71)
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.701.193,33 963
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 2.064.913,28 (Vj. TEUR 341)
2.823.142,58 4.474
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 29.397,85 31
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 710.120,23 405
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 12.393,00 (Vj. TEUR 12)
davon an verbundene Unternehmen EUR 282.283,85 (Vj. TEUR 318)
680.722,38 374
9. Ergebnis nach Steuern 12.342.918,38 8.228
10. Sonstige Steuern 7.002,76 9
11. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn 12.335.915,62 8.219
12. Jahresüberschuss 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft.

Die Gesellschaft ist unter der Firma Beckman Coulter Biomedical GmbH mit Sitz in München im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 180222 eingetragen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibungen. Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen erfolgt linear und pro rata temporis unter Zugrundelegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer.

2. Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bewertet. Die Halb- und Fertigfabrikate werden zu Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten, Sondereinzelkosten der Fertigung, einem angemessenen Anteil der Material- und der notwendigen Fertigungsgemeinkosten sowie dem durch die Fertigung veranlassten Werteverzehr des Anlagevermögens bewertet.

Die Vorräte werden zum Stichtag auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgewertet. Das Niederstwertprinzip und das Prinzip der verlustfreien Bewertung werden beachtet. Für überdurchschnittliche Lagerdauer bzw. geminderte Verwertbarkeit werden entsprechende Abwertungen gebildet.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten, ggf. zum niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen angesetzt.

4. Rückstellungen für Pensionen

Der Wert der Pensionsverpflichtungen wird nach versicherungsmathematischen Methoden auf Basis der PUC-Methode, eines Zinsfußes von 1,82% p. a. (i. Vj. 1,78%), einer Anwartschaftsdynamik von 2,25 % p. a. (Vj. 2,25 %) und einer Rentendynamik von 2,25 % p. a. (Vj. 2,25 %) unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck errechnet. Die Zinssätze entsprechen den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätzen gemäß § 253 Abs. 2 HGB, entsprechend der Vereinfachungsregelung für eine mittlere Restlaufzeit von 15 Jahren.

5. Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet worden und berücksichtigen alle erkennbaren ungewissen Verpflichtungen und Risiken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit den von der Bundesbank bekannt gemachten durchschnittlichen Marktzinssätzen der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

6. Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

7. Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Der Davon-Vermerk Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung beinhaltet sowohl die realisierten als auch die nicht realisierten Währungskursdifferenzen.

8. Latente Steuer

Für die Ermittlung der latenten Steuer aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Aktive Steuerlatenzen resultieren aus höheren Nutzungsdauern bzw. geringeren Abschreibungen für Vermögenswerte des Anlagevermögens und dem höheren handelsrechtlichen Wertansatz von Pensionsverpflichtungen.

Der Abgrenzungsposten für aktive bzw. für passive latente Steuern wird auf Ebene der Organträgerin gebildet. Es ist davon auszugehen, dass sich die Bewertungsdifferenzen vor der Beendigung der Organschaft umkehren werden.

9. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gesellschaft gliedert ihre Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 648 (i. Vj. TEUR 506) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. TEUR 21.423 (i. Vj. TEUR 12.427) resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0).

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen i. H. v. TEUR 1.309 Umsatzsteuer, i. H. v. TEUR 644 den Aktivwert von Rückdeckungsversicherungen zu Pensionsverpflichtungen, i. H. v. TEUR 286 Debitorische Kreditoren und ansonsten überwiegend Anzahlungen für Services i. H. v. TEUR 72, Vorschüsse an Mitarbeiter i. H. v. TEUR 6 und gezahlte Mietkautionen i. H. v. TEUR 1.

3. Rückstellungen für Pensionen

Gemäß § 253 Abs. 6 HGB ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in jedem Geschäftsjahr zu ermitteln. Dieser Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 5 (i. Vj. TEUR 22).

Gewinne dürfen nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrages und abzüglich eines Verlustvortrages mindestens diesem Unterschiedsbetrag entsprechen. Der an die DH Acquisition Holding GmbH, Wetzlar, abgeführte Gewinn enthält, entsprechend dem Wortlaut des § 301 AktG, auch den nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrten Betrag.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen i. H. v. TEUR 5.961 (i. Vj. TEUR 3.857), sonstige Personalaufwendungen i. H. v. TEUR 3.154 (i. Vj. TEUR 2.551), für Mitarbeiterboni i. H. v. TEUR 2.099 (i. Vj. TEUR 1.547), und für Rückbauverpflichtungen größer einem Jahr i. H. v. TEUR 188 (i. Vj. TEUR 163) gebildet.

5. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen i. H. v. TEUR 2.454 (i. Vj. TEUR 2.644) Lieferungen und Leistungen, i. H. v. TEUR 6.835 (i. Vj. TEUR 3.388) Lizenzgebühren der Beckman Coulter Inc., Brea/USA, i. H. v. TEUR 15.000 ein kurzfristiges Intercompany Darlehen von Pall GmbH, Dreieich/Deutschland, und i. H. v. TEUR 34 (i. Vj. TEUR 337) sonstige Posten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betragen TEUR 12.336 (i. Vj. TEUR 8.219) und betreffen die Verbindlichkeit aus der Ergebnisabführung.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

2023 2022
Verbundene Unternehmen
Übriges Europa 62.731 40.476
USA/Kanada 57.882 44.131
Asien 23.946 26.376
Deutschland 4.714 3.181
Afrika 3.247 0
Australien/Neuseeland 3.047 397
Konzernfremde Kunden 2 3
übriges Amerika 0 2
155.569 114.565

Die Umsätze i. H. v. TEUR 155.569 (i. Vj. TEUR 114.565) wurden im Bereich Laborautomation erzielt, davon TEUR 129.345 (i. Vj. TEUR 83.667) durch Warenlieferungen. TEUR 22.245 (i. Vj. TEUR 26.940) resultierten aus der Weiterberechnung von Entwicklungskosten an die Beckman Coulter Inc., Brea/USA, im Rahmen eines R&D Services Agreements. TEUR 3.730 (i. Vj. TEUR 3.430) wurden an die Beckman Coulter Eurocenter S.A., Nyon/Schweiz, im Rahmen eines Marketing Service Agreements berechnet.

Aufgegliedert nach Tätigkeitsbereichen betrugen die Umsatzerlöse

2023 2022
Warenlieferungen 129.345 83.667
Weiterberechnung von Entwicklungskosten an die Beckman Coulter Inc., Brea/USA 22.245 26.940
Weiterberechnung von Marketingkosten an die Beckman Coulter Eurocenter S.A., Nyon/Schweiz 3.730 3.430
Services für die Beckman Coulter Inc., Brea/USA 248 526
Sonstiges 1 3
155.569 114.565

2. Materialaufwand

2023 2022
TEUR TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 116.450 68.851

3. Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2023 2022
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 23.647 22.603
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.038 3.206
27.685 25.809 1

Die Aufwendungen für Altersversorgung betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 214 (i. Vj. TEUR 529).

4. Allgemeine Verwaltungskosten

In den Allgemeinen Verwaltungskosten i. H. v. TEUR 3.372 (i. Vj. TEUR 3.965) sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten.

1 Änderung von TEUR 27.588 auf TEUR 25.809. Dies entspricht einer Anpassung von TEUR 1.799, da die Zeitarbeitskräfte nicht als Personalaufwand definiert werden.

5. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
TEUR TEUR
Erträge aus der Währungsumrechnung 1.692 71
Erträge aus Weiterbelastungen an BCI 978 0
Skontoerträge 505 295
Erträge aus Auslösung von Rückstellungen 75 88
3.250 454

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen periodenfremde Erträge i. H. v. TEUR 75 (i. Vj. TEUR 88).

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i. H. v. TEUR 2.702 (i. Vj. TEUR 963) enthalten im Wesentlichen die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i. H. v. TEUR 2.065 (i. Vj. TEUR 341), Service Fees von Beckman Coulter Inc., Brea/USA i. H. v. TEUR 254 (i. Vj. TEUR 273) und die Aufwendungen i. H. v. TEUR 368 (i. Vj. TEUR 264) für das Support und Consultation Services Agreement mit Beckman Coulter Eurocenter S.A., Nyon/Schweiz.

7. Aufwendungen aus Abzinsung

Für die Pensionspläne sowie aus der Zusage von Sterbegeldern ergibt sich ein Aufwand aus Abzinsung i. H. v. TEUR 12 (i. Vj. TEUR 12), der in den "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen wird.

8. Steuern

Das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz) wurde am 27. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt verkündet und ist am 28. Dezember 2023 in Kraft getreten. Hinsichtlich der neu eingeführten Regelung des § 285 Nr. 30a HGB und der daraus resultierenden Auskunftspflicht über einen sich aus dem Mindeststeuergesetz oder eines entsprechenden ausländischen Mindeststeuergesetzes ergebenden Steueraufwandes/- ertrages sowie Erläuterungen zu den erwarteten Auswirkungen aus der Anwendung solcher noch nicht in Kraft getretener Mindeststeuergesetze wurden Überlegungen in Abstimmung mit dem obersten Gesellschafter (Weltkonzern Danaher Corp., Washington/USA) vorgenommen. Auf Basis der in diesem Zusammenhang erstellten Berechnungen für die jeweilige Gesellschaft sind wir derzeit der Ansicht, dass mit keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Gesellschaft aus der Einführung des Mindeststeuergesetzes zu rechnen ist.

E. Sonstige Angaben

1. Gewinnverwendung

Gemäß des am 21. August 2012 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags werden EUR 12.335.915,62 an die DH Acquisition Holding GmbH, Wetzlar; abgeführt.

2. Konzern- und Beteiligungsverhältnisse

Die Anteile der Gesellschaft werden zu 100 % von der DH Acquisition Holding GmbH, Wetzlar, gehalten. Diese ist ein mittelbares Tochterunternehmen der Danaher Corporation, Washington D.C., USA. Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen zur Danaher Corporation, Washington D.C., USA, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Das Mutterunternehmen der Gesellschaft für den kleinsten Kreis von Unternehmen ist die DH Acquisition Holding GmbH, die sämtliche Anteile der Gesellschaft unmittelbar hält. Der Konzernabschluss der Danaher Corporation, Washington D.C., USA, wird im Internet unter Edgar Company Filings (http://www.sec.gov/edgar/searchedgar/companysearch.html) publiziert.

3. Haftungsverhältnisse

Gemäß § 73 AO haftet die Gesellschaft als Organgesellschaft für die im Rahmen der Organschaft bestehenden Steuerverbindlichkeiten des Organträgers.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Organschaft wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Organträgers als gering angesehen.

Für Bankverbindlichkeiten verschiedener verbundener Unternehmen im Rahmen einer Pooling-Vereinbarung mit der Bank of America, National Association, besteht eine Mithaftung. Aufgrund der positiven Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe ist mit einer Inanspruchnahme derzeit nicht zu rechnen. Darüber hinaus bestehen keine weiteren angabepflichtigen Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen i. H. v. TEUR 36.200.

Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:

TEUR TEUR
Laufzeit bis zu 1 Jahr größer 1 Jahr
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 2.840 11.073
Bestellobligo 17.394 4.893
20.234 15.966

5. Angaben zu nahestehenden Unternehmen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen wurden nicht vorgenommen.

6. Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 111
Steuerberatungsleistungen 21
132

7. Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Gesellschaft setzt sich wie folgt zusammen:

 

Xavier Battle, München/Deutschland

 

Ross Michael Bell, Yorba Linda, Kalifornien/USA (ohne Bezüge)

 

Orlaith Anne Lawler, Chlaregalway/Irland, (ohne Bezüge)

Auf die Angabe der Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9 HGB wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

8. Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich Mitarbeiter in folgendem Umfang:

2023 2022
Forschung und Entwicklung 141 155
Produktion/Logistik 88 78
Verwaltung/Marketing/Service 61 55
290 288

 

München, 28. Juni 2024

Xavier Battle, Geschäftsführer

Ross Bell, Geschäftsführer

Orlaith Lawler, Geschäftsführerin

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.155.166,91 0,00 113.008,89 0,00 1.042.158,02
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.689.105,86 0,00 0,00 0,00 3.689.105,86
4.844.272,77 0,00 113.008,89 0,00 4.731.263,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.180.331,33 295.527,56 946.103,52 0,00 8.529.755,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.452.569,18 320.736,34 18.141,61 129.793,63 6.884.957,54
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.287.426,53 779.570,37 324.670,97 0,00 16.742.325,93
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 131.203,63 11.688,89 1.410,00 -129.793,63 11.688,89
32.051.530,67 1.407.523,16 1.290.326,10 0,00 32.168.727,73
36.895.803,44 1.407.523,16 1.403.334,99 0,00 36.899.991,61
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 882.666,91 30.000,00 113.008,89 799.658,02
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.689.105,86 0,00 0,00 3.689.105,86
4.571.772,77 30.000,00 113.008,89 4.488.763,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.540.232,47 537.522,98 346.103,52 3.731.651,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.296.704,67 775.246,62 16.759,97 5.055.191,32
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.678.425,79 778.293,04 324.670,97 15.132.047,86
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
22.515.362,93 2.091.062,64 687.534,46 23.918.891,11
27.087.135,70 2.121.062,64 800.543,35 28.407.654,99
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 242.500,00 272.500,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
242.500,00 272.500,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.798.103,44 5.640.098,86
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.829.766,22 2.155.864,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.610.278,07 1.609.000,74
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.688,89 131.203,63
8.249.836,62 9.536.167,74
8.492.336,62 9.808.667,74

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Beckman Coulter Biomedical GmbH nimmt innerhalb des zur Danaher Corporation gehörenden Beckman Coulter-Konzerns die Funktion eines Kompetenzzentrums wahr und trägt die Verantwortung für die weltweite Entwicklung und Herstellung von Laborautomationsprodukten (Produktlinie "Automate 1200/1250/2500/2550" und Produktlinie "DxA"). Im Training Center finden intensive und praxisnahe Schulungen direkt an den Geräten in unmittelbarer Nähe zu Entwicklung und Produktion statt. Hier werden Techniker aus aller Welt ausgebildet, die Systeme für Kunden installieren und warten.

Der Vertrieb der Geräte zur Laborautomation erfolgt ausschließlich über verbundene Unternehmen (Beckman Coulter-Vertriebsgesellschaften) in Europa, Nord- und Südamerika, Australien/Neuseeland und Asien/China.

Umsatz und Ertragslage

Der Verlauf des Geschäftsjahres 2023 liegt trotz der angespannten Situation auf den globalen Beschaffungsmärkten insbesondere für elektronische Bauteile durch die weiterhin gute Nachfrage nach Produkten der Produktlinie DxA in einem für die Geschäftsführung zufriedenstellenden Bereich. Der prognostizierte Umsatzanstieg im zweistelligen Prozentbereich konnte vor allem aufgrund erhöhter Ausbringungsmengen bei der DxA-Produktlinie erreicht werden. Die Vermögens- und Ertragslage hat sich entsprechend unserer Erwartungen im Vorjahr leicht verbessert. Die Geschäftsführung beurteilt weiterhin die wirtschaftliche Lage des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2023 als gut unter den gegebenen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Der Gesamtumsatz der Gesellschaft erhöhte sich nominal um TEUR 41.004 bzw. 36 % auf insgesamt TEUR 155.569 (i. Vj. TEUR 114.565) und liegt damit leicht über den Erwartungen des Vorjahres. Darin sind Einmaleffekte im Bereich Warenlieferungen von TEUR -4.363 (i. Vj. TEUR -366) enthalten. Ohne Berücksichtigung der Veränderung der Einmaleffekte im Bereich Warenlieferungen um TEUR -3.997 ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 somit ein realer Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr um TEUR 45.001 auf TEUR 159.932.

Die gesamten Herstellungskosten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 38.233 bzw. 38 % auf insgesamt TEUR 139.722 (i. Vj. TEUR 101.489). Darin sind Einmaleffekte im Bereich Warenlieferungen von TEUR -1.604 (i. Vj. TEUR -3.175) enthalten. Ohne Berücksichtigung der Veränderung der Einmaleffekte im Bereich Warenlieferungen um TEUR 1.571 ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 somit ein realer Anstieg der Herstellungskosten gegenüber dem Vorjahr um TEUR 36.662 auf TEUR 141.326.

Die Umsätze aus der Weiterberechnung der erbrachten Entwicklungsleistungen an die Beckman Coulter, Inc. sind aufgrund von Kosteneinsparungen gegenüber dem Vorjahr um 17 % gesunken. Mit 14 % tragen sie aber auch im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 22.245 (i. Vj. TEUR 26.940) mit einem wesentlichen Anteil zum Gesamtumsatz des Unternehmens bei.

Die Umsätze der Gesellschaft aus Warenlieferungen im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 129.345 (i. Vj. TEUR 83.667) beinhalten einen Einmaleffekt i. H. v. TEUR -4.363 und erfolgten zu 100 % mit verbundenen Unternehmen. Umsatz, Einmaleffekt und Ertragslage des Unternehmens sind unmittelbar abhängig vom Absatzerfolg der Beckman Coulter-Vertriebsgesellschaften, den im Konzernverbund vereinbarten Vorgaben hinsichtlich Lagerhaltungspolitik, Produktionsauslastung und Lieferfähigkeit sowie den im Konzern praktizierten Transferpreisgestaltungen. Rund 49 % (i. Vj. 48 %) der Warenumsätze wurden mit Beckman Coulter-Vertriebsgesellschaften in Europa, rund 27 % (i. Vj. 20 %) mit Vertriebsgesellschaften in Nordamerika, rund 19 % mit Vertriebsgesellschaften in Asien/China (i. Vj. 31 %), rund 3 % (i. Vj. 0 %) mit Vertriebsgesellschaften in Afrika und rund 2 % (i. Vj. 1 %) mit Vertriebsgesellschaften in Australien/Neuseeland getätigt.

Die Umsätze in der Laborautomation mit verbundenen Unternehmen konnten bereinigt um Einmaleffekte durch die positive globale Marktresonanz der Produktlinie DxA um 59 % (i. Vj. 4 %) gesteigert werden. Das Produktionsvolumen steigerte sich insgesamt gegenüber dem Vorjahr für beide Produktlinien um 105% (€55.5M in 2022; €113.9M in 2023). Die Produktionsmenge der Instrumente der Produktlinie DxA ist gegenüber dem Vorjahr um 100% gestiegen, die Produktionsmenge der Produktlinie Automate erhöhte sich um 35% gegenüber dem Vorjahr. Diese Entwicklung im Jahr 2023 ergab sich als Folge der erhöhten Nachfrage.

Die Allgemeinen Verwaltungskosten verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 593 auf TEUR 3.372 (i. Vj. TEUR 3.965). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus einer Kostensenkung im Bereich der externen Dienstleistungen.

Die Kostensituation hinsichtlich Entwicklungskosten und Marketingkosten hat nur mittelbar Auswirkungen auf die Ertragslage, da über sogenannte Service Agreements alle entstandenen Entwicklungskosten an die Beckman Coulter, Inc. mit 10 % Aufschlag und alle entstandenen Marketingkosten für die über die europäischen Vertriebsgesellschaften vertriebenen Produkte mit 8 % Aufschlag an die Beckman Coulter Eurocenter S.A. in der Schweiz weiterbelastet werden.

Die Gesellschaft weist für das Berichtsjahr 2023 ein Ergebnis nach Steuern i. H. v. TEUR 12.343 (i. Vj. TEUR 8.228) und unter Berücksichtigung der Ergebnisabführung einen Jahresüberschuss i. H. v. TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) aus. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung liegt damit leicht über den Erwartungen des Vorjahres.

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage ist erwartungsgemäß geprägt durch die Produktion der Produktlinie DxA. Entsprechend sind 2023 die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie an Fertigerzeugnissen weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Reduzierung des Anlagevermögens basiert im Wesentlichen auf den planmäßigen Abschreibungen der Bauten auf fremden Grundstücken sowie den planmäßigen Abschreibungen der Technischen Anlagen und Maschinen und anderen Anlagen. Zusätzlich verringerte ein Zuschuss für Mietereinbauten für die neue Produktionsstätte in Baierbrunn über TEUR 600 die aktivierten Werte. Forderungen und Verbindlichkeiten sind in Analogie zur Geschäftsentwicklung gestiegen. Zudem wurden sie beeinflusst durch Einmaleffekte im Bereich der Transferpreisanpassungen.

Auf der Aktivseite ist die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft v.a. gekennzeichnet durch Vorräte und Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie Sachanlagen, überwiegend in Form von Bauten auf fremden Grundstücken und technische Anlagen und Maschinen.

Die technischen Anlagen und Maschinen bestehen insbesondere aus Werkzeugen sowie Montagelinien für die Produktlinie DxA. Per 31.12.2023 waren Werkzeuge mit einem Restbuchwert von TEUR 1.571 aktiviert. Die Bauten auf fremden Grundstücken haben einen Restbuchwert von TEUR 4.798 und betreffen im Wesentlichen den Produktionsstandort Baierbrunn (Restbuchwert TEUR 4.738).

Im Berichtsjahr erhöhte sich aufgrund des gestiegenen Auftragsbestandes der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie der Bestand an fertigen Erzeugnissen sukzessive. Es wurden u.a. 113 DxA Systeme produziert, gegenüber 55 Stück in 2022. Das entspricht einer Veränderung von 105 %. Weiterhin wurde der Lagerbestand der wichtigsten Rohmaterialien auf höherem Niveau gehalten, um bei möglichen Lieferschwierigkeiten der Lieferanten bzw. der Unterbrechung der Lieferketten abgesichert zu sein.

Die wesentlichen Bestandteile der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände bilden die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen, v.a. aus dem Bereich Laborautomation sowie Umsatzsteuer und der Aktivwert von Rückdeckungsversicherungen zu Pensionsverpflichtungen. Die Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände im Vergleich zum Vorjahr resultiert insbesondere aus Debitorischen Kreditoren in Höhe von TEUR 286.

Die Verbindlichkeiten bestehen gegenüber Dritten und verbundenen Unternehmen im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen, der Ergebnisabführung an die Gesellschafterin sowie einem Intercompany Darlehen der Pall GmbH. Die Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 22.094 ergibt sich im Wesentlichen aus einer gestiegenen Gewinnabführung (TEUR 4.117), einer erhöhten Lizenzgebühr an die Beckman Coulter Inc. (TEUR 3.447) sowie aufgrund des Darlehens über TEUR 15.000.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich um TEUR 3.498 erhöht und wurden im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen, sonstige Personalaufwendungen, Mitarbeiterboni, Abfindungen sowie vertraglich vereinbarte Rückbauverpflichtungen gebildet. Der Anstieg basiert v.a. auf der erhöhten Summe an ausstehenden Rechnungen und Mitarbeiterboni.

Bei Kreditinstituten bestand zum Jahresende eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 9.054 (i. Vj. TEUR 6.816). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Aufbau des Vorratsvermögens.

Forschung und Entwicklung

Im Bereich Laborautomation stand weiterhin die fortschreitende Arbeit an der Produktlinie DxA und zukünftigen Ausbaustufen im Vordergrund, wobei die Zielsetzung in einer umfassenden und modularen Laborautomation durch Integration der bisherigen Automate-Funktionalitäten mit einem Fördersystem (Tracksystem) bei gleichzeitiger Anbindung an die ebenfalls im Konzern entwickelten und produzierten Analysegeräte besteht.

Kleinere Funktionsbereiche im Unternehmen wirken außerdem im internationalen Konzernverbund an der Entwicklung der nächsten Generation von Analysegeräten sowie an der grundsätzlichen Technologieentwicklung mit.

Im Bereich Forschung & Entwicklung waren im Geschäftsjahr 2023 141 Mitarbeiter tätig (i. Vj. 155 Mitarbeiter). Die Aufwendungen in diesem Bereich beliefen sich auf insgesamt TEUR 20.329 (i. Vj. TEUR 23.124).

Mitarbeiter

Die Zahl der Beschäftigten betrug im Jahr 2023 durchschnittlich 290 Mitarbeiter gegenüber durchschnittlich 288 Mitarbeitern im Jahr 2022.

Unsere Mitarbeiter werden durch allgemeine und fachspezifische Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen weiterqualifiziert. Für jeden Mitarbeiter werden anhand der Rollenbeschreibungen Weiterbildungsmaßnahmen bestimmt, die die Mitarbeiter in einem vorgegebenen zeitlichen Rahmen zu absolvieren haben. Die Durchführung der Weiterbildungsmaßnahmen wird anhand einer dafür ausgerichteten Kennziffer monatlich berichtet und überwacht. Aufgrund der Tätigkeit der Gesellschaft in der Medizinindustrie ist die Weiterbildung ein wichtiger Bestandteil unseres Qualitätsmanagements, die häufig von externen Aufsichtsbehörden begutachtet wird.

Chancen und Risiken

Die Gesellschaft fungiert als bedeutender Entwicklungsdienstleister, Produzent und Zulieferer für die Beckman Coulter-Vertriebsgesellschaften. Strategische und operative Chancen und Risiken der Vertriebsgesellschaften wirken sich damit mittelbar auch auf das Unternehmen aus. Durch die Vertretung der Geschäftsleitung in konzernweiten Entscheidungsgremien und dem regelmäßigen standardisierten Informationsaustausch mit den Vertriebsgesellschaften werden die Interessen der Gesellschaft zum frühestmöglichen Zeitpunkt sowohl innerhalb des Beckman Coulter Konzerns als auch der Danaher Corporation kommuniziert und in den Entscheidungsprozess eingebracht. Umsatz und Ertragslage sind weiterhin abhängig vom Absatzerfolg der Vertriebsgesellschaften, der im Konzernverbund vereinbarten Vorgaben hinsichtlich Lagerhaltungspolitik, Produktionsauslastung und Lieferfähigkeit sowie der im Konzern praktizierten Transferpreisgestaltung und Ausgestaltung der Service Agreements.

2023 beeinträchtigten anhaltend die Ukraine-Krise sowie zusätzlich die Anspannungen mit China und die Eskalation der Krise im Nahen Osten die globale Wirtschaft und damit auch die Risikosituation der Beckman Coulter Vertriebsgesellschaften und indirekt der Beckman Coulter Biomedical GmbH. Als Produzent und Zulieferer für die Beckman Coulter-Vertriebsgesellschaften sind wir weiterhin indirekt von der anhaltenden Ungewissheit hinsichtlich der weltweiten Folgen der Ukraine-Krise auf die Absatzsituation in allen Märkten betroffen. Ob sich die Erholung in nahezu allen Absatzmärkten fortsetzt, kann derzeit nicht belastbar beurteilt werden. Die unsichere Lage insbesondere in vielen Lieferketten könnte sich indirekt auf unser geplantes höheres Fertigungsvolumen auswirken. Als Entwicklungsdienstleister haben wir allerdings langfristige konzerninterne Aufträge, die von der derzeitigen Situation nicht direkt betroffen sind. Die Erbringung der Entwicklungsdienstleistungen ist auch unter den gegebenen Rahmenbedingungen sichergestellt. Die Gesellschaft beobachtet die Situation weiterhin sehr aufmerksam und ist vorbereitet, angemessene Maßnahmen zu ergreifen. Grundsätzlich ist die Geschäftsleitung von der Wirksamkeit des Risikomanagement-Systems überzeugt.

Den von Beckman Coulter Inc., Brea/USA, zu tragenden wesentlichen Entwicklungsrisiken begegnet die Beckman Coulter Biomedical GmbH mit einem strikten und umfassenden Projektmanagement auf Basis eines standardisierten Phasenmodells mit umfangreichen Risikoanalysen. Aufgrund des bei der Beckman Coulter Biomedical GmbH implementierten professionellen und erfolgreichen Projektmanagementkonzepts ergeben sich zukünftig weiterhin Chancen, zu den bereits verantworteten Entwicklungsaufgaben zusätzliche Entwicklungsaktivitäten für die Gesellschaft innerhalb des Konzernverbunds akquirieren zu können.

Das Produktionsplanungssystem orientiert sich an der Umsatzplanung und stellt damit weitgehend sicher, dass benötigte Produkte nur in der nachgefragten Menge und Konfiguration zu möglichst niedrigen Herstellungskosten produziert werden. Die Vorräte unterliegen einer ständigen Überwachung und anhaltenden Optimierung im Hinblick auf ihre Marktgängigkeit und ihre Bestandshöhe. Gegebenenfalls werden die Vorräte gemäß der risikokonformen internen Richtlinie wertberichtigt. Durch die erfolgreiche Anwendung sogenannter "Lean Manufacturing"-Prinzipien auf Basis des "Danaher Business System" wurde ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess angestoßen, der zukünftig weitere Effizienzsteigerungen in Aussicht stellt und die Stellung der Gesellschaft innerhalb des Beckman Coulter Konzerns positiv beeinflusst.

Durch die Fokussierung auf die Endmontage ergeben sich nur geringe Risiken im Produktionsbereich. Das bedeutendere Beschaffungsrisiko wird durch eine Optimierung und Konsolidierung der Lieferantenbasis sowie eine kontinuierliche Lieferantenbewertung und -auswahl reduziert. Im Beschaffungsbereich werden die Chancen vorteilhafter Beschaffungskonditionen im Rahmen des Konzernverbundes strukturiert genutzt und kosten- und risikomindernd für die Gesellschaft umgesetzt.

Für die Beckman Coulter Biomedical GmbH können sich auch Risiken durch eine weitere Verschärfung geopolitischer Spannungen ergeben. Seit Februar 2022 herrscht, mitten in Europa, ein Krieg mit ungewissem Ausgang. Die Beckman Coulter Biomedical GmbH ist nur indirekt von der Krise betroffen, da es keine Lieferanten oder Kundenbeziehungen mit den beiden beteiligten Ländern gibt. In Zusammenhang mit den Anspannungen mit China wirkt sich die Krise in Form einer verschlechterten Versorgungslage mit Materialien und Vorprodukten auch negativ auf die Beckman Coulter Biomedical GmbH aus. Insbesondere bei Elektronikkomponenten ist der Weltmarkt derzeit angespannt. Dies führte zu Lieferverzögerungen bzw. eingeschränkten Mengen und dadurch zu längeren Lieferzeiten unsererseits und zu einer späteren Umsatzrealisierung. Darüber hinaus hatte die angespannte Liefersituation teilweise deutlich höhere Komponentenpreise und Frachtkosten zur Folge. Durch eine teilweise Erhöhung der Bestände wird versucht, diesen Risiken entgegenzuwirken.

Die 2022 erfolgte Verlagerung der Produktionsstätte von München ins nahe gelegene Baierbrunn hat die Produktionsmöglichkeiten verbessert. Die Optimierung der Produktionsprozesse dauert weiterhin an.

Durch die Konzentration und den weiteren Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten am im internationalen Vergleich als attraktiv bewerteten Technologie-Standort München nutzt man die diesbezüglichen Chancen, um Talente anzuwerben. Die Eingliederung in den Beckman Coulter-Konzern und die Zugehörigkeit zur Danaher Corporation erhöhen die Attraktivität der angebotenen Arbeitsplätze. Das Danaher Business System stellt die Basis dar für die Sicherheit der Arbeitsplätze und bietet den Mitarbeitern umfangreiche Weiterbildungsmaßnahmen. Das Angebot der Gesellschaft an umfangreichen Sozialleistungen ist ein weiterer Baustein im Personalmanagement. Durch diese geschäftspolitischen Aspekte verbleibt das Risiko im Personalbereich auf niedrigem Niveau.

Die Finanzierung der Gesellschaft wird im Konzernverbund sichergestellt. Damit werden die Finanzrisiken weitestgehend auf die Muttergesellschaft und den Konzern verlagert. Einer grundsätzlichen Ausweitung der Geschäftsaktivitäten im Rahmen einer diesbezüglichen Konzernstrategie würden somit keine Finanzrisiken für die Gesellschaft selbst entgegenstehen.

Ausblick

Die Gesellschaft geht davon aus, dass das die geopolitischen Spannungen die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin beeinflussen werden. Nichtsdestotrotz unterstellen wir, dass die Beckman Coulter Vertriebsgesellschaften in einem langfristig stabilen Wachstumsmarkt agieren. Wir gehen davon aus, dass unsere Prognosen für das Jahr 2024 die zugrunde liegende Entwicklung des Unternehmens somit realistisch darstellen. Allerdings kann es in Abhängigkeit von den weiteren Entwicklungen zu Änderungen des in diesem Bericht beschriebenen Ausblicks für 2024 kommen.

In der Ukraine und in Russland gibt es keine Aktivitäten der Beckman Coulter Biomedical GmbH. Während die direkten Konsequenzen des Krieges also kein Risiko darstellen, könnte der russische Krieg gegen die Ukraine weiterhin zu schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen und zu einer Verschlechterung der konjunkturellen Rahmenbedingungen führen. In diesem Fall sind negative Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis denkbar. Neben dem Konjunkturrisiko haben die Folgen des Krieges auch Auswirkungen auf die Risiken in den Bereichen Energie- und Beschaffungspreise.

Auch die Spannungen im Nahen Osten oder mit China könnten sich auf Handelsbeziehungen, Investitionen und die allgemeine wirtschaftliche Stabilität auswirken und damit die Beckman Coulter Biomedical GmbH zumindest indirekt beeinflussen.

Für die Entwicklung und für das organische Wachstum der Gesellschaft wird die weitere erfolgreiche Marktausdehnung und Marktdurchdringung der Produktlinie DxA ausschlaggebend sein. Die erfolgreiche Absicherung des Geschäftes mit bereits etablierten Produkten und Leistungen auf dem Niveau der Vorjahre unter Berücksichtigung von Einmaleffekten in allen zugänglichen Märkten wird weiterhin einen soliden Grundbaustein bilden.

Insgesamt prognostiziert die Geschäftsführung nach derzeitigem Stand für die Gesellschaft aufgrund der anhaltenden starken Nachfrage bei der Produktlinie DxA als auch der Produktlinie AutoMate und der geplanten Beibehaltung der Entwicklungstätigkeiten am Standort München einen Umsatzanstieg unter Berücksichtigung von Einmaleffekten im niedrigen zweistelligen Prozentbereich, welcher die Vermögens- als auch die Ertragslage in 2024 leicht verbessern wird. Es wird aufgrund geplanter höherer Beschaffungspreise mit einem Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung im mittleren einstelligen Mio.-Euro-Bereich geplant. Nach Auffassung der Geschäftsführung befindet sich die Gesellschaft damit auf einem soliden und gesunden Wachstumskurs für die Zukunft.

Für das folgende Geschäftsjahr erwarten wir einen leichten Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl. Wir erwarten auch im Folgejahr eine über 95%ige Erfüllung aller vorgegebenen Weiterbildungsmaßnahmen.

 

München, 28. Juni 2024

Xavier Battle, Geschäftsführer

Ross Bell, Geschäftsführer

Orlaith Lawler, Geschäftsführerin

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Beckman Coulter Biomedical GmbH, München, wurde am 18.07.2024 festgestellt.

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