Wittland Vermögensverwaltung GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gerard Thomas Williams seit 28.1.2026 | Geschäftsführer |
Arno Tissen seit 8.1.2026 | Prokura |
Anja Brown seit 18.3.2024 | Prokura |
Bothaina Said El-Sayed Attia seit 18.3.2024 | Prokura |
Sebastian Dr. Kruggel seit 7.7.2023 | Prokura |
Michael Husmann seit 15.12.2014 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Ferring BV | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ferring GmbHKielJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen der Gesellschaft Die Ferring GmbH produziert pharmazeutische Halbfertigerzeugnisse, die über zum Ferring-Konzern gehörende Schwestergesellschaften weltweit vermarktet werden. Der Standort in Kiel fungiert als Kompetenzzentrum innerhalb der Ferring-Gruppe für die Produktion von sterilen Arzneiformen. Darüber hinaus importiert die Ferring GmbH seit 2018 pharmazeutische Fertigprodukte in die Europäische Union und betreibt Großhandel mit diesen Produkten. II. Wirtschaftsbericht (Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen) Die Absatzmärkte für pharmazeutische Produkte stehen weltweit unverändert unter erheblichem Regulierungsdruck der jeweiligen Staaten, die vornehmlich durch Steuerung der Produktzulassungen und der Verkaufspreise Einfluss nehmen. Um die Finanzierbarkeit der staatlichen Gesundheitssysteme zu gewährleisten, findet seit Jahren insbesondere in Europa eine strikte Kostendämpfungspolitik im Gesundheitswesen statt. Die Folge davon sind stetig steigende Anforderungen an Effizienz und Produktivität bei der Herstellung von Arzneimitteln. Wichtigste Absatzmärkte der Ferring-Gruppe sind die USA, Europa und die asiatischpazifische Region. Diese Märkte umfassen rund 88% der Gesamtumsätze der Ferring Gruppe. (Geschäftsverlauf) Die wesentlichen zur Steuerung des Geschäfts verwendeten Leistungsindikatoren sind der Wert der zurückzuweisenden Chargen und das Servicelevel (OTIF = On Time In Full; Anteil der rechtzeitig und vollständig hergestellten Chargen). Im Geschäftsjahr 2023 wurden Chargen im Wert von 4,7 Mio. € (bewertet zu Herstellungskosten, Vorjahr: 13,5 Mio. €) zurückgewiesen. Dies liegt leicht über dem Budget von 4,5 Mio. €. Obgleich dieser positiven Entwicklung intensiviert die Qualitätssicherung die Analysen und die Ursachenforschung für die aufgetretenen Fehler weiter. Auch wurde das Programm zur ,Site Transformation' fortgeführt. Dieses Programm verfolgt das Ziel, sämtliche Geschäftsprozesse hinsichtlich Qualität, Nachhaltigkeit und Effizienz zu modernisieren, um auch weiterhin ein verlässlicher Partner im globalen Netzwerk der Produktionsstandorte der Ferring-Gruppe zu sein. In diesem Zusammenhang ist auch das ,Maintenance Strategic Program' zu nennen, welches mit der Absicht initiiert wurde, Produktionsstillstände mit entsprechenden Produktionsverlusten signifikant zu reduzieren, um die Lieferung und Qualität im Ferring-Konzern noch weiter zu erhöhen. Der Servicelevel (OTIF) für die ausgelieferten Chargen hat sich im Gesamtjahresdurchschnitt 2023 von 87% auf 89% verbessert. Aus diesem Grund wurde im Geschäftsjahr die Ursachenforschung weiter intensiviert und ein wöchentliches Reporting dieser Kennzahl etabliert. Die Zielvorgabe für 2024 bleibt 93%. Die Anzahl der Mitarbeiter umgerechnet auf Vollzeitbeschäftigung (FTE) erhöhte sich zum Ende des Jahres, auch durch den fortschreitenden Neubau des Multifunktionsgebäudes, um 11,3 % auf 522. (Ertragslage) Die Umsatzerlöse reduzierten sich insgesamt gegenüber dem Vorjahr deutlich von 540,1 Mio. € um 68,1 Mio. € (-12,6 %) auf 472,0 Mio. €. Die Vorjahresumsätze sind dabei durch zwei gegenläufige Sondereffekte beeinflusst: Erlösschmälerungen in Höhe von 44,2 Mio. € (vergleiche hierzu die Ausführungen zu den sonstigen betrieblichen Erträgen) sowie enthaltene Umsatzkorrekturen aus einer steuerlichen Betriebsprüfung über 6,2 Mio. €. Auf bereinigter Basis lagen die Vorjahresumsätze damit bei 578,1 Mio. €, was einen effektiven Rückgang um 106,1 Mio. € bedeutet. Bezogen auf einzelne Produkte war dieser Rückgang der Umsatzerlöse der Halbfertigwaren im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen durch MENOPUR (- 82,0 Mio. €) zu erklären. Gegenläufig dazu sind die Umsätze durch REKOVELLE um 5,3 Mio. € sowie Großhandelsumsätze um 4,8 Mio. € gestiegen. Grundsätzlich werden alle Umsätze mit anderen Ferring-Gesellschaften erzielt. Bei turnusmäßigen Wartungsarbeiten im Sommer des Geschäftsjahres wurden technische Mängel an einer Produktionslinie, an der hauptsächlich MENOPUR gefertigt wird, festgestellt, die zu einem ungeplanten Stillstand führten. Im Wesentlichen aufgrund dieses Stillstands konnte an dieser Produktionslinie an 84 Tagen nicht produziert werden. Das ist ein Anstieg um 36 Ausfalltage gegenüber dem Vorjahr. Die Mängel konnten bis Oktober vollständig beseitigt werden, sodass zum Ende des Geschäftsjahres die Produktion wieder aufgenommen werden konnte. Das Budget wurde dennoch deutlich verfehlt. Zudem wurde im September 2023 die Herstellung für das Produkt DECAPEPTYL ausgesetzt, um den Prozess und einen möglichen weiteren Ausbau zu prüfen. Die Lieferung des Produkts an die Konzerngesellschaften war bis Ende des Jahres 2023 gesichert, die Produktion war in der ersten Jahreshälfte 2024 immer wieder unterbrochen und wurde im dritten Quartal 2024 wieder vollständig aufgenommen. Diese Unterbrechung führt zu sinkenden Umsatzerlösen im Jahr 2024 für das Produkt DECAPEPTYL um 7,0 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich von 45,5 Mio. € im Vorjahr um 41,9 Mio. € auf 3,6 Mio. €. Im Vorjahr wurden Rückstellungen für Rohmaterial-Einkaufspreise in Höhe von 44,2 Mio. € aufgelöst, da sich im Rahmen des Erwerbs des Lieferanten durch den Ferring Konzern herausstellte, dass die Preisanpassungen nicht anfallen werden. In gleicher Höhe waren Erlösschmälerungen aus einer Weitergabe der Preisreduzierung an die Kunden der Ferring GmbH angefallen. Der Rohertrag (Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen und Materialaufwand) liegt mit 97,1 Mio. € (20,0 % der Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen und sonstige betriebliche Erträge)) deutlich über dem Vorjahresniveau (Rohertrag 44,1 Mio. €, 7,6 % der Gesamtleistung). Im Vorjahr wurde eine Rückstellung für Rohmaterial-Einkaufspreise in Höhe von 44,2 Mio. € aufgelöst, da sich im Rahmen des Erwerbs des Lieferanten durch den Ferring Konzern herausstellte, dass die Preisanpassungen nicht anfallen werden. Bereinigt um die einmalige Preisanpassung von Rohmaterial beträgt der Rohertrag im Vorjahr 88,3 Mio. € und lag bei 15,3% der Gesamtleistung. Die Veränderung ist auf eine Anpassung der internen Verrechnungspreise im Geschäftsjahr 2023 zurückzuführen. Der Personalaufwand erhöhte sich durch den Personalaufbau und entsprechende Tariferhöhungen von 38,5 Mio. € im Vorjahr um 7,4 Mio. € (19,1 %) auf 45,9 Mio. €. Ein zusätzlicher Aspekt in den Personalkosten ist die erstmalig gezahlte Inflationsprämie im März 2023 in Höhe von 1.500 € für jeden Mitarbeiter. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich insgesamt um 9,0 Mio. € gegenüber dem Vorjahr, im Wesentlichen bedingt durch gestiegene Energiekosten sowie Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag mit 8,6 Mio. € unter dem Vorjahr (16,0 Mio. €), im Wesentlichen bedingt durch höhere Energiekosten sowie Personalaufwendungen. Die Zinsaufwendungen erhöhten sich deutlich auf 7,2 Mio. € infolge des gesamtwirtschaftlich gesteigerten Zinsniveaus sowie der höheren Inanspruchnahme des Cash- Pools. Die Ertragsteuern enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 0,6 Mio. €. Im Vorjahr betrugen diese 2,0 Mio. € aus einer Betriebsprüfung für die Jahre 2017 bis 2020. Der Jahresüberschuss der Ferring GmbH verringerte sich entsprechend von 10,5 Mio. € im Vorjahr auf einen Jahresfehlbetrag von 0,03 Mio. €. (Finanzlage) Das Eigenkapital sank von 58,6 Mio. € um 0,03 Mio. € (-0,1 %) auf 58,6 Mio. €. Die Eigenkapitalquote lag zum 31. Dezember 2023 bei 15,9% (Vorjahr: 20,2%). Die Investitionen lagen im Geschäftsjahr 2023 bei 45,4 Mio. € (Vorjahr: 37,1 Mio. €). Die Investitionen beinhalteten mit 31,1 Mio. € die Fortsetzung des Neubaus eines Multifunktionsgebäudes, das Labore zur Qualitätskontrolle, eine Pilot-Plant sowie eine Produktionslinie zur aseptischen Füllung von Kartuschen umfasst sowie mit 3,5 Mio. € Investitionen für die Erweiterung der Produktionsanlage zur Pulver-Abfüllung von Spritzen. Die Ferring GmbH nimmt an einem Cash-Pool-Verfahren der Ferring-Gruppe teil, wodurch die Liquidität der Gesellschaft gesichert wird. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte über den Cash-Pool, sodass die Inanspruchnahme von 171,0 Mio. € im Vorjahr auf 296,0 Mio. € zum 31. Dezember 2023 gestiegen ist. (Vermögenslage) Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 290,7 Mio. € um 76,9 Mio. € (26,5%) auf 367,6 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg im Vorrats- und Sachanlagevermögen. Das Anlagevermögen stieg von 120,9 Mio. € um 36,7 Mio. € (30,4%) auf 157,6 Mio. €. Die Anlagenintensität (Anlagevermögen/Bilanzsumme) betrug zum Jahresende 42,9% (Vorjahr: 41,6%). Das Eigenkapital deckte damit das Anlagevermögen zu 37,2% (Vorjahr: 48,5%). Das Vorratsvermögen stieg insbesondere aufgrund des unterjährigen Produktionsstillstandes deutlich von 100,9 Mio. € um 67,4 Mio. € (66,8%) auf 168,3 Mio. €. Die bestehenden Abnahmeverpflichtungen mussten während des Stillstands eingehalten werden und führten zu einem entsprechenden Anstieg der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Großhandelsumsätzen und Halbfertigerzeugnissen sanken von 45,3 Mio. € auf 13,9 Mio. €. Auf der Passivseite resultiert der Anstieg der Bilanzsumme im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+85,1 Mio. €) infolge der gestiegenen Inanspruchnahme des Cash-Pool. Gegenläufig wirkt sich eine Verminderung der sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern aus (-12,7 Mio. €). III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht (Chancen und Erfolgspotentiale) Im Ferring-Konzern wird regelmäßig detaillierte Marktforschung durchgeführt, um mögliche Absatzrückgänge in den wesentlichen Absatzmärkten rechtzeitig zu erkennen. Um dem in den letzten Jahren in der Pharmaindustrie gestiegenen Kostendruck zu begegnen und Renditepotentiale in den Fertigungsprozessen zu identifizieren, wird in der TechOps Division der Ferring-Gruppe seit einigen Jahren ein Programm zur Umsetzung einer Lean-Philosophie durchgeführt. Wesentliches Ziel dieser Denkweise ist es, in der gesamten Wertschöpfungskette im Unternehmen Verschwendung zu minimieren. Auch im Geschäftsjahr 2023 wurden mehrere Teilprojekte (,Green-Belt' Zertifizierung) durchgeführt, um den Lean Gedanken weiter im Unternehmen zu verankern. Darüber hinaus wurde das 2020 begonnene Programm zur ,Site Transformation' im Geschäftsjahr fortgesetzt. Dieses Programm verfolgt das Ziel, sämtliche Geschäftsprozesse hinsichtlich Qualität, Nachhaltigkeit und Effizienz zu modernisieren, um auch weiterhin ein verlässlicher Partner im globalen Netzwerk der Produktionsstandorte der Ferring- Gruppe zu sein. Folgende Faktoren tragen weiterhin zu einer positiven und zukunftsorientierten Entwicklung des Standortes Kiel bei:
Die herausragende und einwandfreie Qualität der hergestellten Produkte sind zentraler Bestandteil der Ferring-Unternehmensphilosophie. Die Abteilung Qualitätssicherung stellt sicher, dass die Ferring GmbH bei der Herstellung von Arzneimitteln weltweit geltende Qualitätsstandards erfüllt. Die Einhaltung dieser Standards wird regelmäßig durch Arzneimittelüberwachungsbehörden der jeweiligen Staaten überprüft. (Sonstige Chancen / Risiken) Unabdingbar für die Produktion der Produkte MENOPUR, MENOGON und BREVACTID sind Rohstofflieferungen eines argentinischen Herstellers. Am 3. Januar 2023 wurden 100% der Anteile dieses Herstellers von der Ferring B.V. als Eigentümerin der Ferring GmbH übernommen, insbesondere um die Lieferung und Produktion langfristig zu sichern. Die Absicherung von Beschaffungsrisiken und der Rohstoffversorgung ist von entscheidender Bedeutung für einen produzierenden Betrieb mit Eigenschaften eines Lohnherstellers. Nahezu alle Schlüssellieferanten werden von der Ferring GmbH regelmäßig auditiert. Das Rohstoffversorgungsrisiko wird daher als gering eingestuft. Besonderes Augenmerk wird auf die Absicherung der Grundstücke, Gebäude und Anlagen gerichtet. Dieses Konzept umfasst Elemente wie Einzäunung, Videoüberwachung, Kanalisierung von Personen- und Kfz-Bewegungen sowie den langfristigen Einsatz eines Wach- und Sicherungsunternehmens und begegnet so Gefahren wie Diebstahl und Spionage. Das Sicherheitsrisiko wird daher als gering eingestuft. Die genannten Maßnahmen sind elementarer Bestandteil des Risikomanagements der Ferring-Gruppe. Mit Hilfe dieses Instrumentes werden proaktiv Risiken, deren Eintrittswahrscheinlichkeiten, mögliche Auswirkungen und erforderliche Gegenmaßnahmen ermittelt. Der "Risk Management Guide" der Ferring-Gruppe, zugänglich für jeden Mitarbeiter im Intranet, ist ein weiteres Hilfsmittel zur Gefahrenidentifikation, -einschätzung und deren Abwehr. Darüber hinaus besteht ein Notfall- und Geschäftsfortführungsplan (Business Continuity Plan). Der Ukraine-Krieg wirkt sich bis heute nicht signifikant auf die Versorgung mit Wirkstoffen und Primärpackmitteln aus. Energiekosten unterlagen dem Risiko des Anstiegs sowie in der Verknappung und eventuellen Rationierung. Aktuell wird dieses Risiko jedoch als sehr gering eingestuft. Um weiterhin produzieren zu können und lieferfähig zu bleiben, kann unsere Energiezentrale nicht nur mit Gas, sondern alternativ auch mit Öl versorgt werden. (Prognosen) Die Produktion von nicht etikettierter Halbfertigware im Auftrag von Konzerngesellschaften sowie der Großhandel mit Fertigprodukten in Europa stellt auch in Zukunft das wesentliche Geschäft der Ferring GmbH dar. Auf dieser gruppenweiten Planung basieren die nachfolgenden Annahmen für die Produktionsaktivitäten am Standort Kiel. Darüber hinaus erbringt die Ferring GmbH Dienstleistungen in den Bereichen Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung für Produkte der Ferring-Gruppe, die nicht direkt im Produktionsportfolio der Ferring GmbH stehen. Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Geschäftsjahr 2024 voraussichtlich insgesamt gegenüber 2023 deutlich von 472,0 Mio. € um 191,7 Mio. € (40,6 %) auf 663,7 Mio. €. Für das Geschäftsjahr 2025 wird mit einem weiteren leichten Umsatzanstieg gerechnet. Das vorläufige Ergebnis für das Geschäftsjahr 2024 verbesserte sich entsprechend von einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 0,03 Mio. € im Jahr 2023 auf einen Jahresüberschuss von 5,5 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2025 wird ein konstantes Ergebnis erwartet. Die Absatz-Prognosen im Ferring-Konzern zeigen nach geplanter Fertigstellung des Neubaus des Multifunktionsgebäudes im Jahr 2025 mittelfristig einen deutlichen Anstieg in den wesentlichen Indikationsgebieten der Ferring GmbH (Fertilität, Urologie und Endokrinologie) auf. Die Kapazitätsauslastung war in 2024, abgesehen von DECAPEPTYL, in nahezu allen Produktionsbereichen auf gleichbleibend hohem Niveau. Bei MENOPUR wurde ein deutlicher Anstieg gegenüber 2023 verzeichnet. Wir erwarten, dass sich Durchlaufzeit und Lagerumschlag gegenüber dem Vorjahr leicht verbessern werden. Im Geschäftsjahr 2024 wurden Chargen im Wert von 7,1 Mio. € (bewertet zu Herstellungskosten, Vorjahr: 4,7 Mio. €) zurückgewiesen. Wir gehen davon aus, dass sich der Wert der zurückzuweisenden Chargen 2025 wieder deutlich auf 3,0 Mio. € verringern wird. Die Geschäftsführung geht von einer unveränderten Fortführung der Produktionsaktivitäten am Standort Kiel aus. Die Entwicklung in 2024 hat diese Einschätzung bestätigt. Das Produktionsvolumen wird daher weiterhin auf dem Niveau des ursprünglichen Budgets geplant. Lieferprobleme einzelner Zulieferer sind derzeit nicht ersichtlich. Der Servicelevel (OTIF) für die ausgelieferten Chargen hat sich im Gesamtjahresdurchschnitt 2023 von 87% auf 89% verbessert. Die Zielvorgabe für 2025 bleibt 93%. Das budgetierte Investitionsvolumen im Geschäftsjahr 2025 liegt bei knapp 32,2 Mio. €. Der größte Einzelposten betrifft mit über 15,5 Mio. € die Fortsetzung des Neubaus des Multifunktionsgebäudes, das Labore zur Qualitätskontrolle, eine Pilot-Plant sowie eine Produktionslinie zur aseptischen Füllung von Kartuschen beinhaltet.
Kiel, 19. Mai 2025 Ferring GmbH Die Geschäftsführung Michael Isele Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Handelsregister-Nummer: HRB 3060 KI, Amtsgericht KielAnhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Ferring GmbH, Kiel, wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde wie im Vorjahr nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt. Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden angewandt; bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) beibehalten. Postenbezeichnungen wurden teilweise an branchenspezifische Besonderheiten angepasst (§ 265 Abs. 6 HGB). 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear. Die zugrunde gelegte Nutzungsdauer beträgt bei den Mietereinbauten und Außenanlagen zwischen 5 und 15 Jahren, bei den technischen Anlagen und Maschinen zwischen 5 und 20 Jahren, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 14 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis netto EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Wertminderungen angesetzt. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Abschreibungen einbezogen. Das Niederstwertprinzip bei der Bewertung der Erzeugnisse wurde beachtet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind mit dem Nominal- bzw. Nennwert bilanziert. Als Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern werden grundsätzlich auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Der sich ergebende Überhang der aktiven latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird in Wahrnehmung des Aktivierungswahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. Das Gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind in Höhe des Betrages angesetzt worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Jubiläumsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der sogenannten "Projected Unit Credit Methode" unter Anwendung eines Zinssatzes von 1,72% p. a. (Vorjahr: 1,43% p. a.) bei einer angenommenen durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren unter Anwendung der "Richttafel 2018 G" der Heubeck-Richttafeln GmbH ermittelt. Dabei wurde wie im Vorjahr eine Fluktuationsrate von 1,5% p. a. zugrunde gelegt. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Die Währungsumrechnung für Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt zu den jeweiligen Kursen am Entstehungstag. Zum Bilanzstichtag erfolgt für kurzfristige Positionen die Bewertung zum Devisenkassamittelkurs. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind gesondert in einer Anlage dargestellt, die Bestandteil des Anhangs ist. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 10.611 (Vorjahr: TEUR 45.347) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 3.290 (Vorjahr: TEUR 0) sonstigen Forderungen. Es wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 29.690 (Vorjahr: TEUR 0) mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 8.742 saldiert (Vorjahr: TEUR 0). Dieser Nettobetrag wurde aufgrund eines Verbindlichkeitenüberhangs gegenüber der Gesellschaft unter den Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Es bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen gegen die Gesellschafterin. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenständen enthalten im Wesentlichen Umsatzsteuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 9.617 (Vorjahr: TEUR 10.932). Kapital Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 2.600 (Vorjahr: TEUR 2.600). Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen enthalten überwiegend Beträge für Personalaufwendungen. Weitere wesentliche Beträge wurden für ausstehende Rechnungen gebildet, wovon wiederum der größte Anteil aus noch abzurechnenden Rohwarenlieferungen resultierte. Es besteht ein Lebensarbeitszeitkontenmodell, wobei die Wertguthaben durch eine doppelte Treuhandschaft insolvenzgesichert sind. Guthaben (Anschaffungskosten) und Rückstellungen stehen sich zum Bilanzstichtag in gleicher Höhe von TEUR 3.278 (Vorjahr TEUR 2.625) gegenüber und werden gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB saldiert. Da die Lebensarbeitszeitkonten in Geld geführt werden, bestimmt sich die Höhe der Verpflichtung ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert des Vermögens. Verrechnungspflichtige Aufwendungen und Erträge sind daher im Geschäftsjahr hieraus nicht entstanden. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 9.189 (Vorjahr: TEUR 21.794), sowie sonstige Verbindlichkeiten von TEUR 1.123 (Vorjahr: TEUR 325), welche mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 29.690 (Vorjahr: TEUR 1.582) saldiert sind. In der Saldierung enthalten sind kurzfristige Cash-Pool-Verpflichtungen in Höhe von TEUR 295.961 (Vorjahr: TEUR 170.982). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen in Höhe von TEUR 2.206, davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 567. Die Mietverpflichtungen haben in Höhe von TEUR 1.546 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr sowie in Höhe von TEUR 660 eine Restlaufzeit von einem bis vier Jahren. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Bestellungen im Zusammenhang mit dem Bauprojekt in Höhe von TEUR 28.800: Mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr TEUR 26.300 und Restlaufzeiten von einem bis zu zwei Jahren TEUR 2.500. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen mit pharmazeutischen Produkten in Europa wie folgt erzielt:
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten hauptsächlich Wechselkurs-Effekte in Höhe von TEUR 3.540 (Vorjahr: TEUR 1.235) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Wechselkurs-Effekte in Höhe von TEUR 4.127 (Vorjahr: TEUR 5.017) enthalten. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 0) sind außerplanmäßig. Die Steuern von Einkommen und vom Ertrag beinhalten periodenfremde Aufwendungen von TEUR 580 (Vorjahr: TEUR 2.019). 5. Sonstige Angaben Geschäftsführung, Aufsichtsrat Herr Joannes Franciscus Waltherus Petrus van den Braak leitete als Geschäftsführer die Gesellschaft. Herr van den Braak führte seine Tätigkeit hauptberuflich aus. Mit Wirkung zum 7. Januar 2024 ist Herr van den Braak aus dem Unternehmen ausgeschieden. Für den Zeitraum vom 8. Januar 2024 bis zum 30. Juni 2024 leitete Herr Dr. Matthias Braun als Geschäftsführer die Gesellschaft. Herr Dr. Braun führte seine Tätigkeit hauptberuflich aus. Seit dem 1. Juli 2024 leitet Herr Michael Isele die Gesellschaft als Geschäftsführer. Herr Isele führt seine Tätigkeit hauptberuflich aus. Im Hinblick auf § 286 Abs. 4 HGB wurde auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge verzichtet. Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr 2023 einen Aufsichtsrat, der aus den folgenden Mitgliedern bestand:
Vergütungen für Aufsichtsratstätigkeiten wurden 2023 nicht gewährt. Abschlussprüferhonorar Das Honorar für Abschlussprüfungen beträgt im Berichtsjahr TEUR 91. Mitarbeiter Es wurden im Jahresdurchschnitt 577 Mitarbeiter beschäftigt, die sich auf folgende Bereiche verteilen: Produktion (198), Qualitätssicherung/-kontrolle (187) und kaufmännischer Bereich (192). Konzern Alleinige Gesellschafterin und Mutterunternehmen ist die Firma Ferring B.V., Hoofddorp/Niederlande, die einen Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis unter Einbeziehung der Tochtergesellschaften erstellt. Der Konzernabschluss der Ferring B.V. wird nicht veröffentlicht. Die Gesellschaft, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Ferring Holding S.A., Saint-Prex/Schweiz. Der Konzernabschluss der Ferring Holding S.A. wird auf der Webseite www.ferring.com veröffentlicht. Nachtragsbericht Mit Wirkung zum 22. Januar 2024 ist der Gesellschaftsvertrag der Ferring GmbH geändert. In Folge der Änderung wurde der Aufsichtsrat abberufen. Es werden keine neuen Aufsichtsratsmitglieder bestellt.
Kiel, den 19. Mai 2025 Ferring GmbH Die Geschäftsführung Michael Isele Entwicklung des Anlagevermögens 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Ferring GmbH, Kiel Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und eingeschränktes Prüfungsurteil zum Lagebericht Wir haben den Jahresabschluss der Ferring GmbH, Kiel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ferring GmbH, Kiel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für das Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Lagebericht Entgegen § 36 GmbHG hat die Geschäftsführung keine Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung festgelegt. Die Angaben nach § 289f Abs. 4 HGB im Lagebericht sind daher unterblieben. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 20. Mai 2025 Deloitte
GmbH
Michael Kritzer, Wirtschaftsprüfer Jens Werner, Wirtschaftsprüfer |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
2 nahegelegene Organisationen
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen