Graugießereien
DSG-Canusa GmbH
Boschstraße 17, 53359 Rheinbach, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nina Swaantje Robra seit 6.6.2025 | Prokura |
Roswitha Sylvia Rogowski seit 26.2.2025 | Prokura |
Andreas Zeus seit 26.2.2025 | Prokura |
Nicolas Vielliard seit 26.2.2025 | Geschäftsführer |
Thomas R. Holloway seit 4.10.2022 | Geschäftsführer |
Michael E. Reeves seit 4.10.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Mattr Corp. | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DSG-Canusa GmbHRheinbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale für eine große Kapitalgesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma DSG-Canusa GmbH mit Sitz in Rheinbach im Handelsregister des Amtsgerichts Bonn unter der Nummer HRB 10551 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen über drei bis acht Jahre vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind mit den Material- und Fertigungskosten angesetzt. In die Bewertung einbezogen werden Einzelkosten sowie angemessene Teile der Gemeinkosten des Material- und Fertigungsbereichs. Zurechenbare Anteile der Verwaltungskosten sowie Fremdkapitalzinsen wurden nicht angesetzt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Das Abzinsungswahlrecht bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wird nicht ausgeübt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Zur besseren Darstellung der steuerlichen Verhältnisse erfolgte die Aktivierung des Überhangs latenter Steuern. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Finanzanlagen Der - vollständig abgeschriebene - Anteilsbesitz setzt sich wie folgt zusammen: Angaben zum Anteilsbesitz
* Die Angaben zum Eigenkapital und Ergebnis
basieren auf einem vorläufigen Jahresabschluss
für 2023.
Die Geschäftsführung der DSG-Canusa GmbH hat beschlossen, den Geschäftsbetrieb der DSG-Canusa Polska Sp. z.o.o., Czluchow/Polen, einzustellen und die Gesellschaft zu liquidieren. Ein entsprechender Gesellschafterbeschluss wurde am 27. April 2009 gefasst. Da die Gesellschaft nicht mit einer Rückzahlung des Nominalanteils bzw. mit einem Liquidationsüberschuss rechnet, wurde die Beteiligung an der DSG-Canusa Polska Sp. z.o.o., Czluchow/Polen, in Höhe von TEUR 419 bereits im Geschäftsjahr 2008 abgeschrieben. Um einer Überschuldung der DSG-Canusa Polska Sp. z.o.o., Czluchow/Polen zu begegnen, wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 28. Dezember 2012 auf einen Teil des bereits vollständig wertberichtigten Gesellschafterdarlehens der DSG-Canusa GmbH, Rheinbach, an die DSG-Canusa Polska Sp. z.o.o., Czluchow/Polen, in einer Höhe von PLN 3.707.350,00 - dies entspricht EUR 911.856,00 - verzichtet. Dieser Forderungsverzicht wurde zugleich mit einer betragsgleichen unbaren Erhöhung des Stammkapitals der DSG-Canusa Polska Sp. z.o.o., Czluchow/Polen, beschlossen. Im Geschäftsjahr 2013 wurde ein weiterer Verzicht auf bereits vollständig wertberichtigte Forderungen der DSG-Canusa GmbH, Rheinbach, gegen die DSG-Canusa Polska Sp. z.o.o., Czluchow/Polen, in einer Höhe von PLN 634.863,10 - dies entspricht EUR 153.827,48 - erklärt. Auch dieser Forderungsverzicht wurde zugleich mit einer betragsgleichen unbaren Erhöhung des Stammkapitals der DSG-Canusa Polska Sp. z.o.o., Czluchow/Polen, beschlossen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, davon TEUR 719 (Vj. TEUR 302) Forderungen gegen Gesellschafter, sowie aus Darlehen an den Gesellschafter in Höhe von TEUR 6.000 (Vj. TEUR 6.000). Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen vorausbezahlte Kosten für Versicherungen. Aktive Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Bilanzdifferenzen bei Vorräten und Rückstellungen. Diese wurden mit passiven latenten Steuern aus temporären Bilanzdifferenzen im Wesentlichen aus unrealisierten Kursgewinnen verrechnet. Der Aktivsaldo wurde aktiviert. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 34,41 % zugrunde gelegt. Eigenkapital Der Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 55.217 resultiert aus dem Jahresüberschuss für 2023 in Höhe von TEUR 5.581 und dem Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 49.636. Eine Dividende an die Gesellschafter wurde im Geschäftsjahr 2023 nicht gezahlt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Mitarbeiterbonus, Kundenbonus, Überstunden, Abfindungen und Altersteilzeit, Urlaubsansprüche, Rechts- und Beratungskosten, sowie noch zu erteilende Gutschriften, Berufsgenossenschaftsbeiträge und ausstehende Rechnungen gebildet. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Sie sind ungesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und enthalten TEUR 1.009 (Vj. TEUR 469) Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter Mattr Corp. Haftungsverhältnisse Im Rahmen der Aufnahme eines Kredits der Mattr Corp., Toronto/Kanada, und weiteren ausländischen Gruppengesellschaften bei einem Bankensyndikat (u.a. mit der The Toronto-Dominion Bank, Toronto/Kanada) hat die DSG-Canusa GmbH, Rheinbach, folgende Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten gegeben: Mit dem Kontoverpfändungsvertrag ("Account Pledge Agreement") vom 28. Oktober 2020 hat die DSG-Canusa GmbH alle aktuellen und zukünftigen Bankguthaben an die The Toronto-Dominion Bank verpfändet. Zum 31. Dezember 2023 beträgt das Bankguthaben der DSG-Canusa GmbH insgesamt TEUR 9.170 (Vj. TEUR 3.186). Mit Abtretungsvertrag ("Assignment Agreement") vom 28. Oktober 2020 hat die DSG-Canusa GmbH alle aktuellen und zukünftigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die The Toronto-Dominion Bank abgetreten. Zum 31. Dezember 2023 betragen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der DSG-Canusa GmbH insgesamt TEUR 9.203 (Vj. TEUR 9.250). Mit Sicherungsübereignungsvertrag ("Security Transfer Agreement") vom 28. Oktober 2020 hat die DSG-Canusa GmbH das aktuelle und zukünftige bewegliche Anlagevermögen, bestehend aus dem gesamten Bestand der Maschinen, maschinellen Anlagen sowie der technischen Betriebs- und Geschäftsausstattung, und das Umlaufvermögen, bestehend aus den gesamten Beständen an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Halbfertig- und Fertigerzeugnissen und Waren, an die The Toronto-Dominion Bank übereignet. Zum 31. Dezember 2023 beträgt das bewegliche Anlagevermögen insgesamt TEUR 6.555 und das Umlaufvermögen TEUR 11.955. Das Risiko aus der Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird wie folgt eingeschätzt: Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Sicherungen für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten wird aufgrund der guten Vermögens- und Finanzlage des Gesellschafters als gering eingestuft. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die außerbilanziellen Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen sind wie folgt dargestellt:
Die Miet- und Leasingverträge von Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung enden zwischen 2024 und 2028. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Andere aktivierte Eigenleistungen Die anderen aktivierten Eigenleistungen in Höhe von TEUR 255 betreffen Leistungen für im Anlagevermögen aktivierte selbst erstellte Maschinen. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 537 (Vj. TEUR 708) enthalten Gewinne aus Wechselkursveränderungen in Höhe von TEUR 169 (Vj. TEUR 357), Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen TEUR 25 (Vj. TEUR 157), Erlöse aus Sachbezügen in Höhe von TEUR 110 (Vj. TEUR 96), periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 12 (Vj. TEUR 58) sowie Versicherungsentschädigungen und sonstige Erträge aus Vorjahren in Höhe von TEUR 222 (Vj. TEUR 40). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Weiterbelastungen von Managementgebühren für Serviceleistungen anderer Konzerngesellschaften in Höhe von TEUR 1.372 (Vj. TEUR 1.546), Aufwendungen für Zeitarbeit in Höhe von TEUR 302 (Vj. TEUR 278), Versicherungen in Höhe von TEUR 829 (Vj. TEUR 592), Produktentwicklung in Höhe von TEUR 676 (Vj. TEUR 523), Transportkosten in Höhe von TEUR 753 (Vj. TEUR 803), Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 458 (Vj. TEUR 436) sowie Währungskursverluste in Höhe von TEUR 283 (Vj. TEUR 287). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten periodenfremde Erträge für Körperschaft- und Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 29 (Vj. TEUR -11). Sonstige Angaben Gesamtbezüge der Geschäftsführung Eine Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung entfällt nach § 286 Abs. 4 HGB, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft bezieht. Gewinnverwendungsbeschluss/Gewinnverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von TEUR 55.217 auf neue Rechnung vorzutragen. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Die Gesellschaft stellt keinen Konzernabschluss nach § 290 HGB auf, da sie auf die Einbeziehung des polnischen Tochterunternehmens DSG-Canusa Polska Sp. z.o.o., Czluchow/Polen, in den Konzernabschluss nach § 296 Abs. 2 HGB verzichtet. Das polnische Tochterunternehmen befindet sich in Liquidation ohne eigene operative Tätigkeit und ist für die Verpflichtung der Gesellschaft, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung. Die Gesellschaft gehört zum Konzern der Mattr Corp., Toronto/Kanada, und geht in deren Konzernabschluss (für den kleinsten und größten Teil der Unternehmen) mit ein. Dieser ist am Sitz der Mattr Corp., Toronto/Kanada, oder unter www.mattr.com erhältlich. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 98 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Geschäftsführung Die Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft erfolgte durch die Geschäftsführer:
Rheinbach, den 4. Dezember 2024 Die Geschäftsführung Michael E. Reeves Thomas R. Holloway Nicolas Vielliard Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Geschäft und Rahmenbedingungen Die Geschäftsführung freut sich, über die Aktivitäten der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 wie folgt zu berichten: Die DSG-Canusa GmbH, Rheinbach, (DSG) ist ein mit Schwerpunkt in Europa agierendes Unternehmen der kunststoffverarbeitenden Industrie. Hauptgegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und Lieferung von Erzeugnissen, im Wesentlichen Schrumpfschläuchen, die der elektrischen Isolation und dem mechanischen Schutz elektronischer Bauteile dienen. Die DSG ist eingebunden in den Mattr Corp. Konzern, einem weltweit operierenden Unternehmen im Bereich der Energiedienstleistung. Die Gesellschaft findet weltweit Abnehmer ihrer Produkte in verschiedenen Branchen. Ein Großteil des Geschäfts entfällt auf den Automobilsektor mit Großkunden im Tier-1 und Tier-2 Bereich. Das restliche Geschäft entfällt auf Kunden aus der Elektronik- und Energieversorgungsbranche. Die DSG ist ein wachstumsorientiertes Unternehmen, dessen Strategie auf der Ausweitung der Geschäftstätigkeit durch geographische Expansion über Europa hinaus (Naher Osten, Asia/Pacific, Nordamerika) und der verstärkten Entwicklung neuer Produkte beruht. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung Allgemein Innerhalb der EU stieg das reale Bruttoinlandsprodukt um 0,4 %. 1 Das weltweite reale Bruttoinlandsprodukt stieg um 3,1 %. 2
1 eurostat 08.03.2024 - BIP im Euroraum
2 Statista 07.02.2024 - Wachstum des weltweiten
realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) bis 2025
Das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ist um 0,3 % gesunken im Vergleich zum Vorjahr. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, die steigenden Energiepreisen und die Rekordinflation fiel die ökonomische Regenerierung im Jahr 2022 jedoch geringer aus, 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession. 3 Automobilindustrie (Light-Vehicle-Markt) Der internationale Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Trucks) ist im Jahr 2023 gegenüber Vorjahr gewachsen. Global gesehen stiegen die Verkäufe weltweit um 8,7 Mio. Fahrzeuge (11 %) von 81,1 Mio. Fahrzeuge auf 89,8 Mio. Fahrzeuge. 4
4 GlobalData Automotive 2023 - Global Light
Vehicle Forecast December 2023, Sales Data
Europa insgesamt, als auch Deutschland, konnte seine Verkäufe gegenüber dem Vorjahr steigern. In Europa stiegen die Verkaufszahlen auf 17,4 Mio. Fahrzeuge (18 %) und in Deutschland stieg die Anzahl auf 3,1 Mio. Fahrzeuge (6 %). 4 In Nordamerika insgesamt schloss der Markt das Jahr 2023 mit knapp 18,6 Mio. verkauften Fahrzeugen (13 %) ab, davon in den USA 15,6 Mio. Fahrzeuge. 4 China konnte seine Verkaufszahlen gegenüber dem Vorjahr steigern. Mit 29,5 Mio. verkauften Fahrzeugen beläuft sich der Anstieg auf 10 %. 4 Auch die Anzahl der produzierten Fahrzeuge war im Jahr 2023 steigend. Global gesehen stieg die Produktion weltweit um 8,3 Mio. Fahrzeuge (10 %) von 82,5 Mio. Fahrzeuge auf 90,8 Mio. Fahrzeuge. 5
5 GlobalData Automotive 2023 - Global Light
Vehicle Forecast December 2023, Production Data
In Europa stiegen die Produktionszahlen auf knapp 18,0 Mio. Fahrzeuge (14 %). Deutschland konnte die Anzahl der produzierten Fahrzeuge auf 4,3 Mio. erhöhen (18 %). 5 Auch in Nordamerika stieg die Produktion. Es wurden 15,6 Mio. Fahrzeuge (10 %) produziert, davon in den USA 10,3 Mio. produzierte Fahrzeuge (6%). 5 China konnte ebenfalls seine Produktionszahlen gegenüber dem Vorjahr steigern. Mit 29,0 Mio. produzierten Fahrzeugen beläuft sich der Anstieg auf 11 %. 5 Forschung und Entwicklung Die Forschungsausgaben betrugen 0,98 % vom Umsatz im Jahr 2023. Entwicklungsschwerpunkte der Gesellschaft liegen zum einen in der Entwicklung neuer Endprodukte als auch in der Weiterentwicklung von Rohstoffmischungen. Letztere Bemühungen dienen dazu, Materialkosten zu senken, die Produktqualität oder die Geschwindigkeit in der Produktion zu erhöhen. Zusätzlich werden Rohstoffalternativen getestet. 2. Ertragslage Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die auch für interne Steuerungszwecke verwendet werden, sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis. Umsatzerlöse Der Umsatz im Inland ist um 6,6 % oder TEUR 1.023 gestiegen. Der Gesamtumsatz ist um 4,6 % oder TEUR 3.012 gestiegen. Der Hauptgrund liegt in der, trotz aller Krisen (Krieg in der Ukraine, Energiepreise, Inflation), stabilen Wirtschaft. Unsere Umsatzerwartungen in Höhe von EUR 66,1 Mio. für das Geschäftsjahr 2023 wurden leicht übertroffen.
Ergebnis nach Steuern Das Ergebnis nach Steuern ist um TEUR 612 gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Trotz positiver Umsatzentwicklung hat sich das Ergebnis verringert, dieses ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Personalaufwendungen und die negative Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen zurückzuführen.
Hauptsächlich durch die Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und der Aktivierung von Eigenleistungen selbst hergestellter Anlagen in 2023 sind die Materialaufwendungen in Prozent vom Umsatz von 48,6 % in 2022 auf 43,6 % in 2023 gefallen. Der Personalaufwand von TEUR 21.501 ist gegenüber dem Vorjahr (TEUR 20.173) gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf die gestiegene Mitarbeiterzahl und die jährliche Gehaltserhöhung zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insgesamt leicht um TEUR 131 auf TEUR 8.216 gefallen. Auf Grund des gefallenen Ergebnisses vor Steuern haben sich die Steuern vom Einkommen und Ertrag um TEUR 301 auf TEUR 2.941 gegenüber dem Vorjahr verringert. Jahresüberschuss Nach Berücksichtigung der sonstigen Steuern in Höhe von TEUR 4 beträgt der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres TEUR 5.581. Der sich für das laufende Geschäftsjahr ergebende Jahresüberschuss liegt um TEUR 612 unter dem Vorjahr. Unsere Erwartungen von einem Jahresüberschuss von EUR 5,8 Mio. für das Geschäftsjahr 2023 haben sich nicht im vollen Umfang bestätigt. Insgesamt sind wir mit der Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 zufrieden. 3. Finanzlage Flüssige Mittel und Cashflow Der Bestand an Finanzmitteln ist von TEUR 3.186 zum 31. Dezember 2022 um TEUR 5.983 auf TEUR 9.170 zum 31. Dezember 2023 gestiegen. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist von TEUR -3.009 (Vorjahr) auf TEUR 8.060 gestiegen, was insbesondere auf Abnahme der Vorräte sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen ist. Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeiten betrug in 2022 TEUR -1.292 und 2023 TEUR -2.298. Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeiten betrug TEUR 222 (Vorjahr TEUR 140). 4. Vermögenslage Das Vermögen und dessen Zusammensetzung hat sich im Jahr 2023 leicht verändert. Vergleicht man die Bilanzsumme des Vorjahres in Höhe von TEUR 62.188 mit der Bilanzsumme des abgelaufenen Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 65.010, so ist letztere um TEUR 2.822 höher. Der Wert des Anlagevermögens hat sich um TEUR 1.031 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Dies ist hauptsächlich auf gestiegene Investitionen in Höhe von TEUR 2.298, teilweise kompensiert durch Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.265 und Nettoabgängen von TEUR 3, zurückzuführen. Die Investitionen betreffen hauptsächlich das Sachanlagevermögen - Herstellung von weiteren, zum Stichtag noch nicht fertiggestellten technischen Anlagen und Maschinen für die eigene Produktion. Die Verringerung der Vorratsbestände um TEUR 344 im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus einer Erhöhung der Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (2,9 %), Senkung der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen (18,9 %) sowie einer Erhöhung der fertigen Erzeugnissen und Waren (3,9 %). Die leichte Veränderung ist auf eine stagnierende operative Tätigkeit zurückzuführen. Die Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen beläuft sich auf TEUR 412 (Vj. TEUR 3.038 Erhöhung). Es bestehen insgesamt Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 10.583 (Vj. TEUR 13.780); TEUR 4.583 entstanden aus Liefer- und Leistungsverrechnungen und haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr, TEUR 6.000 aus einem Darlehen an den Gesellschafter. Das Guthaben bei Kreditinstituten ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 5.983 gestiegen; im Geschäftsjahr 2022 ist insbesondere die Auszahlung des Darlehens an den Gesellschafter in Höhe von TEUR 6.000 erfolgt. Gewinnausschüttungen sind im Geschäftsjahr 2023 nicht geleistet worden, sodass das Eigenkapital um den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 5.581 auf TEUR 55.243 angewachsen ist. Die Steuerrückstellung betrifft Körperschaft- sowie Gewerbesteuer. Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Verpflichtungen für Personal, Kundenboni sowie Rechts- und Steuerberatung. Die Eigenkapitalquote ist von 79,9 % zum 31. Dezember 2022 auf 85,0 % zum 31.Dezember 2023 angestiegen. Die Fremdkapitalquote ist von 20,1 % in 2022 auf 15,0 % gefallen. In Anbetracht der um 6,4 % gestiegenen EK-Quote, einer um 25,4 % gesunkenen FK-Quote sowie der derzeitigen weltweiten wirtschaftlichen Lage betrachten wir unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als solide. Die DSG-Canusa Polska Sp. z.o.o, Czluchow/Polen, an der die Gesellschaft sämtliche Anteile hält, befindet sich weiterhin in Liquidation. Die Abwicklung wird voraussichtlich im Jahr 2024 erfolgen. Insgesamt beschäftigte die Gesellschaft im Jahr 2023 durchschnittlich 305 Mitarbeiter (davon 200 Gewerbliche, 91 Angestellte und 14 Auszubildende). Dies ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg von durchschnittlich acht Mitarbeitern. Die Fluktuation der Mitarbeiter kann als gering eingestuft werden, was zu einer hohen Betriebszugehörigkeit nach Jahren führt. 5. Risikobericht Risiken und Unsicherheiten Als ein Unternehmen, das im internationalen Umfeld der Automobil- und Elektronikindustrie operiert, ist die DSG einer Reihe von Geschäftsrisiken und Unsicherheiten ausgesetzt, die einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Prognosen, das Geschäft sowie die Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft haben könnten. Die nachfolgenden Risiken sind in absteigender Reihenfolge der Bedeutung für das Unternehmen genannt. Märkte Das Geschäft der Gesellschaft ist im Wesentlichen von der Entwicklung der europäischen Konjunktur und von der Automobilkonjunktur im Besonderen abhängig. Geringere Produktionsmengen der Automobilhersteller würden sich negativ auf die Nachfragen nach Produkten der Gesellschaft auswirken. Rohstoffverfügbarkeit Im Rahmen ihrer Produktionsaktivitäten kauft die Gesellschaft eine Vielzahl von Rohstoffen und fertige Rohstoffmischungen auf internationalen Märkten ein. Als Produktionsgrundlage benötigt die DSG vor allem auf Polyethylen (PE) und Polyethylen-Vinylacetat (PEVA) basierende Components. Auch wenn die Gesellschaft nicht von einem einzigen Zulieferer abhängig ist, so ist es für die Zufriedenheit unserer Kunden wichtig, dass unsere Zulieferer in der Lage sind, unseren Leistungs- und Qualitätsansprüchen gerecht zu werden und unsere Liefertermine einzuhalten. Auch wenn die für unsere Produktionsaktivitäten notwendigen Rohstoffe und Materialien im Allgemeinen jederzeit verfügbar sind, kann es auf Grund zyklischer Schwankungen bei Angebot und Nachfrage kurzfristig zu Engpässen und Preisspitzen kommen. Angetrieben durch die aktuelle Inflation von 1,9 % (Stand August 2024) kann es zu weiteren Preissteigerungen von Rohstoffen und Materialien kommen und der Preisdruck wird zunehmen. Die DSG investiert gezielt in die Entwicklung ihrer Produkte, insbesondere in die Weiterentwicklung bestehender Abläufe und die Verbesserung vorhandener Produkte und Prozesse. Der bestehende Russland-Ukraine Konflikt kann zu Auswirkungen auf Lieferketten und damit einhergehende Umsatzeinbußen bzw. Produktionsstillstände führen. Wirtschaftliche Entwicklung Die Nachfrage nach den Produkten der DSG wird durch zahlreiche Faktoren, wie zum Beispiel die wirtschaftliche Lage auf dem globalen Markt beeinflusst. Als exportorientiertes Unternehmen sind wir direkt als auch indirekt über die allgemeine Kaufkraft im EU-Raum von den globalen wirtschaftlichen Entwicklungen abhängig. Die zunehmende Verunsicherung durch Re-Nationalisierungsbestrebungen von Volkswirtschaften und damit einhergehende Handelsbeschränkungen, insbesondere durch Zölle, stellen ein erhebliches Risiko für die wirtschaftliche Perspektive dar. Politische Risiken bestehen im Hinblick auf den Euroraum insbesondere im Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Aber auch unser wichtigster Markt, der Automobilmarkt, unterliegt Veränderungen. Autonomes Fahren und Elektro-Mobilität führen zu Veränderungen des Kabelbaums, dem Hauptanwendungsgebiet unserer Produkte. Designänderungen können dazu beitragen, dass bestehende Produkte nicht mehr oder nur nach Modifikation gefragt sind. Andererseits ergeben sich Chancen, die wir aufgreifen, in dem wir in die Entwicklung angepasster oder neuer Produkte investieren. Für das Jahr 2024 prognostiziert der GLVF (Global Light Vehicle Forecast) ein globales Wachstum von 1 % in der Automobilproduktion. Zu weiteren Risiken zählen Währungsschwankungen und -abwertungen. Da der überwiegende Teil des Umsatzes (rund 91%) in Euro erzielt wird, stellen Wechselkursschwankungen kein großes Risiko dar. Ein Umsatzanteil von rund 9 % unterliegt dagegen Schwankungsrisiken gegenüber dem US-Dollar und dem Kanadischen Dollar. Energierisiken Die Energiepreise haben sich stabilisiert, jedoch kann es zu Preissteigerungen im Bereich Strom und Gas kommen. Politische Risiken Änderungen und Neuerungen in den deutschen und europäischen sowie anderen nationalen Handelsgesetzen und/oder -vorschriften könnten die Geschäfte der Gesellschaft negativ beeinflussen. Haftungsforderungen Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sieht sich die Gesellschaft zuweilen in Rechtsstreitigkeiten und Gerichtsverfahren involviert. Obwohl von keinem aktuellen Fall oder Verfahren erwartet wird, dass hiervon ein wesentlicher negativer Einfluss auf die Geschäftstätigkeit, die Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft ausgehen könnte, könnte sich die Gesellschaft in Zukunft Gerichtsverfahren von wesentlichem Einfluss ausgesetzt sehen. Umweltrisiken Die Geschäftstätigkeiten der Gesellschaft unterliegen einer Reihe vom Umweltgesetzen und -vorschriften auf Landes-, Bundes- und Europaebene, die u.a. die Abgabe von Schad- und Gefahrenstoffen in die Luft und ins Wasser sowie die Handhabung, Lagerung und die Beseitigung von Schad- und Gefahrenstoffen regulieren. Die Einhaltung dieser Vorschriften hat einen wesentlichen Einfluss auf die Produktherstellung, da bei den Produktionsabläufen Schadstoffe zum Einsatz kommen und schädliche Abfallprodukte entstehen. Auf Grund dieser Gesetze und Vorschriften kann sich die Gesellschaft Geldstrafen und finanziellen Verpflichtungen ausgesetzt sehen sowie der möglichen Unterbrechung der Produktion, wenn der Verstoß gegen diese Gesetze und Vorschriften zur zeitweisen Stilllegung der gesamten oder von Teilen der Anlagen führt. Risikomanagement Im Jahr 2006 wurde unter Führung der Konzernmutter Mattr Corp., Toronto/Kanada, der kanadische 52-109 (Canadian SOX), das Pendant zum amerikanischen Sarbanes Oxley Act, umgesetzt und entsprechende Maßnahmen eingeführt. Dies bedeutet einen in die Breite und Tiefe gehenden Ausbau interner Kontrollmechanismen, die Identifikation von materiellen Risikobereichen, die Ableitung von Korrekturmaßnahmen und Implementierung optimierter interner Kontrollmechanismen. Bestellung von Sicherheiten Im Rahmen der Aufnahme eines Kredits der Mattr Corp., Toronto/Kanada, und weiteren ausländischen Gruppengesellschaften bei einem Bankensyndikat (u.a. mit der The Toronto-Dominion Bank, Toronto/Kanada) hat die DSG-Canusa GmbH, Rheinbach, folgende Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten gegeben: Mit dem Kontoverpfändungsvertrag ("Account Pledge Agreement") vom 28. Oktober 2020 hat die DSG-Canusa GmbH alle aktuellen und zukünftigen Bankguthaben an die The Toronto-Dominion Bank verpfändet. Zum 31. Dezember 2023 beträgt das Bankguthaben der DSG-Canusa GmbH insgesamt TEUR 9.170. Mit Abtretungsvertrag ("Assignment Agreement") vom 28. Oktober 2020 hat die DSG-Canusa GmbH alle aktuellen und zukünftigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die The Toronto-Dominion Bank abgetreten. Zum 31. Dezember 2023 betragen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der DSG-Canusa GmbH insgesamt TEUR 9.203. Mit Sicherungsübereignungsvertrag ("Security Transfer Agreement") vom 28. Oktober 2020 hat die DSG-Canusa GmbH das aktuelle und zukünftige bewegliche Anlagevermögen, bestehend aus dem gesamten Bestand der Maschinen, maschinellen Anlagen sowie der technischen Betriebs- und Geschäftsausstattung, und das Umlaufvermögen, bestehend aus den gesamten Beständen an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Halbfertig- und Fertigerzeugnissen und Waren, an die The Toronto-Dominion Bank übereignet. Zum 31. Dezember 2023 beträgt das bewegliche Anlagevermögen insgesamt TEUR 6.555 und das Umlaufvermögen TEUR 11.955. Laut Jahresbericht 2023 verfügte der Mattr-Konzern über liquide Mittel in Höhe von CAD 334,1 Mio. und langfristige Schulden in Höhe von CAD 144,2 Mio. Daneben änderte der Mattr-Konzern am 13. Januar 2022 seine Kreditfazilität mit der The Toronto-Dominion Bank und der National Bank Financial als Co-Lead-Arranger und der HSBC Bank Canada, der JP Morgan Chase Bank und der Export Development Bank als Kreditgeber. Die geänderte Kreditfazilität sieht eine vorrangig besicherte revolvierende Fazilität in Höhe von USD 300 Mio. mit einer Laufzeit von vier Jahren vor, die am 13. Januar 2026 fällig wird. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Sicherheiten für die Verbindlichkeiten der verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten wird auf Grund der Geschäftsentwicklung des Mattr Konzerns im Geschäftsjahr 2023 sowie der erwarteten Geschäftsentwicklung für die folgenden Jahre als gering eingeschätzt. Zukünftige Risiken Ein wesentliches Risiko für die Weltwirtschaft ist der weitere Verlauf des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine, der Nahostkonflikt sowie die Entwicklung in den USA (Wahlen). Uns sind für den Prognosezeitraum keine den Bestand der Gesellschaft gefährdende Risiken bekannt. 6. Prognosebericht Ausblick und Chancen Für das Jahr 2024 erwarten wir im Vergleich zum Vorjahr insgesamt einen leicht erhöhten Umsatz sowie Jahresüberschuss. Die geplanten Investitionen sollen leicht ansteigen bezogen auf den Vorjahreszeitraum und beziehen sich hauptsächlich auf die Optimierung der Produktionskapazitäten. Chancen erwachsen daraus, dass am Standort Rheinbach weiter daran gearbeitet wird, Prozesse zu optimieren und Kostenstrukturen zu verschlanken. Über das Jahr 2024 hinaus erwarten wir ein leichtes Wachstum, vorausgesetzt die weltweite konjunkturelle Lage bleibt weiterhin stabil. Die aktuelle Beurteilung der Statista vom 27. März 2024 stützt unsere Annahme zum Wachstum der deutschen Wirtschaft für das Jahr 2024. Für Deutschland wird im Jahr 2024 ein Wachstum von 0,1 % und im Jahr 2025 nochmal ein Wachstum von 1,4% erwartet. 6 Die wirtschaftlichen Risiken für das Jahr 2024 bleiben bestehen. Die globale Wirtschaftsentwicklung wird weiterhin durch die Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine beeinflusst. Obwohl der Umsatz mit Kunden in Russland oder der Ukraine sehr gering ist und wir auch keine Forderungsausfälle mit diesen Kunden in der Vergangenheit zu verzeichnen hatten, können Rohstoffverknappungen oder Lieferengpässe die Nachfrage der Automobilindustrie reduzieren und unser Geschäft beeinflussen. Bisher war diese Entwicklung nicht zu beobachten.
Rheinbach, den 4. Dezember 2024 Die Geschäftsführung Michael E. Reeves Thomas R. Holloway Nicolas Vielliard Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DSG-Canusa GmbH, Rheinbach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DSG-Canusa GmbH, Rheinbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DSG-Canusa GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsur-teile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 4. Dezember 2024 KPMG
AG
Obergarz, Wirtschaftsprüfer Offermann, Wirtschaftsprüferin |
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