Beteiligungsgesellschaften
BN Automation AG
Gewerbepark am Wald 5A, 98693 Ilmenau, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Dr. Ripperda seit 9.4.2025 | Vorsitzender des Vorstands |
Heiko Nikolaus seit 6.1.2017 | Vorstandsmitglied |
Mario Winkler seit 6.1.2017 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BN Automation AGIlmenauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023Lagebericht1 Geschäftsverlauf Überblick BNA blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 zurück. Umsatz und Gesamtleistung übertreffen die im Vorjahr erzielten Werte und liegen das erste Mal über 25 Mio. €. Der Jahresüberschuss markiert mit 1,9 Mio. € und einem Ergebnis je Aktie von 2,96 € den höchsten in der Unternehmensgeschichte erreichten Wert. Gemessen am Jahresüberschuss beträgt das Wachstum gegenüber dem Vorjahr 13,8 %. Die Vermögenslage des Unternehmens ist weiterhin gut. Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,8 % und liegt jetzt bei 19,4 Mio. €. Das Eigenkapital erhöhte sich um 7,1 % auf jetzt 10,4 Mio. €, der Anteil am Gesamtvermögen beträgt 53,8 %. Das durchschnittliche Eigenkapital rentierte 2023 mit 19,0 %. Die Finanzlage des Unternehmens ist nach wie vor sehr solide. Die für die Vorfinanzierung der laufenden Projekte benötigten Mittel sanken gegenüber dem Vorjahr um 9,2 % auf 4,5 Mio. €. Die dem Unternehmen zur Verfügung stehenden liquiden Mittel erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 2,9 Mio. €. Der Gesamtbetrag der Kassen- und Bankguthaben und der Wertpapiere des Umlaufvermögens beträgt 7,6 Mio. €. Der Cash-Flow nach DVFA/SG liegt mit 2,3 Mio. € um 0,3 Mio. € über dem Vorjahreswert. Aus vertrieblicher Sicht lief das Geschäftsjahr 2023 planmäßig. Der Vertrieb akquirierte Aufträge im Wert von 22,6 Mio. € und somit 8,4 % weniger als im außergewöhnlichen Vorjahr. Der Auftragsbestand per 30.09.2023 erhöhte sich leicht auf 25,6 Mio. €. Die Auftragsreichweite beträgt 216 Tage. Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Nettoinvestitionen (ohne Finanzanlagen) 526 Tsd. €. Geschäftstätigkeit der BNA BNA automatisiert verfahrenstechnische Prozesse, entwickelt betriebliche Datenlösungen und realisiert die IT-Infrastruktur von Unternehmen. Das Leistungsangebot gliedert sich in die Sparten Automatisierungs- und Prozessleittechnik, Betriebsdatenerfassung und Manufacturing Execution Systems, Informationstechnik, Schaltanlagenbau und Elektromontage, Sensorik, Service und Softwareentwicklung. Das Produktangebot umfasst Softwareprodukte für die Betriebsdatenerfassung, das Instandhaltungsmanagement, das Energiedatenmanagement und den Aufbau von Plant Information Management Systems. Alle Leistungen werden in Projektform erbracht und beinhalten, je nach Aufgabenstellung, einzelne, mehrere oder alle Sparten des Leistungsangebotes. Bei Neuinvestitionen und komplexen Modernisierungsvorhaben übernimmt BNA die Gesamtverantwortung für die Lieferung der Elektro- und Steuerungsanlage. Das Leistungsangebot der BNA umfasst die gesamte Wertschöpfungskette eines Projektes von der Beratung über Konzepterstellung, Hard- und Software-Engineering, Fertigung und Montage bis zur Inbetriebsetzung. Für Montageleistungen werden Nachunternehmer hinzugezogen. Nach Abschluss eines Projektes erbringt BNA den Service über den gesamten Lebenszyklus der Anlage. BNA bietet ihre Leistungen in den Geschäftsfeldern Wasser, Energie und Industrie an. Das Geschäftsfeld Wasser umfasst Anlagen der kommunalen Trinkwasserversorgung, Anlagen zur Aufbereitung von Prozess- und Reinstwasser für die Industrie, kommunale und industrielle Kläranlagen, Talsperren und Hochwasserschutzanlagen sowie Bäder. Im Geschäftsfeld Energie konzentriert sich BNA auf Gas- und Dampfturbinenkraftwerke, auf Heizkraftwerke und Fernwärmeversorgung sowie auf die Medienversorgung in Industrieparks. Das Geschäftsfeld Industrie umfasst die Prozessindustrie und die Fertigungsindustrie. In der Prozessindustrie bildet die Branche Nahrungs- und Genussmittel den Schwerpunkt. Daneben ist BNA in den Branchen Glas und Chemie aktiv. In der Fertigungsindustrie arbeitet BNA für Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus. BNA vermarktet ihre Leistungen weltweit. Deutschland stellt mit einem Umsatzanteil von durchschnittlich über 90 % das Hauptabsatzgebiet dar. Eine Ausnahme bildet das Projekt TWA Eschdorf in Luxemburg, welches aufgrund seines Volumens zu einer Verschiebung des Umsatzanteils nach Europa führt. Auf ausländischen Märkten agiert BNA in der Regel als Auftragnehmer deutscher Unternehmen oder deren ausländischer Tochterunternehmen. BNA partizipiert an Investitionen der Privatwirtschaft und der öffentlichen Hand gleichermaßen. Mit ihrem breiten Leistungsangebot erreicht BNA viele potentielle Abnehmer. Mit einer großen eigenen Fertigungstiefe wird die Abhängigkeit von Lieferanten und Kooperationspartnern reduziert. Der hohe Anlagenbestand und ein umfassendes Serviceangebot tragen wesentlich zu einem stabilen Auftragsaufkommen bei. Die Präsenz in unterschiedlichen Märkten und Branchen verringert die Anfälligkeit für konjunkturelle Schwankungen und regionale Krisen. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland befindet sich seit über einem Jahr im Abschwung. Der Erholung von der Pandemie wurde durch den sprunghaften Anstieg der Energiepreise im Jahr 2022 ein jähes Ende bereitet. Die hohe Inflation belastet die Unternehmen und Lieferengpässe behindern weiterhin das produzierende Gewerbe. Die deutsche Wirtschaftsleistung hatte sich im Kalenderjahr 2022 moderat positiv entwickelt, bleibt nun 2023 aber wieder deutlich dahinter zurück. BNA partizipiert mit ihrem Geschäft an privaten und öffentlichen Investitionen in Anlagen und Ausrüstungen. Für beide Sparten hatte die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose in ihrem Herbstgutachten 2022 für das Jahr 2023 eine schwache Entwicklung vorhergesagt. Die Investitionen in Ausrüstungen sollten zwar um 2,7 % steigen, die öffentlichen Bauinvestitionen jedoch um 3,4 % sinken. Die Investitionen in Ausrüstungen entwickelten sich tatsächlich in etwa wie prognostiziert und werden 2023 voraussichtlich um 2,8 % zunehmen. Die öffentlichen Bauinvestitionen werden besser als prognostiziert ausfallen und mit einer leichten Steigerung von 0,9 % für 2023 erwartet. Die Rahmenbedingungen für das Geschäft der BNA entwickelten sich damit in etwa wie zu Beginn des Berichtsjahres prognostiziert. [1], [2] Nachfrage Trotz der schwachen Rahmenbedingungen führte insbesondere die rege Investitionstätigkeit der öffentlichen Hand zu einer anhaltend guten Nachfrage. Im Geschäftsfeld Wasser identifizierte BNA eine ausreichende Anzahl an Projekten. Sowohl im Bereich der kommunalen Abwasserbeseitigung als auch in der kommunalen Trinkwasserversorgung war das Investitionsgeschehen rege. Weniger Anfragen gab es in der industriellen Prozesswasseraufbereitung und Abwasserreinigung. Auch in dem für BNA zugänglichen Teil des Marktes für Talsperren und Hochwasserschutzeinrichtungen gab es eine gute Nachfrage. Das Geschäftsfeld Energie litt unter denselben Problemen wie in den Vorjahren. Die Investitionen in konventionelle Kraftwerke waren gering, führten aber zu einigen Anfragen für die Erneuerung der Steuerungstechnik. Im Bereich der kommunalen Wärmeversorgung gab es einige Anfragen für Projekte zur Erneuerung der Automatisierungs- und Leittechnik. Im Geschäftsfeld Industrie, insbesondere in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, lag die Nachfrage für Automatisierungslösungen und EMSR-Technik auf dem guten Niveau des Vorjahres. Für Datenlösungen sieht BNA sowohl im öffentlichen als auch im industriellen Bereich weiterhin einen wachsenden Bedarf. Die gestiegenen Anforderungen an die IT-Sicherheit führten zu Anfragen zur Aufwertung der IT-Infrastruktur. Umsatz- und Auftragsentwicklung Umsatzentwicklung BNA erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 25,2 Mio. €, dabei leisteten zwei Projekte im 7stelligen Bereich mit zusammen 6,7 Mio. € einen wesentlichen Beitrag. Zusammen mit vielen kleineren und mittleren Aufträgen liegt der Umsatz damit 9,9 % über dem Vorjahr und nur 1,1 % unter dem Planansatz. Der Bestand an angearbeiteten Projekten nahm dagegen um 0,5 Mio. € zu. Die Gesamtleistung beläuft sich auf 25,8 Mio. € und liegt damit 11,9 % über Plan. Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt 150 Projekte abgeschlossen, darunter 21 Projekte, für die der Auftrag erst im Laufe des Geschäftsjahres erteilt wurde. Der Umsatz mit Wartungs- und Serviceleistungen stieg auf 4,9 Mio. € und lag damit 0,5 Mio. € über dem Vorjahr. BNA gelingt es, neben den Projekten auch viele kleine Serviceaufträge für die Kunden abzuarbeiten. Aufgrund der guten Auftragslage waren die produktiven Kapazitäten ganzjährig ausgelastet. Auftragseingang Unsere Vertriebsplanung für 2023 sah vor, den hohen Auftragsbestand zu Beginn des Berichtsjahres inklusive der laufenden Großprojekte zu berücksichtigen und den Auftragseingang entsprechend der verfügbaren Kapazitäten zu planen. BNA akquirierte im Geschäftsjahr 2023 Aufträge im Gesamtwert von 22,6 Mio. €. Das sind 8,4 %weniger als im Vorjahr. Der Eigenanteil liegt bei 57,9 % und damit 5,0 % unter dem Niveau des Vorjahres. Der Auftragsbestand per 01.10.2023 beläuft sich auf 25,6 Mio. € und liegt damit 0,7 % über dem Wert des Vorjahres. Die Auftragsreichweite, gemessen an der per 01.10.2023 verfügbaren Kapazität, beträgt 216 Tage. Beschaffung Materialintensität Die Materialintensität liegt mit 42,2 % leicht über dem Niveau des Vorjahres. Der Material- und Wareneinkauf nahm um 9,8 % und die Nachunternehmerleistungen nahmen um 42,3 % zu. Materialbestand Der wesentliche Teil des benötigten Materials wird projektbezogen und nicht als Lagerware geordert. Dies hat zur Folge, dass 89,7 % des Lagerbestandes konkrete Projekte betreffen und 10,3 % der allgemeinen Materialvorhaltung für Service und Wartung sowie der Absicherung gegen drohende Lieferengpässe dienen. Der Bestand des Materiallagers sank im Berichtsjahr um 16,2 % auf 1,0 Mio. €. Die Reduzierung des Bestandes im Materiallager resultiert hauptsächlich aus dem operativen Geschäft, die Materialbevorratung für die Kompensation erwarteter Lieferengpässe wurde auch im Berichtsjahr aufrechterhalten. Die rechnerische Reichweite des Materiallagers sank daher zum Geschäftsjahresende auf 68 Tage. Investitionen Status quo BNA verfügt im Gewerbepark "Am Wald" in Ilmenau über Grundstücke mit einer Fläche von insgesamt ca. 8.600 m 2 , bebaut mit einer Fertigungshalle und mehreren Labor- und Verwaltungsgebäuden. Zusätzlich steht dem Unternehmen im Gewerbepark "Am Wald" eine mit einer Fertigungshalle und einem Bürogebäude bebaute Vorratsfläche von 3.400 m 2 zur Verfügung. Seit Januar 2020 unterhält BNA außerdem eine Niederlassung in Bergheim, in angemieteten Räumlichkeiten, um die Kunden in Nordrhein-Westfalen aus der Nähe zu betreuen. Aktivierte Eigenleistungen Im Geschäftsjahr 2023 lag der Fokus auf der Entwicklung zusätzlicher Funktionalitäten und ergänzender Tools für anexio®. Es wurde eine Bibliothek zur Lizenzerzeugung, -verwaltung, -prüfung entwickelt und aktiviert, die in allen neuen anexio®-Produkten zum Einsatz kommt. Hinzu kommen funktionale Erweiterungen um Redundanz, TIBS Migrationstools und Module für automatische Berichte sowie die Erweiterung von Auswertungen und Exportmöglichkeiten. Insgesamt wurden Eigenleistungen in Höhe von 159 Tsd. € aktiviert. Erweiterungsinvestitionen Investitionen in Höhe von 48 Tsd. € wurden hauptsächlich in die Erweiterung des Fuhrparks getätigt. Ersatzinvestitionen Der weitere Investitionsbedarf betrifft Ersatzinvestitionen in Betriebsausstattung und Fuhrpark 197 Tsd. € sowie in Softwarelizenzen, Engineeringsysteme und Informationstechnik in Höhe von 108 Tsd. €. In die Gebäudeinfrastruktur, Büro- und Arbeitsplatzausstattung flossen Mittel in Höhe von 18 Tsd. €. Die Netto-Investitionen (ohne Finanzanlagen) betrugen 526 Tsd. € und liegen damit 9,3 % über dem Vorjahr. Forschung und Entwicklung Produktentwicklung Ursprung der BNA-eigenen Produktpalette ist das Technische Informations- und Bediensystem TIBS. Als modulares Softwareprodukt ermöglicht TIBS den Aufbau von Systemen zur Betriebsdatenerfassung, Energiemanagementsystemen und MES-Systemen (Manufacturing Execution System). Aufbauend auf den Einsatzerfahrungen der letzten Jahre und neuen Anforderungen der Kunden wurde die BNA-Produktpalette beginnend 2016 erweitert und mit anexio® Instandhaltung als Software für das Instandhaltungsmanagement das erste Produkt unter der neuen Marke anexio® geschaffen. Im Oktober 2021 erfolgte die Produktfreigabe der 1. Version des Moduls Daten und Informationen von anexio®. Im Geschäftsjahr 2023 bildeten die Erweiterung um Komponenten zur Softwaresicherheit und Redundanz sowie die Entwicklung ergänzender Tools zur Vereinfachung der Installation und Konfiguration und die Optimierung des Berichtswesens die Schwerpunkte der Produktentwicklung. anexio® Daten und Informationen Das Modul Daten und Informationen ist als Nachfolgelösung von TIBS eine Software für den Aufbau von Betriebsdatenerfassungssystemen, Energiemanagementsystemen und MES-Systemen. Mit Leistungsanalysen, Energieberichten, Chargenverfolgung, Qualitätsanalysen, Kennzahlenberechnung, Störgrundanalysen oder Auswertung von Verbräuchen und Prozessdaten liefert das Modul eine große Palette vorgefertigter Reports und Analysen zur Unternehmenssteuerung. anexio® Instandhaltung ist eine Software zur Planung, Durchführung und Dokumentation der betrieblichen Instandhaltung. Für die Instandhaltungstätigkeiten vor Ort stehen mobile Endgeräte zur Verfügung, die dem Wartungspersonal vielfältige Unterstützung bei seiner Tätigkeit geben. Eine offline verfügbare Dokumentation, integrierte Audio-, Video-, Fotodokumentationen, die Identifizierung der Anlagen mittels RFID- oder QR-Technologie sowie die Anbindung an die Echtzeitdaten aus dem Prozess ermöglichen eine effiziente und nachweissichere Gestaltung des Instandhaltungsprozesses. TIBS BQC Das Board Quality Cockpit (BQC) ist ein exklusiv für einen Maschinenbauer entwickeltes Softwareprodukt zur Unterstützung der Bedienung seiner weltweit eingesetzten Holzschleifmaschinen. Das Produkt basiert auf Komponenten der BNA-Software TIBS mit neuen Funktionen und spezifisch angepassten Oberflächen. Neben Erfassung, Analyse, Visualisierung und Auswertung von Maschinendaten ergeben sich neue Interaktionsmöglichkeiten und Expertenfunktionen für den Nutzer (Assistenzsystem). Im Berichtsjahr erfolgten diverse Erweiterungen und Optimierungen, um die Nutzung des Produkts zu vereinfachen. TIBS Als Ursprung der BNA-eigenen Produktpalette wurde TIBS auch im Geschäftsjahr 2023 weiter gepflegt. Auf Funktionserweiterungen wurde verzichtet, da das Produkt seit Oktober 2021 in die anexio® Produktfamilie überführt wurde. Personal- und Sozialbereich Mitarbeiteranzahl Die Zahl der jahresdurchschnittlich Beschäftigten stieg im Geschäftsjahr 2023 um 2,1 %. Sie erhöhte sich von 140 Beschäftigten im Vorjahr auf 143 im Berichtsjahr. Die Zahl der jahresdurchschnittlich beschäftigten Auszubildenden betrug wie im Vorjahr 15. Die Personalaufwendungen lagen mit 9,9 Mio. € um 9,0 % über dem Niveau des letzten Geschäftsjahres. Im Geschäftsjahr sind in den Personalaufwendungen Sondereffekte aus Einmalzahlungen für Inflationsausgleichsprämien enthalten, die im Vorjahr nicht auftraten. Die Personalintensität sank von 40,9 % im Vorjahr auf jetzt 38,6 %. Am 30.09.2023 waren 157 Mitarbeiter bei BNA beschäftigt, davon 120 Mitarbeiter im Geschäftsbereich Produktion und Technologie, 9 Mitarbeiter im Geschäftsbereich Marketing und Vertrieb, 13 Mitarbeiter im Geschäftsbereich Personal und Finanzen und im Vorstandsbereich sowie 15 Auszubildende. Erfolgsabhängige Vergütungen und Sonderzahlungen Auch für 2023 hatte die Geschäftsleitung mit den Mitarbeitern die Zahlung einer erfolgsabhängigen Vergütung vereinbart. Basis dieser Vereinbarung bildeten der Geschäftsplan 2023 und seine Untersetzung auf die einzelnen Geschäftsbereiche. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt 1,0 Mio. € für erfolgsabhängige Vergütungen aufgewendet, das sind 13,8 % mehr als im Vorjahr. Hinzu kommt die Zahlung von Inflationsausgleichsprämien in Höhe von 284,9 Tsd. €. Versorgungswerk BNA unterhält ein betriebliches Versorgungswerk. Mitarbeiter und Führungskräfte erhalten aus diesem Versorgungswerk eine betriebliche Altersrente. Jeweils im Januar eines jeden Jahres ist über die Öffnung des Versorgungswerks zum Zwecke der Anpassung der betrieblichen Beiträge und zur Aufnahme neuer Mitarbeiter zu entscheiden. Im Oktober 2022 beschloss die Geschäftsleitung, das Versorgungswerk zum 15.01.2023 zu öffnen, wodurch 14 Mitarbeiter neu aufgenommen wurden. Aus- und Weiterbildung BNA hat das Ziel, dass jeder Mitarbeiter mindestens an einer Weiterbildung pro Jahr teilnimmt. Weiterbildungen werden von der BN Akademie angeboten oder als interne und externe Schulungen von Drittanbietern durchgeführt. Im Geschäftsjahr 2023 fanden insgesamt 49 Schulungsmaßnahmen mit 157 Teilnehmern statt, an denen 100 verschiedene Mitarbeiter teilnahmen. Zum Bilanzstichtag studierten 6 Auszubildende mit einem Betriebsstipendium an der Dualen Hochschule Gera-Eisenach im Studiengang Elektrotechnik/Automatisierungstechnik. 8 Auszubildende absolvierten eine Berufsausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik. 1 weiterer Auszubildender erlernte den Beruf des Fachinformatikers, 2 Studenten absolvierten mit einem BNA-Stipendium ein Master-Studium an der Technischen Universität Ilmenau. Daneben absolvierten mehrere Schüler und Studenten betriebliche Praktika. 2 Lage Vermögenslage Bilanzsumme Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 531 Tsd. €, das sind 2,8%, auf jetzt 19,4 Mio. €. Die Bilanzrelationen auf der Aktivseite veränderten sich wie auch im Vorjahr zu Gunsten des Umlaufvermögens. Auf der Passivseite erhöhte sich im Wesentlichen das Eigenkapital während die Rückstellungen, abnahmen. Aktiva Das Anlagevermögen blieb annähernd auf dem Niveau des Vorjahres. Während sich der Bestand an immateriellen Anlagegütern um 45 Tsd. € erhöhte, reduzierten sich die Sachanlagen um 41 Tsd. €. Der Bestand an Finanzanlagen blieb unverändert. Das Umlaufvermögen nahm gegenüber dem Vorjahr um 578 Tsd. € und damit um 3,8 % zu. Bei den Vorräten reduzierte sich der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen um 191 Tsd. €, während der Bestand an unfertigen Leistungen um 476 Tsd. € zunahm. Die geleisteten Anzahlungen lagen um 1,2 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Die offen abgesetzten erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen, die zu einer Reduzierung der Vorräte führen, nahmen um 1,0 Mio. € zu. Dies führte in Summe zu einer Verringerung der der Vorräte um insgesamt 1,9 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände reduzierten sich gegenüber dem Abschlussstichtag des Vorjahres vor allem auf Grund einer gleichmäßigeren Verteilung der Projektabschlüsse gegenüber dem letzten Geschäftsjahr stichtagsbedingt um 399 Tsd. €. Am 23.11.2023 waren 80,5 % des Forderungsbestandes an Lieferungen und Leistungen per 30.09.2023 von 3,1 Mio. € ausgeglichen.Wertpapiere, Bank- und Kassenbestände stiegen gegenüber dem Vorjahr um 2,9 Mio. €. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Cash-Flow der laufenden Geschäftstätigkeit verringert um die Ausschüttung an die Aktionäre. Die aktiven latenten Steuern nahmen um 21 Tsd. € ab. Ursache sind die geringeren Unterschiede der steuerlich zulässigen und handelsrechtlich notwendigen Wertansätze von Anlagevermögen, Wertpapieren und Rückstellungen. Der Aktivüberhang als Folge der Saldierung der Altersversorgungsverpflichtungen mit dem für die Erfüllung dieser Verpflichtungen aufgebauten Deckungsvermögen beträgt 18 Tsd. €. Er reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 27 Tsd. €. Die anderen Bilanzposten der Aktivseite veränderten sich nur in geringem Umfang. Passiva Auf der Passivseite haben sich hauptsächlich das Eigenkapital, die Sonderposten, die Rückstellungen und die Verbindlichkeiten verändert. Das Eigenkapital beträgt 10,4 Mio. €. Es erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 694 Tsd. €. Hier schlagen sich die im Vorjahr vorgenommene Einstellung eines Teils des Gewinns in die anderen Gewinnrücklagen und das erwirtschaftete Jahresergebnis sowie der Zufluss von 36 Tsd. € durch die Ausübung von Bezugsrechten im Rahmen des Optionsplans 2017 positiv nieder. Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 24. März 2023 wurde aus dem Bilanzgewinn eine Dividende in Höhe von 1,93 € je A-Aktie und 1,98 € je B-Aktie ausgeschüttet. Die Sonderposten reduzierten sich planmäßig um 32 Tsd. €. Die Rückstellungen nahmen gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um 161 Tsd. € ab. Während die Steuerrückstellungen um 82 Tsd. € anwuchsen, reduzierten sich die sonstigen Rückstellungen um 243 Tsd. €. Die Veränderung der sonstigen Rückstellung resultiert hauptsächlich aus geringeren Rückstellungen für Nachunternehmerleistungen und geringeren Rückstellungen für Ansprüche aus Mängeln und Restleistungen. Die Verbindlichkeiten lagen zum Abschlussstichtag um 16 Tsd. € über dem Vorjahreswert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich auf Grund planmäßiger Tilgungen um 37 Tsd. €, der Bestand an erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sank um 366 Tsd. €, während sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 315 Tsd. € und die sonstigen Verbindlichkeiten um 102 Tsd. € gegenüber dem Vorjahr erhöhten. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten stiegen gegenüber dem Vorjahr um 14 Tsd. €. Bilanzrelationen Die Relation von Anlagevermögen zu Umlaufvermögen veränderte sich zu Gunsten des Umlaufvermögens. Während das Anlagevermögen durch Investitionen auf Vorjahresniveau mit einem Anstieg von 4 Tsd. € nahezu unverändert blieb, beträgt die Zunahme im Umlaufvermögen 578 Tsd. €. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme fiel dadurch von 16,7 % auf 16,3 %, der des Umlaufvermögens stieg von 81,6 % auf 82,3 %. Auf Rechnungsabgrenzungsposten, aktive latente Steuern und den aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung entfallen 1,4 % der Bilanzsumme der Aktivseite. Das Eigenkapital der BNA beträgt 10,4 Mio. € und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 694 Tsd. €, das entspricht einem Zuwachs von 7,1 %. Dieser Anstieg führt trotz einer Erhöhung der Bilanzsumme um 531 Tsd. € zu einer Eigenkapitalquote von 53,8 % die um 2,1 %-Punkte über dem Vorjahreswert von 51,7 % liegt. Bei Hinzurechnung von 70,0 % der Sonderposten stehen dem Unternehmen Eigenmittel in Höhe von 10,6 Mio. € zur Verfügung. Finanzlage Finanzkraft Der Cash-Flow nach DVFA/SG erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 13,4 % auf 2,3 Mio. € im Berichtsjahr. Der Zuwachs resultiert hauptsächlich aus dem um 232 Tsd. € höheren Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr. Die dem Unternehmen zugeflossenen Finanzmittel wurden im Wesentlichen verwendet für die Vorfinanzierung von Projekten, Investitionen und die Tilgung von bestehenden Bankverbindlichkeiten. Die für die Vorfinanzierung der Projekttätigkeit benötigten Finanzmittel betrugen zum Bilanzstichtag 4,5 Mio. €. Während die erhaltenen Anzahlungen für laufende Projekte um 636 Tsd. €, das sind 5,5 %, zunahmen, erhöhte sich der Leistungsstand bewertet zu Vollkosten um 178 Tsd. €, dies sind 1,1 %. Die sich ergebende Reduzierung der Vorfinanzierung um 458 Tsd. € beträgt 9,2 % gegenüber dem Vorjahr. Die Liquidität des Unternehmens ist solide. Der Kontokorrentrahmen wurde im Berichtsjahr nicht in Anspruch genommen. Die Einsparungen durch vorfristige Zahlungen betrugen 97 Tsd. €. Ertragslage Ergebnis Geplant war für das Geschäftsjahr 2023 ein gegenüber dem Vorjahr um 14,4 % geringeres Jahresergebnis in Höhe von 1,4 Mio. €. Das Ergebnis liegt mit 1,9 Mio. € um 32,9 % über unserer Planung. Das EBIT beträgt 2,8 Mio. € und liegt damit 16,3 % über dem Vorjahreswert. Das Finanzergebnis ist auf Grund höherer Zinsaufwendungen im Rahmen von Rückstellungsbildungen um 27 Tsd. € niedriger als geplant. Das Vorsteuerergebnis beläuft sich auf 2,8 Mio. €. Die Steuerquote liegt mit 30,7 % leicht unter der Vorjahresquote. Rentabilität Das aktuelle Geschäftsjahr wurde von kritischen externen Faktoren beeinflusst. Dies waren insbesondere die Auswirkungen krisenbedingter Lieferengpässe und Einflüsse des Ukraine-Kriegs die zur Erhöhung der Energiepreise und dem Anstieg der Inflation führten. Auch in diesem Geschäftsjahr kann BNA auf stabile und solide Leistungsindikatoren verweisen. Die EBIT-Quote beträgt 11,0 % die Umsatzrendite liegt bei 11,2 %, und die Cash-Flow-Rate beläuft sich auf 8,8 %. Das Eigenkapital rentierte mit 19,0 %. Das Ergebnis je Aktie beträgt 2,96 €. Nachtragsbericht Wir verweisen in Bezug auf den Nachtragsbericht auf die Ausführungen im Anhang. 3 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Risikomanagement Risikomanagementziele und -methoden Die Risikostrategie von BNA klassifiziert Risiken anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer möglichen Auswirkungen. Sie legt fest, welche Risiken als akzeptabel gelten und welche Risiken inakzeptabel sind. Die Risikostrategie von BNA bestimmt, dass nur akzeptable Risiken eingegangen werden dürfen. Unternehmenskritische Prozesse werden auf Unternehmensebene überwacht. Dies sind das Liquiditätsmanagement, das Forderungsmanagement, die Umsatz- und Ertragsentwicklung, die Mitarbeiterentwicklung, die Produktivität und der Vertriebserfolg. Wesentliche Einzelrisiken, die dem operativen Geschäft entspringen, werden direkt im produzierenden Bereich überwacht. Kern dieser Überwachung ist das Projektcontrolling. In ihm sind alle Aufträge ab einer vorab festgelegten Größenordnung erfasst. Das Projektcontrolling stellt dem Projektleiter taggleich die erforderlichen Daten und Auswertungen zur Verfügung. Zusätzlich berichten die Projektleiter regelmäßig über den Verlauf ihrer Projekte an die Fachbereichsleiter. Überwachungssystem Um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, möglichst frühzeitig zu erkennen, wurde ein Überwachungssystem eingerichtet. Es regelt die Risikostrategie, benennt die zu überwachenden Risiken, die zu nutzenden Daten und die Kriterien, anhand derer ein Risiko bewertet werden soll. Es bestimmt Verantwortliche, Termine und Informationsketten und legt fest, wie die Ergebnisse zu dokumentieren sind. Durch das Überwachungssystem werden die folgenden Risiken überwacht: Rechtsrisiko, Vertragsverletzung, Budgetüberschreitung, verspätete Abrechnung von Leistungen, unzureichende Produktivität, unzureichende Preisqualität, fehlende Aufträge, Überschreitung des Zahlungsziels, Forderungsausfall, Ausfall von Partnern innerhalb einer Arbeitsgemeinschaft, Compliance-Verstoß, Mitarbeiterfluktuation, unplanmäßige Umsatz-, Kosten- und Ertragsentwicklung, Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Qualitätsmanagement BNA unterhält ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001. Das Qualitätsmanagement regelt die Kernprozesse der Produktrealisierung und wichtige Nebenprozesse wie die kommerzielle Projektabwicklung, die Ressourcenwirtschaft, die internen Dienstleistungen und Teile des Rechnungswesens. Das Qualitätsmanagementsystem wird jährlich einer unabhängigen Bewertung durch einen externen Auditor unterzogen. Das letzte Rezertifizierungsaudit fand im Januar 2023 statt und wurde auf Grundlage der Norm DIN EN ISO 9001:2015 erfolgreich absolviert. Risiken Preisänderungsrisiken Die Preise für die von BNA angebotenen Produkte und Dienstleistungen unterliegen dem Wettbewerb und damit der Entwicklung von Angebot und Nachfrage. In Folge von Krisen verzeichnen die Ausrüstungsinvestitionen in der Regel einen Rückgang, was zu einem Auseinanderlaufen von Arbeitskosten und erzielbaren Preisen führt. Geopolitische Konflikte und die Nachwirkungen von Energiekrise und Inflation werden sich erheblich auf die Ausrüstungsinvestitionen auswirken und damit einen starken Einfluss auf zukünftig erzielbare Preise haben. Nach der Erholung der Ausrüstungsinvestitionen im Kalenderjahr 2022 um 4,0 % wird für 2023 nur eine Zunahme um 2,8 % erwartet. [2] Mit einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess und permanenten Investitionen in Werkzeuge, Qualität und Wissen konnte BNA in diesem Umfeld ihre preisliche Wettbewerbsfähigkeit erhalten und die negativen Einflüsse im Wesentlichen kompensieren. Die hochspezialisierten und komplexen technischen Dienstleistungen der BNA und die erforderlichen Branchenkenntnisse sind zudem Markteintrittsbarrieren für branchenfremde Mitbewerber und wirken stabilisierend auf der Angebotsseite. Die von BNA erreichte Diversifikation in unterschiedliche Branchen und Märkte stabilisiert die Nachfrageseite. Sprunghafte Veränderungen der Preise sind deshalb in normalen konjunkturellen Phasen nicht zu erwarten. Darüber hinausgehende Preisänderungsrisiken entspringen rezessiven wirtschaftlichen Phasen. Diese schlagen sich in Abhängigkeit von der Schwere des konjunkturellen Einbruchs in einer verschlechterten Preisqualität oder darüber hinaus in einer sinkenden Produktionsauslastung nieder. Das 68-Prozent-Prognoseintervall der Arbeitsgruppe Gemeinschaftsdiagnose für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland im Jahr 2024 liegt zwischen -0,5 % und 3,5 %. [2] Ausfallrisiken Die breite Kundenbasis der BNA und ein stabiler Anteil öffentlicher Auftraggeber reduzieren die Ausfallrisiken. Große Einzelrisiken mindert BNA durch die Vereinbarung von Abschlagszahlungen und die Überwachung der Bonität ihrer Auftraggeber. Zahlungsstromschwankungen In Abhängigkeit von der Struktur und der Abarbeitungsphase der im Auftrag befindlichen Projekte überwiegen Mittelzu- oder Mittelabflüsse. Die hohe Eigenkapitalquote der BNA und die große freie Liquidität gewährleisten auch in Wachstumsphasen die Vorfinanzierung der in Abarbeitung befindlichen Aufträge. Daneben stehen BNA angemessene Kontokorrent- und Avalrahmen zu Verfügung. Auslandsaufträge Aktuell bestehen keine Auslandsaufträge in Ländern, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen, kulturellen oder politischen Besonderheiten außergewöhnliche Risiken für BNA und deren Mitarbeiter mit sich bringen. Ausfall von Partnern innerhalb einer Arbeitsgemeinschaft Das größte Risiko bei der Auftragsrealisierung innerhalb einer Arbeitsgemeinschaft ist der Ausfall eines ARGE-Partners. Die ARGE-Gesellschafter haften gesamtschuldnerisch, auch bei Ausfall eines Partners ist die geschuldete Werkleistung zu erbringen. Durch Sicherheiten (Bürgschaften) der Partner gegenüber der ARGE werden die Auswirkungen eines möglichen Ausfalls abgemildert. Gleichzeitig erfolgt für alle Projekte, die innerhalb einer ARGE abgewickelt werden, ein aktives Risikomanagement nach dem oben beschriebenen Überwachungssystem, um mögliche Risiken rechtzeitig zu erkennen und ihnen entgegen zu wirken. Eine besondere Bedeutung hat das Risikomanagement für die Projektrealisierung TWA Eschdorf im Rahmen einer ARGE. Auf Grund der Größe und Komplexität wurde für das Projekt ein projektspezifisches Risikomanagementsystem implementiert. Fachkräftemangel Die anhaltend gute Beschäftigungslage, der stetige Rückgang der Arbeitslosigkeit und der demografische Wandel haben zu einem Fachkräftemangel insbesondere bei hochqualifizierten technischen Fachkräften geführt. BNA hat frühzeitig begonnen, sich durch die kontinuierliche und langfristig angelegte Investition in Ausbildung und Nachwuchsförderung den Zugang zu einem angemessenen Potenzial an Fachkräften zu sichern. Trotzdem ist zu erwarten, dass der anhaltende Wettbewerb um Fachkräfte zukünftig weitergehende Anstrengungen in der Fachkräftegewinnung wie auch in der Mitarbeiterbindung erfordern wird. Pandemie Mit der weltweiten Ausbreitung des Corona-Virus haben sich die Lebensbedingungen der Menschen, aber auch die Rahmenbedingungen für Unternehmen dramatisch verändert. BNA ist auf Grund ihrer wirtschaftlichen Stärke, der Thesaurierung von Gewinnen in der Vergangenheit sowie eines motivierten und zum Unternehmen stehenden Mitarbeiterstamms gut für die Bewältigung einer Pandemie gewappnet. Im Falle einer Pandemie ergreift BNA frühzeitig Maßnahmen die dem Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Familien sowie der Aufrechterhaltung des Betriebes und der Sicherung der Arbeitsplätze dienen. Damit verbunden ist der Anspruch der BNA, für ihre Kunden auch während einer Pandemie kontinuierlich verfügbar zu sein, insbesondere für die Aufrechterhaltung kritischer Infrastrukturen. Geopolitische Konflikte In Folge des Ukraine-Krieges sind die Energiekosten drastisch gestiegen. BNA hat für die Realisierung ihres Leistungsangebotes nur einen geringen Anteil an Energiekosten, sodass die Auswirkungen der extremen Energiepreissteigerungen beherrschbar sind. Wechselwirkungen zwischen Risiken Zwischen einzelnen Risiken können Wechselwirkungen und im ungünstigen Fall Überlagerungen auftreten, die die Auswirkungen einzelner Risiken verstärken. Um Wechselwirkungen früh zu erkennen, werden die betreffenden Informationen zwischen den Verantwortlichen der Geschäftsbereiche regelmäßig ausgetauscht und es werden Kenngrößen, in denen sich die Auswirkungen unterschiedlicher Risiken einheitlich abbilden, überwacht. Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor. Chancen Universell anwendbare Querschnittsdisziplin Elektro-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie Informations- und Datentechnik sind Querschnittsdisziplinen, die praktisch in allen Bereichen der Industrie nachgefragt werden. Gestützt wird die Nachfrage nach diesen Produkten und Dienstleistungen durch Themen wie Klimawandel, Energie, Wasser und Infrastruktur - Gebiete, auf denen BNA seit langem aktiv ist. Dies eröffnet vielfältige Chancen für BNA. Digitalisierung und Industrie 4.0 Die Mess-, Steuer- und Regeltechnik bildet das Rückgrat der Automatisierung der Produktion und leistet einen wichtigen Beitrag für die Zukunftstechnologien im Rahmen von Industrie 4.0. In diesem Umfeld spielt die zunehmende Digitalisierung der industriellen Produktion eine tragende Rolle, für welche die Mess-, Steuer- und Regeltechnik, neben der Informations- und Kommunikationstechnik, die Schlüsseldisziplin darstellt. BNA ist seit mehr als 30 Jahren auf beiden Feldern aktiv und kann deshalb an dieser Entwicklung partizipieren. Marktgröße Der für BNA direkt erreichbare deutsche Markt für industrielle Prozesssteuerungsanlagen umfasst im Vergleich zur Größe der BNA ein immenses Volumen. Hinzu kommen Marktanteile im Ausland, über die BNA einen indirekten Zugang über deutsche Maschinenausrüster erlangen kann. Selbst Teilmärkte wie die kommunale Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung, Kraftwerke oder Nahrungs- und Genussmittel haben, gemessen an den dort von BNA derzeitig erzielten Umsätzen, ein Investitionsvolumen, das auch in Phasen der Stagnation Wachstumsperspektiven bietet. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Expansion sind hier die preisliche Wettbewerbsfähigkeit, die technischen Kompetenzen und der Aufbau eines vertrieblichen Zugangs. BNA erfüllt diese Voraussetzungen und kann deshalb auch in Zukunft weiteres Wachstum generieren. Neue Produkte und Leistungsangebote BNA hat im Berichtsjahr die eigenen Produkte weiter gestärkt. Damit eröffnen sich neue Chancen bei Bestandskunden, aber auch in Branchen, zu denen BNA bislang nur einen eingeschränkten Zugang hatte. Hinzu kommt, dass für viele Kunden aus Industrie und Versorgungswirtschaft mehrere Leistungsangebote der BNA potentiell von Interesse sind, so dass auf dem Wege des Cross-Selling zusätzliche Umsätze generiert werden können. Diversifikation BNA hat in der Vergangenheit bewusst die Diversifikation in verschiedene Branchen und Märkte vorangetrieben. Heute ist BNA mit ihrem Produkt- und Leistungsangebot in unterschiedlichen Branchen, bei öffentlichen wie privaten Investoren und in mehreren Märkten etabliert. Dies eröffnet die Chance, dort von der positiven Entwicklung einer Branche oder eines Marktes zu profitieren, wo diese auch stattfindet. Durch die Verlagerung des vertrieblichen Schwerpunktes auf Branchen oder Märkte, die aktuell eine hohe Dynamik aufweisen, kann rentables Wachstum generiert werden, ohne dass dafür langwierige Umstrukturierungen oder ein hoher zeitlicher Vorlauf erforderlich wären. Wirtschaftliche Unabhängigkeit BNA hat in den vergangenen Jahren ihre wirtschaftliche Basis kontinuierlich gestärkt. Mit einer hohen Eigenkapitalausstattung und solider Liquidität kann BNA die weitere Entwicklung des Produkt- und Leistungsangebotes und den Eintritt in neue Märkte aus eigener Kraft finanzieren. 4 Voraussichtliche Entwicklung Rahmenbedingungen Einflussfaktoren BNA partizipiert an Investitionen der Privatwirtschaft und der öffentlichen Hand gleichermaßen. Der deutsche Markt leistet dabei mit durchschnittlich über 90 % den wesentlichen Beitrag zum Auftragsaufkommen. Investitionen der Privatwirtschaft und der öffentlichen Hand in Deutschland sind somit die wichtigste Auftragsquelle für BNA. Die zweite Auftragsquelle sind Aufträge für im Ausland errichtete Anlagen. Auftraggeber für BNA ist der deutsche Maschinen- und Anlagenbau, dessen Exportaussichten das Nachfrageniveau für BNA im Ausland bestimmen. Weitere Auftragsquellen im Ausland sind dort ansässige Maschinenbauunternehmen oder Tochtergesellschaften deutscher Unternehmen, zu denen bereits in Deutschland eine Kundenbeziehung besteht. Die dritte Komponente betrifft den Service. Das Volumen wird bestimmt durch den Bestand an von BNA errichteten Anlagen. Diese Komponente ist stetig wachsend und weitgehend unabhängig von der Konjunktur. Die Rahmenbedingungen, die BNA für ihre wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden Jahren erwarten kann, werden deshalb anhand der Vorhersagen über die öffentlichen und privaten Investitionen sowie die Entwicklung der Exporte abgeschätzt. Unternehmensinvestitionen Die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose gibt in ihrem Herbstgutachten 2023 einen Ausblick auf die leichte Erholung der deutschen Wirtschaft im kommenden Jahr. Nach einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 0,6 % in diesem Jahr erwartet sie ein moderates Wachstum um 1,3 % im Jahr 2024. Die Ausrüstungsinvestitionen entwickelten sich in etwa wie ursprünglich prognostiziert und werden 2023 voraussichtlich um 2,8 % zunehmen. Für die folgenden beiden Jahre erwarten die Institute eine weiterhin positive unternehmerische Investitionstätigkeit. Alles in allem werden die Ausrüstungsinvestitionen in den Jahren 2024 und 2025 wohl mit Raten von 1,4 % und 3,4 % expandieren. [2] Öffentliche Investitionen Staatliche Unterstützungsprogramme bei gleichzeitig konjunktureller Schwäche der deutschen Wirtschaft sorgen dafür, dass die öffentlichen Haushalte im Jahr 2023 voraussichtlich mit einem Defizit von 89,5 Mrd. € abschließen werden. Auch in den kommenden beiden Jahren bleiben die Fehlbeträge mit 68,4 Mrd. € für 2024 und 47,9 Mrd. € für 2025 beträchtlich. Es wird erwartet, dass die öffentlichen Investitionen auch im kommenden Jahr nur leicht zunehmen. Für 2023 erwartet die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose eine leichte Zunahme der öffentlichen Bauinvestitionen um 0,9 %, für 2024 dann ein Wachstum ebenfalls um 0,9 %. Hierin eingeschlossen sind Investitionen in die Infrastruktur, an denen BNA mit ihrem Leistungsangebot für die Ausrüstung von kommunalen Kläranlagen, Trinkwasserversorgungssystemen und Hochwasserschutzanlagen partizipiert. [2] Mittelfristige Erwartungen In ihrer Mittelfristprojektion gehen die Institute davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt bis 2028 preisbereinigt jahresdurchschnittlich um 0,8 % zunimmt. Die Ausrüstungsinvestitionen sollten sich etwas besser entwickeln. Die Institute prognostizieren für den Zeitraum bis 2028 eine jährliche durchschnittliche Zunahme der Bruttoanlageinvestitionen von 2,8 %. [2] Exporte Der Außenhandel befindet sich bereits seit einem Jahr in einer Schwächephase. Für das Jahr 2023 wird insgesamt ein Rückgang der Exporte um 1,0 % prognostiziert. Im weiteren Prognosezeitraum wird für 2024 eine Zunahme um 1,8 % und für 2025 dann ein Wachstum um 3,0 % erwartet. [2] Prognosesicherheit Die Prognose der Institute beschreibt die für am wahrscheinlichsten gehaltene Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Das 68-Prozent-Prognoseintervall für das Bruttoinlandsprodukt 2023 reicht von -0,5 % bis 3,5. Ein Risiko für die konjunkturelle Entwicklung besteht darin, dass die Energiepreise erneut deutlich steigen. Auch sorgt das politische Management der Energiewende für große Unsicherheit. [2] Rahmenbedingungen für BNA Die deutsche Wirtschaftsleistung und die Ausrüstungsinvestitionen bleiben im Jahr 2023 deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Trotzdem kann BNA für das Geschäftsjahr 2024 moderat gute Rahmenbedingungen erwarten. Die Investitionen im privatwirtschaftlichen Bereich sollen auch 2024 weiter leicht wachsen. Die öffentlichen Bauinvestitionen sollen zwar auch 2024 nur leicht zunehmen, wobei hier weiterhin die Investitionen in kritische Infrastrukturen wie die kommunale Wasserversorgung und Abwasserentsorgung stabilisierend wirken. Branchen und Märkte der BNA Wasser In unserem regionalen Umfeld Thüringen ist aufgrund des erreichten technischen Standards das Investitionsvolumen tendenziell fallend. Zukünftige Investitionen stehen im Zusammenhang mit der Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Abwasser- und Wasserqualität im ländlichen Raum. Wir erwarten 2024 mittlere Investitionen in Verbindung mit Bauinvestitionen sowie die Erneuerung von Steuerungstechnik auf dem Niveau des Vorjahres. Im restlichen Bundesgebiet zeigt sich der kommunale Markt für Wasser und Abwasser weiter stabil auf einem hohen Niveau. Wir gehen davon aus, ausreichend Chancen wahrnehmen zu können und planen unter Berücksichtigung des sehr hohen Auftragsbestandes entsprechend der verfügbaren Kapazitäten für 2024 mit Auftragseingängen in Höhe von 20 % über Vorjahresniveau. Für Industrieabwasser, Prozess- und Reinstwasser sowie Hochwasserschutz schätzen wir die Auftragschancen auf Vorjahresniveau ein. Energie Die mit dem Ausbau und der Priorisierung der erneuerbaren Energien einhergehenden Probleme für konventionelle Erzeugeranlagen beherrschen weiterhin das Investitionsgeschehen in diesem Bereich. Davon betroffen ist insbesondere der Kraftwerksneubau, der praktisch zum Erliegen gekommen ist. Auf dem Radar haben wir Projekte in Verbindung mit dem Einsatz von Wasserstoff als Energieträger. Industrie 2023 konnten wir unsere Position in diesem Bereich ausbauen und unsere Kundenkontakte erweitern. 2024 wollen wir daran anknüpfen und planen mit einem Auftragseingang auf Vorjahresniveau. Wir konzentrieren uns hierbei im Wesentlichen auf die Lebensmittelindustrie. Ausland BNA partizipiert an Investitionen im Ausland als Nachauftragnehmer des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus. Hier pflegen wir die bestehenden Kontakte und bedienen entsprechende Anfragen, ohne selbst aktiv zu akquirieren. Nachdem wir 2023 über den deutschen Maschinen- und Anlagenbau Auslandsaufträge für industrielle Prozesssteuerungen erhalten haben, erwarten wir auch 2024 aussichtsreiche Anfragen. Aussichten Zusammenfassend kommen wir zu der Einschätzung, dass die prognostizierte Marktsituation BNA insgesamt gute Auftragsperspektiven bietet. Konkret planen wir unter Berücksichtigung des aktuellen Auftragsbestandes einen Auftragseingang um 20 % über dem Niveau des Vorjahres bei im Wesentlichen gleichbleibender Preisqualität. Unsere Einschätzung gilt unter dem Vorbehalt, dass es zu keinen wesentlichen Einschränkungen durch die anhaltenden Krisen kommt. Voraussichtliche Entwicklung Plangrundlagen Mit dem herausragend ausgebildeten und motivierten Mitarbeiterstamm, den Investitionen in die Infrastruktur und dem guten Auftragsvorlauf haben wir mittelfristig gute Voraussetzungen für weiteres, rentables Wachstum. Für 2024 steht dem allerdings eine erhebliche Kostensteigerung im Personalbereich entgegen. Auch im kommenden Jahr wird wieder ein Schwerpunkt sein, neue Mitarbeiter gut einzuarbeiten und schnell wirksam werden zu lassen. In der Planung gehen wir davon aus, dass uns 2024 etwa 3 % weniger produktive Stunden zur Verfügung stehen werden, als im Vorjahr geleistet. Insgesamt planen wir über alle Leistungsbereiche der Produktion mit ca. 141.000 produktiven Stunden aus eigener Kapazität. Aufgrund des guten Auftragsvorlaufs und der erwarteten Auftragseingänge unterstellen wir, dass unsere produktive Kapazität auf Jahressicht vollständig ausgelastet wird. Geschäftsplan 2024 Im Geschäftsjahr 2024 erwarten wir Umsatzerlöse in Höhe von 30,0 Mio. €. Gleichzeitig wird der Bestand an unfertigen Leistungen um 2,2 Mio. € abnehmen. Aktivierte Eigenleistungen aus Produktentwicklung erwarten wir mit 171 Tsd. €. Die Gesamtleistung wird damit etwa 28,1 Mio. € betragen, 8,8 % höher als im Geschäftsjahr 2023. Einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung von Umsatz und Gesamtleistung und damit letztendlich auch auf das geplante Ergebnis 2024 wird der Abschluss des größten Teilprojektes aus dem Auftrag TWA Eschdorf in Luxemburg mit einem Umsatz von etwa 6,3 Mio. € haben. Den Rohertrag planen wir mit 17,2 Mio. € und damit 15,5 % über dem Vorjahreswert. Die Rohertragsquote liegt mit 61,3 % über der des Geschäftsjahres 2023, in dem sie 57,8 % betrug. Die Veränderung liegt im Wesentlichen darin begründet, dass der Bestand an unfertigen Leistungen durch die Umsatzrealisierung von Projekten deutlich abnehmen wird. Die sonstigen betrieblichen Erträge erwarten wir um 425 Tsd. €, das sind 21,4 % unter dem Vorjahresniveau, in der Planung sind wesentlich geringere Auflösungen von Rückstellungen eingestellt. Die Betriebsaufwendungen planen wir mit 14,3 Mio. € und damit 1,7 Mio. € über dem Jahr 2023. Der Zuwachs in den Personalkosten zum Geschäftsjahr 2023 liegt inflations- und wachstumsbedingt bei 13,6 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden wachstumsbedingt und auf Grund der erwarteten Teuerungsrate gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 um 13,2 % ansteigen. Die Abschreibungen steigen um 50 Tsd. € auf 572 Tsd. €. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir ein EBIT von gut 3,3 Mio. € und einen Jahresüberschuss von mehr als 2,2 Mio. €. Ausgehend vom Aktienbestand zum Berichtszeitpunkt würde das Ergebnis je Aktie 3,47 € betragen. Die Planung fußt auf der Annahme, dass die Produktionskapazität von ca. 141.000 produktiven Stunden vollständig ausgelastet wird. Eine um 10 % geringere Auslastung würde das Betriebsergebnis um ca. 480 Tsd. € und den Jahresüberschuss um ca. 330 Tsd. € mindern. Dabei gehen wir davon aus, dass alle im Geschäftsjahr geplanten Projektabschlüsse auch realisiert werden und somit bei reduzierter Auslastung weniger Leistung in die über 2024 hinaus laufenden Projekte fließt. Das größte Risiko auf der Erlösseite besteht im Fachkräftemangel bei allen Projektbeteiligten. Wenn dadurch die geplanten Projekte nicht abgeschlossen werden können, dann würde durch die fehlende Umsatzrealisierung das Ergebnis negativ beeinflusst. Weiterhin basiert unsere Planung auf der Annahme, dass sich die Einschränkungen durch Pandemie und geopolitische Konflikte nicht weiter verschärfen. Geschäftsplan 2025 In unserer Planung für 2025 unterstellen wir, dass die in der Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2023 prognostizierte wirtschaftliche Entwicklung im Wesentlichen eintritt. Aufgrund des guten Auftragsbestandes und der für 2025 moderat positiven Prognoseaussagen verzichten wir auf die Angabe eines pessimistischen Szenarios. Für das Geschäftsjahr 2025 planen wir eine Gesamtleistung von ca. 30,9 Mio. €, ein EBIT von ca. 2,6 Mio. € und einen Jahresüberschuss von ca. 1,7 Mio. €. Diese Ergebnisprognose basiert auf der Annahme, dass der Bestand an angearbeiteten Projekten nahezu unverändert bleibt. In unserer Planung unterstellen wir weiterhin, dass unsere produktive Kapazität gegenüber 2024 um ca. 7,5 % zunimmt und dass diese Kapazität auch ausgelastet wird. Als Ergebnis je Aktie erwarten wir 2025 ca. 2,61 €. 5 Erläuterung zur Ermittlung der Kennzahlen im Lagebericht Die Berechnungsbasis von Kennzahlen und Werten im Lagebericht weist die nachfolgenden Abweichungen zur Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB auf. Die durch die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB erforderliche Einordnung von Bestandteilen a) der sonstigen betrieblichen Erträge in die Umsätze sowie b) der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in den Materialaufwand entspricht nicht der operativen Ertragsstruktur des Unternehmens. Die Abweichungen betreffen im Wesentlichen: die Einordnung von Erträgen aus der kaufmännischen Geschäftsführung der ARGE TWA Eschdorf in Höhe von 9 Tsd. €, von Einspeisevergütungen aus der PV-Anlage von 1 Tsd. € in den Umsatz. In den Materialaufwand wurden abweichend gegliedert: die Aufwendungen aus der technischen und kaufmännischen Geschäftsführung für die ARGE TWA Eschdorf in Höhe von 27 Tsd. €, Projektversicherungen 1 Tsd. € sowie 1 Tsd. € sonstige Aufwendungen. Die Berechnungsgrundlagen im Lagebericht weichen von den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB wie folgt ab: Umsatzerlöse -10 Tsd. €, Materialaufwand -28 Tsd. €, sonstige betriebliche Erträge -22 Tsd. €, sonstige betriebliche Aufwendungen +28 Tsd. €, Ergebnis steuerlicher Maßnahmen durch Sonderpostenauflösungen +32 Tsd. €. Die Berechnungsbasis für eine Vielzahl der im Lagebericht ausgewiesenen Werte und Kennzahlen sind Euro-Cent. Für die bessere Lesbarkeit sind die meisten Werte in gerundeten Tsd. € und Mio. € dargestellt. Dies kann zu Rundungsdifferenzen im Ausweis von Prozent- und Summenangaben führen.
Ilmenau, den 23.11.2023 Stefan Schneider, Vorstandsvorsitzender Heiko Nikolaus, Vorstand Personal und Finanzen Mario Winkler, Vorstand Marketing und Vertrieb [1] Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2022 der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose [2] Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2023 der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose [3] Statistisches Bundesamt BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1 Angaben und Erläuterung zu Form und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 30.09.2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB aufgestellt. Die hierin für Kapitalgesellschaften verbindlich vorgeschriebenen Gliederungsvorschriften der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden berücksichtigt. Bei der Aufstellung des Anhangs wurden die größenabhängigen Erleichterungen in Anspruch genommen. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Ergänzend zu diesen Vorschriften fanden die einschlägigen Vorschriften des AktG Anwendung. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke wurden überwiegend im Anhang vorgenommen. 2 Angaben zur Identifikation nach § 264 Abs. 1a HGB Die Gesellschaft ist unter der Firma BN Automation AG mit Sitz in Ilmenau im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter der Nummer HRB 305525 eingetragen. 3 Angabe der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:
4 Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Erläuterungen zur Bilanz 4.1.1 Anlagevermögen 4.1.1.1 Anlagenspiegel Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Die Entwicklungskosten selbst geschaffener Software wurden in Höhe von 159,3 Tsd. € (Vorjahr 77,6 Tsd. €) unter Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte aktiviert. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 661,2 Tsd. € an (Vorjahr 556,1 Tsd. €). Anlagenspiegel 2022/2023
4.1.1.2 Anteile an verbundenen Unternehmen Die Gesellschaft hält 100 % des Kapitals der BN Automation S.A.E., Kairo, Ägypten. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 250.000 ägyptische Pfund und ist ebenso wie der Beteiligungsansatz mit 0,0 Tsd. € (Vorjahr 0,0 Tsd. €) bewertet. Die Gesellschaft hält 100 % des Kapitals der BN Automation S.A. de C.V., Querétaro, Mexiko. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 50.000 mexikanische Peso und das variable Kapital beträgt 1.092.500 mexikanische Peso. Die Beteiligung ist ebenso wie der Beteiligungsansatz zum Bilanzstichtag mit 52,2 Tsd. € (Vorjahr 52,2 Tsd. €) bewertet. 4.1.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Der ausgewiesene Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Steuerforderungen in Höhe von 36,9 Tsd. € (Vorjahr 49,5 Tsd. €), Kautionen in Höhe von 20,5 Tsd. € (Vorjahr 20,7 Tsd. €), und Forderungen gegen die Arbeitsgemeinschaft ARGE TWA Eschdorf in Höhe von 37,8 Tsd. € (Vorjahr 44,2 Tsd. €) ausgewiesen.
4.1.3 Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern betragen 142,6 Tsd. € (Vorjahr 163,4 Tsd. €). Die Veränderung zum Vorjahr resultiert aus den folgenden Sachverhalten:
Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 30,53 % zugrunde gelegt. 4.1.4 Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung Der aktive Unterschiedsbetrag ergibt sich aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um verpfändete Rückdeckungsversicherungen. Die Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherungen entsprechen dem Nennwert der geleisteten Einzahlungen in Höhe von 1,4 Mio. € (Vorjahr 1,4 Mio. €). Als Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen gilt das Deckungskapital, welches nach den allgemein anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik ermittelt wurde. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden die folgenden Positionen verrechnet und in saldierter Form ausgewiesen:
Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt 2,5 Tsd. € (Vorjahr 84,0 Tsd. €) und unterliegt einer Ausschüttungssperre. 4.1.5 Eigenkapital 4.1.5.1 Grundkapital/Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 3.242.080 € (Vorjahr 3.233.580 €) und ist eingeteilt in 648.416 Stückaktien (Vorjahr 646.716 Stückaktien), die auf den Namen lauten. Die 648.416 Stückaktien unterteilen sich in 426.544 Stammaktien der Aktiengattung A und 221.872 Vorzugsaktien der Aktiengattung B. 4.1.5.2 Kapitalrücklage/Anteile über dem Nennbetrag Die Kapitalrücklage in Höhe von 369,1 Tsd. € (Vorjahr 341,9 Tsd. €) resultiert aus den Ausgabeaufschlägen auf Aktien, die im Rahmen der Optionspläne durch Mitarbeiter und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft erworben wurden. Im Rahmen des Aktienoptionsplans 2017 wurden Bezugsrechte auf 1.700 Stückaktien, Vorzugsaktien der Aktiengattung B, ausgeübt. Der Bezugspreis je Aktie setzt sich aus dem rechnerischen Stückpreis in Höhe von 5,00 € (Erhöhung Grundkapital) und dem Ausgabeaufschlag in Höhe von 16,00 € zusammen. Der Ausgabeaufschlag wurde zu 100 % den Kapitalrücklagen zugeführt. 4.1.5.3 Gesetzliche Rücklage Die gesetzliche Rücklage und die Kapitalrücklage erreichen zusammen den zehnten Teil des Grundkapitals (§ 150 Abs. 2 AktG). Einstellungen aus dem Bilanzgewinn erfolgten im Berichtsjahr nicht (Vorjahr 0,00 Tsd. €). 4.1.5.4 Einstellung in andere Gewinnrücklagen Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24.03.2023 wurden vom Bilanzgewinn des vergangenen Geschäftsjahres 426,1 Tsd. € (Vorjahr 456,2 Tsd. €) in andere Gewinnrücklagen eingestellt. 4.1.5.5 Bedingtes Kapital Bedingtes Kapital 2017 Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28.04.2017 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 225.000,00 € bedingt zu erhöhen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird durch die Ausgabe von bis zu 45.000 neuen, einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 5,00 € entsprechenden, auf den Namen lautende B-Aktien mit Gewinnberechtigung ab dem Beginn des Geschäftsjahres der Ausgabe nur zur Einlösung von Bezugsrechten durchgeführt, die im Rahmen des Aktienoptionsplans 2017 der BN Automation AG gewährt werden. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie im Rahmen des Aktienoptionsplans 2017 der BN Automation AG Bezugsrechte ausgegeben werden und die Inhaber dieser Bezugsrechte hiervon Gebrauch machen. Der Kreis der Berechtigten sind die Mitglieder des Vorstandes der BN Automation AG und die Mitglieder der Geschäftsführungen verbundener Unternehmen, denen maximal insgesamt 22.500 Bezugsrechte gewährt werden und die Arbeitnehmer der BN Automation AG sowie der verbundenen Unternehmen, denen maximal insgesamt 22.500 Bezugsrechte gewährt werden. Die zugeteilten Bezugsrechte verbriefen das Recht zum Erwerb von B-Aktien der BN Automation AG. Ein Bezugsrecht berechtigt dabei zum Bezug von einer B-Aktie. Die Bezugsrechte können bis zum 31.05.2019 einmalig oder mehrmalig zugeteilt werden. Den genauen Tag der Zuteilung bestimmt der Vorstand, bei Zuteilungen an den Vorstand der Aufsichtsrat. Das Bezugsrecht kann nur innerhalb von drei Jahren nach Ablauf der Wartezeit ausgeübt werden. Die Wartezeit beginnt eine Woche nach dem Zuteilungstag und endet mit Erreichung des Erfolgsziels, frühestens jedoch nach Ablauf von vier Jahren. Das Erfolgsziel für die Gewährung von Bezugsrechten ist ein Jahresüberschuss von 2,75 € je Aktie. Das Erfolgsziel gilt als erreicht, wenn der Jahresüberschuss je Aktie, wie er sich nach einem festgestellten Jahresabschluss ergibt, im Zeitraum von der Gewährung der Bezugsrechte bis zum Tag der Feststellung des Jahresüberschusses für das Geschäftsjahr 2022/2023 erstmalig einen Betrag von 2,75 € je Aktie erreicht oder übersteigt. Der Ausübungspreis für die Bezugsrechte beträgt je 21,00 €. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie durch Ausübung der Bezugsrechte entstehen, am Gewinn teil. Im Rahmen des Aktienoptionsplans 2017 wurden 32.200 Bezugsrechte in drei Tranchen am 30.06.2017, 15.06.2018 und 31.05.2019 zugeteilt. Mit dem Jahresüberschuss 2020/2021 in Höhe von 1.810.459,60 € wurde ein Ergebnis je Aktie in Höhe von 2,83 € erzielt. Das Erfolgsziel für die Gewährung von Bezugsrechten gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 28.04.2017 zum Bedingten Kapital 2017 von 2,75 € je Aktie wurde überschritten. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden Bezugsrechte auf 6.900 B-Aktien und im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden Bezugsrechte auf 1.700 B-Aktien ausgeübt. 4.1.5.6 Ausschüttungssperre Für folgende Positionen wurden die zur Ausschüttung gesperrten Beträge ermittelt: Für die Vermögensgegenstände i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB beträgt der die Anschaffungskosten übersteigende Wert 304,6 Tsd. € (Vorjahr 304,3 Tsd. €). Er unterliegt der Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB. Der zur Ausschüttung gesperrte Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren in jedem Geschäftsjahr beläuft sich auf 2,5 Tsd. € (Vorjahr 84,0 Tsd. €). Zur Ausschüttung gesperrt sind die ausgewiesenen Beträge der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von 447,4 Tsd. € (Vorjahr 342,9 Tsd. €) abzüglich der darauf entfallenden passiven latenten Steuern in Höhe von 136,5 Tsd. € (Vorjahr 104,6 Tsd. €) zuzüglich dem Überhang an aktiven latenten Steuern in Höhe von 279,1 Tsd. € (Vorjahr 268,1 Tsd. €). Die Summe der ausschüttungsgesperrten Beträge beläuft sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt 897,1 Tsd. € (Vorjahr 894,7 Tsd. €). Diesem ausschüttungsgesperrten Betrag stehen frei verfügbare Gewinnrücklagen in Höhe von 3.275,7 Tsd. € (Vorjahr 2.849,6 Tsd. €) und ein Gewinnvortrag in Höhe von 1.546,7 Tsd. € gegenüber. Eine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Bilanzgewinn zum 30.09.2023 besteht daher nicht. 4.1.6 Sonderposten Die Sonderposten für Zuwendungen in Höhe von 254,9 Tsd. € (Vorjahr 287,1 Tsd. €) wurden für Investitionszuschüsse zum Sachanlagevermögen gebildet. 4.1.7 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen von 1.812,6 Tsd. € (Vorjahr 2.055,6 Tsd. €) enthalten Rückstellungen für noch zu erbringende Leistungen, für Urlaubsentgelte, für sonstige Ansprüche, für Beiträge, Ansprüche für Rechts- und Beratungskosten sowie Prozessrisiken, für erfolgsabhängige Vergütungen, für Ansprüche von Nachauftragnehmern, für Gewährleistungsaufwendungen und für Abschluss- und Prüfungskosten. 4.1.8 Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Folgende Verbindlichkeiten sind besichert:
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind, soweit sie durch Bestände an unfertigen Leistungen abgedeckt sind, auf der Aktivseite offen von den Vorräten abgesetzt. Dies betrifft erhaltene Anzahlungen in Höhe von insgesamt 7.416,3 Tsd. € (Vorjahr 6.414,1 Tsd. €), davon 6.626,0 Tsd. € (Vorjahr 6.148,3 Tsd. €) mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr und 790,2 Tsd. € (Vorjahr 265,8 Tsd. €) mit einer Laufzeit von mehr als einem und bis zu fünf Jahren. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten neben den o.g. Verbindlichkeiten aus Steuern und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit im Wesentlichen Verbindlichkeiten für Ansprüche aus erfolgsabhängigen Vergütungen sowie Lohn und Gehalt in Höhe von insgesamt 452,4 Tsd. € (Vorjahr 316,0 Tsd. €). 4.1.9 Eventualverbindlichkeiten/außerbilanzielle Geschäfte und Haftungsverhältnisse Am Bilanzstichtag bestanden keine Eventualverbindlichkeiten/außerbilanziellen Geschäfte bzw. Haftungsverhältnisse, mit Ausnahme der unter der Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB ausgewiesenen gesamtschuldnerischen Haftung bei Arbeitsgemeinschaften. Zu den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften nach § 285 Nr. 3 HGB gehören die Konsignationslager für Verbrauchs- und Kleinmaterialbestände ohne konkreten Projektbezug. Sie werden zur Absicherung gegen dringende Lieferengpässe geführt. 4.2 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.2.1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse betragen insgesamt 25.163,4 Tsd. € (Vorjahr 22.927,6 Tsd. €). Davon entfallen 5.781,3 Tsd. € (Vorjahr 4.960,0 Tsd. €) auf Umsätze in anderen EU Staaten und Umsätze in Höhe von 323,3 Tsd. € (Vorjahr 526,0 Tsd. €) auf Staaten außerhalb der EU. 4.2.2 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 562,1 Tsd. € (Vorjahr 545,8 Tsd. €). Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Erträge aus der Verrechnung von Sachbezügen und Fahrzeugüberlassungen in Höhe von 376,3 Tsd. € (Vorjahr 306,7 Tsd. €), um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 83,6 Tsd. € (Vorjahr 104,9 Tsd. €), um periodenfremde Erträge in Höhe von 11,0 Tsd. € (Vorjahr 8,2 Tsd. €) und um Versicherungsentschädigungen in Höhe von 30,0 Tsd. € (Vorjahr 49,9 Tsd. €). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außerdem Erträge aus der Auflösung von Sonderposten in Höhe von 32,2 Tsd. € (Vorjahr 42,5 Tsd. €) und Erträge aus Zuschüssen in Höhe von 7,2 Tsd. € (Vorjahr 7,2 Tsd. €) enthalten. 4.2.3 Personalaufwand Im ausgewiesenen Aufwand sind Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung in Höhe von 99,6 Tsd. € (Vorjahr 94,9 Tsd. €) und Erträge für die Anpassung der Pensionsrückstellung in Höhe von 30,7 Tsd. € (Vorjahr 118,8 Tsd. €) enthalten. Der Betrag für die Anpassung der Pensionsrückstellung wurden durch den Umstellungseffekt der erstmaligen Anwendung des IDW RH FAB 1.021 unter Berücksichtigung des Aktivprimats in Höhe von 191,4 Tsd. € beeinflusst. 4.2.4 Abschreibungen Die Abschreibungen des Geschäftsjahres beinhalten Abschreibungen auf geringwertige Anlagegüter in Höhe von 11,2 Tsd. € (Vorjahr 11,7 Tsd. €). Diese werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. 4.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 260,9 Tsd. €. Diese setzen sich aus abgeschlossenen Kfz-Leasingverträgen in Höhe von 159,8 Tsd. € (Vorjahr 170,6 Tsd. €), Dienstrad-Leasingverträgen in Höhe von 49,7 Tsd. € (Vorjahr 0,0 Tsd. €) und Mietverträgen in Höhe von 51,4 Tsd. € (Vorjahr 73,4 Tsd. €) zusammen. Die Restlaufzeit der Leasing- und Mietverträge beträgt bis zu vier Jahre. Des Weiteren bestehen zum Bilanzstichtag Bestellobligos in Höhe von 699,7 Tsd. € (Vorjahr 1.210,7 Tsd. €) für die laufende Auftragsabwicklung bzw. für die Erfüllung unserer vertraglichen Verpflichtungen gegenüber unseren Kunden. 5 Sonstige Pflichtangaben 5.1 Auswirkungen auf das Jahresergebnis durch im Geschäftsjahr oder in den Vorjahren gebildete Sonderposten Das Jahresergebnis wurde durch die Auflösung von Sonderposten in Höhe von 32,2 Tsd. € (Vorjahr 42,5 Tsd. €) positiv beeinflusst. 5.2 Aufstellung des Anteilsbesitzes Aufstellung des Anteilsbesitzes der BN Automation AG gemäß § 285 Nr. 11 HGB.
Branchenüblich besteht bei Arbeitsgemeinschaften (ARGE), an denen BN Automation AG beteiligt ist, eine gesamtschuldnerische Haftung mit den anderen Partnern. Auf Grund des Geschäftsverlaufs in den Arbeitsgemeinschaften gehen wir nicht von einer Inanspruchnahme aus der jeweiligen gesamtschuldnerischen Haftung aus. Sind Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften auszuweisen, enthalten diese insbesondere Ein- und Auszahlungen, Leistungsverrechnungen sowie auch die anteiligen Auftragsergebnisse und werden unter dem Posten Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Soweit Ergebnisse aus Arbeitsgemeinschaften zu berücksichtigen sind, werden diese unter der Position Ergebnisse aus Beteiligungen ausgewiesen. 5.3 Mitglieder des Aufsichtsrats Im Berichtszeitraum waren zum Aufsichtsrat bestellt:
Die Summe der Gesamtbezüge des Aufsichtsrats im Berichtszeitraum betrug 49,5 Tsd. € (Vorjahr 45,0 Tsd. €). 5.4 Mitglieder des Vorstands Der Vorstand der BN Automation AG besteht aus drei Mitgliedern:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands und früherer Organmitglieder wird aufgrund § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 5.5 Zahl der beschäftigten Mitarbeiter Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 wurden durchschnittlich 143 Arbeitnehmer (Vorjahr 140 Arbeitnehmer) beschäftigt. Davon waren 118 in der Produktion eingesetzt, 3 in der Entwicklung, 9 in Marketing und Vertrieb und 13 in der Verwaltung. Zusätzlich waren jahresdurchschnittlich 15 Auszubildende beschäftigt. Die Arbeitnehmerzahlen wurden entsprechend den Vorschriften des § 267 Abs. 5 HGB ermittelt. 5.6 Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. Unverändert bestehen auch nach dem Bilanzstichtag bis zum Aufstellungszeitpunkt Einflüsse des Ukraine-Kriegs und der daraus resultierenden Energiekrise auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Hinzu kommen globale Risiken, die sich über Lieferengpässe auf die zeitliche Fertigstellung von Projekten sowie den Einsatz von Mitarbeitern auswirken können. 5.7 Vorschlag für die ErgebnisverwendungAus dem Jahresüberschuss 2022/2023 in Höhe von 1.917.666,66 € erfolgt keine Einstellung in die gesetzliche Rücklage. Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn von insgesamt 3.464.328,41 € einen Betrag in Höhe von 3,99 € je A-Aktie und 4,04 € je B-Aktie, insgesamt 2.598.273,44 € auszuschütten und einen Betrag in Höhe von 866.054,97 € in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Der Ausschüttungsbetrag setzt sich zusammen aus einer Dividende aus dem Jahresüberschuss von 2,20 € je A-Aktie und 2,25 € je B-Aktie, insgesamt 1.437.608,80 €, und einer Sonderdividende von 1,79 € je A- und B-Aktie, insgesamt 1.160.664,64 €.
Ilmenau, den 23.11.2023 Stefan Schneider, Vorstandsvorsitzender Heiko Nikolaus, Vorstand Personal und Finanzen Mario Winkler, Vorstand Marketing und Vertrieb ErgebnisverwendungsbeschlussDie Hauptversammlung hat am 22.03.2024 beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von 3.464.328,41 € (davon 1.546.661,75 € Gewinnvortrag aus dem Vorjahr) der BN Automation AG für das Geschäftsjahr 2022/2023 ist wie folgt zu verwenden:
Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023der BN Automation AGLiebe Aktionäre, liebe Aktionärinnen, das vergangene Geschäftsjahr 2022/2023 war für die BN Automation AG ein erfolgreiches Jahr. Sowohl Umsatz als auch Gesamtleistung überschritten erstmals die Marke von 25 Mio. € und das Ergebnis jeAktie von 2,96 € stellt den höchsten Wert in der Unternehmensgeschichte dar. Die Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens ist sehr solide. Die BN Automation AG hat die Herausforderungen durch hohe Inflation, Energiekrise, Einflüsse des Ukraine-Kriegs und krisenbedingte Lieferengpässe vorbildlich gemeistert. Der Aufsichtsrat hat die Führung der Geschäfte durch den Vorstand in Erfüllung seiner Beratungs- und Überwachungsfunktion intensiv begleitet. Neben der Beratung des Vorstandes zur laufenden Geschäftstätigkeit lag der Schwerpunkt der Arbeit des Aufsichtsrats im abgelaufenen Geschäftsjahr auf den Themen Personalgewinnung, Weiterentwicklung der Software anexio sowie Follow-ups aus den Transformationsprojekten. Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2022/2023 in insgesamt zehn Sitzungen. Die Sitzungen fanden mit Anwesenheit aller Mitglieder des Aufsichtsrats vor Ort, als kombinierte Sitzungen mit Anwesenheit vor Ort und Zuschaltung einzelner Teilnehmer per Video und in Form von Videokonferenzen statt. Der Aufsichtsrat überwachte und beriet den Vorstand und lies sich regelmäßig schriftlich und mündlich über die laufenden Angelegenheiten der Gesellschaft berichten. Der Vorstand stand allen Mitgliedern des Aufsichtsrats innerhalb und außerhalb der Sitzungen für Fragen zur Verfügung, die ausführlich und vollständig beantwortet wurden. Der Vorstand zeigte sich offen für Anregungen und Hinweise des Aufsichtsrats. Gegenstand der Beratungen des Aufsichtsrats waren die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Finanz-, Investitions- und Personalplanung sowie die Rentabilität der Gesellschaft. Regelmäßig berichtete der Vorstand über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat kontinuierlich über seine Lageeinschätzung und die getroffenen Maßnahmen in Hinblick auf die Lieferkettenprobleme und eine mögliche Verschärfung der Versorgungslage mit Energie im Winter. Gegenstand der Beratungen mit dem Vorstand waren auch die hohe Inflation, deren Auswirkungen auf die Gesellschaft und die zu treffenden Vorkehrungen. Die vom Vorstand eingeleiteten Maßnahmen wurden besprochen und bei Veränderungen der Situation gemeinsam neu bewertet. Auf der Hauptversammlung am 24.03.2023 wurde der Generationswechsel der Gründerfamilien der BN Automation AG im Aufsichtsrat vollzogen. Gründer, langjähriger Vorstand und Vorsitzender des Aufsichtsrats, Dr. Frank Bonitz, schied zum Ende der Hauptversammlung aus dem Aufsichtsrat aus. An seiner Stelle übernahm Michala Rudorfer-Mertes, Vertreterin der zweiten Generation der Gründerfamilien, die Verantwortung als Vorsitzende im Gremium. Dr. Marion Welp wurde in der Hauptversammlung als neues Mitglied in den Aufsichtsrat gewählt. Sie verstärkt als Juristin und ausgewiesene Expertin im Bereich Personal das Gremium. Der Aufsichtsrat war in alle Geschäfte und Entscheidungen, die für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung waren, eingebunden und erörterte diese ausführlich mit dem Vorstand. Die Aufsichtsratsvorsitzende koordinierte die Arbeit im Aufsichtsrat und hielt regelmäßigen Kontakt mit dem Vorstand. Am 10.01.2024 befasste sich der Aufsichtsrat eingehend mit dem Jahresabschluss der Gesellschaft zum 30.09.2023 sowie dem Lagebericht des Vorstandes für das am 30.09.2023 abgelaufene Geschäftsjahr. Die Sitzung fand als kombinierte Sitzung mit Anwesenheit vor Ort in Ilmenau und Zuschaltung einzelner Teilnehmer per Video statt. Zuvor hatte der Abschlussprüfer, die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Erfurt, den Jahresabschluss geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Vertreter des Abschlussprüfers nahm an der Beratung des Aufsichtsrats über den Jahresabschluss teil und berichtete ausführlich über das Ergebnis der Prüfung. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand und dem Abschlussprüfer Einzelheiten des Abschlusses erläutern. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Aufsichtsrats waren keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat billigte in seiner Sitzung am 10.01.2024 den Jahresabschluss der Gesellschaft zum 30.09.2023. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstandes und allen Mitarbeitern der Gesellschaft für die geleistete Arbeit und die ausgezeichneten Ergebnisse.
Ilmenau, den 11.01.2024 Michala Rudorfer-Mertes, Vorsitzende BestätigungsvermerkWIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die BN Automation AG, Ilmenau PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der BN Automation AG, Ilmenau - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BN Automation AG für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Erfurt, 5. Januar 2024 BDO
AG
gez. Moka, Wirtschaftsprüfer gez. Prof. Dr. Uebensee, Wirtschaftsprüfer |
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