Nineteen Sixty one - International Assets GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marcel Egger seit 2.12.2015 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KGBremenKonzernabschluss zum 31.12.2019Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durch geführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 24. März 2020 Ernst
& Young GmbH
Ludwig, Wirtschaftsprüfer Berg, Wirtschaftsprüferin Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2019
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für 2019
Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Konzern-Kapitalflussrechnung für 2019
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für 2019
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20191. Informationen zur Gesellschaft und zum KonzernDie EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG (nachfolgend 'EUROGATE Holding' genannt) mit Sitz am Präsident-Kennedy-Platz 1a in Bremen, wurde 1999 durch den Zusammenschluss der Containeraktivitäten der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen, und der EUROKAI GmbH & Co. KGaA, Hamburg, gegründet und ist beim Amtsgericht Bremen (Deutschland) im Handelsregister unter HRA Nr. 21968 eingetragen. Der EUROGATE-Konzern hat den Schwerpunkt seiner Tätigkeiten im Containerumschlag auf dem europäischen Kontinent. Der Konzern betreibt - teilweise mit Partnern - Containerterminals in Bremerhaven, Hamburg, Wilhelmshaven, an den italienischen Standorten La Spezia, Ravenna und Salerno, in Lissabon (Portugal) sowie in Tanger (Marokko), Ust-Luga (Russland) und Limassol (Zypern). Ferner ist der EUROGATE-Konzern an mehreren Binnenterminals sowie Eisenbahnverkehrsunternehmen beteiligt. Als Sekundärdienstleistungen werden intermodale Dienste (Transporte von Seecontainern von und zu den Terminals), Reparaturen, Depothaltung und Handel von Containern, cargomodale Dienste sowie technische Serviceleistungen angeboten. Die Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin der EUROGATE Holding hat den Konzernabschluss am 19. März 2019 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. 2. Grundlagen der Erstellung des AbschlussesAnwendungshinweiseDer Konzernabschluss der EUROGATE Holding zum 31. Dezember 2019 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) einschließlich der Interpretationen zu den IFRS (IFRIC) und den ergänzend nach § 315e Abs. 3 i. V. m. § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Es wurden alle IFRS und IFRIC beachtet, die von der EU übernommen und verpflichtend anzuwenden sind. Grundlagen der ErstellungDer Konzernabschluss wurde grundsätzlich auf Grundlage historischer Anschaffungskosten aufgestellt. Ausnahmen hiervon ergeben sich lediglich bei derivativen Finanzinstrumenten und zum Zeitwert angesetzten finanziellen Vermögenswerten. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend Euro (TEUR) gerundet angegeben. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Änderungen der Bilanzierungs- und BewertungsmethodenIm Geschäftsjahr 2019 wurden folgende für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevante Standards neu angewandt: IFRS 16 - LeasingIm Januar 2016 hat das IASB den neuen Standard IFRS 16 veröffentlicht. Der neue Standard zu Leasing definiert ein Leasingverhältnis als einen Vertrag, bei dem das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum gegen Entgelt übertragen wird. Er ersetzt die bisherigen Leasing Standards und legt die Grundsätze für den Ansatz, die Bewertung, die Darstellung und die Angabe von Leasingverhältnissen dar und verpflichtet Leasingnehmer, die meisten Leasingverhältnisse in der Bilanz zu erfassen. Für Leasinggeber ergaben sich durch IFRS 16 bei der Bilanzierung im Wesentlichen keine Änderungen gegenüber IAS 17. Sie stufen Leasingverhältnisse auch künftig als Operating- oder Finanzierungsleasingverhältnisse ein und wenden dabei ähnliche Grundsätze wie die in IAS 17 an. Daher hatte IFRS 16 keine Auswirkungen auf Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern als Leasinggeber fungiert. Der EUROGATE-Konzern wendet den neuen Leasingstandard IFRS 16 nicht vollständig retrospektiv an, sondern wendet die modifiziert retrospektive Methode an. Bei der Anwendung der modifiziert retrospektiven Methode sind die Vorjahresvergleichszahlen nicht anzupassen, etwaige Umstellungseffekte sind zum 1. Januar 2019 grundsätzlich als Anpassung der Gewinnrücklagen darzustellen. Im Zusammenhang mit der Anwendung der modifiziert retrospektiven Methode wurden im EUROGATE-Konzern zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung die Nutzungsrechte an Leasinggegenständen in Höhe der korrespondierenden Leasingverbindlichkeit angesetzt, gemindert um den Betrag der vorausgezahlten bzw. passivisch abgegrenzten Leasingzahlungen, sodass sich zum Umstellungszeitpunkt hieraus kein Eigenkapitaleffekt ergab. Die Leasingverbindlichkeiten wurden zum Umstellungszeitpunkt mit dem Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen angesetzt. Der Barwertermittlung liegen dabei Grenzfremdkapitalzinssätze vom 1. Januar 2019 zu Grunde. Diese Zinssätze setzten sich wie folgt zusammen:
Der durchschnittliche gewichtete Fremdkapitalzinssatz betrug 3,16 %. Für Flächenmietverträge wurde ein Zinssatzabschlag von 0,1 % unterstellt. Ausgehend von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen zum 31. Dezember 2018 ergab sich die folgende Überleitungsrechnung auf den Eröffnungsbilanzwert der Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019:
Durch die erstmalige Anwendung des IFRS 16 im Geschäftsjahr 2019 steigt das Sachanlagevermögen im Konzern zum 1. Januar 2019 um TEUR 382.569 an. Die nachfolgende Tabelle leitet die Buchwerte der Nutzungsrechte vom 31. Dezember 2018 auf den 1. Januar 2019 über:
Die Werte sind in der Bilanz in den entsprechenden Positionen im Sachanlagevermögen enthalten. Bei den geleasten Anlagen handelt es sich im Wesentlichen um Flächen und Kaimauern sowie Containerbrücken. In den Vorjahresvergleichswerten sind die Aufwendungen für Leasingverhältnisse gem. IAS 17 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Die zum 1. Januar 2019 nach IFRS 16 erfassten Leasingverhältnisse verursachen nun statt dessen einen Abschreibungsaufwand für die Abschreibung der Nutzungsrechte sowie einen Finanzierungsaufwand für die Aufzinsung der passivierten Leasingverbindlichkeiten. Die Vergleichbarkeit der betroffenen Positionen zum Vorjahr ist dadurch nur eingeschränkt gegeben. Auf das Konzernergebnis 2019 vor Steuern wirkte sich die erstmalige Anwendung des IFRS 16 mit TEUR -5.336 aus. IFRIC 23 - Interpretation zur Bilanzierung von Unsicherheiten in Bezug auf ErtragsteuernDas IASB hat die vom IFRS Interpretations Committee entwickelte Interpretation IFRIC 23 herausgegeben, um die Bilanzierung von Unsicherheiten in Bezug auf Ertragsteuern klarzustellen. Diese Interpretation hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den EUROGATE-Konzern. IAS 28 - Anteile an assoziierten Unternehmen und GemeinschaftsunternehmenDie Änderungen stellen klar, dass ein Unternehmen dazu verpflichtet ist, IFRS 9 - Finanzinstrumente einschließlich dessen Wertminderungsvorschriften auf langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen anzuwenden, die im Wesentlichen einen Teil der Nettoinvestition in das assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen darstellen und nicht nach der Equity-Methode abgebildet werden. Die Anwendung von IFRS 9 geht somit der Anwendung von IAS 28 vor. Diese Änderung hat keine Auswirkungen auf den EUROGATE-Konzern. IAS 19 - Leistungen an ArbeitnehmerDurch die Änderungen an IAS 19 wird verlangt, dass bei einer Änderung, Kürzung oder Abgeltung eines leistungsorientierten Versorgungsplans, die während einer Berichtsperiode vorgenommen wurde, der laufende Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen für das restliche Geschäftsjahr unter Verwendung der aktuellen versicherungsmathematischen Annahmen neu zu ermitteln sind, die zur erforderlichen Neubewertung der Nettoschuld (Vermögenswert) verwendet wurden. Das IASB hat ferner in IAS 19 Ergänzungen zur Klarstellung aufgenommen, wie sich eine Planänderung, -kürzung oder -abgeltung auf die Anforderungen an die Vermögensobergrenze auswirkt. Es ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den EUROGATE-Konzern. Folgende für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevante Standards und Interpretationen sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden nicht frühzeitig angewandt:
IFRS 3 - UnternehmenszusammenschlüsseDie Änderung an IFRS 3 bezieht sich auf die Definition eines Geschäftsbetriebs. Es werden Klarstellungen getroffen, die einem Unternehmen dabei helfen zu beurteilen, ob es einen Geschäftsbetrieb oder eine Gruppe von Vermögenswerten erworben hat. Diese Änderung hat aus heutiger Sicht keine Auswirkung auf den EUROGATE-Konzern. IFRS 9, IAS 39, IFRS 7 - FinanzinstrumenteDie Änderungen betreffen die Umstellung auf alternative Referenzzinssätze (IBOR-Reform) und betreffen bestimmte Hedge Accounting-Vorschriften. Welche Zinssätze zukünftig verwendet werden sollen, ist allerdings noch unklar. Diese Änderung hat aus heutiger Sicht keine wesentlichen Auswirkungen auf den EUROGATE-Konzern. IAS 1, IAS 8 - Darstellung des Abschlusses/Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und FehlernDie Änderung betreffen die Definition von "wesentlich". Der Begriff wird definiert und es werden Beispiele gegeben. Die Änderung hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den EUROGATE-Konzern. RahmenwerkDie Änderung betrifft die Verweise in anderen Standards auf das Rahmenwerk und ist somit redaktioneller Natur. Die Änderung hat keine Auswirkung auf den EUROGATE-Konzern. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Vermögenswerte und Schulden der EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen, und der im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen Tochterunternehmen werden nach den für den EUROGATE-Konzern einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt. Bei den Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen werden dieselben Bewertungsmethoden für die Ermittlung des anteiligen Eigenkapitals zugrunde gelegt. Die Bilanzierungsmethoden wurden, wie im folgenden Absatz erläutert, angepasst. In den Vorjahren wurden die Eigenkapitaltransaktionen von assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen in den jeweiligen Eigenkapitalpositionen des Konzerns gezeigt. Um solche Transaktionen sachgerechter abzubilden, werden diese nach Umbennung der Eigenkapitalposition "Rücklage aus sonstigen Eigenkapitaltransaktionen assoziierter Unternehmen" in "Rücklage aus Eigenkapitaltransaktionen at equity bilanzierter Unternehmen" in dieser kumuliert dargestellt. Um die weitere Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr zu gewährleisten, wurden die Vorjahresangaben entsprechend angepasst. Zur Erstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen und Schätzungen notwendig, die sich auf Ansatz, Bewertung und Ausweis der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen auswirken. Dabei werden sämtliche aktuell verfügbaren Erkenntnisse berücksichtigt. Wesentliche Annahmen und Schätzungen werden für die konzerneinheitlichen Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens, die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente, die Beurteilung der Werthaltigkeit der Nettoinvestitionen in Gemeinschaftsunternehmen, die Realisierbarkeit von Forderungen und die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen und Leasingverbindlichkeiten sowie bei der Ermittlung der tatsächlichen und latenten Steuern getroffen. Die tatsächlich eintretenden Werte können im Einzelfall von den Schätzungen abweichen. Wesentliche Annahmen und Schätzungen erfolgten für das Geschäftsjahr 2019 bei der Bewertung der sonstigen Rückstellungen (TEUR 62.782; Vorjahr: TEUR 62.821), der Beurteilung der Werthaltigkeit der Nettoinvestition in die EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG (TEUR 91.285; Vorjahr: TEUR 104.516) sowie der Bewertung von Leasingverbindlichkeiten (TEUR 413.845; Vorjahr: TEUR 42.430). Wesentliche Annahmen, die bei der Bewertung von Leasingverbindlichkeiten getroffen wurden, wie beispielsweise der zu Grunde gelegte Zinssatz, werden bei den neu anzuwenden Standards und unter Ziffer 31 erläutert. Die funktionale Währung und die Darstellungswährung der EUROGATE Holding und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist der Euro (EUR). Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zum am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs zwischen der funktionalen Währung und der Fremdwährung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zum Stichtagskurs in die funktionale Währung umgerechnet. Die Währungsdifferenzen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Immaterielle Vermögenswerte und SachanlagenUnter den Immateriellen Vermögenswerten werden Geschäfts- oder Firmenwerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie Software, Lizenzen und ähnliche Rechte mit bestimmter Nutzungsdauer ausgewiesen. Erworbene Software, Lizenzen und ähnliche Rechte werden gemäß IAS 38 zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben, soweit sich kein außerplanmäßiger Wertminderungsbedarf ergibt. Der Buchwert der selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte beträgt TEUR 488 (Vorjahr: TEUR 0) Den planmäßigen Abschreibungen liegen die folgenden geschätzten Nutzungsdauern zu Grunde:
Die Nutzungsdauern, Restwerte und Abschreibungsmethoden werden jährlich überprüft; notwendige Anpassungen werden als Änderungen von Schätzungen behandelt und prospektiv vorgenommen. Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden aktiviert. Eine planmäßige Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwerte wird nicht vorgenommen. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Die selbst erstellten Sachanlagen sind zu Herstellungskosten aktiviert. Sie enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die anteiligen herstellungsbezogenen Gemeinkosten. Sofern die Voraussetzungen nach IAS 16 für die Anwendung des Komponentenansatzes vorliegen, werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der entsprechenden Anlagegüter auf die einzelnen Komponenten aufgeteilt, einzeln aktiviert und über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Restwerte werden bei der Ermittlung der Abschreibungen berücksichtigt, wenn sie als wesentlich erachtet werden. Rückbau- und Abbruchverpflichtungen werden nach Maßgabe des IAS 16 in Höhe des Barwerts der künftigen Verpflichtungen als Anschaffungskosten berücksichtigt. Umfangreiche Erneuerungen oder Verbesserungen, die die Produktionskapazität wesentlich erhöhen oder die Lebensdauer eines Vermögenswertes deutlich verlängern, werden aktiviert. Bei Durchführung jeder größeren Wartung werden die Kosten im Buchwert der Sachanlage als Ersatz erfasst, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Aufwendungen für Reparaturen, kleinere Instandhaltungsarbeiten und Erneuerungen bzw. Verbesserungen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls als Aufwand in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode über die geschätzte Nutzungsdauer - bei Bauten auf fremden Grundstücken höchstens bis zum Ablauf des Pachtvertrages für das Grundstück - vorgenommen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die folgenden geschätzten Nutzungsdauern zu Grunde:
Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden ausgebucht, wenn sie abgehen oder wenn aus der weiteren Nutzung kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte und Sachanlagen werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert des Vermögenswertes ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Eine Überprüfung, ob eine Wertminderung vorliegt, wird bei Geschäfts- oder Firmenwerten mindestens jährlich, bei sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie bei Sachanlagen bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte durchgeführt. Zu diesem Zweck werden die Geschäfts- oder Firmenwerte, die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurden, vom jeweiligen Übernahmetag an der zahlungsmittelgenerierenden Einheit des Konzerns zugeordnet, die aus den Synergien des Zusammenschlusses Nutzen ziehen soll. Eine Wertminderung wird ergebniswirksam erfasst, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert grundsätzlich einzeln ermittelt. Sofern dies nicht möglich ist, erfolgt die Ermittlung auf Basis einer Gruppe von Vermögenswerten oder auf Basis einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Bei Entfall des Grundes für eine in Vorjahren erfasste außerplanmäßige Wertminderung erfolgt, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts, eine Wertaufholung bis höchstens auf die fortgeführten Anschaffungskosten. LeasingverhältnisseBilanzierung von Leasingverhältnissen ab dem 1. Januar 2019 nach IFRS 16Der Konzern beurteilt bei Vertragsbeginn, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren. Konzern als LeasingnehmerDer Konzern erfasst und bewertet alle Leasingverhältnisse (mit Ausnahme von kurzfristigen Leasingverhältnissen und Leasingverhältnissen, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist) nach einem einzigen Modell. Er erfasst Verbindlichkeiten zur Leistung von Leasingzahlungen und Nutzungsrechte für das Recht auf Nutzung des zugrunde liegenden Vermögenswerts. NutzungsrechteDer Konzern erfasst Nutzungsrechte zum Bereitstellungsdatum (d. h. zu dem Zeitpunkt, an dem der zugrunde liegende Leasinggegenstand zur Nutzung bereitsteht). Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich aller kumulierten Abschreibungen und aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet und um jede Neubewertung der Leasingverbindlichkeiten berichtigt. Die Kosten von Nutzungsrechten beinhalten die erfassten Leasingverbindlichkeiten, die entstandenen anfänglichen direkten Kosten sowie die bei oder vor der Bereitstellung geleisteten Leasingzahlungen abzüglich aller etwaigen erhaltenen Leasinganreize. Nutzungsrechte werden planmäßig linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter Nutzungsdauer und Laufzeit der Leasingverhältnisse wie folgt abgeschrieben:
Wenn das Eigentum an dem Leasinggegenstand am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses auf den Konzern übergeht oder in den Kosten die Ausübung einer Kaufoption berücksichtigt ist, werden die Abschreibungen anhand der erwarteten Nutzungsdauer des Leasinggegenstands ermittelt. Die Nutzungsrechte werden ebenfalls auf Wertminderung überprüft. Einzelheiten zu den Rechnungslegungsmethoden sind in diesem Abschnitt unter Imaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen enthalten. LeasingverbindlichkeitenAm Bereitstellungsdatum erfasst der Konzern die Leasingverbindlichkeiten zum Barwert der über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu leistenden Leasingzahlungen. Die Leasingzahlungen beinhalten feste Zahlungen (einschließlich de facto fester Zahlungen) abzüglich etwaiger zu erhaltender Leasinganreize, variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind und Beträge, die voraussichtlich im Rahmen von Restwertgarantien entrichtet werden müssen. Die Leasingzahlungen umfassen ferner den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn hinreichend sicher ist, dass der Konzern sie auch tatsächlich wahrnehmen wird, und Strafzahlungen für eine Kündigung des Leasingverhältnisses, wenn in der Laufzeit berücksichtigt ist, dass der Konzern die Kündigungsoption wahrnehmen wird. Variable Leasingzahlungen, die nicht an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind, werden in der Periode, in der das Ereignis oder die Bedingung, das bzw. die diese Zahlung auslöst, eingetreten ist, aufwandswirksam erfasst. Bei der Berechnung des Barwerts der Leasingzahlungen verwendet der Konzern seinen Grenzfremdkapitalzinssatz zum Bereitstellungsdatum, da der dem Leasingverhältnis zugrunde liegende Zinssatz in der Regel nicht ohne Weiteres bestimmt werden kann. Nach dem Bereitstellungsdatum wird der Betrag der Leasingverbindlichkeiten erhöht, um dem laufenden Zinsaufwand Rechnung zu tragen, und verringert, um den geleisteten Leasingzahlungen Rechnung zu tragen. Zudem wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeiten bei Änderungen des Leasingverhältnisses, Änderungen der Laufzeit des Leasingverhältnisses, Änderungen der Leasingzahlungen (z. B. Änderungen künftiger Leasingzahlungen infolge einer Veränderung des zur Bestimmung dieser Zahlungen verwendeten Index oder Zinssatzes) oder bei einer Änderung der Beurteilung einer Kaufoption für den zugrunde liegenden Vermögenswert neu bewertet. Der Konzern wendet auf seine kurzfristigen Leasingverträge über Maschinen und Ausrüstung die Ausnahmeregelung für kurzfristige Leasingverhältnisse (d. h. Leasingverhältnisse, deren Laufzeit ab dem Bereitstellungsdatum maximal zwölf Monate beträgt und die keine Kaufoption enthalten) an. Er wendet außerdem auf Leasingverträge über Büroausstattungsgegenstände, die als geringwertig eingestuft werden, die Ausnahmeregelung für Leasingverhältnisse, denen ein Vermögenswert von geringem Wert zugrunde liegt, an. Leasingzahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und für Leasingverhältnisse, denen ein Vermögenswert von geringem Wert zugrunde liegt, werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst. Konzern als LeasinggeberLeasingverhältnisse, bei denen der Konzern nicht im Wesentlichen alle mit dem Eigentum an einem Vermögenswert verbundenen Risiken und Chancen überträgt, werden als Operating-Leasingverhältnisse eingestuft. Entstehende Mieteinnahmen werden linear über die Laufzeit der Leasingverhältnisse erfasst und unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Anfängliche direkte Kosten, die bei den Verhandlungen und dem Abschluss eines Operating-Leasingverhältnisses entstehen, werden dem Buchwert des Leasinggegenstandes hinzugerechnet und über die Laufzeit des Leasingverhältnisses auf gleiche Weise wie die Leasingerträge als Aufwand erfasst. Bedingte Mietzahlungen werden in der Periode als Ertrag erfasst, in der sie erwirtschaftet werden. Bilanzierung von Leasingverhältnissen bis zum 31. Dezember 2018 nach IAS 17Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasing eingestuft, wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den EUROGATE-Konzern übertragen werden. Der Konzern setzt Finanzierungsleasingverhältnisse bei Beginn des Leasingverhältnisses als Vermögenswerte und Schulden in gleicher Höhe in seiner Bilanz an, und zwar zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Leasingzahlungen werden in ihre Bestandteile Finanzierungskosten und Tilgung der Leasingverbindlichkeiten aufgeteilt, sodass der verbleibende Buchwert der Leasingverbindlichkeiten mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Die Finanzierungskosten werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam als Finanzierungsaufwendungen erfasst. Der Ausweis der aktivierten Leasinggegenstände erfolgt unter Berücksichtigung der Anlagenklassen zusammengefasst mit den erworbenen Vermögenswerten. Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögenswerte, soweit der Eigentumsübergang am Ende des Leasingverhältnisses hinreichend sicher ist. Andernfalls werden die aktivierten Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer abgeschrieben. Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen beim Leasinggeber verbleiben, werden als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert. Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Finanzinstrumentea) Finanzielle VermögenswerteDie finanziellen Vermögenswerte des Konzerns umfassen im Wesentlichen Beteiligungen, Forderungen aus ausgereichten Darlehen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. KlassifizierungSeit dem 1. Januar 2018 klassifiziert der EUROGATE-Konzern seine finanziellen Vermögenswerte in die folgenden Bewertungskategorien:
Die Klassifizierung richtet sich nach dem Geschäftsmodell des Unternehmens für die Steuerung seiner finanziellen Vermögenswerte und den Vertragsbedingungen der Cash Flows. Gewinne und Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten werden entweder im Periodenergebnis oder im Sonstigen Ergebnis erfasst. Bei Finanzinvestitionen in Fremdkapitalinstrumente ist dafür das Geschäftsmodell maßgeblich, in dessen Rahmen die Finanzinvestition gehalten wird. Bei Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, ist entscheidend, ob der Konzern zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes unwiderruflich die Wahl getroffen hat, das Eigenkapitalinstrument erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im Sonstigen Ergebnis zu bilanzieren. BewertungBeim erstmaligen Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts bewertet der EUROGATE-Konzern diesen zu seinem beizulegenden Zeitwert, sowie im Falle von finanziellen Vermögenswerten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, zuzüglich der Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind. Die Transaktionskosten von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten werden aufwandswirksam im Periodenergebnis erfasst. FremdkapitalinstrumenteDie Folgebewertung von Fremdkapitalinstrumenten richtet sich nach dem Geschäftsmodell des Konzerns für die Steuerung des finanziellen Vermögenswerts und den Eigenschaften der Cash Flows dieses Vermögenswerts. Der EUROGATE-Konzern klassifiziert seine gehaltenen Fremdkapitalinstrumente (finanzielle Vermögenswerte) in folgende Bewertungskategorien:
EigenkapitalinstrumenteDer EUROGATE-Konzern setzt alle Eigenkapitalinstrumente bei der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert an. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. WertminderungenDas Vorliegen einer Wertminderung wird zu jedem Bilanzstichtag für die finanziellen Vermögenswerte neu ermittelt. Nach IFRS 9 wird eine Risikovorsorge auf Basis der erwarteten Kreditverluste der folgenden 12 Monate gebildet. Die Schätzung erfolgt auf Basis von Ratings sowie fortlaufend aktualisierten Risikofaktoren. Die Wertminderung wird sofort erfolgswirksam erfasst. Auf Vermögenswerte, die keine wesentliche Finanzierungskomponente beinhalten, wie z.B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, wird ein vereinfachtes Verfahren zur Ermittlung von Wertminderungen angewendet. Hierbei werden die erwarteten Kreditverluste über die gesamte Laufzeit des Instruments ermittelt. Die Schätzung der Wertminderungen basiert insbesondere auf der Kenntnis des bisherigen Zahlungsverhaltens, der Berücksichtigung der Altersstruktur, der Kenntnis einer substanziellen Verschlechterung der Kreditwürdigkeit oder einer hohen Wahrscheinlichkeit für die Insolvenz eines Schuldners. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für die eine Kreditausfallversicherung abgeschlossen wurde oder andere Sicherheiten vorhanden sind, werden keine bzw. nur für etwaige Selbstbehalte Wertminderungen erfasst. Bei finanziellen Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten wird aufgrund sehr kurzer Laufzeiten und der Bonität der Vertragspartner keine Wertminderung basierend auf erwarteten Kreditverlusten gebildet. AusbuchungEin finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cash Flows aus einem finanziellen Vermögenswert erloschen sind. b) Finanzielle VerbindlichkeitenErstmalige Erfassung und BewertungFinanzielle Verbindlichkeiten werden bei Zugang zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Aktive und passive Derivate werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert kategorisiert und in der Folge ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert fortgeschrieben. Alle weiteren finanziellen Verbindlichkeiten werden als sonstige Verbindlichkeiten klassifiziert und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. AusbuchungEine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrundeliegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist. c) Saldierung von FinanzinstrumentenFinanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nur dann saldiert (Nettoausweis), wenn zum Berichtsstichtag ein Rechtsanspruch besteht, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen, und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung des betreffenden Vermögenswerts die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. d) Beizulegender Zeitwert von FinanzinstrumentenDer beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf aktiven Märkten gehandelt werden, wird durch den am Berichtsstichtag notierten Marktpreis oder öffentlich notierten Preis ohne Abzug der Transaktionskosten bestimmt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf keinem aktiven Markt gehandelt werden, wird unter Anwendung geeigneter Bewertungsverfahren ermittelt. Als Bewertungsmethode kommt im EUROGATE-Konzern für die Bewertung von Beteiligungen zum Zeitwert ein marktorientiertes Bewertungsverfahren (Multiplikator-Methode) zur Anwendung. Der Multiplikator leitet sich aus dem branchenspezifischen Betafaktor, dem risikolosen Basiszins und einer geschätzten Marktrisikoprämie ab. Der Multiplikator wird auf das geschätzte nachhaltig zu erwartende Ergebnis angewendet. Eine regelmäßige Überprüfung dieser Variablen findet jeweils jährlich statt. e) Derivative FinanzinstrumenteIm EUROGATE-Konzern werden als derivative Finanzinstrumente Zinsswaps eingesetzt, um Zinsänderungsrisiken abzusichern. Des Weiteren werden in begrenztem Umfang zeitweise derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von Preisschwankungen im Dieseleinkauf eingesetzt. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zu dem Zeitpunkt, zu dem der entsprechende Vertrag abgeschlossen wird, zunächst mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt und nachfolgend mit ihren beizulegenden Zeitwerten neu bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Der beizulegende Zeitwert von Zinsswapkontrakten wird unter Bezugnahme auf laufzeitkongruente Zinssätze ermittelt. Die im EUROGATE-Konzern eingesetzten Sicherungsgeschäfte werden als Absicherung der Cashflows klassifiziert, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos von Schwankungen der Cashflows handelt, das einem mit einem erfassten Vermögenswert, einer erfassten Schuld oder einer vorhergesehenen Transaktion verbundenen Risiko zugeordnet werden kann und Auswirkungen auf das Periodenergebnis haben könnte. Zu Beginn einer Sicherungsbeziehung legt der Konzern im Rahmen der Zielsetzungen des Risikomanagements sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Strategie im Hinblick auf die Absicherung fest. Der Konzern setzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken ein, bei denen jeweils ein konkreter Bezug zu einem entsprechenden Grundgeschäft vorhanden ist. Insofern ist die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung im Hinblick auf die Kompensation von Risiken aus Abänderungen der Cashflows jeweils gegeben. Sicherungsgeschäfte, die der Absicherung der Cashflows dienen und die die strengen Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erfüllen, werden wie folgt bilanziert: Der effektive Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument wird unter Berücksichtigung von latenten Steuern direkt im Eigenkapital erfasst, während der ineffektive Teil erfolgswirksam erfasst wird. Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst, z. B. in der abgesicherte Finanzerträge oder -aufwendungen erfasst werden oder in der ein vorhergesehener Verkauf oder Kauf durchgeführt wird. Wird mit dem Eintritt der vorhergesehenen Transaktion nicht länger gerechnet, werden die zuvor im Eigenkapital erfassten Beträge im Periodenergebnis erfasst. Bei derivativen Finanzinstrumenten, die nicht die Kriterien für eine Bilanzierung von Sicherungsgeschäften erfüllen, werden Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts sofort erfolgswirksam erfasst. VorräteDie Vorräte umfassen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse und Leistungen sowie Handelswaren. Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Die Ermittlung der Herstellungskosten entspricht der Ermittlung der Herstellungskosten im Sachanlagevermögen. Die Zuordnung erfolgt nach dem First-in-first-out-Verfahren. Zuwendungen der öffentlichen HandZuwendungen der öffentlichen Hand werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Bezieht sich die Zuwendung auf einen Vermögenswert, wird die Zuwendung in einem passivischen Abgrenzungsposten erfasst und über die erwartete Nutzungsdauer des betreffenden Vermögenswertes linear erfolgswirksam aufgelöst. RückstellungenEine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche, vertragliche oder faktische) Verpflichtung auf Grund eines vergangenen Ereignisses besitzt, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie z.B. bei einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert nur dann erfasst, wenn die Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Abzug der Erstattung ausgewiesen. Ist die Wirkung des Zinseffekts wesentlich, werden Rückstellungen mit einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Zinsaufwand erfasst. Abbruch- und Rückbauverpflichtungen werden zum Zeitpunkt der Entstehung mit dem Barwert der Verpflichtungen als Anschaffungskosten des betreffenden Vermögenswerts aktiviert und gleichzeitig in gleicher Höhe zurückgestellt. Über die Abschreibungen des aktivierten Vermögenswertes und die Aufzinsung der Rückstellung wird der Aufwand auf die Perioden der Nutzung verteilt. Nachträgliche Änderungen der Abbruch- und Rückbaukosten, der geschätzten Fälligkeit oder des Abzinsungssatzes, werden als nachträgliche Änderung der Anschaffungskosten der laufenden Periode berücksichtigt und über die Restnutzungsdauer des Vermögenswertes entsprechend ergebniswirksam verteilt. Soweit eine Abnahme der Rückstellung den Restbuchwert des Vermögenswertes übersteigt, wird dieser Überhang unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des ArbeitsverhältnissesLeistungsorientierte PläneDer Konzern verfügt über verschiedene leistungsorientierte Pensionspläne, für die zum Teil an die Arbeitnehmer verpfändete Rückdeckungsversicherungen bestehen. Die Aufwendungen für die im Rahmen dieser leistungsorientierten Pläne gewährten Leistungen werden gesondert für jeden Plan unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in voller Höhe im sonstigen Ergebnis in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Der als Schuld aus einem leistungsorientierten Plan erfasste Betrag ist der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des zur unmittelbaren Erfüllung der Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens. Sonstige langfristige Leistungen an ArbeitnehmerDie in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gewährten einer Vielzahl von Mitarbeitern die Möglichkeit, Altersteilzeitvereinbarungen abzuschließen, mit denen das vorzeitige Ausscheiden aus dem jeweiligen Unternehmen geregelt wird. Im Konzernabschluss werden die Altersteilzeitvereinbarungen als sonstige Leistungen an Arbeitnehmer behandelt und es werden Verbindlichkeiten und Personalaufwendungen in Höhe des Barwerts der erwarteten zukünftigen zusätzlichen Zahlungen zu dem Zeitpunkt ausgewiesen, an dem die Mitarbeiter das Altersteilzeitangebot annehmen bzw. voraussichtlich annehmen werden. Der Anteil dieser Verpflichtung, der nach mehr als einem Jahr fällig wird, wird als langfristig angesetzt. Den Mitarbeitern des EUROGATE-Konzerns werden Jubiläumsgelder gewährt. Die Bewertung der entsprechenden Verpflichtungen erfolgt ebenfalls unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens. Erträge und AufwendungenErträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen an den Konzern fließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Darüber hinaus müssen zur Realisation der Erträge die folgenden Ansatzkriterien erfüllt sein: Erbringung von DienstleistungenDer EUROGATE-Konzern erwirtschaftet seine Umsätze (siehe Anhangangabe 4) nahezu vollständig aus Containerumschlag, Transporterlösen, Reparaturerlösen und Cargoerlösen. Diesen Dienstleistungen liegen schriftliche Verträge mit den Kunden zugrunde, in welchen alle separaten Leistungsverpflichtungen sowie Preise und sonstige Konditionen eindeutig geregelt sind. Alle Leistungen sind eindeutig voneinander abgrenzbar und werden den Kunden auch separat mit den jeweils vereinbarten Transaktionspreisen in Rechnung gestellt. Variable Preisbestandteile sind den einzelnen Leistungsverpflichtungen ebenfalls unmittelbar zuordenbar. Bei Übertragung der Dienstleistung auf den Kunden werden die Umsatzerlöse realisiert. Die Übertragung auf den Kunden erfolgt dabei über einen bestimmten, in der Regel sehr kurzen Zeitraum. Die Rechnungsstellung erfolgt unmittelbar nach Abschluss der Dienstleistung. Nicht fertiggestellte Leistungen werden abgegrenzt und anteilig nach Erfüllungsgrad realisiert. Der Fertigstellungsgrad wird durch eine outputbasierte Messung ermittelt, bspw. über die Anzahl geladener, gelöschter oder gelagerter Container. Nicht fakturierte und daher abzugrenzende Umsatzerlöse liegen wegen der zeitnahen Fakturierung nur in sehr geringem Umfang vor. Die Kundenverträge mit den Containerreedereien sehen regelmäßig Rabatte bzw. Preisnachlässe vor, welche jeweils u.a. an bestimmte Umschlagsmengen gebunden sind. Die Höhe der zu erwartenden variablen Gegenleistung wird für jeden Kundenvertrag individuell geschätzt und periodengerecht abgegrenzt. Die Höhe kann in der Regel verlässlich bestimmt werden, da zum Jahresende die vom Kunden erreichten Umschlagsmengen bereits bekannt sind. Die Variabilität der Gegenleistung leitet sich regelmäßig aus den vertraglichen Rechten und Pflichten ab, kann sich aber auch nach dem allgemeinen Geschäftsgebaren oder den konkreten Vertragszielen zu erwartenden Preisnachlässen ergeben. Die variablen Gegenleistungen werden zulasten bzw. zugunsten der Umsatzerlöse und soweit sie abzugrenzen sind, in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten erfasst. Im Falle variabler Preisbestandteile werden Umsätze nur in der Höhe ausgewiesen, in welcher sie hochwahrscheinlich auch realisiert werden können. Auch die in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesenen Dienstleistungen aus Personalgestellungen und Weiterbelastungen von verschiedenen Kosten (siehe Anhangangabe 6) basieren auf einzelvertraglichen Regelungen und werden zu den vereinbarten Konditionen zeitraumbezogen fakturiert und realisiert. Abgrenzungen noch nicht abgerechneter Leistungen sind diesbezüglich nicht vorzunehmen. Auch variable Gegenleistungen liegen in diesem Bereich nicht vor. Vereinzelt vorkommende Vertragsanbahnungskosten werden aktiviert und über die Laufzeit des Kundenvertrags aufgelöst. Der Ausweis erfolgt unter den sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerten. Vertragsvermögenswerte, die die Ansprüche des Konzerns auf Gegenleistung im Austausch für Güter und Dienstleistungen begründen bzw. die der Konzern auf den Kunden übertragen hat, liegen nicht vor. Gleiches gilt für Vertragsverbindlichkeiten, die spiegelbildlich Verpflichtungen des Konzerns darstellen. Die vertraglichen Zahlungsziele für die Leistungen des EUROGATE-Konzerns betragen üblicherweise zwischen 14 und 30 Tagen. Eine wesentliche Finanzierungskomponente ist somit nicht in den Leistungen enthalten. Die Bezahlung der den Kunden in Rechnung gestellten Beträge hat keine Auswirkung auf die Realisierung der Umsätze. ZinserträgeZinserträge werden zeitanteilig unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung eines finanziellen Vermögenswertes erfasst. Gewinnanteile und DividendenDividenden werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs des Konzerns auf Zahlung erfasst. ErtragsteuernTatsächliche Steuererstattungsansprüche und SteuerschuldenDie tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden werden mit dem Betrag bewertet, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die am Bilanzstichtag gelten. Latente SteuernDie Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der bilanzorientierten Verbindlichkeitenmethode auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswertes bzw. einer Schuld in der Konzernbilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Folgende zeitliche Unterschiede werden hierbei nicht berücksichtigt: In der Steuerbilanz nicht abzugsfähige Geschäfts- oder Firmenwerte, die Unterschiede aus der erstmaligen Bilanzierung von Vermögenswerten oder Schulden, die weder den Konzerngewinn noch den steuerlichen Gewinn berühren, sowie Buchungsunterschiede aufgrund von Investitionen in Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen insoweit, wie eine Umkehr dieser Unterschiede in der vorhersehbaren Zukunft nicht erwartet werden kann. Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge, Zinsvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass künftig zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Dabei werden die Steuersätze (und Steuervorschriften) zu Grunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig oder beschlossen sind. Ertragsteuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden auch im Eigenkapital und nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjektes beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden. 3. Konsolidierungskreis und KonsolidierungsgrundsätzeKonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss der EUROGATE Holding sind gemäß IFRS 10 alle Unternehmen einbezogen, die durch die EUROGATE Holding beherrscht werden. Eine Beherrschung liegt vor, wenn der Konzern eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement bei dem Beteiligungsunternehmen hat und er seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen auch dazu einsetzen kann, diese Renditen zu beeinflussen. Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d.h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Unternehmen, bei denen die EUROGATE Holding mittelbar oder unmittelbar die Möglichkeit hat, deren Finanz- und Geschäftspolitik maßgeblich zu beeinflussen, werden ab bzw. bis zu dem Zeitpunkt, zu dem der maßgebliche Einfluss durch den Konzern beginnt bzw. endet, im Konzernabschluss nach der Equity Methode berücksichtigt. Auch Gemeinschaftsunternehmen, bei denen die EUROGATE Holding gemeinsam mit einer anderen Partei oder anderen Parteien gemeinschaftliche Beherrschung ausübt, werden im Konzernabschluss nach der Equity Methode erfasst. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen sind in der Aufstellung im Abschnitt 37 dieses Anhangs aufgeführt. Hinsichtlich weiterer Angaben zu den Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen wird auch auf den Abschnitt 5 in diesem Anhang verwiesen. Ermessensentscheidungen:
KonsolidierungsgrundsätzeDie Anteile von nicht beherrschenden Gesellschaftern sind im Rahmen der Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierten Nettovermögens des erworbenen Unternehmens zu bewerten. Dieses Bewertungswahlrecht kann für jede einzelne Transaktion ausgeübt werden. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter stellen den Anteil des Ergebnisses und des Nettovermögens dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung und in der Konzernbilanz separat ausgewiesen. Der Ausweis in der Konzernbilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt vom auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital. Das Gesamtergebnis wird den nicht beherrschenden Anteilen selbst dann zugeordnet, wenn dies dazu führt, dass die nicht beherrschenden Anteile einen Negativsaldo aufweisen. Änderungen von Konzernquoten an Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Nach der Equity Methode bewertete Anteile werden in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich nach dem Erwerb eingetretener Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des betreffenden Unternehmens erfasst. Darüber hinaus stellt der Konzern fest, ob hinsichtlich der Nettoinvestition des Konzerns ein weiterer Wertminderungsbedarf besteht. Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält den Anteil des Konzerns am Erfolg eines Gemeinschaftsunternehmens bzw. assoziierten Unternehmens. Anteilige Veränderungen des sonstigen Ergebnisses bei Gemeinschaftsunternehmen bzw. assoziierten Unternehmen werden entsprechend im sonstigen Ergebnis des Konzerns erfasst. Verluste, die den Anteil des Konzerns an einem Gemeinschaftsunternehmen bzw. assoziierten Unternehmen übersteigen, werden nicht erfasst. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen voll konsolidierten Unternehmen werden aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Verkäufen von Vermögenswerten, die noch nicht an Dritte weiterveräußert sind, werden eliminiert. Für Konsolidierungen mit ertragsteuerlichen Auswirkungen werden latente Steuern angesetzt. Bei Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen werden Zwischenergebnisse unter Berücksichtigung latenter Steuern anteilig eliminiert. Änderungen im KonsolidierungskreisIm Geschäftsjahr 2019 wurde die driveMybox GmbH, Hamburg, gegründet. Sie befindet sich zu 100 % im Anteilsbesitz der EUROGATE Holding. Die Gesellschaft wird ab 2019 als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den EUROGATE-Konzernabschluss einbezogen. Außerdem wurde die Tanger Alliance S.A., Tanger, Marokko, (vorm. Marsa International Tangier Terminals S.A.) im Geschäftsjahr 2019 assoziiertes Unternehmen des Konzerns. Über die EUROGATE International GmbH wurden zunächst Anteile in Höhe von 25 % unmittelbar erworben. Über die Beteiligung an der Contship Italia S.p.A. wurden zunächst indirekt weitere Anteile in Höhe von 8,35 % (25 % * 33,4 %) gehalten. Im Laufe des Geschäftsjahres 2019 wurden von der EUROGATE International GmbH und von der Contship Italia S.p.A. jeweils 5 % der Anteile an die Hapag-Lloyd AG übertragen. Somit beträgt die Beteiligungsquote zum 31. Dezember 2019 insgesamt 26,68 %. Die Einbeziehung erfolgt als assoziiertes Unternehmen nach der Equity Methode. 4. Umsatzerlöse
Alle unter den Umsatzerlösen ausgewiesenen Erlöse stellen Erlöse aus Verträgen mit Kunden nach IFRS 15 dar. Die Erlöse aus Containerumschlag werden nahezu ausschließlich mit Linienreedereien und ausnahmslos in Deutschland erwirtschaftet. Die Transporterlöse beinhalten nahezu ausschließlich Erlöse aus dem kombinierten Verkehr (Schiene/Straße), während die Reparaturerlöse auf Reparaturservices für Umschlagsgeräte entfallen. Die Cargoerlöse werden im Wesentlichen im Zusammenhang mit der seemäßigen Verpackung von Gütern erzielt. Die Dienstleistungserlöse betreffen Ingenieurdienstleistungen wie Bauplanungs- oder Überwachungsarbeiten sowie Leistungen im Bereich der IT-Betreuung für Gemeinschaftsunternehmen und konzernfremde Dritte. Bei den sonstigen Erlösen handelt es sich im Wesentlichen um Erlöse aus der Produktion von Windkraftenergie, die in das Netz eingespeist wird. Weitere Erlöse entstehen in diesem Zusammenhang durch Netznutzungsentgelte und Vergütungen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Sämtliche Umsätze im Konzern werden zeitraumbezogen realisiert. Die Realisierung tritt bei Erbringung der Dienstleistung ein. Mit zwei Kunden im Sinne des IFRS 8.34 realisierte der Konzern jeweils mehr als 10 % des Umsatzes. Der Umsatz mit diesen zwei Kunden beläuft sich auf TEUR 82.454 (Vorjahr: TEUR 92.124) und TEUR 74.961 (Vorjahr: TEUR 79.957). Beide Kunden sind dem Bereich Containerterminals zuzuordnen. 5. Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen
Für den Konzern haben die Beteiligungen an der Contship Italia S.p.A., der North Sea Terminal Bremerhaven GmbH & Co., der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG, der MSC Gate Bremerhaven GmbH & Co. KG sowie der Tanger MedGate Management S.a.r.l. wegen ihrer Ergebnisbeiträge besondere Bedeutung. Nachstehend erfolgen daher zu diesen Gesellschaften nähere Erläuterungen. Die Nettoinvestition in das Gemeinschaftsunternehmen EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG von TEUR 91.285 (Vorjahr: TEUR 104.516) - bestehend aus dem at dem Equity-Beteiligungsansatz und einem langfristigen Darlehen - wurde zum 31. Dezember 2019 auf Basis der derzeitigen Unternehmensplanung auf ihre Werthaltigkeit hin untersucht. Die Werthaltigkeit wurde in diesem Test bestätigt. Sollte die der Planung zugrunde liegende Entwicklung der Umschlagsmengen der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven KG nicht erreicht werden können, dann könnten in den Folgejahren erhebliche Abschreibungen auf den Beteiligungsbuchwert der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven KG bzw. das Darlehen erforderlich sein. Geschäftsjahr 2019
*) auf die Muttergesellschaft entfallender
Anteil
Das kumulierte Ergebnis der übrigen at equity einbezogenen Unternehmen beläuft sich im Geschäftsjahr 2019 auf TEUR 2.168 (Vorjahr: TEUR 4.122), das sonstige Ergebnis auf TEUR 1.973 (Vorjahr: TEUR -1.768) und das Gesamtergebnis auf TEUR 4.141 (Vorjahr: TEUR 2.354). Geschäftsjahr 2018
*) auf die Muttergesellschaft entfallender
Anteil
6. Sonstige betriebliche Erträge
Die Erträge aus Personalgestellungen und der Weiterbelastung von Verwaltungs-, IT- und sonstigen Kosten stellen Erlöse aus Verträgen mit Kunden nach IFRS 15 dar. Diese Erträge betreffen im Wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen. Die Erträge aus Versicherungserstattungen betreffen mit TEUR 12.050 im Wesentlichen die EUROGATE Technical Services GmbH. In gleicher Höhe sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Schadensaufwendungen enthalten. 7. MaterialaufwandDer Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
8. PersonalaufwandDer Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
Im Personalaufwand sind Aufwendungen für unständig beschäftigte Mitarbeiter von TEUR 39.068 (Vorjahr: TEUR 48.147) enthalten. In den Aufwendungen für Altersversorgung sind TEUR 20.448 (Vorjahr: TEUR 19.551) für Beitragszahlungen an die gesetzliche Rentenversicherung enthalten. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung, Aushilfen und Auszubildende) hat sich folgendermaßen entwickelt:
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Den Schadensaufwendungen des Geschäftsjahres 2019 stehen in nahezu gleicher Höhe Erträge aus Erstattungen von Versicherungen in den sonstigen betrieblichen Erträgen gegenüber. Der Anstieg der Rechts- und Beratungskosten ist im Wesentlichen auf gestiegene Beratungskosten für das Automatisierungsprojekt zurückzuführen. In den Vorjahresvergleichszahlen sind in den sonstigen Mieten und den Grundstücksaufwendungen Operating Leasingaufwendungen enthalten. Diese werden ab dem Geschäftsjahr 2019 aufgrund der Anwendung von IFRS 16 größtenteils eliminiert. Die Vergleichbarkeit ist daher bei diesen Positionen nur eingeschränkt gegeben. Die Erträge aus der Auflösung sonstiger Rückstellungen resultieren unter anderem aus der in Vorjahren gebildeten Rückstellung für Haftungsrisiken gegenüber einem Kunden, die nach einer Einigung mit dem Kunden zu einem großen Teil aufgelöst werden konnte. 10. Finanzergebnis
Im Vorjahr wurde der Zinsaufwand aus Leasingverbindlichkeiten in den Zinsaufwendungen aus langfristigen Darlehen und sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. 11. Ergebnis aus Beteiligungen
12. ErtragsteuernDie wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verpflichtungen aus Ertragsteuern belaufen sich auf TEUR 1.681 (Vorjahr: TEUR 1.082) und resultieren aus Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer. Die Unterschiede zwischen dem aufgrund des Konzernergebnisses und des anzuwendenden Steuersatzes erwarteten Ertragsteueraufwand und dem im Konzernabschluss ausgewiesenen Ertragsteueraufwand können der folgenden Überleitungsrechnung entnommen werden:
Der angewendete Steuersatz von 16 % (Vorjahr: 16 %) beinhaltet wie im Vorjahr nur die Gewerbesteuer in Deutschland auf Basis der relevanten Gewerbesteuerhebesätze, da die EUROGATE Holding als Personengesellschaft nicht als eigenständiges Steuersubjekt der Körperschaftsteuer und dem Solidaritätszuschlag unterliegt. Latente ErtragsteuernDie zu den verschiedenen Bilanzstichtagen ausgewiesenen Posten für latente Steuern betreffen die folgenden Sachverhalte:
Der Konzern verfügt zum 31. Dezember 2019 über gewerbesteuerliche Verlustvorträge von TEUR 679 (Vorjahr: TEUR 0) und körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von TEUR 679 (Vorjahr: TEUR 0). Zinsvorträge bestehen zum 31. Dezember 2019 wie im Vorjahr nicht. Es lagen weder zum 31. Dezember 2019 noch zum 31. Dezember 2018 abzugsfähige temporäre Differenzen vor, für die keine latenten Steuern gebildet wurden. 13. Immaterielle VermögenswerteGeschäftsjahr 2019
Die planmäßigen Abschreibungen betragen im Geschäftsjahr 2019 TEUR 3.338 (Vorjahr: TEUR 3.438). Geschäftsjahr 2018
Die immateriellen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen Softwarelizenzen mit einer Restnutzungsdauer von überwiegend 2 - 10 Jahren sowie Nutzungsrechte mit einer Restnutzungsdauer von bis zu 12 Jahren. Immaterielle Vermögenswerte wurden nicht als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gegeben. Es bestehen zum 31. Dezember 2019 vertragliche Verpflichtungen in Bezug auf den Erwerb immaterieller Vermögenswerte in Höhe von TEUR 1.194 (Vorjahr: TEUR 3.446). 14. SachanlagenDie in der Bilanz ausgewiesenen Buchwerte der Sachanlagen verteilen sich wie folgt auf eigene Anlagen und Nutzungsrechte aus Leasing:
Geschäftsjahr 2019Eigene Anlagen
Die planmäßigen Abschreibungen betragen im Geschäftsjahr 2019 TEUR 39.392 (Vorjahr: TEUR 41.372). Es wurden im Geschäftsjahr 2019 außerplanmäßige Wertminderungen in Höhe von TEUR 966 (Vorjahr: TEUR 1.667) vorgenommen, die im Wesentlichen den Bereich Containerterminals betreffen. Die Zugänge bei den Grundstücken betreffen mit TEUR 11.255 im Wesentlichen Abbruchkosten für Flächenbefestigungen der EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH. Die Zugänge bei den Technischen Anlagen betreffen mit TEUR 12.573 im Wesentlichen Straddle Carrier ebenfalls bei der EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH. Die Zugänge bei den Anlagen im Bau betreffen mit TEUR 50.922 im Wesentlichen sechs Containerbrücken bei der EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH. Anlagen aus Leasing
Die planmäßigen Abschreibungen betragen im Geschäftsjahr 2019 TEUR 21.852 (Vorjahr: TEUR 5.661). Geschäftsjahr 2018Eigene Anlagen und Finanzierungsleasing nach IAS 17
Es bestehen zum 31. Dezember 2019 vertragliche Verpflichtungen von TEUR 27.612 (Vorjahr: TEUR 21.698) in Bezug auf den Erwerb von Sachanlagen. 15. Beteiligungen
Der Anstieg der Beteiligung an der CTD ist im Wesentlichen bedingt durch die Anpassung des beilzulegenden Zeitwert gemäß IFRS 9. 16. Sonstige Finanzanlagen
Der Anstieg ist im Wesentlichen bedingt durch die Anpassung des beilzulegenden Zeitwert gemäß IFRS 9. 17. Vorräte
Der Buchwert der Vorräte, der während des Geschäftsjahres 2019 als Aufwand erfasst worden ist, beläuft sich auf TEUR 52.721 (Vorjahr: TEUR 48.463). Die Vorräte sind nicht als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet. Zum Vorratsbestand sind zum 31. Dezember 2019 Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.663 (Vorjahr: TEUR 1.589) gebildet worden. Die Zuführung zur Wertberichtigung beträgt TEUR 74 (Vorjahr: TEUR -75). 18. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (kurzfristig)Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen nach Berücksichtigung von Wertminderungen zum Bilanzstichtag TEUR 76.561 (Vorjahr: TEUR 105.320). Sie sind unverzinst, innerhalb eines Jahres zu begleichen und dienen nicht als Sicherheiten für Verbindlichkeiten. Das durchschnittliche Zahlungsziel beträgt ca. 50 Tage (Vorjahr: ca. 64 Tage). Zum 31. Dezember 2019 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Nennwert von TEUR 11.571 (Vorjahr: TEUR 10.937) wertgemindert. Die Entwicklung des Wertminderungskontos stellt sich wie folgt dar:
Die Analyse der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember stellt sich wie folgt dar:
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten mit TEUR 1.136 (Vorjahr: TEUR 1.146) Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. 19. Sonstige finanzielle Vermögenswerte
20. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte
Die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte sind unverzinslich und dienen nicht als Sicherheiten für Verbindlichkeiten. 21. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Teil mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und sechs Monaten betragen und täglich kündbar sind. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst. 22. EigenkapitalKommanditkapitalDas Kommanditkapital beträgt unverändert TEUR 80.000 und ist voll erbracht. KapitalrücklageDer als Kapitalrücklage ausgewiesene Betrag von TEUR 2.195 setzt sich unverändert wie folgt zusammen:
GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen betreffen mit TEUR 336.267 (Vorjahr: TEUR 313.034) freiwillig und auf der Grundlage von § 10 Abs. 3 des Gesellschaftsvertrages der EUROGATE Holding vorgenommene Einstellungen von Anteilen der jeweiligen Jahresüberschüsse. In 2019 wurde in die Gewinnrücklagen eine Einlage in Höhe von TEUR 23.233 geleistet. Darüber hinaus enthalten die Gewinnrücklagen mit TEUR 17.669 die zum 1. Januar 2004 (Übergangszeitpunkt) bestehenden Unterschiede zwischen HGB und IFRS sowie in Höhe von TEUR -63.127 (Vorjahr: TEUR -43.233) die Passivierung der versicherungsmathematischen Verluste aus der Änderung des IAS 19 vermindert um latente Steuern. Ferner sind die Auswirkungen aus der Bewertung der Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens zum beizulegenden Zeitwert aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 9 in Höhe TEUR 5.500 enthalten. Rücklage aus der Zeitwertbewertung von derivativen FinanzinstrumentenDie Rücklage aus der Zeitwertbewertung von derivativen Finanzinstrumenten von TEUR -679 (Vorjahr: TEUR -862) resultiert aus der erfolgsneutralen Verrechnung der Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten von TEUR -809 (Vorjahr: TEUR -1.025), die die Kriterien von Cashflow Hedges erfüllen, und aus der erfolgsneutralen Erfassung der hierauf entfallenden latenten Steuern von TEUR 129 (Vorjahr: TEUR 160). Rücklage aus Eigenkapitaltransaktionen at equity bilanzierter UnternehmenDiese Rücklage enthält im Wesentlichen die Währungsumrechnungsdifferenzen aus den assoziierten Unternehmen mit Sitz in Marokko, Brasilien und Russland, sowie die Effekte aus der Passivierung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste nach IAS 19 aus den assoziierten Unternehmen EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven KG, Contship Italia S.p.A. und EUROKOMBI Terminal GmbH. Rückwirkend zum 1. Januar 2018 wurden zur präziseren Zuordnung der den at equity einbezogenen Unternehmen zuzuordnenden Effekte sämtliche Transaktionen aus assoziierten Unternehmen in diese Rücklage umgegliedert. (s. auch Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung). FremdwährungsrücklageDie Fremdwährungsrücklage beinhaltet Fremdwährungsdifferenzen aus der vollkonsolidierten Gesellschaft FLOYD. KapitalsteuerungVorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es sicherzustellen, dass zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit ein hohes Bonitätsrating und eine angemessene Eigenkapitalquote aufrechterhalten werden. Darüber hinaus verfolgt der Konzern das Ziel, die langfristigen Vermögenswerte weitgehend fristenkongruent durch Eigenkapital oder langfristige Darlehen zu finanzieren. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor. Durch Gesellschafterbeschluss, der einer 2/3 Mehrheit bedarf, kann bei Feststellung des Jahresabschlusses bestimmt werden, dass ein Teil des Jahresüberschusses den Gewinnrücklagen zugewiesen wird. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur sind die Kommanditisten gemäß Gesellschaftsvertrag verpflichtet, 30 % der entnommenen Gewinnanteile wieder in die EUROGATE Holding einzulegen. Die Wiedereinlagepflicht entfällt, wenn bzw. soweit die Eigenkapitalquote in der Konzernbilanz 30 % erreicht bzw. erreicht hat. Das durch die etwaige Ausgabe von Inhaberschuldverschreibungen geschaffene Kapital gilt nicht als Eigenkapital im Sinne des Gesellschaftsvertrags. Für die Regelungen des Gesellschaftsvertrags ist ausschließlich der bei der Aufstellung der IFRS-Konzernbilanz vorgenommene Ausweis des Eigenkapitals maßgeblich. Die Eigenkapitalquote gemäß Regelung des Gesellschaftsvertrages zur Ermittlung der Wiedereinlagepflicht beträgt zum 31. Dezember 2019 21,37 %. Darüber hinaus wird regelmäßig geprüft, inwieweit die Eigenkapitalquote und die Kapitalstruktur des Konzerns durch die Begebung von Finanzinstrumenten weiter verbessert werden kann, um eine wirtschaftliche Finanzierung der derzeitigen und künftigen Investitionen des Konzerns sicherzustellen. Zum 31. Dezember 2019 bzw. 31. Dezember 2018 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen. 23. Langfristige DarlehenDie bestehenden Darlehen setzen sich zum 31. Dezember 2019 folgendermaßen zusammen:
Zum 31. Dezember 2018 setzten sich die Darlehen wie folgt zusammen:
Im Folgenden werden die künftigen Brutto-Zahlungsmittelabflüsse aus den langfristigen Darlehen dargestellt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 157.620 (Vorjahr: TEUR 77.789) durch Sicherungsübereignungen von Gebäuden, Betriebsvorrichtungen und mobilen Anlagegegenständen besichert. Zur Finanzierung von Containerbrücken und Straddle Carriern wurden zinsgünstige Darlehen aus dem KfW-Energieeffizienzprogramm in Höhe von TEUR 94.884 neu valutiert. Das zinslose Darlehen vom Eisenbahn-Bundesamt wird mit einem Zinssatz von 5,0 % p. a. abgezinst. 24. Zuwendungen der öffentlichen HandDie kurz- und langfristigen Zuwendungen in Höhe von TEUR 37.411 (Vorjahr: TEUR 41.510) betreffen im Wesentlichen nicht rückzahlbare Baukostenzuschüsse des Eisenbahn-Bundesamtes für den Bau des KV-Terminals Hamburg-Waltershof in Höhe von TEUR 11.616 (Vorjahr: TEUR 13.364), Baukostenzuschüsse des Eisenbahn-Bundesamtes in Höhe von TEUR 11.421 (Vorjahr: TEUR 12.662) für den Bau des KV-Terminals Bremerhaven sowie Baukostenzuschüsse des Eisenbahn-Bundesamtes in Höhe von TEUR 13.076 (Vorjahr: TEUR 14.124) für den Bau des KV-Terminals in Wilhelmshaven. Der Passivposten für diese Zuwendungen wird über die Nutzungsdauer der begünstigten Vermögensgegenstände erfolgswirksam aufgelöst. Die Erträge aus der Auflösung von TEUR 4.108 (Vorjahr: TEUR 4.172) werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Der kurzfristige Anteil der Zuwendungen der öffentlichen Hand spiegelt den für 2019 bzw. 2020 vorgesehenen Auflösungsbetrag des Passivpostens wider. 25. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Im Folgenden werden die künftigen Brutto-Zahlungsmittelabflüsse aus den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten dargestellt (ohne Leasingverbindlichkeiten):
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing wurden hier auch für das Vorjahr eliminiert und unter Abschnitt 31 abgebildet, um eine Vergleichbarkeit herzustellen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sowie aus ausstehenden Eingangsrechnungen sind im Wesentlichen innerhalb eines halben Jahres fällig, die weiteren kurzfristigen Positionen im Wesentlichen innerhalb von 30 Tagen. Bei den sonstigen hier ausgewiesenen Verbindlichkeiten entsprechen die künftigen Brutto-Zahlungsmittelabflüsse den jeweils ausgewiesenen Buchwerten. 26. Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten
Die sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten sind unverzinst. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Berufsgenossenschaft sind im Wesentlichen innerhalb eines halben Jahres fällig, die weiteren Positionen im Wesentlichen innerhalb von 30 Tagen. 27. Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer
Pensionen und ähnliche VerpflichtungenInnerhalb des Konzerns bestehen verschiedene leistungsorientierte Pensionspläne, die auf Einzelzusagen an leitende Mitarbeiter bzw. betrieblichen Versorgungsverordnungen für Angestellte oder tarifvertraglichen Zusagen für Hafenarbeiter basieren. Zudem bestehen für einen fest umrissenen Mitarbeiterkreis Pensionsverpflichtungen aus tarifvertraglichen Versorgungszusagen, die in den mittelbaren Pensionsverpflichtungen enthalten sind und die über eine Unterstützungskasse bedient werden. Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus der Betriebsvereinbarung "Soziales Zukunftskonzept". Im Rahmen dieser Betriebsvereinbarung können die Mitarbeiter auf zukünftige Lohn- und Gehaltsbestandteile verzichten, um steuerlich begünstigte Altersvorsorgemaßnahmen zu treffen. Die betroffenen Gesellschaften garantieren den Mitarbeitern im Rahmen dieser Betriebsvereinbarung eine Mindestverzinsung auf die Lohn- und Gehaltsbestandteile, die für diese Altersvorsorgemaßnahmen eingesetzt werden. Für die eingegangenen Verpflichtungen im Rahmen des Sozialen Zukunftskonzepts bestehen Rückdeckungsversicherungen, die zugunsten der Arbeitnehmer verpfändet sind. Aufgrund dessen werden die Aktivwerte aus der Rückdeckungsversicherung als Planvermögen klassifiziert und mit den entsprechenden Rückstellungen saldiert. Des Weiteren haben die Mitarbeiter der EUROGATE-Gruppe die Möglichkeit, Entgeltbestandteile durch den Konzern indirekt über einen Treuhänder in Investmentfonds einzahlen zu lassen und das angesparte Wertguthaben im Rahmen einer bezahlten Freistellung vor Eintritt in den Ruhestand abzubauen (Lebensarbeitszeitkonten). Die Investmentfondsanteile werden als Planvermögen klassifiziert und mit den entsprechenden Rückstellungen saldiert. Der beizulegende Zeitwert der Investmentfondsanteile entspricht den Börsenkursen der Fonds zum Bilanzstichtag. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Barwertes bei den genannten Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen des Konzerns:
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Planvermögens des Konzerns:
Das Planvermögen setzt sich im Geschäftsjahr und im Vorjahr aus Aktivwerten aus Rückdeckungsversicherungen (78,5 %, Vorjahr: 79,1 %) und insolvenzgesicherten Anteilen an Investmentfonds (21,5 %, Vorjahr: 20,9 %) zusammen. Durch das Planvermögen ist der Konzern einem Wertänderungsrisiko ausgesetzt. Durch die Streuung der Kapitalanlagen in den Rückdeckungsversicherungen und durch die vorwiegende Anlage in Anleihen und Wertpapiere mit fester Verzinsung wird das Anlagerisiko möglichst gering gehalten. Die Aufwendungen für die Versorgungspläne sind wie folgt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:
Die Aufwendungen für die Pensionspläne, das Soziale Zukunftskonzept und die Lebensarbeitszeitkonten werden mit Ausnahme der Aufzinsungsbeträge im Personalaufwand erfasst; die Aufzinsungsbeträge sind in der Gewinn- und Verlustrechnung Bestandteil der Finanzierungsaufwendungen. Die gewichteten durchschnittlichen Laufzeiten (Duration) der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
Für die Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurden die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde gelegt:
Die rechnerische Rendite aus dem Planvermögen wurde auf Grundlage der langfristig erwarteten Erträge aus den Rückdeckungsversicherungen ermittelt. SensitivitätsanalyseDer Barwert der Pensionsverpflichtungen hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen. Die bei der Ermittlung der Nettoaufwendungen (bzw. -erträge) für Pensionen verwendeten Annahmen schließen den Diskontsatz mit ein. Jede Änderung dieser Annahmen wird Auswirkungen auf den Buchwert der Pensionsverpflichtungen haben. Der Konzern ermittelt den angemessenen Diskontsatz zum Ende eines jeden Jahres. Dies ist der Zinssatz, der bei der Ermittlung des Barwertes der erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelabflüsse zur Begleichung der Verpflichtung verwendet wird. Bei der Ermittlung des Abzinsungssatzes legt der Konzern den Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität zugrunde, die auf die Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden und deren Laufzeit denen der Pensionsverpflichtung entsprechen. Ein Anstieg beziehungsweise Rückgang der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen in Höhe der erwarteten zukünftigen Entwicklung hätte auf den Barwert der Pensionsverpflichtungen folgende Auswirkungen:
Den Sensitivitätsberechnungen liegt die durchschnittliche Laufzeit der zum 31. Dezember 2019 ermittelten Versorgungsverpflichtungen zugrunde. Die Berechnungen wurden für die als wesentlich eingestuften versicherungsmathematischen Parameter isoliert vorgenommen, um die möglichen Auswirkungen auf den berechneten Barwert der Pensionsverpflichtungen separat aufzuzeigen. Da den Sensitivitätsanalysen die durchschnittliche Duration der erwarteten Versorgungsverpflichtungen zugrunde liegt und folglich die erwarteten Auszahlungszeitpunkte unberücksichtigt bleiben, führen sie nur zu näherungsweisen Informationen beziehungsweise Tendenzaussagen. Auswirkungen auf den CashflowDie folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen der Zahlungsmittelabflüsse aus leistungsorientierten Verpflichtungen auf die zukünftigen Cashflows des Konzerns:
Die Einzahlungen aus Planvermögen sind in der obigen Darstellung nicht enthalten. Im Geschäftsjahr 2020 werden voraussichtlich Beitragszahlungen in Höhe von TEUR 5.950 in das Planvermögen geleistet. Andere Leistungen an ArbeitnehmerFür Verpflichtungen aus Einzelvereinbarungen zu Altersteilzeitmaßnahmen werden Rückstellungen gebildet. Es werden dabei die Aufstockungsbeträge, der Erfüllungsrückstand in der aktiven Beschäftigungsphase und Ausgleichszahlungen für die Minderung der gesetzlichen Altersrente berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Der Konzern weist eine Rückstellung und Personalaufwand in Höhe des Barwerts der erwarteten zukünftigen zusätzlichen Zahlungen zu dem Zeitpunkt aus, an dem der Mitarbeiter das Altersteilzeitangebot annimmt bzw. voraussichtlich annimmt. Die Rückstellungen für Jubiläen berücksichtigen die den Mitarbeitern des Konzerns vertraglich zugesicherten Ansprüche auf den Erhalt von Jubiläumszuwendungen. 28. Sonstige Rückstellungen
Die Rückstellungen für Abbruchverpflichtungen wurden für die Wiederherstellung des Pachtgeländes in Hamburg zum Zeitpunkt des Auslaufens der Pachtverträge gebildet. Die Konzernunternehmen sind verpflichtet, mit Auslaufen der Pachtverträge sämtliche Bauten und Anlagen vom Pachtgelände zu entfernen. Die geschätzten Abbruchverpflichtungen wurden mit einem Zinssatz von 1,27 % (Vorjahr: 2,26 %) diskontiert. Die verbleibenden Laufzeiten liegen bei bis zu 22 Jahren. Die Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften bestehen im Wesentlichen aus einer Rückstellung für TEU-Garantien in Höhe von TEUR 5.743 bei der EUROGATE Holding. Sie betrifft potenzielle Vertragsstrafen der kommenden Jahre für anteilig garantierte Umschlagsmengen für den Standort Wilhelmshaven (TEU-Garantie). Der Konzern rechnet in Höhe der gebildeten Rückstellungen mit der Inanspruchnahme aus der TEU-Garantie in den Geschäftsjahren 2020 bis 2022. Auf Basis der Unternehmensplanung der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven KG wird für die Jahre nach 2023 nicht mehr mit einer Inanspruchnahme gerechnet. Im Geschäftsjahr 2019 wurden TEUR 4.213 verbraucht. Sollte die der Planung zugrunde liegende Entwicklung der Umschlagsmengen der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven KG nicht erreicht werden können, dann könnten in den Folgejahren weitere erhebliche Zuführungen zu der Rückstellung erforderlich sein. Die Auflösung der übrigen sonstigen Rückstellungen betrifft im Wesentlichen Haftungsrisiken gegenüber einem Kunden sowie Bonuszahlungen. 29. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (kurzfristig)Zum Bilanzstichtag bestehen kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 24.631 (Vorjahr: TEUR 18.273). Die Fälligkeitsanalyse der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember stellt sich wie folgt dar:
30. FinanzinstrumenteZu den Erläuterungen der Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements wird auch auf die Ausführungen im Abschnitt "6. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht sowie Risikomanagementsystem" im Konzernlagebericht verwiesen. FremdwährungsrisikenSämtliche vollkonsolidierten Gesellschaften fakturieren in EUR. Es kann lediglich in geringem Maße bezüglich der Beteiligung an FLOYD bzw. in Einzelfällen, z.B. durch ausländische Dividendeneinkünfte oder Einkauf von Lieferungen und Leistungen im Ausland, ein Währungsrisiko entstehen. Bei den assoziierten Unternehmen TangerMedGate Management S.a.r.l. und Tanger Alliance S.A., beide Tanger, Marokko, (Währung: marokkanische Dirham), der CONTRAIL Logistica S.A., Sao Paulo, Brasilien, (Währung: brasilianischer Real), der boxXagency Kft., Budapest, Ungarn (Währung: ungarischer Forint) sowie der JSC Ust-Luga Container Terminal, Ust-Luga, Russland, (Währung: russischer Rubel) ergibt sich daraus, dass die funktionale Währung dieser Gesellschaften der jeweiligen Landeswährung entspricht, ein Währungsrisiko. Durch den Rückgang des Wechselkurses des russischen Rubels bzw. des marokkanischen Dirhams zum EURO wurde die Rücklage aus Eigenkapitaltransaktionen at equity bilanzierter Unternehmen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 um TEUR 1.722 bzw. um TEUR 882 aus der Änderung entlastet. Ein negativer Effekt resultiert aus der Änderung des brasilianischen Real sowie des ungarischen Forint in Höhe von insgesamt TEUR 5. Aus der Änderung des US Dollar-Kurses resultiert ein positiver Effekt in Höhe von TEUR 59. Das assoziierte Unternehmen Medgate FeederXpress Ltd., Monrovia, Liberia, wird in dieser Währung geführt. AusfallkonzentrationenDer EUROGATE-Konzern weist aufgrund seiner Geschäftstätigkeiten eine spezifische Kundenstruktur mit hoher Risikokonzentration auf. Zum 31. Dezember 2019 beträgt der Anteil der TOP-5-Kunden 49,7 % (Vorjahr: 44,9 %) des Gesamtforderungsbestands. Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf die Ausführungen zu den "Ausfallrisiken" im Abschnitt "6. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht sowie Risikomanagementsystem" im Konzernlagebericht. Zusätzliche Angaben zu finanziellen Vermögenswerten und finanziellen VerbindlichkeitenAktiva
PASSIVA
Aktiva
PASSIVA
Der Konzern verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:
Alle weiteren Finanzinstrumente, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, für die aber der beizulegende Zeitwert angegeben wird, werden der Hierarchiestufe 3 zugeordnet. Die beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie aus bisherigem Finanzierungsleasing wurden durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows mit laufzeitkongruenten Zinssätzen von 0,4788 % bis 1,3658 % (Vorjahr: 0,58 % bis 2,514 %) des jeweiligen Bilanzstichtags berechnet. Der durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz, der für die Abzinsung der Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen herangezogen wird, liegt bei 3,16 % zu Beginn und bei 2,40 % zum Ende des Geschäftsjahres. Bei den übrigen Finanzinstrumenten geht die Geschäftsführung davon aus, dass keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Buchwerten und den beizulegenden Zeitwerten bestehen. Die Nettoergebnisse wurden ohne Zinsaufwendungen und -erträge (siehe Abschnitt 10 dieses Anhangs, Zinsergebnis) sowie Dividenden (siehe Abschnitt 11 dieses Anhangs, Ergebnis aus Beteiligungen) ermittelt. Danach ergibt sich lediglich für die Kategorie Kredite und Forderungen ein Nettoergebnis von TEUR -1.051 (Vorjahr: TEUR -558). Im Nettoergebnis ist ein Ertrag aus Zahlungseingängen aus einer abgeschriebenen Forderung in Höhe von TEUR 250 (Vorjahr: TEUR 111) für diese Kategorie enthalten. LiquiditätsrisikoZum Liquiditätsrisiko verweisen wir auf unsere Ausführungen im Konzernlagebericht sowie die Abschnitte 23 und 25. ZinsänderungsrisikoFestverzinsliche FinanzinstrumenteFür die folgenden Darlehen und Verbindlichkeiten wurden feste Zinssätze vereinbart. Damit wird der Konzern einem Zinsänderungsrisiko für den beizulegenden Zeitwert und ggf. dem Risiko der Refinanzierung ausgesetzt.
Die Zinsbindung bei festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Nominalwert von TEUR 114.166 (Vorjahr: TEUR 50.566) läuft vor Ablauf der Endfälligkeit ab. Die Restvaluta dieser Darlehen nach Ablauf der Zinsbindung stellt sich folgendermaßen dar: 2019
2018
Variabel verzinsliche FinanzinstrumenteFür die folgenden Darlehen wurden variable Zinssätze vereinbart. Damit wird der Konzern einem Zinsänderungsrisiko bei den Zahlungsmittelströmen ausgesetzt.
Die anderen Finanzinstrumente des Konzerns, die nicht in den obigen Tabellen enthalten sind, sind nicht verzinslich und unterliegen folglich keinem Zinsänderungsrisiko. SensitivitätsanalyseDie Sensitivitätsanalyse quantifiziert näherungsweise das Risiko, das im Rahmen gesetzter Annahmen im EUROGATE-Konzern auftreten kann, wenn bestimmte Parameter in einem definierten Umfang verändert werden. Die Risikoabschätzung unterstellt hierbei eine Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um 50 bzw. 100 Basispunkte (0,5 % bzw. 1,0 %). Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen der Zinsstrukturkurvenverschiebung auf das Ergebnis vor Steuern aufgrund der Auswirkung auf variabel verzinsliche Darlehen und Zinsswaps, die nicht in einer Hedging-Beziehung stehen, und auf das Konzerneigenkapital (ohne Berücksichtigung latenter Steuern) aufgrund der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte der in einer Hedging-Beziehung stehenden Zinsswaps:
Eingesetzte derivative FinanzinstrumenteZinsswapsZur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos bestehender und geplanter Bankverbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag Zinsswaps mit einem Bezugsbetrag von insgesamt TEUR 27.141 (Vorjahr: TEUR 35.594), die auf dem aktuell relativ niedrigen Zinsniveau eine längerfristige Absicherung der Zinshöhe ermöglichen. Durch die Zinsswaps wurden variable Zinszahlungen gegen feste Zinszahlungen ausgetauscht. Die wesentlichen Konditionen der zum 31. Dezember 2019 bestehenden Zinsswaps, die ausschließlich zur Risikoabsicherung abgeschlossen wurden, stellen sich wie folgt dar:
Die wesentlichen Konditionen der zum 31. Dezember 2018 bestehenden Zinsswaps, die ausschließlich zur Risikoabsicherung abgeschlossen wurden, stellten sich wie folgt dar:
Die Nominalwerte stellen das Bruttovolumen aller Käufe und Verkäufe dar. Bei diesem Wert handelt es sich um eine Referenzgröße für die Ermittlung gegenseitig vereinbarter Ausgleichszahlungen, nicht jedoch um bilanzierungsfähige Forderungen oder Verbindlichkeiten. Die bilanzielle Bewertung erfolgt jeweils zum beizulegenden Zeitwert. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eines Zinsswaps werden die erwarteten Zahlungsströme auf beiden Seiten des Swaps nach Maßgabe der aktuellen Zinsstrukturkurve diskontiert. Die Differenz der beiden ermittelten Beträge ergibt den beizulegenden Zeitwert des Zinsswaps. Diese Zeitwertbewertung der derivativen Finanzinstrumente bildet den Preis, zu dem eine Partei die Rechte und Pflichten aus den bestehenden Verträgen von der Gegenpartei übernehmen würde. Die beizulegenden Zeitwerte wurden auf Basis der zum Bilanzstichtag gültigen Marktkonditionen ermittelt. Von den zum 31. Dezember 2019 bestehenden Zinsswaps erfüllen Zinsswaps im Nominalvolumen von TEUR 23.141 und einem beizulegenden Zeitwert von TEUR -809 (Vorjahr: Nominalvolumen von TEUR 28.927, beizulegender Zeitwert TEUR -1.025) die Kriterien für Cashflow-Hedges. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der effektiven Teile der Cashflow-Hedges wurden unter Berücksichtigung von latenten Steuern direkt im Eigenkapital erfasst (TEUR +217; Vorjahr: TEUR +350). Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der ineffektiven Teile der Cashflow-Hedges und der Zinsswaps, die nicht die Kriterien für Cashflow-Hedges erfüllen, wurden unter Berücksichtigung von latenten Steuern ergebniswirksam erfasst (TEUR +212; Vorjahr: TEUR +56). Da die Bezugsbeträge sich mit der Tilgung der zugrunde liegenden Darlehen parallel zur Darlehensvaluta reduzieren, findet keine Realisierung von Gewinnen oder Verlusten statt, solange die Finanzinstrumente nicht veräußert werden. Eine Veräußerung ist nicht geplant. DieselpreissicherungIm EUROGATE Konzern wurden im Geschäftsjahr 2019 zur Absicherung zukünftiger Dieseleinkäufe gegen steigende Dieselpreise Rohwarenoptionen auf Dieselöl abgeschlossen. Diese haben eine Laufzeit bis Juli 2020. Zum 31. Dezember 2019 betrug der Zeitwert der Sicherungsgeschäfte TEUR 0. KreditlinienZum 31. Dezember 2019 verfügte der Konzern über ungenutzte Kontokorrent-Kreditlinien von TEUR 28.198 (Vorjahr: TEUR 43.198). Die Kontokorrent-Kreditlinien wurden zum 31. Dezember 2019 nicht in Anspruch genommen. 31. LeasingDas geleaste Anlagevermögen wird unter den Abschnitten 13 und 14 gemeinsam mit den eigenen Anlagen dargestellt. In den Zinsaufwendungen des Geschäftsjahres 2019 sind Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 13.437 enthalten. Ferner sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Aufwendungen für kurzfristige Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.381 enthalten. Diese entfallen im Wesentlichen auf Gebäude und Technische Anlagen. Es wurden Erträge aus Untervermietung erzielt. Diese belaufen sich auf TEUR 22.332 und wurden durch die Weitervermietung von Flächen und Kaimauern an Gemeinschaftsunternehmen, im Wesentlichen von der EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH an die North Sea Terminal Bremerhaven GmbH & Co. (TEUR 11.915) und an die MSC Gate Bremerhaven GmbH & Co. KG (TEUR 9.040), generiert. Sie werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewien sen. Im Folgenden werden die Auswirkungen der künftigen Zahlungsmittelabflüsse aus den Leasingverbindlichkeiten auf den Cashflow dargestellt:
Der gesamte Zahlungsmittelabfluss für Leasingverhältnisse beträgt TEUR 590.309 Die Leasingverbindlichkeiten haben sich wie folgt entwickelt:
Vorjahresangabe gemäß IAS 17Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen - Konzern als LeasingnehmerZum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 bestanden folgende zukünftige Mindestleasingzahlungsverpflichtungen auf Grund von unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen für Technische Anlagen und Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung:
Zudem bestanden folgende Mindestzahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen für Flächen, Gebäude und Kaimauern:
Die Mietverhältnisse haben in der Regel eine feste Laufzeit. Mietzahlungen können in festgelegten Abständen basierend auf fest gesetzten Parametern angepasst werden. Die Restlaufzeiten betragen bis zu 30 Jahre. Die Mietzahlungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf TEUR 21.904. Ansprüche aus Operating-Leasingverhältnissen - Konzern als LeasinggeberZum Bilanzstichtag bestehen folgende Mindestzahlungsansprüche aus Mietverträgen für Flächen, Gebäude, Kaimauermieten und Betriebsvorrichtungen:
In dem Sachanlagevermögen sind auch vermietete Sachanlagen enthalten, die nach den gleichen Maßstäben wie das Sachanlagevermögen behandelt werden. Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen und Mietkaufverträgen 2018Im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen wurden im Wesentlichen Containerbrücken, Van Carrier und sonstiges mobiles Umschlaggerät geleast. In der Regel können die geleasten Vermögenswerte zum Ende der Mindestleasingdauer erworben werden. Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen und Mietkaufverträgen können wie folgt auf den Barwert übergeleitet werden:
RechtsstreitigkeitenEs bestehen keine wesentlichen Rechtsstreitigkeiten beim Mutterunternehmen und bei den Tochterunternehmen. EventualschuldenDer Konzern hat Bürgschaften von insgesamt TEUR 10.597 (Vorjahr: TEUR 6.988) zur Besicherung fremder Verbindlichkeiten abgegeben. Mit einer Inanspruchnahme aus diesen Bürgschaften ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zu rechnen. Für eine Vereinbarung über die Bezuschussung eines in Bremerhaven neu zu bauenden Hafentunnels betragen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen insgesamt voraussichtlich bis 2035 zwischen EUR 0,5 Mio. und EUR 1,0 Mio. 32. Sale-and-Lease-back Finanzierungen/MietkaufIm Geschäftsjahr 2019 wurden im Konzern keine Sale-and-Lease-back Finanzierungen oder Mietkauffinanzierungen vorgenommen (Vorjahr: TEUR 327). 33. Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Personen und UnternehmenIdentifikation nahe stehender Personen und UnternehmenNahestehende Personen und Unternehmen im Sinne des IAS 24 stellen insbesondere Gesellschafter, Tochterunternehmen, sofern sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen werden, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen (und deren Tochterunternehmen) einschließlich naher Familienangehöriger oder zwischengeschalteter Unternehmen dar. An der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- stehen der Freien Hansestadt Bremen 50,4 Prozent der Stimmrechte zu. Des Weiteren stellen sowohl die Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats nahe stehende Personen im Sinne des IAS 24 dar, als auch Personen, die im Management des Mutterunternehmens des EUROGATE-Konzerns eine Schlüsselposition (für alle Gruppen einschließlich deren naher Familienangehörigen) bekleiden. Hinsichtlich der Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen verweisen wir auf die Aufstellung in Abschnitt 5 dieses Anhangs. Die Gesellschafter und die Zusammensetzung von Geschäftsführung und Aufsichtsrat sind in Abschnitt 36 dieses Anhangs dargestellt. Transaktionen mit nahe stehenden PersonenDarlehen an Mitglieder der Unternehmensleitung bestanden nicht und sonstige Transaktionen mit anderen nahe stehenden Personen wurden nicht vorgenommen. Vergütung der Personen in Schlüsselpositionen des ManagementsGeschäftsführung der EUROGATE Beteiligungs-GmbH
Aufsichtsrat der EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA
Ehemalige
Leistungen an ehemalige Mitglieder des Aufsichtsrats und ihre Hinterbliebenen lagen nicht vor. Pensionsverpflichtungen
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses, aktienbasierte Vergütungen, Vorschüsse bzw. Kredite oder andere langfristig fällige Leistungen lagen nicht vor. Transaktionen mit nahe stehenden UnternehmenDie Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen fanden im gewöhnlichen Geschäftsverkehr zu vereinbarten Preisen statt, die denen aus Transaktionen mit anderen Kunden, Zulieferern und Kreditgebern vergleichbar sind. Die zum Geschäftsjahresende bestehenden offenen Posten sind nicht besichert und werden durch Barzahlung beglichen. Für Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen bestehen keinerlei Garantien. Für das Geschäftsjahr 2019 wurden keine Wertberichtigungen auf Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen gebildet. Die Werthaltigkeit der Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen wird jährlich überprüft. Nachfolgend ist eine Übersicht über das Geschäftsvolumen mit den wesentlichen nahe stehenden Unternehmen dargestellt:
Die Aufwendungen gegenüber der Gesellschafterin EUROKAI GmbH & Co. KGaA, Hamburg, resultieren aus den Untermietverträgen für die von der Freien und Hansestadt Hamburg/Hamburg Port Authority zur Verfügung gestellten Flächen und Kaimauern am Standort Hamburg. Die Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die Ergebniszuweisung an die Gesellschafterin. Die Aufwendungen gegenüber der Gesellschafterin BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen, resultieren im Wesentlichen aus den Nutzungsüberlassungsverträgen zwischen der EUROGATE Holding und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG für die Flächen am Standort Bremerhaven. Die Forderungen betreffen im Wesentlichen die Ergebniszuweisung an die Gesellschafterin sowie gegenläufig ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 15.000. Die gestiegenen Aufwendungen und Verbindlichkeiten ggü. der North Sea Terminal Bremerhaven GmbH & Co. resultieren aus Schadensersatzforderungen. Gegenläufig existieren in der selben Höhe Erträge und Forderungen gegen Dritte (Erstattungen von Versicherungen). Die gesunkenen Forderungen gegen die EUROGATE Container Terminal Limassol Ltd. resultieren aus der im Berichtsjahr erfolgten Rückzahlung eines kurzfristigen Darlehens an die EUROGATE International GmbH in Höhe von TEUR 7.860 sowie beglichenen Forderungen aus in Vorperioden erbrachten Leistungen. Bei den Forderungen gegenüber der Tanger Alliance S.A. und der Contrail Logistica S.A. handelt es sich um kurzfristig gewährte Darlehen. Mit der Freien Hansestadt Bremen bestehen im Konzern vertragliche Vereinbarungen insbesondere in Bezug auf die Nutzung von Hafenflächen. Mit Ausnahme von Darlehen an die EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven, und die EUROGATE Container Terminal Limassol Ltd. bestehen die übrigen Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen überwiegend aus Lieferungen und Leistungen. 34. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung ist entsprechend den Regelungen des IAS 7 aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Die Darstellung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Der Ausweis des Cashflows aus der Investitionstätigkeit erfolgt nach der direkten Methode. Der Cashflow stammt aus Zahlungsströmen, mit denen langfristig, in der Regel länger als ein Jahr, ertragswirksam gewirtschaftet wird. Der Ausweis des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit erfolgt ebenfalls nach der direkten Methode. Diesem Cashflow werden grundsätzlich die Zahlungsströme zugeordnet, die aus Transaktionen mit den Gesellschaftern sowie aus der Aufnahme oder Tilgung von Finanzschulden resultieren. Der Finanzmittelfonds ist definiert als Differenz aus liquiden Mitteln und kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Kontokorrentkredite). Die liquiden Mittel setzen sich zusammen aus Barmitteln, täglich fälligen Sichteinlagen sowie kurzfristigen, äußerst liquiden Finanzmitteln, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Der Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 129.295 (Vorjahr: TEUR 153.122) setzt sich aus Guthaben bei Kreditinstituten, kurzfristigen Einlagen, Kassenbestand und kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen. In der nachfolgenden Tabelle wird die Entwicklung der zur Finanzierungstätigkeit gehörenden finanziellen Verbindlichkeiten dargestellt.
35. Ereignisse nach dem BilanzstichtagWesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit Auswirkung auf den vorliegenden Abschluss haben sich nicht ergeben. Neben den standortspezifischen Entwicklungen wird deutlich, dass die Umschlagsentwicklung ab Beginn des Geschäftsjahres 2020 durch den Ende 2019 bekannt gewordenen Corona-Virus zusätzlich in noch nicht absehbarem Umfang negativ beeinträchtigt wird. So verzeichnen die chinesischen Häfen nach Angaben von Alphaliner in den ersten Wochen des Jahres bereits einen Umschlagsrückgang von ca. 20 %. Hinsichtlich der daraus weiter resultierenden Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, die globalen Handelsströme sowie die damit im Zusammenhang stehenden Lieferketten sowie die Kunden der Gesellschaften der EUROGATE-Gruppe bestehen derzeit hohe Unsicherheiten. Für das Geschäftsjahr 2020 ist von temporär stark rückläufigen und schwankenden Umschlags- und Transportmengen auszugehen. Das genaue Ausmaß kann dabei momentan nicht verlässlich abgeschätzt werden. Die Liquidität der EUROGATE-Gruppe reicht nach heutiger Einschätzung jedoch aus, um jederzeit den fälligen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. 36. Sonstige AngabenPersönlich haftende GesellschafterinPersönlich haftende Gesellschafterin der EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen, ist die EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen. Persönlich haftende Gesellschafterin der EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen, ist die EUROGATE Beteiligungs-GmbH, Bremen. Geschäftsführer der EUROGATE Beteiligungs-GmbH, Bremen, sind:
KommanditistenDie BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen, und die EUROKAI GmbH & Co. KGaA, Hamburg, halten jeweils 50 % des voll eingezahlten Kommanditkapitals der EUROGATE Holding. AufsichtsratGemäß §§ 4 und 7 des Gesellschaftsvertrages hat die EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen, einen Aufsichtsrat, der aus sechzehn Mitgliedern besteht. Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2019:
Prüfungs- und BeratungshonorareDie im Geschäftsjahr 2019 als Aufwand erfassten Honorare der Abschlussprüfer des Konzerns, die für das Mutter- oder Tochterunternehmen erbracht worden sind, stellen sich wie folgt dar:
Befreiungen von der OffenlegungDie folgenden in den Konzernabschluss einbezogenen deutschen Tochtergesellschaften machen im Geschäftsjahr 2019 von der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:
Die Gesellschafter dieser Tochtergesellschaften haben der Befreiung für das Geschäftsjahr 2019 zugestimmt. Die betreffenden Beschlüsse der Gesellschafter werden gemäß § 325 HGB offen gelegt. 37. Aufstellung des Konzernanteilsbesitzes zum 31. Dezember 2019
Bremen, den 19. März 2020 Die
persönlich haftende Gesellschafterin
vertreten durch die Geschäftsführung ihrer geschäftsführenden Gesellschafterin, der EUROGATE Beteiligungs-GmbH, Bremen Thomas H. Eckelmann Michael Blach Ulrike Riedel Marcel Egger Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20191. Geschäft und RahmenbedingungenDer EUROGATE-Konzern hat den Schwerpunkt seiner Tätigkeiten im Containerumschlag auf dem europäischen Kontinent. Der Konzern betreibt - teilweise mit Partnern -Containerterminals in Bremerhaven, Hamburg, Wilhelmshaven, an den italienischen Standorten La Spezia, Ravenna und Salerno, in Tanger (Marokko), Limassol (Zypern), in Lissabon (Portugal) sowie Ust-Luga (Russland). Ferner ist der EUROGATE-Konzern an mehreren Binnenterminals sowie Eisenbahnverkehrsunternehmen beteiligt. Als Sekundärdienstleistungen werden intermodale Dienste (Transporte von Seecontainern von und zu den Terminals), Reparaturen, Depothaltung und Handel von Containern, cargomodale Dienste sowie technische Serviceleistungen angeboten. Die Weltwirtschaft hat im Jahr 2019 spürbar an Dynamik eingebüßt. Die konjunkturelle Entwicklung und die Kapitalmärkte sind dabei Spielball der großen Krisenthemen Handelskrieg und Brexit gewesen. Das Jahr 2019 hatte damit das schwächste Wachstum der Weltwirtschaft seit einer Dekade zu verzeichnen. Die anhaltende und zum Teil sogar zunehmende Unsicherheit diverser Handelskonflikte (z. B. USA gegen China, Japan gegen Südkorea, USA gegen Europa, etc.) hat die Investitionsfreudigkeit und den Welthandel belastet. Auch die Kombination aus unzureichender technologischer Innovation, sinkender Produktivität, alternder Bevölkerung, geopolitischen Auseinandersetzungen und dem Anstieg der weltweiten Verschuldung hat die globale wirtschaftliche Expansion in diesem Jahr stark belastet. Vor allem die durch zunehmenden Protektionismus ausgelösten Handelsspannungen und deren Auswirkungen auf die Exporte und die Industrieproduktion haben die Weltwirtschaft erheblich gebremst. Dieses wirtschaftliche Umfeld spiegelt sich insbesondere im zweiten Halbjahr 2019 auch in der Entwicklung der Umschlagsmengen in Deutschland wider. Bei anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen angesichts von Überkapazitäten bei den Containerterminals und einem anhaltend scharfen Wettbewerb sowie Veränderungen bei den Liniendiensten hat sich das Umschlagswachstum am Standort Hamburg insbesondere im vierten Quartal deutlich abgeschwächt und war an den Standorten Bremerhaven und Wilhelmshaven gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres sogar deutlich rückläufig. Die Umschlagsmengen in den Häfen der Nordrange sind in 2019 um +2,4 % gestiegen (Vorjahr: +3,5 %). In Antwerpen sind die Containerumschlagsmengen im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 %, in Rotterdam um 2,1 % und in Hamburg um 6,1 % gestiegen. In Bremerhaven ist das Umschlagsvolumen um 10,9 % und in Wilhelmshaven um 2,5 % zurückgegangen. In diesem Marktumfeld lagen die Containerumschlagsmengen der deutschen Containerterminals der EUROGATE-Gruppe insgesamt 2,0 % unter dem Vorjahresniveau. Der EUROGATE-Konzern hatte im Geschäftsjahr 2019 bei einem Rückgang der Umschlagsmengen in Deutschland um 2,0 % einen Rückgang des Konzernumsatzes um 6,5 % auf EUR 564,6 Mio. (Vorjahr: EUR 604,0 Mio.) zu verzeichnen. Während das Umschlagsvolumen am Standort Hamburg um 27,9 % gestiegen ist, hatte die EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH aufgrund des Weggangs der Transatlantik-Dienste der THE Alliance ab Jahresbeginn 2019 einen Umschlagsrückgang von 58,6 % zu verzeichnen. Der Ergebnisrückgang in Bremerhaven konnte durch die Ergebnisverbesserung am Standort Hamburg nicht annähernd kompensiert werden. Demzufolge liegt auch das Betriebsergebnis des Konzerns (EBIT) mit EUR 52,2 Mio. deutlich unter dem Vorjahresniveau (EUR 79,3 Mio.). Dabei hatte die erstmalige Anwendung des neuen Leasingstandards einen positiven Effekt von EUR 6,2 Mio. auf das EBIT, während sich insgesamt aus der Anwendung des neuen Standards eine Belastung des Jahresergebnisses von EUR 5,3 Mio. ergab. Bei einem insbesondere aufgrund von Anteilsverkäufen im CONTSHIP Italia-Konzern deutlich verbesserten Ergebnis aus assoziierten Unternehmen sowie einem Rückgang der Aufwendungen für Ertragsteuern ist der Konzernjahresüberschuss im Berichtszeitraum trotz positiver Einmaleffekte auf EUR 45,5 Mio. (Vorjahr: EUR 67,3 Mio.) gesunken. Die Umschlagsmenge der Containerterminals der EUROGATE-Gruppe - also der Terminals in Deutschland, Italien, Marokko, Zypern, Portugal und Russland - lag mit 11,652 Mio. TEU insgesamt um 1,3 % leicht unter dem Vorjahreswert (11,804 Mio. TEU). Die Umschlagsstatistik ist nachfolgend aufgeführt. In der Statistik sind die Umschlagsmengen der Medcenter Container Terminal S.p.A., Gioia Tauro, aus Vergleichbarkeitsgründen nicht mehr enthalten, da die Anteile an dieser Gesellschaft von der Contship Italia S.p.A. im April 2019 vollständig veräußert wurden. Der Betrieb in Cagliari wurde per Ende Juni 2019 eingestellt.
Die aufgeführten Mengen beinhalten jeweils den Gesamtumschlag an den betreffenden Terminals. Zu den Konzernumsatzerlösen tragen hiervon ausschließlich die Umschlagsmengen der vollkonsolidierten Gesellschaften EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH und EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH bei. Die Containerterminals in Bremerhaven hatten mit insgesamt 4,871 Mio. TEU (Vorjahr: 5,467 Mio. TEU) eine um 10,9 % rückläufige Mengenentwicklung zu verzeichnen. Der EUROGATE Container Terminal Hamburg hat mit einem Umschlagsvolumen von 2,092 Mio. TEU die Vorjahresmenge von 1,636 Mio. TEU um 27,9 % gesteigert. Dieser Mengenanstieg ist neben den Umschlagszuwächsen aus den unterjährig im Vorjahr akquirierten Diensten der Reedereien Hamburg Süd und Hyundai Merchant Marine (bis Ende September 2019) insbesondere auf den von CMA CGM betriebenen und ab Januar 2019 neu akquirierten Fernost-Dienst FAL 3 der OCEAN Alliance zurückzuführen. Die Umschlagsentwicklung am Standort Bremerhaven war in Folge der Anfang des Jahres 2019 vollzogenen Verlagerung der Transatlantik Dienste der THE Alliance an den HHLA Containerterminal Altenwerder nach Hamburg rückläufig. Die Umschlagsmenge des EUROGATE Container Terminals Wilhelmshaven ist mit 0,639 Mio. TEU aufgrund des Rückgangs von Inducement-Calls um 2,5 % zurückgegangen (Vorjahr: 0,656 Mio. TEU). Damit lag die Umschlagsmenge der deutschen Containerterminals mit insgesamt 7,602 Mio. TEU um 2,0 % unter dem Vorjahresniveau von 7,759 Mio. TEU. Die Umschlagsmengen der italienischen Terminals der CONTSHIP Italia-Gruppe sind insbesondere aufgrund der Einstellung des Geschäftsbetriebs des Transhipment-Terminals in Cagliari per Ende Juni 2019 um 7,6 % auf 1,911 Mio. TEU (Vorjahr: 2,068 Mio. TEU) gesunken. An der EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH sowie der EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH ist die EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, die Holding-Gesellschaft der EUROGATE-Gruppe, jeweils zu 100 % beteiligt. Diese Gesellschaften werden im EUROGATE-Konzern vollkonsolidiert. Die Gemeinschaftsunternehmen North Sea Terminal Bremerhaven GmbH & Co. (EUROGATE-Anteil: 50 %), MSC Gate Bremerhaven GmbH & Co. KG (EUROGATE-Anteil: 50 %) und EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG (EUROGATE-Anteil: 70 %) werden at-equity in den Konzernabschluss einbezogen. Die Umschlagsmengen und IFRS-Ergebnisse der deutschen Containerterminals haben sich wie folgt entwickelt: Die EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH verzeichnete im Berichtszeitraum mit einer Umschlagsmenge von 0,472 Mio. TEU (Vorjahr: 1,139 Mio. TEU) einen deutlichen Mengenrückgang von 58,6 %. Die Gesellschaft weist auf der Grundlage dieses Mengenrückgangs für das Geschäftsjahr 2019, inklusive Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, ein gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres deutlich rückläufiges, jedoch noch positives Jahresergebnis vor Ergebnisabführung an die EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG (EUROGATE Holding) aus. Die North Sea Terminal Bremerhaven GmbH & Co. hat im Geschäftsjahr 2019 als Dedicated Terminal der Reederei Maersk Line mit 2,918 Mio. TEU (Vorjahr: 2,826 Mio. TEU) 3,3 % mehr umgeschlagen als im Vorjahr. Das Jahresergebnis der Gesellschaft ist mengenbedingt sowie durch die im Vorjahresergebnis enthaltenen Sonderabschreibungen von Containerbrücken im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Die MSC Gate Bremerhaven GmbH & Co. KG, das Joint Venture der EUROGATE Holding mit der Terminal Investment Limited Sarl., Genf (Schweiz), einem verbundenen Unternehmen der Mediterranean Shipping Company S.A. (MSC), Genf (Schweiz), weist eine gegenüber dem Vorjahr um 1,5 % leicht rückläufige Umschlagsmenge von 1,481 Mio. TEU (Vorjahr: 1,503 Mio. TEU) aus. Das Jahresergebnis der Gesellschaft ist jedoch aufgrund einer verbesserten Ladungsstruktur sowie Erträgen aus Dienstleistungen für ein havariertes Containerschiff gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gestiegen. An der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG ist neben der EUROGATE Holding (70 %) die APM Terminals Wilhelmshaven GmbH, Hamburg, ein mittelbares 100 %iges Tochterunternehmen der A.P. Moeller Maersk-Gruppe, Kopenhagen (Dänemark), mit 30 % beteiligt. Im Geschäftsjahr 2019 sind die Umschlagsmengen mit 0,639 Mio. TEU gegenüber dem Vorjahr (0,656 Mio. TEU) um 2,5 % leicht gesunken. Vor dem Hintergrund der noch anhaltenden Unterauslastung bleibt das Jahresergebnis damit deutlich negativ. Die EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH hat mit einem Umschlagsvolumen von 2,092 Mio. TEU (Vorjahr: 1,636 Mio. TEU) einen deutlichen Anstieg der Umschlagsmenge von 27,9 % zu verzeichnen. Das Jahresergebnis der Gesellschaft hat sich auf der Grundlage der positiven Mengenentwicklung trotz eines erheblichen Anstiegs der Transhipmentvolumen bei deutlich verschlechterter Ladungsstruktur sowie aufgrund von Erträgen aus Auflösungen von Rückstellungen verbessert. Die Gesellschaft weist damit ein gestiegenes, positives Jahresergebnis vor Ergebnisabführung an die EUROGATE Holding aus. Neben dem direkten Umschlag bei den Containerterminals des EUROGATE-Konzerns war die Geschäftstätigkeit des Konzerns durch folgende Entwicklungen in den verschiedenen Sekundärdienstleistungsbereichen geprägt: Die intermodalen Aktivitäten - Transporte im Anschluss an den wasserseitigen Umschlag - werden von der EUROGATE Intermodal GmbH ausgeführt. Die Gesellschaft ist unverändert auf dem Geschäftsfeld "Kombinierter Verkehr Schiene/Straße" national und international sowie auf dem Sektor des Nahverkehrstransports im Bereich des Hamburger Hafens tätig. Darüber hinaus ist die Gesellschaft an der Medgate FeederXpress Ltd., Monrovia (Liberia), beteiligt. Die Anzahl der transportierten Bahncontainer ist um 4,6 % auf 236.632 TEU (Vorjahr: 247.916 TEU) zurückgegangen, die Mengen im Truckbereich sind gegenüber dem Vorjahr um 2,5 % auf 89.719 TEU (Vorjahr: 87.567 TEU) leicht gestiegen. Die EUROGATE Intermodal GmbH weist aufgrund der rückläufigen Transportmengen im Bahnbereich sowie der im Vorjahresergebnis enthaltenen Einmaleffekte ein rückläufiges, jedoch deutlich positives Jahresergebnis vor Ergebnisabführung an die EUROGATE Holding aus. Im Bereich Containerreparatur, Containerdepot sowie Containerhandel ist die REMAIN GmbH Container-Depot and Repair tätig. Sie hat mit ihren Standorten Bremen, Bremerhaven und Hamburg unverändert eine gute Basis und eine starke Position im Geschäft mit Reedereien und Leasinggesellschaften. Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung hat sich mengen- und preisbedingt gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Die Geschäftstätigkeit der SWOP Seaworthy Packing GmbH umfasst die seemäßige Verpackung von Gütern in Hamburg und Bremerhaven sowie das Laschen von Containern an Bord der bei den EUROGATE Containerterminals in Bremerhaven und Hamburg abgefertigten Schiffe. Die Gesellschaft weist ein gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegenes Jahresergebnis vor Ergebnisabführung aus. Die EUROGATE Technical Services GmbH mit den Standorten Bremerhaven, Wilhelmshaven und Hamburg führt Wartungen und Instandhaltungen sowohl für die Gesellschaften der EUROGATE-Gruppe als auch für Dritte durch. Der Rückgang des Jahresergebnisses gegenüber dem Vorjahr erklärt sich im Wesentlichen durch ein gesunkenes Betriebsergebnis am Standort Bremerhaven. Die Auslandsbeteiligungen haben sich wie folgt entwickelt: Die assoziierte CONTSHIP Italia-Gruppe, an der die EUROGATE-Gruppe 33,4 % der Anteile hält, hat die von ihr gehaltenen 50 % der Anteile an der CSM Italia-Gate S.p.A. (CSM), der Holding-Gesellschaft der Medcenter Container Terminal S.p.A. (MCT), im April 2019 veräußert. Die verbleibenden Containerterminals der italienischen Gruppe haben mit 1,911Mio. TEU (Vorjahr: angepasst 2,068 Mio. TEU) im Geschäftsjahr 2019 insbesondere aufgrund der rückläufigen Mengen des Transhipment-Terminals in Cagliari (- 3,9 %), dessen Betrieb per Ende Juni 2019 eingestellt wurde und der sich derzeit in Liquidation befindet, insgesamt einen Umschlagsrückgang von 7,6 % zu verzeichnen. Dabei sind die Umschlagsmengen in La Spezia verglichen mit dem hohen Niveau des Vorjahres um -3,4 % zurückgegangen. Die Umschlagsmengen in Salerno haben sich positiv entwickelt (+12,1 %), die Mengen in Ravenna lagen auf Vorjahresniveau. Trotz der insgesamt rückläufigen Umschlagsentwicklung ist das Jahresergebnis der CONTSHIP Italia-Gruppe gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Dieser Anstieg ist maßgeblich auf den positiven Ergebniseffekt aus der Veräußerung der MCT-Anteile, an der die EUROGATE International GmbH mittelbar mit 16,7 % beteiligt war, zurückzuführen. Die Umschlagsmengen der EUROGATE Tanger S.A., Tanger, (Marokko), an der die EUROGATE-Gruppe sowie die CONTSHIP Italia-Gruppe mittelbar jeweils mit 20 % beteiligt sind, sind im Berichtszeitraum auf 1,527 Mio. TEU (Vorjahr: 1,377 Mio. TEU / +10,9 %) deutlich gestiegen. Damit hat sich auch das Jahresergebnis gegenüber dem Vorjahr erneut verbessert. An der EUROGATE Container Terminal Limassol Limited, Limassol, (Zypern), ist die EUROGATE-Gruppe mit 60 % beteiligt. Die weiteren Partner des Konsortiums sind die Interorient Navigation Company Ltd. (20 %), Limassol, (Zypern), und die East Med Holdings S.A. (20 %), Luxemburg. Im Geschäftsjahr 2019 wurden 408.306 TEU umgeschlagen (Vorjahr: 393.574 TEU). Auf der Grundlage der Mengensteigerung von 3,7 % hat sich das Jahresergebnis der Gesellschaft weiter verbessert. Die Umschlagsmengen der 16,34 %igen Beteiligung an der LISCONT Operadores de Contentores S.A., Lissabon (Portugal), haben sich nach umfangreichen und andauernden Streiks ab Jahresmitte 2019 wieder stabilisiert. Insgesamt war mit einem Umschlagsvolumen von 141.452 TEU im Vergleich zum Vorjahr (137.411 TEU) ein Mengenanstieg von 2,9 % zu verzeichnen. Demzufolge ist auch das Jahresergebnis der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die JSC Ust-Luga Container Terminal, Ust-Luga (Russland), an der die EUROGATE-Gruppe mit 20 % beteiligt ist, hat im Berichtszeitraum aufgrund der anhaltenden Russland-Krise und der im Großraum St. Petersburg bestehenden Überkapazitäten nur 62.082 TEU (Vorjahr: 68.891 TEU / -9,9 %) umgeschlagen. Daneben wird hier seit Jahresende 2018 allerdings auch Kohleumschlag betrieben. Das Jahresergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr auf der Grundlage der positiven Ergebniseffekte aus dem Kohleumschlag trotz enthaltener negativer Währungseffekte weiter verbessert. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres 2019Am 15. März 2019 haben sich die EUROGATE International GmbH und die Contship Italia S.p.A. mit jeweils 25 % an der Tanger Alliance S.A. (vormals: Marsa International Tangier Terminals S.A. (MINTT)), Tanger (Marokko), der Betreibergesellschaft des neuen Containerterminals 3 (TC 3) in Tanger, Marokko, beteiligt. Per 15. Oktober 2019 haben die EUROGATE International GmbH und die Contship Italia S.p.A. dann jeweils 5 % der von ihnen gehaltenen Anteile an die Hapag-Lloyd AG, Hamburg, veräußert. Demnach stellt sich die Gesellschafterstruktur der Tanger Alliance S.A. jetzt wie folgt dar: Societe d'Exploitation des Ports S.A. (Marsa Maroc): 50 %; EUROGATE International GmbH: 20 %; Contship Italia S.p.A.: 20 %; Hapag-Lloyd AG: 10 %. Der neue Containerterminal hat anfänglich eine Kaimauerlänge von 800 m bei einer Wassertiefe von 18 m und einer Fläche von 320.000 qm (ggf. mit Erweiterungsoption). Die von der Hafenbehörde TMSA zur Verfügung zu stellende Infrastruktur wurde zwischenzeitlich übergeben, sodass das Gemeinschaftsunternehmen im zweiten Halbjahr 2019 mit den Baumaßnahmen zur Herstellung der terminalbezogenen Suprastruktur beginnen konnte. Die Inbetriebnahme des Terminals mit einer Umschlagskapazität von ca. 1,5 Mio. TEU ist für Sommer 2020 vorgesehen. Im April 2019 hat die Contship Italia S.p.A. die von ihr gehaltenen 50,0 % der Anteile an der CSM Italia-Gate S.p.A., der Holdinggesellschaft der Medcenter Container Terminal S.p.A. an die Itaterminaux S.a.r.l., Luxemburg, verkauft. Die Itaterminaux S.a.r.l. - eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Terminal Investment Limited Sarl, Genf, - hält nunmehr 100 % an der Gesellschaft und ist damit auch alleinige mittelbare Gesellschafterin der Medcenter Container Terminal S.p.A. Anfang Juli 2019 hat die südkoreanische HYUNDAI Merchant Marine (HMM) angekündigt, die 2M-Allianz zu verlassen und der THE Alliance beizutreten. Gleichzeitig wurde die Partnerschaft der THE Alliance um weitere 10 Jahre verlängert. Die Vereinbarungen zwischen den dann vier Partnern tritt zum April 2020 in Kraft. Vor diesem Hintergrund hat HMM den eigenen, bis dahin den EUROGATE Container Terminal Hamburg anlaufenden Fernost-Dienst AEX per Ende September 2019 eingestellt und fährt seitdem in Slot-Charter auf den Fernost-Diensten von 2M sowie der THE Alliance. Seit Anfang Oktober 2018 ist der Planfeststellungsbeschluss zur Fahrrinnenanpassung der Elbe rechtskräftig und unanfechtbar. Die erforderlichen Haushaltsmittel auf Bundesebene von knapp EUR 500 Mio. stehen zur Verfügung. Am 23. Juli 2019 hat die Bundesverwaltung mit der Realisierung begonnen. Als ersten Teilabschnitt hat die Bundeswasserstraßenverwaltung bereits Ende 2019 die sogenannte Begegnungsbox für ihren Zuständigkeitsbereich hergestellt. Die Herstellung des auf Hamburger Staatsgebiet liegenden anderen Teils der Begegnungsbox ist von der dafür zuständigen Hamburg Port Authority (HPA) noch nicht begonnen worden. Die HPA hat die dafür erforderlichen Aufträge noch nicht vergeben. Die HPA hat mitgeteilt, dass die vollständige Realisierung der Begegnungsbox voraussichtlich bis zum dritten Quartal 2020 erfolgen wird. Damit stehen die Begegnungsbox und mithin erste nautische Verbesserungen erst ab der zweiten Jahreshälfte 2020 zur Verfügung, die dann erst Erleichterungen im Zu- und Ablauf der größten zurzeit eingesetzten Großcontainerschiffe zum Hamburger Hafen mit sich bringen. Aus heutiger Sicht kann mit einer vollständigen Realisierung der gesamten Maßnahme (Verbreiterung und Vertiefung) bis Ende 2021/Anfang 2022 gerechnet werden. Im Geschäftsjahr 2019 wurden die Infrastruktur- und Installationsarbeiten für das Pilotprojekt STRADegy zur Automatisierung von Straddle Carriern auf der Testanlage am EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven abgeschlossen. Die zu testenden Positionier- und Sicherheitssysteme sowie die notwendigen technischen Aufrüstungen an zwei Containerbrücken und einem Bahn-Kran sowie die zu testenden Einrichtungen für den Transfer von Containern auf LKWs, den Austausch zwischen manuellen und automatisierten Bereichen bzw. das Ein- und Ausschleusen von automatisierten Geräten zur Wartung und Instandhaltung sind ebenfalls installiert und in Betrieb genommen worden. Ein Zugangs- und Sicherheitssystem für einen automatisierten Terminal wurde in Zusammenarbeit mit dem Germanischen Lloyd erarbeitet und die entwickelten Komponenten und Systeme ebenfalls zu Testzwecken auf dem Projektgelände installiert. Mit den im ersten Quartal 2019 von Kalmar gelieferten vier automatisierten Straddle Carriern werden derzeit alle Komponenten intensiven und umfangreichen Sicherheits- und Leistungstests unterzogen. Bereits in 2018 aufgetretene Verzögerungen in der Entwicklung der Steuerungs- und Emulationssoftware auf Seiten des Lieferanten Kalmar aufgrund fehlender IT-Ressourcen konnten in 2019 nicht kompensiert werden. Die für eine Entscheidung zum kommerziellen Einsatz automatisierter Straddle Carrier auf Containerterminals notwendigen Systemkomponenten wurden zwar bis Ende des Jahres 2019 von Kalmar geliefert, die notwendigen Analysen, Tests und zu erwartenden Anpassungen werden aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen, sodass eine finale Bewertung des Projekts voraussichtlich erst im zweiten Quartal 2020 möglich ist. Großcontainerschiffe mit Transportkapazitäten von über 20.000 TEU stellen Hafen- und Terminalbetreiber vor immer größere Herausforderungen. Die Kunden erwarten, dass ihre Schiffe schnell und effizient abgefertigt werden. Dazu müssen Prozesse planbar und sicher sein. Die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung führt zu einer veränderten Wettbewerbssituation. Diesen Entwicklungen kann sich EUROGATE im Hinblick auf die Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit nicht verschließen. Daher setzen wir langfristig auch auf Standardisierung, die Implementierung von weiteren Digitalisierungs- und Automatisierungstechnologien sowie die ständige Optimierung von Prozessen. Der Fortgang der Westerweiterung des EUROGATE Container Terminals Hamburg ist für die EUROGATE-Gruppe weiterhin von hoher Bedeutung. Neben der vollständigen Zuschüttung des Petroleumhafens ist die Verlängerung des Predöhlkais um ca. 650 m sowie die Herstellung von weiteren 400 m Liegeplätzen am Bubendey-Ufer vorgesehen. Ein weiteres wesentliches Ziel der mit dem Planfeststellungsverfahren verfolgten Maßnahmen zur Verbesserung der nautischen Rahmenbedingungen im Hamburger Hafen ist die Vergrößerung des Wendebeckens im Waltershofer Hafen auf einen 600 m-Drehkreis für die großen Containerschiffe. Für dieses 1997 planerisch begonnene Projekt hat die Planfeststellungsbehörde den auf den 28. November 2016 datierenden Planfeststellungsbeschluss (PfB) am 9. Dezember 2016 erlassen. Im Januar 2017 sind gegen den PfB von über 70 Klägern (Privatpersonen) Klagen erhoben worden. Umweltverbände haben keine Klagen erhoben. Beklagte ist die Freie und Hansestadt Hamburg, vertreten durch die Planfeststellungsbehörde (Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation); die Hamburg Port Authority (HPA) und die EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH sind jeweils Beigeladene. Die Kläger haben ihre Klagen im März 2017 im Wesentlichen mit angeblich fehlender Bedarfsbegründung für den PfB sowie befürchteten (Betriebs-) Lärmauswirkungen und Erschütterungen begründet. Am 5. Juni 2019 hat das Verwaltungsgericht in erster Instanz alle Klagen zurückgewiesen und die Berufung zugelassen. Das schriftliche Urteil ist EUROGATE als Beigeladene am 27. September 2019 zugestellt worden. Unterlegene Kläger haben hiergegen Berufung beim Oberverwaltungsgericht (OVG) eingelegt und die Begründung der Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts fristgerecht mit Schriftsatz vom 27. Januar 2020 eingereicht. Die weitere Entwicklung bleibt insofern abzuwarten. Die Anwälte der Beigeladenen gehen von einer Verfahrensdauer im Berufungsverfahren von voraussichtlich mindestens einem Jahr aus. Die Baumaßnahmen durch die HPA dauern bis zu einer Flächenübergabemöglichkeit an den Terminalbetreiber nach derzeitigem Zeitplan voraussichtlich fünf Jahre, so dass aus heutiger Sicht frühestens ab 2026 mit der Herstellung der terminalbezogenen Suprastruktur begonnen werden kann. Demzufolge dürfte die Inbetriebnahme des gesamten Areals nicht vor 2027 erfolgen können. Die Anzahl der in Fahrt befindlichen Großcontainerschiffe hat sich zwischenzeitlich weiter erhöht und auf der Reedereiseite zu anhaltendem Druck auf die Seefrachtraten geführt. Parallel dazu befindet sich derzeit eine hohe Anzahl weiterer Großcontainerschiffe mit einer Kapazität von mittlerweile > 23.000 TEU in den Orderbüchern der Containerreedereien. Diese Zahlen unterstreichen den bisherigen Trend des deutlich überproportionalen Anstiegs des Einsatzes von Großcontainerschiffen auf den Welthandelsrouten und den sich daraus ergebenden Preisdruck auf die ohnehin schon durch Überkapazität geprägten Märkte. Vor dem Hintergrund dieses Trends hat auch die Anzahl der Schiffsanläufe von Großcontainerschiffen an den Terminals der EUROGATE-Gruppe weiter zugenommen. Die nautischen Schwierigkeiten im Zu- und Ablauf dieser Großcontainerschiffe zu bzw. aus den deutschen Nordseehäfen Bremerhaven und Hamburg haben sich, auch vor dem Hintergrund der noch ausstehenden bzw. noch in Umsetzung befindlichen Fahrrinnenanpassung von Außenweser und Elbe, für diese Häfen nicht verbessert. Damit erhält wiederum der Standort Wilhelmshaven mittel- bis langfristig nach derzeitiger Einschätzung eine sehr gute Perspektive. 2. WirtschaftsberichtErtragslageDie einzelnen Erlöse und Aufwendungen der at-equity einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen wie z.B. EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG, North Sea Terminal Bremerhaven GmbH & Co. und MSC Gate Bremerhaven GmbH & Co. KG sind in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns nicht im Einzelnen enthalten. Deren Ergebnisbeiträge werden saldiert im Beteiligungsergebnis ausgewiesen. Insofern stehen die Erläuterungen zu den einzelnen Positionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nur im Zusammenhang mit den vollkonsolidierten Tochterunternehmen. Zur Darstellung der Ertragslage verwenden wir die nachfolgende Übersicht:
Die erstmalige Anwendung des IFRS 16 (Leasing) hat mit EUR 16,2 Mio. Auswirkungen auf die Abschreibungen (Erhöhung), mit EUR 22,4 Mio. Auswirkungen auf die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Verringerung) und mit EUR 11,5 Mio. Auswirkungen auf Zinsaufwendungen (Erhöhung) gehabt. Per Saldo ergibt sich hieraus ein negativer Ergebniseffekt vor Steuern von EUR 5,3 Mio. für 2019. Der Rückgang der Umsatzerlöse im Konzern erklärt sich im Wesentlichen aus den gegenläufigen Mengenentwicklungen der EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH sowie der EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH sowie rückläufigen Durchschnittserlösen pro Container. Der Mengenzuwachs am Standort Hamburg und der daraus resultierende Anstieg der Umsatzerlöse konnten den deutlichen Mengen- und Erlösrückgang der EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH nicht annähernd kompensieren. Zu weiteren Erläuterungen und Aufgliederungen der Umsatzerlöse verweisen wir auf den Abschnitt 4 des Konzernanhangs. Der Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge erklärt sich im Wesentlichen durch enthaltene Versicherungserstattungen in Höhe von EUR 12,1 Mio., denen gleich hohe Schadensaufwendungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüberstehen, sowie mit EUR 2,7 Mio. durch höhere Kostenerstattungen des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur für das gemäß der Förderrichtlinie "Innovative Hafentechnologien" (IHATEC) mit 50 % der Aufwendungen geförderte Forschungsprojekt "STRADegy" zur Automatisierung von Straddle Carriern. Die Erhöhung des Materialaufwands beruht im Wesentlichen auf Bestandsveränderungen der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie auf erhöhten Verpackungsaufwendungen aus Sondergeschäften der Containerpackstation am Standort Bremerhaven. Trotz um EUR 9,2 Mio. geringerer Aufwendungen für unständige Mitarbeiter ist der Personalaufwand aufgrund von Tarifsteigerungen, der erhöhten Mitarbeiteranzahl im Konzern sowie erhöhter Lohnnebenkosten gestiegen. Die Personalaufwandsquote im Verhältnis zum Umsatz ist damit von 56,5 % auf 61,1 % gestiegen. Die Abschreibungen beinhalten außerplanmäßige Abschreibungen im Zusammenhang mit der Verschrottung alter Containerbrücken in Höhe von EUR 1,0 Mio. (im Vorjahr: EUR 1,7 Mio.). Der deutliche Anstieg der Abschreibungen ist mit EUR 16,2 Mio. auf die erstmalige Anwendung des IFRS 16 im Geschäftsjahr 2019 zurückzuführen. Die verbleibende Erhöhung der Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr erklärt sich hauptsächlich aus der Inbetriebnahme von Umschlagsgerät am Standort Hamburg im Dezember 2018 und den daraus im Jahr 2019 erstmalig vollständig wirkenden planmäßigen Abschreibungen. Der um den o.g. Effekt von EUR 22,4 Mio. aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 bereinigte Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um EUR 2,9 Mio. erklärt sich im Wesentlichen durch Aufwendungen aus einem Versicherungsschaden in Höhe von EUR 12,1 Mio., dem in gleicher Höhe sonstige betriebliche Erträge aus Versicherungserstattungen gegenüber stehen, sowie gegenläufig durch die nahezu vollständige Auflösung einer im Vorjahr gebildete Rückstellung für einen drohenden Rechtsstreit und die Auflösung weiterer Rückstellungen. Insgesamt ist das Betriebsergebnis (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr insbesondere aufgrund des Umschlags- und Ergebnisrückgangs der EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH sowie einer insgesamt geringeren Gesamtleistung um EUR 27,1 Mio. auf EUR 52,2 Mio. deutlich gesunken. Die Umstellung auf den neuen Leasingstandard wirkte sich dabei mit EUR 6,2 Mio. positiv auf das EBIT aus. Bereinigt um den oben erwähnten Einfluss aus der Erstanwendung des IFRS 16 bewegen sich die Finanzierungsaufwendungen mit EUR 11,4 Mio. nur knapp über dem Vorjahresniveau (EUR 11,1 Mio.). Das Beteiligungsergebnis setzt sich im Wesentlichen aus den at-equity einbezogenen Gesellschaften des EUROGATE-Konzerns zusammen. Der deutliche Anstieg des Beteiligungsergebnisses ist hervorgerufen durch einen starken Ergebnisanstieg im CONTSHIP Italia-Konzern aufgrund des darin enthaltenen Veräußerungsgewinns aus dem Verkauf der Anteile an der CSM Italia Gate S.p.A. trotz eines gleichzeitigen deutlichen Ergebnisrückgangs der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG. Hinsichtlich der detaillierten Zusammensetzung des Beteiligungsergebnisses verweisen wir auf den Abschnitt 5 des Konzernanhangs. Der Rückgang der Ertragsteueraufwendungen folgt den gesunkenen operativen Ergebnissen der Gesellschaften in der ertragsteuerlichen Organschaft. Der Konzernjahresüberschuss ist entsprechend der Prognose gegenüber dem Vorjahr um EUR 21,8 Mio. auf EUR 45,5 Mio. (Vorjahr: EUR 67,3 Mio.) deutlich gesunken. Das Konzernergebnis resultiert unverändert maßgeblich aus den Ergebnissen der Gesellschaften, die ihre Hauptaktivitäten im Containerumschlag haben. FinanzlageIn den Jahren 2018 und 2019 wurden folgende Cashflows erzielt:
Auf der Grundlage des im Geschäftsjahr 2019 erzielten Ergebnisses vor Steuern von EUR 47,4 Mio. (Vorjahr: EUR 74,8 Mio.) ist ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von EUR 79,4 Mio. (Vorjahr: EUR 90,3 Mio.) erwirtschaftet worden. Die EUROGATE Holding steuert über das konzernweite Cash-Management die Liquidität der EUROGATE-Gruppe. Investitionen werden unter Berücksichtigung des Liquiditätsbedarfs der Einzelgesellschaften sowie in Abhängigkeit von der Kapitalmarktsituation aus Eigenmitteln, aus langfristigem Fremdkapital (Darlehen) sowie mittels Leasing finanziert. Zu bestehenden freien Kreditlinien verweisen wir auf den Abschnitt 30 des Konzernanhangs. Derivative Finanzinstrumente (Zins-Swaps) werden selektiv zur Sicherung des langfristigen Zinsniveaus von Investitionsfinanzierungen eingesetzt. Investitionen/FinanzierungsmaßnahmenDie Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Konzerns beliefen sich im Jahr 2019 auf EUR 109,9 Mio. (Vorjahr: EUR 37,7 Mio.). Darin enthalten sind vor allem Investitionen in Flächen, Containerbrücken, Van Carrier und sonstige Umschlaggeräte, Gleise, Software, Gebäudeerweiterungen sowie Technische Anlagen. Im Geschäftsjahr 2019 hat der Konzern Investitionskredite mit Laufzeiten zwischen 10 und 20 Jahren in Höhe von insgesamt EUR 94,9 Mio. aufgenommen. VermögenslageDie Vermögens- und Kapitalstruktur hat sich 2019 wie folgt entwickelt:
Die Bilanzsumme des EUROGATE-Konzerns ist 2019 um EUR 418,7 Mio. auf EUR 1.386,2 Mio. deutlich gestiegen, was im Wesentlichen auf die Erstanwendung des neuen Leasingstandards IFRS 16 zurückzuführen ist. Die Sachanlagen haben sich im Wesentlichen durch die erstmalige Erfassung der Nutzungsrechte aus Leasingverträgen zum 1. Januar 2019 um EUR 382,6 Mio., durch neue Leasingverträge in 2019 sowie durch Zugänge zu den eigenen Anlagen erhöht. Gegenläufig wirkten sich Abschreibungen auf eigene Anlagen und Nutzungsrechte aus, so dass sich die Sachanlagen um EUR 423,2 Mio. auf EUR 798,1 Mio. (Vorjahr: EUR 374,9 Mio.) erhöhten. Das Sachanlagevermögen war zum Bilanzstichtag vollständig durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital gedeckt. Die Veränderung der Finanzanlagen erklärt sich im Wesentlichen aus dem insgesamt gestiegenen Ansatz der at-equity einbezogenen Gesellschaften sowie der Erhöhung des Ansatzes der Beteiligungen und sonstigen Finanzanlagen. Ein Anstieg des at-equity Beteiligungsbuchwerts ergab sich infolge hoher nicht ausgeschütteter Gewinne insbesondere bei der Contship Italia S.p.A. und der TangerMedGate Management S.a.r.l. sowie infolge von Einzahlungen in das Kapital bei der Tanger Alliance S.A. Zur weiteren Erläuterung verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernanhang unter den Abschnitten 5, 15 und 16. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken infolge des rückläufigen Umschlagsvolumens an den Terminal Standorten Hamburg und Bremerhaven sowie infolge gesunkener Forderungen gegen assoziierte Unternehmen um EUR 28,7 Mio. Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind um EUR 13,3 Mio. auf EUR 22,4 Mio. gestiegen. Ursache hierfür ist im Wesentlichen eine Forderung aus Versicherungserstattungen in Höhe von EUR 12,1 Mio. Der Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von EUR 129,6 Mio. (Vorjahr: EUR 153,5 Mio.) spiegelt die unverändert solide Finanzierungs- und Liquiditätssituation des Konzerns wider. Die Veränderung der Rücklagen beinhaltet die Wiedereinlage von 30 % des Ergebnisses des Vorjahres in Höhe von EUR 23,2 Mio. Weiterhin entstanden versicherungsmathematische Verluste im Zusammenhang mit der Bewertung von Pensionsrückstellungen aufgrund des hier zugrundeliegenden gesunkenen Zinsniveaus sowie positive Bewertungsänderungen von Fremdwährungsumrechnungen. Die Veränderung des Bilanzverlusts resultiert aus der Differenz zwischen dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Konzernjahresüberschuss 2019 nach IFRS und den Gewinnzuweisungen an die Gesellschafter für das Geschäftsjahr 2019 nach HGB. Die langfristigen Darlehen einschließlich des kurzfristigen Anteils haben sich im Geschäftsjahr 2019 durch planmäßige Tilgungen sowie Neuaufnahme von Darlehen (EUR 94,9 Mio.) um EUR 75,9 Mio. auf EUR 324,8 Mio. (Vorjahr: EUR 248,9 Mio.) erhöht. Die Veränderung der Abgrenzungen für Zuwendungen der öffentlichen Hand resultiert im Wesentlichen aus der erfolgswirksamen Auflösung der für die erhaltenen Förderbeträge eingestellten Sonderposten. Der Anstieg der langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten um EUR 356,7 Mio. auf EUR 398,9 Mio. resultiert mit EUR 382,6 Mio. aus der erstmaligen Anwendung des neuen Leasingstandard IFRS 16, dem ein gleich hoher Zugang im Sachanlagevermögen gegenübersteht. Die verbleibende Differenz erklärt sich im Wesentlichen aus der planmäßigen Tilgung von Leasingverbindlichkeiten, der nur in geringem Umfang die Aufnahme neuer Leasingverbindlichkeiten gegenübersteht. Der Anstieg der langfristigen Rückstellungen um EUR 39,7 Mio. auf EUR 186,3 Mio. erklärt sich im Wesentlichen aus versicherungsmathematischen Verlusten im Zusammenhang mit der Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgung der Mitarbeiter des Konzerns aufgrund des der Bewertung zugrundeliegenden gesunkenen Zinsniveaus, erhöhten Rückstellungen für Abbruchverpflichtungen sowie gegenläufig einer gesunkenen Drohverlustrückstellung. Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten mit EUR 11,5 Mio. (Vorjahr: EUR 75,6 Mio.) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin EUROKAI GmbH & Co. KGaA. Dies betrifft im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Gewinnzuweisung für das Geschäftsjahr 2019. Die kurzfristigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für personalbezogene Verpflichtungen sowie den kurzfristigen Anteil einer Drohverlustrückstellung für potenzielle Vertragsstrafen. 3. Personal- und SozialbereichIm Geschäftsjahr 2019 und im Vorjahr waren im EUROGATE-Konzern durchschnittlich beschäftigt (ohne Geschäftsführung, Auszubildende und Aushilfen):
4. Berichterstattung zu nichtfinanziellen LeistungsindikatorenNachhaltigkeit bedeutet für EUROGATE vor allem, die Unternehmensgruppe zukunftsfähig auszurichten. Auf Basis einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung werden daher im Rahmen der Geschäftsaktivitäten und der internen Prozesse die Belange ökonomische Effizienz, Umweltschutz und soziale Verantwortung gleichermaßen von EUROGATE betrachtet. Die Einhaltung von Gesetzen und internen Richtlinien bildet dabei die selbstverständliche Grundvoraussetzung für das tägliche Handeln. Die wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren für EUROGATE sind die Themenbereiche Umwelt-, Arbeitnehmerbelange sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Umweltbelange - EnergieverbrauchDer Energieverbrauch ist eine wichtige Steuerungsgröße im Ressourcenmanagement und wirkt sich direkt auf die anfallenden Kosten und damit auf das Geschäftsergebnis aus. Bedeutsamer nichtfinanzieller Leistungsindikator - steuerungsrelevanter KPI:
Der Energieverbrauch wird regelmäßig überprüft. Die folgende Tabelle zeigt den aktuellen Stand der Zielerreichung:
Arbeitnehmerbelange - ArbeitssicherheitDer Schutz aller eigenen und fremden Mitarbeiter vor tätigkeitsbedingten Verletzungen oder Erkrankungen sowie der Erhalt ihrer Gesundheit ist von großer Bedeutung. Der maßgebliche Teil der Leistungserbringung erfolgt mit schwerem Gerät auf den Terminals (im Wesentlichen Straddle Carrier und Containerbrücken) und unterliegt Witterungseinflüssen. Aufgrund der körperlichen Arbeit und des Einsatzes eines Großteils der Mitarbeiter im Dreischichtsystem ist die Förderung und der Schutz ihrer Gesundheit besonders wichtig. Das Management des Arbeitsschutzes obliegt gemeinsam mit dem Gesundheitsschutz der Verantwortung der Einzelgesellschaften und ihrer jeweiligen Geschäftsführer. Bedeutsame nichtfinanzielle Leistungsindikatoren - steuerungsrelevante KPIs:
Die Anzahl der Unfälle als Indikator der Arbeitssicherheit wird regelmäßig überprüft. Die folgende Tabelle zeigt den aktuellen Stand der Zielerreichung:
Bekämpfung von Korruption und BestechungDer langfristige Erfolg eines Unternehmens setzt regeltreues, faires und verlässliches Handeln voraus. Unter dem Oberbegriff "Compliance" wird im EUROGATE-Konzern die Einhaltung der gesetzlichen Normen sowie der unternehmensinternen Richtlinien und das Hinwirken auf deren Beachtung durch die EUROGATE-Konzerngesellschaften verstanden. Hierzu zählen die relevanten Richtlinien und Grundsätze zur Vermeidung von Bestechung und korruptem Verhalten. Die fachliche Zuständigkeit für das Compliance-Management-System liegt bei der Rechtsabteilung der EUROGATE Holding. Die Verantwortung für die Einhaltung der Anti-Korruptionsrichtlinie tragen die Gruppengeschäftsführung bzw. die Geschäftsführungen der jeweiligen EUROGATE-Konzerngesellschaft. Bedeutsamer nichtfinanzieller Leistungsindikator - steuerungsrelevanter KPI:
Die Anzahl der Korruptionsfälle dient als Indikator der Bekämpfung von Korruption und Bestechung und wird regelmäßig überprüft. Die folgende Tabelle zeigt den aktuellen Stand der Zielerreichung:
5. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht sowie RisikomanagementsystemInnerhalb der EUROGATE-Gruppe wird das Risikomanagement als permanente Managementaufgabe angesehen und im Sinne eines "gelebten" Systems in allen Unternehmen und organisatorischen Bereichen umgesetzt. Insofern ist es seit Jahren ein integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Als Hauptziele werden die Früherkennung und Identifizierung von kritischen Entwicklungen, aber auch von Chancenpotenzialen, die Bestimmung von geeigneten Gegensteuerungsmaßnahmen zur Risikoabwehr sowie die Unterstützung eines risiko- und chancenorientierten Denkens auf allen Ebenen innerhalb der Unternehmensgruppe verfolgt. Insgesamt ist die Risikopolitik durch eine konservative Haltung gekennzeichnet. RisikopositionenDer EUROGATE-Konzern ist im Wesentlichen Marktrisiken, operativen Risiken und Finanzrisiken ausgesetzt. Marktrisiken und operative Risiken und ChancenDie EUROGATE-Gruppe hält die Anpassung des Fahrwassers von Elbe und Außenweser zur Sicherung und Positionierung der deutschen Häfen in der "Nordrange" unverändert für dringend erforderlich, damit die größer werdenden Containerschiffe Bremerhaven und Hamburg problemlos anlaufen können. Auch im Geschäftsjahr 2019 haben sich die nautischen Probleme der nachhaltig steigenden Anzahl immer größer dimensionierter Containerschiffe insbesondere am Standort Hamburg nicht verbessert. Mit dem zwischenzeitlich erfolgten Beginn der Maßnahmen zur Fahrrinnenanpassung der Elbe werden sich die nautischen Schwierigkeiten im Zuge der Verbreiterung und Vertiefung der Fahrrinne ab dem zweiten Halbjahr 2020 etwas relativieren. Sollte die eine oder die andere - oder beide - Maßnahmen noch scheitern oder sich weiter verzögern, kann dies nicht unerhebliche negative Auswirkungen auf die zukünftige Umschlagsentwicklung an diesen Standorten haben. Die EUROGATE-Gruppe kann ihren Kunden jedoch mit dem einzigen deutschen Tiefwasserhafen, dem EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven und dessen Fazilitäten für die Abfertigung von Containerschiffen mit entsprechenden Tiefgängen eine hervorragende Alternative bieten. Neben den gesamtwirtschaftlichen Trends wirken sich in Bezug auf die künftige Umschlags- und Transportnachfrage und damit verbunden auch auf die Umschlagsmengen unserer Containerterminals noch weitere Einflüsse bzw. Risiken aus. Hierzu zählen wie in den vergangenen Jahren auch
Auf Kundenseite könnten auch mögliche Insolvenzen Auswirkungen auf die Reedereikonsortien sowie die Dienste- und Mengenstrukturen haben. Nach dem zum 1. April 2020 bevorstehenden Wechsel von HYUNDAI Merchant Marine (HMM) von der 2M-Allianz zur THE Alliance werden auf der Kundenseite drei Groß-Konsortien das Marktgeschehen dominieren:
Da die Containerterminals zumindest mittelfristig noch über Kapazitätsreserven verfügen, steigt im Zuge der Konsolidierung die Marktmacht der verbleibenden Konsortien/Reedereien und damit verbunden der Erlösdruck sowie die Notwendigkeit der Identifizierung und Umsetzung weiterer Kostenreduzierungen bei den Containerterminals sowie von Maßnahmen zur Standardisierung und Automatisierung. Zusätzliche Risiken ergeben sich aus den im Nachtragsbericht nach dem Bilanzstichtag eingetreten Entwicklungen. Wir erwarten aus heutiger Sicht insbesondere temporär stark rückläufige und schwankende Umschlags- und Transportmengen. Vor dem Hintergrund zunehmender Cyberattacken sind bereits seit geraumer Zeit die IT-Security-Maßnahmen deutlich intensiviert worden. Neben dem grundsätzlichen Basisschutz der Systeme kommen insbesondere Software-Tools zur Überwachung und zur Identifizierung von Auffälligkeiten im System- und Netzverhalten zum Einsatz. Darüber hinaus besteht eine Versicherung gegen Cyber-Risiken, da trotz der aufwendigen Sicherungsmaßnahmen ein wirtschaftlicher Schaden durch eine Cyberattacke nicht auszuschließen ist. Rechtliche RisikenDie mit der Havarie einer Containerbrücke in Bremerhaven im Jahr 2015 verbundenen Risiken konnten im Geschäftsjahr 2019 bzw. Anfang 2020 zwischen allen Beteiligten inklusive deren jeweiligen Versicherern außergerichtlich und abschließend geregelt werden. Finanzrisiken und ChancenZielsetzungen und Methoden des FinanzrisikomanagementsDie wesentlichen im Konzern verwendeten Finanzinstrumente - mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente - umfassen Darlehen, Leasingverhältnisse und Mietkaufverträge sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene weitere Finanzinstrumente wie zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die unmittelbar im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit entstehen. Derivative Finanzinstrumente zur Zinssicherung werden in der Regel zur Sicherung offener Risiken eingesetzt. Zinsderivate werden zur Optimierung von Kreditkonditionen und zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken im Rahmen von fristenkongruenten Finanzierungsstrategien eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden nicht zu Handels- oder Spekulationszwecken genutzt. Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns bestehen aus Zinsänderungs-, Liquiditäts-, Fremdwährungs- und Ausfallrisiken. Die zuvor genannten Risiken Zinsänderung, Fremdwährung sowie Liquidität verstehen wir ebenfalls als Chance. Die Unternehmensleitung erstellt und überprüft Richtlinien zum Risikomanagement für jedes dieser Risiken, die im Folgenden dargestellt werden. Auf Konzernebene wird zudem das bestehende Marktpreisrisiko sowie dessen Chance für alle Finanzinstrumente beobachtet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns für Finanzinstrumente werden in Abschnitt 2 des Konzernanhangs dargestellt. Zinsänderungsrisiko und ChanceDas Zinsänderungsrisiko, dem der Konzern ausgesetzt ist, entsteht hauptsächlich aus den langfristigen Darlehen und den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. Die Steuerung der Zinsrisiken des Konzerns erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital. Der weit überwiegende Teil der Bankverbindlichkeiten ist langfristig umschlossen, d.h. es bestehen feste Zinsvereinbarungen bis zum Ende der Finanzierungslaufzeit. Darüber hinaus wurden und werden in einem gewissen Umfang Zinssicherungen für zukünftig aufzunehmende Darlehen durch Vereinbarung von Forward-Zinsswaps vorgenommen. Aus der langfristigen Umschließung von Darlehen sowie der Absicherung durch Zinsswaps ergibt sich einerseits das wirtschaftliche Risiko einer zu hohen wirtschaftlichen Belastung aufgrund eines gesunkenen Zinsniveaus und andererseits die Chance einer niedrigeren Belastung im Falle eines zwischenzeitlich gestiegenen Zinsniveaus sowie Planungssicherheit und Stabilität für Folgeperioden. FremdwährungsrisikoSämtliche vollkonsolidierten Gesellschaften fakturieren ausschließlich in EUR. Insofern kann lediglich in Einzelfällen, z. B. durch ausländische Dividendeneinkünfte, Einkauf von Lieferungen und Leistungen im Ausland oder Gewährung von Fremdwährungsdarlehen, ein Währungsrisiko entstehen. Derzeit besteht aus solchen Einzelfällen kein nennenswertes Fremdwährungsrisiko. AusfallrisikoDas Ausfallrisiko des Konzerns resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen insbesondere gegenüber Reedereien sowie Ausleihungen an Gemeinschaftsunternehmen. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich Wertberichtigungen für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die auf der Grundlage von Vergangenheitserfahrungen und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds geschätzt wurden. Aufgrund des derzeitig stattfindenden intensiven Verdrängungswettbewerbs auf Seiten der Reedereien wird von einem insgesamt gestiegenen Ausfallrisiko ausgegangen. Dem gestiegenen Ausfallrisiko wird durch eine noch intensivere laufende Überwachung der Forderungsbestände auf allen Ebenen - insbesondere der Managementebene - des Konzerns begegnet. Für den Fall des Eintritts eines solchen Risikos sind zur Minimierung des Schadens entsprechende Aktionspläne vorbereitet. Dennoch können trotz geeigneter Überwachung und Mahnung im derzeitigen Umfeld zukünftige Ausfälle nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Zur Minimierung von Ausfallrisiken auf Forderungen gegen wesentliche Reedereikunden besteht eine entsprechende Versicherung. Eine wesentliche Veränderung der Vermögenslage einzelner Schuldner, der Branche insgesamt oder des Marktes kann dazu führen, dass neue Forderungen gegen diese Schuldner durch den Versicherer betragsmäßig limitiert oder gegebenenfalls nicht mehr abgesichert werden können. Gleiches gilt bei Nichteinhaltung vertraglicher Mitwirkungspflichten gemäß der Versicherungspolice. Das Ausfallrisiko ist bei liquiden Mitteln und derivativen Finanzinstrumenten gering, da diese bei Banken gehalten bzw. mit Banken abgeschlossen werden, denen internationale Rating-Agenturen eine angemessene Bonität bescheinigt haben. Das maximale Ausfallrisiko des Konzerns besteht theoretisch in Höhe der in der Bilanz ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte. Darüber hinaus wurde für bestimmte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Kreditausfallversicherung abgeschlossen, um Ausfallrisiken zu minimieren. Wesentliche offene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind hierdurch zum Bilanzstichtag abgesichert. LiquiditätsrisikoDie Liquidität des Konzerns wird durch das zentrale Cash-Management der EUROGATE-Gruppe sichergestellt. Durch die ebenfalls zentral auf EUROGATE-Gruppenebene durchgeführten Funktionen Investitionskontrolle und Kreditmanagement wird die rechtzeitige Bereitstellung von Finanzierungsmitteln (Darlehen/Leasing/Miete) zur Erfüllung sämtlicher Zahlungsverpflichtungen sichergestellt. Im Konzern bestehen aus heutiger Sicht keine wesentlichen Finanzierungsrisiken. Wertangaben zu Finanzinstrumenten werden im Konzernanhang für 2019 im Abschnitt 30 dargestellt. Bestandsgefährdungspotenziale wie Überschuldung, Zahlungsunfähigkeit oder sonstige Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage liegen derzeit nicht vor. Dies gilt auch unter Berücksichtigung der im Nachtragsbericht genannten Ereignisse. PrognoseberichtFür die Containerreedereien besteht steigender hoher Wettbewerbsdruck, da das weltwirtschaftliche Wachstum nicht ausreichen wird, die Tonnage der Reeder angemessen auszulasten und die strukturellen Probleme der Containerschifffahrt zu lösen. Nicht zuletzt hervorgerufen durch die große Zahl an weiteren Neubauten von immer größer werdenden Containerschiffen, ergeben sich daraus für die Containerterminals Unsicherheiten. Insbesondere kann sich hier die weitere Kooperation und Konzentration der Containerreedereien auswirken. Ein anhaltender Preisdruck auf die Terminals kann dabei nicht ausgeschlossen werden. Nach der ab dem vierten Quartal 2019 beginnenden allgemeinen Abschwächung der Umschlagsmengen wurden im Zuge der turnusmäßigen Fahrplanänderungen zwischenzeitlich weitere Veränderungen bei den Liniendiensten angekündigt. So werden der ME1-Dienst der 2M-Allianz sowie der FAL 3-Dienst der OCEAN Alliance den Standort Hamburg ab Frühjahr 2020 nicht mehr anlaufen. Die vorerwähnten Dienste haben neben Transhipment-Mengen nicht unerhebliche lokale Ladungsmengen an den Standort Hamburg transportiert, die sich nunmehr im Hamburger Markt neu verteilen. Dabei gehen wir jedoch davon aus, dass zumindest die lokalen Mengen des ME1-Dienstes auf andere Dienste der 2M-Allianz (z.B. den AE 7) verlagert werden. Unabhängig davon konnte im Februar 2020 der FAL 1-Dienst der OCEAN Alliance erfolgreich akquiriert werden. Dieser Dienst wird ab Mai 2020 bei der EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH abgefertigt werden. Insofern wird für den EUROGATE-Standort Hamburg für das Geschäftsjahr 2020 insgesamt ein leichter Umschlagszuwachs erwartet. Nachdem die EUROGATE Container Terminal Bremerhaven bereits zu Beginn des Vorjahres vier Transatlantik-Dienste des Konsortiums "THE Alliance" verloren hat, bleibt deren weitere Umschlagsentwicklung unverändert nur schwer absehbar. Ein nennenswerter Anstieg der Umschlagsmengen ist hier aus derzeitiger Sicht für 2020 nicht zu erwarten. Für den Standort Bremerhaven wird für das Geschäftsjahr 2020 aus heutiger Sicht insgesamt eine Umschlagsmenge auf Vorjahresniveau erwartet. Hier gilt es, in den nächsten Jahren kontinuierlich an der Aufrechterhaltung bzw. der Verbesserung der Wettbewerbsposition und Zurückgewinnung von Umschlagsmengen zu arbeiten. Für die EUROGATE-Gruppe ist die Erreichung einer angemessenen Auslastung des EUROGATE Container Terminals in Wilhelmshaven unverändert von hoher Bedeutung In einem von starkem Wettbewerb geprägten Umfeld haben sich die Umschlagsmengen der regelmäßigen Liniendienste am Standort Wilhelmshaven im Geschäftsjahr 2019 auf einem noch niedrigen Niveau stabilisiert. Dies führt für die Gesellschaft unverändert zu Verlusten. Wilhelmshaven ist allerdings vor dem Hintergrund der zunehmenden Schiffsgrößenentwicklung und den damit verbundenen nautischen Einschränkungen der Fahrwässer von Außenweser und Elbe - auch nach Vollzug der dortigen Maßnahmen zur Vertiefung und Verbreiterung - mehr und mehr prädestiniert für die Abfertigung von Großcontainerschiffen. In Anbetracht der Tatsache, dass die führenden Containerreedereien in den nächsten Jahren weitere Schiffe mit einer Kapazität von mittlerweile > 23.000 TEU in Betrieb nehmen werden, hat Wilhelmshaven anhaltend gute Chancen, weitere Liniendienste akquirieren zu können. Auf Basis der derzeitigen Unternehmensplanung der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven KG gehen wir davon aus, dass sich die Auslastungssituation ab 2021 sukzessive deutlich verbessern wird. Sollte die der Planung zugrunde liegende Entwicklung der Umschlagsmengen jedoch wesentlich unterschritten werden, könnten sich erhebliche negative Auswirkungen auf den Konzern ergeben. Das STRADegy-Projekt zur Automatisierung von Straddle Carriern ist weiter vorangeschritten und befindet sich derzeit in der aktiven Testphase. Die Ergebnisse zur Entscheidung über den Einsatz von automatisierten Straddle Carriern im kommerziellen Terminalbetrieb werden voraussichtlich im Laufe des zweiten Quartals 2020 vorliegen. Angesichts der zuvor beschriebenen Perspektiven sowie der erwartungsgemäß auch für 2020 noch anfallenden Verluste der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven wird für das Geschäftsjahr 2020 von einem deutlichen Rückgang des Konzernjahresüberschusses ausgegangen. Die Erwartung eines deutlich rückläufigen Ergebnisses beruht auch auf der Erwartung deutlich rückläufiger Ergebnisse der EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH und der EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH aufgrund weiter leicht rückläufiger Durchschnittserlöse sowie des Wegfalls der in deren Ergebnissen enthaltenen einmaligen Ergebniseffekte aus der Auflösung von Rückstellungen. Zusätzlich ist im Ergebnis des Konzerns ein einmaliger (anteiliger) Ergebniseffekt aus Anteilsverkäufen in Italien enthalten. Zudem halten die Vorlaufkosten für das Automatisierungsprojekt STRADegy sowie die leicht negativen Ergebniseffekte im Zinsergebnis im Zusammenhang mit der Anwendung des IFRS 16 (Leasing) noch an. Das Ergebnis des Konzerns wird dabei unverändert maßgeblich durch die Containerterminals und hier als wesentliche Einflussgrößen die Umschlagsmengen und -raten beeinflusst. Aufgrund der nicht vorhersehbaren Entwicklung kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den Erwartungen, die sich auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung stützen, abweichen. Insbesondere die im Nachtragsbericht genannten Entwicklungen könnten sich erheblich auf den tatsächlichen Geschäftsverlauf auswirken. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen zu aktualisieren. 6. NachtragsberichtNeben den standortspezifischen Entwicklungen wird deutlich, dass die Umschlagsentwicklung ab Beginn des Geschäftsjahres 2020 durch den Ende 2019 bekannt gewordenen Corona-Virus zusätzlich in noch nicht absehbarem Umfang negativ beeinträchtigt wird. So verzeichnen die chinesischen Häfen nach Angaben von Alphaliner in den ersten Wochen des Jahres bereits einen Umschlagsrückgang von ca. 20 %. Hinsichtlich der daraus weiter resultierenden Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, die globalen Handelsströme sowie die damit im Zusammenhang stehenden Lieferketten sowie die Kunden der Gesellschaften der EUROGATE-Gruppe bestehen derzeit hohe Unsicherheiten. Für das Geschäftsjahr 2020 ist von temporär stark rückläufigen und schwankenden Umschlags- und Transportmengen auszugehen. Das genaue Ausmaß kann dabei momentan nicht verlässlich abgeschätzt werden. Die Liquidität der EUROGATE-Gruppe reicht nach heutiger Einschätzung jedoch aus, um jederzeit den fälligen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können.
Bremen, den 19. März 2020 Die
persönlich haftende Gesellschafterin
vertreten durch die Geschäftsführung ihrer geschäftsführenden Gesellschafterin, der EUROGATE Beteiligungs-GmbH, Bremen Thomas H. Eckelmann Michael Blach Ulrike Riedel Marcel Egger In der Gesellschafterversammlung vom 02. April 2020 billigen die Gesellschafter den Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht des Geschäftsjahres 2019. |
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