Clean Performance Facility Management GmbH
Selbe AdresseAllgemeine Gebäudereinigung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Linus Lammers seit 12.6.2023 | Geschäftsführer |
Melanie Lammers seit 5.10.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Charly Autovermietung GmbHSolingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzern-Lagebericht 2021Charly Autovermietung GmbHInhaltsverzeichnis: A. Grundlagen des Konzerns B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen II. Geschäftsverlauf III. Lage 1. Ertragslage 2. Finanzlage 3. Vermögenslage 4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren a) Finanzielle Leistungsindikatoren b) Personal c) Umweltschutz d) Steuerung der Gesellschaft 5. Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht A. Grundlagen des Konzerns Die Charly Autovermietung GmbH ist eine Kapitalgesellschaft nach deutschem Recht. Als Mutterge-sellschaft der STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AKTIENGESELLSCHAFT, an der sie zu 73,08% beteiligt ist, erstellt die Gesellschaft einen befreienden Konzernabschluss. Die STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AKTIENGESELLSCHAFT ist eine nicht börsennotierte Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Sie fungiert als Muttergesellschaft und Holding des STARCAR EUROPA SERVICE GROUP - Konzerns. Dieser bildet seit dem Zusammenschluss von STAR CAR GmbH Kraftfahrzeugvermietung und EUROPA SERVICE Autovermietung AG eine leistungsstarke Einheit mit über 1.500 Stationen in Deutschland und Europa. Die STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AKTIENGESELLSCHAFT erstellt einen Teilkonzernabschluss sowie einen Teilkonzernlagebericht, auf dessen Basis dieser Konzernlagebericht aufbaut. Hauptgeschäftsgegenstand der EUROPA SERVICE Autovermietung Aktiengesellschaft sind der An- und Verkauf von Kraftfahrzeugen, deren Vermietung und Vermarktung, sowie die Erbringung damit verbundener Services gegenüber angeschlossenen Lizenznehmern und Mobilitäts-Partnern. Die Vertriebsaktivitäten der EUROPA SERVICE fokussiert sich schwerpunktmäßig auf kleinere und mittlere Autovermietunternehmen sowie Händler in Deutschland und im europäischen Ausland. Geschäftsgegenstand der STAR CAR GmbH Kraftfahrzeugvermietung ist schwerpunktmäßig die Vermietung von Kraftfahrzeugen. Neben dem Privatkundengeschäft bietet STAR CAR Geschäftskunden individuelle Verträge für Kurz- und Langzeitmieten an bis hin zu kompletten Flottenlösungen. STAR CAR verfügt hierbei über ein bundesweites Stationsnetz. Die STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AKTIENGESELLSCHAFT übernimmt innerhalb der Gruppe zentrale Führungsaufgaben und ist für die strategische sowie finanzielle Steuerung des STARCAR EUROPA SERVICE GROUP -Konzerns verantwortlich. Zudem erfüllt sie wichtige Finanzierungsfunktionen und schließt sowohl auf nationaler wie auch internationaler Ebene Rahmenvereinbarungen mit Automobilherstellern und -importeuren ab. Der Vorstand der STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AKTIENGESELLSCHAFT leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat der STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AKTIENGESELLSCHAFT bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft und den Konzern unmittelbar eingebunden. Die Charly Autovermietung GmbH betreibt den Handel mit und die Vermietung von Kraftfahrzeugen. Weiterhin ist der Zweck der Gesellschaft die Verwaltung von eigenem Vermögen und der Erwerb von Vermögensbeteiligungen sowie die Verwaltung und Vermietung von eigenen Immobilien. Zum 31.12.2021 verfügte die Charly Autovermietung GmbH über folgende relevante Tochtergesellschaften bzw. Beteiligungen im In- und Ausland:
Zum 31.12.2021 bestanden noch Mehrheitsbeteiligungen der Europa Service rent a car GmbH an der Europa Service otomotive ltd. Sirketi und an der Europa Service Magyarország s.r.l. Seitens der Charly Autovermietung GmbH bestanden zum 31.12.2021 noch Mehrheitsbeteiligungen an der Fliesenleger Meisterbetrieb Quadrat GmbH und der Transport 51 GmbH. Diese Gesellschaften werden aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen. B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahr 2021 trotz der andauernden Corona-Pandemie und Lieferengpässen erholt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im 4. Quartal 2021 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 1,4 % über dem Vorjahresquartal. Nachdem die Wirtschaftsleistung im Sommer 2021 trotz zunehmender Liefer- und Materialengpässe wieder gewachsen war, wurde die wirtschaftliche Erholung jedoch durch die vierte Corona-Welle (Omikron) zum Jahresende 2021 gestoppt. Damit ergibt sich für das Gesamtjahr 2021 ein Wachstum des BIP um +2,9 % (Quelle: Statistisches Bundesamt vom 28. Januar 2022, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz vom 16.03.2022). Im Euroraum wird für das Gesamtjahr 2021 mit einer Wirtschaftsleistung von +5,3 % gerechnet (Quelle: EU Kommission vom 10.02.2022). Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner stieg 2021 gegenüber dem Vorjahr wieder um 6 % und betrug damit durchschnittlich knapp über 42.900 Euro (Quelle https://www.handelsdaten.de "Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen"). Im Vergleich zum Krisenjahr 2020, in dem die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt war, erhöhte sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen. Die Produktion zog sowohl in den Dienstleistungsbereichen als auch im Produzierenden Gewerbe deutlich an. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (+3,0 %) waren es vor allem der Verkehr und das Gastgewerbe, die zulegten, allerdings im Baugewerbe, in dem die Corona-Pandemie im Jahr 2020 kaum Spuren hinterlassen hatte, ging die Wirtschaftsleistung um -0,4 % leicht zurück (Quelle https://www.handelsdaten.de "Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen"). Auf der Nachfrageseite bremsten die Corona-Beschränkungen die Entwicklung weiter ab. Das Konsumverhalten privater Haushalte war um 0,2 % niedriger als 2020 und damit um 5 % unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (Quelle: Statistisches Bundesamt vom 15. März 2022 unter https://de.statista.com). Als Bestandteil des Dienstleistungssektors ist die gewerbliche Autovermietung ein stark konjunkturabhängiges Geschäftsfeld. Die anhaltenden Auswirkungen der Corona-Krise sowie die Knappheit an Fahrzeugen lassen sich sowohl an den allgemeinen Kfz-Zulassungszahlen in Deutschland sowie auch an den Zulassungszahlen der Autovermieter ablesen. Zwischen Januar und Dezember 2021 wurden in Deutschland insgesamt 2,62 Millionen Neuwagen zugelassen, das sind -10,1 % weniger als 2020. Davon wurden 65,4 % (-6,5 %) der Neuwagen gewerblich und 34,6 % (-16,3 %) privat zugelassen. Die alternativen Antriebsarten schlossen das Jahr 2021 fast ausschließlich mit positiven Vorzeichen ab. 754.588 hybridangetriebene Fahrzeuge (+43,0 %) erreichten einen Anteil von 28,8 %, darunter bildeten 325.449 Plug-in-Hybride (+62,3 %) einen Anteil von 12,4 %. 355.961 Elektro-Pkw (BEV) wiesen mit einem Anteil von 13,6 % eine Steigerung von +83,3 % auf. Flüssiggasbetriebene Pkw (10.118/+54,6 %) waren mit einem Anteil von 0,4 % und erdgasangetriebene Pkw (3.916/-45,3 %) mit 0,1 % im Jahr 2021 vertreten (Quelle: Kraftfahrzeugbundesamt Jahresbilanz 2021). Bei den Autovermietern haben sich die Zulassungszahlen im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr nochmal um ca. 6 % reduziert. Im Vergleich zum Jahr 2019 vor der Pandemie ergibt sich für 2021 ein Minus von ca. 34 %. Es ist weiterhin festzustellen, dass die monatlichen Zahlen erheblichen Schwankungen unterliegen. Dem Minimum im Januar in Höhe von 12.837 Pkw steht ein Maximum im Juli in Höhe 38.025 Pkw gegenüber. Solche Schwankungen hat es bis zum Jahr 2019 nicht gegeben. Die Schwankungen zeugen von den Versuchen, sich dem Auf und Ab der gesamtwirtschaftlichen Erwartungen anzupassen. Angesichts des anhaltend unsicheren Marktumfelds agieren daher die Autovermieter weiterhin vorsichtig (Quelle: Bundesverband der Autovermieter Deutschlands e.V. unter https://www.bav.de/service/oeffentlich.html). II. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf für das Jahr 2021 erfüllte die Erwartungen trotz weiterhin herausforderndem Marktumfeld. Bei der Fahrzeugvermietung zeigten sich im Berichtszeitraum weiterhin die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Gleichwohl konnte der Vermietumsatz und die daraus resultierenden Umsatzerlöse gesteigert werden. Grund hierfür war der Ausbau des Stationsnetzes und erlösstärkere Vermietpreise aufgrund der Fahrzeugknappheit im Gesamtmarkt. Die Umsatzerlöse aus dem Kerngeschäft der WKZ-Erwirtschaftung sind im Jahr 2021 entsprechend der Prognose des Vorjahres gestiegen. Insgesamt lag das Jahresergebnis innerhalb der positiven Erwartungen. Im Fahrzeughandel führte die Diversifikation des Netzwerks an Einkaufsquellen und die Stärkung der Vertriebsaktivitäten im In- und Ausland zu einer Stabilisierung der Geschäftstätigkeit sowie zur Ertragssteigerung trotz herausforderndem Marktumfeld (Corona-Pandemie, Halbleiterkrise). Insgesamt konnte ein Konzernjahresüberschuss von T€ 4.347 realisiert werden. III. Lage 1. Ertragslage Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 192.622 resultieren aus Vermiet- und Verkaufsumsätzen (T€ 155.822) sowie aus Werbekostenzuschüssen (T€ 36.800). Die Mitarbeiterzahl im In- und Ausland hat sich von 921 zum 31.12.2020 auf 1.073 zum 31.12.2021 entwickelt. Damit einhergehend haben sich die Personalaufwendungen von T€ 17.405 im Vorjahr auf T€ 18.879 im Berichtsjahr erhöht. Aufgrund des nach der Corona-Pandemie wieder gesteigerten Fahrzeugbestandes und den dazugehörigen Finanzierungsmaßnahmen hat sich der Zinsaufwand im Geschäftsjahr 2021 auf T€ 3.940 erhöht. Die Gesamtertragslage mit einem Konzernjahresüberschuss von T€ 4.347 liegt daher deutlich über dem Vorjahr (T€ 1.032) und der Vorjahresprognose. Dies ist im Wesentlichen auf gestiegene Umsatzerlöse bei einer gesunkenen Materialintensität zurückzuführen. 2. Finanzlage Das Eigenkapital lag mit T€ 26.332 im Wesentlichen ergebnisbedingt um T€ 3.461 über dem Vorjahr. Aufgrund der anhaltenden Nachfrage nach gesellschaftseigenen Mietfahrzeugen hat der Konzern im Jahr 2021 die intensiven Verhandlungen mit bestehenden und neuen Finanzierungspartnern fortgesetzt und zum Abschlussstichtag die Finanzierung der für das Jahr 2022 geplanten Fahrzeugeinkäufe sichergestellt. Zur Finanzierung der Fahrzeuge im Vorratsbestand werden wiederkehrende, fahrzeugbezogene, kurzfristige Kredite in Anspruch genommen. Bis auf die kurzzeitige Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld im Frühjahr 2021 mussten auch im Pandemie-Jahr 2021 keine staatlichen Hilfs- und Überbrückungsfinanzierungen in Anspruch genommen werden. Die Finanzlage des Unternehmens ist weiterhin durchgehend stabil. Die Gesellschaft verfügt über ausreichend liquide Mittel auf dem Niveau des Vorjahres. 3. Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahresabschluss wie folgt entwickelt: Die Bilanzsumme hat sich um T€ 33.037 (11,9 %) auf T€ 311.718 erhöht. Dies ist auf das insgesamt gestiegene Geschäftsvolumen zu erklären. Die Erhöhung entfällt auf der Aktivseite mit T€ 25.671 auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Innerhalb der Passiva haben sich die Rückstellungen sowie die Verbindlichkeiten erhöht. Die Vorräte beinhalten mit einem Gesamtwert von T€ 205.172 im Wesentlichen Fahrzeuge und geleistete Anzahlungen. Den Fahrzeugen stehen zur Finanzierung dieser im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von T€ 184.129 gegenüber. 4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren a) Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus der Gesellschaft weiterhin auf den WKZ-berechtigten Fahrzeugkäufen und dem Vermietgeschäft. b) Personal Die Verwaltung des Konzerns erfolgt im Wesentlichen durch Mitarbeiter der EUROPA SERVICE Autovermietung Aktiengesellschaft. Über sämtliche Konzerngesellschaften hinweg besteht seitens der jeweiligen Geschäftsleitung ein hoher Anspruch an die Kunden- und Dienstleistungsorientierung ihrer Mitarbeiter, um den wandelnden Kundenbedürfnissen nach einer möglichst flexiblen und bedarfsgerechten Mobilität bestmöglich gerecht zu werden. Dementsprechend kommt der Personalarbeit ein hoher und strategisch wichtiger Stellenwert innerhalb der Unternehmensgruppe zu. Sie umfasst ein qualifiziertes Bewerber-Auswahlverfahren sowie umfassende, auf den individuellen Bedarf der Mitarbeiter abgestimmte Aus- und Weiterbildungsprogramme. Feedback-Instrumente wie Mitarbeitergespräche und -befragungen dienen einer kontinuierlichen Personalentwicklung, die auf die Erfordernisse der stetig wachsenden Unternehmensgruppe einerseits und an die Bedürfnisse des beruflichen Alltags der Mitarbeiter andererseits ausgerichtet ist. c) Umweltschutz Der Vermietfuhrpark der operativ tätigen Tochtergesellschaft umfasst überwiegend Fahrzeuge, die nicht älter als 6 (PKW) bzw. 24 Monate (Nutzfahrzeuge) alt sind und damit den aktuellen umweltpolitischen Vorgaben bzw. Abgasnormen entsprechen. Darüber hinaus werden zunehmend Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride eingesetzt. d) Steuerung der Gesellschaft Das Controlling erfolgt zentral aus dem operativ tätigen STARCAR EUROPA SERVICE-Konzern, so dass die Steuerung des Unternehmens im Finanzbereich effizient ausgestaltet ist. 5. Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens Das Ergebnis liegt oberhalb dem des Vorjahres und mit T€ 4.347 über den Erwartungen. Die für das Konzernergebnis wesentlichen Geschäftsfelder Fahrzeugvermietung, WKZ-Erwirtschaftung und Fahrzeughandel konnten dazu trotz herausforderndem Marktumfeld, positiv beitragen. C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht Seit Beginn der russischen Invasion in die Ukraine hat es in Deutschland extreme Preissteigerungen im Bereich Energie und Rohstoffen gegeben. Auch Handelsströme und Lieferkettenbeziehungen sind stark beeinträchtigt. Die Inflationsrate in Deutschland lag im Juni 2022 bei +7,6 %. Leicht dämpfend wirkten sich im Juni 2022 (-0,1 % zum Vormonat) staatliche Maßnahmen wie das 9-Euro-Ticket und der Tankrabatt aus (Quelle: Statistisches Bundesamt vom 13. Juli 2022). Zusammengenommen wird die gesamtwirtschaftliche Leistung im zweiten Quartal des laufenden Jahres wohl um 0,4% gegenüber dem Vorquartal zulegen. In der zweiten Jahreshälfte 2022 dürfte sich die deutsche Wirtschaft dann wieder mit kräftigeren Raten von 1,2% sowie 1,4% erholen und dann langsam auf durchschnittliche Zuwächse einschwenken. Alles in allem wird das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 2,5% und im kommenden Jahr um 3,7% zulegen (Quelle: Ifo-Konjunkturprognose vom 15. Juni 2022). In der deutschen Automobilindustrie spürt man weiter die Versorgungsengpässe mit Halbleitern und anderen Zulieferteilen, gleichwohl zeichnet sich ein positiver Trend ab. Die Pkw-Produktion in Deutschland ist im Juni 2022 den zweiten Monat in Folge gestiegen. Die deutschen Hersteller fertigten 302.500 Pkw (+19 Prozent). Seit Jahresbeginn wurden 1,7 Mio. Pkw in Deutschland produziert, 3 Prozent weniger als im ersten Halbjahr des Vorjahres (Quelle: Verband der Automobilindustrie - Pressemitteilung vom 05.07.2022). Die Zulassungszahlen bleiben weiter auf niedrigem Niveau. Im Juni 2022 wurden 224.558 Personenkraftwagen neu zugelassen und damit -18,1 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Neuzulassungen für gewerbliche Halter gingen um -21,3 Prozent zurück, ihr Anteil betrug 64,3 Prozent. 14,4 Prozent der Neuzulassungen waren Elektro-Pkw. Insgesamt wechselten 278.055 Kfz (-18,7 %) die Halterin beziehungsweise den Halter (Quelle: Kraftfahrzeugbundesamt Pressemitteilung Nr. 26/2022 vom 05.07.2022). Die ES-Gruppe hat vor dem Hintergrund der anhaltenden Lieferprobleme infolge von Halbleiterengpässen ihr Einkaufverhalten gegenüber Herstellern und Händlern deutlich diversifiziert. Der Hauptanteil der Produkte stammt weiterhin aus dem VW-Konzern, gleichwohl wurden frühzeitig weitere Hersteller und Handelsmarken in das Portfolio aufgenommen. Außerhalb des VW-Konzerns kauft die Gesellschaft inzwischen bei rund 20 weiteren Fahrzeugherstellern ein. Die Auswirkungen der COVID-Pandemie sind in Deutschland aktuell abgeschwächt. Nach Überwindung der Omikron-Welle im Frühjahr 2022 wurden die bundesweiten COVID-Beschränkungen im April 2022 weitestgehend aufgehoben. Für den Herbst wird jedoch ein erneuter Anstieg der zuletzt zunehmenden Infektionszahlen befürchtet. Die Bundesregierung reagiert darauf mit weitergehenden Maßnahmen, um verschiedene Szenarien abzudecken (Quelle: Bundesgesundheitsministerium "7-Punkte-Plan für den Herbst" vom 30.06.2022). Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen im Mobilitätsmarkt hat sich am Beispiel des sog. "Auto-Abos" weiter verstärkt. Dabei hat auch die Corona-Krise die Nachfrage nach flexiblen Mobilitätslösungen weiter forciert. Im Rahmen eines "Auto-Abos" können Kunden (B2B und B2C) als Alternative zum klassischen Autokauf oder Leasing "all-inklusive"-Abonnements über Fahrzeuge abschließen, bei denen Kosten wie Steuern, Versicherung und anfallende Reparaturen im Monatspreis (Flatrate) enthalten sind. Die Laufzeit derartiger Abos variiert je nach Anbieter und liegt in der Regel zwischen einem und sechs Monaten. Die Gesellschaft geht diesen Trend konsequent mit und wird über das Picky Auto Abo eine attraktive Alternative zum klassischen Autokauf anbieten können. Hierdurch beabsichtigt die Gesellschaft eine Verbreiterung ihrer Angebotspalette. Die Geschäftsleitung ist überzeugt, dass der aufgezeigte Weg der richtige ist, um den Anforderungen der Digitalisierung und den damit einhergehenden Veränderungen auf dem Mobilitätsmarkt gerecht zu werden. Hierbei gilt es, die strukturellen Nachteile kleinerer Autovermietungen zu kompensieren und gemeinsam einer weiteren, auch zu Lasten des Endkunden führenden Marktmonopolisierung entgegenzutreten. Entsprechend den bestehenden Anforderungen zur Sicherstellung von Compliance und Corporate Governance in Unternehmen wurden weitere geeignete Maßnahmen getroffen, um unternehmensgefährdende Entwicklungen noch frühzeitiger zu erkennen. Das auf die Unternehmensgröße abgestimmte, interne Überwachungssystem ermöglicht es, wesentliche Risiken, die besonderen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, rechtzeitig zu identifizieren und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Wesentlicher Bestandteil des Überwachungssystems ist ein regelmäßiges Berichtswesen, das Kennzahlen sowohl im WKZ- als auch im Vermiet- und Remarketingbereich berücksichtigt, auswertet und mit von der Unternehmensleitung festgelegten Benchmarks vergleicht. Negative Abweichungen werden kommuniziert und Gegenmaßnahmen erarbeitet. Unter der Führung der STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AG wurde im August 2022 eine Konsortialfinanzierung für alle Gruppenunternehmen eingeführt. Hierdurch kann das Unternehmen mögliche Zinsänderungsrisiken minimieren und damit die Finanzierungsbedarfe aller Gesellschaften für die nächsten Jahre nachhaltig sicherstellen. Damit ist die Liquiditätslage der Gesellschaften solide begründet und Liquiditätsengpässe sind nicht zu erwarten. Vor diesem Hintergrund beurteilt die Geschäftsführung der Charly Autovermietung GmbH die Geschäftsentwicklung des Konzerns zum gegenwärtigen Zeitpunkt wie folgt:
Unter Berücksichtigung der zuvor dargelegten Umstände sowie der Maßnahmen, die zur Kompensation verbleibender Restrisiken eingeleitet wurden, erwartet die Geschäftsführung für das Jahr 2022 unter Zugrundelegung der genannten Rahmenbedingungen, ein Ergebnis nach Steuern signifikant über dem Vorjahr.
Solingen, den 23. August 2022 Jens Erik Hilgerloh, Geschäftsführer Jannis Calvin Hilgerloh, Geschäftsführer Melanie Lammers, Geschäftsführerin Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20211. Allgemeine Angaben und Vorbemerkungen Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:
2. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss der Charly Autovermietung GmbH umfasst den Teilkonzernabschluss der STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AKTIENGESELLSCHAFT, Solingen, an dem der Gesellschaft die unmittelbare Mehrheit der Stimmrechte (73,08 %) zusteht. Für diese Tochtergesellschaft wird ein befreiender Konzernabschluss erstellt. Weiterhin werden die im Geschäftsjahr 2021 gegründete Lammerloh GmbH, Solingen, sowie die Jainy GmbH, Solingen, an der die Charly Autovermietung GmbH jeweils zu 100 % beteiligt ist und die penguin Beteiligungs GmbH, Solingen, an der die Charly Autovermietung GmbH mit 80 % beteiligt ist, in den Konzernabschluss einbezogen. Die Angaben über die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie die Gesellschaften gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB ergeben sich aus einer gesonderten Angabe im Anhang. Die Geschäftsanteile an der Auto-Rent Systems GmbH, Wülfrath, werden aufgrund des Wahlrechts nach § 310 Abs. 1 HGB und der Ausübung eines maßgeblichen Einflusses auf diese Gesellschaft unter den assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Der im Konzernabschluss ausgewiesene Anteil am Kapital und an den Stimmrechten beträgt 50 %. Die Europa Service Holding B.V., Weert / Niederlande, erstellt als Mutterunternehmen mit zwei Tochterunternehmen einen Teilkonzernabschluss, der in den Teilkonzernabschluss der STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AKTIENGESELLSCHAFT, Solingen, einbezogen wird. Folgende Gesellschaften werden nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind:
Zusammen sind die Gesellschaften ebenfalls nicht nach § 296 Abs. 2 S. 2 HGB in den Konzernabschluss einzubeziehen, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind. 3. Konsolidierungsgrundsätze 3.1 Stichtag der Konsolidierung Der Konzernabschluss wurde auf den 31. Dezember 2021 aufgestellt. Der in den Konzernabschluss einbezogene Teilkonzernabschluss der STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AKTIENGESELLSCHAFT, Solingen, sowie die Jahresabschlüsse der drei vorstehend genannten Gesellschaften wurden ebenfalls auf den 31. Dezember 2021 aufgestellt. 3.2 Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für Erstkonsolidierungen nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 S. 2 HGB. Im Berichtsjahr hat sich der Stimmrechtsanteil an dem wesentlichen Tochterunternehmen STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AKTIENGESELLSCHAFT, Solingen, durch den Erwerb weiterer Aktien durch diese Gesellschaft von 72,84 % auf 73,08 % erhöht. Aus der Erstkonsolidierung in 2017 und den Folgekonsolidierungen in 2018 und 2019 ermittelt sich aus der Konsolidierung der Beteiligungsansätze mit dem Eigenkapital der Tochterunternehmen ein negativer Unterschiedsbetrag. Dieser wird, soweit er auf Gewinnvorträge der Tochterunternehmen aus der Zeit vor Konzernzugehörigkeit entfällt, unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Der übersteigende Betrag wurde zunächst unter dem Posten Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Durch den Erwerb eigener Aktien eines Tochterunternehmens im Geschäftsjahr 2020 und dem Erwerb weiterer Aktien wurde dieser Posten aufgelöst und der übersteigende Konzernanteil bei den Gewinnrücklagen gekürzt. Die sich aus den vorgenannten Sachverhalten ergebenden Veränderungen innerhalb des Eigenkapitals sind im Konzern-Eigenkapitalspiegel gesondert dargestellt. Aus einem Erwerb nach Erstkonsolidierung ermittelt sich ein Firmenwert von T€ 3.297. Aus einem Hinzuerwerb im Geschäftsjahr 2021 ermittelt sich ein weiterer Firmenwert von T€ 950. Beide Werte werden über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Die Einbringung weiterer Geschäftsanteile eines bereits vollkonsolidierten Tochterunternehmens erfolgte im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung um T€ 184. 3.3 Quotenkonsolidierung Der Konzern hat für das gemeinschaftlich geführte Unternehmen, die Auto-Rent Systems GmbH, von dem Wahlrecht nach § 310 Abs. 1 HGB Gebrauch gemacht und die Beteiligung nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. 3.4 Equity Bilanzierung Das assoziierte Unternehmen wird nach der Buchwertmethode in den Konzernabschluss einbezogen. Bei der Auto-Rent Systems GmbH betragen die auf die Konzernmutter entfallenen Anschaffungskosten T€ 75. Nach Verrechnung mit dem anteiligen Konzerneigenkapital der Gesellschaft verbleibt ein passiver Unterschiedsbetrag von T€ 139, der aufgrund des Ergebnischarakters mit den Gewinnrücklagen aus der Kapitalkonsolidierung verrechnet wurde. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des Konzernabschlusses. 3.5 Schuldenkonsolidierung Sämtliche Forderungen und Schulden, die die einbezogenen Gesellschaften gegeneinander ausweisen, wurden verrechnet. 3.6 Eliminierung von Aufwendungen und Erträgen Sämtliche Aufwendungen und Erträge der einbezogenen Gesellschaften untereinander wurden eliminiert. 3.7 Latente Steuern Im Konzernabschluss werden keine latenten Steuern nach § 306 HGB ausgewiesen. 3.8 Zwischengewinneliminierung Die sich aus einem konzerninternen Verkauf von Anlagevermögen in Vorjahren ergebenden anteiligen Abschreibungen der erwerbenden Gesellschaft wurden zum Bilanzstichtag eliminiert (T€ 13). 4. Inhalt und Gliederung des Konzernabschlusses Der vorliegende Konzernabschluss ist grundsätzlich nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§ 298 Abs. 1 HGB i.V.m. §§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 HGB). Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt (§ 298 Abs. 1 HGB i.V.m. § 275 Abs. 2 HGB). 5. Währungsumrechnung Fremdwährungsposten wurden - soweit im Konzernjahresabschluss enthalten - mit dem Devisenkassamittelkurs verbucht. 6. Bilanzierungsmethoden Im Konzernabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind - mit Ausnahme der Saldierungspflicht für bestimmte Aktiva und Passiva - nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden. Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden, die Rechnungsabgrenzungsposten sowie die latenten Steuern wurden in der Konzernbilanz - soweit vorhanden - gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert. Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Haftungsverhältnisse i.S. von § 251 HGB sind ggf. nachfolgend gesondert angegeben. 7. Bewertungsmethoden Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Konzerns ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet, sofern nicht § 254 HGB anzuwenden ist. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Konzernabschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind - mit Ausnahme von evtl. vorhandenen Währungskursgewinnen gem. § 256a Satz 2 HGB - nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Konzernabschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Einzelne Posten werden wie folgt bewertet: Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene EDV-Software wurde zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert im Wesentlichen aus der Erst- und Folgekonsolidierung eines in 2018 bzw. 2021 erworbenen Unternehmens. Der dabei ermittelte Geschäfts- oder Firmenwert wird mit einer Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Sachanlagen Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich planmäßiger nutzungsbedingter Abschreibungen bewertet. Die Anlagegegenstände werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Soweit in den Vorjahren die degressive Abschreibung steuerlich möglich war, wurde diese fortgeführt. Geringwertige Wirtschaftsgüter, die den Betrag von € 250,00 netto, nicht aber den Betrag von € 800,00 netto überschreiten, werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Zugänge an geringwertigen Wirtschaftsgütern bis € 250,00 netto werden direkt als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Finanzanlagen Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt grundsätzlich zu den ursprünglichen Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert der Beteiligungen. Die Anteile an einem assoziierten Unternehmen werden mit dem anteiligen Eigenkapital zuzüglich der anteiligen Ergebnisse abzüglich erfolgter Ausschüttungen ausgewiesen. Die Bewertung der Beteiligungen erfolgt grundsätzlich zu den ursprünglichen Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert der Beteiligungen. Die Bewertung der Wertpapiere des Anlagevermögens erfolgt grundsätzlich zu den ursprünglichen Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert der Wertpapiere. Die Bewertung der Sonstigen Ausleihungen erfolgt zum Nennwert. Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse und Waren (Fahrzeuge) erfolgte hierbei unter Berücksichtigung der tatsächlichen Anschaffungskosten, vermindert um die zeitanteilige Differenz zwischen den Anschaffungskosten und den vertraglich vereinbarten jeweiligen Rückgabepreisen der Fahrzeuge. Die geleisteten Anzahlungen wurden mit dem Nennwert aktiviert. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit ihrem Nennwert bewertet. Erkennbaren Einzelrisiken wurde durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Für das allgemeine Kredit- und Ausfallrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgte ebenfalls zum Nennwert. Rechnungsabgrenzungsposten Der Posten enthält ausschließlich Auszahlungen des Berichtsjahres, die Aufwendungen für die Folgejahre darstellen. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten Die übrigen Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 8. Erläuterungen zur Bilanz Das Anlagevermögen sowie die Abschreibungen haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt: Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen werden die unter 5. Sonstige Angaben aufgeführten nicht den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften ausgewiesen. Die Vorräte enthalten mit T€ 968 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, mit T€ 201.973 Fahrzeuge und Waren sowie mit T€ 2.231 geleistete Anzahlungen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten mit T€ 8.884 Werbekostenzuschüsse (WKZ) der Industrie aus Fahrzeugkäufen. Diese Forderungen sind zu rd. 59 % rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstanden und in dieser Höhe in der passiven Rechnungsabgrenzung enthalten. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Unter diesem Posten wird im Wesentlichen eine Forderung gegen ein nicht in den Konzernabschluss einbezogenes verbundenes Unternehmen ausgewiesen, die den sonstigen Vermögensgegenständen zuzuordnen ist. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind als wesentliche Posten Forderungen aus Umsatzsteuer enthalten. Daneben wird eine Forderung gegen Gesellschafter (T€ 5.688) ausgewiesen, deren Restlaufzeit über ein Jahr beträgt. Im Geschäftsjahr hat sich das Verrechnungskonto um T€ 1.041 erhöht und um T€ 822 reduziert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben mit Ausnahme der vorstehend genannten Forderung gegen Gesellschafter und in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltene Forderungen von T€ 2.031 Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. Gezeichnetes Kapital Das voll eingezahlte Stammkapital der Charly Autovermietung GmbH beträgt zum Bilanzstichtag € 25.000,00. Gewinnrücklagen Die anderen Gewinnrücklagen werden nach Änderungen des Konsolidierungskreises mit T€ 2.562 ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten als wesentliche Positionen Rückstellungen für WKZ (T€ 4.190), ausstehende Rechnungen (T€ 3.039), Personalkosten (T€ 2.102) sowie Schäden an Leasingfahrzeugen (T€ 1.424). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt auf:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen im Wesentlichen kurzfristige Darlehen zur Finanzierung der Fahrzeuge. Sie sind durch Sicherungsübereignungen von Fahrzeugen sowie den aus den sicherungsübereigneten Fahrzeugen resultierenden Ansprüchen aus Verkäufen und Mietverträgen besichert. Daneben bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zur Finanzierung von Immobilien, die durch Grundpfandrechte gesichert sind (T€ 5.258). Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang Sicherheiten. 9. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Sie werden mit rd. 18 % im europäischen Ausland erzielt. Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 192.622 resultieren aus Vermietungsumsätzen (T€ 155.822) sowie aus Werbekostenzuschüssen (T€ 36.800). 10. Sonstige Angaben Personal Konzernweit werden durchschnittlich 1.073 Mitarbeiter beschäftigt. Außerbilanzielle Geschäfte In den unter den Vorräten der Gesellschaft ausgewiesenen Fahrzeugen von T€ 201.973 besteht in Höhe von T€ 144.376 gegenüber den Fahrzeugherstellern eine Buy-Back-Verpflichtung in Höhe des Buchwertes der Fahrzeuge. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zur Gewährleistung des Unternehmenszwecks bestehen eine Vielzahl von Leasingverträgen mit Herstellern bzw. deren Banken über Fahrzeuge, denen teilweise Mieterlöse aus der Überlassung dieser Fahrzeuge an Partnerunternehmen gegenüberstehen. Diese betragen zum Bilanzstichtag T€ 81.687. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Raummietverträgen in Höhe von T€ 2.905. Geschäftsführung des Mutterunternehmens
Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt in Anwendung von § 314 Abs. 3 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB. Honorar des Abschlussprüfers Für die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers nebst deren Tochtergesellschaften, wurden im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von T€ 167 erfasst. Sie entfallen vollständig auf Abschlussprüferleistungen. In den Konzernabschluss der Charly Autovermietung GmbH zum 31. Dezember 2021 einbezogene Gesellschaften: Die Charly Autovermietung GmbH (Mutterunternehmen) bzw. deren Tochtergesellschaften halten folgende unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen:
* = Die Gesellschaften nehmen Erleichterungen
der § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch.
Die Europa Service Holding B. V., Weert / Niederlande, erstellt einen Teilkonzernabschluss, der entsprechend der niederländischen Vorschriften offengelegt wird. Folgende Gesellschaften wurden nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind:
Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds umfasst zum Bilanzstichtag den Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten des Konzerns. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2021 auf neue Rechnung vorzutragen.
Solingen, den 23. August 2022 Jens E. Hilgerloh, Geschäftsführer Jannis C. Hilgerloh, Geschäftsführer Melanie Lammers, Geschäftsführerin Konzern - Anlagespiegel zum 31. Dezember 2021
Bestätigungsvermerk des unabhängigen KonzernabschlussprüfersAn die Charly Autovermietung GmbH, Solingen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Charly Autovermietung GmbH, Solingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Charly Autovermietung GmbH, Solingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 26. August 2022 QUADRILOG
WIRTSCHAFTSPRÜFUNG GmbH
Stephan Imkamp, Wirtschaftsprüfer Dirk Schiffers, Wirtschaftsprüfer Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Eigenkapitalspiegel
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