Neukauf Südbayern GmbH
Selbe AdresseEinzelhandel mit Waren verschiedener Art, Hauptrichtung Nicht-Nahrungsmittel
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Kleinert seit 8.5.2025 | Geschäftsführer |
Stefan Rudolf Dr. Mayer seit 17.8.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EDEKA Südbayern Beteiligungsgesellschaft mbHGaimersheimKonzernabschluss 2022BILANZAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Kapitalflussrechnung
Der Finanzmittelfonds umfasst den Bestand an Zahlungsmitteln sowie die jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und setzt sich wie folgt zusammen:
Eigenkapitalspiegel
* der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
ANHANGAllgemeine AngabenDie EDEKA Südbayern Beteiligungsgesellschaft mbH hat ihren Sitz in Gaimersheim und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ingolstadt unter der Nr. HRB 244 eingetragen. Sie ist nach § 290 Abs. 1 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Konzernabschluss wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit sind im Konzernabschluss teilweise einzelne Abschlussposten zusammengefasst; sie werden jedoch im Anhang erläutert und aufgegliedert. Die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringenden Vermerke, werden mit Ausnahme der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter im Anhang gemacht. KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung erfolgte für nach dem 31. Dezember 2009 erworbenen Tochterunternehmen nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB. Dies betraf im vorliegenden Konzernabschluss folgende Gesellschaften:
Für Tochterunternehmen, die vor dem 31. Dezember 2009 erworben wurden, erfolgte die Kapitalkonsolidierung gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a. F. nach der Buchwertmethode auf den Zeitpunkt des Anteilserwerbs. Soweit sich aus den Konsolidierungsmaßnahmen der Geschäftsjahre bis einschließlich 2009 Firmenwerte ergaben, wurden sie mit den Konzernrücklagen verrechnet. Die im Geschäftsjahr 2022 realisierte nachträgliche Kaufpreisminderung in Bezug auf die Beteiligung der Kaiser's Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH in Höhe von T€ 901 wurde erfolgswirksam erfasst. Die Kapitalanteile externer Gesellschafter an einbezogenen Tochterunternehmen werden als "nicht beherrschende Anteile" in der Konzernbilanz ausgewiesen. In den Einzelabschlüssen bestehende Gewinnvorträge wurden in die Konzernrücklagen umgegliedert. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind gegeneinander aufgerechnet worden. Zwischengewinne im Anlagevermögen und im Vorratsvermögen wurden ergebniswirksam konsolidiert. Sonstige konzerninterne Aufwendungen und Erträge wurden erfolgsneutral konsolidiert. Die Bewertung der Anteile an assoziierten Unternehmen erfolgte gemäß § 312 Abs. 1 HGB mit den ursprünglichen Anschaffungskosten der Anteile, wobei diese dem Buchwert der Anteile entsprechen. Nach der Erstbewertung erfolgte die Fortschreibung der Anteile an assoziierten Unternehmen entsprechend der anteiligen Eigenkapitalveränderung des assoziierten Unternehmens. In der Gewinn- und Verlustrechnung ist das auf das assoziierte Unternehmen entfallende Ergebnis im Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthalten. Der Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens wird nach deutschen Rechnungslegungsgrundsätzen erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich denen des Konzernabschlusses. Der Konzernabschluss ist vor Verwendung des Konzernergebnisses aufgestellt. Der nach Abzug der Gewinnanteile der nicht beherrschenden Anteile verbleibende Konzerngewinn des Vorjahres wird hierbei nach Abzug des Einstellungsbetrages in die Gewinnrücklagen des Mutterunternehmens sowie nach Abzug der Ausschüttung des Mutterunternehmens den Konzernrücklagen zugeführt. KonsolidierungskreisAngabe nach § 313 Abs. 2 Nr. 1 Satz 1 HGB (vollkonsolidierte Unternehmen)In den Konsolidierungskreis zum 31. Dezember 2022 wurden neben der EDEKA Südbayern Beteiligungsgesellschaft mbH sämtliche mit ihr verbundenen Unternehmen einbezogen, sofern kein Verzicht auf die Einbeziehung gemäß § 296 Abs. 2 HGB erfolgte.
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften machen von den Befreiungsmöglichkeiten der §§ 264 Abs. 3, 264b HGB hinsichtlich der Veröffentlichung ihres Einzelabschlusses Gebrauch. Zum 01.01.2022 wurde die SIC Deutschland GmbH, Hamburg, mit der Kaiser's Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH verschmolzen. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist dennoch durch die Übernahme vergleichsweise geringer Vermögenswerte und Schulden nicht beeinträchtigt. Angabe nach § 313 Abs. 2 Nr. 2 HGB (assoziierte Unternehmen)Beteiligungsverhältnis von Unternehmen 6:
Bei dem assoziierten Unternehmen handelt es sich um die im Jahr 2014 gemeinsam mit einem externen Partner neu gegründete und seit Oktober 2015 operativ tätige Bayernfleisch GmbH mit Sitz in Traunstein, an welcher die Südbayerische Fleischwaren GmbH 50,0 Prozent der Anteile hält. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligungen (T€ 9.721) und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens (T€ 9.721) beträgt T€ 0. Die Ertragsteuern wurden in der Veränderung des Equity-Wertes berücksichtigt. Angabe nach § 313 Abs. 2 Nr. 1 Satz 2 HGB (nicht konsolidierte Unternehmen)Das folgende Tochterunternehmen wurde wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bilds der Vermögens- Finanz und Ertragslage gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, weil dieses nicht operativ tätig ist und über kein wesentliches Vermögen verfügt. Beteiligungsverhältnis von Unternehmen 15:
Dieses Tochterunternehmen wird nach den Regelungen für assoziierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen, da der Konzern einen maßgeblichen Einfluss auf dessen Geschäfts- und Finanzpolitik ausübt. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür den Konzernabschluss gelten mit folgenden Ausnahmen unverändert die aufgeführten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden: Der Gesamtbetrag der Forderungen gegen Gesellschafter, der in den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten ist, beinhaltet abweichend zum Vorjahr auch die Forderungen gegen Minderheitsgesellschafter (T€ 38.538, Vorjahr: T€ 43.977). Der Davonvermerk des Vorjahres wurde zur Herstellung der Vergleichbarkeit entsprechend angepasst. Außerdem werden die Verbindlichkeiten gegenüber Tochterunternehmen der EDEKA Zentralhandelsgesellschaft mit beschränkter Haftung (T€ 64.262, Vorjahr: T€ 59.550) abweichend zum Vorjahr nicht mehr in den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sondern in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde zur Herstellung der Vergleichbarkeit entsprechend angepasst. Im Konzernabschluss sind immaterielle Vermögensgegenstände zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert werden bei Bedarf vorgenommen. Die in den einbezogenen Jahresabschlüssen planmäßig über die Nutzungsdauer abzuschreibenden Firmenwerte werden grundsätzlich in der Konzernbilanz zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung bzw. nachfolgend in den Zugangsjahren erfolgsneutral mit den Konzernrücklagen verrechnet. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit abnutzbar, werden lineare Abschreibungen unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer in Abzug gebracht. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert werden bei Bedarf vorgenommen. Selbstständig nutzbare, bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungskosten bis € 250 im Zugangsjahr im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen. Gegenstände mit Anschaffungskosten zwischen € 250 und € 800 werden im gleichen Jahr voll abgeschrieben.
Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert werden bei Bedarf vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bzw. mit Festwerten nach § 240 Abs. 3 HGB oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Handelswaren sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Konzernanschaffungskosten, die zu gleitenden Durchschnittspreisen ermittelt werden, abzüglich angemessener Abschläge für eingeschränkte Verkaufsfähigkeit und verdeckte Mängel bewertet. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse in den Fleischwerken sowie in der Bäckerei werden je nach Fertigungsstufe mit den Anschaffungskosten (Materialeinzelkosten) zuzüglich eines pauschalen Gemeinkostenaufschlages angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt. Dem latenten Kreditrisiko bei den Forderungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert (zu Anschaffungskosten) bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält anteilige Ausgaben aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die latenten Steuern beinhalten auch die Steuerabgrenzungen der steuerrechtlichen Organgesellschaften nach § 274 HGB, die mit den latenten Steuern nach § 306 HGB zusammengefasst wurden. Für die Bewertung der latenten Steuern wurde eine zukünftige durchschnittliche Ertragsteuerbelastung von 29,0 Prozent (Vorjahr: 29,0 Prozent) zugrunde gelegt. Aktive und passive latente Steuern wurden verrechnet und der aktive Überhang in der Konzernbilanz ausgewiesen. Zur Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde bei den Gesellschaften des Konzerns die Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G angewandt. Als grundlegende Berechnungsprämissen wurde für den Trend der laufenden Betriebsrente grundsätzlich eine jährliche Steigerung in Höhe von 2,0 Prozent (Vorjahr: 2,0 Prozent) zugrunde gelegt. Insoweit Einzelzusagen bestehen, werden die jeweiligen individuell vereinbarten Rentensteigerungen berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre unter pauschaler Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren (§ 253 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB) abgezinst. Bei der Ermittlung des Aufzinsungsaufwandes wurde angenommen, dass die Änderung des Abzinsungssatzes zum Ende der Periode eintritt. Der Zinsänderungseffekt wurde im Zinsergebnis ausgewiesen. Aus Firmenübernahmen bestehen im Konzern mittelbare Versorgungsverpflichtungen in Höhe von T€ 201 (Vorjahr: T€ 195). Rückstellungen wurden dafür nicht gebildet. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten, ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Bei der Ermittlung des Aufzinsungsaufwandes wurde angenommen, dass die Änderung des Abzinsungssatzes zum Ende der Periode eintritt. Der Aufwand aus der Änderung des Rechnungszinses ist im Zinsergebnis ausgewiesen. Als grundlegende Berechnungsprämissen zur Bewertung der Jubiläumsrückstellungen wurde eine jährliche Lohn- bzw. Gehaltssteigerung in Höhe von 2,5 Prozent (Vorjahr: 2,5 Prozent), für das Pensionsalter die gesetzliche Regelaltersgrenze und eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) zugrunde gelegt. Für die Berücksichtigung der Fluktuation wurde ein Wert von 5,0 Prozent (Vorjahr: Standardfluktuation der Heubeck-Richttafeln 2018 G) und als Steigerungsrate der Beitragsbemessungsgrenze 3,0 Prozent angewendet. Zur Bewertung der Sterbegeldverpflichtung wurde die projizierte Einmalbetragsmethode unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G angewandt. Der Fluktuation wurde durch einen Abschlag von 5,0 Prozent Rechnung getragen und Gehaltssteigerungen von 2,0 Prozent (Vorjahr: 2,0 Prozent) zu Grunde gelegt. Ein Rententrend sowie die Dynamik der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung wurde jeweils mit 0,0 Prozent angenommen. Entsprechend der Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde eine pauschale Restlaufzeit der Verpflichtung von 15 Jahren angenommen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Die anteiligen Einnahmen aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung1 AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachstehenden Anlagenspiegel:
In den Anteilen an verbundenen Unternehmen ist der Anteil der Kaiser's Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH an ihrem, in Anwendung des § 296 Abs. 2 HGB, nicht konsolidierten Tochterunternehmen enthalten. Im Geschäftsjahr wurde das Ergebnis der Tochtergesellschaft auf Grund der Unterschreitung des Buchwertes von Null nur anteilig in den Konzern einbezogen, weshalb hier ein nicht bilanzierter negativer Equity-Wert in Höhe von rund T€ 3 zu verzeichnen ist. Die Anteile an verbundenen Unternehmen stellen gleichzeitig Anteile an assoziierten Unternehmen dar. Die Anteile an assoziierten Unternehmen betreffen ausschließlich die Beteiligung der Südbayerischen Fleischwaren GmbH an der Bayernfleisch GmbH. 2 Forderungen aus Lieferungen und LeistungenIn den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 568 (Vorjahr: T€ 1.055) enthalten. 3 Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis bestehtGegen den Minderheitsgesellschafter der Kaiser's Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, die EDEKA Minden-Hannover, bestehen Forderungen in Höhe von T€ 38.162 (Vorjahr: T€ 43.858), die vorrangig aus dem Beteiligungsverhältnis aufgrund der Tengelmann-Übernahme resultieren. Forderungen gegen die EDEKA Südbayern eG (Gesellschafter) bestehen in Höhe von T€ 221.040 (Vorjahr: T€ 213.683), wobei es sich hierbei primär um Kreditausleihungen in Höhe von T€ 200.000 (Vorjahr: T€ 200.000) handelt, die durchschnittlich mit 0,6 Prozent (Vorjahr: 0,6 Prozent) jährlich verzinst werden. Des Weiteren sind Finanztransaktionen im Rahmen des gemeinsamen Kreditpools in Höhe von T€ 21.040 (Vorjahr: T€ 13.683) enthalten. Forderungen gegen den Minderheitsgesellschafter der Westpark Einkaufszentrum Verwaltungs-GmbH bestehen in Höhe von T€ 375 (Vorjahr: T€ 120). Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind in Höhe von T€ 200.000 (Vorjahr: T€ 200.000) enthalten. 4 Sonstige VermögensgegenständeIn den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 105.793 (Vorjahr: T€ 53.132) enthalten. Außerdem sind antizipative Posten in Höhe von T€ 1.664 (Vorjahr: T€ 3.207) enthalten, wobei es sich um im Folgejahr abziehbare Vorsteuer handelt. 5 RechnungsabgrenzungspostenAusgewiesen werden primär Mietvorauszahlungen und (verlorene) Baukostenzuschüsse für angemietete Einzelhandelsstandorte. 6 Latente SteuernIm Konzern ergeben sich latente Steuern, die aus den Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögens- und Schuldposten der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen resultieren (§ 274 HGB), die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, sowie latente Steuern, die aus verschiedenen Konsolidierungsmaßnahmen resultieren (§ 306 HGB). Verrechnet ergeben sich aktive latente Steuern in Höhe von T€ 28.939 (Vorjahr: T€ 31.713), die sich nach Bilanzpositionen geordnet, wie folgt zusammensetzen:
7 RückstellungenDer Rechnungszinssatz für Pensionsrückstellungen beträgt 1,8 Prozent (Vorjahr: 1,9 Prozent). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt T€ 5.561 (Vorjahr: T€ 8.966). Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus langfristigen Mietverhältnissen und Instandhaltungsverpflichtungen (T€ 40.547; Vorjahr: T€ 42.106), auf Kosten des Personalbereichs (T€ 37.889; Vorjahr: T€ 39.269) sowie auf Rückstellungen für die Subventionierung des Einzelhandels (T€ 22.933; Vorjahr: T€ 34.815). Des Weiteren sind Rückstellungen für den Fair Value und den Verlustausgleich aus der Tengelmann-Übernahme (T€ 6.185; Vorjahr: T€ 7.980) enthalten. Bei langfristigen Rückstellungen wurden Kostensteigerungen auf Basis der durchschnittlichen Entwicklung in der Vergangenheit (1,0 Prozent bis 2,0 Prozent) berücksichtigt. Für Jubiläumsrückstellungen wurde ein Rechnungszins von 1,4 Prozent (Vorjahr: 1,4 Prozent) und für die Sterbegeldverpflichtungen ein Zinssatz von 1,4 Prozent (Vorjahr: 1,4 Prozent) zugrunde gelegt. 8 Verbindlichkeiten
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die im Warengeschäft üblichen Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen und die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. 9 UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen folgendermaßen auf:
In den sonstigen Umsatzerlösen sind periodenfremde Erlöse in Höhe von T€ 156 (Vorjahr: T€ 800) enthalten. Es handelt sich hierbei hauptsächlich um Kostenerstattungen von Lieferanten, die das Vorjahr betreffen. 10 Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 26.357 (Vorjahr: T€ 22.419) enthalten. Sie entfallen u.a. auf die Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen, auf Erträge aus Anlagenverkäufen sowie Vergütungen bzw. Erstattungen für Vorjahre. 11 Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 5.566 (Vorjahr: T€ 1.828) enthalten, welche u.a. auf Rückstellungen für uneinbringliche Forderungen aus Heizkostenabrechnungen, Verluste aus Anlagenabgängen und Wertberichtigungen auf Forderungen entfallen. 12 ZinsergebnisIn den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus der Abzinsung von T€ 54 (Vorjahr: T€ 11) enthalten. Die in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen aus der Aufzinsung belaufen sich auf T€ 3.779 (Vorjahr: T€ 9.790). 13 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 3.419 (Vorjahr: T€ 797) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 293 (Vorjahr: T€ 3.400) enthalten. Sonstige Angaben14 Haftungsverhältnissea) aus Bürgschaften:Zum 31. Dezember 2022 bestehen selbstschuldnerische Bürgschaften der EDEKA Südbayern Handels Stiftung &Co. KG gegenüber der EDEKABANK Aktiengesellschaft, Hamburg, in Höhe von T€ 116.500 (Vorjahr: T€ 109.547) zur Absicherung von Kundenkrediten. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird aufgrund der Analyse der vorliegenden Finanzzahlen der Kunden sowie aufgrund der vereinbarten Eigentumsvorbehalte hinsichtlich der Warenlieferungen als gering eingestuft. b) aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten:Ferner wurde Sachanlagevermögen zur Besicherung von Darlehensverbindlichkeiten der EDEKA Südbayern eG sicherungsübereignet. Die besicherten Darlehensverbindlichkeiten belaufen sich zum 31. Dezember 2022 auf T€ 8.600 (Vorjahr: T€ 11.000). Aufgrund der geordneten wirtschaftlichen Verhältnisse bei der EDEKA Südbayern eG wird mit einer Inanspruchnahme nicht gerechnet. c) aus Gewährleistungsverträgen:Die Fehlbeträge von Unterstützungskassen belaufen sich auf T€ 164 (Vorjahr: T€ 142). Anforderungen aus dem Fehlbetrag seitens der Unterstützungskasse liegen bisher nicht vor, so dass mit einer Inanspruchnahme nicht gerechnet wird. 15 Sonstige finanzielle VerpflichtungenAus abgeschlossenen Mietverträgen für die Großhandelslager, Einzelhandels- und C+C-Standorte bestehen finanzielle Verpflichtungen auf Miet- und Pachtzahlungen in Höhe von € 1.997 Mio. (Vorjahr: € 1.878 Mio.); die langfristigen vertraglichen Bindungen dienen der Sicherung der Absatzbasis des Groß- und Einzelhandels. 16 Bezüge der früheren Geschäftsführungsorgane und der Mitglieder des AufsichtsorgansDie Bezüge für frühere Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebene beliefen sich im Geschäftsjahr auf T€ 109 (Vorjahr: T€ 108). Für Pensionsverpflichtungen an frühere Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebene wurden T€ 1.959 (Vorjahr: T€ 1.912) zurückgestellt. Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich auf T€ 16 (Vorjahr: T€ 16). Für Kredite von Aufsichtsratsmitgliedern bestehen selbstschuldnerische Bürgschaften gegenüber der EDEKABANK Aktiengesellschaft in Hamburg. 17 Geschäfte mit nahestehenden Personen und UnternehmenDie Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen betreffen hauptsächlich die Abwicklung des Warengeschäftes, die An- und Vermietung von Immobilien sowie die Inanspruchnahme von Finanz- und Dienstleistungen.
18 Gesamthonorar des AbschlussprüfersFür die im Geschäftsjahr erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers einschließlich der Prüfungen von Tochtergesellschaften sind T€ 387 für Abschlussprüfungsleistungen und T€ 26 für sonstige Leistungen erfasst worden. 19 Zahl der ArbeitnehmerDie durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
20 Zusammensetzung der OrganeGeschäftsführungClaus Hollinger (Sprecher) Anna Maria Schalk Dr. Dirk Eßmann (seit 01.01.2023) Werner Gruber (bis 16.12.2022) AufsichtsratVertreter der AnteilseignerLeo Schwaiberger, Vorsitzender Josef Lechertshuber, Stellvertreter Stefan Alex Herbert Esslinger (bis 23.02.2023) Dietmar Fackler Sabine Fanderl Andreas Schmid Tobias Stubhann Hannes Feneberg (kooptiertes Mitglied) Heidi Summerer-Mayer (kooptiertes Mitglied) Vertreter der ArbeitnehmerRoland Engelhardt Waldemar Linke Andrea Scheiblecker Horst Eckert Die in den Aufsichtsrat gewählten Vertreter der Kapitalseite sind als Einzelhandelskaufleute tätige Mitglieder der Gesellschaftergenossenschaften. 21 Ergebnisverwendungsvorschlag des MutterunternehmensDer Jahresüberschuss zuzüglich des Gewinnvortrages soll folgendermaßen verwendet werden:
Gaimersheim, 14. April 2023 EDEKA Südbayern Beteiligungsgesellschaft mbH Claus Hollinger Dr. Dirk Eßmann Anna Maria Schalk LAGEBERICHT1. Grundlagen des KonzernsDie Gesellschafter des Unternehmens EDEKA Südbayern Beteiligungsgesellschaft mbH sind die beiden Gesellschaftergenossenschaften EDEKA Südbayern eG, Gaimersheim, und EDEKA Chiemgau eG, Gaimersheim, sowie die EDEKA Zentralhandelsgesellschaft mbH, Hamburg. Das Warengeschäft des Konzerns der EDEKA Südbayern Beteiligungsgesellschaft mbH (ESB), Gaimersheim, umfasst den Zuliefer- und Abholgroßhandel sowie den Lebensmitteleinzelhandel und zur Abrundung der Geschäftsaktivitäten vier angeschlossene Fleischwerke und einen Backwarenbetrieb. Ihr Absatzgebiet erstreckt sich über den gesamten Raum Südbayern. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und BrancheTrotz der Energiekrise und massiv steigender Preise als Folge des Krieges in der Ukraine, Material- und Lieferengpässen sowie andauernder Corona-Effekte hat sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 gut behauptet. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes vom 13. Januar 2023 nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) für Deutschland um 1,9% zu. Damit übertraf das BIP wieder das Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019. Die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief allerdings sehr unterschiedlich. Die Aufhebung nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen sorgte im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe für ein kräftiges Plus von +4,0% zum Vorjahr. Allerdings profitierten hiervon vor allem die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gastgewerbe, während die Bruttowertschöpfung im Handel zurückging. Besonders stark zulegen konnten die sonstigen Dienstleister, zu denen auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche zählt (+6,3%). Einen deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung um -2,3% verzeichnet hingegen das Baugewerbe. Laut statistischem Bundesamt führten neben Material- und Fachkräftemangel auch hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen zu einem deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung. Die Bauinvestitionen nahmen in 2022 preisbereinigt um 1,6% ab. Die privaten Konsumausgaben waren auf der Nachfrageseite die wichtigste Wachstumsstütze im Jahr 2022. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen diese preisbereinigt um 4,6% und erreichten damit nahezu das Vorkrisenniveau von 2019. Durch die Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Einschränkungen zeigt sich dies besonders deutlich bei den Ausgaben für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen im Inland (+45,4%). Niedriger hingegen waren die preisbereinigten Konsumausgaben für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren. Eine Ursache hierfür dürften auch die starken Preissteigerungen für Lebensmittel sein. Nachdem die Preissteigerung in 2021 noch bei +3,2% gelegen hatte, stiegen die Preise in 2022 nochmals um 13,4%. Im Jahresdurchschnitt waren alle Nahrungsmittelgruppen von Preissteigerungen betroffen. Laut der GFK führt dies im Bereich des Lebensmitteleinzelhandels zu Zurückhaltung bei den Einkaufsmengen, Verzicht auf Extras, sorgfältiger Einkaufsplanung und budgetgesteuerter Produkt- und Einkaufsstättenwahl. Trotz eines Umsatzwachstums von +0,2% haben die Food-Vollsortimenter dadurch im Jahr 2022 Marktanteile vor allem an die Discounter verloren (-1,4%). Getrieben von diesen Preisanstiegen von Lebensmitteln und den extremen Preissteigerungen für Energieprodukte haben sich die Verbraucherpreise in Deutschland im Jahresdurchschnitt um 7,9% gegenüber 2021 erhöht. Insbesondere krisen- und kriegsbedingte Sondereffekte wie Lieferengpässe und deutliche Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen waren ursächlich für diese Entwicklung. Der Außenhandel nahm im Jahr 2022 dennoch zu. Deutschland exportierte preisbereinigt 3,2% mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. Die Importe legten gleichzeitig allerdings sehr viel stärker um preisbereinigt 6,7% zu, was sich insgesamt negativ auf das BIP-Wachstum auswirkte. Nach vorläufigen Berechnungen des statistischen Bundesamtes stieg die Zahl der Erwerbstätigen im Jahresdurchschnitt kräftig um 589.000 (+1,3%) auf rund 45,6 Millionen Menschen. Allein in den Dienstleistungsbereichen wurde 93% des Beschäftigungsaufbaus realisiert. Der Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe verzeichnet mit +180.000 Erwerbstätigen die zweitstärkste absolute Zunahme in diesem Bereich (+1,8%). Neben einer gesteigerten Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung ist auch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte ursächlich für diese Entwicklung. Insgesamt erreichte die Zahl der Erwerbstätigen in 2022 den höchsten Stand seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990. Das Finanzierungsdefizit des staatlichen Haushalts belief sich zum Ende des Jahres 2022 auf 101,6 Milliarden Euro. Das waren knapp 33 Milliarden Euro weniger als im Jahr 2021 (134,3 Milliarden Euro). Den Entlastungen des Staatshaushalts durch die auslaufenden Corona-Maßnahmen wirkten die neuen Belastungen durch die Energiekrise infolge des Ukrainekriegs entgegen. So brachte die Bundesregierung unter anderem drei Entlastungspakete auf den Weg, um den steigenden Energiekosten entgegen zu wirken. Dies führte zu höheren Staatsausgaben, die überwiegend vom Bund finanziert wurden. Das Defizit des Bundes (-117,6 Milliarden Euro) war im Jahr 2022 genauso wie im Jahr 2021 etwas höher als das Defizit des Staates insgesamt. Folglich realisierten die Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen jeweils leichte Finanzierungsüberschüsse. Gemessen am nominalen BIP errechnet sich für den Staat im Jahr 2022 eine Defizitquote von 2,6 %, die damit deutlich niedriger war als in den letzten beiden Jahren. Für das Jahr 2023 geht die Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2023 aufgrund weiterhin hoher Belastungen durch die wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Ukraine, die schwache Entwicklung der Weltwirtschaft sowie die im Vergleich zum Vorkrisenniveau anhaltend hohen Energiepreise und Inflationsraten von einem nur geringen Wachstum des preisbereinigten BIP gegenüber 2022 von +0,2 % aus. 2.2 GeschäftsverlaufDie wesentlichen finanziellen Kennzahlen der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse aus dem Warengeschäft sowie das Ergebnis vor Steuern. Der Geschäftsverlauf des Konzerns für 2022 wird von der Geschäftsführung als gut angesehen. JahresrückblickDer EDEKA-Verbund hat seine Position im weiterhin von hoher Wettbewerbsintensität geprägten deutschen Lebensmitteleinzelhandel erneut ausgebaut und blieb auch im zurückliegenden Geschäftsjahr 2022 auf Wachstumskurs. Insgesamt konnte der Umsatz des Kerngeschäfts Lebensmitteleinzelhandel um 4,7 Prozent auf € 61,6 Mrd. (Vorjahr: € 58,8 Mrd.) - beim darin enthaltenen selbstständigen Einzelhandel sogar um 5,2 Prozent auf € 36,5 Mrd. (Vorjahr: € 34,7 Mrd.) - gesteigert werden. Der Umsatz des nationalen EDEKA-Verbundes erhöhte sich insgesamt um 5,6 Prozent auf € 66,2 Mrd. (Vorjahr: € 62,7 Mrd.). Das Vertriebsnetz des EDEKA-Verbunds umfasste deutschlandweit zum Jahresende insgesamt 11.077 Einzelhandelsstandorte (Vorjahr: 11.114 Standorte). Im Zuge der Modernisierung wurden im Jahresverlauf 2022 nicht mehr zeitgemäße und kleinere Standorte geschlossen und durch größere Einzelhandelsflächen ersetzt. Außerdem wurden zahlreiche bestehende Märkte erweitert und modernisiert. Die Gesamtverkaufsfläche im Verbund konnte auf insgesamt 12,0 Mio. m 2 (Vorjahr: 11,9 Mio. m 2 ) gesteigert werden. Das Jahr 2022 war für den Konzern der EDEKA Südbayern Beteiligungsgesellschaft mbH von einer Vielzahl richtungsweisender Maßnahmen geprägt: LogistikIm vergangenen Geschäftsjahr wurden rund 215 Mio. Bestelleinheiten an den fünf Logistikstandorten der EDEKA Südbayern umgeschlagen, dies entspricht nahezu der Größenordnung des Vorjahres. Seit Beendigung der Zusammenarbeit mit dem Getränkedienstleister Geins im April 2022 wird das Mehrweg-Getränkesortiment für über 200 Kunden am Logistikstandort Eching kommissioniert. Ein weiterer Meilenstein der EDEKA Südbayern waren die Spatenstiche und der Baubeginn der neuen automatisierten Getränkestandorte Landsberg/Lech und Wallersdorf. Für das Großprojekt werden ca. 260 Mio. Euro investiert, über 550 neue Arbeitsplätze geschaffen und auf modernste Technologien gesetzt. Ab 2025 sollen die beiden neuen Logistikstandorte die EDEKA-Märkte im südbayerischen Raum mit rund 4.100 Getränkeartikeln versorgen. Die Logistikstandorte der EDEKA Südbayern werden laufend modernisiert und erweitert, um die Abwicklung des Warengeschäfts weiterhin reibungslos zu gewährleisten. So wurde die Lagerfläche Trockensortiment in Straubing um ca. 3.600 m 2 erweitert. Dadurch kann die Leergutabwicklung wieder am Standort Straubing erfolgen, die Miethalle wurde gekündigt. Im Unternehmensverbund der EDEKA Südbayern sind derzeit über 340 LKW, davon 35 Lang-LKW und mehr als 400 Firmen-PKW im Einsatz. Neben der Warenauslieferung übernimmt der Fuhrpark in Gaimersheim Touren für die Tochtergesellschaft Backstube Wünsche GmbH sowie Industrieabholungen. Alle LKW sind zur Vermeidung von Abbiegeunfällen mit Abbiegeassistenten ausgestattet. Die bereits seit Jahren zum Standard gehörenden Fahrsicherheitstrainings für alle für das Unternehmen tätigen Kraftfahrer in einem externen Ausbildungszentrum wurden im vergangenen Jahr nach der Corona bedingten Aussetzung im Jahr 2021 wieder durchgeführt. ITDer Bereich des Warenwirtschaftssystems LUNAR betreute im Jahr 2022 über 900 Einzelhandelsmärkte. Bei Neueröffnungen und Betreiberwechseln wurden die Märkte vor Ort zu den Themen Mitarbeiterschulung, Inventur und Marktvorbereitung unterstützt. Im Rahmen der Umsetzung der Getränkelogistikstrategie für die EDEKA Südbayern war der Geschäftsbereich IT im Jahr 2022 u.a. in die Planung der IT-Infrastruktur für die neuen Logistikstandorte sowie in die Festlegung der Softwarearchitektur für die Logistiksysteme involviert. Ein elektronisches Lieferavis (DESADV) reduziert den Aufwand beim Wareneingang im Markt erheblich. Durch verstärkten Personaleinsatz konnten über 100 Lieferanten zusätzlich aufgeschaltet werden, so dass inzwischen bereits über 400 Lieferanten auf DESADV umgestellt werden konnten. RegiebetriebeInsgesamt wurden sechs Filialen neu eröffnet. Insbesondere die Wiedereröffnung des Marktes in Höchstädt war ein lang ersehntes und nunmehr gefeiertes Ereignis. An der gleichen Stelle war 2020 ein erfolgreicher EDEKA-Markt vollständig niedergebrannt. Fünf Märkte wurden aus dem selbständigen Einzelhandel an die Regie zurückübertragen. 14 Märkte wurden im Laufe des Jahres geschlossen. Die Gründe hierfür waren neben auslaufenden Mietverträgen die fehlende mittel- und langfristige Perspektive, den jeweiligen Standort wirtschaftlich zu betreiben. Trotz Problemen mit Versorgungsengpässen und langen Lieferzeiten konnten neben den Märkten E-Center Kösching und EDEKA Seefeld weitere neun Standorte umgebaut, modernisiert und erweitert werden. Damit ist sichergestellt, dass das Filialnetz der Regiebetriebe auf einem modernen Stand bleibt und zukünftigen Anforderungen gerecht wird. Zum 31.12.2021 lief das Moratorium der ehemaligen Kaiser's Tengelmann-Standorte aus. In diesem Zuge wurden die Zuordnungen der Märkte zu den Regiegesellschaften neu strukturiert und die Vertriebsgebiete und Bezirke unter Effizienzgesichtspunkten neu eingeteilt. Als Resultat können die Bezirksleiter und Fachberater zukünftig kompaktere Gebiete intensiver betreuen. Es wurden 74 Umfirmierungen vorgenommen. Darüber hinaus wurde im Frühjahr 2022 begonnen, ehemalige Kaiser's Tengelmann-Märkte zu privatisieren. 24 Märkte konnten in die Hände selbständiger Kaufleute übergegeben werden. Besonders erfreulich ist es, dass ca. 50 % davon an Existenzgründer aus den "eigenen Reihen" vergeben werden konnten, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagten. ProduktionBei der Südbayerische Fleischwaren GmbH und ihrem Tochterunternehmen Birkenhof Donauwörth Fleischwaren GmbH konnten die Vorteile einer unabhängigen, sicheren und gleichbleibenden Warenversorgung mit regionalem Frischfleisch mit der Belieferung durch den Zerlegebetrieb "Bayernfleisch" weiterhin genutzt werden. Demografische, gesellschaftliche und ernährungsbewusste Entwicklungen führen seit Jahren zu einem rückläufigen Fleischverzehr, der sich am stärksten an der Bedientheke bemerkbar macht, da sich hier zusätzlich auch der bestehende Fachkräftemangel belastend auf die Umsatzentwicklung auswirkt. Die Südbayerischen Fleischwaren GmbH stellte sich zusammen mit der Tochterfirma Birkenhof Donauwörth Fleischwaren GmbH flexibel auf die neuen Marktsituationen ein. Um die Produktion der eigenen Wurstartikel zu jeder Zeit sicherzustellen, wurden die Bestellvorläufe der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe genauestens überwacht und die Lagerbestände bei Bedarf angepasst. Durch permanenten Informationsaustausch mit den Handelswarenlieferanten konnte die Warenverfügbarkeit in diesem Segment stabil gehalten werden. Ein weiterer Fokus lag im Fleisch- und Wurstsegment auf gesellschaftspolitischen Themen wie Tierwohl, Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Der Tierwohlaspekt spiegelt sich in den verschiedenen Haltungsformen wider, die Ausdruck für eine bessere Nutztierhaltung sind. Außerdem stieg nochmals die Nachfrage nach vegetarischen und veganen Fleischersatzprodukten im Vergleich zum Vorjahr. Die Einkaufspreise für Schweinefleisch bewegten sich im gesamten Jahr 2022 aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Ausnahmesituation ab März auf einem sehr hohen Niveau. Auch die Notierungen im Rindfleischbereich sowie bei Geflügel stiegen aufgrund der ökonomischen Rahmenbedingungen rasant an und hielten dieses Preisgefüge bis Jahresende. Die Backstube Wünsche GmbH blickt inzwischen auf eine mehr als 50-jährige Tradition zurück. Das Filialnetz vergrößerte sich durch 65 Neueröffnungen bzw. Betreiberwechsel bei gleichzeitiger Schließung von 61 Shops auf nunmehr 299 Filialen sowie das "Cafe Mokka". Das Restaurant "Sitt &Satt" wurde zum 01.07.2022 in eine reine Mitarbeiterkantine für die Konzerngesellschaften der EDEKA Südbayern umgewandelt. Die Gesellschaft betreibt neben der Produktionsstätte in Gaimersheim seit 2009 eine Aufbackstation in Kolbermoor zur Nahversorgung der Absatzregion im Süden Münchens. Im November 2022 öffnete die Backstube Wünsche GmbH am Produktionsstandort in Gaimersheim ein "Backtory Outlet". Zusätzlich zum bisherigen Thekensortiment werden Brote, Weizenklein- und Feingebäcke aus der täglichen Produktion angeboten. Konzernumsatzentwicklung
Der Konzern der EDEKA Südbayern Beteiligungsgesellschaft mbH blickt im Jahr 2022 auf eine gute Geschäftsentwicklung zurück. Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr konnte der Konzern seine Marktposition in der Region behaupten. Auf den Geschäftsfeldern im Groß- und Einzelhandel und in den Produktionsbetrieben (Fleischwerke und Backstube) wurde ein konsolidierter Umsatz aus dem Warengeschäft in Höhe von € 4.497,2 Mio. erzielt. Gegenüber dem Vorjahr sind diese Erlöse um € 139,1 Mio. respektive um 3,2 Prozent gestiegen. Der Konzernumsatz aus dem Warenverkehr für 2022 liegt damit um 1,2 Prozent über der Prognose des Vorjahres, die von einem Umsatzzuwachs von 2,0 Prozent ausging. Hauptgrund für die positive Entwicklung im Vergleich zur Planung sind im aktuellen Geschäftsjahr die durch die stark gestiegenen Lebensmittelpreise erzielten Umsätze in den Bereichen Großhandel und Produktionsbetriebe. Geschäftsfeld GroßhandelIm traditionellen Großhandel, der im Wesentlichen die selbstständigen EDEKA-Kaufleute und die dem Verbund angegliederten Regiebetriebe beliefert, sowie im Cash &Carry-Bereich sind die Umsätze vor Konsolidierungsmaßnahmen auf 3.663,4 € Mio. leicht gesunken (Vorjahr: € 3.872,3 Mio.). Der Zustellgroßhandel bewältigte im Berichtszeitraum ein Umsatzvolumen von € 3.468,8 Mio. und belieferte dabei 1.237 privat betriebene und in der Regie angesiedelte E-Center, Verbrauchermärkte und Nahversorgermärkte in der Nah&Gut- bzw. EDEKA- oder Express-Schiene sowie 15 Drittkunden und 15 C+C-Standorte. Die Außenumsätze der EDEKA Südbayern Handels Stiftung &Co. KG mit den angeschlossenen Mitgliedern, den Verrechnungspartnern und Drittkunden belaufen sich im Berichtsjahr auf € 2.296,6 Mio. und sind damit gegenüber dem Vorjahr (€ 2.160,1 Mio.) leicht gestiegen. Die konzerninternen Warenlieferungen, vorwiegend an die Einzelhandelsregie, sind aufgrund von Privatisierungen und betriebsbedingten Marktschließungen leicht gesunken und haben im Jahr 2022 insgesamt ein Volumen von € 1.172,2 Mio. (Vorjahr: € 1.207,0 Mio.) erreicht. Die Umsatzsteigerung der Großhandlung resultiert im Wesentlichen aus den stark gestiegenen Preisen für Lebensmittel. Die Belieferung der Abnehmer erfolgt aus fünf Stützpunktlagern in Gaimersheim, Straubing, Landsberg am Lech, Trostberg und Eching. Derzeit verfügen die fünf Standorte über Lagerkapazitäten von insgesamt rund 200.000 m 2. Das Cash &Carry-Geschäft wurde im Geschäftsjahr mit 16 Abhollagern betrieben, wobei die Verkaufsfläche zum Geschäftsjahresbeginn insgesamt 42.471 m 2 betrug. Bis zum Geschäftsjahresende 2022 hat sich die Verkaufsfläche um 4.224 m 2 verringert. Diese Verringerung resultiert aus der Schließung des Marktes in Ingolstadt im September 2022. Die Wiedereröffnung ist für Dezember 2023 geplant. In 2022 wurde ein Gesamtumsatz aus dem Warenverkehr nach Konsolidierungsmaßnahmen von € 186,3 Mio. (Vorjahr: € 149,6 Mio.) erzielt, was deutlich über dem Vorjahr liegt. Sowohl das Abholgeschäft (+24,8%) als auch das Zustellgeschäft (+20,7%) konnten kräftige Zuwächse verzeichnen. Die Umsatzsteigerungen resultieren aus der sehr stark gestiegenen Nachfrage nach dem Ende der Corona bedingten Schließungen im Hotelgewerbe sowie in der Gastronomie und bei Kantinen. Geschäftsfeld Regie-EinzelhandelDer Einzelhandelsumsatz des Konzerns wird von vier Gesellschaften erzielt. Die Umsatzerlöse im Berichtszeitraum für das Regiegeschäft haben sich um 4,6 Prozent bzw. um € 77,9 Mio. auf € 1.615,0 Mio. verringert. Grund für den leichten Rückgang der Umsatzerlöse ist die geringere Anzahl an Märkten durch die vermehrte Privatisierung ehemaliger Filialen von Kaiser's Tengelmann. Der Anteil des Einzelhandels am Geschäftsvolumen des Konzerns beträgt zum Ende des Jahres 2022 35,9 Prozent (Vorjahr: 38,8 Prozent). Zum Bilanzstichtag betrieb der Konzern in seiner Region 254 Lebensmittelmärkte. Geschäftsfeld ProduktionDie Außenumsätze der von der Südbayerische Fleischwaren GmbH geführten Produktionsbetriebe in Ingolstadt, Obertraubling und Traunstein mit Mitgliedern und Drittabnehmern addieren sich auf € 289,2 Mio. und liegen damit deutlich über dem Vorjahresniveau von € 262,0 Mio. (Steigerungsrate: 10,4 Prozent). Die gesamte Produktionsleistung beträgt im Geschäftsjahr einschließlich der Warenlieferungen im Konzern € 407,6 Mio., was einem starken Anstieg von 9,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die verfügbare Produktionsfläche betrug unverändert 26.400 m 2. Das 2017 aus der Tengelmann-Gruppe übernommene Fleischwerk in Donauwörth mit einer Produktionsfläche von ca. 8.000 m 2 firmiert als Tochtergesellschaft der Südbayerischen Fleischwaren GmbH mit dem Namen "Birkenhof Donauwörth Fleischwaren GmbH" und weist im Geschäftsjahr einen Gesamtumsatz aus Warenlieferungen in Höhe von € 40,1 Mio. aus, wovon € 8,5 Mio. auf den Außenumsatz entfallen. Der starke Umsatzanstieg ist vorrangig auf das rapide gewachsene Preisniveau im Gesamtmarkt zurückzuführen. Kostenexplosionen in den Vorstufen der Handelskette verbunden mit Preisanstiegen bei Roh- Hilfs- und Betriebsstoffen sowie bei Handelswarengütern führten zu dieser Entwicklung. Die Backstube Wünsche GmbH konnte im Berichtsjahr beim Umsatz aus Brot und Backwaren einen Anstieg von € 103,3 Mio. auf € 114,3 Mio. verzeichnen, wovon € 63,2 Mio. (Vorjahr: € 50,3 Mio.) in 167 eigenbetriebenen Backshops erzielt wurden. Darüber hinaus belieferte sie weitere 132 Verkaufsstellen über Liefer- bzw. Franchiseverträge. Die positive Umsatzentwicklung aus dem Verkauf von Backwaren ist auf Preiserhöhungen sowie die Eröffnung von weiteren Standorten zurückzuführen. Verkaufsflächenentwicklung und StandortsicherungDie von der EDEKA Südbayern Handels Stiftung &Co. KG belieferte und teilweise von Tochtergesellschaften betriebene Verkaufsfläche beträgt zum Stichtag Ende Dezember 2022 rund 1.194.586 m 2 und umfasst 1.252 Verkaufsstellen im Einzelhandel (ohne Drittkunden) und im Abholgroßhandel. Die nachstehende Tabelle zeigt die Entwicklung der letzten fünf Jahre:
Im Geschäftsjahr 2022 ergaben sich 15 Zugänge inkl. Verlagerungen bei Mitgliedern (SEH) und 6 Zugänge in der Einzelhandelsregie (REH), welchen 59 Ladenschließungen inkl. Verlagerungen gegenüber stehen. Insgesamt beläuft sich auf dem Einzelhandelssektor die Neuflächenproduktion inkl. Flächenkorrekturen auf 27.268 m 2 , während aus Schließungen und Flächenreduzierungen ein Verkaufsflächenabgang von 25.712 m 2 zu verzeichnen ist. Im Cash &Carry-Geschäft ergab sich durch die vorübergehende Schließung des Marktes in Ingolstadt eine Verringerung der Verkaufsfläche von 4.224 m 2. Nach 59 Verlagerungen innerhalb des Regie-Bereichs erreichen die großflächigen NK-West-Häuser (ehemals Marktkauf) eine durchschnittliche Verkaufsfläche von knapp 1.850 m 2 , die restlichen Regiemärkte kommen auf durchschnittlich 1.262 m 2 und liegen damit leicht über Vorjahresniveau von 1.195 m 2. Die Ladenstruktur der Mitglieder hat sich im Verlauf der vergangenen Jahre qualitativ verbessert. Im Bereich des selbstständigen Einzelhandels entstehen durch den fortschreitenden Selektions- und Privatisierungsprozess zunehmend mehr wettbewerbsgerechte Betriebsgrößen. Mit den jetzt erreichten 840 m 2 je Verkaufsstelle ist die Betriebsgröße jedoch bei Weitem noch nicht bei jedem Abnehmer in einer betriebswirtschaftlich sinnvollen Größenordnung, die auf Sicht den Bestand der dahinter stehenden Existenzen gewährleistet. Die Akquirierung neuer Standorte und damit die Sicherung der Absatzbasis der EDEKA Südbayern erfolgt durch die Expansionsabteilung des Großhandels. Die Dynamik der Expansion wird unter Beachtung betriebswirtschaftlicher Prinzipien und der Wettbewerbssituation mit dem notwendigen Augenmaß gesteuert. Nach der derzeit gültigen Planung sollen in 2023 im Absatzgebiet 28 Neuobjekte mit insgesamt ca. 36.590 m 2 Verkaufsfläche in der Regie und im selbstständigen Einzelhandel realisiert werden. Darüber hinaus werden Flächenerweiterungen in bestehenden Märkten zu einer zukunftsorientierten Ausrichtung der Märkte beitragen. Genossenschaftlicher FörderauftragDie EDEKA-Südbayern-Gruppe, der der Konzern angehört, verfolgt als genossenschaftlich strukturierter Unternehmensverbund neben wertorientiertem wirtschaftlichem Wachstum vor allem die Förderung der selbstständigen Kaufleute. In diesem Rahmen stärkt der Verbund durch wettbewerbsfähige Abgabepreise und vertriebsunterstützende Dienstleistungen die Position des selbstständigen Einzelhandels im regionalen Wettbewerb. Darüber hinaus bezuschusst die Unternehmensgruppe die Neuproduktion von Einzelhandelsverkaufsflächen und die dringend notwendige Strukturverbesserung im selbstständigen Einzelhandel. Als begleitende Maßnahmen für Existenzgründer hat der Großhandel für den Schritt in die Selbstständigkeit einen umfangreichen Förderkatalog erarbeitet. Hierzu gehören wettbewerbsfähige Standorte aus dem Filialnetz der Regie, Standort- und Rentabilitätsanalysen bei Neuansiedlungen, sämtliche Maßnahmen und Dienstleistungen rund um das Warengeschäft, Mietsubventionen, Valuta- und Kreditgewährung bzw. Bürgschaften zur Finanzierung der notwendigen Investitionen. Die Unterstützungsmaßnahmen an alle Mitgliedsbetriebe werden systematisch weiter ausgebaut. Diese beinhalten ein abgestimmtes Rückvergütungssystem im Warengeschäft sowohl beim Großhandel als auch bei Fleisch- und Wurstbezügen, die Honorierung der Einkaufskonzentration auf die Vorleistungen der Konzernbetriebe und finanzielle Zuschüsse bei Investitionen in die Verkaufsfläche, wie Erweiterungen, Relaunches und Kauf von Investitionsgütern. Außerdem werden neue Standorte durch Mietdeckelung in der Anlaufphase (zeitlich begrenzt auf bis zu fünf Jahre) subventioniert. Die Unterstützungsleistungen, die das Warengeschäft betreffen, summierten sich 2022 auf ein Volumen von € 107,0 Mio., hinzu kommen Mietsubventionen für neue Standorte in Höhe von € 15,0 Mio. im selbständigen Einzelhandel. Im Rahmen einer nationalen Privatisierungsoffensive wurden seit 2004 bereits 343 Einzelhandelsobjekte an den selbstständigen Einzelhandel abgegeben. Die Privatisierungen dienen nach wie vor dazu, die genossenschaftliche Basis der Gruppe zu stärken und die strukturellen Defizite im Mitgliederbereich abzubauen. InvestitionenGemäß Pachtvertrag mit den Gesellschaftergenossenschaften EDEKA Südbayern eG und EDEKA Chiemgau eG wurden mit der Übernahme des Geschäftsbetriebs durch die EDEKA Südbayern Handels Stiftung &Co. KG auch die vorhandenen Immobilien (Großhandelslager und C+C-Märkte) und das bewegliche Anlagevermögen angemietet. Dafür entrichtet die Gesellschaft ein kostendeckendes jährliches Entgelt. Zu notwendigen Ersatz- und Erneuerungsinvestitionen am Pachtgegenstand hat sich die Pächterin verpflichtet. Der Konzern der EDEKA Südbayern Beteiligungsgesellschaft mbH hat im Berichtsjahr für € 88,0 Mio. Investitionen getätigt, wovon € 75,6 Mio. auf das Sachanlagevermögen, € 3,7 Mio. auf immaterielle Vermögensgegenstände und € 8,7 Mio. auf Finanzanlagen entfielen. Die Verkaufsflächenzuschüsse des Großhandels und der Fleischwerke an ihre Kunden, welche mit einer Abnahmeverpflichtung verknüpft sind und über deren Laufzeit abgeschrieben werden, machen mit € 3,0 Mio. einen großen Teil der Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände aus. In Software, Anwenderlizenzen und Lottokonzessionen wurden im Geschäftsjahr über € 0,7 Mio. investiert. Bei den Sachanlagen hat der Konzern im Berichtsjahr Investitionen in den Fuhrpark in Höhe von € 5,4 Mio. vorgenommen und € 31,7 Mio. in Betriebs- und Geschäftsausstattung einschließlich geringwertiger Wirtschaftsgüter investiert. Darüber hinaus wurden für € 1,4 Mio. Maschinen und Anlagen in den Produktionsbetrieben beschafft, € 11,4 Mio. in Einbauten investiert und Anzahlungen auf Sachanlagen in Höhe von € 25,7 Mio. geleistet. Bei einer Investitionssumme in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt € 43,4 Mio. im Zustellgroßhandel entfielen rund € 5,8 Mio. auf Betriebs- und Geschäftsausstattungen inklusive geringwertiger Wirtschaftsgüter, € 3,9 Mio. auf den Fuhrpark, € 10,0 Mio. auf Einbauten und Einrichtungen, € 2,8 Mio. auf Werbekostenzuschüsse, Verkaufsflächenvergütungen, Software und Lizenzen sowie € 20,9 Mio. auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Beim Abholgroßhandel entfiel der größte Teil der Investitionssumme von € 0,6 Mio. mit € 0,3 Mio. auf die Modernisierung und Erweiterung des Fuhrparks. Der Bäckereibetrieb investierte im Geschäftsjahr € 5,6 Mio., wobei der überwiegende Anteil mit € 4,3 Mio. auf Betriebs- und Geschäftsausstattung für neu eröffnete Backshops, Umbauten, Ersatzbeschaffungen, für Fuhrparkerneuerung € 0,2 Mio. sowie mit € 0,1 Mio. auf neue Maschinen entfiel. Die Fleischwerke tätigten in 2022 Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt € 4,9 Mio., wovon € 4,6 Mio. die Südbayerische Fleischwaren GmbH und € 0,3 Mio. die Birkenhof Donauwörth Fleischwaren GmbH betrafen. Der größte Teil der Investitionen entfiel mit € 1,3 Mio. auf Maschinen und technische Anlagen sowie mit € 1,7 Mio. auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Im Regie-Einzelhandel betrugen die Gesamtinvestitionen rund € 22,7 Mio. und lagen damit unter dem Vorjahresniveau. Die Schwerpunkte der Investitionstätigkeit lagen auch in 2022 in der Modernisierung der Märkte und auf Investitionen in neue Standorte. Die Erstinvestitionen in Verkaufsstellen belaufen sich über alle Regie-Gesellschaften auf rund € 10,5 Mio. und betreffen 17 Neueröffnungen bzw. Übertragungen und eine Reprivatisierung bei der Neukauf Südbayern GmbH, 35 Neueröffnungen bzw. Übertragungen und vier Reprivatisierungen bei der EDEKA SB-Warenhausgesellschaft Südbayern mbH, eine Neueröffnung bei der NK Südfilialen GmbH sowie zehn Neueröffnungen bzw. Übertragungen bei der NK Westfilialen GmbH. Insgesamt wurden 20 umfangreichere Marktrelaunches bei bestehenden Einzelhandelsobjekten mit einem Investitionsvolumen von rund € 7,5 Mio. durchgeführt. Bei der Kaiser's Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH wurden im Geschäftsjahr keine Investitionen getätigt. Der Zugang bei den Finanzanlagen betrifft das anteilige Jahresergebnis von der Bayernfleisch GmbH in Höhe von € 1,5 Mio. Des Weiteren wurde ein langfristiges Darlehen an einen Vermieter in Höhe von € 7,0 Mio. ausgereicht. Das geplante Investitionsbudget in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen umfasst im Konzern für 2023 ein Volumen von € 132,2 Mio., wobei im Zustell- und Abholgroßhandel € 74,9 Mio. bzw. € 3,3 Mio. geplant wurden und im Einzelhandel € 26,9 Mio. für Neueröffnungen, Marktrelaunches und notwendige Ersatzinvestitionen, v. a. im Bereich der übernommenen Tengelmann-Märkte, vorgesehen sind. In die Produktionsbetriebe sollen € 25,5 Mio. investiert werden. PersonalwesenGezielte Personalentwicklung ist für den Konzern ein strategischer Erfolgsfaktor. Qualifizierte und hoch motivierte Führungskräfte und Arbeitnehmer zu gewinnen, auszuwählen und zu entwickeln sowie individuelle Karrieren zu fördern, ist eine der zentralen Aufgaben der Personalentwicklung und trägt entscheidend zur Zukunftsgestaltung der EDEKA-Gruppe bei. Der Unternehmensverbund setzt auf nachhaltige Personalbindungskonzepte, um vorhandenes Wissen und Kompetenzen sowie Investitionen in die Aus- und Weiterbildung der Arbeitnehmer langfristig zu nutzen. Am 31. Dezember 2022 waren im Verbund der EDEKA Südbayern 14.198 Arbeitnehmer als Vollzeit- und Teilzeitkräfte, Auszubildende sowie kurzfristig beauftragte Aushilfskräfte beschäftigt. Ein hoher Anteil an Teilzeitbeschäftigten und Aushilfen sind aufgrund der langen Öffnungszeiten der Märkte in den Regiebetrieben zu finden. Im Übrigen orientiert sich die Personalplanung und Personalstärke an der Geschäftsentwicklung der Konzerngesellschaften. Die Weiterbildung der Arbeitnehmer und die qualifizierte Ausbildung des Nachwuchses wird im Unternehmen als eine wichtige Investition in die Zukunft angesehen. Fachliche Zusatzqualifikationen und Weiterbildung werden in Seminaren und Veranstaltungen vermittelt. Am 31. Dezember 2022 befanden sich 566 Personen in der Berufsausbildung zu Groß- und Einzelhandelskaufleuten, Lagerfachwirten, Handelsfachwirten, Metzgern, Bäckern und Konditoren, um auch zukünftig Fach- und Führungspersonal aus den eigenen Reihen rekrutieren zu können. 2.3 Lage2.3.1 Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2022 hat die EDEKA Südbayern Beteiligungsgesellschaft mbH und die mit ihr verbundenen Tochterunternehmen einen Konzernjahresüberschuss vor Dritten in Höhe von € 54,7 Mio. erzielt. Die Umsatzrendite aus dem Warengeschäft vor Steuern beläuft sich auf 1,8 Prozent nach 1,9 Prozent im Vorjahr. Somit wurde die prognostizierte Umsatzrendite auf das Warengeschäft vor Steuern von 1,8 Prozent erreicht. Der ausgewiesene Konzernjahresüberschuss vor Dritten liegt im Verhältnis zum Umsatz mit 1,2 Prozent genau auf dem Vorjahresniveau. Bei einem leichten Anstieg der Gesamtumsatzerlöse um 3,0 Prozent war insgesamt ein um € 33,5 Mio. niedrigeres Rohergebnis zu verzeichnen. Ursächlich hierfür sind deutliche Preissteigerungen beim Warenbezug, die zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit nicht vollumfänglich an die Kunden weitergegeben wurden. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen auf Vorjahres-Niveau. Die Materialaufwendungen für den Wareneinsatz erhöhten sich entsprechend den Umsatzerlösen aus dem Warenverkehr. Die Materialaufwandsquote beläuft sich im Geschäftsjahr 2022 auf 79,9 Prozent nach 78,7 Prozent im Vorjahr. Zudem erhöhten sich die Aufwendungen für bezogene Leistungen um € 7,8 Mio. auf Grund gestiegener Miet- und Nebenkosten. Die Personalaufwendungen erhöhten sich nur geringfügig aufgrund von Tariflohnerhöhungen um € 2,8 Mio. auf € 478,8 Mio. wegen der geringeren Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter. Die Abschreibungen erhöhten sich um € 1,3 Mio., davon knapp € 1,2 Mio. im Bereich geringwertige Wirtschaftsgüter. Der Rückgang bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen um € 31,7 Mio. ist vor allem durch die hohen Aufwendungen des Vorjahres begründet. Im Jahr 2021 fielen hohe Aufwendungen für Kompensationszahlungen und Restrukturierungen sowie für Mietrückstellungen an. Trotz des deutlich niedrigeren Rohgewinns liegt das Betriebsergebnis nur um € 5,8 Mio. unter dem Vorjahr. Der Grund hierfür liegt im Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Das Ergebnis des assoziierten Unternehmens Bayernfleisch GmbH in den Beteiligungserträgen liegt leicht über dem Vorjahres-Niveau. Die Erträge aus der Ausleihungen von Finanzanlagevermögen betreffen hauptsächlich das ausgereichte Darlehen an die Feneberg Lebensmittel GmbH. Der Rückgang der Zinserträge um € 0,7 Mio. ist im Wesentlichen auf niedrigere Zinsen im EDEKA Verbund Südbayern-Chiemgau zurückzuführen. Der Rückgang der Zinsaufwendungen um € 6,1 Mio. lässt sich im Wesentlichen durch eine geringere Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von € 6,0 Mio. begründen. Das Ergebnis vor Steuern liegt mit € 81,3 Mio. auf Vorjahres-Niveau (€ 81,4 Mio.). Die Steueraufwendungen haben sich im Geschäftsjahr 2022 insbesondere aufgrund von höheren Aufwendungen für latente Steuern um € 2,1 Mio. erhöht. Die sonstigen Steuern liegen auf Vorjahres-Niveau. Nach Berücksichtigung des gesamten Steueraufwands in Höhe von € 26,6 Mio. ergibt sich ein um € 2,2 Mio. niedrigerer Konzernjahresüberschuss vor Dritten von € 54,7 Mio. Der Zustell-Großhandel weist im Jahr 2022 ein Ergebnis vor Ergebnisverwendung von € 27,5 Mio. aus, was im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang um € 13,3 Mio. entspricht. Das Ergebnis ist vor dem Hintergrund der Transferleistungen des Großhandels an den SEH zu bewerten. Es besteht auch weiterhin ein umfangreicher Förder- und Leistungskatalog für Kunden im Rahmen der Privatisierungsoffensive. Der Ergebnisrückgang gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich auf geringere Werbekostenzuschüsse durch die EDEKA Zentralhandelsgesellschaft mbH zurückzuführen. Im C+C-Bereich liegt das ausgewiesene Ergebnis vor Ergebnisverwendung mit € 12,5 Mio. (Vorjahr: € 4,2 Mio.) deutlich über dem Vorjahres-Niveau. Das Ergebnis aus dem Warengeschäft liegt mit 7,1 Prozent vom Umsatz um 4,3 Prozentpunkte über dem Vorjahresergebnis. Ursächlich für die Verbesserung der Rohgewinnspanne waren vor allem der Umsatzanstieg sowie sorgfältig geprüfte und punktuell eingesetzte Werbe- und Aktionspreise. Hierbei wirkte sich einkaufsseitig das konsequente Ausnutzen von Rabattstaffeln auf die Rohgewinnentwicklung aus. Außerdem hat ein restriktives Kostenmanagement zur Steigerung des Betriebsergebnisses beigetragen. Die Ergebnisse in der Einzelhandelsregie weisen aggregiert einen Gewinn vor Ergebnisverwendung von € 17,7 Mio. aus, was einer Minderung von € 15,7 Mio. zum Vorjahr entspricht. Diese Verschlechterung ist bei allen Regie-Gesellschaften (außer NK Südfilialen GmbH) eingetreten. Sowohl die Neukauf Südbayern GmbH mit einem Ergebnis von € 8,4 Mio. (Vorjahr: + € 13,4 Mio.) als auch die EDEKA SB-Warenhausgesellschaft Südbayern mbH mit einem Ergebnis von € 3,5 Mio. (Vorjahr: + € 14,8 Mio.) und die NK Westfilialen GmbH mit einem Ergebnis von - € 2,1 Mio. (Vorjahr: + € 0,7 Mio.) verzeichnen ein geringeres Ergebnis. Diese Ergebnisrückgänge resultieren größtenteils aus höheren Kosten im Zusammenhang mit der Übernahme von Märkten, vor allem bei den Abschreibungen, Mieten und Personalkosten. Bei der NK Südfilialen GmbH konnte das Ergebnis mit € 7,8 Mio. (Vorjahr: + € 4,5 Mio.) angesichts niedrigerer Kosten durch die Übertragung vieler Standorte verbessert werden. Die Sparte der Produktionsbetriebe, welche sich durch hohe Qualitätsstandards auszeichnet und mit der angeschlossenen Regie und dem selbstständigen Einzelhandel über eine gesicherte und breite Absatzbasis verfügt, hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr unterschiedlich entwickelt. Die Fleischwerke haben 2022 ein Jahresergebnis von € 6,0 Mio. (Vorjahr: € 9,3 Mio.) erzielt. Der Ergebnisrückgang beruht auf vor allem auf einem geringeren Warenrohgewinn. Grund für diese Verringerung sind die gestiegenen Bezugskosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Zusammenhang mit dem weltweiten Nachfrageüberhang als Folge der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs. Die Backstube Wünsche GmbH konnte mit € 0,2 Mio. nach € 0,1 Mio. im Vorjahr das Jahresergebnis leicht steigern. Durch die Neueröffnung einiger Filialen sowie des Restaurantbetriebes und der Cafebetriebe stiegen die Umsatzerlöse aus Backwaren um € 11,0 Mio. bzw. +10,7 Prozent. Das Umsatzplus konnte die gestiegenen Personal- und Sachkosten überkompensieren, so dass sich das Ergebnis um € 0,1 Mio. verbesserte. Seit dem 01.01.2022 beschränkt sich die Geschäftstätigkeit der Kaiser's Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH auf die Mietverwaltung nicht übergegangener Filialstandorte und die Abwicklung von Pensions- und Abfindungsansprüchen ehemaliger Arbeitnehmer. Das Ergebnis der Gesellschaft weist im Jahr 2022 einen Gewinn von € 3,5 Mio. (Vorjahr: - € 21,4 Mio.) aus. Ursächlich für die Ergebnisverbesserung im Vergleich zum Vorjahr sind vor allem deutlich geringere sonstige betriebliche Aufwendungen und gesunkene Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. 2.3.2 Vermögens- und Finanzlage
Die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns ist geordnet. Die Konzernbilanzsumme beläuft sich auf rund € 1.437,5 Mio. und ist somit um € 55,2 Mio. höher als im Vorjahr. Vermögensseitig haben sich insbesondere die Vorräte und die Forderungen erhöht. Ebenso erhöhten sich bei den Passiva das Eigenkapital und die Verbindlichkeiten, während die Rückstellungen zurückgingen. Die Anlagenintensität liegt mit 23,8 Prozent leicht über dem Vorjahresniveau. Die absolute Steigerung des Anlagevermögens in Höhe von € 21,8 Mio. ist im Wesentlichen auf höhere Sachanlagen und Finanzanlagen zurückzuführen. Über alle Geschäftsfelder binden die Vorräte (im Wesentlichen Handelswaren) rund 16 Prozent (Vorjahr: 15 Prozent) der Bilanzsumme, wobei der Bestand an fertigen Erzeugnissen und Waren stichtagsbedingt deutlich über dem Vorjahresniveau liegt (+ € 25,8 Mio.). Die Reichweite des Lager- und Filialbestands über alle Handels- und Produktionsstufen liegt bei 15 Tagen (Vorjahr: 14 Tagen), was bedeutet, dass sich die Ware 20 mal im Jahr umschlägt. Größter Posten des Umlaufvermögens sind mit € 611,0 Mio. die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände. Dieser Posten ist im Vergleich zum Vorjahr um € 154,3 Mio. höher. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche vorrangig aus dem Zustell-Großhandel resultieren, erhöhten sich um € 18,9 Mio. Ebenso liegen die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, leicht höher mit + € 1,9 Mio. Während sich die Forderungen gegen den Minderheitsgesellschafter der Kaiser's Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, der EDEKA Minden-Hannover Stiftung &Co. KG, um € 5,7 Mio. verringerten, ist bei den Forderungen gegen die EDEKA Südbayern eG ein Anstieg um € 7,4 Mio. zu verzeichnen. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Anstieg von € 133,5 Mio. auf € 255,3 Mio. zu verzeichnen, der hauptsächlich durch die Anlage von Festgeldern begründet ist. Die liquiden Mittel weisen mit einer Summe von € 212,6 Mio. einen Rückgang zum Vorjahr um € 142,0 Mio. aus, welcher hauptsächlich durch die oben genannte Festgeldanlage als auch durch den übrigen Finanzmittelabfluss aus der Investitionstätigkeit veranlasst ist. Der Rückgang der aktiven latenten Steuern um € 2,8 Mio. ist auf den Abbau der zeitlichen Differenz zwischen dem steuerrechtlichen und handelsrechtlichen Bilanzierungsansatz zurückzuführen. Dabei reduzierten sich hauptsächlich die aktiven latenten Steuern auf die Rückstellungen bei einer Zunahme der passiven latenten Steuern auf Sachanlagen. Zu einem wesentlichen Teil erfolgt die Finanzierung des Warengeschäftes über die hohe Eigenkapitalausstattung und durch die Inanspruchnahme von Zahlungszielen bei den Lieferanten. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 54,3 Prozent und ist damit im Vergleich zum Vorjahr (52,7 Prozent) leicht gestiegen, was bei einer höheren Bilanzsumme in 2022 auf den Jahresüberschuss zurückzuführen ist. Das bilanzielle Eigenkapital im Konzern beläuft sich auf € 780,2 Mio. und ist somit gegenüber dem Vorjahr, im Wesentlichen wegen des Ergebnisses, um € 52,3 Mio. angestiegen. Auf der Finanzierungsseite haben sich die Rückstellungen verringert, während die Verbindlichkeiten leicht gestiegen sind. Insgesamt verzeichnen die Rückstellungen einen Abbau um € 28,7 Mio. und weisen aktuell eine Gesamtsumme von € 235,6 Mio. aus. Hierbei blieben die Pensionsrückstellungen auf Vorjahres-Niveau mit € 113,0 Mio. Die Minderung um € 17,5 Mio. bei den sonstigen Rückstellungen betrifft vorrangig Rückstellungsauflösungen und -verbräuche im Zusammenhang mit Investitionszuschüssen und Subventionen sowie im Rahmen der Restrukturierungen bei der Kaiser's Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH. Bei den Steuerrückstellungen beruht der Rückgang um € 11,1 Mio. auf Körperschaftssteuer- und Gewerbesteuerzahlungen für Vorjahre. Die Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr um € 33,3 Mio. auf insgesamt € 419,6 Mio. erhöht und weisen folgende Fälligkeitsstrukturen auf:
Stichtagsbedingt haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber der EDEKA Zentralhandelsgesellschaft mbH um € 19,4 Mio. erhöht. Ebenso sind die Verbindlichkeiten gegenüber der EDEKA Chiemgau eG wegen höherer Liquiditätsausleihungen um € 8,9 Mio. angestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen stichtagsbedingt um € 4,0 Mio. höher als im Vorjahr. Ebenso erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen stichtagsbedingt um € 2,4 Mio. Das Finanzmanagement der Gruppe wird zentral durch die EKG wahrgenommen. Sie stellt eine stets ausreichende, kostengünstige Deckung des Finanzbedarfs sicher. Dies gilt für das operative Geschäft ebenso wie für Investitionen im Immobilienbereich. Als Grundlage dient die Konzernfinanzplanung, welche alle wesentlichen Gesellschaften in der Gruppe berücksichtigt und quartalsmäßig aktualisiert wird. Zentral steuert die EKG auch die Besicherung von Krediten und die Begrenzung der Kreditkosten. Die am Bilanzstichtag bestehenden Darlehen und Betriebsmittelkredite finanzieren langfristige Investitionen im Konzern bzw. sind teilweise an die Gesellschaftergenossenschaften weitergereicht. Kurzfristige Liquiditätsengpässe werden über die Beanspruchung der von den Hausbanken eingeräumten Kreditlinien überbrückt. Aus der Kapitalflussrechnung ergibt sich ein Finanzmittelabfluss von € 143,7 Mio. Der operative Cashflow, also der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, beläuft sich auf + € 45,3 Mio. Aus der Investitionstätigkeit ergibt sich ein Cashflow von - € 185,0 Mio., wobei sich hier vor allem die Auszahlungen für kurzfristige Finanzmittelanlagen von € 120,0 Mio. und für Investitionen in Sachanlagen in Höhe von € 75,5 Mio. niedergeschlagen haben. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von - € 3,9 Mio. setzt sich aus gezahlten Dividenden und Zinsen zusammen. Der Finanzmittelfonds hat sich zum Bilanzstichtag auf € 208,1 Mio. nach € 351,8 Mio. im Vorjahr verringert. Eine Darstellung der Vermögens- und Finanzlage der gesamten Unternehmensgruppe der EDEKA Südbayern-Chiemgau vermittelt der freiwillige Gruppenabschluss, der den Konzern der EDEKA Südbayern Beteiligungsgesellschaft mbH einbezieht. 3. Chancen und Risikobericht3.1 RisikomanagementZur Erkennung und Steuerung von Unternehmensrisiken setzt die Geschäftsführung der Gesellschaft umfangreiche betriebswirtschaftliche Instrumente ein, die ständig weiterentwickelt werden. Zur Verfolgung der Ziele, welche jährlich im Rahmen einer dreijährigen Planung festgelegt werden, dienen zum einen die monatliche kurzfristige Erfolgsrechnung und zum anderen regelmäßige Plan/Ist-Vergleiche vor allem in Bezug auf Umsatz und Rentabilität. Auf der Einkaufs- und Absatzseite sind ständige Marktbeobachtungen selbstverständlich. Um zu ermitteln, welche Risiken am ehesten bestandsgefährdenden Charakter für den Konzern aufweisen, werden die Risiken gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen in die drei Risikokategorien "hoch", "mittel" und "gering" eingestuft. 3.2 Geschäftsrisiken und ChancenDer Konzern ist mit seinem vorgeschalteten Großhandelsbetrieb und über seine im Lebensmitteleinzelhandel tätigen Regietöchter überwiegend den spezifischen Geschäftsrisiken der Einzelhandelsbranche ausgesetzt. Der Umsatz und daran gekoppelt die Ertragssituation der Lebensmittelbranche im Groß- und Einzelhandel wird weitgehend durch die konjunkturelle Lage und die Nachfrageentwicklung auf dem Verbrauchersektor, die optimale Positionierung der Verkaufsstellen und deren Akzeptanz beim Verbraucher, effiziente Vertriebsstrategien und erkennbare Sortiments- und Preiskompetenz in Verbindung mit einem stringenten Kostenmanagement, bestimmt. Die konjunkturelle Entwicklung war im Jahr 2022 stark von den Auswirkungen des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine geprägt und zudem waren die negativen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie noch nicht vollständig überwunden. Trotzdem haben sich die globalen Konjunkturaussichten zu Beginn des Jahres 2023 aufgehellt. Zur Stärkung seiner Marktposition betreibt der Konzern eine aktive Standortsicherungspolitik, die sowohl die Akquisition und Entwicklung von neuen Standorten als auch die Optimierung des vorhandenen Flächenbestands einschließt. Mit der Privatisierungsinitiative bietet der Großhandel Nachwuchskräften die Ausgangsbasis für die ersten Schritte in die Selbstständigkeit und etablierten Einzelhändlern die Möglichkeit der Expansion und sichert so langfristig seine Absatzbasis. Hierbei werden zukünftig vor allem die 2017 übernommenen Tengelmann-Märkte im Fokus stehen. In der Modernisierung der Standorte sieht die EDEKA Südbayern die Chance, positive Umsatzimpulse sowohl für den Einzelhandel als auch für den Großhandel inklusive Produktionsbetriebe zu generieren, und so weitere Privatisierungs- und Existenzgründerpotentiale zu schaffen. So sollen mittelfristig über alle Wertschöpfungsstufen deutliche Effizienzgewinne z.B. durch die Auslastung der Lagerstandorte realisiert werden. Inzwischen wurden viele der übernommenen Märkte umgebaut und modernisiert. Erste Erfolge der erfolgreichen Integration sind bereits durch Umsatzsteigerungen sowie den Ausbau von Marktanteilen im Absatzgebiet eingetreten. 3.3 Finanzwirtschaftliche Risiken und ChancenDie Steuerung des Liquiditätshaushaltes der Gruppe wird über die tägliche Bündelung der Zahlungsströme in einem zentral bei der EKG angesiedeltem Cash-Management bewerkstelligt. Durch Vorhaltung freier Kreditlinien und täglicher Überwachung der ein- und ausgehenden Liquidität wird möglichen Risiken aus Zahlungsstromschwankungen aktiv begegnet. Das in der Gruppe eingerichtete Cash-Pool-System bündelt die vorhandene Liquidität und stellt bei Bedarf den Konzerngesellschaften kurzfristig Finanzmittel zur Verfügung. Die Geschäftsführung bedient sich zur Risikoüberwachung und zur Überwachung der Planziele verschiedener betriebswirtschaftlicher Instrumente, von täglichen Umsatz- und Analysemeldungen, wöchentlichem Finanzstatus, monatlicher kurzfristiger Erfolgsrechnung und sonstigen permanenten Kostenauswertungen und diverser Ertragsanalysen, die innerhalb des Konzerns entwickelt, eingesetzt und genutzt werden. Risiken werden sowohl von der Gesellschaft als auch aus Konzernsicht beurteilt und erkannt. Die bestehenden Instrumente und Frühwarnsysteme werden ständig weiterentwickelt. Das finanzwirtschaftliche Risiko wird insgesamt als "gering" eingestuft. 3.4 Organisatorische RisikenDie bestehenden IT-Systeme gewährleisten eine Systemverfügbarkeit auf hohem Niveau. Deren Absicherung wird organisatorisch und systemseitig permanent verbessert. Dabei garantiert die eingesetzte IT-Infrastruktur sowie die dazugehörigen Sicherungsverfahren eine sehr gute Verfügbarkeit der Systeme. Zugangskontrollen und Berechtigungskonzepte, Virenschutzprogramme und Firewalls sowie Datensicherungssysteme schützen die eingesetzten EDV-Programme. Regelmäßige Datensicherungen und Datenträgerspiegelungen schützen vor Systemunterbrechungen. Besonders geschützt werden personenbezogene und personenbeziehbare Daten. Regelmäßige Sensibilisierungsmaßnahmen der Mitarbeiter der Unternehmensgruppe erhöhen das Bewusstsein gegenüber Cyber-Angriffen, die zu Ausfällen und Okkupationen der EDV-Systeme führen können. Aufgrund dessen werden diese Risiken, wenn auch zunehmend relevanter, als gering eingeschätzt, die wirtschaftlichen Auswirkungen können jedoch im Schadensfall erheblich sein. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Qualifikation und Qualifizierung sind wesentlich für die Erreichung der wirtschaftlichen Ziele. Die Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Unternehmenskultur und die implementierten Führungsgrundsätze dienen der Wahrung und Weiterentwicklung der Fähigkeiten und der Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Fach- und Führungstrainings sowie etablierte Nachfolgeregelungen verbessern die Mitarbeiterbindung insbesondere bei Leistungs- und Potentialträgern. Insgesamt werden die Risiken als gering bewertet. 3.5 Operative Risiken und ChancenRisiken im Beschaffungsmanagement wurden identifiziert und bewertet. Diese betreffen insbesondere vorübergehende Engpässe bei der Verfügbarkeit von Lebensmitteln und Rohstoffen, die stark mit den Schwankungen der Beschaffungsmärkte verbunden sind. Eine anpassungsfähige Sortimentsgestaltung wirkt derartigen Risiken der Warenverfügbarkeit entgegen. Das Risiko vorübergehender Engpässe, die nicht temporär kompensiert werden können, wird als gering eingeschätzt. Die Gestaltung von Preiskonditionen werden durch den nationalen Einkauf mit Bündelung der Nachfragemengen auf der Plattform der EDEKA ZENTRALE Stiftung &Co. KG und der EDEKA Zentralhandelsgesellschaft mbH in Hamburg ermöglicht. Sie sind wesentlicher Teil des wirtschaftlichen Erfolgs des Konzerns und begrenzen die Risiken, welche deshalb als "gering" einzustufen sind. Als Lebensmittelhändler ist die EDEKA Südbayern auf hochwertige und fehlerfreie Warenlieferungen der Produzenten angewiesen. Um dies abzusichern wurden auf allen Handelsstufen umfangreiche Qualitätssicherungsmechanismen implementiert. Im sehr unwahrscheinlichen Fall eines Qualitätsmangels greifen die etablierten Prozesse zum Warenrückruf und Krisenmanagement, dementsprechend wird das Risiko als "gering" eingeschätzt. Mit der Gründung der neuen Einkaufsverbünde "Everest" und "Epic Partner" als Nachfolger der Einkaufskooperation "Alidis/AgeCore" hat sich der EDEKA-Verbund in den beiden vergangenen Jahren international zukunftsfähig aufgestellt. Die Aufgaben von "Everest" liegen vor allem in der Durchführung von Jahresgesprächen mit internationalen Markenartiklern, dem Einkauf von Obst und Gemüse und der Weiterentwicklung des Eigenmarkengeschäfts. Die Zusammenarbeit von EDEKA mit dem aufstrebenden Online-Spezialisten Picnic ermöglicht es beiden Partnern, von den jeweiligen Stärken des anderen zu profitieren. Steigende Umsatzvolumina tragen dazu bei, Kostenstrukturen zu optimieren - das schafft auch Vorteile für die selbstständigen Kaufleute im EDEKA-Verbund. Im Frischesegment wird weiter auf kurze Beschaffungswege und damit auf den Warenbezug aus der Region gesetzt. Inzwischen hat sich die EDEKA Südbayern Handels Stiftung &Co. KG zu einem wichtigen Nahversorger mit hochwertigen Lebensmitteln aus regionalem und nachhaltigen Sortiment in ihrem Absatzgebiet entwickelt. 3.6 Gesamtbild der RisikolageDie für den Gesamtverbund wesentlichen Geschäftsrisiken werden regelmäßig identifiziert, abgesichert und zeitnah überwacht und im Rahmen eines Management-Informations-Systems an die Konzerngeschäftsleitung und die operativen Geschäftsführer kommuniziert. Vor diesem Hintergrund bestehen aus Sicht des Mutterunternehmens derzeit keine unbeherrschbaren bzw. versteckten Risiken, die den Fortbestand des Konzerns ernsthaft gefährden könnten. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich keine wesentliche Veränderung in der Einschätzung der Risiken ergeben. 4. PrognoseberichtDer Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage prognostiziert in seiner aktualisierten Konjunkturprognose 2023 und 2024 vom 22. März 2023 im Euro-Raum für die Jahre 2023 und 2024 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,9 Prozent bzw. 1,5 Prozent. Für die Prognose unterstellt der Sachverständigenrat, dass die Energiepreise im Prognosezeitraum erhöht bleiben, es jedoch nicht zu einem Stopp russischer Energielieferungen kommt. Das deutsche BIP dürfte im Jahr 2023 um 0,2 Prozent und im Jahr 2024 um 1,3 Prozent zulegen. Der Sachverständigenrat erwartet für den Euro-Raum Inflationsraten von 5,9 Prozent und 2,9 Prozent (HVPI) in den Jahren 2023 und 2024 und von 6,6 Prozent und 3,0 Prozent (VPI) für Deutschland. Die kurzfristigen Abwärtsrisiken für das Wachstum haben sich reduziert. Vor allem ist die Unsicherheit über die Energieversorgungslage vorerst gesunken, was zu einem Rückgang der Großhandelspreise für Energie geführt hat. Die Außenumsätze aus dem Warengeschäft der Geschäftssparten entwickelten sich im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres sehr gut. Sowohl der Zustell-GH mit einer Steigerung von 12,3 Prozent im Bereich der SEH-Kunden (inkl. Dritter) als auch die Produktionsbetriebe mit insgesamt 11,9 Prozent konnten eine erfreuliche Umsatzsteigerung erzielen. Der Cash &Carry-Bereich verzeichnet einen leichten Umsatzanstieg von 7,2 Prozent, wohingegen sich die Umsätze aus dem Warengeschäft der Regiebetriebe mit -0,6 Prozent leicht unter Vorjahres-Niveau bewegen. Im Konzern der EDEKA Südbayern wird für die abgelaufenen Monate Januar bis März 2023 ein konsolidierter Konzernumsatz aus dem Warengeschäft von € 1.148 Mio. ausgewiesen, welcher somit 7,3% über dem Vorjahreswert und auch über den geplanten Werten liegt. Die ganzjährige Planung geht von einem leichten Anstieg beim Konzernumsatz aus dem Warengeschäft in 2023 von 4,7 Prozent aus. Abgeleitet von der zeitnahen monatlichen Erfolgsrechnung zeichnet sich für das laufende Jahr in den operativen Geschäftseinheiten ein stabiles positives wirtschaftliches Ergebnis ab. Der bisher aufgelaufene Gewinn per März liegt leicht unter der Planung, welche vor Steuerbelastungen von einem Ergebnis vor Steuern in 2023 von rund 1,7 Prozent vom Konzernumsatz aus dem Warengeschäft ausgeht.
Gaimersheim, 14. April 2023 EDEKA Südbayern Beteiligungsgesellschaft mbH Claus Hollinger Dr. Dirk Eßmann Anna Maria Schalk Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2022 die ihm nach dem Gesellschaftsvertrag und der Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Der Aufsichtsrat wurde durch die Geschäftsführung laufend über die Entwicklung des Unternehmens sowie über wichtige Einzelfragen informiert. Im Berichtsjahr wurden abgehalten: 6 Gesellschafterversammlungen, davon 2 im Umlaufverfahren 7 Aufsichtsratssitzungen, insgesamt im Rahmen einer Gesellschafterversammlung Die EDEKA Südbayern Beteiligungsgesellschaft mbH erstellt als "Konzernmutter" einen Konzernjahresabschluss. Die UNIVERSA Prüfungs- und Treuhandgesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, wurde beauftragt, den Konzernjahresabschluss, Konzernanhang und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2022 zu prüfen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022, den Anhang und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses geprüft, für in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag der Geschäftsführung. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung. Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung und den Mitarbeitern für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie für die im Jahre 2022 geleistete Arbeit. Der Dank gilt ebenso allen Kunden für das der Gesellschaft entgegengebrachte Vertrauen.
Gaimersheim, 31. März 2023 Leo Schwaiberger, Aufsichtsratsvorsitzender BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die EDEKA Südbayern Beteiligungsgesellschaft mbH, GaimersheimPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der EDEKA Südbayern Beteiligungsgesellschaft mbH, Gaimersheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der EDEKA Südbayern Beteiligungsgesellschaft mbH, Gaimersheim, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 12. Mai 2023 UNIVERSA
Prüfungs- und Treuhandgesellschaft mbH
Hübotter, Wirtschaftsprüfer ppa. Lipka, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
15 nahegelegene Organisationen
Einzelhandel mit Waren verschiedener Art, Hauptrichtung Nicht-Nahrungsmittel
Beteiligungsgesellschaften
Großhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen
Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Kreditinstitute des Sparkassensektors
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Betrieb von Parkhäusern und Parkplätzen
Kreditinstitute des Sparkassensektors
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Einzelhandel mit Waren verschiedener Art, Hauptrichtung Nicht-Nahrungsmittel
Großhandel mit Fleisch und Fleischwaren
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen