Stammdaten

Register
Amtsgericht Landshut HRB 9059
Vorher
M & N Solutions GmbH
Eingetragen
5.5.2004
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Datenverarbeitungsgeräten und peripheren GerätenGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service von datentechnischen Geräten und Systemen inklusive deren Firm- und Software.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Johannes Boerboom
seit 20.8.2021
Geschäftsführer
Hans-Hermann Schaber
seit 20.8.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

17.77% identifiziert82.23% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
HHS Grundstücks- und Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG
82.23%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
HHS Beteiligungsgesellschaft mbH
Germany
10.265 €
82.23%
P**** S**************
20.530 €
10.27%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DATAWIN GmbH

Ergolding

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

DATAWIN GMBH, ERGOLDING

1. Rahmenbedingungen

Konjunktur weiter gehemmt

Auch im Jahr 2023 konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht maßgeblich erholen. Die Konjunkturprognosen des ifo Instituts rechnen mit einem preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt von -0,4% für das Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr. Auch für die kommenden Jahre sind die Aussichten gedämpft. Das ifo Institut erwartet ein Wachstum von 1,4% 2024 und von 1,2% für 2025.

Die deutsche Wirtschaft wurde von der weiter hohen Inflationsrate gebremst, die die Kaufkraft der Verbraucher*innen erheblich beeinträchtigt hat. Auch der Anstieg der Leitzinsen durch die Zentralbanken weltweit wirkte sich negativ auf den Konsum sowie auf die Konjunktur aus, da die realen Haushaltseinkommen sanken und die Finanzierungskosten stiegen. Auch die deutsche Industrie spürte durch die Abkühlung der Weltkonjunktur eine reduzierte Nachfrage.

Der ifo Geschäftsklimaindex spiegelt die pessimistische Stimmung in den Unternehmen in Deutschland wider: Im August 2023 fiel der Index auf 85,7 Punkte, was bereits der vierte Rückgang in Folge ist. Die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage erreichte den niedrigsten Stand seit August 2020 und die Unternehmen sind auch pessimistischer in Bezug auf die kommenden Monate als noch zuvor.

Digitalbranche auf höherem Niveau als Gesamtwirtschaft

Auch das Geschäftsklima in der Digitalbranche verzeichnete im Mai 2023 einen Abstieg auf 17,7 Punkte und die Unternehmen der Branche bewerteten die Geschäftserwartungen schwächer als zuvor. Jedoch bleibt die ITK-Branche im Vergleich zur Gesamtwirtschaft auf einem deutlich höheren Niveau. Der Branchenverband Bitkom rechnet für 2023 erstmalig mit Umsätzen über 200 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr sollen diese um 2,1 % auf voraussichtlich 213,2 Milliarden EUR wachsen. Das größte Wachstum soll das Segment Software mit 9,6 % auf 41,5 Milliarden EUR verzeichnen. Besonders deutliches Wachstum zeigen dabei Plattformen für Künstliche Intelligenz (41,8 % auf 1,1 Milliarden EUR), Collaborative Applications (15,6 % auf 1,6 Milliarden EUR) und Sicherheits-Software (11,4 % auf 3,3 Milliarden EUR). Auch die Ausgaben für IT-Services sollen steigen: um 5,3 % auf 49,4 Milliarden EUR.

Digitalisierung entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit

In einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom gaben 60 % der Unternehmen an, dass Konkurrenten, die auf Digitalisierung setzen, ihnen voraus sind. Gleichzeitig sehen sich 64 % der Unternehmen als Nachzügler in der Digitalisierung. 53 % der Unternehmen möchten 2023 mehr in ihre Digitalisierung investieren. Die größten Hemmnisse für die Digitalisierung sind dabei Datenschutz, Fachkräftemangel, Anforderungen an IT-Sicherheit, begrenzte Zeit und finanzielle Mittel. Beispielsweise denken 72 % der Unternehmen, dass Künstliche Intelligenz für die Zukunft der deutschen Wirtschaft entscheidend ist, aber nur 15 % setzen KI tatsächlich ein.

Chart

Die DATAWIN GmbH (kurz: DATAWIN) trägt mit ihren Dokumentenscanner und Imaging-Lösungen zur Digitalisierung einen wichtigen Teil bei. Unsere Dokumenten- und Datenerfassungslösungen sind weltweit und branchenübergreifend im Einsatz. Anwendung finden sie überall, wo große Mengen an papierbasierter Information schnell und zuverlässig erfasst, digitalisiert, ausgewertet und sortiert werden sollen: Bei Wahlen und Abstimmungen, bei Multiple Choice Anwendungen, in der Dokumentenarchivierung, in der Lohndaten-, und Eingangsposterfassung, zur Wettscheinerfassung sowie zur Dokumentation im Gesundheitswesen oder Qualitätsmanagement. Für unsere Kunden und Partner sind wir Ausrüster, Dienstleister, Business Enabler sowie OEM- und Entwicklungspartner. Zu unserem internationalen Kundenstamm zählen Staats- und Landesregierungen, Behörden und Verwaltungen, Wahldienstleister und Forschungsinstitute, Digitalisierungs- und Archivdienstleister, Banken und Finanzinstitute, Universitäten und Hochschulen, Kliniken, Krankenhäuser und Labore, Wettanbieter sowie Unternehmen verschiedenster Branchen und Industriezweige.

DATAWIN vereint dazu die drei eigenständigen Scanner-, OMR- und Imaging-Marken DATAWIN, InoTec und BAPIS. Für ihre Kunden nutzt DATAWIN die Synergiepotenziale zwischen ihren hochspezialisierten Marken, achtet dabei jedoch immer auf deren Eigenständigkeit.

Die Marke DATAWIN entwickelt, konstruiert und fertigt kundenspezifische High Volume Dokumentenscanner, optische Markierungsbelegleser und papierverarbeitende Sondermaschinen sowie deren Komponenten als Teilprodukte. Kernkompetenz und Schwerpunkt der Marke ist die Sonderentwicklung und Auftragsentwicklung maßgeschneiderter Dokumenterfassungslösungen.

Die Marke InoTec optimiert die Geschäftsprozesse ihrer Kund*innen weltweit mit hochverlässlichen Produktions-Scannern und exzellentem Service. Ihre Produktions-Scanner der SCAMAX®-Familie helfen Regierungen, Behörden und Unternehmen aller Branchen, große Dokumentenmengen produktiv und sicher zu scannen. Sie kommen zum Einsatz, wo Belegvolumina im vier- bis sechsstelligen Bereich in kurzer Zeit oder taggleich bewältigt werden müssen. Oder wo das jährliche Dokumentenaufkommen die Zig-Millionen erreicht oder übersteigt.

Die Marke BAPIS bietet ihren Kunden aus Industrie und Forschung anwendungsoptimierte Lösungen und kompetente Beratung in den Bereichen Imaging und Digital Control. Sie entwickelt, konstruiert, fertigt und optimiert Hardware, Software und Firmware, die die Produkte und Anwendungen ihrer Kunden präzise, zuverlässig, effizient und zukunftssicher machen. Ihre Lösungen werden in den Bereichen Digitalisierung und Archivierung, Automatisierung und Qualitätskontrolle sowie Medizin und Wissenschaft eingesetzt.

2. Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Das Geschäftsjahr 2022/2023 war erneut geprägt von Verknappung auf den Einkaufsmärkten und langen Lieferzeiten vor allem für Elektronikkomponenten. DATAWIN konnte dies jedoch aufgrund einer vorausschauenden Einkaufsplanung abfangen und alle Kundenaufträge erneut ohne Verzögerungen erfüllen. Dies resultierte in einem erhöhten Lagerbestand und mehr Liquiditätsbedarf. DATAWIN kam auch zugute, dass mancher Mitbewerber im Segment der Hochleistungs-Produktionsscanner nicht lieferfähig war und wir deshalb Zugang zu neuen Kunden in der Welt bekamen und mit unseren Dokumentenscannern überzeugen durften. Unsere vielen langjährigen Bestandskunden wurden zufriedenstellend beliefert, auch wenn gerade die Partner und Distributoren außerhalb Deutschlands immer noch weniger als gewohnt abnahmen. In Deutschland dagegen hat unser Brand INOTEC erneut ein sehr erfolgreiches Jahr seit Firmengründung erreicht; hier merkten wir weiterhin, dass unsere Kundennähe und Made in Germany mehr denn je überzeugte und auch Staat und Behörden erkennen, dass auch weitere Kriterien als nur der Preis in Ausschreibungen zur Anwendung kommen müssen. Unsere Auftragslage ist weiterhin gut, für das nachfolgende Geschäftsjahr liegen schon Aufträge für knapp 50% des Budgets vor.

Durch die Erweiterung unseres Vertriebsteams um eine neue Personalie auf Position der Gesamtvertriebsleitung sowie eine Neuzuordnung der Märkte werden stark unterstützen was Bekanntheit der Marken sowie Überzeugung von neuen Märkten und Kunden von unseren Dokumentenscannern betrifft.

Es konnten im Geschäftsjahr 3 Neuentwicklungen finalisiert werden:

mit unserem neuen INOTEC SCAMAX 3x1 haben wir das Nachfolgeprodukt für den abgekündigten SCAMAX 4x3 nun final in allen wichtigen Märkten weltweit zertifiziert und können diesen nun unseren Partnern anbieten.

Eine weitere Neuentwicklung ist ein 2- und 4-fach-Sortiertower, welcher optional auf unsere SCAMAX 3x1 und 6x1 nachgerüstet werden kann. Durch 3 bzw. 5 Ausgabefächer können weitere Marktsegmente erschlossen werden, welche bisher aufgrund der beschränken Sortierfunktion nicht bedienbar waren.

Unser Brand BAPIS konnte durch Portierungen von Quellcodes auf moderne, verfügbare FPGAs den ersten Schritt für neue Platinenentwicklungen implementieren.

Durch diese Neuentwicklungen haben wir die Grundlagen für unsere Zukunft geschaffen um auch weiterhin mit langlebigen, nachhaltigen Dokumentenscannern der Spitzenklasse den weltweiten Markt beliefern zu können sowie unsere OEM-Partner mit Produkten auf aktuellem Technologiestand zu überzeugen.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse erreichten im Geschäftsjahr TEUR 12.715 nach TEUR 11.055 im Vorjahr. Unter Berücksichtigung der Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen sowie der anderen aktivierten Eigenleistungen ergibt sich eine Gesamtleistung von TEUR 13.242 gegenüber TEUR 12.229 im Vorjahr.

Die im Vorjahr für 2023 gesetzten Umsatzziele wurden nicht ganz erreicht. Ausschlaggebend hierfür war vor allem, dass manche Investments bei Endkunden in 2024 verschoben wurden sowie die Übernahme eines größeren Kunden durch einen seiner Marktbegleiter, wodurch DATAWIN-Produkte dort erst nach Umstrukturierung in 2024 wieder benötigt werden.

Der Materialaufwand betrug TEUR 4.529 (im Vorjahr TEUR 4.075). Hier gehen insbesondere die für den Bau der Hochleistungsscanner verwendeten Baugruppen und -komponenten ein. Allgemeine Erhöhungen der Einkaufspreise auf allen Märkten infolge der weltweiten Krisen der letzten Jahre machten sich hier bemerkbar.

Der Personalaufwand belief sich auf TEUR 5.689 nach TEUR 5.232 im vorangegangenen Geschäftsjahr. Die Entwicklung spiegelt den Anstieg der Mitarbeiterzahl von durchschnittlich 79 im Vorjahr auf 78 im Geschäftsjahr wider sowie nötige Gehaltserhöhung, um Mitarbeiter auch weiter im Unternehmen zu halten.

Das Zinsergebnis betrifft Kosten für die Finanzierung der eingesetzten Maschinen und für die Vorratshaltung.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr ein EBIT von TEUR 931 erwirtschaftet (im Vorjahr TEUR 855). Darin sind Abschreibungen auf Firmenwerte aus der Verschmelzung mit den Gesellschaften InoTec und BAP Image Systems GmbH über TEUR 349 (im Vorjahr TEUR 349) enthalten. Das EBITDA betrug TEUR 1.550 nach TEUR 1.426 in 2021/2022. Die EBITDA-Marge (EBITDA zu Umsatzerlösen) belief sich auf 12,0 % (im Vorjahr 12,8 %). Die Vorjahresprognosen zum Umsatz und Ergebnis (EBIT und EBITDA) wurden erreicht.

Der Steueraufwand betrug TEUR -6,3. Der geringe Steueraufwand resultiert aus Verlustvorträgen der Vorjahre und führt zu einem Jahresüberschuss von TEUR 711 (im Vorjahr Jahresfehlbetrag über TEUR 267).

Finanz- und Vermögenslage

Im Anlagevermögen überstiegen die Abschreibungen - insbesondere auf den Geschäfts- und Firmenwert - die Zugänge im Geschäftsjahr, so dass sich das Anlagevermögen insgesamt verringerte. Das Vorratsvermögen stieg von TEUR 5.258 zum 30.09.2022 auf TEUR 5.356 zum Bilanzstichtag. Die Vorratshaltung (Vorräte zu Umsatzerlösen in Prozent) belief sich auf 42,1 % in 2023 gegenüber 47,6 % im Vorjahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich aufgrund des höheren Umsatzvolumens sowie stichtagsbedingt deutlich auf TEUR 2.558.

Die Passivseite der Bilanz ist von einem deutlichen Rückgang des Eigenkapitals und einem deutlichen Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bei einem leichten Anstieg der Bilanzsumme geprägt: Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind von TEUR 3.689 auf TEUR 3.103 gesunken, während die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 1.307 auf TEUR 6.795 aufgrund von höheren Darlehensverbindlichkeiten angestiegen sind.

Die Bilanzsumme erhöhte sich von TEUR 13.717 auf TEUR 13.957. Gleichzeitig verringerte sich das Eigenkapital um TEUR 4.136. Dies resultiert bei einer Erhöhung aus dem Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 711 aus der Verringerung aufgrund einer Ausschüttung i.H.v. TEUR 4.846. Somit veränderte sich die Eigenkapitalquote von 38,6 % zum 30.09.2022 auf 8,4 % zum Bilanzstichtag.

3. Risiko- und Chancenbericht

Die DATAWIN gehört zum HHS-Konzern und nimmt von Ihrer Hauptgesellschafterin HHS Beteiligungsgesellschaft mbH (kurz HHS) Services wie Finance, Controlling, Budgetierung, Versicherungen, KFZ-Verwaltung sowie Managementsupport in Anspruch. Die HHS unterhält ein konzernweites Risikomanagement zur frühzeitigen Erkennung von bestandsgefährdenden bzw. wesentlichen Unternehmensrisiken, welches auch die DATAWIN abdeckt. Das Risikomanagement umfasst Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen, um zeitnah Maßnahmen zur Risikoprävention und -handhabung einleiten zu können. Ziel des Risikomanagements ist, Risiken frühzeitig zu erkennen, sie zu bewerten, zu steuern und mit zielgerichteten Maßnahmen zu senken. Jede unternehmerische Entscheidung wird daher vor dem Hintergrund der damit verbundenen Risiken und Chancen getroffen. Risiken werden bei DATAWIN quartalsweise anhand einer Risikobwertung nach SWOT-Schema identifiziert und nach Tragweite und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet.

Neben den im Abschnitt »Risiken« genannten Risikofaktoren könnten Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die jetzt noch als unwesentlich eingeschätzt werden, die Geschäftstätigkeit beeinträchtigen.

Chancenmanagement

Chancen aus dem Marktumfeld

Das dynamische Marktumfeld der Informationstechnologie mit seinen neuen Trends und steten technologischen Innovationen bietet ständig neue Chancen. Diese Chancen wahrzunehmen und schließlich auch zu nutzen, ist Aufgabe des Chancenmanagements und bildet die Basis für den nachhaltigen Erfolg und das Wachstum von DATAWIN. Bei einer allgemein positiven Wirtschaftsentwicklung ergeben sich Chancen für erfolgreiches Wachstum bei Umsatz und Ertrag aufgrund Neuinvestitionen in Scanner-Hardware. Aber auch von einer stagnierenden oder negativen Konjunkturentwicklung kann DATAWIN profitieren. Die digitale Transformation treibt die Nachfrage nach Dokumentenscannern im Allgemeinen. Die vom Unternehmen adressierten Märkte bieten nach wie vor ein großes Wachstumspotenzial, vor allem in Nord- und Südamerika - mit einem Potential von über 1.000 Produktionsscannern je Jahr - ist DATAWIN nur minimal vertreten und könnte dort mit ihren Dokumentenscannern Marktanteile von der Konkurrenz übernehmen.

Chart

Quelle: Infosource - Marktanalyse Dokumentenscanner Americas; 01/2024

Chancen aus der zunehmenden Digitalisierung

Chancen für die DATAWIN entstehen vor allem aus dem anhaltenden Trend zu Digitalisierung und Altarchivierung. Durch die Corona-Pandemie sowie dem Krieg in der Ukraine ist mehr als je zuvor evident geworden, dass das dezentrale Arbeiten mit Hilfe von Cloud-basierten Co-Laborationslösungen unsere Arbeits- und Lebensweise nachhaltig verändert. Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen und die IT-gestützte Automatisierung von Prozessen und Arbeitsschritten entlasten Menschen in unterschiedlichen Lebensbereichen. Für Unternehmen bedeutet die Digitalisierung nicht zuletzt, die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Wettbewerb aufrechtzuerhalten. Der anhaltende Trend zum mobilen Arbeiten bietet für die DATAWIN die Chance, weitere Kunden zu gewinnen, um die weiterhin bestehende Masse an Papierdokumenten standortunabhängig und rechtssicher zur Verfügung zu stellen; gerade die Altarchivierung ist hier eine sehr große Herausforderung der kommenden Jahre.

Chancen aus der Kundenstruktur

DATAWIN verfügt bereits über einen breitgefächerten Stamm von Kunden. Die konjunkturelle Entwicklung einzelner Branchen, Regionen und Länder sowie Änderungen der investiven Rahmenbedingungen haben unter Umständen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung von DATAWIN. Eine noch höhere Diversifikation des Kundenstamms bietet dem Unternehmen die Chance, die schwächere Entwicklung einzelner Branchen oder Regionen durch die stärkere Entwicklung anderer mindestens auszugleichen, sodass der Erfolg von DATAWIN insgesamt nicht gefährdet ist.

Chancen durch Nachhaltigkeit

Die ökologischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit sind groß. Sie reichen von Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes, der IT-Sicherheit und der Resilienz von Lieferketten bis hin zu Fragen der Corporate Governance. Als verantwortungsvoll agierendes Unternehmen nehmen wir diese Herausforderungen ernst und möchten mit unseren Bemühungen im Bereich Nachhaltigkeit einen Beitrag zum Gemeinwohl leisten. Einen Überblick über die Aktivitäten von DATAWIN bietet der jährlicher Nachhaltigkeitsbericht.

DATAWIN strebt als Unternehmen langfristigen und nachhaltigen Erfolg an. Technologien und Dienstleistungen anzubieten, die die digitale und ökologische Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft unterstützen, bietet DATAWIN die Chance, sich langfristig als innovatives Maschinenbau-Unternehmen "Made in Germany" zu positionieren. Das entspricht den Erwartungen unserer Kunden und ist auch für die Gewinnung und Bindung gerade von neuen Mitarbeiter*innen ein wichtiges Kriterium.

CHANCEN AUS UNTERNEHMENSÜBERNAHMEN

Unternehmensinhaber von KMUs suchen Sicherheit und Stabilität und einen sicheren Hafen, in dem sich das Lebenswerk sinnvoll eingliedern und weiterentwickeln lässt. DATAWIN kann gerade mittelständischen Produktions- und Entwicklungsunternehmer*innen eine nachhaltige Perspektive in einem starken Unternehmensverbund anbieten. DATAWIN prüft laufend Erwerbsangebote, die von M&A-Berater*innen oder aber von den Unternehmensinhaber*innen direkt an das Unternehmen herangetragen werden. Darüber hinaus spricht DATAWIN auch gezielt Unternehmen an, die das Portfolio erweitern können.

Geschäftsbezogene Risiken

Wirtschaftliches Handeln ist mit Risiken und Chancen verbunden. Die im Folgenden beschriebenen Risiken sind Gegenstand des Risikofrüherkennungssystems und werden regelmäßig überwacht und gesteuert.

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Auf dem Markt für Produktions-Dokumentenscanner herrschen seit Jahren eine Wettbewerbssituation und ein Preisdruck, die sich möglicherweise in den nächsten Jahren entspannen könnten. Nach dem Rückzug 2021 eines Anbieters im Tischscanner-Segment hat nun 2023 ein großer Anbieter für Scanstraßen seinen Mitbewerb übernommen. Deren Hauptprodukte stehen nicht in Konkurrenz zu DATAWIN-Produkten; aufgrund der internen Strukturen der Wettbewerber ist eine alleinige Produktion von Produktionsscannern für diese wohl nicht gewinnbringend.

Technische Verfügbarkeit des Leistungsangebotes

Die Geschäftstätigkeit der DATAWIN wird durch den Einsatz moderner Informationstechnologien unterstützt. Insofern hat die Verfügbarkeit der IT-Systeme und des Leistungsangebotes für DATAWIN eine hohe Bedeutung. Die Anfälligkeit oder der Ausfall von Infrastrukturkomponenten können die Arbeitsabläufe bei DATAWIN oder bei den Kunden im Extremfall zum Erliegen bringen. Ein mehrschichtiges Backup ist implementiert.

Zur weiteren Absicherung der Geschäftsrisiken besteht ein Versicherungsschutz für Betriebsunterbrechungen im eigenen Unternehmen sowie bei Kunden, der turnusmäßig durch das Management auf seine Angemessenheit überprüft wird.

IT-Sicherheit / Cyber Security

Aufgrund der erheblich gestiegenen Zahl an Cyberangriffen verstärkt DATAWIN kontinuierlich ihre Anstrengungen zum Schutz ihrer Ressourcen, Systeme und Daten sowohl in Bezug auf die konzerneigene IT als auch auf die betriebenen Kundensysteme. Neben der regelmäßigen Durchführung von Penetration-Tests wurden die IT-Service-Management-Struktur und die darin verankerten Sicherheitsmechanismen in den vergangenen Jahren erweitert. Eine betrügerisch motivierte oder arglistige IT-Sicherheitsgefährdung oder ein Cyber-Angriff auf die Systeme von DATAWIN kann dennoch nicht ausgeschlossen werden und könnte negative Auswirkungen auf die DATAWIN und ihre Kunden- und Leistungsbeziehungen sowie ihre Reputation haben und große rechtliche und finanzielle Risiken nach sich ziehen.

Risiko aus dem technologischen Wandel

Das papierbasierte Umfeld, in dem die DATAWIN aktiv ist, unterliegt langsamen Veränderung, insbesondere durch die langsame Entwicklung weg vom Papier. DATAWIN arbeitet permanent daran, das Leistungsportfolio an die veränderten Bedürfnisse der Kunden zu adaptieren und die Qualifikationen der Mitarbeiter*innen entsprechend anzupassen. Das Risiko, dass es zu einer disruptiven Veränderung des technologischen Umfelds kommt, wird derzeit als gering eingeschätzt. Der Marktbericht von Infosource zeigt nach der Pandemie nun sogar leicht ansteigende Kaufzahlen für Dokumentenscanner weltweit.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Zu den wesentlichen finanzwirtschaftlichen Risiken zählen Liquiditäts-, Kredit- sowie Zinsänderungsrisiken. Die Zahlungsfähigkeit und finanzielle Flexibilität der DATAWIN ist durch eine Refinanzierung durch die Konzernmuttergesellschaft HHS sichergestellt.

Die Forderungsausfallrisiken des Konzerns sowie der DATAWIN werden von der Geschäftsführung als überschaubar eingeschätzt, insbesondere weil ein Großteil der Umsätze mit Auftraggebern abgewickelt wird, die als solide und solvent angesehen werden. Großaufträge außerhalb von Deutschland werden meist per Vorkasse und EXW abgewickelt. Das Ausfallrisiko wird zudem durch Bonitätsprüfungsprogramme abgesichert. Große Kunden in Deutschand durchlaufen das Bonitätsprüfungsprogramm - als Ergebnis dieser Bemühungen bewegt sich die Forderungsausfallsumme auf einem extrem niedrigen Niveau.

Risiken aus der Kundenstruktur

Ein Risiko könnte sich aus der Abhängigkeit von wichtigen Großkunden und deren Geschäftsentwicklung ergeben. Die Risikosteuerung erfolgt durch eine spezialisierte Großkundenbetreuung, durch die negative Entwicklungen in der Kundenbeziehung frühzeitig erkannt werden und Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Ferner wird durch eine zielgerichtete Marketingstrategie sowie durch die Markteinführung innovativer neuer Produkte und Dienstleistungen eine gezielte Verbreiterung der Kundenbasis verfolgt. Zusätzlich wird eine heterogene Kundenstruktur über alle Branchen hinweg fokussiert. In keiner Branche ergibt sich eine außergewöhnliche Häufung der Roherträge, somit besteht keine Branchenabhängigkeit.

Lieferantenrisiken

Als Produzent von IT-Hardware arbeitet die DATAWIN mit Lieferanten für technische Komponenten und anderen Dienstleistungsunternehmen zusammen. Lieferrisiken, insbesondere Lieferengpässe, lassen sich vor dem Hintergrund der - infolge der Corona-Pandemie und des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine - stellenweise global beeinträchtigten Lieferketten nicht ausschließen. Derartige Lieferengpässe können die Lieferbarkeit von Hardwarekomponenten insgesamt negativ beeinträchtigen und zu längeren Lieferzeiten, Preiserhöhungen, Änderungen in der Produktstrategie oder anderen negativen Auswirkungen für die DATAWIN führen. Lieferrisiken werden durch vorrausschauende Lagerbestände, ein professionelles Beschaffungsmanagement und wenn möglich durch die vertragliche Absicherung der Lieferungs- und Leistungskette abgesichert. Im Zuge der Beeinträchtigung der Lieferketten haben auch die Risiken aus mangelnder Qualität der eingesetzten Hardware-Komponenten zugenommen. Lieferrisiken in Ihrer Gesamtheit werden durch ein professionelles Beschaffungsmanagement und durch möglichst viele vertragliche Absicherung der Lieferungs- und Leistungskette abgesichert, so dass das Risiko als gering eingeschätzt werden kann.

Vor allem stellen die gestiegenen Einkaufskosten und somit der gestiegene Wareneinsatz ein Risiko dar, welches nur mittelfristig durch Erhöhung der Verkaufspreise abgefangen werden kann. Durch weiteres Personal im Einkauf soll hier durch gezieltes Verhandeln und noch bessere Mengendisposition gegengesteuert werden; durch eine sehr hohe Eigenfertigungstiefe von DATAWIN kann dieses Risiko als mittel bis gering eingestuft werden.

Personalwirtschaftliche Risiken

Personalwirtschaftliche Risiken können aus der potenziellen Fluktuation von Mitarbeiter*innen und Managern*innen in Schlüsselpositionen entstehen. Das unerwünschte Ausscheiden von Führungskräften und Mitarbeiter*innen kann sich nachteilig auf DATAWIN oder auf Kundenbeziehungen auswirken, sofern es nicht gelingt, in angemessener Zeit und zu marktgerechten Konditionen qualifizierte und geeignete Kandidat*innen zu gewinnen. Mitarbeitermotivation, -bindung und -entwicklung ist daher ein wichtiges Ziel der Mitarbeiterführung und der Personalpolitik der DATAWIN. Das Risiko einer wesentlichen nachteiligen Beeinträchtigung der Geschäftsentwicklung durch den Verlust von Leistungsträgern wird aufgrund der hohen Mitarbeiterbindung und der geringen Personalfluktuation in den vergangenen Jahren derzeit als gering eingeschätzt.

Rechtliche Risiken

Die Gesellschaften des HHS-Konzerns müssen sich im Zuge ihres Geschäftsbetriebs mit gerichtlichen und außergerichtlichen Ansprüchen Dritter auseinandersetzen. Zurzeit sind keine laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren bekannt, die einen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der DATAWIN haben könnten. Insgesamt werden die rechtlichen Risiken als gering eingestuft.

Risiken aus einer globalen Pandemie

Eine mögliche Verschlechterung der Corona-Pandemie, das Auftreten neuer Varianten oder anderer Erreger birgt auch für die DATAWIN latent Risiken. DATAWIN hat zahlreiche Maßnahmen zum Schutz der Kunden, Mitarbeiter*innen und zur Aufrechterhaltung eines ungestörten Geschäftsbetriebs getroffen. Durch den hohen Grad der Digitalisierung im Unternehmen konnte der Geschäftsbetrieb auch in Phasen von Lockdowns ohne Einschränkungen fortgeführt werden. Ein Großteil der DATAWIN Mitarbeiter*innen verfügt über die Möglichkeit, mobil zu arbeiten und die Aufgaben unverändert auszuführen.

Eine Destabilisierung der politischen Systeme sowie währungspolitische Veränderungen infolge einer Pandemie können potenziell zu negativen makroökonomischen Entwicklungen und damit zu einer verminderten Investitionstätigkeit führen, die sich nachteilig auf das Geschäft der DATAWIN auswirken könnten.

Gesamtbeurteilung der Risikosituation

Im Geschäftsjahr 2022/2023 bestanden für die DATAWIN keine bestandsgefährdenden Risiken. Auch für die Zukunft sind aus heutiger Sicht keine Risiken zu erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig negativ beeinträchtigen könnten.

4. Prognose

DATAWIN blickt optimistisch in die Zukunft und erwartet in den nachfolgenden Geschäftsjahren weiteres Umsatz-Wachstum. Durch eine Verstärkung und Neuausrichtung des Vertriebsteams sowie durch das nun zertifizierte Produkt SCAMAX 3x1 sowie die neuen optionalen 2- und 4-Fach Sorter für die SCAMAX-Scannerlinie kommen Produkte auf den Markt, um die Investitionen vieler Industriezweige und Behörden zu bedienen. Durch eine vorausschauende Sourcing-Strategie kann bei allen Produkten die Lieferfähigkeit gewährleistet werden und Bestellungen können zeitnah bedient werden.

DATAWIN hat in den letzten 4 Jahren seine Produktivität gut gesteigert und viele interne Abläufe und Prozesse optimiert und gestrafft. Dies kommt ihr nun zugute, um gestiegene Einkaufspreise und Personalkosten abzufedern und weiterhin im Wettbewerb bestehen zu können. Desweiteren ist der Produktionsoutput höher als vor 3 Jahren und das Mehr an Bestellungen kann so bewältigt werden.

DATAWIN plant auch im neuen Geschäftsjahr seine Akquise-Strategie voranzutreiben und somit auch die Möglichkeiten des anorganischen Wachstums auszuschöpfen - wo möglich und sinnvoll. Auch sind Akquisitionen bzw. Technologiepartnerschaften denkbar, die technologisch sinnvolle Ergänzungen zum bestehenden Leistungsangebot darstellen.

Die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist aufgrund der momentan sehr hohen wirtschaftlichen Unsicherheiten schwer vorhersehbar, eine Prognose wird durch diese Umstände deutlich erschwert. Dennoch geht das Management für das kommende Geschäftsjahr 2023/2024 derzeit von einer größeren Steigerung des EBITDA und des EBIT gegenüber dem Vorjahr aus.

 

Ergolding, den 24.05.2024

gez. Johannes Boerboom

gez. Hans-Hermann Schaber

BILANZ ZUM 30. SEPTEMBER 2023

DATAWIN GMBH, ERGOLDING

AKTIVA

30.9.2023
EUR
30.9.2022
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 4.346.426,96 4.463
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.568.642,73 3.728
II. Sachanlagen 488.217,00 446
III. Finanzanlagen 289.567,23 289
B. UMLAUFVERMÖGEN 9.533.381,61 9.206
I. Vorräte 5.356.014,56 5.259
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.380.754,24 3.179
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 796.612,81 768
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 77.636,63 49
13.957.445,20 13.718

PASSIVA

30.9.2023
EUR
30.9.2022
TEUR
A. EIGENKAPITAL 1.173.664,79 5.310
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200
II. Kapitalrücklage 0,00 5.516
III. Gewinn-/Verlustvortrag 263.033,14 -139
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 710.631,65 -267
B. RÜCKSTELLUNGEN 524.203,42 637
C. VERBINDLICHKEITEN 11.390.231,31 6.859
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 3.728,31 0
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 865.617,37 912
13.957.445,20 13.718

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

2022/23
EUR
2021/22
TEUR
1. Rohergebnis 9.008.591,83 8.470
2. Personalaufwand 5.689.451,52 5.232
a) Löhne und Gehälter 4.848.653,06 4.419
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 840.798,46 813
3. Abschreibungen 619.445,95 571
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.768.808,22 1.812
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 239
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 456,77 6
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 221.826,63 119
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -6.283,37 1.241
9. Ergebnis nach Steuern 715.799,65 -260
10. Sonstige Steuern 5.168,00 7
11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 710.631,65 -267

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

DATAWIN GMBH, ERGOLDING

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Die DATAWIN GmbH (vormals M&N Solutions GmbH) hat ihren Sitz in Ergolding und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Landshut unter der Nummer HRB 9059 eingetragen.

Die DATAWIN GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB. Größenabhängige Erleichterungen werden in Anspruch genommen.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 25. März 2022 wurden die InoTec GmbH Organisationssysteme rückwirkend ab dem 01.10.2021 auf DATAWIN GmbH verschmolzen.

Der Jahresabschluss der DATAWIN GmbH wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechtes sowie den gesetzlichen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung findet in Ausübung des Wahlrechtes in § 275 Abs. 1 HGB das Gesamtkostenverfahren Anwendung.

Die zur Erläuterung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind in den Anhang übernommen.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Sätze 1 bis 2 und Abs. 2a HGB aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahre sowie bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und auf drei bis zehn Jahre linear bzw. auf die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge abgeschrieben.

Der aus der Verschmelzung mit der InoTec GmbH Organisationssysteme und der BAP Image Systems GmbH resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig linear über 10 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauer von 10 Jahren ist durch langfristig bestehende, wichtige Absatzverträge sowie lange Lebenszyklen der Produkte des erworbenen Unternehmens begründet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die beweglichen Anlagen werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen zwei bis 15 Jahre. Die Zugänge des Geschäftsjahres wurden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pro rata temporis abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 250,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Zugänge mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden entsprechend § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt.

Die Bewertung der Waren erfolgt mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren Werten zum Bilanzstichtag.

Der Ansatz der unfertigen Erzeugnisse sowie der fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den steuerlichen Herstellungskosten (Materialeinzel- und -gemeinkosten sowie Fertigungseinzel- und -gemeinkosten unter Einbezug der Sondereinzelkosten der Fertigung). Zinsen für Fremdkapital sowie Forschungs- und Vertriebskosten werden nicht angesetzt. Soweit die Wertansätze den niedrigeren beizulegenden Wert übersteigen, werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung werden beachtet.

Die erhaltenen und die geleisteten Anzahlungen werden zu Nettowerten (ohne Umsatzsteuer) bilanziert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung angemessener Einzelwertberichtigungen für erkennbare Risiken und - bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - durch Abzug einer Pauschalwertberichtigung ausgewiesen.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Währungsforderungen und Währungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Bewertung von Währungsforderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag oder, soweit dieser niedriger ist, mit dem gewichteten Durchschnittskurs. Währungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag oder, soweit dieser höher ausfällt, mit dem gewichteten Durchschnittskurs bewertet.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023 wird im Anlagenspiegel dargestellt.

2. Anteilsbesitz

Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % beteiligt:

Nominalkapital Anteil am Kapital
%
Eigenkapital Ergebnis des Geschäftsjahres
BAP Image Systems, LLC, Forth Worth/USA EUR 21.130,00 100,00 296.161,11 155.744,64
USD 24.961,00 313.605,00 164.918,00
Axiome Alpha SA en liquidation, Le Locle / Schweiz EUR 171.183,00 100,00 286.725,23 -9.500,60
CHF 271.428,00 277.722,06 -9.202,28

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 165.091,51 (Vorjahr: EUR 10.459,36).

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände verfügen mit einem Teilbetrag in Höhe von EUR 1.720,00 (Vorjahr: EUR 1.720,00) über eine Laufzeit von über einem Jahr.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Personalrückstellungen etwa für Provisionen, Tantiemen und aus Urlaubs- und Gleitzeitansprüchen.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 6.412.213,31 (Vorjahr: EUR 379.460,39).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 71.400,00 (Vorjahr: EUR 110.442,47).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verfügen in Höhe von EUR 2.286.225,00 über eine Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Sämtliche sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 512.577,72(Vorjahr: 0,00).

Die Verbindlichkeiten sind in Höhe von EUR 1.090.801,21 durch Sicherungsübereignung des Warenlagers besichert.

6. Latente Steuern

Zum 30.09.2023 wurden latente Steuern über EUR 865.617,37 passiviert. Passive latente Steuern über EUR 873.533,77 wurden mit aktiven latenten Steuern über EUR 7.913,40 saldiert.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN UND VERLUSTRECHNUNG

1. Periodenfremde Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 67.373,04 (Vorjahr: EUR 36.824,46). Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Neubewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten, insbesondere aus Kursdifferenzen und Erlöse aus den Abgängen aus dem Anlagevermögen.

2. Periodenfremde Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 144.679,92 (Vorjahr: EUR 41.102,55). Es handelt sich im Wesentlichen um Aufwendungen aus der Neubewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten, insbesondere aus Kursdifferenzen und aus Einstellungen in die EWB und PWB auf Forderungen.

Weitere Pflichtangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung waren für das Berichtsjahr und das Vorjahr nicht vorzunehmen.

E. SONSTIGE ANGABEN

1. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt 2022/2023 waren 79 (im Vorjahr 2021/2022 78) Arbeitnehmer*innen beschäftigt. Zum 30.09.2023 lag die Zahl der Mitarbeiter*innen bei 80 (zum 30.09.2022 bei 79). Unter zusätzlicher Berücksichtigung der Geschäftsführer und der Auszubildenden betrug die Mitarbeiter*innenzahl zum 30.09.2023 84.

2. Geschäftsführer

Geschäftsführer der Gesellschaft sind

Herr Johannes Boerboom, Dipl.-Wi-Ing. (FH)

Herr Hans-Hermann Schaber, Dipl.-Ingenieur (FH)

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gesamtbetrag
EUR
Fällig innerhalb eines Jahres
EUR
Fällig zwischen zwei und fünf Jahren
EUR
Fällig über fünf Jahre
EUR
Verpflichtung aus Miet- und Leasingverträgen 546.854,14 224.365,08 290.689,86 31.799,20
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 693.442,20 95.647,20 382.588,80 215.206,20

4. Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der HHS Verwaltungs GmbH, Pliezhausen, zum 30.09.2023 einbezogen werden (kleinster und größter Konzernkreis). Diese ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 768480 eingetragen. Der Konzernabschluss soll zum elektronischen Bundesanzeiger eingereicht werden.

5. Ausschüttungssperre auf selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände

Der ausschüttungsfähige Höchstbetrag ermittelt sich wie folgt:

EUR EUR
Jahresüberschuss 710.631,65
zuzügl. Gewinnvortrag 263.033,14
zuzügl. frei verfügbare Rücklagen 0,00
abzügl. selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte -574.090,42
zuzügl. darauf zu rechnende latente Steuer 159.166,57 -151.890,71
Ausschüttungsfähiger Betrag 558.740,94

6. Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Ergolding, 24.05.2024

gez. Johannes Boerboom

gez. Hans-Hermann Schaber

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.10.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.9.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 363.933,48 224.877,22 0,00 588.810,70
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 833.586,59 56.781,50 4.378,04 885.990,05
Geschäfts- oder Firmenwert 3.490.978,96 0,00 0,00 3.490.978,96
Geleistete Anzahlungen 0,00 55.505,92 0,00 55.505,92
4.688.499,03 337.164,64 4.378,04 5.021.285,63
II. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 110.951,40 50.385,46 17.517,58 143.819,28
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.951.338,40 63.381,77 38.448,83 1.976.271,34
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 88.554,00 0,00 88.554,00
2.062.289,80 202.321,23 55.966,41 2.208.644,62
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 289.467,23 0,00 0,00 289.467,23
Sonstige Ausleihungen 100,00 0,00 0,00 100,00
289.567,23 0,00 0,00 289.567,23
7.040.356,06 539.485,87 60.344,45 7.519.497,48
Kumulierte Abschreibungen
1.10.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.9.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 14.720,28 0,00 14.720,28
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 396.075,35 132.346,54 4.374,04 524.047,85
Geschäfts- oder Firmenwert 564.776,87 349.097,90 0,00 913.874,77
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
960.852,22 496.164,72 4.374,04 1.452.642,90
II. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 69.133,40 13.277,46 1.939,58 80.471,28
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.547.669,40 110.003,77 17.716,83 1.639.956,34
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.616.802,80 123.281,23 19.656,41 1.720.427,62
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
2.577.655,02 619.445,95 24.030,45 3.173.070,52
Buchwerte
30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 574.090,42 363.933,48
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 361.942,20 437.511,24
Geschäfts- oder Firmenwert 2.577.104,19 2.926.202,09
Geleistete Anzahlungen 55.505,92 0,00
3.568.642,73 3.727.646,81
II. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 63.348,00 41.818,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 336.315,00 403.669,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 88.554,00 0,00
488.217,00 445.487,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 289.467,23 289.467,23
Sonstige Ausleihungen 100,00 100,00
289.567,23 289.567,23
4.346.426,96 4.462.701,04

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DATAWIN GmbH, Ergolding

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DATAWIN GmbH, Ergolding, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DATAWIN GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 24. Mai 2024

BANSBACH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Arne Tiemann, Wirtschaftsprüfer

Thomas Hus, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 30. September 2023 ist durch den Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 11.09.2024 festgestellt worden.

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