Loth Internationale Speditionsgesellschaft mbH

Zweenfurther Straße 10, 04827 Machern, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 27096
Vorher
Loth Logistik GmbH
Eingetragen
19.4.2011
Branche
Vermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungErbringung von LogistikdienstleistungenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Gegenstand
Die Ausführung sowie die Vermittlung von Transporten jeglicher Art, das Einlagern von Gütern, die Vermietung von Fahrzeugen, die private Arbeitnehmervermittlung, die Vermittlung von Versicherungen jeglicher Art und Fahrzeugen sowie der Fahrzeughandel.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Hofmann
seit 19.4.2011
Geschäftsführer
Ronald Koch
seit 19.4.2011
Geschäftsführer
Marcus Loth
seit 19.4.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Loth Logistik GmbH i.Gr.
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Loth Logistik GmbH i.Gr.
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
70.00%
70.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Loth Internationale Speditionsgesellschaft mbH

Machern OT Gerichshain

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäftsmodell

Gegenstand der Loth Internationale Speditionsgesellschaft mbH ist das Betreiben von nationalen und internationalen Speditionsgeschäften, Güternah- und Güterfernverkehr, Lagerhaltung, Güterumschlag und alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten. Zusammen mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, wollen wir unsere Kunden auf höchstem Niveau beraten und einen Service bieten, der einzigartig ist.

2. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz Rückgängen nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kommen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzt sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. (vgl. Stellungnahme Dr. Ruth Brand, Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts Destatis Nr. 019/24 vom 15. Januar 2024). Die Speditions- und Logistikbranche insgesamt verzeichnete in 2023 eine sehr gute Auftragslage mit einem Wachstum von 2,5 % gegenüber Vorjahr. Deutlich zeigt sich hingegen eine Schwäche zu Jahresende. Im Dezember sanken sowohl Exporte und Importe gegenüber dem Vormonat um 4,6 % bzw. 6,7 %.

Branchenentwicklung

Der Straßengüterverkehr im Jahr 2023 war zum großen Teil geprägt von der gesamt - und branchenwirtschaftlichen Entwicklung und stand nicht unter dem Eindruck einer Aufholbewegung, wie im Jahr 2022. Das Verkehrsaufkommen im Straßenverkehr schrumpfte im Jahr 2023 um 0,6%, die Transportleistung dagegen nur unwesentlich um 0,4%. (Vgl. BAG: Gleitende Mittelfristprognose Juni_2023). Aus den durch die BAG vorgenommenen Mauterhebungen ergab sich für das Jahr 2023 ein weiterer Rückgang der Fahrleistung der mautpflichtigen Nutzfahrzeuge von insgesamt -3,9% gegenüber 2022. Dabei wurden im Jahr 2023 rund 39,7 Milliarden Kilometer auf dem gebührenpflichtigen Streckennetz (rund 52.000 km) in Deutschland zurückgelegt. Dabei ist festzustellen, dass die Fahrzeuge, die in Deutschland registriert sind, an der Gesamtfahrleistung einen weiteren Rückgang um -4,8% auf 56,8% erfahren (Vorjahr 57,4%). Im Ausland registrierte Fahrzeuge haben im Gegensatz dazu ihren Anteil an der Mautfahrleistung um 0,5% erhöht auf 43,2% (Vorjahr 42,6%). (Vgl. BAG Mautstatistik Jahrestabellen 2022/2023. Ab dem 01.12.2023 wurde die Maut in Deutschland um bis zu 100% deutlich erhöht. Für einen LKW >18 t mit 5 oder mehr Achsen der Schadstoffklasse IV von 19 Cent/km auf 34,8 Cent/km. Im Jahr 2023 war die Markt- und Preissituation der zugekauften Transportleistungen durch deutliche Kostensteigerungen im Bereich Personal gekennzeichnet. Der Dieselpreis war 2023 dahingegen stabil auf hohem Niveau. Die Steigerungen der Energiekosten für Strom, Gas und Heizöl und ab Dezember auch der Maut stellen die deutsche Wirtschaft vor große Herausforderungen. Bereits im 2. Halbjahr wurde eine geringere Nachfrage an Laderaum-Kapazitäten verzeichnet. Diese verringerte sich im 4. Quartal nochmals deutlich. Die sinkende Nachfrage nach Transportdienstleistungen wirkt sich bereits auf die Preise aus. Das Personalmanagement ist weiterhin gefordert, trotz volatiler und rückläufiger Auftragslage dem Personalmangel an LKW-Fahrern zu begegnen. In DE fehlen ca. 70.000 LKW-Fahrer bei steigender Tendenz. Der Fachkräftemangel wird in den kommenden Jahren zu Engpässen in der Versorgung führen, so die Prognosen.

3. Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Die Ertragssituation ist wieder sehr zufriedenstellend.

Die erzielten Umsatzerlöse beziffern sich auf T€ 38.293,8 und lagen somit T€ 3.613,3 (ca. 9,5%) unter dem Vorjahreswert. Für das Jahr 2024 erwarten wir einen Umsatz von ca. + 5%.

Die Fremdleistungen sanken um T€ 2.626,2 auf T€ 14.855,4.

Die Personalkosten erhöhten sich um T€ 143,6 auf T€ 5.886,9.

Die Abschreibungen beliefen sich auf T€ 1.578,3.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten um T€ 485,3 auf 8.619,7 verringert werden.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr T€ 6.651,1 und lag somit T€ 662,3 unter dem Vorjahreswert.

Nach Steuern wird ein Jahresüberschuss von T€ 4.596,3 ausgewiesen.

Finanzlage und Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt T€ 19.530,8 (Vorjahr (T€ 21.355,4).

Das Anlagevermögen beträgt T€ 5.666,7 und ist zum Bilanzstichtag mit T€ 301,7 (T€ 466,7 weniger als im Vorjahr) durch Bankdarlehn belastet. Langfristige Verbindlichkeiten mit Restlaufzeit > 5 Jahre gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag T€ 4.476,5 und werden meist innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmt.

Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag T€ 2.535,2 und werden regelmäßig innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen, wenn möglich mit Skonto beglichen

Die Gesellschaft weist ein Eigenkapital von T€ 15.884,0 aus. Die Eigenkapitalquote beträgt 81,3%.

Durch die restriktive Entnahmepolitik war die Gesellschaft zum Bilanzstichtag mit liquiden Mitteln in Höhe von T€ 5.514,1 ausgestattet. Liquiditätsengpässe sind während des Geschäftsjahres nicht aufgetreten.

Im Berichtsjahr wurden Investitionen in allen Bereichen des Anlagevermögens getätigt, um technisch auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Zusammenfassend schätzt die Geschäftsleitung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aufgrund der weiterhin guten Entwicklung als positiv ein.

4. Personal

Das Unternehmen verfügt über einen Personalbestand, der in Umfang und Qualität für die anstehenden Aufgaben der Gesellschaft geeignet ist und allen Anforderungen gerecht wird.

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 159 Mitarbeiter (Vorjahr: 158) beschäftigt.

Der Mitarbeiterbestand wird laufend den Erfordernissen angepasst. Das Fahrpersonal sowie die Angestellten nehmen regelmäßig an Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen teil.

5. Voraussichtliche Entwicklung

Das Unternehmen ist durch den im Februar 2022 ausgebrochenen Ukraine-Konflikt nicht direkt betroffen, da weder Geschäftsbeziehungen zur Ukraine noch nach Russland bestehen. Das Geschäftsjahr 2024 dürfte dennoch zunächst von konjunkturellem Gegenwind geprägt sein: Für die Entwicklung dürfte das zumindest im ersten Halbjahr eine Fortsetzung des schwachen Trends aus dem vierten Quartal 2023 bedeuten, auch noch wegen einer anhaltenden gewissen Zurückhaltung der Verbraucher.

Auch wenn sich die Lage auf dem Weltmarkt hinsichtlich Wirtschafts- bzw. Energiepolitik und des Ukraine-Kriegs ein wenig entspannt hat und auch die Inflationsrate wieder deutlich gesunken ist, hat sich der bereits im letzten Jahr erwähnte Rückgang der Frachtraten Ende 2023 deutlich verstärkt und hält auch in 2024 hartnäckig an.

Die Gesellschaft rechnet für das Folgejahr 2024 mit einer leichten Steigerung des Umsatzes. Wir rechnen mit steigenden Kosten um die Herausforderungen der Digitalsierungen zu bewältigen.

Die Gewinne vor Steuern werden unter dem Ergebnis 2023 liegen. Die Mitarbeiterzahl sollte sich auf ca. 170 in 2024 ausbauen. Aufgrund der Auftragslage sind wir optimistisch, dieses Ziel zu erreichen.

Unsere Angebotspolitik wird weiter konsequent verfolgt und optimiert.

Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

6. Risiken und Chancen

Die Speditions- und Logistikbranche 2023 stand vor erheblichen Herausforderungen: steigende Kosten, wirtschaftliche Unsicherheiten, Digitalisierung und Fachkräftemangel. Dennoch bieten sich auch Chancen, insbesondere durch den verstärkten Einsatz von Technologien und die steigende Bedeutung von Nachhaltigkeit. Unternehmen, die in diese Bereiche investieren, haben die Möglichkeit, wettbewerbsfähig zu bleiben und vom langfristigen Wachstum der Branche zu profitieren.

Über abzusehende Marktbereinigung und viele Neuausschreibungen ergeben sich Kundengewinnungspotentiale. Darüber hinaus bieten sich dadurch Möglichkeiten Zugang zu qualifiziertem Personal zur strategischen Weiterentwicklung zu erhalten.

Die Ziele des Risikomanagements der Gesellschaft liegen darin, eventuelle Risiken, die einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben, frühzeitig zu erkennen und zu analysieren, um ggf. angemessen agieren bzw. reagieren zu können. Dazu hat die Geschäftsführung u. a. eine interne Berichterstattung in Anwendung, über welche sie anhand geeigneter Auswertungen und Kennzahlen früh Indikatoren erkennen kann. Gleichzeitig werden durch den Einsatz der modernen Softwaretools Qualitäts- und Performancekennzahlen ermittelt, welche monatlich eine genaue Übersicht über die Leistungsfähigkeit des Unternehmens darstellen. Die Branchenrisiken ergeben sich zusätzlich aus dem Anstieg der laufenden Kosten, insbesondere der Fahrzeugkosten. Der Markt akzeptiert die Weitergabe steigender Kosten nur in eingeschränktem Umfang.

Als Risiko in der künftigen Entwicklung wird weiterhin vornehmlich die konjunkturelle Auftragsentwicklung gesehen.

Die Forderungen gegenüber den Kunden werden durch ein zeitnahes Forderungsmanagement betreut. Dadurch soll das Ausfallrisiko reduziert werden.

Die Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft weist eine solide Basis aus. Die Durchsetzung innovativer Konzepte und die Erfüllung der hohen Anforderungen unserer Kunden führen zu langfristigen Bindungen, wobei eine Abhängigkeit von Großkunden unsererseits vermieden wird.

Für 2024 sind wir insgesamt vorsichtig eingestellt, sehen aber auch in einem schwierigen Umfeld durchaus lukrative Geschäftschancen. Unsere betrieblichen Abläufe haben wir weiter verbessert und neue Kunden gut bei uns eingebunden und die gemeinsamen Geschäfte ausbauen können.

 

Gerichshain, 26.09.2024

Loth Internationale Speditionsgesellschaft mbH

gez. Marcus Loth, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.666.653,05 6.083.280,19
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 12.985,00 35.222,00
II. Sachanlagen 5.653.668,05 6.048.058,19
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.228,00 20.246,00
2. technische Anlagen und Maschinen 325.780,00 68.510,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.147.264,80 5.795.744,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 162.395,25 163.558,19
B. Umlaufvermögen 13.822.656,33 15.238.106,27
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.308.551,23 9.848.037,70
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.000.000,00 2.900.000,00
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.514.105,10 5.390.068,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 41.542,04 34.035,75
Summe Aktiva 19.530.851,42 21.355.422,21

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 15.883.993,66 14.287.719,82
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen 5.000.000,00 5.000.000,00
III. Bilanzgewinn 10.858.993,66 9.262.719,82
davon Gewinnvortrag 9.262.719,82 8.198.531,36
B. Rückstellungen 328.715,55 549.093,10
C. Verbindlichkeiten 3.282.595,21 6.485.466,29
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 301.683,93 768.369,56
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 231.496,32 469.223,56
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 70.187,61 299.146,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 1.620.926,26
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 1.620.926,26
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.980.911,28 4.096.170,47
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.979.456,40 4.095.511,70
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.454,88 658,77
D. Passive latente Steuern 35.547,00 33.143,00
Summe Passiva 19.530.851,42 21.355.422,21

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 22.672.520,96 23.574.623,81
2. Personalaufwand 5.886.864,11 5.743.261,98
a) Löhne und Gehälter 4.828.026,83 4.758.059,82
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.058.837,28 985.202,16
davon für Altersversorgung 2.131,00 2.269,53
3. Abschreibungen 1.578.340,21 1.441.407,22
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.578.340,21 1.441.407,22
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 8.619.744,73 9.105.038,36
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 897,36 213,00
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 78.562,76 54.514,98
davon Erträge aus Abzinsung 1.457,99
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 15.079,28 26.023,90
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 56,05
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.988.688,30 2.184.058,09
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 2.404,00 15.349,00
8. Ergebnis nach Steuern 4.662.367,09 5.129.349,24
9. sonstige Steuern 66.093,25 65.160,78
10. Jahresüberschuss 4.596.273,84 5.064.188,46
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 9.262.719,82 8.198.531,36
12. Ausschüttung 3.000.000,00 4.000.000,00
13. Bilanzgewinn 10.858.993,66 9.262.719,82

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Loth Internationale Speditionsgesellschaft mbH
Firmensitz laut Registergericht: Machern OT Gerichshain
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Leipzig
Register-Nr.: 27096

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss der Loth Internationale Speditionsgesellschaft mbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.

Angaben zur Bilanz

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben.

Im Anlagevermögen sind Transportfahrzeuge enthalten mit einem Buchwert von insgesamt 1.685.218,00 Euro, zu denen bei Erwerb Rückkaufsvereinbarungen mit den Fahrzeuglieferer vereinbart wurden. Zweck dieser schwebenden Rückkaufsvereinbarungen ist die Minderung bzw. Vermeidung erheblicher Reparaturaufwendungen dieser Fahrzeuge, die erfahrungsgemäß nach einem Nutzungszeitraum von 36 Monaten anfallen können.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in nachstehender Übersicht dargestellt.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 190.598,28 8.015,75 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 190.598,28 8.015,75 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 35.769,41 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 89.362,80 0,00 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.713.274,63 986.874,99 765.190,13
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 163.558,19 273.149,05 0,00
Summe Sachanlagen 12.001.965,03 1.260.024,04 765.190,13
Summe Anlagevermögen 12.192.563,31 1.268.039,79 765.190,13
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 198.614,03
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 198.614,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 35.769,41
2. technische Anlagen und Maschinen 274.311,99 363.674,79
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 11.934.959,49
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -274.311,99 162.395,25
Summe Sachanlagen 0,00 12.496.798,94
Summe Anlagevermögen 0,00 12.695.412,97
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Zugänge Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 155.376,28 30.252,75 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 155.376,28 30.252,75 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.523,41 2.018,00 0,00 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 20.852,80 17.041,99 0,00 0,00 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.917.530,63 1.529.027,47 737,72 659.601,13 0,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 5.953.906,84 1.548.087,46 737,72 659.601,13 0,00
Summe Anlagevermögen 6.109.283,12 1.578.340,21 737,72 659.601,13 0,00
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 185.629,03 0,00 12.985,00 35.222,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 185.629,03 0,00 12.985,00 35.222,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.541,41 0,00 18.228,00 20.246,00
2. technische Anlagen und Maschinen 37.894,79 0,00 325.780,00 68.510,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.787.694,69 0,00 5.147.264,80 5.795.744,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 162.395,25 163.558,19
Summe Sachanlagen 6.843.130,89 0,00 5.653.668,05 6.048.058,19
Summe Anlagevermögen 7.028.759,92 0,00 5.666.653,05 6.083.280,19

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit den Anschaffungskosten oder den am Bilanzstichtag beizulegeden Zeitwerten bewertet.

Die sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nomalwert bewertet.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Darlehensforderungen gegenüber der Loth Lagerhaus GbR i.H.v. 3.500.000,00 Euro enthalten. Davon wurden bis zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung 1.500.000,00 Euro getilgt. Zur Sicherung dieser Darlehen wurden teilweise sämtliche bestehenden und künftigen Forderungen aus Mietverträgen abgetreten. Die Laufzeit ist unbestimmt. Es wird mit einer Fristigkeit von 5 Jahren gerechnet.

In den übrigen sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern i.H.v. 57.061,02 Euro enthalten. Diese wurden mit 0,5% verzinst.

Das Unternehmen führt bei der Sparkasse Leipzig ein USD-Bankkonto. Der Bilanzansatz erfolgte mit dem in EUR umgerechneten Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag.

Entsprechend den vertraglichen Regelungen hat das Unternehmen gegenüber dem Hauptzollamt zur Sicherung von Zöllen und Einfuhrabgaben eine Bürgschaft von ca. 80.000,00 Euro zu erbringen. Dafür wurde bei der Sparkasse Leipzig das Guthaben der Bankkonten 2100340207 und 2100560517 verpfändet.

Die Rückstellungen (Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen) wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen wurden insbesondere für Tantiemen, Urlaubsverpflichtungen, Aufbewahrungspflichten und Aufwendungen aus abgeschlossenen Lohnsteuerprüfungen gebildet.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinsatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. 301.683,93 Euro wurden wie folgt besichert:

Gegenüber Kreditinstituten wurden Sicherheiten nur insoweit gegeben, als für auf Kredit erworbene Gegenstände das Eigentum erst nach vollständiger Bezahlung auf die Gesellschaft übergeht.

Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag
Euro
Restlaufzeit bis 1 Jahr
Euro
Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre
Euro
Restlaufzeit über 5 Jahre
Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 301.683,93 231.496,32 70.187,61 0,00
(768.369,56) (469.223,56) (299.146,00) (0,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.535.248,19 2.535.248,19 0,00 0,00
(2.975,170,38) (2.975,170,38) (0,00) (0,00)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00 0,00 0,00
(1.620.926,26) (1.620.926,26) (0,00) (0,00)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 445.663,09 444.208,21 1.454,88 0,00
(1.121.000,09) (1.120.341,32) -658,77 (0,00)
Gesamt 3.282.595,21 3.210.952,72 71.642,49 0,00

Die passiven latenten Steuern betragen 35.547,00 Euro. Diese wurden mit einem durchschnittlichen Steuersatz von 29,825 Euro ermittelt. Der Bilanzansatz hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2.404,00 Euro erhöht.

Darüber hinaus hat die Gesellschaft folgende wesentliche Verpflichtungen:

Aus Mietverträgen gesamt 116.050,00 Euro monatlich
davon mit einer Restlaufzeit von 9 Jahren 40.000,00 Euro monatlich
davon mit einer Restlaufzeit von 6 Jahren 4.650,00 Euro monatlich
davon mit einer Restlaufzeit von 4 Jahren 38.000,00 Euro monatlich
davon mit einer Restlaufzeit von 2 Jahren 26.500,00 Euro monatlich
davon mit einer Restlaufzeit von 1 Jahr 6.900,00 Euro monatlich

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 0,00 EUR (Vorjahr: 1.620.926,26 EUR).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der handelsrechtliche Jahresüberschuss beträgt 4.596.273,84 Euro.

Die Geschäftsführung schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:

Gewinnausschüttung i.H.d. Vorabausschüttungen 3.000.000,00 Euro
Einstellung in die Gewinnvorträge i.H.v. 1.596.273,84 Euro

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr durchschnittlich 159 Arbeitnehmer beschäftigt.

Nachtragsbericht

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Abschluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, sind bisher nicht zu verzeichnen.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

1. Marcus Loth von Beruf Speditionskaufmann

2. Stefan Hofmann von Beruf Speditionskaufmann

3. Ronald Koch von Beruf Speditionskaufmann

Der Geschäftsführer zu 1. ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Der Geschäftsführer zu 2. ist zusammen mit den anderen Geschäftsführern vertretungsberechtigt und nicht von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Der Geschäftsführer zu 3. ist zusammen mit den anderen Geschäftsführern vertretungsberechtigt und nicht von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Angaben zu den Gesellschaftern

Die Loth Internationale Speditionsgesellschaft mbH hat nachstehend genannte Gesellschafter:

Anteilshöhe
Herr Marcus Loth 15.000,00 Euro
Herr Stefan Hofmann 5.000,00 Euro
Herr Ronald Koch 5.000,00 Euro

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Gerichshain, 10. September 2024

Loth Internationale Speditionsgesellschaft mbH

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. Marcus Loth, Geschäftsführer

gez. Ronald Koch, Geschäftsführer

gez. Stefan Hofmann, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.02.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Loth Internationale Speditionsgesellschaft mbH, Gerichtshain

Einschränkendes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der Loth Internationale Speditionsgesellschaft mbH, Gerichtshain - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Loth Internationale Speditionsgesellschaft mbH, Gerichtshain, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Entgegen § 285 Nr. 9 Buchst. a) HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nicht angegeben.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mainz, den 29.01.2025

EBN Bracht Noje-Knollmann Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Alexander Bracht, Wirtschaftsprüfer

Gerrit Noje-Knollmann, Wirtschaftsprüfer

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