Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 200803
Vorher
VT0 Videotronik GmbH
Eingetragen
6.9.1990
Branche
Großhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikEinzelhandel mit Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb sowie Imund Export elektronischer Geräte, Baugruppen und Bauelemente sowie Einzelhandel.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Seliger
seit 5.9.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
80.000 €
40.00%

Beteiligungen

NameAnteil
40.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VTQ Videotronik GmbH

Querfurt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Inhalt

1. Grundlagen der VTQ Videotronik GmbH

1.1 Geschäftsmodell der VTQ Videotronik GmbH

1.2 Forschung und Entwicklung

1.3 Personalwirtschaft

1.4 Beschaffungsmarkt

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsverlauf und Lage

2.2.1 Ertragslage

2.2.2 Vermögenslage

2.2.3 Finanzlage

2.2.4 Leistungsindikatoren

3. Zweigniederlassungsbericht

4. Prognosebericht

5. Chancen- und Risikobericht

5.1 Risikobericht

5.2 Chancenbericht

5.3 Gesamtaussage

6. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

1. Grundlagen der VTQ Videotronik GmbH

1.1 Geschäftsmodell der VTQ Videotronik GmbH

Die VTQ Videotronik GmbH (nachfolgend VTQ) erbringt sämtliche Leistungen am Geschäftssitz Querfurt und unterhält keine weiteren Niederlassungen oder Beteiligungen. Das Geschäftsmodell stützt sich im Wesentlichen auf zwei Geschäftsbereiche.

Der Geschäftsbereich EMS (Electronic Manufacturing Services) versteht sich als Komplettdienstleister bei der Fertigung von elektronischen Baugruppen bis hin zu fertigen elektronischen Endgeräten. Dabei wird von der Entwicklung über Prototypen, Kleinserien bis zur Großserienfertigung nahezu jeder individuelle Wunsch der Kunden erfüllt. Durch langjähriges Knowhow ist VTQ in der Lage, den ständig steigenden Anforderungen von Automobilindustrie, Medizintechnik und Industrieelektronik gerecht zu werden. Durch die sehr ausgeprägte Fertigungstiefe kann VTQ auch komplexe Kundenanforderungen im eigenen Haus umsetzen und so dem Kunden eine Lösung aus einer Hand anbieten.

Im Geschäftsbereich Eigenprodukte entwickelt und produziert VTQ professionelle Funksysteme zur Video-, Audio- und Datenübertragung. Dank hoher Flexibilität und Produktionsvielfalt behauptet sich das Unternehmen erfolgreich auf einem weltweiten Markt. Die von uns produzierten Systeme finden Anwendung in der Sicherheitstechnik ebenso wie im industriellen oder Broadcast (Funksysteme für die Filmindustrie) Bereich.

Neben unseren Standardprodukten bieten wir individuell gefertigte Sonderlösungen an. Wir entwickeln für und mit unseren Kunden innovative Funksysteme, die speziell auf ihre Anwendungen zugeschnitten sind.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die VTQ Videotronik GmbH unternimmt keine Grundlagenforschung. Hauptaugenmerk der Entwicklungsabteilung liegt auf Produktentwicklungen. Dabei werden sowohl Eigenentwicklungen im Bereich der VTQ-Eigenprodukte für Video-, Audio- und Datenfunksysteme, als auch Auftragsentwicklungen verschiedenster Arten umgesetzt. VTQ bietet sich auch als Auftragsentwickler in den Bereichen Hardware- und Softwareentwicklung sowie Konstruktion an.

Neben der Entwicklung der Elektronik kann VTQ auch die notwendigen Konstruktionen durch die im Hause vorhandene Abteilung Konstruktion umsetzen. Dabei werden sowohl die Themen EMV (Elektromagnetische Verträglichkeit) im Rahmen von EMV-Vorbetrachtungen im eigenen Labor als auch Kühlung, Be- und Entlüftung sowie Miniaturisierung betrachtet.

1.3 Personalwirtschaft

Dem angehenden Fachkräftemangel wirkt VTQ durch eine sehr offene und transparente Personalpolitik und dem Aufzeigen von Entwicklungsperspektiven für gerade junge Facharbeiter entgegen. Neben der klassischen technischen und kaufmännischen Berufsausbildung bietet VTQ auch die Möglichkeit des dualen Studiums.

Bislang können offene Stellen fristgerecht nachbesetzt werden. Die Fluktuationsrate ist gering.

1.4 Beschaffungsmarkt

VTQ setzt auf eine enge Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten sowie auf Rahmenvertragsvereinbarungen, die die Lieferzeiten adäquat berücksichtigen.

Die VTQ Videotronik GmbH ist ein großer Abnehmer und wichtiger Partner der Bauteildistribution in Deutschland und weltweit. Dies sichert auch in Zukunft wettbewerbsfähige Einkaufspreise und Materialverfügbarkeit.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland stockte im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld. Nach wie vor hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.1

Als konjunkturabhängige Branche ist aber die Elektronikindustrie von konjunkturellen Schwankungen frühzeitiger und in der Regel stärker betroffen als die Gesamtwirtschaft. Während in konjunkturellen Wachstumsphasen die Steigerungsraten der Elektronikindustrie in der Regel über den gesamtwirtschaftlichen Wachstumsraten liegen, gehen sie bei konjunkturellen Rückgang auch deutlicher zurück.

1DESTATIS Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung vom 15. Januar 2024 - 019/24

Die folgende Grafik gibt einen Überblick der Elektronikindustrie in Deutschland in den Jahren 2013 bis 2023:2

Im Verhältnis zum gesamten BIP betrug die Steigerung der Produktion lediglich 1,2 %.

2.2 Geschäftsverlauf und Lage

2.2.1 Ertragslage

Der Umsatz lag im Geschäftsjahr TEUR 6.992 über dem Wert des Vorjahres, was einer Steigerung von 28,7 % entspricht. Der relative Materialeinsatz bezogen auf die Gesamtleistung liegt nahezu unverändert bei 60,2 %.

Der Personalaufwand ist im Berichtsjahr um TEUR 527 gestiegen. Die Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten lag mit 174 deutlich über dem Niveau des Vorjahres von 160.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen mit TEUR 41,7 bzw. 3,7 % kaum an. Sie betragen TEUR 1.184. Wesentliche Einzelposten hierbei sind Reparaturen und Instandhaltungsaufwendungen (TEUR 301), Kosten der Warenabgabe (TEUR 346), Versicherung, Beiträge und Abgaben (TEUR 98) sowie Fahrzeugkosten (TEUR 76).

2Produktionsentwicklung der Elektroindustrie in Deutschland bis 2023 | Statista

Das Finanzergebnis beträgt TEUR 87,6 gegenüber TEUR -2,1 im Vorjahr. Es wurde aus der temporären Anlage freier Liquidität erwirtschaftet. Das Finanzergebnis ist für die Beurteilung der Ertragslage des Unternehmens von untergeordneter Bedeutung.

2.2.2 Vermögenslage

Das Anlagevermögen nahm abschreibungsbedingt um TEUR 266 ab. Sein Anteil an der Bilanzsumme beträgt 11,7 %. Investitionen wurden insgesamt in Höhe von TEUR 208 getätigt.

Das kurzfristige Vermögen erhöhte sich um TEUR 4.700. Davon entfallen TEUR 3.508 auf liquide Mittel und TEUR 1.037 auf Vorräte. Der Anteil des kurzfristigen Vermögens an der Bilanzsumme beträgt 88,1 %.

Das Eigenkapital stieg ergebnisbedingt um 24,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Eigenkapitalquote beträgt nunmehr 80,1 %. Die durchschnittliche Eigenkapitalquote liegt bei Unternehmen in Deutschland bei 20 % bis 25 %. Vor diesem Hintergrund ist der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme weiterhin auf sehr hohem Niveau stabil.

Der Anstieg der Sonderposten um TEUR 450 beruht auf der Auszahlung von Fördermitteln für den Neubau der Lagerhalle und des Parkplatzes im Vorjahr.

Der sonstige Rückstellungsbedarf ist im Geschäftsjahr um 22,5 % geringer als im Vorjahr. Die Verbindlichkeiten sind nahezu auf Vorjahresniveau.

2.2.3 Finanzlage

Sämtliche Ersatz- und Ergänzungsinvestitionen des Berichtsjahres erfolgten aus Eigenmitteln kontinuierlich nach Plan.

Durch den Bestand an Finanzmitteln sollen die für 2024 geplanten Investitionsmaßnahmen vollständig aus Eigen- und Fördermitteln finanziert werden.

Bei der VTQ Videotronik GmbH ist der Anlagendeckungsgrad I mit über 100 % erfüllt. Ebenso ist die Liquidität 1. Grades mit über 100 % ebenfalls gegeben.

2.2.4 Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Materialintensität, Umsatzrendite, den Cash-Flow, die Kapitalbindung des Lagers im Verhältnis zum Umsatz sowie Angebotserfolgsquoten und Umsatz je Vertriebsmitarbeiter heran. Als übergreifende Erfolgskennzahl ermitteln wir die Wertschöpfung in ihrem relativen Verhältnis zur Gesamtleistung.

Die Materialintensität geben wir im Verhältnis zur Gesamtleistung an. Sie ist gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert (60,2 %; Vj.: 60,3 %).

Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zum Umsatz (14,5 %; Vj.: 9,1%), den Cash-Flow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Veränderung der Rückstellungen (4.505 TEUR; Vj.: 2.386 TEUR). Die Kapitalbindung des Lagers ermitteln wir im Verhältnis zum Umsatz (32,2 %; Vj.: 51,3 %) . Weiterhin ermitteln wir die Vorratsintensität (48,2 %; Vj.: 75,8 %). Insbesondere Rahmenverträge lassen das Volumen der Vorräte anwachsen.

Die Angebotserfolgsquoten ergeben sich aus angenommen Angeboten im Verhältnis zu abgegebenen Angeboten. Der Umsatz je Vertriebsmitarbeiter ergibt sich aus der Zuordnung der Kunden zu ihrem Vertriebsmitarbeiter im Hause VTQ.

Die Kennzahl Umsatzrendite ist im Berichtsjahr von 6,5 % auf 10,6 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Cash-Flow ist gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Die Kapitalbindung des Lagers im Bereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist mit dem Bestand entsprechend gesunken.

Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens ist nachhaltig gut.

3. Zweigniederlassungsbericht

Die VTQ Videotronik GmbH unterhält keine Zweigniederlassungen.

4. Prognosebericht

Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant. VTQ setzt weiterhin auf Umsatzzuwachs in beiden Geschäftsbereichen.

Die nah- und mittelfristige Zukunft der VTQ Videotronik GmbH wird von einem ungewissen Ausblick geprägt, hervorgerufen durch die gegenwärtigen Herausforderungen, die durch steigende Inflation und Rezession in Deutschland und Europa entstehen.

Die Gründe für die Rezession in Deutschland sind vielschichtig. Hervorzuheben sind die nachhaltigen wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronapandemie, welche globale Lieferketten gestört und zu umfassenden Unterbrechungen in der Produktion geführt haben. Zudem haben geopolitische Spannungen, insbesondere der Konflikt in der Ukraine und in jüngster Vergangenheit der Konflikt im Nahen Osten, die Energiepreise in die Höhe getrieben und die wirtschaftliche Unsicherheit verstärkt. Diese Faktoren, zusammen mit der steigenden Inflation, welche die Kaufkraft der Verbraucher schwächt und die Betriebskosten für Unternehmen erhöht, haben zu einem Rückgang des Wirtschaftswachstums geführt. Dies schlägt sich auch auf das konkrete Bestellverhalten der Kunden nieder. Neubestellungen gehen zurzeit zögerlicher als in der Vergangenheit ein. Auslieferungen bestehender Bestellungen sollen nicht selten in die Zukunft verschoben werden.

Trotz dieser herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sieht die VTQ Videotronik GmbH Gründe für einen verhalten optimistischen Ausblick in die Zukunft:

1. Anpassungsfähigkeit und Flexibilität: Bisherige Erfolge in der Anpassung an Marktveränderungen und die Fähigkeit, flexibel auf die Bedürfnisse von Kunden einzugehen, verleihen Zuversicht. VTQ wird weiter proaktiv Maßnahmen ergreifen, um die Effizienz zu steigern und die Kostenstruktur zu optimieren.

2. Innovationskraft: Ein zentraler Grundstein für den verhalten optimistischen Ausblick der VTQ Videotronik GmbH ist die anhaltende Innovationskraft des Unternehmens. VTQ kennt den Wert von Innovation als entscheidenden Faktor für Wachstum und Differenzierung im Markt. Die Fähigkeit der VTQ Videotronik GmbH, fortlaufend neue und verbesserte Lösungen zu entwickeln, ermöglicht es, sich dynamisch an die rasch wandelnden Anforderungen ihrer Kunden anzupassen und ihren Wettbewerbsvorteil nachhaltig zu sichern und auszubauen. Für die VTQ bedeutet Innovation nicht ausschließlich die Entwicklung neuer Produkte. Es umfasst auch die Optimierung interner Prozesse und das Vorantreiben neuer Geschäftsmodelle, die präzise auf die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse ihrer Kunden abgestimmt sind. Diese umfassende Sichtweise auf Innovation befähigt das Unternehmen, flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren und proaktiv Lösungen für potenzielle Herausforderungen zu schaffen.

3. Diversifizierung: Die Strategie der Kundendiversifizierung und die Expansion in neue Märkte haben sich als robust erwiesen. Dies bietet einen Puffer gegen die Auswirkungen der Rezession in bestimmten Segmenten oder Regionen.

4. Regionale Produktionsvorteile: Die Tendenz zu regionaler Fertigung, verstärkt durch die Coronapandemie und geopolitische Unsicherheiten, bietet Chancen für Unternehmen wie die VTQ Videotronik GmbH, die bereits in Deutschland produzieren. Dies könnte zu einer verstärkten Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen des Unternehmens führen, da Kunden Wert auf kurze Lieferketten und hohe Produktionsstandards legen.

Insgesamt erwartet VTQ, dass die Kombination aus strategischer Planung, Innovationskraft und Marktanpassungsfähigkeit das Unternehmen in die Lage versetzt, die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen erfolgreich zu meistern.

Obwohl die wirtschaftlichen Aussichten Unsicherheiten bergen, ist VTQ zuversichtlich, gestärkt aus dieser Phase hervorzugehen und seine Marktstellung weiter ausbauen zu können.

Derzeit ist die Auftragslage von VTQ ordentlich. Inwiefern die oben skizzierten Rahmenbedingungen negativ auf Kunden durchschlagen und zu Auftragsstornierungen führen bleibt abzuwarten. Aufgrund seiner grundlegenden Kostenstruktur und einem äußerst geringen Verschuldungsgrad hat VTQ gute Aussichten, die Zukunft zu meistern.

5. Chancen- und Risikobericht

5.1 Risikobericht

Branchenspezifische Risiken:

Die VTQ Videotronik GmbH ist Teil einer Branche, die stark von konjunkturellen Schwankungen abhängt. Besonders deutlich wird dies in der Automobilproduktion, während der Bereich der Medizintechnik weniger betroffen ist. Die jüngsten globalen Ereignisse, haben die zuvor positiven Wachstumstrends unterbrochen und die konjunkturelle Abhängigkeit der Branche verdeutlicht. Zudem erschweren die Energiewende und steigende Zinsen die Vorhersagbarkeit der Auswirkungen auf die Wirtschaft und speziell auf unsere Branche. Trotz einer allmählichen Abschwächung der Materialkrise bleibt die konjunkturelle Unsicherheit ein Risiko für die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen, was Umsatz- und Ertragsrisiken mit sich bringt. Bei Konjunkturabkühlungen werden häufig Investitionen zurückgestellt und die Lagerhaltungen von elektronischen Produkten und Geräten reduziert. Verstärkt kommt hinzu, dass auch die öffentlichen Haushalte massive Einsparungen vornehmen müssen. Dies alles kann dazu führen, dass auch die Nachfragen nach elektronischen Produkten und Dienstleistungen konjunkturbedingt verkürzt werden. Daraus könnten sich für die VTQ Videotronik GmbH Umsatz- und Ertragsrisiken ergeben.

Ertragsorientierte Risiken:

VTQ steht im Wettbewerb mit internationalen, insbesondere osteuropäischen Unternehmen, was das Ertragsrisiko erhöht. Inflation und die Notwendigkeit, Mehrkosten an Kunden weiterzugeben, bergen zusätzliche Risiken. Dennoch differenziert sich VTQ durch Qualität, kurze Lieferzeit, Liefertreue und Kundenservice. Kundenausfallrisiken werden durch eine Warenkreditversicherung und projektbezogene Vorauszahlungen gemindert. Die Sanktionen gegen Russland und die direkten Auswirkungen der Ukrainekrise hatten bislang keine Auswirkungen, da es keine direkten Geschäftsbeziehungen mit diesen Ländern gibt.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Eine solide Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation minimiert Liquiditätsrisiken. Das Unternehmen finanziert sich hauptsächlich über Eigenkapital. Kreditlinien stehen bei Bedarf zur Verfügung. Währungsrisiken, insbesondere zwischen Euro und US-Dollar, werden durch diverse Absicherungsinstrumente kontrolliert.

Die Liquiditätslage ist sehr gut. Engpässe sind nicht abzusehen.

Umweltrisiken:

Umweltrisiken bestehen durch den laufenden Betrieb nicht. Besondere Maßnahmen sind daher nicht erforderlich. Die allgemein gültigen Vorschriften zum Umweltschutz werden eingehalten und zum Teil übertroffen.

5.2 Chancenbericht

Die VTQ Videotronik GmbH zeichnet sich durch hohe Qualität, schnelle Lieferzeiten, Zuverlässigkeit und exzellenten Kundenservice aus. Die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden ermöglicht es uns, die Qualität der Endprodukte zu verbessern und Kosten durch Fertigungsoptimierungen zu senken. Die Möglichkeit, Umsätze mit Bestandskunden zu steigern und durch unsere erfahrenen Vertriebsteams neue Kunden zu gewinnen, stellt eine wesentliche Chance dar. Die weltweiten Krisen jüngster Zeit könnten den Trend zur regionalen Fertigung verstärken. Ein solcher Trend sollte durch Politik und Regierung aktiv unterstützt bzw. gefördert werden.

Spezifische Chancen können sich auch aus wichtigen Trends in der Elektronikbranche ableiten. Solche sind derzeit vor allem:

• Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen: Die Integration von KI und maschinellem Lernen bietet die Chance, fortschrittliche Lösungen in den Bereichen Datenanalyse, Automatisierung und verbesserte Benutzererfahrung zu entwickeln. Dies könnte VTQ einen Wettbewerbsvorteil verschaffen und die Basis für die Erschließung neuer Kundensegmente bilden.

• Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein: Ein verstärkter Fokus auf Nachhaltigkeit kann VTQ die Möglichkeit bieten, sich als führendes Unternehmen im Bereich umweltfreundlicher Elektronikprodukte zu positionieren. Dies kann nicht nur zu einer Stärkung der Marke führen, sondern auch neue Kundengruppen ansprechen, die Wert auf ökologische Verantwortung legen. Eine eigene Umweltzertifizierung ist für 2024/2025 geplant.

• Internet der Dinge (IoT): Das IoT bietet immense Chancen für die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen, die die Konnektivität und Interaktion zwischen Geräten verbessern. Durch die Positionierung an der Spitze dieser Entwicklung kann VTQ von der steigenden Nachfrage nach vernetzten Lösungen profitieren.

5.3 Gesamtaussage

Die Geschäftspolitik der Kundendiversifizierung und Umsatzausweitung hat sich als robust und zukunftsfähig erwiesen. VTQ hat es geschafft, ein stabiles Fundament zu schaffen, das uns ermöglicht, Chancen zu ergreifen und Risiken effektiv zu managen. Unsere strategische Ausrichtung, gepaart mit der Fähigkeit, flexibel auf Veränderungen zu reagieren, stellt sicher, dass wir auch in unsicheren Zeiten erfolgreich agieren können. Die Analyse branchenspezifischer Trends zeigt, dass VTQ vor sowohl bedeutenden Herausforderungen als auch spannenden Möglichkeiten steht. Durch die proaktive Anpassung an diese Trends und die Nutzung der sich bietenden Chancen kann VTQ seine Marktposition festigen und ausbauen. Die Balance zwischen dem Management dieser Risiken und der Realisierung der Potenziale wird entscheidend für den langfristigen Erfolg des Unternehmens sein.

VTQ rechnet für die Zukunft mit einem angemessenen Wachstum von Umsatz-, Rohertrag und Gewinn.

6. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Größere Auslandsgeschäfte werden über Akkreditive abgesichert. Forderungsausfälle sind selten. Zur Absicherung von Forderungsausfällen ist eine Warenkreditversicherung abgeschlossen.

Sowohl im kurz-, mittel- als auch im langfristigen Finanzierungsbereich finanziert sich die VTQ Videotronik GmbH ausschließlich über Eigenmittel.

Zur Absicherung gegen Liquiditätsengpässe wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt. Dieser gibt einen Überblick über die verfügbaren Geldmittel des Unternehmens.

Derivative Finanzinstrumente bestehen nicht.

 

Querfurt, 19. September 2024

gez. Dr. Steffen Enke, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.444.191,96 2.710.631,67
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 58.017,00 83.226,00
II. Sachanlagen 2.386.174,96 2.627.405,67
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.642.687,87 1.739.173,56
2. technische Anlagen und Maschinen 644.352,57 782.868,70
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 97.720,00 99.587,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.414,52 5.776,41
B. Umlaufvermögen 18.476.428,39 13.776.307,01
I. Vorräte 8.727.515,77 7.689.841,47
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.002.361,40 7.782.218,93
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.005.473,79 2.851.442,55
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.743.438,83 3.235.022,99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 50.295,86 36.501,55
Summe Aktiva 20.970.916,21 16.523.440,23

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 16.791.076,73 13.476.450,22
I. ausgegebenes Kapital 120.000,00 120.000,00
1. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
2. eigene Anteile -80.000,00 -80.000,00
II. Kapitalrücklage 3.096.615,80 3.096.615,80
III. Gewinnrücklagen -3.920.000,00 -3.920.000,00
IV. Gewinnvortrag 14.179.834,42 12.591.845,35
V. Jahresüberschuss 3.314.626,51 1.587.989,07
B. andere Sonderposten 640.168,93 189.616,08
C. Rückstellungen 1.920.125,84 1.203.967,05
D. Verbindlichkeiten 1.619.544,71 1.653.406,88
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.591,67 444,04
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 444,04
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 13.591,67
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.605.953,04 1.652.962,84
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.605.953,04 1.652.962,84
Summe Passiva 20.970.916,21 16.523.440,23

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.100.755,60 10.147.406,42
2. Personalaufwand 6.891.648,66 6.364.331,50
a) Löhne und Gehälter 5.768.637,87 5.347.173,49
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.123.010,79 1.017.158,01
davon für Altersversorgung 8.431,04 10.037,08
3. Abschreibungen 474.770,96 419.457,25
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 474.770,96 419.457,25
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.183.801,14 1.142.128,90
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 20.440,15 23.177,85
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 91.442,02 781,16
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.866,79 2.910,34
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.318.404,12 627.268,86
8. Ergebnis nach Steuern 3.319.705,95 1.592.090,73
9. sonstige Steuern 5.079,44 4.101,66
10. Jahresüberschuss 3.314.626,51 1.587.989,07

Anhang

A) Allgemeines

Die VTQ Videotronik GmbH hat ihren Sitz in Querfurt und wird im Handelsregister beim Amtsgericht Stendal in Abteilung B unter der Nr. 200803 geführt. Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB einzustufen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) i.d.F. des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetztes (BilMoG) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Bilanz wird das Gliederungsschema des § 266 HGB angewandt und gemäß § 265 Abs. 5 HGB erweitert. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB).

Größenabhängige Erleichterungsvorschriften gem. der §§ 276, 286, 288 und 327 HGB wurden in Anspruch genommen.

B) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger linearer Abschreibungen gemäß der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Bei der Bestimmung der Abschreibungsmethode wurde der tatsächliche Werteverzehr des Anlagevermögens beachtet. Anlagenzugänge des Berichtsjahres wurden linear abgeschrieben. Für einzelne Wirtschaftsgüter im Mehr-Schicht-System wurde der tatsächliche Werteverzehr über eine Verkürzung der Nutzungsdauern berücksichtigt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Berichtsjahr mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800 wurden aus Vereinfachungsgründen im Erwerbsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Die in Vorjahren und im laufenden Jahr vereinnahmten Investitionszuschüsse und -zulagen für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden in einen gesonderten Passivposten eingestellt, der in Entsprechung zum Abschreibungsverlauf der bezuschussten Vermögensgegenstände ertragswirksam aufgelöst wird. Investitionszuschüsse und -zulagen wurden im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 141 (i. Vj. TEUR 57) erfolgswirksam vereinnahmt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Soweit am Bilanzstichtag ein niedrigerer beizulegender Wert gem. § 253 Abs. 4 HGB vorlag, wurde dieser angesetzt.

Die Bestände der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden über ein Warenwirtschaftssystem laufend zu durchschnittlichen Anschaffungskosten nach gewogenen Durchschnittspreisen (§ 256 S.2 i.V.m. § 240 Abs. 4 HGB) erfasst. Mit Erfassung der Wareneingänge im Lagerverwaltungssystem werden nach jedem Zugang neue Durchschnittspreise unter Berücksichtigung des Anfangsbestandes gebildet. Jeder Abgang wird zu diesem Preis bewertet. Durch das Warenwirtschaftssystem ist entsprechend den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung der Bestand der Vermögensgegenstände nach Art, Menge und Wert auch ohne die körperliche Bestandsaufnahme für diesen Zeitpunkt feststellbar. Es erfolgte dennoch eine Inventur in Kombination aus systemischer und aussagebezogener, d.h. körperlicher Inventur. Die Ergebnisse dieser Inventur dienten der Verifizierung der Ordnungsmäßigkeit des Lagerhaltungsprogrammes. Dabei wird durch Stichproben sowohl vom Lagerbestand zum Systembestand als auch umgekehrt die Ordnungsmäßigkeit des Lagerverwaltungssystems nachgewiesen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten entsprechend dem Produktionsfortschritt und der für das jeweilige Produkt kalkulierten Losgröße bewertet. Von dem Einbeziehungswahlrecht gem. § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Fremdkapitalzinsen gem. § 255 Abs. 3 HGB waren nicht einzubeziehen. Für unfertige und fertige Erzeugnisse erfolgte eine körperliche Bestandsaufnahme zum 31.12.2023.

Bei einzelnen Vermögensgegenständen der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der unfertigen, fertigen Erzeugnisse wurde das strenge Niederstwertprinzip angewendet. Es wurde auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben, soweit die Verkaufserlöse unter den bis zum 31.12.2023 angefallenen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten liegen. Für bereits seit längerem lagernde Vorräte wurden Gängigkeitsabschläge vorgenommen.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen TEUR 5.002 werden offen von den Vorräten nach § 268 Abs. 5 S. 2 HGB abgesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich einzeln zu Nominalwerten bilanziert. Einzel- und Pauschalwertberichtigungen waren nicht zu bilden. Uneinbringliche Forderungen wurden ausgebucht.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt. Auf fremde Währung lautende flüssige Mittel wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet (§ 256a i.V.m. §284 Abs. 2 Nr. 2 HGB).

Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für die Zeit nach diesem Tag darstellen, wurden als Rechnungsabgrenzungsposten aktivisch abgegrenzt und zum Nennwert angesetzt.

Der Nennbetrag der eigenen Anteile wurde offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen Nennbetrag und Kaufpreis der eigenen Anteile wurde mit dem Gewinnvortrag verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB).

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).

C) Erläuterungen der Bilanz

Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen haben eine Restlaufzeit von nicht mehr als 1 Jahr.

Wesentliche sonstigen Vermögensgegenstände sind debitorische Kreditoren (TEUR 36) und Mitarbeiterforderungen (TEUR 9).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2023 TEUR 120 und ist in voller Höhe eingezahlt. Der Nennbetrag der eigenen Anteile in Höhe von TEUR 80 wurde offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

Die Kapitalrücklagen sind Sonderrücklagen nach § 26 Abs. 2 i.V.m. §§ 17 Abs. 4, 27 Abs. 2 DMBilG und wurden in der DM-Eröffnungsbilanz gebildet. Vom Gewinnvortrag wurde der Unterschiedsbetrag zwischen Nennbetrag der eigenen Anteile und dem Kaufpreis offen abgesetzt. (§272 Abs. 1a HGB).

Die bewilligten und ausgezahlten Zuschüsse gemäß GA-Richtlinie (Gemeinschaftsaufgabe Ost) von der Investitionsbank aus dem Förderprogramm "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" für den Zeitraum 2004-2006, 2018, 2019 und 2020 sowie die Investitionszulage 2012 wurden in die Sonderposten für Investitionszuschüsse, -zulagen zum Anlagevermögen eingestellt. Die Sonderposten werden korrespondierend zu den Abschreibungen der bezuschussten bzw. bezulagten Vermögensgegenstände über deren voraussichtliche Nutzungsdauern aufgelöst. Dieser Betrag wird als Ertrag aus der Auflösung des Sonderpostens in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Vom Beibehaltungswahlrecht des Art. 67 EGHGB wurde Gebrauch gemacht.

Der gebildete Sonderposten für Investitionszuschüsse wurde im Berichtsjahr mit TEUR 141 ertragswirksam aufgelöst.

Die sonstigen Rückstellungen (TEUR 585) enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für rückständige Urlaubs- und Zeitkonten der Mitarbeiter und Tantieme-Zahlungen (TEUR 136), Gewährleistungen (TEUR 163), Abschlusserstellungs- und Prüfungskosten (64 TEUR), Archivierungskosten (TEUR 20) sowie ausstehende Rechnungen und andere ungewisse Verbindlichkeiten (TEUR 192).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (13,6 TEUR, Vj.:0,4 TEUR) haben eine Restlaufzeit bis 1 Jahr in Höhe von 4,2 TEUR und größer ein Jahr von 9,4 TEUR.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (903,3 TEUR, Vj.: 927,1) und sonstige Verbindlichkeiten (702,6 TEUR; 725,9 TEUR) haben eine Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung für Dezember 2023. Von den sonstigen Verbindlichkeiten betreffen TEUR 0 (Vorjahr TEUR 1) die Verbindlichkeiten aus der sozialen Sicherheit.

D) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse und vereinnahmten Investitionszulagen in Höhe von TEUR 141 (Vorjahr TEUR 57) enthalten. Weiterhin wurden Personalkostenzuschüsse in Höhe von TEUR 57 (Vorjahr TEUR 47) ertragswirksam vereinnahmt. Auf die Auflösung von Rückstellungen und Fremdwährungsumrechnung entfielen TEUR 35 (Vorjahr TEUR 9).

Der Posten sonstige betriebliche Aufwendungen enthält Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr TEUR 23).

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen können dem Anlagenspiegel entnommen werden.

Im Berichtsjahr wurden geringwertige Wirtschaftsgüter bis 800 EUR vollständig abgeschrieben und ein Abgang unterstellt.

E) Sonstige Pflichtangaben

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Über Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, die weder in der Bilanz noch in der GuV berücksichtigt sind, ist nicht zu berichten.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB bestehen nicht. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3 ergeben sich wie folgt:

Zum Stichtag besteht eine Kautionsversicherung nach ElektroG gegenüber dem EAR. Weiterhin bestehen Anzahlungs- und Vertragserfüllungsbürgschaften aus Kundenprojektaufträgen. Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der Bürgschaften schätzen wir aufgrund des bisherigen Projektverlaufs als gering ein.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus bestehenden Berater-, Miet- und Leasingverträgen ergeben sich innerhalb der nächsten Jahre Zahlungsverpflichtungen von insgesamt TEUR 41.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer:

2023 2022
Angestellte 52 50
Gewerbliche Arbeitnehmer 110 103
Auszubildende 6 7
gesamt: 174 160

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Geschäftsführung unverändert wahrgenommen durch:

Herrn Dr. Steffen Enke, Querfurt

Der Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt. Auf die Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB wird gemäß 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresüberschuss in den Gewinnvortrag einzustellen.

 

Querfurt, den 19. September 2024

gez. Dr. Steffen Enke, Geschäftsführer

Anlagenspiegel 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 527.347,62 6.000,00 0,00 0,00 533.347,62
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 527.347,62 6.000,00 0,00 0,00 533.347,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 3.525.721,30 34.460,68 0,00 0,00 3.560.181,98
2. technische Anlagen und Maschinen 6.924.637,54 111.402,65 180.414,72 10.479,57 6.866.105,04
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 583.540,50 50.365,24 34.009,10 0,00 599.896,64
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.776,41 6.117,68 0,00 -10.479,57 1.414,52
Summe Sachanlagen 11.039.675,75 202.346,25 214.423,82 0,00 11.027.598,18
Summe Anlagevermögen 11.567.023,37 208.346,25 214.423,82 0,00 11.560.945,80
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 444.121,62 31.209,00 0,00 0,00 475.330,62
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 444.121,62 31.209,00 0,00 0,00 475.330,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.786.547,74 130.946,37 0,00 0,00 1.917.494,11
2. technische Anlagen und Maschinen 6.141.768,84 260.390,35 180.406,72 0,00 6.221.752,47
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 483.953,50 52.225,24 34.002,10 0,00 502.176,64
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 8.412.270,08 443.561,96 214.408,82 0,00 8.641.423,22
Summe Anlagevermögen 8.856.391,70 474.770,96 214.408,82 0,00 9.116.753,84
Buchwert Buchwert
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.017,00 83.226,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 58.017,00 83.226,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.642.687,87 1.739.173,56
2. technische Anlagen und Maschinen 644.352,57 782.868,70
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 97.720,00 99.587,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.414,52 5.776,41
darunter GWG 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 2.386.174,96 2.627.405,67
Summe Anlagevermögen 2.444.191,96 2.710.631,67

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.11.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die VTQ Videotronik GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VTQ Videotronik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VTQ Videotronik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Halle (Saale), 20. September 2024

Henschke und Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dipl.-Kfm. Jochen Henschke, Wirtschaftsprüfer

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