DIREKTE Service Management GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Rudolf Martin Rönisch seit 23.3.2026 | Prokura |
Yvonne Dr. Köster seit 29.1.2026 | Prokura |
Ulrich Helmut Dr. Mitzlaff seit 28.10.2025 | Vorsitzender des Vorstands |
Olaf Axel Engemann seit 6.8.2025 | Vorstandsmitglied |
Ralf Oestereich seit 6.8.2025 | Vorstandsmitglied |
Jesko David Christopher Kannenberg seit 13.6.2025 | Vorstandsmitglied |
Philipp Staub seit 26.2.2025 | Prokura |
Michaela Diana Stahl-Wündisch seit 26.4.2024 | Prokura |
Thilo Berchtold seit 16.2.2024 | Prokura |
Daniel Dr. Gentner seit 4.12.2023 | Prokura |
Nadine Raschika Christine Lauser seit 10.8.2023 | Prokura |
Berit Haug seit 10.8.2023 | Prokura |
Tim Philipp Lerner seit 17.3.2023 | Prokura |
Jacqueline Schwab seit 30.1.2023 | Prokura |
Ulf Schäfer seit 30.1.2023 | Prokura |
Guido Christian Heinrich Dr. Bader seit 12.7.2021 | Vorsitzender des Vorstands |
Michael Krebbers seit 15.4.2021 | Vorstandsmitglied |
Stephan Lang seit 15.1.2021 | Prokura |
Matthias Sandrock seit 30.7.2020 | Prokura |
Irina Keln seit 9.3.2020 | Prokura |
Martin Simon seit 12.2.2016 | Prokura |
Marc Schlüter seit 17.7.2015 | Prokura |
Michael Magura seit 10.3.2015 | Prokura |
Hanns Philipp Gaußer seit 12.8.2014 | Prokura |
Felix Georgi seit 5.12.2012 | Prokura |
Andreas Röhm seit 2.8.2011 | Prokura |
Ralph Greiner seit 16.9.2009 | Prokura |
Klaus-Peter Klapper seit 23.5.2008 | Prokura |
Roland Schäfer seit 3.8.2005 | Prokura |
Franz Häußler seit 3.8.2005 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stuttgarter Versicherung AktiengesellschaftStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Geschäftsbericht 2023 Stuttgarter Versicherung AG Bericht über das 35. Geschäftsjahr 2023 vorgelegt in der ordentlichen Hauptversammlung am 14. Juni 2024 Stuttgarter Versicherung AGauf einen Blick
1 Die Quote bezieht sich auf die verdienten Bruttobeiträge. Lagebericht des VorstandsWirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDas Geschäftsjahr 2023 war erneut von zahlreichen weltweiten Krisenherden geprägt. So sind zu den bereits bestehenden unbewältigten Krisen (Klimawandel, Ukraine-Krieg etc.) neue Krisen wie z. B. die Eskalation des Nahostkonflikts hinzugekommen. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam in 2023 ins Stocken. Trotz rückläufiger Inflation dämpften die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch das weiterhin hohe Zinsniveau und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Das preisbereinigte deutsche BIP hatte in 2023 einen Rückgang um 0,3 % zu verzeichnen. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) weist für die Beitragsentwicklung der gesamten Versicherungswirtschaft im Jahr 2023 ein leichtes Beitragsplus in Höhe von 0,6 % aus. Im Vorjahr ergab sich ein Rückgang um 0,5 %. Situation der deutschen Versicherungswirtschaft im Bereich Schaden/UnfallIn der Schaden- und Unfallversicherung hat sich die Beitragsentwicklung in den letzten beiden Jahren mit moderaten Wachstumsraten gezeigt. Die gesamten Beitragseinnahmen im Jahr 2023 sind um 6,8 % auf 84,5 Milliarden € angestiegen. Die Beiträge in der Allgemeinen Haftpflichtversicherung stiegen um 3,0 % auf 8,5 Milliarden €, in der Allgemeinen Unfallversicherung blieben sie mit 6,6 Milliarden € unverändert. Die Schaden-/Kostenquote nach Abwicklung hat sich im Jahr 2023 in der Schaden- und Unfallversicherung aufgrund eines u.a. inflationsbedingt im Versicherungszweig Kraftfahrt angestiegenen Schadensaufwandes um 5,4 %-Punkte auf 99 % deutlich verschlechtert. Der Bereich Allgemeine Haftpflichtversicherung gestaltet sich mit 85 % nahezu unverändert, die Allgemeine Unfallversicherung hat sich mit 76 % ebenfalls nahezu nicht verändert. Die Aufwendungen für Versicherungsleistungen für Geschäftsjahresschäden im gesamten Schaden- und Unfallbereich sind auf 66,0 Milliarden € deutlich gestiegen. Geschäftsverlauf unserer Gesellschaft im ÜberblickDie im Vorjahr berichteten Prognosen zum Geschäftsverlauf unserer Gesellschaft sind in der tatsächlichen Geschäftsentwicklung weitgehend eingetreten. Die Beitragseinnahmen steigerten sich wie erwartet, die Schaden-Kostenquote mit brutto 87,5 % erfüllte den prognostizierten Wert von "90 % oder besser". Besondere Auswirkungen aufgrund der Inflation sowie der geopolitischen Krisen haben sich nicht ergeben. Aufgrund unserer Bestandsstruktur ergaben sich durch die hohe Inflation keine negativen Effekte. Von Auswirkungen infolge von Naturkatastrophen waren wir aufgrund unserer Bestandsstruktur kaum betroffen. Das Kapitalanlageergebnis lag mit 2,0 Millionen € etwas über den Erwartungen. Im Jahr 2023 gelang es unserer Gesellschaft, die gebuchten Bruttobeiträge aufgrund des guten Neugeschäftes und der Beitragsanpassungen, insbesondere in den Sparten Unfall und Krankheitskostenversicherung, von 133,1 Millionen € im Vorjahr auf 135,8 Millionen € zu erhöhen. Damit ist unsere Prognose einer leicht positiven Beitragsentwicklung eingetreten. Die Rückstellung (brutto) für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr von 122,5 Millionen € auf 131,5 Millionen €. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle gingen von brutto 38,2 Millionen € im Vorjahr auf brutto 37,9 Millionen € im Geschäftsjahr zurück. Hierin ist das Abwicklungsergebnis in Höhe von 9,0 Millionen € (Vorjahr 6,5 Millionen €) berücksichtigt. Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb verzeichneten mit 80,8 Millionen € gegenüber dem Vorjahr mit 82,7 Millionen € einen leichten Rückgang. Der versicherungstechnische Nettogewinn stieg von 11,9 Millionen € auf 13,7 Millionen €. Das nichtversicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich vor allem aufgrund eines um 1,0 Million € höheren Kapitalanlageergebnisses von -7,3 Millionen € auf -5,8 Millionen €. Das prognostizierte Kapitalanlageergebnis in Höhe von 1,9 Millionen € wurde mit 2,0 Millionen € leicht übertroffen. Insgesamt verzeichnete das Unternehmen im Geschäftsjahr einen Gewinn von 7,9 Millionen € vor Gewinnabführung an die Stuttgarter Versicherung Holding AG, gegenüber einem Gewinn von 4,7 Millionen € im Vorjahr. Damit lag das abzuführende Ergebnis wie prognostiziert über dem Vorjahr. Die von uns betriebenen Versicherungszweige betrafen: - Allgemeine Unfallversicherung
- Allgemeine Haftpflichtversicherung
- Verbundene Hausratversicherung- Glasversicherung
- Beistandsleistungsversicherung- Eigenständige Fahrradversicherung- Krankheitskostenversicherung
- Tierkrankenversicherung - Sonstige Schadenversicherung
Vermögens-, Finanz- und ErtragslageEntwicklung der KapitalanlagenDie Kapitalanlagen erhöhten sich um 14,2 Millionen € (Vorjahr 3,6 Millionen €) bzw. 7,8 % auf 196,5 Millionen € (Vorjahr 182,4 Millionen €). Die auf Diversifikation setzende Kapitalanlagestrategie wurde beibehalten. Die drei von der Gesellschaft gehaltenen gewerblich genutzten Immobilien in Stuttgart und Ludwigsburg sind nahezu vollvermietet und erwirtschaften ein stabiles Ergebnis. Trotz der Zuschreibungen auf Einzelaktien und dem leichten Aufbau von Aktienfonds reduzierte sich der entsprechende Teilbestand durch den Verkauf von Aktien um rund 0,6 Millionen €. Rentenfonds wurden um rund 3,5 Millionen € aufgestockt. Der Bestand an Inhaber- und Namensschuldverschreibungen sowie Schuldscheindarlehen erhöhte sich aufgrund zugeflossener Liquidität und durch Wiederanlagen fälliger Wertpapiere um rund 11,9 M illionen €. Der Anteil der Substanzanlagen verringerte sich um rund 2 %-Punkte. Kapitalanlagen (Mio. €)
Die Stuttgarter Versicherung AG ist sich ihrer Verantwortung für die Gesellschaft und die Umwelt bewusst. Neben den klassischen Anlagegrundsätzen Sicherheit, Rentabilität und Liquidität finden ethische, soziale und ökologische Belange bei der Kapitalanlage Beachtung. Es gelten im Geschäftsjahr 2023 und 2024 folgende Ausschlusskriterien für die Neuanlage des liquiden Kapitalanlagebestandes:
Zur Entwicklung der Kapitalanlagen verweisen wir auf Seite 261. Die Gliederung der Kapitalanlagen zum 31.12.2023 zeigt die nachstehende Übersicht. Gliederung der Kapitalanlagen
Zum 31.12.2023 waren Wertpapiere mit einem Buchwert von 121,5 Millionen € und einem Zeitwert von 118,3 Millionen € gemäß § 341b Abs. 2 HGB dem Anlagevermögen zugeordnet. Die Kapitalmärkte zeigten sich trotz der weiterhin hohen Unsicherheit in Bezug auf die weitere Entwicklung der Zinsen und einem wirtschaftlichen Rückgang von der positiven Seite. Während sich die Bewertungsreserven auf Substanzanlagen leicht um rund 0,5 Millionen € verbessern konnten, erhöhten sich vor allem die Marktwerte von Rentenfonds und festverzinslichen Wertpapieren um rund 8,4 Millionen €. Die saldierten gesamten Bewertungsreserven zum 31.12.2023 betrugen 7,0 Millionen € (Vorjahr - 1,8 Millionen €). Dies entspricht 3,6 % der Kapitalanlagen (Vorjahr - 1,0 %). Die laufenden Erträge aus Kapitalanlagen beliefen sich auf rund 5,2 Millionen € (Vorjahr 4,8 Millionen €). Unter Berücksichtigung der laufenden Verwaltungsaufwendungen, der Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen sowie der Zu- und Abschreibungen ergaben sich Nettoerträge von 2,0 Millionen € (Vorjahr 1,1 Millionen €). Hieraus resultiert eine Nettoverzinsung von 1,1 % (Vorjahr 0,6 %). BestandsentwicklungEnde des Jahres 2023 verwalteten wir 538.121 Versicherungsverträge. Davon entfielen 425.529 Verträge auf die Unfallversicherung, 58.303 Verträge auf die Sach-/Haftpflichtversicherung, 48.678 Verträge auf die nicht substitutive Krankheitskostenversicherung, 5.287 Verträge auf die Beistandsleistungsversicherung und 324 Verträge auf die Sonstige Schadenversicherung. Geschäftsverlauf in den von uns betriebenen VersicherungszweigenBrutto-Beitragseinnahmen (Mio. €)
UnfallversicherungDie Brutto-Beitragseinnahmen einschließlich Nebenleistungen erhöhten sich von 115,1 Millionen € auf 117,1 Millionen €. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb gingen von 75,7 Millionen € auf 73,9 Millionen € zurück. Die Geschäftsjahres-Schadenquote stieg von 33,7 % auf 34,6 % an. Das Abwicklungsergebnis erhöhte sich von 6,2 Millionen € auf 8,9 Millionen €. Das versicherungstechnische Netto-Ergebnis stieg von 5,2 Millionen € auf 8,2 Millionen €. Nicht substitutive Krankheitskostenversicherung nach Art der SchadenversicherungIn der Krankheitskostenversicherung erhöhten sich die Brutto-Beitragseinnahmen von 11,2 Millionen € im Vorjahr auf 12,0 Millionen €. Bei diesem seit Ende 2011 betriebenen Versicherungszweig hat sich ein versicherungstechnischer Nettogewinn von 3,8 Millionen € (Vorjahr 5,0 Millionen €) ergeben. HaftpflichtversicherungIn der Haftpflichtversicherung beliefen sich die Brutto-Beitragseinnahmen auf 3,0 Millionen € (Vorjahr 3,1 Millionen €). Die Haftpflichtversicherung schloss mit einem versicherungstechnischen Netto-Ergebnis von 0,7 Millionen € ab (Vorjahr 0,7 Millionen €). HausratversicherungIn der Hausratversicherung blieben die Brutto-Beitragseinnahmen nahezu konstant bei 3,2 Millionen €. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle stiegen von 0,6 Millionen € auf 0,8 Millionen €. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb reduzierten sich von 1,7 Millionen € auf 1,6 Millionen €. Das Geschäftsjahr schloss mit einem versicherungstechnischen Netto-Ergebnis von 0,8 Millionen € (Vorjahr 0,9 Millionen €). GlasversicherungHier reduzierten sich die Brutto-Beitragseinnahmen leicht von 0,2 Millionen € auf 0,1 Millionen €. Der Versicherungszweig schloss mit einem versicherungstechnischen Gewinn von 0,1 Millionen € (Vorjahr 0,05 Millionen €). BeistandsleistungsversicherungDie Brutto-Beitragseinnahmen blieben nahezu konstant bei 0,3 Millionen € und es hat sich ein versicherungstechnischer Gewinn von 0,1 Millionen € (Vorjahr 0,1 Millionen €) ergeben. Eigenständige FahrradversicherungDer mittlerweile eingestellte Versicherungszweig schloss mit einem versicherungstechnischen Netto-Ergebnis von 0,01 Millionen € ab. Sonstige Schadenversicherung (Selbständige Beitragsbefreiung bei Arbeitslosigkeit-Versicherung)Hier wurde ein versicherungstechnischer Gewinn von 0,01 Millionen € erzielt. TierkrankenversicherungBei diesem seit 2022 betriebenen Versicherungszweig beliefen sich die Brutto-Beitragseinnahmen auf 0,04 Millionen €. Das Geschäftsjahr wurde mit einem Netto-Ergebnis von -0,02 Millionen € abgeschlossen. Aufwand für Versicherungsfälle f. e. R.Der Aufwand für Versicherungsfälle ist gegenüber dem Vorjahr von 34,2 Millionen € auf 36,1 Millionen € angestiegen. Aufwand für Versicherungsfälle f. e. R. (Mio. €)
Die Brutto-Schadenquote für Geschäftsjahres-Schäden finden Sie auf Seite 267. FinanzlageDie laufenden Zahlungsverpflichtungen können durch die laufenden Beitragseinnahmen, durch die Kapitalerträge und durch den Rückfluss von Kapitalanlagen jederzeit erfüllt werden. GesamtaussageDer Vorstand ist mit den erzielten Ergebnissen des abgelaufenen Geschäftsjahres zufrieden. Derzeit sind, abgesehen von den Auswirkungen der geopolitischen Krisen sowie weiter hohen Inflationsrisiken, keine Risiken erkennbar, welche die Ziele für das Geschäftsjahr 2024 gefährden. UnternehmensverbundDie Stuttgarter Versicherung AG gehört als 100 %-ige Tochter der Stuttgarter Versicherung Holding AG zur Stuttgarter Versicherungsgruppe. Im Vorstand besteht vollständige Personalunion. Im Aufsichtsrat besteht teilweise Personalunion. Mit unserer Muttergesellschaft, der Stuttgarter Versicherung Holding AG, wurde im Geschäftsjahr 2002, mit Änderungsvereinbarung vom 03.05.2023, ein Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag abgeschlossen. Mit der Stuttgarter Lebensversicherung a.G., der Stuttgarter Versicherung Holding AG und der DIREKTE Service Management GmbH sind Verträge über die Ausgliederung von Funktionen und Übernahme von Dienstleistungen abgeschlossen. Mit der DIREKTE LEBEN Versicherung AG besteht seit dem Geschäftsjahr 2003 ein Vertrag über die Ausgliederung von Funktionen. Diese Verträge regeln die gegenseitigen Leistungsbeziehungen und die Vergütungen, die dem Grundsatz der Vollkostenverrechnung entsprechen. Die Stuttgarter Lebensversicherung a.G. erstellt einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht, in welchen die SVA einbezogen wird. Darüber hinaus sind wir mit folgenden für uns bedeutenden Unternehmen der Stuttgarter Versicherungsgruppe verbunden:
Dank an unsere Mitarbeiter und PartnerZum Jahresende beschäftigten wir im Innendienst der Hauptverwaltung 80 Mitarbeiter (Vorjahr 77). Die Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitern sowie mit unseren Außendienst- und Geschäftspartnern war von hohem gegenseitigen Vertrauen geprägt. Für das Engagement und den überdurchschnittlichen Einsatz danken wir ihnen. Unser Dank gilt auch dem Betriebsrat und dem Sprecherausschuss der leitenden Angestellten für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Risikomanagement und Risiken der zukünftigen EntwicklungOrganisation des RisikomanagementsDie Stuttgarter Versicherung AG verfügt im Rahmen der Unternehmenssteuerung über ein umfassendes Risikomanagementsystem, mit dem Ziel, Risiken durch eine effektive Risikosteuerung beherrschbar zu machen, die Finanzkraft zu sichern und den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Dabei wird unter dem Begriff Risiko eine zufällige negative Abweichung von einem Sollwert verstanden, welche in unterschiedlichem Maße Auswirkungen auf die Eigenmittel, das Image und die Unternehmensfortführung haben kann. Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement liegt beim Vorstand, der im Rahmen der Risikostrategie die risikopolitischen Grundsätze vorgibt. Der organisatorische Aufbau basiert auf der Funktionstrennung zwischen risikoeingehenden und risikosteuernden Fachbereichen einerseits sowie risikoüberwachenden Bereichen andererseits. Das Management der Risiken erfolgt dezentral in den Fachbereichen, da hier das Know-how zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung liegt. Der Bereich Risikomanagement gibt zentral den Rahmen für die einheitliche Vorgehensweise und Methodenanwendung vor und ist für die Gesamtberichterstattung verantwortlich. Einer akuten Verschärfung der Risikosituation wird mit Ad-hoc-Meldungen bzw. einem Sonderreporting begegnet. Zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems erfolgen Prüfungen durch die unabhängige interne Revision. Risikoidentifikation und -bewertungIm jährlichen Turnus erfolgt die Identifikation der Risiken für den Zeitraum eines Jahres, die auf die einzelnen Fachbereiche und Geschäftsprozesse einwirken. Ziel ist, eine möglichst lückenlose Erfassung aller Gefahrenquellen, Schadensursachen und Störpotenziale zu gewährleisten. Die identifizierten Risiken werden hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf das Unternehmen analysiert und gemäß der unternehmensindividuellen Wesentlichkeitsgrenzen in wesentliche und nicht wesentliche Risiken unterschieden. Das Marktrisiko sowie das versicherungstechnische Risiko, welche auf Basis der Solveny II-Standardformel bewertet werden, sind derzeit bei der Stuttgarter Versicherung AG wesentlich. Die Festlegung der Wesentlichkeit bei den operationellen Risiken erfolgt durch die Bewertung mittels historischer Daten, Expertenschätzungen sowie Szenarioanalysen hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenumfang, wobei risikomindernde Maßnahmen im Vorfeld zum Abzug gebracht werden. Für Risiken, die nicht in der Standardformel enthalten sind, ist charakteristisch, dass eine Quantifizierung nicht oder nur teilweise möglich ist. Die Berücksichtigung im unternehmensindividuellen Risikoprofil erfolgt daher qualitativ. Dazu gehören strategische Risiken, Reputationsrisiken sowie das Liquiditätsrisiko. Nachhaltigkeitsrisiken sind in den einzelnen Risikokategorien berücksichtigt. Risikosteuerung und -überwachungDie Risikosteuerung nimmt eine Schlüsselstellung im Risikomanagementprozess ein, da eine positive Veränderung der Risikolage und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Erfolgschancen und Verlustgefahr erreicht werden soll. Prinzipiell gibt es drei Alternativen: die präventive, die korrektive und die passive Risikosteuerung. Die präventive Risikosteuerung zielt darauf ab, Risiken aktiv durch Beseitigung oder Reduzierung der entsprechenden Ursachen zu vermeiden oder zu vermindern. Das heißt, durch Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit und / oder des Schadenausmaßes - zum Beispiel durch personelle, technische oder organisatorische Maßnahmen - entstehen keine oder verminderte Risikofolgen. Bei der korrektiven Risikosteuerung wird hingegen der Eintritt eines Risikos bewusst akzeptiert. Ziel ist dabei nicht, die Eintrittswahrscheinlichkeiten oder die Tragweite der Risiken zu reduzieren, sondern die Auswirkungen des Risikoeintritts auf andere Risikoträger zu übertragen (z. B. in Form von Rückversicherung). Die dritte Alternative besteht darin, keine aktive Risikopolitik zu betreiben, sondern das Risiko zu akzeptieren, zu übernehmen und mit ausreichendem Risikokapital zu hinterlegen. Die Wahl der Alternativen ist situationsabhängig und wird gemäß der Kompetenzen- und Zeichnungsbefugnisse in den Fachbereichen verantwortet, welche die Entscheidung grundsätzlich unter Berücksichtigung eines optimalen Risiko-Chance-Kalküls nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten treffen. Die Überwachung der Risiken erfolgt dezentral durch die Risikoverantwortlichen. Durch die Definition und laufende Beobachtung von Indikatoren wird bei einer Verschärfung der identifizierten Risiken eine frühzeitige Gegensteuerung ermöglicht. Darüber hinaus erfolgt eine Überwachung der Wirksamkeit der vorhandenen Steuerungsmaßnahmen, die mittels einer Statuseinschätzung laufend dokumentiert wird. RisikoartenVersicherungstechnisches RisikoDas versicherungstechnische Risiko ist das derzeit bedeutendste Risiko und bezeichnet die Gefahr, dass der tatsächliche Aufwand für Schäden und Leistungen vom erwarteten Aufwand abweicht. Dies sind insbesondere das Prämienrisiko, welches die Gefahr beschreibt, dass die zur Verfügung stehenden Beiträge nicht ausreichen, um künftige Schäden und Kosten zu begleichen und das Reserverisiko durch nicht ausreichende Rückstellungen. Versicherungstechnische Risiken entstehen durch Schwankungen in Schadenanzahl und Schadenhöhe sowie Großschäden und Naturereignisse. Das versicherungstechnische Risiko ist in folgende Unterrisiken gegliedert: PrämienrisikoIn der Schaden- und Unfallversicherung besteht das versicherungstechnische Risiko darin, dass aus den im Voraus festgesetzten Beiträgen in der Zukunft Entschädigungen geleistet werden müssen, deren Umfang zum Zeitpunkt der Prämienfestsetzung nicht sicher bekannt ist. Diesem Risiko wird durch eine vorsichtige Tarifkalkulation und durch angemessene Rückversicherungsverträge Rechnung getragen. Zusätzlich können durch den Eintritt von Katastrophen-Ereignissen wie Überschwemmung, Sturm und Erdbeben Risiken aus Naturkatastrophen und Kumulrisiken entstehen. Aufgrund des Produktportfolios sowie der nationalen Ausrichtung des Versicherungsgeschäfts ist das Verlustpotenzial als gering anzusehen. ReserverisikoBei bekannten Versicherungsfällen, die nicht abschließend im Jahr der Schadensmeldung reguliert werden, entsteht das Risiko, dass die Rückstellungen für künftige Schadenszahlungen nicht ausreichen. Dieses Reserverisiko ist in erster Linie im Unfall- und Haftpflichtbereich gegeben, da die Abwicklung von Unfall- und Haftpflichtschäden in der Regel längere Zeit in Anspruch nimmt. Mit der vorsichtigen Bildung der versicherungstechnischen Rückstellungen sowie der permanenten Kontrolle des Abwicklungsverlaufs wird das Risiko minimiert. Schäden, die in den Vorjahren entstanden sind, deren Meldung jedoch erst in den Folgejahren erfolgt, werden mittels Spätschadenrückstellungen berücksichtigt. Der rückzustellende Betrag wird mittels eines aktuariell anerkannten Verfahrens auf Basis der tatsächlichen in den letzten 5 Jahren erfolgten Zahlungen für Spätschäden ermittelt. Um unterschiedlich hohe Schadenaufwendungen in den einzelnen Jahren auszugleichen, werden Schwankungsrückstellungen gebildet. In der Reservierung wurde die im Jahre 2023 beobachtete hohe Inflation in der Rückstellungsbildung für neue Schäden berücksichtigt. Schadenrückstellungen für bereits gemeldete Schäden werden in der Sparte Unfall nur nach Ermessen geringfügig angepasst, da die Schadenhöhe bei Unfallverträgen produktbedingt nicht der Inflation unterliegt. Lediglich der Teil der Schadenrückstellung, der auf Gutachter- und Assistance-Dienstleistungen entfällt, unterliegt ggf. einer Kostensteigerung. Bestehende Schadenrückstellungen der Sparten Sach und Haftpflicht werden hingegen nicht angepasst, da diese Sparten ein schnelles Abwicklungsmuster aufweisen und die Reserve aufgrund der kurzen Abwicklungszeit von der Inflation nur geringfügig betroffen ist. Insgesamt zeigt sich das erfolgreiche Management des Prämien- und Reserverisikos in relativ konstanten Schadenquoten.
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem VersicherungsgeschäftUnsere Forderungen gegen Rückversicherer, Vermittler, Generalagenturen und Kunden unterliegen einem Ausfallrisiko. Im Bereich der Rückversicherung kann das Ausfallrisiko als sehr gering eingestuft werden, da es sich bei unseren Partnern um Unternehmen mit entsprechend guter Bonität handelt. Den Außenständen bei Versicherungsnehmern begegnen wir mit einem umfangreichen Mahnwesen, während die Forderungen an Vertriebspartner einer laufenden Überwachung unterliegen. Darüber hinaus wird den Ausfallrisiken durch Pauschalwertberichtigungen - abgeleitet aus Erfahrungswerten der Vergangenheit - auf den Forderungsbestand Rechnung getragen. Ausstehende Forderungen, deren Fälligkeit mehr als 90 Tage zurückliegt, bestanden am Bilanzstichtag in geringem Umfang. Ausstehende Forderungen, deren Fälligkeit mehr als ein Jahr zurückliegt, bestanden am Bilanzstichtag nicht. Risiken aus KapitalanlagenRisiken im Bereich der Kapitalanlage tragen wir durch eine ausgewogene Kapitalanlagepolitik Rechnung, die durch Diversifikation im Rahmen der aufsichtsrechtlichen Vorschriften (Mischung und Streuung) die Zins- und Kursrisiken möglichst gering hält. Ein bedeutendes Risiko für die Stuttgarter Versicherung AG stellt das Spreadrisiko dar. Es bezeichnet die Gefahr, dass sich die Renditedifferenz zwischen einer risikolosen Anleihe und einer risikobehafteten Anleihe, insbesondere durch Bonitätsänderungen der Schuldner, ändert. Dem Risiko begegnen wir mit einer sorgfältigen Auswahl der Schuldner und der Konzentration auf Investment-Grade-Titel. Der Einsatz eines Limitsystems dient der weiteren Risikobegrenzung. Der Anteil des größten Schuldners liegt bei rund 3,0 % des Gesamtvermögens. Die Anteile der einzelnen Schuldnergruppen am Direktbestand ohne Berücksichtigung von Aktien und Fonds gestalten sich wie folgt:
Des Weiteren betragen die mit einem höheren Risiko behafteten Nachrangtitel lediglich rund 3 % des Gesamtvermögens, welche weitläufig auf verschiedene Schuldner gestreut sind. Das Aktienrisiko resultiert aus ungünstigen Wertveränderungen von im Bestand gehaltenen Aktien und Aktienfonds. Zur Risikosteuerung werden im indirekten Bestand situativ Absicherungsgeschäfte in Form von Put-Optionen auf Indizes und ggf. Einzelwerte getätigt, um extreme Kursverluste zu begrenzen. Die Bewertung des Aktienrisikos erfolgt auf Basis von Szenarioanalysen. Dazu werden die Auswirkungen negativer Kapitalmarktentwicklungen auf die zum Bilanzstichtag im Bestand befindlichen Wertpapiere simuliert. So hätte ein Kursverlust von 20 % auf Aktien und Aktienfonds am 31.12.2023 zu einem Absinken des Marktwertes um ca. 7 Millionen € geführt. Immobilienrisiken können sich aus negativen Wertveränderungen von direkt gehaltenen Immobilien ergeben. Diese können durch eine Verschlechterung der speziellen Eigenschaften der Immobilie oder durch einen allgemeinen Marktwertverfall hervorgerufen werden. Das Risiko der Immobilien wird durch adäquaten Versicherungsschutz sowie technische Instandhaltungsmaßnahmen reduziert. Durch Wechselkursschwankungen entstehen für die in Fremdwährung gehaltenen Kapitalanlagen Währungsrisiken. Der Fremdwährungsanteil des Gesamtbestands beträgt nach Berücksichtigung der Absicherungen rund 3,9 % der Kapitalanlagen nach Marktwerten. Die Entwicklung des Fremdwährungsrisikos wird im Rahmen des Risikoreportings regelmäßig überprüft. Neben der Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Vorschriften überprüfen wir unsere Risikoposition regelmäßig durch Hochrechnungen, Szenarioanalysen und Stresstests, welche den Risiken aus Kapitalanlagen Rechnung tragen. Zur Risikosteuerung werden die Anlagestrategien der Fonds regelmäßig überprüft und ggf. angepasst. Auch im Direktbestand werden bei Bedarf risikomindernde Maßnahmen, wie eine den Marktumständen angepasste Asset Allocation, durchgeführt. Das Geschäftsjahr 2023 war erneut von vielen weltweiten Krisenherden geprägt. So sind zu den bereits bestehenden unbewältigten Krisen (Klimawandel, Ukraine-Krieg etc.) neue Krisen wie z. B. die Eskalation des Nahostkonflikts hinzugekommen. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam in 2023 ins Stocken. Trotz rückläufiger Inflation dämpften die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch das weiterhin hohe Zinsniveau und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Das preisbereinigte deutsche BIP hatte in 2023 einen Rückgang um 0,3 % zu verzeichnen. An den Kapitalmärkten haben insbesondere die sinkenden Energiepreise sowie der nachlassende Inflationsdruck zu einer positiven Jahresentwicklung geführt. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte des vergangenen Jahres haben Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen der Notenbanken EZB und FED die Aktien- und Anleihekurse ansteigen lassen. Der deutsche Leitindex DAX konnte sich im Jahr 2023 mit einem Jahresendstand von 16.752 Punkten bzw. einem Anstieg zum Vorjahr von rund 20 % gut behaupten. Die Bewertungsreserven in diesem Anlagesegment sind im Jahr 2023 angestiegen und betrugen zum Jahresende rund 10 Millionen € (Vorjahr 7 Millionen €). Aufgrund des im vierten Quartal erfolgten Zinsrückgangs am Kapitalmarkt verbesserte sich die Reservesituation der Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr. So war bei den verzinslichen Kapitalanlagen ein Rückgang der stillen Lasten um 4,94 %-Punkte bzw. 8,35 Mio. € zu verzeichnen. Die saldierten Bewertungsreserven auf Zinstitel betrugen zum 31.12.2023 -4,63 %. Die Gesamtreservequote liegt bei rund 3,58 %. Unter der Bedingung, dass zum Jahresende 2024 Börsenkurse und Zinsniveau unverändert bleiben, ergäbe sich im Jahr 2024 ein Nettoergebnis der Kapitalanlagen von ca. 2,4 Millionen €. Bei einem Rückgang der Aktienkurse um 20 % und der Rentenkurse um 5 % ergäbe sich ein Nettoergebnis aus Kapitalanlagen von ca. 0,5 Millionen €. Allerdings können einzelspezifische Risiken das Ergebnis über die gestressten Szenarien hinaus wesentlich beeinflussen. Dabei wird jedoch vernachlässigt, dass aus den auch bei den unterstellten Szenarien immer noch in ausreichendem Maße vorhandenen stillen Reserven auf nicht verzinsliche Anlagen die Ergebnisse durch Realisierung von Kursgewinnen aktiv gestaltet werden können. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass die Gesellschaft über eine angemessene Kapitalausstattung verfügt, um die erwähnten Stressszenarien zu bestehen. Operationelle RisikenUnter operationellen Risiken werden bei der Stuttgarter Versicherung AG Risiken verstanden, die im Zusammenhang mit der internen Organisation, Menschen, Technik und externen Faktoren stehen sowie Rechtsrisiken. Durch sich ständig ändernde rechtliche Rahmenbedingungen nehmen Rechtsrisiken in den letzten Jahren einen immer höheren Stellenwert ein und stellen den größten Anteil am operationellen Risiko. Die Risikosteuerung erfolgt mittels laufender Beobachtung der aktuellen Entwicklungen durch die Rechtsabteilung sowie durch die Mitarbeit in Gremien und Verbänden. Zur Minimierung der Risiken aus Organisation, Menschen, Technik und externen Faktoren verfügen wir über ein ausgeprägtes internes Kontrollsystem. Durch Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen und Plausibilitätsprüfungen reduzieren wir das Risiko schädigender Handlungen und vermeiden Fehler. Möglichen Risiken im Bereich Datenverarbeitung wenden wir besondere Aufmerksamkeit zu. Im Fokus stehen dabei insbesondere Betriebsstörungen, Datenverluste sowie externe Angriffe auf unsere Systeme. Diesen Risiken begegnen wir durch umfassende Schutzvorkehrungen wie Berechtigungskonzepten, Firewalls und Antivirenmaßnahmen, die laufend aktualisiert und weiterentwickelt werden. Die Risikobewertung des operationellen Risikos erfolgt mittels daten-, szenario- sowie expertenbasierter Ansätze. Dabei werden sowohl Worst Case, mittlerer Schaden als auch Schadenhäufigkeit abgebildet, welche als Basisdaten für die stochastische Risikosimulation dienen. Simuliert wird der Kapitalbedarf bei Risikoeintritt der voneinander unabhängigen Risiken unter Berücksichtigung der Maßnahmen zur Risikominderung. Da es sich jedoch weitestgehend um qualitative Maßnahmen handelt, ist eine Quantifizierung der Risikominderung nicht möglich, sondern geht lediglich als Schätzwert in die Bewertung ein (Nettobewertung). Davon ausgenommen sind Rechtsrisiken, deren Eintritt nicht beeinflussbar ist, da sie von der Gesetzgebung bzw. Rechtsprechung abhängig sind. Die Maßnahmen zur Risikominderung dienen dabei lediglich der frühzeitigen Vorbereitung auf einen eventuellen Risikoeintritt, reduzieren das Risiko jedoch nicht. Sonstige RisikenNeben den Risiken, welche in der Standardformel gemäß Solvency II explizit berücksichtigt werden, umfasst der Risikomanagementprozess der Stuttgarter Versicherung AG weitere Risiken, für die keine Quantifizierung des Risikokapitalbedarfs erfolgt. Dennoch werden diese Risiken im Rahmen des Risikomanagementprozesses identifiziert, analysiert, bewertet und überwacht. Zu den wichtigsten sonstigen Risiken zählen das Liquiditäts- und das Reputationsrisiko sowie das strategische Risiko. LiquiditätsrisikoZur Sicherstellung einer stetigen Liquidität haben wir eine rollierende Liquiditätsplanung. Um die Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Versicherungsnehmern permanent gewährleisten zu können, werden die Einnahmen und Ausgaben prognostiziert und frühzeitig liquiditätssichernde Maßnahmen eingeleitet. Die Prognose erfolgt auf Basis von Erfahrungswerten oder Schätzungen unter dem Prinzip der kaufmännischen Vorsicht und unter Berücksichtigung entsprechender Sicherheitsfaktoren. So orientieren sich die prognostizierten Ausgaben an der Obergrenze der betrachteten Vergangenheitsdaten, während sich die prognostizierten Einnahmen an der Untergrenze bewegen. Zudem werden Verpflichtungen mit nicht eindeutigen Fälligkeitsterminen zum frühestmöglichen Zeitpunkt aufgenommen. Hohe Versicherungsleistungen oder Stornierungen, die aufgrund ihres unerwarteten Eintritts nicht in der Liquiditätsplanung enthalten sind, können Liquiditätsengpässe verursachen, welche mittels Verkäufen kurzfristig liquidierbarer Wertpapiere behoben werden. Die Sicherstellung einer ausreichenden Fungibilität ist daher von großer Bedeutung. Im Jahr 2023 waren durchschnittlich rund 72 % unserer Kapitalanlagen kurzfristig veräußerbar. Aufgrund der infolge des Zinsanstiegs entstandenen stillen Lasten ist das Liquiditätsrisiko nach wie vor erhöht. Die Gesellschaft verfügt jedoch weiterhin über eine ausreichende Liquidität, Vermögenswerte mit stillen Lasten bis zur Endfälligkeit zu halten und die versicherungstechnischen Verpflichtungen zu erfüllen. Gleichwohl besteht durch das hohe Zinsniveau das Risiko, bei unerwarteten Liquiditätsengpässen ggf. stille Lasten realisieren zu müssen. ReputationsrisikoReputationsrisiken können zwar grundsätzlich im gesamten Unternehmen entstehen, treten jedoch verstärkt in Fachbereichen mit repräsentativen Aufgaben oder direktem Kundenkontakt auf. Eine ausgeprägte Serviceorientierung, ein qualifiziertes Beschwerdemanagement, professionelle Öffentlichkeitsarbeit sowie verbindliche Unternehmensleitlinien tragen dabei zur Risikosteuerung bei. Ein weiterer Erfolgsfaktor liegt im Vertrauen der Versicherungsnehmer in das Unternehmen, welches wiederum im hohen Maße von der Unternehmensreputation geprägt wird. Das Vertrauen von Kunden und Geschäftspartnern kann durch Regelverletzungen geschädigt werden. Insgesamt wird das Reputationsrisiko durch das bestehende Compliance-System begrenzt, welches den organisatorischen Rahmen für ein rechtskonformes Verhalten der handelnden Personen schafft. Dem Thema Datenschutz wird dabei eine besondere Bedeutung eingeräumt, da ein unsachgemäßer Umgang mit personenbezogenen Daten und IT-Anwendungen das Ansehen des Unternehmens erheblich gefährden kann. Strategisches RisikoDas strategische Risiko ist das Risiko, das sich aus strategischen Geschäftsentscheidungen ergibt. Dies kann aus falschen strategischen Grundsatzentscheidungen, einer inkonsequenten Strategieumsetzung oder der Unterlassung einer Strategieanpassung an geänderte Rahmenbedingungen resultieren. Zur Minderung des strategischen Risikos dient ein strukturierter Strategieentwicklungsprozess, welcher alle Aspekte des Geschäfts gleichermaßen umfasst und eine Balance zwischen ganzheitlichem Denken und Handeln ermöglicht. Zur allgemeinen Risikosteuerung wird regelmäßig geprüft, ob die strategischen Ziele mit der entwickelten Geschäftsstrategie optimal erreicht werden können. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die eingesetzten Ressourcen sowie die strategierelevanten Unternehmensprozesse gelegt. Des Weiteren erfolgt eine laufende Beobachtung der externen und internen Rahmenbedingungen, um notwendige Strategieanpassungen frühzeitig vorzunehmen. Zusammenfassende Darstellung der RisikolageInsgesamt verfügt die Stuttgarter Versicherung AG über ein ganzheitliches Risikomanagementsystem mit effektiven Instrumenten, die kontinuierlich weiterentwickelt werden, um internen Veränderungen sowie sich stetig ändernden externen Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen. Wir sind damit in der Lage, unsere Risiken rechtzeitig zu erkennen und wirksam zu steuern, so dass aus heutiger Sicht keine Entwicklungen erkennbar sind, aus denen sich eine nachhaltige Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ableiten lässt. Die verfügbaren Eigenmittel der Stuttgarter Versicherung AG sowie der Risikokapitalbedarf sind auf Basis des Marktwertbilanzansatzes der Solvency II-Regelungen ermittelt. Die an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gemeldete Solvabilitätsquote zum 31.12.2022 zeigt eine deutliche Überdeckung und entspricht somit den aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Bei Erstellung des Geschäftsberichts liegen die Solvency-II-Berechnungen zum Stand 31.12.2023 noch nicht vor. Wir rechnen erneut mit einer Überdeckung. Weitere Risiken stellen die vielfältigen rechtlichen Unsicherheiten dar und die daraus entstehenden Folgen. Hier sind vor allem die Entwicklungen zur weiteren Regulierung des Vertriebs zu nennen. Im Rahmen der Berichterstattung gemäß Solvency II wurde ein ORSA-Bericht erstellt. Dieser gibt eine vertiefte und zusammengefasste Sicht auf alle uns bekannten Risiken. ChancenberichtDie Beurteilung und Erläuterung der voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen erfolgt auf Basis der heute zur Verfügung stehenden Informationen. Die Rahmenbedingungen und Trends können sich in Zukunft verändern, ohne dass dies bereits jetzt vorhersehbar ist. Die tatsächliche Entwicklung der Stuttgarter Versicherung AG kann daher von den Prognosen abweichen. Insgesamt werden im Jahr 2024 wirtschaftliche und politische Herausforderungen, Inflationsrisiken, volatile Finanzmärkte sowie neue aufsichtsrechtliche Anforderungen das Geschäftsumfeld prägen. Für die Stuttgarter Versicherung AG sehen wir dennoch ausreichende Chancen, die positive Entwicklung der Gesellschaft fortzusetzen. Chancen auf Basis der volkswirtschaftlichen EntwicklungIm Jahr 2024 könnten steigende Nominallöhne und nachlassender Inflationsdruck die Einkommen und Vermögen in realen Größen anheben. Des Weiteren sind die zu erwartenden moderaten Zinssenkungen als positiv zu beurteilen. Andererseits zeigen die wirtschaftlichen Prognosen - insbesondere für Deutschland - nur eine schwache konjunkturelle Entwicklung auf. Die Gefahr einer Rezession in Deutschland und Europa bleibt weiterhin hoch. Angesichts der großen Unsicherheiten bezüglich der volkswirtschaftlichen Entwicklung erwarten wir für das Jahr 2024 eine leicht ansteigende Beitragsentwicklung unserer Gesellschaft. Chancen auf Basis unternehmensinterner FaktorenImpulse für neue Chancen sehen wir in der stetigen und dynamischen Entwicklung des technischen Fortschritts. Die digitale Welt stellt den Kunden in den Mittelpunkt und bietet Produkte sowie innovative Technologien, die sich an seinen Bedürfnissen orientieren. Sowohl im Geschäftsjahr als auch in Zukunft wird die Digitalisierung der Stuttgarter mit dem Ziel, die Kommunikation und Informationsbereitstellung an den Wünschen der Kunden entsprechend auszurichten, weiter vorangetrieben. Weitere positive Effekte dürften aus der Wettbewerbsstärke unserer Produkte resultieren. Chancen am KapitalmarktAus aktueller Sicht sind die Aussagen zu möglichen Chancen am Kapitalmarkt im Jahr 2024 weiterhin mit hohen Unsicherheiten behaftet. Es muss von einer erhöhten Volatilität an den Aktienmärkten ausgegangen werden. Insgesamt jedoch blicken die Analysten optimistisch auf das Aktienjahr 2024 und es werden moderate Kurszuwächse an den Börsen erwartet. Vor dem Hintergrund der rückläufigen Inflation steigen die Chancen für eine sukzessive Senkung der Leitzinsen in 2024. Für den Rentenbestand wird daher eine Entlastung erwartet. Inwieweit sich allerdings die hohen Markterwartungen an die Notenbanken von Zinssenkungen im Jahresverlauf 2024 erfüllen, bleibt abzuwarten. Am Immobilienmarkt ist davon auszugehen, dass sich der Trend zu einem geringen Transaktionsvolumen in Deutschland und Europa aus den letzten beiden Jahren auch in 2024 fortsetzt. Zwar hat sich die Inflationsdynamik und damit einhergehend die Zinsdynamik stabilisiert, es besteht jedoch weiterhin eine große Differenz zwischen den erwarteten Renditen von Immobilienkäufern und den Preisen, zu denen die Verkäufer bereit sind, sich von Immobilien zu trennen. Demgegenüber steht die weiterhin robuste Mietentwicklung, die sich insbesondere im Wohnungsbereich durch die eingebrochene Bautätigkeit nochmals deutlich beschleunigen sollte. Büroflächen in sehr guten Lagen sehen weiterhin einen ähnlichen Trend. Im Bürobereich ist jedoch eine immer größer werdende Aufspaltung des Marktes zu erkennen, in welchem insbesondere energetisch sanierungsbedürftige Immobilien in schlechteren Lagen deutlich größere Wertrückgänge erleben, während sich Neubauobjekte in Bestlagen weiterhin relativ stabil halten. Sonstige AngabenDie Gesellschaft ist Mitglied folgender Verbände und Vereinigungen:
Prognose und AusblickRisiken an den Kapitalmärkten, ein möglicher erneuter Inflationsanstieg, aber auch die Auswirkungen der hohen Zinsen werden in den Folgejahren unseren Geschäftsverlauf weiterhin beeinflussen. Ein steigender Absicherungsbedarf im Personenversicherungsbereich (Unfall- und Krankenzusatzversicherungen) kann uns vertriebliche Chancen bieten. Der bisherige Verlauf des Jahres 2024 zeigt in unserer umsatzstärksten Sparte, der Unfallversicherung, eine verhaltene Entwicklung. Im Bereich der Krankheitskostenversicherung erwarten wir weiterhin positive Effekte. Bei der Entwicklung der Leistungsindikatoren rechnen wir für das Jahr 2024 mit weiter leicht ansteigenden Beiträgen sowie einer Schaden-/Kostenquote von 90 % oder besser. Das Kapitalanlageergebnis des Jahres 2024 erwarten wir in einer Größenordnung von 2,4 Millionen €. Zusammenfassend rechnen wir für das Jahr insgesamt mit einer zufriedenstellenden Weiterentwicklung der Gesellschaft und einem abzuführenden Ergebnis etwas über dem Vorjahr. Durch eine wieder ansteigende Inflation könnte das Versicherungsgeschäft hinsichtlich Neugeschäft, Storno und Beitragsentwicklung negativ betroffen sein. Wir erwarten jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Schaden-/Kostenquote, da insbesondere der große Unfallbestand keine mit der Inflation steigenden Leistungen vorsieht. Die mit den geopolitischen Krisen verbundenen Risiken an den Aktienmärkten sowie Zinssatzänderungen können das Kapitalanlageergebnis und die Bedeckungsquote nach Solvency II negativ beeinflussen. Wir verweisen für das Kapitalanlageergebnis auf die Sensitivitätsanalysen als Indikator für die potentiellen Auswirkungen von Stressszenarien.
Stuttgart, 13. Februar 2024 Stuttgarter Versicherung AG Der Vorstand Dr. Guido Bader Ralf Berndt Michael Krebbers Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter Posten E II. und E III. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 341f und § 341g HGB sowie unter Beachtung der aufgrund des § 88 Absatz 3 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist.
Stuttgart, 13. Februar 2024 Der Verantwortliche Aktuar Franz Häußler Gewinn-und-Verlust-Rechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Versicherungstechnische Rechnung
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
AnhangBilanzierungs-, Bewertungs- und ErmittlungsmethodenDie Stuttgarter Versicherung AG hat ihren Sitz in Stuttgart und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter Nr. 21035 eingetragen. Die im Geschäftsbericht zitierten gesetzlichen Vorschriften beziehen sich auf die jeweils gültige Fassung zum Bilanzstichtag. AktivaGrundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt, vermindert um Abschreibungen. Bei dauerhaften Wertminderungen wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen, andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen (strenges Niederstwertprinzip) bewertet. Im Geschäftsjahr haben wir Wertpapiere gemäß § 341 b Abs. 2 2. Halbsatz HGB dem Anlagevermögen zugeordnet und mit den fortgeführten Anschaffungskosten, im Falle einer dauerhaften Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert, bilanziert. Dieses teilt sich in Wertpapiere der Position A.C.III.1 mit einem Buchwert von 55,6 Millionen € und einem Zeitwert von 56,7 Millionen € und der Position A.C.III.2 mit einem Buchwert von 65,9 Millionen € und einem Zeitwert von 61,6 Millionen € auf. Namensschuldverschreibungen sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Gegebenenfalls vorhandene Disagiobeträge werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Laufzeit verteilt und unter passiver Rechnungsabgrenzung, Agiobeträge unter aktiver Rechnungsabgrenzung ausgewiesen. Die Schuldscheinforderungen und Darlehen sind gem. § 341 c HGB zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Es wurde von dem Wahlrecht in § 341 c Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht, die Anschaffungskosten zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation einer Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag unter Anwendung der Effektivzinsmethode anzusetzen. Wertberichtigungen werden in angemessenem Umfang, sofern die Wertminderung von Dauer ist, vorgenommen. Einlagen bei Kreditinstituten, die übrigen Ausleihungen und laufende Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Nennbeträgen angesetzt. Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an Versicherungsnehmer werden zu Nominalwerten bilanziert. Sie sind vermindert um die aufgrund von Einzelerhebungen und nach Erfahrungswerten der Vorjahre ermittelten Pauschalwertberichtigungen ausgewiesen. Die Sachanlagen werden im Wesentlichen zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig, linear über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Vorräte werden zu Anschaffungskosten bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens bis zu Anschaffungskosten von 250 € werden sofort als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens, deren Anschaffungskosten einen Betrag von 250 €, nicht aber 1.000 € überschreiten, werden in einem Sammelposten aktiviert und in fünf gleichen Jahresraten aufgelöst. Von der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB wird abgesehen. Die übrigen Aktivwerte, wie Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft, sonstige Forderungen, andere Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten, sind mit den Nominalbeträgen angesetzt und, soweit erforderlich, um angemessene Wertberichtigungen gekürzt. Wurden Vermögensgegenstände in früheren Jahren abgeschrieben, werden Zuschreibungen gemäß dem Wertaufholungsgebot vorgenommen. Von dem Wahlrecht zum Ansatz unsaldierter latenter Steuern nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB als auch zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Bei dem für das Geschäftsjahr geltenden Unternehmenssteuersatz von 30,5 % ergibt sich insgesamt eine nicht bilanzierte Steuerentlastung, die im Wesentlichen auf die Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei "sonstigen Kapitalanlagen", "Rückstellungen für nicht abgewickelte Versicherungsfälle" und "Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" zurückzuführen war. PassivaDie Beitragsüberträge des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts werden einzeln pro rata temporis vom Tarifbeitrag ermittelt. Die Deckungsrückstellung und die Renten-Deckungsrückstellung sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen für den Bestand mit einem Rechnungszins von 0,9 % (Vorjahr 0,9 %) berechnet worden. Für Schadenfälle, für die nach dem 01.01.2022 erstmals eine Deckungsrückstellung zu bilden war, wurde ein Rechnungszins von 0,25 % verwendet. Für die Deckungsrückstellung der Unfall-Renten wurde die von einer Arbeitsgruppe des HUK-Ausschusses der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) entwickelte Rentner-Sterbetafel DAV 2006 HUR verwendet. Die Deckungsrückstellung der Unfall-Pflege-Rente rechnet sich mit den Sterbewahrscheinlichkeiten der Pflegestufe 3 der Rechnungsgrundlagen DAV 2008 P. Die Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle des selbst abgeschlossenen und des hieraus in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäfts wird für jeden bis zum Abschlussstichtag eingetretenen und bis zum Zeitpunkt der inventurmäßigen Feststellung der Rückstellung bekannt gewordenen, aber im Geschäftsjahr nicht mehr abgewickelten Versicherungsfall einzeln ermittelt. Für Versicherungsfälle, die bis zum Abschlussstichtag eingetreten, aber noch nicht bekannt geworden sind, wird eine Spätschadenrückstellung in angemessener Höhe gebildet, die die bisherigen Erfahrungen berücksichtigt. Analog dem Vorjahr wurde zur Ermittlung der Rückstellung für unbekannte Spätschäden bei Unfall-, Krankheitskosten- und Haftpflichtversicherung das aktuariell anerkannte Verfahren der linearen Regression angewendet. Bei den anderen Sparten erfolgte eine Expertenschätzung. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthält auch die zu erwartenden Regulierungsaufwendungen im Rahmen des BMF-Erlasses vom 2.2.1973. Bei der Berechnung der Rückstellung für interne Regulierung wurde im Geschäftsjahr 2023 die Berechnungsgrundlage dahingehend angepasst, dass für bereits anerkannte Renten keine Rückstellung für interne Regulierung mehr gebildet wird, da die Regulierungskosten bereits Bestandteil der Rentendeckungsrückstellung sind. Der heraus resultierender Ergebniseffekt beläuft sich auf 2,3 Millionen €. Die, in den sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen ausgewiesene, Stornorückstellung wurde aufgrund der im Geschäftsjahr geleisteten Rückzahlungen für Vorjahre gebildet. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten Projected-Unit-Credit-Methode. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Heubeck verwendet. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde: Rechnungszinssatz p. a. 1,83 % (Vorjahr 1,78 %), Gehaltstrend p. a. 2,50 % (Vorjahr 2,50 %) und Rententrend p. a. 1,00 % bzw. 2,00 % (Vorjahr 1,00 % bzw. 2,00 %), sowie 2,50 % (Vorjahr 2,50 %) für wertgesicherte Zusagen und eine durchschnittliche Fluktuationsrate von 5,00 % (Vorjahr 5,00 %). Der verwendete Rechnungszins weicht von dem von der Deutschen Bundesbank zum 31. Dezember 2023 veröffentlichten Zinssatz von 1,82 % um einen Basispunkt ab. Die Abweichung ist unwesentlich. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz von zehn Jahren und der vorherigen Regelung von sieben Jahren beträgt 265.031,00 €. Für Teile der Pensionsverpflichtungen existieren Rückdeckungsversicherungsverträge, welche an die Versorgungsberechtigen verpfändet sind. Es handelt sich dabei um saldierungsfähiges Deckungsvermögen. Entsprechend werden die Verpflichtungen und der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung nach § 246 Abs. 2 HGB saldiert ausgewiesen. Der Buchwert in Höhe von 0,02 Millionen € der Rückdeckungsversicherung entspricht dem Zeitwert, welcher sich aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital und den festgelegten Überschussanteilen ergibt. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt 0,03 Millionen €. Es entstanden im Geschäftsjahr Aufwendungen aus der Aufzinsung der Verpflichtungen in Höhe von 572,00 € (Vorjahr 687,00 €), sowie Erträge aus der Diskontierung der Verpflichtungen in Höhe von 67,00 € (im Vorjahr Aufwendungen in Höhe von 147,00 €). Der Zinsertrag aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen (Differenz zwischen den Deckungskapitalien inkl. zugeteilter Überschüsse zum aktuellen Bilanzstichtag und dem Vorjahresstichtag abzgl. dem im Geschäftsjahr geleisteten Nettobeitrag) beträgt 632,90 € (Vorjahr 667,47 €). Nach IDW RH FAB 1.021 wurde für nicht kongruent rückgedeckte Kapitalzusagen das Wahlrecht für die Bewertung nach Passivprimat ausgeübt. Danach wurde eine Forderung für die Differenz zwischen dem Erfüllungsbetrag der Rückdeckungsversicherungen und dem nach Passivprimat ermittelten Aktivwert in Höhe von 1.345,00 € gebildet. Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit einem Näherungswert des von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre zum 31.12.2023 abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der verwendete Rechnungszins beträgt 1,76 % (Vorjahr 1,44 %). Der zugrunde gelegte Einkommenstrend liegt bei 2,50 % p. a. (Vorjahr 2,50 %). Die Jubiläumsrückstellungen wurden unter Anwendung der "Projected Unit Credit Methode" mit einem Rechnungszins von 1,76 % (Vorjahr 1,44 %) gemäß RückAbzinsV und einem Einkommenstrend von 2,50 % p. a. (Innendienst: Vorjahr 2,50 %) bzw. 1,25 % p. a. (Außendienst: Vorjahr 1,25 %), einer durchschnittlichen Fluktuationsrate von 5,00 % (Vorjahr 5,00 %) sowie den Richttafeln 2018 G von Heubeck bewertet. Der verwendete Rechnungszins für Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen sowie Jubiläumsrückstellungen weicht von dem von der Deutschen Bundesbankzum 31. Dezember 2023 veröffentlichten Zinssatz von 1,74% um zwei Basispunkte ab. Die Abweichung ist unwesentlich. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages wurde eine angemessene Kostensteigerung berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Die übrigen Passivwerte sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Das sind im Einzelnen: Nachrangige Verbindlichkeiten, Rückstellung für Beitragsrückerstattung, andere Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten. Angaben zu sonstigen finanziellen VerpflichtungenSonstige nach § 285 Nr. 3a HGB angabepflichtigen Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Entwicklung der Aktivposten B, C I. bis III. im Geschäftsjahr 2023
Angaben zur BilanzAktiva C. KapitalanlagenDie Entwicklung und die Gliederung der Kapitalanlagen sind im Einzelnen auf Seite 261 dargestellt. Zum Jahresende 2023 betrug der Zeitwert der zu Anschaffungswerten bilanzierten Kapitalanlagen (Immobilien, Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, Schuldscheinforderungen und Darlehen) 184,7 Millionen €. Diesem Wert steht in der Bilanz ein Buchwert von 176,2 Millionen € gegenüber. Bei der jährlichen Ermittlung der Zeitwerte wird bei bebauten Grundstücken die Ertragswertmethode angewendet. Bei Aktien, Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren sowie bei Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren wird der Börsenjahresschlusskurs bzw. der letzte verfügbare Anteilswert zur Bewertung angesetzt, andernfalls Ertragswerte. Für Spezialfonds und Publikumsfonds wird der von der Kapitalanlagegesellschaft mitgeteilte Anteilswert verwendet. Der Zeitwert der zum Nennwert bilanzierten Wertpapiere betrug am Bilanzstichtag 18,9 Millionen €, dem steht ein Buchwert in Höhe von 20,3 Millionen € gegenüber. Die Zeitwerte der zu Nominalwerten bilanzierten Kapitalanlagen werden auf Grundlage der Barwertmethode in einem eigenen Modell ermittelt, basierend auf aktuellen Zinsstrukturkurven und Spreads unter Berücksichtigung der Restlaufzeit. In der Position "Einlagen bei Kreditinstituten" entspricht der Buchwert dem Zeitwert. In der nachstehenden Tabelle sind die Bilanzwerte und die Zeitwerte der gesamten Kapitalanlagen je Bilanzposition auf der Aktivseite aufgeführt. Ebenso sind die bestehenden Bewertungsreserven zum Stichtag 31.12.2023 als Saldo dargestellt.
Angabe zu vorübergehenden stillen Lasten bei Finanzanlagen:In der nachfolgenden Tabelle werden die Buch- und Zeitwerte der Anlagen mit vorübergehenden stillen Lasten dargestellt.
Ein Teil der stillen Lasten ist auf im Bestand befindliche Spezialfonds zurückzuführen, die insbesondere zinstragende Wertpapiere beinhalten. Die dort vorhandenen stillen Lasten sind im Wesentlichen durch den Zinsanstieg und nicht durch Bonitätsverschlechterungen entstanden. Die Zeitwerte der verzinslichen Anlagen wie Inhaber- und Namensschuldverschreibungen sowie Schuldscheinforderungen und Darlehen liegen ebenfalls aufgrund von Zinsschwankungen unterhalb des Buchwertes. Da es sich um bonitätsmäßig einwandfreie Emittenten handelt, sind keine Zahlungsausfälle zu erwarten und wir gehen von einer vollständigen Rückzahlung bei Endfälligkeit aus. Zu III. 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche WertpapiereAngabe zu Investmentfonds gem. § 285 Nr. 26 HGB
E. I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen VersicherungsgeschäftZu 1. VersicherungsnehmerDiese Forderungen betreffen im Jahr 2023 fällige, aber bis zum Bilanzstichtag noch nicht gezahlte Beiträge; sie sind zum größten Teil in den ersten Monaten des Jahres 2024 eingegangen. Zu 2. VersicherungsvermittlerHier handelt es sich um Provisionsvorschüsse und um Beiträge, die aufgrund der Abrechnungsvereinbarungen in den ersten Monaten im Jahr 2024 eingegangen sind. Angaben zur BilanzPassivaA. EigenkapitalZu I. Gezeichnetes Kapital Das Gezeichnete Kapital von 4.091.000,00 € ist eingeteilt in 4.091 Namensaktien zu je 1.000 €. Alleinige Aktionärin ist die Stuttgarter Versicherung Holding AG. C. Nachrangige VerbindlichkeitenIm Geschäftsjahr 2019 wurde ein Nachrangdarlehen mit einer Laufzeit von 10 Jahren in Höhe von 10 Millionen € bei der Stuttgarter Lebensversicherung a.G. aufgenommen. E. Versicherungstechnische Rückstellungen
Zu III. 1. Bruttorückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
Zu IV. 1. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung
Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung ist erfolgsabhängig und für die Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer bestimmt. Von der Rückstellung Ende 2023 sind 6,3 Millionen € (Vorjahr 6,6 Millionen €) festgelegt, aber noch nicht zugeteilt. Die für das Jahr 2023 festgesetzten Überschussanteile sind auf Seite 280 angegeben. Zu VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen - brutto -Hier ist die Stornorückstellung für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft ausgewiesen. G. Andere RückstellungenZu III. Sonstige Rückstellungen
Angaben zur Gewinn-und-Verlust-RechnungI. Versicherungstechnische RechnungZu 1. a) Gebuchte Bruttobeiträge
Verdiente Bruttobeiträge
Verdiente Nettobeiträge
Zu 1. b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge
Zu 2. Technischer Zinsertrag f. e. R.Die technischen Zinsen auf die Beitrags-Deckungsrückstellung in der Allgemeinen Unfallversicherung sind in Höhe der tatsächlich erzielten Erträge aus den Kapitalanlagen des für die Beitrags-Deckungsrückstellung gebildeten Sicherungsvermögens abzüglich der unmittelbaren Aufwendungen für diese Kapitalanlagen ermittelt worden. Bei der Berechnung der Zinszuführung zur Renten-Deckungsrückstellung in der Allgemeinen Unfallversicherung wurde von dem arithmetischen Mittel des Anfangsbestandes und des diskontierten Endbestandes der Renten-Deckungsrückstellung ausgegangen. Der Anfangsbestand und der diskontierte Endbestand wurden mit dem jeweiligen Reservierungszins von 0,90 % bzw. 0,25 % bewertet. Zu 4. Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle
Schadenquote für Geschäftsjahres-Schäden(Im Verhältnis zu den verdienten Beiträgen)
Ergebnis aus der Abwicklung der aus dem vorhergehenden Geschäftsjahr übernommenen Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle - brutto -
Zu 7 a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
hiervon entfallen auf:
Rückversicherungssalden gem. § 51 Abs. 4 Ziff. 1 f RechVersV
Zu 8. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen f. e. R
Zu 11. Versicherungstechnisches Ergebnis f. e. R.
II. Nichtversicherungstechnische RechnungZu 1. d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen
Zu 2. b) Aufwendungen für KapitalanlagenDie außerplanmäßigen Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 5 f. HGB betrugen 0,00 €. Zu 4. Sonstige Erträge
Zu 5. Sonstige Aufwendungen
Zu 10. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDas Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wurde nicht durch Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belastet, da ein Organschaftsverhältnis mit der Stuttgarter Versicherung Holding AG besteht und das Ergebnis aufgrund eines Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrages an diese abgeführt wurde. Eine Rückbelastung durch die Stuttgarter Versicherung Holding AG ist in diesem Zusammenhang nicht erfolgt. Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge
Zu 13. Aufgrund einer
Gewinngemeinschaft,
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2023
T € |
2022
T € |
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| 1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft | 54.526 | 55.431 |
| 2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB | 0 | 0 |
| 3. Löhne und Gehälter | 5.780 | 5.706 |
| 4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung | 907 | 847 |
| 5. Aufwendungen für Altersversorgung | 982 | 1.763 |
| 6. Aufwendungen insgesamt | 62.195 | 63.747 |
| 2023 | 2022 | |
| Angestellte im Innendienst der Hauptverwaltung; Teilzeitkräfte sind entsprechend gewichtet | 67 | 60 |
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder beliefen sich im Berichtsjahr auf 962.942,93 €.
An frühere Vorstandsmitglieder wurden 18.378,00 € als Pensionen gezahlt.
Bei der Stuttgarter Lebensversicherung a.G. ist für laufende Pensionen früherer Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen eine Rückstellung in Höhe von 7.479.526,54 € und bei der DIREKTE Leben Versicherung AG eine Rückstellung in Höhe von 190.240,80 € gebildet worden.
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr 109.800,00 €.
Kredite und Vorschüsse an Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sind nicht gewährt. Haftungsverhältnisse zugunsten dieser Personengruppen bestehen nicht.
Die Stuttgarter Versicherung Holding AG, Stuttgart, ist als Mutterunternehmen für ihre Tochter Stuttgarter Versicherung AG konzernrechnungslegungspflichtig. Die Stuttgarter Versicherung Holding AG ihrerseits ist jedoch nach § 291 Abs. 1 Satz 1 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit, weil sie Tochterunternehmen der Stuttgarter Lebensversicherung a.G. ist und diese einen Konzernabschluss und -lagebericht unter Einbeziehung der Stuttgarter Versicherung AG erstellt. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden nach der Abgeordnetenversammlung der Stuttgarter Lebensversicherung a.G. beim Unternehmensregister eingereicht.
Die Angaben zum Mindeststeuergesetz (MinStG) sind im Konzernabschluss angegeben.
Abschlussprüfer ist die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC GmbH).
Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB sind im Konzernabschluss der Stuttgarter Lebensversicherung a.G., Stuttgart, enthalten.
Die Abschlussprüfungsleistungen umfassten die Jahresabschlussprüfung und die Prüfung der Solvabilitätsübersicht.
Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, gemäß § 285 Nr. 33 HGB, eingetreten.
Von der Hauptversammlung
gewählte Mitglieder:
Anton Wittl
Vorsitzender
Aktuar DAV
Grünwald
Karl-Josef Halbe
stellv. Vorsitzender
vereidigter Buchprüfer
und Steuerberater
Drolshagen
Prof. Dr. jur. Meinrad Dreher
Universitätsprofessor
Mainz
Helmuth J. Schiersner
Rechtsanwalt
Krumbach/Schwaben
Dr. Guido Bader
Vorsitzender
Stuttgart
Ressorts und Verantwortlichkeiten:
Aktuariat und Produktentwicklung, Kapitalanlage und Immobilien, Personal, Rechnungswesen und Controlling, Recht und Revision
Ralf Berndt
Stuttgart
Ressorts und Verantwortlichkeiten:
Vertrieb, Marketing und Produktentwicklung, betriebliche Altersversorgung
Michael Krebbers
Stuttgart
Ressorts und Verantwortlichkeiten:
Betriebsorganisation, Risikomanagement, IT und Kundenservices
Stuttgart, 13. Februar 2024
Stuttgarter Versicherung AG
Der Vorstand
Dr. Guido Bader
Ralf Berndt
Michael Krebbers
An die Stuttgarter Versicherung Aktiengesellschaft, Stuttgart
Wir haben den Jahresabschluss der Stuttgarter Versicherung Aktiengesellschaft, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stuttgarter Versicherung Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und |
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vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar |
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
| 1. |
Bewertung der Schadenrückstellungen |
| 2. |
Bewertung der Kapitalanlagen |
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:
| 1. |
Sachverhalt und Problemstellung |
| 2. |
Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse |
| 3. |
Verweis auf weitergehende Informationen |
Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
| 1. |
Bewertung der Schadenrückstellungen |
| 1. |
Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle" versicherungstechnische Rückstellungen (sog. "Schadenrückstellungen") in Höhe von € 131,5 Mio brutto (64,3 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Versicherungsunternehmen haben versicherungstechnische Rückstellungen insoweit zu bilden, wie dies nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die dauernde Erfüllbarkeit der Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen sicherzustellen. Die Festlegung von Annahmen zur Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen erfordert von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft neben der Berücksichtigung der handels- und aufsichtsrechtlichen Anforderungen eine Einschätzung zukünftiger Ereignisse und die Anwendung geeigneter Bewertungsmethoden. Dies beinhaltet auch die erwarteten Auswirkungen der makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren einschließlich gestiegener Inflationsraten auf die Bildung der Schadenrückstellungen in den betroffenen Sparten. |
Den bei der Ermittlung der Höhe der Schadenrückstellungen angewendeten Methoden sowie Berechnungsparametern liegen Ermessensentscheidungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter zugrunde. Geringfügige Änderungen dieser Annahmen sowie der verwendeten Methoden können eine wesentliche Auswirkung auf die Bewertung der Schadenrückstellungen haben. Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung dieser Rückstellungen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft sowie der Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter und den damit verbundenen Schätzunsicherheiten war die Bewertung der Schadenrückstellungen im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
| 2. |
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in Anbetracht der Bedeutung der Schadenrückstellungen für das Gesamtgeschäft der Gesellschaft gemeinsam mit unseren internen Bewertungsspezialisten die von der Gesellschaft verwendeten und von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt. Dabei haben wir unter anderem unser Branchenwissen und unsere Branchenerfahrung zugrunde gelegt sowie anerkannte Methoden berücksichtigt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen der Gesellschaft zur Ermittlung und Erfassung von Schadenrückstellungen gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir weitere analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Bewertung der Schadenrückstellungen vorgenommen. Wir haben unter anderem auch die der Berechnung des Erfüllungsbetrags zugrunde liegenden Daten mit den Basisdokumenten abgestimmt. Damit einhergehend haben wir die berechneten Ergebnisse der Gesellschaft zur Höhe der Rückstellungen anhand der anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften nachvollzogen und die konsistente Anwendung der Bewertungsmethoden und die Periodenabgrenzungen überprüft. In dem Zusammenhang haben wir auch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren einschließlich gestiegener Inflationsraten auf die betroffenen Sparten gewürdigt. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Schadenrückstellungen begründet und hinreichend dokumentiert sind. |
| 3. |
Die Angaben der Gesellschaft zu den Schadenrückstellungen sind in den Abschnitten "Bilanzierungs- und Bewertungs- und Ermittlungsmethoden - Passiva" sowie "Angaben zur Bilanz - Passiva" des Anhangs enthalten. |
| 2. |
Bewertung der Kapitalanlagen |
| 1. |
Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden Kapitalanlagen in der Bilanz in Höhe von € 196,5 Mio (96,0 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die handelsrechtliche Bewertung der einzelnen Kapitalanlagen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert bzw. deren Zeitwert. |
Nach § 341b Abs. 2 Satz 1 HGB können gewisse Kapitalanlagen von Versicherungsunternehmen, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet werden. In diesem Fall werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen (gemildertes Niederstwertprinzip) und nur vorübergehende Wertminderungen als stille Lasten in Folgejahre vorgetragen. Eine Bestimmung als dauernd dem Geschäftsbetrieb dienend setzen eine Dauerhalteabsicht und - fähigkeit für diese Kapitalanlagen voraus. Zur Ermittlung des beizulegenden Werts bzw. Zeitwerts wird - soweit vorhanden - der Marktpreis der jeweiligen Kapitalanlage herangezogen. Bei Kapitalanlagen, deren Bewertung nicht auf Basis von Börsenpreisen oder sonstigen Marktpreisen erfolgt (wie z.B. bei sonstigen strukturierten und illiquiden Anleihen sowie bei Immobilien), besteht aufgrund der Notwendigkeit der Verwendung von Modellberechnungen ein erhöhtes Bewertungsrisiko. In diesem Zusammenhang sind von den gesetzlichen Vertretern Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen auch im Hinblick auf mögliche Auswirkungen der makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren einschließlich der Zinsentwicklung auf die Bewertung der Kapitalanlagen zu treffen. Geringfügige Änderungen dieser Annahmen sowie der verwendeten Methoden können eine wesentliche Auswirkung auf die Bewertung der Kapitalanlagen haben.
Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung der Kapitalanlagen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft, des Umfangs der in Folge des gemilderten Niederstwertprinzips vorgetragenen stillen Lasten sowie der erheblichen Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter und den damit verbundenen Schätzunsicherheiten war die Bewertung der Kapitalanlagen im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
| 2. |
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in Anbetracht der Bedeutung der Kapitalanlagen für das Gesamtgeschäft der Gesellschaft gemeinsam mit unseren internen Spezialisten für Kapitalanlagen die von der Gesellschaft verwendeten Modelle und die von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt. Dabei haben wir unter anderem unsere Bewertungsexpertise für Kapitalanlagen, unser Branchenwissen und unsere Branchenerfahrung zugrunde gelegt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen der Gesellschaft zur Bewertung der Kapitalanlagen und Erfassung des Ergebnisses aus Kapitalanlagen gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir weitere analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Bewertung der Kapitalanlagen vorgenommen. In dem Zusammenhang haben wir auch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen der makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren einschließlich der Zinsentwicklung auf die Bewertung der Kapitalanlagen gewürdigt. Wir haben unter anderem auch die zugrundeliegenden Wertansätze und deren Werthaltigkeit anhand der zur Verfügung gestellten Unterlagen nachvollzogen und die konsistente Anwendung der Bewertungsmethoden und die Periodenabgrenzung überprüft. Hinsichtlich der Beurteilung vorhandener stiller Lasten haben wir gewürdigt, inwiefern die Voraussetzungen zur Dauerhalteabsicht und -fähigkeit vorlagen und vorhandene Wertminderungen nicht von Dauer sind. Darüber hinaus haben wir die von der Gesellschaft erstellten Bewertungsgutachten (einschließlich der angewendeten Bewertungsparameter und getroffenen Annahmen) für die wesentlichen Immobilien der Gesellschaft gewürdigt. |
Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Kapitalanlagen begründet und hinreichend dokumentiert sind.
| 3. |
Die Angaben der Gesellschaft zu den Kapitalanlagen sind in den Abschnitten "Bilanzierungs- und Bewertungs- und Ermittlungsmethoden - Aktiva" sowie "Angaben zur Bilanz - Aktiva" des Anhangs enthalten. |
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
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wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
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anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
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beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 12. Mai 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 24. November 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2020 als Abschlussprüfer der Stuttgarter Versicherung Aktiengesellschaft, Stuttgart, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Jörg Brunner.
Stuttgart, den 08. März 2024
PricewaterhouseCoopers
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Christine Keller, Wirtschaftsprüferin
ppa. Jörg Brunner, Wirtschaftsprüfer
Der Aufsichtsrat hat sich während des Berichtsjahres regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftsentwicklung, die Lage der Gesellschaft und die Unternehmensplanungen unterrichten lassen sowie die Geschäftsführung des Vorstandes überwacht. Der Vorstand informierte insbesondere in den vier Sitzungen sowie der Strategiesitzung, in denen die Gegebenheiten und Perspektiven der einzelnen Geschäftsfelder und die Lage des Unternehmens eingehend abgehandelt wurden. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat eingebunden. Der Prüfungsausschuss tagte vier Mal. Ihm gehören Anton Wittl und Prof. Dr. jur. Meinrad Dreher an.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand während des gesamten Geschäftsjahres mit dem Vorstand in engem Kontakt. Zu allen Geschäften, die nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, gab der Aufsichtsrat nach ausführlicher Erörterung mit dem Vorstand sein Einverständnis. Die Zustimmung zu einzelnen Punkten erfolgte im schriftlichen Umlaufverfahren. Die wesentlichen Ergebnisse der Tätigkeit des Aufsichtsrats und dessen Ausschusses sind in den Niederschriften festgehalten.
Der Aufsichtsrat beschäftigte sich mit der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft, insbesondere mit der Unternehmens- und Nachhaltigkeitsstrategie. Weiterhin befasste er sich mit Vertriebsthemen und der Produktentwicklung. Auf der Tagesordnung standen zudem die IT-Strategie, insbesondere IT-Sicherheit sowie Versicherungsaufsichtliche Anforderungen an die IT (VAIT) und der Digital Operational Resilience Act (DORA). Der Aufsichtsrat befasste sich außerdem mit der Überwachung der Qualität der Abschlussprüfung und den Qualitätsanforderungen an Aufsichtsratsmitglieder. Weitere Schwerpunkte bildeten die ORSA-Berichterstattung und die Kapitalanlagepolitik, insbesondere die Auswirkungen des Zinsanstieges und der hohen Inflation, sowie Immobilien- und Kreditrisiken. Teilweise wurden zu diesen Themen auch die zuständigen Leitenden Angestellten hinzugezogen. Außerdem hat der Aufsichtsrat in einer zusätzlichen Evaluierungssitzung die eigene Tätigkeit kritisch hinterfragt, um die Effizienz seiner Arbeit zu verbessern.
Den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und Lagebericht sowie den Bericht der Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat eingehend geprüft.
An den Erörterungen über diese Vorlagen sowie über den Prüfungsbericht mit Bestätigungsvermerk haben die Abschlussprüfer und teilweise der Vorstand teilgenommen; die Prüfung dieser Vorlagen und die Prüfung des Jahresabschlusses durch die Abschlussprüfer haben keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben.
Der Verantwortliche Aktuar hat an der Sitzung über die Feststellung des Jahresabschlusses teilgenommen und den Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse seines Erläuterungsberichts unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat den Erläuterungsbericht des Verantwortlichen Aktuars zur Kenntnis genommen.
Der Aufsichtsrat erklärt, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung Einwendungen nicht zu erheben sind und dass er den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss samt dem Lagebericht (§ 171 AktG) billigt.
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt.
Den Mitgliedern des Vorstandes sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir für den tatkräftigen Einsatz.
Stuttgart, 25. März 2024
Der Aufsichtsrat
A. Wittl, Vorsitzender
K.-J. Halbe, stellv. Vorsitzender
Prof. Dr. jur. M. Dreher
H. J. Schiersner
Für das Jahr 2024 werden die nachstehenden Überschussanteile festgesetzt:
Im Jahr 2024 (2023) erhalten die überschussberechtigten Verträge der Tarife 151-159 und 170-181 einen laufenden Überschussanteil in Höhe von einem Zwölftel des jeweils zu entrichtenden jährlichen Fälligkeitsbeitrags.
Im Jahr 2024 (2023) erhalten die überschussberechtigten Verträge der Tarife 260-263 ebenfalls einen laufenden Überschussanteil in Höhe von einem Zwölftel des jeweils zu entrichtenden jährlichen Fälligkeitsbeitrags.
Im Jahr 2024 (2023) erhalten die überschussberechtigten Verträge ebenfalls einen laufenden Überschussanteil in Höhe von einem Zwölftel des jeweiligen zu entrichtenden jährlichen Fälligkeitsbeitrags.
Die bedingungsgemäße Versicherungsleistung erhöht sich für überschussberechtigte Versicherungen bei im Jahre 2024 (2023) eingetretenen Unfall-Todesfällen um 50 % (50 %). Bei im Jahre 2023 (2022) eingetretenen Unfall-Invaliditätsfällen erhöht sich für überschussberechtigte Versicherungen die bedingungsgemäße Versicherungsleistung nachträglich um 50 % (50 %).
Der Zinssatz bei verzinslicher Ansammlung der Überschussanteile beträgt 2024 (2023) 1,0 % (1,0 %).
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