V.I.B Systems GmbHLiquidiert
Am Kreuzstein 80, 63477 Maintal, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Adolf Kopecki seit 24.2.2009 | Geschäftsführer |
Stefan Heinrich Winheim seit 23.2.2004 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
V.I.B Systems GmbHMaintalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009LageberichtI. GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DER GESELLSCHAFT 1. Konjunkturelles Umfeld Im Jahr 2009 schrumpfte die Weltwirtschaft zum ersten Mal seit 1946. Nach vorläufigen Angaben der Euroframe Gruppe, einem Zusammenschluss führender europäischer Wirtschaftsinstitute, reduzierte sich die Wirtschaftsleistung 2009 um ein Prozent. In der ersten Jahreshälfte sanken sowohl der private Konsum als auch die Bruttoinvestitionen deutlich. Die Industrie reagierte auf die sinkende Nachfrage und drosselte weltweit massiv die Produktion. Der Welthandel brach stark ein, Exporte und Importe reduzierten sich wesentlich. Insgesamt sank das internationale Handelsvolumen 2009 um 11,9 (Vorjahr:+2,8) Prozent. Die hohen Zinsaufschläge bei der Kreditvergabe sowie die sinkende Bereitschaft von Banken, Kredite zu gewähren, verschärften die negative wirtschaftliche Lage. Anzeichen einer Stabilisierung konnten erst in der zweiten Jahreshälfte 2009 beobachtet werden. Der dramatische Rückgang des Welthandels verlangsamte sich. Die industriellen Produktionskapazitäten wurden schrittweise wieder hochgefahren, um die sich erholende Nachfrage zu bedienen. Im 3. Quartal 2009 wuchs die Wirtschaftsleistung leicht, wobei die negative Entwicklung der ersten Jahreshälfte nicht kompensiert werden konnte. Der Tiefpunkt der Rezession wurde laut Aussagen führender Wirtschaftsinstitute im Herbst überwunden, dennoch stufen sie diese Erholung der Wirtschaft weiterhin als labil ein. Auch die Konjunktur in unseren Absatz- und Produktionsmärkten konnte sich dem negativen internationalen Wirtschaftstrend nicht entziehen. Sie zeigten alle eine rückläufige Wirtschaftsentwicklung. 2. Branchenkonjunktur Die globale Wirtschaftskrise hat im Maschinen- und Anlagenbau zu einer starken Verunsicherung über die künftige Entwicklung geführt. Die Finanzierungsschwierigkeiten bei unseren Kunden lösten eine extreme Investitionszurückhaltung entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Papierherstellung bis zum Druck und zur Weiterverarbeitung aus, erklärte erst jüngst Kai Büntemeyer, Vorsitzender des Fachverbandes Druck- und Papiertechnik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Mit einem Umsatzminus von 26 Prozent in 2009 bewegt sich unsere Branche im Mittelfeld des Maschinenbaus. Der Produktionswert der gesamten Druck- und Papiertechnik sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um etwa 23 Prozent von 8,2 Mrd. Euro auf 6,4 Mrd. Euro. Das entspricht etwa dem Niveau des Jahres 1996. Die Exporte gingen 2009 um 27 Prozent auf ein Volumen von knapp 4,6 Mrd. Euro zurück. An der Spitze der Absatzländer steht China mit einem Anteil von rund 19 Prozent im abgelaufenen Jahr. Der Export nach USA hingegen hat sich 2009 gegenüber 2008 halbiert. Erst im zweiten Halbjahr 2010 rechnen die Hersteller von Druck- und Papiertechnik mit einer besseren Geschäftsentwicklung im In- und Ausland. Die Kapazitätsauslastung in unserer Branche liegt mit 61 Prozent auf einem extrem niedrigen Stand. Die Auftrags-reichweite für die Gesamtbranche erreicht nur noch 4,5 Produktionsmonate. Daher kann für 2010 bestenfalls mit einer Stagnation auf diesem niedrigen Niveau gerechnet werden. Die negative Entwicklung von Auftragseingängen und Umsatz hat bei der Druck- und Papiertechnik 2009 zu Kurzarbeit und dann letztendlich zu einer Abnahme der Beschäftigung auf derzeit 44.000 Mitarbeiter geführt. Der Beschäftigungsabbau ist aber noch nicht abgeschlossen. Die Papiertechnik ist mit einem Auftragsminus von 8 Prozent in das Jahr 2010 gestartet. Der Auftragsbestand ist von 8,8 Monaten auf 9,1 Monate gestiegen. Die Exporte erhöhten sich in 2009 um fast 32 Prozent auf ein Volumen von knapp 1,4 Mrd. Euro. Die Exportquote liegt momentan bei etwa 83 Prozent. Bedingt durch die Branchenstruktur sind bei der Papiertechnik die Bewegungen zwischen den einzelnen Märkten ausgeprägter als in den anderen Fachzweigen. Dennoch hat sich in den letzten Jahren die Bedeutung des asiatischen Marktes bestätigt. Wichtigster Markt in 2009 war wieder China mit einem Anteil von 38 Prozent. 3. Wirtschaftliches Ergebnis der Gesellschaft 2009 Das abgelaufene Geschäftsjahr war für die gesamte deutsche Wirtschaft sicherlich eines der schwierigsten in der Nachkriegsgeschichte. Der weltweite Konjunktureinbruch, stark sinkende Aktienkurse sowie steigende Rohstoff- und Energiepreise bei weiterhin bestehenden Restriktionen der Banken führten insbesondere in mittelständischen Unternehmungen zu den unterschiedlichsten Engpasssituationen. Anfang Februar 2009 wurde ein neues kaufmännisches Management mit der Umsetzung des Konsolidierungskonzeptes beauftragt, welches von einem externen Beratungsunternehmen in den Kernpunkten Ende 2008 erarbeitet wurde. In diesem Zusammenhang sind u. a. folgende Maßnahmen zu nennen:
Bis Ende 2009 wurden die vorstehenden Restrukturierungsmaßnahmen voll wirksam umgesetzt und trugen mit dazu bei, das Jahresergebnis gegenüber dem Vorjahr um TEUR 755 zu verbessern. Nachfolgend die wichtigsten Geschäftszahlen des Jahres 2009 im Vergleich zu den Jahren 2008 und 2007:
Im neutralen Ergebnis, in dem neben den betriebsfremden und außerordentlichen Aufwendungen und Erträgen, die unregelmäßig und außerhalb der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit anfallen, auch aperiodische Aufwendungen und Erträge ausgewiesen werden, finden sich im Geschäftsjahr 2009 vor allem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 344) sowie Erträge aus anderen aktivierten Eigenleistungen aus 2008 (TEUR 174). 4. Umsatz-, Ergebnis- und Auftragsentwicklung Der Auftragseingang brach gegenüber dem Vorjahr um knapp 40 Prozent regelrecht ein. Hauptursache für den Rückgang sind neben der weltweiten Wirtschaftskrise die auf dem Papiermarkt vorherrschenden Überkapazitäten. Entsprechend wurden Investitionen in Papiermaschinen nicht durchgeführt bzw. in die Zukunft verlagert. Aufgrund des stark rückläufigen Auftragseingangs sank die Gesamtleistung weiter in 2009. Die Gesamtleistung betrug im Berichtsjahr TEUR 6.143 gegenüber TEUR 10.337 im Vorjahr und reduzierte sich damit um rd. 40,5 Prozent. Angesichts eines strengen Kostenmanagements im Materialeinkauf fiel der Rohertrag im Verhältnis zur Gesamtleistung unterproportional um TEUR 2.466 auf TEUR 5.058. In Relation zur Gesamtleistung konnte in 2009 somit eine Rohertragsquote von 82,3 Prozent realisiert werden; im Vorjahr waren es nur 72,8 Prozent. Entsprechend fiel die Materialaufwandsquote von 27,2 Prozent in 2008 auf 17,7 Prozent in 2009. Hier konnten erhebliche Einsparungen bei Metallen, Instrumentierungen sowie elektronischen Baugruppen erzielt werden. Weitere deutliche Einsparungen konnten im Bereich Personal sowie bei den übrigen betrieblichen Aufwendungen von insgesamt TEUR 2.955 erreicht werden. Damit hat unsere Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr ein verbessertes Betriebsergebnis erzielt. Indes ist das Jahresergebnis 2009 weiterhin negativ und beläuft sich auf TEUR 458 nach TEUR 1.213 im Vorjahr. 5. Vermögens- und Kapitalstruktur Trotz eines Jahresfehlbetrags von TEUR 458 verbesserte sich die Eigenkapitalquote von 46,8 Prozent in 2008 auf 52,8 Prozent im Berichtsjahr. Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.595 auf TEUR 4.791 verringert. Auf der Aktivseite der Bilanz verringerte sich die Bilanzsumme vor allem durch den im Geschäftsjahr vollzogenen Abbau des Vorratsbestands (-TEUR 1.084). Auf der Passivseite konnte das kurzfristige Fremdkapital um TEUR 1.111 abgebaut werden. 6. Finanzstruktur Der Finanzmittelfonds beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 218 (im Vorjahr TEUR 302). Davon waren TEUR 51 verfügungsbeschränkt. Der Rückgang ist im Wesentlichen bedingt durch den negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 380. Dieser ergibt sich in Höhe von TEUR 416 vor allem aus Investitionen in selbst erstellte Versuchsanlagen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich um TEUR 49 auf TEUR 296. Zum Bilanzstichtag konnten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 234 auf TEUR 777 abgebaut werden (Vorjahr TEUR 1.011). II. KÜNFTIGE ENTWICKLUNG MIT IHREN WESENTLICHEN CHANCEN UND RISIKEN Risikobericht Die V.I.B Systems GmbH ist im Rahmen ihrer unternehmerischen Aktivitäten als einer der wenigen international ausgerichteten Anbieter von Befeuchtungs- und Bedampfungsanlagen für die Papierindustrie den verschiedensten Risiken ausgesetzt, die mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Diese können erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nehmen oder aber den Bestand unseres Unternehmens gefährden. Als weltweit tätiges Unternehmen ist die V.I.B Systems GmbH in sehr hohem Maße von den weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig. Vor allem die wirtschaftliche Entwicklung der internationalen Papierindustrie hat erheblichen Einfluss auf unsere Geschäftsentwicklung. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dieses Segments, gekennzeichnet durch weltweite Überkapazitäten, seit längerem zu beobachtende Konzentrationsprozesse sowie zunehmende Werksschließungen, einhergehend mit einer hohen Volatilität der Rohstoff- und Energiepreise, haben erheblichen Einfluss auf die Ertragslage der Papierindustrie. Die V.I.B Systems GmbH als Zulieferer der Papierindustrie spürt unmittelbar die Auswirkungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dieser Industriesparte. Dabei ist unsere Gesellschaft insbesondere den Nachfragerückgängen, dem internationalen Preisdruck sowie den Konsolidierungsprozessen in der Papierindustrie ausgesetzt. Die von der Unternehmensführung identifizierten Risiken werden im Rahmen des Risiko-Managements kontinuierlich und systematisch überwacht, um gegebenenfalls geeignete Maßnahmen ergreifen zu können. Aufgrund der sichtbaren Auswirkungen der internationalen Finanzkrise auf das Kreditverhalten auch unserer Hausbanken, war es für die Geschäftsführung seit Anfang 2009 ein Hauptanliegen, die Liquiditätsversorgung für die Zukunft sicherzustellen. Momentan hat sich die Liquiditätslage bei erhöhtem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit leicht verbessert. Dennoch ist die aktuelle Liquiditätslage unseres Unternehmens aufgrund einer sich stetig verschlechternden Zahlungsmoral unserer Kunden nicht zufrieden stellend. Unter Berücksichtigung der vorhandenen Kreditlinien sowie des geplanten Geldeingangs aus bereits abgewickelten Aufträgen ist das operative Geschäft unserer Gesellschaft gesichert. Im Rahmen unserer Finanzplanung gehen wir für 2010 davon aus, dass sich - auch bedingt durch eine erwartete Erholung unseres operativen Geschäfts - die Liquiditätslage im Laufe des Jahres spürbar verbessern wird. Für einen klassischen Anlagenbauer - wie wir es darstellen - sind Kreditlinien, Avalkredite sowie Avalbürgschaften von herausragender Bedeutung. Daher ist es für die Fortführung unseres Unternehmens unabdingbar, dass entsprechende Mittel durch das Bankensystem bereitgestellt werden. Sollten die notwendigen Mittel gekürzt bzw. eingefroren werden, wären Projektfinanzierungen gefährdet. Der Fortbestand des Unternehmens wäre dann nur durch entsprechende Gesellschafterbeiträge gesichert. Derzeit sind die Kreditlinien durch Grundpfandrechte gesichert, so dass aktuell nicht davon auszugehen ist, dass die Kreditlinien durch die Banken gekürzt werden. Prognosebericht Nach dem verheerenden Einbruch im Krisenjahr 2009 setzt der deutsche Maschinenbau seine Aufholjagd fort. Im März gingen bei den Unternehmen der Schlüsselindustrie real 21 Prozent mehr Aufträge ein als im Vorjahresmonat, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) dieser Tage in Frankfurt mitteilte. Allerdings waren die Bestellungen vor einem Jahr auch um 35 Prozent abgestürzt. Die Branche profitiere dank des schwächeren Euro derzeit von der Griechenland - Krise. "Der Auftragseingang sorgte im März abermals für bessere Laune", kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers die Zahlen. Insgesamt bestätigen die Zahlen die Verbandsauffassung, dass es mit den Aufträgen im Lauf des Jahres weiterhin nach oben geht. Und dann hoffentlich auch bald mit den Umsätzen, fügte Wiechers hinzu. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres verzeichnete die Branche mit mehr als 900.000 Beschäftigten ein Orderplus von 14 Prozent. Bei Umsatz und Produktion sei das Vorjahresniveau aber vermutlich noch nicht erreicht. Die endgültigen März - Zahlen dazu liegen noch nicht vor. Im Januar und Februar habe das Produktionsniveau unter 11,5 Prozent unter Vorjahr gelegen, der Branchenumsatz sank um 12,9 Prozent. Die Tendenz zeige zwar nach oben, er könne sich aber nicht vorstellen, dass im März schon das Vorjahresniveau erreicht wurde, erklärte der VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann. Für das Gesamtjahr rechnet der Verband im Durchschnitt mit einer im Vergleich zu 2009 stabilen Produktion, vielleicht sei auch ein leichtes Plus möglich. Die Entwicklung der Ordereingänge schlägt erst mit etwa einem halben Jahr Verzögerung auf Umsatz und Produktion durch. Die Bestellungen aus dem Inland stiegen im März um 28 Prozent. Bei der Auslandsnachfrage gab es ein Plus von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das vergleichsweise niedrigere Wachstum im Auslandsgeschäft führte Wiechers auf die kräftige Nachfrage nach Großanlagengeschäften im Vorjahresmonat zurück. Insgesamt bleibe das Ausland der Impulsgeber für das Geschäft. Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer profitieren bisher von der Griechenland-Krise. Die Krise hat den Euro geschwächt, das verschafft uns natürlich Vorteile auf den Weltmärkten. Unsere Produkte werden für unsere außereuropäischen Kunden billiger. Dennoch beobachte der Verband die Entwicklung skeptisch: "Natürlich hört irgendwann der Spaß auf, nämlich dann, wenn der Euro zu zerbrechen droht oder zerbricht." Der Euro habe der Branche durch den Wegfall von Wechselkursrisiken Vorteile gebracht. Einen recht erfolgreichen Start in das Jahr 2010 konnte unsere Gesellschaft trotz eines extrem schwachen Monats Januar im ersten Quartal 2010 verzeichnen. Aufgrund eines auftragsstarken Monats März konnte der "Fehlstart" ins neue Jahr zum großen Teil wieder ausgebügelt werden. Insgesamt liegen Auftragseingang und Auftragsbestand für das erste Quartal im Rahmen unserer Planungen. Für das laufende Geschäftsjahr planen wir auf Basis der vorläufigen Zahlen zum 1. Quartal 2010 mit Umsatzerlösen von rund 7,6 Mio. EUR. Dies würde einem leichten Anstieg gegenüber 2009 von rund 1,0 Mio. EUR bedeuten. Weiterhin erwarten wir nach drei verlustreichen Jahren wieder in die Gewinnzone - wenn auch auf niedrigem Niveau - zurückkehren zu können. Für 2011 erhoffen wir, Umsatzerlöse von rund 9,0 Mio. EUR erzielen zu können. In 2010 steht im Fokus der Geschäftsführung die völlige Sanierung der V.I.B Systems GmbH zu bewerkstelligen. Danach ist es oberstes Ziel, die Ertragslage signifikant zu verbessern, um zukünftig bei tendenziell steigenden Umsatzerlösen positive Jahresergebnisse zu generieren. III. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Die im Jahre 2008 erfolgreich neu entwickelte FluidTech - Anlage konnten wir aufgrund der schwachen Nachfrage im Berichtsjahr potentiellen Kunden nicht näher bringen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Im April 2010 ging die erste Produktionsanlage bei einem inländischen Kunden mit Erfolg in Betrieb. Ziel dieser Neuentwicklung ist die Verbesserung der Effizienz durch Sprühen statt teurem Leimauftragswerk. Durch das Leimsprühen und der dadurch geringeren aufgebrachten Feuchte kommt es in der nachfolgenden Trockenphase zu beachtlichen Energieeinsparungen in Höhe von 20 bis 25 Prozent. IV. VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH SCHLUSS DES JAHRES Nach dem Schluss des Geschäftsjahres traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre.
Maintal, den 27. April 2010 Adolf Kopecki Stefan Winheim BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches gegliedert. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Dritten Buches des HGB aufgestellt. Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bewertet. Der bei der Verschmelzung der DOX Maschinenbau GmbH auf die V. I. B Systems GmbH aktivierte Firmenwert wurde entsprechend den steuerlichen Vorschriften planmäßig über 15 Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibung bilanziert. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Bei den Vorräten wurden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie standardisierte selbst erstellte Bauteile zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse, unfertige Leistungen sind mit den Herstellungskosten bewertet. Die Wertermittlung erfolgt nach der retrograden Methode. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko ist in Form pauschaler Abschläge berücksichtigt. Abweichend hiervon ist das Körperschaftsteuerguthaben gemäß § 37 KStG mit dem abgezinsten Betrag angesetzt. Liquide Mittel sind zum Nominalwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten für transitorische Ausgaben sind nach den handelsrechtlichen Vorschriften gebildet worden. Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) ist zum Nennbetrag angesetzt. Die Pensionsverpflichtungen werden mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Teilwert auf der Basis eines Rechnungszinsfußes von 6 % angesetzt. Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und unter Beachtung der steuerlichen Vorschriften angesetzt und bewertet worden. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Forderungen mit dem Briefkurs am Entstehungstag bzw. mit dem niedrigeren Kurs am Abschlussstichtag sowie bei den Verbindlichkeiten mit dem Geldkurs am Entstehungstag bzw. dem höheren Kurs am Abschlussstichtag. III. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände ist im Anlagenspiegel dargestellt. Von den im Einzelnen ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegen-ständen sind Teilbeträge in Höhe von EUR 497.833,11 in mehr als einem Jahr fällig. Diese entfallen auf den Posten sonstige Vermögensgegenstände. Alle übrigen Posten sind binnen Jahresfrist fällig. Der Bilanzverlust entwickelte sich wie folgt:
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt EUR 281.806,00 betreffen Urlaub, Arbeitszeitkonten, Gewährleistungsverpflichtungen, ausstehende Leistungen, Aufbewahrungs- und Jahresabschlusskosten. Sämtliche im Einzelnen ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind binnen Jahresfrist fällig. IV. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen am Bilanzstichtag nicht. Aus bestehenden Miet-, Pacht- und Leasingverträgen ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen für 2010 in Höhe von TEUR 376. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge in Höhe von TEUR 518, die periodenfremd sind. Als Geschäftsführer sind zum Bilanzstichtag bestellt und im Handelsregister eingetragen: Herr Stefan Heinrich Winheim, Ingenieur, Frankfurt am Main Herr Karl Georg Winheim, Kaufmann, Frankfurt am Main (bis 24. Februar 2009) Herr Adolf Kopecki, Offenburg (ab 24. Februar 2009) Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Da die Voraussetzungen der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB erfüllt sind, wurde auf die Angaben nach § 285 Nr. 9a und 9b HGB verzichtet. Im Jahresdurchschnitt wurden 87 (im Vorjahr 107) Mitarbeiter beschäftigt, davon 40 Angestellte und 47 gewerbliche Arbeitnehmer.
Maintal, den 30. April 2010 Adolf Kopecki Stefan Winheim Anlagespiegel
BerichtsprüfungBestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der V.I.B Systems GmbH, Maintal, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist im Abschnitt Prognosebericht ausgeführt, dass die Liquiditätslage der Gesellschaft auch bedingt durch die negativen Auswirkungen der gegenwärtigen rezessiven weltwirtschaftlichen Entwicklung angespannt ist.
Offenbach am Main, den 7. Mai 2010 BADER
- FÖRSTER - SCHUBERT GMBH
André Kersjes, Wirtschaftsprüfer Friedrich W. Stöhr, Wirtschaftsprüfer |
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