Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 86885
Vorher
Josef Peter Griensteidl Omnibusunternehmen und Reisebüro "Der Gläserne" GmbH
Eingetragen
6.3.1989
Branche
Betrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenPersonenbeförderung im Linienverkehr auf der StraßeVermittlungstätigkeiten für die Personenbeförderung
Gegenstand
Betrieb eines Omnibusunternehmens, insbesondere Betrieb von Werksverkehr, Linienverkehr, Ausflugsverkehr im In- und Ausland, Pauschalreisen, An- und Vermietungen etc., Betrieb eines Reisebüros, Betrieb einer Skischule, sämtliche sonstigen mit einem Omnibusunternehmen, einem Reisebüro und einer Skischule in Zusammenhang stehenden Geschäfte

Historie

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Management

NameRolle
Mirko Skeljic
seit 25.5.2023
Prokura
Alexander Schmidt
seit 14.3.2023
Geschäftsführer
Mark Weber
seit 25.11.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Transdev Group Société AnonymeFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
77.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Griensteidl GmbH

Gröbenzell

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Griensteidl GmbH, Gröbenzell, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden dl@ Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Berlin, 9. Juni 2015

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wehner, Wirtschaftsprüfer

Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2014

AKTIVA

EUR EUR 31.12.2013
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN      
1. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Software   1.010,00 2
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.614.532,13   2.661
-davon Geschäfts-, Betriebs- und andere Bauten EUR 164.842,00 (Vj. TEUR 211)-      
2. Fahrzeuge für Personenverkehr 1.853.004,00   1.571
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 56.402,00   52
    4.523.938,13 4.284
B. UMLAUFVERMÖGEN      
I. Vorräte      
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe   137.855,13 54
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
-sämtlich mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr-      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 184.055,08   265
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 233.404,38   3
3. Sonstige Vermögensgegenstände 367.070,84   367
    784.530,30 635
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   5.398,12 60
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   47.401,08 30
    5.500.132,76 5.065

PASSIVA

     
  EUR EUR 31.12.201.1
TEUR
A. EIGENKAPITAL      
I. Gezeichnetes Kapital 77.000,00   77
II. Kapitalrücklage 1.160.000,00   1.160
III. Gewinnrücklagen 0,00   8
    1.237.000,00 1.246
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN   975.008,62 906
C. RÜCKSTELLUNGEN      
1. Rückstellungen für Pensionen nud ähnliche Verpflichtungen 1.025.068,02   1.021
2. Sonstige Rückstellungen 579.523,59   264
    1.604.591,61 1.286
D. VERBINDLICHKEITEN      
-sämtlich mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr-      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 64.333,51   48
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.564.659,14   1.528
-davon gegenüber Gesellschafter EUR 1.564.202,38-(Vj. TEUR 1.524)      
3. Sonstige Verbindlichkeiten 54.539,88   66
-davon aus Steuern EUR 12.262,70 (Vj. TEUR 13)-   1.683.532,53 1.620
    5.500.132,76 5.066

Gewinn- und Verlustrechnung für 2014

EUR EUR 2013
TEUR
1. Umsatzerlöse   3.730.548,26 3.479
2. Sonstige betriebliche Erträge   690.568,37 454
    4.421.116,63 3.933
3. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -953.532,43   -752
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -264.042,93   -179
    -1.217.575,36 -931
4. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -2.183.990,13   -1.818
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -431.273,77   -392
-davon für Altersversorgung EUR 43.157,30 (Vj. TEUR 41)-      
    -2.615.263,90 -2.210
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -245.264,27 -294
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -434.235,89 -357
    -4.512.339,42 -3.792
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 233,26   0
-davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vj. TEUR 1)-      
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -78.355,30   -88
-davon an verbundene Unternehmen EUR 26.531,30 (Vj. TEUR 33)-      
    -78.122,04 -88
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -169.344,83 53
10. Sonstige Steuern   -2.452,85 -2
11. Ertrag aus dem Verlustausgleich (Vj. Aufwand aus Gewinnabführung)   171.797,68 -51
12. Jahresüberschuss   0 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2014

I. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

1. Allgemeines

Der Jahresabschluss der Griensteidl GmbH, Gröbenzell, - im Folgenden auch kurz "Gesellschaft" genannt - wurde für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Gesellschaft erfüllt zum Bilanzstichtag die Größenmerkmale für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gesellschaft nimmt bei der Aufstellung des Jahresabschlusses die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 276 und § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch.

Die Gliederung des Anlagevermögens wurde nach der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen vom 27. Februar 1968 (BGBl 1/ 1968, Seite 193) in der am 13. Juli 1988 geänderten Fassung (BGBl 1/1988, Seite 1057) vorgenommen.

2. Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt; soweit abnutzbar, erfolgen planmäßige Abschreibungen. Den planmäßigen, grundsätzlich linearen Abschreibungen liegen betriebsbedingte Nutzungsdauern zugrunde. Zugänge beim beweglichen Anlagevermögen werden im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben.

Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Höhe von höchstens 150,00 EUR, die selbständig nutzbar sind, werden sofort abgeschrieben.

Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten in einer Höhe von mehr als 150,00 EUR, aber nicht mehr als 1.000,00 EUR, werden in einen jahresbezogenen Sammelposten eingestellt. Der Sammelposten wird im Jahr seiner Bildung und in den folgenden vier Wirtschaftsjahren linear jeweils mit 20 % aufwandswirksam aufgelöst.

3. Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bestände wurden im Rahmen einer vorverlagerten Stichtagsinventur ermittelt und zum Bilanzstichtag fortgeschrieben.

4. Verbundene Unternehmen

Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften angesehen, die unter der Kontrolle der Transdev Group S.A., Paris, Frankreich, stehen.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt,

6. Flüssige Mittel

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt.

7. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Der Sonderposten enthält im Rahmen von getätigten Investitionen erhaltene Investitionszuschüsse. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt ratierlich über die vorgegebene Zweckbindungsfrist bzw. über die Nutzungsdauer der jeweiligen bezuschussten Vermögensgegenstände.

Die Auflösung des Sonderpostens für den Betriebshof erfolgte bis zum Ende des Geschäftsjahres 2003 entsprechend der Zweckbindung in Höhe von jährlich 10 %.

Die Auflösung des Sonderpostens für das Grundstück erfolgt in Höhe von jährlich 4 % entsprechend der Laufzeit der Zweckbindung des Zuschusses.

Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft Investitionszuschüsse für die Anschaffung von Fahrzeugen erhalten. Die Zuschüsse wurden in den Sonderposten eingestellt und werden ab Nutzungsbeginn über einen Zeitraum von voraussichtlich 12 Jahren in Abhängigkeit von Einsatz und Laufleistung ratierlich aufgelöst.

8. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Dr. Klaus Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarverfahren ermittelt.

Bei der Bestimmung der Höhe der Rückstellungen werden zukünftig erwartet Entgelt- und Rentensteigerungen bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei geht die Gesellschaft derzeit von jährlichen Anpassungen von 1,80 % bei den Entgelten und von 1,80 % bei den Renten aus. Der pauschal zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen beläuft sich auf 4,62 %; es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, | der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende Objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Soweit Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr vorliegen, werden diese gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutlichen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

9. Verbindlichkeiten

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt mit ihrem Erfüllungsbetrag.

10. Schätzungen von Ansprüchen aus der Leistungserbringung

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden, wie in den Vorjahren, insbesondere die Ansprüche gegen die MVG (Münchener Verkehrsgesellschaft mbH) zum 31. Dezember 2014 für den Monat Dezember auf Basis der vertraglichen Grundlagen geschätzt, da die Endabrechnung durch den Leistungsempfänger regelmäßig erst nach Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt.

11. Schätzungen von Aufwendungen und Erträgen

Im Rahmen der zeitnahen Erstellung des Jahresabschlusses werden auf dem Stand der Buchhaltung im Dezember 2014 Aufwands- und Ertragsschätzungen für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2014 vorgenommen, welche die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft beeinflussen. Für Teile dieser Aufwands- und Ertragskomponenten liegen die Abrechnungen erst nach dem Aufstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses vor.

II. EINZELANGABEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung des Anlagevermögens und dessen Entwicklung (einschließlich der kumulierten Anschaffungskosten und kumulierten Abschreibungen) sind im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 233 (Vj. TEUR 3) resultieren aus Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 230 (Vj, TEUR 0) aus dem Ergebnisabführungsvertrag sowie aus Umsatzsteuerforderungen und aus Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr TEUR 3 (Vj. TEUR 3).

3. Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt unverändert TEUR 77 und wird zu 100 % von der Transdev GmbH, Berlin, gehalten.

4. Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab.

Zur Deckung einer Pensionsrückstellung wurde im Oktober 2001 eine Rückdeckungsversicherung mit Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 59 abgeschlossen, die durch Verpfändung dem Zugriff der Gläubiger entzogen wurde und ausschließlich der Erfüllung der Alterversorgungsverpflichtung dient. Der beizulegende Zeitwert (TEUR 78; Vj. TEUR 70) dieser Rückdeckungsversicherung wurde mit der Pensionsrückstellung (TEUR 1.103; Vj. TEUR 1.091) verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 579 (Vj. TEUR 264) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personal in Höhe von TEUR 361 (Vj. TEUR 155) und für ausstehende Rechnungen und Aufwendungen sowie Rechtsstreitigkeiten, die das Berichtsjahr betreffen, in Höhe von TEUR 218 (Vj. TEUR 109).

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.565 (Vj. TEUR 1.525) beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, Transdev GmbH, Berlin, aus dem konzernweiten Cash Management-System (CMS) bei der HypoVereinsbank mit TEUR 1.485 (Vj. TEUR 1.381), sonstige Verbindlichkeiten (TEUR 42; Vj. TEUR 70) sowie aus Umsatzsteuer für den Monat Dezember 2014 (TEUR 38; Vj. TEUR 74 für die Monate November und Dezember).

III. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse umfassen im Wesentlichen Erlöse aus der Durchführung von vertraglichen Verkehrsleistungen.

ln den Umsatzerlösen sind periodenfremde Umsätze in Höhe von TEUR -39 (Vj. TEUR -7) enthalten; diese resultieren aus der Korrektur zu hoch angesetzter Umsatzschätzungen aus Vorjahren.

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 27 (Vj. TEUR 0) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 192 (Vj. TEUR 81) enthalten.

3. Materialaufwand

In den Materialaufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 10 (Vj. TEUR 12) enthalten.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 44 (Vj. TEUR -19) enthalten.

5. Finanzergebnis

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind TEUR 52 (Vj. TEUR 56) enthalten, die aus der Aufzinsung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr resultieren.

IV. SONSTIGE ANGABEN

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zur Sicherung etwaiger Rückforderungsansprüche des Freistaats Bayern auf Grund der bewilligten Zuschüsse für den Grundstückserwerb und Werkstattbau wurde eine Grundschuld in Höhe von TEUR 3.323 eingetragen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag hatte die Gesellschaft folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen: TEUR
Leasing 5
Management Fee * 98
Shared Service Center Fee * 20
Summe 123

* gegenüber verbundenen Unternehmen

Von den finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag bestehen TEUR 118 gegenüber verbundenen Unternehmen.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:

  2014 Mitarbeiter 2013 Mitarbeiter
Angestellte 63 61
Auszubildende 1 1
  64 62

Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung sind:

Peter Konopka, Geschäftsführer, Abberufung mit Wirkung zum 14. Oktober 2014

Christian Lau, Geschäftsführer, ab 15. Oktober 2014 bis 31. Januar 2015

Christian Glück, Geschäftsführer, seit 1. Februar 2015

Ein Geschäftsführer erhielt die Bezüge von der Gesellschaft. Der andere Geschäftsführer ist in einem anderen Unternehmen im Konzern angestellt und erhält von der Gesellschaft keine Bezüge.

Auf die Angabe der Geschäftsführungsbezüge wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konsolidierungskreis

Die Gesellschaft wird über die Transdev GmbH, Berlin, in den Konzernabschluss der Transdev Group S.A., Paris, Frankreich, (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen, die wiederum quotal in den Konzernabschluss der Veolia Environnement S.A., Paris, Frankreich, und der Caisse des Depots et Consignations, Paris, Frankreich, einbezogen wird. Der nach den von der Europäischen Union übernommenen IFRS aufgestellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Transdev Group S.A., Paris, Frankreich, wird in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht werden.

 

Gröbenzell, 24. April 2015

Christian Glück, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2014

   
  01.01.2014
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2014
EUR
Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 11.714,97 0,00 0,00 11.714,97
Entgeltlich erworbene Software 11.714,97 0,00 0,00 11.714,97
II. Sachanlagen 7.427.465,06 484.591,27 2.061,65 7.909.994,68
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.398.478,80 0,00 0,00 4,398.478,80
2. Fahrzeuge für Personenverkehr 2.704.999,89 461.982,42 0,00 3.166.982,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 323.986,37 22.608,85 2.061,65 344.533,57
  7.439.180,03 484.591,27 2.061,65 7.921.709,65
  Kumulierte Abschreibungen
  01.01.2014
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2014
EUR
Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10.199,97 505,00 0,00 10.704,97
Entgeltlich erworbene Software 10.199,97 505,00 0,00 10.704,97
II. Sachanlagen 3.143.358,93 244.759,27 2.061,65 3.386.056,55
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.737.943,67 46.003,00 0,00 1.783.946,67
2. Fahrzeuge für Personenverkehr 1.133.890,89 180.087,42 0,00 1.313.978,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 271.524,37 18.668,85 2.061,65 288.131,57
  3.153.558,90 245.264,27 2.061,65 3.396.761,52
  Buchwerte
  31.12.2014
EUR
31.12.2013
TEUR
Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.010,00 2
Entgeltlich erworbene Software 1.010,00 2
II. Sachanlagen 4.523.938,13 4.284
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.614.532,13 2.661
2. Fahrzeuge für Personenverkehr 1.853.004,00 1.571
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 56.402,00 52
  4.524.948,13 4.286

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014

A. Grundlagen des Konzerns

Die Griensteidl GmbH mit Sitz in Gröbenzell ist ein Busunternehmen. Die Busse von Griensteidl fahren im Auftrag der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), des Münchner Verkehrsverbund (MW) im Kreis Fürstenfeldbruck/Dachau und der Kette REAL in München.

Die Griensteidl GmbH ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Transdev GmbH, Berlin.

Die Transdev GmbH ist ein Tochterunternehmen der Transdev Group S.A., Paris, Frankreich, welches zu den international aufgestellten Unternehmensgruppen im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zählt. Anteilseigner der französischen Transdev sind die Caisse des Depots et Consignations, Paris, Frankreich, sowie Veolia Environnement S.A., Paris, Frankreich. Seit April 2013 firmiert die Veolia Transdev (VTD) weltweit als Transdev.

Die Gesellschaft unterliegt den Regelungen des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG).

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft hat sich in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld als stabil erwiesen und bleibt auf Wachstumskurs, wenn auch nur leicht. Der deutsche Arbeitsmarkt stellt sich nach wie vor positiv dar. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal 2014 um 0,1 % höher als im zweiten Quartal und höher als im Vorjahr (+1,2 %). Im zweiten Quarta! 2014 war das BIP geringfügig zurückgegangen (- 0,1 %), nachdem die deutsche Wirtschaft mit viel Schwung ins Jahr gestartet war (erstes Quarta! 2014: +0,8 %).

Im Jahr 2015 dürfte sich die verhaltene wirtschaftliche Entwicklung fortsetzen und der Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts bei 1,0 % liegen. Bei einer erwarteten Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts von 1,0 % und einer Inflationsrate von 0,7 % (bedingt durch den Ölpreisrückgang) ist ein Abgleiten in die Deflation nicht wahrscheinlich. 1

Durch einen spürbaren Rückgang des Dieselpreises im III. Quartal erfolgte ein positiver Effekt im Vergleich zum Budget. Dieser wird jedoch aufgelöst durch einen negativen Effekt bei den Spritverbräuchen der Fahrzeuge. Wir vermuten, dass der erhöhte Spritverbrauch durch einen Wechsel der Reifenmarken zustande kommt und analysieren dies im laufenden Geschäftsjahr 2015.

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im ersten Halbjahr 2014 waren in Deutschland fast 5,6 Milliarden Passagiere im Linienverkehr mit Bussen und Bahnen zu verzeichnen. Dies sind somit 0,5 % mehr als im ersten Halbjahr 2013. 2

Im Nahverkehr stieg das Fahrgastaufkommen lauf Statistischem Bundesamt im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 um 0,5 %. Im Fernverkehr war ein Rückgang um 0,3 % zu verbuchen. Im Schnitt wurden fast 31 Millionen Fahrten am Tag zurückgelegt. Eisenbahnen und S-Bahnen beförderten 1,2 Milliarden Passagiere (+ 2,1 %), mit Straßen-, Stadt- und U-Bahnen fuhren 1,9 Milliarden Fahrgäste (+ 1,8 %), dagegen wurden im Busverkehr weniger Fahrgäste registriert (-1,2 %, auf 2,7 Milliarden Passagiere).

Im Fernverkehr (ausgenommen Fernbus) wurden 62 Millionen Personen befördert und damit 0,5 % weniger als im ersten Halbjahr 2013. Aufgrund der Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes und der Öffnung des Marktes für Fernbusse ab Januar 2013 stieg die Zahl der Passagiere in diesem Sektor stark um 8,1 % auf fast 1,4 Millionen an. Zahlreiche Unternehmen wie Mein Fernbus oder FlixBus sowie der Postbus stiegen in den Markt ein und betreiben derzeit eine Vielzahl von Fernbus-Strecken, deren Rentabilität sich erst zeigen muss. Ein großes Problem sind dabei auch die kaum oder nicht vorhandenen Zentralen Omnibusbahnhöfe (ZOBs) und deren Finanzierung. 3

1 Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Jahresgutachten 2014/2015.
2 Destatis, 1. Halbjahr 2013: 5,6 Milliarden Fahrgäste fuhren mit Bussen und Bahnen, Pressemitteilung vom 18. September 2014.
3 Destatis, 1. Halbjahr 2013: 5,6 Milliarden Fahrgäste fuhren mit Bussen und Bahnen, Pressemitteilung vom 29. September 2013.

Im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) herrschte auch im Jahr 2014 weiterhin enormer Wettbewerbsdruck um Ausschreibungen von Neu- oder Bestandsverkehren. Zu den größten Wettbewerbern der Transdev GmbH gehören weiterhin die Deutsche Bahn AG, Tochtergesellschaften ausländischer Staatsbahnen wie Netinera (italienische Staatsbahn FS) und Abellio (niederländische Staatsbahn NS) sowie große Landesbahnen (wie die Hessische Landesbahn). Der Eintritt weiterer Wettbewerber in den Markt hat sich auch in 2014 fortgesetzt, neben National Express nunmehr auch Go Ahead als zweitem großen britischen in Deutschland präsenten Verkehrskonzern.

Im SPNV-Markt steigern die Wettbewerber der DB AG weiterhin ihre Marktanteile. Im Jahr 2014 lag die Anzahl der Vergabeverfahren höher als in den Vorjahren. Dieser Trend wird sich in den folgenden 2-3 Jahren fortsetzen, insbesondere wegen des Auslaufens großer Verkehrsverträge der DB in Baden-Württemberg und bei verschiedenen S-Bahn- und Expressnetzen in Ballungsräumen. Darüber hinaus werden derzeit viele ältere wettbewerbliche Verkehrsverträge zum zweiten Mal ausgeschrieben, nachdem ihre oft rund zehnjährige Vertragslaufzeit ausläuft. Bis 2016 sollen insgesamt mindestens weitere 150 Millionen Zugkilometer (Zkm) ausgeschrieben werden.

Im eigenwirtschaftlichen Schienenfernverkehr sind die Rahmenbedingungen in 2014 durch die erfolgreiche Aufnahme vieler neuer Fernbusangebote anspruchsvoller geworden. Preissensible Fahrgäste sind von der Schiene auf den Bus umgestiegen. Der Marktanteil der Wettbewerber im Fernverkehr lag bei unter einem Prozent gemessen an der Verkehrsleistung und wird durch die Einstellung des Fernzuges InterConnex (Leipzig-Warnemünde) im Dezember 2014 im kommenden Jahr sinken.

3. Geschäftsverlauf

Für den Geschäftsverlauf hat sich der Abschluss von den Zusatzverträgen im Schienenersatzverkehr für die U-Bahn im Auftrag der MVG positiv ausgewirkt.

Im Oktober 2014 trennte sich die Gesellschaft vom damaligen Geschäftsführer Peter Konopka. Hier ist ein Arbeitsgerichtsverfahren anhängig.

Im Geschäftsjahr 2014 betrug die km-Leistung für den MVG 1.059.286 km mit eigenen Fahrzeugen und 79.714 km mit angemietetem Gelenkbus, für den MW 108.229 km und für den Vertrag mit REAL 119.200 km. Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 63 Mitarbeiter.

4.Lage

4.1 Vermögenslage

Das Anlagevermögen hat sich gegenüber 2013 um TEUR 239 auf TEUR 4.525 erhöht. Die Erhöhung beruht auf der Anschaffung von 2 neuen Fahrzeugen, der für Dezember 2014 bestellte Anhänger wurde nicht rechtzeitig ausgeliefert. Der Busanhänger wurde Anfang März 2015 übernommen.

Das Eigenkapital ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 9 gesunken. Die Eigenkapitalquote sinkt dabei von 24,6 % auf 22,5 %, was auf die um TEUR 435 gestiegene Bilanzsumme zurückzuführen ist.

4.2 Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen über ein Cash-Management-System mit der Transdev GmbH, Berlin, welches unter Einhaltung einer Frist von drei Monaten zum Monatsende gekündigt werden kann. Eine Kündigung ist bisher nicht erfolgt. Die Gesellschaft verfügt über einen Kreditrahmen von TEUR 1.500.

Zusammensetzung des Finanzmittelfonds 2014 2013
Liquide Mittel 5.398 60.126
Cash-Pool-Verbindlichkeiten -1.484.708 -1.381.396
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -1.479.310 -1.321.270

Die Veränderung des Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2014 in Höhe von TEUR 158 beruht im Wesentlichen auf der Zahlung der Ergebnisabführung an die Transdev GmbH für das Geschäftsjahr 2013.

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2014 jederzeit in der Lage, ihre fälligen Verbindlichkeiten zu bedienen. Durch die Einbindung in das Cash-Management-System verfügt die Gesellschaft über einen finanziellen Rahmen für das operative Geschäft und die Finanzierung neuer zukunftssichernder Investitionen.

Im Geschäftsjahr wurden folgende Investitionen getätigt:

  TEUR
Fahrzeuge (2 Busse) 462

Ein Fahrzeug wurde als Ersatzfahrzeug für ein Fahrzeug angeschafft, welches im Frühjahr 2015 ausgemustert wird.

Das zweite Fahrzeug sollte ab Fahrplanwechsel 2014/2015 zusammen mit einem Busanhänger eine Leistung übernehmen, welche bisher mit einem angemieteten Gelenkbus erbracht wurde. Aufgrund der verspäteten Auslieferung des Anhängers, wird das Fahrzeug erst im März 2015 zum Einsatz gebracht.

4.3 Ertragslage

Die verstärkte Übernahme von SEV-Leistungen und der Einsatz eines angemieteten Gelenkbusses für die MVG, sowie die Auftragserweiterung beim MW, bewirken eine positive Entwicklung der Umsatzerlöse.

Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr um TEUR 251 auf TEUR 3.731 (VJ. TEUR 3.480), was einem Anstieg von 7 % entspricht. Insgesamt wurden 1.366.429 km im Linienverkehr in 2014 erbracht.

Der Materialaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr (TEUR 931) um TEUR 287 (31 %). Die Aufwendungen stiegen insbesondere durch den zusätzlichen Ankauf von Diesel in Höhe von TEUR 199 und die Mietkosten für den Gelenkbus in Höhe von TEUR 127. Die Materialaufwandsquote lag für das Geschäftsjahr 2014 bei 33 % (VJ 27 %).

Der Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr an. Die Personalaufwandsquote liegt mit 70 % in 2014 über dem Vorjahresniveau (VJ 64 %): Dies resultiert aus dem überproportionalen Anstieg des Personalaufwands im Vergleich zu den Umsatzerlösen.

Das Operating Income nach Management Fee (Betriebsergebnis) sank gegenüber dem Vorjahr um TEUR 232 auf TEUR -91. Dies resultiert daraus, dass für einen Arbeitsgerichtsprozess Rückstellungen für Prozesskosten und Abfindung gebildet wurden. Das im Vorjahr erwartete Operating Income nach Management Fee (Betriebsergebnis) konnte somit nicht erreicht werden.

Das Operating Income nach Management Fee (Betriebsergebnis) nach HGB wird zur Internen Ergebnissteuerung herangezogen, es ermittelt sich aus dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit abzüglich des Finanz- und des Beteiligungsergebnisses. In monatlichen Business Review Meetings wird das Operating Income vor Management Fee nach IFRS analysiert. Unterschiede zwischen Handelsrecht und internationaler Rechnungslegung ergeben sich im Wesentlichen aus unterschiedlichen Abschreibungsdauern und Bewertungsunterschieden bei Rückstellungen (z. B. für schwere Instandhaltung, Drohverluste oder Pensionen).

Die oben dargestellten Sachverhalte führten zu einem Jahresfehlbetrag vor Verlustausgleich in Höhe von TEUR 172.

4.4 Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Entwicklung der Gesellschaft verlief unter Berücksichtigung der Bildung von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten entsprechend den Erwartungen der Geschäftsführung insgesamt befriedigend.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die Geschäftsführung geht in ihrer Budgetplanung für das Geschäftsjahr 2015 von einem Anstieg des Umsatzvolumens um TEUR 405 auf TEUR 4.136. Das Operating Income nach Management Fee (Betriebsergebnis) wird mit TEUR 152 erwartet. Der deutliche Unterschied zum Geschäftsjahr 2014 beruht auf einem negativen Einmaleffekt in 2014, da hier für einen Arbeitsgerichtsprozess eine Rückstellung gebildet worden ist.

Für Umsatz, Kilometerleistung, Mitarbeiter und Operating Income bestehen im Vergleich 2014/2015 die folgenden Erwartungen:

  2015 2014 Veränderung
Umsatz in TEUR 4.136 3.731 405
KM-Leistung in TKM 1.303 1.366 -63
Mitarbeiter 62 63 -1
Operating Income in TEUR 152 -91 243

Die Kilometerleistung 2015 ist ohne Angabe von möglichen Schienenersatz-Verkehrsleistungen. Als Richtwert kann hier von einer Leistung i. H. v. rund 25.000 Kilometer ausgegangen werden. Im Gegensatz dazu beinhalten die geplanten Umsatzerlöse 2015 bereits mögliche SEV-Verkehre.

2. Chancen- und Risikobericht

Durch die monatliche Analyse der Plan/Ist-Abweichungen, die durch das regionale Controlling in Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer erstellt und an die Transdev GmbH, Berlin, gemeldet werden, ist die Einbettung in das Risikomanagement der Transdev-Gruppe gegeben.

In diesem Rahmen werden besonders die Auswirkungen folgender Indikatoren berücksichtigt:

die Entwicklung der Kilometer- und Stundenleistungen,

die Entwicklung des Dieselpreises,

die Entwicklung des Lohn- und Gehaltsgefüges im Rahmen der Tarifentwicklungen und

die Entwicklung der Krankenquoten.

Im Rahmen des Finanzmanagements werden mögliche Risiken u. a. durch folgende Maßnahmen fortlaufend überwacht, quantifiziert und nach den Unternehmenszielen entsprechend aktiv gesteuert:

Freigabe von Teilbudgets nach sorgfältiger Risiko- und Wirtschaftlichkeitsanalyse,

Kostenreduzierungsmaßnahmen zur Kompensation von Erlösausfällen,

Liquiditätssteuerung ausgehend von der mittelfristigen Unternehmensplanung und aktuellen Hochrechnungen und Abweichungsanalysen des Working Capital.

Konkret unterliegt die Gesellschaft den Chancen und Risiken im Wettbewerb um Verkehrsverträge.

Der Verkehrsvertrag mit der MVG läuft unbefristet.

Der Vertrag mit dem MW endet im Dezember 2019. Die Neuausschreibung ist voraussichtlich im Frühjahr 2018. Es besteht grundsätzlich das Risiko, dass nach Auslaufen des bestehenden Verkehrsvertrages oder bei der Vergabe neuer Verkehrsleistungen andere Wettbewerber den Zuschlag erhalten.

Der Vertrag mit REAL beinhaltet eine automatische jährliche Verlängerung, die Konzession läuft bis Dezember 2020.

Die Veränderung bei der Treibstoffentwicklung wird in den Verträgen der MVG und des MW in der Abrechnung berücksichtigt. Nur der Vertrag mit REAL beinhaltet keine Anpassung an die Treibstoffkostenentwicklung; damit liegt das Risiko für diesen Vertrag steigender Treibstoffpreise allein bei der Gesellschaft, wobei der Vertrag nur einen Anteil von ca. 10 % des Umsatzes ausmacht.

Die Lohn- und Gehaltsentwicklung werden wie die Treibstoff kosten in den Verträgen berücksichtigt.

Durch die für München spezifische Vertragssituation, als Kooperationspartner der MVG im Stadtbereich München, ist eine Erweiterung des Auftragsvolumens durch die Übernahme von Pilotfunktionen, wie z. B. der Einsatz des Anhängerzuges ab Fahrplanwechsel 2014/2015 möglich.

Zusätzliche Steigerungen sind möglich, da in den nächsten Jahren ein Ansteigen der Fahrgastzahlen zu erwarten ist. Bisher lagen die Steigerungen bei 2 % pro Jahr. Laut einer Studie der Stadt München wird sich die Anzahl der Einwohner um ca. 130.000 erhöhen. Somit muss das Angebot im ÖPNV entsprechend angepasst werden, was sich positiv auf die Ertragslage auswirken könnte.

Durch eine erfolgreiche Teilnahme an Ausschreibungen des MW konnten die drei neuen MW 853, 854 und 855 neu gewonnen werden. Inbetriebnahme der Linien ist Dezember 2015. Die Teilnahme an Ausschreibungen ist auch in den nächsten Jahren vorgesehen.

Am 24. Februar 2015 startet die Tarifverhandlung zwischen dem Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen und ver.di.

Der dortige Abschluss hat Auswirkungen auf die Löhne in allen drei Verkehrsverträgen. Wobei die Veränderung im MVG-Vertrag durch den Auftraggeber MVG, im Rahmen einer Preisanpassung des Vergütungsbestandteils Lohn jeweils zum 1. Januar und zum 1. Juli vergolten wird.

Im Budget haben wir eine Lohnsteigerung von 2 % zum 1. April 2015 eingeplant.

D. Nachtragsbericht

Die in 2013 begonnenen und in 2014 fortgeführten Verkaufsvorbereitungen der gesamten Transdev Gruppe in Deutschland wurden in 2014 zunächst ausgesetzt und aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung der Transdev Deutschland Gruppe gestoppt. Transdev Deutschland ist wieder fester Bestandteil von Transdev und steht nicht mehr zum Verkauf.

Gemäß der voraussichtlichen Tarifvereinbarung wird die durchschnittliche Tariferhöhung bei der Griensteidl GmbH für den Zeitraum Januar bis Dezember 2015 rund 2,64 % betragen und damit um 0,64 Prozentpunkte höher liegen als im Budget.

Darüber hinaus sind nach Abschluss des Geschäftsjahres keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, über die zu berichten wäre.

 

Gröbenzell, 24. April 2015

Christian Glück, Geschäftsführer

GESELLSCHAFTERBESCHLUSS

Die Unterzeichnete Transdev GmbH als alleinige Gesellschafterin der Griensteidl GmbH fasst hiermit unter Verzicht auf sämtliche gesetzlichen und/oder gesellschaftsvertraglichen Fristen und Formen im Wege schriftlicher Beschlussfassung den folgenden Beschluss:

1) Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 (Jahresergebnis EUR 0,00 nach Verlustübernahme von EUR 171.797,68 an die Gesellschafterin) wird festgestellt

2) Der Geschäftsführung wird für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2014 Entlastung erteilt.

3) Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, wird zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 bestellt.

Die deutsche Fassung dieses Beschlusses ist bindend,

Datum: 27.08.2015

Ort: Berlin

Transdev GmbH

Christian Schreyer

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