Vetters Container Service GmbHLiquidiert
61231 Bad Nauheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Yvonne Engel seit 9.6.2016 | Prokura |
Kai Engel seit 11.1.2002 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Vetters Container Service GmbHBad NauheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017Lagebericht der Vetters ContainerService GmbH, Bad Nauheim,I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Gegenstand unseres Unternehmens ist das Sammeln, Umschlagen und Behandeln von Abfällen aus Industrie, Gewerbe, Handel, Bau und Privat. Unsere Gesellschaft betreibt am Standort Bad Nauheim ein bundesimmisionsschutzrechtlich genehmigtes (BImSchG) Abfallzwischenlagen und Sortieranlage. 2. Forschung und Entwicklung Der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft ist und bleibt ein moderner, den neuesten Umweltstandards entsprechender Maschinen- und Fahrzeugpark. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Geschäftsjahr 2017 verlief für die Entsorgungsbranche sowohl im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung als auch auf die Konkretisierung der rechtlichen Rahmenbedingungen eher mittelmäßig. Das Preisniveau für Entsorgungsleistungen in unserem Einzugsgebiet stand erneut unter hohem Wettbewerbsdruck. Die allgemeine Auftragslage war sehr gut, vor allem im Bereich der Bauwirtschaft konnten wir erneut ein Umsatzplus verzeichnen. Durch das hohe Aufkommen an gewerblichen Abfällen im Inland und der weiterhin stabilen Importe von Auslandsmengen sind die Entsorgungskosten in den Endbehandlungsanlagen (MVA/MHKW) weiter deutlich gestiegen. Durch die gute konjunkturelle Lage sind am Markt große Massen an gewerblichen Abfällen vorhanden. Da teilweise mehr Masse als Verwertungskapazitäten vorhanden sind, führt dies im allgemein zu steigenden Verwertungspreisen. Leider konnten die notwendigen Preisanpassungen im Endkundenbereich, gerade bei langfristigen Verträgen, nicht oder nur zum Teil weitergegeben werden. Bei gewerblichen und privaten Auftraggebern konnten die Preiserhöhungen weitergegeben werden. Jedoch auf Grund des Wettbewerbsdrucks oft nicht so, wie es notwendig gewesen wäre, um die Mehrkosten 1 zu 1 aufzufangen. Die Rechtsunsicherheiten im Zusammenhang mit dem neuen Kreislaufwirtschaftgesetz (KrWG) wurden weiterhin nicht ausgeräumt. Dies betrifft vor allem die Rahmenbedingungen für die Einführung einer Wertstofftonne und die Auswirkungen auf die gewerblichen Anfallstellen. Für weitere Unsicherheit sorgt die Umsetzung der neuen Gewerbeabfallverordnung. Hier ist für die Entsorger bis heute unklar, ob und wie die neue Gesetzgebung, welche kurzfristig in Kraft tritt und eine Vorbehandlung der entsprechenden Abfälle zwingend vorsieht, umgesetzt werden soll. Dies sorgt für erhebliche Unsicherheiten, da die Umsetzung der Gewerbeabfallverordnung mit hohen Investitionen verbunden ist. Am 1. Juli 2014 hat die Europäische Kommission ein Paket zur Kreislaufwirtschaft unter dem Titel "A Zero Waste Programme for Europe" ("Ein Null-Abfall-Programm für Europa") veröffentlicht. Mit dem Programm soll die Kreislaufwirtschaft gestärkt werden, es soll zur Steigerung der Ressourceneffizienz beitragen und die Abfallgesetzgebung vereinfacht werden. Bis 2030 soll die Recyclingquote für Siedlungsabfälle europaweit auf mindestens 70,0 % steigen. Dazu sollen ab 2025 recyclingfähige Abfälle wie Plastik, Metall, Glas, Papier und Biomüll nicht mehr deponiert werden. Bis 2030 soll dieses Deponierungsverbot auf alle verwertbaren Abfälle ausgedehnt werden. Dieses Thema, sowie das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) beschäftigt die Entsorgungswirtschaft weiter, es besteht Unsicherheit, wie die Behandlung der Abfälle und Erreichung der Sortierquoten dargestellt und überwacht werden soll. Weiterhin besteht aktuell für die zukünftig zu separierenden "Sekundärrohstoffe" teilweise kein Abnahmemarkt. Um die Vorgaben des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes zu erfüllen, müssen teils erhebliche Investitionen in die Sortiertechnik vorgenommen werden, wobei die Umsetzung, auch seitens der Behörden, bis heute unklar ist. 2. Geschäftsverlauf Wir können auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Unsere Auftragslage im Jahr 2017 war sehr gut, speziell im Bereich Containerdienst und Spedition konnten wir ein deutliches Umsatzplus (3,9 %) verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr hatten wir in 2017 keine anhaltenden massiven Engpässe bei der Verwertung von gewerblichen Abfällen. Die Verwertungspreise steigen dennoch leicht an. Für das kommende Jahr haben sich die Preise in den Endverwertungsanlagen auf einem stabilen aber sehr hohen Niveau eingependelt, so dass für 2018 nur mit moderaten Preisanpassungen zu rechnen ist. Durch den hohen Bedarf der inländischen Papierindustrie und einem normalen Exportverhalten, waren die Altpapierkonditionen auf einem sehr guten Niveau und der Absatz war durchgehend gewährleistet. Allerdings ging der Export im 3. Quartal etwas zurück, was den Preis im Dezember 2017 fallen ließ. Durch den Einfuhrstopp in China brachen die Erlöse im Bereich der Kunststoff und Folien ab Mitte des Jahres deutlich ein. Temporär wären verschieden Kunststoffe und Folien überhaupt nicht mehr absetzbar. Dies führte in diesem Bereich zu hohen Verlust im 2. Halbjahr. Die Hoffnung auf eine Stabilisierung der Situation ist momentan nicht zu erkennen. Aufgrund der Änderungen bei den Einfuhrbestimmungen in China ist die Nachfrage an Kunststoffen eher mäßig bis nicht vorhanden und alternative Wege nicht in Sicht. Entgegen dem Preisverfall bei Kunststoffen und Folien, verlief der Preis und Absatz im Bereich der PET-Verwertung (gebrauchte PET-Flaschen). Die hier vorhanden Verwertungskapazitäten im Inland und der gute Flex und Recyclat führte zu deutlich steigenden Preisen. Auch die Aussichten für 2018 sind hier gut, da der Absatz im Inland gewährleistet ist. Auch die Nachfrage andere Sekundärrohstoffe, wie z.B. im Bereich Stahl und Metall war stabil. Die Preise befand sich auf einem guten mittleren Niveau. Der Absatz von Bauschutt RC-Material verlief, trotz einem sehr hohen Aufkommen gut, so dass keine Absatzschwierigkeiten vorhanden waren und im Vergleich zum Vorjahr gehen wir mit einem gefüllten Lager in das Jahr 2018. Die Preise für Bauschutt und Erde waren leicht steigend. Im Bereich Leichtbaustoffe (z.B. Gips) mussten wir ebenfalls leichte Preisanpassungen in Kauf nehmen. Auch im Jahr 2018 müssen wir in diesen Bereichen mit steigenden Preisen rechnen. Durch die anhaltend gute Baukonjunktur im Rhein-Main-Gebiet müssen wir im kommenden Jahr mit Absatzproblem rechnen. Im April 2017 haben wir mit dem Ausbau unserer BImSch genehmigten Anlage begonnen. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der Anlage war im Oktober 2017. In dieser Zeit mussten wir mit sehr beengten Platzverhältnissen zurechtkommen, welche logistisch eine Herausforderung für alle Mitarbeiter war. Letztendlich wurde jedoch eine deutliche Verbesserung der Betriebsabläufe erreicht. Durch den Umbau haben wir erreicht, das der Mengendurchsatz erhöht werden konnte und wir bessere Behandlungs-; Umschlags- und Lagermöglichkeiten zur Verfügung haben. Der letzte Bauabschnitt erfolgt im Frühjahr 2018 mit dem Bau des Mitarbeiterparkplatzes und der Bepflanzung der Grünflächen. 3. Lage Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft. a. Ertragslage:
Unsere wesentlichen Ergebnisquellen stellt der unsere Tätigkeit im Bereich des Sammelns und Verwertens von Abfälle dar. Durch die Möglichkeiten der eigenen Anlage haben wir eine Wertschöpfung an den gesammelten Gewerbe- und Bauabfällen. Die Personalkosten stiegen gegenüber dem Vorjahr aufgrund unseres höheren Personalbestands (T€ + 145,9). Die sonstigen Aufwendungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stiegen um T€ 40 auf T€ 3.698. Einen wesentlichen Anteil daran haben die höheren Aufwendungen für die logistische Abwicklung. Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von T€ -1 auf T€ 8 verbessert. Dabei sind die Zinsaufwendungen für langfristige Verbindlichkeiten gesunken. Die Eigenkapitalrentabilität beträgt für das Geschäftsjahr 6,1 % (Vorjahr: 6,22 %). Die Umsatzrentabilität verringerte sich von 0,68 % auf 0,65 %. b. Finanzlage: Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund höherer Bilanzsumme von 48,5 % auf 46,7 % gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten im Geschäftsjahr zurückgeführt werden (Vorjahr: 0,6 % der Bilanzsumme). Zwecks Finanzierung unserer Absatzgeschäfte bedienen wir uns der eingeräumten Kreditlinien unserer Banken, welche jeweils nur kurzfristig in Anspruch genommen werden. Die uns zur Verfügung gestellten Kreditlinien wurden nicht ausgeschöpft. Wir verfügen über deutlich höhere Kreditlinien. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 32,2 % (Vorjahr: 30,6 %) der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgte analog zur gestiegenen Gesamtleistung. Für die Zukunft sind ausschließlich Ersatzinvestitionen geplant. Die Liquiditätslage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt dargestellt; die Liquidität 1. Grades liegt bei 38,5 % (Vorjahr: 44,7 %), die des 2. Grades bei 161,8 % (Vorjahr 165,2 %). Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Liquiditätslage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht wesentlich verändert. c. Vermögenslage:
Die Vermögenslage der Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr durch eine Bilanzverlängerung geprägt, welche im Wesentlichen auf den Aufbau von Forderungen zurückzuführen ist. Der Anlagendeckungsgrad beträgt 502,8 % (Vorjahr: 431,9 %), die Anlagenintensität lag bei 9,3 %. Der dynamische Verschuldungsgrad liegt bei 995,82 % (Vorjahr: 1.083,9 %). Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Sparte, Umsatzrendite und Cash flow heran. Bei den Mitarbeitern ist 1 Geschäftsführer mitgezählt. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, den Cash Flow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen. Die Umsatzrendite ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozentpunkte gesunken. Der Cash Flow beträgt T€ 150 und ist damit um T€ 31 niedriger als im Vorjahr. Diese Kennzahlen zeigen einen leichten Rückgang der Umsatzrendite und des Cash Flow, welches im Wesentlichen auf die höheren Reparaturaufwendungen zurückzuführen ist. Insgesamt können wir unsere wirtschaftliche Lage als gut bezeichnen. 4. Gesamtaussage Die Vermögens und Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet. Die Ertragslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung im Wesentlichen planmäßig verlaufen. Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, den mittlerweile teils fehlenden Kapazitäten in den Endbehandlungsanlagen und dem schwierigen Absatz für Teile der Sekundärrohstoffe. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. III. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. IV. Prognosebericht Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, werden wir weiterhin in Zukunft die Kundenakquise im Endkundenbereich verstärken. Im Bereich Containerdienst/Logistik rechnen wir weiterhin mit einer guten bis sehr guten Auslastung. Für unsere BImSch genehmigte Abfallbehandlung mit Zwischenlager gehen wir von steigenden Mengen aus. Für das Jahr 2018 rechnen wir auf Grund der guten Konjunkturentwicklung und der vorhandenen guten Bautätigkeit im Rhein-Main-Gebiet mit weiter steigenden Abfallmengen. Dies wird zu steigenden Entsorgungs- und Verwertungskosten in fast allen Bereichen führen. Die Entwicklung der Rohstoffmärkte (Sekundärrohstoffe) sehen wir für das kommende Jahr als stabil an. Wir rechnen mit einem gleichbleibenden Niveau. Im Bereich Kunststoffe rechnen wir mit einer Stabilisierung auf dem vorhandenen sehr niedrigen Niveau. Der fehlende Export hat zur Folge, dass einige Kunststoffe nicht mehr absetzbar sind und künftig nur energetisch verwertet werden können. Eine große Herausforderung wird die Umsetzung der angekündigten Bundesstraßenmaut. Da wir mit unseren Fahrzeugen hauptsächlich regional tätig sind, rechnen wir hier, ab Juli 2018, mit einer Verdopplung der derzeitigen Mautkosten. Die 1 zu 1 Weitergabe an den Endkunden sehen wir allerdings, durch den vorhandenen Verdrängungswettbewerb als sehr kritisch an. Ein Vorteil ist in diesem Fall, dass wir keine langfristig laufenden öffentlichen Aufträge haben, so dass wir wenigstens einen Großteil der Mautkosten bis Anfang 2019 weitergeben können. Das Thema Fachkräftemangel spitzt sich weiter zu, für verschiedene Bereiche ist es sehr schwer qualifiziertes Personal zu finden. Speziell bei Berufskraftfahrern rechnen wir mit deutlich steigenden Lohnkosten. Die Mitarbeiterzahl wird leicht zunehmen, wenn es uns gelingt offene Stellen neu zu besetzen. Immer wichtiger wird das Thema eigene Mitarbeiter auszubilden und zu qualifizieren, sollten sich hier betriebsintern Möglichkeiten ergeben, sind wir gerne bereit diese Mitarbeiter zu fördern. Die grundsätzliche Marktsituation in der Entsorgungs- und Recyclingbranche bleibt weiterhin angespannt. Die Branche hat, wie oben erwähnt, mit deutlichen Kostensteigerungen zu kämpfen. Auf Grund des aktuellen Verdrängungswettbewerbs ist abzuwarten, inwieweit die Kostensteigerungen tatsächlich an die Primärkunden weitergegeben werden können. Die für 2017 gesetzten Ziele hat unsere Gesellschaft bei der Gesamtleistung um T€ 58 und beim EBT T€ 5 um verfehlt. Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. Im Mai diesen Jahres haben wir zusammen mit der Firma Kilb Entsorgung GmbH die Stoffstromgesellschaft Kilb Vetters Vermarktungs und Recycling GmbH gegründet. Ab 2018 werden in dieser Gesellschaft Stoffströme gebündelt. Wir versprechen uns hiervon, dass wir uns breiter am Markt aufstellen können und dadurch Synergien gemeinsam nutzen können. Allgemein sehen wir die Veränderung am Markt zu größeren Unternehmen mit ausreichend eigenen Verwertungskapazitäten. Auch im vergangenen Jahr konnte man beobachten, dass immer mehr mittelständige Entsorgungsunternehmen verkauft wurden, oder sich zusammenschließen. Wir sind davon überzeugt, dass dieser Trend auch in 2018 weitergeht. Unsere Ertragsplanung sieht für das Geschäftsjahr 2018 einen Umsatzrückgang von T€ 720 vor. Für das Geschäftsjahr 2019 erwarten wir dagegen eine Umsatzsteigerung gegenüber 2017 um T€ 1.100. Insgesamt rechnen wir in einem schwierigen Umfeld, mit positiven Ergebnissen vor Steuern (2018: T€ 61; 2019: T€ 123) und einer Verbesserung bei der Inanspruchnahme unserer eingeräumten Kreditlinien sowie einer weiterhin verbesserten Kapitaldienstfähigkeit. Eine Bestandsgefährdung für das Unternehmen ist nicht zu sehen. Die Entwicklung der Gesellschaft stellt sich wie vorgesehen und geplant dar. V. Chancen und Risiken 1. Risikobericht Branchenbezogene Risiken: Der weiterhin anhaltende Verdrängungswettbewerb könnte weiter an Fahrt aufnehmen. Wir rechnen auch in der Zukunft mit Übernahmen von mittelständigen Betrieben durch große Konzerne. Der Absatz der Abfälle wird weiter eine große Rolle spielen. Da wir der Region gut aufgestellt sind und ein großer Teil der Kundenaufträge der Gesellschaft unter 5.000 € Umsatz pro Jahr liegen, sehen wir hier keine große Gefahr für die Gesellschaft. Unser Unternehmen ist von der Kundenstruktur sehr breit aufgestellt, so dass nicht zu erwarten ist, dass sich an der Gesamtsituation was ändern wird. Wir sind in der Lage auf neue Gegebenheiten schnell zu reagieren, so dass die Kosten der Auftragslage schnell angepasst werden können. Durch einige größere Ausschreibungen in unserer Region in 2018, könnte sich die Mitbewerbersituation ändern. Dies ist abzuwarten. Finanzwirtschaftliche Risiken: Finanzwirtschaftliche Risiken ergeben sich bei unserer Gesellschaft vor allem durch Refinanzierungen und Zinsen. Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind weitere Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten. 2. Chancenbericht Auf der Dienstleistungsseite können wir auf eine breite Palette von Angeboten zurückgreifen. Durch das breit gefächerte Leistungsangebot des Unternehmens verfügen wir über mehrere stabile Standbeine und damit über eine gesunde Risikostreuung. Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität und Flexibilität begegnen. Die Qualifizierung von Mitarbeitern ist uns enorm wichtig. Wir bilden selber Mitarbeiter aus. Darüber hinaus qualifizieren wir unsere Mitarbeiter. Fachspezifische Weiterbildungsmaßnahmen werden von den Mitarbeitern angenommen. 3. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen. Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.
Bad Nauheim, den 20. Dezember 2018 Vetters Containerservice GmbH Geschäftsleitung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2017Vetter´s Container Service GmbH, Bad NauheimAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Firmenname laut Registergericht: Vetters Container Service GmbH Firmensitz laut Registergericht: Bad Nauheim Registereintrag: Handelsregister Registergericht: Friedberg Register-Nr.: 1302 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen € 305.688,00. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Der Betrag der in den kumulierten Abschreibungsbeträgen nicht enthaltenen Sofortabschreibungen beläuft sich auf: EUR 0. Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 784.650,13 Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 844.490,37 Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt € 82.315,60 (Vorjahr: € 46.606,41). Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf € 2.183,50 (Vorjahr: € 0,00). Sonstige Vermögensgegenstände In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden. Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte zu berücksichtigen: - Ertragsteuererstattungen Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt € 154.032,48. Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Projected Unit Credit - Verfahren (PUC) angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von € 86.403. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Zur Bestimmung des Zeitwertes mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden wurden folgende Annahmen zugrunde gelegt: - Überschussanteile im Deckungsvermögen Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt € 0 (Vorjahr: € 0). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt € 42.444,36. Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden: - Sicherungsübereignung Angabe zu Restlaufzeitvermerken Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt € 1.319.812,22 (Vorjahr: € 1.159.631,96). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt € 20.701 (Vorjahr: € 44.150). Es bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte zu Vorratslieferungen. Latente Steuern Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt € 67.629,48. Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: € 8.401,36. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:
Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von € 6.080.353 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: - Mieten für Immobilien - Mieten für Mobilien Der Betrachtungszeitraum umfasst fünf Jahre. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Die Schutzklausel nach § 286 IV HGB wird in Anspruch genommen. Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten: Herr Wilhelm Engel wurde am 12. Juni 2018 als Geschäftsführer abberufen. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung: Auf neue Rechnung werden € 41.740,11 vorgetragen. Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileUnterschrift der Geschäftsführung
Bad Nauheim, den 20. Dezember 2018 Kai Engel Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 01.04.2019 festgestellt. BestätigungsvermerkDer vorstehende, zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss ist nach § 327 HGB verkürzt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Vetter´s Container Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Kamen, 18. März 2019 Ecofides
GmbH
Rilling, Wirtschaftsprüfer |
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