BESTAR Stahlhandelsgesellschaft Remscheid mbH

Auf dem Knapp 39, 42855 Remscheid, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 11157
Eingetragen
10.7.2003
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Werkzeugen und Kleineisenwaren
Gegenstand
Handel mit Stahlerzeugnissen aller Art. Verkauf von Stahlerzeugnissen nach Beoder Verarbeitung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Buschhüter
seit 28.3.2025
Prokura
Stefan Hilgenstock
seit 18.7.2017
Prokura
Dennis Wagner
seit 27.10.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BESTAR Stahlhandelsgesellschaft Remscheid mbH

Remscheid

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht 2022 für Offenlegungszwecke

I. Grundlagen des Unternehmens

Die BESTAR Stahlhandelsgesellschaft Remscheid mbH wurde im Dezember 1978 gegründet. Die Gründer waren seinerzeit mittelständische Sägen- und Messerhersteller aus dem bergischen Raum. Seit Dezember 2006 ist das Unternehmen inhabergeführt und seit November 2015 vollständig im Besitz der Herren Hans-Joachim und Dennis Wagner.

Zum 30.06.2017 wurde eine Änderung in der Geschäftsführung der Gesellschaft vorgenommen.

Hans-Joachim Wagner hat zu diesem Zeitpunkt die alleinige Geschäftsführung an seinen Sohn Dennis Wagner übergeben. Hans-Joachim Wagner unterstützt und begleitet die Gesellschaft weiterhin in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender.

BESTAR bietet ein umfangreiches Lager- und Lieferprogramm an, das über die Jahre der Geschäftstätigkeit strukturiert ausgebaut wurde:

° Flachprodukte als Bandbleche,

° Kreuzgewalzte Bleche aus Qualitäts-, Werkzeug-, Edel- und Schnellarbeitsstählen sowie

° Werkzeugstähle als Flach- und Rundstähle.

Den Schwerpunkt des operativen Handelns bestimmen Disposition, Konfektionierung und die vielfältige Anarbeitung für den Vertrieb der Stähle, die zu mehr als 87 % für die Herstellung von industriellen Werkzeugen in der Sägen- und Messerindustrie eingesetzt werden.

Die Gesellschaft hat im Jahre 2000 das Qualitätssicherungssystem eingeführt und wird kontinuierlich durch Lloyds Register nach ISO 9001 Ausgabe 2008 rezertifiziert.

BESTAR hat für den amerikanischen Markt im Jahr 2001 in Atlanta/Georgia die BESTAR LLC gegründet. An den Schwerpunktstandorten der Kunden werden vier Außenlager in Atlanta (Georgia), Columbus und Cleveland (Ohio) und Portland (Oregon) unterhalten. Seit 2015 wird auch der südamerikanische Markt mit einem Büro in Sao Paulo intensiver bearbeitet.

Auch in Asien gibt es bereits seit Anfang 2000 intensive Marktaktivitäten. Zwischenzeitlich wurden in Hongkong durch ein nahestehendes Unternehmen ein Büro und ein Lager errichtet. Hierdurch können die Kunden zeitnaher beliefert werden.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Stahlindustrie ist der größte Stahlproduzent in der EU. Im Jahre 2022 wurden etwa 36 Millionen Tonnen Rohstahl produziert.

(Quelle: Statistiken zur Stahlindustrie in Deutschland | Statista)

Im vergangenen Jahr 2022 wurden weltweit 1,878 Milliarden Tonnen Rohstahl produziert, das sind 4,2 Prozent weniger als 2021. In China, dem Land mit der mengenmäßig meisten Stahlproduktion, lag der Rückgang bei -2,1 Prozent (1,013 Milliarden t im Vergleich zu 1,0347 Milliarden t im Jahr 2021).

Als zweitgrößte stahlproduzierende Nation konnte sich Indien vom allgemeinen Trend abkoppeln und verzeichnete einen Zuwachs um 5,5 Prozent auf 124,7 Millionen t. Unter den führenden stahlproduzierenden Ländern kam der Iran sogar auf ein Plus von 8,0 Prozent (30,6 Million t). Viele andere Länder hatten einen überdurchschnittlichen Rückgang zu verkraften. Was Europa betrifft, ging die Stahlproduktion in Deutschland um 8,4 Prozent zurück, Italien -11,6 Prozent, Frankreich -13,1 Prozent, Spanien -19,2 Prozent, Polen -8,6 Prozent, Österreich -4,7 Prozent, Niederlande -7,2 Prozent.

Belgien liegt voraussichtlich auf dem Niveau des Jahres 2021.

(Quelle: Home of Steel - Stahlproduktion 2022)

Die globale Erzeugung von nichtrostendem Stahl hat sich 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 % auf 55,3 Mio. t reduziert. Die chinesische Produktion ging um 2 % auf 32 Mio. t zurück.

(Quelle: Weltweite Produktion von nichtrostendem Stahl auf 55,3 Mio.t zurückgegangen | stahl-online.de)

Trotzdem zeigt sich auch, dass Deutschland als führendes Land der EU in der Stahlbranche eine bedeutende Rolle in der Welt einnimmt.

Entgegen den Erwartungen einer Erholung der Stahlindustrie von der Corona Pandemie wurde die Stahlindustrie im Jahr 2022 vor allem von den Folgen des Russland-Ukraine Konfliktes getroffen.

(Quelle: https://www.araniasa.com/de/unsicherheit-fuer-stahlhersteller/)

Vor allem die dadurch entstehende Energiekrise stellt die deutsche Stahlindustrie vor große Herausforderungen.

(Quelle: https://issuu.com/stahlonline/docs/wv-stahl_fakten-2022_rz_neu_web)

In der deutschen Stahlindustrie werden 2,1 Mrd. m 3 Erdgas pro Jahr (8%) verbraucht.

(Quelle: https://issuu.com/stahlonline/docs/wv-stahl_fakten-2022_rz_neu_web S. 21)

Der Gaspreis stieg im Oktober 2022 auf den Höchstsatz von über 40 Cent pro Kilowattstunde. Im Oktober 2021 lag der Gaspreis noch bei 7 Cent pro Kilowattstunde.

(Quelle: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/zahlen-zu-strom-und-gas-wie-hart-die-krise-deutschland-trifft-18232227.html)

Dies führte in der Wirtschaft zu großen Unsicherheiten.

(Quelle: https://www.stahl-online.de/blog/stahljahr-2022-zeitenwende-energiekrise-und-transformation/ https://www.araniasa.com/de/unsicherheit-fuer-stahlhersteller/)

Zusätzlich ist das Jahr 2022 geprägt vom Umweltschutz. Eine Umstellung von Gas auf andere Energien ist notwendig, allerdings nicht kurzfristig umsetzbar.

(Quelle: https://issuu.com/stahlonline/docs/wv-stahl_fakten-2022_rz_neu_web S. 21)

Trotzdem ist die Stahlbranche zuversichtlich und stellt sich den Herausforderungen. Zu den Plänen für die Klimaneutralität gehören erhebliche Emissionsminderungen bis 2030.

(Quelle: https://www.stahl-online.de/blog/stahljahr-2022-zeitenwende-energiekrise-und-transformation/)

Auch die Produktionsschwierigkeiten und Lieferengpässe wurden im Jahr 2022 nochmals verschärft durch den Russland-Ukraine Konflikt.

(Quelle: https://www.ifo.de/DocDL/ifoDD_22-05_03-08_Ragnitz.pdf)

2. Geschäftsverlauf sowie Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die bedeutsamsten Kennzahlen zur Ertragslage des Geschäftsjahres 2022 stellen sich wie folgt dar. Es können sich Abweichungen zu den ungerundeten Beträgen ergeben.

(in T€) 2022 2021 Veränderung Veränderung
(%)
Rohertrag 10.320 7.209 +3.111 +43 %
EBIT 1.809 2.371 -562 -24 %
Absatz (to) 15.196 15.618 -422 -3 %

Absatz und Umsatz

Die Umsatzerlöse sind in 2022 auf 48.260 T€ angestiegen und haben sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 31 % erhöht.

Das Absatzvolumen sank in diesem Jahr um -3 % auf 15.196 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr. Absatzseitig zeigt sich, dass das Niveau gehalten werden konnte. Der Umsatzanstieg ist auf die Preissteigerungen in 2022 zurückzuführen. Die Exportquote lag unverändert bei 74 %.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse und der Rohertrag des Unternehmens haben sich im Geschäftsjahr 2022, wie prognostiziert, gegenüber 2021 erheblich verbessert. Der Rohertrag lag mit 10.320 T€ (Vorjahr 7.209 T€) weit über dem Vorjahreswert, die Rohertragsspanne (Rohertrag im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) lag mit rund 21 Prozentpunkten leicht über dem Vorjahreswert.

Trotz Anlagenzugängen und den damit verbundenen gestiegenen Abschreibungen (um TEUR 898), höheren Personal-, Reise- und sonstigen Aufwendungen zeigt das EBIT (earnings before interest and taxes) wegen der erheblichen Zuwächse bei den Umsätzen und Roherträgen ein gutes Ergebnis. Im Vergleich zum Vorjahr ist das EBIT um 562 T€ gesunken auf 1.809 T€. Entgegen unserer Prognose lag das EBIT damit deutlich unter dem Vorjahreswert.

Der Anstieg bei den Personalkosten (um 344 T€) ist auf Neueinstellungen zurückzuführen und eine Erhöhung der Gehälter auf Grund des enormen Preisanstieges. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere die Verwaltungskosten (wegen höherer EDV-Kosten und Personalkostenumlagen), die Vertriebskosten (wegen höherer Reisekosten) und die sonstigen Aufwendungen (wegen der Bildung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen gegen Kunden in Russland, Währungskursverlusten und Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Wasserschaden 2021) angestiegen. Der Anstieg der Reisekosten ergibt sich durch den Wegfall der Coronamaßnahmen. In 2022 wurden wieder deutlich mehr Kunden- und Lieferantentermine vor Ort durchgeführt. Insgesamt haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 2.129 T€ erhöht.

Zudem sind die Aufwendungen generell angestiegen. Dies ist vor allem auf die Preissteigerungen im Jahr 2022 zurückzuführen.

Der Gewinn des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von 1.206 T€ wurde auf Grund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die Muttergesellschaft abgeführt.

Finanzlage

Der Cashflow (Jahresüberschuss vor Gewinnabführung zuzüglich Abschreibungen und zuzüglich der Zuführung zu Rückstellungen für Pensionen (ohne Zinseffekt) beträgt 2.786 T€.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen am Bilanzstichtag 8.459 T€ und sind damit um 977 T€ gegenüber dem Vorjahresniveau (7.482 T€) gestiegen. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich durch planmäßige Tilgungen um 229 T€ verringert.

Die Liquidität 2. Grades (Liquide Mittel und kurzfristige Forderungen im Verhältnis zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten) ist 2022 mit 22 % um 3 Prozentpunkte gesunken.

Für 2023 sind weitere Investitionen, vor allem im Bereich der Betriebsausstattung und in Software geplant. Die Gesellschaft verfügt über ausreichende Finanzreserven zur Finanzierung dieser Investitionen. Mit den Banken bestehen Kreditvereinbarungen, die die kurz- und langfristige Finanzierung der Unternehmung gewährleisten.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich insgesamt um 2.122 T€ auf 25.496 T€ erhöht.

Während die Vorräte sich um 3.055 T€ erhöht haben, konnte bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ein nennenswerter Rückgang in Höhe von 764 T€ verzeichnet werden.

Die Berichtsgesellschaft hat sich in 2022 weiterhin auf die Ausweitung der Software konzentriert. Bei Zugängen von 1.475 T€ und Abschreibungen von 1.418 T€ haben sich die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens um 57 T€ auf 3.407 T€ erhöht. Zum anderen haben sich die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten um rund 127 T€ auf 351 T€ gemindert. Dafür wurde in 2022 auf weitere Investitionen, bis auf den Austausch von wichtigen kleinen Maschinen, verzichtet.

Die Vorräte lagen am 31. Dezember 2022 bei 14.178 T€ und beanspruchen 55,2 % der Bilanzsumme nach 47,1 % im Vorjahr.

Die Vermögensstruktur zeigt ein nahezu unverändertes Verhältnis von Anlagevermögen zu Umlaufvermögen von 30 % zu 70 % (Vorjahr 33 % zu 67 %).

Die Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft ist mit 6.082 T€ gegenüber dem Vorjahr gleichgeblieben. Bezogen auf die erhöhte Bilanzsumme vermindert sich die Eigenkapitalquote jedoch auf 23,9 % (Vorjahr 26,0 %).

Das langfristige Fremdkapital (Rückstellungen für Pensionen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr) beträgt am Bilanzstichtag 2.048 T€ (Vorjahr 2.369 T€).

Das kurzfristige Fremdkapital beträgt am Bilanzstichtag 17.366 T€ (Vorjahr 14.923 T€). Der Anstieg ist insbesondere auf die Erhöhung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten (+977 T€), der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+757 T€) sowie gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+624 T€) zurückzuführen.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der Umsatz, der Rohertrag und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sind für unser Unternehmen bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren. Der Umsatz war im Vergleich zum Vorjahr um 31 % höher ausgefallen, der Rohertrag um rund 43 %. Dadurch und aufgrund von Versicherungsentschädigungen zur Kompensation der Hochwasserschäden konnte die Berichtsfirma Kostensteigerungen ausgleichen und ein positives EBIT in Höhe von 1.809 T€ erreichen und somit auch in 2022 ein positives Wachstum vorzeigen.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren im Jahresdurchschnitt einschließlich Auszubildenden 56 Mitarbeiter beschäftigt.

Gesamtaussage

Das Geschäftsjahr 2022 ist im Vergleich zum Vorjahr trotz der Russland-Ukraine Krise positiv verlaufen. Die Verbesserung beim Rohertrag sowie Versicherungsentschädigungen konnten Kostensteigerungen bei den Abschreibungen, Personalkosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zum großen Teil ausgleichen und haben zu einer Verschlechterung beim EBIT um 562 T€ geführt, das mit 1.809 T€ aber deutlich im positiven Bereich liegt.

III. Prognosebericht

1. Volkswirtschaftlicher Ausblick

Die Rohstahlerzeugung sieht im Jahr 2023 bisher im Vergleich zum Vorjahr schlechter aus. Im Zeitraum von Januar bis Februar 2023 wurden rund 7 % weniger Rohstahl hergestellt als im Vorjahreszeitraum Januar bis Februar 2022.

(Quelle: Stahl-Online Rohstahlproduktion im Februar 2023)

Für das Jahr 2023 wird die Stahlnachfrage in Europa auf 156,9 Millionen Tonnen prognostiziert. Der Raum Asien und Ozeanien liegt bei den Prognosen für die Stahlnachfrage im selben Zeitraum jedoch mit großem Abstand auf Platz eins. Dort wird die Gesamtnachfrage für das Jahr 2023 auf bis zu 1.284,6 Millionen Tonnen Stahl geschätzt.

(Quelle: Prognose der Stahlnachfrage weltweit nach Regionen 2023 | Statista)

2. Geschäftsentwicklung der Gesellschaft

Die Stahlbranche wurde hart von den Auswirkungen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine getroffen. Neben dem Wegfall der russischen und ukrainischen Stahllieferanten wird die Stahlindustrie mit hohen Energiekosten belastet.

Ein beträchtliches Einkaufsvolumen wird von diversen Kunden aus Russland und der Ukraine geordert. Aufgrund der verhängten Sanktionen gegen verschiedene Banken in Russland ist mit einem starken Zahlungsverzug zu rechnen. Dies wirkt sich im Konzern auf die Forderungspositionen aus. Anhand der Umsatzzahlen für die Kalenderjahre 2021 und 2022 ist festzustellen, dass wir durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine von starken Umsatzeinbußen betroffen sind. Die Umsätze der betroffenen Länder in 2022 betragen nur 20 % der Umsätze aus dem Wirtschaftsjahr 2021.

Trotz der Auswirkungen des Krieges auf die Umsätze der betroffenen Länder konnten wir unseren Planumsatz für das Wirtschaftsjahr 2022 erreichen. Wir haben die Umsätze durch andere Länder kompensieren können.

Da die Lage der vom Krieg betroffenen Länder für die Zukunft nicht einzuschätzen ist, wurden die kriegsbetroffenen Länder nicht oder nur teilweise in der Umsatzplanung berücksichtigt. Deshalb ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr konservativer geplant.

Die Ereignisse haben daher keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Sofern sich aus der weiteren Konjunktur- / Pandemieentwicklung und in Folge des Russland-Ukraine Konflikts keine neuen negativen Effekte ergeben, rechnet man für 2023 basierend auf den oben genannten Annahmen mit einem leichten Umsatzrückgang.

Für das Geschäftsjahr 2023 erwarten wir im Vergleich zum Vorjahr beim Umsatz und beim Rohertrag einen leichten Rückgang. Unter Berücksichtigung des bisherigen Geschäftsverlaufs und von Sonderfaktoren (hohe Abschreibungen) erwarten wir beim EBIT einen leichten Rückgang im Vergleich zu 2022.

IV. Chancen- und Risikobericht (einschließlich Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten)

1. Chancen

Um unsere Chancen in den globalen Märkten bestmöglich wahrzunehmen, konzentrieren wir uns auf die Kernkompetenzen unseres Unternehmens: Von jeher war es unser Ziel, unsere Kunden mit Material bester Qualität aus selektiven Lieferquellen zu angemessenen Preisen zu versorgen und zudem umfassenden Service bei der Produkt- und Anwendungsberatung sicher zu stellen. Dieses seit Jahren erfolgreiche Konzept hat sich insbesondere in Krisenjahren bewährt und wird beibehalten. BESTAR wird von Kunden überall auf der Welt als qualitätsorientierter Lieferant wahrgenommen und grenzt sich dadurch erfolgreich von etwaigen Billiganbietern und Marktbegleitern ab.

Weitere Chancen ergeben sich aus unserer weltweiten Geschäftstätigkeit in zwischenzeitlich 47 Ländern. Unser Mitarbeiterstamm betreut unsere Kunden in 14 verschiedenen Sprachen. Unser Ziel ist es auch weiterhin, die Geschäftstätigkeit auf mehreren Säulen fußen zu lassen. Hierdurch wird sichergestellt, dass unsere Geschäftsentwicklung nicht zu sehr von Schwankungen in einzelnen Ländern, Regionen oder Produktbereichen abhängig ist.

2. Risiken

Trotz aller Geschäftschancen sind wir uns auch der Risiken bewusst. Zur Früherkennung von Risiken haben wir seit Jahren ein System eingerichtet, das kontinuierlich überwacht, angepasst und verbessert wird. Es regelt die Erfassung von Planwerten und die Berichterstattung von Abweichungen. Besonderes Gewicht hat, wie in den Jahren zuvor, unsere Unternehmensplanung mit den Schwerpunkten

- Finanzen & Liquidität,

- Einkauf, Absatz & Umsatz,

- Ressourcenoptimierung.

Die Geschäftsführung führt das Unternehmen durch strategische und operative Zielvorgaben. Die Nähe der Geschäftsleitung zum operativen Geschäft garantiert zeitnahe Korrekturmaßnahmen, falls notwendig.

Die Risiken unserer Gesellschaft resultieren wie schon in den Jahren zuvor aus den konjunkturellen Rahmenbedingungen. Daneben sind aber auch weiterhin Risiken unserer internen Organisationsstrukturen gegeben. Für diese Risiken hat die Geschäftsführung Maßnahmenpläne entwickelt, die unsere zukünftige Geschäftstätigkeit sicherstellen werden.

Finanz- und Liquiditätsrisiken

Zur Kontrolle und Überwachung der Finanzrisiken nutzt die Geschäftsführung ein umfassendes Reporting-System, das stetig weiterentwickelt wird. Neben dem werktäglichen Managementreport, der eine zeitnahe Kontrolle der Absatz- und Umsatzentwicklungen wie auch der Lagerbestände, Forderungen und Verbindlichkeiten ermöglicht, stellt das ERP-System auch Planungs- und Prognosedaten zur Verfügung. Zusätzlich werden auf Monats- und Quartalsbasis detaillierte Berichte zur Absatz-, Umsatz-, Liquiditäts- und Ertragsentwicklung erstellt, die ebenfalls mit den Planungs- und Prognosedaten abgeglichen werden.

Lieferungen erfolgen nur an Kunden mit entsprechender Bonität oder Besicherung. Zur Beurteilung der Bonität werden Auskünfte und Informationen von unabhängigen Anbietern eingeholt.

Durch den Verkauf eines Teils der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden die Ausfallrisiken ebenfalls reduziert.

Da ein nicht unwesentlicher Teil des Umsatzes im US-amerikanischen Markt generiert und in US-Dollar fakturiert wird, bestehen sowohl Risiken wie auch Chancen aus Wechselkursentwicklungen. Zur Vermeidung von Risiken werden fallweise derivative Finanzinstrumente (Devisenswapgeschäfte und Devisenoptionen) eingesetzt. Sie dienen ausschließlich zur Absicherung eines Teils der Währungskursrisiken in den Forderungen und in den mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten künftigen Transaktionen. Am Bilanzstichtag bestehen derivative Finanzinstrumente im Gesamtumfang von 1.500 TUSD.

Zahlungswirksame Zinsänderungsrisiken bestehen bei variabel verzinslichen Verbindlichkeiten. Ziel ist es, die variabel verzinslichen Verbindlichkeiten auf das notwendige Maß zu reduzieren und so das Zinsänderungsrisiko zu begrenzen.

Geschäfts- und Tätigkeitsrisiken

Auch im Geschäftsjahr 2022 war der Wettbewerbsdruck im Markt weiterhin deutlich spürbar. Im Interesse unserer Kunden werden wir die Marktgegebenheiten stetig analysieren, um die Materialbeschaffungs- und Preisrisiken frühzeitig zu erkennen und mit angemessenen Maßnahmen entgegenzuwirken.

Hierzu hat die Geschäftsführung in enger Abstimmung mit dem Einkauf und Verkauf ihre Geschäftsstrategien stetig angepasst und fortentwickelt, so dass auch weiterhin eine bestmögliche Belieferung und Betreuung unserer Kunden zu wettbewerbsfähigen Konditionen und damit auch ein langfristiges, gesundes und profitables Wachstum unserer Geschäftsfelder möglich ist.

Allgemeine Risiken unserer Geschäftstätigkeit, insbesondere Risiken aus dem Verkauf unserer Produkte, sind durch angemessene Versicherungen abgesichert.

Aufgrund des steigenden Arbeitsvolumen, sowie der geforderten Präsenz der Geschäftsführung im Innen- und Außenverhältnis (u.a. bei Banken, Versicherungen, Geschäftspartnern etc.) wurde Herr Marcus Zeumer im Oktober 2022 aus dem Stand des Prokuristen, in den Stand des Geschäftsführers in allen Gesellschaften berufen.

3. Gesamtaussage zum Risikomanagement

Nach Prüfung der derzeit erkennbaren Risikosituation bestehen keinerlei erkennbaren Risikopotentiale, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden.

 

Remscheid, 11. Mai 2023

Dennis Wagner

Marcus Zeumer

Bilanz für Offenlegungszwecke

AKTIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.407.893,29 3.350.180,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.531.672,53 2.606.045,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 30.079,00 25.006,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 208.112,00 206.905,21
Summe Sachanlagen 2.769.863,53 2.837.957,05
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.436.194,96 1.436.194,96
Summe Finanzanlagen 1.436.194,96 1.436.194,96
Summe Anlagevermögen 7.613.951,78 7.624.332,01
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 14.065.012,26 11.010.140,51
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 632.605,67 1.397.427,85
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.340.020,04 4.235.893,75
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 126.062,16 26.030,79
Summe Umlaufvermögen 17.531.094,46 15.272.065,05
C. Rechnungsabgrenzungsposten 351.073,26 477.748,23
D. Bilanzsumme Aktiva 25.496.119,50 23.374.145,29

PASSIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 625.000,00 625.000,00
- Gezeichnetes Kapital: 1.500.000,00 (Vj: 1.500.000,00)
- Eigene Anteile: -875.000,00 (Vj: -875.000,00)
II. Gewinnrücklagen 2.380.015,21 2.380.015,21
III. Gewinnvortrag / Verlustvortrag 3.076.875,44 3.076.875,44
Summe Eigenkapital 6.081.890,65 6.081.890,65
B. Rückstellungen 1.260.447,07 1.271.372,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.654.416,92 8.905.808,49
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 8.459.416,90 (Vj: 7.481.919,59)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 1.195.000,02 (Vj: 1.423.888,90)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.983.601,87 2.433.146,26
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 2.837.351,87 (Vj: 2.213.771,26)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 146.250,00 (Vj: 219.375,00)
Summe Verbindlichkeiten 18.153.781,78 16.020.882,64
D. Bilanzsumme Passiva 25.496.119,50 23.374.145,29

Gewinn- und Verlustrechnung für Offenlegungszwecke

2022
EUR
2021
EUR
1. Rohergebnis 12.432.112,39 9.770.608,39
2. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -2.681.112,05 -2.371.925,73
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -639.252,47 -604.158,28
- davon für Altersversorgung: -71.251,93 (Vj: -93.177,73)
Summe Personalaufwand -3.320.364,52 -2.976.084,01
3. Abschreibungen
a. auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.598.239,85 -700.454,27
Summe Abschreibungen -1.598.239,85 -700.454,27
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.683.030,30 -3.703.810,12
- davon aus der Währungsumrechnung: -471.829,66 (Vj: -157.027,16)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.325,61 14.456,75
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -614.027,89 -472.408,52
- davon an verbundene Unternehmen: -3.096,30 (Vj: -4.076,60)
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: -12.357,00 (Vj: -12.612,00)
7. Ergebnis nach Steuern 1.226.775,44 1.932.308,22
8. Sonstige Steuern -21.170,95 -19.657,18
9. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn -1.205.604,49 -1.912.651,04
10. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 0,00 0,00

Anhang 2022 für Offenlegungszwecke

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die BESTAR Stahlhandelsgesellschaft Remscheid mbH hat ihren Sitz in Remscheid und ist unter der Nummer 11157 in Abteilung B des Handelsregisters beim Amtsgericht Wuppertal eingetragen.

II. ERLÄUTERUNGEN UND ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Jahresabschluss der BESTAR Stahlhandelsgesellschaft Remscheid mbH, Remscheid, für das Geschäftsjahr 2022 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches über den Jahresabschluss von mittelgroßen Kapitalgesellschaften sowie den relevanten Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.

Methodenerläuterungen

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen sind nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer bemessen. Die voraussichtliche Nutzungsdauer beträgt grundsätzlich 3 Jahre bzw. 8 Jahre für die ERP-Software.

Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten TEUR 1.340 Implementierungskosten für eine Software, die im Wege einer sogenannten "Software as a Service" (SaaS)-Lösung genutzt wird. Die Abschreibung erfolgt, analog der Vorgehensweise bei Mietereinbauten, über die Dauer des SaaS-Vertrages von 3 Jahren. Die vorausgezahlten Beträge für die Nutzung der Software as a Service (TEUR 400) sind unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten bilanziert und werden über die Dauer der Nutzung (3 Jahre) aufwandswirksam verrechnet. Unter Berücksichtigung der im Berichtsjahr erfolgten Abschreibungen bzw. aufwandswirksamen Verrechnung betragen die Buchwerte am Bilanzstichtag TEUR 968 bzw. TEUR 289.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, wenn ihre Nutzung zeitlich begrenzt ist, abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzeln zurechenbaren Anschaffungsnebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten; Anschaffungskostenminderungen werden abgesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen ermitteln sich grundsätzlich durch gleichmäßige Verteilung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten über die voraussichtliche Nutzungsdauer der einzelnen Gegenstände (lineare Abschreibung). Gebäude werden linear und stufendegressiv nach § 7 EStG abgeschrieben.

Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Die Waren sind grundsätzlich zu den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit erforderlich werden auf einzelne Vermögensgegenstände Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 4 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu ihrem Nennwert abzüglich angemessener Einzelwertberichtigungen angesetzt. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos besteht eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2 % des um die einzelwertberichtigten Forderungen und um die enthaltene Umsatzsteuer gekürzten Forderungsbestandes.

Die übrigen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt.

Der Ansatz des Kassenbestandes und der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert.

Vorauszahlungen für zukünftige Zeiträume werden zeitanteilig abgegrenzt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen sind nach dem Barwertverfahren unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Professor Dr. Klaus Heubeck, eines Zinssatzes von 1,78 % p.a. sowie einer jährlichen Rentensteigerung von 4 % bewertet. Der Rechnungszins ermittelt sich aus dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Aufwand aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes wird im operativen Ergebnis (Personalaufwand) ausgewiesen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet.

Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinsten Betrag angesetzt.

Bei Rückstellungen, deren Laufzeit nicht mehr als 1 Jahr beträgt, ist eine Abzinsung gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB unterblieben.

Zur Absicherung des Währungskursrisikos werden fallweise Derivate eingesetzt. Am Bilanzstichtag bestehen insgesamt einundzwanzig Devisenswapgeschäfte mit Laufzeiten bis Juni 2023 in einem Gesamtvolumen von TUSD 1.500.

Forderungen (TUSD 165) bzw. künftige Forderungen aus Stahllieferungen in USD (TUSD 1.335) werden mit Devisenswapgeschäften (Sicherungsgeschäfte im Volumen von TUSD 1.500) zu einer Bewertungseinheit (Portfoliohedge) zusammengefasst. Die volumen- und laufzeitkongruenten (Laufzeiten bis Juni 2023) Devisenswapgeschäfte werden ausschließlich zur Absicherung des Währungsrisikos eingesetzt. Wegen vollständig gegenläufiger Wertänderungen wird auf die Anwendung von § 249 Abs. 1 und § 252 Absatz 1 Nr. 3 HGB verzichtet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsposten, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht und sind zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bzw. grundsätzlich mit dem Kurs gemäß Sicherungsgeschäft umgerechnet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Absatz 2 HGB) gegliedert.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

1. Erläuterungen zur Bilanz

a) Anlagevermögen

siehe Anlagenspiegel

Beteiligungsbesitz

Name Sitz Anteil am Kapital
%
Eigenkapital
TEUR
Jahresergebnis
TEUR
BESTAR LLC Atlanta (USA) 100 4.908 387

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Im Posten Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind TEUR 143 (Vorjahr TEUR 331) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie TEUR 490 (Vorjahr TEUR 1.066) sonstige Vermögensgegenstände enthalten. Sie beinhalten TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0) Forderungen gegen die Gesellschafterin.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 800). Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände bestehen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr.

c) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 1.500 und ist in voller Höhe eingezahlt. Der Nennbetrag der eigenen Anteile (TEUR 875) wird gemäß § 272 Absatz 1a HGB offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

d) Rückstellungen

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 24 (Vorjahr TEUR 39) und unterliegt gemäß § 253 Absatz 6 HGB einer Ausschüttungssperre.

e) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von TEUR 121 (Vorjahr TEUR 83) den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 2.863 (Vorjahr TEUR 2.350) den sonstigen Verbindlichkeiten zuzuordnen. Sie beinhalten TEUR 2.357 (Vorjahr TEUR 1.271) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin.

Von den Verbindlichkeiten (TEUR 18.154, Vorjahr TEUR 16.021) haben TEUR 16.813 (Vorjahr TEUR 14.365) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und TEUR 1.341 (Vorjahr TEUR 1.656) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren betrug am Bilanzstichtag TEUR 279. Verbindlichkeiten in der Höhe von TEUR 8.260 sind durch Grundpfandrechte sowie Sicherungsübereignung der Vorräte gesichert.

f) Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verschiedene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Gesamtumfang von TEUR 5.314 sind aus Finanzierungsgründen an eine Factoring-Gesellschaft verkauft. Dem Wegfall des Ausfallrisikos und dem Liquiditätsvorteil stehen die Finanzierungskosten gegenüber.

Aus betriebswirtschaftlichen Gründen werden verschiedene Vermögensgegenstände geleast oder gemietet. Aus den Miet- und Leasingverträgen ergibt sich eine Gesamtverpflichtung von TEUR 453, davon sind TEUR 202 in 2023 fällig.

Daneben besteht das übliche Bestellobligo aus der laufenden Geschäftstätigkeit.

Aus einer bis 2029 verlängerten Kooperationsvereinbarung ergeben sich feste Zahlungsverpflichtungen von TEUR 84, davon sind TEUR 12 in 2023 fällig.

2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

a)Erträge aus der Währungsumrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten TEUR 292 (Vorjahr TEUR 153) Erträge aus der Währungsumrechnung.

b) Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung und Größenordnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Berichtsjahr TEUR 1.601 Entschädigungszahlungen, die Erträge von außergewöhnlicher Bedeutung und Größenordnung darstellen.

Die von den Versicherungen geleisteten Beträge dienten dem Ausgleich von Betriebsunterbrechungsschäden (TEUR 95) sowie Wertverlusten bei den Vorräten (TEUR 1.506). Die insbesondere im Materialaufwand ausgewiesenen erhöhten Aufwendungen sind entsprechend als Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung und Größenordnung einzustufen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten TEUR 607 Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen auf Forderungen gegen Kunden mit Sitz in Russland, die Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung darstellen.

c) Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen

Im Folgenden werden sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen im Inland und Ausland angegeben.

Art des Geschäfts: Art der Beziehung Verkäufe
TEUR
Käufe
TEUR
Erbringung von Dienstleistungen u.a.
TEUR
Bezug von Dienstleistungen u.a.
TEUR
Verbundene Unternehmen 6.517 58 0 1.092
Sonstige nahestehende Unternehmen 2.313 0 282 1.334

IV. SONSTIGE ANGABEN

1. Beziehungen zu Unternehmensorganen

a) Geschäftsführung und deren Bezüge

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2022

- Herr Dennis Wagner und

- Herr Marcus Zeumer (seit 20. Oktober 2022).

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung belaufen sich für das Geschäftsjahr auf TEUR 376.

Da nur ein früherer Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird auf die Angabe der Bezüge und der für eine Person gebildeten Rückstellungen nach § 286 Absatz 4 HGB verzichtet.

b) Aufsichtsrat und deren Bezüge

Mitglied des Aufsichtsrats und zugleich dessen Vorsitzender war im Geschäftsjahr Herr Hans-Joachim Wagner.

Da der Aufsichtsrat nur aus einem Mitglied besteht, wird auf die Angabe der Bezüge nach § 286 Absatz 4 HGB verzichtet.

c) Vorschüsse und Kredite an Organmitglieder

An Mitglieder der Geschäftsführung wurden kurzfristige Vorschüsse i.H.v. von TEUR 86 gewährt, welche im Berichtsjahr zu TEUR 67 getilgt wurden. Die im Vorjahr gewährten Vorschüsse (TEUR 20) wurden im Berichtsjahr vollständig getilgt. Die Vorschüsse zum 31. Dezember 2022 i.H.v. TEUR 18 wurden mit 6 % p.a. verzinst.

An Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Berichtsjahr Vorschüsse i.H.v. TEUR 0 gewährt. Diese wurden in voller Höhe im Berichtsjahr getilgt.

2. Zahl der Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:

2022
Gewerbliche Mitarbeiter 24
Angestellte 30
54
Auszubildende 2

3. Konzernverhältnisse

Oberstes Mutterunternehmen ist die BESTAR Holding GmbH & Co. KG, Remscheid, die am Bilanzstichtag nicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet ist.

4. Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag

Die Gesellschaft hat am 22. Dezember 2006 mit Wirkung vom 1. Januar 2007 mit der Gesellschafterin einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen.

Aufgrund dessen wurde der Jahresüberschuss an die Muttergesellschaft abgeführt.

 

Remscheid, den 11. Mai 2023

BESTAR Stahlhandelsgesellschaft Remscheid mbH

Dennis Wagner

Marcus Zeumer

Anlagenspiegel für Offenlegungszwecke

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.920.720,96 1.475.274,82 5.395.995,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.021.469,15 29.124,31 6.050.593,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 398.915,92 13.582,80 412.498,72
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 612.695,31 69.877,69 682.573,00
Summe Sachanlagen 7.033.080,38 112.584,80 7.145.665,18
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.436.194,96 0,00 1.436.194,96
Summe Finanzanlagen 1.436.194,96 0,00 1.436.194,96
Summe Anlagevermögen 12.389.996,30 1.587.859,62 13.977.855,92

Abschreibungen

Stand 01.01.2022
EUR
Abschreibungen Berichtsjahr
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 570.540,96 1.417.561,53 1.988.102,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.415.423,31 103.497,62 3.518.920,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 373.909,92 8.509,80 382.419,72
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 405.790,10 68.670,90 474.461,00
Summe Sachanlagen 4.195.123,33 180.678,32 4.375.801,65
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 4.765.664,29 1.598.239,85 6.363.904,14

Buchwerte

Stand 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.407.893,29
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.531.672,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 30.079,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 208.112,00
Summe Sachanlagen 2.769.863,53
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.436.194,96
Summe Finanzanlagen 1.436.194,96
Summe Anlagevermögen 7.613.951,78

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers für Offenlegungszwecke

Der Jahresabschluss enthält größenabhängige Offenlegungserleichterungen.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BESTAR Stahlhandelsgesellschaft Remscheid mbH, Remscheid

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BESTAR Stahlhandelsgesellschaft Remscheid mbH, Remscheid, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BESTAR Stahlhandelsgesellschaft Remscheid mbH, Remscheid, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, den 26. Mai 2023

W U B Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Karl-Heinz Barth, Wirtschaftsprüfer

Bardo Bruchmüller, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss 2022 wurde am 24. November 2023 festgestellt.

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