Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 220198
Eingetragen
12.8.2015
Branche
Großhandel mit TextilienGroßhandel mit Zucker, Süßwaren und BackwarenGroßhandel mit keramischen Erzeugnissen und Glaswaren
Gegenstand
Handel, Import und Export von Waren aller Art, insbesondere Haushaltswaren, Bastelund Nähbedarf.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Simon Hönnebeck
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Simon Hönnebeck
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Snaply GmbH

Freising

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Bei dem vorliegenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERKS DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Snaply GmbH

Prüfungsurteil

Ich habe den Jahresabschluss der Snaply GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30.06.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Snaply GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.06.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen im Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der mein Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

München, 10. Dezember 2024

gez. Günter Schüssler, Wirtschaftsprüfer

BILANZ ZUM 30. JUNI 2023

AKTIVA

Stand 30.06.2022
Euro Euro Euro Euro
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 12.576,62 29.870,62
II. Sachanlagen 420.819,00 400.750,00
* technische Anlagen und Maschinen 254.843,00 (273.850,00)
* andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 128.351,00 (126.900,00)
* geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 37.625,00 (0,00)
III. Finanzanlagen 5.405.174,24 4.825.618,98
5.838.569,86
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 3.503.798,19 4.392.345,75
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 735.747,19 509.046,70
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.130.685,08 1.003.764,67
6.370.230,46
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 9.575,48 63.825,41
SUMME AKTIVA 12.218.375,80 11.225.222,13

PASSIVA

Stand 30.06.2022
Euro Euro Euro
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 590.993,55 590.993,55
III. Gewinnvortrag 9.236.162,54 8.526.902,60
IV. Jahresüberschuss 1.431.012,34 1.059.259,94
11.283.168,43
B. RÜCKSTELLUNGEN 443.759,00 478.862,71
C. VERBINDLICHKEITEN 491.448,37 544.203,33
SUMME PASSIVA 12.218.375,80 11.225.222,13

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 01. JULI 2022 BIS 30. JUNI 2023

2021/2022
Euro Euro Euro Euro
1. Rohergebnis 6.753.261,46 6.576.670,87
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.703.125,45 -1.964.283,68
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -277.974,43 -295.399,82
- davon für die Altersversorgung: Euro 11.976,73 (Vj: Euro 13.635,81) -1.981.099,88
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -72.201,75 -97.216,42
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.732.333,78 -2.689.552,24
- davon aus Währungsumrechnung: Euro 12.087,22 (Vj: Euro 880,20) -4.785.635,41
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 80.672,19 90.302,12
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.248,81 582,43
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -31.609,83 -90.803,75
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -751,56 0,00
50.559,61
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -586.027,32 -469.601,57
10. Ergebnis nach Steuern 1.432.158,34 1.060.697,94
11. Sonstige Steuern -1.146,00 -1.438,00
12. Jahresüberschuss 1.431.012,34 1.059.259,94

ANHANG

A. Allgemeine Angaben einschließlich der Angaben zum Unternehmen

Der Jahresabschluss der Snaply GmbH GmbH, Freising, (Amtsgericht München, HR B 220198) wurde nach den §§ 242 ff., 264 ff. des HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG erstellt. Die Snaply GmbH ist in das Handelsregister B des Amtsgerichts München unter der Nummer 220198 eingetragen.

Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den in §§ 267a i.V.m. 267 HGB angegebenen Größenklassen um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die angewendeten Ansatzmethoden und Bewertungsmethoden wurden stetig angewendet.

In Ausübung des Wahlrechts werden nicht in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung gemachte Angaben in den Anhang aufgenommen (Wahlpflichtangaben).

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Fremdwährungsumrechnung

1. Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer und ggf. außerplanmäßig abgeschrieben. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Dabei werden die Nutzungsdauern der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände jeweils unter Zugrundelegung der auf der Grundlage der von der Finanzverwaltung veröffentlichten steuerlichen AfA-Tabellen geschätzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über Nutzungsdauern von 3 Jahren vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wird im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfasst. Soweit abnutzbar, werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig um lineare Abschreibungen auf der Grundlage, der von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen mit den zulässigen Höchstsätzen bzw. Mindestsätzen vermindert. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Im Falle einer außerplanmäßigen Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 bis zu EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und ihr Abgang unterstellt.

Die planmäßigen Abschreibungen werden über die folgenden Nutzungsdauern vorgenommen:

Anlagengruppe Nutzungsdauern
Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 20 Jahren
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 4 bis 15 Jahren

Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe der Unterschiedsbeträge zwischen den bisherigen Buchwerten und den diskontierten Cashflows der betroffenen Vermögensgegenstände (Zeitwerte) vorgenommen. Entfallen die Gründe der Wertminderungen in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Im Finanzanlagevermögen werden festverzinsliche Wertpapiere und Aktien sowie Ausleihungen ausgewiesen, sofern sie dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Der Ansatz der Finanzanlagen erfolgt zum Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe der Unterschiedsbeträge zwischen den bisherigen Buchwerten und den Börsenpreisen vorgenommen. Entfallen die Gründe der Wertminderungen in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten.

2. Umlaufvermögen

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Abschreibungen auf den niederen beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn der Marktpreis niedriger war als die ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Die Anschaffungskosten der fertigen Erzeugnisse und Waren ergeben sich aus dem Einkaufspreis zuzüglich eines Zuschlagssatzes für Fracht- und Bezugsnebenkosten.

Für fertige Erzeugnisse und Waren erfolgt eine verlustfreie Bewertung durch Ansatz mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und dem retrograd ermittelten beizulegenden Wert. Zudem werden Bestandsrisiken infolge verminderter Verwertbarkeit oder Überalterung durch Gängigkeitsabschläge berücksichtigt. Dem strengen Niederstwertprinzip wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert oder mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften Forderungen werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Uneinbringliche Forderungen werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils mit dem Nennbetrag angesetzt.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Zahlungen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, abgegrenzt. Der Ansatz erfolgt mit dem zeitanteiligen Ausgabebetrag.

4. Eigenkapital

Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB unter Berücksichtigung der Satzung und zum Abschlussstichtag vorliegenden Beschlüsse. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Bilanz wird ohne Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle ungewissen Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Dabei wird vorsichtig bewertet und alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden soweit erforderlich bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt.

Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssatz werden, die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen 7 Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

7. Grundlagen der Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

So vorhanden, werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassabrief- bzw. -geldkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit kleiner oder gleich einem Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag gem. § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag. Das Imparitätsprinzip wird in diesen Fällen nicht beachtet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Geschäften in Fremdwährung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

C. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Entwicklung der Abschreibungen im Geschäftsjahr können aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel entnommen werden.

Bei den Finanzanlagen war eine Abschreibung wegen dauernder Wertminderung von EUR 31.609,83 vorzunehmen. Die Wertminderung ist insbesondere durch Kursverluste im Anleihenbereich begründet. Der Kurswert der Wertpapiere betrug zum Bilanzstichtag EUR 2.178.764,17.

2. Forderungen und sonstige Vermögegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in voller Höhe werthaltig. Eine Wertberichtigung war nicht nötig.

Sowohl die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch die sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, jeweils eine Laufzeit von unter einem Jahr.

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.000,00. Es ist am Bilanzstichtag in voller Höhe einbezahlt.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten die internen und externen Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses von TEUR 45, die Kosten für die geleistete Mehrarbeit von TEUR 10 und Kosten für noch nicht genommenen Urlaub TEUR 34 und die Bonus- und Tantiemeverpflichtungen gegenüber dem Personal von TEUR 353 sowie sonstige kleinere Rückstellungen mit einer Summe von TEUR 1.

5. Verbindlichkeiten

Nachfolgend werden die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sowie die Art und der Betrag der Sicherheit der Verbindlichkeiten dargestellt:

Restlaufzeit
bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr von mehr als fünf Jahren Summe Art und Betrag der Sicherung
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 216 0 0 216 0
(Vorjahr) (202) (0) (0) (202) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 24 0 0 24 0
(Vorjahr) (24) (0) (0) (24) (0)
sonstige Verbindlichkeiten 252 0 0 252 0
(Vorjahr) (318) (0) (0) (318) (0)
Summe 492 0 0 492 0
(Vorjahr) (544) (0) (0) (544) (0)

In Klammer angegebene Werte betreffen Vorjahreszahlen.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Umsatzerlöse werden durch den Verkauf von Stoffen, Kurzwaren und Nähzubehör aller Art im In- und Ausland über den Betrieb eines Onlineshops erzielt.

In den sonstigen Betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von 8.015,06 EUR (Vorjahr: 26.282,69 EUR) und aus einem Investitionszuschuss in Höhe von 18.697,13 EUR (Vorjahr: 4.091,68 EUR) enthalten.

In den sonstigen Betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von 12.087,22 EUR (Vorjahr: 880,20 EUR) erfasst.

E. Sonstige Angaben

1. Angaben zu den Organen

Während des Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Simon Hönnebeck, Wirtschaftsingenieur (Bachelor of Engineering).

Auf die Angabe der Bezüge wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

2. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 64. Davon waren 46 festangestellt und 18 in geringfügiger Beschäftigung.

3. Verbindlichkeit gegenüber Gesellschafter

Zum Bilanzstichtag besteht gegenüber dem Alleingesellschafter, Herr Simon Hönnebeck, eine Verbindlichkeit von EUR 23.637,84 (Vorjahr: EUR 23.801,17).

4. Nachtragsbericht

Im folgenden Wirtschaftsjahr wurde ein Mitbewerber übernommen. Der Kaufpreis wurde aus Eigenmitteln bestritten. Die Firma wurde in die bestehende Organisation integriert. Weitere Vorgänge besonderer Art nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht vorgefallen.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Einzige wesentliche finanzielle Verpflichtung ist die Mietzahlung. Der jährliche Mietzins beträgt EUR 588.720,00.

 

Freising, 10.12.2024

gez. Simon Hönnebeck, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss 2022/2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 12.12.2024 festgestellt.

Anlagenspiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.07.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 30.06.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 103.354,82 103.354,82
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 103.354,82 103.354,82
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 328.973,03 328.973,03
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 472.849,86 42.755,57 78.867,47 436.737,96
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 37.625,00 37.625,00
Summe Sachanlagen 801.822,89 80.380,57 78.867,47 0,00 803.335,99
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.455.616,42 959.797,30 225.691,83 -1.550,50 2.188.171,39
2. sonstige Ausleihungen 3.546.605,38 175.145,35 3.371.460,03
Summe Finanzanlagen 5.002.221,80 959.797,30 400.837,18 -1.550,50 5.559.631,42
Summe Anlagevermögen 5.907.399,51 1.040.177,87 479.704,65 -1.550,50 6.466.322,23
kumulierte Abschreibung 01.07.2022 Abschreibun Geschäftsjahr Abgänge
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 73.484,20 17.294,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 73.484,20 17.294,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 55.123,03 19.007,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 345.949,86 35.900,75 73.463,65
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00
Summe Sachanlagen 401.072,89 54.907,75 73.463,65
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 176.602,82 31.609,83 15.733,78
2. sonstige Ausleihungen 0,00
Summe Finanzanlagen 176.602,82 31.609,83 15.733,78
Summe Anlagevermögen 651.159,91 103.811,58 89.197,43
Umbuchungen kumulierte Abschreibung 30.06.2023 Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 90.778,20
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 90.778,20
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 74.130,03
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 308.386,96
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00
Summe Sachanlagen 382.516,99
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 192.478,87 38.021,69
2. sonstige Ausleihungen 0,00
Summe Finanzanlagen 192.478,87 38.021,69
Summe Anlagevermögen 665.774,06 38.021,69
Buchwert Geschäftsjahr 30.06.2023 Buchwert Vorjahr 30.06.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.576,62 29.870,62
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 12.576,62 29.870,62
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 254.843,00 273.850,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 128.351,00 126.900,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 37.625,00 0,00
Summe Sachanlagen 420.819,00 400.750,00
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.033.714,21 1.279.013,60
2. sonstige Ausleihungen 3.371.460,03 3.546.605,38
Summe Finanzanlagen 5.405.174,24 4.825.618,98
Summe Anlagevermögen 5.838.569,86 5.256.239,60

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Snaply GmbH, mit Sitz in Freising, ist ein Versandhandelsunternehmen, das sich auf den Multichannel-Vertrieb von Stoffen und Kurzwaren spezialisiert hat.

Das 2010 gegründete Unternehmen betreibt keinen Forschungs- und Entwicklungsbereich und verfügt über keine weiteren Niederlassungen.

Der Vertrieb erfolgt überwiegend online, wobei die Eigenmarken eine bedeutende Rolle spielen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war weiterhin durch die wirtschaftlichen Herausforderungen globaler Krisen geprägt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland sank um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr (2022: +1,8 %). Hohe Energiepreise und gestiegene Zinsen dämpften die Konjunktur und führten zu einer geringeren Nachfrage, sowohl im In- als auch im Ausland. Der private Konsum fiel um 0,8 %.

"Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher 1.

1 DeStatis, Pressemitteilung vom 15.01.2024

2 Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V., Pressemitteilung vom 24.01.2024

Im deutschen E-Commerce verzeichnete das Jahr 2023 einen Umsatzrückgang von 11,8 % auf 79,7 Milliarden Euro, was den ersten zweistelligen Rückgang seit Jahren markiert (2022: -5,9 %). Besonders betroffen waren die Warensegmente Kleidung(-13,0 %), Unterhaltung (-14,7 %) und Elektronik (-13,9 %). Trotz dieser Rückgänge gibt es Anzeichen für eine Stabilisierung im vierten Quartal 2023. Im Verlauf des Jahres 2024 werden daher ein Ende des Abwärtstrends und für das Gesamtjahr ein nominales Umsatzwachstum im Gesamtmarkt von 2,0 Prozent erwartet 2.

Der Handarbeitsmarkt blieb, trotz der unruhigen Zeiten, mit einem Umsatz von etwa 1 Milliarde Euro auf dem Niveau des Vorjahres (2022: 1 Milliarde Euro). An die Rekordumsätze der Jahre 2020 / 2021 kann weiterhin nicht angeknüpft werden. Die Kund*innen kaufen weniger auf Vorrat, sondern mehr und mehr projektbezogen ein. Speziell im Bereich Nähen wird auf vorhandenes Material zurückgegriffen. Zudem geht der Trend zum Reparieren und Upcycling 3.

3 Initiative Handarbeit, Pressemitteilung zur Messe H+H in Köln 22.04. bis 24.02.2024

Der Umsatz im Segment Stoffe sank von TEUR 330.000 auf TEUR 275.000.

Im Bereich Kurzwaren sank geringfügig der Umsatz von TEUR 157.000 auf TEUR 153.000.

2. Geschäftsverlauf

Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds konnte die Snaply GmbH das Geschäftsjahr 2022/2023 erfolgreich abschließen. Der Umsatz stieg auf TEUR 10.640 (Vorjahr: TEUR 9.954), was einer Steigerung von 6,9 % entspricht. Diese positive Entwicklung war vor allem auf das Wachstum in den Auslandsmärkten wie Frankreich und Österreich zurückzuführen.

Eine strategische Entscheidung, hohe Lagerbestände zu halten, ermöglichte es dem Unternehmen, von Preisvorteilen bei früher eingekauften Waren zu profitieren. Die Margen konnten durch die Eigenmarken von Snaply optimiert werden, die im Vergleich zu anderen Wettbewerbern stärker nachgefragt wurden.

Die Kostenstrukturen im Unternehmen wurden auf mögliche Einsparungen durchleuchtet. In vielen Bereichen konnte durch Optimierungen der Prozesse Kosten eingespart werden. Vor allem durch die Einführung der eigenen Pickapp wurden die internen Kommissionierabläufe optimiert und standardisiert. Dadurch können neue Mitarbeiter*innen in kürzester Zeit eingelernt werden und es kommt zu weniger Fehlern in der Kommissionierung, was Kosten spart und die Kundenzufriedenheit erhöht.

Insgesamt konnte der Unternehmensgewinn nach Steuern auf TEUR 1.431 (Vorjahr: TEUR 1.059) erhöht werden.

3. Lage des Unternehmens

a) Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 993 auf TEUR 12.218 erhöht.

Auf der Aktivseite resultiert die Veränderung vorwiegend aus der Erhöhung des Bankguthabens um 112,3% bzw. TEUR 1.127 auf TEUR 2.131, der Erhöhung der Wertpapierbestände um 59,0% bzw. TEUR 755 auf TEUR 2.034 und einer Verringerung der Waren um 19,9% bzw. TEUR 856 auf TEUR 3.452.

Auf der Passivseite resultiert die Veränderung im Wesentlichen aus der Erhöhung des Eigenkapitals um TEUR 1.081.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben um TEUR 66 abgenommen.

Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem Vorjahresstichtag verbessert und lag am 30.06.2023 bei 92,3% (Vorjahr 90,9%).

Bei leicht gestiegenem Gewinn und höherem Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr ist die Eigenkapitalrentabilität von 10,4% im Vorjahr auf 12,7% im Geschäftsjahr gestiegen.

b) Finanzlage

Die Snaply GmbH verfügt zum 30.06.2023 über liquide Mittel in Höhe von TEUR 2.131 (Vorjahr: TEUR 1.004). Die Gesellschaft verfügte zu jeder Zeit über ausreichend liquide Mittel, um ihren finanziellen Verpflichtungen fristgerecht nachkommen zu können.

Die Fremdmittel (Rückstellungen und Verbindlichkeiten) von insgesamt TEUR 935 (Vorjahr: TEUR 1.023) betragen nur 7,7 % (Vorjahr: 9,1%) der Bilanzsumme.

Es bestehen keine Bankverbindlichkeiten.

Die Finanzlage ist zusammenfassen als ausgezeichnet zu bezeichnen.

c) Ertragslage

Der Gesamtumsatz im Jahr 2022/2023 stieg um 6,9%. Der größte Umsatzanteil mit 84,5% wird in Deutschland erzielt. Die restlichen 15,5% werden überwiegend in Österreich, der Schweiz und Frankreich generiert.

Die Materialaufwandsquote von 37,8% (Vj. 35,0%) liegt auf einem relativ konstanten Niveau.

Der Personalaufwand hat sich von TEUR 2.260 deutlich auf TEUR 1.981 reduziert.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 488 auf TEUR 2.017 erhöht (Vj. TEUR 1.529).

Nach Abzug des Steueraufwands verbleibt ein Jahresüberschuss von TEUR 1.431 (Vj. TEUR 1.059).

C. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

1. Risiken

a) Beschaffung

Ein zentrales Risiko im Bereich der Beschaffung sind die gestiegenen Transportkosten und die damit verbundenen längeren Lieferzeiten. Durch die aktuellen geopolitischen Entwicklungen und die Entscheidung, den Suezkanal zu umfahren, haben sich die Transportwege für zahlreiche Lieferanten der Snaply GmbH erheblich verlängert. Dies führt nicht nur zu höheren Frachtkosten, sondern auch zu Verzögerungen bei der Warenanlieferung. Die Abhängigkeit von internationalen Lieferketten, insbesondere im Bereich der Rohmaterialien und Zwischenprodukte, verstärkt diese Problematik.

Für Snaply bedeutet dies eine größere Unsicherheit bei der Planung und Lagerung, da die Bestände nicht immer zeitgerecht aufgefüllt werden können. Diese Kostensteigerungen und Verzögerungen wirken sich direkt auf die Marge aus, da sie nicht vollständig an die Endkunden weitergegeben werden können, ohne die Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden.

b) Warenbestände

Die sehr hohen Warenbestände unterliegen zwar dem Risiko, dass sie durch Trend- und Geschmacksveränderungen der Konsumenten abgewertet werden, allerdings mussten seit Bestehen der Snaply GmbH nur eine vernachlässigbare Anzahl an Waren unter Einstandspreis verkauft werden.

Der hohe Warenbestand hat in diesen Zeiten eher dahingehend einen Vorteil, dass die längeren Lieferzeiten wegen der Umfahrung des Suezkanals größtenteils aufgefangen werden können.

c) Personal

Die Personalbeschaffung im Bereich Lager stellt sich in den letzten Jahren als große Herausforderung dar. Bei den Versandmitarbeitern herrscht eine relativ hohe Fluktuation, allerdings ist dies branchenbedingt nicht unüblich. Die Mitarbeiter*innen in der Verwaltung, Marketing und mit Führungsverantwortung sind seit mehreren Jahren für die Snaply GmbH tätig.

Allgemein werden die Personalkosten steigen, da die Gehaltsforderungen der Mitarbeiter*innen zunehmen.

d) Währungsrisiken

Der EUR / US-Dollar Kurs hat sich im Laufe des Geschäftsjahres auf ein normales Niveau eingependelt. Ein schwacher Euro verteuert den Wareneinkauf der Snaply GmbH deutlich.

Auch die Europäischen Lieferanten der Snaply GmbH beziehen ihre Ware überwiegend aus Drittländern. Daraus resultieren bei schwachem Euro steigende Einkaufspreise, welche an die Endverbraucher weitergegeben werden müssen.

e) IT

Für ein Unternehmen welches ausschließlich im E-Commerce-Bereich tätig ist, ist ein funktionierender Onlineshop sowie ein funktionierendes ERP-System (Enterprise Resource Planning-System) essenziell.

Die Snaply GmbH greift hier auf große Anbieter zurück, welche die Systeme bei namhaften Cloud Service Anbietern hosten. So ist eine große Ausfallsicherheit garantiert.

2. Chancen

Die Snaply GmbH hat durch die sehr hohe Eigenkapitalquote gesunde finanzielle Verhältnisse. Steigende Zinsen an den Kapitalmärkten stellen keine direkte Bedrohung da. Die Liquidität der Gesellschaft ist sehr hoch, sodass die Fortführung der Gesellschaft nicht gefährdet ist. Ein Ausfallrisiko besteht wegen der überwiegend im Voraus zu entrichtenden Kaufpreise nicht.

Weiterhin besteht eine große Unsicherheit im Markt. Noch immer sind viele Einzelhändler, aber auch bereits einige Onlinehändler gezwungen, ihren Geschäftsbetrieb aufzugeben. Dadurch verlagert sich zunehmend mehr Umsatz auf andere Händler, wovon auch die Snaply GmbH profitieren wird.

Da der Gesamtmarkt an Stoffen und Kurzwaren mit einem Umsatz in 2023 von nur noch 428 Mio. EUR 3 verglichen z.B. mit dem Bekleidungsmarkt mit einem Umsatz von 67,1 Mrd. EUR 4 sehr gering ist, ist weiterhin nicht damit zu rechnen, dass ein neuer Mitbewerber aggressiv mit einer Verdrängungsstrategie in den Markt eintreten wird.

3 Initiative Handarbeit, Pressemitteilung zur Messe H+H in Köln 22.04. bis 24.02.2024

4 Initiative Handarbeit, Pressemitteilung zur Messe H+H in Köln 22.04. bis 24.02.2024 Statista März 2024

Strategisch ist die Snaply GmbHals Vollsortimentsanbieter im Nähbereich sehr gut aufgestellt und arbeitet daran seine Marktdurchdringung auch weiterhin zu erhöhen. Durch gezieltes Marketing können wir immer wieder neue Käufergruppen erschließen. Unser Onlineshop sowie unsere margenstarken Eigenmarken stellen einen großen Wettbewerbsvorteil dar.

Die Snaply GmbH kann weiterhin durch neue innovative Produkte den DIY Markt auf sich aufmerksam machen und so auch neue Kunden anziehen.

Die Bekanntheit der Marke Snaply im französischen Markt wächst kontinuierlich. Dieser Markt bietet aus unserer Sicht noch große Potentiale für die Zukunft.

3. Gesamtaussage

Trotz der anhaltenden Unsicherheiten aufgrund der globalen Krisen und der hohen Inflation bleibt die Entwicklung der Snaply GmbH stabil. Das Unternehmen ist finanziell gut aufgestellt, und wird weiterhin von der laufenden Konsolidierung der Branche profitieren. Die Prognose für das kommende Geschäftsjahr ist gut, da weiterhin mit einer Verlagerung der Einzelhandelsumsätze in den Onlinehandel gerechnet wird.

4. Prognose für das Geschäftsjahr 2023/2024

Die Snaply GmbH rechnet im Geschäftsjahr 2023/2024 mit einem Umsatzrückgang auf TEUR 9.400 (Vorjahr: TEUR 10.640). Der erwartete Rückgang ist auf ein weiterhin schwaches Konsumumfeld, aggressive Rabattstrategien der Mitbewerber und viele Geschäftsaufgaben mit hohen Rabatten zurückzuführen.

Bei weitestgehend gleichbleibender Fixkostenstruktur wird das Ergebnis vor Steuern (EBT) nur noch bei. ca. TEUR 1.200 (Vorjahr TEUR 2.018) liegen.

Trotz dieses Rückgangs sieht das Unternehmen langfristig wieder Wachstumspotenziale, da sich der Markt für Stoffe und Kurzwaren aktuell konsolidiert und einige Wettbewerber aus dem Markt ausscheiden werden.

Weiterhin setzen wir stark auf den Ausbau der Eigenmarken und werden auch unsere Produkte über einen zusätzlichen neuen Onlineshop vertreiben.

5. Risikomanagement

Unternehmerisches Handeln ist immer mit einer Reihe von Risiken verbunden. Die Geschäftsführung wägt bei Investitionen oder richtungsweisenden Entscheidungen Chancen und Risiken stark ab. In der Regel wird der risikoärmere Weg eingeschlagen. Beispielsweise wird bei Produktneuheiten zunächst eine kleinere Menge bestellt, um die Nachfrage auf dem Markt zu testen. Reagiert dieser positiv auf das Produkt, wird nach der ersten Testphase im größeren Maßstab eingekauft.

Die Kennzahlen des Unternehmens aber auch die absoluten Werte des Bestands an Forderungen, Bankguthaben und Verbindlichkeiten hat die Geschäftsführung ständig im Blick und kann auf Veränderungen schnell reagieren.

 

Freising, 10.12.2024

gez. Simon Hönnebeck, Geschäftsführer

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