POLIFILM Neukirchen GmbH
Hauptstraße 117, 08459 Neukirchen/Pleiße, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Florian Schulte-Derne seit 17.10.2024 | Prokura |
Timo Stumpenhagen seit 17.10.2024 | Prokura |
Oliver Berger seit 21.3.2024 | Prokura |
Patrick Ihms seit 8.7.2022 | Prokura |
Thomas Häselbarth seit 10.8.2021 | Prokura |
Jens Daniel Kölble seit 25.2.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 18.25% | |
| 18.25% |
Ungelöste Beteiligungen (2)
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
POLIFILM Neukirchen GmbHNeukirchen/PleißeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT ZUM GESCHÄFTSJAHR 2023I. Grundlagen des Unternehmens Die POLIFILM Neukirchen GmbH (PFN) produziert hochtechnologische Folien im Blas-Verfahren und beliefert im Wesentlichen externe Kunden in Deutschland und Europa. Die PFN ist als Tochtergesellschaft der POLIFILM EXTRUSION GmbH (PFE) in den peripheren Bereichen des Geschäfts - insbesondere Management, Vertrieb, Entwicklung, Finance, Controlling, HR - in die Strukturen des Teilkonzerns der PFE eingebunden. II. Wirtschaftsbericht II. 1) Überblick Der Krieg in der Ukraine, weiterhin hohe Inflationsraten, anhaltende Lieferengpässe und der Facharbeitermangel in den Industrienationen bremsen nach wie vor die Expansion der Weltwirtschaft und verlangsamen deren Erholung. Die zahlreichen Belastungsfaktoren für das gesamtwirtschaftliche Umfeld dämpfen sowohl die Investitions- als auch die Konsumbereitschaft. Nachdem sich die globale Wirtschaftsleistung (BIP) 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 % erhöht hatte, ist sie ersten Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Januar 2024 zur Folge im Jahr 2023 mit 3,1 % deutlich weniger stark wachsen. Zu dem Wachstum des globalen BIP trug überproportional die Entwicklung in den Schwellenländern ("emerging market and developing economies") bei, die gemäß IWF im Jahr 2023 mit einem BIP-Wachstum von 4,1 % exakt auf Vorjahresniveau liegen werden, während sich der BIP-Anstieg in den Industriestaaten ("advanced economies") auf lediglich 1,6 % belaufen wird. Damit schwächte sich das Wachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum (+ 2,6 %) spürbar weiter ab. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verlief im Jahr 2023 insgesamt gedämpft, aber mit erheblichen regionalen Unterschieden. Während sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in den USA nach einem moderaten ersten Halbjahr im dritten Quartal deutlich beschleunigte, stagnierte das Bruttoinlandsprodukt in der Europäischen Union (EU) weitgehend. In den USA wurde die private Nachfrage durch den Abbau von Ersparnissen, die steigende Beschäftigung und wachsende Löhne gestützt. In der EU hielten sich die Verbraucher trotz der soliden Arbeitsmärkte angesichts der gestiegenen Strom- und Gaspreise und der Unsicherheit im Zuge des Kriegs in der Ukraine mit Ausgaben zurück. In Asien verlief die Konjunkturentwicklung uneinheitlich, so folgte in China auf einen dynamischen Jahresauftakt im ersten Quartal ein schwaches Wachstum im Rest des Jahres. Die chinesische Inlandsnachfrage blieb aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit im Umfeld der Immobilienkrise verhalten und das Exportgeschäft litt unter der Schwäche der Weltkonjunktur. In den USA entwickelte sich die Konjunktur auf Gesamtjahressicht deutlich besser als zu Jahresbeginn noch erwartet. Das BIP ist im Jahr 2023 mit 2,5 % stärker gewachsen als im Vorjahr (+ 1,9 %). Sowohl Konjunktur als auch der US-amerikanische Arbeitsmarkt zeigten sich trotz des straffen, geldpolitischen Kurses der Notenbank FED insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2023 unerwartet robust, was zu ebenfalls stabilen Entwicklungen bei Investitionen der Unternehmen sowie privaten Konsumausgaben führte. In der Europäischen Union (EU) nahm das BIP 2023 nur um 0,5 % zu (2022: + 3,4 %). Wie bereits im Vorjahr waren deutliche Unterschiede zwischen den typischen touristisch geprägten Ländern und den stärker industrie- und güterexportorientierten Volkswirtschaften zu verzeichnen. Während das BIP in Spanien um mehr als 2 % zulegen konnte, verzeichneten Frankreich und Italien nur ein Wachstum des BIP von unter 1 %. Die deutsche Wirtschaft hingegen ist im vergangenen Jahr 2023 in eine Rezession gerutscht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank 2023 nach vorläufigen Berechnungen des IWF preisbereinigt um - 0,3 %, während sie als größte Volkswirtschaft Europas im Vorjahr noch um + 1,8 % wachsen konnte. Zu den Belastungsfaktoren zählen die Kosteninflation insbesondere in energieintensiven Industrien, der zunehmende Facharbeitermangel und die anhaltend hohe Inflation, die sich negativ auf das Investitions- und das Konsumverhalten auswirkte. Zudem spiegelte sich die schwache Weltkonjunktur schließlich in einem Rückgang der Exporte wider. Im Vereinigten Königreich wuchs das BIP nur schwach um 0,5 % (2022: + 4,3 %), da der private Verbrauch vor dem Hintergrund hoher Inflationsraten nur geringfügig zunahm und die steigenden Zinsen den Ausgabenspielraum der privaten Haushalte zunehmend einschränkten. Das Wachstum in den "emerging market and developing economies" wurde im Jahr 2023 insbesondere durch die anhaltend robuste Entwicklung Indiens (+ 6,7 %), aber auch durch das Wiederaufleben der wirtschaftlichen Aktivitäten in der Volksrepublik China, die einen BIP- Anstieg von + 5,2 % verzeichnen konnte, getragen. Nach einem geringen Wachstum im Jahr 2022 (+ 3,0 %) konnte das für 2023 ausgegebene Wachstumsziel von "5 %" zwar erreicht werden, schwächelnde Exporte, eine deutliche Kaufzurückhaltung der Konsumenten sowie eine drohende Verschärfung der Immobilienkrise sorgen jedoch dafür, dass das chinesische Wachstum weiterhin deutlich unterhalb der Wachstumsraten aus den Jahren vor der Corona- Pandemie blieb. Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (GKV) zieht für das Jahr 2023 eine durchwachsene Bilanz. Der Branchenumsatz der deutschen Kunststoffverarbeitung ging im vergangenen Jahr deutlich um - 6,0 % auf 72,5 Mrd. € zurück, was im Wesentlichen auf die ungünstigen Rahmenbedingungen insbesondere für die deutsche Industrie zurückzuführen sei, die eine zurückhaltende Investitionstätigkeit zur Folge hatten und vor dem Hintergrund der unsicheren Zukunftsaussichten auch haben werden. Diese Entwicklung ist hierbei im Wesentlichen dem Inland geschuldet, das einen Umsatzrückgang gegenüber 2022 von - 9,4 % hinnehmen musste, während der Auslandumsatz nur marginal unterhalb des Vorjahreszeitraums (- 0,3 %) lag. Entsprechend hierzu stieg auch die Exportquote gegenüber Vorjahr um 2,4 % (2022) auf nunmehr 41,8 % (2023). Segmentspezifisch zeichneten die Bereiche "Konsumprodukte" (- 9,8 %), "Bau" (- 9,1 %) und "Verpackung" (- 7,7 %) für den Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum verantwortlich, während einzig der Bereich "Technische Teile" (+ 1,7 %) - bei unveränderter Tonnage (2,9 Mio. Tonnen) umsatzseitig oberhalb des Jahres 2022 lag. Insgesamt wurden im Jahr 2023 in Deutschland 12,7 Millionen Tonnen (- 9 % gegenüber Vorjahr) Kunststoffe verarbeitet, davon - wie im Vorjahreszeitraum - 2,4 Mio. Tonnen Rezyklate einschließlich Nebenprodukten. Die Anzahl der Beschäftigten ist im Vorjahresvergleich um - 2,2 % auf rd. 319.300 gesunken. Auch die Anzahl der Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten hat sich ausweislich der amtlichen Statistik im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls leicht auf 2.997 Betriebe (- 0,05 %) reduziert. Die Produkte der PFN betreffen maßgeblich Märkte, die stark vom Konsumverhalten von Privatpersonen abhängig sind (Lebensmittel, Verpackungen etc.). Diese Märkte waren durch die Folgen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen besonders negativ beeinflusst. Nicht nur das Konsumverhalten der Verbraucher änderte sich (weniger Konsum, weniger Markenprodukte) sondern auch das Einkaufsverhalten der Kunden (stärkerer Fokus auf Liquidität, Senkung der Lagerhaltung) und führten somit zu einem erheblichen Rückgang im Auftragseingang. Verglichen zu 2022 sank der Auftragseingang um ca. 11 %, verglichen zum Budget war der Auftragseingang um ca. 18 % geringer, als geplant. Auftragsvorläufe aus 2022 führten dazu, dass die Produktionsmenge gegenüber 2022 leicht gesteigert werden konnte. Insgesamt lag die produzierte Menge allerdings um ca. 20 % unter Budget und die Maschinenauslastung war mit 54,5 % um ca. 13% schlechter als geplant. Auftragsüberhänge aus 2022 konnten das Bild absatzseitig etwas dämpfen, sodass gegenüber 2022 ca. 3 % mehr Menge verkauft werden konnte. Gegenüber dem Budget lag allerdings auch der Absatz um ca. 18 % zurück. Die Rohstoffpreise (LDPE) lagen zu Jahresbeginn 2023 bereits auf einem hohen Niveau von ca. 2,10 €/kg und fielen dann im weiteren Verlauf bis Jahresmitte bis auf ca. 1,60 €/kg ab, um dann zum Jahresende hin wieder auf ca. 1,90 €/kg anzusteigen. Auch im Bereich der sonstigen Kosten (Hilfsstoffe, Löhne und insbesondere Energie) verharrten die Preise überwiegend auf dem hohen Niveau des Vorjahreszeitraums. Die Versorgungslage war im Jahr 2023 überwiegend zufriedenstellend bzw. stabil und es kam zu keinen Lieferengpässen. Ausgelöst durch die Ukrainekrise führten die um ca. 60% gestiegenen Energiekosten (maßgeblich Strom) zu einer negativen Beeinflussung des Ergebnisses der PFN. Bis 2022 lagen mittelfristige Versorgungsverträge zu fixierten Strompreisen vor. Diese konnten nicht verlängert werden, sodass wir neue Verträge abschließen mussten, die entsprechende Mehrkosten mit sich brachten. Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter reduzierte sich von 34 im Vorjahreszeitraum auf 32. Die Produktion war durch diese Entwicklung nicht gefährdet, dennoch stellt die Gewinnung von geeigneten Fachkräften eine Herausforderung dar. Die Reduzierung des Personalbestandes konnte die erhöhende Wirkung der Mindestlohnerhöhung nicht kompensieren. Zusätzlich gewährt die PFN über den Zeitraum 2023 und 2024 die staatlich ermöglichte Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.000,- EUR. II. 2) Ertragslage Das Rohergebnis der PFN liegt im Jahr 2023 mit T€ 4.739 gut + 8,7 % über dem des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die mehr abgesetzten Mengen im Bereich Kaschierfolien zurückzuführen. Verstärkend wirkte hier im Vorjahresvergleich zudem eine ansteigende Marge, die zum einen durch den Produktmix und zum anderen durch Vertriebserfolge in der Weitergabe der höheren Kosten, insbesondere Energiekosten, erzielt werden konnte. Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) beläuft sich im Jahr 2023 auf ./. T€ 632 und liegt trotz eines höheren Rohergebnisses insbesondere aufgrund überproportional steigender Fixkosten etwas unterhalb des Vorjahreszeitraums. Der für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 budgetierte Wert wurde leider nicht erreicht. Die ausgewählten Kennzahlen zur Ertragslage errechnen sich wie folgt:
In Folge des deutlich angestiegenen Rohergebnisses (+ 8,7 %) hat sich die EBITDA-Rendite im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,3 %-Punkte auf 2,5 % verbessert. Die Personaleinsatzquote stieg im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 1,8 %-Punkte auf 7,9 %. Neben der rückläufigen Bezugsgröße (Gesamtleistung) ergibt sich diese Erhöhung sowohl aus einer Reduktion des durchschnittlichen Mitarbeiterbestandes im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Abbau um 2 Mitarbeiter) als auch aus der allgemeinen Anpassung des Lohn- und Gehaltsniveaus am Standort Neukirchen. Die Abschreibungsquote beläuft sich auf 4,2 % der Gesamtleistung und liegt in Folge der im Vergleich zum höheren Abschreibungsvolumen überproportional rückläufigen Bezugsgröße (Gesamtleistung) damit um 0,8 %-Punkte oberhalb des Vorjahreszeitraums. Das Finanzergebnis der Gesellschaft stellt sich wie im Vorjahr negativ dar und beläuft sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 auf ./. T€ 534 (2022: ./. T€ 312), was sich im Wesentlichen aus der weiterhin steigenden, verzinslichen Cashpool-Inanspruchnahme ergibt. In Folge des darüber hinaus rückläufigen Divisors errechnet sich entsprechend eine im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,3 %-Punkte niedrigere Finanzierungsquote von -2,5 % der Gesamtleistung. II. 3) Finanzlage Die Kennziffern zur Liquidität stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Insbesondere in Folge der höheren Abschreibungen konnte im Jahr 2023 ein leicht positiver Cash-Flow nach DVFA/ SG in Höhe von T€ 17 (2022: T€./. 8) erzielt werden. Die Umlauffinanzierung ist über die gesamtschuldnerischen Bürgschaften der inländischen Cash- Pool-Gesellschaften der POLIFILM Gruppe gesichert. II. 4) Vermögenslage: Der Trend der steigenden Anlagenintensität der PFN setzte sich weiter fort. Bedingt durch einen überproportionalen Abfall des Umlaufvermögens bei gleichzeitig steigendem Anlagevermögen stieg die Anlagenintensität gegenüber dem Vorjahresstichtag von 53,9 % auf 69,0 %. Ein im Stichtagsvergleich darüber hinaus sinkendes Umlaufvermögen, das vergleichsweise mit deutlich reduziertem Vorratsvermögen einher geht, führte umgekehrt dazu, dass sich die Umlaufintensität inkl. aktiver Rechnungsabgrenzung auf nunmehr 31,0 % (i. Vj.: 46,1 %) reduzierte. Das negative Jahresergebnis 2023 (./. T€ 632) führt zu einer weiteren Reduzierung des absoluten Eigenkapitals. In Folge der im Stichtagsvergleich stark gesunkenen Bilanzsumme, die sich im Wesentlichen aus gesunkenem Umlaufvermögen ergibt, errechnet sich zum 31. Dezember 2023 eine unter dem anteiligen Einbezug des Sonderpostens für Investitionszuschüsse leicht angestiegene, wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 18,8 % (i. Vj.: 15,1 %). II. 5) Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens: Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts (Mitte April 2024) lag der Auftragsvorlauf deutlich oberhalb des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Während die Vermögenslage durch die bisherige Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 im Wesentlichen als unverändert anzusehen ist, hat sich die Ertrags- und Finanzlage gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht verbessert. III. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht Soweit es sich in den nachfolgenden Ausführungen um zukunftsbezogene Aussagen handelt, weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen Ereignisse von den prognostizierten abweichen können. Die Geschäftsführung beurteilt die wirtschaftliche Lage des Unternehmens derzeit als gut. Die Auftragseingänge haben im 1. Quartal 2024 eine gute Entwicklung genommen. Im Zeitraum von Januar bis Mitte März verzeichneten wir einen um ca. 34 % höheren Auftragseingang als im Vorjahreszeitraum. Und auch der prognostizierte Auftragseingang im Budget wurde bislang übertroffen. Gleichzeitig ist nicht nur eine quantitativ positive Entwicklung des Auftragseingangs zu verzeichnen, sondern auch eine qualitativ positive Entwicklung. PFN ist der wichtigste Standort des Teilkonzerns EXTRUSION im Hinblick auf die Produktion von Barrierefolien. Diese Produkte sind hochkomplex und erfordern hoch spezialisierte Rohstoffe und Maschinen zu ihrer Herstellung. Dies führt dazu, dass die Margen aktuell gegenüber dem Vorjahresschnitt leicht und gegenüber dem Durchschnitt 2022 deutlich verbessert werden konnten. Die Marktbedingungen zu Beginn des Jahres 2024 bestätigen eine allmähliche Erholung in den kommenden Monaten in allen Regionen. Inwieweit sich das Wiederaufleben dieser Geschäftsaktivitäten dann als nachhaltig erweist, kann zum heutigen Tage nicht abschließend beurteilt werden. Darüber hinaus hat sich die POLIFILM-Gruppe Ende 2022, Anfang 2023 dazu entschieden, einen höheren Millionenbetrag am Standort Neukirchen in den Ausbau der Kapazitäten zu investieren. Die Anschaffung zwei neuer Anlagen (kapazitätserweiternde Maßnahmen) wurde damit in die Wege geleitet. Diese Anlagen sind zusätzlich mit einem sog. MDO-Reckwerk versehen. Die Kombination dieser Technologien ermöglicht es uns, unser Produktsortiment der Barrierefolien um Folien für Monomaterial-Anwendungen zu erweitern. Diese weisen eine vollständige Recyclingfähigkeit auf und versetzen uns und unsere Kunden noch besser in die Lage, die europäischen Ziele der circular economy zu verfolgen. Dieses Projekt hat für die POLIFILM-Gruppe und den Standort Leuchtturmcharakter. Das wird durch die Tatsache unterstrichen, dass der Freistaat Sachsen das Projekt mit ca. 2,6 Mio. EUR fördert. Im 4. Quartal soll die erste der beiden Anlagen in Betrieb gehen, sodass wir dann mit noch besseren Produktionsmengen und Margen rechnen. Die Kundengewinnung ist in vollem Gange und viele Bemusterungen sind kurz vor dem Abschluss, sodass wir davon ausgehen können, dass die Anlagen auch ausgelastet werden. Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren erwarten wir für das angelaufene Geschäftsjahr 2024, dass die Ausweitung der wirtschaftlichen Geschäftstätigkeit auch zu einer Verbesserung der Erfolgsgrößen führen wird. In der aktuellen Jahresprognose erwarten wir einen Anstieg von Produktion und Absatz gegenüber 2023 von ca. 30 %. Während für die Umsatzerlöse rohstoffpreisbedingt nur ein unterproportionaler Anstieg erwartet wird, gehen wir zum heutigen Stand ergebnisseitig davon aus, dass im Jahr 2024 ein EBT (Ergebnis vor Ertragsteuern) im mittleren sechsstelligen Bereich (Euro) erzielt werden kann. Dass sich im Jahr 2024 noch keine gravierende Trendumkehr einstellt, spiegelt sich beispielsweise auch innerhalb des IWF-Outlooks wider, wonach gemäß WEO-Update aus dem Januar 2024 für das angelaufene Jahr ein im Vergleich zum Vorjahr stagnierendes Welt-BIP in Höhe von 3,1 % prognostiziert wird. Diese Entwicklung geht gleichermaßen mit einer auf + 1,5 % leicht rückläufigen Wirtschaftsleistung in den Industrieländern (./. 0,1 %-Punkte gegenüber Vorjahr) und der Stagnation des BIP in den Schwellenländern, für die für das Jahr 2024 ein unveränderter BIP-Zuwachs von 4,1 % erwartet wird. Die leicht rückläufige Wachstumsdynamik in den Industriestaaten ist vor allem der Prognose für die Entwicklung der Wirtschaft in den USA geschuldet, für die der IWF nach dem starken Wachstum des Jahres 2023 (+ 2,5 %) für das Jahr 2024 eine Verlangsamung des BIP- Zuwachses auf + 2,1 % erwartet. Das anhaltend hohe Zinsniveau wird danach das Wachstum des privaten Verbrauchs sowie der Ausrüstungs- und Bauinvestitionen verlangsamen. Für den Euroraum geht der IWF für das Jahr 2024 wieder von einem leicht anziehenden Wachstum des BIP auf + 0,9 % aus, das damit 0,4 %-Punkte oberhalb des Vorjahreszeitraums liegen wird. Da sich die Aufholeffekte im Tourismus abschwächen und die Güternachfrage stabilisieren sollte, gehen wir von einer stärkeren Konvergenz der Wachstumsraten in Westeuropa aus. Während Deutschland nach dem leichten Rückgang des BIP im Jahr 2024 wieder um 0,5 % (2023: - 0,3 %) wachsen sollte, erwartet der IWF größtenteils unverändertes Wachstum in Frankreich (+ 1,0 %) und Italien (+ 0,7 %). In Spanien dürfte sich die Konjunktur Prognosen des IWF zur Folge dagegen abkühlen (2024: + 1,5 %; 2023: + 2,4 %). Aber insbesondere der Ausblick für Deutschland ist von großer Unsicherheit geprägt. So haben führende deutsche Wirtschaftsinstitute ganz aktuell ihre Prognosen für Deutschland gesenkt und rechnen damit, dass Deutschland in eine Rezession rutscht. Sowohl das Münchner Ifo- Institut als auch das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) erwarten, dass das BIP im laufenden ersten Quartal 2024 weiter schrumpft. Aus dem Münchner Ifo-Institut hieß es, die deutsche Wirtschaft sei wie gelähmt, die Stimmung in Unternehmen und Haushalten schlecht und die Unsicherheit hoch. Für die Jahresmitte sagen die Wirtschaftsforscher zwar eine spürbare Besserung voraus, so dass es im Gesamtjahr auf ein kleines Wachstum hinauslaufen dürfte. Sowohl die Kieler als auch die Münchner Forscher senkten aber ihre Prognose stark ab - auf + 0,1 % bzw. + 0,2 %. Gemäß einer seitens des Gesamtverbandes Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (GKV) durchgeführten Umfrage bleiben die Geschäftserwartungen der Unternehmen für das angelaufene Jahr 2024 recht verhalten. Die aktuell ungünstigen Rahmenbedingungen für die deutsche Industrie gepaart mit den darüber hinaus unsicheren Zukunftsperspektiven für die Industrie in Deutschland lassen derzeit keine Trendumkehr erkennen, so dass das Jahr 2024 in der kunststoffverarbeitenden Branche auch von einer rückläufigen Investitionsbereitschaft gekennzeichnet sein wird. Insgesamt schaut die Branche somit recht verhalten auf das Jahr 2024, führte die Präsidentin des GKV, Dr. Helen Fürst, im Rahmen seiner Jahres-Wirtschaftspressekonferenz an und fordert eine Wachstumsagenda für Deutschland. "Die Ursachen der aktuellen Wirtschaftskrise in Deutschland sind überwiegend struktureller Natur. Deshalb brauchen wir eine zukunftsorientierte Wachstumsagenda, damit die Industrie in Deutschland in zwei bis drei Jahren wieder Fahrt aufnehmen kann", so Fürst. Die Agenda müsse insbesondere die Themen Energie, Bürokratie, Investitionen und Digitalisierung adressieren, führte die Präsidentin weiter aus. "Ich bin davon überzeugt, die Wachstumsagenda kann die dringendsten Probleme unserer Wirtschaft lösen, Verlässlichkeit und verlorenes Vertrauen wiederherstellen und den Menschen in Deutschland neue Zuversicht geben", sagte Fürst. Das bestätigt sich auch in der Branchenumfrage, in der sich nur 28 % der von dem GKV befragten Unternehmen eine Umsatzsteigerung für das Jahr 2024 zutrauen, während fast die Hälfte (45 %) rückläufige Umsatzerlöse erwartet und 27 % von einem gleichbleibenden Niveau ausgehen. Auch die Ergebniserwartungen für das Jahr 2024 sind gemäß dieser Umfrage verhalten und im Einklang mit der Umsatzentwicklung, was sich darüber hinaus auch auf die Investitionstätigkeit niederschlägt und 30 % der befragten Unternehmen zu einer rückläufigen Investitionsbereitschaft zwingt. Impulse ergeben sich danach aus dem Export, so dass 62 % der befragten Unternehmen von gleichbleibenden Exportvolumina und 24 % sogar von weiteren Zuwächsen ausgehen, während nur 14 % rückläufige Exportbeiträge erwarten. Um der aktuell vorherrschenden, strukturellen Krise in Deutschland entgegenzuwirken, beabsichtigen 24 % der befragten Unternehmen danach im Jahr 2024 einen Abbau ihres Personalbestandes, um den nahezu entlang der gesamten Wertschöpfungskette gestiegenen Kosten, die nur teilweise an die Endabnehmer weitergegeben werden können, zu begegnen, obwohl der Fachkräftemangel und das Anwerben neuer Auszubildender weiterhin eine der größten Herausforderungen in der verarbeitenden Industrie darstellen. Insgesamt betrachtet, bleiben die gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten im angelaufenen Geschäftsjahr 2024 außerordentlich hoch. Eine weitere Eskalation der aktuellen geopolitischen Konflikte könnte zu Beeinträchtigungen globaler Lieferketten und zu größeren Einschränkungen des Angebots von Energie, Industrierohstoffen und Zwischenprodukten führen. Die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten bergen erhebliche Risiken für die Marktentwicklung in und die Rohstoffversorgung von Europa. Darüber hinaus bestehen Risiken für die Nachfrage aufgrund der hohen Zinsen und der gesunkenen Kaufkraft der Verbraucher. Angesichts rückläufiger Inflationsraten sowie niedrigerer Inflationserwartungen für 2024 haben die amerikanische Notenbank FED und die europäische Zentralbank EZB zuletzt von einer weiteren Erhöhung der Leitzinsen abgesehen. Diese Entscheidungen sowie die Hoffnung auf zukünftig sinkende Zinsen bilden unter anderem den Nährboden für die leichte, wirtschaftliche Erholung im Laufe des Jahres 2024. Sollte sich das seitens der Notenbanken gesetzte Inflationsziel wider Erwarten nicht einstellen und der Preisdruck bspw. in Folge der zu erwartenden, hohen Lohnabschlüsse oder des Wegfalls respektive der Abschwächung staatlicher preisdämpfender Maßnahmen (beispielsweise der Wegfall der Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie und Gas, aber auch ein Anstieg des CO 2 -Preises) weiterhin hoch bleiben, dann könnte eine Abkehr von der im Laufe des Sommers 2024 zu erwartenden Zinssenkung zu einer hohen Verunsicherung führen und neue Marktturbulenzen auslösen. Insgesamt stellen die weiterhin hohen Energiekosten, überbordende Bürokratie und der Preisdruck aus China weitere Risiken für in Deutschland ansässige Unternehmen und deren künftige, wirtschaftliche Entwicklung dar. Chancen eröffnen sich insbesondere durch ein stärkeres Nachfragewachstum infolge einer besseren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung als angenommen. Insbesondere sollte die PFN durch die Konzentration auf hochkomplexe Produkte, die heute teilweise noch Nischen bedienen, durch die strukturellen Probleme im Inland weniger belastet sein als Unternehmen, deren Geschäftstätigkeit sich auf die Standardprodukte konzentriert. Risiken, denen die PFN im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ausgesetzt ist, werden im Wesentlichen durch die Konzernobergesellschaft zeitnah überwacht (wie bspw. Zinsänderungsrisiken) und bei Bedarf bzw. nach Möglichkeit entgegengewirkt. Dem Finanzierungsrisiko wird dadurch Rechnung getragen, dass die inländischen Cash-Pool Gesellschaften der POLIFILM Gruppe den erforderlichen Liquiditätsbedarf sicherstellen bzw. sich gegenüber den kreditgebenden Banken für etwaige Inanspruchnahmen von Betriebsmittellinien selbstschuldnerisch verbürgt haben. Ein Zinsänderungsrisiko aus weiter steigenden Fremdkapitalzinsen besteht für die PFN insoweit, als dass die Investitionen der PFN über den Gruppen-Cash-Pool und damit fremd finanziert werden. Dieses Risiko werden wir beobachten und zu gegebener Zeit ggf. über festverzinste Darlehen oder andere Instrumente absichern. Währungsrisiken bestehen insoweit nicht, da sowohl Einkauf als auch Verkauf im Wesentlichen in Euro abgewickelt werden. Wesentliche Risiken im Zusammenhang mit Forderungsausfällen externer Kunden werden über entsprechende Warenkreditversicherungen begrenzt. Um der IT-Sicherheit auf höchstem Maße Rechnung zu tragen, wird das Maßnahmenpaket um präventive und weitere korrektive Aktivitäten laufend angepasst, wie z.B. zusätzlich erhöhter Schutz vor unautorisiertem Zugriff, schnelle Isolation potenzieller Schadsoftware oder schnelle Wiederherstellung nicht mehr zugänglicher Daten und Systeme. Außerdem wird das Risikobewusstsein der Mitarbeiter im Umgang mit sensiblen Daten durch weiter intensivierte Schulung kontinuierlich gestärkt. Darüber hinaus gehende Risiken, die den Fortbestand der PFN gefährden könnten, sind weder für das abgelaufene noch für das zukünftige Geschäftsjahr identifiziert worden. Unabhängig davon bestehen allgemeine Risiken wie steigende Rohstoffkosten, Konjunkturzyklen, weiter steigende Zinsen und politische Neuausrichtungen (Reformen) in den Schwellen- und Industrieländern, gegen welche kein produzierendes Unternehmen immun ist, aber deren günstige respektive positive Entwicklung sich auch als Chance für die Zukunft erweisen kann.
Neukirchen/Pleiße, den 16. April 2024 Die Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2023(Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß §§ 325 ff. HGB)AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023(Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß §§ 325 ff. HGB)
Anhang zum Geschäftsjahr 2023Die POLIFILM Neukirchen GmbH hat ihren Sitz in Neukirchen/Pleiße und ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Chemnitz unter der HRB 17984 eingetragen. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB). I. Allgemeine Grundlagen Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften i.S. des § 267 Abs. 2 HGB und den ergänzenden Bestimmungen des GmbHG aufgestellt worden. Von größenabhängigen Erleichterungsvorschriften gemäß §§ 276 S. 1, 286 Abs. 4, 288 Abs. 2 und 327 HGB wurde Gebrauch gemacht. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt und um die planmäßigen Abschreibungsbeträge gekürzt. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände unter Berücksichtigung der steuerlichen Vorschriften grundsätzlich linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden entsprechend den steuerlichen Regelungen abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei einer dauerhaften Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bewertet. Der Ansatz der fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten; die Bewertung erfolgt nach der retrograden Methode durch Abzug der von den erzielbaren Verkaufspreisen noch anfallenden Kosten. Sofern den Vorräten ein niedrigerer Marktwert am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dieser angesetzt. Die Bewertung der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände sowie des Kassenbestandes und der Bankguthaben erfolgt zum Nennwert. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschafter werden, sofern verrechenbar, für jedes Unternehmen zusammengefasst. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält vor dem Bilanzstichtag geleistete Auszahlungen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird in Höhe der Zuschüsse abzüglich der jährlichen Auflösung gebildet. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt linear über den Zeitraum der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegüter. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. III. Angaben zur Bilanz Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem am Ende des Anhangs beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert betrifft einen erworbenen Kundenstamm und wird über seine voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Die voraussichtliche Nutzungsdauer ergibt sich aus der erwarteten Kundenbindungsdauer. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von € 37.474,34 (i.Vj.: € 289.083,48) enthalten. Zum Bilanzstichtag betreffen diese den Aktivüberhang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (€ 74.162,66) zuzüglich sonstiger Forderungen (€ 2.737,26), die mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (€ 39.425,58) aufgerechnet wurden. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wird allen erkennbaren Risiken durch angemessene Wertberichtigung Rechnung getragen. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. Das Gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag € 25.000,00 und ist vollständig eingezahlt. Die Kapitalrücklage in Höhe von € 5.321.306,01 besteht als andere Zuzahlungen im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB und ist vollständig eingezahlt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten den Saldo aus Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignungen der finanzierten Anlagegüter vollständig besichert. Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind vor allem Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse (T€ 230) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem Vertriebs-, Lager- und Frachtkosten (T€ 756), Wartungs- und Instandhaltungskosten (T€ 380) sowie Verwaltungskosten (T€ 156). V. Sonstige Pflichtangaben Eventualverbindlichkeiten im Sinne des § 251 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen: Die künftigen Verpflichtungen aus Mietverträgen betragen T€ 335. Bei Nichteinhaltung von Fördermittelbedingungen bestehen Rückzahlungsverpflichtungen i.H.v. T€ 5.067. Mitarbeiter: Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter betrug 32 (i.Vj.: 34). Der Personalbestand entfällt mit 22 (i.Vj.: 23) auf gewerbliche Arbeitnehmer und mit 10 (i.Vj.: 11) auf Angestellte. Geschäftsführung: Herr Jens Kölble, Kaufmann, Leipzig Herr Eckehard Betz, Kaufmann, Belgershain (bis 22. Januar 2024) Konzernabschluss: Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der POLIFILM GmbH, Köln, einbezogen. Der Konzernabschluss der POLIFILM GmbH, Köln, wird dem Unternehmensregister eingereicht und bekannt gemacht.
Neukirchen/Pleiße, den 16. April 2024 Der Geschäftsführer gez. Jens Kölble Feststellung und Ergebnisverwendung: Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 26. Juni 2024 festgestellt. Gemäß Gewinnverwendungsbeschluss vom 26. Juni 2024 wird der Jahresfehlbetrag 2023 in Höhe von ./. € 631.614,10 auf neue Rechnung vorgetragen. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die POLIFILM Neukirchen GmbH, Neukirchen/Pleiße Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der POLIFILM Neukirchen GmbH, Neukirchen/Pleiße, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der POLIFILM Neukirchen GmbH, Neukirchen/Pleiße, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 30. April 2024 ADKL
AG
gez. Tobias Polka, Wirtschaftsprüfer gez. Peter Volprecht, Wirtschaftsprüfer |
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