GEVAG GmbH
Hasselstraße 7A, 58091 Hagen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Carsten Hendrik Stief seit 12.2.2026 | Prokura |
Wilhelm Dr. Prünte seit 4.1.2019 | Geschäftsführer |
Thomas Wessner seit 28.6.2013 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 25.58% | |
Niclas Constantin Gerber | 25.58% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 48.84% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GEVAG GmbHHagenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Firma GEVAG Gesellschaft mit beschränkter Haftung, HagenI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Als familiengeführtes Unternehmen fertigt und handelt die GEVAG GmbH in Deutschland ein umfassendes Produktspektrum für Kunden in aller Welt. Die GEVAG GmbH wie auch die anderen Unternehmen der Wippermann-Gruppe verfolgen als strategisches Unternehmensziel die Bewahrung der Unabhängigkeit als Familienunternehmen und die langfristige Existenzsicherung am Standort Deutschland. Die GEVAG GmbH ist Systemlieferant und Lieferant für Einzelbestellungen von Verbindungselementen. Als Unternehmen mit ausgeprägter Innovationskraft und Qualitätsorientierung umfasst das Leistungsspektrum die Kernbereiche Zeichnungsteile und Sonderlösungen. Eine besondere Stärke ist der Auftritt als Hersteller und Händler. Die Fertigungsstätte liegt in Breckerfeld. Sitz des mittelständischen Handelsunternehmens und der Verwaltung ist Hagen/Westfalen. Die Wilhelm Wippermann AG, Spezialist für Industrieketten und Kettenräder, und ihre Aktionäre halten eine mehrheitliche Beteiligung an der GEVAG GmbH. Diese gesellschaftsrechtliche Verbindung sowie die Geschäftsbeziehung zur Wippermann-Gruppe bringen für beide Seiten zahlreiche Synergieeffekte in den Bereichen Verwaltung und Technik. 2. Forschung und Entwicklung Die kundenspezifische Entwicklung von neuen Produkten und Lösungen stand auch in diesem Geschäftsjahr im Mittelpunkt der Entwicklungsarbeit. Im August 2023 fand die Begutachtung des etablierten Umweltmanagementsystems durch die DQS statt. Das bis zum 1. September 2026 gültige Zertifikat ISO 14001:2015 mit dem Geltungsbereich Handel von Verbindungselementen wurde positiv beurteilt. Die im Oktober 2023 durchgeführte Begutachtung durch die DQS Holding GmbH bestätigte das Zertifikat IATF, gültig bis 4. Oktober 2026, über die Einführung und Anwendung des Qualitätsmanagementsystems im Geltungsbereich Herstellung von Verbindungselementen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Abweichend vom DRS 20 wird die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Entwicklung integriert dargestellt. Die Winterprognose des Instituts für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW) stellt für die Entwicklung der Weltkonjunktur trotz des Inflationsschocks und einer massiv gestrafften Geldpolitik im Jahr 2023 eine moderate wirtschaftliche Expansion fest. Mittlerweile ist ein zügiger Rückgang der Inflation zu beobachten. Mit Blick auf die Geldpolitik werden für das erste Halbjahr 2024 Zinssenkungen erwartet. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wirken sich fehlende finanzpolitische Impulse und eine hohe Unsicherheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bremsend aus. Zu erwarten ist ein Anstieg der Weltproduktion (gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten) von 3,1 % in 2023, um 2,9 % in 2024 und um 3,2 % in 2025. Für den Euroraum wird nach einem Zuwachs von 0,5 % in 2023 ein Anstieg um 0,8 in 2024 und 1,5 % in 2025 erwartet. Deutschland: Für die deutsche Wirtschaft wird, nach einem von Stagnation geprägten Jahr 2023, eine moderate Expansion prognostiziert. Eine große konjunkturelle Dynamik ist jedoch nicht zu erwarten. Während kräftige Zuwächse des real verfügbaren Einkommens den privaten Konsum anschieben, wirken sich Faktoren wie die Zinswende, ausbleibende weltwirtschaftliche Impulse und die zu erwartende staatliche Konsolidierung nach dem Bundesverfassungsgerichtsurteil zum Nachtragshaushalt 2021 bremsend auf die wirtschaftliche Expansion aus. Für 2023 zeichnet sich in Deutschland ein Rückgang beim BIP von 0,3 % ab. Für die kommenden Jahre 2024 und 2025 werden Anstiege von 0,9 % (2024) und 1,2 % (2025) erwartet. Die Branche "Herstellung von Verbindungselementen" gehört zum metallverarbeitenden Gewerbe, das von der Entwicklung der Weltwirtschaft und der Absatzveränderung im Maschinenbau sowie der Elektro- der Automobilindustrie im Besonderen stark beeinflusst ist. Die negativen Auswirkungen der Coronapandemie der letzten Jahre, der russische Angriffskrieg auf die Ukraine sowie die geopolitischen Entwicklungen hatten im Geschäftsjahr 2023 erheblichen Einfluss auf die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen. Sie erschweren ein zuverlässiges Agieren bei GEVAG. Die Lieferzeiten für Vormaterial haben sich leicht verbessert. Um eine gute Lieferfähigkeit im Markt zu erhalten, hat GEVAG daher die Vorräte geringfügig reduziert. Deutschlands Maschinenbauer bekommen die weltweite Konjunkturflaute immer deutlicher zu spüren. Die Bestellungen sinken seit Jahresbeginn 2023, die Auftragspolster der exportorientierten Branche schrumpfen. Der VDMA passt daher die Prognose für 2024 nach unten an: "von bisher minus 2 auf nun minus 4 Prozent", sagte der Präsident des Maschinenbauverbandes (VDMA), Karl Haeusgen. Die Vorhersage bezieht sich auf die preisbereinigte (reale) Veränderung des Produktionswerts. Die deutsche Schlüsselindustrie mit mehr als 1 Million Beschäftigten befinde sich aber nicht in einer Krise, betonte Haeusgen. "Wir bewegen uns in einem konjunkturellen Tal in üblichem Ausmaß". Seit Jahresbeginn 2023 blieben die Bestellungen den Angaben zufolge Monat für Monat hinter dem jeweiligen Vorjahresmonat zurück. In der Summe beläuft sich das Minus preisbereinigt auf 13 Prozent. Eine echte Trendwende ist Haeusgen zufolge vorerst nicht in Sicht. In den USA könnte die Investitionstätigkeit konjunkturell bedingt nachlassen, und in China dürfte sie schwach bleiben. Beide Länder sind wichtige Märkte für Maschinen "Made in Germany". Auch aus dem Inland werden keine wesentlichen Impulse erwartet. Die Zahl der Beschäftigten dürfte 2024 stabil bleiben. Der Verband sieht keine signifikanten Steigerungen der Insolvenzen in der mittelständisch geprägten Branche. Die Zahl der Beschäftigten der Stammbelegschaft, die in 2023 leicht auf knapp 1,03 Millionen gestiegen war, dürfte 2024 stabil bleiben. Unternehmen würden die Flaute mit Gleitzeitarbeit und Kurzarbeit abfedern. Um Investitionen wieder anzukurbeln, sei eine industriefreundliche, langfristig verlässliche Standortpolitik in der EU und in Deutschland erforderlich, mahnte Haeusgen. "Eine Politik jedoch, die alles regulieren und finanzieren will, läuft gegen die Wand." Die EU droht nach Einschätzung Haeusgens im globalen Handel immer mehr ins Hintertreffen zu geraten. "Wir erleben, dass andere Länder immer seltener mit Europa ein Freihandelsabkommen schließen wollen, obwohl hier ein großer, attraktiver Markt winkt". Die EU müsse sich von der Vorstellung verabschieden, die Abkommen mit sozialen und Umweltbelangen zu überfrachten. Eine starke, wettbewerbsfähige EU sei für den Maschinen- und Anlagenbau auch angesichts des Aufschwungs von wirtschafts- und demokratiefeindlichen rechten Parteien in Europa von großer Bedeutung. "Abschottung und Nationalismus, wie von Parteien wie der AfD oder ihren Pendants in Frankreich den Niederlanden oder Italien propagiert, führen zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden, zu Wohlstandsverlusten und zu einer Aufkündigung der gesellschaftlichen Konsensfähigkeit", warnte der VDMA-Präsident. "Deshalb muss es unser aller Anliegen sein, einen weiteren Rechtsruck bei den anstehenden Parlamentswahlen zu verhindern." Der VDMA-Präsident warnte vor einer Blockade des sogenannten Wachstumschancengesetzes, das steuerliche Entlastungen für Firmen bis 2028 und eine Beschleunigung von Genehmigungsverfahren vorsieht. (dpa/cs)". Positive Entwicklungen werden z. B. von Siemens (Whitepaper 2023) wie folgt skizziert: "in der sich ständig weiterentwickelnden Automobilindustrie ist Nachhaltigkeit zu einem kritischen Erfolgsfaktor geworden. Umweltbelange wie Klimawandel und Luftverschmutzung haben zu einer steigenden Nachfrage nach Elektro- und Hybridfahrzeugen geführt. Die Präferenzen der Verbraucher haben sich verändert, da immer mehr Menschen aktiv nach umweltfreundlichen Transportmöglichkeiten suchen, und strengere Vorschriften und staatliche Bestimmungen erfordern die Überwachung und das Management des CO2-Fußabdrucks über die gesamte Lieferkette hinweg". Als wichtiger Partner der Elektro- und Automobilzulieferindustrie beliefert die GEVAG bedeutende Hersteller von Komponenten dieser Industrien. Vor dem Hintergrund und der Einschätzung von externen Fachleuten und der eigenen historischen Kennzahlen bereitet sich GEVAG in 2024 auf einem Umsatzrückgang von bis zu ca. 20 % gegenüber dem Vorjahr vor. 2. Geschäftsverlauf und Lage a) Ertragslage Die Ertragslage veränderte sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt:
Das EBIT hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 409 verbessert. Hauptindikatoren hierfür waren neben einer leicht gestiegenen Gesamtleistung auch Preisreduzierungen im Materialaufwand sowie reduzierte Energiekosten aufgrund langfristiger Lieferverträge. Im Geschäftsjahr 2023 gingen die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr umT€ 51 auf T€ 15.433 zurück. Für diese Entwicklung zeichneten sich insbesondere Umsatzrückgänge bei innerdeutschen Lieferungen verantwortlich. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich - der Personalaufwand um T€ 70 auf T€ 3.280 - die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um T€ 280 auf T€ 1.721 Im Vergleich zum Vorjahr ermäßigte sich - der Materialaufwand um T€ 716 auf T€ 9.077 b) Finanzlage Zur Erhöhung der finanziellen Unabhängigkeit vom Fremdkapital erfolgt ein aktives Liquiditätsmanagement innerhalb der Unternehmen der Wippermann-Gruppe. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Skonto- bzw. Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.. Die Finanzierung erfolgt durch das vorhandene Eigenkapital, Bankdarlehen sowie übliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die rollierende Liquidität verlief während des gesamten Geschäftsjahres 2023 im geplanten Rahmen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und das Warenlager gedeckt. Es bestanden Leasingfinanzierungen für eine Hochleistungs-Sortiermaschine, eine Sortiermaschine-Runddosierer sowie mehrere Flurförderfahrzeuge. Bei den Investitionen in Höhe von T€ 195 laut Anlagenspiegel lagen die Investitionsschwerpunkte im Erwerb einer Photovoltaikanlage, des Weiteren ergaben sich Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung und im Bereich der Maschinen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 51,2 % (Vj. 37,3 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen T€ 2.458 (Vj. T€ 4.134). Hiervon sind T€ 634 (Vj. T€ 2.323) von kurzfristiger Natur. c) Vermögenslage Die Vermögenslage des Unternehmens weist eine stabile Kapitalstruktur auf. Die kurz- und mittelfristigen Verbindlichkeiten sind durch kurz- und mittelfristige Vermögensgegenstände, geprägt und durch einen Vorratsbestand in Höhe von T€ 4.902 (Vj. T€ 5.430), gedeckt. Die Vorräte sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 528 gesunken. 3. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf der Umsatzentwicklung, dem Betriebsergebnis und der Branchenentwicklung. Im Rahmen der internen Unternehmenssteuerung wurde ein betriebswirtschaftliches Kennzahlensystem entwickelt, das regelmäßig kontrolliert wird, wobei bei Abweichungen von Plan- oder Sollzahlen entsprechende Maßnahmen getroffen werden. Die Liquiditätslage verbesserte sich in der 1. Liquiditätsstufe im Vergleich zum Vorjahr insbesondere durch die Verringerung der Verbindlichkeiten um T€ 1.509 in 2023. Wie in den Vorjahren steuerte die Geschäftsführung die Liquidität durch ein aktives Liquiditätsmanagement. Bei den nicht finanziellen Leistungsfaktoren stehen Arbeitsbedingungen und Arbeitsnormen bei GEVAG im Mittelpunkt. Die Vielfalt der Menschen in unserem Unternehmen stellt unser größtes Potenzial dar. Deshalb setzen wir auf Arbeitsbedingungen mit Toleranz, Chancengleichheit und Gleichberechtigung. Darüber hinaus hält GEVAG die einschlägigen Umweltvorschriften ein und führt zur Verbesserung des Umweltschutzes umweltbezogene Investitionen und Produktionsverfahren durch, und zwar im Rahmen der Verhinderung der Lärmbelästigung und der Abfallwirtschaft sowie der Stromerzeugung über Photovoltaik. Das bestehende Umweltsystem wurde weiterentwickelt. Qualitäts- und Umweltmanagementsystem sind in einem System integriert. Unsere Innovationskraft setzen wir auch für die Entwicklung von Produkten ein, die Nachhaltigkeit unterstützen. Als Beispiel können wir hier die Gleitbeschichtung anführen. 4. Gesamtaussage Insgesamt lässt sich feststellen, dass sich der Gemeinkostensektor im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 über alle Aufwandsarten moderat reduziert hat. Es haben sich keine wesentlichen Abweichungen zur Vorjahresplanung ergeben. Vor diesem Hintergrund konstatiert GEVAG, dass das erwirtschaftete Betriebsergebnis 2023 als sehr gut einzustufen ist und sämtliche Gemeinkosten sukzessive auf ein Niveau vor dem Beginn der Coronapandemie und des Ukrainekrieges hinsteuern. Unsere Umsatzentwicklung war erfreulich. Das erzielte Betriebsergebnis stufen wir als absolut stabil ein. Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir weiterhin als überdurchschnittlich gut ein. IV. Prognosebericht Um die Entwicklung des Unternehmens zu fördern, werden auch in der Zukunft alle Umsatzpotentiale genutzt, Produktionsprozesse verbessert und effizienzsteigernde Investitionen getätigt. Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant. Die Prognose der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft basiert auf folgenden Annahmen: Für 2024 werden aufgrund des weiterhin existierenden Ukrainekrieges unmittelbare und mittelbare Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens erwartet. Aussagen zur Dauer der Effekte des Krieges bzw. der verhängten Sanktionen, die sich durch eine weitere Eskalation auch verschärfen können, sind gegenwärtig kaum verlässlich möglich. Sie hängen zum einen davon ab, wie lange die unmittelbare Bedrohungslage durch den Ukraine-Krieg und die dadurch ausgelösten Handels- und Kapitalmarktbeschränkungen anhalten und ob die Lage sich ggf. noch verschärft, sowie zum anderen von der Geschwindigkeit und der Ausprägung der danach eintretenden Normalisierung. Konkrete Auswirkungen liegen bei GEVAG insofern nicht vor, als ein direktes Engagement in Produktionsstätten bzw. rechtlichen Beteiligungen in der Ukraine bzw. Russland nicht vorliegt. Auswirkungen im Bereich Beschaffungsmarkt sind jedoch zu erwarten. Im Geschäftsjahr 2024 geht GEVAG aufgrund der bisherigen Annahmen von einem Umsatzrückgang von bis zu 20% gegenüber dem Vorjahr aus. Über langfristige Strom- und Gasverträge werden die Energiekosten unterhalb des Geschäftsjahres 2023 liegen. Die ressourcenschonende Inanspruchnahme von Rohstoffen und Betriebsmitteln wird ebenfalls zu einer Kostenentlastung gegenüber dem Jahr Vorjahr führen. Über die Summe dieser Maßnahmen wird auch in 2024 ein positives Ergebnis trotz signifikantem Umsatzrückgang erwartet. Die Gesellschaft hat eine solide Eigenkapitalbasis (Eigenkapitalquote 51,2 %, Vj. 37,3 %). Ferner verfügt sie über eine langfristige Finanzierung bei Kreditinstituten vonT € 1.824. Aufgrund der Liquiditäts- und Budgetplanung geht die Gesellschaft davon aus, im Prognosezeitraum ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, so dass keine bestandsgefährdenden Risiken befürchtet werden. V. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht a) Branchenspezifische Risiken Die primären branchenspezifischen Risiken liegen in der Abhängigkeit von der Stahlindustrie sowie der verstärkten Wettbewerbssituation, speziell bedingt durch Importwaren, vorwiegend aus Asien. Die Versorgungslage mit Handelswaren aus Asien ist zurzeit gewährleistet, ebenso wie die Verfügbarkeit von Stahl. Erste Preisvereinbarungen beim Rohmaterial führten zu leichten Preisreduzierungen. Auch Transportkapazitäten sind zu angemessenen Preisen verfügbar. Hier sehen wir als wichtige Einflussgröße die weitere Entwicklung des Seewegs durch den Suezkanal. Auf der Einkaufsseite geht GEVAG weiterhin von einem breiten Lieferantenportfolio aus, dass eine ausreichende Verfügbarkeit auf bisherigem Preisniveau gewährleistet. Auf der Absatzseite erkennt GEVAG durch ein effektives Controlling frühzeitig, ob Marktteilnehmern auf der Vertriebsseite Einbußen bei Umsätzen oder ggf. Zahlungsausfälle drohen. Zur frühzeitigen Erfassung, Analyse und Überwachung dieser Risiken sowie zur Identifikation und Bewertung von Chancen verfügt GEVAG über wirksame Steuerungs- und Kontrollinstrumente. Währungsrisiken sind aufgrund sämtlicher Zahlungsabwicklungen in Euro nicht vorhanden. Durch ein zielstrebiges und auf Tagesbasis agierendes Debitorenmanagement dürften die Ausfallrisiken bei in- und ausländischen Kunden auch weiterhin auf einem niedrigen Niveau bleiben. b) Ertragsorientierte Risiken Ertragsorientierte Risiken ergeben sich insbesondere daraus, dass es bei einer sinkenden Auftragslage kaum möglich ist, die fixen Kosten in entsprechender Weise zu senken (Problem der Kostenremanenz). Ferner ist für GEVAG als Partner der weltweiten Elektro- und Automobilindustrie die konjunkturelle Entwicklung ein besonderes Risiko. c) Finanzwirtschaftliche Risiken Liquiditätsrisiken ergeben sich grundsätzlich aus dem Ausfall von Debitoren. Da bei GEVAG das Debitorenmanagement auf Tagesbasis agiert, werden Risiken frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen können rechtzeitig eingeleitet werden. Aufgrund der stabilen Eigenkapitalverhältnisse und der regelmäßigen Liquidationssteuerung innerhalb der Unternehmen der Wippermann-Gruppe werden die Liquiditätsrisiken für beherrschbar gehalten. Währungsrisiken sind aufgrund der Zahlungsvereinbarungen in Euro nicht vorhanden. 2. Gesamtrisikoposition Die Risiken auf der Beschaffungsseite liegen im Wesentlichen bei der Verfügbarkeit von Rohstoffen und Energien zu darstellbaren Preisen. Auf der Absatzseite scheinen die Risiken von Kundenausfällen beherrschbar zu sein. GEVAG verfügt über eine gut ausgebildete und motivierte Kernmannschaft. Somit verfügt GEVAG über ausreichende Beschäftigtenkapazitäten. Vor dem Hintergrund der guten Eigenkapitalquote sieht sich GEVAG auch in längeren wirtschaftlich schwierigen Zeiten gut aufgestellt. 3. Chancenbericht Besondere Chancen sieht GEVAG aufgrund ihrer segmentspezifischen Produkt-, Markt- und Preispolitik. Hinzu kommt die Ausrichtung der unternehmerischen Prozesse auf die Kunden und deren besondere Anforderungen. GEVAG kooperiert sehr eng mit Kunden und Lieferanten, um maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln. Mit einer eigenen Fertigung in Breckerfeld bietet GEVAG die Möglichkeit, Prototypen und Sonderteile besonders wirtschaftlich und schnell zu produzieren. Mit der Etablierung von Konsignationslägern bei unseren Kunden können wir eine hohe Verfügbarkeit aller Produkte des vereinbarten Lieferprogramms gewährleisten. GEVAG betreffend ist es das Ziel, bei gegebenen Rahmenbedingungen durch eine deutliche Effizienzsteigerung und weitere Prozess- und Systemverbesserungen die Ertragskraft des Unternehmens zu verbessern.
Hagen, 29. März 2024 Dr. Wilhelm Prünte Bilanz zum 31. Dezmeber 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
AnhangI. Allgemeine Angaben zum UnternehmenDie GEVAG GmbH hat ihren Sitz in Hagen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hagen unter HRB 8890 eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist die Stahlverarbeitung und der Handel im Bereich der Verbindungstechnik. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB). Hinsichtlich der notwendigen Angaben und Erläuterungen gem. § 265 Abs. 2 HGB wird auf die Ausführungen im Kapitel V verwiesen. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen. Der derivative Geschäfts- oder Firmenwert ist handelsbilanzmäßig planmäßig auf 5 Jahre abgeschrieben, steuerlich erfolgt die Abschreibung auf 15 Jahre. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr 2023 planmäßig fortgeführten Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear, die Zugänge des Jahres 2023 wurden zeitanteilig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB waren nicht erforderlich. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert. Abwertungen für Bestandsrisiken und eingeschränkte Verwertbarkeit werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt, wobei den Risiken durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen wird. Sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet, wobei alle ungewissen Verbindlichkeiten mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt werden. Eine Abzinsung der Rückstellungen entfällt, da die Restlaufzeiten unter einem Jahr liegen. Die Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert. IV. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im folgenden Anlagespiegel dargestellt. Anlagenspiegel
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen liegen die Restlaufzeitenim Wesentlichen jeweils unter einem Jahr. Der Gesamtbetrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr beträgt EUR 2.500,00. Aktive latente Steuern Die Gesellschaft entschied sich angesichts des Ansatzwahlrechts für aktive latente Steuern gemäß § 274 Abs. 1 HGB auf den Ansatz zu verzichten. Die aktiven latenten Steuern ergeben sich aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz bei der Abschreibung des erworbenen Firmenwertes. Der Berechnung der latenten Steuern wurden folgende Steuersätze zugrunde gelegt: Körperschaftsteuer mit einem Steuersatz von 15% zzgl. Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5% sowie Gewerbesteuer mit einem Steuersatz von rund 18,2% (Hebesatz in Höhe von 520%). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen den Personalbereich sowie Stromkosten. Verbindlichkeiten Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt € 247.688,21; Vj. € 281.250,00. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen im Wesentlichen gegenüber der Märkischen Bank eG, Hagen. Diese sind durch eine Grundschuld von € 600.000,00, eine Globalabtretung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, eine Raumsicherungsübereignung sämtlicher Waren und Vorräte, der Sicherungsübereignung der finanzierten Photovoltaikanlage und der Abtretung der Einsparvergütung aus dieser Anlage gesichert. Darüber hinaus sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen durch die üblichen Eigentumsvorbehalte gesichert. Passive latente Steuern Ein Ansatz wurde nicht notwendig. Haftungsverhältnisse - Keine - Sonstige finanzielle Verpflichtungen Finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag insgesamt in Höhe von € 430.814,64 (Vj. € 376.432,82) für Leasingverpflichtungen, eine jährliche Verpflichtung von € 172.635,00 (Vj. € 172.635,00) für gemietete Immobilien gegenüber der Wilhelm Wippermann AG sowie eine Verpflichtung von € 186.648,00 (Vj. € 0,00) für die gemietete Immobilie in Salz. Nach unseren Erkenntnissen können die zugrunde liegenden Verpflichtungen von uns planmäßig erfüllt werden. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Gemäß §265 Abs.2 HGB sind Anpassungen der Vorjahresbeträge im Anhang anzugeben und zu erläutern. Die Kosten für die Personalüberlassung wurden in den Vorjahren innerhalb des GuV-Postens "Personalaufwand" ausgewiesen. Es handelt sich nicht um Kosten für die Beschäftigten des Unternehmens. Es erfolgte eine Umgliederung in den Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" in Höhe von € 227.916,00 (Vj. € 104.950,00). Außergewöhnliche Aufwendungen und außergewöhnliche Erträge lagen im Geschäftsjahr nicht vor Der GuV-Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" betreffen Darlehenszinsen sowie Bankzinsen in Höhe von € 180.036,00 (Vj. € 109.634,34). VI. Sonstige Angaben Die beschäftigten Arbeitnehmer betragen im Jahresdurchschnitt:
Zum Geschäftsführer war bestellt: Herr Dr. Wilhelm Prünte, Fröndenberg Die Angabe der Geschäftsführerbezüge und der Gesamtbezüge des Beirats entfällt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. VII. Nachtragsbericht Die Gesellschaft geht davon aus, dass der Ukrainekrieg und andere weltwirtschaftliche Krisen auch im Geschäftsjahr 2024 erhebliche Auswirkungen bei Umsatz und Ertrag haben, welche sich insbesondere in der Investitionszurückhaltung von Unternehmen zeigt und an die sich die Gesellschaft bei der Kostenplanung und dem aktiven Liquiditätsmanagement entsprechend anpasst. Auf unseren Lagebericht des Geschäftsjahres wird verwiesen. Die bei uns bekannten Abschätzungen und Annahmen für das Geschäftsjahr sind im Prognosebericht beschrieben. VIII. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von € 773.946,39 zuzüglich des Gewinnvortrags in Höhe von € 1.712.154,63, d. h. einen Betrag von € 2.486.101,02, mit einem Betrag von € 150.000,00 auszuschütten und den restlichen Betrag von € 2.336.101,02 auf neue Rechnung vorzutragen.
Hagen, 29. März 2024 Dr. Wilhelm Prünte Der Jahresabschluss wurde am 11.06.2024 von der Gesellschafterversammlung festgestellt. BestätigungsvermerkDem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 der GEVAG GmbH wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt. Die ordnungsgemäße Inanaspruchnahme von Offenlegungserleichterungen war nicht Gegenstand der Abschlussprüfung. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die GEVAG GmbH, Hagen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GEVAG GmbH, Hagen, bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GEVAG GmbH, Hagen, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hagen, 14. Juni 2024 W
U P Treuhand G m b H
Ünal, Wirtschaftsprüfer Prof. Dr. Yilmaz, Wirtschaftsprüfer |
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