Motorola Solutions Germany GmbH
Serviceware-Kreisel 1, 65510 Idstein, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Helmut Gaschler seit 31.10.2023 | Prokura |
Jana Dönges seit 2.11.2020 | Prokura |
Christian Leber seit 2.11.2020 | Prokura |
Jörg Lorenz seit 29.10.2019 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Motorola Solutions, Inc. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Motorola Solutions Germany GmbHIdsteinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 1. Bilanz zum 31. Dezember 2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen des Unternehmens Die Motorola Solutions Germany GmbH in Deutschland als Tochter der Motorola Solutions Inc., USA, ist einer der führenden Anbieter von geschäfts- und sicherheitskritischen Kommunikationslösungen für Wirtschaftsunternehmen und Kunden aus dem öffentlichen Sektor. Das Geschäftsfeld umfasst neben Funkgeräten und -systemen für die sicherheitskritische Kommunikation auch die entsprechenden Dienstleistungen und kundenspezifischen Lösungen, unter anderem Video- und Leitstellenlösungen. In den Kernbereichen TETRA, kommerzieller Funk sowie bei Funklösungen für Behörden, Industrie und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) ist der Motorola Solutions-Konzern weltweit führend. Der Vertrieb Deutschland erfolgt am Standort in Berlin. Am Firmensitz in Idstein befinden sich der Vertrieb Osteuropa und die Logistiksteuerung für Funkgeräte. Die unternehmensspezifischen Leistungsindikatoren, deren Planung und Steuerung, ergeben sich aus der konzernweiten Strategie. Bei den finanziellen Leistungsindikatoren wird der Fokus auf die Umsatzentwicklung und das Ergebnis vor Steuern gelegt. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren dienen nicht der Steuerung des Unternehmens. Sie sind jedoch wichtiger Bestandteil für die weitere erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens, indem es das Unternehmen schafft, kompetente und engagierte Mitarbeiter an sich zu binden und mit deren Einsatz Produkte und Lösungen zu entwickeln, die auch künftig den speziellen Anforderungen seines Kundenkreises in hohem Maße gerecht werden und durch das besondere Produkt- und Serviceangebot den Kundennutzen nachhaltig steigern. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 ist die Weltwirtschaft sowie die Wirtschaft der europäischen Wirtschaftszone trotz der Normalisierung der Lieferketten nur minimal gewachsen. Die deutsche Wirtschaft verzeichnete sogar einen Rückgang. Die konjunkturelle Entwicklung wurde durch die restriktive Geldpolitik der Zentralbanken, die der gestiegenen Inflation entgegenwirken sollte, und den damit einhergehenden steigenden Finanzierungskosten sowie zunehmenden geopolitischen Risiken beeinträchtigt. Geschäftsverlauf Für das Geschäftsjahr 2023 hatte die Gesellschaft mit Umsatzerlösen und einem positiven Ergebnis vor Steuern und Sondereffekten leicht über dem Niveau des Vorjahres gerechnet. Beides wurde deutlich übertroffen, weil die Gesellschaft bei der Prognose im Lagebericht des letzten Geschäftsjahres aufgrund von den im Risikobericht dargestellten Unsicherheiten vorsichtiger prognostiziert hatte. Im laufenden Geschäftsjahr entspannte sich die Situation hinsichtlich der Materialengpässe sowie der eingeschränkten Lieferkapazitäten spürbar. Der erreichte Höchststand im Auftragsbestand zum Ende 2022 konnte abgebaut werden. Durch die nachhaltig hohe Nachfrage blieb der Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahres auf weiterhin hohem Niveau im Vergleich zu vor Corona-Zeiten. Die gestiegenen Beschaffungskosten bei Komponenten für Funkgeräte und -systeme belasteten jedoch das Geschäftsergebnis. Demgegenüber trugen Zinserträge aus kurzfristigen Geldanlagen in Höhe von Mio. € 14,6 (Vorjahr: Mio. € 2,8) sowie geringere negative Währungseffekte in Höhe von Mio. € 2,5 (Vorjahr: Mio. € 10,7) positiv zum Geschäftsergebnis bei. Die Umsatzerlöse stiegen insbesondere im Bereich kommerzieller Funk sowie durch Lieferungen vor sicherheitskritischer Kommunikationsausrüstung in die Ukraine und nach Israel insgesamt um Mio. € 102,9 gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern und vor Sondereffekten (hauptsächlich Effekte aus der Pensionsbewertung) lag mit Mio. € 29,2 deutlich über dem des Vorjahres (Vorjahr: Mio. € 15,7). Unter Beachtung der Außeneinflüsse verlief das Geschäftsjahr 2023 zufriedenstellend für das Unternehmen. Die Motorola Solutions Germany GmbH verfügt über einen hohen Auftragseingang, verlässliche Finanzierungsquellen sowie eine hohe Akzeptanz am Markt. Damit besteht eine solide Basis für die weitere Entwicklung und Zukunft des Unternehmens. Ertragslage Insgesamt ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um Mio. € 102,9 auf Mio. € 598,0 gestiegen. Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres beinhalten mit Mio. € 15,0 (Vorjahr: Mio. € 16,4) konzerninterne Dienstleistungen. Aufgrund unverändert hoher Nachfrage nach sicherheitskritischer Kommunikationsausrüstung erhöhte sich der Inlandsumsatz auf Mio. € 109,3 und bewegte sich damit über dem Vorjahresniveau von Mio. € 88,3. Die Exportumsätze mit Drittkunden waren hiervon ebenfalls beeinflusst und lagen mit Mio. € 385,2 über den Umsätzen des Vorjahres (Vorjahr: Mio. € 329,4). Zusätzlich wirkten sich die Lieferungen von sicherheitskritischer Kommunikationsausrüstung in die Ukraine positiv aus. Der Umsatz mit verbundenen Unternehmen stieg aufgrund gestiegener Umsätze außerhalb der EU auf Mio. € 103,6 (Vorjahr: Mio. € 77,4), darunter Lieferungen von sicherheitskritischer Kommunikationsausrüstung nach Israel. Die Herstellungskosten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 26,2% auf Mio. € 486,8 (Vorjahr Mio. € 385,9), vor allem aufgrund eines gestiegenen Einkaufsvolumens sowie höherer Beschaffungskosten insbesondere im Bereich TETRA Funkgeräte. Dadurch erhöhte sich das Bruttoergebnis vom Umsatz nur leicht von Mio. € 109,3 im Vorjahr auf Mio. € 111,2. Die prozentuale Rohertragsmarge (Umsatzerlöse abzüglich Herstellungskosten) sank im Vergleich zum Vorjahr von 22,0% auf 18,6%. Insgesamt erhöhten sich die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren in den Herstellungskosten im Vergleich zum Vorjahr um Mio. € 104,5. Die Personalaufwendungen in den Herstellungskosten sanken aufgrund der niedrigeren Aufwendungen für Altersversorgung um insgesamt Mio. € 2,9, wobei höhere Gehälter von Mio. € 0,8 beinhaltet sind. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sanken um Mio. € 1,1. Die Sachaufwendungen erhöhten sich um Mio. € 0,4. Die Veränderung der Aufwendungen für Altersversorgung beeinflussten ebenfalls den Bereich der Vertriebsaufwendungen und der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen. Es ergaben sich hier niedrigere Personalaufwendungen von Mio. € 3,8. Die Sachaufwendungen sanken im Bereich der Vertriebsaufwendungen um Mio. € 3,7, vornehmlich resultierend aus niedrigeren Frachtkosten aufgrund von gesunkenen Frachtraten und ein insgesamt geringeres Versandvolumen im Vergleich zum Vorjahr. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen erhöhten sich um Mio. € 0,7. Im Bereich der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen die Sachaufwendungen um Mio. € 0,2. Die Aufwendungen für Altersversorgung insgesamt sanken im Vorjahresvergleich über alle Bereiche durch die Anpassung der Bewertungsannahmen der Pensionsrückstellungen um Mio. € 7,1. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um Mio. € 1,6 im Vergleich zum Vorjahr resultierte hauptsächlich aus einer Verringerung der positiven Währungskurseffekte von Mio. € 1,9 und sonstigen betrieblichen Erträgen aus konzerninternen Dienstleistungen von Mio. € 0,2. Dagegen standen höhere sonstige Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von Mio. € 0,5. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken insgesamt um Mio. € 3,1 gegenüber dem Vorjahr, vornehmlich aufgrund geringerer Währungskursverluste von Mio. € 8,2. Dagegen wirkten sich höhere Belastungen aus konzerninternen Dienstleistungen von Mio. € 3,3 sowie höhere sonstige Aufwendungen von insgesamt Mio. € 1,8, darunter Restrukturierungsaufwendungen von Mio. € 2,1 aus. Der Zinsaufwand betrug Mio. € 4,1 (Vorjahr: Mio. € 4,1) und resultierte wie im Vorjahr fast ausschließlich aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen. Darin enthalten war der Zinsaufwand aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 115,5 (Vorjahr: T € 32,8). Die stark gestiegenen Zinserträge von Mio. € 14,6 (Vorjahr: Mio. € 2,8) resultieren insbesondere aus kurzfristigen Geldanlagen bei verbundenen Unternehmen aufgrund von gestiegenen Zinssätzen sowie einem höheren Anlagevolumen. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Gewinn vor Steuern von Mio. € 28,2 erzielt, im Vergleich zu einem Gewinn vor Steuern von Mio. € 6,4 im Vorjahr. Die Umsatzrendite beträgt damit 4,7 % (Vorjahr: 1,3 %). Insgesamt wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von Mio. € 17,6 gegenüber Mio. € 2,2 im Vorjahr erwirtschaftet. In 2022 war ein periodenfremder Steuerertrag in Höhe von Mio. € 2,1 enthalten. Vermögens- und Finanzlage Der Anstieg der Bilanzsumme (Mio. € +50,5) stammt auf der Aktivseite im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus kurzfristigen Geldanlagen/ Cash Pooling (Mio. € +69,7), in denen alle frei zur Verfügung stehenden Mittel im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit angelegt werden, durch die Großprojekte der Bundeswehr bedingt gestiegenen Vorräte (Mio. € +13,2) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Drittkunden (Mio. € +2,7). Gegenläufig hierzu wirkten die gesunkenen Forderungen gegen die Gesellschafterin (Mio. € -18,4) und die gegen andere verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen (Mio. € -6,6) sowie die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen niedrigeren Forderungen gegenüber dem Finanzamt (Mio. € -11,8). Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme ist unverändert zum Vorjahr per 31. Dezember 2023 sehr hoch. Die Bilanz weist ein Eigenkapital von Mio. € 72,8 nach Mio. € 65,2 im Vorjahr aus. Der Anstieg resultiert aus dem Jahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres in Höhe von Mio. € 17,6 trotz der Ausschüttung einer Dividende aus dem Gewinnvortrag an die Muttergesellschaft von Mio. € 10,0. Die Eigenkapitalquote der Motorola Solutions Germany GmbH beträgt 11,4 % (Vorjahr: 11,1 %). Auf der Passivseite erhöhten sich zudem die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin (Mio. € +60,8), vor allem aufgrund gestiegener konzerninterner Verrechnungen, die Abgrenzungen von mehrjährigen Wartungs- und verlängerten Garantieverträgen (Mio. € +7,6), die Rückstellungen für Pensionen (Mio. € +4,3) und die Steuerrückstellungen (Mio. € +3,5). Demgegenüber sanken stichtagsbedingt die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Mio. € -21,1) sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Mio. € -14,9). Die Pensionsrückstellungen stiegen im Berichtsjahr leicht durch die veränderten Bewertungsparameter (gestiegener Rechnungszins, unveränderter Einkommens- und Rententrend) um Mio. € 4,3 auf Mio. € 234,3 (Vorjahr: Mio. € 230,0). Zum Jahresende 2023 verfügte die Motorola Solutions Germany GmbH über flüssige Mittel aus Bankguthaben in Höhe von Mio. € 2,3 (Vorjahr: T € 332,0). Daneben bestehen Forderungen aus Geldanlagen/Cash Pooling bei Schwestergesellschaft in Höhe von Mio. € 409,7 (Vorjahr: Mio. € 340,0). Die laufende Finanzierung erfolgt über das Cash Pooling. Forschung und Entwicklung Die Motorola Solutions Germany GmbH betreibt keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, diese erfolgen ausschließlich bei Mutter- und Schwestergesellschaften. Auftragseingang Der Auftragseingang ist im Vergleich zum Vorjahr im Geschäftsjahr 2023 um 17 % auf Mio. € 499,4 gesunken. Der hohe Auftragsbestand der Vorperiode, der sich auch durch Materialengpässe ergeben hatte, konnte abgebaut werden. Dieser betrug zum Jahresende 2023 Mio. € 191,4 (Vorjahr: Mio. € 290,0). Investitionen Das Investitionsvolumen im Bereich des Anlagevermögens betrug im Berichtszeitraum Mio. € 0,3 (Vorjahr: Mio. € 0,4). Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen Mio. € 1,2 (Vorjahr: Mio. € 1,2). Es wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Personal- und Sozialbereich Im Berichtsjahr beschäftigte die Motorola Solutions Germany GmbH im Durchschnitt 168 (Vorjahr: 170) Mitarbeiter. Ausblick Die Aussichten der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sind verhalten. Aufgrund der gesunkenen Inflation wird im kommenden Geschäftsjahr von einer Lockerung der restriktiven Geldpolitik der EZB ausgegangen. Die angespannte Haushaltslage des Bundes kann zu Einschränkungen der Investitionstätigkeit führen. Der Auftragsbestand zum Ende des Berichtsjahres sowie der weiterhin hohe Auftragseingang stimmen jedoch optimistisch. Zudem werden die ersten Lieferungen aus den beiden Großprojekten der Bundeswehr erwartet. Es wird davon ausgegangen, dass die Lage bei der Beschaffung wichtiger Komponenten für Funkgeräte und -systeme herausfordernd bleibt. Die Gesellschaft rechnet daher insgesamt mit moderat steigenden Umsatzerlösen sowie einem positiven Ergebnis vor Steuern und vor Sondereffekten leicht über dem Niveau des abgeschlossenen Geschäftsjahres. Bei den zukunftsbezogenen Aussagen können die tatsächlichen Ereignisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, sofern eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen. Wesentliche Chancen für die künftige Entwicklung Die gute Marktpositionierung im Bereich Vertrieb und Service von Funksystemen und -geräten bietet die Chance, bei zukünftigen Ausschreibungen in den Wachstumsmärkten den Marktanteil weiter auszubauen. Wachsende geopolitische Unsicherheiten können insbesondere den öffentlichen Konsum für sicherheitskritische Kommunikation steigern. Die vom Konzern getragene strategische Ausrichtung sowie interne Projekt- und Marktanalysen unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen, wie politischen Faktoren zeigen speziell im Bereich der sicherheitskritischen Kommunikationslösungen weiterhin Wachstumspotenziale. Wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung Der Motorola Solutions-Konzern verfügt über bewährte Planungs-, Kontroll- und Steuerungssysteme, die ein effektives Risikomanagement gewährleisten sollen. Ziel ist es, sowohl strategische als auch geschäftsspezifische Risiken aufzudecken, zu überwachen und durch geeignete Maßnahmen zu steuern. Das interne Kontrollsystem umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie die Einhaltung der maßgeblichen internen, wie rechtlichen Vorschriften sicherstellen sollen. Die Gesellschaft ist weiterhin verschiedenen externen Risiken ausgesetzt, darunter pandemische Ereignisse, ökonomische Entwicklungen und politische Konflikte. Besonders der Krieg in der Ukraine stellt ein erhebliches geopolitisches Risiko dar, das indirekte Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft haben kann. Neben möglichen Preissteigerungen für Rohstoffe und Energie können sich Lieferkettenunterbrechungen und Handelsbeschränkungen negativ auf die Materialverfügbarkeit und die Produktionskosten auswirken. Das größte Risiko besteht jedoch weiterhin in der Abhängigkeit von der makroökonomischen Entwicklung und den Budgets für Investitionsgüter im Kommunikationsbereich. Eine konjunkturelle Abkühlung könnte dazu führen, dass Projekte nicht realisiert oder verschoben werden, was sich negativ auf die Umsätze und das Ergebnis auswirken könnte. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten erfolgen ausschließlich bei der Mutter- und den Schwestergesellschaften. Um zukünftig das notwendige und marktorientierte Produktportfolio sowie die entsprechenden Technologien verfügbar zu haben, ist die Gesellschaft von einer innovativen und erfolgreichen Umsetzung dieser Aktivitäten abhängig. Beim Verkauf von Funksystemen im Projektgeschäft, welche projektabhängig über einen längeren Zeitraum installiert werden, sind regelmäßig Festpreise mit den Kunden vereinbart. Es besteht daher das Risiko, dass bei ungeplanten Kostensteigerungen oder technischen Schwierigkeiten die geplanten Bruttoergebnisse vom Umsatz nicht realisiert werden können. Zudem treffen Lieferschwierigkeiten der Supply Chain maßgeblich den Bereich kommerzieller Funk, aber auch den Projektbereich. Es besteht das Risiko, dass die Aufträge nicht erfüllt werden können oder sich entgegen den Erwartungen länger verzögern. Die Gesamtrisikoposition der GmbH hat sich im Vergleich zum Vorjahr jedoch nicht verändert, da die wesentlichen Risiken unverändert bestehen und der Krieg in der Ukraine sich nicht in einem signifikant höheren Gesamtrisiko niedergeschlagen hat. Aus heutiger Sicht sind keine bestandsgefährdenden Risiken bekannt.
Idstein, den 18. November 2024 Die Geschäftsführung Jörg Lorenz Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Handelsregister B des Amtsgerichts WiesbadenHRB 160241. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Der Jahresabschluss der Motorola Solutions Germany GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB dargestellt. 1.1 Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen. Die Nutzungsdauer liegt in der Regel zwischen drei und fünf Jahren. 1.2 Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (zu deren Umfang siehe die Erläuterungen unter den Vorräten) und im Falle von abnutzbaren Sachanlagen abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen in Anlehnung an die steuerlichen Regelungen bewertet, die nach Überprüfung durch die Gesellschaft den zu erwartenden Nutzungsdauern entsprechen. Die beweglichen Anlagegüter werden im Jahr der Anschaffung oder Herstellung zeitanteilig abgeschrieben. Die Nutzungsdauern liegen hier in der Regel zwischen drei und fünf Jahren. Abnutzbare bewegliche Anlagegüter bis zu einem Wert von € 250 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang erfasst. Für abnutzbare bewegliche Anlagegüter, deren Wert mehr als € 250, aber maximal € 1.000 beträgt, wird ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Bildung und in den folgenden zwei Jahren mit jeweils einem Drittel gewinnmindernd aufgelöst wird. 1.3 Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder bei dauerhafter Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. 1.4 Vorräte Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Dazu gehören die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten, der allgemeinen Verwaltung und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Handelswaren werden zu Anschaffungskosten beziehungsweise zu niedrigeren Marktpreisen bewertet. Abschläge für Bestandsrisiken, die sich aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, sowie für Absatzpreisrisiken werden in ausreichendem Umfang vorgenommen. 1.5 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit ihren Nominalbeträgen, abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen für erkennbare Einzelrisiken, angesetzt. 1.6 Übrige Posten des Umlaufvermögens Die übrigen Gegenstände des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder Nominalbeträgen bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. 1.7 Latente Steuern Der ermittelte aktive latente Steuerüberhang ergibt sich im Wesentlichen aus der unterschiedlichen handelsrechtlichen Bewertung der Pensionsrückstellungen sowie aus Vorräten und sonstigen Rückstellungen. Die Gesellschaft macht insoweit von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch und verzichtet auf den Ansatz des Überhangs der aktiven latenten Steuern. Die Bewertung der latenten Steuern beruht auf einem Steuersatz von 30,26 %. 1.8 Rückstellungen für Pensionen Die Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 3,5 % (Vorjahr 3,5 %) bei den Entgelten und bei den Renten einmalig von 10,12% im aktuellen Jahr und von 2,0 % in allen darauffolgenden Jahren (Vorjahr 4,35% und 2,0 %) ausgegangen. Die ebenfalls berücksichtigte unternehmensspezifische Fluktuationsrate liegt in Abhängigkeit von der Betriebszugehörigkeit bei durchschnittlich 3,50 %. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 1,83 % (Vorjahr 1,78 %). Dabei handelt es sich aufgrund des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren (7-Jahres-Durchschnitt 1,75 %). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt gemäß § 253 Abs. 6 HGB € 2.719.836,00 (Vorjahr € 12.181.109,00) und ist für eine Ausschüttung gesperrt. Der Bilanzgewinn ist nicht ausschüttungsgesperrt, da ausreichend frei verfügbare Rücklagen zur Verfügung stehen. Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung beträgt Mio. € 4,0 (Vorjahr Mio. € 4,0) und beinhaltet auch den Zinsänderungsaufwand. 1.9 Steuer- und sonstige Rückstellungen Diese Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. In den sonstigen Rückstellungen sind, wie im Vorjahr, Rückstellungen für Jubiläumsgeldzahlungen an Mitarbeiter, unter Berücksichtigung eines Fluktuationsabschlages von durchschnittlich 3,50 %, enthalten. Die Jubiläumsrückstellungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Dabei wurde gem. § 253 Abs. 2 HGB ein Rechnungszins von 1,75 % zugrunde gelegt. Die Ermittlung der Gewährleistungsrückstellungen erfolgt unter Berücksichtigung der im Geschäftsjahr angefallenen Gewährleistungsaufwendungen bezogen auf die Umsatzerlöse der jeweiligen Produktgruppe extrapoliert über die nächsten 12 Monate des Berichtszeitraums. Gemäß § 253 (1) Satz 3 HGB sind die Verpflichtungen aus Zeitwertkonten als wertpapiergebundene Zusage zu bilanzieren. Dabei wird mindestens der finanzmathematische Barwert der Verpflichtung angesetzt. Sofern der Zeitwert der Wertpapiere den finanzmathematischen Barwert der Verpflichtung übersteigt, ist dieser als Verpflichtungshöhe anzusetzen. Der finanzmathematische Barwert der Verpflichtung aus Zeitwertkonten lag zum 31.12.2023 unter dem zugehörigen Deckungsvermögen in Form einer Rückdeckungsversicherung. Damit lag eine Verpflichtung in Höhe von € 13.052 vor. Diese wurde mit dem Deckungsvermögen in gleicher Höhe saldiert. 1.10 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 1.11 Passive Rechnungsabgrenzung Die Rechnungsabgrenzung enthält Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die zu Erträgen nach dem Abschlussstichtag führen. 2. UMRECHNUNG VON POSTEN IN FREMDER WÄHRUNG Die Umrechnung von Fremdwährungspositionen erfolgt im Entstehungszeitpunkt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs. Gemäß § 256a HGB werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten über einem Jahr erfolgt grundsätzlich mit dem Fremdwährungsumrechnungskurs zum Entstehungszeitpunkt und bei Vermögensgegenständen zum niedrigeren bzw. bei Verbindlichkeiten zum höheren Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. 3. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 3.1 Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in dem diesem Anhang als Anlage beigefügten Anlagengitter dargestellt. 3.2 Finanzanlagen Beteiligungen
Der letzte vorläufige Abschluss der ZAO Motorola, Russland, datiert vom 31. Dezember 2023. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde wie im Vorjahr keine Dividende ausgeschüttet. 3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen mit Mio. € 43,2 (Vorjahr Mio. € 68,2) und Forderungen aus kurzfristigen Geldanlagen in Höhe von Mio. € 409,7 (Vorjahr Mio. € 340,0). Es bestehen Forderungen gegen die Gesellschafterin mit Mio. € 1,6 (Vorjahr Mio. € 20,0). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr zum Ende des Geschäftsjahres 2023 eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. 3.4 Eigenkapital Das Stammkapital beträgt Mio. € 25,0 (Vorjahr Mio. € 25,0) und ist vollständig eingezahlt. Es wird vollständig von der Motorola Solutions Inc., Chicago, Illinois, USA, gehalten. Die Gewinnrücklagen zählen zu den anderen Gewinnrücklagen. Die Zusammensetzung des Eigenkapitals zum 31. Dezember 2023 stellt sich wie folgt dar:
3.5 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für ausstehende Rechnungen von Lieferanten, Kundenprovisionen, Mitarbeiterprovisionen und -boni, Restrukturierung sowie Gewährleistungen. Die aufgrund der am Berliner Standort beendeten Produktions- und Systemintegrationsaktivitäten und Auslagerung des Reparaturzentrums gebildeten Rückstellungen für Abfindungen sowie weitere Leistungen auf Basis des mit dem Betriebsrat vereinbarten Interessenausgleichs sind zum Ende des Geschäftsjahres weitestgehend verbraucht und betrugen noch Mio. € 0,2. Darüber hinaus wurden Rückstellungen für Restrukturierung auf Basis abgeschlossener Aufhebungsverträge für Mitarbeiter aus anderen Bereichen in Höhe von Mio. € 1,7 gebildet. Die Rückstellung von insgesamt Mio. € 1,9 (Vorjahr Mio. € 2,4) wurde ihrer Restlaufzeit entsprechend mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre um T€ 13,3 abgezinst. Die Drohverlustrückstellung für einen ungenutzten Teilbereich der Büroflächen am Firmensitz in Idstein betrug T€ 42,7.
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten liegen jeweils unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind teilweise über eine Versicherung gegen das Ausfallrisiko abgesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Lieferungen und Leistungen. 3.7 Forderungen gegen/Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Die Forderungen gegen die Gesellschafterin beliefen sich am Jahresende auf Mio. € 1,6 (Vorjahr Mio. € 20,0). Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betrugen zu diesem Stichtag Mio. € 92,7 (Vorjahr Mio. € 31,9). Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen die bzw. gegenüber der Gesellschafterin resultieren in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen. 3.8 Rechnungsabgrenzungsposten Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag in Höhe von Mio. € 39,7 (Vorjahr Mio. € 32,2) aus zeitlich befristeten Wartungs- und verlängerten Garantieverträgen ausgewiesen. Die Laufzeit dieser Verträge geht über den Bilanzstichtag hinaus und reicht teilweise bis Ende 2033. 3.9 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt Mio. € 5,6 (Vorjahr Mio. € 3,4). Berücksichtigt sind mehrjährige Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverpflichtungen, die sich wie folgt aufteilen:
Die Motorola Solutions Germany GmbH folgt damit der globalen und konzernweiten Strategie, die Kapitalbindung insgesamt zu reduzieren. Die Gesellschaft erwartet aus den bestehenden Miet- und Leasingverhältnissen keine Liquiditätsrisiken für die folgenden Geschäftsperioden. Den Mietzahlungen für die Büroflächen am Standort Idstein steht für einen ungenutzten Teilbereich der Büroflächen eine Drohverlustrückstellung in Höhe von T€ 42,7 gegenüber. Mit Wirkung zum 1. Mai 2017 wurde mit dem Logistikunternehmen CTDI GmbH, Malsch, ein Service- und Dienstleistungsvertrag mit einer Grundlaufzeit von fünf Jahren abgeschlossen. Dieser Vertrag wurde um weitere zwei Jahre bis Ende April 2024 verlängert und anschließend um fünf Jahre bis Ende Mai 2029. Die Vergütung besteht aus einem fixen Kostenanteil und einer transaktionsbasierenden Komponente. Im Geschäftsjahr 2023 wurden für die erbrachten Logistikleistungen Aufwendungen in Höhe von Mio. € 7,3 an die Motorola Solutions Germany GmbH belastet. Per 31. Dezember 2023 besteht aus diesem Vertrag eine fixe Verpflichtung von € 17,5 Mio bis 2029. Im Rahmen der Umsetzung der globalen und konzernweiten Strategie wurden die Aktivitäten des europäischen Reparaturzentrums in Berlin mit Wirkung zum 1. April 2019 an das amerikanische Unternehmen CTDI Inc., West Chester, übertragen. Der Service- und Dienstleistungsvertrag war auf fünf Jahre befristet und wurde um weitere fünf Jahre verlängert. Die Vergütung besteht auch hier aus einem fixen Kostenanteil und einer transaktionsbasierenden Komponente. Die Reparaturleistungen werden an den CDTI Standorten in Sömmerda sowie in Warschau durchgeführt. In 2023 sind der Motorola Solutions Germany GmbH hierdurch Aufwendungen von insgesamt Mio. € 5,1 entstanden. Per 31. Dezember 2023 besteht aus diesem Vertrag eine fixe Verpflichtung von € 8,3 Mio bis 2028. Im Rahmen eines Angebotsprozesses hat die Motorola Solutions Germany GmbH dem Vertragspartner einer ihrer Schwestergesellschaften die finanzielle Unterstützung sowie die uneingeschränkte Erfüllung sämtlicher Verpflichtungen aus einem bestimmten Vertragsverhältnis im Bedarfsfall zugesagt. Nachdem der Schwestergesellschaft der Zuschlag in 2021 erteilt wurde, ist auch deren Zulieferer die uneingeschränkte Erfüllung sämtlicher Verpflichtungen aus einem bestimmten Vertragsverhältnis durch die Motorola Solutions Germany GmbH im Bedarfsfall zugesagt worden. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den vorgenannten Erklärungen wird als gering eingeschätzt. Haftungsverhältnisse ergeben sich aus den in 2014 an die Zebra Technologies Germany GmbH, München, übertragenen Versorgungsverpflichtungen. Der Gesamtbetrag, der zum 27. Oktober 2014 an die Zebra Technologies Germany GmbH ausgegliederten Pensionsverpflichtungen betrug Mio. € 1,2 (bewertet nach den einschlägigen Vorschriften des HGB in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes). Für die vor dem Wirksamwerden der Ausgliederung begründeten Versorgungsverpflichtungen haften aufgrund des Betriebsrentengesetzes die an der Ausgliederung beteiligten Rechtsträger als Gesamtschuldner nach § 133 UmwG noch für eine Frist von 10 Jahren. Aus Sicht der Gesellschaft ergeben sich keine Risiken der Inanspruchnahme aus dem vorgenannten Haftungsverhältnis, da die Zebra Technologies Germany GmbH die Verpflichtungen selbst erfüllen wird. 3.10 Derivative Finanzinstrumente Zum 31. Dezember 2023 bestehen keine derivativen Finanzinstrumente. 4. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 4.1 Umsatzerlöse a) Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen
b) Aufgliederung nach geographisch bestimmten Märkten
In den Umsatzerlösen sind mit Mio. € 103,6 (Vorjahr Mio. € 77,4) Lieferungen und Leistungen an verbundene Unternehmen enthalten. 4.2 Materialaufwand
4.3 Personalaufwand
4.4 Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind unter anderem realisierte Wechselkurserträge in Höhe von Mio. € 0,5 (Vorjahr: Mio. € 2,4) erfasst. Diesen stehen Aufwendungen aus Wechselkurseffekten von Mio. € 2,5 (Vorjahr: Mio. € 10,7) gegenüber. Periodenfremde Erträge sind aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von Mio. € 1,9 (Vorjahr: Mio. € 1,5) entstanden. Neben den Kosten für von Konzerngesellschaften erbrachte Dienstleistungen in Höhe von Mio. € 55,9 (Vorjahr: Mio. € 52,0), beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Restrukturierungskosten von Mio. € 3,1 (Vorjahr: Mio. € 1,0). Im Vorjahr war zudem eine Nachforderung des Finanzamts aus einer Lohnsteuerprüfung in Höhe von Mio. € 0,5 enthalten. 4.5 Zinserträge Die Zinserträge des Geschäftsjahres beinhalten Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von Mio. € 14,5 (Vorjahr: Mio. € 2,3) und aus der Abzinsung der Rückstellung für Restrukturierung von T€ 13,3 (Vorjahr: T€ 6,0). 4.6 Zinsaufwand Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten mit Mio. € 4,1 (Vorjahr: Mio. € 4,0) Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen. 4.7 Steueraufwand Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich auf Mio. € 10,3 und betreffen die laufenden Steuern 2023. Des Weiteren sind periodenfremde Steueraufwände in Höhe von Mio. € 0,3 entstanden. 5. SONSTIGE ANGABEN 5.1 Nachtragsbericht Es haben sich keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag gemäß § 285 Nr. 33 HGB ergeben. 5.2 Mitarbeiter nach Gruppen im Jahresdurchschnitt
5.3 Geschäftsführung Oscar Henken, Director EMEA Finance (bis 1. März 2024) Jörg Lorenz, Director System Integration Services Europe 5.4 Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betragen T€ 627. Im Vorjahr betrugen die Gesamtbezüge T€ 662. 5.5 Gesamtbezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung Die Aufwendungen für frühere Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr betragen T€ 562 (Vorjahr T€ 534), davon für Pensionszahlungen T€ 562 (Vorjahr T€ 534). 5.6 Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen früherer Mitglieder der Geschäftsführung Für frühere Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebene sind Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen in Höhe von T€ 10.288 (Vorjahr: T€ 10.081) gebildet. 5.7 Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH WPG, Frankfurt, für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt aufgeschlüsselt nach Tätigkeitsbereichen:
5.8 Konzernverhältnisse Die Gesellschaft, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Motorola Solutions Inc., Chicago, Illinois, USA. Der Konzernabschluss ist bei der Motorola Solutions Inc. (500 W Monroe Street, Ste 4400 Chicago, Illinois 60661, USA) erhältlich. 5.9 Finanzielle Unterstützung durch Motorola Solutions, Inc., USA Die Motorola Solutions Inc. hat am 13. Februar 2024 den geschäftsführenden Gremien ihrer Tochtergesellschaften, unter anderem auch der Motorola Solutions Germany GmbH, schriftlich bestätigt, dass sie weiterhin finanzielle Unterstützung leisten kann und, falls erforderlich, leisten wird. Die Bestätigung gilt für einen Zeitraum von einem Jahr ab Unterzeichnung des Jahresabschlusses für 2023 durch die Geschäftsführung. 5.10 Geschäften mit nahestehenden Unternehmen/ Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundenen Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:
Da alle Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der Motorola Solutions Inc., Chicago, Illinois, USA, einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe. 5.11 ErgebnisverwendungsvorschlagDer Gesellschafterversammlung wird von Seiten der Geschäftsführung vorgeschlagen, den Bilanzgewinn von Mio. € 35,2 zu einem Teilbetrag von Mio. € 18,0 an die Alleingesellschafterin auszuschütten und den verbleibenden Teilbetrag von Mio. € 17,2 auf neue Rechnung vorzutragen.
Idstein, den 18. November 2024 Die Geschäftsführung Jörg Lorenz Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Motorola Solutions Germany GmbH, Idstein Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Motorola Solutions Germany GmbH, Idstein, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Motorola Solutions Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 18. November 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Stefan Hartwig, Wirtschaftsprüfer ppa. Christian Boesenberg, Wirtschaftsprüfer Mit Beschluss vom 12. Dezember 2024 wurde der Jahresabschluss vom Gesellschafter festgestellt und die Gewinnausschüttung an den Gesellschafter beschlossen. |
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