OLTCHIM GmbHLiquidiert
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
OLTCHIM GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010Lagebericht gemäß § 289 HGBDarstellung von Geschäftsverlauf und Lage Die Firma Oltchim GmbH vertritt die Interessen der Muttergesellschaft Oltchim S.A. aus Râmnicu Vâlcea, Rumänien, auf dem Nordwest- und Mitteleuropäischen Markt. Die Hauptaufgabe besteht darin, die Produkte von Oltchim S.A. in diesem Markt zu vertreiben, den Kontakt zu bestehenden Kunden zu pflegen und weiter zu entwickeln und neue Kunden zu akquirieren. Zusätzlich sollen bei Bedarf einige Materialeinkäufe erledigt werden, die Logistik der Lieferungen von Oltchim S.A. nach Nordwest- und Mitteleuropa geplant und betreut werden. Auch im Jahr 2010 wurde die Tätigkeit der Oltchim GmbH durch diese Vorgaben bestimmt. Das Jahr 2010 war für die Oltchim GmbH ein schlechtes Jahr. Es wurde ein Jahresfehlbetrag von 378 Tausend Euro erwirtschaftet. Gründe hierfür sind hohe Kosten der Produktion und im Vergleich zum Vorjahr geringere Absatzmengen. Es war nicht möglich, unter Beibehaltung oder Entwicklung der abgesetzten Volumina, die hohen Preise auf der Verkaufsseite an die Abnehmer weiter zu geben. Weiterhin gab es nicht eingenommene Forderungen in Höhe von 2,76 Millionen Euro. Nur durch die Gewährung eines Zahlungsaufschubs durch die Muttergesellschaft Oltchim SA konnte eine Insolvenz vermieden werden. Die Eigenkapitalquote war negativ (im Vorjahr 1,6%). Die Eigenkapitalrentabilität war ebenso wie die Gesamtrentabilität vor Zinsen und Steuern negativ. Die Handelsspanne betrug 2,3% (im Vorjahr 2,1%), die Umschlagshäufigkeit des Gesamtkapitals betrug 2,0 (im Vorjahr 3,1), die Zielgewährung an Kunden betrug 168 Tage (im Vorjahr 113 Tage) und die Zielgewährung an Lieferanten betrug 179 Tage (im Vorjahr 116 Tage). Der Jahresfehlbetrag belief sich auf TEUR 378 nach einem Jahresfehlbetrag von TEUR 125 im Vorjahr. Hauptumsatzträger war im Jahr 2010, wie auch in den Jahren davor, das Geschäft mit Polyol. Im Vergleich zum Vorjahr wurde die verkaufte Menge von 22 Tausend Tonnen auf 8 Tausend Tonnen reduziert. Die Preise, die auf dem Markt für Polyol erzielt wurden, lagen 2010 im Schnitt um etwa 33% höher als im Vorjahr, die Preise ab Werk bei Oltchim S.A. lagen um etwa 36% höher als im Vorjahr. Gründe für den Rückgang der abgesetzten Mengen waren insbesondere die höheren Preise, die Oltchim im Vergleich zu den Mitbewerbern bieten konnte und die reduzierte Verfügbarkeit von Polyol herrührend von der schlechten Versorgungsalge mit Rohstoffen. Im Jahr 2010 wurden keine nennenswerten Einkäufe für die Oltchim SA getätigt. Im Jahr 2010 gab es keine Änderungen im Personalbestand von 3 Mitarbeitern. Bankenrefinanzierung wurde im Geschäftsjahr nicht in Anspruch genommen. Das Tochterunternehmen Oltchim Italia SRL erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2010 einen Verlust in Höhe von 6 Tausend Euro. Hinweise auf Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Ein Risiko, das für die Oltchim GmbH bestandsgefährdend sein kann, ist wie auch in den letzten Jahren die Privatisierung der Oltchim S.A. Der neue Eigentümer könnte seine eigenen Vertriebsstrukturen besitzen, was die Existenzberechtigung des Tochterunternehmens in Frankfurt am Main überflüssig machen würde. Durch die aktuelle Lage auf dem Kapitalmarkt ist vorerst nicht mit einer schnellen Privatisierung zu rechnen. Auch Versorgungsengpässe bei den Rohstoffeinkäufen oder länger andauernde Produktionsausfälle der Oltchim S.A., würden Lieferengpässe der Oltchim GmbH verursachen und dadurch die Kontinuität der Lieferungen und Marktstellung der Oltchim GmbH gefährden. Ein in der Vergangenheit bestehender Risikofaktor für den Bestand der Oltchim GmbH, die Zahlungsfähigkeit von Debitoren, wurde im Jahr 2010 durch eine Warenkreditversicherung minimiert. Diese Versicherung wird in den kommenden Jahren auf alle Lieferungen der Oltchim GmbH ausgeweitet. Der Kauf von Arpechim, einem Rohstofflieferanten für Propylenoxid und Ethylenoxid durch Oltchim S.A. und dessen teilweise Modernisierung wurden in 2011 abgeschlossen. Es wird erwartet mittelfristig wieder die volle Kapazität der Produktion verfügbar zu haben. Dadurch können die laufenden Kosten wieder gedeckt werden und die angehäuften Fehlbeträge abgebaut werden. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Die beiden überfälligen Forderungen in Höhe von 2,76 Millionen Euro wurden nach Schluss des Geschäftsjahres durch entsprechende gerichtliche Urteile dem Grunde und der Höhe nach bestätigt. Nach dem Schluss des Geschäftsjahres gab es ansonsten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung. Prognosebericht Das Jahr 2011 wird, wie auch die davor liegenden Jahre ein schwieriges Jahr sein. Solange die petrochemische Anlage von Arpechim nicht funktioniert kann man nicht auf konstante Verfügbarkeit der Produkte von Oltchim S.A. vertrauen und die Kosten für die Produktion werden kaum Spielraum für kostendeckende Margen bei der Oltchim GmbH gestatten.
Frankfurt am Main den 12 September 2011 Lucian Alen Catrina, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Oltchim GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Bei der erstmaligen Aufstellung des Jahresabschlusses nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wurden die Vorjahresvergleichszahlen auf Grund des Wahlrechts des Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HBG angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittlere Kapitalgesellschaft. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung und Grundlagen der Währungsumrechnung Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Anschaffungskosten beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 410,- wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen Euro &IND&. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen In der Entwicklung des Anlagevermögens sind die einzelnen Posten des Anlagevermögens dargestellt. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist daraus entnehmbar. Sonstige Vermögensgegenstände Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.
Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Teilwertverfahren angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Aus der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen war eine Zuführung der Rückstellungen erforderlich. Der erhöhte Zuführungsbetrag wird über &IND& Jahre angesammelt; die Überdeckung beträgt zum 31.12.2010 Euro &IND&. Angabe zu Verbindlichkeiten Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt Euro 6.146.165,87 (Vorjahr: Euro 7.704.922,49).
Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Transaktionen sind weiterhin folgende Geschäfte aufzuzeigen:
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von Euro 69.299,92 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen: Beim ausgewiesenen Betrag der außerordentlichen Aufwendungen handelte es sich im Einzelnen um: Erläuterung der periodenfremden Erträge In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von Euro 1.428,70 enthalten. Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Euro 3.676,09 enthalten. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde am 09.05.2011 festgestellt. Vorschlag zur Ergebnisverwendung Auf neue Rechnung werden Euro -201.991,21 vorgetragen. Die nachfolgenden Angaben vervollständigen die in der Form der kleinen Kapitalgesellschaft erstellte Bilanz. Sonstige Pflichtangaben Angaben zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die nachfolgenden, zusätzlichen Angaben sind bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage zu beachten: Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Namen der Mitglieder der Unternehmensorgane Der Geschäftsführung gehörten an:
Namen der Mitglieder des Beirats Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen dem Beirat an:
Vergütungen der Geschäftsführer Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden Euro 105.816,84 Beträge gewährt. Vergütungen der Mitglieder der Unternehmensorgane Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden Euro 0,00 Beträge gewährt. Die Vergütungen betreffen im Einzelnen: Die Aufsichtsratstätigkeiten wurden mit Euro 0,00 vergütet. Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet: Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB) Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:
Die Angaben beinhalten nicht diejenigen Beträge, die den Geschäftsführern zuzurechnen sind. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Konzernzugehörigkeit Die Oltchim GmbH wurde in den Konzernabschluss der Oltchim SA, Rumänien einbezogen. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:
Anlagespiegelder OLTCHIM GmbH, Frankfurt am Main
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 13.09.2011 festgestellt. BestätigungsvermerkIch habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der OLTCHIM GmbH Hanauer Landstr. 553 60386 Frankfurt am Main für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet. Meine Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt: Auf Forderungen in Höhe von EUR 2.761.082,77 wurden notwendige Wertberichtigungen von mindestens EUR 2,0 Mio. nicht vorgenommen. Mit dieser Einschränkung entspricht der Jahresabschluss aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar. Ich weise auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist ausgeführt, dass aufgrund schlechter Zahlungsmoral der Kunden die Gefahr einer Zahlungsunfähigkeit bestand. Ein weiteres bestandsgefährdendes Risiko ist die Gefahr eines Forderungsausfalls in Höhe von EUR 2.761.082,77. Ein Insolvenzgrund wäre zum 31.12.2010 gegeben, wenn die Muttergesellschaft OLTCHIM S.A. ihre Forderungen fällig stellt.
Karben, den 30. September 2011 Markus Kriegel, Wirtschaftsprüfer |
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