Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 718865
Eingetragen
7.2.2014
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieUnternehmensberatung
Gegenstand
Die Erbringung von IT-Beratungsdienstleistungen sowie die Entwicklung, der Vertrieb und die Implementierung von Software

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Robert Günther
seit 16.3.2026
Prokura
Sabrina Jenkel
seit 16.3.2026
Prokura
Laura Schäfers
seit 16.3.2026
Prokura
Katharina Metzger
seit 16.3.2026
Prokura
Aaron Nieder
seit 16.3.2026
Prokura
Anika Eschbach
seit 16.3.2026
Prokura
Gerrit Weingärtner
seit 16.3.2026
Prokura
Sandra Galenkamp
seit 12.2.2025
Prokura
Niels Northe
seit 9.9.2024
Prokura
Olga Hartlieb
seit 16.5.2024
Prokura
Jan Molsen
seit 22.1.2024
Prokura
Stefan Uebe
seit 22.1.2024
Prokura
Jon Rodriguez
seit 22.1.2024
Prokura
Prokura
Sandra Kemm
seit 21.1.2022
Prokura
Burkhard Hergenhan
seit 11.1.2019
Prokura
Oliver Kos
seit 8.4.2014
Prokura
Roland Storbeck
seit 8.4.2014
Prokura
Patric Dahse
seit 20.3.2014
Geschäftsführer
Holger Strotmann
seit 20.3.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (25)

NameAnteil
8.17%
H****** V****
4.97%
3.49%

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter
Beta

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

4 von 5 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
NTT DATA Business Solutions AG
Germany
23.625 €
90.00%
P***** D****
915 €
3.49%
H***** S********
915 €
3.49%
R***** S*******
438 €
1.67%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Natuvion GmbH

Walldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.03.2024

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Natuvion GmbH mit Sitz in Walldorf ist ein international aufgestelltes IT-Beratungs-, Entwicklungs- und Service-Unternehmen.

Wir unterstützen unsere Kunden bei der Migration und Transformation von Daten und Prozessen auf neue Systeme und Plattformen. Mit Beratung, Dienstleistungen und eigenen Softwarelösungen stehen wir unseren Kunden von Anfang an zur Seite.

Aufgrund der umfangreichen Erfahrung mit SAP-Software im Konzern- & Mittelstandsumfeld (z.B. Energieversorger, Versicherer, Einzelhandel, Automotive oder Banken) hat Natuvion frühzeitig den Mangel an Sicherheits- und Transformationsberatung in den nationalen und internationalen Märkten erkannt und darauf mit einem umfangreichen Portfolio an Beratungsleistungen und Softwarelösungen reagiert.

Heute ist Natuvion mit mehr als 200 Mitarbeiter*innen in vielen Branchen international unterwegs und mit mehreren Standorten in Deutschland (Walldorf, Berlin, Leipzig und München) sowie in Österreich, der Schweiz, der Slowakei, in Australien und in den USA vertreten.

2. Forschung und Entwicklung

Mit selbstentwickelten Softwareprodukten beantwortet Natuvion die große Nachfrage nach Transformations-, Prozesseffizienz-, Security-, und Datenschutzlösungen. Auch der steigende Bedarf an Transformations-, Analyse- und Entwicklungsleistungen auf der Basis von SAP Cloud Lösungen macht uns als Innovationstreiber für verschiedene Branchen interessant. Natuvion als ein Expertenmitglied der Global SAP-Community im Bereich SAP S/4 HANA Selective Data Transition Engagement ist an der Etablierung von Standards, Methoden und Prozessen für die Migration nach SAP S/4 HANA beteiligt. Darauf aufbauend entwickeln wir Cloud basierte Lösungen zur Standardisierung und Industrialisierung des digitalen Datenumzugs. Dieses sog. "Migration Factory" ermöglicht unseren Kunden weltweit effiziente und resiliente Migrations- und Transformationsprojekte auf die neuen cloudbasierten IT-Plattformen. Weiterhin sind wir mit unserem eigenen Data Management & Compliance (DMC) Competence Center in der Lage, unsere Kunden bei rechtlichen, organisatorischen oder technischen Fragestellungen zu unterstützen, zum Beispiel bei der Implementierung oder mit vordefinierten Vorlagen und Entwürfen für ihr Datenschutzprojekt. Implementierung oder mit vordefinierten Vorlagen und Entwürfen für ihr Datenschutzprojekt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die allgemeine Entwicklung der deutschen Wirtschaft kann im Jahr 2023 - hauptsächlich bedingt durch die Nachwirkungen der Corona-Pandemie und den anhaltenden Krieg in der Ukraine - als überwiegend negativ beurteilt werden. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im ersten Quartal 2024 um 0,2 % gestiegen im Vergleich zum 4. Quartal 2023. Nachdem das BIP zum Jahresende 2023 zurückgegangen war, startete die deutsche Wirtschaft mit einem positiven Vorzeichen ins Jahr 2024

Die Entwicklung der deutschen IT-Branche gewinnt aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung weiter an Bedeutung. Themen wie Industrie 4.0, Cloud-Computing, DSGVO-Implementierung und nicht zuletzt SAP S/4HANA Transformationen haben insgesamt eine positive Entwicklung für die Branche nach sich gezogen. Diese wird jedoch eingebremst durch die Schwierigkeit genügend fachliche Mitarbeiter*innen zu rekrutieren, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden.

2. Geschäftsverlauf

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 17. Januar 2024 wurde das Geschäftsjahr von einem Kalenderjahr auf den Zeitraum April bis März umgestellt. Die Erläuterungen zum Geschäftsverlauf beziehen sich somit auf das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis einschließlich 31. März 2024. Aufgrund des abweichenden Berichtszeitraums ist das Rumpfgeschäftsjahr 2024 der Natuvion GmbH, das in den saisonal bedingt ertragsschwächeren Monaten liegt, nicht mit dem Vorjahresergebnis vergleichbar. Um eine aussagefähigere Vergleichbarkeit zur entsprechenden Vorjahresperiode herzustellen, wird die Ertragslage im ersten Quartal 2024 nachfolgend mit der Ertragslage im Zeitraum vom 01. Januar bis 31. März 2023 verglichen (im Folgenden mit VP gekennzeichnet); die Vergleichswerte des Vorjahres wurden aus internen Berechnungen auf Basis der Monatsabschlüsse des Unternehmens ermittelt.

Die Gesellschaft realisierte Umsatzerlöse in Höhe von Euro 11,1 Mio. (VP: Euro 7,8 Mio.). Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von 42,3% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Diese positive Entwicklung ist maßgeblich auf das starke Personalwachstum zurückzuführen.

Darüber hinaus trugen der Zuwachs an Neukunden in allen Geschäftsbereichen sowie der Abschluss mehrerer größerer Projekte im Bereich SAP for Utilities und der Datentransformation und -migration im Public Sektor wesentlich zur Umsatzsteigerung bei.

Das Rumpfgeschäftsjahr schließt mit einem Fehlbetrag von Euro -1,3 Mio. ab (VP: Euro -0,5 Mio.). Das Betriebsergebnis verzeichnete im Quartal einen deutlichen Rückgang. Diese Entwicklung ist im wesentlich auf Einmaleffekte im Rumpfgeschäftsjahr 2024 zurückzuführen. Eine im Vergleich zur Vorjahresperiode höhere Krankheitsquote, eine geringere Anzahl an Arbeitstagen bei gleichzeitig deutlichem Mitarbeiterzuwachs und der saisonal bedingt langsam steigende Umsatz wirkten sich negativ auf die Rentabilität des Unternehmens im Rumpfgeschäftsjahr aus. Darüber hinaus belasteten einmalige Aufwendungen für die Markteinführung im nordischen Markt sowie für ein im ersten Quartal 2024 durchgeführtes Firmenjubiläum das Betriebsergebnis zusätzlich.

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl der Gesellschaft stieg im Berichtsjahr von 168 Personen (Köpfe) im Vergleichszeitraum auf 201 Personen (Köpfe ohne Geschäftsführer und Auszubildende).

Durch gezielte Förderungen und internes Coaching werden die künftig benötigten Fachkräfte im eigenen Betrieb auf die zu bewältigenden Aufgaben vorbereitet. Im Berichtszeitraum lag die Zahl der Auszubildenden bei 4, davon wird 1 im kaufmännischen Bereich ausgebildet.

Die Tochtergesellschaften der Natuvion GmbH haben sich an den verschiedenen Standorten wie folgt entwickelt. Alle Gesellschaften haben ihr Geschäftsjahr umgestellt, es endet nun jeweils am 31. März. Die Angaben beziehen sich dementsprechend auf den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2024. Die Vorjahresangaben in Klammern beziehen sich jeweils auf das gesamte Geschäftsjahr 2023.

Österreich

Die österreichische Tochtergesellschaft Natuvion Austria GmbH, Wien, konnte im Rumpfgeschäftsjahr 2024 einen Umsatz in Höhe von TEuro 1.462,3 (Vorjahr TEuro 5.301,3) bei einem Jahresüberschuß von TEuro 54,4 (Vorjahr TEuro 392) erwirtschaften. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl in Österreich betrug 14. Die Schwerpunkte der Leistungserbringung lagen im Bereich SAP für die Versorgungsindustrie sowie Datenmigration und Transformation.

Schweiz

Die Natuvion Schweiz AG führte im Rumpfgeschäftsjahr 2024 den Auf- und Ausbau der Geschäftsbeziehungen weiter fort. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl blieb mit insgesamt 3 Mitarbeitern stabil. Die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2024 wurden mit einem positiven Ergebnis von TCHF 110,3 (Vorjahr: TCHF -132,5) bei einem Umsatz von TCHF 767,9 (Vorjahr: TCHF 1.193,9) beendet.

Slowakei

Die slowakische Tochtergesellschaft konnte im Rumpfgeschäftsjahr 2024 einen Umsatz von TEuro 1.940 (Vorjahr TEuro 4.306) und ein Ergebnis von TEuro 190,6 (Vorjahr TEuro 499,4) erzielen. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl in 2024 ist auf 48 Personen (Vorjahr 35 Personen) angestiegen.

USA

Die amerikanische Tochtergesellschaft Natuvion Americas Inc, Delaware, City of Wilmington konnte im Rumpfgeschäftsjahr 2024 einen Umsatz von T$ 1.288,2 (Vorjahr T$ 4.763) und ein Ergebnis von T$ 62,5 (Vorjahr T$ 618) erzielen. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug im Berichtsjahr 32 Personen.

Australien

Die Aufgabe der australischen Tochtergesellschaft Natuvion Australia PTY LTD mit Sitz in Sydney ist die vertriebliche und projekt-technische Betreuung der Region APJ sowie die Bereitstellung von SAP Beratungs- und Shoring-Dienstleitungen für die Natuvion-Gruppe und für eigene Kunden. Die Tochtergesellschaft hat im Rumpfgeschäftsjahr 2024 einen Umsatz in Höhe von TAUD 1.486,4 (Vorjahr TAUD 5.127) und einen Gewinn von TAUD 93,3 (Vorjahr TAUD 668) verzeichnet. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug im Berichtsjahr 22 Personen.

Natuvion Digital GmbH (Walldorf)

Die Aufgabe der Natuvion Digital GmbH ist die Bereitstellung einer zentralen Plattform für die Entwicklung und den Betrieb von Robotics Process Automation (RPA). Sie führt darüber hinaus Beratungs- und Implementierungsleistungen in diesem Bereich für ihre Auftraggeber durch. Im Rumpfgeschäftsjahr 2024 konnte die Natuvion Digital GmbH einen Umsatz in Höhe von TEuro 245,7 (Vorjahr TEuro 1.023) und einen Jahresüberschuss von TEuro 23,5 (Vorjahr TEuro 181) generieren.

3. Lage

Die wirtschaftliche Lage der Natuvion GmbH kann trotz des negativen Ergebnisses im Rumpfgeschäftsjahr als gut bezeichnet werden.

a) Ertragslage

Das Rohergebnis erhöhte sich von TEuro 6,0 (VP 2023) auf TEuro 6,4 (2024) und somit um +6,1%. Der Personalaufwand stieg von TEuro 5,3 (VP 2023) auf TEuro 6,0 (2024), was einer Personalintensität (gemessen an der Gesamtleistung ohne sonstige betriebliche Erträge) von 57,9 % (VP: 61,8 %) entspricht. Unter Berücksichtigung der einmaligen Sondereffekte, wie zuvor dargestellt, reduzierte sich das Betriebsergebnis von TEuro -535,8 (VP 2023) um TEuro -743,2 auf TEuro -1.279,0 (2024). Das Rumpfgeschäftsjahr 2024 wurde mit einem Fehlbetrag in Höhe von TEuro -1.269,3 (VP: TEuro -517,7) abgeschlossen.

b) Finanzlage

Die Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Die Gesellschaft finanziert sich im Kurzfristbereich im Wesentlichen durch eigene Mittel. Verbindlichkeiten werden fristgerecht beglichen. Die Liquiden Mittel verminderten sich gegenüber dem Stand zum Ende des Geschäftsjahres 2023 um 785,3 TEuro.

Insgesamt hat sich die Liquiditätslage der Gesellschaft im Bereich der unmittelbaren Liquidität, der einzugsbedingten Liquidität sowie auch bezüglich der Deckung der kurzfristigen Verbindlichkeiten durch das gesamte Umlaufvermögen weiter verbessert.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft verminderte sich im ersten Quartal 2024 gegenüber dem Stand zum 31. Dezember 2023 von TEuro 17.819,4 auf TEuro 16.744,4 zum 31. März 2024. Das Anlagevermögen stieg um TEuro 912,0 an (wesentlich durch die Umgliederung eines zuvor im Umlaufvermögen ausgewiesenen Darlehens an ein verbundenes Unternehmen), gleichzeitig verringerten sich der Vorratsbestand (TEuro -634,1) und der Bestand an liquiden Mitteln (TEuro -785,3). Die Anlagenintensität (Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen) erhöhte sich vor allem durch die Umgliederung der Darlehensforderung im Berichtsjahr von 9,6% am 31. Dezember 2023 auf jetzt 15,6 %. Die Umlaufintensität (Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen) reduzierte sich dementsprechend von 89,6 % auf 83,6 %.

In Bezug auf die Kapitalstruktur der Gesellschaft verringerte sich die Eigenkapitalquote im Vergleich zum Jahresende 2023 um 3,9 Prozentpunkte auf 54,4 %, wesentlich bedingt durch den Fehlbetrag im Rumpfgeschäftsjahr.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der internen Unternehmenssteuerung werden neben der zuvor dargestellten Eigenkapitalquote auch der Verschuldungsgrad zu Grunde gelegt.

Der Verschuldungsgrad zum Ende des Rumpfgeschäftsjahres betrug 84,3 % (31.12.2023: 71,5 %).

Die Gesellschaft ist in den Bereichen SAP for Utilities, Data Transformation, Data Management & Compliance (DMC) sowie Human Capital Management (HCM) international aktiv und erfolgreich. Aus der Qualität und der Funktionalität der Services resultiert eine hohe Kundenzufriedenheit und Kundenbindung, die sich in einem soliden Kundenstamm widerspiegelt. Das Qualitätsmanagement ISO 9001 und die Informationssicherheits-Managementsysteme nach ISO 27001 und TISAX werden vor diesem Hintergrund kontinuierlich verbessert und regelmäßig zertifiziert. Neben den Kunden stellen die Mitarbeiter*innen einen bedeutenden nichtfinanziellen Leistungsindikator dar. Aus diesem Grund werden auch die Arbeitnehmerbelange zur internen Unternehmenssteuerung herangezogen. Durch gezielte Aus- und Weiterbildung sowie individuelle Förderung der Mitarbeiter wird eine Basis für hohe Qualifikation und Motivation geschaffen mit einer entsprechenden Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen.

III. Zweigniederlassungsbericht

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

IV. Prognosebericht

Die wirtschaftliche Entwicklung im laufenden Jahr 2024 steht nach Angaben des BMWi weiter ganz im Zeichen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine. Die beschlossenen Sanktionen treffen vor allem die russische Wirtschaft. Aber auch deutsche Unternehmen sind betroffen, wenn bestehende Handelspartner wegbrechen oder Lieferketten reißen.

Sowohl im gesamten produzierenden Gewerbe als auch in der Industrie soll sich die Produktion mit ihrem konsekutiven Anstieg etwas stabilisieren. Der andauernde Krieg in der Ukraine bringt allerdings die Gefahr einer weiteren Verschärfung von Lieferengpässen und einer einhergehenden Bremsung der konjunkturellen Entwicklung mit sich.

Ein Grund zur Sorge bleibt jedoch die Inflationsrate: Sie lag im April 2024 bei 2,2%, maßgeblich getrieben durch einen weiteren Anstieg der Energiepreise, sowie der Ausfall von Produktionskapazitäten aufgrund von komparativ hohen Krankenständen.

Insgesamt soll die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 im Jahresverlauf wieder etwas an Fahrt aufnehmen. Bisher können wir die Ergebnisse der Geschäftslage weiter mit positiv bestätigen. Die Einschätzungen zur Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 sind dennoch aktuell schwer zu erfassen. Nichtsdestotrotz sind wir besonders bei unseren Stammkunden weiter vertrieblich sehr aktiv und blicken gedämpft optimistisch in die Zukunft im Jahr 2024. Auch bauen wir weiter gezielt Personal auf, um die neuen Themen besonders im Bereich SAP S/4HANA Transformation zu stärken und um die Lieferfähigkeit in Projekten und neuen Themen in den Märkten zu gewährleisten.

Darüber hinaus sichern weiterhin klar definierte Investitionen in Partnerschaften und neue Themen einen Vorsprung zum Wettbewerb.

Die vorhandenen Absatzmärkte in den bereits erschlossenen Segmenten beinhalten weiterhin ein gewisses Wachstumspotential. Die Unternehmensplanung sieht für das neue Geschäftsjahr 2024 trotz der Corona und Ukrainekrieg bedingten Probleme eine Umsatzsteigerung von 3,2 % vor. Dies entspricht einer Zielvorgabe von ca. 1,34 Millionen Euro. Angesichts des aktuellen Auftragsbestands sowie des Auftragseingangs zu Beginn des Jahres 2024 besteht Zuversicht, dieses Ziel zu erreichen. Zudem deutet die gewichtete Sales-Pipeline der Natuvion Gruppe, insbesondere im Bereich der S4HANA-Transformationsprojekte, auf ein äußerst erfolgreiches Jahr mit starkem Umsatzwachstum hin. Im Zuge des weiterhin geplanten Unternehmenswachstums und der geplanten Investitionen in neue Themen und Märkte wird im Folgejahr auch ein signifikant höherer Jahresüberschuss erwartet.

Auch in den Folgejahren wird eine Umsatzsteigerung für möglich gehalten. Die SAP S/4HANA-Themen sind weiter wichtiger Treiber der Investitionen unserer Kunden, aber auch neue non-SAP Software-Anbieter drängen auf den Markt, auch hier wird Natuvion investieren und Partnerschaften schließen. Dazu wird auch an der bisherigen personalpolitischen Zielsetzung festgehalten, qualifiziertes Personal durch entsprechende Rekrutierungsmaßnahmen in Deutschland und in den Ländern der Niederlassungen zu gewinnen. Die Geschäftsleitung geht für die Zukunft weiterhin von einer positiven Entwicklung der Gesellschaft aus.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Das Risikomanagement der Natuvion GmbH hat die grundlegende Zielsetzung, den Unternehmenserfolg gegen jegliche Risiken mit signifikanter Ausprägung abzusichern. Die Unternehmensführung verfolgt hierbei überwiegend eine konservative Risikopolitik. Es wurde ein geeignetes Instrumentarium zur systematischen Identifikation, Analyse, Bewertung, Überwachung und Steuerung von potenziellen Risiken geschaffen, um adäquat und zeitnah auf beeinträchtigende Entwicklungen reagieren zu können. Begünstigt wird dies durch einen schnellen Informationsfluss aufgrund klar definierter Anweisungen und flacher Hierarchien. Im Rahmen der existierenden Corona bedingten Risiken konnte besonders der schnelle Informationsfluss mit klar definierten Anweisungen besonders in Richtung der Mitarbeiter für eine stabile und weiterhin funktionierende Arbeitsstruktur in den Projekten und Themen Risiko minimierend bezeichnet werden.

Volkswirtschaftliche Risiken / Branchenspezifische Risiken

Die durch Corona-Nachwehen, Energiekrise und Ukrainekrieg bedingten Markteinbrüche und die damit verbundene Rezession im Jahr 2023 werden je nach Ausprägung die wirtschaftliche Situation der Kunden und somit auch den Absatz der Produkte im Jahr 2024 mehr beeinträchtigen als aktuell erwartet wird. Dies wird dann eine entsprechende Auswirkung auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens zur Folge haben. Ob und inwieweit sich diese Auswirkungen ergeben werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht final ersichtlich.

Strategische Risiken

Neben den normalen unternehmensstrategischen Risiken (wie auf der einen Seite eine mangelnde Auslastung und auf der anderen Seite eine ausreichende Sicherstellung der Personalkapazitäten sowie daraus möglicherweise resultierende finanzielle Belastungen respektive Investitionen) sind in 2024 natürlich die durch Energiekrise und Ukrainekrieg bedingten Unternehmensrisiken im Fokus, die jedoch auch durch detaillierte Forecast-Planungen und strategisches Personalmanagement in Deutschland (unter Nutzung der gesetzlichen Regelungen) als auch in den Niederlassungen bearbeitet werden.

Personalrisiken

Personelle Risiken können entstehen, wenn Mitarbeiter dem Unternehmen nicht mehr zur Verfügung stehen und kurzfristig nicht substituiert werden können bzw. notwendiges neues Personal zur Bewältigung der Projektziele nicht durch den Arbeitsmarkt adäquat abgedeckt werden können. Aus diesem Grund werden auch im Jahr 2024 weiterhin gezielte Maßnahmen initiiert, um das Personal an das Unternehmen zu binden. Dem Risiko wird weiterhin auch durch Rekrutierung von Nachwuchskräften und deren konsequente Förderung begegnet.

Technologische Risiken

Die Kernkompetenz der SAP Beratung birgt das Risiko, dass die notwendigen Investitionen in die neuen Themen und SAP Lösungen entweder durch die Kunden nicht nachgefragt werden oder durch den Wettbewerb angeboten werden. Durch kontinuierliche Entwicklungstätigkeiten, stetige Prozessoptimierungen und hoch qualifiziertes Personal im Bereich SAP Beratung wird diesem Risiko jedoch entgegengewirkt.

Ertragsorientierte Risiken

Leistungswirtschaftliche Risiken wegen einer geänderten Markt- oder Wettbewerbssituation bestehen grundsätzlich zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Inwiefern sich jedoch der Ukrainekrieg weiterhin auf die Ertragssituation auswirkt, kann derzeit noch nicht abschließend beurteilt werden. Aufgrund hochwertiger Services mit entsprechender Kundenbindung und der bereits erreichten Marktposition ist mittelfristig jedoch weiterhin von einer Ausdehnung der Marktanteile auszugehen. Potentiellen Risiken aufgrund von Lieferengpässen wurde in der Vergangenheit mit dem Abschluss von vertraglichen partnerschaftlichen Geschäftsbeziehungen mit den wichtigsten Dienstleistungslieferanten begegnet.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Unternehmen verfügt über eine stabile Liquiditäts- und auch Eigenkapitalsituation. Aus diesem Grund sind derzeit keine Liquiditätsrisiken ersichtlich.

2. Chancenbericht

Unternehmensstrategische Chancen

Zu den unternehmensstrategischen Chancen zählen für die Natuvion GmbH unter anderem Entscheidungen über Markteintrittsstrategien und Produktoptimierungen bzw. -neuerungen. Durch die Erschließung neuer Märkte sowie durch Akquise neuer Kundengruppen lassen sich Wachstumspotentiale für Umsatz und Marktanteil generieren. Entscheidungen über Produktverbesserungen und Neuentwicklungen können zum einen eine Festigung des bestehenden Kundenstamms und bestehender Marktanteile bewirken. Zum anderen können neue Kunden angeworben und der Zugang zu neuen Branchensegmenten ermöglicht werden.

Leistungswirtschaftliche Chancen

Leistungswirtschaftliche Chancen sind für die Gesellschaft Planungssicherheit, Kundenbindung, Marktpositionierung und Vertriebswege. Im Unternehmen wird durch vorhandene Aufträge und längerfristig geplante Projekte eine stabile Planbarkeit hinsichtlich Umsatzes und Produktion erreicht. Bereits in der Vergangenheit konnte eine starke Kundenbindung und Markenpositionierung erreicht werden. Dies wird auch weiterhin mit der kundenspezifischen Entwicklung und Einführung neuer und auf entsprechende Märkte zugeschnittene Beratungsleistungen und Produkte sowie geeigneter Marketing- und Vertriebsmaßnahmen unterstützt.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir vornehmlich in den durch Energiekrise und den Ukrainekrieg Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir vornehmlich in den durch Energiekrise und den Ukrainekrieg verursachten Auswirkungen auf den Gesamtmarkt. Darüber hinaus sind Risiken weiterhin in der Auslastung bzw. Sicherstellung der Personalkapazitäten, einem Fachkräftemangel und steigenden Dienstleistungspreisen zu sehen. Basierend auf der finanziellen Stabilität, der geringen Volatilität in den Kunden- und Lieferantenbeziehungen sowie den implementierten Risikosteuerungsmaßnahmen ist die Gesellschaft nach unserer Ansicht für die Bewältigung künftiger Risiken jedoch gut aufgestellt. Wesentliche Chancen ergeben sich vor allem durch das vorhandene technologische Know-how, Innovationskraft und Funktionalität sowie hohe Qualitätsstandards bei den Produkten mit weiterem Wachstumspotential im Bereich Umsatz, Kundenbindung/-akquise und Marktstellung.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Das Unternehmen ist Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten ausgesetzt. Zu den eingesetzten Finanzinstrumenten gehören Finanzanlagen, sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Es bestehen Preisänderungsrisiken, Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen.

Das Preisänderungsrisiko beinhaltet insbesondere ein Währungsrisiko aufgrund von Kursveränderungen sowie ein Zinsrisiko aufgrund von Schwankungen des Marktzinssatzes. In diesem Zusammenhang können sich auch Risiken aus Zahlungsstromschwankungen ergeben.

Das Ausfallrisiko besteht in der Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse von Kunden mit der Gefahr, dass diese bestehenden Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht erfüllen können. Diesem Risiko steht jedoch zum einen ein solventer Kundenstamm mit langjährigen Geschäftsbeziehungen entgegen.

Das Liquiditätsrisiko birgt die Möglichkeit, dass die Gesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen oder auch bei Bedarf keine ausreichende Liquidität zu den erwarteten Konditionen beschaffen kann. Aus diesem Grund wird im Rahmen des Risikomanagements zur Absicherung des Liquiditätsrisikos und Sicherstellung der jederzeitigen Liquidität die Liquiditätslage laufend überwacht und der voraussichtliche Liquiditätsbedarf anhand entsprechender Finanzplanungen ermittelt.

 

Walldorf den 30. Juni 2024

Natuvion GmbH

Patric Dahse, Geschäftsführer

Holger Strotmann, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.3.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 2.616.072,54 1.704.085,54
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 46.593,00 48.619,00
II. Sachanlagen 715.511,00 627.811,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 715.511,00 627.811,00
III. Finanzanlagen 1.853.968,54 1.027.655,54
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 179.468,79 179.468,79
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.674.499,75 848.186,75
B. Umlaufvermögen 13.991.219,11 15.960.213,64
I. Vorräte 1.140.113,81 1.774.242,98
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.385.686,21 10.935.264,81
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.237.863,89 1.810.336,83
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 868.329,75
2. sonstige Vermögensgegenstände 9.147.822,32 9.124.927,98
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.465.419,09 3.250.705,85
C. Rechnungsabgrenzungsposten 137.113,91 155.067,23
Summe Aktiva 16.744.405,56 17.819.366,41

Passiva

31.3.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Eigenkapital 9.117.320,29 10.386.572,19
I. Gezeichnetes Kapital 26.250,00 26.250,00
II. Gewinnvortrag 10.360.322,19 6.735.374,27
III. Jahresfehlbetrag 1.269.251,90 -3.624.947,92
B. Rückstellungen 1.725.582,20 1.790.012,08
C. Verbindlichkeiten 4.946.200,44 5.154.214,27
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 902.777,81 944.444,45
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 902.777,81 944.444,45
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 682.125,58 696.740,30
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 682.125,58 696.740,30
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.361.297,05 3.513.029,52
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.358.297,05 3.510.029,52
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 3.000,00 3.000,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 953.736,60 483.838,60
E. Passive latente Steuern 1.566,03 4.729,27
Summe Passiva 16.744.405,56 17.819.366,41

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2024 - 31.3.2024
EUR
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1. Rohergebnis 6.393.623,61 28.767.908,74
2. Personalaufwand 5.968.703,04 19.783.891,41
a) Löhne und Gehälter 5.231.447,58 17.295.539,54
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 737.255,46 2.488.351,87
davon für Altersversorgung 14.608,21 65.634,57
3. Abschreibungen 71.110,57 246.058,06
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 71.110,57 246.058,06
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.632.755,39 4.905.465,04
5. Erträge aus Beteiligungen 858.868,82
davon aus verbundenen Unternehmen 858.868,82
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19.081,78 51.448,67
davon aus verbundenen Unternehmen 19.081,78 51.448,67
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.799,53 18.878,11
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.163,24 1.096.405,69
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 3.163,24
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 2.927,77
9. Ergebnis nach Steuern -1.268.499,90 3.627.527,92
10. sonstige Steuern 752,00 2.580,00
11. Jahresfehlbetrag 1.269.251,90 -3.624.947,92

Anhang

Der Angaben im Anhang in Abschnitt Abschnitt 6.6 "Konzernzugehörigkeit" wurden im November 2024 gegenüber der ursprünglichen Fassung vom 30. Juni 2024 nachträglich geändert. Durch die Änderung liegen nun die Voraussetzungen zur Befreiung der Natuvion GmbH von der Konzernrechnungslegungspflicht gemäß §§ 290, 291 und 293 HGB vor.

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Natuvion GmbH hat ihren Sitz in Walldorf. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 718865 eingetragen.

2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. März 2024 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und der §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriften wurden stetig angewendet. Eine Vergleichbarkeit mit den ausgewiesenen Vorjahresergebnissen ist jedoch aufgrund der Umstellung des Geschäftsjahres nur begrenzt möglich.

Die Gesellschaft erfüllt zum 31. März 2024 gemäß § 267 Abs. 2 i.V.m. Abs. 4 HGB die Größenkriterien einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte im Rahmen der Vorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren).

Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 HGB wurde bei der Aufstellung des Anhangs Gebrauch gemacht.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und der Schulden wurde entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung vorgenommen.

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten und Sachanlagen zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen angesetzt und jeweils um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Abschreibungen auf die Zugänge der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden unter Zugrundelegung der voraussichtlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode vorgenommen. Die Abschreibungen auf den Altbestand erfolgten ebenfalls nach der linearen Methode. Abnutzbare bewegliche Anlagegüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis 800,00 € wurden aus Vereinfachungsgründen im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer wie folgt abgeschrieben:

Immaterielle Vermögenswerte (Software): 8 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 13 Jahre

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen mit den Anschaffungskosten

- Ausleihungen an verbundene Unternehmen zum Nennwert

Die Bewertung der in Arbeit befindlichen Aufträge (unfertige Leistungen) erfolgte zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips in Form der verlustfreien Bewertung unfertiger Leistungen.

Die geleisteten Anzahlungen wurden in Höhe des hingegebenen Betrages angesetzt, soweit nicht auf einen niedrigeren beizulegenden Wert abzuschreiben war.

Die Bewertung der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände, sowie der Kassenbestände, der Bankguthaben und der Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte grundsätzlich mit ihrem Nominalbetrag. Zweifelhafte Forderungen wurden mit ihrem wahrscheinlichen Wert angesetzt, uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Kurzfristige Posten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden gemäß § 256a HGB ohne Beachtung des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips bewertet.

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 274 HGB. Es bestehen nur passive latente Steuern.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Bei erstmaliger Abzinsung einer Rückstellung findet die Nettomethode Anwendung.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

4. Erläuterungen zur Bilanz

4.1 Entwicklung des Anlagevermögen

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Bezeichnung Stand 01.01.2024
Euro
Zugang 2024
Euro
Abgang 2024
Euro
Stand 31.03.2024
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 64.826,42 0,00 0,00 64.826,42
II. Sachanlagen
- andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.251.700,01 171.115,57 288.467,37 1.134.348,21
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 179.468,79 0,00 0,00 179.468,79
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 848.186,75 826.313,00 0,00 1.674.499,75
1.027.655,54 826.313,00 0,00 1.853.968,54
2.344.181,97 997.428,57 288.467,37 3.053.143,17
Abschreibungen
Bezeichnung Stand 01.01.2024
Euro
Zugang 2024
Euro
Abgang 2024
Euro
Stand 31.03.2024
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.207,42 2.026,00 0,00 18.233,42
II. Sachanlagen
- andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 623.889,01 69.084,57 274.136,37 418.837,21
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
640.096,43 71.110,57 274.136,37 437.070,63
Buchwerte
Bezeichnung Stand 31.12.2023
Euro
Stand 31.03.2024
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 48.619,00 46.593,00
II. Sachanlagen
- andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 627.811,00 715.511,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 179.468,79 179.468,79
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 848.186,75 1.674.499,75
1.027.655,54 1.853.968,54
1.704.085,54 2.616.072,54

4.2 Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Mitzugehörigkeitsvermerk)

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich in Höhe von TEuro 1.237,9 um Forderungen aus Gewinnausschüttungen (TEuro 349,7) sowie aus Lieferungen und Leistungen (TEuro 788,2).

4.3 Sonstige Vermögensgegenstände

Der Ausweis betrifft im Wesentlichen Forderungen aus Steuerüberzahlungen sowie Reisekostenvorschüsse an Mitarbeitende und Kautionen. Die Kautionen in Höhe von TEuro 45,9 haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

4.4 Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Es handelt sich vor allem um Ausgaben für Lizenzen und Dienstleistungen, die erst im Folgejahr zu Aufwand führen.

4.5 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEuro 1.725,6 enthalten insbesondere Rückstellungen für variable Gehälter TEuro 269,5 (31.12.2023: TEuro 939,3), Rückstellungen für Urlaub TEuro 533,4 (31.12.2023: TEuro 455,6) und für andere Personalkosten von TEuro 228,5 (31.12.2023: TEuro 262,2), Rückstellungen für die Erstellung und die Prüfung des Jahresabschlusses TEuro 46,0 (31.12.2023:TEuro 27,0), Rückstellungen für Kreditkartenzahlungen von TEuro 113,0 (31.12.2023: TEuro 0) und für noch nicht beauftragte Leistungen TEuro 203,1 (31.12.2023: TEuro 0).

4.6 Aufgliederung der Verbindlichkeiten

Art der Gesamt- Restlaufzeit davon Art und Form
Verbindlichkeit betrag gesichert der Sicherheit
zum 31.03.2024 TEuro bis 1 J.
TEuro
1 - 5 J.
TEuro
> 5 J.
TEuro
TEuro Vermerk
Erhaltene Anzahlungen 332,5 332,5 0,0 0,0 0,0 keine
0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (292,4) (292,4) (0,0) (0,0) 1.442,2 branchenübliche
1.442,2 1.442,2 0,0 0,0 (1.403,2) Eigentumsvorbehalte
(1.403,2) (1.403,2) (0,0) (0,0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 682,1 682,1 0,0 0,0 0,0 Keine
(696,7) (696,7) (0,0) (0,0) (0,0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 902,8 166,7 666,7 69,4 0,0 Keine
(944,4) (166,7) (777,7) (111,1) (0,0)
sonstige Verbindlichkeiten 1.586,6 1.583,6 0,0 3,0 0,0 Keine
(1.817,5) (1.814,5) (0,0) (3,0) (0,0)
Summe 4.946,2 4.207,1 666,7 72,4 1.442,2
(5.154,2) (4.373,5) (777,7) (114,1) (1.403,2)

* Vorjahresangaben in Klammern

4.7 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Mitzugehörigkeitsvermerk)

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich um solche aus Lieferungen und Leistungen.

4.8 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Ausweis betrifft die Bereitstellung einer Finanzierung in Höhe von TEuro 1.000,0 durch die Gesellschafter. Die Darlehen werden marktüblich verzinst, der Zinsaufwand im Rumpfgeschäftsjahr belief sich auf TEuro 11,5 (2023: TEuro 16,1).

4.9 Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen vor allem Umsatzsteuerverbindlichkeiten (TEuro 853,6) sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (TEuro 609,5) sowie Sozialabgaben (TEuro 36,8).

4.10 Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Es handelt sich um bereits im Geschäftsjahr abgerechnete Einnahmen aus Projekten und Dienstleistungen, die aber erst im Folgejahr zu Ertrag führen.

4.11 Passive latente Steuern

Steuerliche Latenzen ergeben sich aus Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen im Anlagevermögen. Die Bewertung der steuerlichen Latenzen im Konzernabschluss erfolgte mit einem Steuersatz von rd 30%.

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten bestehen Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB aus Bürgschaften in Höhe von insgesamt TEuro 66,8 (31.12.2023: TEuro 66,8). Aufgrund der gegenwärtigen Bonität der Begünstigten ist die Inanspruchnahme-Wahrscheinlichkeit der Haftungsverhältnisse als gering einzuschätzen.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Vorjahresangaben in Klammern beziehen sich jeweils auf den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEuro 0,3 (2023: TEuro 2,2) in dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEuro 2,3 (2023: TEuro 6,2) in dem Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" enthalten.

6. Sonstige Angaben

6.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen (Miet-, Pacht- und Leasingverträge) bestehen in Höhe von TEuro 994,3 (Vj.: TEuro 1.151,1).

6.2 Mitarbeiteranzahl

Im Durchschnitt waren im Berichtsjahr 201 (1.1 bis 31.3.2023: 168) Arbeitnehmer beschäftigt. Hierbei handelt es sich insgesamt um Angestellte. Auszubildende wurden nicht berücksichtigt.

6.3 Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Im Rumpfgeschäftsjahr 2024 waren als Geschäftsführer bestellt:

- Herr Patric Dahse, Dipl. Informatiker, Geschäftsführer

- Herr Holger Strotmann, Industriekaufmann, Geschäftsführer

6.4 Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Berücksichtigung der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

6.5. Anteilsbesitz

Die Gesellschaft besitzt Anteile an folgenden Gesellschaften. Die Angaben beziehen sich jeweils auf die Abschlüsse für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. März 2024:

Natuvion Austria GmbH, Wien Anteil 80%
Eigenkapital: Euro 282.180,14
Ergebnis 2024: Euro 54.404,34
Natuvion Americas Inc., Malvern (PA) Anteil 70%
Eigenkapital USD 1.292.546,82
Ergebnis 2024: USD 62.541,40
Natuvion Slovacia s.r.o., Bratislava Anteil 50%
Eigenkapital: Euro 196.093,00
Ergebnis 2024: Euro 190.593,00
Natuvion Australia PTY Ltd., Sydney Anteil 55%
Eigenkapital: AUD 1.090.465,00
Ergebnis 2024: AUD 93.277,00
Natuvion Digital GmbH, München Anteil 52,0%
Eigenkapital: Euro -49.656,81
Ergebnis 2024: Euro 23.482,67
Natuvion Schweiz AG, Winterthur Anteil 100,0%
Eigenkapital: CHF -479.023,64
Ergebnis 2024: CHF 110.320,35

6.6. Konzernzugehörigkeit

Die Natuvion GmbH ist zum 31. März 2024 konzernrechnungspflichtig nach §§ 290, 293 HGB, nimmt aber die Befreiungsmöglichkeit nach § 291 HGB in Anspruch. Den befreienden Konzernabschluss und Konzernlageberichtstellt die NTT DATA Business Solutions AG mit Sitz in Bielefeld als Mutterunternehmen auf. Dieser wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht.

Die NTT DATA CORPORATION mit Sitz in Tokio stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf.

6.7. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsleitung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Walldorf, den 15. November 2024

Natuvion GmbH

Patric Dahse, Geschäftsführer

Holger Strotmann, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.02.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Natuvion GmbH, Walldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Natuvion GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Natuvion GmbH für das Rumpfgeschäftjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. März 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unserere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche Falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Hinweis zur Nachtragsprüfung

Diesen Bestätigungsvermerk erteilen wir zu dem geänderten Jahresabschluss und Lagebericht aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 9. Juli 2024 abgeschlossenen Prüfung und unserer am 18. November 2024 abgeschlossenen Nachtragsprüfung, die sich auf die Änderungen im Anhang als Bestandteil des Jahresabschlusses bezog. Auf die Darstellung der Änderungen durch die gesetzlichen Vertreter im geänderten Anhang wird verwiesen.

 

Köln, den 9. Juli 2024/ Begrenzt auf die im Hinweis zur Nachtragsprüfung genannten Änderungen: 18. November 2024

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