Bau von Straßen
ORAFOL Fresnel Optics GmbH
Flurstedter Marktweg 13, 99510 Apolda, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Richter seit 24.2.2026 | Geschäftsführer |
Catherine Loclair-Hieronimi seit 20.1.2025 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Orafol Americas Inc. | 94.00% |
Orafol International Inc. | 6.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ORAFOL Fresnel Optics GmbH
ApoldaJahresabschluss zum 31. Dezember 2023Lagebericht Geschäftsjahr 2023Das Unternehmen Die ORAFOL Fresnel Optics GmbH ist ein Tochterunternehmen der ORAFOL Europe GmbH, welches Produkte für den Konzernbereich Optic Solutions entwickelt, fertigt und weltweit vertreibt. Die ORAFOL Fresnel Optics ist ein Original Equipment Manufacturer (OEM) und fertigt kundenspezifische Polymeroptik-Komponenten sowohl in Kleinserien- als auch in Hochvolumenproduktion für etwa 170 Kunden weltweit. Es werden optische Komponenten für den Geräte- und Instrumentenbau, die Displayindustrie sowie für die Beleuchtungs- und Solarindustrie auf Kundenauftrag hergestellt. Zu den Produkten zählen sowohl sehr kleine, aber auch großflächige Optiken und Linsen für klassische Industrieprodukte, für architektonische Licht- und Designanwendungen, Konzentratorlinsen für den Solarbereich, Optiken für den Automotivbereich und Displayanwendungen sowie eine Vielzahl kundenspezifischer optischer Komponenten zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Effizienz von Systemen und Baugruppen. Die Gesellschaft betreibt ihre Produktion in Apolda auf eigenem Grundbesitz und in eigenen Gebäuden. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 war trotz der schwierigen Situation im Umfeld des Krieges in der Ukraine ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,2 % zu verzeichnen 1. Vergleicht man das reale Bruttoinlandsprodukt 2023 mit dem Jahr 2022, dann gibt es an dieser Stelle einen Rückgang von 0,3%-Punkten 1 . Die optischen Produkte von ORAFOL Fresnel Optics sind spezielle Komponenten und damit weder dem Standardmarkt noch der Photonics-Branche zuzuordnen. Es handelt sich nach wie vor um Nischenprodukte. Damit ist eine allgemeine Aussage zur branchenbezogenen Marktentwicklung nicht möglich. Dies spiegelt auch die Entwicklung der Umsatzzahlen wider. Die Umsatzerlöse befinden sich nahezu auf Vorjahresniveau. 1 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/04/16/world-economic-outlook-april-2024 Forschung und Entwicklung (F&E) Um in der Zukunft auf einem neuen technologischen Niveau arbeiten zu können, sind die internen Bestrebungen das entscheidende Thema. Da die zentralen deutschen Förderprojekte für Forschung und Entwicklung speziell bezüglich der Optikentwicklung nicht mehr verfügbar sind, sind nun komplett eigene Entwicklungen gefragt. Bei einem Rückblick auf das Jahr 2023 sehen wir in diesem Bereich eine Investition von TEUR 514. Zum einem wurde im letzten Jahr die Technologie im Bereich der "LinearSpritzGussLinse" mit Erfolg, bezüglich hochwertiger und großflächiger linearer Strukturen, generiert. Parallel dazu wurde im Zusammenhang mit der Herstellung neuer Werkzeuge für die zukünftigen Optiken ein neues Projekt für eine nächste Ultrapräzisionsanlage zur Modifizierung des UP-Hobelprozesses, inklusive des Diamantschneidens, gestartet. Die ORAFOL Fresnel Optics plant, auf Grundlage der in 2023 durchgeführten Projekte wieder eine Forschungszulage zu beantragen, zum Umfang sind derzeit aber noch keine zuverlässigen Aussagen möglich. Im vorliegenden Jahresabschluss ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen eine für 2022 gewährte Forschungszulage von TEUR 36 enthalten. Geschäftsverlauf Nachdem die letzten beiden Jahre für die ORAFOL Fresnel Optics GmbH eine gute Entwicklung gezeigt haben, war die Vorschau für das Jahr 2023 schwer einschätzbar. Unabhängig von der recht schwierigen Situation gab es bis Ende August immer wieder einen positiven Trend, der zu dem angestrebten Umsatz geführt hat. Mit diesem Effekt hätte es eine Umsatzsteigerung im Bereich von ca. 8 % geben können. Betrachtet man dann die letzten 4 Monate des Jahres 2023, dann setzte sich dieser positive Trend nicht fort, in dieser Phase gab es aufgrund geringerer Kundenbestellungen einen Rückgang der Umsätze. In dieser Situation wurde die Entscheidung getroffen, ab 01. Oktober 2023 in der Fertigung etwa 20 % Kurzarbeit zu nutzen. Bei einer Kombination der ersten guten acht Monate und der letzten vier eingeschränkten Monate liegt der Umsatz mit TEUR 6.045 nur geringfügig unter dem Vorjahresumsatz (-0,1 %). Das Jahresergebnis war mit einem Gewinn von TEUR 235 wie erwartet positiv, jedoch nicht vergleichbar mit dem Vorjahresergebnis von TEUR 391. An dieser Stelle liegen zwei wichtige Faktoren im Hintergrund. Zum einem hat der bereits erwähnte Umsatzrückgang einen nicht zu unterschätzenden Effekt. Zum anderen sind die gestiegenen Kosten immer wieder sehr kritisch und nicht direkt auf die Kunden umlegbar. Parallel dazu gibt es mit unserer Technologie eine Abhängigkeit von Strom- und Gaspreisen. Obwohl es im letzten Jahr eine staatliche Deckelung der Gaskosten gegeben hat, findet man im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung der Kosten. Die Stromkosten sind hingegen gegenüber 2022 deutlich gesunken, so dass die Energiekosten insgesamt um ca. TEUR 270 unter dem Vorjahr lagen. Aufgrund der generellen massiven Preissteigerungen in den letzten Jahren war eine entsprechende Lohn- und Gehaltsanpassung zur Sicherung der Personalbestände notwendig, welche eine Erhöhung der Personalkosten um TEUR 228, inklusive der Sozialabgaben, verursacht hat. Leider musste man akzeptieren, dass der letzte Kunde aus dem europäischen CPV-Markt, der bereits im Jahr 2022 mit einem negativen Trend aufgefallen ist, sich im letzten Jahr dafür entschieden hat, den Solarmarkt an dieser Stelle zu verlassen. Somit gibt es an dieser Stelle einen gewissen Umsatzrückgang, obwohl Entwicklungen in diesem Bereich in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und unserer Firma immer noch aktiv betrieben werden. Wirtschaftsbericht Geschäftsverlauf und Entwicklung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Im Geschäftsjahr 2023 wurden folgende Schlüsselkennzahlen erreicht:
Ertragslage Im Jahr 2023 gab es gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzrückgang von TEUR 5 auf TEUR 6.045, das entspricht einer Reduzierung von 0,1 %. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen Zuschüsse zur Förderung von F&E-Projekten von TEUR 86 (Vorjahr: TEUR 8) sowie die erstmals für 2022 erhaltene Forschungszulage von TEUR 36. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 153 in 2022 auf TEUR 129 in 2023 resultiert hauptsächlich aus geringeren Kursgewinnen (TEUR -85), welche teilweise durch die höheren Zuschüsse kompensiert wurden. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand/Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung) des Geschäftsjahres 2023 liegt aufgrund gesunkener Energiepreise mit 19 % unter dem Vorjahresniveau von 24 %. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 269 (-32 %) gefallen. Auslöser war auch hier der Rückgang der Energiepreise. Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 228 auf TEUR 3.019 aufgrund einer Lohn- und Gehaltsanpassung ab 1.1.2023 gestiegen. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (einschließlich Auszubildender) im Geschäftsjahr 2023 liegt wie im Vorjahr bei 66. Die Personalaufwandsquote ist in 2023 von 44 % auf 50 % gestiegen. Die Abschreibungen sind mit TEUR 787 knapp über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 738). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 72 auf TEUR 906 angestiegen. Ursache hierfür sind im Wesentlichen die gestiegenen Aufwendungen für Instandhaltung und Reparaturen sowie höhere Kursverluste. Unter Berücksichtigung der vorstehenden Sachverhalte weist das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von TEUR 235 aus. Dieser liegt TEUR 156 unter dem Niveau des Vorjahres (TEUR 391). Wesentliche Gründe für den Ergebnisrückgang sind der gestiegene Personalaufwand sowie ein geringerer Bestandsaufbau im Vergleich zum Vorjahr. Vermögenslage Das Gesamtvermögen der Gesellschaft zum Geschäftsjahresende 2023 beläuft sich auf TEUR 9.405. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahreswert (TEUR 9.701) einem Rückgang um TEUR 296 bzw. 3,05 %. Auf der Aktivseite der Bilanz erfolgte eine Zunahme des Anlagevermögens von TEUR 6.208 auf TEUR 6.311, welche durch die Aktivitäten im Investitionsbereich bedingt ist. Den Anlagenzugängen von TEUR 890 (Vorjahr: TEUR 1.220) im Geschäftsjahr stehen Abschreibungen von TEUR 787 (Vorjahr: TEUR 738) gegenüber. Die Erhöhung der fertigen Erzeugnisse ist dem Bedürfnis einiger Kunden nach Sicherheitsbeständen und dem damit verbundenen Vorratsaufbau geschuldet. Die Vorräte insgesamt sind von TEUR 1.234 auf TEUR 1.360 gestiegen. Die liquiden Mittel sind trotz des positiven Cashflows aus der operativen Geschäftstätigkeit im Wesentlichen aufgrund der übersteigenden Investitionstätigkeit um TEUR 491 auf TEUR 1.137 gesunken. Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 8.848 (Vorjahr: TEUR 8.613). Die Änderung ist durch den erwirtschafteten Jahresüberschuss von TEUR 235 bedingt. Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital/Gesamtkapital) hat sich auch aufgrund der zurückgegangenen Bilanzsumme in 2023 von 88,8 % in 2022 auf 94,1 % erhöht. Die Rückstellungen sind mit TEUR 200 vor allem aufgrund von Steuerzahlungen deutlich unter dem Niveau des Vorjahres von TEUR 584. Im Geschäftsjahr 2023 lagen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten vor. Finanzlage
Die Finanzlage des Unternehmens im Geschäftsjahr 2023 war stabil und ausgeglichen. Laut Auffassung der Geschäftsleitung war ausreichend Liquidität vorhanden. Die Abnahme des operativen Cash Flow korrespondiert mit dem geringeren Periodenergebnis, geringeren Steuerrückstellungen und Verbindlichkeiten sowie einer Erhöhung des Vorratsbestandes. Die Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2023 lag um TEUR 330 unter dem Vorjahresniveau. Hier wurde in 2023 insbesondere eine Anzahlung für ein CNC-Ultrapräzisionsmaschinensystem geleistet. Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit im Vorjahr betraf im Wesentlichen die Gewinnausschüttung für 2021. Personal Zum Stichtag 31.12.2023 beschäftigte die Gesellschaft 68Mitarbeiter inklusive Geschäftsführer. Damit gab es Ersatz für den Abgang von 3 Personen aus dem Vorjahr. Eine Arbeitskraft aus der Endkontrolle, die im Sommer das Rentenalter erreicht hatte, wurde durch ein automatisches Inspektionssystem ersetzt. Damit konnte ein Arbeitsplatz eingespart werden. Parallel dazu wurde eine zusätzliche Person für die Instandhaltung in Kombination mit der UP-Fertigung wichtiger Optiken eingestellt. In Vorjahren angebotene Praktikumsstellen wurden durch 2 Jugendliche aus der Region angenommen. Im Ergebnis konnten diese 2 Jugendlichen als Auszubildende für das Ausbildungsjahr 2023/2024 gewonnen werden. Risikobericht Das Unternehmen verfügt über ein Berichts- und Kontrollsystem, um Risiken und Chancen der operativen Geschäftstätigkeit erkennen und bewerten zu können. Dadurch können Entscheidungsträger zeitnah und umfassend über den Grad der Zielerreichung sowie über Markt- und Wettbewerbsveränderungen informiert werden. Kritische Erfolgsfaktoren werden permanent beobachtet, um signifikante Abweichungen frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zum Gegensteuern einleiten und Chancen nutzen zu können. Nachfolgend werden die Risiken in der Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft aufgeführt, beginnend mit dem bedeutsamsten Risiko. Leistungswirtschaftliche Risiken a) Beschaffungsrisiken Nachdem im Jahr 2022 die Beschaffungsrisiken vorrangig in der für uns sehr wichtigen Gasversorgung lagen, hat sich die Lage auf diesem Gebiet entschärft. Parallel hierzu wurde im Jahr 2022 eine eigene PV-Anlage zur Unterstützung der Stromversorgung und Reduzierung der Stromkosten errichtet. Durch die fehlende Freigabe dieser Anlage haben wir bis Mitte September 2023 die komplette Nutzung verloren, da die bereits verfügbare Anlage mit einer verpflichtenden Stromeinspeisung kombiniert werden musste. Damit war es über ein gutes halbes Jahr in den Sommermonaten nicht möglich, den selbsterzeugten Strom zu nutzen, und es musste der teure Strom aus dem Stromnetz genutzt werden. Die Materialbeschaffung für den Fertigungsprozess im Bereich der optischen Kunststoffkomponenten wird generell mit entsprechenden Sicherheitsbeständen über höhere Lieferungen abgesichert. So wird das Risiko fehlender Komponenten im Produktionsprozess begrenzt. Im Bereich der externen Instandhaltung findet man nach wie vor schwierige Situationen. Zum einem gibt es bei langjährigen Partnern personelle Einschränkungen, womit kurzfristig benötigte Dienstleistungen immer schwieriger zu erhalten sind. Parallel dazu sind die Lieferzeiten für gewisse wichtigen Komponenten immer noch in einem Zeitraum oberhalb eines halben Jahres. Um die Abläufe abzusichern, nutzen wir an vielen Stellen den eigenen internen Service, um diese Situation wo weit wie möglich auszugeichen. Damit konnten wir die Engpässe bisher meistens kompensieren. b) Risiken durch Preissteigerungen Analog der letzten Jahre ist der Preisanstieg immer noch ein Risikofaktor. Von diversen Kunden erhält man immer wieder einmal Anfragen bezüglich gewünschter Preissenkungen. Wenn man den Energiemarkt bzw. die immer wieder schwankenden Energiepreise betrachtet, sieht man hier recht schwierige Zahlen. Auch wenn die aktuellen Arbeitspreise theoretisch gesunken sind, werden die Risiken für die Beschaffung immer größer. Beim Gasbezug ändern sich aktuell die Preise aus dem vorhandenen Vertrag mit einer täglichen Unter- oder Überschreitung auf der Basis des vereinbarten Volumens im Vergleich zum Spot-Markt. Im Bereich des Strombezuges hat sich in 2024 im Vergleich zu dem etwas günstigeren Arbeitspreis der Netz Leistungspreis über den Netzbetreiber um 46 % erhöht. Die Energiebeschaffung wird damit immer risikoreicher und lässt sich immer schwerer in eine zuverlässige Kalkulation umsetzen. Parallel nehmen wir in jedem Jahr Preissteigerungen von vielen Servicepartnern und Lieferanten wahr. Diese Zahlen lassen sich immer schwieriger in die Verkaufspreise umsetzen. c) Personalrisiken Der deutschlandweite Fachkräftemangel ist immer und überall präsent. Auch wenn es für ORAFOL Fresnel Optics aktuell keine kritischen Situationen gibt, sieht man mit der momentanen Altersstruktur dieses Risiko für die nächsten Jahre. Bisher war es möglich, die benötigten Stellen sinnvoll nachzubesetzen. Wenn es in Zukunft um zu besetzende Stellen mit höheren Anforderungen geht, könnten sich Schwierigkeiten ergeben, auch diese passgenau auszufüllen und den Betrieb in der bisherigen Effizienz weiter zu betreiben. Mit der Änderung der Bezeichnung der Ausbildung vom Verfahrensmechaniker/-in für Kunststoff- und Kautschuktechnologie zum Kunststoff- und Kautschuktechnologe/-technologin im Jahr 2023 wird es nach unserer Meinung nicht einfacher, neue Lehrlinge zu finden. Über Gespräche mit der Berufsschule war wahrnehmbar, dass die Anzahl der kommenden Azubis weiter sinken wird. Glücklicherweise wurden zu diesem Zeitpunkt von unserer Seite genau die gewünschte Zahl der Lehrlinge eingestellt, um für die Zukunft die nächste Generation auszubilden. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Finanz- und Ertragslage kann sich aufgrund weiterer Preissteigerungen marginal verschlechtern. Die Höhe dieser Auswirkungen kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht genau eingeschätzt werden. Aufgrund der finanziellen Rücklagen werden derzeit keine Liquiditätsengpässe gesehen. Risiken durch Forderungsausfälle werden durch Bonitätsprüfung, regelmäßige Mahnläufe und entsprechende Anpassung der Zahlungsbedingungen begrenzt. Die Wahrscheinlichkeit von Zahlungsausfällen ist aus Sicht der Geschäftsführung als unwesentlich zu betrachten. Zur Finanzierung von Investitionen und zur Stärkung der Liquidität wurden in 2024 Bankdarlehen im Umfang von TEUR 700 aufgenommen. Chancenbericht Mit der Entwicklung eines automatischen Inspektionssystems und eines automatischen Inliners ist es uns gelungen, im Jahr 2023 von beiden Anlagen eine nächste, neue Version aufzubauen. Damit ist es künftig möglich, mit weniger personellem Aufwand die notwendige und aufwendige Produktion umzusetzen. Parallel zu diesem sehr positiven Trend gab es eine neue Entwicklung im Bereich des Spritzgusses, um das in der Vorschau angezeigte Hochvolumen eines Bestandskunden optimal umzusetzen. Zum Ende des Jahres 2023 musste man verzeichnen, dass die Vorschau dieses Kunden und die damit verbundene Chance in der aktuellen wirtschaftlichen Situation zunächst nicht benötigt wird. Diese Entwicklung möchten wir zukünftig für neue Volumenprodukte nutzen. Prognosebericht Nach den schwierigen letzten vier Monaten des Jahres 2023 war die Planung für das Jahr 2024 nicht einfach. Dennoch wurde der Umsatz in einer Höhe von TEUR 6.111 geplant. Bei einer Betrachtung des ersten Quartals 2024 ist dies in der Nähe zu dem Plan, aber auf der anderen Seite ist der Blick in Richtung Jahresende nach wie vor schwer genau absehbar. Das Jahresergebnis wird auf dem Niveau des Jahres 2023 erwartet. Bezüglich der Investitionen gibt es eine sehr gute Vorschau. Um in der Zukunft die nächsten hochwertigen optischen Strukturen im Bereich der Entwicklung und letztendlich in der Werkzeugherstellung umzusetzen, wird in diesem Jahr, nach einer langzeitigen Vorbereitung, die neue hochwertige Ultrapräzisions-Anlage installiert. Unter Einschluss dieser Maschine sind Investitionen mit einem Gesamtwert von TEUR 1.190 geplant. Parallel dazu gab es für diese Anlage schon eine Vorauszahlung von TEUR 303 in 2023. Wir erwarten, damit technologisch gut für die Zukunft gerüstet zu sein. Auch mit der aktuellen, komplexen wirtschaftlichen Situation, sieht die Geschäftsführung derzeit aufgrund der entsprechenden Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung und des stabilen Kernbereichs keine bestandsgefährdenden Risiken.
Apolda, 26. Juli 2024 Jürgen Zosel, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Das Geschäftsjahr begann am 1. Januar 2023 und endete am 31. Dezember 2023. Die ORAFOL Fresnel Optics GmbH, Apolda, ist ein mittelbares Tochterunternehmen der ORAFOL Europe GmbH. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Jena unter der Nummer HRB 107656 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Werteverzehr wird grundsätzlich durch planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode unter Anwendung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, die nicht wesentlich von den steuerlich anerkannten Nutzungsdauern abweichen, erfasst. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 bis EUR 1.000 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschal jeweils um 20 Prozent p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Soweit bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens am Abschlussstichtag eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt worden sind. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurde geprüft, ob die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der noch anfallenden Kosten über den Bilanzansätzen liegen. Gegebenenfalls wurden Abschläge vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären und quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Es wird vom Wahlrecht gemäß § 274 HGB Gebrauch gemacht und auf eine Aktivierung eines Aktivüberhangs an latenten Steuern verzichtet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet, die Bewertung zum Stichtag erfolgt in Übereinstimmung mit § 256 a HGB. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Im Geschäftsjahr 2023 wurde keine außerplanmäßige Abschreibung auf das Anlagevermögen vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt wie im Vorjahr TEUR 260. Gesellschafter sind zu 94 % die ORAFOL Americas Inc., Black Creek (USA), und zu 6 % die ORAFOL International Inc., Black Creek (USA). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 20; Vorjahr: TEUR 28), Personalaufwendungen (TEUR 100; Vorjahr: TEUR 108), Jahresabschluss- und Beratungskosten (TEUR 32; Vorjahr: TEUR 22) sowie andere Rückstellungen (TEUR 7; Vorjahr: TEUR 5). Verbindlichkeiten
Im Geschäftsjahr 2023 bestanden, wie im Vorjahr, keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die erhaltenen Anzahlungen enthalten wie im Vorjahr keine Anzahlungen von verbundenen Unternehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 0) resultierten aus Lieferungen und Leistungen und bestanden in voller Höhe gegenüber Gesellschaftern. Haftungsverhältnisse Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäftsvorfälle Das Bestellobligo zum Bilanzstichtag beläuft sich auf TEUR 902 (Vorjahr: TEUR 524). Zur Finanzierung von Investitionen wurden in 2024 Bankdarlehen im Umfang von TEUR 700 aufgenommen. Zum Stichtag bestehen keine weiteren finanziellen Verpflichtungen und außerbilanziellen Geschäftsvorfälle. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 18) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 94) enthalten. Weiterhin wurde erstmalig eine Forschungszulage in Höhe von TEUR 36 für das Kalenderjahr 2022 erfasst. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 4) periodenfremde Aufwendungen sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 16) enthalten. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr: TEUR 86) auf Gewerbesteuer und in Höhe von TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 94) auf Körperschaftsteuer/ Solidaritätszuschlag. Im Vorjahr waren zusätzlich periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 29 enthalten, da ab dem Geschäftsjahr 2022 entsprechend der Bilanzierung der Muttergesellschaft vom Wahlrecht gemäß § 274 HGB Gebrauch gemacht und auf eine Aktivierung der aktiven latenten Steuern verzichtet wurde. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss vollständig auf neue Rechnung vorzutragen. Geschäftsführung Alleiniger Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Jürgen Zosel, Dipl.-Ing. Er ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter
Konzernverhältnisse Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ORAFOL Europe GmbH, Oranienburg, einbezogen, welcher im Unternehmensregister veröffentlicht wird. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Nach Schluss des Geschäftsjahres 2023 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet.
Apolda, 26. Juli 2024 Jürgen Zosel, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ORAFOL Fresnel Optics GmbH, Apolda Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ORAFOL Fresnel Optics GmbH, Apolda, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ORAFOL Fresnel Optics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 7. August 2024 KPMG
AG
Dr. Kronner, Wirtschaftsprüfer Lommatzsch, Wirtschaftsprüfer |
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