Kraus eGbR
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lisa-Marie Kraus seit 21.5.2024 | Geschäftsführer |
Nelli Neumann seit 8.5.2024 | Prokura |
Christian Schröder seit 8.5.2024 | Prokura |
Markus Nikolaus Peter Kraus seit 6.9.2010 | Geschäftsführer |
Peter Volker Walter Kraus seit 28.8.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 52.00% | |
| 43.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Walter Kraus GmbHAugsburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023WALTER KRAUS GMBH, AUGSBURGA. WIRTSCHAFTSBERICHT I. Das Unternehmen 1. Sitz, Geschäftsjahr, Dauer, Gegenstand Die Walter Kraus GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht. Sitz ist Augsburg. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter der Nummer B 7776 eingetragen. Das Geschäftsjahr läuft vom 1. Januar bis 31. Dezember des gleichen Jahres. Die Dauer der Gesellschaft ist nicht auf eine bestimmte Zeit beschränkt. Das Unternehmen wird seit dem 20. Dezember 1979 als GmbH betrieben. Satzungsgemäßer Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von elektrotechnischen Teilen und Geräten, der Handel mit solchen Teilen und Geräten sowie ähnliche Geschäfte. 2. Gründung der Walter Kraus GmbH und historische Entwicklung Aus der 1955 gegründeten KG ging 1979 die Walter Kraus GmbH mit Gründungsurkunde vom 20. Dezember hervor. 3. Unternehmensstruktur Die Walter Kraus GmbH entwickelt, produziert und vertreibt elektrotechnische Produkte verschiedenster Art. Absatzgebiete sind das Inland, der EU-Raum sowie der außereuropäische Bereich. Die von der Walter Kraus GmbH genutzten Immobilien sind im Eigentum der Gesellschafter und werden im Sonderbetriebsvermögen der Kraus GbR ausgewiesen. II. Der Markt Im Jahr 2023 nahm das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 0,3 Prozent ab. Die wirtschaftliche Entwicklung war dabei wie schon im Vorjahr wesentlich bestimmt durch die Auswirkungen der Energiepreiskrise in Verbindung mit einer ausgeprägten weltwirtschaftlichen Schwäche und den zunehmend spürbaren Effekten der restriktiveren Geldpolitik. Hinzu kam ein außergewöhnlich hoher Krankenstand, der das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen dämpfte. Alles dies belastete die deutsche Wirtschaft anhaltender als zu Beginn des vergangenen Jahres angenommen und verzögerte die wirtschaftliche Erholung. Im gesamten Jahresverlauf 2023 war die deutsche Wirtschaft von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der konjunkturellen Schwächephase robust; die Erwerbstätigkeit nahm im Jahresverlauf weiter zu (+0,7 %) und erreichte im Jahresdurchschnitt 2023 einen historischen Höchststand von knapp 46 Mio. Personen. Die längerfristige Auftragssituation der Walter Kraus GmbH konnte auch 2023 weiterhin deutlich ausgebaut werden. Trotz der allgemein eher schwierigen Situation am Weltmarkt, konnte die Firma den langfristigen Auftragsbestand ein weiteres Mal auf ein historisch hohes Niveau heben. Die bereits im Jahr 2021 angestoßene Energiewende hat sich bisher kaum auf das Unternehmen ausgewirkt, könnte aber zukünftig in den Bereichen der erneuerbaren Energien eine positive Entwicklung anstoßen und letztlich auch zu einer Erhöhung der Nachfrage im traditionellen Energiesektor, in welchem das Unternehmen bereits in der Vergangenheit einen erheblichen Teil seines Umsatzes generiert hatte, nach sich ziehen. Bis dato wurden größere Investitionen in diesem Bereich gehemmt. Deshalb ist davon auszugehen, dass ein dadurch generierter Investitionsstau langfristig zu einer Erholung der Auftragslage führen kann. Im Bereich der komplexen Stromübertrager ist die stark positive Entwicklung auch 2023 ungebrochen. Sowohl in der Sicherheitstechnik als auch bei Industrieanwendungen vermerkt die Wirtschaft einen positiven Trend und bietet auch zukünftig stark ansteigendes Potential. Bereits jetzt verzeichnet das Unternehmen eine nachhaltig positive Entwicklung, welche es in den nächsten Jahren noch auszubauen gilt. Am konstant positiven Trend in der Bahnindustrie hat sich auch 2023 keine Veränderung gezeigt. Nach einigen bereits erfolgreich umgesetzten Projekten im Bereich der Infrastruktur, sieht die Walter Kraus GmbH weiterhin erhebliches Potential für eine zukünftige Steigerung des Branchenumsatzes und konnte bereits weitere Projekte vorantreiben. III. Das Geschäftsjahr Das Unternehmen konnte im Geschäftsjahr 2023 einen Gesamtumsatz von TEUR 29.091 erzielen. Der Gesamtumsatz hat sich im Vergleich zum Vorjahresumsatz von TEUR 25.141 um ca. 15,7 % erhöht. Der im Vorjahr prognostizierte deutliche Umsatzanstieg ist somit eingetreten. Das Umsatzwachstum wurde insbesondere im Bereich der Schleifringkörper generiert. Das Betriebsergebnis beträgt TEUR 2.369 gegenüber TEUR 1.083, was ebenfalls eine deutliche Steigerung bedeutet. Trotz der ebenfalls signifikant gestiegenen Zins- und Steueraufwendungen wurde ein Ergebnis nach Steuern i.H.v. TEUR 1.524 auf dem Niveau des Vorjahres (TEUR 1.522) erzielt. Der im Vorjahr prognostizierte deutliche Ergebnisrückgang nach Steuern ist somit nicht eingetreten. Ursächlich hierfür waren neben dem Umsatzanstieg insbesondere auch effizienzsteigernde Maßnahmen. 1. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 wird ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.521 ausgewiesen. Der Jahresüberschuss des Vorjahres lag bei TEUR 1.520. Das Ergebnis nach Steuern der Walter Kraus GmbH beträgt im Geschäftsjahr TEUR 1.524 (Vorjahr: TEUR 1.522). Das Betriebsergebnis des Jahres 2023 konnte trotz der angespannten weltpolitischen Lage zum wiederholten Male deutlich gesteigert werden. Effizienzsteigernde Maßnahmen und die stringente Umsetzung langfristiger Projekte haben hierzu maßgeblich beigetragen. Weiterhin wurde die Erschließung neuer Geschäftsfelder vorangetrieben und in die Entwicklung neuer bzw. optimierter Produkte investiert. Auch die personellen und strukturellen Optimierungen der vergangenen Jahre wurden weitergeführt und trugen zur Kompensation der schwierigen Situation an den Weltmärkten bei. Die Materialaufwandsquote gemessen an der Gesamtleistung beläuft sich auf 47,09 % (Vorjahr: 51,08 %). Die Reduzierung ist hauptsächlich auf effizienzsteigernde Maßnahmen, sowie auf eine Optimierung der Produktstruktur zurückzuführen. Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 791 auf TEUR 9.453. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus der Erhöhung der Personaldecke. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit TEUR 4.015 sind im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 3.222) nochmals gestiegen. Diese Steigerung setzt sich hauptsächlich aus deutlich höheren Instandhaltungskosten, Rechts- und Beratungskosten sowie Kosten für Entwicklungsprojekte zusammen. Das Beteiligungsergebnis hat sich mit TEUR 200 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 450 reduziert. 2. Vermögens- und Finanzlage Die Gesellschaft weist bei einem Jahresüberschuss von TEUR 1.521 ein positives Eigenkapital von rund TEUR 6.608 aus, was einer Eigenkapitalquote von 30 % entspricht. Die Eigenkapitalquote bleibt damit auf dem Vorjahreswert. Die übrigen wesentlichen passiven Bilanzpositionen sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit TEUR 9.523, Lieferantenverbindlichkeiten TEUR 1.997 sowie die Pensionsrückstellungen mit TEUR 2.240. Das Aktivvermögen der Gesellschaft ist im Wesentlichen gekennzeichnet durch das Vorratsvermögen mit TEUR 14.408 sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.305. Der weiterhin hohe Auftragsbestand führte zu einer weiteren Ausweitung des Vorratsvermögens bei damit einhergehender Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute zur Finanzierung der Auftragsabwicklung. 3. Liquiditätslage Die Liquiditätslage zum 31. Dezember 2023 ist unter Berücksichtigung der kurzfristig fälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als zufriedenstellend zu bezeichnen. So beträgt der Anteil der Liquiden Mittel und der Forderungen an der Gesamt-Bilanzsumme zum Bilanzstichtag rund 30 % (Vorjahr: 32%). Im Forderungsbestand sind keine erheblichen materiellen Risiken erkennbar. Im Jahr 2023 erhöhen sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 1.793 auf TEUR 9.523. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten beträgt TEUR 11.754 (Vorjahr: TEUR 8.757). Um die Unternehmensziele weiter vorantreiben zu können, ist die Gesellschaft auf Außenfinanzierungen angewiesen. Die Gesellschaft verfügt über die nötigen Kontokorrentlinien. Eine Ausweitung ist aufgrund der guten Auftragslage derzeit jederzeit möglich. Die Gesellschaft konnte ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen. Derzeit ergeben sich keine Umstände, welche eine anderweitige Beurteilung ergeben. 4. Mitarbeiter Die Walter Kraus GmbH hat im Berichtsjahr neben den Geschäftsführern 149 Vollzeitangestellte, 13 Teilzeitangestellte sowie 6 Auszubildende am Standort Augsburg. Das Unternehmen strebt zurzeit eine kontinuierlichen Ausbau der Personalsituation an um die zukünftige Auftragsbelastung nachhaltig bedienen zu können. 5. Leistungsindikatoren Für Zwecke der internen Unternehmenssteuerung bedient sich die Gesellschaft finanzieller Leistungsindikatoren. Die Geschäftsführung verwendet hierfür im Wesentlichen den Umsatz sowie das Ergebnis nach Steuern, deren Entwicklung unter 1. Ertragslage beschrieben wurde. Wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikatoren, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens von Bedeutung sind, sind nicht vorhanden. 6. Gesamtaussage Insgesamt stuft die Geschäftsführung das abgelaufene Geschäftsjahr als zufriedenstellend ein. B. RISIKEN- UND CHANCENBERICHT I. Risikobericht 1. Unternehmensbezogene Risiken Die Walter Kraus GmbH hat ein breit gestreutes Feld an Kunden, wobei einige Großkunden von erheblicher Bedeutung für das Unternehmen und seine Ertragslage sind. Aus diesem Grund ist die enge Zusammenarbeit mit diesen Kunden von höchster Priorität. 2. Marktbezogen Risiken a) Abhängigkeit von der Rohstoffbörse Ein Anstieg von Rohstoffpreisen kann sich unter Umständen auf die Ertragslage des Unternehmens unmittelbar auswirken, da eine kurzfristige Kompensation durch die Umlegung auf den Kunden nicht immer umsetzbar ist. Im Hinblick auf den Geschäftsbereich der erneuerbaren Energien sowie dem klassischen Energiesektor herrscht eine gewisse Abhängigkeit von der Entwicklung des Ölpreises. b) Abhängigkeit von Ausfuhrbestimmungen Die Walter Kraus GmbH ist in manchen Bereichen auf Ausfuhrgenehmigungen angewiesen. Eine verlässliche Einschätzung der zukünftigen Situation gestaltet sich aufgrund häufig wechselnder Bestimmungen und der Abhängigkeit von der aktuellen politischen Gemengelage als schwierig. Allerdings entwickelt sich eine zunehmende Zurückhaltung der zuständigen Behörden im Hinblick bestimmter genehmigungspflichtiger Lieferungen immer mehr zu einem Wettbewerbsnachteil für deutsche Unternehmen im internationalen Vergleich. c) Finanzsituation Die derzeitige Versorgung mit Liquidität ist nicht gefährdet. Aufgrund der guten Auftragslage wird die Firma jedoch mittelfristig weitere Liquiditätsreserven benötigen, um die entsprechenden Projekte abarbeiten zu können. Ob die vorgenannten Gefahren für die Konjunktur zu einer Veränderung bei der Kreditvergabe der Banken führen würden, ist fraglich. Tendenzen dazu sind weiterhin nicht erkennbar. 3. Risikomanagement a) Berichtswesen Das interne Berichtswesen ist ausgesprochen effizient. Risiken können dank strikter Soll- / Ist- und Vorjahresvergleiche sowie gut strukturierte Forecastrechnungen frühzeitig erkannt und gemindert werden. Verschiedene bewährte Analysemethoden kommen im Berichtswesen und Controlling zum Einsatz, was im Zusammenhang mit kontinuierlicher Kostenkontrolle, Terminverfolgung und einer straffen Beobachtung des regionalen wie auch internationalen Marktes eine schnelle Reaktion auf Veränderungen sicherstellt. Ertrag, Vermögen und die langfristige Beschäftigungslage werden durch laufende Risikoanalysen kontinuierlich überwacht, wodurch potentielle Gefahren dahingehend frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. b) Organisationsaufbau und Personalmanagement Zur Steigerung des Umsatzes und zur Sicherung des hohen Qualitätsniveaus wird im Bereich Entwicklung sowie Logistik, Verwaltung und Montage das qualifizierte Personal weiterhin deutlich aufgestockt. Die Umstrukturierung im Bereich Auftragsbeschaffung wie auch in der Fertigung wurde in diesem Geschäftsjahr stringent fortgeführt, wodurch sich das Unternehmen neben der erheblichen Kostenersparnis eine kontinuierliche und nachhaltige Steigerung der Effizienz erhofft. Die bereits in den Vorjahren begonnenen Strukturveränderungen und der Ausbau des betriebsinternen Warenwirtschafts- und Kalkulationssystems sowie der Produktionsplanung werden nach wie vor verfolgt und kontinuierlich optimiert. Die Fortschritte diesbezüglich schlagen sich sichtlich positiv in der Produktivität nieder und vermerken einen positiven Trend in der Analyse und Realisierung von Beschaffungs- und Produktionsprozessen. Die in den letzten Jahren erzielten Optimierungen im Bereich der gesamten Lagerhaltung sowie des Materialflusses werden auch in den nächsten Jahren kontinuierlich gefestigt. Durch die Erweiterung des Produktionsstandortes in unmittelbarer Nachbarschaft wurde die Grundlage für einen nachhaltigen Ausbau der Kapazitäten geschaffen. Weitere Effizienzsteigerung ist vorrangiges Ziel der Firma. Im Hinblick auf den Einfluss, dem Engagement und Kompetenz der Mitarbeiter auf das Geschäftsergebnis des Unternehmens nehmen, steht die Motivation der Arbeitskräfte zu eigenverantwortlichem Handeln stets im Fokus. Dies bildet eine Voraussetzung für das angestrebte qualitative Wachstum. Die Weiterbildung unserer leitenden Mitarbeiter in fachlicher Hinsicht wie auch im Bereich der Personalkompetenzen steht dabei klar im Vordergrund, weshalb im abgelaufenen Geschäftsjahr auch weitere Projekte zur kontinuierlichen Fortbildung angestoßen wurden. Als Familienunternehmen hat für uns sowohl das Wohlbefinden, als auch die Motivation unserer Mitarbeiter äußerste Priorität. II. Chancen Die Marktchancen des Unternehmens haben sich auch im Geschäftsjahr 2023 weiterhin deutlich verbessert. Die Walter Kraus GmbH blickt, trotz der volatilen gesamtwirtschaftlichen Lage, weiterhin zuversichtlich in die Zukunft. Ebenso konnte die Walter Kraus GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Erweiterung des Kundenstammes vermerken. Es ist auch anzunehmen, dass die auf Preisentwicklungen im Primärenergiesektor zurückzuführende, bisher festgestellte Zurückhaltung der Kunden, mit steigenden Preisen der Vergangenheit angehören dürfte. Mit einer einsetzenden Aufarbeitung des Investitionsstaus ist daher mittelfristig zu rechnen, diese ist jedoch nach wie vor noch nicht eingetreten. Die bereits im Vorjahr bestehende gute Auftragslage konnte im Berichtsjahr erheblich ausgebaut werden. Erfreulich ist nach wie vor die gute Auslastung mit langfristigen Aufträgen im Projektgeschäft, welche auch in Krisenzeiten unbeirrt weitergeführt werden. Dies hat sich sowohl während der Corona-Pandemie als auch während des immer noch andauernden russischen Angriffskrieges in der Ukraine sowie dem Krieg in Israel bestätigt. Das breite Spektrum der Produkte und deren hohe Qualität, sowie die enge Verzahnung des Portfolios mit immer wichtiger werdenden Umwelttechnologien und einer Vielzahl anderer Geschäftsfelder, lässt das Unternehmen zuversichtlich in die Zukunft blicken. Auch für das Jahr 2024 ist weiterhin eine kontinuierliche Erweiterung der Produktpalette und die damit zusammenhängende Gewinnung neuer Kundenkreise angestrebt sowie der Ausbau des Geschäftes mit Bestandskunden in Aussicht. Die Firma strebt zur Risikominimierung weiterhin nach einer starken Diversifizierung im Hinblick auf Produktportfolio sowie Kunden- und Branchenstruktur. Insgesamt haben sich Umfang und Gefährdungspotential der Risiken nach Einschätzung der Geschäftsführung gegenüber dem 31. Dezember 2022 nicht wesentlich verändert. Die zukünftigen Perspektiven für die Entwicklung des Unternehmens sind insbesondere aufgrund der Aufarbeitung von Investitionsstaus bei Kunden gut. Somit rechnet die Firma auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung. Exakte Prognosen sind in Anbetracht der allgemeinen Unsicherheit allerdings nur schwer möglich. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich. C. PROGNOSEBERICHT Der Umsatz wird im Jahr 2024 auf einem leicht höheren Niveau als im Vorjahr prognostiziert. Es wird ebenso mit einem gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 leicht steigenden Betriebsergebnis und Ergebnis nach Steuern gerechnet. Für die Jahre 2025 und 2026 sind die Prognosen angesichts der allgemein volatilen weltpolitischen Lage schwierig. Momentan rechnet die Firma bei Umsetzung der eigenen Ziele weiter mit deutlichen Umsatzsteigerungen und damit einhergehenden Ertragssteigerungen. Ein größerer Einbruch wird als nicht wahrscheinlich angesehen. Wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikatoren, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens von Bedeutung sein könnten, sind auch 2024 nicht von Relevanz.
Augsburg, im Juni 2024 WALTER KRAUS GMBH Markus Kraus, Geschäftsführer Peter Kraus, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangWalter Kraus GmbHI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUR GESELLSCHAFT Die Firma der Gesellschaft lautet Walter Kraus GmbH. Ihr Sitz ist in Augsburg und sie wird im Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter der Nummer HRB 7776 geführt. II. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS UND ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 1. Grundlagen der Rechnungslegung Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und denen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend der Bestimmungen der §§ 266 und 275 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Gesellschaft richtet sich bei der Bilanzierung und Bewertung nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 264 ff. HGB. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben. Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu 800,00 EUR werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den anteiligen Wertverzehr des Anlagevermögens. Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird bei der Bewertung Rechnung getragen. Wegen mangelnder Gängigkeit und minderer Beschaffenheit werden Bewertungsabschläge vorgenommen. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden abgezinst. Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwertes angesetzt. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag sind, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt. Bei der Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgten auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens mittels der PUC- (Projected Unit Credit) bzw. dem Barwert unter Beachtung des IDW FAB 1.021. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der Gehaltstrend und die Fluktuation werden mit 0,0 v.H, der Rententrend mit 2 v.H. berücksichtigt. Die Abzinsung auf den Barwert erfolgte zum von der deutschen Bundesbank hierfür offengelegten Zinssatz für eine 15jährige Laufzeit bei Bildung des Durchschnittswerts der letzten 10 Jahre hierzu von 1,82 v.H. (Vorjahr.: 1,78 v.H.). Seit 2016 wird mit dem seit diesem Kalenderjahr nach den handelsrechtlichen Regelungen zur Ermittlung der Abzinsungssätze für Pensionsrückstellungen vorgesehenen höheren Zinssatz auf Basis eines 10-Jahres-Durchschnittswertes abgezinst. Der gemäß § 253 Abs. 6 HGB als Ausschüttungssperre anzugebende Unterschiedsbetrag zwischen dem Erfüllungsbetrag auf Basis des 10-Jahresdurchschnitts und demjenigen auf Basis des 7-Jahresdurchschnitts beträgt 19.765,00 EUR (Vorjahr: 94 TEUR) . Bei der Umstellung der handelsrechtlichen Bewertung von Pensionsrückstellungen durch das BilMoG im Jahr 2010 wurde zudem vom Wahlrecht des Artikels 67 Absatz 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Der in fortgesetzter Ausübung dieses Wahlrechts nicht in der angesetzten Pensionsrückstellung ausgewiesene, gemäß Artikel 67 Absatz 2 EGHGB anzugebende und bis 2024 nachzuholende Zuführungsbetrag beläuft sich zum 31.12.2023 auf 53.654,00 EUR. Der Zinsaufwand gem. § 277 Abs. 5 HGB beträgt 41 TEUR (Vorjahr: Zinsaufwand 44 TEUR). Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert. III. ERLÄUTERUNGEN UND ERGÄNZENDE ANGABEN ZU BILANZ UND GUV 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem nachfolgend dargestellten Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres ergeben sich aus dem Anlagenspiegel (§ 268 Abs. 2 Satz 3 HGB).
2. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen teilen sich hinsichtlich der Fristigkeit wie folgt auf:
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Forderungen gegenüber dem nahestehenden Unternehmen in Höhe von EUR 25,4 TEUR (Vorjahr: 105,0 TEUR). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die Forderungen gegen Gesellschafter verzinsen sich mit 5 % per anno. 3. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Der Ausweis betrifft im Wesentlichen abgegrenzte Lizenzen.. 4. Eigenkapital Das Jahresergebnis wurde dem Gewinnvortrag zugeführt. 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalaufwendungen, Berufsgenossenschaft, Gewährleistungen und Jahresabschlusskosten. 6. Angaben zu den Verbindlichkeiten
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 4.788.200,32 EUR durch Sicherungsabtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Globalzession) und Negativerklärung der Vorräte/Waren besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen i.H.v. 55,0 TEUR (Vorjahr: 15,7 TEUR). 7. Zinserträge verbundene Unternehmen Die Zinserträge gegen verbundene Unternehmen enthalten Zinserträge gegenüber einem nahestehenden Unternehmen i.H.v. 36,6 TEUR (Vorjahr: 34,2 TEUR). 8. Anzahl der Mitarbeiter Das Unternehmen beschäftigte im Jahresdurchschnitt neben der Geschäftsführung:
9. Haftungsverhältnisse • Es bestehen im branchenüblichen Umfang Gewährleistungsverpflichtungen. • Ein Wechselobligo besteht zum Bilanzstichtag nicht. • Weitere Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestehen nicht. 10. Risiken und Vorteile von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften gemäß § 285 Nr. 3 und 3 a HGB Im Berichtsjahr waren keine von § 285 Nr. 3 und 3a HGB umfassten Geschäfte gegeben. 11. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag ergeben sich Zahlungsverpflichtungen gemäß § 285 HGB aufgrund bestehender Leasing-Verträge in Höhe von 46 TEUR sowie jährliche Verpflichtungen aus Pacht- und Mietverträgen in Höhe von 1.200 TEUR p.a. Auf die unter II. gemachte Angabe des nicht in der angesetzten Pensionsrückstellung ausgewiesenen Betrags von 53.654,00 EUR wird verwiesen. 12. Geschäftsführung Zum Geschäftsführer der Gesellschaft sind bestellt: • Herr Peter Kraus, 86316 Friedberg-Haberskirch (GmbH-Geschäftsführer) • Herr Markus Kraus, 86482 Aystetten (GmbH-Geschäftsführer) • Frau Lisa-Marie Kraus, 86150 Augsburg (GmbH-Geschäftsführerin), seit 21.03.2024. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 13. Prüferhonorar Hinsichtlich des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar gem. § 285 Nr. 17 HGB wird auf § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB verwiesen. 14. Geschäfte gemäß § 285 Nr. 21 HGB Geschäfte, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind, über die gem. § 285 Nr. 21 HGB zu berichten wäre, wurden im Berichtsjahr nicht getätigt. 15. Beteiligungsübersicht gem. § 285 Nr. 11 HGB
Die Werte des Eigenkapitals zum 31. Dezember 2023 und des Ergebnisses 2023 sind in EUR angegeben, die Werte der ausländischen Tochtergesellschaften beruhen auf vorläufigen Werten in der jeweiligen Landeswährung und wurden zum jeweiligen EZB Stichtagsreferenzkurs zum 31. Dezember 2023 (7,8509 RMB pro EUR und 156,33 JPY pro EUR) umgerechnet. 16. Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB Es besteht zusätzlich zur Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB (siehe oben unter II.) von 19.765,00 EUR eine weitere Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von 317.230,00 EUR, die vollständig auf die Aktivierung von aktiven latenten Steuern zurückzuführen ist. 17. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Berichtsjahres von 1.520.943,00 EUR zusammen mit dem Gewinnvortrag von 3.281.733,28 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. 18. Nachtragsbericht Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen als der oben erfolgten Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.
Augsburg, im April 2024 WALTER KRAUS GMBH die Geschäftsführung Markus Kraus, Geschäftsführer Peter Kraus, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 18.10.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Walter Kraus GmbH, Augsburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Walter Kraus GmbH, Augsburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Walter Kraus GmbH, Augsburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Augsburg, 16. Oktober 2024 R&B Revisions- und Beratungs GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Alexander Besser, Wirtschaftsprüfer Jochen Klauser, Wirtschaftsprüfer |
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