Schmiede Haus Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sven Dirk Dr.-Ing. Donisi seit 3.4.2007 | Geschäftsführer |
Alexander Ronald Essig seit 19.10.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rosswag GmbHPfinztalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Rosswag GmbH betreibt eine Freiformschmiede mit Dreherei zur Weiterverarbeitung der geschmiedeten Teile, sowie die Fertigung von Bauteilen im Laserschmelzverfahren. Es handelt sich ausschließlich um Auftragsfertigungen für in- und ausländische Kunden. Das Lieferprogramm umfasst im Wesentlichen geschmiedete oder gewalzte Ringe, Scheiben und Lochscheiben unterschiedlicher Längen und Gewichte. Hauptabnehmer der Produkte sind Hersteller und Zulieferer im Kraftwerks-, Maschinen- und Apparatebau. 2. Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Rosswag GmbH erfolgt im branchenüblichen Umfang für Unternehmen dieser Größe und konzentriert sich im Wesentlichen auf die Entwicklung neuer Fertigungstechniken und den Einsatz neuer Materialien. Die Forschung und Entwicklung ist integraler Bestandteil der technischen Betriebsläufe. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland war im Einklang mit der Weltwirtschaft und den europäischen Industrienationen im Jahr 2023 unverändert durch Auswirkungen des Ukrainekriegs, Spannungen im Verhältnis der USA zu China und Auseinandersetzungen im mittleren und nahen Osten negativ beeinflusst. Dementsprechend hatte die deutsche Wirtschaft einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,3% gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Diese Entwicklungen spiegelten sich in Umsatz und Ergebnis der Branche für das abgelaufene Geschäftsjahr jedoch nicht wider. Branchenweit stieg der Umsatz der Branche der Herstellung von Metallerzeugnissen um 2,9%, in der Sparte für Herstellung von Schmiede-, Press-, Zieh- und Stanzteilen stieg der Gesamtumsatz um 5,2% noch deutlicher gegenüber dem Vorjahresniveau, wobei in der Sparte der Oberflächenveredelung und Wärmebehandlung ein 4,1%-ige Umsatzsteigerung erzielt wurde. Dies Steigerung der Umsätze lag jedoch in beiden Sparten deutlich unter der Steigerung des Vorjahres. 2. Geschäftsverlauf Unverändert war auch das Jahr 2023 von hohem Wettbewerbsdruck gekennzeichnet. Die Rosswag GmbH konnte sich in diesem Umfeld erfolgreich behaupten und einen Jahresüberschuss von 12.322,9 Tsd.€ erwirtschaften. Im Rahmen einer optimierten Einkaufspolitik wurde der Lagerbestand an Vormaterial gewichts- und mengenmäßig entsprechend der Marktverfügbarkeit und der Kundenwünsche disponiert und hat sich wertmäßig weitgehend konstant gehalten. Damit kann auch weiterhin dem Preisdruck durch gezielten Einsatz von Bestandsmaterial in Verbindung mit der Nutzung der langjährigen Geschäftsbeziehungen zu Lieferanten begegnet werden. Gleichzeitig trug der hohe Lagerbestand an Stahl dazu bei, die Liefertreue gegenüber den Kunden zu gewährleisten. Dennoch mussten auch die Kunden der Rosswag GmbH Lieferzeiten in Einzelfällen von mehreren Wochen in Kauf nehmen. Als Freiformschmiede und der dadurch bedingten Auftragsfertigung sah sich die Rosswag GmbH auch nicht den finanziellen und wirtschaftlichen Belastungen ausgesetzt, die aus langfristigen Festpreisverträgen resultieren. Im Umfeld der gesamtwirtschaftlichen Lage und Branchenentwicklung konnte sich die Rosswag GmbH im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich behaupten. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Umsatz um rd. 17,0% auf 65.219,8 Tsd.€. Damit schneidet die Gesellschaft besser als die Branche insgesamt ab, allerdings ist das Umsatzwachstum auch maßgeblich durch eine anhaltende Inflation bestimmt, sodass entsprechende Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite zu verzeichnen waren. Der Inlandsumsatz stieg im Geschäftsjahr um rd. 17,7%. Der Auslandsumsatz verzeichnete einen Anstieg um rd. 13,2% und betrug 16,6% des Gesamtumsatzes. 3. Lage a) Ertragslage Das Ergebnis der Rosswag GmbH wird wesentlich durch die im Kundenauftrag erstellten Produkte bestimmt. Der Anteil am Ertrag aus reinen Handelsumsätzen liegt unter 10% des Gesamtertrags des Unternehmens. Ein wesentlicher Einflussfaktor für den Unternehmenserfolg ist die Entwicklung der Rohstoff- und Energiepreise und die Möglichkeit Preissteigerungen weitgehend an den Kunden weiterzugeben. Der Anteil der umsatz- und ertragsabhängigen Vergütungen der Mitarbeiter ist derzeit noch nicht wesentlich, wird aber in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. b) Finanzlage Die Finanzlage der Rosswag GmbH ist stabil. Der Anteil der Flüssigen Mittel an der Bilanzsumme beträgt 29,6%. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet zur Nutzung von Skontovorteilen innerhalb der gegebenen Zahlungsfristen die Verbindlichkeiten zu bedienen. Forderungen werden mit möglichst kurzen Zahlungszielvereinbarungen vereinnahmt. Die Kapitalstruktur ist durch eine solide Eigenkapitalquote von 79,9% gekennzeichnet. Bankverbindlichkeiten bestehen in geringem Umfang. Pensionsverpflichtungen sind durch ausreichende Vermögenswerte gedeckt. c) Vermögenslage Die Vermögenslage ist unverändert gut und hat sich gegenüber dem Vorjahr weiter verbessert. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Kennzahlen der internen Unternehmensteuerung leiten sich aus dem Rohergebnis und dem cash-flow bezogen auf die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ab. Der cash-flow definiert sich dabei aus dem Jahresergebnis zuzüglich der Abschreibung und Dotierung (bzw. Minderung) der Pensionsrückstellung. Das Rohergebnis pro Mitarbeiter beträgt 198,8 Tsd.Euro (i.Vj. 166,5 Tsd.Euro). Der cashflow pro Mitarbeiter beläuft sich auf 64,9 Tsd.Euro (i.Vj. 43,0 Tsd.Euro). Die Veränderung der Kennzahlen bewegt sich unter Berücksichtigung der Entwicklung des Mitarbeiterstamms im Rahmen der Erwartungen der Gesellschaft. Die wirtschaftliche Lage ist als gut zu bezeichnen. 5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Nichtfinanzielle Kennzahlen die das Unternehmen als bedeutend erachtet beziehen sich sowohl auf den Personalbereich als auch die Qualitätssicherung und Energie. Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl sank um 0,5% auf 201 Personen gegenüber 202 im Vorjahr. Dem Leistungsanspruch einer hohen Qualität der Arbeit entsprechend wurden in 2023 insgesamt 4.898 Zeugnisse ausgestellt, der Wert lag jedoch mit rd. 21,2% unter dem Vorjahreswert von 6.214 aber unverändert auf hohem Niveau. Der Gasverbrauch lag bei 5,23 kWh/kg und damit deutlich über dem Vorjahreswert von 4,50 kWh/kg. Ebenso wie beim Gas stieg der Stromverbrauch bezogen auf die verarbeiteten Gewichte. Dieser lag in 2023 bei 1,22 kWh/kg gegenüber 1,01 kWh/kg im Jahr 2022. III. Prognosebericht Zur Sicherstellung der weiterhin positiven Entwicklung wird die Rosswag GmbH durch einen hohen Spezialisierungsgrad und die Fähigkeit, individuelle Kundenbedürfnisse zu befriedigen, versuchen wiederum bedeutende Aufträge und Neukunden zu gewinnen sowie den Marktanteil auszubauen. Unverändert hat die Rosswag GmbH Kompetenzen im Bereich der Be- und Verarbeitung neuer Werkstoffe und beim Einsatz neuer Techniken erlangt und plant diese auch vermehrt zum praktischen Einsatz zu bringen. Durch ständige Verbesserung der internen Maßnahmen zur Qualitätssicherung wird dazu beigetragen, die Kundenzufriedenheit weiter sicherzustellen. Unter Berücksichtigung der Erwartungen über die künftige Entwicklung wird die Gesellschaft auch in Zukunft in der Lage sein ihre Verpflichtungen zu erfüllen. Zunehmend werden jedoch die Auswirkungen des Ende Februar 2022 begonnenen Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine auf die wirtschaftliche Entwicklung spürbar, hinzu kommen Spannungen im Mittleren und Nahen Osten. Ein verharren des Preisniveaus auf hohem Niveau, insbesondere bei den für die Rosswag GmbH bedeutsamen Energie- und Rohstoffpreisen werden den Geschäftserfolg der Jahre 2024 und 2025 bestimmen. Durch ein kluges Beschaffungsmanagement, die Anpassung der Prozesse und Einleitung von Maßnahmen alternativer Energiegewinnung ist es bislang gelungen die Preissteigerungen auf Beschaffungsseite in ihrer Wirkung auf die Geschäftsentwicklung einzugrenzen. Die Rosswag GmbH hat zwar bislang als Folge des Ukrainekriegs oder der abflachenden Konjunktur weder Kurzarbeit angemeldet noch Zuschüsse oder Darlehensprogramme in Anspruch nehmen müssen. Bei längerer Fortdauer der sich durch den Zuwachs an Insolvenzen abzeichnenden Konjunkturschwäche, der Preissteigerungen und Marktbeschränkungen durch sich mit China abzeichnenden schwierigeren globalen Handelsbeziehungen wird dies aber nicht auszuschließen sein. Negative Auswirkungen auf den Handel und die Preise aus den am 7. Oktober 2023 erfolgten Angriffen auf Israel sind bei länger anhaltenden Spannungen zu erwarten. Für die Rosswag GmbH bedeutet dies, dass die Erwartung des Vorjahres in 2023 eingetreten sind. Die Daten des Auftragseingangs und der bereits abgewickelten Geschäfte des laufenden Geschäftsjahres 2024 lassen darauf schließen, dass für das Geschäftsjahr 2024 mit einer positiven Umsatz- und Ergebnisentwicklung zu rechnen ist. Für 2025 wird in Abhängigkeit von der allgemeinen Preisentwicklung ein Umsatz auf dem Mindestniveau von 2023 angestrebt. Die Ertragslage wird jedoch möglicherweise durch stärker steigende Beschaffungskosten insbesondere im Energiebereich dazu führen, dass das Ergebnis in 2025 unter dem des Jahres 2023 und 2024 liegen könnte. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Sollte sich im europäischen Raum die konjunkturelle Schwächephase durch die Folgen des Ukrainekriegs und der globalen Krisen weiter verschärfen, wird sich die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und daraus folgend die Nachfrage nach unseren Produkten negativ entwickeln. Hieraus können für die Rosswag GmbH erhebliche ergebnisbeeinflussende Risiken entstehen. Ertragsorientierte Risiken Das aktuell bestehende höchste Risiko auf die Ertragslage der Rosswag GmbH ist in den Auswirkungen des Ukrainekriegs und rezessiver Tendenzen der Weltwirtschaft, die sämtliche Wirtschaftsbereiche betrifft, zu sehen. Hierbei dürfte das Hauptrisiko in einer möglichen Energiemangellage bestehen, da damit die Produktion der ersten Bearbeitungsstufe des Schmiedens betroffen wäre. Einem behördlich verordneten Lieferstopp kann mangels ausreichender eigener Speichermöglichkeiten kurzfristig nur durch Inanspruchnahme von staatlichen Hilfsprogrammen begegnet werden. Mittel- und langfristig werden alternative Energiequellen zur Risikominimierung beitragen. Sofern Risiken unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit resultieren, sind dafür ausreichend Vorsorgen, insbesondere durch die Bildung von Rückstellungen und den Abschluss von Versicherungen, getroffen. Die weitere Entwicklung der Rosswag GmbH wird neben einem Preisdruck auf Kundenseite auch durch die sich ausweitende Konkurrenz aus osteuropäischen Nachbarländern und asiatischen Schwellenländern sowie China und Indien möglicherweise negativ beeinflusst werden. Dieses Risiko besteht auch durch mögliche Freihandelsabkommen. Weiterhin kritisch wird die Lage auf dem Rohstoffmarkt beurteilt. Zwar mit Schwankungen in Abhängigkeit von den relevanten Werkstoffen und Legierungszuschlägen, aber in der Tendenz stetig steigend zeigen sich die Preise der wesentlichen Industriemetalle. Die Stahl- und Aluminiumhersteller haben in der Vergangenheit auf eine negative Preisentwicklung mit dem Abbau von Überkapazitäten reagiert. Dies führt in Phasen erhöhter Nachfrage zu Preisanstiegen und vor allem Lieferproblemen. Es besteht das Risiko weiterer künftiger Preissteigerungen, die nicht angemessen weiterbelastet werden können. Unabhängig von den durch Embargos gegen Russland und Lieferstopps von Russland resultierenden Wegfall von Rohstoffquellen, sind auch die Folgen auf die Preise und die Verfügbarkeit an Rohstoffen die durch die internationalen Handelskonflikte, insbesondere zwischen den USA und China, resultieren nicht abschätzbar. Schon vor Beginn des Ukrainekriegs und des Gaslieferstopps Russlands, hat der Preis für Energie eine zunehmende Bedeutung für die Kostenkalkulation gewonnen. Durch Preissteigerungen, verstärkt durch den von der Regierung beschlossenen Atomausstieg und die Abkehr von fossilen Energieträgern, sowie die damit verbundenen Umlagen für erneuerbare Energien und einem Ausbau der CO 2 -Bepreisung, werden insbesondere die Kosten für Gas und elektrische Energie in Zukunft eine noch höhere Beachtung bei der Preiskalkulation finden müssen und die Absatzchancen der Rosswag GmbH im Vergleich zur ausländischen Konkurrenz beeinträchtigen. Ziel muss es daher sein bei der Energieversorgung innerhalb der Rosswag GmbH weiter an der Effizienz der Prozesse zu arbeiten und die Energieversorgung auf alternative Energieträger wie Öl als Zwischenlösung und Wasserstoff als Zukunftstechnologie zu transferieren. Die Abhängigkeit von der allgemeinen Stromversorgung kann zu weiten Teilen durch den Ausbau der Nutzung von Photovoltaik im Unternehmen abgebaut werden. Marktanteile können darüber hinaus auch dadurch verloren gehen, dass der hohe Substitutionswettbewerb mit Leichtmetallen und Kunststoffen weiter zunimmt. Um auch bei den beschriebenen Risiken weiter am Markt zu bestehen, bleibt es unverändert das Ziel, bei Produkten, Branchen, Kunden und Lieferanten eine ausreichend breite Diversifizierung zu erhalten, ohne die Kernkompetenz der Rosswag GmbH als Spezialschmiede auszuhöhlen. Es ist zu erwarten, dass für den Fall, dass der Ukrainekrieg zu einer länger anhaltenden Rezession über 2025 hinaus führt, durch den Wegfall von Marktteilnehmern erhebliche Verwerfungen im Markt eintreten werden. Nach heutigem Kenntnisstand geht die Rosswag GmbH davon aus, diese Phase der Unsicherheit aufgrund der langjährigen Markterfahrungen sicher überstehen zu können. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation der Gesellschaft sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Da nur in Ausnahmefällen Geschäfte in Fremdwährung abgewickelt werden, bestehen in diesem Bereich keine erkennbaren Risiken. Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend und Engpässe sind nicht zu erwarten. Durch den geringen Bestand an Verbindlichkeiten werden auch längere Schwächephasen des Marktes zu bestehen sein. 2. Chancenbericht In der weiteren Marktöffnung liegen gleichzeitig Chancen, neue Kunden zu gewinnen. Auf der Beschaffungsseite liegt die Chance der Rosswag GmbH darin, bei der im Risikobericht beschriebenen Preisentwicklung durch die umfangreiche Lagerhaltung Aufträge zu bedienen, die von Konkurrenzunternehmen wegen Materialengpässen oder hohen aktuellen Einstandspreisen nicht angenommen werden können. Als Folge ergibt sich die Möglichkeit, neue und dauerhafte Geschäftsbeziehungen zu begründen. Aus dem Substitutionswettbewerb ergibt sich für die Rosswag GmbH die Chance, durch Weiterentwicklung der Verarbeitungs- und Einsatzmöglichkeiten der eigenen Werkstoffe einen Innovationsvorsprung gegenüber der Konkurrenz zu erzielen und die Marktposition zu sichern und auszubauen. Durch den Wegfall von Marktteilnehmern, die eine längere wirtschaftliche Krise, die in Folge der Coronapandemie und des Ukrainekriegs auftritt und sich noch verstärken wird, nicht überstehen, kann die Rosswag GmbH durch die bestehende Kompetenz und die konservative Geschäftspolitik der Vergangenheit das Umsatzpotential der Vergangenheit sichern und im Optimalfall noch ausbauen. 3. Gesamtaussage Die Risiken der künftigen Entwicklung werden vor allem im schwierigeren Wettbewerbsumfeld, der Rohstoff- und Energiepreisentwicklung und der unkalkulierbaren Folgen des Ukrainekriegs sowie der möglicherweise noch weiter verschärfenden Krise im Mittleren und Nahen Osten aus dem Angriff auf Israel gesehen. Ein Bestandsrisiko für die Rosswag GmbH ist hieraus jedoch derzeit nicht erkennbar. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den bei der Rosswag GmbH bestehenden Finanzinstrumenten zählen neben den Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem Gesellschafter, übrige Forderungen, Guthaben bei Kreditinstituten und Verbindlichkeiten. Der Kundenstamm kann überwiegend als solvent bezeichnet werden, sodass Forderungsausfälle bisher nur in unwesentlichem Umfang auftraten. Dies kann sich gegebenenfalls bei Fortdauer des Ukrainekriegs und der einsetzenden Rezession ändern. Es bestehen überwiegend langjährige Geschäftsbeziehungen zu Kunden und Lieferanten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt überwiegend durch eigene Mittel. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist es, die kurzfristige Verfügbarkeit von finanziellen Mitteln bei konservativer Risikopolitik der Finanzanlagen zu gewährleisten. Das Liquiditätsrisiko wird durch eine vorausschauende Planung von Investitionen minimiert. Im Rahmen des Debitorenmanagements wird durch ausreichende Wertberichtigungen einem möglichen Zahlungsausfall oder einer -verzögerung bei Risikopositionen Rechnung getragen. Sofern wirtschaftlich sinnvoll werden Warenkreditversicherungen abgeschlossen. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen bestehen nicht.
Pfinztal, 10. Oktober 2024 Geschäftsführung der Rosswag GmbH BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Rosswag GmbH hat ihren Sitz in Pfinztal. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der 104581 eingetragen. B. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs.3 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs-, Ansatz- und Bewertungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§ 264 ff. HGB). Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer bewertet. Sofern erforderlich erfolgen notwendige außerplanmäßige Abschreibungen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 250 wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2a EStG im Erwerbsjahr voll, solche mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von € 250 bis € 1.000 mit 20% abgeschrieben. Die Abschreibungen auf diese Wirtschaftsgüter sind insgesamt nicht wesentlich für die Ertragslage. Im Übrigen erfolgt die Abschreibung für Anschaffungen ab 2010 linear. Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet, sofern notwendig erfolgt bei Wertminderung eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Rohstoffe werden unter Berücksichtigung des § 256 HGB in Verbindung mit § 6 Abs.1 Nr. 2a EStG (LIFO-Methode) bewertet. Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten, fertige und unfertige Erzeugnisse zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen gemäß § 255 Abs. 2 HGB die produktionsbezogenen Vollkosten. Für einen relativ gleichbleibenden Bestand an Maschinenwerkzeugen, Kleinmaterial und Schrott wurde ein Festwert von 145.000,00 Euro gebildet. Sofern notwendig erfolgt die Abwertung von Vermögensgegenständen des Vorratsvermögens auf den niedrigeren Marktpreis bzw. den niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag gem. § 253 Abs. 4 HGB. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine pauschale Wertberichtigung von 1% des Nettowerts der Forderungen, abzüglich einzelwertberichtigter Forderungen, gebildet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten bewertet. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB). Steuerrückstellungen werden auf Grundlage der einschlägigen steuerlichen Vorschriften berechnet. Sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB). Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. Sofern relevant erfolgt die Währungsumrechnung nach den Grundsätzen des § 256a HGB. D. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB:
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen entfallen auf den Gesellschafter. Forderungen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen auf den Gesellschafter und resultieren aus dem Leistungsverkehr. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten antizipative Forderungen nach § 268 Abs. 4 S. 2 HGB. Diese betreffen Ansprüche aus Förderprojekten sowie Strom- und Energiesteuererstattungsansprüche. Rückstellungen Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens nach der "Projected Unit Credit Methode" bewertet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt: • durchschnittlicher Marktzins von 1,82% für eine Laufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde • Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie Rentensteigerungen von 2% nach den Erfahrungswerten aus der Vergangenheit • Sterbetafeln nach Prof. Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" Der Betrag der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich auf 44 Tsd.Euro. Der nach § 285 Nr. 9b HGB anzugebende Rückstellungsbetrag beläuft sich auf 1.321 Tsd.Euro. Steuerrückstellungen entfallen auf noch nicht veranlagte Ertragsteuern der Veranlagungszeiträume 2022 und 2023. Die sonstigen Rückstellungen entfallen mit 1.951,4 Tsd.Euro auf den Personalbereich, mit 327,0 Tsd.Euro auf Gewährleistungsrisiken, mit 51,2 Tsd.Euro auf zu gewährende Boni, Gutschriften, Vergütungen und ausstehende Rechnungen, mit 79,0 Tsd.Euro auf unterlassene Instandhaltungen und mit 183,3 Tsd.Euro auf Übriges. Die Bewertung der in den Rückstellungen aus dem Personalbereich enthaltene Rückstellung für Urlaubsrückstände und Überstunden basiert auf der Annahme einer durchschnittlichen Sozialabgabenquote. Die Gewährleistungsrückstellung berechnet sich aus einem aus der Erfahrung der Vergangenheit abgeleiteten Faktor bezogen auf die Umsatzerlöse. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, bestehen gegenüber dem Gesellschafter und resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten die durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert sind beträgt 866,4 Tsd.Euro. Davon sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 50,7 Tsd.Euro durch Sicherungsübereignung einer Maschine gesichert und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe des Bilanzausweises durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert. E. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse verteilen sich mit 82 % auf Inlandskunden und im Übrigen überwiegend auf Kunden innerhalb der EU. Erträge aus der Erhöhung des Aktivwerts der Rückdeckungsversicherung und Dividenden aus Genossenschaftsanteilen werden in den Erträgen aus Finanzanlagen ausgewiesen. F. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Die Rosswag GmbH hat für Bankverbindlichkeiten der Muttergesellschaft für den Neubau einer an die Rosswag GmbH vermieteten Werkhalle gebürgt. Die Bürgschaft valutiert zum Bilanzstichtag in Höhe von 2.100 Tsd.Euro. Das Risiko der Bürgschaft ist zusätzlich mit der Verpfändung von Guthaben bei diesem Kreditinstitut in Höhe von 3.000 Tsd.Euro abgedeckt, sodass dass kein ungesichertes Bürgschaftsvolumen zum Bilanzstichtag besteht. Das Risiko aus der Inanspruchnahme schätzen wir auf Grund der gegenwärtigen Bonität und Vermögenslage der Muttergesellschaft als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Pacht-, Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 10.194,40 Tsd.Euro, davon 9.168,7 Tsd.Euro gegenüber verbundenen Unternehmen. Abschlussprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beläuft sich auf 9,3 Tsd.Euro und entfällt in voller Höher auf Abschlussprüfungsleistungen. Arbeitnehmer Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren durchschnittlich 201 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 133 Arbeiter und 68 Angestellte. Gesellschaftsorgan Während des abgelaufenen Geschäftsjahres 2023 und bis zur Bilanzaufstellung waren zu Geschäftsführern bestellt: Alexander Essig, Pfinztal Kirsten Walczak, Pfinztal Dr. Sven Donisi, Pfinztal
Pfinztal, 10. Oktober 2024 Geschäftsführung der Rosswag GmbH, Pfinztal gez. Alexander Essig gez. Kirsten Walczak gez. Dr. Sven Donisi
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 07.12.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Rosswag GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Rosswag GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rosswag GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bad Neustadt a. d. Saale, 11. Oktober 2024 Dr.
Reese, Beckmann + Riechwald GmbH & Co. KG
gez. Karsten Riechwald, Wirtschaftsprüfer |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
10 nahegelegene Organisationen
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen