Stammdaten

Register
Amtsgericht Kempten HRB 11652
Vorher
RS Investitions GmbHRS Antriebstechnik GmbH
Eingetragen
14.9.2012
Branche
Herstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Turbinen
Gegenstand
Die industrielle Herstellung und der Vertrieb von Elementen der Antriebstechnik sowie alle hiermit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten und Geschäfte.

Historie

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Management

NameRolle
Ercan Senoldu
seit 7.1.2026
Prokura
Helmut Hochegger
seit 23.5.2025
Geschäftsführer
Prokura
Oliver Brock
seit 3.8.2023
Prokura
Maximilian Thoma
seit 12.2.2021
Geschäftsführer
Thorsten Dr. Mehlhorn
seit 12.2.2014
Geschäftsführer
Gerhard Steudel
seit 21.3.2013
Prokura
Andrea Maria Reinold
seit 21.3.2013
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

3.00% identifiziert97.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
1.50%
1.50%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
97.00%

Gesellschafter
Beta

2 von 3 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
HerkulesGroup Europe GmbH
Germany
97.00%
A***** R******
1.50%

Konzern- und Jahresabschlüsse

RSGetriebe GmbH

Sonthofen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Lagebericht

Inhalt

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1.1 Konjunkturelle Situation 2017

1.2 Konjunkturelle Aussichten 2018

2. Geschäftsverlauf

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

5. Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung

III. Bericht über Zweigniederlassungen

IV. Prognosebericht

V. Risikobericht

VI. Chancenbericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die RSGetriebe GmbH (auch als "RSG", "Unternehmen" oder "Gesellschaft" bezeichnet) ist ein Unternehmen der HerkulesGroup mit Sitz in Sonthofen und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Kempten (Allgäu) unter HRB 11562 eingetragen.

Die Gesellschaften der Unternehmensgruppe entwickeln, produzieren und vertreiben weltweit Großwerkzeugmaschinen in den Bereichen Bohren, Drehen, Fräsen, Schleifen und Texturieren.

Das Unternehmens RSG konstruiert, produziert und vertreibt Sondergetriebe und Antriebselemente. Die Hauptabsatzmärkte sind das Inland und Europa. Im europäischen Raum sind hauptsächlich die direkt an Bayern angrenzenden Länder Österreich und Schweiz zu nennen, mitunter auch Polen, Frankreich, Spanien und die Niederlande. Mitbewerber im Getriebebereich beleben das Geschäft der RSG. Die Entwicklungstrends und Anpassungen der Produkte werden von gesetzlichen Vorgaben beeinflusst.

2. Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung hat für die RSG als Hochtechnologieunternehmen einen maßgebenden Stellenwert und wird im Rahmen der Auftragsbearbeitung ausschließlich durch eigene hochqualifizierte Mitarbeiter betrieben. Die von RSG konstruierten und hergestellten Antriebslösungen sind überwiegend Sonderanfertigungen speziell nach Kundenwunsch - vom Prototyp bis zu kleinen/mittleren Serien. Das erarbeitete Knowhow ist Eigentum des Unternehmens und wird durch entsprechende Vereinbarungen mit dem jeweiligen Kunden sichergestellt. Gleichzeitig werden auf dieser Basis neue Produktvarianten erarbeitet. Langfristige Unternehmensziele sind marktorientierte Konzepte sowie kontinuierliche Anpassungen und Weiterentwicklungen bestehender Produkte.

Spezielle Forschungsprojekte wurden im Berichtsjahr nicht betrieben. Neben der auftragsbezogenen internen Konstruktions- und Entwicklungsleistung bietet die Mitgliedschaft in der Forschungsvereinigung Antriebstechnik e.V. (FVA) qualifizierte Unterstützung zum Aufbau weiteren Knowhows, u. a. durch die Nutzung der Software-Plattform des FVA-Netzwerkes.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1.1 Konjunkturelle Situation 2017

Weltwirtschaftliches Umfeld

Nach Angaben des VDMA hat der konjunkturelle Aufschwung in 2017 an Dynamik und Breite gewonnen. In vielen Ländern haben die Wirtschaftsdaten positiv überrascht und die Prognosen übertroffen. 2017 betrug das globale Wachstum des BIP laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) preisbereinigt 3,7 Prozent, nach 3,2 Prozent im Jahr 2016. In den Industrieländern kam es zu einer deutlichen Wachstumsbeschleunigung von 1,7 Prozent 2016 auf 2,3 Prozent 2017. In den Schwellen- und Entwicklungsländern hat die wirtschaftliche Entwicklung mit 4,7 Prozent das Wachstumstempo des Vorjahres um 0,3 Prozentpunkte übertroffen.

Nach einer längeren Phase der Schwäche haben sich der Welthandel und die industrielle Produktion 2017 deutlich belebt. Der Welthandel legte um 4,7 Prozent zu, die Industrieproduktion um 3,5 Prozent. Folglich hat sich die Auslastung der Industriekapazitäten merklich verbessert und die konjunkturelle Schwächephase in der Investitionskonjunktur wurde überwunden.

Wichtige Kundenmärkte

Die EU und der Euro-Raum wuchsen 2017 so stark wie seit zehn Jahren nicht mehr. Laut Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaft, expandierte das Bruttoinlandsprodukt sowohl in der EU als auch in der Euro-Zone um real 2,5 Prozent. In nahezu allen Volkswirtschaften der Euro-Zone hat die Konjunktur erkennbar an Fahrt gewonnen. Impulse kamen sowohl aus dem Auslandsgeschäft als auch von der Binnenwirtschaft. Die Industrieproduktion stieg um geschätzt 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Kapazitätsauslastung, Beschäftigung und Investitionen nahmen zu.

Nach einem schwachen Jahresauftakt hat die Konjunktur in der US-Wirtschaft im Jahresverlauf 2017 zunehmend an Schwung gewonnen. Die gesamtwirtschaftliche Wirtschaftsleistung stieg um 2,3 Prozent, nach nur 1,5 Prozent im Vorjahr. Konsum und Investitionen haben gleichermaßen dazu beigetragen.

In Japan kam es im Fiskaljahr 2017/2018 zu einer Wachstumsbeschleunigung. Das BIP-Wachstum dürfte 1,8 Prozent betragen haben, eine Verdopplung gegenüber den 0,9 Prozent im Vorjahr. Durch die expansive Wirtschaftspolitik erlebten neben dem privaten Konsum auch die Investitionen einen Aufschwung.

Das Vereinigte Königreich ist die einzige große fortgeschrittene Volkswirtschaft, in der es 2017 zu einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums gekommen ist. Ein wesentlicher Faktor für die Konjunktureintrübung ist die schwache Entwicklung des privaten Konsums, woran die starke Abwertung des britischen Pfundes nach dem Brexit-Votum einen erheblichen Anteil hat. Das Verarbeitende Gewerbe hingegen hat von dem schwächeren Pfund und den international verbesserten Absatzmöglichkeiten profitiert.

Die Wirtschaft in der VR China wuchs laut IWF 2017 um 6,8 Prozent. Das chinesische Statistikamt spricht von einem Zuwachs um 6,9 Prozent. Demnach ist die Wirtschaft wieder etwas stärker gewachsen als im Vorjahr. Zum Jahresende verringerten sich die Zuwachsraten bei Investitionen, Industrieproduktion und den Einzelhandelsumsätzen. Im Kampf gegen die Luftverschmutzung hat die Regierung am Ende des dritten und zu Beginn des vierten Quartals zahlreiche Firmen geschlossen und verlangt von diesen Modernisierungsmaßnahmen, um die Umweltverschmutzung zu reduzieren.

In Indien soll das Wachstumstempo mit real 6,7 Prozent (Fiskaljahr 2017/2018) hoch bleiben, fällt jedoch erneut niedriger aus als im Vorjahr. Nach der Blitz-Bargeldreform im November 2016 hat die Einführung der landesweiten Mehrwehrwertsteuer im Juli 2017 die Wirtschaft temporär belastet.

Die Erholung der Rohstoffpreise hat zu der Überwindung der Rezession in Russland und Brasilien beigetragen. Laut dem IWF dürfte die Wirtschaftsleistung in Russland um 1,8 Prozent und in Brasilien um 1,1 Prozent gestiegen sein.

Deutsche Konjunktur

Gemäß dem Jahresgutachten 2017 / 2018 des Sachverständigenrates hatte auch die deutsche Wirtschaft in 2017 einen kräftigen Aufschwung zu verzeichnen. Insgesamt wuchs das Bruttoinlandsprodukt um 2,2 Prozent und damit stärker als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre (+1,3 Prozent). Getragen wurde der Aufschwung von einem robusten privaten Konsum (+1,9 Prozent), den Staatsausgaben (+1,6 Prozent) sowie den Bauinvestitionen (+2,7 Prozent). Zudem investierten die Unternehmen wieder mehr in Ausrüstungen, so dass diese einen überdurchschnittlichen Zuwachs hinlegten (+4,0 Prozent). Allerdings blieb diese Wachstumsrate hinter den früher typischerweise in einem Aufschwung erreichten Plusraten zurück. In diesem guten konjunkturellen Umfeld stieg auch die Beschäftigung im Jahresdurchschnitt um 1,5 Prozent im Vergleich zu 2016 und somit um 653.000 auf knapp 44,3 Millionen Erwerbstätige. Das entspricht der höchsten Zunahme seit dem Jahr 2007.

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Das Jahr 2017 wurde für den deutschen Maschinenbau - dank der weltweit gestiegenen Nachfrage nach Investitionsgütern - zu einem ersten Aufschwungsjahr. So stieg die reale Produktion in der Branche nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 3,1 Prozent - dies bestätigt die Prognose des VDMA. Sie hatte bei rund drei Prozent Plus gelegen. Der nicht preisbereinigte Umsatz erreichte im vergangenen Jahr ein Volumen von 224 Mrd. Euro. Der nicht preisbereinigte Produktionswert kam - geschätzt - auf 212 Mrd. Euro.

Das Wachstum der Produktion resultierte fast ausschließlich aus den gestiegenen Exporten. Sie erreichten einen Wert von 168 Mrd. Euro. Damit konnte das Vorjahresniveau nominal um 7,9 Prozent übertroffen werden. Der stärkste Wachstumsschub geht auf die Lieferungen nach China (22,6 Prozent) und in die USA (11,6 Prozent) zurück. Die EU-Partnerländer waren ebenfalls mit wenn auch geringeren Plusraten (5,1 Prozent) dabei. Insgesamt gesehen fand das Wachstum auf den Exportmärkten auf breiter regionaler Basis statt, nachdem die Ausfuhr in viele Entwicklungs- und Schwellenländer wie Russland (22,5 Prozent) oder Brasilien (2,9 Prozent) im vergangenen Jahr wieder auf Wachstumskurs einschwenkten.

Die Zahl der Beschäftigten in Betrieben mit mehr als 50 Mitarbeitern lag im Dezember 2017 bei 1.031.000 Personen und damit 2,3 Prozent über der Zahl des Vorjahresmonats. Das entspricht einem Zuwachs von 23.000 Stellen von Dezember 2016 auf Dezember 2017.

Der Auftragseingang übertraf 2017 sein Vorjahresniveau um real 8 Prozent. Die Inlandsnachfrage stieg immerhin um 5 Prozent, die Orders aus dem Ausland konnten sogar 10 Prozent zulegen. Hier gab es nur noch eine ganz leichte Spreizung: Während die Bestellungen aus den Euro-Partnerländern ihr Vorjahresniveau um 11 Prozent steigern konnten, wuchsen die Aufträge aus den Nicht-Euro-Ländern um 9 Prozent.

1.2 Konjunkturelle Aussichten 2018

Weltwirtschaft

Viele Frühindikatoren zeigen die Fortsetzung des globalen Aufschwungs an. Für 2018 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) ein weltwirtschaftliches Wachstum von real 3,9 Prozent. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer in Summe wird - trotz abermals leichter Wachstumsverlangsamung in China auf 6,6 Prozent (nach 6,8 Prozent in 2017) - eine leicht beschleunigte Dynamik von 4,9 Prozent vorhergesagt. In Brasilien soll die Wirtschaft leicht beschleunigt mit 1,9 Prozent wachsen. In Russland wird ein BIP-Plus von 1,7 Prozent erwartet. Für Indien prognostizieren die Konjunkturforscher für das Finanzjahr 2018/2019 eine Belebung des Wirtschaftswachstums auf 7,4 Prozent.

In den Industrieländern dürfte sich die Entwicklung 2018 mit 2,3 Prozent in analogem Wachstumstempo wie im Vorjahr fortsetzen, bei sehr unterschiedlichen nationalen Entwicklungen. Die USA sind mit einem gigantischen Steuersenkungspaket in das Jahr 2018 gestartet, deren Herzstück die Senkung der Unternehmenssteuer auf 21 Prozent ist. Dadurch wird eine deutliche Stimulierung der Investitionstätigkeit erwartet, die sich sowohl in den USA als auch bei wichtigen Handelspartnern auswirken sollte. Für die USA wird daher ein beschleunigtes Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent erwartet, wobei die Auswirkungen diverser aktueller fiskalpolitischer Maßnahmen, insbesondere der Einführung von Zöllen auf Stahl und Aluminium, abzuwarten bleiben. In Kanada (plus 2,3 Prozent), dem Euro-Raum (plus 2,2 Prozent), dem Vereinigten Königreich (plus 1,5 Prozent) und Japan (plus 1,2 Prozent) soll die Wirtschaft wachsen, verglichen mit dem Vorjahr jedoch in einem verminderten Tempo. Gerade im Falle der Euro-Zone und Japan könnte sich die Prognose als zu vorsichtig erweisen. In der Euro-Zone sprechen die Frühindikatoren für ein beschleunigtes Wachstum. In Japan dürfte die Mehrwertsteuer-Erhöhung, die für 2019 angekündigt ist, zu Vorzieheffekten führen.

Die Risiken für die globale Wachstumsentwicklung scheinen kurzfristig ausgeglichen zu sein. Eine bessere Entwicklung ist möglich, da sich die zunehmenden wirtschaftlichen Aktivitäten und die guten finanziellen Bedingungen weiter gegenseitig verstärken können.

Deutsche Konjunktur

Angesichts des anhaltenden Aufschwungs rechnet die Bundesregierung für 2018 mit einer Zuwachsrate von 2,4 Prozent. Der Boom im Wohnungsbau und Investitionen in die öffentliche Infrastruktur sorgen weiterhin für volle Auftragsbücher, so dass auch die Unternehmen mehr investieren. Noch einmal Schub bekommt die deutsche Wirtschaft derzeit auch vom dynamischen Export und kräftigen privaten Verbrauch. Die Beschäftigung dürfte in diesem konjunkturellen Umfeld weiter steigen, wenngleich eine neue Rekordbeschäftigung zu einer zunehmend angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt führen könnte. Dieser Engpass könnte in einigen Bereichen zu erhöhten Produktionsbehinderungen beitragen. Für 2018 ist mit einem Plus von knapp 500.000 Personen auf 44,8 Millionen Erwerbstätigen zu rechnen.

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Typischerweise gewinnt ein Aufschwung im zweiten Jahr an Kraft. Doch für 2018 rechnen die VDMA-Volkswirte nicht mit einer konjunkturellen Beschleunigung. Die Prognose lautet daher wieder auf drei Prozent Wachstum. Der Grund dafür sind regionale Wachstumsverlagerungen. Für die Exporte in die USA und in die EU-Partnerländer ohne das Vereinigte Königreich erwartet der VDMA eine etwa gleich hohe Wachstumsrate wie in 2017. Die Lieferungen nach UK allerdings könnten weiter sinken. Ein noch stärkerer Rückgang als bereits in 2017 ist nicht auszuschließen. Schließlich sind die Unsicherheit und der mangelnde Verhandlungsfortschritt Gift für das Investieren. Die Maschinenausfuhr nach China dürfte wohl weiterwachsen, allerdings ist hier ein Tempoverlust wahrscheinlich. Denn das 2017 erreichte Lieferniveau ist hoch und der Strukturwandel in der chinesischen Wirtschaft begünstigt Konsumgüter und Dienstleistungen. Für das Minus im UK-Geschäft und die Entschleunigung im China-Handel bedarf es also einer Kompensation, wenn das Wachstumstempo insgesamt gehalten werden soll. Das ist möglich, wenn das Inlandsgeschäft endlich anspringt. Die Chancen dafür sind durchaus gegeben. Die Fertigung beim Hauptkunden, der Industrie, ist inzwischen wieder gut ausgelastet.

Natürlich gibt es auch Chancen dafür, dass es 2018 zu einer kräftigeren wirtschaftlichen Belebung kommt. Eine Bedingung für ein solches Positivszenario wäre, dass die chinesische Regierung das Reformtempo weiter drosselt, um keine Verluste bei der Wachstumsdynamik zu erleiden. Mit der Folge, dass die deutschen Maschinenexporte nach China nahezu ungebremst weiter zulegen. Ebenfalls könnten erfolgreiche Brexit-Verhandlungen die Aussichten für das UK-Geschäft weniger stark eintrüben. Greifbarer ist die Chance, dass bei den Exporten in die USA die Vorteile der Sofortabschreibung auf Ausrüstungsgüter sowie eine ausgeweitete Investitionsbereitschaft wegen der Unternehmenssteuerreform die Nachteile durch einen in kurzer Zeit relativ kräftig aufgewerteten Euro überwiegen. Doch es gibt auch Risiken, und die Liste ist lang. Dazu zählen u.a. der Nordkorea-Konflikt, die weitere Entwicklung der Beziehung zwischen der EU und der Türkei, die künftige Lage in Spanien (Katalonien-Konflikt), das weiter drohende Damoklesschwert des Protektionismus, nicht nur aus den USA, Sanktionen der USA gegenüber Russland und seinen Geschäftspartnern im Ausland sowie die starken Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran und die US-Zollpolitik.

2. Geschäftsverlauf

Der Fokus der Vertriebsstrategie der RSG liegt auf einem dauerhaften und langfristigen Ausbau des Getriebeabsatzes in den Bereichen Werkzeugmaschinen und Fertigungssysteme, Extrusion und Kunststofftechnik sowie Prüfstandstechnologie. Der Bedarf an Getriebelösungen und Antriebselementen für Investitionsgüter aller Art stieg im Berichtsjahr beständig an, das Volumen des Auftragseinganges entwickelte sich stärker als prognostiziert. Das anspruchsvolle Marktumfeld fordert in erster Linie eine zuverlässige Verfügbarkeit der Getriebelösungen und Individualität. Für die RSG bietet sich in diesem Sektor ausbaufähiges Potenzial für eine mittel- bis langfristige Entwicklung.

Im Geschäftsjahr 2017 konnte die RSG einen Auftragseingang von insgesamt 7.570 T€ (Vorjahr 6.350 T€) verzeichnen. Der gesamte Auftragsbestand belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 7.448 T€ (Vorjahr 5.476 T€). Das Rohergebnis lag mit 4.289 T€ knapp unter dem für 2017 prognostizierten Bereich. Das Jahresergebnis fiel mit -2.742 T€ durch den Effekt einer außergewöhnlichen Abschreibung im Vorratsvermögen deutlich negativ aus.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

a. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein Rohergebnis von 4.289 T€ (Vorjahr: 4.246 T€) erzielt. Die Exportquote betrug im Berichtsjahr 28,7 % (Vorjahr: 25,1 %). Auf die EU entfielen 12,4% (Vorjahr: 11,5 %), auf Drittland 16,3% (Vorjahr: 13,6 %). Innerhalb der EU wurde überwiegend nach Österreich, grenzüberschreitend hauptsächlich in die Schweiz geliefert.

Im Durchschnitt des Jahres 2017 beschäftigte die Gesellschaft 64 (Vorjahr: 61) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 11 Auszubildende (Vorjahr: 14). Am 31. Dezember 2017 waren 61 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Vorjahr: 61) und 14 Auszubildende (Vorjahr: 15) beschäftigt.

Der betriebliche Aufwand (Personalaufwand plus sonstiger betrieblicher Aufwand) belief sich auf 3.883 T€ (Vorjahr 3.752 T€). Das Finanzergebnis belief sich im Berichtsjahr auf -33 T€ (Vorjahr: -38 T€). Das Jahresergebnis betrug -2.742 T€ (Vorjahr: -154 T€).

b. Finanzlage

Kapitalstruktur

Die RSG weist zum Bilanzstichtag eine Eigenkapitalquote von 44,8 Prozent (Vorjahr 49,7 Prozent) aus. Auftragsfinanzierungen erfolgen über Kundenanzahlungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen langfristige Darlehen.

Investitionen

Größere Einzelinvestitionen wurden im Berichtsjahr nicht getätigt.

Liquidität

Die Liquidität der Gesellschaft ist stabil. Der einfache Cashflow 2017 (Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag zzgl. Abschreibungen auf Sachanlagen und zzgl. Sonder-Wertberichtigung Umlaufvermögen) betrug 364 T€ (Vorjahr: 482 T€). Eine laufende Finanzplanung überwacht die Kapitalflüsse, demnach sind keine Engpässe zu erwarten. Das Unternehmen wird nach den vorliegenden Planungen auch in Zukunft in der Lage sein, seinen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

c. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft sank von 14.854 T€ in 2016 auf 10.363 T€ in 2017. Wesentliche Positionen auf der Aktivseite sind die Sachanlagen in Höhe von 4.910 T€ (Vorjahr 4.972 T€) mit 47,4 Prozent der Bilanzsumme, die Vorräte in Höhe von 3.158 T€ (Vorjahr 4.761 T€) mit 30,5 Prozent der Bilanzsumme und Bankguthaben in Höhe von 1.527 T€ (Vorjahr 4.164 T€) mit 14,7 Prozent der Bilanzsumme. Wesentliche Positionen der Passivseite sind das bilanzielle Eigenkapital in Höhe von 4.643 T€ und Verbindlichkeiten in Höhe von 5.447 T€. Das Working Capital (definiert als Umlaufvermögen abzgl. kurzfristiges Fremdkapital) betrug 3.370 T€ (Vorjahr 7.586 T€).

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren werden in Kapitel II.3 dargestellt. Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, die für das Verständnis über die Lage der Gesellschaft von Bedeutung wären, liegen nicht vor.

5. Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung

Die Geschäftsentwicklung der RSG wird unter Berücksichtigung der Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung als beständig und zukunftsorientiert betrachtet.

Das Wachstum der deutschen Wirtschaft lt. Angabe des VDMA spiegelt sich auch bei der RSG wider. Es zeichnet sich eine durchweg positive Entwicklung des Auftragseingangs ab, welche die Planangaben erfüllt. Der intensive Auf- und Ausbau von Kundenbeziehungen im Inland und den angrenzenden EU-Staaten in den Bereichen Werkzeugmaschinen, Fertigungssysteme, Extrusion und Kunststofftechnik sowie Prüfstandstechnologie bescheinigen Potenzial. Die Auslastungsreichweite erhöhte sich von sechs Monate auf elf Monate.

Erkenntnisse aus den ersten abgelaufenen Monaten des laufenden Jahres 2018, die dieser Beurteilung entgegenstehen würden, liegen nicht vor.

III. Bericht über Zweigniederlassungen

Von der Gesellschaft werden keine Zweigniederlassungen unterhalten.

IV. Prognosebericht

Die Berichtsgesellschaft sieht die von ihr verfolgte Geschäftspolitik bestätigt, eine wesentliche Änderung ist daher, vorbehaltlich notwendiger Anpassungen an geänderte Marktbedingungen, nicht geplant. Der Schwerpunkt liegt auf innovativen, kundenspezifischen Getriebelösungen.

Aufgrund der vorweg genannten konjunkturellen Aussichten plant die Berichtsgesellschaft für das Geschäftsjahr 2018 mit einer moderaten, beständigen Steigerung des Auftragseingangs im Vergleich zum Vorjahr. Dementsprechend angepasst ist mit einem leichten Anstieg der Umsatzerlöse für 2018 zu rechnen. Das Jahresergebnis 2018 sollte sich final leicht positiv gestalten.

V. Risikobericht

Auf Grund des Risikos eines sinkenden Auslastungsgrades infolge rückläufiger Auftragseingänge sowie steigender Rohstoff- und Energiepreise sind finanzielle Risiken nicht generell vermeidbar.

Durch Nachfragerückgänge induzierte Preisrisiken werden durch Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen kompensiert.

Produkthaftungsrisiken werden über Versicherungen abgedeckt.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter Abzug von Skonto ausgeglichen.

Forderungen werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele vereinnahmt. Das Mahnwesen ist effizient und dadurch sind Forderungsausfälle die Ausnahme.

Zur Absicherung von Finanzrisiken wird auf Auskunftsdateien zurückgegriffen; Vorfinanzierungen werden über Anzahlungen vereinbart.

Die administrativen Tätigkeiten, wie Finanzbuchhaltung, Lagerwirtschaft, IT und Einkauf wurden 2017 von der Gesellschaft selbst durchgeführt, die Abwicklung erfolgt über die gruppenweit eingesetzte Software proAlpha.

Ein regelmäßiges Management-Reporting dient dazu, etwaige Risiken frühzeitig aufzudecken und falls erforderlich zeitnahe geeignete Gegenmaßnahmen zu treffen. Die stetige Analyse des Auftragseingangs, des Auftragsbestandes und der damit zusammenhängenden künftigen Auslastungssituation werden intensiv verfolgt.

Ziel dieser Maßnahmen ist die Sicherstellung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeder Art. Der Berichtsgesellschaft ist bewusst, dass sie gewissen Risiken ausgesetzt ist. Diese werden jedoch in angemessener Weise beobachtet, um gegebenenfalls entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Auf wirtschaftspolitische Entwicklungen und deren Auswirkungen auf den Auftragseingang hat die Gesellschaft keinen Einfluss.

VI. Chancenbericht

Die Entwicklung der weltweiten Auftragslage steht einerseits in unmittelbarem Zusammenhang mit den Chancen für das Unternehmen. Die Nischenstrategie der Gesellschaft zeigt andererseits eine erkennbare Unabhängigkeit. Die Auftragseingangssituation wird permanent beobachtet und analysiert. Dem entsprechend zeichnet sich die nachhaltige Entwicklung der Auslastung ab. Die RSG plant keine wesentliche Änderung er Geschäftspolitik - vorbehaltlich notwendiger Anpassungen an geänderte Marktbedingungen.

Die Gesellschaft sieht grundsätzlich die Chance, ebenfalls von der positiven Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds zu profitieren. Eine intensive Betreuung der Bestandskunden sowie kontinuierliche Akquisetätigkeiten bieten gute Chancen für eine aufbauende Entwicklung der Geschäftstätigkeit der RSG.

Als konkrete Projekte zusätzlicher neuer Geschäftsfelder können genannt werden:

Baumaschinen (Pumpenverteilergetriebe; Drehkränze, Antriebssysteme)

Holzbearbeitungsmaschinen- und Recyclingmaschinen (Kompaktgetriebe, Schwerlastgetriebe)

Bahntechnik - Getriebe für Schienenersatzfahrzeuge (Stirnradgetriebe)

Turbogetriebe (in den Bereichen der Stromerzeugung, Verdichtung und Speisewasserpumpen)

Offshore Anwendungen (Hebewerke auf Ölplattformen)

Als Kompetenzcenter für Getriebelösungen innerhalb der HerkulesGroup ergeben sich Ertragspotenziale durch den gruppenweiten Einsatz von RSG-Produkten.

Der Maschinenpark verfügt über neueste technische Einrichtungen. Innovative und technisch anspruchsvolle Produkte, hervorragende Qualität und optimale Bearbeitungseffizienz sind der Wettbewerbsvorteil der Gesellschaft.

 

Sonthofen, 16. Juli 2018

RSGetriebe GmbH

gez. Dipl.-Ing. Christoph Thoma

gez. Dipl.-Wirt.-Ing. Thorsten Mehlhorn, MBA

Bilanz

Aktiva

31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A. Anlagevermögen 4.973.142,88 4.993.887,08
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 63.092,00 22.379,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 0,50 0,50
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 63.091,50 22.378,50
II. Sachanlagen 4.910.050,88 4.971.508,08
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.288.948,08 2.448.884,58
2. technische Anlagen und Maschinen 2.172.176,00 2.331.479,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 215.644,50 191.144,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 233.282,30 0,00
B. Umlaufvermögen 5.389.395,13 9.858.502,79
I. Vorräte 3.157.907,89 4.760.614,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 704.807,03 934.137,09
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 106.133,53 106.207,13
2. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 598.673,50 827.929,96
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.526.680,21 4.163.751,22
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 1.283,66
Bilanzsumme, Summe Aktiva 10.362.538,01 14.853.673,53

Passiva

   
  31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A. Eigenkapital 4.643.413,04 7.385.784,87
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Kapitalrücklage 5.287.058,11 5.287.058,11
III. Gewinnvortrag 1.898.726,76 2.052.279,96
IV. Jahresfehlbetrag -2.742.371,83 -153.553,20
B. Rückstellungen 272.089,00 174.519,08
C. Verbindlichkeiten 5.447.035,97 7.293.369,58
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.272.660,96 6.997.263,67
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.572.630,97 1.802.217,68
2. Übrige Verbindlichkeiten 174.375,01 296.105,91
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 174.375,01 296.105,91
Bilanzsumme, Summe Passiva 10.362.538,01 14.853.673,53

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2017 - 31.12.2017
EUR
1.1.2016 - 31.12.2016
EUR
1. Rohergebnis 4.289.066,53 4.246.187,08
2. Personalaufwand 3.480.257,69 3.349.257,66
a) Löhne und Gehälter 2.894.258,20 2.788.106,49
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 585.999,49 561.151,17
davon für Altersversorgung 16.283,99 16.170,00
3. Abschreibungen 3.106.741,67 635.536,17
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 582.741,67 635.536,17
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 2.524.000,00 0,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 402.857,78 402.639,92
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 32.878,50 37.733,08
davon an verbundene Unternehmen 32.487,50 35.275,23
6. Steuern vom Einkommen und Ertrag 0,00 -28.806,77
7. Ergebnis nach Steuern -2.733.669,11 -150.172,98
8. sonstige Steuern 8.702,72 3.380,22
9. Jahresfehlbetrag 2.742.371,83 153.553,20

Anhang

Für die Offenlegung wurden die Erleichterungen des § 327 HGB in Anspruch genommen.

1. Allgemeine Angaben

Die RSGetriebe GmbH mit Sitz in Sonthofen (im Folgenden auch Gesellschaft genannt) ist im Handelsregister des Amtsgerichts Kempten (Allgäu) unter HRB 11652 eingetragen.

Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. v. § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten in Höhe der handelsrechtlichen Wertuntergrenze bilanziert und linear abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt auf unterjährige Zugänge zeitanteilig. Die festgelegten Nutzungsdauern entsprechen der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von bis zu 410 € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt seit dem Abschlussstichtag 2017 zu den einheitlichen Bewertungsmethoden der HerkulesGroup; in diesem Zuge wurde für diverse Posten von dauerhaft ungängigem Vorratsvermögen eine außerordentliche Sonder-Wertberichtigung in Höhe von 2.524 T€ vorgenommen.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu durchschnittlichen Einstandspreisen. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Soweit erforderlich, wurden Wertabschläge vorgenommen. Pauschal erfolgt daneben eine Gängigkeitsabschreibung nach dem Abgangsverfahren mit zeitlicher Staffel in 5 Ungängigkeitsgruppen von 6 bis 11 Monaten (15 %) bis > 36 Monate (100 %).

Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten in Höhe der handelsrechtlichen Wertuntergrenze. Auf der Basis eines Beschäftigungsgrads von 100 % ermittelte Leerkosten werden eliminiert. Die ermittelten Gemeinkostensätze werden in Anlehnung an die jährlichen Kostensteigerungen fortgeschrieben.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen in Höhe von 1 % der risikobehafteten Nettoforderungen Rechnung getragen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie wurden so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Für die Umrechnung monetärer und nicht monetärer Posten kam bei der Zugangsbewertung der historische Kurs am jeweiligen Transaktions-/Entstehungstag zur Anwendung.

3. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen 67 T€ aus Lieferungen und Leistungen, 11 T€ aus sonstigen Verbindlichkeiten und 5.195 T€ aus Darlehensverbindlichkeiten (davon gegenüber Gesellschaftern 5.195 T€).

Davon betragen die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren 1.780 T€.

4. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die jährlichen Mietaufwendungen aus längerfristig geschlossenen Mietverträgen betragen pro Jahr 15 T€.

Zahl der Arbeitnehmer im Sinne des § 285 Nr. 7 HGB

Während des Geschäftsjahres 2017 wurden von der Gesellschaft durchschnittlich 62 Arbeitnehmer beschäftigt. Davon sind 43 gewerbliche Arbeitnehmer, 14 Angestellte und 5 Teilzeitkräfte. Mitglieder der Geschäftsführung und zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigte wurden nicht mit einbezogen.

Mitglieder der Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren während des Geschäftsjahres 2017 bis heute

Herr Dipl.-Ing. Christoph Thoma, Wilnsdorf, und

Herr Dipl.-Wirt.-Ing. Thorsten Mehlhorn, MBA, Dietmannsried.

Mutterunternehmen

Die Gesellschaft wird in den Abschluss i. S. d. § 290 HGB der Thoma GmbH & Co. KG, Siegen, einbezogen. Die Thoma GmbH & Co. KG stellt den Abschluss i. S. d. § 290 HGB für den größten und gleichzeitig kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser wird im Bundesanzeiger offengelegt werden.

 

Sonthofen, den 16. Juli 2018

gez. Dipl.-Wirt.-Ing. Thorsten Mehlhorn, MBA

gez. Dipl.-Ing. Christoph Thoma

Anlagespiegel

Anschaffungskosten- oder Herstellungskosten
01.01.2017
Zugänge
Abgänge
31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Geschäfts- oder Firmenwert 4.225,00 0,00 0,00 4.225,00
2. übrige immaterielle Vermögensgegenstände 179.420,59 61.075,00 0,00 240.495,59
  183.645,59 61.075,00 0,00 244.720,59
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.982.851,19 0,00 0,00 3.982.851,19
2. technische Anlagen und Maschinen 5.423.549,65 173.191,84 20.000,50 5.576.740,99
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 932.337,72 97.891,60 14.364,16 1.015.865,16
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 233.282,30 0,00 233.282,30
  10.338.738,56 504.365,74 34.364,66 10.808.739,64
  10.522.384,15 565.440,74 34.364,66 11.053.460,23
kumulierte Abschreibungen Billanzwerte
01.01.2017
Zugänge
Abgänge
31.12.2017
31.12.2017
31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Geschäfts- oder Firmenwert 4.224,50 0,00 0,00 4.224,50 0,50 0,50
2. übrige immaterielle Vermögensgegenstände 157.042,09 20.362,00 0,00 177.404,09 63.091,50 22.378,50
  161.266,59 20.362,00 0,00 181.628,59 63.092,00 22.379,00
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.533.966,61 159.936,50 0,00 1.693.903,11 2.288.948,08 2.448.884,58
2. technische Anlagen und Maschinen 3.092.070,15 332.494,34 19.999,50 3.404.564,99 2.172.176,00 2.331.479,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 741.193,72 69.948,83 10.921,89 800.220,66 215.644,50 191.144,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 233.282,30 0,00
  5.367.230,48 562.379,67 30.921,39 5.898.688,76 4.910.050,88 4.971.508,08
  5.528.497,07 582.741,67 30.921,39 6.080.317,35 4.973.142,88 4.993.887,08

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 12.09.2018 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss ist nach § 327 HGB verkürzt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung sowie den Lagebericht der RSGetriebe GmbH, Sonthofen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Gummersbach, den 28. August 2018

dhpg Dr. Harzem & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Stamm, Wirtschaftsprüfer

gez. Brechtel, Wirtschaftsprüfer

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