Stammdaten

Register
Amtsgericht Fritzlar HRB 12582
Eingetragen
18.11.2020
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Gegenstand
Der Handel mit Kraftfahrzeugen, Neu- und Gebrauchtwagen und EU-Fahrzeugen und Zubehörteilen, sowie die Vermittlung von Fahrzeugfinanzierungen und Garantieverlängerungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Julia Rössel
seit 30.5.2022
Geschäftsführer
Burim Miftari
seit 18.11.2020
Prokura
Silke Rössel
seit 18.11.2020
Prokura
Frank Rössel
seit 18.11.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Gudensberg
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus Rössel GmbH

Fritzlar

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Die Autohaus Rössel GmbH wurde durch Gesellschaftsvertrag vom 9. November 2020 und der Eintragung im Handelsregister am 18.11.2020 (HR B 12582 beim Amtsgericht Fritzlar) gegründet.

Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2023 nicht verändert.

Die Geschäftstätigkeit der Autohaus Rössel GmbH umfasst den Handel mit Neufahrzeugen diverser Marken (im Wesentlichen der Marken Volkswagen, Skoda , Seat), den Handel mit Wohnmobilen der Marken Mooveo, Ilusion, Mega Mobil und Panama, sowie den Handel mit Gebrauchtfahrzeugen.

Die Autohaus Rössel GmbH unterscheidet sich deutlich vom Markt, durch die Spezialisierung auf den markenunabhängigen Import von EU-Neuwagen und den Verkauf junger Gebrauchtwagen, sowie die außerordentliche Kundennähe und den außerordentlichen Kundenservice.

Für diese Servicebereitschaft und Kundennähe wurde unser Unternehmen bereits seit vielen Jahren ununterbrochen ausgezeichnet. Auch im Jahr 2023 gehörte unser Unternehmen wieder zu den Top Autohändlern in Deutschland und wurde u.a. von der "AUTO BILD" mit der Auszeichnung "Beste Autohändler 2023" geehrt, sowie auch erstmals mit der Auszeichnung "Beste Reisemobil- und Caravanhändler".

Gewürdigt wurden hierbei die Gesamtzufriedenheit und die Weiterempfehlungsbereitschaft der Autohauskunden.

Geschäftsverlauf

Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zeichnete am 27.10.2023 folgendes Bild für das Jahr 2023:

"Die Corona-Pandemie und die Energiekrise haben in Europa und insbesondere in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen. Die deutsche Wirtschaftsleistung liegt derzeit nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie vor knapp vier Jahren. Die im Jahresgutachten präsentierte Mittel- und Langfristprojektion des deutschen Produktionspotenzials deutet auf deutliche Wachstumshemmnisse für die kommenden Jahrzehnte hin. Durch die demografische Alterung wird das inländische Arbeitsvolumen sinken. Gleichzeitig sind das Produktivitätswachstum und das Wachstum des Kapitalstocks, aber auch der Modernitätsgrad des Kapitalstocks, im Vergleich zu anderen europäischen Ländern seit Jahrzehnten rückläufig. Deutschland droht somit eine Alterung nicht nur seiner Bevölkerung, sondern auch seiner industriellen Basis."

"Die inländische Nachfrage, die im 1. Quartal 2023 angesichts der inflationsbedingten Kaufkraftverluste stark zurückging, konnte im 2. Quartal 2023 einen Teil des Rückgangs wieder gut machen und stieg um 0,6 %. Insbesondere die sinkenden Inflationsraten und die kräftig steigenden Einkommen dürften dies unterstützt haben. Im Prognosehorizont ist mit einem Anstieg der privaten Konsumausgaben zu rechnen. Konsumnahe Dienstleistungsbereiche dürften dabei besonders profitieren. Ein Grund dafür sind die Dienstleistungspreise, die relativ zu den Warenpreisen weniger stark gestiegen sind. In Deutschland dürften vom Staat keine konjunkturellen Impulse ausgehen, da Unterstützungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Energiekrise auslaufen.

Die sich erholende inländische Nachfrage trifft auf ein niedriges Angebot an Fachkräften und eine erhöhte Kapazitätsauslastung im Dienstleistungsbereich. Die konjunkturelle Abkühlung und ein Rückgang der Krankenstände haben nur zu einer geringfügigen Entspannung der Fachkräfteengpässe geführt. Das Potenzialwachstum erreicht aufgrund eines sinkenden Arbeitsvolumens und niedriger Wachstumsbeiträge der Totalen Faktorproduktivität mit jährlich durchschnittlich 0,4 % in den Jahren 2023 bis 2028 voraussichtlich einen historischen Tiefstand.

In der Kurzfrist-Prognose dominieren die Abwärtsrisiken. So ist die Entwicklung der Weltwirtschaft schwer abzusehen, insbesondere aufgrund der Binnenkonjunktur in China. Eine unerwartete Verschlechterung könnte insbesondere die deutsche Exportwirtschaft beeinträchtigen. Darüber hinaus könnten geopolitische Risiken wie eine Eskalation des Nahost-Konflikts nach den Terrorangriffen der Hamas auf Israel oder eine weitere Verknappung des Energieangebots im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine zu neuen Energiepreisschüben führen. Weitere Abwärtsrisiken betreffen die Wirkung der Geldpolitik im Euro-Raum und in Deutschland. So zeigen sich die Auswirkungen der geldpolitischen Straffung bisher vor allem in einer schwächeren Kreditvergabe an den Bausektor. Allerdings könnte die Gesamtwirtschaft stärker beeinträchtigt werden als in dieser Prognose unterstellt, beispielsweise durch eine höhere Ersparnis der privaten Haushalte.

Die konjunkturelle Dynamik der Weltwirtschaft hat gegenüber dem Frühjahr nachgelassen. Stützende Impulse für die Weltkonjunktur kamen lediglich von der starken Binnennachfrage in den USA. In vielen anderen Regionen der Welt, wie im Euro-Raum, in Japan und im Vereinigten Königreich, belasteten die hohen Inflationsraten die privaten Konsumausgaben. Die schwache Binnennachfrage sowie der fragile Immobiliensektor in China dämpfen das Wachstum in der Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer. Da die Inflationsraten weltweit zurückgehen, dürfte die geldpolitische Straffung durch die Zentralbanken in den USA, im Euro-Raum und im Vereinigten Königreich ihren Höhepunkt nahezu erreicht haben. Trotzdem verbessern sich die Konsumaussichten in vielen fortgeschrittenen Volkswirtschaften lediglich graduell. Insgesamt bleibt der globale konjunkturelle Ausblick verhalten. Für das laufende Jahr erwartet der Sachverständigenrat ein Wachstum des globalen BIP um 2,7 %. Im Jahr 2024 dürfte es um 2,2 % steigen."

Die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes im Jahr 2023 wird durch das Statistische Bundesamt in einer Pressemitteilung vom 15.01.2024 wie folgt beschrieben:

"Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz

"Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen, durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %).

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt.

Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben, dürfte. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt."

Entwicklung der Branche

Laut Jahresbilanz des Kraftfahrtbundesamts wurden im Jahr 2023 "rund 3,7 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen. Dies entsprach einer Zunahme um +5,5 Prozent. 2.844.609 Personenkraftwagen (Pkw) wiesen gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von +7,3 Prozent auf. Knapp die Hälfte aller Pkw (1.379.260/48,5 %) waren mit einem alternativen Antrieb ausgestattet. Batterieelektrische Pkw (BEV) nahmen um +11,4 Prozent zu, Plug - in - Hybride waren mit -51,5 Prozent rückläufig.

Pkw mit einem CO 2 -Ausstoß von 121 bis 160 g CO 2 pro km erreichten einen Anteil von 43,5 Prozent (2022: 38,3 %). Hier wurden 1.237.203 Pkw neu zugelassen. Dies entsprach einem Anstieg von +21,7 Prozent. Der durchschnittliche CO 2 -Ausstoß stieg um +4,9 Prozent auf 114,9 g/km (2022: 109,6 g/km).

Fast jeder Dritte neu zugelassene Pkw (30,1 %) war dem Segment der SUVs zuzuordnen. Rund 1,9 Millionen Pkw (67,1 %) wurden gewerblich zugelassen."

Der Automobilmarkt schwenkte 2023 wieder von einem Nachfrageüberhang aus den vergangenen Jahren in einen Angebotsüberhang. Dies wirkte sich auf die Preise der Neufahrzeuge und der Gebrauchtfahrzeuge aus und setzte die Deckungsbeiträge bei den Händlern unter Druck.

Einschätzung der Unternehmensleitung

Entgegen dem Trend konnten wir im Jahr 2023 keine Steigerung der Auslieferungszahlen im Bereich Neufahrzeuge verzeichnen.

Wir mussten bei den Auslieferungen gegenüber dem Vorjahr von 1399 Stück einen Rückgang um 81 Stück auf insgesamt 1318 Stück hinnehmen.

Das entspricht einem Rückgang um 5,79 %

Die Kaufzurückhaltung ist vor allem auf mangelnde Lieferfähigkeit von Fahrzeugen, aufgrund geringer Verfügbarkeit in den Bezugsquellen im Vorjahr für die Hauptsaison 2023, zurück zu führen.

Insbesondere bei den vorzugsweise zu vertreibenden Fahrzeugen der Volkswagengruppe haben - wir wegen der unzeitgemäßen Produktpalette, sowie der schlechten Verfügbarkeit von Neufahrzeugen und der damit verbundenen langen Lieferzeiten und Vororderfristen, sowie der geringeren Margen - deutliche Einbußen bei den verkauften Stückzahlen, im Vergleich zum Vorjahr, hinnehmen müssen.

Bei den übrigen Personenkraftwagen ist ein Anstieg der Verkaufszahlen bei den Fahrzeugen der Marken Opel und Ford positiv hervorzuheben.

Deutlich schlechter als erwartet haben sich die Verkaufszahlen bei der, ab Ende 2022 neu in die Produktpalette, aufgenommenen Wohnmobilsparte entwickelt. Die ursprünglich eingeplanten Verkaufsmodelle konnten dem Nachfragemarkt nicht gerecht werden.

Die Umstellung auf andere Modelle, anderer Hersteller, hat einige Resourcen verschlungen. Dies ist vor allem auf den Trend zum kleineren / flexibleren Wohnmobil zurückzuführen.

Im Sektor der Gebrauchtwagen hat sich die Lage im Vergleich zum Vorjahr etwas entspannt, was sich auf die durchzusetzenden Verkaufspreise negativ ausgewirkt hat.

Zusätzlich belastet wurde das Betriebsergebnis durch die wesentlich gestiegene Zinsbelastung aufgrund der Zinssatzsteigerungen am Kapitalmarkt.

Erstmals mußten wir im Geschäftsjahr einen Verlust i.H.v. TEUR 360,3 hinnehmen. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Ergebnisrückgang um TEUR 584,6. Dieser Rückgang ist vor allem auf eine Minderung des Rohergebnisse von TEUR 3.175,1 um TEUR 665,6 auf TEUR 2.509,5 zurückzuführen. Von den übrigen Aufwendungen konnten insbesondere die Personalkosten um TEUR 184,9 (10,5 %) gemindert werden und so das negative Betriebsergebnis - trotz des wesentlichen Rückgangs des Rohergebnisses - auf TEUR 40,2 begrenzt werden.

Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Im Geschäftsjahr haben sich die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage insgesamt deutlich negativ gegenüber dem Vorjahr entwickelt.

1. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 hat sich der Umsatz von Euro 28.929.313,82 um 1,2 % auf Euro 29.327.151,11 erhöht. Ebenfalls ist eine Erhöhung bei den sonstigen betrieblichen Erträgen um Euro 9.659,87 festzustellen. Der Materialaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 4,2 % von Euro 25.855.805,15 auf Euro 26.928.937,12 deutlich überproportional gestiegen, Dadurch ist der Rohertrag um Euro 665.634,81 (21,0 %) auf Euro 2.509.454,92 (i.V.: Euro 3.175.089,73) gesunken.

Bei den Personalaufwendungen ist eine Reduzierung um Euro 184.924,94 (10,5 %) gelungen, die durch einen geringfügigen Rückgang im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um Euro 4.042,05 (0,4 %) noch verstärkt wird. Bei den Abschreibungen dagegen ist eine Erhöhung von Euro 6.453,36 (9,8 %) zu konstatieren. Das Betriebsergebnis hat sich damit von Euro 441.651,07 um Euro 483.121,18 auf - Euro 41.470,11 deutlich gemindert. Verstärkt wurde dieser Ergebnisrückgang noch durch einen ganz deutlichen Anstieg bei den Zinsaufwendungen von Euro 119.754,61 um Euro 262.543,69 (219,3 %) auf Euro 382.298,30, der durch die Erstattung von Steuern i.H.v. Euro 67.677,35 (aus Verlustrücktrag) abgemildert wurde.

Insgesamt reduzierte sich das Jahresergebnis damit um Euro 584.573,11 auf - Euro 360.323,55 (i.V.: Jahresüberschuss Euro 224.249,56).

Die Ertragslage ist damit im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr rückläufig und im Geschäftsjahr als unbefriedigend zu bezeichnen.

2. Finanzlage

Zur Darstellung der Finanzlage wird auf folgende Cash-Flow-Rechnung verwiesen:

I 2023
TEUR
1. Jahresüberschuss -360,3
2. Abschreibungen auf Sachanlagen 72,6
3. Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -0,3
Netto Cash-flow -288,0
Veränderung der Aktiva gegenüber dem Vorjahr (- Zunahme / + Abnahme)
4. Vorräte -1.090,0
5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 92,2
6. Sonstige Vermögensgegenstände 175,0
7. Rechnungsabgrenzungsposten -0,2
Veränderung der Passiva gegenüber dem Vorjahr (+ Zunahme / - Abnahme)
8. Rückstellungen -307,8
9. erhaltene Anzahlungen -10,1
10. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.188,0
11. Verbindlichkeiten ggenü.Gesellschaftern -129,8
11. Sonstige Verbindlichkeiten -311,2
A. Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit -681,9
11. Einzahlung aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 2,1
12. Auszahlung für Investitionen in das Sachanlagevermögen -3,2
B. Cash-flow aus der Investitionstätigkeit -1,1
13. Entnahmen der Gesellschafter 0,0
14. Einzahlungen aus Aufnahme von Krediten 0,0
15. Auszahlungen zur Kredittilgung -24,2
C. Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit -24,2
16. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes A.+B.+C. -707,2
17. Finanzmittelbestand 31.12. Vorjahr -6.235,0
C. Finanzmittelfonds (Kasse, lfd.Bank) 31.12. -6.942,2

Im Geschäftsjahr 2023 ergab sich ein negativer Netto Cash-flow von TEuro 288,0. Unter Berücksichtigung der Veränderungen in den Bilanzposten der Aktiva und Passiva gegenüber dem Vorjahr, ergibt sich ein geringerer Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit i.H.v. TEuro - 681,9.

Zusammen mit den Mittelabflüssen aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEuro 1,1 und den Mittelabflüssen aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEuro 24,2 ergeben sich die zahlungswirksamen Veränderungen des Geschäftsjahres (Gesamt-Cash-flow) i.H.v. - TEuro 707,2. Durch diesen Abfluss der liquiden Mittel hat sich der ausgewiesene Finanzmittelfonds (kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, insbesondere Santander Consumer Bank AG zur Finanzierung von Fahrzeugen des Vorratsvermögens) auf TEuro -6.942,2 (i. Vj. TEuro -6.235,0) verschlechtert.

Bedingt durch den deutlichen Anstieg unseres Vorratsbestands, sowohl hinsichtlich der Anzahl der bevorrateten Fahrzeuge, als auch hinsichtlich deren Wertes, sowie durch die Ausweitung des Vorratsbestands an Wohnmobilen, haben wir die für die Fahrzeugfinanzierung mit der Herstellerbank bzw. die mit der Hausbank vereinbarte Kreditlinie mehr in Anspruch genommen. Des Weiteren hat auch der Gesellschafter weitere Mittel in Aussicht gestellt.

Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können.

Wir gehen davon aus, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit fristgerecht erfüllen zu können.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Autohaus Rössel GmbH beträgt zum Bilanzstichtag Euro 10.396.268,51 (i.V. Euro 10.032.350,55).

Die Vermögenstruktur ist durch einen extrem hohen Anteil der Vorräte (89,9 %; i.V. 82,3.%) an der Bilanzsumme gekennzeichnet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Euro 172.640,60 und die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von Euro 324.928,19 mindern sich zum Bilanzstichtag insgesamt um EUR 267.161,49 gegenüber dem Vorjahr. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen nun zum Stichtag 4,8 % (i.V. 7,6 %) der Bilanzsumme.

Das Anlagevermögen minderte sich um Euro 66.619,00 und macht damit einen Anteil an der Bilanzsumme von 4,1 % (i.V. 4,9 %) aus.

Das Eigenkapital minderte sich um den Jahresfehlbetrag i.H.v. Euro 360.323,55 auf Euro 551.896,63 (i.V. EUR 912.220,18). Es beträgt damit 5,3 % (i.V. 9,1 %) des Gesamtkapitals. Die Vermögenslage ist nach unserer Auffassung für den Geschäftszweck unseres Unternehmens als ausrechend zu beurteilen. Für zukünftige Aufgaben fühlen wir uns nach wie vor gut aufgestellt und gewappnet.

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die gesamtwirtschaftliche Lage ist noch immer als schwierig zu bezeichnen.Durch die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und der damit verbundenen Unsicherheiten im Euroraum ist die wirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland mit Sorge zu betrachten.

Insbesondere ist die Verunsicherung unserer potentiellen Privatkunden zu spüren. Wegen Unsicherheiten bezüglich der künftigen Einkommenssituation in Verbindung mit hoher Inflation unter anderem durch die angestiegenen Energiekosten und die gestiegenen Zinssätze für Finanzierungen, ist der Auftragseingang dieser Kundengruppe als schwierig zu bezeichnen.

Positiv auswirken wird sich, zum einen, der alternde Fahrzeugbestand der Kundschaft und des damit erforderlichen Fahrzeugtauschs, sowie die sich abzeichnende Entspannung im Bereich Einkauf und der damit zusammenhängenden sich normalisierenden Einkaufskonditionen.

Trotz der beschriebenen Einschränkungen, können wir aber auf Grund des Geschäftsverlaufes und der positiven Verkaufszahlen in den ersten Monaten des Jahres 2024 für dieses Jahr davon ausgehen dass wieder ein positives Ergebnis zu erzielen sein wird.

Vorallem im Bereich der Wohnmobile deutet sich durch die getroffenen Maßnahmen eine wesentliche Entspannung an.

Die Auslieferungen im ersten Halbjahr 2024 konnten bei den PKW im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich erhöht werden auf 821 Stück (i.V. 709 Stück). Bei den Wohnmobilen konnten die Verkaufszahlen des gesamten Vorjahres bereits im ersten Halbjahr 2024 übertroffen werden.

Der Gebrauchtwagenbestand hat sich im ersten Halbjahr 2024, sowohl hinsichtlich der Stückzahl, als auch wertmäßig nur geringfügig verändert.

Insgesamt gesehen ist die Ertragssituation im angelaufenen Geschäftsjahr 2024 als "zufriedenstellend" zu bezeichnen.

C. Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie scheinen mittlerweile fast vollständig überwunden.

In den Vordergrund rücken jetzt die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine. Die deutliche Verteuerung von Energie und auch die Verteuerung unter anderem von Lebensmitteln lässt die Unsicherheit der Kunden nicht verschwinden.

Positiv zu vermerken sind erste Senkungen der Zinssätze der EZB im 1.Halbjahr 2024, welche auch positive Auswirkungen auf die Kundenfahrzeugfinanzierungen haben könnten.

Der Konzentrationsprozess der markengebundenen Autohäuser wird weitergehen. Digitale Vertriebskanäle, verdrängen zunehmend den klassischen Automobilhandel. Führende deutsche Automobilhersteller stellen sukzessive ihre Vertriebsverträge mit den Handelsvertretern (Autohäusern) auf Agenturverträge um. Aufgrund der neuen Vertriebssysteme und der sinkenden Margen wird eine weitere Konsolidierung der markengebundenen Autohäuser stattfinden.

Aus heutiger Sicht erscheint folgende Prognose für uns als realistisch:

Die bereits angesprochene nachlassende Kaufzurückhaltung von Privatkunden wird sich im Auftragseingang dieser Kundengruppe deutlich auswirken. Die durch den Ukraine Krieg gestörten Lieferketten sind zwar wieder stabiler geworden, führen aber weiterhin zu verlängerten Lieferzeiten für Neufahrzeuge. Die deutlich gestiegenen Neufahrzeugauslieferungen im 1.Halbjahr 2024 haben zwar noch immer nicht das alte Niveau erreicht, lassen aber positiv in die Zukunft blicken.

Von dieser Ausgangssituation ausgehend, erwarten wir für das Jahr 2024 aufgrund der geschilderten Umstände deshalb ein gegenüber dem Jahr 2023 erheblich gesteigertes, wieder positives Ergebnis.

Aufgrund der neuen Modellpalette bei den Wohnmobilen lässt sich in diesem Segment eine positive Entwicklung erwarten. Im Bereich Neuwagen haben die von uns vordringlich vertriebenen Hersteller (insbesondere der Volkswagengruppe) inzwischen ebenfalls ihre Modellpalette weiter ausgebaut und erneuert. Dies sorgt auch wieder für gute Auftragseingänge.

Für das Jahr 2024 erwarten wir eine weitere Belebung durch einige Neuerungen und Facelifts , sowie die Neuausrichtung der Wohnmobilsparte und der geplanten Erweiterung der Wohnmobilzubehörabteilung.

Allerdings ist der zunehmende Wettbewerb (Internethandel) insbesondere mit den chinesischen Automobilherstellern, sowie aufgrund der Umstrukturierungen der markengebundenen Autohändler, wie oben genannt, nicht zu unterschätzen.

Unsere Geschäftspolitik (Vermarktung der Fahrzeuge über die neuen Medien , sowie Kauf direkt vor Ort, ohne lange Bestellwartezeiten) wird daher im Wesentlichen unverändert bleiben.

Wir sehen daher- wie bisher - in den unter "D. Risikobericht" beschriebenen Risiken auch hervorragende Chancen für unser Unternehmen, die wir auch entsprechend zu nutzen beabsichtigen.

Unsere besonderen Chancen sehen wir dabei weiterhin in der hohen Produktqualität, der verbesserten Produktverfügbarkeit, unserer Verlässlichkeit, dem sehr positiven Image unseres Hauses und in dem von unserem Unternehmen "gelebten" Kundenservice ("Kundenzufriedenheit serienmäßig")

Weiterhin entwickeln wir unsere finanzielle Situation weiter, um in die Lage zu gelangen die Fremdkapitalkosten wieder deutlich zu senken und damit unser Unternehmensergebnis langfristig zu sichern und auszubauen.

Konkret erwarten wir für das Jahre 2024 folgende Entwicklung:

Planungsrechnung 2024 Planjahr
TEUR
Roherlös 3.000,0
Personalkosten 1.600,0
Sonstige betriebliche Kosten 970,0
Finanzierungskosten 320,0
Ergebnis vor Steuern 110,0

Im Jahr 2025 gehen wir von einem Überschuss von 150T Euro aus.

D. Risikobericht

Risikomanagementziele und -methoden

Unser Risikomanagementsystem soll dazu beitragen, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig aufzudecken.

Zur frühzeitigen Erkennung, zur Bewertung und zum richtigen Umgang mit bestehenden Risiken haben wir wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme entwickelt und eingesetzt:

Zu unserem internen Überwachungssystem gehören:

- die Anwendung einheitlicher Richtlinien

- den Einsatz zuverlässiger Software

- die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals

- Arbeitsanweisungen

- regelmäßige Reviews der Prozesse und persönlicher Infomationsaustausch

Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse.

Wir haben dabei die Risiken in Gruppen eingeteilt und diese entsprechend beurteilt:

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Die finanzwirtschaftlichen Risiken, wie Liquiditätsrisiken, Preisänderungsrisiken, Bonitätsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden, werden von uns jedoch als gering eingeschätzt.

Weitere wesentliche Risiken

Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken

Eine weitere Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen könnte das Erreichen der Umsatz- und Ergebnisziele gefährden.

Abgabenerhöhungen und Preissteigerungen, sowie erneute Zinssatzerhöhung der Leitzinsen der EZB könnten zu einer weiteren Reduzierung der Nachfrage führen und sich somit negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken.

Mögliche Risiken für die Weltwirtschaft sehen wir u.a. global durch die Ausweitung von Kriegsgeschehen , in einem Anstieg der Rohstoffpreise, sowie lokal in der rasant steigenden Lohn - Preisspirale.

Produktrisiken / Einkaufsrisiken

Die zukünftige Unternehmensentwicklung hängt stark davon ab, dass die von uns vertriebenen Hersteller weiterhin innovative Produkte entwickeln, die derzeit noch zum Teil bestehenden Probleme bei der Lieferfähigkeit im Nachgang der Corona Pandemie schnellstmöglich wieder hergestellt wird und es uns gelingt weiterhin die gut absetzbaren Modelle zu günstigen Preisen einzukaufen. Insoweit besteht

- Abhängigkeit von der Produktpolitik der von uns vertriebenen Automobilhersteller

- Abhängigkeit von den Vertriebsstrategien der Automobilhersteller

- Abhängigkeit von der Preispolitik der Hersteller, insbesondere in den verschiedenen Ländern der EU (einkaufsseitig) und damit verbunden des uns verbleibenden Deckungsbeitrags der Produkte.

Wir gehen jedoch davon aus, dass es uns auch weiterhin gelingt Einkaufsmöglichkeiten zu finden, die es uns erlauben bei den einzelnen verkauften Fahrzeugen ausreichende Deckungsbeiträge zu erzielen.

Investitions-/Finanzierungsrisiken

Risiken, die aus wesentlichen Investitionen resultieren, bestehen derzeit nicht, da derartige Investitionen derzeit nicht geplant sind.

Personalrisiken

Die Autohaus Rössel GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen.

Die Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter sichert die fachliche Kompetenz des Personals.

Um langfristig den Personalbedarf in der erforderlichen Qualität und Serviceorientierung zu sichern, bilden wir aus.

Bestandsgefährdende Risiken

Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht zu sehen.

Alle aufgeführten Risiken stellen derzeit keine Bestandsgefährdung dar. Andere bestandsgefährdende Risiken sind zurzeit nicht erkennbar.

Die Geschäftsleitung ist überzeugt, dass die strategischen Maßnahmen das Unternehmen langfristig wettbewerbsfähig halten und ein weiteres Wachstum ermöglichen werden.

 

Fritzlar, den 30. Juni 2024

gez. Frank Rössel

gez. Julia Rössel

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 424.838,00 491.457,00
I. Sachanlagen 424.838,00 491.457,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 221.464,00 236.718,00
2. technische Anlagen und Maschinen 3.901,00 4.486,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 199.473,00 250.253,00
B. Umlaufvermögen 9.951.994,76 9.521.657,54
I. Vorräte 9.348.426,46 8.258.401,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 497.568,79 764.730,28
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 200.000,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 105.999,51 498.526,01
C. Rechnungsabgrenzungsposten 19.435,75 19.236,01
Summe Aktiva 10.396.268,51 10.032.350,55

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 551.896,63 912.220,18
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 887.220,18 662.970,62
III. Jahresfehlbetrag 360.323,55 -224.249,56
B. Rückstellungen 142.723,00 450.566,79
C. Verbindlichkeiten 9.701.648,88 8.669.563,58
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.378.018,71 7.082.904,06
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 7.214.288,27 6.899.596,74
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 163.730,44 183.307,32
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 859.796,94 989.551,15
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 752.476,27 863.605,28
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 107.320,67 125.945,87
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.463.833,23 597.108,37
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.463.833,23 597.108,37
Summe Passiva 10.396.268,51 10.032.350,55

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 2.509.454,92 3.175.089,73
2. Personalaufwand 1.583.577,76 1.768.502,70
a) Löhne und Gehälter 1.291.981,52 1.471.778,35
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 291.596,24 296.724,35
davon für Altersversorgung 5.187,20 5.799,70
3. Abschreibungen 72.604,90 66.151,54
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 72.604,90 66.151,54
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 894.742,37 898.784,42
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 21.965,69 9.623,29
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.239,48 1.429,45
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 382.298,30 119.754,61
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -67.677,35 93.062,35
8. Ergebnis nach Steuern -354.851,58 230.263,56
9. sonstige Steuern 5.471,97 6.014,00
10. Jahresfehlbetrag 360.323,55 -224.249,56

Anhang zum 31.12.2023

A. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Autohaus Rössel GmbH hat ihren Sitz in Fritzlar und ist eingetragen beim Amtsgericht Fritzlar unter der Registernummer HRB 12582.

Die Autohaus Rössel GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang - zum 31. Dezember 2023 sowie der Lagebericht, wurde unter Anwendung der einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Soweit Wahlrechte hinsichtlich einer Angabe in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung einerseits oder dem Anhang andererseits bestehen, wurden diese überwiegend im Anhang und teilweise in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung aufgeführt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Absatz 2 HGB aufgestellt und erstmals (auch bezüglich der Vorjahreszahlen) nicht von den Erleichterungen des § 266 Abs. 1 S. 3 HGB Gebrauch gemacht.

Der Lagebericht wurde gemäß § 289 HGB aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der §§ 242 ff. HGB wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr angewendet.

Die Saldovorträge zum 01.01.2023 entsprechen den Ansätzen zum 31. Dezember des Vorjahres. Die Bilanzidentität ist gewahrt.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt nach dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going Concern).

Die in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Das Realisationsprinzip und das Imparitätsprinzip sowie der Grundsatz der Vorsicht wurden beachtet.

Sofern Fremdwährungspositionen vorlagen, werden die ursprünglich auf ausländische Währung lautenden Beträge mit dem Tageskurs umgerechnet, der am Tag des Zahlungseingangs bzw. -ausgangs Gültigkeit hatte.

Aktiva

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände (zwischen 3 und 50 Jahren) linear vorgenommen.

Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 800,00 (Geringwertige Wirtschaftsgüter) wurden im Zugangsjahr i.H.v. € 4.541,11 sofort abgeschrieben. Eine gesonderte Erfassung im Anlagenspiegel erfolgte nicht.

Die Vorräte (Fahrzeuge, Ersatzteile und Zubehör) sind zu tatsächlichen Anschaffungskosten angesetzt.

Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Das Niederstwertprinzip ist daher beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und mit dem Nennwert bilanziert. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden durch angemessene Einzelwertberichtigungen abgedeckt.

Aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit konnte auf die Bildung von Pauschalwertberichtigungen verzichtet werden.

Bankguthaben und Kassenbestände wurden mit dem Nominalwert angesetzt. Fremdwährungskonten wurden mit den zum Bilanzstichtag geltenden Wechselkursen bewertet.

Passiva

Das gezeichnete Kapital beträgt 25.000,00 € und ist zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung von zukünftigen Kostensteigerungen angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen beibehalten werden.

III. Erläuterungen zum Jahresabschluss

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten mit ihren historischen Anschaffungskosten sowie ihren kumulierten Abschreibungen ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens § 268 Abs.2 HGB (Anlagenspiegel zum 31.12.2023):

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.01.2023
Zugang
Abgang
Umbuchungen
31.12.2023
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 253.994,29 0,00 0,00 0,00 253.994,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.681,50 0,00 0,00 0,00 4.681,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 313.358,60 3.223,79 2.100,00 0,00 314.482,39
572.034,39 3.223,79 2.100,00 0,00 573.158,18
kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
Zugang
Abgang
Umbuchungen
31.12.2023
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.276,29 15.254,00 0,00 0,00 32.530,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 195,50 585,00 0,00 0,00 780,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 63.105,60 52.224,79 321,00 0,00 115.009,39
80.577,39 68.063,79 321,00 0,00 148.320,18
Buchwert 31.12.2023
Buchwert Vorjahr
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 221.464,00 236.718,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.901,00 4.486,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 199.473,00 250.253,00
424.838,00 491.457,00

Vorräte

Die Vorräte (Fahrzeuge, Ersatzteile und Zubehör) wurden, bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren, zu Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbaren Risiken aufgrund verminderter Verwertbarkeit und überdurchschnittlicher Lagerdauer wurde durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen. Sofern die Verkaufspreise am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Für die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind folgende Fristigkeiten zu verzeichnen:

Bilanzausweis 31.12.2023
Restlaufzeiten bis zu 1 Jahr
Restlaufzeiten mehr als 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 172.640,60 172.640,60 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 324.928,19 324.928,19 0,00
497.568,79 497.568,79 0,00

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Urlaubsrückstellungen 29 TEUR
Aufbewahrungsrückstellungen 6 TEUR
Berufsgenossenschaftsrückstellung 11 TEUR
Gewährleistungsrückstellung 29 TEUR
Rückstellung für Abschluss und Prüfung 25 TEUR
100 TEUR

Weitere Rückstellungen sind nicht notwendig.

Verbindlichkeiten

Für die Verbindlichkeiten sind folgende Restlaufzeiten und Sicherheiten zu verzeichnen (Vorjahreswerte Kursiv):

Bilanzausweis 31.12.2023 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Art der Sicherheiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.378.018,71 7.214.288,27 95.400,44 68.330,00 Sicherungsübereignung von Neu-,Lager und Gebrauchtwagen , Aval der Hausbank
7.082.904,06 6.899.596,74 95.400,44 87.906,88
2. Erhaltene Anzahlung auf Bestellung 0,00 0,00 0,00 0,00
10.084,04 10.084,04 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.407.854,85 1.407.854,85 0,00 0,00 Eigentumsvorbehalte der Lieferanten
219.880,17 219.880,17 0,00 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 859.796,94 752.476,27 70.633,53 36.687,14
989.551,15 863.605,28 70.633,53 55.312,34
5. Sonstige Verbindlichkeiten 55.978,38 55.978,38 0,00 0,00
367.144,16 367.144,16 0,00 0,00
9.701.648,88 9.430.597,77 166.033,97 105.017,14
8.669.563,58 8.360.310,39 166.033,97 143.219,22

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft resultieren im Wesentlichen aus dem Handel mit Fahrzeugen.

Sonstige betriebliche Erträge

In diesem Posten sind Beträge aus Währungsumrechnung i.H.v. € 10.292,66 (i.V. € 22.668,60) und periodenfremde Erträge i.H.v. € 260,28 enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Enthalten sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung i.H.v € 21.965,69 (i.V. € 9.623,29).

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

IV. Sonstige Angaben

Mitzugehörigkeitsvermerk

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 172.640,60 enthalten i.H.v. € 93.265,73 Forderungen gegenüber der Santander Consumer Bank AG aus Bonusgutschriften und Zinsrückvergütungen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 1.407.854,85 enthalten i.H.v. € 406.205,36 Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter "Autohaus Rössel e.K".

Vorjahresabschluss / Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss 2022 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 30. Juni 2023 festgestellt.

Sonstige Haftungsverhältnisse

Zur Finanzierung des Fahrzeugbestands wurde mit der Santander Consumer Bank AG ein Rahmenvertag geschlossen. Diese sog. "Kredit-Konzernline" beinhaltet zum 31.12.2023 - neben den in unserer Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten - auch Inanspruchnahmen durch die "A1 Rent Car UG" i.H.v. € 161.703,82. In Höhe dieses Betrags besteht eine Haftung unserer Gesellschaft gegenüber der Bank. Unser Fahrzeugbestand dient auch als Sicherheit für diese Finanzierung. Hinweise auf eine mögliche Inanspruchnahme bestehen zurzeit nicht.

Nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von Euro 508.292,26 sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Restverbindlichkeiten aus Bike- und MMV Leasing-Überwachungsverträgen mit Restlaufzeiten bis 10/2026 i.H. v. Euro 42.187,27, Restverbindlichkeiten aus Miete/Pacht (unbefristet) i.H. v. Euro 466.104,99. In Höhe von Euro 280.000,00 entfällt dieser Betrag auf den mit der Autohaus Frank Rössel e.K. geschlossenen Pachtvertrag.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Frank Rössel, Gudensberg

Frau Julia Rössel, Gudensberg

Die Angaben zu den Bezügen der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans nach § 285 Nr. 9 a und b HGB wurden mit Hinblick auf die Ausnahmeregelung des § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten betrug im Geschäftsjahr 27.

Nahestehende Personen

Die Gesellschaft hat an den Alleingesellschafter, die Autohaus Frank Rössel e.K. Entgelte aufgrund des bestehenden Überlassungs- und Pachtvertrages in Höhe von € 140.400,00 gezahlt.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag i.H. v. € 360.323,55 ist mit dem Gewinnvortrag aus Vorjahren i.H. v. € 887.220,18 zu verrechnen und der verbleibende Gewinnvortrag i.H. v. € 526.896,63 ist auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder die sonstige Situation der Gesellschaft haben sich nach Ende des Geschäftsjahres nicht ereignet.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Fritzlar, den 29. März 2024

gez. Frank Rössel

gez. Julia Rössel

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.03.2025 festgestellt.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die Autohaus Rössel GmbH, Fritzlar

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Rössel GmbH, Fritzlar, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Rössel GmbH, Fritzlar, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt

Der Jahresabschluss der Autohaus Rössel GmbH, Gudensberg für das vorherige, am 31.12.2022 endende Geschäftsjahr, der Grundlage für die Vergleichsangaben im Jahresabschluss und Lagebericht zum 31.12.2023 ist, wurden - in Ermangelung einer gesetzlichen Notwendigkeit - nicht geprüft.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kassel, den 21. März 2025

CWP Casseler Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Peter GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Diplom-Kaufmann Frank Peter, Wirtschaftsprüfer

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