Genusskombinat GmbH
Selbe AdresseSonstige Caterer und Erbringung sonstiger Verpflegungsdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Dr. Brandt seit 10.7.2017 | Geschäftsführer |
Nicole Schneider seit 9.6.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung) | 88.00% |
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. | 1.00% |
Alexander von Humboldt-Stiftung | 1.00% |
Joachim Herz Stiftung | 1.00% |
| 1.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
13 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 13 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 10.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Futurium gGmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen und Rahmenbedingungen Die Futurium gGmbH ist eine Initiative der Bundesregierung gemeinsam mit führenden deutschen Wissenschaftsorganisationen, wissenschaftsfördernden Stiftungen und in Deutschland forschenden Unternehmen. Gegenstand der Gesellschaft ist, das Futurium als Ort für Präsentation und Dialog zu Wissenschaft, Forschung und Entwicklung zu betreiben. Als "Haus der Zukünfte" ist es ein Ort der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit absehbaren, denkbaren und wünschbaren Zukunftsentwicklungen und umfasst drei Programmsäulen: In der Ausstellung können Besucher*innen mögliche Zukünfte entdecken, im Forum gemeinsam diskutieren und im Futurium Lab eigene Ideen ausprobieren. Dabei nimmt das Futurium eine ganzheitliche Perspektive ein und widmet sich unserem künftigen Verhältnis zur Technik ebenso wie jenem zur Natur und zu uns selbst. Das Futurium sieht sich als "Übersetzer" zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Kunst und Gesellschaft. Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit der Futurium gGmbH erfolgt durch Finanzierungbeiträge der Gesellschafter und durch eine Zuwendung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Form einer gedeckelten Fehlbedarfsfinanzierung. Seit der Eröffnung des Hauses werden zudem Einnahmen aus Vermietung, Verpachtung, Workshops, Verkauf von Produkten und kostenpflichtigen Führungen generiert. Der Wirtschafts- und Stellenplan 2023 wurde am 23.11.2022 durch den Aufsichtsrat beschlossen. 2. Geschäftsverlauf Die Annäherung an den Normalbetrieb nach der Corona-Pandemie, die sich im Laufe des Jahres 2022 abzeichnete, setzte sich fort, sodass die Gesellschaft im Berichtszeitraum 2023 ihr erstes reguläres Betriebsjahr seit der Eröffnung im Jahr 2019 verzeichnen konnte. Zum September sowie Dezember 2023 traten zwei Gesellschafter in die Gesellschaft ein, ihre Anteile wurden vom Gesellschafter Bund übertragen. Dadurch wurde die ursprüngliche Struktur der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wiederhergestellt, mit insgesamt 15 Anteilseignern. Der Aufbau der Gesellschaft wurde weiter fortgesetzt. Die interne Arbeitsorganisation erfolgte auch in 2023 auf der Grundlage der Möglichkeit des mobilen Arbeitens bis zu 100 % der Arbeitszeit. Der Personalaufbau wurde planmäßig fortgeführt, wobei sich die Personalgewinnung trotz Fachkräftemangels gegen Jahresablauf positiv entwickelte. Zur Behebung des Büroraummangels wurde im August 2023 externer Büroraum im Wege des "Einheitlichen Liegenschaftsmanagements" von der BImA angemietet. Zur Überprüfung und Optimierung der gesamten Ablauforganisation im Futurium wurde in der zweiten Jahreshälfte 2023 ein teamübergreifender Optimierungsprozess mit Unterstützung eines Dienstleisters gestartet. Das Thema Beschaffung stellte auch im Geschäftsjahr 2023 eine zentrale Aufgabe dar. Insbesondere waren zahlreiche im Zuge der Eröffnung abgeschlossenen Dienstleistungsaufträge aufgrund Ablaufs der maximalen Rahmenvertragslaufzeit neu auszuschreiben. Dazu gehörten u.a. Dienstleistungen im Bereich des Digitalauftritts der Gesellschaft sowie in den Bereichen Marketing und Bildung und Partizipation. Im Projekt "Mobiles Futurium" konnten die für die Umsetzung des Vorhabens wesentlichen Dienstleister für den Bau des Mobils und die bundesweite Durchführung der Schülerworkshops gewonnen werden. Das Thema Sicherheit sowohl im IT Bereich als auch im personenbezogenen Bereich stellte ebenfalls einen Schwerpunkt im Berichtszeitraum dar. Hierzu wurden interne Systemumstrukturierungen vorgenommen, Maßnahmenpläne entwickelt und Schulungen zur Schärfung des Bewusstseins der Mitarbeitenden durchgeführt. Die Besucherzahlen entwickelten sich sehr positiv. Bis Jahresende besuchten 760.117 Personen das Futurium, und somit 252.035 Personen mehr als 2022. Der Tagesschnitt betrug 2.452 Besucher*innen. Die Teilnehmerzahl bei Führungen stieg um rund 2,5%, wobei gleichzeitig die Anzahl an Führungen leicht zurück ging (rund 3%), zurückzuführen im Wesentlichen auf teilweise hohe Krankheitsraten des Dienstleisters. Im digitalen Bereich gelang es, die Zahl der Follower*innen in Social Media (Kanäle Facebook, Instagram, X, Youtube und Linkedin) substanziell von rund 74.000 Ende 2022 auf rund 188.000 Ende 2023 zu steigern. Gleiches gilt für den Vermietungsbereich. Abzüglich saisonal- und veranstaltungszeitenbedingter Zeiträume (Sommerpause, Wochenenden) waren die Räumlichkeiten sehr gut gebucht. Die Buchungsrate im Vergleich zum Vorjahr konnte um 13% gesteigert werden. Bei den angebotenen Schülerworkshops konnte im Berichtszeitraum eine um 100% höhere Nachfrage verzeichnet werden als im Vorjahr. Diese Steigerung entzieht sich jedoch insofern einer Wertung, als das Workshopangebot im Vorjahreszeitraum Corona bedingt erst in der zweiten Jahreshälfte wieder voll aufgenommen wurde. Die Umsätze des Museumsshops sowie der Gastronomie entwickelten sich gut, beide Pächter schlossen das Jahr 2023 entsprechend ihrer Erwartungen ab. Der Gebäudebetrieb verlief reibungslos. Die Identifikation von Energieeinsparmöglichkeiten wurde weiter vorangetrieben und in den nutzerbezogenen Bereichen umgesetzt. Der für den Fall von Energieengpässen entwickelte Notfallplan musste aufgrund der Entwicklung der Versorgungslage nicht zum Einsatz kommen. In allen Programmsäulen stand das Jahr 2023 im Zeichen der Einführung des neuen Themas "Demokratie". Das noch bis Frühjahr 2024 andauernde Themenjahr beschäftigt sich mit der Leitfrage, wie sich Demokratien verändern können, um die großen Zukunftsherausforderungen besser zu bewältigen. Startpunkt des Themenjahrs war ein großes international besetztes Publikumsfestival im März. In der Ausstellung und im Lab wurden neue Exponate eingeführt, die vielfältige Zukunftsperspektiven für die Weiterentwicklung von Demokratien aufzeigten. Die Bildungsmaterialien sowie die Workshops erhielten ein demokratiebezogenes Update. Im Veranstaltungsprogramm des Forums reichte das Spektrum von einem Audio-Walk durch das Regierungsviertel bis hin zu hochkarätig besetzten Gesprächspodien. Weitere Arbeitsschwerpunkte im Jahre 2023 waren die Vorbereitungen zu den nächsten Themenschwerpunkten Rohstoffe (2024) und Landwirtschaft & Landnutzung (2025) sowie die Themenfindung für 2026 (ausgewähltes Thema: Mensch - Körper - Selbstverständnis). Darüber hinaus wurden Überlegungen zur mittel- und langfristigen Weiterentwicklung des Hauses angestoßen. Hier ging es um übergreifende Themen wie Nachhaltigkeit ebenso wie um Konzepte zur künftigen Präsentation der Dauerausstellung und zur Konzeption und räumlichen Verortung von Sonderausstellungen. Die Aktualisierung des Exponats "Wünschespeicher" erfolgte u.a. mit dem Ziel, internationale Projektpartner*innen in die Wünsche-Datenbank einbinden zu können. Des Weiteren wurde die Teilnahme am Nachhaltigkeits- und Kulturprogramm des Berliner Senats im Rahmen der Fußball-EM 2024 konzeptionell und organisatorisch vorbereitet. Im Veranstaltungsbereich wurden neben dem Schwerpunkt Demokratie auch Themen wie Arbeit, Mobilität, Wissenschaftsfreiheit, Erforschung des Universums und Künstliche Intelligenz behandelt. Insgesamt konnte mit 80 Veranstaltungen ein Publikum von rund 15.500 Personen erreicht werden. Im Bereich der Bildung wurden u.a. Angebote für die digitale Bildungsplattform aufbereitet und die neue Workshopreihe "Zukünfte denken und gestalten" für ein erwachsenes Publikum entwickelt. Es wurden insgesamt 121 Workshops für Schüler*innen durchgeführt, an den rund 2.560 Personen teilnahmen. Im Bereich Kommunikation stand insbesondere der Ausbau des Digitalen Futuriums im Fokus: Meilensteine waren der Launch des digitalen Audioguides sowie der digitalen Bildungsplattform. Im Bereich Social Media wurde bis Ende 2023 die Marke von 188.000 Follower*innen (Facebook, Instagram, Youtube, X und Linkedin) erreicht. Die internationale Zusammenarbeit im Kreis zukunftsorientierter Museen im Rahmen des 2019 gegründeten Netzwerks Futures-Oriented Museum Synergies (FORMS) wurde fortgesetzt. Es fanden Netzwerktreffen digital und vor Ort statt. Im Rahmen des Monitorings der Geschäftsentwicklung der Futurium gGmbH wurden in 2022 konkrete Ziele inklusive Key Performance Indicators (KPI) auf Basis des Gesellschaftszwecks für 2023 definiert und Zielwerte vereinbart. Die Erreichung dieser Ziele stand im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit im Berichtszeitraum. Im Ergebnis kann festgehalten werden, dass sämtliche Zielvorgaben 2023 in den Aufgabenzielen 1 und 3 erreicht bzw. überschritten wurden, mit Ausnahme der Anzahl von Online-Abrufen digitaler Schüler*innen-Workshops. Grund dieser Unterschreitung ist, dass die Erfassung der Zugriffe erst ab Aufschaltung der digitalen Bildungsplattform im November 2023 durch Einsatz des Tools Matomo möglich war. Jedoch konnten in nur 2 Monaten bereits über 40% der zu erzielenden Abrufe erreicht werden. Im Aufgabenziel 2 (Anzahl Veranstaltungen und Workshops in Zusammenarbeit mit Gesellschaftern sowie Mitwirkung von Vertreter*innen der Gesellschafter in diesen Formaten) wurden die beiden Ziele um 28% bzw. 11% unterschritten. Hintergrund hierfür ist die - gemessen an den Möglichkeiten (u.a. geeignete Formate und Verfügbarkeiten von Gesellschaftern) - zu optimistische Zielvorgabe, die in 2022 noch ohne Kenntnis des tatsächlichen Regelbetriebes zu treffen war. Im Bereich der Wirtschaftlichkeitsvorgaben konnten die vereinbarte Drittmittelgröße erzielt und die Mittelabflussrate entsprechend der Vorgaben nahezu erreicht werden. Das Ziel im Bereich der Nachhaltigkeit wurde ebenfalls entsprechend der Vorgabe erfüllt: der Prozess zur Entwicklung des DNK-Berichts wurde auf- und umgesetzt und ein Erstbericht als Statusaufnahme für 2023 erstellt. Im Einzelnen stellen sich Zielgrößen und Ist-Zahlen 2023 wie folgt dar: Aufgabenziel 1 Ausbau der Veranstaltungen, Ausstellungen und Workshops mit hoher Exposition und hohem Bürgerinteresse zu zukunftsorientierten wissenschaftlichen und technischen Themen, insbesondere mit Bezug auf das Leben der Bürger.
Aufgabenziel 2 Es erfolgt eine Zusammenarbeit mit den Gesellschaftern bei der inhaltlichen Arbeit.
Aufgabenziel 3 Aktive Einbindung von Besuchern und Besucherinnen wird gefördert
Nachhaltigkeitsziel In ihrer Programmarbeit ist die Gesellschaft dem Prinzip der Nachhaltigkeit verpflichtet. Mittelfristiges Ziel: Schritte zur Beförderung der Nachhaltigkeit in allen 20 Zielen werden unternommen
* Vorbereitung • Erarbeitung eines Überblicks über die Anforderungen des DNK • Interne Klärung, ob vorgelagerte Prozesse notwendig sind, bspw. die Zusammenstellung einer Arbeitsgruppe oder die Schaffung eines gemeinsamen Nachhaltigkeitsverständnisses. • Prüfung, ob externe Unterstützung, z. B. von DNK-Schulungspartner*innen, in Anspruch genommen werden muss. • Feststellung etwaiger bereits vorliegender Informationen, gemäß DNK-Forderung Inhalt und Informationssammlung • Festlegung des Indikatorensets • Erfassung aktueller Datenlage der Gesellschaft • Entscheidung über Berichtsfelder (comply/explain) • Identifikation von Abteilungen bzw. Akteurinnen und Akteure (z. B. Controlling, Personalmanagement, Betriebsrat), die Nachhaltigkeitsinformationen beitragen können • Entwurf des Prozesses und Festlegung der Beteiligten (AR, WP etc.) • Grober Entwurf eines Templates für die Erarbeitung von Berichtsinhalten Zeitplan • Erarbeitung eines Zeitplans für die Erarbeitung eines DNK-Berichts Wirtschaftlichkeitsziel Der Nachweis der zweckentsprechenden und wirtschaftlichen Verwendung der Zuwendungsmittel muss erbracht werden
Mit dem Gesellschafter Bund wurden auch für 2024 Wirkungsziele zur Qualitätssicherung und -überprüfung vereinbart, und der Gesellschaft die Berichtspflicht gemäß des Nachhaltigkeitskodex des Bundes ab dem Haushaltsjahr 2024 auferlegt. 3. Wirtschaftsbericht 3.1. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Das kurzfristige Vermögen verminderte sich um TEUR 313 auf TEUR 596, wozu im Wesentlichen die Reduzierung des Finanzmittelbestands beitrug. Die Finanzierung des Anlagevermögens erfolgt grundsätzlich aus Zuwendungen des Bundes, aus Eigenmitteln sowie aus Finanzierungs- und Sponsoringbeiträgen der Gesellschafter. Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.613 auf TEUR 4.415 verringert, dies ist im Wesentlichen auf die Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.914 zurückzuführen. Die Gesellschaft finanziert sich ganz überwiegend aus öffentlichen Zuwendungen, die bei Bedarf im Wege des Mittelabrufs vom Zuwendungsgeber angefordert werden. Am 23.11.2022 wurde der Wirtschaftsplan 2023 mit geplanten Ausgaben von TEUR 19.972, Finanzierungsbeiträgen der Gesellschafter (TEUR 1.340), eine institutionelle Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (Fehlbedarfsfinanzierung, TEUR 16.569) sowie eine Nationale Projektförderung "Mobiles Futurium" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (TEUR 1.079) vom Aufsichtsrat beschlossen. Weiter wurden Sponsoringeinnahmen (TEUR 100), Vermischte Einnahmen (TEUR 1.198 (inkludiert hier die Nationale Projektförderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Höhe von TEUR 1.079)) sowie Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung (TEUR 765) kalkuliert. Abweichend vom Wirtschaftsplan wurden im Zuwendungsbescheid des BMBF vom 16.01.2023 für die institutionelle Förderung zuwendungsfähige Ausgaben für den Betrieb in Höhe von TEUR 16.269 und für Investitionen in Höhe von TEUR 300 festgelegt. Die im Wirtschaftsplan 2023 veranschlagten Mittel der institutionellen Förderung wurden zu 98 % verausgabt. Die Verausgabungsquote bezogen auf den Gesamthaushalt beträgt 96,46%. Die Unterschreitung im Bereich der Personalkosten in Höhe von ca. 9,49 % liegt im Unterschied zwischen angenommener und tatsächlicher Änderung der Tarifkonditionen nach erfolgter Tarifverhandlung, verzögerter Besetzung freier Stellen und der durchgehenden Nichtbesetzung einer Referentenstelle Fundraising begründet. Insgesamt hat die Gesellschaft im Berichtsjahr TEUR 19.677 vereinnahmt. Neben den Einnahmen aus Finanzierungsbeiträgen der Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.340 und der institutionellen Zuwendung in Höhe von TEUR 16.569 konnten Einnahmen für die Projektförderung "Mobiles Futurium" in Höhe von TEUR 590, Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung in Höhe von TEUR 969 sowie sonstige Einnahmen in Höhe von TEUR 153 und Sponsoringeinnahmen in Höhe von TEUR 55 erzielt werden. Durch die institutionelle Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Form einer Fehlbedarfsfinanzierung wird ein Jahresergebnis von TEUR 0 ausgewiesen. Alle verausgabten Mittel wurden wirtschaftlich und sparsam verwendet. Neben den in den Rückstellungen zum 31.12.2023 bewerteten Sachverhalten bestehen zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses keine finanziellen Risiken. Die Eigenkapitalausstattung zum Bilanzstichtag entspricht dem Stammkapital in Höhe von TEUR 25. Als fehlbedarfsfinanziertes Unternehmen ist eine Vermögensbildung aus der Haupttätigkeit der Gesellschaft durch Erwirtschaftung von Überschüssen nicht möglich. Aufgrund der vorschüssigen Zahlungen der Finanzierungsbeiträge der Gesellschafter und der zeitnahen Bereitstellung der Zuwendungsmittel war ausreichende Liquidität zur Erfüllung der laufenden Zahlungsverpflichtungen im Berichtsjahr stets gegeben. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. 3.2. Gesamtaussage Das Geschäftsjahr 2023 stellt erstmals ein reguläres Betriebsjahr der Gesellschaft seit Eröffnung des Futuriums dar. Dies ermöglichte die Ermittlung von Durchschnittsbedarfen und -kosten in allen Bereichen der Geschäftstätigkeit und bildet somit den Ausganspunkt von Verstetigung und weiterer Professionalisierung sowohl der Administration als auch der inhaltlichen Fortentwicklung der Gesellschaft. Mit über 760.000 Besucher*innen konnte die bisher höchste Jahresbesuchszahl erreicht werden. Ausweislich des aktuellen Rankings von berlin.de gehört das Futurium zu den 10 meistbesuchten Museumsorten Berlins. Zudem gelang es, wie schon in 2022, neben den "physischen" Besucher*innen auch neues Publikum über digitale Kanäle auf das Futurium und seine Inhalte aufmerksam zu machen. Zur Deckung der Ausgaben im Geschäftsjahr wurden die Finanzierungsbeiträge der Gesellschafter, die institutionelle Förderung des BMBF sowie die erzielten Einnahmen herangezogen, die den Fortbestand der Gesellschaft abgesichert haben. Zum Jahresende 2023 traten mit der Joachim Herz Stiftung und der Deutschen Forschungsgemeinschaft e.V. zwei Gesellschafter in den Kreis der Gesellschafter der Futurium gGmbH ein. 4. Prognosebericht Das Futurium plant bis 2028. Die seit 2019 entwickelten mittelfristigen Ziele werden fortlaufend überprüft und angepasst sowie konkrete Projekte für ihre Umsetzung angestoßen: • Ausbau des Einsatzes digitaler Formate zur Erreichung eines höheren Wirkungsgrads in der Umsetzung des Gesellschaftsauftrags. Das in enger Abstimmung mit den Gremien des Hauses entwickelte Konzept zur Weiterentwicklung des Digitalen Futuriums mit den Schwerpunkten Zugänglichkeit, Mitgestaltung und Wirksamkeit bietet hierfür eine geeignete Basis. Die Umsetzung erfolgt aufgrund weiterhin fehlender zusätzlicher finanzieller Mittel wie schon im Vorjahr in entsprechend eingeschränktem Umfang. • Weitere lokale, nationale und internationale Etablierung des Hauses. Das Futurium will in Berlin noch stärker Fuß fassen, national als Zukunftsplattform bekannter werden und internationale Reputation aufbauen. Die fortgesetzte und über die Jahre intensivierte Vernetzung mit dem weltweiten Netzwerk zukunftsorientierter Museen FORMS ist ein Beispiel für die Umsetzung dieses Anspruchs. • Kontinuierliche inhaltliche Erneuerung. Das inhaltliche Angebot soll fortlaufend um neue Ideen und Formate bereichert werden. Dies erstreckt sich nicht nur auf Veranstaltungen und Workshops, sondern insbesondere auch auf die Ausstellungen. Hier geht es sowohl um die fortlaufende Aktualisierung der Dauerausstellung als auch mittelfristig um die Präsentation von Sonderausstellungen, die schwerpunktmäßig internationale Perspektiven ins Haus bringen sollen. In diesem Zusammenhang wurden in 2023 konzeptionelle Überlegungen entwickelt, um eine Durchführung kleinerer Sonderausstellungen in der heutigen Dauerausstellungsetage zu ermöglichen. Diese Konzeption trägt dem Umstand Rechnung, dass die bislang vom Haus favorisierte Erschließung der nahe am Futurium gelegenen S-Bahn-Bögen in der Margarete-Steffin-Straße nach Einschätzung des Gesellschafters Bund finanziell nicht realistisch ist. • Weitere Profilierung im Bereich der Wissenschaftskommunikation mit besonderem Fokus auf partizipative Formate. Das Futurium will als publikumsstarke Plattform für Zukunftsdiskurse einen Beitrag für eine innovative dialogische Wissenschaftskommunikation zwischen Forscher*innen und Bürger*innen leisten. Zentrales Element hierfür ist neben der Weiterentwicklung des Veranstaltungsprogramms der Ausbau des Bildungs- und Partizipationsprogramms mit innovativen analogen, digitalen und hybriden Workshop-Angeboten. Beispiel hierfür ist die Aufschaltung der digitalen Bildungsplattform im Jahre 2023. • Outreach in die Fläche. Das Futurium will mobil werden. Dafür möchte es vor allem auch die weniger urbanen Regionen ansprechen. Die Projektförderung durch das BMBF für das "Mobile Futurium" ermöglicht es dem Haus, seit 2022 und zunächst bis 2026 ein mobiles Angebot zur Vermittlung von Zukunftsthemen und zukunftswissenschaftlichen Methoden für Schulen im ländlichen Raum zu schaffen. Die erste Tour des Mobilen Futuriums soll ab Mai 2024 durch Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern stattfinden. • Erhöhung der gesellschaftlichen Wirksamkeit. Das Haus will noch mehr als bisher zum Ort wichtiger Zukunftsdebatten werden und solche Debatten im Rahmen innovativer Formate auch aktiv anstoßen. Im Rahmen des Schwerpunktthemas 2023, "Zukünfte der Demokratie", konnte dieser Anspruch durch publikumswirksame Veranstaltungen, etwa das Festival zur Themeneinführung im März, bereits eingelöst werden. Auch im Zuge des neuen Themas Rohstoffe (ab Mai 2024) sollen gesellschaftlich kontrovers diskutierte Themen, u.a. zum Rohstoffverbrauch hierzulande und darüber hinaus sowie zu den internationalen Auswirkungen dieses Rohstoffbedarfs, in innovativen Veranstaltungsformaten diskutiert werden. Im finanziellen Bereich konzentriert sich die Gesellschaft auf folgende Ziele und Maßnahmen: • Enge Steuerung der Mittelverausgabung, um eine effiziente und zielgerichtete Nutzung der finanziellen Ressourcen sicherzustellen. • Erhöhung des Controllings, um eine verbesserte Überwachung und Analyse der finanziellen Leistung und Entwicklung zu gewährleisten. • Steigerung der Drittmittelquote, um zusätzliche finanzielle Ressourcen zu erschließen und die finanzielle Stabilität des Futuriums langfristig zu stärken. • Beobachtung der Wirtschaftskrise und Abschätzung ihrer Auswirkungen auf das Futurium, um rechtzeitig auf etwaige finanzielle Herausforderungen reagieren zu können. • Durch die Festlegung strategischer Schwerpunkte im finanziellen Bereich strebt das Futurium an, eine solide finanzielle Basis zu schaffen. Dies ist entscheidend, um langfristige Ziele erfolgreich zu verwirklichen und den Auftrag als führende Institution im Bereich der Zukunftsforschung und -gestaltung zu erfüllen. Die Mittelfristplanung wird regelmäßig fortgeschrieben und dem Aufsichtsrat jährlich vorgestellt. Voraussetzungen für die Umsetzung der Mittelfrist-Vorhaben ist im Wesentlichen die Schaffung eines entsprechenden finanziellen Rahmens. Die Ertrags- und Finanzlage der Futurium gGmbH wird auch in den Folgejahren überwiegend durch die Höhe der Förderung des Zuwendungsgebers bestimmt. Die institutionelle Förderung des Bundes sichert insofern den Fortbestand der Gesellschaft ab, daneben plant die Gesellschaft mit den Einnahmen aus Gesellschafterbeiträgen sowie Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung. Hier wird aufgrund der Implementierung der Gastronomie und des Erfolgs des Vermietungsgeschäfts im Veranstaltungsbereich von einer Verstetigung von Einnahmen ausgegangen. Wie unter Punkt 2 (Geschäftsverlauf) dargestellt, konnten im Geschäftsjahr 2023 sowohl mit Blick auf die Besuchszahlen als auch bei der Anzahl von Veranstaltungen und Workshops sowie in der aktiven Einbindung der Besucher*innen und der Beförderung der Nachhaltigkeit die mit dem Gesellschafter Bund vereinbarten Ziele erreicht werden. Für das Geschäftsjahr 2024 wird bei ausgeglichenem Haushalt (Fehlbedarfsfinanzierung) sowohl eine Steigerung als auch eine Verstetigung der KPI angestrebt. Insofern wurden die KPI für 2024 auf Basis der KPI 2023 weiterentwickelt und mit folgenden Zielwerten versehen: Auftrag - Aufgabenziel 1 Ausbau der Veranstaltungen, Ausstellungen und Workshops mit hoher Exposition und hohem Bürgerinteresse zu zukunftsorientierten wissenschaftlichen und technischen Themen, insbesondere mit Bezug auf das Leben der Bürger.
Auftrag - Aufgabenziel 2 Zusammenarbeit mit den Gesellschaftern bei der inhaltlichen Arbeit.
Auftrag - Aufgabenziel 3 Aktive Einbindung von Besuchern und Besucherinnen wird gefördert
Nachhaltigkeitsziel In ihrer Programmarbeit ist die Gesellschaft dem Prinzip der Nachhaltigkeit verpflichtet. Mittelfristiges Ziel: Schritte zur Beförderung der Nachhaltigkeit in allen 20 Zielen werden unternommen
Wirtschaftlichkeitsziel Der Nachweis der zweckentsprechenden und wirtschaftlichen Verwendung der Zuwendungsmittel muss erbracht werden
5. Risikobericht Die Gesellschaft verfügt über ein Risikomanagement. Zur Erkennung und zum Umgang mit Risiken wurde eine Zuständigkeits- und Aufgabenstruktur festgelegt. Der Informationsaustausch erfolgt über festgelegte Kommunikationsstrukturen. Die Qualitätsprüfung und -sicherung erfolgt im Rahmen eines Organisationsentwicklungsprozesses. Identifizierte Risiken werden analysiert, bewertet und in einer Risikoliste geführt. Entsprechend der Zuständigkeit und des Risikograds erfolgt die Entwicklung von Risikoüberwachungs- und Vorsorgemaßnahmen durch die Geschäftsführung und/oder die Abteilungsleiter*innen. Die Risikoüberwachung erfolgt seitens der Geschäftsführung. Folgende Risiken werden bewertet: Hohe Risiken: 1. Die allgemeine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage und die Sparmaßnahmen im Rahmen des Bundeshaushalts können eine Herabsetzung der Fehlbedarfsfinanzierung durch den Gesellschafter Bund bewirken und so zu einer Unterfinanzierung führen. Die Programmplanung erfolgt entsprechend den Regeln des Haushaltsjahrs. Sämtliche Verträge werden unter Haushaltsvorbehalt geschlossen. Es wird weiterhin angestrebt, den Kreis der Gesellschafter zu erweitern. Gleichzeitig wird enger Kontakt zum Gesellschafter Bund gehalten, um etwaige Entwicklungen im Bundeshaushalt bzgl. dessen Auswirkungen auf die Finanzierung der Gesellschaft zu erkennen und bearbeiten zu können. 2. Die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage kann zu einer Reduzierung des finanziellen Engagements oder dem Austritt von Gesellschaftern führen. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, werden die Gesellschafter durch einen Themenfindungsprozess stark in die inhaltliche Entwicklung des Hauses eingebunden und so deren Verbundenheit gestärkt. Weiter wird angestrebt, den Kreis der Gesellschafter zu erweitern. 3. Die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage kann zu einem Rückgang der Eigeneinnahmen aus Vermietung und Verpachtung führen. Die Gesellschaft arbeitet daher stetig daran, das Servicelevel der Vermietung und den Bekanntheitsgrad der Mieträume zu steigern, um so den Attraktivitätsgrad der Mieträume weiter auszubauen. 4. Die Aufhebung oder das Auslaufen der Eintrittspreisfreiheit kann, insbesondere auch aufgrund der Verschlechterung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, zu einem Rückgang der Besucherzahlen führen. Die Gesellschaft ist bemüht, die Eintrittspreisfreiheit über den bis Ende 2025 verlängerten Befristungszeitraum zu erhalten, evaluiert stetig die Zielgruppenerreichung und berichtet regelmäßig an die Entscheidungsgremien. 5. Der Fachkräftemangel birgt das Risiko unbesetzter Stellen und damit fehlender Erfüllung der Aufgaben der Gesellschaft. Die Gesellschaft erhöht ihr Attraktivitätslevel am Markt durch Entwicklung zeitgemäßer Arbeitsstrukturen und Benefits; außergewöhnliche Arbeitsleistungen werden honoriert. Weiter bemüht sich die Geschäftsführung im Rahmen des jährlichen Haushaltsverfahrens um die Entfristung von Stellen, um Mitarbeitern langfristige Perspektiven innerhalb der Gesellschaft zu ermöglichen. 6. Gezielte Angriffe auf die IT-Infrastruktur können zu einer Handlungsunfähigkeit der Gesellschaft und dem langfristigen Verlust von Daten führen. Die Gesellschaft hat hierzu Maßnahmen eingeleitet im Bereich der IT-Struktur sowie der Organisationsabläufe und das Bewusstsein der Mitarbeiter in Bezug auf die Handhabung der IT-Systeme durch Schulungen gestärkt. Mittlere Risiken: 1. Risiko einer dauerhaft reduzierten Publikumsresonanz. Faktoren hierfür können sein: ein generelles Absinken der Attraktivität des Futuriums, verändertes Reiseverhalten (z.B. weniger touristische Gäste in Berlin) oder Konkurrenzlagen, z.B. durch die Neueröffnung oder grundlegende Sanierung von ansatzweise vergleichbaren Institutionen. Das Futurium legt höchste Priorität auf die weitere Steigerung der Programmattraktivität, unter anderem durch die Weiterentwicklung der Dauerausstellung mit neuen Themen, durch einen Ausbau des Workshop-Angebots sowie die Entwicklung neuer analoger und digitaler Veranstaltungsformate. Als wesentlichen Baustein strebt die Geschäftsführung an, Sonderausstellungen anzubieten. Da nach Auskunft des BMBF eine Erschließung neuer Ausstellungsflächen in den unmittelbar am Futurium liegenden S-Bahn-Bögen Margarete-Steffin-Straße nicht finanzierbar ist, hat das Haus eine alternative Planung für die begrenzte Freimachung von Flächen innerhalb des Futuriums angestoßen. Auch die Marketing- und Kommunikationsanstrengungen werden unvermindert fortgesetzt. Es findet weiter eine kontinuierliche Befragung von Besucher*innen statt, um daraus Schlüsse für mögliche Handlungsfelder zu ziehen. 2. Die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage kann zu einer Insolvenz der Pächter der Gastronomie und des Museumsshops führen. Dies würde neben dem Wegfall von Einnahmen auch zu einem durch möglichen Leerstand resultierenden Rückgang der Attraktivität des Standortes führen. Um dem Risiko entgegenzutreten, finden engmaschige Abstimmungen mit den Pächtern auf Geschäftsführungsebene statt, um gegebenenfalls rechtzeitig reagieren zu können. 3. Risiko einer fehlenden finanziellen Unterlegung der inhaltlichen Mittelfristplanung. Um die beabsichtigte weitere Steigerung der Attraktivität des Hauses realisieren zu können, befindet sich das Futurium in engen Abstimmungen mit den Gesellschaftern, um eine belastbare Finanzgrundlage für die Mittelfristplanung bis 2028 sicherzustellen. 4. Die Vermietung der Veranstaltungsräumlichkeiten im Futurium muss serviceorientiert und hochprofessionell organisiert sein, um Kundenzufriedenheit herzustellen und den Ruf der Örtlichkeit als hochklassiger Veranstaltungsort (und damit auch Auslastung und Einnahmen) zu sichern. Es finden regelmäßige Abstimmungen mit dem Dienstleister und eine Evaluation der Zusammenarbeit statt. 5. Das Risiko eines Anstiegs der Energiepreise und damit einer Überschreitung der im Haushalt vorgesehenen Betriebskosten wird durch engen Austausch mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und dem Gebäudebetrieb überwacht, Energieeinsparungsmaßnahmen werden auf Basis von Energiemonitoring geplant. 6. Risiko einer Energieknappheit. Die Energieknappheit kann zu Einschränkungen der Versorgungslage und damit bis hin zur Einstellung des Betriebs führen. Die Gesellschaft hat einen Energienotfallplan entwickelt, um durch gezielten Einsatz sowohl technischer als auch nutzerbezogener Maßnahmen im Falle der Reduktion von Energie ihr Angebot in größtmöglichem Umfang aufrecht zu erhalten. 7. Ein mögliches Wiederaufflammen der Covid-Pandemie oder der Eintritt neuer Pandemien können zu einer deutlichen Einschränkung der Geschäftstätigkeit sowie des Programmangebots der Gesellschaft führen. Die Digitalisierung wird daher sowohl im Programmbereich als auch im Rahmen der Organisationsabläufe weiter ausgebaut. So sind alle drei Programmsäulen (Ausstellung, Forum und Futurium Lab) insbesondere durch die Anwendung digitaler Werkzeuge darauf vorbereitet, im Ernstfall auch künftig flexibel auf pandemische Herausforderungen reagieren zu können. Es ist sowohl im konzeptionellen als auch im operativen Bereich eine proaktive Planung implementiert, die insbesondere ein stetiges Monitoring und eine umgehende Umsetzung von etwaigen Hygieneanordnungen beinhaltet. 8. Risiko vorläufiger Haushaltsführung: Ein Andauern der vorläufigen Haushaltsführung kann zu einer Einschränkung der finanziellen Planungssicherheit und einer Eingrenzung der Handlungsfähigkeit der Gesellschaft führen. Die Gesellschaft ist bemüht, durch sorgfältige Budget- und Zeitplanung sowie vorausschauende inhaltliche Planung den Umfang ihres Angebots in Erfüllung ihres Gesellschaftszwecks durchgängig zu gewährleisten. Niedrige Risiken 1. Die Gemeinnützigkeit fordert die Vermeidung eines defizitären Wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs (WGB). Zur Risikoüberwachung wird die Einnahmeentwicklung im WGB eng überwacht. 6. Chancenbericht Mit dem Futurium ist ein innovatives "Haus der Zukünfte" mit großer Strahlkraft etabliert worden, das vielfältige Impulse für die gesamtgesellschaftliche Behandlung des Themas Zukunft setzen wird. Das damit verbundene derzeitige Alleinstellungsmerkmal ermöglicht eine Abgrenzung zu anderen Einrichtungen Berlins und bundesweit. Aufgrund der Einzigartigkeit wird weiterhin erwartet, dass ein hoher Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung und perspektivisch auch international erreicht werden kann. Das Futurium strebt auch in Zukunft an, in allen drei Programmsäulen sowie im digitalen Futurium auf aktuell aufkommende Fragestellungen einzugehen und diese in das Programmangebot zu integrieren. Die Dauerausstellung soll kontinuierlich weiterentwickelt und um neue große Themen ergänzt werden. Nach der erfolgreichen Einführung der ersten beiden Themen "Mobilität" im November 2021 und "Demokratie" im März 2023 soll als nächstes Thema "Zukünfte der Rohstoffe" eingeführt werden, dessen geopolitische und ökonomische Relevanz gerade in der jetzigen Situation auf der Hand liegt. Als darauffolgendes Schwerpunktthema soll in 2025 das Thema "Zukünfte der Landwirtschaft" auf dem Programm stehen. Wenn es darüber hinaus gelingt, eine tragfähige Finanzierung für die ins Auge gefassten mittelfristigen Maßnahmen wie z.B. die Weiterentwicklung des Digitalen Futuriums, die Ermöglichung von Sonderausstellungen sowie die erfolgreiche Umsetzung sowie Verstetigung des Mobilen Futuriums sicherzustellen, würde dies neue Zielgruppen ansprechen und insgesamt die Attraktivität des Futuriums weiter steigern. Die Einnahmeseite kann durch höhere Einnahmen im Bereich Vermietung und Verpachtung sowie durch regelmäßige Einnahmen durch Führungen, Teilnahmebeiträge für Workshops und ausgewählte Eigenveranstaltungen sowie Umsatzbeteiligungen beim Verkauf von Publikationen und Bildungsmaterialien auf eine breitere Basis gestellt werden.
Berlin, den 17. April 2024 Nicole Schneider, Kaufmännische, Geschäftsführerin Dr. Stefan Brandt, Direktor BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN Die Gesellschaft firmiert unter dem Namen Futurium gGmbH, Berlin und ist beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) unter HRB 167633 B eingetragen. B. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS 1. Grundsätzliche Angaben Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB gemäß § 17 Absatz 1 Satz 2 des Gesellschaftsvertrages Anwendung. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Gesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Gemäß bzw. analog zu § 265 Abs. 5 und Abs. 6 HGB wurden zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses Postenbezeichnungen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung an ihren tatsächlichen Inhalt angepasst bzw. Posten hinzugefügt. C. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEN 1. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1.1 Bilanzierungsmethoden Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 264, 265-266, 268-274, 276277 HGB, und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 1.2 Bewertungsmethoden Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt: ANLAGEVERMÖGEN Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, bewertet. Die Ausstellungsarchitektur besteht aus einzelnen Komponenten mit unterschiedlicher betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauer, die miteinander verbaut sind und daher für jede Baueinheit als eigenständige Gruppe inventarisiert sind. Aufgrund des Wandels innerhalb der Ausstellung und ausgehend von der voraussichtlichen Verwendungsdauer der einzelnen Komponenten in der Ausstellung wurde für die Baueinheiten eine Nutzungsdauer von fünf Jahren festgelegt. Geringwertige Anlagegüter im Einzelwert zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 wurden im Anschaffungsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Geleistete Anzahlungen sind zu ihrem Nennwert aktiviert. Finanzanlagen Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. UMLAUFVERMÖGEN Vorräte Waren sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Anschaffungskosten wurden durch Einzelfeststellung ermittelt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN beinhalten Einnahmen bzw. Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Ertrag bzw. Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE enthält Fördermittel für Investitionen in das Anlagevermögen und ist auf der Passivseite ausgewiesen. Entsprechend der Stellungnahme 1/1984 des Hauptfachausschusses des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. erfolgt. Die ertragswirksame Auflösung des Sonderpostens entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagengegenstände ab Beginn der wirtschaftlichen Nutzung. RÜCKSTELLUNGEN Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages aufgrund des steuerlichen Gewinns dotiert. Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Erfüllungsbeträge nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden, die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden. VERBINDLICHKEITEN Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen im Geschäftsjahr ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben vollumfänglich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr auf. 3. Eigenkapital Das als gezeichnetes Kapital ausgewiesene Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag EUR 25.000,00. Das Kapital ist vollständig einbezahlt. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende wesentliche Rückstellungen:
5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben insgesamt eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 925,7 (Vorjahr: TEUR 1.060,5). E. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge von TEUR 21,0 (2022: TEUR 96,1), diese betreffen im Wesentlichen Erträge aus Rechtstreitigkeiten und nachberechnete Museumsführungen aus Dezember 2022 und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen von TEUR 12,5 (2022: TEUR162,3), diese betreffen im Wesentlichen nachlaufende Eingangsrechnungen und Mietnachzahlungen. F. SONSTIGE ANGABEN 1. Beteiligungen Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 hielt die Futurium gGmbH 10% der Anteile an der GiD-Gesellschaft für infrastrukturelle Dienste mbH, Köln, mit einem Buchwert von TEUR 27. Das Eigenkapital zum 31.12.2023 beträgt TEUR 608,2. Im Jahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 12,4 erwirtschaftet. 2. Personal Die Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer nach Gruppen beträgt:
3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
4. Gesellschaftsorgane 4.1 Geschäftsführung Hauptamtliche Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr: • Nicole Schneider (Kaufmännische Geschäftsführerin), Berlin • Dr. Stefan Brandt (Direktor), Berlin 4.2 Aufsichtsrat Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr folgende Mitglieder an: • Dr. Prof. Sabine Döring, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung (Vorsitzende des Aufsichtsrats), Berlin • Prof. Dr. Dr. hc. Angela Friederici, Geschäftsführende Direktorin am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig • Prof. Dr.-Ing. Dr. hc. Matthias Kleiner, ehem. Präsident der Leibnitz-Gemeinschaft e.V. (stv. Vorsitzender in 2023), Dortmund • Dr. Monika Lessl, Head of Corporate Innovation and R&D der Bayer AG, Glienicke-Nordbahn • Dr. Andreas Görgen, Leitender Beamter, Amtschef im Die Beauftragte für Kultur und Medien der Bundesregierung (BKM), Berlin • Dr. Detlef Kratz, President Group Research BASF SE, Hamburg • Dr. Roland Philippi, Leiter der Abteilung "Grundsatzfragen und Strategien; Koordinierung" • Dr. Thomas de Maiziére, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom Stiftung, bis 22.11.2023, Dresden • Dr. Daniela Brönstrup, Leiterin der Abteilung VI Digital- und Innovationspolitik Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), Berlin 4.3 Gesamtbezüge der aktiven und früheren Organmitglieder Die Geschäftsführerin Nicole Schneider hat im Geschäftsjahr eine Vergütung i. H. v. TEUR 115,6 sowie TEUR 2,9 für Beitragszahlungen zur Altersversorgung enthalten. Der Geschäftsführer Dr. Stefan Brandt hat im Geschäftsjahr eine Vergütung i. H. v. TEUR 167,7 erhalten. Im Geschäftsjahr wurden an die Aufsichtsratsmitglieder keine Vergütungen gezahlt und keine Auslagen erstattet. 5. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Die Gesellschaft erhielt im Geschäftsjahr seitens der Gesellschafter Finanzierungs- und Sponsoringbeiträge in Höhe von TEUR 1.395. Die Mittel aus dem Bundeshaushalt betrugen im Geschäftsjahr TEUR 17.157. 6. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Die Honorare für Abschlussprüfungsleistungen des gesetzlichen Abschlussprüfers betrugen für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 16. 7. Ergebnisverwendung Im Geschäftsjahr beträgt das Ergebnis auf Grund der institutionellen Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Form einer Fehlbedarfsfinanzierung EUR 0,00. 8. Unterschrift der Geschäftsführung
Berlin, 17. April 2024 Futurium gGmbH, Berlin Frau Nicole Schneider, Kaufmännische, Geschäftsführerin Herr Dr. Stefan Brandt, Direktor sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 21.08.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Futurium gGmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Futurium gGmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Futurium gGmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft, zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 8. Mai 2024 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Dr. Dominic Sommerhoff, Wirtschaftsprüfer Mandy Pietzsch, Wirtschaftsprüferin |
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